Technisches Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fluidversorgungs- und Zirkulationssystem,
insbesondere für eine Warmwasserversorgung.
Stand der Technik
[0002] Fluidversorgungs- und Zirkulationssysteme sind in der Verfahrenstechnik und insbesondere
in der Gebäudetechnik bekannt. So umfassen Warmwasserversorgungen, beispielsweise
in Gebäuden, im Allgemeinen eine zentrale Warmwasserbevorratung oder eine zentrale
Wassererwärmungseinrichtung, hier kurz Speichereinheit genannt, und davon ausgehend
führt mindestens eine Zuführleitung zu mindestens einer Warmwasserentnahmestelle.
Eine der Herausforderungen besteht darin, dass in allen Betriebszuständen möglichst
kurzfristig Warmwasser mit einer gewünschten Solltemperatur und in ausreichender Menge
an der Entnahmestelle zur Verfügung steht. Die Zeitdauer zwischen Beginn der Entnahme
von Warmwasser und der tatsächlichen Bereitstellung von Wasser mit Solltemperatur
an der Entnahmestelle kann mehrere Sekunden betragen, so dass ein Nutzer häufig unzureichend
erwärmtes Wasser ungenutzt abfliessen lässt, welches somit verschwendet wird. Einer
der Gründe ist, dass in einer mehr oder weniger langen Zuführleitung stehendes Warmwasser
rasch abkühlt, so dass zunächst nur abgekühltes Wasser an dem Bezugspunkt zur Verfügung
steht.
[0003] Darüber hinaus entstehen bei kälteren Temperaturen aufgrund einer Legionellenbildung
hygienische Probleme, welche erst bei Temperaturen ab ca. 55°C ausreichend unterdrückt
werden können.
[0004] Eine Weiterentwicklung stellen integrierte Zirkulationssysteme dar, welche eingerichtet
sind, um permanent an einer Entnahmestelle rasch warmes Wasser zur Verfügung zu stellen.
Bekannte Warmwasserversorgungs- und Zirkulationssysteme sehen eine Zirkulationsleitung
vor, mittels welcher aus der Nähe des Bezugspunktes von der Zuführleitung warmes Wasser
zurück zu einer Warmwasserspeichereinheit oder Wasseraufbereitungsanlage geführt wird.
Im einfachsten Fall sieht ein derartiges System vor, dass stets ein - wenn auch geringer
- Mengenteil an Warmwasser durch das vorhandene Leitungssystem zirkuliert. Dadurch
bleibt das Warmwasser weitgehend auf einem gleichbleibenden, relativ hohen Temperaturniveau.
[0005] Die Rückführung in eine Speichereinheit, ausgebildet als Schichtspeicher, erzeugt
dann Probleme, wenn das zirkulierende Wasser eine andere Temperatur aufweist, als
diejenige Schicht in der es in den Schichtspeicher eingeleitet wird. In dem Schichtspeicher
entsteht eine ungewollte Verwirbelung, wobei es zu einer Temperaturabsenkung kommt.
Zum Ausgleich der Temperaturabsenkung muss Wärmeenergie zugeführt werden.
[0006] Grundsätzlich erweist sich eine Temperaturabsenkung in dem System, insbesondere bei
Trinkwassersystemen, in hygienischer Sicht als problematisch, da das Risiko besteht,
dass es zu einer verstärkten Legionellenbildung kommt und durch die gesunkene Temperatur
die thermische Sperre eine Ausbreitung in dem System nicht mehr verhindern kann.
[0007] Um die während eines Zirkulationsmodus auftretenden Wärmeverluste zu reduzieren,
kann die Zirkulationsleitung auch wenigstens über einen gewissen Teil ihrer Länge
im thermischen Kontakt mit der Zuführleitung für Warmwasser stehen. Insbesondere ist
bekannt, dass die Zirkulationsleitung innerhalb der Zuführleitung bzw. auch umgekehrt
bis zu einem Anschlussbereich der Entnahmestelle angeordnet ist, z.B. in Form einer
Rohr-in-Rohr-Anordnung. Im Allgemeinen ist ein Leitungssystem mit einer zumindest
teilweise im Volumen der Zuführleitung verlaufenden Zirkulationsleitung sehr aufwendig
und bedarf für Anschlusselemente Sonderkonstruktionen. Der Montage- und Installationsaufwand
sowie der Materialbedarf sind beträchtlich. Als besonders nachteilig wird angesehen,
dass bei einer kombinierten Zuführ- und Zirkulationsleitung der zur Verfügung stehende
Strömungsquerschnitt für das an der Entnahmestelle angeforderte Warmwasser deutlich
verringert ist. Insbesondere die sogenannten Pipe-in-Pipe-Systeme stellen an der Entnahmestelle
das Warmwasser nicht in ausreichend grosser Menge zur Verfügung, so dass die Leitungen
entsprechend grösser dimensioniert werden müssen.
[0008] Aus dem Stand der Technik sind Warmwasserversorgungs- und Zirkulationssysteme bekannt,
bei denen die Zirkulationsleitung in der Nähe der Entnahmestelle an die Zuführleitung
angeschlossen ist, wobei Zirkulationsleitung und Zuführleitung zumindest teilweise
als koaxiale Leitungen ausgebildet sind. Je nach Betriebsmodus der Warmwasserversorgung
ist vorgesehen, die Strömungsrichtung des zirkulierenden Wassers in der Zirkulationsleitung
umzukehren. Bei Abgabe von Wasser an der Entnahmestelle, d.h. während eines Versorgungsmodus,
strömt Warmwasser parallel über die Zuführleitung und die Zirkulationsleitung der
Entnahmestelle zu und kann zur Versorgung genutzt werden. Während eines Zirkulationsmodus
strömt das aus der Zuführleitung in die Zirkulationsleitung übergehende Warmwasser
in entgegengesetzter Strömungsrichtung, d.h. das Warmwasser zirkuliert in der Zirkulationsleitung
über die Speichereinheit. Zu diesem Zweck kann in dem System eine Zirkulationspumpe
angeordnet sein. Andere derartige Systeme umfassen ein Rückschlagventil in der Zirkulationsleitung,
welches bedingt durch einen Druckabfall im System im Versorgungsmodus öffnet, so dass
es zur parallelen Strömung in Zuführ- und Zirkulationsleitung kommt.
[0009] Die bekannten Systeme eignen sich nicht in gleichem Masse für die beiden Betriebsmodi,
d.h. für die Warmwasserversorgung und die Zirkulation, so dass weiterhin Bedarf für
eine Optimierung hinsichtlich des Energie- und Materialaufwandes besteht, insbesondere
mit Blick auf die Kosten.
Zusammenfassung der Erfindung
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein hinsichtlich Energie-
und Materialaufwand verbessertes Fluidversorgungs- und Zirkulationssystem vorzusehen,
welches leicht und schnell zu installieren ist und insbesondere für ein bestehendes
System problemlos nachrüstbar ist. Ferner soll ein derartiges System ohne elektrischen
oder elektronischen Steueraufwand, mechanisch zwischen einem Versorgungsmodus und
einem Zirkulationsmodus umschaltbar sein.
[0011] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird darin gesehen, dass in einem
erfindungsgemässen Fluidversorgungs- und Zirkulationssystem an mindestens einer Entnahmestelle
stets Fluid einer bestimmten gewünschten Eigenschaft und in ausreichender Menge zur
Verfügung steht. Ferner soll mit dem erfindungsgemässen Fluidversorgungs- und Zirkulationssystem
sichergestellt sein, dass einer Vielzahl von Verbrauchern ein Fluid einer gewünschten
Eigenschaft bereitgestellt wird, wobei der Energieaufwand möglichst gering ist.
[0012] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäss insbesondere durch die Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen offenbart.
[0013] Die vorliegende Erfindung geht aus von einem Fluidversorgungs-und Zirkulationssystem,
umfassend mindestens eine Zuführung zu mindestens einer Entnahmestelle, auch als Bezugspunkt
bezeichnet, eine Speichereinheit, in welcher ein Fluid bevorratet und/oder aufbereitet
wird, so dass das Fluid eine einstellbare Eigenschaft aufweist und ein Zirkulationssystem,
in welchem das Fluid in dauernder Zirkulation zwischen Speichereinheit und Entnahmestelle
führbar ist.
[0014] Hierbei weist das umfasste Zirkulationssystem eine Zirkulationsleitung auf, eine
Zirkulationspumpe zum Zwangsumlauf des Fluid, eventuell eine Aufbereitungseinrichtung
zur Einstellung einer bestimmten Fluideigenschaft, beispielsweise eine Wärmepumpe
und eine Einleitungsstelle in die Speichereinheit, eventuell ausgerüstet mit einem
Rückschlagventil.
[0015] Ein derartiges System wechselt bei Bezug von Fluid an der mindestens einen Entnahmestelle
mechanisch in einen Versorgungsmodus und bei geschlossener Entnahmestelle in einen
Zirkulationsmodus. Das System ist so eingerichtet, dass das Fluid im System und insbesondere
an den Bezugspunkten stets gleiche Eigenschaften aufweist.
[0016] Die Zirkulationsleitung ist unmittelbar an einer Entnahmestelle an die Zuführleitung
angeschlossen, so dass quasi das ganze Warmwasser zirkuliert und insbesondere sich
keine Kaltwassersäule in der Zuführleitung einstellt. Die Zirkulationsleitung verläuft
zumindest teilweise anliegend zur Zuführleitung.
[0017] Je nach Einsatzgebiet des erfindungsgemässen Systems handelt es sich um ein flüssiges
oder gasförmiges Fluid, beispielsweise Wasser. Das Fluid weist mindestens eine einstellbare
Eigenschaft auf, beispielsweise eine physikalische, chemische, biologische und/oder
thermische Eigenschaft, insbesondere handelt es sich um Wasser mit einer Solltemperatur.
Die Speichereinheit kann als Schichtspeicher oder als Aufbereitungsvorrichtung ausgebildet
sein, wobei Einrichtungen umfasst sind, mittels denen die gewünschte Eigenschaft des
Fluid eingestellt wird. Bei der Speichereinheit kann es sich z.B. um eine Warmwasseraufbereitungsanlage
handeln. Bei den Entnahmestellen kann es sich beispielsweise um einen Wasserhahn handeln.
[0018] Ein erfindungsgemässes System kann auch im Bereich der Verfahrenstechnik verwendet
werden, beispielsweise um eine nicht stabile Mischung durch Zirkulation, durchgeführt
in Zeitintervallen, in ein homogenes Gemisch zu wandeln. Allgemein ist das System
für Fluide dann einsetzbar, wenn eine zeitlich begrenzte Stabilisierung des fluiden
Systems durch Zirkulation und Aufbereitung wiederherstellbar ist.
[0019] Das erfindungsgemässe Fluidversorgungs- und Zirkulationssystem umfasst eine Speichereinheit
zur Bevorratung und/oder Aufbereitung eines Fluid mit einer einstellbaren Eigenschaft,
mit mindestens einer Zuführleitung zu mindestens einer Entnahmestelle und mindestens
einer Zirkulationsleitung, mit einer Zirkulationspumpe zur Zirkulation des Fluid,
wobei die mindestens eine Zuführleitung und die mindestens eine Zirkulationsleitung
fluidleitend miteinander verbunden sind.
[0020] Das erfindungsgemässe Fluidversorgungs- und Zirkulationssystem ist mit einem Zirkulationsregler
verbindbar, umfassend einen Zuführbereich und einen Zirkulationsbereich, welche mittels
eines Überströmventils fluidleitend miteinander verbindbar sind.
[0021] Die mindestens eine Zirkulationsleitung ist im Bereich der mindestens einen Entnahmestelle
fluidleitend mit der mindestens einen Zuführleitung verbunden. So wird verhindert,
dass ein in einer Stichleitung zur Entnahmestelle stehendes Fluidvolumen nicht zirkuliert.
[0022] Befindet sich das System in dem Zirkulationsmodus, ist das Überströmventil geschlossen.
Das gesamte Fluid in dem System zirkuliert.
[0023] Der Zirkulationsregler, eine zentrale Funktionseinheit, ist derart in dem System
anordenbar und mit einer Saugseite der Zirkulationspumpe verbindbar, dass diese in
dem Versorgungsmodus nicht durchströmt wird. Demnach wird kein Strömungswiderstand
erzeugt, welchem ansonsten mit einer grösseren Pumpenleistung begegnet werden müsste.
In dem Zirkulationsmodus wird das Fluid entlang eines Kreislaufs geführt, wobei es
über die an die Zuführleitung angeschlossene Zirkulationsleitung, über den Zirkulationsregler
zur Saugseite der Zirkulationspumpe und weiter in die Speichereinheit geführt wird.
[0024] Die Umschaltung zwischen Versorgungsmodus und Zirkulationsmodus erfolgt mechanisch.
Bei geöffneter Entnahmestelle im Versorgungsmodus und dem Druckgefälle zwischen dem
herrschenden Systemdruck und dem Atmosphärendruck wird ein Druckabfall in dem System
erzeugt. Das Überströmventil öffnet dann, wenn bei mindestens einer geöffneten Entnahmestelle
der Systemdruck um einen bestimmten Wert absinkt, wobei das Überströmventil hinsichtlich
des Werts einstellbar ist. An dem Überströmventil ist einstellbar, bei welchem Druckgefälle
das Überströmventil öffnet.
[0025] In dem Versorgungsmodus des Systems ist das Überströmventil geöffnet. D.h. bei Abgabe
von Fluid an mindestens einer Entnahmestelle und geöffnetem Überströmventil, strömt
Fluid über die mindestens eine Zuführleitung und zumindest teilweise über die mindestens
eine Zirkulationsleitung der mindestens einen geöffneten Entnahmestelle zu, wobei
die Strömungsrichtung zumindest teilweise in der Zirkulationsleitung entgegengesetzt
zu derjenigen im Zirkulationsmodus ist. So strömt im Zirkulationsregler von dem Zirkulationsbereich
das Fluid parallel in zumindest einem Teil der mindestens einen Zirkulationsleitung
und in der mindestens einen Zuführleitung der mindestens einen geöffneten Entnahmestelle
zu, wobei die Strömungsrichtung in der Zirkulationsleitung entgegengesetzt zu derjenigen
im Zirkulationsmodus ist. An der Entnahmestelle steht demnach das Volumen der Leitungsquerschnitte,
d.h. von Zuführ- und Zirkulationsleitung, für die Abgabe des Fluid mit einer gewünschten
Eigenschaft zur Verfügung.
[0026] Die Strömungsrichtung in der Zirkulationsleitung ist abhängig von dem herrschenden
Betriebsmodus, bzw. wird bestimmt durch die Stellung des Überströmventils.
[0027] In einer Ausführungsform des Fluidversorgungs- und Zirkulationssystems sind an dem
Zirkulationsregler eine oder mehrere Ringleitungen angeschlossen, an welche jeweils
eine Vielzahl von Entnahmestellen in Reihe angeschlossen ist, wobei die Zuführleitung
und die Zirkulationsleitung zumindest teilweise als Ringleitung ausgebildet sind.
[0028] Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die mindestens eine Zuführleitung zu mindestens
einer Entnahmestelle und die mindestens eine Zirkulationsleitung zumindest abschnittsweise
aneinander anliegend ausgebildet sind. In einer bevorzugten Ausführungsform sind Zuführ-
und Zirkulationsleitung in Form einer Zweikammerleitung ausgebildet, welche bevorzugt
flexibel ist. Beispielsweise unterteilt eine interne Trennwand in der Leitung diese
in eine Zuführkammer und eine Zirkulationskammer. Hierbei bildet die Zuführkammer
einen Abschnitt der Zuführleitung und die Zirkulationskammer einen Abschnitt der Zirkulationsleitung.
Bevorzugt ist die Trennwand in eine flexible Leitung mit einer kreisförmigen Querschnittsfläche
eingezogen, welche diese in zwei halbkreisförmige, weitgehend gleichgrosse Querschnittsflächen
unterteilt, wobei die Wandstärke der Trennwand im Bereich zwischen 0,5 mm bis 2,5
mm liegt.
[0029] Die Zweikammerleitung kann derart dimensioniert werden, dass sie mit weiteren Elementen
des Systems, beispielsweise einem Wasserhahn, verbindbar ist, welche handelsübliche,
genormte Elemente sind. Ein Aussendurchmesser der Zweikammerleitung liegt bevorzugt
in einem Bereich von 12 mm bis 32 mm mit einer Wandstärke zwischen 1,7 mm bis 3 mm.
[0030] Eine derartige Zweikammerleitung senkt den Installations- und Isolationsaufwand deutlich.
Der Energieverlust ist reduziert, da anstelle von zwei getrennten Leitungen nunmehr
nur eine Zweikammerleitung vorgesehen ist, wobei auch der Platzbedarf der Leitungsführung
geringer ist. Ferner ist eine Montage einer Zweikammerleitung flexibler, da die Zuordnung
der Kammern frei wählbar ist und demnach situationsbedingt leicht anpassbar, wie dies
nachfolgend erläutert wird.
[0031] Um in der Nähe der Entnahmestelle die fluidleitende Verbindung der Zuführleitung
zu der Zirkulationsleitung bereitzustellen, kann in der internen Trennwand der Zweikammerleitung
eine Öffnung, z.B. eine Durchgangsbohrung, ausgebildet sein. In einer bevorzugten
Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Zweikammerleitung mittels eines Anschlussstücks
mit der mindestens einen Entnahmestelle verbunden ist, wobei ein geeigneter Anschluss
einer flexiblen Zweikammerleitung an die Entnahmestelle entsteht. Das Anschlussstück
ist beispielsweise derart ausgebildet, dass die beiden Kammern der Zweikammerleitung
in einem gemeinsamen Raum münden, welcher eine fluidleitende Verbindung zwischen Zuführkammer
bzw. Zuführleitung und Zirkulationskammer bzw. Zirkulationsleitung der Zweikammerleitung
bildet.
[0032] In einer Ausführungsform ist an dem Zirkulationsregler mindestens eine Zweikammerleitung
angeschlossen, beispielsweise ist diese in einem Anschlussbereich mit dem Zirkulationsregler
verschraubt oder verpresst. Vorteilhaft gleicht ein derartiger Anschluss auch Unterschiede
in der Dimension der Zweikammerleitung aus. Ferner ist die Zuführkammer der Zweikammerleitung
mit dem Zuführbereich des Zirkulationsreglers und entsprechend die Zirkulationskammer
mit dem Zirkulationsbereich fluidleitend verbunden. Vorteilhaft kann die Zweikammerleitung
in einer beliebigen Position an den Zirkulationsregler angeschlossen werden. Zur Herstellung
der fluidleitenden Verbindung der Zuführkammer der mindestens einen Zweikammerleitung
zu dem Zuführbereich, ausgebildet im Zirkulationsregler, ist ein Verbindungsstück
vorgesehen. Dieses Verbindungsstück ist an einem ersten Ende weitgehend dichtend mit
der Zuführkammer der Zweikammerleitung und an einem zweiten Ende weitgehend dichtend
mit dem Zuführbereich des Zirkulationsreglers verbunden, wobei das zweite Ende des
Verbindungsstücks fluchtend zum Anschlussbereich für die Zweikammerleitung ausgebildet
ist. Das Verbindungsstück ist derart ausgebildet, dass es an dem ersten Ende einen
halbkreisförmigen Querschnitt aufweist, während das zweite Ende einen kreisförmigen
Querschnitt aufweist. Ferner ist der Abschnitt zwischen dem ersten und zweiten Ende
bogenförmig ausgebildet, so dass durch Drehung des Verbindungsstücks unabhängig von
der Ausrichtung der Zweikammerleitung die Zuführkammer an den Zuführbereich des Zirkulationsreglers
angeschlossen werden kann.
[0033] Mit dem erfindungsgemässen Fluidversorgungs- und Zirkulationssystem wird auf einfache
Weise eine Regulierung der Systemfunktionen erreicht, wobei keine speziellen Anschlusselemente,
aufwendige Installationen und nur ein geringer Materialbedarf notwendig sind. Ferner
wird die Strömung in Richtung Entnahmestelle nicht durch Elemente behindert, insbesondere
wird die Zirkulationspumpe nicht in einem Versorgungsmodus durchströmt. Lediglich
muss im Versorgungsmodus der Widerstand des Überströmventils berücksichtigt werden,
so dass der Druckverlust minimal ist. Der Energieverbrauch ist demnach sehr gering
und es kommt zu keinen Druckschwankungen an der oder den Entnahmestellen.
[0034] Insbesondere kann der Zirkulationsregler als eine modulare Einheit ausgebildet sein,
so dass er in ein bestehendes Fluidversorgungs- und Zirkulationssystem integriert
werden kann.
[0035] Steht das erfindungsgemässe System in Zusammenhang mit einer Speichereinheit, dessen
thermische Schichtung nicht beeinträchtigt werden soll oder ist eine Konstanz der
in der Speichereinheit herrschenden Temperatur ein massgebliches Kriterium, ist vorgesehen,
dass vor Rückführung des Fluid in die Speichereinheit oder die Aufbereitungsanlage
mögliche Verluste des Fluid, beispielsweise thermische Verluste, durch eine separate
Aufbereitungseinrichtung gedeckt werden. Beispielsweise kann das zirkulierende Fluid
mittels einer Wärmepumpe erwärmt werden, welche die dafür notwendige Energie aus einer
Kaltwasseraufbereitung bezieht. Ferner kühlt sich dabei das Kaltwasser weiter ab,
was in Hinblick auf die Hygiene von Vorteil ist.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0036] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemässen
Fluidversorgungs- und Zirkulationssystems mit einem Zirkulationsregler und einer Zweikammerleitung;
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemässen
Fluidversorgungs- und Zirkulationssystems mit einem Zirkulationsregler und einer Ringleitung;
Fig. 3a einen Querschnitt durch die Ausführungsform eines Zirkulationsreglers für
eine Zweikammerleitung; und
Fig. 3b einen Längsschnitt durch die Ausführungsform eines Zirkulationsreglers für
eine Zweikammerleitung;
Fig. 4 einen Querschnitt durch die zweite Ausführungsform eines Zirkulationsreglers
für eine Ringleitung;
Fig. 5 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemässen Fluidversorgungs- und
Zirkulationssystems mit einem Zirkulationsregler und einer Zweikammerleitung, sowie
einer Zirkulationserwärmung mit Wärmepumpe.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsformen der Erfindung
[0037] In Fig. 1 ist rein schematisch ein erfindungsgemässes Fluidversorgungs- und Zirkulationssystem
dargestellt, kurz als System bezeichnet und mit Bezugszeichen 1 gekennzeichnet. Das
System 1 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein Warmwasserversorgungs- und
Zirkulationssystem, welches in einem Versorgungsmodus und in einem Zirkulationsmodus
betrieben wird. In Fig. 1 und in den nachfolgenden Figuren sind nicht näher bezeichnete
Pfeile dargestellt, welche eine Strömungsrichtung eines Fluid andeuten.
[0038] Das System 1 umfasst eine Speichereinheit 20, in welche Fluid über eine nicht näher
dargestellte Einrichtung 10 zugeführt werden kann, beispielsweise zur Kompensation
bei einer Entnahme von Wasser durch einen Verbraucher. In der Speichereinheit 20 wird
das darin bevorratete Fluid derart aufbereitet, dass es für eine Entnahme mit einer
einstellbaren Eigenschaft zur Verfügung steht, z.B. im Falle von Brauchwasser auf
eine Solltemperatur erwärmt. An die Speichereinheit 20 schliesst sich eine Zuführung
an, bezeichnet mit 30, mindestens umfassend eine Zuführleitung 32 zu einem Zirkulationsregler
40. Die Zuführung 30 kann aber auch als eine Hauptverteilungsleitung ausgebildet sein
mit daran angeschlossenen Leitungen. Von dem Zirkulationsregler 40 führt eine Verbindung
50 zu mindestens einer Entnahmestelle 70, wobei in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
die Verbindung 50 als eine Zweikammerleitung 51 ausgebildet ist, umfassend einen Abschnitt
der Zuführleitung 32 und einen Abschnitt einer Zirkulationsleitung 62. Die Entnahmestelle
70 kann ein Wasserhahn sein, an welchem ein Nutzer temperiertes Wasser beziehen kann.
Ferner ist der Zirkulationsregler 40 mit einem Zirkulationssystem 60 verbunden, umfassend
die Zirkulationsleitung 62, um mittels einer in der Zirkulationsleitung 62 angeordneten
Zirkulationspumpe 64 Warmwasser in dem System 1 zu zirkulieren. Das in dem Zirkulationssystem
60 geförderte Wasser wird in die Speichereinheit 20 rückgeführt.
[0039] Der im System 1 angeordnete Zirkulationsregler 40 umfasst ein Überströmventil 42,
welches eine indirekte fluidleitende Verbindung zwischen der Zuführleitung 32 und
der Zirkulationsleitung 62 in Abhängigkeit des Betriebsmodus herstellt. Bedingt durch
ein im Versorgungsmodus eintretendes Druckgefälle im System 1 öffnet das Überströmventil
42. In dem Versorgungsmodus ist das Überströmventil 42 geöffnet, in dem Zirkulationsmodus
ist das Überströmventil 42 geschlossen.
[0040] Erfindungsgemäss umfasst der Zirkulationsregler 40 einen kammerartig ausgebildeten
Bereich 46, unterteilt durch eine Unterteilung 58 in einen Zuführbereich 47 und einen
Zirkulationsbereich 48. Der Zuführbereich 47 steht in fluidleitender Verbindung mit
der Zuführleitung 32 und der Zirkulationsbereich 48 mit der Zirkulationsleitung 62.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Verbindung 50 zu der mindestens einen
Entnahmestelle 70 als Zweikammerleitung 51 ausgebildet, in welcher eine Zuführkammer
52 und eine Zirkulationskammer 53 in engem Kontakt zueinander stehend ausgebildet
sind. Beispielsweise ist die Zweikammerleitung 51 als flexibles Rohr ausgebildet.
In der Zweikammerleitung 51 kann eine darin angeordnete Trennwand 54 diese in die
Zuführkammer 52 und die Zirkulationskammer 53 unterteilen, welche in etwa eine halbkreisförmige
Querschnittsfläche gleicher Grösse aufweisen. In dem Bereich der Entnahmestelle 70
ist die Trennwand 54 mit einer Öffnung versehen, über welche im Zirkulationsmodus
Fluid von der Zuführkammer 52 in die Zirkulationskammer 53 überströmen kann.
[0041] Der Zuführbereich 47 und der Zirkulationsbereich 48 des Zirkulationsreglers 40 sind
miteinander über das Überströmventil 42 verbindbar, wobei bei geöffnetem Überströmventil
42 eine fluidleitende Verbindung zwischen dem Zuführbereich 47 und dem Zirkulationsbereich
48 besteht. Dieser Zustand entspricht demjenigen während eines Versorgungsmodus, so
dass die an die Zweikammerleitung 51 angeschlossene mindestens eine Entnahmestelle
70 parallel über Zuführkammer 52 mit Warmwasser und über Zirkulationskammer 53 ebenfalls
mit Warmwasser in vergleichbarer Menge versorgt wird, wobei somit der gesamte Querschnitt
der Zweikammerleitung 51 für die Warmwasserströmung genutzt werden kann. Im Versorgungsmodus
strömt aber auch eine gewisse Menge an Warmwasser im Zirkulationssystem 60, welche
derjenigen entspricht, die im Zirkulationsmodus darin zirkuliert. Im Zirkulationsmodus,
d.h. bei geschlossenem Überströmventil 42, strömt Warmwasser über die Zuführleitung
32, den Zuführbereich 47 des Zirkulationsreglers 40, der Zuführkammer 52 der Zweikammerleitung
51 und nahe der Entnahmestelle 70 in die dort angeschlossene Zirkulationskammer 53
der Zweikammerleitung 51, in den Zirkulationsbereich 48 des Zirkulationsreglers 40
und in das Zirkulationssystem 60.
[0042] Die Strömungsrichtung des Fluid ist in Abhängigkeit vom Betriebsmodus zumindest in
einem dem Zirkulationsregler 40 zugeordneten Teil der Zirkulationsleitung 62 umkehrbar,
d.h. insbesondere in der Zirkulationsleitung 53 der Zweikammerleitung 51. Das Fluid
kann in entgegengesetzten Richtungen in Abschnitten der Zirkulationsleitung 62 strömen,
wie dies mit Pfeil 44 angedeutet ist.
[0043] Figur 2 zeigt eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemässen Systems 1. Das System
1 umfasst wie das in Fig. 1 dargestellte System 1 Elemente, welche mit den gleichen
Bezugszeichen gekennzeichnet sind. Der umfasste Zirkulationsregler 40 ist alternativ
ausgebildet. An dem Zirkulationsregler 40 ist die Verbindung 50 angeschlossen zur
Versorgung mehrerer Entnahmestellen 70. Die Verbindung 50 ist in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel als eine Ringleitung 55 ausgebildet. Die Ringleitung 55 ist an
dem Zuführbereich 47 des Zirkulationsreglers 40 angeschlossen und verläuft zu den
in Reihe angeordneten Entnahmestellen 70 und weiter in den Zirkulationsbereich 48
des Zirkulationsreglers 40. Der Zuführbereich 47 ist über das Überströmventil 42 mit
dem Zirkulationsbereich 48 fluidleitend verbindbar. Der Zirkulationsbereich 48 des
Zirkulationsreglers 40 ist demnach ebenfalls mit der Ringleitung 55 fluidleitend verbunden.
Derjenige Abschnitt der Ringleitung 55, welcher fluidleitend mit dem Zirkulationsbereich
48 verbunden ist, wird als Ringzirkulationsleitung 56 bezeichnet. Im Versorgungsmodus,
d.h. bei Bezug von Warmwasser an einem der mehreren Entnahmestellen 70, strömt das
entsprechend in der Speichereinheit 20 temperierte Wasser über die Zuführleitung 32,
den Zuführbereich 47, einem Teil der Ringleitung 55 und gleichzeitig - bei geöffnetem
Überströmventil 42 - über den Zirkulationsbereich 48 und der Ringzirkulationsleitung
56 der oder den Entnahmestellen 70 zu, so dass Warmwasser in grosser Menge zur Verfügung
steht.
[0044] In Fig. 3a ist ein Detail der Ausführungsform gemäss Fig. 1 des Zirkulationsreglers
40 dargestellt. In der dargestellten Ausführungsform, entsprechend Fig. 1, ist die
Zweikammerleitung 51 an den Zirkulationsregler 40 angeschlossen, umfassend die Zuführkammer
52 und die Zirkulationskammer 53 in engem Kontakt zueinander stehend. Beispielsweise
ist die Zweikammerleitung 51 als flexible Leitung ausgebildet, unterteilt durch die
Trennwand 54. Der Zirkulationsregler 40 umfasst den kammerartig ausgebildeten Bereich
46, unterteilt in den Zuführbereich 47 und den Zirkulationsbereich 48. Die Zweikammerleitung
51 ist an dem kammerartigen Bereich 46 mittels eines Anschlusses 49 weitgehend dichtend
angeschlossen. Die Zirkulationskammer 53 der Zweikammerleitung 51 steht in fluidleitender
Verbindung mit dem Zirkulationsbereich 48. Die Zuführkammer 52 ist über ein Verbindungsstück
90 mit dem Zuführbereich 47 des Zirkulationsreglers 40 verbunden. Das Verbindungsstück
90 ist in einer entsprechenden Öffnung 59 in der Unterteilung 58 des Zirkulationsreglers
40 drehbar aufgenommen. Das Verbindungsstück 90 weist ein erstes Ende 92 auf, ausgebildet
mit einem halbkreisförmigen Querschnitt und ein zweites Ende 94, ausgebildet mit einem
kreisförmigen Querschnitt, wobei beide Enden 92, 94 bogenförmig ineinander übergehen.
Bevorzugt ist das Verbindungsstück 90 ein starres Element, welches am ersten bzw.
zweiten Ende 92, 94 dichtend mit der Zuführkammer 52 bzw. mit der Öffnung 59 in der
Unterteilung 58 verbunden ist. Durch Drehung des Verbindungsstücks 90 in der Öffnung
59 der Unterteilung 58 um eine zentrale Achse 100 kann unabhängig von der Ausrichtung
der Zweikammerleitung 51 eine Verbindung zwischen Zuführkammer 52 und Zuführbereich
47 hergestellt werden.
[0045] Der Zuführbereich 47 und der Zirkulationsbereich 48 sind miteinander über das Überströmventil
42 verbindbar, wobei bei geöffnetem Überströmventil 42 eine fluidleitende Verbindung
zwischen dem Zuführbereich 47 und dem Zirkulationsbereich 48 besteht. Der geöffnete
Zustand besteht während des Versorgungsmodus, so dass die an die Zweikammerleitung
51 angeschlossene mindestens eine Entnahmestelle 70 parallel über Zuführkammer 52
und die Zirkulationskammer 53 mit Warmwasser in grosser Menge versorgt wird, da der
gesamte Querschnitt der Zweikammerleitung 51 für die Warmwasserströmung genutzt werden
kann.
[0046] In Fig. 3b ist ein Längsschnitt durch eine Ausführungsform eines Zirkulationsreglers
40 dargestellt. An dem Zirkulationsregler 40 sind mehrere Zweikammerleitungen 51a,
51b, 51c zur Versorgung mehrerer Entnahmestellen 70 (nicht dargestellt) angeschlossen.
Hierbei ist der kammerartige Bereich 46 des Zirkulationsreglers 40 mit den entsprechenden
Anschlüssen 49a, 49b, 49c für die Zweikammerleitungen 51a, 51b, 51c versehen und verbunden
mit der Zuführleitung 32 und der Zirkulationsleitung 62. Zwischen Zuführbereich 47
und Zirkulationsbereich 48 ist das Überströmventil 42 angeordnet. Aus der Fig. 3b
ist ersichtlich, dass die Verbindungsstücke 90a, 90b, 90c zwischen einer jeweiligen
Zuführkammer 52 der Zweikammerleitungen 51a, 51b, 51c und dem Zuführbereich 47 in
unterschiedlichen Orientierungen in den jeweiligen Öffnungen 59 in der Unterteilung
58 aufgenommen sind, um eine fluidleitende Verbindung zwischen Zuführkammer 52 der
jeweiligen Zweikammerleitungen 51a, 51b, 51c und dem Zuführbereich 47 zu schaffen.
[0047] Ferner ist mit 110 ein Strömungselement bezeichnet, welches in dem Zuführbereich
47 angeordnet ist, um den Strömungsweg des durch die Zuführleitung 32 in den kammerartigen
Bereich 46 des Zirkulationsreglers 40 einströmenden Fluid derart zu lenken, dass der
Strömungsdruckverlust günstig beeinflusst wird.
[0048] Fig. 4 stellt einen schematischen Querschnitt durch die Ausführungsform eines Zirkulationsreglers
40 dar, an welchen eine Ringleitung 55 angeschlossen ist. Der Zirkulationsregler 40
ist durch die Unterteilung 58 in den Zuführbereich 47 und den Zirkulationsbereich
48 unterteilt, wobei das Überströmventil 42 ebenfalls an der Unterteilung 58 angeordnet
ist, um im Falle des Versorgungsmodus eine fluidleitende Verbindung zwischen den Bereichen
47, 48 herzustellen. An dem Zuführbereich 47 ist neben der nicht dargestellten Zuführleitung
32 die Ringleitung 55 angeschlossen, welche zur Versorgung mehrerer (nicht dargestellter)
Entnahmestellen 70 dient. Angeschlossen an den Zirkulationsbereich 48 ist die Zirkulationsleitung
62 (nicht dargestellt) und derjenige Abschnitt der Ringleitung 55, welcher als Ringzirkulationsleitung
56 bezeichnet ist.
[0049] Fig. 5 stellt neben dem erfindungsgemässen Fluidversorgungs- und Zirkulationssystem
1 gemäss der Ausführungsform nach Fig. 1 mit dem Zirkulationsregler 40 und der Zweikammerleitung
51 ein Aufbereitungssystem 120 zur Aufbereitung des im Zirkulationssystem 60 zirkulierenden
Fluid dar. Das Aufbereitungssystem 120 umfasst eine Kaltwasseraufbereitung 122, welche
im Wärmetausch mit dem im Zirkulationssystem 60 zirkulierenden Fluid steht. Fluid,
insbesondere Kaltwasser, welches über die Zuführung 10 in die Speichereinheit 20 zugeführt
wird, kann über eine Kaltwasserleitung 124 der Kaltwasseraufbereitung 122 zugeführt
werden und gelangt von dort weiter zu einer Entnahmestelle 70. Das Zirkulationssystem
60 und die Kaltwasseraufbereitung 122 stehen über eine Wärmepumpe 126 in thermischem
Kontakt, so dass dem Kaltwasser Wärme entzogen wird, welche zur Erwärmung des im Zirkulationssystem
60 zirkulierenden Fluid genutzt wird, bevor dieses in die Speichereinheit 20 rückgeführt
wird.
1. Fluidversorgungs- und Zirkulationssystem (1) mit einer Speichereinheit (20) zur Bevorratung
und/oder Aufbereitung eines Fluid mit einer einstellbaren Eigenschaft, mit mindestens
einer Zuführleitung (32) zu mindestens einer Entnahmestelle (70) und mindestens einer
Zirkulationsleitung (62), mit einer Zirkulationspumpe (64) zur Zirkulation des Fluid,
wobei die mindestens eine Zuführleitung (32) und die mindestens eine Zirkulationsleitung
(62) fluidleitend verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass in dem System (1) ein Zirkulationsregler (40) anordenbar ist, welcher einen Zuführbereich
(47) und einen Zirkulationsbereich (48) umfasst, welche mittels eines Überströmventils
(42) fluidleitend miteinander verbindbar sind.
2. System (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Zirkulationsleitung (62) im Bereich der mindestens einen Entnahmestelle
(70) fluidleitend mit der mindestens einen Zuführleitung (32) verbunden ist.
3. System (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Zirkulationsmodus das Überströmventil (42) geschlossen ist.
4. System (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Versorgungsmodus das Überströmventil (42) geöffnet ist.
5. System (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Überströmventil (42) dann öffnet, wenn bei mindestens einer geöffneten Entnahmestelle
(70) der Systemdruck um einen bestimmten Wert absinkt, wobei das Überströmventil (42)
hinsichtlich des Werts einstellbar ist.
6. System (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zirkulationsregler (40) derart mit einer Saugseite der Zirkulationspumpe (64)
verbindbar ist, dass diese im Versorgungsmodus nicht durchströmt wird.
7. System (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei geöffnetem Überströmventil (42) Fluid über die mindestens eine Zuführleitung
(32) und über zumindest einen Teil der mindestens einen Zirkulationsleitung (62) der
mindestens einen Entnahmestelle (70) zuströmt.
8. System (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführleitung (32) und die Zirkulationsleitung (62) zumindest teilweise als Ringleitung
(55) ausgebildet sind.
9. System (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest abschnittsweise die mindestens eine Zuführleitung (32) als eine Zuführkammer
(52) und die mindestens eine Zirkulationsleitung (62) als eine Zirkulationskammer
(53) gestaltet sind, ausgebildet in einer von einer Trennwand (54) unterteilten Zweikammerleitung
(51) und jeweils einen halbkreisförmigen Querschnitt aufweisend.
10. System (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zweikammerleitung (51) mittels eines Anschlussstücks mit der mindestens einen
Entnahmestelle (70) verbunden ist, wobei die in der Zweikammerleitung (51) umfassten
Zuführkammer (52) und Zirkulationskammer (53) in einem gemeinsamen Raum in dem Anschlussstück
münden.
11. System (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zweikammerleitung (51) als eine flexible Leitung ausgebildet ist.
12. System (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zweikammerleitung (51) einen Aussendurchmesser im Bereich von 12 mm bis 32 mm
und eine entsprechende Wandstärke im Bereich von 1,7 mm bis 3 mm aufweist.
13. System (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zweikammerleitung (51) an dem Zirkulationsregler (40) angeschlossen ist, wobei
die Zuführkammer (52) mittels eines Verbindungsstücks (90) mit dem Zuführbereich (47)
und die Zirkulationskammer (53) mit dem Zirkulationsbereich (48) fluidleitend verbunden
ist.
14. System (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (90) ein erstes Ende (92) mit halbkreisförmigen Querschnitt
und ein zweites Ende (94) mit einem kreisförmigen Querschnitt aufweist, wobei erstes
Ende (92) und zweites Ende (94) bogenförmig ineinander übergehen.
15. System (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (90) mit dem zweiten Ende (94) drehbar um eine Achse (100) in
einer Öffnung (59) einer Unterteilung (58) des Zirkulationsreglers (40) aufgenommen
ist.