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(11) |
EP 3 342 485 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.07.2020 Patentblatt 2020/28 |
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Anmeldetag: 02.01.2017 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
HALTERUNG FÜR REAGENZTRÄGERELEMENTE
HOLDER FOR REAGENT ELEMENTS
SUPPORTS D'ÉLÉMENTS DE RÉACTIFS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.07.2018 Patentblatt 2018/27 |
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Patentinhaber: THINXXS MICROTECHNOLOGY AG |
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66482 Zweibrücken (DE) |
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Erfinder: |
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- Weber, Lutz
66981 Münchweiler (DE)
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Vertreter: Patentanwälte Bernhardt / Wolff Partnerschaft mbB |
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Europaallee 17 66113 Saarbrücken 66113 Saarbrücken (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 792 656 US-A1- 2016 167 047
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IT-A1- MI20 112 073
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung aus einer Vielzahl von Trägerelementen für
ein Reagenz, das über das jeweilige Trägerelement in eine mikrofluidische Einrichtung,
insbesondere Flusszelle, einzubringen ist, und aus einer die Vielzahl von Trägerelementen
aufnehmenden Halterung, wobei das jeweilige Trägerelement durch die Halterung unter
Freihaltung wenigstens eines das Reagenz aufnehmenden Bereichs des Trägerelements
in sämtlichen Raumrichtungen durch Formschluss festgelegt ist und wobei die Trägerelemente
pfropfenartig mit nur einem Reagenzaufnahmebereich an einer Stirnseite und einer einen
Handhabungsbereich umfassenden Aufweitung an der anderen Stirnseite ausgebildet sind
und wobei die Halterung eine Trägerplatte mit Durchgangsöffnungen, in welche die Trägerelemente
mit dem Reagenzaufnahmebereich voran einsetzbar sind, aufweist.
[0002] Im Zuge der Herstellung Reagenzien enthaltender mikrofluidischer Flusszellen (Lab
on chip) hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Einbringung der Reagenzien in einer
späten Produktionsphase mit Hilfe gesonderter, abschließend in die Flusszelle einzubauender
Trägerelemente durchzuführen. Beeinträchtigungen eingebrachter Reagenzien, z.B. durch
nachträgliche Klebe- oder Schweißarbeiten, lassen sich so vermeiden.
[0003] Aus der
EP 2 821 138 A1 geht eine Flusszelle hervor, die zum Einbringen eines Trockenreagenz durch ein Trägerelement
einen nach außen öffnenden Durchgang aufweist. Durch abschließendes Einsetzen des
das Trockenreagenz aufnehmenden Trägerelements in den Durchgang gelangt das Trockenreagenz
an die vorgesehene Stelle innerhalb der Flusszelle und das Trägerelement verschließt
fluiddicht den Durchgang. Die obengenannte
EP 2 821 138 A1 beschreibt ferner eine Halterung, welche im Prozess der Flusszellenfertigung eine
Vielzahl mit dem Trockenreagenz versehener Trägerelemente zur Verarbeitung bereithält.
[0004] Eine Anordnung aus einer Trägerplatte und Trägerelementen geht aus der
US 2016/167040 A1 hervor. Die Trägerplatte mit Durchgangsöffnungen nimmt pfropfenartige Trägerelemente
in einer Rasteranordnung auf, wobei die Trägerelemente an einem Stirnende einen Aufnahmebereich
für ein Reagenz und am anderen Stirnende eine durch eine flanschartige Aufweitung
gebildeten Handhabungsbereich aufweisen.
[0005] Die
EP 1 792 654 A1 beschreibt Trägerelemente in Form einer sich aufweitenden Küvette. Die beidseitig
offenen Küvetten sind in Durchgangsöffnungen in einer Trägerplatte einsteckbar, wobei
jeweils ein Flansch der Küvetten gegen die Trägerplatte anschlägt.
[0006] Eine Anordnung mit den eingangs erwähnten Merkmalen ist der
IT MI20 112 073 A zu entnehmen. Daraus gehen in Durchgangsöffnungen einer zweiteiligen Halterungsplatte
eingesetzte Kammern zur Aufnahme von Zellkulturen hervor. Die Kammern sind in den
Durchgangsöffnungen durch seitlich zwischen den Plattenteilen vorstehende, jeweils
einen Kanal enthaltende Anschlussstutzen festgelegt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Fertigung Reagenzien enthaltender mikrofluidischer
Flusszellen zu erleichtern.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Anordnung der eingangs erwähnten Art gelöst, die dadurch
gekennzeichnet ist, dass die Aufweitung der Trägerelemente durch einen Flansch gebildet
ist und die Trägerelemente in die Durchgangsöffnung bis zum Anschlag des Flansches
gegen die Trägerplatte einführbar sind, wobei in der Anschlagstellung die Trägerelemente
mit dem Reagenzaufnahmebereich von der Trägerplatte vorstehen, und dass an dem Flansch
auf seiner der Trägerplatte abgewandten Seite eine allen Trägerelementen gemeinsame,
mit der Trägerplatte verbundene Halteplatte oder ein gesonderter, jeder der Durchgangsöffnungen
zugeordneter Verriegelungsmechanismus angreift.
[0009] Vorteilhaft lässt sich eine solche Anordnung nach der Erfindung sowohl zur Bearbeitung
der Trägerelemente, insbesondere zur Aufbringung des Trockenreagenz und ggf. Oberflächenfunktionalisierung,
als auch zur Bereithaltung der bearbeiteten Trägerelemente für die Weiterverarbeitung
im Fertigungsprozess der Flusszellen nutzen. Die Trägerelemente bleiben in jeder Bearbeitungsstellung
an der Halterung fixiert. Mit der erfindungsgemäßen Anordnung lässt sich eine effiziente
Prozesskette bilden.
[0010] Erfindungsgemäß ist das Trägerelement durch die Halterung unter Freihaltung eines
weiteren Bereichs festgelegt, insbesondere eines von dem Aufnahmebereich für das Trockenreagenz
abgesetzten Handhabungsbereichs. So kann der freigehaltene Handhabungsbereich im Rahmen
der Bearbeitung der Trägerelemente z.B. beschriftet oder markiert werden.
[0011] Erfindungsgemäß ist das Trägerelement pfropfenartig mit dem Aufnahmebereich an einem
Stirnende und einem Handhabungsbereich am anderen Stirnende ausgebildet, wobei an
dem anderen Ende die Aufweitung gebildet ist.
[0012] Die Halterung nimmt die Trägerelemente vorzugsweise unter Anordnung in einer Ebene
und insbesondere in einer Rasteranordnung auf.
[0013] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Trägerelement
durch die Halterung spielbeweglich festgelegt. Insbesondere besteht ein Spiel des
Trägerelements in der Halterung derart, dass sich das Trägerelement nach Lösung des
Formschlusses aus der Halterung ohne Kraftaufwand entnehmen lässt. Dies erleichtert
erheblich seine Weiterverarbeitung im Rahmen eines ggf. automatisierten Fertigungsprozesses.
[0014] Erfindungsgemäß umfasst die Halterung eine Trägerplatte mit Durchgangsöffnungen,
in welche die Trägerelemente mit dem Aufnahmebereich voran einsetzbar sind, wobei
die Trägerelemente jeweils in den Durchgangsöffnungen durch die in Einsteckrichtung
hinter den Flanschen angeordnete, mit der Trägerplatte verbundene Halteplatte festgelegt
sind. Durch Verbindung mit einer solchen, allen Trägerelementen gemeinsamen Halteplatte
lässt sich eine Vielzahl vorab in die Durchgangsöffnungen eingesteckter Trägerelemente
in der Halterung in einem einzigen Arbeitsgang fixieren.
[0015] Vorzugsweise weist auch die Halteplatte Durchgangsöffnungen auf, die zu den in die
Durchgangsöffnungen in der Trägerplatte eingesetzten Trägerelementen ausgerichtet
sind. So bleibt wenigstens ein Teil des Handhabungsbereichs für eine Bearbeitung frei
zugänglich.
[0016] Die Trägerplatte ist vorzugsweise mit einem Rahmen verbunden und insbesondere in
den Rahmen hinein eingesenkt angeordnet.
[0017] Zweckmäßig ist auch die Halteplatte in den Rahmen hinein versenkbar und lässt sich
vorzugsweise unter Einrastung mit dem Rahmen verbinden.
[0018] Der Rahmen weist vorzugsweise solche Abmessungen auf, dass die Reagenzaufnahmebereiche
der Trägerelemente in den Rahmen hinein versenkt angeordnet sind. Vorteilhaft erlaubt
diese Anordnung, mit belegten Trägerelementen versehene Halterungen ohne Beeinträchtigung
der Trockenreagenzien platzsparend zu stapeln.
[0019] Alternativ zu der Halteplatte kann erfindungsgemäß jeder Durchgangsöffnung der Trägerplatte
ein gesonderter Verriegelungsmechanismus zur Festlegung des Trägerelements in sämtlichen
Raumrichtungen zugeordnet sein, wobei dieser Verriegelungsmechanismus z.B. elastische,
hinter der Aufweitung einrastende Rasthebel, insbesondere in paarweise diametraler
Anordnung, mit einer Gleitschräge zur Entriegelung aufweist. Die Gleitschrägen können
zueinander derart ausgerichtet sein, dass mit Hilfe eines Stempelwerkzeugs gleichzeitig
eine Entriegelung aller Rasthebel erfolgen kann.
[0020] In einer weiteren Ausführungsform ist die Trägerplatte mehrteilig aus Trägerplattenteilen
gebildet. Entsprechend weist der Rahmen mehrere, die Platten, z.B. unter Einrastung,
aufnehmende Fächer auf.
[0021] In einer Ausführungsform sind die Trägerplatte und der Rahmen einstückig aus einer
tiefgezogenen Folie gebildet. Insbesondere sind Halterbereiche aus Rahmen und Trägerplatten
aus tiefgezogener Folie zu einem Band miteinander verbunden und die Halteplatte als
durchgehendes Folienband ausgebildet. Eine solche Anordnung ist aufrollbar und eine
Vielzahl vorbereiteter, mit einem Trockenreagenz versehener Trägerelemente lässt sich,
wie bei Stapelung der Anordnungen, in kompakter Form bereithalten.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und der beiliegenden,
sich auf diese Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen weiter erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Anordnung in Explosionsdarstellung in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 2
- in der Anordnung von Fig. 1 verwendete Reagenzträgerelemente in verschiedenen perspektivischen
Ansichten,
- Fig. 3
- die Anordnung von Fig. 1 in einer weiteren perspektivischen Ansicht in Explosionsdarstellung,
- Fig. 4 und 5
- die Anordnung von Fig. 1 im zusammengebauten Zustand in verschiedenen perspektivischen
Ansichten,
- Fig. 6 und 7
- Details der Anordnung von Fig. 4 und 5,
- Fig. 8
- mehrere der Anordnungen von Fig. 4 und 5 im gestapelten Zustand,
- Fig. 9 und 10
- weitere Ausführungsbeispiele für eine erfindungsgemäße Anordnung in perspektivischen
Ansichten,
- Fig. 11
- einen alternativen Haltermechanismus für Reagenzträgerelemente, und
- Fig. 12 bis 15
- ein drittes Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Anordnung mit einer teilweise
aus tiefgezogenem Folienmaterial hergestellten Halterung.
[0023] Eine in den Figuren 1 bis 8 dargestellte Anordnung umfasst Trägerelemente 1 für ein
Reagenz, das in eine (nicht gezeigte) mikrofluidische Flusszelle einzubringen ist,
und eine die Trägerelemente 1 in einer ebenen Rasteranordnung aufnehmende Halterung
2. Zur Herstellung der Trägerelemente 1 und der Teile der Halterung 2, insbesondere
durch Spritzgießen, kommen z.B. Kunststoffe wie PP, PMMA, PC, PS, PE und PEEK in Betracht,
darüber hinaus aber auch Glas, Metall, Keramik, Verbundwerkstoffe oder Kombinationen
aus verschiedenen Materialien wie z.B. ein Kunststoffkörper mit einer lokalen oder
vollständigen Glas- oder Metallbeschichtung.
[0024] Wie insbesondere Fig. 2 erkennen lässt, sind die Trägerelemente 1 pfropfenartig mit
einem leicht konischen Abschnitt 3 und einer Aufweitung 4 in Form eines Flansches
an einem Stirnende ausgebildet. Eine in dem Beispiel ringförmige Einsenkung am anderen
Stirnende bildet einen Aufnahmebereich 5 für das Reagenz.
[0025] Der mehrteilige Halter 2 umfasst eine Trägerplatte 6 und eine die Trägerelemente
1 an der Trägerplatte 6 fixierende Halteplatte 7.
[0026] Die Trägerplatte 6 ist in dem Beispiel einstückig mit einem Rahmen 8 verbunden, wobei
der Rahmen 8 auf beiden Seiten der Trägerplatte 6 von der Trägerplatte 6 senkrecht
zur Plattenebene vorsteht. Das heißt, die Trägerplatte 6 ist in den Rahmen 8 hinein
versenkt.
[0027] Wie die Figuren erkennen lassen, weist der Rahmen 8 verteilt über seinen Umfang verstärkende
Sicken und Rippen auf.
[0028] In der Trägerplatte 6 in einem Raster gebildete Durchgangsöffnungen 9 dienen der
Aufnahme der Trägerelemente 1, die in die Durchgangsöffnungen 9 bis zum Anschlag der
Aufweitung 4 gegen die Trägerplatte 6 einsteckbar sind. In letzterem Zustand (Fig.
4) steht der Aufnahmebereich 5 von der Trägerplatte 6 vor und das Trägerelement 1
hat in der Durchgangsöffnung 9 ein geringeres Spiel parallel zur Plattenebene. Das
Spiel beträgt vorzugsweise weniger als 0,1 mm, insbesondere 0,05 mm. Der Aufnahmebereich
5 der Trägerelemente 1 ist gegenüber einer zur Plattenebene parallelen Oberfläche
21 des Rahmens 8 zurückversetzt.
[0029] Die Halteplatte 7 bildet in Einsteckrichtung hinter der Aufweitung 4 der Trägerelemente
1 eine Sperre, so dass die Trägerelemente 1 in der Halterung 2 in sämtlichen Raumrichtungen,
von dem leichten Spiel parallel zur Plattenebene abgesehen, festgelegt sind.
[0030] Wie insbesondere Fig. 6 und 7 erkennen lassen, weist die Halteplatte 7 zu den Durchgangsöffnungen
9 ausgerichtete Durchgangsöffnungen 10 auf, über welche das aufgeweitete Stirnende
der gehalterten Trägerelemente 1, das einen Handhabungsbereich für die Trägerelemente
1 bildet, zumindest teilweise zugänglich ist.
[0031] Die Halteplatte 7 ist über elastische Rastelemente 11 und 12 an dem Rahmen 8 einrastbar.
Auf ihrer der Trägerplatte 6 abgewandten Seite weist die Halteplatte 7 eine Materialhäufung
meidende, stabilisierende Wabenstruktur 13 auf. Die Halteplatte 7 ist im eingerasteten
Zustand in den Rahmen 8 hinein versenkt.
[0032] Der Rahmen 8 weist einen umlaufend aufgeweiteten Endrand 14 auf, der einen Stapelsitz
15 bildet, auf dem eine in einem Stapel gemäß Fig. 8 benachbarte Anordnung mit der
Rahmenoberfläche 21 aufliegt. Wie Fig. 8 zeigt, lassen sich Stapelpakete bilden, in
denen durch den Versatz der Aufnahmebereiche 5 zu der Oberfläche 21 die Reagenzien
vor Berührung geschützt sind. Die Stapelpakete lassen sich in Folien einschweißen
und ggf. vakuumieren oder unter Schutzgas setzen.
[0033] Fig. 9 zeigt eine gegenüber der Ausführungsform von Fig. 1 verkleinerte Ausführungsform.
[0034] Fig. 10 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit einer aus vier Trägerplattenteilen 16 gebildeten
Trägerplatte, wobei die Trägerplattenteile 16 in einen Querstreben 17 aufweisenden
Rahmen 8 einclipsbar sind. Ebenso sind vier einclipsbare Halteplattenteile 18 gebildet,
die in dem Beispiel zu den Trägerplattenteilen 16 deckungsgleich sind. Bei den Trägerplattenteilen
16 und Halteplattenteilen 18 handelt es sich z.B. um metallische, ggf. geätzte Stanzteile.
Fig. 10 zeigt ein leeres Rahmenfach, ein Rahmenfach mit einem Trägerplattenteil 16,
ein Rahmenfach mit einem bestückten Trägerplattenteil 16 und ein Rahmenfach mit einem
(nicht sichtbaren) Trägerplattenteil 16 und einem Halteplattenteil 18.
[0035] Fig. 11 zeigt eine einstückig mit einem Rahmen 8 verbundene Trägerplatte 6 mit Durchgangsöffnungen
9, wobei jeder einzelnen Durchgangsöffnung 9 ein gesonderter Haltemechanismus für
ein Trägerelement 1 zugeordnet ist, durch den sich eine sämtlichen Trägerelementen
1 gemeinsame Halteplatte erübrigt.
[0036] In dem gezeigten Beispiel weist jeder Haltemechanismus vier, einstückig mit der Trägerplatte
6 verbundene, elastisch abbiegbare Rasthebel 19 in paarweise diametraler Anordnung
auf, die hinter der Aufweitung 4 des betreffenden Trägerelements 1 einrasten und das
Trägerelemente 1 hintergreifen. Die einander paarweise diametral gegenüberliegenden
Rasthebel 19 weisen jeweils eine Gleitschräge 20 auf, so dass durch ein Stempelwerkzeug
eine gemeinsame Aufspreizung aller vier Rasthebel und dadurch Lösung der Verriegelung
möglich ist.
[0037] Die Figuren 12 bis 15 zeigen ein Ausführungsbeispiel, dessen Halterungsteile nicht
wie bei den vorangehenden Ausführungsbeispielen durch Spritzgießen oder Drucken oder
aus Metall sondern allein aus Folienmaterial hergestellt sind.
[0038] Die gezeigte Anordnung umfasst ein Band, in dem durch Tiefziehen in Bandlängsrichtung
aufeinanderfolgende Haltebereiche 25 mit Rahmen 8 und Trägerplatten 6 gebildet und
Durchgangsöffnungen 9 für die Aufnahme von Trägerelementen 1 in die Trägerplatten
6 gestanzt sind. Das tiefgezogene Band weist perforierte Ränder 22 auf, wobei in die
Perforationslöcher Transportmittel eingreifen können.
[0039] Eine die Trägerelemente 1 in der Trägerplatte 6 festhaltende Halteplatte ist durchgehend
als Folienband 24 ausgeführt und mit dem die Trägerplatten 6 enthaltenden Band verklebt.
Eine als Band durchgehende Abdeckung 23 deckt die zurückgesetzt freiliegenden Aufnahmebereiche
der Trägerelemente 1 ab.
[0040] Die in Fig. 15 komplett mit der Abdeckung 23 gezeigte Anordnung ist in ihrer Gesamtheit
aufrollbar.
1. Anordnung aus einer Vielzahl von Trägerelementen (1) für ein Reagenz, das über das
jeweilige Trägerelement (1) in eine mikrofluidische Einrichtung, insbesondere Flusszelle,
einzubringen ist, und aus einer die Vielzahl von Trägerelementen (1) aufnehmenden
Halterung (2), wobei das jeweilige Trägerelement (1) durch die Halterung (2) unter
Freihaltung wenigstens eines das Reagenz aufnehmenden Bereichs (5) des Trägerelements
(1) in sämtlichen Raumrichtungen durch Formschluss festgelegt ist,
wobei die Trägerelemente (1) pfropfenartig mit einem Reagenzaufnahmebereich (5) an
einem Stirnende und einer einen Handhabungsbereich umfassenden Aufweitung (4) am anderen
Stirnende ausgebildet sind, und die Halterung (2) eine Trägerplatte (6) mit in einem
Raster gebildeten Durchgangsöffnungen (9), in welche die Trägerelemente (1) mit dem
Reagenzaufnahmebereich (5) voran einsetzbar sind, aufweist, und wobei
die Aufweitung (4) der Trägerelemente (1) durch einen Flansch gebildet ist und die
Trägerelemente (1) mit einem leicht konischen Abschnitt (3) in die Durchgangsöffnungen
(9) bis zum Anschlag des Flansches (4) gegen die Trägerplatte (6) mit geringem Spiel
parallel zur Plattenebene einführbar sind, wobei in der Anschlagstellung die Trägerelemente
(1) mit dem Reagenzaufnahmebereich von der Trägerplatte (6) vorstehen, dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Flansch (4) auf seiner der Trägerplatte (6) abgewandten Seite eine allen Trägerelementen
(1) gemeinsame, mit der Trägerplatte (6) verbundene Halteplatte (7) oder ein gesonderter,
jeder der Durchgangsöffnungen (9) zugeordneter Verriegelungsmechanismus angreift.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägerelement (1) durch die Halterung (2) unter Freihaltung eines weiteren Bereichs,
insbesondere eines von dem Reagenzaufnahmebereich (5) abgesetzten, vorzugsweise der
Handhabung des Trägerelements (1) dienenden Bereichs, festgelegt ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Halterung (2) zur Aufnahme der Trägerelemente (1) unter Anordnung der Trägerelemente
(1) in einer Ebene, vorzugsweise in einer Rasteranordnung, ausgebildet ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägerelement (1) durch die Halterung (2) spielbeweglich festgelegt ist.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Halteplatte (7) zu den in die Durchgangsöffnungen (9) eingesetzten Trägerelementen
(1) ausgerichtete Durchgangsöffnungen (10) aufweist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trägerplatte (6) mit einem Rahmen (8) verbunden und vorzugsweise in den Rahmen
(8) eingesenkt angeordnet ist.
7. Anordnung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Halteplatte (7) in dem Rahmen (8) versenkbar und vorzugsweise unter Einrastung
mit dem Rahmen (8) verbindbar ist.
8. Anordnung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Reagenzaufnahmebereiche (4) der Trägerelemente (1) in den Rahmen (8) hinein versenkt
angeordnet sind.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verriegelungsmechanismus elastische, hinter der Aufweitung einrastende Rasthebel
(15) in paarweise diametraler Anordnung mit einer Gleitschräge (20) zur Entriegelung
aufweist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trägerplatte (6) mehrteilig aus Trägerplattenteilen (16) ausgebildet ist.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anordnung stapelbar ist.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trägerplatte (6) und der Rahmen (8) einstückig aus einer tiefgezogenen Folie
gebildet sind.
13. Anordnung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass Haltebereiche (25) aus Rahmen (8) und Trägerplatten (6) aus tiefgezogener Folie zu
einem Band miteinander verbunden sind und die Halteplatte als durchgehendes Folienband
(24) ausgebildet ist und/oder mehrere Haltebereiche aufrollbar sind.
1. Assembly from a multiplicity of support elements (1) for a reagent which by way of
the respective support element (1) is to be incorporated in a microfluidic installation,
in particular a flow cell, and from a holder (2) which receives the multiplicity of
support elements (1), wherein the respective support element (1), while keeping vacant
at least a region (5) of the support element (1) which receives the reagent, is secured
in all spatial directions by the holder (2) by way of a form-fit,
wherein the support elements (1) in the manner of a plug are configured having a reagent
receptacle region (5) at one end side and a widening (4) which comprises a handling
region at the other end side, and the holder (2) has a support plate (6) having passage
openings (9) which are formed in a modular grid and in which the support elements
(1) are able to be inserted with the reagent receptacle region (5) leading, and wherein
the widening (4) of the support elements (1) is formed by a flange and the support
elements (1) by way of a slightly conical portion (3) are able to be introduced into
the passage openings (9) until the flange (4) stops on the support plate (6) so as
to have minor play parallel to the plate plane, wherein the support elements (1) in
the stop position by way of the reagent receptacle region project from the support
plate (6),
characterized in that
a holding plate (7) which is common to all support elements (1) and is connected to
the support plate (6), or a dedicated locking mechanism which is assigned to each
of the passage openings (9), engages on the flange (4) on the side thereof that faces
away from the support plate (6).
2. Assembly according to Claim 1,
characterized in that
the support element (1), while keeping vacant a further region, in particular a region
which is offset from the reagent receptacle region (5) and preferably serves for handling
the support element (1), is secured by the holder (2).
3. Assembly according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the holder (2), while disposing the support elements (1) in a plane, preferably in
a modular grid arrangement, is configured for receiving the support elements (1).
4. Assembly according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that
the support element (1) is secured by the holder (2) so as to be movable by way of
play.
5. Assembly according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that
the holding plate (7) has passage openings (10) which are aligned with the support
elements (1) inserted in the passage openings (9).
6. Assembly according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that
the support plate (6) is connected to a frame (8) and is preferably disposed so as
to be sunk into the frame (8).
7. Assembly according to Claim 6,
characterized in that
the holding plate (7) is able to be sunk into the frame (8) and is preferably able
to be connected to the frame (8) by latching.
8. Assembly according to Claim 6 or 7,
characterized in that
the reagent receptacle regions (4) of the support elements (1) are disposed so as
to be sunk into the frame (8).
9. Assembly according to one of Claims 1 to 8,
characterized in that
the locking mechanism has elastic latching levers (15) which are diametrically disposed
in pairs and latch behind the widening and for unlocking have a sliding chamfer (20).
10. Assembly according to one of Claims 1 to 9,
characterized in that
the support plate (6) is configured in multiple parts from support plate parts (16).
11. Assembly according to one of Claims 1 to 10,
characterized in that
the assembly is able to be stacked.
12. Assembly according to one of Claims 1 to 11,
characterized in that
the support plate (6) and the frame (8) are formed integrally from a vacuum-formed
film.
13. Assembly according to Claim 12,
characterized in that
holding regions (25) composed of frames (8) and the support plates (6) from vacuum-formed
film are connected to one another so as to form a strip, and the holding plate is
configured as a continuous film strip (24) and/or a plurality of holding regions are
able to be rolled up.
1. Ensemble d'une multitude d'éléments support (1) pour un réactif, qui est à introduire
via l'élément support (1) respectif dans un dispositif microfluidique, en particulier
une cellule d'écoulement, et d'une fixation (2) recevant la multitude d'éléments support
(1), l'élément support (1) respectif étant fixé par la fixation (2) par complémentarité
de forme dans toutes les directions spatiales tout en réservant au moins une zone
(5) recevant le réactif de l'élément support (1),
les éléments support (1) étant conçus comme des bouchons présentant une zone de réception
de réactif (5) en l'une extrémité frontale et un élargissement (4) comprenant une
zone de manipulation en l'autre extrémité frontale et la fixation (2) présentant une
plaque support (6) pourvue d'ouvertures de passage (9) formées en une grille, dans
lesquelles les éléments support (1) pourvus de la zone de réception de réactif (5)
peuvent être introduits,
et l'élargissement (4) des éléments support (1) étant formé par une bride et les éléments
support (1) pouvant être introduits par l'intermédiaire d'une section (3) légèrement
conique dans les ouvertures de passage (9) jusqu'à la butée de la bride (4) contre
la plaque support (6), avec un léger jeu, parallèlement au plan de la plaque, la zone
de réception de réactif des éléments support (1), dans la position de butée, étant
en saillie par rapport à la plaque support (6), caractérisé
en ce qu'une plaque de fixation (7) commune à tous les éléments support (1), reliée à la plaque
support (6) ou un mécanisme de verrouillage séparé, associé à chacune des ouvertures
de passage (9) sollicite la bride (4) sur son côté opposé à la plaque support (6).
2. Ensemble selon la revendication 1, caractérisé
en ce que l'élément support (1) est fixé par la fixation (2) tout en réservant une autre zone,
en particulier une zone éloignée de la zone de réception de réactif (5), servant de
préférence à la manipulation de l'élément support (1).
3. Ensemble selon la revendication 1 ou 2, caractérisé
en ce que la fixation (2) est conçue pour recevoir les éléments support (1) tout en disposant
les éléments support (1) dans un plan, de préférence dans une disposition en grille.
4. Ensemble selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que l'élément support (1) est fixé par la fixation (2) tout en présentant un jeu assurant
une mobilité.
5. Ensemble selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que la plaque de fixation (7) présente des ouvertures de passage (10) orientés vers les
éléments support (1) introduits dans les ouvertures de passage (9).
6. Ensemble selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce que la plaque support (6) est reliée à un cadre (8) et de préférence disposée de manière
enfoncée dans le cadre (8).
7. Ensemble selon la revendication 6, caractérisé
en ce que la plaque support (7) peut être enfoncée dans le cadre (8) et peut de préférence
être reliée au cadre (8) par encliquetage.
8. Ensemble selon la revendication 6 ou 7, caractérisé
en ce que les zones de réception de réactif (4) des éléments support (1) sont disposées de
manière enfoncée dans le cadre (8).
9. Ensemble selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé
en ce que le mécanisme de verrouillage présente des leviers d'encliquetage (15) élastiques,
s'encliquetant derrière l'élargissement dans une disposition diamétrale par paire,
présentant une rampe de glissement (20) pour le déverrouillage.
10. Ensemble selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé
en ce que la plaque support (6) est conçue en plusieurs éléments à partir d'éléments (16) de
plaques support.
11. Ensemble selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé
en ce que l'ensemble peut être empilé.
12. Ensemble selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé
en ce que la plaque support (6) et le cadre (8) sont formés d'une seule pièce à partir d'une
feuille emboutie.
13. Ensemble selon la revendication 12, caractérisé
en ce que des zones de fixation (25) constituées par des cadres (8) et des plaques support
(6) en feuille emboutie sont reliées les unes aux autres en un ruban et la plaque
de fixation est réalisée comme un ruban de feuille continue (24) et/ou plusieurs zones
de fixation peuvent être enroulées.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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