[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Behältnis, insbesondere ein Präsentations-
oder Transportbehältnis für Rundbecher oder ähnliche Gegenstände, sowie einen Zuschnitt
für ein solches Behältnis.
[0002] Ähnliche Zuschnitte und Behältnisse sind aus dem Stand der Technik bekannt:
In DE 10 2011 011 408 A1 ist ein Zuschnitt für eine Aufrichtverpackung beschrieben, die eine Bodenplatte,
integral damit verbundene Längs- und Stirnseitenwände, sowie Halterelemente in Form
von zwei über Faltlinien mit den Längsseitenwänden verbundenen Lochplatten aufweist.
Die Lochplatten weisen Ausnehmungen zur Aufnahme von Rundbechern oder ähnlichen Gegenständen
auf, und die Bodenplatte weist schräg darunter angeordnete Vorsprünge auf. Das Zuschnittmaterial
aus den Ausnehmungen in den Lochplatten dient als Stützelemente, die über eine Faltlinie
mit der Lochplatte verbunden sind und eine weitere Faltlinie aufweisen. Diese Stützelemente
verbinden die Lochplatten mit der Bodenplatte und halten sie voneinander beabstandet.
[0003] Ein sehr ähnliches Behältnis ist in
DE 20 2013 011 020 U1 offenbart. Dieses Behältnis unterscheidet sich von dem in
DE 10 2011 011 408 A1 gezeigten hauptsächlich dadurch, dass die beiden Lochplatten der Halterelemente unterschiedlich
gross sind. So fasst eine der Lochplatten 1.5 Reihen von Bechern, während die andere
Lochplatte 2.5 Reihen von Bechern fasst.
[0004] DE 20 2008 007 996 U1 offenbart einen Zuschnitt, der insbeson-dere für die Verpackung von Backwaren geeignet
sein soll. Dieser Zuschnitt weist eine Bodenplatte mit daran angelenkten Seitenfeldern
auf, die im aufgerichteten Zustand die Seiten-wände des Behältnisses bilden. An wenigstens
zwei Seitenfelder ist zudem ein Stützfeld angelenkt, das im aufgerichteten Zustand
eine nach unten vorstehende Stapelecke bildet.
[0006] DE 20 2012 007 075 U1 offenbart ein Behältnis zur Aufnahme von konisch zulaufenden Rundbechern, umfassend
ein Halterelement in Form einer Lochplatte, die über Faltlinien integral mit Längs-
und Stirnseitenwänden verbunden ist, welche wiederum über weitere Faltlinien mit Bodenelementen
verbunden sind. Das Zuschnittmaterial der Ausnehmungen in der Lochplatte ist zumindest
teilweise über Rilllinien an diese angelenkt und weist eine weitere Rilllinie auf,
so dass jeweils ein Stützelement und ein Bodenelement vorhanden sind.
[0007] DE 20 2012 007 075 U1 beschreibt ebenfalls ein Behältnis zur Aufnahme von Rundbechern mit einer Bodenplatte,
wobei die Bodenplatte wenigstens zweiteilig ausgestaltet ist und zwischen den Bodenplattenelementen
ein Arretierungssteg für die aufzunehmenden Gegenstände beiderseitig über Stützelemente
angelenkt ist.
[0008] DE 20 2011 100 235 U1 offenbart ein trapezförmiges Präsentations- oder Transportbehältnis mit einer Bodenebene
und einer darüber angeordneten Lochplatte zur Aufnahme von Rundbechern. Integral mit
der Lochplatte über eine Faltlinie verbunden sind Längs- und Stirnseitenwände.
[0009] Die Längsseiten-wände wiederum sind über eine Faltlinie mit je einer Lasche verbunden,
die in die Bodenebene hineinragt und einen Teil der Bodenplatte des Behältnisses bildet.
Ein weiterer Teil der Bodenplatte wird durch Stützfüsse gebildet, die aus einem Teil
des aus der Lochplatte ausgestanzten Zuschnittmaterials gebildet sind und ebenfalls
in die Bodenebene hineinragen. Dadurch können die von den Längsseitenwänden abstehenden
Laschen gekürzt und somit Material gespart werden.
[0010] DE 10 2005 008 234 offenbart eine Mehrlochsteige für Behältnisse wie z.B. Joghurtbecher. Die Mehrlochsteige
wird aus einem flächigen Zuschnitt aufgefaltet, der einen Boden und einen aus der
Zuschnittebene angehobenen Oberteil aufweist. Öffnungen im Oberteil werden durch Einschnitte
in den Zuschnitt geschaffen, die es ermöglichen, dass längliche Halterelemente, die
über Faltlinien mit dem Boden verbunden sind, aus der Bodenebene herausgehoben werden
können.
[0011] DE 102 34 394 offenbart eine Bechersteige aus faltbarem Material mit einer Bodenplatte und aus
der Bodenplatte ausgestanzten, parallel darüber angeordneten Lochplattenfeldern. Diese
Lochplattenfelder können durch Verbindungslaschen gleichzeitig miteinander und gemeinsam
mit der Bodenplatte verbunden werden. Die Bechersteige kann zusätzlich versteifte
Stapelecken aufweisen.
[0012] DE 34 23 091 offenbart einen Zuschnitt für eine Steige sowie eine daraus hergestellte Steige.
Der Zuschnitt ist einstückig und im Wesentlichen rechteckig und weist eine rechteckige
Bodenplatte, vier Seitenwandfelder sowie eine Lochplatte auf. Die Lochplattenfelder
sind aus dem Material der Bodenplatte ausgestanzt und über Faltlinien mit dieser verbunden.
Der Zuschnitt soll besonders materialsparend sein und die Steige besonders verwindungssteif.
[0013] Nachteile der aus dem Stand der Technik bekannten Behältnisse und Zuschnitte sind
insbesondere die mangelnde Stabilität und der hohe Materialbedarf.
[0014] WO 2016/030415 offenbart ein Behältnis mit einer verbesserten Stabilität bei geringem Materialbedarf.
Das Behältnis besteht aus einem einzigen ebenen Zuschnitt und weist eine Bodenplatte,
aufgerichtete Längs- und Stirnseitenwände und Halterelemente, die wenigstens annähernd
parallel zur Bodenplatte verlaufen und Ausnehmungen zur Aufnahme von Gegenständen
bilden, auf. Die Bodenplatte weist Aussparungen auf, welche sich in die Stegseitenwände
fortsetzen, und vom Steg abstehende erste Halterelemente sind aus dem Zuschnittmaterial
dieser Aussparungen gebildet. Zwischen zwei Bodenplattenabschnitten ist ein von der
Bodenplatte aufgerichteter Steg mit Stegseitenwänden und einem flächigen Stegrücken
angeordnet. Der Stegrücken erstreckt sich in der Längsrichtung L wenigstens annähernd
über die gesamte Länge des Behältnisses ununterbrochen.
[0015] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Behältnis und einen entsprechenden
Zuschnitt zur Verfügung zu stellen, das sich durch eine noch höhere Stabilität und
insbesondere eine weiter verbesserte Verwindungssteifigkeit bei einem geringen Materialbedarf
auszeichnet.
[0016] Diese Aufgabe wird gelöst durch das Behältnis gemäss Anspruch 1 und den Zuschnitt
gemäss Anspruch 15. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0017] In einem ersten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Behältnis mit Ausnehmungen
zur Aufnahme von Gegenständen aus einem einzigen ebenen Zuschnitt mit einer Längsrichtung
L und einer Querrichtung Q. Das Behältnis umfasst eine zumindest im Wesentlichen rechteckige
Bodenplatte, welche eine Bodenebene B definiert. Die Bodenplatte weist mindestens
zwei Bodenplattenabschnitte auf, die sich in der Längsrichtung L ununterbrochen über
die gesamte Länge des Behältnisses erstrecken. Integral an der Bodenplatte angeordnet
sind Randelemente, die von randseitigen Bodenfaltlinien abstehen und aufgerichtete
Längs- und Stirnseitenwände bilden. Die Seitenwände können jeweils aus einem einzigen
Stück bestehen oder können auch aus mehreren Stücken zusammengefügt werden, sind aber
immer integral mit der Bodenplatte verbunden.
[0018] Das erfindungsgemässe Behältnis umfasst weiter wenigstens einen jeweils zwischen
zwei Bodenplattenabschnitten wenigstens annähernd parallel zu den Längsseitenwänden
verlaufenden, von der Bodenplatte aufgerichteten Steg mit von der Bodenplatte abstehenden
Stegseitenwänden und einem zwischen den Stegseitenwänden angeordneten, flächigen Stegrücken.
Der Stegrücken definiert eine zumindest im Wesentlichen parallel zur Bodenebene B
verlaufende, oberhalb der Bodenebene B liegende Halterebene H und erstreckt sich in
der Längsrichtung L zumindest annähernd über die gesamte Länge des Behältnisses ununterbrochen.
[0019] Ebenso umfasst das erfindungsgemässe Behältnis integral an den Längsseitenwänden
angeordnete Längsdeckstreifen, die von randseitigen Längsfaltlinien in Richtung zur
Längsmitte des Behältnisses hin abstehen und sich in der Längsrichtung L ununterbrochen
zumindest annähernd über die gesamte Länge des Behältnisses erstrecken. Die Längsdeckstreifen
definieren eine zumindest im Wesentlichen parallel zur Bodenebene B verlaufende, oberhalb
der Bodenebene B und vorzugsweise auch oberhalb der Halterebene H liegende Deckebene
D.
[0020] Zudem sind beim erfindungsgemässen Behältnis in der Halterebene H angeordnete Halterelemente
vorhanden, die vom mindestens einen Steg in Richtung zu den Längsseitenwänden oder
der Längsmitte des Behältnisses hin abstehen. Die Stegseitenwände weisen Aussparungen
auf, und die Halterelemente sind aus dem Zuschnittmaterial dieser Aussparungen gebildet.
Vorzugsweise sind die Halterelemente aus dem kompletten Zuschnittmaterial der Aussparungen
gebildet.
[0021] Im Rahmen dieser Anmeldung bedeutet der Ausdruck "in Richtung zur Längsmitte", "in
Richtung zur Quermitte" oder "in Richtung zu einer Längsseitenwand", dass ein bestimmtes
Element in diese Richtung zeigt, aber nicht unbedingt bis zur Längsmitte bzw. zur
Längsseitenwand reichen muss.
[0022] Das erfindungsgemässe Behältnis ist dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplattenabschnitte
stirnseitige Wandfortsätze aufweisen, welche die Stirnseitenwände sowie an den Stirnseitenwänden
integral angeordnete Querdeckabschnitte bilden. Dabei stehen die Querdeckabschnitte
von randseitigen Querfaltlinien in Richtung zur Quermitte des Behältnisses hin ab.
Zudem verlaufen die Querdeckabschnitte im Wesentlichen parallel zur Bodenebene B und
liegen oberhalb der Bodenebene B und der Halterebene H.
[0023] Das erfindungsgemässe Behältnis eignet sich insbesondere als Präsentations-, Transport-
und/oder Lagerbehältnis.
[0024] Dabei befinden sich die zu präsentierenden, zu transportierenden und/oder zu lagernden
Gegenstände in den durch die Halterelemente gebildeten Ausnehmungen und stehen oder
liegen auf der Bodenplatte.
[0025] Durch den flächigen Stegrücken, der sich ununterbrochen wenigstens annähernd über
die gesamte Länge des Behältnisses erstreckt, konnte die Stabilität und insbesondere
die Verwindungssteifigkeit wesentlich verbessert werden. Dadurch eignet sich das erfindungsgemässe
Behältnis besonders gut für das maschinelle Aufrichten und Befüllen, und bietet einen
besonders guten Schutz für darin enthaltene Gegenstände während Transport und Lagerung.
Zudem ist der Steg besonders vorteilhaft, wenn mehr als zwei Reihen von Gegenständen
im Behältnis angeordnet werden sollen. Vorzugsweise erstreckt sich der Stegrücken
ununterbrochen über die gesamte Länge des Behältnisses.
[0026] Auch durch die Bodenplattenabschnitte, die sich in der Längsrichtung L ununterbrochen
über die gesamte Länge des Behältnisses erstrecken, wurde eine weitere Verbesserung
der Verwindungssteifigkeit und Stabilität erzielt.
[0027] Dadurch, dass die Halterelemente aus dem Zuschnittmaterial der Aussparungen der Stegseitenwände
gebildet sind, ist eine deutliche Materialeinsparung möglich. Insbesondere wird durch
diese Ausgestaltung die Menge an Abfallmaterial, das beim Anbringen der Aussparungen
in den sonst üblichen Lochplatten angefallen wäre, massiv gesenkt oder sogar ganz
vermieden. Zudem kann auch die Grösse des Zuschnitts, der für ein Behältnis bestimmter
Grösse notwendig ist, im Vergleich zum Stand der Technik signifikant verringert werden,
was eine deutliche Platzeinsparung bei der Produktion bedeutet. Damit sind weiter
Einsparungen in der Produktion, in der Logistik und in der Weiterverarbeitung verbunden.
Durch Energieeinsparung werden Ressourcen geschont und der CO
2 Ausstoss sowie der Wasserverbrauch ist minimiert.
[0028] Die Grösse und Form der Halterelemente und damit der Aussparungen der Stegseitenwände
ist vorzugsweise derart gewählt, dass die Aussparungen nicht bis in die Bodenplatte
hinein erstrecken. Das heisst, dass sich die Stegseitenwände vorzugsweise zumindest
in einem Bodenplatten-seitigen unteren Bereich ununterbrochen über zumindest annähernd
die gesamte Länge des Behältnisses erstreckt. Dadurch wird die Stabilität des Stegs
und insbesondere auch die Verwindungssteifigkeit des Behältnisses signifikant verbessert.
[0029] Das erfindungsgemässe Behältnis unterscheidet sich von dem in
WO 2016/030415 beschriebenen insbesondere dadurch, dass die Bodenplattenabschnitte stirnseitige
Wandfortsätze aufweisen, welche die Stirnseitenwände sowie an den Stirnseitenwänden
integral angeordnete Querdeckabschnitte bilden. Das heisst, dass vorliegend die Stirnseitenwände
integral mit der Bodenplatte verbunden sind und nicht mit den Stegen, wie dies bei
WO 2016/030415 der Fall war. Zusätzlich sind erfindungsgemäss auch noch Querdeckabschnitte vorhanden,
welche vorzugsweise an den jeweiligen Stegrücken anliegen und besonders bevorzugt
mit diesem verklebt sind.
[0030] Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung wird die Stabilität und insbesondere die
Verwindungssteifigkeit des Behältnisses noch weiter verbessert.
[0031] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Bodenplattenabschnitte stirnseitig
erweiterte Endbereiche auf. Dadurch wird die Bodenplatte und damit das gesamte Behältnis
zusätzlich verstärkt.
[0032] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform liegen die Wandfortsätze und, soweit vorhanden,
die erweiterten Endbereiche eines Bodenplattenabschnittes in einem Überlappungsbereich
an den Wandfortsätzen bzw. erweiterten Endbereichen eines benachbarten Bodenplattenabschnittes
an und sind im Überlappungsbereich fest mit diesen verbunden. Dabei liegen die Überlappungsbereiche
zumindest im Wesentlichen in der Bodenebene B und/oder in den Stirnseitenwänden und/oder
in den Querdeckabschnitten. Bevorzugt erstrecken sich die Überlappungsbereiche von
der Bodenebene B über die Stirnseitenwände bis in die Querdeckabschnitte. Diese Ausgestaltung
führt zu einer weiteren Versteifung des Behältnisses.
[0033] Vorzugsweise sind die Wandfortsätze im Überlappungsbereich fest miteinander verbunden,
beispielsweise durch Kleben oder Heften. Es sind auch andere kraft-, reib- oder stoffschlüssige
Verbindungen möglich, wie beispielsweise stecken, nieten, Hochfrequenz-Verbindungen
etc. Besonders bevorzugt sind die Wandfortsätze im Überlappungsbereich durch Kleben
an Klebestellen miteinander verbunden. Dies erlaubt eine rasche und sichere Verbindung,
die auch maschinell bewerkstelligt werden kann.
[0034] Vorzugsweise sind die Wandfortsätze im Überlappungsbereich verpresst. Dadurch kann
die Wandstärke im Überlappungsbereich reduziert werden. Besonders bevorzugt sind die
Wandfortsätze im Überlappungsbereich derart verpresst, dass die die resultierende
Wandstärke zumindest annähernd der Wandstärke eines einzelnen unverpressten Abschnitts
entspricht. Für eine solche Ausführungsform wird vorzugsweise Wellkarton verwendet.
[0035] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform überlappen die Halterelemente nicht miteinander.
Dies bezieht sich insbesondere auf Halterlemente, die von benachbarten Stegen abstehen
und aufeinander zugerichtet sind. In diesem Fall können die Halterelemente und damit
auch die zugehörigen Aussparungen in den Stegseitenwänden entsprechend kleiner ausgestaltet
werden, als beispielsweise aus der
WO 2016/030415 bekannt. Dadurch kann die Stabilität des mindestens einen Stegs und somit auch des
Behältnisses als Ganzes weiter erhöht werden.
[0036] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform weist das erfindungsgemässe Behältnis zusätzliche
Haltezungen auf, die von einem Stegrücken zu einer der Längsseitenwände hin abstehen
und dort in einem Überlappungsbereich an den Längsdeckstreifen anliegen. Diese Haltezungen
sind vorzugsweise ebenfalls integral aus demselben einen Zuschnitt gebildet und sind
aus dem Zuschnittmaterial von weiteren Aussparungen in den Stegseitenwänden gebildet,
welche sich besonders bevorzugt bis in die Bodenplatte hinein erstrecken. Auch durch
diese Haltezungen wird die Verwindungssteifigkeit des Behältnisses zusätzlich verbessert.
Bevorzugt weist das Behältnis pro Längsseitenwand mindestens eine zusätzliche Haltezunge,
besonders bevorzugt jeweils zwei zusätzliche Haltezungen pro Längsseitenwand auf.
[0037] Vorzugsweise sind die Haltezungen im Überlappungsbereich fest mit dem jeweiligen
Längsdeckstreifen verbunden, beispielsweise durch Kleben oder Heften. Es sind auch
andere kraft-, reib- oder stoffschlüssige Verbindungen möglich, wie beispielsweise
stecken, nieten, Hochfrequenz-Verbindungen etc. Dadurch wird die Stabilität des erfindungsgemässen
Behältnisses verbessert und insbesondere die Verwindungssteifigkeit weiter erhöht.
[0038] Besonders bevorzugt sind die Haltezungen im Überlappungsbereich durch Kleben an Klebestellen
mit dem jeweiligen Längsdeckstreifen verbunden. Dies erlaubt eine rasche und sichere
Verbindung, die auch maschinell bewerkstelligt werden kann. Besonders bevorzugt weist
die Bodenplatte unterhalb der Klebestellen Durchbrüche auf. Diese Durchbrüche vereinfachen,
nach dem Auftragen von Klebstoff, das Festpressen der Haltezungen. Dazu kann durch
die Durchbrüche ein Stempel eingeführt und an die Unterseite der betreffenden Haltezungen
angelegt werden, um zum Festpressen einen Gegendruck auszuüben.
[0039] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Halterelemente und/oder die Längsdeckstreifen
und/oder die Querdeckabschnitte Faltlinien auf, die Klemmabschnitte definieren. Diese
Klemmabschnitte sind dazu bestimmt, beim Einführen eines im Behältnis aufzunehmenden
Gegenstandes in Richtung zur Bodenebene B hin geneigt oder geknickt zu werden. Dadurch
ergibt sich eine Klemmwirkung auf den eingeführten Gegenstand und ein ungewolltes
Herausfallen wird verhindert. Zusätzlich ermöglichen solche Faltlinien auch die Aufnahme
von Gegenständen unterschiedlicher Grösse und Form, da sich die Klemmabschnitte und
der Grad der Neigung bzw. des Knickens an den jeweiligen Gegenstand anpasst. Dadurch
wird eine Sichere Lagerung von Gegenständen unterschiedlicher Form und Grösse gewährleistet.
[0040] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform überlappen die Längsdeckstreifen jeweils
in einem Eckbereich des Behältnisses mit den benachbarten Querdeckabschnitten. Dies
ergibt eine zusätzliche Verseifung des Behältnisses.
[0041] Vorzugsweise sind die Längsdeckstreifen im Eckbereich fest mit dem jeweiligen Querdeckabschnitt
verbunden, beispielsweise durch Kleben oder Heften. Es sind auch andere kraft-, reib-
oder stoffschlüssige Verbindungen möglich, wie beispielsweise stecken, nieten, Hochfrequenz-Verbindungen
etc. Dadurch wird die Stabilität des erfindungsgemässen Behältnisses verbessert und
insbesondere die Verwindungssteifigkeit weiter erhöht.
[0042] Besonders bevorzugt sind die Längsdeckstreifen im Eckbereich durch Kleben an Klebestellen
mit den jeweiligen Querdeckabschnitten verbunden. Dies erlaubt eine rasche und sichere
Verbindung, die auch maschinell bewerkstelligt werden kann. Besonders bevorzugt weist
die Bodenplatte unterhalb der Klebestellen Durchbrüche auf. Diese Durchbrüche vereinfachen,
nach dem Auftragen von Klebstoff, das Festpressen der Querdeckabschnitte. Dazu kann
durch die Durchbrüche ein Stempel eingeführt und an die Unterseite der betreffenden
Querdeckabschnitten angelegt werden, um zum Festpressen einen Gegendruck auszuüben.
[0043] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform sind die Ecken des Behältnisses abgeschrägt.
Dies kann beispielsweise dadurch bewerkstelligt werden, dass die Längs- und Stirnseitenwände
endständige Eckenabschnitte aufweisen, die über Eckenfaltlinien mit den jeweiligen
Seitenwänden integral verbunden sind und die jeweils mit einem benachbarten Eckenabschnitt
in Anlage gebracht und vorzugsweise fest miteinander verbunden werden. Zusätzlich
kann auch die Bodenplatte entsprechende Eckbereiche aufweisen, die nach oben geklappt
und mit den Eckenabschnitte der Seitenwände verbunden werden können.
[0044] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Längs- und/oder die Stirnseitenwände
zusätzlich nach oben vorstehende Stapelecken auf.
[0045] Vorzugsweise besteht das Behältnis aus einem Zuschnitt aus Karton oder Pappe, insbesondere
aus Wellkarton, Kunststoff-folie, Kunststoffplatte, Aluminiumfolie, Stärkefolie oder
Holzfurnier. Besonders bevorzugt besteht es aus Wellkarton, wobei die Längsrichtung
L des Behältnisses vorzugsweise der Längsrichtung der Wellen des Wellkartons entspricht.
[0046] In einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung auch einen Zuschnitt
für erfindungsgemässes ein Behältnis.
[0047] Die oben für das Behältnis beschriebenen Merkmale und bevorzugten Merkmale sind analog
auch auf den Zuschnitt anwendbar.
[0048] Die vorliegende Erfindung wird anhand der in der Zeichnung gezeigten, rein schematischen
Beispiele weiter veranschaulicht.
[0049] Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Zuschnitt für eine erste Variante eines erfindungsgemässen Behältnisses;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung der ersten Variante eines erfindungsgemässen Behältnisses,
von schräg oben auf eine Ecke hin gesehen;
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung des Behältnisses aus Fig. 2, von schräg oben auf
eine Stirnseite hin gesehen;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung des Behältnisses aus Fig. 2, von schräg unten auf
eine Ecke hin gesehen;
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung des Behältnisses aus Fig. 2, von schräg unten auf
eine Stirnseite hin gesehen;
- Fig. 6
- einen Zuschnitt für eine zweite Variante eines erfindungsgemässen Behältnisses;
- Fig. 7
- eine perspektivische Darstellung der ersten Variante eines erfindungsgemässen Behältnisses,
von schräg oben auf eine abgeschrägte Ecke hin gesehen;
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung des Behältnisses aus Fig. 7, von schräg oben auf
eine Stirnseite hin gesehen;
- Fig. 9
- eine perspektivische Darstellung des Behältnisses aus Fig. 7, von schräg unten auf
eine abgeschrägte Ecke hin gesehen; und
- Fig. 10
- eine perspektivische Darstellung des Behältnisses aus Fig. 7, von schräg unten auf
eine Stirnseite hin gesehen.
[0050] In den Figuren sind Faltlinien mit gestrichelten Linien, doppelte Rillenlinien mit
gestrichelten Doppellinien und Stanz- beziehungsweise Schneidlinien mit durchgezogenen
Linien dargestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind nicht immer alle vorhandenen
Elemente mit einem Referenzzeichen versehen, insbesondere dann, wenn ein Element in
einer Figur mehrfach gezeigt ist.
[0051] Figur 1 zeigt einen Zuschnitt 10 für eine erste Variante eines erfindungsgemässen
Behältnisses. Der Zuschnitt 10 weist eine Längsrichtung L und eine Querrichtung Q
auf. Er besteht vorzugsweise aus Karton, insbesondere aus Wellkarton, dessen Wellenberge
und -täler bevorzugt in Längsrichtung L des Behältnisses verlaufen.
[0052] Der Zuschnitt 10 umfasst eine im Wesentlichen rechteckige Bodenplatte 12 mit vier
in Längsrichtung L parallel zueinander verlaufenden Bodenplattenabschnitten 14, 16,
18, 20. Die Bodenplattenabschnitte 14, 16, 18, 20 erstrecken sich in der Längsrichtung
L ununterbrochen über die gesamte Länge der Bodenplatte 12.
[0053] Die Bodenplatte 12 ist über längsseitige Bodenfaltlinien 22, 23 integral mit Längsseitenwänden
24, 25 verbunden, welche sich in Längsrichtung L ununterbrochen über die gesamte Länge
der Bodenplatte 12 erstrecken. Über Längsfaltlinien 26, 27 integral an den Längsseitenwänden
24, 25 angeordnet sind Längsdeckstreifen 28, 29, die sich ebenfalls in Längsrichtung
L ununterbrochen über die gesamte Länge der Bodenplatte 12 erstrecken. Die Längsdeckstreifen
28, 29 weisen kreisbogenförmige Faltlinien 30 auf, die kreissegmentförmige Klemmabschnitte
32 definieren.
[0054] Die Bodenplattenabschnitte 14, 16, 18, 20 weisen voneinander getrennte, stirnseitige
Wandfortsätze 34, 36, 38, 40 auf, welche über stirnseitige Bodenfaltlinien 42 integral
mit den jeweiligen Bodenplattenabschnitten 14, 16, 18, 20 verbunden sind. Die stirnseitigen
Wandfortsätze 34, 36, 38, 40 bilden die Stirnseitenwände (hier nicht beschriftet)
sowie integral an den Stirnseitenwänden angeordnete Querdeckabschnitte 44, 46, 48,
50. Die Querdeckabschnitte 44, 46, 48, 50 sind über randseitige Querfaltlinien 52
mit den Stirnseitenwänden verbunden und weisen teilweise kreisbogenförmige Faltlinien
54 auf, die kreissegmentförmige Klemmabschnitte 56 definieren. Daneben sind in einzelnen
Querdeckabschnitten 44, 46, 48, 50 auch nach aussen offene, kreisbogenförmige Ausschnitte
58 vorhanden.
[0055] Jeweils zwischen zwei Bodenplattenabschnitten 14 und 16, 16 und 18, bzw. 18 und 20
befinden sich drei Stege 62, 64, 66 welche Stegseitenwände 68 und flächige Stegrücken
70 aufweisen. Im aufgerichteten Zustand bilden die Stegrücken 70 eine durchgehende
Fläche von einer Stirnseite zur anderen.
[0056] Die Stegrücken 70 verlaufen in Längsrichtung L ununterbrochen über die gesamte Länge
der Bodenplatte 12 und weisen integral damit verbundene halbkreisförmige Halterelemente
72 auf. Die Halterelemente 72 sind aus dem Zuschnittmaterial von Aussparungen in den
Stegseitenwänden 68 gebildet und durch Stanzungen oder Schnitte von diesen abgetrennt.
Die Halterelemente 72 weisen gerade Faltlinien 74 auf, die kreissegmentförmige Klemmabschnitte
76 definieren.
[0057] Die Stegseitenwände 68 sind über Bodenfaltlinien 78 integral mit je einem der vier
Bodenplattenabschnitte 14, 16, 18, 20 - und damit mit der Bodenplatte 12 - verbunden.
Die Stegrücken 70 wiederum sind zwischen jeweils zwei Stegseitenwänden 68 angeordnet
und mit diesen über Stegfaltlinien 80 integral verbunden. Die Bodenfaltlinien 78 und
die Stegfaltlinien 80 verlaufen parallel und symmetrisch zur Längsmitte. Die Stegfaltlinien
80 sind von den Aussparungen der Halterelemente 72 unterbrochen.
[0058] Von den Stegrücken 70 der äusseren beiden Stege 62, 66 aus in deren stirnseitigen
Endbereichen stehen in Richtung zu den Längsseitenwänden 24, 25 hin je zwei Haltezungen
82 ab. Die Haltezungen 82 sind aus dem Zuschnittmaterial von Aussparungen in den Stegseitenwänden
68 und in der Bodenplatte 12 gebildet und durch Stanzungen oder Schnitte von diesen
abgetrennt. Sowohl Bodenfaltlinien 78 als auch Stegfaltlinien 80 sind von den Aussparungen
der Haltezungen 82 unterbrochen.
[0059] Die Bodenplattenabschnitte 14, 16, 18, 20 weisen trapezförmig erweiterte stirnseitige
Endbereiche 90 auf, die durch Stanzungen oder Schnitte von den Stegseitenwänden 68
abgetrennt sind. Diese stirnseitigen Endbereiche 90 sind dazu bestimmt, im aufgerichteten
Zustand mit dem stirnseitigen Endbereich 90 des benachbarten Bodenplattenabschnitts
14, 16, 18, bzw. 20 zu überlappen.
[0060] Die Bodenplattenabschnitte 14, 16, 18, 20 weisen jeweils fünf kreisförmige Durchbrüche
92 auf. Diese erleichtern das maschinelle Aufrichten und Verkleben des Behältnisses.
[0061] Die kreisförmigen Durchbrüche 92 erlauben insbesondere ein Eingreifen von Mitteln
zur Förderung und/oder Ausrichtung in einer entsprechenden Maschine.
[0062] Daneben weist die Bodenplatte 12 vier eckständige, rechteckige Durchbrüche 94 auf.
Diese liegen im aufgerichteten Behältnis (siehe weiter unten) unterhalb von Klebestellen
und erleichtern daher das Verkleben (hier nicht gezeigt).
[0063] Nebst den kreisförmigen Durchbrüchen 92 und den rechteckigen Durchbrüchen 94 wird
vom Innenbereich des Zuschnitts 10 einzig noch das Material aus sechs halbkreisförmigen
Durchbrüchen 96 entfernt und fällt so als Abfall an. Die halbkreisförmigen Durchbrüche
96 liegen im Schnittbereich von jeweils zwei benachbarten Bodenplattenabschnitten
14, 16, 18, 20 mit den stirnseitigen Enden des jeweils dazwischen liegenden Stegrückens
70 und erleichtern das Aufrichten des Behältnisses. Wird auf diese Durchbrüche 92,
94, 96 verzichtet, fällt vom Innenbereich kein Abfall an.
[0064] Die Figuren 2 bis 5 zeigen schematische Darstellungen der ersten Variante eines erfindungsgemässen
Behältnisses 100, wie es aus dem in Figur 1 gezeigten Zuschnitt 10 aufgerichtet werden
kann. Es handelt sich dabei um perspektivische Darstellungen von schräg oben auf eine
Ecke hin gesehen (Figur 2), von schräg oben auf eine Stirnseite hin gesehen (Figur
3), von schräg unten auf eine Ecke hin gesehen (Figur 4) bzw. von schräg unten auf
eine Stirnseite hin gesehen (Figur 5).
[0065] Das Behältnis 100 weist eine im Wesentlichen rechteckige Bodenplatte 12 auf, welche
durch die vier im Wesentlichen rechteckigen, parallel zueinander in Längsrichtung
L verlaufende Bodenplattenabschnitte 14, 16, 18, 20 gebildet ist. Die vier Bodenplattenabschnitte
14, 16, 18, 20 definieren eine Bodenebene B und erstrecken sich in der Längsrichtung
L ununterbrochen über die gesamte Länge des Behältnisses 100.
[0066] Von den Bodenplattenabschnitten 14, 16, 18, 20 steht längsseitig je die zugeordnete
Längsseitenwand 24, 25 rechtwinklig nach oben ab, die über eine längsseitige Bodenfaltlinie
22, 23 mit dem jeweiligen Bodenplattenabschnitt 14, 20 integral verbunden ist und
sich in Längsrichtung L ununterbrochen über die gesamte Länge des Behältnisses 100
erstreckt.
[0067] Von den Längsseitenwänden 24 stehen rechtwinklig zur Längsmitte des Behältnisses
100 hin Längsdeckstreifen 28, 29 ab, die über Längsfaltlinien 26, 27 integral an den
Längsseitenwänden 24, 25 angeordnet sind und sich in Längsrichtung L ebenfalls ununterbrochen
über die gesamte Länge des Behältnisses 100 erstrecken. Durch die Längsdeckstreifen
28, 29 wird eine parallel zur und oberhalb der Bodenebene B verlaufende Deckebene
D definiert. Die Längsdeckstreifen 28, 29 weisen kreisbogenförmige Faltlinien 30 auf,
die kreissegmentförmige Klemmabschnitte 32 definieren.
[0068] Zudem stehen von den Bodenplattenabschnitten 14, 16, 18, 20 stirnseitig die voneinander
getrennten Wandfortsätze 34, 36, 38, 40 rechtwinklig nach oben ab, die über stirnseitige
Bodenfaltlinien 42 integral mit den jeweiligen Bodenplattenabschnitten 14, 16, 18,
20 verbunden sind. Die stirnseitigen Wandfortsätze 34, 36, 38, 40 bilden die Stirnseitenwände
102 sowie integral an den Stirnseitenwänden 102 angeordnete Querdeckabschnitte 44,
46, 48, 50. Die Querdeckabschnitte 44, 46, 48, 50 sind über randseitige Querfaltlinien
52 mit den Stirnseitenwänden 102 verbunden und weisen teilweise kreisbogenförmige
Faltlinien 54 auf, die kreissegmentförmige Klemmabschnitte 56 definieren. Daneben
sind in einzelnen Querdeckabschnitten 44, 46, 48, 50 auch zur Quermitte des Behältnisses
100 hin offene, kreisbogenförmige Ausschnitte 58 vorhanden.
[0069] Die Bodenplattenabschnitte 14, 16, 18, 20 weisen trapezförmig erweiterte stirnseitige
Endbereiche 90 auf, die durch Stanzungen oder Schnitte von den Stegseitenwänden 68
abgetrennt sind. Die stirnseitigen Endbereiche 90 liegen jeweils in einem Überlappungsbereich
104 an den stirnseitigen Endbereich 90 des benachbarten Bodenplattenabschnitts 14,
16, 18, bzw. 20 an und sind fest mit diesen verbunden, vorzugsweise mittels Kleben.
Besonders bevorzugt sind die stirnseitige Endbereiche 90 zudem verpresst, so dass
die resultierende Materialstärke im Überlappungsbereich 104 zumindest annähernd derjenigen
des unverpressten einlagigen Ausgangsmaterials entspricht.
[0070] In Eckbereichen 106 des Behältnisses 100 überlappen die Längsdecksstreifen 28, 29
mit den äusseren Querdeckabschnitten 44, 50 und sind fest mit diesen verbunden, vorzugsweise
mittels Kleben. Unterhalb der Klebestellen in den Eckbereichen 106 weist die Bodenplatte
12 die rechteckigen Durchbrüche 94 auf. Durch diese Durchbrüche 94 hindurch kann bei
der Herstellung der Klebstoff oder ein Stempel zur Ausübung eines Gegendrucks eingeführt
werden (nicht gezeigt).
[0071] Zwischen jeweils zwei benachbarten Bodenplattenabschnitten 14, 16, 18, 20 befinden
sich die drei von der Bodenplatte 12 her aufgerichteten Stege 110, welche parallel
zur Längsmitte und den Längsseitenwänden 2, 24 verlaufen. Die Stege 110 weisen die
Stegseitenwände 68, die über Bodenfaltlinien 78 integral mit je einem der Bodenplattenabschnitte
14, 16, 18, 20 verbunden sind, sowie die flächigen Stegrücken 70 auf. Die Stegrücken
70 wiederum sind zwischen jeweils zwei Stegseitenwänden 68 angeordnet und mit diesen
über Stegfaltlinien 80 integral verbunden. Die Stegrücken 70 erstrecken sich in Längsrichtung
L ununterbrochen über die gesamte Länge des Behältnisses 100.
[0072] Die Stegrücken 70 weisen integral damit verbundene halbkreisförmige Halterelemente
72 auf. Die Halterelemente 72 definieren eine parallel zur Bodenebene B verlaufende
Halterebene H, welche oberhalb der Bodenebene B und unterhalb der Deckebene D liegt.
Auch die Stegrücken 70 liegen in der Halterebene H. Die Halterelemente 72 sind aus
dem Zuschnittmaterial von Aussparungen 112 in den Stegseitenwänden 68 gebildet und
durch Stanzungen oder Schnitte von diesen abgetrennt. Die Halterelemente 72 weisen
gerade Faltlinien 74 auf, die kreissegmentförmige Klemmabschnitte 76 definieren.
[0073] Von den äusseren beiden Stegrücken 70 aus in deren stirnseitigen Endbereichen stehen
in Richtung zu den Längsseitenwänden 24, 25 hin je zwei Haltezungen 82 ab. Die Haltezungen
82 sind aus dem Zuschnittmaterial von Aussparungen 114 in den Stegseitenwänden 68
und in der Bodenplatte 12 gebildet und durch Stanzungen oder Schnitte von diesen abgetrennt.
Sowohl Bodenfaltlinien 78 als auch Stegfaltlinien 80 sind von den Aussparungen 114
der Haltezungen 82 unterbrochen. Die Haltezungen 82 verlaufen ebenfalls in der Halterebene
H und liegen in einem Überlappungsbereich 116 an den Längsdeckstreifen 28, 29 an und
sind fest mit diesen verbunden, vorzugsweise mittels Kleben.
[0074] Die Längsdeckstreifen 28, 29 bilden im vorliegenden Fall zusammen mit den Querdeckabschnitten
44, 46, 48, 50, den Stegrücken 70, den Halterelementen 72 und den Haltezungen 82 zwanzig
gerundete Ausnehmungen 118 zur Aufnahme von Gegenständen aus. Vorliegend sind diese
Ausnehmungen 118 in vier Längsreihen angeordnet und sind im Wesentlichen kreisförmig
und eignen sich insbesondere zur Aufnahme von Rundbechern, wie z.B. wie Joghurtbechern
(nicht gezeigt). Werden die Gegenstände in die Ausnehmungen 118 eingeführt, so üben
die Klemmabschnitte 32, 56 und 76 eine Klemmfunktion auf die Gegenstände aus und verhindern
so ein ungewolltes Herausfallen.
[0075] Die Stegseitenwände 68 verbinden die Bodenebene B mit der Halterebene H und sind
zumindest annähernd senkrecht dazu angeordnet. Der flächige Stegrücken 70 liegt in
der Halterebene H und bildet eine durchgehende Fläche von einer Stirnseite zur anderen.
Das Behältnis 100 weist somit nicht nur in der Bodenebene B sondern auch in der Halterebene
H - zusätzlich zu den Längsdeckstreifen 28, 29 - mindestens eine in der Längsrichtung
L verlaufende durchgehende Fläche auf. Dies erhöht die Verwindungssteifigkeit des
Behältnisses 100 zusätzlich. Die Querdeckabschnitten 44, 46, 48, 50 liegen an den
Stegrücken 70 an und sind fest mit diesen verbunden, vorzugsweise mittels Kleben.
[0076] Die Bodenplattenabschnitte 14, 16, 18, 20 weisen jeweils fünf kreisförmige Durchbrüche
92 auf. Diese erleichtern das maschinelle Aufrichten und Verkleben des Behältnisses.
[0077] Die kreisförmigen Durchbrüche 92 erlauben insbesondere ein Eingreifen von Mitteln
zur Förderung und/oder Ausrichtung in einer entsprechenden Maschine.
[0078] Zum Aufrichten des Behältnisses 100 aus dem Zuschnitt 10 können zuerst die drei Stege
110 aufgerichtet werden, wobei die trapezförmig erweiterten stirnseitigen Endbereiche
90 in den Überlappungsbereichen 104 in Anlage gebracht und miteinander verbunden werden.
Dann können die stirnseitigen Wandfortsätze 34, 36, 38, 40 durch Klappen um die stirnseitigen
Bodenfaltlinien 42 aufgestellt und in den Überlappungsbereichen, beispielsweise durch
Verkleben, fest verbunden werden. Durch Klappen um die randseitigen Querfaltlinien
52 können die Querdeckabschnitte 44, 46, 48, 50 mit den jeweiligen Stegrücken in Anlage
gebracht und fest mit diesen verbunden werden, beispielsweise durch Kleben.
[0079] Als nächstes können die beiden Längsseitenwände 24, 25 durch Klappen um die längsseitigen
Bodenfaltlinien 22, 23 von der Bodenplatte 12 her aufgerichtet werden. Durch Klappen
um die Längsfaltlinien 26, 27 können die Längsdeckstreifen 28, 29 in die Deckebene
D gebracht werden, wobei sie mit den äusseren Querdeckabschnitte 44, 50 sowie mit
den Haltezungen 82 in Anlage gebracht und fest mit diesen verbunden werden; dies vorzugsweise
durch Verkleben in entsprechenden Klebbereichen, wobei die äusseren Querdeckabschnitte
44, 50 mittels die rechteckigen Durchbrüche 94 durchgreifenden Stützelementen (nicht
gezeigt) abgestützt werden können.
[0080] Die Figuren 6 bis 10 zeigen eine zweite Variante für einen Zuschnitt 130 und ein
Behältnis 132, welches der oben beschriebenen ersten Variante (10 bzw. 100) sehr nahe
kommt. Diese zweite Variante unterscheidet sich von der in den Figuren 1 bis 5 gezeigten
ersten Variante nur dadurch, dass die Ecken des Behältnisses 132 abgeschrägt sind.
[0081] Bei der gezeigten Ausführungsform weisen die äusseren Bodenplattenabschnitte 134,
140 zusätzliche Eckfaltlinien 142 auf, von welchen integral mit dem jeweiligen Bodenplattenabschnitt
134, 140 verbundene, dreieckige Eckbereiche 144 abstehen. Die Eckbereiche 144 stehen
beim Behältnis 132 von der Bodenplatte 146 in Richtung zur Deckebene D hin ab.
[0082] Daneben weisen die Längsseitenwände 148 und die Stirnseitenwände 150 endständige
Eckenabschnitte 152, 154 auf, die über Eckenfaltlinien 156, 158 mit den jeweiligen
Seitenwänden 148 bzw. 150 integral verbunden sind. Die Eckenabschnitte 152 einer Längsseitenwand
148 liegt am jeweils angrenzenden Eckenabschnitt 154 der angrenzenden Stirnseitenwand
150 an und ist vorzugsweise fest mit diesem verbunden, beispielsweise durch kleben.
Zusätzlich können auch noch die dreieckigen Eckbereiche 144 mit den jeweiligen Eckenabschnitten
152, 154 verbunden sein.
[0083] Alle anderen Elemente sind analog zum Zuschnitt 10 und Behältnis 100 gemäss der ersten
gezeigten Variante ausgeführt, so dass hier auf eine weitere Beschreibung verzichtet
wird.
[0084] Beide in den Figuren 1 bis 10 gezeigten Ausführungsformen eignen sich besonders gut
als Präsentations- oder Transportbehältnis für Rundbecher oder ähnliche Gegenstände,
beispielsweise für Joghurtbecher.
[0085] Denkbar ist auch die Verwendung als Versandeinlage für Flaschen, beispielsweise Weinflaschen.
Dazu könnte die Höhe der Stege und der Längs- sowie Stirnseitenwände vergrössert werden.
[0086] Ebenso lässt sich das erfindungsgemässe Behältnis unter Anpassung der Abmessungen
als Gebinde einsetzen, beispielsweise als Getränkekiste als Ersatz für die sich im
Handel befindenden Mehrweggebinde. Das erfindungsgemässe Behältnis lässt sich auch
für Gläser, Tassen oder Tuben einsetzen.
1. Behältnis (100, 132) mit Ausnehmungen (118) zur Aufnahme von Gegenständen aus einem
einzigen ebenen Zuschnitt (10, 130) mit einer Längsrichtung L und einer Querrichtung
Q, umfassend
eine eine Bodenebene B definierende, zumindest im Wesentlichen rechteckige Bodenplatte
(12, 146) mit mindestens zwei Bodenplattenabschnitten (14, 16, 18, 20, 134, 136, 138,
140), die sich in der Längsrichtung L ununterbrochen über die gesamte Länge des Behältnisses
(100, 132) erstrecken,
integral an der Bodenplatte (12, 146) angeordnete Randelemente, die von randseitigen
Bodenfaltlinien (22, 23, 42) abstehen und aufgerichtete Längsseitenwände (24, 25,
148) und Stirnseitenwände (102) bilden,
wenigstens einen jeweils zwischen zwei Bodenplattenabschnitten (14, 16, 18, 20, 134,
136, 138, 140) wenigstens annähernd parallel zu den Längsseitenwänden (24, 25, 148)
verlaufenden, von der Bodenplatte (12, 146) aufgerichteten Steg (62, 64, 66, 110)
mit von der Bodenplatte (12, 146) abstehenden Stegseitenwänden (68) und einem zwischen
den Stegseitenwänden (68) angeordneten, flächigen Stegrücken (70), der eine zumindest
im Wesentlichen parallel zur Bodenebene B verlaufende, oberhalb der Bodenebene B liegende
Halterebene H definiert und sich in der Längsrichtung L zumindest annähernd über die
gesamte Länge des Behältnisses (100, 132) ununterbrochen erstreckt,
integral an den Längsseitenwänden (24, 25, 148) angeordnete Längsdeckstreifen (28,
29), die von randseitigen Längsfaltlinien (26, 27) in Richtung zur Längsmitte des
Behältnisses (100, 132) hin abstehen, sich in der Längsrichtung L ununterbrochen zumindest
annähernd über die gesamte Länge des Behältnisses (100, 132) erstrecken und eine zumindest
im Wesentlichen parallel zur Bodenebene B verlaufende, oberhalb der Bodenebene B und
vorzugsweise auch oberhalb der Halterebene H liegende Deckebene D definieren,
in der Halterebene H angeordnete Halterelemente (72), die vom mindestens einen Steg
(62, 64, 66, 110) in Richtung zu den Längsseitenwänden (24, 25, 148) oder der Längsmitte
des Behältnisses (100, 132) hin abstehen, wobei die Stegseitenwände (68) Aussparungen
(112) aufweisen und die Halterelemente (72) aus dem Zuschnittmaterial dieser Aussparungen
(112) gebildet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenplattenabschnitte (14, 16, 18, 20, 134, 136, 138, 140) stirnseitige Wandfortsätze
(34, 36, 38, 40) aufweisen, welche die Stirnseitenwände (102) sowie an den Stirnseitenwänden
(102) integral angeordnete Querdeckabschnitte (44, 46, 48, 50) bilden, wobei die Querdeckabschnitte
(44, 46, 48, 50) von randseitigen Querfaltlinien (52) in Richtung zur Quermitte des
Behältnisses (100, 132) hin abstehen, im Wesentlichen parallel zur Bodenebene B verlaufen
und oberhalb der Bodenebene B und der Halterebene H liegen.
2. Behältnis (100, 132) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplattenabschnitte (14, 16, 18, 20, 134, 136, 138, 140) stirnseitig erweiterte
Endbereiche (90) aufweisen.
3. Behältnis (100, 132) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandfortsätze (34, 36, 38, 40) und, sofern vorhanden, die erweiterten Endbereiche
(90) eines Bodenplattenabschnittes (14, 16, 18, 20, 134, 136, 138, 140) in einem Überlappungsbereich
an den Wandfortsätzen (34, 36, 38, 40) bzw. erweiterten Endbereichen (90) eines benachbarten
Bodenplattenabschnittes (14, 16, 18, 20, 134, 136, 138, 140) anliegen und im Überlappungsbereich
(104) fest mit diesen verbunden sind, wobei die Überlappungsbereiche (104) zumindest
im Wesentlichen in der Bodenebene B und/oder in den Stirnseitenwänden (102) liegen.
4. Behältnis (100, 132) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandfortsätze (34, 36, 38, 40) und, sofern vorhanden, die erweiterten Endbereiche
(90) im Überlappungsbereich (104) durch Kleben an Klebestellen miteinander verbunden
sind.
5. Behältnis (100, 132) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandfortsätze (34, 36, 38, 40) und, sofern vorhanden, die erweiterten Endbereiche
(90) im Überlappungsbereich (104) verpresst sind.
6. Behältnis (100, 132) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterelemente (72) nicht miteinander überlappen.
7. Behältnis (100, 132) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch zusätzliche Haltezungen (82), die von einem Stegrücken (70) zu einer der Längsseitenwände
(24, 25, 148) hin abstehen und dort in einem Überlappungsbereich (116) an den Längsdeckstreifen
(28, 29) anliegen.
8. Behältnis (100, 132) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltezungen (82) im Überlappungsbereich (116) durch Kleben an Klebestellen mit
dem jeweiligen Längsdeckstreifen (28, 29) verbunden sind, wobei die Bodenplatte (12,
146) besonders bevorzugt unterhalb der Klebestellen Durchbrüche aufweist.
9. Behältnis (100, 132) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterelemente (72) und/oder die Längsdeckstreifen (28, 29) und/oder die Querdeckabschnitte
(44, 46, 48, 50) Faltlinien (30, 54, 74) aufweisen, die Klemmabschnitte (32, 56, 76)
definieren.
10. Behältnis (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsdeckstreifen (28, 29) jeweils in einem Eckbereich (106) des Behältnisses
(100) mit den benachbarten Querdeckabschnitten (44, 50) überlappen.
11. Behältnis (100) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsdeckstreifen (28, 29) im Eckbereich (106) durch Kleben an Klebestellen mit
den jeweiligen Querdeckabschnitten (44, 50) verbunden sind, wobei die Bodenplatte
(12) besonders bevorzugt unterhalb der Klebestellen Durchbrüche (94) aufweist.
12. Behältnis (132) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ecken des Behältnisses (132) abgeschrägt sind.
13. Behältnis (100, 132) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bestehend aus einem Zuschnitt
(10, 130) aus Karton oder Pappe, insbesondere aus Wellkarton, Kunststofffolie, Kunststoffplatte,
Aluminiumfolie, Stärkefolie oder Holzfurnier.
14. Behältnis (100, 132) nach Anspruch 13, bestehend aus Wellkarton, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsrichtung L des Behältnisses (100, 132) der Längsrichtung der Wellen des
Wellkartons entspricht.
15. Zuschnitt (10, 130) für ein Behältnis (100, 132) nach einem der Ansprüche 1 bis 14.