[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kältegerät, insbesondere ein Haushaltskältegerät,
mit wenigstens zwei auf unterschiedlichen Temperaturen betreibbaren Lagerkammern.
[0002] Bei den meisten derartigen Kältegeräten sind die Betriebstemperaturen der Lagerfächer
durch die Bauart des Kältegeräts bedingt grob festgelegt und jeweils nur in engen,
sich nicht überschneidenden Bereichen einstellbar, so dass die Nutzungsmöglichkeit
eines Fachs, zum Beispiel als Kühl- oder als Gefrierfach, durch den Benutzer des Kältegeräts
nicht veränderbar ist.
[0003] Aus
DE 10 2013 223 737A1 ist ein Kältegerät bekannt, bei dem die Verdampfer von zwei Lagerkammern über eine
Drosselstelle mit verstellbarem Strömungsleitwert in Reihe verbunden sind. Die Drosselstelle
erlaubt es, die Temperatur beider Lagerkammern in relativ weitem Umfang zu variieren.
Allerdings begrenzt auch hier die Betriebstemperatur eines Fachs den Einstellbereich
des anderen. Da der Druck im stromabwärtigen Verdampfer niemals höher sein kann als
der im stromaufwärtigen, ist bei vorgegebener Temperatur des vom stromaufwärtigen
Verdampfer gekühlten Fachs die Temperatur des anderen nur tiefer einstellbar, bzw.
wenn die Temperatur des vom stromabwärtigen Verdampfer gekühlten Fachs vorgegeben
ist, kann die des anderen nur höher eingestellt werden. Dies erschwert die Anpassung
des Kältegeräts an sich ändernde Bedürfnisse seiner Benutzer.
[0004] GB 2 017 890 A offenbart eine Kälteanlage mit mehreren parallelen Verdichtern und mehreren parallelen
Verdampfern, die mit Hilfe vor- und nachgeschalteter Expansions- bzw. Druckregelventile
auf unterschiedliche Betriebstemperaturen einstellbar sind.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, die Energieeffizienz eines Kältegeräts mit
mehreren Lagerkammern zu verbessern.
[0008] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Kältegerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Mittels
des dritten Verdampfers wird zum Kühlen einer dritten Lagerkammer auch die Kälte noch
genutzt, die bei der Entspannung des Kältemittels beim Durchgang durch die zweite
Drosselstelle erzeugt wird.
[0009] Aufgrund der Parallelschaltung der Zweige ist es mithilfe der einstellbaren Drosselstellen
möglich, sowohl im ersten Verdampfer einen höheren Druck als im zweiten und damit
in der ersten Lagerkammer eine höhere Betriebstemperatur als in der zweiten einzustellen,
als auch umgekehrt.
[0010] Es können von erster und zweiter und/oder von dritter und vierter Drosselstelle jeweils
beide einstellbar sein, so dass insbesondere der Druck in dem dazwischenliegenden
Verdampfer variiert werden kann, ohne dass sich dies auf den Gesamtdruckabfall oder
den Kältemitteldurchsatz des betreffenden Zweiges auswirkt.
[0011] Von erster und dritter Drosselstelle kann wenigstens eine Kapillare umfassen. Eine
solche Drosselstelle kann dennoch einstellbar sein, wenn die selbst nicht einstellbare
Kapillare mit einem elektronischen Expansionsventil in Reihe verbunden ist.
[0012] Der Einfachheit wegen bevorzugt ist, dass von erster und dritter Drosselstelle wenigstens
eine, vorzugsweise genau eine, einen festen Strömungsleitwert hat und insbesondere
ausschließlich durch eine Kapillare gebildet ist. Um den Druck im ersten oder zweiten
Verdampfer willkürlich einzustellen, genügt es, wenn jeweils nur eine Drosselstelle
in jedem Zweig einstellbar ist.
[0013] Veränderungen des Kältemitteldurchsatzes in einem Zweig, die daraus resultieren können,
dass eine Verstellung des Strömungsleitwerts in der zweiten oder vierten Drosselstelle
nicht durch eine gegenläufige Verstellung in der als Kapillare ausgeführten ersten
oder dritten Drosselstelle ausgeglichen werden kann, können durch die Verwendung eines
Verdichter mit variabler Drehzahl vermieden werden.
[0014] Wenn der Verdichter ein Verdichter mit variabler Drehzahl ist, kann dessen Drehzahl
ferner so angepasst werden, dass der Verdichter im Wesentlichen unterbrechungsfrei
arbeitet. Effizienzverluste, die mit zwischenzeitlicher Erwärmung von Teilen des Kältegeräts
bei Stillstand des Verdichters und Wiederabkühlung dieser Teile nach dem Start des
Verdichters zusammenhängen, können so vermieden werden.
[0015] Zwischen dem stromabwärtigen Verdampfer eines jeden Zweiges und einem Zusammenfluss,
an dem die Zweige zusammentreffen, sollte jeweils eine Drosselstelle vorgesehen sein,
um unterschiedliche Drücke in den stromaufwärts von diesen Drosselstellen liegenden
Verdampfern der beiden Zweige einstellen zu können.
[0016] Der Zusammenfluss liegt, erfindungsgemäß, stromaufwärts von diesem dritten Verdampfer
; hierbei ist der Aufbau des Kältegeräts einfacher, und ein energieeffizienterer Betrieb
ist möglich, im dritten Verdampfer auch derjenige Teil der Kühlleistung noch genutzt
werden kann, der in dem Kältemittel gebunden ist, das unvollständig expandiert aus
dem zweiten Verdampfer abfließt..
[0017] Ein Saugrohr-Wärmetauscher kann zwischen dem Druckanschluss des Verdichters und wenigstens
dem ersten Verdampfer angeordnet sein, um verdichtetes Kältemittel auf dem Weg zum
Verdampfer in thermischem Kontakt mit aus den Verdampfern abgesaugtem Kältemitteldampf
vorzukühlen.
[0018] Wenn der Saugrohr-Wärmetauscher im ersten Zweig angeordnet ist, ermöglicht er dort
zwar nur dort eine energieeffiziente Kühlung, umgekehrt kann aber verdichtetes Kältemittel
im zweiten Zweig den zweiten Verdampfer erreichen, ohne vorher im Saugrohr-Wärmetauscher
gekühlt zu werden. Das Kältemittel kann daher den zweiten Verdampfer mit einer höheren
Temperatur als der Umgebungstemperatur erreichen und, anstatt zu kühlen, seine Wärme
an die zweite Lagerkammer abgeben.
[0019] Wenn der Druck im zweiten Verdampfer so hoch eingestellt ist, dass die Sättigungstemperatur,
d.h. die Temperatur, bei der das Kältemittel beim eingestellten Druck kondensiert
oder verdampft, über der Fachtemperatur, aber unter der Temperatur des zuströmenden
Kältemittels liegt, kann der zweite Verdampfer sogar als Verflüssiger betrieben werden
und auf diese Weise auch bei kleinem Kältemitteldurchsatz eine beträchtliche Heizleistung
freisetzen.
[0020] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockdiagramm eines Kältegeräts gemäß einer ersten Ausgestaltung der Erfindung;
und
- Fig. 2
- Blockdiagramm eines Kältegeräts gemäß einer zweiten Ausgestaltung.
[0021] Das Kältegerät der Fig. 1 umfasst drei Lagerkammern 1, 2, 3 die in einem Korpus über
und/oder nebeneinander angeordnet und sowohl gegeneinander als auch gegen die Umgebung
thermisch isoliert sind. Jeder Lagerkammer 1, 2, 3 ist ein Verdampfer 4, 5 bzw. 6
zugeordnet. Die Verdampfer 4, 5, 6 sind von grundsätzlich beliebiger bekannter Bauart,
es kann sich, wie in der Figur angedeutet, um Plattenverdampfer handeln, auf deren
Platte 7 eine Kältemittelleitung 8 jeweils in Mäandern verläuft und die jeweils innerhalb
ihrer Lagerkammer 1, 2, 3 oder zwischen einem Innenbehälter der Lagerkammer und einer
den Innenbehälter umgebenden Wärmedämmschicht angebracht sein können, es kann sich
aber auch um Drahtrohr- oder Lamellenverdampfer, gegebenenfalls in Kombination mit
einem die Luftzirkulation über den Verdampfer antreibenden Ventilator, handeln.
[0022] Der Verdampfer 4 bildet zusammen mit einer ihm vorgeschalteten Drosselstelle 9 mit
verstellbarem Strömungsleitwert, einer nachgeschalteten Drosselstelle 10 mit verstellbarem
Strömungsleitwert und einer Rohrleitung, an der die genannten Komponenten aufgereiht
sind, einen ersten Zweig 11 eines Kältemittelkreislaufs. Ein zu dem ersten Zweig 11
paralleler zweiter Zweig 12 umfasst den Verdampfer 5 zusammen mit einer vorgeschalteten
einstellbaren Drosselstelle 13 und einer nachgeschalteten einstellbaren Drosselstelle
14. Die zwei Zweige 11, 12 vereinigen sich an einem Zusammenfluss 15, an den in Zirkulationsrichtung
des Kältemittels stromabwärts der Verdampfer 6 anschließt.
[0023] Der Verdampfer 6 ist über eine Saugleitung 16 mit einem Sauganschluss 17 eines Verdichters
18 verbunden. Von einem Druckanschluss 19 des Verdichters 18 verläuft der Kältemittelkreis
über einen Verflüssiger 20 zu einer Verzweigung 21, von der die zwei Zweige 11, 12
ausgehen.
[0024] Zwischen der Verzweigung 21 und der Drosselstelle 9 verläuft ein Teil des Zweiges
11 in engem Kontakt mit der Oberfläche der Saugleitung 16 oder sogar im Inneren von
dieser, um einen Saugrohr-Wärmetauscher 22 zu bilden, in welchem das verdichtete Kältemittel,
nachdem es im Verflüssiger 20 auf knapp oberhalb der Umgebungstemperatur abgekühlt
worden ist, weitere Wärme an Kältemitteldampf im Saugrohr 16 abgibt, um diesen soweit
vorzuwärmen, dass eine Kondensation von Umgebungsfeuchtigkeit an Teilen des Saugrohrs
16, die sich außerhalb der Wärmedämmschicht erstrecken, vermieden wird.
[0025] Der Druck, der sich im Betrieb in den Verdampfern 4, 5 und 6 einstellt, hängt ab
von der Drehzahl des Verdichters 18 sowie von den Strömungsleitwerten der Drosselstellen
9, 10, 13, 14, die von einer elektronischen Steuereinheit 23 anhand der Messwerte
von in den Lagerkammern 1, 2, 3 angeordneter Temperatursensoren 24 und von vom Benutzer
für die Lagerkammern 1, 2, 3 gewählten Betriebstemperaturen eingestellt werden.
[0026] Der niedrigste Druck herrscht immer im Verdampfer 6. Dementsprechend wird in der
Lagerkammer 3 die niedrigste Betriebstemperatur erreicht, was die Lagerkammer 3 zur
Nutzung als Gefrierfach prädestiniert.
[0027] Die Drücke in den Verdampfern 4 und 5 sind mithilfe der Drosselstellen 9, 10 bzw.
13, 14 auf weitgehend beliebige Werte zwischen dem Ausgangsdruck des Verdichters 18
und dem Druck des Verdampfers 6 einstellbar. Indem die Strömungsleitwerte der Drosselstellen
9, 10 jeweils gegenläufig verändert werden, kann der Druck im Verdampfer 4 variiert
werden, ohne dass dies einen Einfluss auf die Menge des Kältemittels hat, die pro
Zeiteinheit in den Verdampfer 6 gelangt, und ohne folglich die Sättigungstemperatur
dort zu beeinflussen. Entsprechend kann auch der Druck im Verdampfer 5 über die Drosselstellen
13, 14 variiert werden, ohne das sich dies auf den Verdampfer 6 auswirkt.
[0028] Die Drosselstellen 9, 10, 13, 14 können allesamt als - vorzugsweise untereinander
baugleiche - elektronische Expansionsventile ausgeführt sein, deren Strömungsleitwert
in weitem Umfang, vorzugsweise zwischen einem vollständig geschlossenen Zustand und
einem weit geöffneten Zustand, in dem der Druckabfall an der Drosselstelle vernachlässigbar
ist, verstellbar ist. Wenn z.B. die Drosselstelle 10 weit offen und deshalb der Druckunterschied
zwischen den Verdampfern 4, 6 vernachlässigbar ist, dann arbeitet auch die Lagerkammer
1 als Gefrierfach. Ist hingegen die Drosselstelle weit offen, dann findet zwischen
Verflüssiger 20 und Verdampfer 4 keine Entspannung des Kältemittels und im Verdampfer
4 keine Verdampfung statt, und die Temperatur, mit der das Kältemittel in den Verdampfer
4 gelangt, entspricht im Wesentlichen derjenigen, die es im Saugrohrwärmetauscher
22 angenommen hat. Der Bereich der Temperaturen, auf die der Verdampfer 4 einstellbar
ist, erstreckt sich also zwischen der im Saugrohrwärmetauscher 22 erreichten Temperatur,
die geringfügig unterhalb der Verflüssigungstemperatur liegt, aber sogar etwas höher
als die Umgebungstemperatur sein kann, und der Temperatur des Verdampfers 6.
[0029] Ein Druckabfall in der Drosselstelle 9 hat so lange keine Kühlwirkung auf die Lagerkammer
1, wie er nicht ausreicht, um die Siedetemperatur des Kältemittels im Verdampfer 4
unter die Temperatur der Lagerkammer 1 abzusenken. Es ist daher möglich, die Drosselstelle
9 als eine Reihenschaltung aus einem Expansionsventil und einer Kapillare zu realisieren,
wobei die Kapillare bemessen ist, um einen Druckabfall zu erzeugen, durch den der
Druck im Verdampfer 4 so weit abgesenkt wird, dass die Siedetemperatur des Kältemittels
darin der Umgebungstemperatur entspricht. Diese Reihenschaltung ermöglicht eine präzisere
Steuerung des Drucks im Verdampfer 4 als allein mit einem Expansionsventil. Die Kapillare
umfasst hier zweckmäßigerweise denjenigen Teil des Zweiges 11, der durch den Saugrohr-Wärmetauscher
22 verläuft.
[0030] Der Druck im Verdampfer 5 ist unabhängig von dem im Verdampfer 4 einstellbar und
kann sowohl niedrigere als auch höhere Werte annehmen. Wenn zum Beispiel die Lagerkammer
3 als Gefrierfach mit einer Temperatur von typischerweise -17°C und die Lagerkammer
1 als Normalkühlfach mit zum Beispiel einer Temperatur von +4°C betrieben wird, kann
die Sättigungstemperatur im Verdampfer 6 auf beliebige Werte zwischen -17°C und der
im Verflüssiger 20 herrschenden Kondensationstemperatur eingestellt werden. Da der
Verdampfer 5 unter Umgehung des Saugrohr-Wärmetauschers 22 mit dem Verflüssiger 20
verbunden ist, hat das Kältemittel, wenn es die Drosselstelle 13 erreicht, im Allgemeinen
eine Temperatur, die höher ist als die Umgebungstemperatur, so dass, wenn die Drosselstelle
13 weit offen und der Druckabfall an ihr vernachlässigbar ist, die Lagerkammer 3 durch
das Kältemittel erwärmt statt gekühlt werden kann. Wenn die Sättigungstemperatur im
Verdampfer 5 niedriger ist als die des zuströmenden Kältemittels, kann sogar die Verflüssigung
des Kältemittels im Verdampfer 5 fortgesetzt und die Lagerkammer 2 durch freigesetzte
Kondensationswärme beheizt werden. So ist zum Beispiel eine für die Temperierung von
Rotwein angemessene Temperatur von + 18°C in der Lagerkammer 3 realisierbar, auch
wenn die Umgebungstemperatur niedriger ist. Dies macht die Lagerkammer 2 äußerst vielseitig
verwendbar, und bei wechselnden Anforderungen kann ihre Betriebstemperatur verändert
werden, ohne dass dies Auswirkungen auf die Temperaturen der Lagerkammern 1, 2 hat
und ohne dass die Temperatur der Lagerkammer 1 den Bereich der für die Kammer 2 einstellbaren
Temperaturen einschränkt. Die einzige Einschränkung besteht darin, dass die Temperatur
des Verdampfers 5 nicht niedriger werden kann als die des nachgeschalteten Verdampfers
6, doch schränkt dies die Nutzungsmöglichkeiten der Lagerkammer 2 in keiner Weise
ein, sofern die Kammer 3 als Gefrierfach betrieben ist und die Temperatur ihres Verdampfers
6 ohnehin die niedrigste in dem Kältemittelkreis praktisch realisierbare Temperatur
ist.
[0031] Einer in Fig. 2 gezeigten kostengünstigen Variante zufolge ist die Drosselstelle
9 ausschließlich durch eine Kapillare 25 wie oben beschrieben, ohne Expansionsventil,
gebildet. Die Drosselstelle 9 ist dann zwar nicht einstellbar, doch der Druck im Verdampfer
4 kann weiterhin, durch Verstellen des Strömungsleitwerts der Drosselstelle 10, willkürlich
eingestellt werden. Zwar beeinflusst in diesem Fall eine Verstellung der Drosselstelle
10 den Gesamtkältemitteldurchsatz der beiden Zweige 11, 12, doch kann dies durch eine
Anpassung der Drehzahl des Verdichters 18 und der Strömungsleitwerte der Drosselstellen
13, 14 ausgeglichen werden.
[0032] Anderen Ausgestaltungen der Erfindung zufolge kann der Kältemittelkreislauf eines
Kältegeräts auch mehr als die in Fig. 1 gezeigten zwei zueinander parallelen Zweige
11, 12 aufweisen. Prinzipiell könnte ein solcher zusätzlicher paralleler Zweig auch
zwei in Reihe verbundene Verdampfer umfassen und erst stromabwärts vom Verdampfer
6 wieder auf die Saugleitung treffen. Allerdings wären in einem solchen Fall entweder
Druck und Temperatur im stromabwärts gelegenen Verdampfer des zusätzlichen Zweiges
dieselben wie im Verdampfer 6, oder es wäre eine Drosselstelle am Ausgang der beiden
Zweige erforderlich, die, wenn sie einen Druckabfall herbeiführt, auch eine unzweckmäßig
tiefe Temperatur des Kältemittels in der Saugleitung 16 bewirkt. Deswegen ist bevorzugt,
dass, unabhängig von der Zahl der Zweige, jeder Zweig nur einen Verdampfer umfasst
und ihrem Zusammenfluss 15 stets noch ein gemeinsamer Verdampfer 6 einer als Gefrierfach
nutzbaren Lagerkammer 4 nachgeschaltet ist.
BEZUGSZEICHEN
[0033]
- 1
- Lagerkammer
- 2
- Lagerkammer
- 3
- Lagerkammer
- 4
- Verdampfer
- 5
- Verdampfer
- 6
- Verdampfer
- 7
- Platte
- 8
- Kältemittelleitung
- 9
- Drosselstelle
- 10
- Drosselstelle
- 11
- 1. Zweig
- 12
- 2. Zweig
- 13
- Drosselstelle
- 14
- Drosselstelle
- 15
- Zusammenfluss
- 16
- Saugleitung
- 17
- Sauganschluss
- 18
- Verdichter
- 19
- Druckanschluss
- 20
- Verflüssiger
- 21
- Verzweigung
- 22
- Saugrohrwärmetauscher
- 23
- Steuereinheit
- 24
- Temperatursensor
- 25
- Kapillare
1. Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, mit einem Kältemittelkreislauf, an dem
zwischen einem Druckanschluss (19) und einem Sauganschluss (17) eines Verdichters
(18) der Reihe nach hintereinandergeschaltet sind: ein Verflüssiger (20), eine erste
Drosselstelle (9), ein erster Verdampfer (4) zum Kühlen einer ersten Lagerkammer (1),
eine zweite Drosselstelle (10), wobei von erster und zweiter Drosselstelle (9, 10)
wenigstens eine einstellbar ist, um den Druck im ersten Verdampfer (4) zu steuern,
wobei der Kältemittelkreislauf einen ersten Zweig (11), der die erste Drosselstelle
(9), den ersten Verdampfer (4) und die zweite Drosselstelle (10) enthält, und wenigstens
einen zu dem ersten Zweig (11) parallelen zweiten Zweig (12) umfasst, in dem eine
dritte Drosselstelle (13), ein in thermischem Kontakt mit einer zweiten Lagerkammer
angeordneter zweiter Verdampfer (5) und eine vierte Drosselstelle (14) in Reihe verbunden
sind, wobei von dritter und vierter Drosselstelle (13, 14) wenigstens eine einstellbar
ist, um den Druck im zweiten Verdampfer (5) zu steuern, dadurch gekennzeichnet, dass ein dritter Verdampfer (6) zum Kühlen einer dritten Lagerkammer (3) zwischen der
zweiten Drosselstelle (10) und dem Sauganschluss (17) angeschlossen ist, ein Zusammenfluss
(15), an dem der erste Zweig(11) und der zweite Zweig (12) zusammentreffen, stromaufwärts
des dritten Verdampfers (6) liegt, und die dritte Drosselstelle (13) einstellbar ist.
2. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Drosselstelle (9, 10) und oder die dritte und vierte Drosselstelle
(13, 14) jeweils beide einstellbar sind.
3. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von erster und dritter Drosselstelle (9, 13) wenigstens eine Kapillare (25) umfasst.
4. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdichter (18) ein Verdichter mit variabler Drehzahl ist.
5. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem stromabwärtigsten Verdampfer (4, 5) eines jeden Zweiges (11, 12) und
einem Zusammenfluss (15), an dem die Zweige (11, 12) zusammentreffen, jeweils eine
Drosselstelle (10, 14) vorgesehen ist.
6. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Verdampfer (6) ferner zwischen der vierten Drosselstelle (14) und dem
Sauganschluss (17) angeschlossen ist.
7. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Saugrohr-Wärmetauscher (22) zwischen dem Druckanschluss (19) und wenigstens dem
ersten Verdampfer (4) angeordnet ist.
8. Kältegerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugrohr-Wärmetauscher (22) im ersten Zweig (11) angeordnet ist.
1. Refrigeration appliance, in particular household refrigeration appliance, with a refrigerant
circuit, to which the following are connected in series one after the other between
a pressure port (19) and a suction port (17) of a compressor (18): a condenser (20),
a first choke point (9), a first evaporator (4) for cooling a first storage chamber
(1), a second choke point (10), wherein at least one of the first and second choke
points (9, 10) can be set in order to control the pressure in the first evaporator
(4), wherein the refrigerant circuit comprises a first branch (11), which contains
the first choke point (9), the first evaporator (4) and the second choke point (10),
and at least one second branch (12) in parallel with said first branch (11), in which
a third choke point (13), a second evaporator (5) arranged in thermal contact with
a second storage chamber and a fourth choke point (14) are linked in series, wherein
at least one of the third and fourth choke points (13, 14) can be set in order to
control the pressure in the second evaporator (5), characterised in that a third evaporator (6) for cooling a third storage chamber (3) is connected between
the second choke point (10) and the suction port (17), a junction (15), at which the
first branch (11) and the second branch (12) convene, lies upstream from the third
evaporator (6), and the third choke point (13) can be set.
2. Refrigeration appliance according to claim 1, characterised in that the first and second choke point (9, 10) and/or the third and fourth choke point
(13, 14) in each case can both be set.
3. Refrigeration appliance according to claim 1, characterised in that at least one of the first and third choke point (9, 13) comprises a capillary tube
(25).
4. Refrigeration appliance according to one of the preceding claims, characterised in that the compressor (18) is a variable-speed compressor.
5. Refrigeration appliance according to one of the preceding claims, characterised in that between the most downstream evaporator (4, 5) of any branch (11, 12) and a junction
(15), at which the branches (11, 12) convene, in each case there is provision for
a choke point (10, 14).
6. Refrigeration appliance according to one of the preceding claims, characterised in that the third evaporator (6) is furthermore connected between the fourth choke point
(14) and the suction port (17).
7. Refrigeration appliance according to one of the preceding claims, characterised in that a suction pipe heat exchanger (22) is arranged between the pressure port (19) and
at least the first evaporator (4).
8. Refrigeration appliance according to claim 7, characterised in that the suction pipe heat exchanger (22) is arranged in the first branch (11).
1. Appareil frigorifique, en particulier appareil frigorifique électroménager, comportant
un circuit de frigorigène sur lequel sont reliés en série, entre un raccord de pression
(19) et un raccord d'aspiration (17) d'un compresseur (18) : un condenseur (20), un
point d'étranglement (9), un premier évaporateur (4) pour refroidir une première chambre
de stockage (1), un deuxième point d'étranglement (10), l'un au moins des premier
et deuxième points d'étranglement (9, 10) étant réglable pour commander la pression
dans le premier évaporateur (4), le circuit de frigorigène comportant une première
branche (11) comportant le premier point d'étranglement (9), le premier évaporateur
(4) et le deuxième point d'étranglement (10) et au moins une deuxième branche (12)
parallèle à la première branche (11), dans lequel sont reliés en série un troisième
point d'étranglement (13), un deuxième évaporateur (5) disposé en contact thermique
avec une deuxième chambre de stockage et un quatrième point d'étranglement (14), l'un
au moins des troisième et quatrième points d'étranglement (13, 14) étant réglable
pour commander la pression dans le deuxième évaporateur (5), caractérisé en ce qu'un troisième évaporateur (6) pour le refroidissement d'une troisième chambre de stockage
(3) est relié entre le deuxième point d'étranglement (10) et le raccord d'aspiration
(17), un point de réunion (15) réunissant la première branche (11) et la deuxième
branche (12) est disposé en amont du troisième évaporateur (6), le troisième point
d'étranglement (13) étant réglable.
2. Appareil frigorifique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier et le deuxième point d'étranglement (9, 10) et/ou le troisième et quatrième
point d'étranglement (13, 14) sont réglables chacun tous les deux.
3. Appareil frigorifique selon la revendication 1, caractérisé en ce qu' un des premier et troisième points d'étranglement (9, 13) comporte au moins un capillaire
(25).
4. Appareil frigorifique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le compresseur (18) est un compresseur à vitesse de rotation variable.
5. Appareil frigorifique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, entre l'évaporateur situé le plus en aval (4, 5) de chacune des branches (11, 12)
et un point de réunion (15) auquel se réunissent les branches (11, 12), un point d'étranglement
(10, 14) chacun est prévu.
6. Appareil frigorifique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le troisième évaporateur (6) est par ailleurs monté entre le quatrième point d'étranglement
(14) et le raccord d'aspiration (17).
7. Appareil frigorifique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu' un échangeur de chaleur à tuyau d'aspiration (22) est disposé entre le raccord d'aspiration
(19) et au moins le premier évaporateur (4).
8. Appareil frigorifique selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'échangeur de chaleur à tuyau d'aspiration (22) est disposé dans la première branche
(11).