[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wärmedämmvorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Wärmedämmvorrichtungen für Gebäude sind seit vielen Jahren in unzähligen Ausführungsformen
bekannt. Zu den bekanntesten Wärmedämmvorrichtungen gehören die Wärmedämmplatten eines
Wärmedämmverbundsystems. Unter Verwendung solcher Wärmedämmplatten lassen sich die
Außenwände eines Gebäudes relativ schnell und einfach mit einer sehr wirksamen Wärmedämmung
versehen. Allerdings weisen fast alle Gebäude diverse Gebäudeteile auf, deren Wärmedämmung
einen unverhältnismäßig großen Aufwand erfordert. Hierzu zählt beispielsweise der
an die Dachtraufe angrenzende Außenwandbereich eines Gebäudes mit seitlich überstehendem
Schrägdach.
[0003] Dieser Gebäudeteil ist in Figur 7 dargestellt. Die Figur 7 zeigt einen Teil einer
durch eine Mauer 101 gebildete Gebäudeaußenwand und einen Teil des Daches des Gebäudes.
Vom Dach sind in der Figur 7 eine (Dach-)Pfette 102, ein (Dach-)Sparren 103, und eine
im Dachtraufenbereich an der Unterseite der Dachsparren 103 vorgesehene Traufschalung
104 dargestellt. Die Pfette 102 ist eine Fußpfette, die mittig auf der Wand 101 (oder
einem darüber angebrachten Ringanker) aufliegt und als Träger für die darauf aufliegenden
Sparren 103 dient. Die Außenseite der Mauer 101 ist unter Verwendung eines Wärmedämmverbundsystems
verkleidet. Vom Wärmedämmverbundsystem sind Wärmedämmplatten 105 und 106 dargestellt.
Die untere Wärmedämmplatte 105 ist eine "normale" Wärmedämmplatte, die nur die richtige
Länge und Breite aufweisen muss. Die obere Wärmedämmplatte 106 erstreckt sich bis
zur schräg nach unten verlaufenden Traufschalung 104 nach oben und muss an ihrem oberen
Ende eine Schräge 107 aufweisen, die der Neigung der Traufschalung 104 entspricht,
so dass die Schräge 107 der Wärmedämmplatte 106 vollflächig mit der Traufschalung
204 in Kontakt kommt. Da die vorzusehende Schräge 107 von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich
sein kann, ist es in den meisten Fällen erforderlich, die Wärmedämmplatten 106 auf
der Baustelle individuell zuzuschneiden. Dies ist erkennbar mit einem sehr großen
Aufwand verbunden. Außerdem besteht auch bei noch so großer Sorgfalt ein erhebliches
Risiko, dass die Wärmedämmplatten 106 dennoch nicht optimal in die auszufüllende Lücke
passen.
[0004] Ähnliche Probleme treten bei der Herstellung einer auch als Pfettendämmung bezeichneten
Wärmedämmvorrichtung auf. Eine solche Wärmedämmvorrichtung ist ebenfalls in der Figur
7 gezeigt und dort mit dem Bezugszeichen 108 bezeichnet. Die Wärmedämmvorrichtung
108 dient zum Verschließen einer am Einbauort vorhandenen Öffnung im Gebäude. Die
besagte Öffnung ist nach unten durch die Oberseite der Pfette 102, nach oben durch
die auf der Oberseite der Sparren 103 angebrachte, in der Figur 7 nicht gezeigte Schalung,
und zur Seite hin durch je zwei benachbarte Sparren 103 begrenzt. Die zum Verschließen
einer solchen Öffnung verwendete Wärmedämmvorrichtung 108 kann auf der Mauer 101 aufliegen,
genauer gesagt in dem sich an die Pfette 102 anschließenden äußeren Mauerabschnitt
aufliegen und sich bis zur erwähnten Schalung nach oben erstrecken. Dieser Bereich
wird bisher mit Mauerwerksbausteinen oder mit Wärmedämmplatten verschlossen. Auch
hier muss am oberen Ende der Wärmedämmvorrichtung 108 eine an die Dachneigung angepasste
Schräge 109 ausgebildet sein, die vollflächig an der an der Sparrenoberseite vorgesehenen
Schalung anliegt. Hierbei treten folglich die selben Probleme und Risiken auf wie
bei der Herstellung der Wärmedämmplatte 106.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu
finden, durch welche sich Wärmedämmvorrichtungen, die eine individuell an die herrschenden
Verhältnisse angepasste Schräge aufweisen müssen oder sonstige arbeitsintensive Anpassungen
erfordern, schnell und einfach herstellen lassen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in Patentanspruch 1 beanspruchte Wärmedämmvorrichtung
gelöst.
[0007] Die erfindungsgemäße Wärmedämmvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass sie ein
erstes Wärmedämmvorrichtungs-Teil und ein zweites Wärmedämmvorrichtungs-Teil enthält,
die so miteinander in Eingriff bringbar sind, dass sie im bestimmungsgemäß miteinander
in Eingriff gebrachten Zustand relativ zueinander schwenkbar sind.
[0008] Die erfindungsgemäße Wärmedämmvorrichtung ermöglicht es beispielsweise, das zweite
Wärmedämmvorrichtungs-Teil durch ein entsprechendes Schwenken desselben wunschgemäß
in Bezug zu dem Gebäudeteil auszurichten, mit welchem es in Kontakt kommen muss. Genauer
gesagt kann allein durch ein entsprechendes Schwenken und insbesondere ohne einen
individuellen Zuschnitt des zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils erreicht werden, dass
eine bestimmte Fläche des zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils parallel zur zu der
Fläche des Gebäudes ausgerichtet ist, mit welcher sie in Kontakt kommen muss.
[0009] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist zusätzlich ein drittes Wärmedämmvorrichtungs-Teil
vorgesehen, das so mit dem ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teil verbindbar ist, dass
sich diese Wärmedämmvorrichtungs-Teile im bestimmungsgemäß miteinander verbundenen
Zustand und ohne eine Lösung der Verbindung wunschgemäß weit ineinanderschieben und
auseinanderziehen lassen.
[0010] Dadurch lässt eine noch flexiblere Anpassung der Wärmedämmvorrichtung an die gegebenen
Verhältnisse erzielen. Insbesondere kann das erste Wärmedämmvorrichtungs-Teil dadurch
mit geringem Aufwand so positioniert werden, dass das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil
noch einfacher und genauer in seine bestimmungsgemäße Lage gebracht werden kann.
[0011] Die erfindungsgemäße Wärmedämmvorrichtung lässt sich also sehr viel schneller und
einfacher individuell an die herrschenden Verhältnisse anpassen als es bei herkömmlichen
Wärmedämmvorrichtungen der Fall ist.
[0012] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen, der folgenden
Beschreibung, und den Figuren entnehmbar.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Figuren näher erläutert. Es zeigen
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines Gebäudeteils, in welchem die im Folgenden näher beschriebene
Wärmedämmvorrichtung als Pfettendämmung verwendet wird,
- Figuren 2 und 3
- größere Darstellungen der in der Anordnung gemäß Figur 1 als Pfettendämmung zum Einsatz
kommenden Wärmedämmvorrichtung,
- Figur 4
- eine vorteilhafte Weiterbildung der in den Figuren 2 und 3 gezeigten Wärmedämmvorrichtung,
- Figur 5
- eine Seitenansicht eines Gebäudeteils, in welchem die im Folgenden näher beschriebene
Wärmedämmvorrichtung als ein Teil eines Wärmedämmverbundsystems verwendet wird,
- Figur 6
- eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnittes der in der Figur 5 gezeigten Anordnung,
und
- Figur 7
- eine Seitenansicht eines Gebäudeteils, in welchem herkömmliche Wärmedämmvorrichtungen
als Pfettendämmung und als ein ähnlich ausgebildeter Teil eines Wärmedämmverbundsystem
zum Einsatz kommen.
[0014] Die im Folgenden näher beschriebene Wärmedämmvorrichtung ist eine Wärmedämmvorrichtung
insbesondere zur Wärmedämmung von Gebäuden oder Gebäudeteilen.
[0015] Die beschriebene Wärmedämmvorrichtung kann für verschiedene Zwecke eingesetzt werden.
Im Folgenden wird vor allem die Verwendung der Wärmedämmvorrichtung als Pfettendämmung
und als ein ähnlich ausgebildeter Teil eines Wärmedämmverbundsystems näher beschrieben.
Es sei jedoch bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass der Einsatz der hier
vorgestellten Wärmedämmvorrichtung nicht hierauf beschränkt ist. Die Wärmedämmvorrichtung
lässt sich auch für andere Zwecke an Gebäuden oder Gebäudeteilen einsetzen, und kann
auch zur Wärmedämmung beliebiger anderer Gegenstände, also nicht nur zur Wärmedämmung
von Gebäuden und Gebäudeteilen zum Einsatz kommen.
[0016] In dem in der Figur 1 gezeigten Gebäudeteil wird die hier vorgestellte Wärmedämmvorrichtung
als Pfettendämmung eingesetzt.
[0017] Die Figur 1 zeigt einen Teil einer durch eine Mauer 1 gebildeten Gebäudeaußenwand
und einen Teil des Daches des Gebäudes. Vom Dach sind in der Figur 1 eine (Dach-)Pfette
2 und ein (Dach-)Sparren 3 gezeigt. Die Mauer 1, die Pfette 2 und der Sparren 3 entsprechen
den in der Figur 7 mit den Bezugszeichen 101, 102, und 103 bezeichneten Komponenten.
Diese Komponenten werden daher hier nicht nochmals beschrieben; zur Vermeidung von
Wiederholungen wird auf die auf die Figur 7 bezugnehmende Beschreibung verwiesen.
Ferner zeigt die Figur 1 die durch die hier vorgestellte Wärmedämmvorrichtung realisierte
Pfettendämmung. Die als Pfettendämmung verwendete Wärmedämmvorrichtung ist in der
Figur 1 mit dem Bezugszeichen 8 bezeichnet. Die Wärmedämmvorrichtung 8 ist an der
selben Stelle eingebaut, verschließt die selbe Öffnung im Gebäude, und hat die selbe
Funktion wie die in der Figur 7 gezeigte und unter Bezugnahme darauf beschriebene
Pfettendämmung 108. Allerdings unterscheidet sich der Aufbau der Wärmedämmvorrichtung
8 sehr deutlich von der herkömmlichen Pfettendämmung 108.
[0018] Der Aufbau der hier vorgestellten Wärmedämmvorrichtung 8 ist insbesondere in den
Figuren 2 und 3 gut erkennbar.
[0019] Die Wärmedämmvorrichtung 8 enthält mehreren Einzelteile, genauer gesagt ein erstes
Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 und ein zweites Wärmedämmvorrichtungs-Teil 82. Diese
Wärmedämmvorrichtungs-Teile 81, 82 sind so zusammensetzbar bzw. so miteinander in
Eingriff bringbar, dass sie im bestimmungsgemäß miteinander in Eingriff gebrachten
Zustand relativ zueinander schwenkbar sind.
[0020] Dies ist in den Figuren 2 und 3 veranschaulicht. Die Figuren 2 und 3 zeigen die Wärmedämmvorrichtungs-Teile
81, 82 im bestimmungsgemäß miteinander in Eingriff gebrachten Zustand. Dabei ist es
so, dass das erste Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 an seiner dem zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teil
82 zugewandten Seite eine Vertiefung 811 aufweist, und das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil
82 an seiner dem ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 zugewandten Seite eine komplementär
zur Vertiefung 811 ausgebildete Erhebung 821 aufweist. Vertiefung und Erhebung können
auch vertauscht sein, sodass also das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil 82 an seiner
dem ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 zugewandten Seite eine Vertiefung aufweisen
kann, und das erste Wärmedämmvorrichtungs-Teil an seiner dem zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teil
zugewandten Seite eine komplementär zur Vertiefung ausgebildete Erhebung aufweisen
kann.
[0021] Das erste Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 und das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil
82 werden dadurch miteinander in Eingriff gebracht, dass die Erhebung 821 in die Vertiefung
811 eingesetzt wird.
[0022] Die Vertiefung 811 und die Erhebung 821 sind so ausgebildet, dass die Wärmedämmvorrichtungs-Teile
81, 82 um eine vorbestimmte virtuelle Schwenkachse 83, und zwar vorzugsweise nur um
diese Schwenkachse 83 relativ zueinander schwenkbar sind.
[0023] Die Figuren 2 und 3 zeigen zwei unterschiedliche Schwenkstellungen der Wärmedämmvorrichtungs-Teile
81, 82. Bei der in der Figur 3 gezeigten Wärmedämmvorrichtung fluchten die Wärmedämmvorrichtungs-Teile
81, 82, sind also nicht relativ zueinander geschwenkt. Die selbe Relativlage weisen
die Wärmedämmvorrichtungs-Teile 81, 82 der in der Figur 1 gezeigten Pfettendämmung
8 auf. Diese Relativlage bzw. dieser Schwenkwinkel zwischen den Wärmedämmvorrichtungs-Teilen
81, 82 wurde bei der in der Figur 1 gezeigten Anordnung gewählt, weil in diesem Zustand
eine Fläche 84 des zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils 82 vollflächig an der Dachkomponente
anliegt, bis zu welcher sie sich erstrecken soll. Bei der besagten Fläche des zweiten
Wärmedämmvorrichtungs-Teils 82 handelt es sich um eine Schräge 84, die am vorderen
Ende, das heißt an dem vom ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 abgewandten Ende des
zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils 82 vorgesehen ist.
[0024] Wiese die Dachkomponente, bis zu welcher sich das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil
82 erstrecken soll, eine andere Neigung oder Schräge auf, dann könnte allein durch
eine andere Schwenkstellung des zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils 82 in Bezug zum
ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 erreicht werden, dass auch in einem solchen Fall
die Schräge 84 des zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils 82 vollflächig an der besagten
Dachkomponente anliegt.
[0025] Bei der in der Figur 2 gezeigten Relativlage der Wärmedämmvorrichtungs-Teile 81,
82 ist das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil 82 ein Stück nach rechts (bezogen auf
die in der Figur 1 gezeigte Einbaulage weiter zum Gebäude hin) geschwenkt. Dadurch
steht die Schräge 84 weniger steil und könnte mit einem entsprechend flacheren Dach
vollflächig in Kontakt kommen.
[0026] Bei einem in den Figuren nicht gezeigten Schwenken das zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils
82 nach links (bezogen auf die in der Figur 1 gezeigte Einbaulage vom Gebäude weg)
würde die Schräge 84 steiler stehen und könnte mit einem entsprechend steileren Dach
vollflächig in Kontakt kommen.
[0027] Durch ein geeignetes Schwenken das zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils 82 in Bezug
zum ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 kann das zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teil
82 also in eine solche Lage gebracht werden, dass eine bestimmte Fläche desselben
parallel zu dem Gebäudeteil ausgerichtet ist, bis zu welchem es sich erstrecken soll,
und in dieser Ausrichtung kann die besagte Fläche das zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils
82 mit dem betreffenden Gebäudeteil vollflächig anliegend in Kontakt kommen. Dies
kann allein durch ein entsprechendes Schwenken des zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils
82 erreicht werden. Eine zusätzliche Bearbeitung des weiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils
82, beispielsweise ein individuelles Zuschneiden desselben kann entfallen.
[0028] Ein Zuschneiden des zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils 82 oder sonstige Anpassungen
können sich unter bestimmten Umständen dennoch als vorteilhaft erweisen. Die erwähnte
Schwenkbarkeit der Wärmedämmvorrichtungs-Teile 81, 82 macht nämlich Nachjustierungen
möglich, sodass das Zuschneiden oder die sonstigen Bearbeitungen keine hohe Präzision
erfordern, also schnell und einfach erfolgen können.
[0029] Bei der Fläche des zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils 82, die vorzugsweise vollflächig
mit dem Gebäudeteil in Kontakt kommen soll, bis zu welchem sich das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil
82 erstrecken soll, ist im betrachteten Beispiel die bereits erwähnte Schräge 84.
Prinzipiell könnte es sich aber auch um eine beliebige andere Fläche des zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils
82 handeln.
[0030] In dieser Fläche, im betrachteten Beispiel also in der Schräge 84 ist eine Aussparung
85 vorgesehen, welche sich über die gesamte Länge der Schräge 84 erstreckt. Die Aussparung
85 ist zur Aufnahme eine Kompribandes ausgelegt, welches dafür sorgt, dass gegebenenfalls
vorhandene Undichtigkeiten zwischen der Schräge 84 und dem Gebäudeteil, mit welchem
die Schräge 84 in Kontakt kommen soll, luftdicht verschlossen werden.
[0031] Im betrachteten Beispiel weist die Vertiefung 811 keine Hinterschneidung auf, sodass
im miteinander in Eingriff gebrachten Zustand der Wärmedämmvorrichtungs-Teile 81,
82 das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teile 82, genauer gesagt dessen Erhebung 821 nur
lose in der Vertiefung 811 liegt und auch nicht anderweitig am ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teil
81 gehalten wird. Bei Bedarf kann jedoch auch eine Verbindung zwischen den Wärmedämmvorrichtungs-Teilen
81, 82 vorgesehen werden.
[0032] Die Vertiefung 811 verläuft parallel zur virtuellen Schwenkachse 83 und erstreckt
sich über die gesamte Seite des Wärmedämmvorrichtungs-Teils auf welcher sie vorgesehen
ist. Entsprechendes gilt für die zugeordnete Erhebung 821. Auch diese verläuft parallel
zur virtuellen Schwenkachse 83 und erstreckt sich über die gesamte Seite des Wärmedämmvorrichtungs-Teils
auf welcher sie vorgesehen ist.
[0033] Die Vertiefung 811 hat im betrachteten Beispiel einen kreissegmentförmigen Querschnitt.
Die Erhebung 821 weist einen entsprechenden komplementären Querschnitt auf.
[0034] Die miteinander in Eingriff zu bringenden Komponenten der Wärmedämmvorrichtungs-Teile
81, 82 können prinzipiell auch auf beliebige andere Art und Weise ausgebildet sein
und/oder auf beliebige andere Art und Weise miteinander in Eingriff gebracht werden.
[0035] Unabhängig davon, wie die miteinander in Eingriff zu bringenden Komponenten der beiden
Wärmedämmvorrichtungs-Teile 81, 82 ausgebildet sind und in Eingriff gebracht werden,
ist es vorzugsweise so, dass im bestimmungsgemäß miteinander in Eingriff gebrachten
Zustand der Wärmedämmvorrichtungs-Teile 81, 82 unabhängig von deren Relativlage kein
Luftspalt zwischen den beiden Wärmedämmvorrichtungs-Teilen 81, 82 vorhanden ist und
mithin keine Luft zwischen den beiden Wärmedämmvorrichtungs-Teile 81, 82 hindurchtreten
kann.
[0036] Es kann sich als vorteilhaft erweisen, wenn, wie beispielsweise aus Figur 3 ersichtlich
ist, das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil 82 weniger dick ausgebildet ist als das
erste Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81. Dann können bei bestimmten Einbauverhältnissen
größere Schwenkbewegungen durchgeführt werden (siehe beispielsweise Figur 6).
[0037] Das erste Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 wird im betrachteten Beispiel durch eine
Platte gebildet. Hierbei kann es sich im Wesentlichen um eine ganz normale Wärmedämmplatte
handeln, wie sie auch bei den bekannten Wärmedämmverbundsystemen zum Einsatz kommt.
Die einzige Besonderheit besteht darin, dass sie sich wie beschrieben mit dem zweiten
Wärmedämmvorrichtungs-Teil 82 in Eingriff bringen lassen muss.
[0038] Das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil 82 kann ebenfalls durch eine entsprechend zugeschnittene
Platte gebildet werden. Auch hierbei kann es sich im Wesentlichen um eine ganz normale
Wärmedämmplatte handeln, wie sie auch bei den bekannten Wärmedämmverbundsystemen zum
Einsatz kommt. Die Besonderheit besteht darin, dass sie sich wie beschrieben mit dem
ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 in Eingriff bringen lassen muss und eventuell
die erwähnte Schräge 84 aufweist. Je nach Ausbildung der Schräge 84 kann das zweite
Wärmedämmvorrichtungs-Teil 82 die Form eines schwenkbaren Keils annehmen.
[0039] Das erste Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 ist dazu ausgelegt, am Gebäude befestigt
zu werden. Das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil 82 kann ebenfalls dazu ausgelegt
sein, am Gebäude befestigt zu werden. Es kann aber auch vorgesehen werden, die Wärmedämmvorrichtungs-Teile
81, 82 so am Gebäude zu montieren, dass das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil 82 zwischen
dem ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 und dem Gebäude eingeklemmt und durch diese
Klemmverbindung in seiner bestimmungsgemäßen Position und Lage gehalten wird.
[0040] Vorzugsweise ist die außen am Gebäude zu liegen kommende Seite des ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teils
81 mit diversen Erhebungen und/oder Vertiefungen strukturiert und mit einem Putzhaftgrund
versehen. Dies verbessert die Haftung einer auf dieser Seite aufgebrachten Putzschicht.
[0041] Auf der um montierten Zustand unten zu liegen kommenden Unterseite des ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teils
81 sind vorzugsweise Nuten oder sonstige Erhebungen oder Vertiefungen zur besseren
Haftung im Mörtelbett bzw. im Klebeschaum vorgesehen.
[0042] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorstehend beschriebenen Wärmedämmvorrichtung
8 ist in Figur 4 gezeigt. Die darin gezeigte Wärmedämmvorrichtung enthält neben den
vorstehend bereits beschriebenen Wärmedämmvorrichtungs-Teilen 81, 82 zusätzlich ein
drittes Wärmedämmvorrichtungs-Teil 86, das dazu ausgelegt ist, mit dem ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teil
81 verbunden zu werden. Genauer gesagt sind das erste Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81
und das dritte Wärmedämmvorrichtungs-Teil 86 so miteinander verbindbar, dass im bestimmungsgemäß
miteinander verbundenen Zustand das erste Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 und das dritte
Wärmedämmvorrichtungs-Teil 86 ohne eine Lösung der Verbindung relativ zueinander verschiebbar
sind.
[0043] Das erste Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 weist an seiner dem dritten Wärmedämmvorrichtungs-Teil
86 zugewandten Seite Verbindungsmittel zur Verbindung des ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teils
81 mit dem dritten Wärmedämmvorrichtungs-Teil 86 auf, und das dritte Wärmedämmvorrichtungs-Teil
86 weist an seiner dem ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 zugewandten Seite komplementär
ausgebildete Verbindungsmittel auf.
[0044] Dabei ist die dem dritten Wärmedämmvorrichtungs-Teil 86 zugewandte Seite des ersten
Wärmedämmvorrichtungs-Teils 81 die vom zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teil 82 abgewandte
Seite des ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teils 81.
[0045] Die zur Verbindung von erstem und drittem Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81, 86 vorgesehenen
Verbindungsmittel sind zur Herstellung einer Nut- und Feder-Verbindung ausgelegte
Verbindungsmittel. Genauer gesagt ist es im betrachteten Beispiel so, dass im ersten
Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 eine Vertiefung (Nut) vorgesehen ist, und im dritten
Wärmedämmvorrichtungs-Teil 86 eine komplementär ausgebildete Erhebung (Feder) vorgesehen
ist. Die Anordnung von Nut und Feder können selbstverständlich auch vertauscht werden.
[0046] Das erste und das dritte Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81, 86, insbesondere deren zur
gegenseitigen Verbindung vorgesehenen Verbindungsmittel sind so ausgebildet, dass
sich das erste Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 und das dritte Wärmedämmvorrichtungs-Teil
86 stufenlos wunschgemäß weit zusammenschieben und auseinanderziehen lassen.
[0047] In der Figur 4 ist ein Zustand gezeigt, in welchem das erste Wärmedämmvorrichtungs-Teil
81 und das dritte Wärmedämmvorrichtungs-Teil 86 relativ weit auseinandergezogen sind.
Die beiden Teile könnten sogar noch ein Stück weiter auseinandergezogen werden. Sie
könnten aber auch weiter zusammengeschoben werden. Durch eine solche stufenlose Verschiebbarkeit
lässt sich auf sehr einfache Art und Weise die Höhe der Wärmedämmvorrichtung variieren
bzw. wunschgemäß an die gegebenen Verhältnisse anpassen.
[0048] Bei Bedarf kann anstelle der in den Figuren 2 und 3 gezeigten Wärmedämmvorrichtung
die in der Figur 4 gezeigte Wärmedämmvorrichtung verwendet werden. Dies erfordert
keine besonderen Vorkehrungen und ist problemlos durchführbar. Das heißt, auch die
in der Figur 4 gezeigte, noch flexibler einsetzbare Wärmedämmvorrichtung kann als
Pfettendämmung verwendet werden.
[0049] Das dritte Wärmedämmvorrichtungs-Teil 86 wird im betrachteten Beispiel durch eine
Platte gebildet. Hierbei kann es sich im Wesentlichen um eine ganz normale Wärmedämmplatte
handeln, wie sie auch bei den bekannten Wärmedämmverbundsystemen zum Einsatz kommt.
Die einzige Besonderheit besteht darin, dass sie sich wie beschrieben mit dem ersten
Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 verbinden lassen muss.
[0050] Vorzugsweise ist die außen am Gebäude zu liegen kommende Seite des dritten Wärmedämmvorrichtungs-Teils
86 mit diversen Erhebungen und/oder Vertiefungen strukturiert und mit einem Putzhaftgrund
versehen. Dies verbessert die Haftung einer auf dieser Seite aufgebrachten Putzschicht.
[0051] Auf der im montierten Zustand unten zu liegen kommenden Unterseite des dritten Wärmedämmvorrichtungs-Teils
81 sind vorzugsweise Nuten oder sonstige Erhebungen oder Vertiefungen zur besseren
Haftung im Mörtelbett bzw. im Klebeschaum vorgesehen.
[0052] Es dürfte einleuchten und bedarf keiner näheren Erläuterung, dass auch die Kombination
von erstem Wärmedämmvorrichtungs-Teil 81 und drittem Wärmedämmvorrichtungs-Teil 86
allein, das heißt ohne Vorsehen des zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils 82 vorteilhaft
ist. Auf diese Art und Weise könnte eine normale Wärmedämmplatte mit stufenlos variierbarer
Höhe und/oder stufenlos variierbarer Breite geschaffen werden. Auch hierdurch können
zumindest in bestimmten Fällen individuelle Zuschnitte der Wärmedämmplatten zur Anpassung
an die gegebenen Verhältnisse vermieden werden.
[0053] Bei nicht vorhandenem zweitem Wärmedämmvorrichtungs-Teil 82 muss die Oberseite des
ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teils 81 natürlich keine Vertiefung 811 für das zweite
Wärmedämmvorrichtungs-Teil 82 aufweisen, sondern kann an dieser Stelle wie eine "normale"
Wärmedämmplatte ausgebildet sein.
[0054] Eine weitere Einsatzmöglichkeit für die beschriebene Wärmedämmvorrichtung gemäß den
Figuren 2 und 3 ist in Figur 5 veranschaulicht. Die Figur 5 zeigt einen Teil eines
Gebäudes, genauer gesagt einen Teil einer durch eine Mauer 1 gebildeten Gebäudeaußenwand
und einen Teil des Daches des Gebäudes. Vom Dach sind in der Figur 1 eine (Dach-)Pfette
2, ein (Dach-)Sparren 3, und eine Traufschalung 4 gezeigt. Die Außenseite der Mauer
1 ist unter Verwendung eines Wärmedämmverbundsystems verkleidet. Vom Wärmedämmverbundsystem
sind Wärmedämmplatten 5 und 8 dargestellt.
[0055] Die Mauer 1, die Pfette 2, der Sparren 3, die Traufschalung 4 und die Wärmedämmplatte
5 entsprechen den in der Figur 7 mit den Bezugszeichen 101, 102, 103, 104 und 105
bezeichneten Komponenten. Diese Komponenten werden daher hier nicht nochmals beschrieben;
zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die auf die Figur 7 bezugnehmende Beschreibung
verwiesen.
[0056] Die Wärmedämmplatte 8 ist die in den Figuren 2 und 3 gezeigte Wärmedämmvorrichtung
und ersetzt die herkömmliche Wärmedämmplatte 108 gemäß Figur 7.
[0057] Das heißt, die Wärmedämmvorrichtung 8 ist nicht nur als Pfettendämmung (siehe Figur
1), sondern auch als Teil eines Wärmedämmverbundsystems einsetzbar. Die erzielbaren
Vorteile sind die selben. Bei der in der Figur 5 gezeigten Einsatzmöglichkeit für
die Wärmedämmvorrichtung 8 ist der Schwenkbereich des zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teil
82 beschränkt. Insbesondere kann das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil 82 nicht so
weit nach hinten geschwenkt werden, weil sich dort die Wand 1 des Gebäudes befindet.
Wie insbesondere aus Figur 6 ersichtlich ist, kann das das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil
82 zumindest ein wenig nach hinten (zur Mauer 1) geschwenkt werden, und nach vorne
ja sowieso.
[0058] Auch bei einer solchen Verwendung des Wärmedämmelements 8 kann bei Bedarf alternativ
die in der Figur 4 gezeigte Wärmedämmvorrichtung zum Einsatz kommen.
[0059] Der Vollständigkeit halber sei abschließend erwähnt, dass alle Wärmedämmvorrichtungs-Teile
81, 82, 86 aus gut wärmedämmendem Material, vorzugsweise aus geschäumtem Kunststoff
wie beispielsweise geschäumtem Polystyrol oder aus dem unter dem Namen Neopor verkauften
Produkt hergestellt sind. Selbstverständlich kommen auch alle anderen Materialien
in Frage, die zur Herstellung von Wärmedämmplatten oder dergleichen verwendet werden
oder verwendbar sind.
[0060] Es kann sich als vorteilhaft erweisen, wenn die Wärmedämmvorrichtungs-Teile 81, 82,
86 aus Materialen mit unterschiedlicher Härte bzw. unterschiedlicher Komprimierbarkeit
hergestellt werden. dabei könnte insbesondere vorgesehen werden, dass in den schwer
zugänglichen Stellen des Gebäudes leichter und/oder stärker komprimierbare Materialien
zum Einsatz kommen. Das heißt, es könnte beispielsweise vorgesehen werden, das zweite
Wärmedämmvorrichtungs-Teil 82 aus weicherem Material herzustellen als die anderen
Wärmedämmvorrichtungs-Teile 81, 86.
[0061] Die vorstehend beschriebene Wärmedämmvorrichtung erweist sich unabhängig von den
Einzelheiten der praktischen Realisierung in vielfacher Hinsicht als vorteilhaft.
Dadurch sind auf der Baustelle generell weniger Zuschnitte und überhaupt keine Schräg-Zuschnitte
mehr erforderlich, und es entsteht zudem weniger Abfall.
Bezugszeichenliste
[0062]
- 1
- Mauer
- 2
- (Dach-)Pfette
- 3
- (Dach-)Sparren
- 4
- Traufschalung
- 5
- Dämmplatte
- 8
- als Pfettendämmung verwendete Wärmedämmvorrichtung
- 81
- erstes Wärmedämmvorrichtungs-Teil
- 82
- zweites Wärmedämmvorrichtungs-Teil
- 83
- virtuelle Schwenkachse
- 84
- Schräge an 82
- 85
- Aussprung in 84
- 86
- drittes Wärmedämmvorrichtungs-Teil
- 811
- Vertiefung in 81
- 821
- Erhebung an 82
- 101
- Mauer
- 102
- (Dach-)Pfette
- 103
- (Dach-)Sparren
- 104
- Traufschalung
- 105
- Wärmedämmplatte
- 106
- Wärmedämmplatte
- 107
- Schräge an 106
- 108
- Pfettendämmung
- 109
- Schräge an 108
1. Wärmedämmvorrichtung insbesondere zur Wärmedämmung von Gebäuden oder Gebäudeteilen,
wobei die Wärmedämmvorrichtung ein erstes Wärmedämmvorrichtungs-Teil (81) und ein
zweites Wärmedämmvorrichtungs-Teil (82) enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Wärmedämmvorrichtungs-Teile so miteinander in Eingriff bringbar sind,
dass sie im bestimmungsgemäß miteinander in Eingriff gebrachten Zustand relativ zueinander
schwenkbar sind.
2. Wärmedämmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Wärmedämmvorrichtungs-Teile (81, 82) so ausgebildet sind, dass im bestimmungsgemäß
miteinander in Eingriff gebrachten Zustand derselben unabhängig von deren Relativlage
kein Luftspalt zwischen den beiden Wärmedämmvorrichtungs-Teilen vorhanden ist.
3. Wärmedämmvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von den Wärmedämmvorrichtungs-Teilen (81, 82) zumindest das erste Wärmedämmvorrichtungs-Teil
(81) durch eine Wärmedämmplatte gebildet wird.
4. Wärmedämmvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Wärmedämmvorrichtungs-Teile (81, 82) dazu ausgelegt ist, am
Gebäude befestigt zu werden.
5. Wärmedämmvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass, bezogen auf den Zustand, in welchem die Wärmedämmvorrichtungs-Teile (81, 82) bestimmungsgemäß
miteinander in Eingriff stehen,
- das eine der Wärmedämmvorrichtungs-Teile (81, 82) an seiner dem anderen Wärmedämmvorrichtungs-Teil
zugewandten Seite eine Vertiefung (811) aufweist, und
- das andere Wärmedämmvorrichtungs-Teil an seiner dem einen Wärmedämmvorrichtungs-Teil
zugewandten Seite eine komplementär zur Vertiefung ausgebildete Erhebung (821) aufweist.
6. Wärmedämmvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Vertiefung (811) und die Erhebung (821) parallel zu einer virtuellen Schwenkachse
(83) erstrecken, um welche die Wärmedämmvorrichtungs-Teile (81, 82) relativ zueinander
schwenkbar sind.
7. Wärmedämmvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (811) einen kreissegmentförmigen Querschnitt hat.
8. Wärmedämmvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil (82) durch einen Keil gebildet wird.
9. Wärmedämmvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil (82) dazu ausgelegt ist, im bestimmungsgemäß
am Gebäude montierten Zustand der Wärmedämmvorrichtung zwischen dem ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teil
(81) und dem Gebäude eingeklemmt zu werden und durch diese Klemmverbindung in seiner
Position und Lage gehalten zu werden.
10. Wärmedämmvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil (82) dazu ausgelegt ist, mit einer an diesem
ausgebildeten Fläche (84) vollflächig mit einer am Gebäude vorhandenen Schräge in
Kontakt zu kommen.
11. Wärmedämmvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der mit der Gebäudeschräge vollflächig in Kontakt zu bringenden Fläche (84) des
zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils (82) eine Aussparung (85) zum Einlegen eines Kompribandes
ausgebildet ist.
12. Wärmedämmvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Gebäudeschräge vollflächig in Kontakt zu bringende Fläche (84) des zweiten
Wärmedämmvorrichtungs-Teils (82) durch eine Schräge gebildet wird, die an demjenigen
Ende des zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teils (82) vorgesehen ist, welches im bestimmungsgemäß
miteinander in Eingriff gebrachten Zustand der Wärmedämmvorrichtungs-Teile vom ersten
Wärmedämmvorrichtungs-Teil (81) abgewandt ist.
13. Wärmedämmvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Wärmedämmvorrichtungs-Teil (82) eine geringere Dicke aufweist als das
erste Wärmedämmvorrichtungs-Teil.
14. Wärmedämmvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmvorrichtung ferner ein mit dem ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teil (81)
verbindbares drittes Wärmedämmvorrichtungs-Teil (86) umfasst, und dass im bestimmungsgemäß
miteinander verbundenen Zustand des ersten und des dritten Wärmedämmvorrichtungs-Teils
die verbundenen Wärmedämmvorrichtungs-Teile ohne eine Lösung der Verbindung wunschgemäß
weit zusammenschiebbar und auseinanderziehbar sind.
15. Wärmedämmvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die dem dritten Wärmedämmvorrichtungs-Teil (86) zugewandte Seite des ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teils
(81) die vom zweiten Wärmedämmvorrichtungs-Teil (82) abgewandte Seite des ersten Wärmedämmvorrichtungs-Teils
ist.