[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur schwenkbaren Befestigung
eines Türflügels an einer Türzarge gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Türbänder bekannt, die den Türflügel schwenkbar an
der Türzarge befestigen. Sie können auch als Scharniere bezeichnet werden. Es sind
Türbänder mit mehreren Bandrollen bekannt. Dabei wird eine der Bandrollen am Türflügel
und eine andere Bandrolle an der Türzarge befestigt. Die Bandrollen sind über Bolzen
miteinander verbunden und drehbar zueinander gelagert. Auf diese Weise wird die Schwenkbarkeit
der Tür erreicht.
[0003] Aus der
DE 10 2013 113 670 A1 ist eine Tür mit einem im Bereich des scharnierseitigen Randes des Türflügels angeordneten,
sich über die gesamte Höhe des Türflügels erstreckenden Fingerklemmschutz bekannt.
Der Türflügelrand ist an mindestens zwei miteinander fluchtenden Rundprofilabschnitten
befestigt, zwischen die eine Ringscheibe greift, an der sich die gegenüberliegenden
Enden der Rundprofilabschnitte abstützen und die über ein Türbefestigungselement stationär
am Türrahmen befestigt ist.
[0004] Gegenüber dem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine einfach
an der Türzarge zu montierende Vorrichtung mit Fingerklemmschutz zu schaffen. Außerdem
soll ein System mit einer solchen Vorrichtung und einer Türzarge geschaffen werden.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und durch ein System gemäß
Anspruch 14 gelöst. Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0006] Die Vorrichtung umfasst den Türflügel und ein Türband mit mehreren Bandrollen. Unter
einer Bandrolle wird dabei im Rahmen dieser Beschreibung insbesondere ein längliches
rohrförmiges Element verstanden. Die Bandrollen können eine Länge aufweisen, die mehr
als doppelt so groß ist wie ihr Durchmesser. Zumindest eine erste der Bandrollen ist
am Türflügel befestigt. Sie kann beispielsweise mit einem Befestigungselement wie
einer Schraube am Türflügel befestigt sein. Es ist auch möglich, dass die Bandrolle
mit einem Bandlappen am Türflügel befestigt ist.
[0007] Jeweils zwei der Bandrollen sind miteinander verbunden. Insbesondere können die Bandrollen
miteinander drehbar verbunden sein. Wenn die Vorrichtung beispielsweise drei Bandrollen
umfasst, kann die erste Bandrolle mit der zweiten Bandrolle und die zweite Bandrolle
mit der dritten Bandrolle verbunden sein. Der Türflügel weist eine Höhe auf. Das Türband
erstreckt sich über die gesamte Höhe des Türflügels. Hierdurch wird eine zuverlässige
Fingerschutzfunktion erreicht, da das Türband den Spalt zwischen der Türzarge und
dem Türflügel verdeckt. Es ist insbesondere möglich, dass dieser Spalt durch die Bandrollen
verdeckt wird. In diesem Fall weisen die drei Bandrollen in der Summe eine Länge auf,
die der Höhe der Tür entspricht. Die Bandrollen erstrecken können sich über die gesamte
Höhe des Türbands erstrecken.
[0008] Zumindest eine zweite der Bandrollen ist für eine Befestigung an der Türzarge ausgebildet.
Die zweite Bandrolle kann beispielsweise für eine Befestigung mit einer Schraube an
der Türzarge oder mit einem Bandlappen an der Türzarge ausgebildet sein. Durch die
Befestigung der zweiten Bandrolle an der Türzarge wird eine besonders einfache Montage
des Türflügels an der Türzarge erreicht. Auf die in der
DE 10 2013 113 670 A1 an der Türzarge befestigte Ringscheibe mit ihrem vergleichsweise komplizierten Aufbau
kann verzichtet werden.
[0009] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann die Vorrichtung zumindest drei Bandrollen
umfassen. In diesem Fall können beispielsweise zwei Bandrollen am Türflügel befestigt
und eine Bandrolle an der Türzarge befestigbar sein. Es ist auch möglich, dass zwei
Bandrollen an der Türzarge befestigbar sind und eine Bandrolle am Türflügel befestigt
ist.
[0010] Wenn zwei Bandrollen am Türflügel befestigt sind, ist die erste Bandrolle oberhalb
der zweiten Bandrolle angeordnet. Die dritte Bandrolle ist unterhalb der zweiten Bandrolle
angeordnet und am Türflügel befestigt. Wenn zwei Bandrollen an der Türzarge befestigbar
sind, ist die erste Bandrolle unterhalb der zweiten Bandrolle angeordnet. Die dritte
Bandrolle ist unterhalb der ersten Bandrolle angeordnet und an der Türzarge befestigbar.
[0011] Nach einer Ausführungsform der Erfindung können die Bandrollen als Rundrohre ausgebildet
sein und denselben Durchmesser aufweisen. Der Durchmesser der Rundrohre kann insbesondere
kleiner sein als die Dicke des Türflügels. Die Verwendung solcher Rundrohre als Bandrollen
vereinfacht weiter die Montage des Türflügels an der Türzarge.
[0012] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann das Türband bolzenartige Verbindungselemente
umfassen. Jeweils zwei der Bandrollen können über die Verbindungselemente miteinander
verbunden sein. Beispielsweise können zwei Verbindungselemente vorgesehen sein, wobei
ein erstes der Verbindungselemente die erste Bandrolle mit der zweiten Bandrolle und
ein zweites der Verbindungselemente die zweite Bandrolle mit der dritten Bandrolle
verbindet. Dabei kann das Verbindungselement jeweils mit einer der Bandrollen fest
verbunden sein.
[0013] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann die Vorrichtung ein Dichtungsmittel
umfassen. Das Dichtungsmittel kann beispielsweise aus einem elastisch verformbaren
Kunststoff gefertigt sein. Das Dichtungsmittel kann am Türflügel befestigt und an
der Türzarge befestigbar sein. Das Dichtungsmittel kann dazu ausgebildet sein, im
an der Türzarge befestigten Zustand einen Spalt zwischen dem Türflügel und der Türzarge
abzudichten. Hierdurch wird der Fingerschutz weiter verbessert. Außerdem wird die
Dichtigkeit der Tür verbessert.
[0014] Das Dichtungsmittel kann insbesondere mit einem Befestigungsmittel wie einer Schraube
am Türflügel befestigt und ebenfalls mit einem Befestigungsmittel an der Türzarge
befestigbar sein. Zusätzlich oder alternativ dazu kann das Dichtungsmittel auch zwischen
dem Türband und dem Türflügel eingeklemmt und zwischen der Türzarge und dem Türband
einklemmbar sein. Es ist auch möglich, dass das Dichtungsmittel formschlüssig am Türflügel
befestigt und am Türflügel befestigbar ist. Beispielsweise kann das Dichtungsmittel
einen Vorsprung aufweisen, der in eine Nut des Türflügels eingesetzt ist. Alternativ
oder zusätzlich kann das Dichtungsmittel einen weiteren Vorsprung aufweisen, der in
eine Nut der Türzarge einsetzbar ist.
[0015] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann das Dichtungsmittel zumindest einen
Anlagebereich zur Anlage an den Bandrollen aufweisen. Der Anlagebereich kann als Kreisabschnitt
ausgebildet sein. Der Kreisabschnitt kann einen Radius aufweisen, der dem Radius der
Bandrollen entspricht. Es ist auch möglich, dass das Dichtungsmittel zwei Anlagebereiche
aufweist, die wie zuvor beschrieben ausgebildet sind. Einer der Anlagebereiche kann
zwischen dem Türflügel und den Bandrollen angeordnet sein. Der andere Anlagebereich
kann zwischen den Bandrollen und der Türzarge anordbar sein. Einer oder mehrere Anlagebereiche
vereinfachen die Montage des Türflügels an der Türzarge. Außerdem wird die Dichtigkeit
der Vorrichtung weiter erhöht.
[0016] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann das Dichtungsmittel mehrere Dichtungselemente
umfassen. Ein erstes der Dichtungselemente kann im an der Türzarge angebrachten Zustand
des Türflügels durch ein zweites der Dichtungselemente gestaucht werden, wenn der
Türflügel eine durch die Türzarge definierte Türöffnung verschließt. Wenn der Türflügel
die Türöffnung komplett freigibt, kann das erste Dichtungselement im gestreckten Zustand
am Türband anlegen. Unter dem gestreckten Zustand wird dabei insbesondere verstanden,
dass das erste Dichtungselement nicht durch das zweite Dichtungselement gestaucht
wird.
[0017] Durch die beiden Dichtungselemente wird sowohl im geschlossenen Zustand (Türöffnung
wird durch den Türflügel verschlossen) als auch im geöffneten Zustand (Türöffnung
wird freigegeben) eine zuverlässige Abdichtung erreicht.
[0018] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann das Dichtungsmittel mehrere Dichtungselemente
umfassen. Ein drittes der Dichtungselemente kann in Ausnehmungen des ersten und/oder
des zweiten Dichtungselements eingesetzt sein. Diese zusätzlichen Dichtungselemente
erhöhen weiter die Dichtigkeit der Vorrichtung. Es ist außerdem möglich, dass ein
viertes der Dichtungselemente in eine Ausnehmung des zweiten Dichtungselements eingesetzt
ist.
[0019] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann das Türband mehrere Bandlappen umfassen.
Die Bandrollen können mittels der Bandlappen am Türflügel befestigt beziehungsweise
an der Türzarge befestigbar sein. Die Befestigung mit Bandlappen ist für eine besonders
einfache Montage des Türflügels an der Türzarge vorteilhaft.
[0020] Nach einer Ausführungsform der Erfindung können die Bandrollen jeweils mit einer
Schraubverbindung am Türflügel befestigt beziehungsweise an der Türzarge befestigbar
sein. Mit der Schraubverbindung kann dann ebenfalls das Dichtungsmittel am Türflügel
befestigt beziehungsweise an der Türzarge befestigbar sein.
[0021] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann die Vorrichtung ein erstes Dichtprofil
umfassen, das in einem ersten Randbereich des Türflügels angeordnet ist. Das erste
Dichtprofil kann dazu ausgebildet sein, im an der Türzarge angebrachten Zustand des
Türflügels einen horizontalen Bereich zwischen dem Türflügel und der Türzarge abzudichten.
Bei dem ersten Dichtprofil kann es sich insbesondere um eine automatisch auslösbare
Dichtung handeln, die beim Schließen des Türflügels ausgelöst wird und den horizontalen
Bereich abdichtet. Durch das erste Dichtprofil wird die Dichtigkeit der Vorrichtung
erhöht.
[0022] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann die Vorrichtung ein zweites Dichtprofil
umfassen, das in einem zweiten Randbereich des Türflügels angeordnet ist. Der zweite
Randbereich kann beispielsweise dem ersten Randbereich gegenüber angeordnet sein.
Das zweite Dichtprofil kann dazu ausgebildet sein, im an der Türzarge angebrachten
Zustand des Türflügels einen horizontalen Bereich zwischen dem Türflügel und einer
Schwelle und/oder einem Boden abzudichten. Bei dem zweiten Dichtprofil kann es sich
um eine automatisch auslösbare Dichtung handeln, die beim Schließen des Türflügels
ausgelöst wird und den horizontalen Bereich abdichtet.
[0023] Durch das zweite Dichtprofil wird die Dichtigkeit der Vorrichtung erhöht.
[0024] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann die Vorrichtung ein drittes Dichtprofil
umfassen, das an einer Oberfläche des Türflügels angeordnet ist und sich im an der
Türzarge angebrachten Zustand des Türflügels in einer vertikalen Richtung erstreckt.
Das dritte Dichtprofil kann in einem Randbereich des Türflügels angeordnet sein. Das
dritte Dichtprofil kann insbesondere auf der Schlossseite der Tür angeordnet sein.
Der dritte Randbereich kann einem vierten Randbereich des Türflügels gegenüber angeordnet
sein. Die Bandrollen können im vierten Randbereich angeordnet sein. Das dritte Dichtprofil
erhöht die Dichtigkeit der Vorrichtung.
[0025] Eine Vorrichtung mit dem ersten, dem zweiten und dem dritten Dichtprofil hat den
Vorteil, dass der Türflügel im an der Türzarge angebrachten Zustand in allen seinen
Randbereichen gegenüber der Türzarge und der Schwelle bzw. dem Boden abgedichtet ist,
wenn er geschlossen. Es handelt sich somit um einen besonders gut rundherum abgedichteten
Türflügel.
[0026] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Abbildungen. Dabei werden für gleiche oder ähnliche Bauteile und für
Bauteile mit gleichen oder ähnlichen Funktionen dieselben Bezugszeichen verwendet.
Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer Vorrichtung nach einer Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer Vorrichtung nach einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung;
- Fig. 3
- eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung nach einer Ausführungsform der
Erfindung;
- Fig. 4
- eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung aus Fig. 1; und
- Fig. 5
- eine schematische Längsschnittansicht der Vorrichtung aus Fig. 2.
[0027] Die Vorrichtung umfasst einen Türflügel 100, der mit einem Türband schwenkbar an
einer Türzarge 101 befestigt ist. Das Türband umfasst eine erste Bandrolle 102, eine
zweite Bandrolle 103 und eine dritte Bandrolle 104. Die erste Bandrolle 102 ist mit
einem bolzenartigen Verbindungsmittel 109 drehbar mit der zweiten Bandrolle 103 verbunden.
Die zweite Bandrolle 103 ist mit einem bolzenartigen Verbindungsmittel 110 drehbar
mit der dritten Bandrolle 104 verbunden. Dabei ist die erste Bandrolle 102 oberhalb
der zweiten Bandrolle 103 angeordnet, die wiederum oberhalb der dritten Bandrolle
104 angeordnet ist.
[0028] Die erste Bandrolle 102 ist über einen Bandlappen 105 am Türflügel 100 befestigt.
Die zweite Bandrolle 103 ist über einen Bandlappen 106 und einen Bandlappen 107 an
der Türzarge 101 befestigt. Die dritte Bandrolle 104 ist über einen Bandlappen 108
am Türflügel 100 befestigt. Die Befestigung mit den Bandlappen 105,106, 107 und 108
ist besonders stabil. Außerdem lässt sich der Türflügel 100 so besonders einfach an
der Türzarge 101 montieren.
[0029] Die Bandrollen 102, 103 und 104 erstrecken sich über die gesamte Höhe des Türflügels
100. Somit wird der gesamte Spalt zwischen dem Türflügel 100 und der Türzarge 101,
insbesondere im geöffneten Zustand der Tür, durch die Bandrollen 102, 103 und 104
verdeckt. Die Bandrollen erfüllen somit eine Klemmschutzfunktion.
[0030] Die in Figur 2 dargestellte Vorrichtung unterscheidet sich vor allem durch die Befestigung
der Bandrollen 102, 103 und 104 von der in Figur 1 dargestellten Vorrichtung. So ist
die oberste erste Bandrolle 102 mit dem Bandlappen 105 an der Türzarge 101 befestigt.
Die darunter angeordnete zweite Bandrolle 103 ist mit den Bandlappen 106 und 107 am
Türflügel 100 befestigt. Die unterhalb der zweiten Bandrolle 103 angeordnete dritte
Bandrolle 104 ist mit dem Bandlappen 108 an der Türzarge befestigt.
[0031] Bei den Figuren 3 und 4 handelt es sich um Schnittansichten entlang einer stufenförmigen
Schnittlinie. Diese Darstellung wurde gewählt, um deutlich zu machen, dass die Bandrollen
102 und 103 denselben Durchmesser aufweisen. In der Schnittansicht ist das bolzenartige
Verbindungsmittel 109 folglich nur zur Hälfte dargestellt.
[0032] In Figur 3 sind die Bandrollen 102 und 103 mit Schrauben 301 an der Türzarge 101
und dem Türflügel 100 befestigt. Mit den Schrauben 301 sind ebenfalls ein erstes Dichtungselement
304 und ein zweites Dichtungselement 305 zwischen den Bandrollen 102 und 103 und dem
Türflügel 100 beziehungsweise der Türzarge 101 befestigt.
[0033] In dem in den Figuren 3 und 4 dargestellten Zustand verschließt der Türflügel 100
eine durch die Türzarge 101 definierte Türöffnung. Aus diesem Grund sind die Bandrollen
an einer Zargeninnenseite 300 Türzarge 101 angeordnet.
[0034] Der Türflügel 100 weist eine Nut 303 auf, in die ein entsprechend geformter Abschnitt
des ersten Dichtungselements 304 hineinragt. Die Türzarge 101 weist eine Nut 302 auf,
in die ein entsprechend geformter Abschnitt des zweiten Dichtungselements 305 ragt.
Die beiden Dichtungselemente 304 und 305 sind somit zusätzlich zur Befestigung mit
den Schrauben 301 formschlüssig am Türflügel 100 beziehungsweise an der Türzarge 101
befestigt. Die Nuten 302 und 303 sind insbesondere vorteilhaft für eine einfache Montage
der Dichtungselemente 304 an dem Türflügel 100 und an der Türzarge 101. So kann der
Türflügel 100 beispielsweise wie aus dem Stand der Technik bekannt eingesetzt werden.
Das erste Dichtungselement 304 kann einfach nachgerüstet werden, indem der entsprechende
Abschnitt in die Nut 303 eingesetzt wird.
[0035] Das erste Dichtungselement 304 weist einen Stauchbereich 306 auf, der auch als Dichtlippe
bezeichnet werden kann. Im in den Figuren 3 und 4 dargestellten geschlossenen Zustand
des Türflügels 100 wird der Stauchbereich 306 durch das zweite Dichtungselement 305
gestaucht. Wenn der Türflügel 100 geöffnet wird, streckt sich der Stauchbereich 306
und kommt zur Anlage an den Bandrollen 102 und 103. Auf diese Weise wird eine zuverlässige
Abdichtung sowohl im geschlossenen als auch im geöffneten Zustand des Türflügels 100
erreicht.
[0036] Das erste Dichtugnselement 304 weist außerdem eine Dichtlippe 307 auf, die gegen
die Bandrollen 102 und 103 gedrückt wird und so weiter die Dichtigkeit der Vorrichtung
erhöht. Außerdem weist das erste Dichtungselement 304 Ausnehmungen auf, in die weitere
Dichtungselemente 308 eingesetzt sind, um ebenfalls die Dichtigkeit der Vorrichtung
zu erhöhen. Bei der in Figur 4 dargestellten Vorrichtung weist ebenfalls das zweite
Dichtungselement 305 eine solche Ausnehmung auf, in die ebenfalls ein Dichtungselement
308 eingesetzt ist.
[0037] Das erste Dichtungselement 304 und das zweite Dichtungselement 305 weisen einen kreisabschnittsförmigen
Bereich auf, der den gleichen Radius aufweist wie die Bandrollen 102 und 103. So kann
eine zuverlässige Abdichtung erreicht werden. Zusätzlich ist bei der in Figur 3 dargestellten
Vorrichtung jeweils noch ein weiteres Dichtungselement 309 zwischen dem kreisabschnittsförmigen
Bereich des ersten Dichtungselements 304 und den Bandrollen 102 und 103 und zwischen
dem kreisabschnittsförmigen Bereich des zweiten Dichtungselements 305 und den Bandrollen
102 und 103 angeordnet, wodurch die Dichtigkeit noch weiter erhöht wird.
[0038] Die in Figur 4 dargestellte Vorrichtung unterscheidet sich von der in Figur 3 dargestellten
Vorrichtung insbesondere durch die Befestigung der Bandrollen 102 und 103 am Türflügel
100 und an der Türzarge 101. In Figur 4 ist die erste Bandrolle 102 mit einem ersten
Bandlappen 105 am Türflügel 100 befestigt. Die zweite Bandrolle 103 ist mit einem
zweiten Bandlappen 106 an der Türzarge 101 befestigt. Die Bandlappen 105 und 106 können
beispielsweise mit Schrauben am Türflügel 100 beziehungsweise an der Türzarge 101
befestigt sein. Die Bandlappen 105 und 106 können zu diesem Zweck Langlöcher aufweisen.
Dies erlaubt eine Verschiebbarkeit der Bandlappen 105 und 106. Die Bandlappen 105
und 106 können außerdem durch Abdeckmittel abgedeckt sein.
[0039] Ein weiterer Unterscheid ist, dass bei der Vorrichtung in Figur 4 auf die Dichtungselemente
309 verzichtet wurde.
[0040] In Figur 5 ist dargestellt, dass die beiden Bandrollen 102 und 103 durch das Verbindungsmittel
109 miteinander drehbar verbunden sind. Zu diesem Zweck ist das Verbindungsmittel
109 bolzenartig ausgebildet und fest mit einer der beiden Bandrollen 102 und 103 verbunden.
Außerdem ist eine Führungsbuchse zwischen dem Verbindungsmittel 109 und den Bandrollen
102 und 103 angeordnet.
1. Vorrichtung zur schwenkbaren Befestigung eines Türflügels (100) an einer Türzarge
(101), umfassend den Türflügel (100) und ein Türband mit mehreren Bandrollen (102;
103; 104), wobei zumindest eine erste der Bandrollen (102; 103; 104) am Türflügel
(100) befestigt ist, wobei jeweils zwei der Bandrollen (102; 103; 104) miteinander
verbunden sind, wobei der Türflügel (100) eine Höhe aufweist, wobei sich das Türband
über die gesamte Höhe des Türflügels (100) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eine zweite der Bandrollen (102; 103; 104) für eine Befestigung an der Türzarge
(101) ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zumindest drei Bandrollen (102; 103; 104) umfasst.
3. Vorrichtung nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bandrollen (102; 103; 104) als Rundrohre ausgebildet sind und denselben Durchmesser
aufweisen.
4. Vorrichtung nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Türband bolzenartige Verbindungselemente (109; 110) umfasst, wobei jeweils zwei
der Bandrollen (102; 103; 104) über die Verbindungselemente (109; 110) miteinander
verbunden sind.
5. Vorrichtung nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Dichtungsmittel (304; 305; 308; 309) umfasst, wobei das Dichtungsmittel
(304; 305; 308; 309) am Türflügel (100) befestigt und an der Türzarge (101) befestigbar
ist, wobei das Dichtungsmittel (304; 305; 308; 309) dazu ausgebildet ist, im an der
Türzarge (101) befestigten Zustand einen Spalt zwischen dem Türflügel (100) und der
Türzarge (101) abzudichten.
6. Vorrichtung nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungsmittel (304; 305; 308; 309) zumindest einen Anlagebereich zur Anlage
an den Bandrollen (102; 103; 104) aufweist, wobei der Anlagebereich als Kreisabschnitt
ausgebildet ist, und wobei der Kreisabschnitt einen Radius aufweist, der dem Radius
der Bandrollen (102; 103; 104) entspricht.
7. Vorrichtung nach einem der beiden vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungsmittel (304; 305; 308; 309) mehrere Dichtungselemente (304; 305; 308;
309) umfasst, wobei ein erstes der Dichtungselemente (304; 305; 308; 309) im an der
Türzarge (101) angebrachten Zustand des Türflügels (100) durch ein zweites der Dichtungselemente
(304; 305; 308; 309) gestaucht wird, wenn der Türflügel (100) eine durch die Türzarge
(101) definierte Türöffnung verschließt.
8. Vorrichtung nach zumindest einem der drei vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungsmittel (304; 305; 308; 309) mehrere Dichtungselemente (304; 305; 308;
309) umfasst, wobei ein drittes der Dichtungselemente (304; 305; 308; 309) in Ausnehmungen
des ersten Dichtungselements (304) und/oder des zweiten Dichtungselements (305) eingesetzt
ist.
9. Vorrichtung nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Türband mehrere Bandlappen (105; 106; 107; 108) umfasst, wobei die Bandrollen
(102; 103; 104) mittels der Bandlappen (105; 106; 107; 108) am Türflügel (100) befestigt
beziehungsweise an der Türzarge (101) befestigbar ist.
10. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bandrollen (102; 103; 104) jeweils mit einer Schraubverbindung am Türflügel (100)
befestigt beziehungsweise an der Türzarge befestigbar sind.
11. Vorrichtung nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein erstes Dichtprofil umfasst, das in einem ersten Randbereich des
Türflügels (100) angeordnet ist, wobei das erste Dichtprofil dazu ausgebildet ist,
im an der Türzarge (101) angebrachten Zustand des Türflügels (100) einen horizontalen
Bereich zwischen dem Türflügel (100) und der Türzarge (101) abzudichten.
12. Vorrichtung nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein zweites Dichtprofil umfasst, das in einem zweiten Randbereich
des Türflügels (100) angeordnet ist, wobei das zweite Dichtprofil dazu ausgebildet
ist, im an der Türzarge (101) angebrachten Zustand des Türflügels (100) einen horizontalen
Bereich zwischen dem Türflügel (100) und einer Schwelle und/oder einem Boden abzudichten.
13. Vorrichtung nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein drittes Dichtprofil umfasst, das an einer Oberfläche des Türflügels
(100) angeordnet ist und sich im an der Türzarge (101) angebrachten Zustand des Türflügels
(100) in einer vertikalen Richtung erstreckt, wobei das dritte Dichtprofil in einem
dritten Randbereich des Türflügels (100) angeordnet ist, wobei der dritte Randbereich
einem vierten Randbereich des Türflügels (100) gegenüber angeordnet ist, und wobei
die Bandrollen (102; 103; 104) am vierten Randbereich angeordnet sind.
14. System, umfassend eine Vorrichtung nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche und
eine Türzarge (101), wobei der Türflügel (100) mittels der Vorrichtung an der Türzarge
(101) befestigt ist.