[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Bewegen und Verriegeln von Lamellen einer
Lamellenkonstruktion, die insbesondere in Gebäudeinstallationen verwendet werden.
[0002] Lamellenkonstruktionen weisen im Allgemeinen eine Mehrzahl von dreh- oder schwenkbar
gelagerten Lamellen auf, die mittels eines Bewegungsmechanismus zwischen einem geschlossenen
und einem geöffneten Zustand hin und her bewegt werden können (
US 2 819 065 A,
US 3 430 383 A). Je nach Größe oder Funktion der Lamellenkonstruktion kann es erforderlich sein,
diese im geschlossenen Zustand zu verriegeln. Dadurch ist es zum Beispiel möglich
den Bewegungsmechanismus und den Antrieb von Kräften zu entkoppeln, die beim Abdichten
der Lamellenkonstruktion mit Dichtelementen. Weiterhin ist es mit einer geeigneten
Verrieglung möglich die Lamellenkonstruktion vor der direkten Wirkung von Windlasten
zu schützen oder ein gewaltsames Öffnen von außen wirksam zu verhindern. Einen Ansatz
dazu bietet die
JP H08-86 162 A. Die Prüfung eines gewaltsamen Öffnens erfolgt nach DIN EN 1627 von September 2011.
Demnach sind einbruchhemmende Fenster Bauteile, die neben den üblichen Funktionsaufgaben
Einbruchsversuchen einen definierten Widerstand entgegensetzen. Die meisten Lamellenkonstruktionen
schaffen dabei kaum die RC2 Klassifizierung. Um eine RC3 Klassifizierung erfolgreich
zu überstehen, muss ein hoher Aufwand betrieben werden.
[0003] Aus optischen Gründen und zum Schutz vor Umwelteinflüssen und Verschmutzung ist der
Bewegungsmechanismus vorteilhaft innerhalb der Lamellenkonstruktion angeordnet. Dazu
ist es erforderlich, diese gesamte Anordnung zum Bewegen und Verriegeln von Lamellen
möglichst kompakt zu halten.
[0004] Eine innerhalb des Rahmens einer Lamellenkonstruktion angeordnete und mit einer Verrieglung
versehene Anordnung zum Bewegen ist in der Patentschrift
DE 10 2009 005 594 B4 offenbart. Die Anordnung zum Bewegen besteht zu beiden Seiten der Lamellen aus mehreren
Hebelarmen. Die Hebelarme sind über zwei Drehgelenke mit der Lamelle und über zwei
Drehgelenke mit dem Rahmen verbunden. Jeweils ein weiteres Drehgelenk verbindet die
Anordnung zum Bewegen mit einem im Rahmen linear beweglichen Antriebselement und zwei
der Hebelarme miteinander. Durch die Längen der Hebelarme und die Positionen der Drehgelenke
wird eine Kipp- und Ausstellbewegung der Lamellen beim Öffnen und Schließen ausgeführt.
Um die Lamellen im geschlossenen Zustand zu verriegeln, weist einer der Hebelarme
ein hakenförmiges Ende auf, das beim Schließen der Lamellenkonstruktion einen an der
Lamelle befestigten Bolzen umgreift.
[0005] Nachteil dieser Anordnung zum Bewegen ist der relativ aufwändige Aufbau mit 12 Drehgelenken
je Lamelle. Je mehr Gelenke eine solche Anordnung aufweist, umso höher ist dessen
Wartungsaufwand.
[0006] Aus der Patentschrift
GB 1396285 A ist eine von Hand zu betätigende Anordnung zum Bewegen für eine Lamellenkonstruktion
bekannt. Die Lamellen weisen zu beiden Seiten jeweils eine kurze Welle auf, durch
welche die Drehachse der Lamellen verläuft.
[0007] Zum Öffnen und Schließen der Lamellen sind die Wellen im Rahmen der Lamellenkonstruktion
drehbar in Drehlagern aufgenommen. Um die Drehbewegung der einzelnen Lamellen zu koppeln,
ist einseitig der Lamellen das Ende jeweils einer der Wellen mit zwei antiparallel
beweglichen Koppelstangen verbunden. Die Koppelstangen werden beweglich an zwei achsparallel
zur Drehachse orientierten Zapfen aufgenommen, die zu beiden Seiten der Drehachse
an der jeweiligen Welle befestigt sind. An einer der Koppelstangen ist zwischen den
Drehlagern zweier benachbarter Lamellen eine Platte mit einem langlochförmigen Durchbruch
befestigt. An der anderen Koppelstange ist an etwa gleicher Position ein um einen
Drehpunkt schwenkbarer Betätigungshebel mit einem Handgriff aufgenommen. Auf der dem
Handgriff gegenüberliegenden Seite des Drehpunkts weist der Betätigungshebel einen
in den langlochförmigen Durchbruch der Platte eingreifenden Mitnehmer auf. Der Mitnehmer
ist eine an einem Bolzen drehbar gelagerte Rolle. Bei einer Schwenkbewegung des Betätigungshebels
werden die Koppelstangen über das Lager des Betätigungshebels und über den innerhalb
des Durchbruchs geführten Mitnehmer antiparallel bewegt. Die Bewegung wird mittels
der Zapfen auf die Wellen übertragen, wodurch alle mit den Koppelstangen verbundenen
Lamellen um die Drehachsen bewegt werden.
[0008] Um die Lamellen im geschlossenen Zustand zu verriegeln, weist der ansonsten linear
verlaufende langlochförmige Durchbruch ein abgewinkeltes Ende auf. Im geschlossenen
Zustand der Lamellenkonstruktion befindet sich dort der Mitnehmer des Betätigungshebels.
Zum Verriegeln ist das abgewinkelte Ende und der Mitnehmer so zum Drehpunkt des Betätigungshebels
positioniert, dass der Mitnehmer vor Erreichen des abgewinkelten Endes einen Umkehrpunkt
überschreiten muss, hinter dem der Betätigungshebel durch eine von den Lamellen ausgehende
Kraft in der verriegelten Stellung gehalten wird. Der Umkehrpunkt befindet sich dort,
wo der Mitnehmer eine gedachte, senkrecht zum Bewegungsvektor der Koppelstangen orientierte
Verbindungslinie zum Drehpunkt des Betätigungshebels überschreitet. Die von den Lamellen
ausgehende Kraft wird hier offensichtlich durch den Gegendruck der elastischen Dichtelemente
erreicht, an welche die Lamellen im geschlossenen Zustand angelegt werden. Der Umkehrpunkt
kann ausschließlich durch die von Hand ausgeführte Schwenkbewegung des Betätigungshebels
überwunden werden, sodass die Lamellenkonstruktion nicht von außen zu öffnen ist.
Das Verriegeln würde auch mit einem linear verlaufenden Durchbruch, ohne das abgewinkelte
Ende funktionieren. Mit dem abgewinkelten Ende kann jedoch der zum Einnehmen der verriegelten
Stellung erforderliche Weg des Betätigungshebels verkürzt werden. Nachteilig ist,
dass nach dem Überschreiten des Umkehrpunktes die im geschlossenen Zustand auf die
Dichtelemente wirkende Kraft wieder nachlässt, was sich nachteilig auf die Abdichtung
der Lamellenkonstruktion auswirken kann.
[0009] Je nach Größe der Lamellenkonstruktion kann es außerdem nachteilig sein, dass zum
Verriegeln der über die Koppelstangen gekoppelten Lamellen nur die eine Anordnung
zum Bewegen vorhanden ist. Das Abdichten der gesamten Lamellenkonstruktion mit den
elastischen Dichtelementen erfordert einen gewissen Anpressdruck. Ein daraus resultierender
Bewegungswiederstand kann für die einzelne Anordnung eine sehr hohe mechanische Beanspruchung
verursachen.
[0010] Mit dem umgesetzten Prinzip der Anordnung zum Bewegen sind pro Lamelle 5 Drehgelenke
zum Übertragen der Drehbewegung erforderlich, wobei an der beweglichen Verbindung
zwischen den Koppelstangen und den Zapfen von höheren Toleranzen auszugehen ist, die
ein sicheres Abdichten der Lamellenkonstruktion zusätzlich erschweren.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit für eine Anordnung zum
Bewegen und Verriegeln einer Lamellenkonstruktion zu schaffen, die wartungsarm ist
und aus möglichst wenigen, einfach aufgebauten Einzelteilen besteht.
[0012] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine RC3 Klassifizierung gemäß DIN EN
1627 von September 2011 zu erreichen.
[0013] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Anordnung zum Öffnen, Schließen und Verriegeln
von Lamellen einer Lamellenkonstruktion enthaltend mindestens eine umlaufend gerahmte
Lamelle, ein umlaufendes Blendrahmenprofil, ein Öffnungsaggregat, mindestens eine
Koppelstange, mindestens ein Mitnehmerzapfenhalter, mindestens ein Hebelarm, mindestens
eine Kurvenplatte und mindesten eine Klinke. Jede Lamelle steht dabei jeweils seitlich
über ein Drehlager mit einer Drehachse mit dem Blendrahmenprofil in Verbindung. Mindestens
ein Drehlager jeder Lamelle besitzt eine Welle, die eine zur Lamelle weisende erste
Stirnfläche, die zur Aufnahme der Lamelle mit einem Anschlussstück versehen ist, und
eine zweite Stirnfläche aufweist. Das jeweils andere Drehlager einer Lamelle ist ein
antriebsloses Drehlager, falls nur eine Koppelstange vorhanden ist. Falls auf beiden
Seiten der Lamelle eine Koppelstange vorgesehen ist, ist die Anordnung spiegelsymmetrisch
aufgebaut. Das Öffnungsaggregat besteht aus einem Linearantrieb, entweder einer oder
zwei Zugstangen und einer oder zwei Eckumlenkungen, wobei der Linearantrieb unten
oder oben an dem horizontal verlaufenden Teil des Blendrahmenprofils angeordnet sein
kann. Falls zwei Zugstangen vorhanden erfolgt die Krafteinleitung auf beide Zugstangen
gleichzeitig, die sich dann immer in entgegengesetzte Richtungen bewegen. Hierfür
ist jeweils ein Motorhebel auf jeder Zugstange montiert. Die horizontalen Bewegungen
der Zugstangen werden in den Ecken des Blendrahmens über Eckumlenkung in vertikale
Bewegungen der seitlich vertikal angeordneten Koppelstangen umgeleitet. Jedem nicht
antriebslosen Drehlager ist ein Mitnehmerzapfenhalter mit einem Mitnehmerzapfen und
ein Hebelarm zugeordnet. Der Hebelarm ist dabei mit einem festen Ende drehfest mit
der zweiten Stirnfläche der Welle verbunden. Im Hebelarm ist ein abgewinkeltes Langloch,
unterteilbar in einen radial zur Drehachse ausgerichteten ersten Schenkel, einen Scheitelpunkt
und einen unter einem ersten Winkel α stehenden zweiten Schenkel, vorhanden, wobei
der Mitnehmerzapfenhalter mit der Koppelstange fest verbunden ist und der Mitnehmerzapfen
in das Langloch hineinragt. Somit wird die lineare Bewegung der Koppelstange zwischen
oberer und unterer Endlage über den Mitnehmerzapfenhalter, Mitnehmerzapfen, Hebelarm
und Drehlager in eine Drehbewegung der Lamelle zwischen einer Schließstellung und
einer Offenstellung gewandelt. Erfindungsgemäß ist bei geschlossener Lamelle der zweite
Schenkel parallel zur Koppelstange ausgerichtet, solange der Mitnehmerzapfen im zweiten
Schenkel zwischen oberer Endlage und Scheitelpunkt geführt wird. D.h. auch, dass der
Mitnehmerzapfen über die Weglänge zwischen oberer Endlage und Scheitelpunkt keine
Drehbewegung auf die Lamelle initiiert. Dieser Leerlauf wird genutzt um eine Verriegelung
mindestens einer Lamelle entweder einseitig oder beidseitig vorzusehen. Jede Verriegelung
ist dabei gleich aufgebaut in dem an einem freien Bereich eine Kurvenplatte mit der
Koppelstange fest verbunden wird. Vorzugsweise erfolgt dies links und/oder rechts
ober oder unterhalb des angetriebenen Drehgelenks der entsprechenden Lamelle. In jeder
Kurvenplatte wurde eine Nut eingearbeitet, die in zwei Bereiche unterteilt ist, wobei
ein erster Bereich parallel zur Koppelstange und der sich anschließende zweite Bereich
unter einem zweiten Winkel β in Richtung Lamelle verläuft. Jeder Kurvenplatte ist
eine Klinke zugeordnet, wobei die Klinke drehfest an dem Blendrahmenprofil angeordnet
ist. Die Klinke weist darüber hinaus einen Führungszapfen auf, der in die Nut der
Kurvenplatte hineinragend angeordnet ist. In eine in den Blendrahmen und die angrenzend
gerahmte Lamelle eingebrachte Ausnehmung ragt die Klinke hinein, für den Fall dass
die Koppelstange die obere Endlage eingenommen hat. In dieser Endlage der Koppelstange
befindet sich der Führungszapfen am Ende des zweiten Bereichs der Nut und sämtliche
Mitnehmerzapfen im Endbereich der zweiten Schenkel. Gleichzeitig haben die Lamellen
die Schließstellung eingenommen. Für den Fall, dass nun die Koppelstange aus der oberen
Endlage zur unteren Endlage bewegt wird, wird damit der Führungszapfen durch den unter
einem Winkel stehende zweiten Bereich der Nut von der Lamelle wegbewegt, so dass somit
die Klinke aus die Ausnehmung heraus geführt wird. Die Klinke ist vollständig aus
der Lamelle herausgeführt, wenn der Führungszapfen den zweiten Bereich der Nut verlassen
hat und in den ersten Bereich der Nut überführt ist. Gleichzeitig befindet sich der
Mitnehmerzapfen noch im zweiten Schenkel oder gerade im Scheitelpunkt des Langloches.
Der wesentliche Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung besteht darin, dass erstens
die Lamellen in allen Positionen durch die Selbsthemmung des elektromechanischen Antriebes
verriegelt sind, zweitens bei vertikaler Lage der Lamellen (Schließstellung) erfolgt
eine zusätzliche Selbsthemmung zwischen Mitnehmerzapfenhalter und Hebelarm und drittens
schwenkt aus dem Blendrahmen die Klinke in die geschlossene Lamelle und verriegelt
diese, so dass ein Öffnen von Außen ohne Zerstörung nicht möglich ist. Eine erfindungsgemäße
Anordnung erlaubt eine RC3 Klassifizierung.
Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich durch die abhängigen Ansprüche.
[0014] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anordnung mit seinen wesentlichen
Elementen,
- Fig. 2
- einen Teil eines prinzipiellen Aufbaus einer Anordnung zum Öffnen und Schließen von
einer Lamelle,
- Fig. 3
- einen Teil eines prinzipiellen Aufbaus der Anordnung in einer anderen Ansicht,
- Fig. 4
- einen prinzipiellen Aufbau der Anordnung zum Verriegeln einer Lamelle im verriegelten
Zustand,
- Fig. 5
- einen prinzipiellen Aufbau der Anordnung zum Verriegeln einer Lamelle im entriegelten
Zustand,
- Fig. 6a
- eine Prinzipdarstellung für den Zustand Verriegelt und Lamelle geschlossen,
- Fig. 6b
- eine Prinzipdarstellung für den Zustand Entriegelt, aber Lamelle noch geschlossen
und
- Fig. 6c
- eine Prinzipdarstellung für den Zustand Entriegelt und Lamelle geöffnet.
[0015] Die wesentlichen Elemente, siehe Fig. 1, einer erfindungsgemäßen Lamellenkonstruktion
sind ein Blendrahmenprofil 1, darin angeordnete Lamellen 2, die über jeweils zwei
Drehlager 3 mit dem Blendrahmenprofil 1 drehbar verbunden sind, ein Linearantrieb
4, der über beidseitig horizontal angeordnete Zugstangen 5 und Eckumlenkungen 6 die
links- und rechtsseitig angeordneten Koppelstangen 7 zwischen einer obere Endlage
O und unterer Endlage U linear bewegen kann, Mitnehmerzapfenhalter 8, Hebelarme 9,
eine Kurvenplatte 10 und eine Klinke 11.
[0016] Anhand von Fig. 2 soll nachfolgend der Mechanismus zum Öffnen und Schließen einer
Lamelle 2 beschrieben werden. Das Drehlager 3 mit seiner Drehachse 12 weist die Form
einer zylinderförmigen Hülse auf, die mit dem Blendrahmenprofil 1 fest verbunden ist.
[0017] Im Drehlager 3 ist eine Welle 13 aufgenommen, die um die Drehachse 12 drehbar gelagert
ist. Die Welle 13 weist eine erste Stirnfläche 14 und eine zweite Stirnfläche 15 auf.
Die erste Stirnfläche 14, gemäß Fig. 3, ist einer Lamelle 2 zugewandt, an der ein
Anschlussstück 16 drehfest angeordnet ist. Das Anschlussstück 16 ist ein quaderförmiger
Körper, mit dem eine form- und kraftschlüssige Verbindung zur Lamelle 2 herstellbar
ist. Die zweite Stirnfläche 15 der Welle 13 weist einen koaxial angeordneten Profilfortsatz
17 zum Herstellen einer form- und kraftschlüssigen Verbindung zu dem Hebelarm 9 auf.
[0018] Der Hebelarm 9 besteht aus einem streifenförmigen Flachmaterial, mit einem festen
Ende 18 und einem losen Ende 19. Mit dem festen Ende 18 liegt der Hebelarm 9 flächig
an der zweiten Stirnfläche 15 an und ist über eine formschlüssige Verbindung zum Profilfortsatz
17 drehfest mit der Welle 13 verbunden.
[0019] Der Hebelarm 9 weist ein abgewinkeltes Langloch 20 mit einer konstanten Breite b
auf. Das Langloch 20 ist zwingend zunächst in einen ersten Schenkel 21 und einen gradlinig
verlaufenden zweiten Schenkel 22 unterteilbar, wobei zwischen Ihnen der Scheitelpunkt
S liegt. Der eingeschlossene erste Winkel α beträgt hier 135°. Die gemäß Fig. 2 dargestellte
abgewinkelte Erweiterung 23 ist optional, jedoch durchaus vorteilhaft, was weiter
unten näher erläutert wird. Der vom Scheitelpunkt S zum festen Ende 18 weisende erste
Schenkel 21 ist in radialer Richtung zur Drehachse 12 angeordnet.
[0020] In das Langloch 20 eingreifend ist achsparallel zur Drehachse 12 ein zylindrischer
Mitnehmerzapfen 24 angeordnet. Er weist einen geringfügig kleineren Durchmesser als
die Breite b des Langloches 20 auf, sodass er mit geringem Spiel beweglich ist.
[0021] Der Mitnehmerzapfen 24 ist fest mit einem Mitnehmerzapfenhalter 8 verbunden. Der
Mitnehmerzapfenhalter 8 ist ein Körper, der einstellbar an einer Koppelstange 7 befestigt
ist.
[0022] Die Koppelstange 7 ist mit ihrer Achse entlang des Blendrahmenprofils 1, orthogonal
zur Drehachse 12 und mit einem axialen Abstand zur Drehachse 12 angeordnet. Die Koppelstange
7 weist einen kreisförmigen Querschnitt auf und ist entlang ihrer Achse in zwei Gleitlagern
25 linear beweglich gelagert. Die Gleitlager 25 sind entlang der Koppelstange 7, symmetrisch
zu beiden Seiten des Drehlagers 3 angeordnet und sind mit dem Blendrahmenprofil 1
fest verbunden.
[0023] Der den Mitnehmerzapfen 24 tragende Mitnehmerzapfenhalter 8 ist zwischen den Gleitlagern
25 an der Koppelstange 7 aufgenommen. Dazu weist der Mitnehmerzapfenhalter 8 eine
Durchgangsbohrung auf, mit der er auf die Koppelstange 7 aufgeschoben ist. Die Befestigung
des Mitnehmerzapfenhalters 8 an der Koppelstange 7 ist lösbar und erfolgt mittels
radial zur Koppelstange 7 eingeschraubten Gewindestiften 26.
[0024] Zum Ausführen einer gesteuerten Bewegung der Lamelle 2 zwischen einem geöffneten
und einem geschlossenen und verriegelten Zustand, ist die Koppelstange 7 über Eckumlenkung
6 und Zugstange 5 mit dem Linearantrieb 4 verbunden. Geeignete Linearantriebe 4 sind
aus dem Stand der Technik bekannt und werden hier nicht weiter ausgeführt. Mit dem
Linearantrieb 4 wird die Koppelstange 7 linear in den Gleitlagern 25 verschoben.
[0025] Fig. 4 und Fig. 5 zeigen einen vergrößerten Ausschnitt des Verriegelungsmechanismus.
Auf dem oberen Ende der Koppelstange 7, wie bereits in Fig. 1 angedeutet, ist eine
Kurvenplatte 10 befestigt. Die Kurvenplatte 10 ist ebenfalls wie der Mitnehmerzapfenhalters
8 an der Koppelstange 7 befestigt, wobei die Befestigung lösbar ist und mittels radial
zur Koppelstange 7 eingeschraubten Gewindestiften 26 erfolgt. In die Kurvenplatte
10 wurde eine Nut 28 eingearbeitet, die in zwei Bereiche unterteilt ist, wobei ein
erster Bereich 29 parallel zur Koppelstange 7 und der sich anschließende zweite Bereich
30 unter einem zweiten Winkel β (Fig. 5) in Richtung Lamelle 2 verläuft. Der Kurvenplatte
10 ist die Klinke 11 zugeordnet, wobei die Klinke 11 mittels einer Verbindung 31 drehfest
an dem Blendrahmenprofil 1 angeordnet ist. Die Klinke 11 weist darüber hinaus einen
Führungszapfen 32 auf, der in die Nut 28 der Kurvenplatte 10 hineinragend angeordnet
ist. Die Klinke 11 ragt gemäß Fig. 4 durch einen im Blendrahmenprofil 1 eingebrachten
Durchbruch 33 hindurch in eine an die angrenzende gerahmte Lamelle 2 eingebrachte
Ausnehmung 27. Fig. 2 und Fig. 4 zeigen den Zustand der geschlossenen und verriegelten
Lamelle 2, indem die Koppelstange 7 sich in der oberen Endlage O befindet. Gemäß Fig.
2 ist verdeutlicht, dass die Koppelstange 7 einen geringfügigen Weg über die obere
Endlage O hinaus geführt werden kann. Dadurch wird der Mitnehmerzapfen 24 in die abgewinkelte
Erweiterung 23 geführt, wodurch ein Andrücken und festes Schließen der Lamelle 2 erfolgt.
[0026] Unter Beachtung von erforderlichen Kräften zum Bewegen der Lamelle 2 und unter der
Vorgabe, die Anordnung möglichst platzsparend in das Blendrahmenprofil 1 integrieren
zu können, ist der axiale Abstand zwischen Drehachse 12 und Koppelstange 7 und damit
auch der Hebelarm 9 möglichst kurz gehalten. Im geschlossenen Zustand nimmt der Hebelarm
9 etwa einen Winkel von 45° zur gedachten Horizontalen H ein.
[0027] Der erste Winkel α und ein Radius r des Scheitelpunkts S zur Drehachse 12 werden
aufeinander abgestimmt. Bei der in den Figuren gezeigten Ausführung beträgt der Wert
des Radius r = 45mm und der des ersten Winkels α = 135°. Im Größenbereich des ersten
Winkels α von >90° bis <180° sind auch andere Werte für den Radius r und den ersten
Winkel α möglich, wobei unter den zuvor genannten Vorgaben und üblichen Öffnungswinkeln
von Lamellen 2 einer Lamellenkonstruktion nur ein erster Winkel α im Größenbereich
zwischen 120° und 150° sinnvoll ist. Die Werte für den ersten Winkel α sind stetst
so zu wählen, dass der zweite Schenkel 22 im geschlossenen Zustand parallel zur Koppelstange
7 verläuft. Durch diesen Verlauf ist die Lamelle 2 gegen ein Öffnen von außen bereits
verriegelt, da die Koppelstange 7 von Kräften (Drehmomente um die Drehachse 12) entkoppelt
ist. Die Entkopplung der Koppelstange 7 wird erreicht, da der Mitnehmerzapfenhalter
8 zum Antrieb der Lamelle 2 formschlüssig mit dem Blendrahmenprofil 1 verbunden ist,
aber die Bewegungsrichtung der Koppelstange 7 ausführen kann.
[0028] Bei einem Versuch, die Lamelle 2 durch eine äußere Krafteinwirkung zu verdrehen,
wird die Kraft von der Welle 13 über den Hebelarm 9 auf den Mitnehmerzapfen 24 übertragen.
Ein auf den Mitnehmerzapfen 24 wirkendes Moment ist durch die Orientierung des zweiten
Schenkels 22 nahezu orthogonal zum Verlauf der Koppelstange 7 ausgerichtet. Die eingeleitete
Kraft wird über den Mitnehmerzapfenhalter 8 und die Koppelstange 7 radial auf die
Gleitlager 25 übertragen und in den Blendrahmenprofil 1 abgeleitet. Ein in axialer
Richtung auf die Koppelstange 7 wirkender Anteil der Kraft ist, wenn überhaupt vorhanden,
verschwindend gering, sodass jede von außen auf die Lamelle 2 wirkende Kraft nicht
in eine gerichtete Kraft in Bewegungsrichtung der Koppelstange 7 gewandelt werden
kann. Deshalb benötigt der mit der Koppelstange 7 verbundene Linearantrieb 4 keine
hohen Haltekräfte und kann dementsprechend klein und kostensparend ausgelegt werden.
Darüber hinaus blockiert, wie aus Fig. 4 ersichtlich, die Klinke 11 ein Öffnen.
[0029] Anhand der Figuren 6a bis 6c soll der Ablauf erläutert werden, wie die geschlossenen
und verriegelte Lamelle 2 entriegelt und geöffnet wird. Gemäß Fig. 6a hat die Koppelstange
7 die obere Endlage O eingenommen. Zur besseren Sicht auf den Ablauf wurden die entscheidenden
Komponenten nicht wie real übereinander, dann aber bezüglich der Koppelstange 7 auf
der sie befestigt sind um 90° gegeneinander verdreht, sondern nebeneinander dargestellt.
Bei den Abbildungen handelt es sich also um ein und die selbe Koppelstange 7 nur die
rechte Abbildung von der Ansicht horizontal um 90° gedreht.
[0030] Bei der gesteuerten Bewegung zum Öffnen der Lamelle 2 wird die Koppelstange 7 durch
den Linearantrieb 4 nach unten aus der oberen Endlage O heraus bewegt. Der Koppelstange
7 folgend werden gleichzeitig der Mitnehmerzapfen 24 innerhalb des zweiten Schenkels
22 des Langloches 20 und der Führungszapfen 32 im zweiten Bereich 30 der Nut 28 um
die Weglänge c, die in dieser Ausführung einen Wert von 12 mm aufweist, nach unten
verschoben. Da der zweite Schenkel 22 parallel zur Koppelstange 7 verläuft, bewirkt
die Verschiebung des Mitnehmerzapfens 24 innerhalb des zweiten Schenkels 22 zunächst
keine Bewegung des Hebelarms 9 und damit auch keine Bewegung der Lamelle 2. Dies ist
insofern auch wichtig, da über die Weglänge c von der oberen Endlage O die Klinke
11 in die Ausnehmung 27 der Lamelle 2 noch hineinragt und somit ein Drehen der Lamelle
2 verhindert ist. Erst wenn der Führungszapfen 32 den zweiten Bereich 30 verlässt
und in den ersten Bereich 29 der Nut 28 eintaucht, siehe Fig. 6b, ist die dadurch
die Klinke 11 aus der Ausnehmung 27 herausgeführt worden, so dass die Lamelle 2 nicht
mehr verriegelt ist. Wird die Verschiebung der Koppelstange 7 fortgesetzt wird der
Führungszapfen 32 in den ersten Bereich 29 der Nut 28 geführt und da der erste Bereich
29 parallel zur Koppelstange 7 verläuft verändert die Klinke 11 während einer weiteren
Verschiebung der Koppelstange 7 in Richtung unteren Endlage U ihre Lage nicht mehr.
Demgegenüber taucht gleichzeitig der Mitnehmerzapfen 24 im Langloch 20 in den ersten
Schenkel 21 ein und drückt den Hebelarm 9 in Richtung unterer Endlage U, siehe Fig.
6c, wodurch die Welle 13 in eine Drehbewegung um die Drehachse 12 versetzt wird und
sich somit die Lamelle 2 öffnet.
[0031] Die gesteuerte Bewegung der Lamelle 2 kann bis zu einer unteren Endlage U der Koppelstange
7 fortgesetzt werden. In der unteren Endlage U befindet sich die Lamelle 2 im vollständig
geöffneten Zustand. Die Positionen der oberen Endlage O und unteren Endlage U richtet
sich nach den gewünschten Stellungen der Lamelle 2 im geöffneten und geschlossenen
Zustand und wird durch Konfiguration des Linearantriebs 4 festgelegt.
[0032] Es ist möglich, dass der Mitnehmerzapfen 24 zum Erreichen der unteren Endlage U die
gedachte Horizontale H passiert. Beim Passieren der Horizontallinie H nähert sich
der Mitnehmerzapfen 24 tangential an die Drehachse 12 an. Ein zwischen der Drehachse
12 und dem Ende des ersten Schenkels 21 bestehender Abstand a ist deshalb stetst so
gewählt, dass der erste Schenkel 21 die tangentiale Annäherung nicht begrenzt.
[0033] Es soll hier klargestellt werden, dass bei einer Lamellenkonstruktion mit einer Vielzahl
von Lamellen 2, jede Lamelle 2 mit jeweils nur einem Hebelarm 9, einem Mitnehmerzapfenhalter
8 und Mitnehmerzapfen 24 mit der Koppelstange 7 verbunden ist. Für die linear bewegliche
Lagerung der Koppelstange 7 sind mehrere Gleitlager 25 vorhanden. Die Anzahl der Gleitlager
25 entspricht mindestens der Anzahl der Lamellen 2, wobei die Gleitlager 25 symmetrisch
zwischen den Drehlagern 3 der Lamellen 2 angeordnet sind. Durch die angetriebene Koppelstange
7 werden alle Lamellen 2 der Lamellenkonstruktion gemeinsam bewegt.
[0034] Eine weitere Ausgestaltung für eine Lamellenkonstruktion mit einer Vielzahl von Lamellen
2 besteht darin, dass jede Lamelle 2 auf jeder Seite mit einer Anordnung zum Bewegen
und Verriegeln gemäß den Figuren 6a bis 6c versehen ist. Die beiden Koppelstangen
7 werden dann im unteren oder oberen Bereich der Lamellenkonstruktion umgelenkt und
über den einzigen horizontal angeordneten Linearantrieb 4 bewegt.
[0035] Bei einer Lamellenkonstruktion mit mehreren Lamellen 2 kommen die Vorteile der lösbaren
Befestigung des Mitnehmerzapfenhalters 8 und der Kurvenplatte 10 an der Koppelstange
7 zum tragen, durch die eine unabhängige Justage der einzelnen Lamellen 2 gewährleistet
ist.
[0036] Weitere Ausgestaltungen ergeben sich dadurch, dass jede Lamelle 2 mit jeweils zwei
Klinken 11 verriegelbar ausgestattet werden kann. Aus Stabilitätsgründen kann es von
Vorteil sein zwei Koppelstangen 7 anstelle nur einer Koppelstange 7, die gleichlaufend
dann mit einander verbunden sind, vorzusehen.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Blendrahmenprofil
- 2
- Lamelle
- 3
- Drehlager
- 4
- Linearantrieb
- 5
- Zugstange
- 6
- Eckumlenkung
- 7
- Koppelstange
- 8
- Mitnehmerzapfenhalter
- 9
- Hebelarm
- 10
- Kurvenplatte
- 11
- Klinke
- 12
- Drehachse
- 13
- Welle
- 14
- erste Stirnfläche
- 15
- zweite Stirnfläche
- 16
- Anschlussstück
- 17
- Profilfortsatz
- 18
- festes Ende
- 19
- loses Ende
- 20
- Langloch
- 21
- erster Schenkel
- 22
- zweiter Schenkel
- 23
- abgewinkelte Erweiterung
- 24
- Mitnehmerzapfen
- 25
- Gleitlager
- 26
- Gewindestift
- 27
- Ausnehmung
- 28
- Nut
- 29
- erster Bereich
- 30
- zweiter Bereich
- 31
- Verbindung
- 32
- Führungszapfen
- 33
- Durchbruch
- H
- Horizontale
- O
- obere Endlage
- S
- Scheitelpunkt
- U
- untere Endlage
- α
- erster Winkel
- β
- zweiter Winkel
- a
- Abstand zwischen Drehachse 12 und erstem Schenkel 21
- b
- Breite
- c
- Weglänge
- r
- Radius des Scheitelpunkts zur Drehachse 12
1. Anordnung zum Öffnen, Schließen und Verriegeln von Lamellen (2) einer Lamellenkonstruktion
enthaltend
mindestens eine umlaufend gerahmte Lamelle (2), ein umlaufendes Blendrahmenprofil
(1), ein Öffnungsaggregat, mindestens eine Koppelstange (7), mindestens ein Mitnehmerzapfenhalter
(8), mindestens ein Hebelarm (9), mindestens eine Kurvenplatte (10) und mindestens
eine Klinke (11), wobei
- die mindestens eine umlaufend gerahmte Lamelle (2) jeweils seitlich über ein Drehlager
(3) mit einer Drehachse (12) mit dem Blendrahmenprofil (1) in Verbindung stehend angeordnet
ist, wobei
- mindestens eins der Drehlager (3) eine Welle (13) mit einer zur Lamelle (2) weisenden
ersten Stirnfläche (14), die zur Aufnahme der Lamelle (2) mit einem Anschlussstück
(16) versehen ist, und einer zweiten Stirnfläche (15) aufweist,
- das Öffnungsaggregat aus einem Linearantrieb (4), mindestens einer Zugstange (5)
und mindestens einer Eckumlenkung (6) besteht, wobei der Linearantrieb (4) unten oder
oben an dem horizontal verlaufenden Teil des Blendrahmenprofils (1) angeordnet ist
und eine Krafteinleitung auf die mindestens eine Zugstange (5) erfolgt und jede Zugstange
(5) jeweils über eine Eckumlenkung (6) mit mindestens einer seitlich im Blendrahmenprofil
(1) vertikal angeordneten Koppelstange (7) in Verbindung steht,
- jeder Welle (13) ein Mitnehmerzapfenhalter (8) mit einem Mitnehmerzapfen (24) und
ein Hebelarm (9) zugeordnet ist, wobei
- der Hebelarm (9) mit einem festen Ende (18) drehfest an der zweiten Stirnfläche
(15) der Welle (13) angeordnet ist und ein abgewinkeltes Langloch (20), unterteilbar
in einen radial zur Drehachse (12) ausgerichteten ersten Schenkel (21), einen Scheitelpunkt
(S) und einen unter einem ersten Winkel (α) stehenden zweiten Schenkel (22), aufweist,
- der Mitnehmerzapfenhalter (8) eine feste Verbindung zur Koppelstange (7) aufweist
und der Mitnehmerzapfen (24) in das Langloch (20) hineinragend angeordnet ist, so
dass die lineare Bewegung der Koppelstange (7) zwischen einer oberen Endlage (O) und
einer unteren Endlage (U) über den Mitnehmerzapfenhalter (8), Mitnehmerzapfen (24),
Hebelarm (9) und Welle (13) in eine Drehbewegung der Lamelle (2) zwischen einer Schließstellung
und einer Offenstellung wandelbar ist, und
- der zweite Schenkel (22) dann parallel zur Koppelstange (7) ausgerichtet ist, wenn
der Mitnehmerzapfen (24) im zweiten Schenkel (22) zwischen oberer Endlage (O) und
Scheitelpunkt (S) geführt ist,
- jede Kurvenplatte (10) eine feste Verbindung mit einer der Koppelstangen (7) aufweist
und in jeder Kurvenplatte (10) eine Nut (28) vorhanden ist, die in zwei Bereiche unterteilt
ist, wobei ein erster Bereich (29) parallel zur Koppelstange (7) und der sich anschließende
zweite Bereich (30) unter einem zweiten Winkel (β) in Richtung Lamelle (2) angeordnet
ist, wobei
- jeder Kurvenplatte (10) eine Klinke (11) zugeordnet ist, wobei
- die Klinke (11) drehfest an dem Blendrahmenprofil (1) angeordnet ist,
- die Klinke (11) einen Führungszapfen (32) aufweist, der in die Nut (28) der Kurvenplatte
(10) hineinragend angeordnet ist, und
- ein Durchbruch (33) im Blendrahmenprofil (1) und in der angrenzenden gerahmten Lamelle
(2) eine Ausnehmung (27) vorhanden ist,
- in die die Klinke (11) hineinragt, wenn die obere Endlage (O) eingestellt ist, wobei
gleichzeitig der Führungszapfen (32) am Ende des zweiten Bereichs (30) der Nut (28)
und alle Mitnehmerzapfen (24) im Endbereich der zweiten Schenkel (22) angeordnet sind
sowie die Lamellen (2) die Schließstellung eingenommen haben, oder
- aus der die Klinke (11) herausragt, wenn der Führungszapfen (32) im ersten Bereich
(29) der Nut (28) ist,
- der Führungszapfen (32) im zweiten Bereich (30) der Nut (28) nur dann ist, wenn
der Mitnehmerzapfen (24) im zweiten Schenkel (22) und die Lammelle (2) in der Schließstellung
ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ausnehmung (27) der gerahmten Lamelle (2) ein kastenförmiger Einsatz angeordnet
ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Winkel (α) einen Wert von 135° aufweist.
4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Winkel (β) einen Wert im Bereich größer 90° kleiner 180°, vorzugsweise
einen Wert von 135 ° aufweist.
5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Radius (r) zwischen dem Scheitelpunkt (S) und der Drehachse (12) größer als ein
minimaler Abstand (a) zwischen dem Mitnehmerzapfen (24) und der Drehachse (12) ist.
6. Anordnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmerzapfenhalter (8) formschlüssig in dem Blendrahmenprofil (1) angeordnet
ist.
7. Anordnung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Gleitlager (25) zur linearen Führung der Koppelstange (7) jeweils symmetrisch zu
den Drehlagern (3) angeordnet sind.
8. Anordnung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Lamellenkonstruktion mit mehreren Lamellen (2), jede Lamelle (2) sowohl
linksseitig als auch rechtsseitig jeweils über einen Hebelarm (9) und einen Mitnehmerzapfen
(24) mit einer Koppelstange (7) in Verbindung stehend angeordnet ist.
9. Anordnung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten des Blendrahmenprofils (1) aus Stabilitätsgründen zwei mit einander
verbundene Koppelstangen (7) angeordnet sind, die über den einen Linearantrieb (4)
gleichzeitig zwischen ihren Endlagen (O und U) bewegbar sind.
10. Anordnung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schenkel (22) des Langloches (20) im Endbereich eine abgewinkelte Erweiterung
(23) des Langloches (20) aufweist, wodurch eine Andruckkraft nach Einnahme der Schließstellung
auf die Lamelle (2) erzeugbar ist.