[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dunstabzugshaube umfassend wenigstens einen
Haubengrundkörper mit wenigstens einer Schirmeinrichtung. Diese Schirmeinrichtung
weist wenigstens einen Ansaugabschnitt mit wenigstens einer Ansaugöffnung auf. Dabei
definiert die Schirmeinrichtung eine vorbestimmte Schirmfläche. Die vorliegende Erfindung
betrifft zudem ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Dunstabzugshaube.
[0002] Dunstabzugshauben werden häufig über Kochstellen installiert, um den beim Kochen
aufsteigenden fetthaltigen Wrasen abzusaugen und insbesondere von Fettanteilen zu
befreien. So zeigt die Druckschrift
DE 10 2007 060 816 A1 eine Dunstabzugshaube mit einem an einer Wand angeordneten ersten Körper und einem
relativ zu dem ersten Körper beweglichen zweiten Körper.
[0003] Aus der Druckschrift
AT 325 256 A ist eine Dunstabzugshaube zur Anordnung an einem Küchenoberschrank bekannt, bei der
ein Vorderwand schwenkbar an einem Rahmen befestigt ist.
[0005] Neben dem technischen Nutzen solcher Dunstabzugshauben soll eine Dunstabzugshaube
aber auch ein optisch ansprechendes Design aufweisen. Nachteilig gerade bei großen
Kochfeldern oder bei weit von dem Kochfeld beabstandeten Dunstabzugshauben ist jedoch,
dass die Projektionsfläche der Ansaugfläche idealerweise mindestens das gesamte darunter
liegende Kochfeld überspannt. Dadurch sind Dunstabzugshauben, insbesondere bei Dunstabzugshauben
mit einem runden Querschnitt der Filterfläche bzw. Ansaugfläche bzw. mit einem runden
Design, oft relativ groß ausgebildet, was optisch nicht immer vorteilhaft ist.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Dunstabzugshaube zur Verfügung
zu stellen, welche kleiner dimensioniert werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Dunstabzugshaube mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und mit einem Verfahren zum Betreiben einer Dunstabzugshaube mit den Merkmalen des
Anspruchs 12. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen.
[0008] Die erfindungsgemäße Dunstabzugshaube umfasst wenigstens einen Haubengrundkörper
mit wenigstens einer Schirmeinrichtung. Die Schirmeinrichtung weist wenigstens einen
Ansaugabschnitt mit wenigstens einer Ansaugöffnung auf, wobei die Schirmeinrichtung
eine vorbestimmte Schirmfläche definiert. Weiterhin sind wenigstens eine Blendeneinrichtung
und wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung an dem Haubengrundkörper angeordnet, wobei
die Blendeneinrichtung und die Wrasenleiteinrichtung wenigstens von einer Ruhestellung
in eine Betriebstellung verlagerbar sind. Dabei liegen die Blendeneinrichtung und
die Wrasenleiteinrichtung in der Ruhestellung im Wesentlichen an dem Haubengrundkörper
an und sind in der Betriebstellung wenigstens abschnittsweise von dem Haubengrundkörper
beabstandet, um eine vergrößerte Schirmfläche bereitzustellen.
[0009] Die Wrasenleiteinrichtung ist Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung stets zwischen
dem Haubengrundkörper und einer Blendeneinrichtung angeordnet, insbesondere in der
Ruhestellung und/oder in der Betriebsstellung näher an dem Haubengrundkörper positioniert
als die Blendeneinrichtung.
[0010] Die erfindungsgemäße Dunstabzugshaube ist insbesondere als Inselhaube ausgebildet,
wobei die Dunstabzugshaube bzw. der Haubengrundkörper bzw. die Schirmeinrichtung vorzugsweise
einen runden oder auch einen eckigen Querschnitt aufweist. Die Schirmeinrichtung ist
dabei erfindungsgemäß als das Bauteil bzw. als die Baugruppe definiert, gegen welche
aufsteigender Wrasen prallt und über welche Wrasen zu einer Ansaugöffnung hin gesammelt
werden kann. Dabei stellt die Schirmeinrichtung bzw. des Haubengrundkörpers alleine
eine vorbestimmte Schirmfläche zur Verfügung, welche insbesondere nicht das gesamte
unterhalb der Dunstabzugshaube vorgesehene Kochfeld überdeckt.
[0011] Der Haubengrundkörper stellt vorzugsweise das Gehäuse der Dunstabzugshaube mit allen
notwendigen Komponenten zu Verfügung. Dabei kann der Haubengrundkörper erfindungsgemäß
den Ansaugabschnitt und auch die Luftfortführung, beispielsweise ein Gebläse, Filtereinrichtungen
und/oder Leitungen bzw. Kanäle, umfassen.
[0012] Die Blendeneinrichtung ist insbesondere als Dekorblende ausgebildet, welche um den
Haubengrundkörper herum angeordnet ist und diesen insbesondere in der Ruhestellung
im Wesentlichen vollständig verdeckt. Dabei ist die Blendeneinrichtung bzw. sind bei
mehreren Blendeneinrichtungen diese insbesondere im Wesentlichen formschlüssige in
der Ruhestellung um den Haubengrundkörper herum angeordnet. Dazu sind die Blendeneinrichtung
und/oder die Wrasenleiteinrichtung vorzugsweise an die Formgebung bzw. die Außenkontur
des Haubengrundkörpers angepasst.
[0013] Die Wrasenleiteinrichtung dient dazu, den aufsteigenden Wrasen bei vergrößerter Schirmfläche,
also wenn die Blendeneinrichtung und die Wrasenleiteinrichtung in die Betriebstellung
verlagert sind, zu dem Ansaugabschnitt des Haubengrundkörpers umzulenken bzw. zu führen,
sodass der auf die vergrößerte Schirmfläche auftreffende Wrasen effektiv und zuverlässig
abgesaugt wird.
[0014] Die Blendeneinrichtung und die Wrasenleiteinrichtung können vorzugsweise gemeinsam
beziehungsweise gleichzeitig oder auch nacheinander von der Ruhestellung in die Betriebstellung
verlagert werden und umgekehrt. Dabei ist insbesondere eine motorische oder auch eine
händische Verlagerung möglich. Insbesondere ist unter einem Verlagern ein Verfahren,
ein Verschwenken, ein Verkippen, ein Verschieben und/oder ein Verdrehen zu verstehen.
[0015] Die Wraseneinrichtung ist vorzugsweise an einem Seitenabschnitt des Haubengrundkörpers
angeordnet. Die Blendeneinrichtung verdeckt vorzugsweise die Wrasenleiteinrichtung
in der Betriebstellung und/oder der Ruhestellung.
[0016] In bevorzugten Ausgestaltungen ist die Blendeneinrichtung bzw. sind die vorgesehenen
Blendeneinrichtungen wenigstens abschnittsweise aus Glas und/oder Edelstahl und/oder
anderen insbesondere hochwertig anmutenden Materialien gefertigt. Die Wrasenleiteinrichtung
ist vorzugsweise aus Blech, Stahl und/oder Kunststoff gefertigt.
[0017] Vorzugsweise weist die erfindungsgemäße Dunstabzugshaube keine oder zumindest keine
in der Ruhestellung sichtbare Bedieneinheit auf. Die Dunstabzugshaube kann dann beispielsweise
an den Betrieb eines darunter angeordneten Kochfeldes gekoppelt sein. In anderen Ausgestaltungen
kann auch eine externe Bedieneinheit vorgesehen sein oder eine an dem Haubengrundkörper
angeordnete Bedieneinheit, welche in der Ruhestellung der Blendeneinrichtung von dieser
verdeckt wird. Ein Auffahren der Blendeneinrichtung kann beispielsweise durch ein
Berühren der Blendeneinrichtung oder eine Gestenerkennung bewirkt werden.
[0018] Die erfindungsgemäß der Dunstabzugshaube bietet viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil
ist, dass eine Dunstabzugshaube mit einer besonders ansprechenden Optik zur Verfügung
gestellt wird, die je nach Ausgestaltung relativ klein ausgestaltet ist, wenn die
Blendeneinrichtung und die Wrasenleiteinrichtung in der Ruhestellung angeordnet sind.
Die Projektionsfläche bzw. die Schirmfläche deckt dann vorzugsweise nicht das gesamte
unter der Dunstabzugshaube angeordnete Kochfeld ab.
[0019] Um eine ausreichende Schirmfläche bzw. eine vergrößerte Schirmfläche für ein unter
der Dunstabzugshaube vorgesehenes Kochfeld bereitzustellen, kann die Dunstabzugshaube
bzw. die Schirmfläche der Dunstabzugshaube während des Betriebs vergrößert werden,
sodass die Projektion der Schirmfläche an die Größe des darunterliegenden Kochfeldes
angepasst ist.
[0020] Bevorzugt ist die Blendeneinrichtung translatorisch verfahrbar und/oder rotatorisch
verschwenkbar an dem Haubengrundkörper aufgenommen. Dabei ist insbesondere bevorzugt,
dass die Blendeneinrichtung in horizontaler Ausrichtung translatorisch von der Ruhestellung
in die Betriebstellung verfahren wird. Je nach Ausgestaltung kann die Blendeneinrichtung
aber vor, nach und/oder während der translatorischen Bewegung auch zusätzlich oder
auch ausschließlich rotatorisch bewegt bzw. verschwenkt werden.
[0021] Besonders bevorzugt ist die Wrasenleiteinrichtung translatorisch verfahrbar und/oder
verschwenkbar an dem Haubengrundkörper aufgenommen. Dabei ist insbesondere bevorzugt,
dass die Wrasenleiteinrichtung verschwenkbar an dem Haubengrundkörper aufgenommen
ist und zudem in vertikaler Ausrichtung translatorisch verfahrbar vorgesehen ist.
Dadurch ist es vorzugsweise möglich, die Wrasenleiteinrichtung derart an dem Haubengrundkörper
aufzunehmen, dass die Wrasenleiteinrichtung in der Ruhestellung nicht zu sehen ist
und von der Blendeneinrichtung verdeckt wird. In der Betriebstellung wird durch die
spezielle Art der Verlagerung der Wrasenleiteinrichtung erreicht, dass diese z. B.
zunächst nach außen wegschwenkt und anschließend in vertikaler Richtung nach unten
verlagert wird, sodass die Wrasenleiteinrichtung wenigstens abschnittsweise auf die
Höhe der Schirmeinrichtung verfahren wird.
[0022] Nach Ausführungsform sind die wenigstens eine Blendeneinrichtung und die wenigstens
eine Wrasenleiteinrichtung ist in der Ruhestellung mit einem geringen Abstand zum
Haubengrundkörper positioniert. Vorzugsweise sind die Blendeneinrichtung und die Wrasenleiteinrichtung
dabei annähernd flächenparallel zu der Oberfläche des Haubengrundkörpers ausgerichtet.
Insbesondere liegen die Blendeneinrichtung und/oder die Wrasenleiteinrichtung in der
Ruhestellung zumindest abschnittsweise an dem Haubengrundkörper an.
[0023] In der Betriebstellung ist die Blendeneinrichtung von dem Haubengrundkörper beabstandet
positioniert. Eine zwischen Haubengrundkörper und Blendeneinrichtung angeordnete Wrasenleiteinrichtung
ist in der Betriebstellung zumindest teilweise, insbesondere mit einem Abschnitt und/oder
einer Kante, von dem Haubengrundkörper beabstandet. Zugleich kann die Wrasenleiteinrichtung,
insbesondere mit einem anderen Abschnitt und/oder einer anderen Kante, an dem Haubengrundkörper
anliegen und/oder mit diesem verbunden sein.
[0024] In zweckmäßigen Ausgestaltungen ist die Wrasenleiteinrichtung wenigstens abschnittsweise
an die Blendeneinrichtung angeschlossen. Dabei ist unter angeschlossen insbesondere
zu verstehen, dass die Wrasenleiteinrichtung mit der Blendeneinrichtung wenigstens
abschnittsweise verbunden ist. Insbesondere durch diese Ausgestaltung kann ein gemeinsames
Verlagern erreicht werden. Zusätzlich wird eine Abdichtung zwischen Wrasenleiteinrichtung
und Blendeneinrichtung bewirkt, sodass Wrasen nicht zwischen der Wrasenleiteinrichtung
und der Blendeneinrichtung hindurchziehen kann, sondern über die Wrasenleiteinrichtung
zu dem Ansaugabschnitt des Haubengrundkörpers geleitet wird.
[0025] Erfindungsgemäß sind die Blendeneinrichtung und die Wrasenleiteinrichtung gemeinsam
verlagerbar. So ist es beispielsweise möglich, dass beim Auseinanderfahren bzw. Ausfahren
der Blendeneinrichtung automatisch die Wrasenleiteinrichtung mit ausgefahren bzw.
von der Ruhestellung in die Betriebstellung verlagert wird.
[0026] Bevorzugt weisen die Blendeneinrichtung und die Wrasenleiteinrichtung dazu einen
gemeinsamen Antrieb auf, sodass die Blendeneinrichtung und die Wrasenleiteinrichtung
gemeinsam motorisch und je nach Ausgestaltung auch vollautomatisch von der einen in
die andere Stellung verlagert werden können.
[0027] Zweckmäßig ist die Wrasenleiteinrichtung als verschwenkbare Klappe ausgebildet. Dabei
ist die Klappe beispielsweise mittels einer Scharniereinrichtung an dem Haubengrundkörper
aufgenommen, wobei die Wrasenleiteinrichtung bzw. die Scharniereinrichtung dann zusätzlich
translatorisch in vertikaler Richtung verfahrbar an dem Haubengrundkörper aufgenommen
ist, um sowohl ein Verschwenken als auch ein translatorisches Bewegen der Wrasenleiteinrichtung
in Relation zu dem Haubengrundkörper zu ermöglichen. Zweckmäßig kann die Klappe als
gerades Blech ausgebildet sein. Hierdurch wird auf eine besonders einfache Art eine
Wrasenleiteinrichtung zur Verfügung gestellt. Eine derartige Wrasenleiteinrichtung
eignet sich insbesondere zur Verwendung an einer Dunstabzugshaube mit einem im Wesentlichen
rechteckigen bzw. rechteckig ausgestalteten Haubengrundkörper. Ist der Haubengrundkörper
und/oder die Ansaugfläche im Wesentlichen rundlich ausgebildet, ist die Wrasenleiteinrichtung
bzw. die Klappe vorzugsweise an die Kontur bzw. die Grundformen des Haubengrundkörpers
angepasst.
[0028] Eine Ausführungsform sieht vor, dass die Dunstabzugshaube ein Kraftelement aufweist,
welches insbesondere als Federelement ausgeführt ist, wobei das Kraftelement eingerichtet
und ausgeführt ist, die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung mit einer Rückstellkraft
in die Betriebstellung zu bewegen. Bei einer als verschwenkbare Klappe ausgebildeten
Wrasenleiteinrichtung wird zumindest eine der Anschlagkanten der wenigstens einen
Wrasenleiteinrichtung mit der Rückstellkraft in die Betriebstellung bewegt. Hierdurch
wird für die Wrasenleiteinrichtung kein aktiver Antrieb benötigt. Allein durch den
passiven Antrieb der Krafteinrichtung kann die Wrasenleiteinrichtung in die Betriebstellung
überführt werden.
[0029] Eine Ausführungsform sieht vor, dass die Dunstabzugshaube wenigstens einen, insbesondere
motorischen, Antrieb aufweist. Der Antrieb ist eingerichtet die wenigstens eine Blendeneinrichtung
zwischen der Ruhestellung und der Betriebsstellung zu bewegen. Bei einer aktiv, insbesondere
automatisch angetriebenen Blendeneinrichtung kann die Wrasenleiteinrichtung gegen
die Rückstellkraft zurück in die Ruhestellung bewegt werden. Hierzu ist Antrieb der
Blendeneinrichtung eingerichtet und ausgeführt um bei einer Bewegung der Betriebsstellung
in die Ruhestellung eine zwischen der Blendeneinrichtung und dem Haubengrundkörper
angeordnete Wrasenleiteinrichtung, insbesondere gegen die Rückstellkraft des Kraftelements,
in die Ruhestellung zu bewegen. Dabei wird die Wrasenleiteinrichtung von der Blendeneinrichtung
geschoben. Die Wrasenleiteinrichtung gleitet dabei, zumindest mit einer an einer Gleitfläche
der Blendeneinrichtung anliegenden Kante an der Blendeneinrichtung entlang. Die Gleitfläche
ist bevorzugt an der Innenseite der Blendeneinrichtung angeordnet.
[0030] Die von dem Antrieb erzeugte und von der Blendeneinrichtung auf die Wrasenleiteinrichtung
und somit letztlich auf das Kraftelement wirkende Schließkraft größer als die der
Schließkraft entgegenwirkende Rückstellkraft.
[0031] Nach Ausführungsform hat die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung zwei gegenüberliegende
Anschlagkanten, welche in der in der Ruhestellung einen großen vertikalen Abstand
und kleinen horizontalen Abstand zueinander aufweisen. In der Betriebstellung haben
die zwei gegenüberliegende Anschlagkanten zueinander einen kleinen vertikalen Abstand
und einen großen horizontalen Abstand.
[0032] Zumindest beim Wechsel zwischen der Betriebstellung und der Ruhestellung beziehungsweise
umgekehrt, liegt eine der Anschlagkanten der wenigstens einen Wrasenleiteinrichtung
an der wenigstens einen Blendeneinrichtung, insbesondere an einer Gleitfläche der
wenigstens einen Blendeneinrichtung, an. Auch ist es möglich, dass eine der Anschlagkanten
der wenigstens einen Wrasenleiteinrichtung, insbesondere über ein Lagerelement, mit
dem Haubengrundkörper verbunden ist.
[0033] Bevorzugt ist die Wrasenleiteinrichtung wenigstens abschnittsweise flexibel ausgebildet.
Hierzu kann beispielsweise die Wrasenleiteinrichtung wenigstens abschnittsweise aus
Silikon gefertigt sein oder Silikon umfassen. Durch die flexibel ausgestaltete Wrasenleiteinrichtung
bzw. durch einen flexibel ausgestalteten Teil der Wrasenleiteinrichtung kann besonders
vorteilhaft eine Anbindung an den Haubengrundkörper und/oder die Blendeneinrichtung
erfolgen, sodass ein gemeinsames Verfahren bzw. Verlagern der Wrasenleiteinrichtungen
in eine geeignete Position bewirkt wird. Insbesondere kann durch eine flexible Ausgestaltung
auch das translatorische Verfahren in vertikaler Richtung bewirkt werden.
[0034] Die Wrasenleiteinrichtung ist nach einer Ausgestaltung beispielsweise über ein Lagerelement
mit dem Haubengrundkörper verbunden. Dieses Lagerelement ist vorzugsweise als ein
Gelenk ausgebildet. Ein solches gelenk kann durch einen flexiblen also elastischen
Abschnitt der Wrasenleiteinrichtung realisiert sein. Nach einer weiteren Ausgestaltung
ist die Wrasenleiteinrichtung weitestgehend aus einem elastischen Material, beispielsweise
einem Tuch aus einem Gewebe oder einer Folie gefertigt, welches in Betriebstellung
zwischen dem Haubengrundkörper und der Blendeneinrichtung aufgespannt ist und in der
Ruhestellung zwischen dem Haubengrundkörper und der Blendeneinrichtung zusammengefaltet
ist oder in dem zwischen dem Haubengrundkörper aufgenommen, insbesondere aufgerollt
ist.
[0035] Besonders bevorzugt sind wenigstens zwei Blendeneinrichtungen und wenigstens zwei
Wrasenleiteinrichtungen vorgesehen, wobei die Blendeneinrichtungen den Haubengrundkörper
in der Ruhestellung im wenigsten im Wesentlichen vollständig umschließen. Dabei ist
hier unter Umschließen insbesondere umhüllen bzw. verdecken bzw. einkleiden gemeint.
Vorzugsweise stellen die Blendeneinrichtungen dann in der Ruheposition eine im Wesentlichen
geschlossene äußere Hülle der Dunstabzugshaube bzw. des Haubengrundkörpers zur Verfügung.
Dabei ist unter im Wesentlichen vollständig insbesondere zu verstehen, dass die Seitenabschnitte
und die Front von der Blendeneinrichtung umschlossen ist. Oben und unten kann je nach
Ausgestaltung die Dunstabzugshaube bzw. der Haubengrundkörper frei bleiben.
[0036] Die Dunstabzugshaube kann auch ausgeführt sein mit wenigstens zwei Blendeneinrichtungen
und wenigstens zwei Wrasenleiteinrichtungen vorgesehen, wobei zwischen dem Haubengrundkörper
und jeder der Blendeneinrichtungen wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung angeordnet
ist. Hierdurch wird die Erfassung des aufsteigenden Wrasens verbessert. Auch ist es
möglich, dass die Blendeneinrichtung gleichmäßig über den Umfang des Haubengrundkörpers
verteilt sind. Hierdurch kann eine gleichmäßige Wrasenerfassung an allen Seiten der
Dunstabzugshaube erreicht werden. Zudem wird die Befestigung und Ausrichtung einer
derart ausgestalteten Dunstabzugshaube, insbesondere Inselhaube, vor Allem bei Verwendung
eines Seilsystems vereinfacht. Gemäß einer besonderen Ausführungsform sind die Blendeneinrichtungen
an gegenüberliegenden Seiten des Haubengrundkörpers angeordnet. In zweckmäßigen Ausgestaltungen
sind die Blendeneinrichtung und/oder die Wrasenleiteinrichtung in wenigstens eine
Servicestellung verlagerbar. Die Blendeneinrichtung und/oder die Wrasenleiteinrichtung
können dann vorzugsweise von einer im Wesentlichen an dem Haubenkörper anliegenden
Ruhestellung in eine von dem Haubengrundkörper entferntere Position, die Betriebsposition,
verlagert werden. Die Servicestellung ist erfindungsgemäß eine Stellung der Blendeneinrichtung
bzw. der Wrasenleiteinrichtung, welche noch weiter vom Haubenkörper entfernt ist bzw.
den Haubengrundkörper noch weiter freigibt als in der Betriebstellung. Dabei kann
die Verlagerung der Blendeneinrichtung in die Servicestellung rein translatorisch
vorzugsweise in horizontaler Richtung erfolgen. Es ist aber auch möglich, dass die
Blendeneinrichtung zunächst translatorisch verfahren und so vom Haubengrundkörper
entfernt wird und anschließend rotatorisch verschwenkt wird bzw. nach oben weggeklappt
wird. Dann kann ein Benutzer oder ein Servicemitarbeiter besonders gut den Haubengrundkörper
zur Wartung, Reparatur oder zum Austausch von Komponenten erreichen. Beispielsweise
kann ein Austauschen bzw. Wechseln der Filter des Ansaugabschnitts in der Servicestellung
der Blendeneinrichtung erfolgen. So kann beispielsweise ein Hebel zum Entriegeln der
Filter aus dem Ansaugabschnitt an dem Haubengrundkörper durch die Blendeneinrichtung
versteckt vorgesehen sein. Dieser kann dann in der Servicestellung leicht erreicht
werden. Zudem können auch andere Filter beispielsweise ein Geruchsfilter bzw. ein
Aktivkohlefilter in der Servicestellung ausgetauscht werden.
[0037] Besonders bevorzugt ist wenigstes eine weitere Ansaugöffnung an wenigstens einem
Seitenabschnitt des Haubengrundkörpers vorgesehen, wobei die Wrasenleiteinrichtung
diese Ansaugöffnung in der Ruhestellung im Wesentlichen verschließt. Dabei ist hier
unter Verschließen insbesondere ein Abdichten oder sogar ein fluiddichtes Verschließen
der weiteren Ansaugöffnung zu verstehen. So wird eine weitere Ansaugöffnung zur Verfügung
gestellt, wobei die Wrasenleiteinrichtung einerseits den aufsteigenden Wrasen zum
Ansaugabschnitt des Haubenkörpers leitet, aber in die weitere Ansaugöffnung führen
kann, sodass eine je nach Ausgestaltung eine noch effektivere Absaugung von Wrasen
möglich ist.
[0038] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zum Betreiben einer Dunstabzugshaube,
wie sie zuvor beschrieben wurde. Dabei werden die Blendeneinrichtung und die Wrasenleiteinrichtung
für den Betrieb der Dunstabzugshaube gemeinsam von der Ruhestellung in die Betriebstellung
verlagert, um eine vergrößerte Schirmfläche bereitzustellen.
[0039] Auch das erfindungsgemäße Verfahren bietet die schon zu der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube
beschriebenen Vorteile.
[0040] Bevorzugt wird die Blendeneinrichtung translatorisch verfahren, wobei die Wrasenleiteinrichtung
translatorisch verfahren und rotatorisch verschwenkt wird. Dabei wird insbesondere
die Blendeneinrichtung in horizontaler Ausrichtung translatorisch verfahren. Die Wrasenleiteinrichtung
wird vorzugsweise verschwenkt und in vertikaler Richtung translatorisch verfahren.
Hierdurch wird insbesondere erreicht, dass die Schirmfläche durch das Auseinanderfahren
der Blendeneinrichtung vergrößert wird und die Wrasenleiteinrichtung vorzugsweise
gleichzeitig mit der Blendeneinrichtung ausgeschwenkt und vorzugsweise in die Ebene
der Schirmeinrichtung nach unten verlagert wird.
[0041] Gemäß Ausführungsform wird die Wrasenleiteinrichtung von einer Blendeneinrichtung
bewegt. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung
während der Bewegung der Wrasenleiteinrichtung an einer Gleitfläche der Blendeneinrichtung
entlanggleitet. Hierdurch es einerseits möglich, dass der Abstand zwischen der Blendeneinrichtung
und der Wrasenleiteinrichtung minimiert ist, wodurch die Wrasenleitung zum Wraseneinlass
der Dunstabzughaube verbessert wird. Andererseits ist es so möglich, dass die Wrasenleiteinrichtung,
insbesondere gegen die Rückstellkraft eines Kraftelements, in die Ruhestellung bewegt
wird.
[0042] Besonders bevorzugt werden die Blendeneinrichtung und die Wrasenleiteinrichtung automatisch
von der Ruhestellung in die Betriebstellung verlagert und umgekehrt. Unter automatisch
wird hier insbesondere verstanden, dass die Blendeneinrichtung und die Wrasenleiteinrichtung
motorisiert verlagerbar sind, sodass entweder per Knopfdruck oder auch vollautomatisch,
beispielsweise gekoppelt an die Steuerung eines unter der Dunstabzugshaube angeordneten
Kochfeldes, ein Verlagern der Blendeneinrichtung und der Wrasenleiteinrichtung von
der Ruhestellung in die Betriebstellung ermöglicht wird. Dabei wird insbesondere bei
geschlossener Blendeneinrichtung bzw. bei geschlossenen Blendeneinrichtungen eine
besonders gleichmäßige und ansprechende Optik der Dunstabzugshaube erreicht. Durch
ein automatisches Verlagern der Blendeneinrichtung und der Wrasenleiteinrichtung wird
es insbesondere bei einer Kopplung an ein Kochfeld möglich, die Dunstabzugshaube auch
ohne eine in der Ruhestellung sichtbare Bedieneinheit vorzusehen. So kann beispielsweise
eine Bedieneinheit an dem Haubengrundkörper vorgesehen sein, welche bei zusammengefahrenen
Blendeneinrichtungen nicht zu sehen ist. Die Haube kann beispielsweise über das Berühren
einer Blendeneinrichtung in Betrieb genommen werden und auseinanderfahren, sodass
die Bedieneinheit freigegeben wird. Es ist aber auch möglich, dass die Dunstabzugshaube
beim Starten eines Kochvorgangs auf einem Kochfeld bzw. Einschalten des Kochfeldes
auseinanderfährt, sodass eine Bedieneinheit frei wird und/oder die Haube weiterhin
über das Kochfeld steuerbar ist.
[0043] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus dem Ausführungsbeispiel,
welches im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert wird.
[0044] In den Figuren zeigen:
- Figur 1
- eine rein schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube in einer
perspektivischen Ansicht;
- Figur 2
- eine weitere rein schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube
gemäß Figur 1;
- Figur 3
- eine nächste rein schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube
gemäß Figur 1;
- Figur 4
- eine andere rein schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube gemäß
Figur 1;
- Figur 5
- eine weitere rein schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube
gemäß Figur 1;
- Figur 6
- eine rein schematische Seitenansicht auf der Dunstabzugshaube gemäß Figur 1;
- Figur 7
- eine rein schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Dunstabzugshaube in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 8
- eine weitere rein schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube
gemäß Figur 7;
- Figur 9
- eine nächste rein schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube
gemäß Figur 7;
- Figur 10
- eine andere rein schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube gemäß
Figur 1; und
- Figur 11
- eine weitere rein schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube
gemäß Figur 1.
[0045] In den Figuren 1 bis 6 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Dunstabzugshaube 1 rein schematisch in unterschiedlichen Ansichten dargestellt, wobei
die Dunstabzugshaube 1 als Inselhaube ausgebildet ist und einen Haubenkörper 2 mit
einem im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist. Der Haubenkörper 2 weist
an der Unterseite eine Schirmeinrichtung 3 mit einem Ansaugabschnitt 4 auf, welcher
eine Ansaugöffnung 5 aufweist.
[0046] An dem Haubengrundkörper 2 sind zwei Blendeneinrichtungen 7 vorgesehen, welche zwischen
einer Ruhestellung 9 und einer Betriebstellung 10 verlagerbar sind. Dabei liegen die
Blendeneinrichtungen 7 in der Ruhestellung 9 im Wesentlichen an dem Haubengrundkörper
2 an. Dazu sind die Blendeneinrichtungen an die Form des Haubengrundkörpers 2 angepasst.
[0047] In der eingefahrenen Stellung 9 der Blendeneinrichtungen 7 stellt der Ansaugabschnitt
4 der Schirmeinrichtung 3 eine vordefinierte Schirmfläche 6 zur Verfügung.
[0048] In Figur 2 zu sehen, dass die Blendeneinrichtungen 7 von der Ruhestellung 9 in die
Betriebstellung 10 verlagert sind, wozu diese in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
translatorisch in horizontaler Ausrichtung verfahren wurden. Durch das Auseinanderfahren
der beiden Blendeneinrichtungen 7 entsteht, wie nachfolgend in den weiteren Figuren
erklärt wird, eine vergrößerte Schirmfläche 11, wozu an dem Haubengrundkörper auch
zwei Wrasenleiteinrichtungen 8 angeordnet sind, welche in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
jeweils an einem Seitenabschnitt 16 des Haubengrundkörpers 2 angeordnet sind und von
den Blendeneinrichtungen 7 verdeckt sind.
[0049] Die in den Figuren 1 und 2 nicht zu sehenden Wrasenleiteinrichtungen 8 werden zusammen
mit den Blendeneinrichtungen 7 verlagert, wodurch der aufsteigende Wrasen mittels
der Wrasenleiteinrichtungen 8 zu dem zentralen Ansaugabschnitt 4 und durch die Ansaugöffnung
5 in die Dunstabzugshaube 1 eingesaugt wird.
[0050] Weiterhin ist an dem oberen Abschnitt des Haubengrundkörpers 2 ein Auslass 17 vorgesehen,
über welche die eingesaugte Luft in dem gezeigten Ausführungsbeispiel in einem Umluftbetrieb
wieder zurück in die Küche geblasen wird.
[0051] Figur 3 ist die zuvor gezeigte Dunstabzugshaube 1 erneut dargestellt, wobei die linke
Blendeneinrichtung 7 entfernt wurde. Der Blick auf den Haubengrundkörper 2 wird frei,
wodurch man jetzt die Wrasenleiteinrichtung 8 dem linken Seitenabschnitt 16 des Haubengrundkörpers
2 erkennt. Hier liegt die Wrasenleiteinrichtung in der Ruhestellung 9 vor, in welcher
die Wrasenleiteinrichtung 8 an dem Haubengrundkörper 2 anliegt.
[0052] Die Wrasenleiteinrichtungen 8 sind in dem gezeigten Ausführungsbeispiel jeweils als
Klappe 13 ausgebildet, wobei die Klappe 13 abschnittsweise aus Stahl 19 gefertigt
ist, jedoch auch flexibles Material 18 umfassen.
[0053] In Figur 4 ist die Wrasenleiteinrichtung 8 in der Betriebstellung dargestellt, wobei
die Wrasenleiteinrichtung 8 in der Betriebstellung 10 zusammen mit der ausgefahrenen
Blendeneinrichtung 7 eine vergrößerte Schirmfläche 11 zur Verfügung stellt. Weiterhin
ist in Figur 4 rein schematisch dargestellt, dass an den Seitenabschnitt en 16 jeweils
eine weitere Ansaugöffnung 15 vorgesehen ist, welche von den Wrasenleiteinrichtungen
8 in der Ruhestellung im Wesentlichen abgedeckt bzw. verschlossen werden und in der
Betriebstellung 10 wenigstens abschnittsweise freigegeben werden.
[0054] In Figur 5 ist die Darstellung gemäß 4 in einer Frontalansicht erneut dargestellt.
Hier erkennt man auf der rechten Seite die ausgefahrene Blendeneinrichtung 7 und auf
der linken Seite die ausgefahrene bzw. verschwenkte Wrasenleiteinrichtung 8. In dieser
Ansicht ist gut zu erkennen, dass in der Ruhestellung 9 eine kleinere Schirmfläche
6 als in der Betriebstellung 10 bereitgestellt wird. Die in der Betriebstellung 10
vergrößerte Schirmfläche 11 durch die ausgefahrenen Blendeneinrichtungen 7 und die
verschwenkten bzw. verfahrenen Wrasenleiteinrichtungen 8 bereitgestellt.
[0055] In Figur 6 ist eine Seitenansicht auf den Seitenabschnitt 16 des Haubengrundkörpers
2 rein schematisch dargestellt, wobei hier die Wrasenleiteinrichtung nicht dargestellt
ist, sodass der Blick auf eine zweite bzw. weitere Ansaugöffnung 15 freigegeben ist.
[0056] In den Figuren 7 bis 11 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Dunstabzugshaube in verschiedenen Ansichten dargestellt.
[0057] Die hier dargestellte Dunstabzugshaube 1 umfasst einen Haubengrundkörper 2 mit einer
Schirmeinrichtung 3, welche einen Ansaugabschnitt 4 mit einer Ansaugöffnung 5 aufweist.
Der Haubengrundkörper hat einen im Wesentlichen runden Querschnitt und weist eine
bombierte Formgebung auf.
[0058] In Figur 7 ist dargestellt, dass die Blendeneinrichtungen 7 und die nicht zu sehenden
Wrasenleiteinrichtungen 8 in der Ruhestellung 9 an dem Haubengrundkörper 2 anliegen.
Dazu sind die Blendeneinrichtungen 7 und die Wrasenleiteinrichtungen 8 an die Formgebung
des Haubengrundkörpers 2 angepasst. In dieser Stellung wird durch die Schirmeinrichtung
3 eine vorbestimmte Schirmfläche 6 definiert.
[0059] In Figur 8 ist rein schematisch dargestellt, dass die Blendeneinrichtung 7 und die
darunterliegenden nicht zu erkennen Wrasenleiteinrichtungen 8 von der Ruhestellung
9 in die Betriebstellung 10 verlagert sind, wodurch diese weiter beabstandet von dem
Haubengrundkörper 2 vorliegen. In dieser Stellung der Wrasenleiteinrichtungen 8 und
Blendeneinrichtungen 7 wird eine vergrößerte Schirmfläche 11 bereitgestellt.
[0060] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel werden die Blendeneinrichtung 7 und die Wrasenleiteinrichtung
8 im Wesentlichen gemeinsam und/oder zeitgleich verlagert, wozu diese hier einen gemeinsamen
Antrieb 12 aufweisen, welcher in den Figuren nicht näher dargestellt ist. Durch die
motorisierte Ausgestaltung bzw. Verlagerung der Blendeneinrichtungen 7 und der Wrasenleiteinrichtungen
8 wird es unter anderem auch möglich, die Dunstabzugshaube automatisch zu steuern
bzw. mit dem Betrieb eines darunter angeordneten Kochfeldes zu koppeln.
[0061] In Figur 9 ist die Dunstabzugshaube 1 in der Ruhestellung 9 rein schematisch mit
nur einer Blendeneinrichtung 7 dargestellt, welche an dem Haubengrundkörper 2 anliegt.
Durch das Entfernen der Blendeneinrichtung 7 auf der linken Seite wird der Blick auf
die linke Wrasenleiteinrichtung 8 frei, welche in der Ruhestellung 9 an dem Haubengrundkörper
2 anliegt.
[0062] In Figur 10 ist die Darstellung der Dunstabzugshaube 1 gemäß Figur 9 in der Betriebstellung
10 dargestellt. In dieser Stellung sind sowohl Wrasenleiteinrichtung als auch die
Blendeneinrichtung 7 beabstandet von dem Haubengrundkörper 2 vorgesehen.
[0063] Beim Vergleich der Figuren 9 und 10 bzw. beim Vergleich der Wrasenleiteinrichtungen
8 in diesen beiden Figuren wird ersichtlich, dass die Wrasenleiteinrichtungen 8 sowohl
verschwenkt werden als auch translatorisch in vertikaler Richtung entlang des Haubengrundkörpers
2 verfahren werden. So wird erreicht, dass die untere Kante 20 der Wrasenleiteinrichtung
8 in der Betriebstellung 10 in etwa auf der Höhe der Schirmeinrichtung 3 vorliegt.
Durch das Verschwenken und Verlagern in vertikaler Richtung wird weiterhin erreicht,
dass die Wrasenleiteinrichtung 8 in der Ruheposition 9 nicht über das untere Ende
der Schirmeinrichtung übersteht und somit von der Blendeneinrichtung 7 verdeckt wird.
[0064] In Figur 11 ist rein schematisch dargestellt, dass die rechte Blendeneinrichtung
7 und in dem gezeigten Ausführungsbeispiel auch die rechte Wrasenleiteinrichtungen
8 neben der Ruhestellung 9 und der Betriebsstellung 10 auch in eine Servicestellung
14 verlagerbar sind. Je nach Ausgestaltung können auch beide Seiten in eine Servicestellung
14 verlagert werden.
[0065] In dieser Servicestellung 14 sind die Blendeneinrichtung 7 und/oder die Wrasenleiteinrichtung
8 noch weiter vom Haubengrundkörper 2 entfernt als in der Betriebstellung 10 vorgesehen
bzw. geben diesen noch weiter frei. So wird erreicht, dass ein Benutzer besser an
den Haubengrundkörper 2 gelangen kann, sodass er oder auch bei Wartungsarbeiten ein
Techniker Komponenten leichter aus dem Haubengrundkörper 2 entnehmen und ersetzen
kann. Beispielsweise ist es auch möglich, dass das Entriegeln von Filterelementen
aus dem Ansaugabschnitt 4 über einen Hebel erfolgt, welcher seitlich an dem Haubengrundkörper
2 angeordnet ist und im Normalbetrieb der Dunstabzugshaube von den Blendeneinrichtungen
7 versteckt ist.
[0066] Beide gezeigten Ausführungsformen weisen keine Bedieneinheit auf. Die Bedienung erfolgt
in den gezeigten Ausführungen gekoppelt an die Bedienung des unter der Dunstabzugshaube
1 angeordneten Kochfeldes. In anderen Ausgestaltungen kann auch eine eigene Bedieneinheit
vorgesehen sein, welche dann vorzugsweise an dem Haubengrundkörper angeordnet ist
unter den Blendeneinrichtungen 7 in der Ruhestellung 9 verdeckt ist. Die Bedieneinheit
kann in der Betriebstellung 10 der Blendeneinrichtungen 7 dann freigegeben werden,
wobei das Verfahren der Blendeneinrichtungen 7 über eine geeignete Methode angestoßen
wird.
Bezugszeichenliste
[0067]
- 1
- Dunstabzugshaube
- 2
- Haubengrundkörper
- 3
- Schirmeinrichtung
- 4
- Ansaugabschnitt
- 5
- Ansaugöffnung
- 6
- Schirmfläche
- 7
- Blendeneinrichtung
- 8
- Wrasenleiteinrichtung
- 9
- Ruhestellung
- 10
- Betriebstellung
- 11
- vergrößerte Schirmfläche
- 12
- Antrieb
- 13
- Klappe
- 14
- Servicestellung
- 15
- Ansaugöffnung
- 16
- Seitenabschnitt
- 17
- Auslass
- 18
- flexibles Material
- 19
- Stahl
- 20
- Kante
1. Dunstabzugshaube (1) umfassend wenigstens einen Haubengrundkörper (2) mit wenigstens
einer Schirmeinrichtung (3) mit wenigstens einem Ansaugabschnitt (4) mit wenigstens
einer Ansaugöffnung (5), wobei die Schirmeinrichtung (3) eine vorbestimmte Schirmfläche
(6) definiert,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens eine Blendeneinrichtung (7) und wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung (8)
an dem Haubengrundkörper (2) angeordnet sind, wobei die wenigstens eine Blendeneinrichtung
(7) und die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung (8) wenigstens von einer Ruhestellung
(9) in eine Betriebstellung (10) verlagerbar sind um eine vergrößerte Schirmfläche
(11) bereitzustellen, wobei
in der Ruhestellung (9) die wenigstens eine Blendeneinrichtung (7) und die wenigstens
eine Wrasenleiteinrichtung (8) mit einem geringen Abstand zum Haubengrundkörper (2)
positioniert sind und
in der Betriebstellung (10) die wenigstens eine Blendeneinrichtung (7) von dem Haubengrundkörper
(2) beabstandet ist und die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung (8) zumindest teilweise
von dem Haubengrundkörper (2) beabstandet ist.
2. Dunstabzugshaube (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Haubengrundkörper (2)
die wenigstens eine Blendeneinrichtung (7) translatorisch verfahrbar und/oder rotatorisch
verschwenkbar aufgenommen ist
und/oder
die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung (8) translatorisch verfahrbar und/oder rotatorisch
verschwenkbar aufgenommen ist.
3. Dunstabzugshaube (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung (8) zwei gegenüberliegende Anschlagkanten
aufweist, welche in der in der Ruhestellung (9) einen großen vertikalen Abstand und
kleinen horizontalen Abstand zueinander aufweisen und in der Betriebstellung (10)
einen kleinen vertikalen Abstand und einen großen horizontalen Abstand zueinander
aufweisen.
4. Dunstabzugshaube (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung (8) zwei gegenüberliegende Anschlagkanten
aufweist, wobei zumindest in der Ruhestellung (9) eine der Anschlagkanten der wenigstens
einen Wrasenleiteinrichtung (8) an der wenigstens einen Blendeneinrichtung (7), insbesondere
an einer Gleitfläche der wenigstens einen Blendeneinrichtung (7) anliegt.
5. Dunstabzugshaube (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung (8) zwei gegenüberliegende Anschlagkanten
aufweist, wobei eine der Anschlagkanten der wenigstens einen Wrasenleiteinrichtung
(8), insbesondere über ein Lagerelement, mit dem Haubengrundkörper (2) verbunden ist.
6. Dunstabzugshaube (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Blendeneinrichtung (7) und die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung
(8) gemeinsam verlagerbar sind.
7. Dunstabzugshaube (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugshaube (1) ein Kraftelement aufweist, welches insbesondere als Federelement
ausgeführt ist, wobei das Kraftelement eingerichtet und ausgeführt ist, die wenigstens
eine Wrasenleiteinrichtung (8), insbesondere eine der Anschlagkanten der wenigstens
einen Wrasenleiteinrichtung (8), mit einer Rückstellkraft in die Betriebstellung (10)
zu bewegen.
8. Dunstabzugshaube (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugshaube (1) wenigstens einen, insbesondere motorischen, Antrieb aufweist,
welcher eingerichtet ist die wenigstens eine Blendeneinrichtung (7) zwischen der Ruhestellung
(9) und der Betriebsstellung (10) zu bewegen.
9. Dunstabzugshaube (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Blendeneinrichtung (7) eingerichtet und ausgeführt ist, bei einer
Bewegung der Betriebsstellung (10) in die Ruhestellung (9) die zwischen der wenigstens
einen Blendeneinrichtung (7) und dem Haubengrundkörper (2) angeordnete wenigstens
eine Wrasenleiteinrichtung (8), insbesondere gegen die Rückstellkraft des Kraftelements,
in die Ruhestellung (9) zu bewegen.
10. Dunstabzugshaube (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Blendeneinrichtungen (7) vorgesehen sind, wobei zwischen dem Haubengrundkörper
(2) und jeder der Blendeneinrichtungen (7) wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung (8)
angeordnet ist und/oder die Blendeneinrichtungen (7) gleichmäßig über den Umfang des
Haubengrundkörpers (2) verteilt sind, insbesondere an gegenüberliegenden Seiten des
Haubengrundkörpers (2) angeordnet sind.
11. Dunstabzugshaube (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendeneinrichtung (7) in wenigstens eine Servicestellung (14) verlagerbar ist.
12. Verfahren zum Betreiben einer Dunstabzugshaube (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die wenigstens eine Blendeneinrichtung (7) und die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung
(7) für den Betrieb der Dunstabzugshaube (1) aus der Ruhestellung (9) in die Betriebstellung
(10) verlagert werden, um eine vergrößerte Schirmfläche (11) bereitzustellen und/oder
und die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung (7) von der wenigstens einen Blendeneinrichtung
(7) aus der Betriebstellung (10) in die Ruhestellung (9) bewegt wird.
13. Verfahren nach dem einen vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung (8) während der Bewegung der Wrasenleiteinrichtung
(8) entlang einer Gleitfläche der Blendeneinrichtung (7) bewegt wird.
14. Verfahren nach den beiden vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Blendeneinrichtung (7) translatorisch verfahren wird und dass
die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung (8) translatorisch verfahren und/oder rotatorisch
verschwenkt wird.
15. Verfahren nach den drei vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Blendeneinrichtung (7) und die wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung
(8) automatisch von der Ruhestellung (9) in die Betriebstellung (10) verlagert werden
und umgekehrt.