(19)
(11) EP 3 349 617 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.09.2020  Patentblatt  2020/38

(21) Anmeldenummer: 16778370.3

(22) Anmeldetag:  07.10.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47B 88/90(2017.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2016/073987
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2017/084805 (26.05.2017 Gazette  2017/21)

(54)

MÖBELTEIL

FURNITURE PART

ÉLÉMENT DE MEUBLE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 17.11.2015 DE 202015007937 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
25.07.2018  Patentblatt  2018/30

(73) Patentinhaber: Grass GmbH
6973 Höchst (AT)

(72) Erfinder:
  • WEBER, Ronald
    74613 Öhringen (DE)
  • GRABHER, Günter
    6972 Fussach (AT)

(74) Vertreter: Patentanwälte Magenbauer & Kollegen Partnerschaft mbB 
Plochinger Straße 109
73730 Esslingen
73730 Esslingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 10 242 519
US-A1- 2014 231 404
DE-C1- 19 705 779
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Schublade, die über eine Führungseinrichtung relativ zu einem Möbelkorpus eins Möbels zwischen einer Offen- und einer Schließstellung bewegbar in einem Möbelfach des Möbelkorpus aufnehmbar ist, wobei die Schublade einen Schubladen-Boden aufweist.

    [0002] Ein als Schublade ausgebildetes Möbelteil besitzt in der Regel neben dem Schubladen-Boden, Seitenteile, die als Seitenwände oder Zargen ausgebildet sind. Ferner umfasst die Schublade noch eine Rückwand und eine der Rückwand entgegengesetzte Front, die in der Regel als Frontblende ausgebildet ist und in der Schließstellung der Schublade plan mit dem sie umgebenden Möbelkorpus abschließt.

    [0003] Die DE 102 42 519 A1 offenbart eine Schublade, mit einem Korpus, der einen Boden und Wandungen aufweist. Zur Bildung des Bodens sind wenigstens zwei Grundelemente vorgesehen, die Haltemittel für die Wandungen aufweisen. Die Grundelemente sind als Hohlprofile ausgebildet. Zwischen den Grundelementen kann ein zusätzliches Bodenelement vorgesehen sein.

    [0004] Die US 2014/0231404 A1 offenbart eine Schublade, bei der im Schubladen-Boden und/oder an den Schubladenseitenwänden bzw. an der Schubladen-Rückwand Heizelemente integriert sind.

    [0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schublade der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die gegenüber herkömmlichen Möbelteilen zusätzliche Funktionen aufweist.

    [0006] Diese Aufgabe wird durch eine Schublade mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen dargestellt.

    [0007] Die erfindungsgemäße Schublade ist über eine Führungseinrichtung relativ zu einem Möbelkorpus eines Möbels zwischen einer Offen- und einer Schließstellung bewegbar in einem Möbelfach des Möbelkorpus aufnehmbar, wobei die Schublade einen Schubladen-Boden aufweist, der mit einer von eventuellen Führungs- und Dämpfungsaufgaben unabhängigen Funktionseinrichtung ausgestattet ist, wobei die Funktionseinrichtung wenigstens einen unmittelbar vom Schubladen-Boden gebildeten in Längs- bzw. Querrichtung des Schubladen-Bodens verlaufenden Funktionsabschnitt in Form einer Aufnahmenut aufweist und wobei die Funktionseinrichtung wenigstens ein bezüglich des Schubladen-Bodens gesondertes, am Schubladen-Boden fixiertes Funktionselement in Form einer Lichtleiste aufweist, die in die Aufnahmenut aufgenommen ist, wobei der Schubladen-Boden von zwei Bodenelementen gebildet ist, wobei die wenigstens eine Aufnahmenut durch einen Spalt zwischen den beiden Bodenelementen gebildet ist,
    • wobei die Bodenelemente durch einen als Lichtleiste ausgebildeten Abstandshalter in Quer- bzw. Längsrichtung des Schubladen-Bodens auf Abstand zueinander gehalten sind, wobei die Lichtleiste aus zwei Lichtleistenteilen in Form von flexiblen LED-Streifen besteht, die an den beiden einander gegenüberliegenden Innenkanten der Bodenelemente angeklebt sind, und wobei die Lichtleiste eine in den Spalt aufgenommene aus durchscheinendem Material bestehende leistenartige Streuscheibe umfasst, über die von den LED's emittiertes Licht in den Schubladen-Innenraum gestreut wird
    • oder wobei die Bodenelemente durch einen nicht als Lichtleiste ausgebildeten Abstandshalter in Form einer Blechwange in Quer- bzw. Längsrichtung des Schubladen-Bodens auf Abstand zueinander gehalten sind, wobei die Blechwange einerseits an die Innenkante des einen Bodenelementes und andererseits an die Innenkante des anderen Bodenelements befestigt ist und einen Basisabschnitt aufweist, der den Boden der Aufnahmenut bildet, auf dem eine leistenartige Streuscheibe angeordnet ist,

      wobei die Lichtleiste aus zwei Lichtleistenteilen in Form von flexiblen LED-Streifen besteht, die an die nach oben offene Blechwange an zwei einander gegenüberliegende Seitenflächen geschraubt oder geklebt sind,

      oder wobei die Lichtleiste als LED-Lichtstab ausgebildet ist, der an die Blechwange angeschraubt oder angeklebt ist.



    [0008] Der Schubladen-Boden wird also für zusätzliche Funktionen genutzt. Es ist möglich, herkömmliche Schubladen mit einer mit Funktionseinrichtung ausgestatteten Schubladen-Boden nachzurüsten, in dem der Schubladen-Boden ausgetauscht wird. Mit der Funktionseinrichtung lassen sich auch mehrere Funktionen gleichzeitig verwirklichen.

    [0009] Die Funktionseinrichtung weist wenigstens ein bezüglich des Schubladen-Bodens gesondertes, am Schubladen-Boden fixierbares oder fixiertes Funktionselement auf. Es ist beispielsweise möglich, dass das wenigstens eine Funktionselement mittels Haltemitteln am Schubladen-Boden fixierbar ist.

    [0010] Die Funktionseinrichtung weist wenigstens ein unmittelbar vom Boden gebildeten Funktionsabschnitt auf.

    [0011] Bei dem wenigstens einen Funktionsabschnitt handelt es sich um eine Aufnahmenut.

    [0012] Die wenigstens eine Aufnahmenut ist in Längs- und/oder Querrichtung des Schubladen-Bodens ausgerichtet. Es ist beispielsweise möglich, mehrere, insbesondere parallel zueinander ausgerichtete Aufnahmenuten in Längsrichtung vorzusehen oder alternativ mehrere, insbesondere parallel zueinander ausgerichtete Aufnahmenuten in Querrichtung auszubilden. Denkbar wäre auch eine Kreuzstruktur aus in Längs- und Querrichtung verlaufenden Aufnahmenuten.

    [0013] Der Schubladen-Boden ist von mehreren Bodenelementen gebildet, wobei die wenigstens eine Aufnahmenut durch einen Spalt zwischen den beiden Bodenelementen gebildet ist.

    [0014] Die Bodenelemente sind durch wenigstens ein in der Aufnahmenut aufgenommenes Funktionselement in Form einer Lichtleiste auf Abstand zueinander gehalten.

    [0015] Bei der Lichtleiste handelt es sich um eine LED-Lichtleiste.

    [0016] Die Lichtleiste ist in der Aufnahmenut aufgenommen.

    [0017] Die Funktionseinrichtung kann ein elektrisches Anschlussteil zur elektrischen Kontaktierung des wenigstens einen elektrischen Funktionselements, insbesondere Lichtleiste, elektrisches Kabel o. dgl., aufweisen.

    [0018] Dabei können die Lichtleiste und das elektrische Anschlussteil zur Kontaktierung berührungslos beispielsweise mittels Induktion miteinander gekoppelt sein. Alternativ ist es möglich, dass das elektrische Anschlussteil und die Lichtleiste mittels eines Steckanschlusses miteinander gekoppelt sind.

    [0019] Bei der Kontaktierung mittels Stecker ist zweckmäßigerweise ein Steckerteil am elektrischen Anschlussteil und ein Steckerteil an der Lichtleiste angeordnet. Die Steckerteile können mittels Federn oder mittels Magnetkraft wenigstens eines Magneten miteinander gekoppelt werden.

    [0020] Zweckmäßigerweise ist es möglich, dass die Stromzuführung zum elektrischen Funktionselement in Form der Lichtleiste über die der Rückwand zugeordneten Rückseite des Schubladen-Bodens erfolgt. Es ist beispielsweise möglich, dass sich die Lichtleiste an der Innenseite der Schubladen-Front befindet und die Stromzuführung über die am Schubladen-Boden ausgebildete Aufnahmenut erfolgt. Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, dass die wenigstens eine Lichtleiste an der Rückwand der Schublade angeordnet ist.

    [0021] Es ist möglich, dass das elektrische Anschlussteil mit dem Netz gekoppelt ist. Alternativ ist es möglich, die Stromzuführung mittels Batterien oder Akkus zu verwirklichen. Die Batterien oder Akkus können in die Aufnahmenut des Schubladen-Bodens aufgenommen sein.

    [0022] Die Erfindung umfasst ferner ein Möbel, mit einem Möbelkorpus, in dem ein Möbelteil über eine Führungseinrichtung relativ beweglich zum Möbelkorpus geführt aufgenommen ist, wobei das Möbelteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3 ausgebildet ist.

    [0023] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
    Figur 1
    eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Schublade,
    Figur 2
    eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Schublade,
    Figur 3
    eine perspektivische Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Schublade,
    Figur 4
    eine perspektivische Darstellung eines vierten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Schublade,
    Figur 5
    eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit X der Schublade aus Figur 1,
    Figur 6
    eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit Y der Schublade aus Figur 3,
    Figur 7
    eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit Z der Schublade aus Figur 4,
    Figur 8
    eine perspektivische Darstellung eines fünften nicht zur Erfindung gehörenden Ausführungsbeispiels der Schublade,
    Figur 9
    eine perspektivische Darstellung eines nicht zur Erfindung gehörenden sechsten Ausführungsbeispiels der Schublade,
    Figur 10
    eine perspektivische Darstellung eines siebten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Schublade,
    Figur 11
    eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit A des Möbelteils aus Figur 8,
    Figur 12
    eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit B des Möbelteils aus Figur 9,
    Figur 13
    eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit C aus Figur 10,
    Figur 14
    eine Draufsicht auf ein achtes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade,
    Figur 15
    eine Draufsicht auf ein neuntes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade,
    Figur 16
    eine Draufsicht auf ein zehntes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade,
    Figur 17
    eine perspektivische Darstellung eines elften nicht zur Erfindung gehörenden Ausführungsbeispiels der Schublade,
    Figur 18
    eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit D des Möbelteils aus Figur 17,
    Figur 19
    eine perspektivische Darstellung eines nicht zur Erfindung gehörenden zwölften Ausführungsbeispiels der Schublade,
    Figur 20
    eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit E des Möbelteils aus Figur 19,
    Figur 21
    eine perspektivische Darstellung eines nicht zur Erfindung gehörenden dreizehnten Ausführungsbeispiels der Schublade,
    Figur 22
    eine perspektivische Darstellung eines nicht zur Erfindung gehörenden vierzehnten Ausführungsbeispiels der Schublade,
    Figur 23
    eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit F des Möbelteils aus Figur 22,
    Figur 24
    eine Teilansicht eines nicht zur Erfindung gehörenden fünfzehnten Ausführungsbeispiels der Schublade,
    Figur 25
    eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit G des Möbelteils von Figur 24,
    Figur 26
    eine Teilansicht eines nicht zur Erfindung gehörenden sechszehnten Ausführungsbeispiels der Schublade,
    Figur 27
    eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit H des Möbelteils aus Figur 26,
    Figur 28
    eine Teilansicht eines nicht zur Erfindung gehörenden siebzehnten Ausführungsbeispiels der Schublade,
    Figur 29
    eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit I des Möbelteils aus Figur 28,
    Figur 30
    eine Teilansicht eines achtzehnten nicht zur Erfindung gehörenden Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Schublade,
    Figur 31
    eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit J des Möbelteils aus Figur 30,
    Figur 32
    eine Teilansicht eines neunzehnten nicht zur Erfindung gehörenden Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Schublade,
    Figur 33
    eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit K des Möbelteils aus Figur 32,
    Figur 34
    eine Teilansicht eines zwanzigsten nicht zur Erfindung gehörenden Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Möbelteils mit vergrößerten Einzelheiten L und M und
    Figur 35
    eine perspektivische Darstellung eines nicht zur Erfindung gehörenden einundzwanzigsten Ausführungsbeispiels der Schublade.


    [0024] Die Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen bewegbaren Möbelteils 11 in Form einer Schublade.

    [0025] Die Schublade ist mittels einer Führungseinrichtung (nicht dargestellt) relativ zu einem Möbelkorpus (nicht dargestellt) eines Möbels verschieblich gelagert. Die Führungseinrichtung umfasst mehrere Führungseinheiten, die an einander entgegengesetzt liegenden Seitenrändern der Schublade angeordnet sind. Die Führungseinheiten besitzen jeweils eine Korpusschiene (nicht dargestellt), die beispielsweise als umgebogenes Blechbauteil ausgestaltet sein kann. Die Korpusschiene ist über geeignete Befestigungsmittel an einer zugeordneten Seitenwand (nicht dargestellt) einer im Möbelkorpus ausgebildeten Schubladenaufnahme (nicht dargestellt) positionsfest befestigt. An der Korpusschiene ist eine Mittelschiene verschieblich gelagert, an der wiederum eine Auszugsschiene mittels Lagermitteln (nicht dargestellt) verschieblich geführt ist. Die Auszugsschiene, die auch als Bewegungsschiene bzw. Laufschiene bezeichnet werden kann, ist der Schublade zugeordnet und verläuft unterhalb des Schubladen-Bodens in Tiefenrichtung. Die Kombination aus Korpusschiene, Mittelschiene und Auszugsschiene wird Vollauszug genannt. Es ist jedoch auch denkbar, Führungseinheiten ohne Mittelschiene zu verwenden.

    [0026] Die Schublade besitzt einen Schubladen-Boden, der aus unterschiedlichen Materialien bestehen kann. Es sind beispielsweise Schubladen-Böden aus Holz oder Kunststoff denkbar. Der Schubladen-Boden besitzt in der Regel eine rechteckige Grundform und weist eine Boden-Oberseite 13 und eine diese entgegengesetzt liegende Boden-Unterseite 14 auf. Ferner besitzt der Schubladen-Boden eine hintere Boden-Stirnkante 15 und eine dieser entgegengesetzt angeordnete vordere Boden-Stirnkante 16. Der vorderen Boden-Stirnkante 16 ist im Regelfall eine Front, insbesondere in Form einer Frontblende 17, zugeordnet.

    [0027] Wie insbesondere in Figur 1 dargestellt, ist der hinteren Boden-Stirnkante 15 eine Rückwand 33 zugeordnet, wobei die hintere Boden-Stirnkante 15 an die Innenseite 18 der Rückwand 33 anstößt.

    [0028] Die Frontblende 17 bildet den vorderen Abschluss der Schublade und schließt in der Schließstellung der Schublade plan mit dem sie umgebenden Möbelkorpus ab.

    [0029] In der Regel umfasst die Schublade noch Verstelleinrichtungen, mit denen sich die Höhen-, Tiefen- und/oder Seitenlage der Schublade bezüglich des Möbelkorpus einstellen lässt.

    [0030] Der Schubladen-Boden besitzt ferner zwei einander entgegengesetzt angeordnete Boden-Längskanten 19a, 19b. Wie beispielsweise in Figur 1 darstellt, ist den beiden Boden-Längskanten 19a, 19b jeweils ein Schubladen-Seitenteil 20a, 20b zugeordnet, das im Beispielsfall als Seitenzarge ausgebildet ist.

    [0031] Erfindungsgemäß ist der Schubladen-Boden mit einer von eventuellen Führungs- und Dämpfungsaufgaben unabhängigen Funktionseinrichtung 21 ausgestattet.

    [0032] Die Funktionseinrichtung 21 besitzt wenigstens ein bezüglich des Schubladen-Bodens gesondertes, am Schubladen-Boden fixierbares oder fixiertes Funktionselement 22.

    [0033] Ferner besitzt die Funktionseinrichtung 21 wenigstens einen unmittelbar vom Boden gebildeten Funktionsabschnitt 23.

    [0034] Wie beispielhaft anhand des ersten Ausführungsbeispiels der Figur 1 gezeigt, handelt es sich bei dem vom Boden gebildeten Funktionsabschnitt 23 um eine in Längsrichtung des Schubladen-Bodens verlaufende Aufnahmenut. Gemäß erstem Ausführungsbeispiel handelt es sich bei dem bezüglich des Schubladen-Boden gesonderten Funktionselement um ein elektrisches Funktionselement in Form einer Lichtleiste.

    [0035] Wie insbesondere in Figur 1 gezeigt, besteht der Schubladen-Boden gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung aus zwei Bodenelementen 24a, 24b, die in Querrichtung des Schubladen-Bodens auf Abstand zueinander angeordnet sind und zwischen sich einen Spalt 25 bilden, der die als Funktionsabschnitt 23 ausgebildete Aufnahmenut bildet.

    [0036] Im Beispielsfall besteht die als Funktionselement 22 ausgebildete Lichtleiste aus zwei Lichtleistenteilen 26a, 26b, die jeweils an den beiden einander gegenüberliegenden Innenkanten 27a, 27b der Bodenelemente 24a, 24b angeordnet sind. Die Lichtleistenteile 26a, 26b, die als flexible LED-Streifen ausgebildet sind, sind zweckmäßigerweise an die Innenkanten 27a, 27b angeklebt.

    [0037] Wie insbesondere in Figur 1 gezeigt, umfasst die Lichtleiste eine in die Aufnahmenut bzw. den Spalt 25 aufgenommene aus durchscheinendem Material, beispielsweise Acrylglas, bestehende leistenartige Streuscheibe 28, über die von den LEDs emittiertes Licht in den Schubladen-Innenraum gestreut wird.

    [0038] Die Figur 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schublade 11. Wie beim zuvor beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel ist auch hier ein Funktionselement 22 in Form einer Lichtleiste, insbesondere LED-Lichtleiste, vorgesehen. Ferner umfasst die Funktionseinrichtung 21 einen als Aufnahmenut ausgebildeten Funktionsabschnitt 23, der in Längsrichtung des Schubladen-Bodens verläuft. Ferner besteht der Schubladen-Boden wie beim ersten Ausführungsbeispiel aus zwei Bodenelementen 24a, 24b, die jedoch im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel nicht über die Streuscheibe auf Abstand zueinander gehalten werden, sondern durch einen nicht zu den Funktionselementen 22 zählenden in Form einer Blechwange, die einerseits an die Innenkante 27a des einen Bodenelements 24a und andererseits an die Innenkante 27b des anderen Bodenelements 24b befestigt, insbesondere angeschraubt wird. Auch hier besteht die Lichtleiste aus zwei Lichtleistenteilen 26a, 26b in Form von flexiblen LED-Streifen, die an die nach oben offene Blechwange, und zwar an zwei einander gegenüberliegende Seitenflächen geschraubt wird oder alternativ angeklebt werden.

    [0039] Gemäß zweitem Ausführungsbeispiel besitzt die als Abstandshalter 29 ausgebildete Blechwange einen Basisabschnitt 30, der den Boden der Aufnahmenut bildet. Auf dem Basisabschnitt 30 der Blechwange ist die insbesondere aus Acrylglas bestehende leistenförmige Streuscheibe 28 angeordnet.

    [0040] Die Figur 3 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schublade 11. Das dritte Ausführungsbeispiel entspricht im Wesentlichen dem zuvor beschriebenen zweiten Ausführungsbeispiel. Es ist ebenfalls wiederum ein Abstandshalter 29 in Form einer Blechwange vorgesehen, der die beiden Bodenelemente 24a, 24b des Schubladen-Bodens auf Abstand zueinander hält. Ferner ist auf dem Basisabschnitt 30 des Abstandshalters 29 bzw. der Blechwange die leistenförmige Streuscheibe 28 angeordnet.

    [0041] Im Unterschied zum zuvor beschriebenen zweiten Ausführungsbeispiel sind die beiden Lichtleistenteile 26a, 26b in Form der LED-Streifen nicht seitlich an der Blechwange angeordnet, sondern werden so angebracht, dass sie nach oben leuchten, beispielsweise dadurch, dass sie an der Oberseite des Basisabschnitts 30 angeklebt sind.

    [0042] Die Figur 4 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schublade 11. Auch hier ist ein Funktionselement 22 in Form einer Lichtleiste vorgesehen. Ferner ist ein Funktionsabschnitt 23 in Form einer Aufnahmenut vorgesehen. Wie im zweiten und dritten Ausführungsbeispiel beschrieben, ist wiederum ein Abstandshalter 29 vorgesehen, der die beiden Bodenelemente 24a, 24b des Schubladen-Bodens auf Abstand hält. Im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen ist jedoch der Spalt zwischen den beiden Bodenelementen 24a, 24b durch einen schmaleren Abstandshalter 29 geringer. Wie insbesondere in Figur 7 gezeigt, wird anstelle von LED-Streifen ein LED-Lichtstab 31 verwendet, der an die Blechwange angeschraubt bzw. dort angeklebt ist.

    [0043] Die Figur 8 zeigt ein fünftes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade. Im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen ist bei diesem Ausführungsbeispiel das Funktionselement 22 andersartig ausgestaltet. Anstelle einer Lichtleiste ist hier eine Profilleiste vorgesehen, die insbesondere als Hohlprofilleiste ausgebildet ist. Der Schubladen-Boden besitzt wiederum zwei Bodenelemente 24a, 24b, die durch die Profilleiste in Querrichtung auf Abstand zueinander gehalten sind. Die Profilleiste, die, wie bereits erwähnt, insbesondere als Hohlprofilleiste ausgebildet ist, besteht zweckmäßigerweise aus Kunststoffmaterial und ist einerseits über Befestigungsmittel an der Innenkante 27a des einen Bodenelements 24a und andererseits an der Innenkante 27b des anderen Bodenelements 24b befestigt. Als Befestigungsmittel eignen sich im Bereich der Außenkanten der Hohlprofilleiste nach außen abragende Befestigungszapfen 42, die in korrespondierende, an den Innenkanten 27a, 27b der Bodenelemente 24a, 24b ausgebildete Befestigungslöcher aufgenommen sind.

    [0044] Die Hohlprofilleiste gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel eignet sich, wie nachfolgend noch näher erläutert, als Kabelkanal für die Stromzuführung von elektrischen Funktionselementen, beispielsweise Lichtleiste, oder dergleichen.

    [0045] Die Figur 9 zeigt ein sechstes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade. Im Gegensatz zu dem zuvor beschriebenen fünften Ausführungsbeispiel ist das Funktionselement 22 als Profilleiste in Form einer nach unten offenen Blechwange ausgebildet, die einerseits an die Innenkante 27a des einen Bodenelements 24a und andererseits an die Innenkante 27b des anderen Bodenlements 24b angeschraubt bzw. angeklebt ist.

    [0046] Die Figur 10 zeigt ein siebtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Möbelteils 11. Das siebte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen dadurch, dass der Funktionsabschnitt 23 des Schubladen-Bodens in Querrichtung des Schubladen-Bodens verläuft. Es ist hier beispielsweise ein Funktionselement 22 in Form eines Abstandhalters 29 in Form einer nach oben offenen Blechwange dargestellt, wobei der Schubladen-Boden in diesem Fall aus einem der Rückwand 33 zugeordneten hinteren Bodenelement 32a und einem der Frontblende zugeordneten vorderen Bodenelement 32b gebildet ist.

    [0047] Die Figur 14 zeigt ein achtes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade 11. Es ist hier ein Funktionselement 22 in Form eines elektrischen Kabels vorgesehen. Als Funktionsabschnitt 23 fungiert eine im Schubladen-Boden ausgebildete Bohrung, durch die das elektrische Kabel hindurchgeführt ist. Es ist ferner ein weiteres Funktionselement 22 in Form einer Lichtleiste vorgesehen, wobei die Lichtleiste ein LED-Streifen aufweist, der an der Innenseite der Frontblende 17 angeordnet, beispielsweise dort angeschraubt oder angeklebt ist. Die Stromversorgung des LED-Streifens erfolgt, wie erwähnt, über das elektrische Kabel, das in der Bodenplatte der Schublade, also im Schubladen-Boden integriert und somit nicht sichtbar ist.

    [0048] Die Figur 15 zeigt ein neuntes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade. Als Funktionselement 22 ist hier eine Hohlprofilleiste vorgesehen, die einerseits an die Innenkante 27a des einen Bodenelements 24a und andererseits an die Innenkante 27b des anderen Bodenelements 24b des Schubladen-Bodens geschraubt bzw. geklebt ist. Die Hohlprofilleiste dient als Kabelkanal und nimmt ein Funktionselement 22 in Form eines elektrischen Kabels auf, das zur Stromversorgung einer an der Innenseite der Frontblende 17 angeordneten Lichtleiste, in Form eines LED-Streifens dient.

    [0049] Die Figur 16 zeigt ein zehntes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade. Wie im zuvor beschriebenen achten und neunten Ausführungsbeispiel ist auch hier ein Funktionselement in Form einer Lichtleiste vorgesehen, das jedoch im Gegensatz zum zuvor beschriebenen achten und neunten Ausführungsbeispiel nicht an der Innenseite der Frontblende 17 angeordnet ist, sondern an der Rückwand 33 der Schublade.

    [0050] Figur 17 zeigt ein elftes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade. Das elfte Ausführungsbeispiel ist an das zuvor beschriebene fünfte Ausführungsbeispiel angenähert, d.h. es wird ein Funktionselement 22 in Form einer Hohlprofilleiste verwendet, das als Kabelkanal zur Stromversorgung eines elektrischen Funktionselements 22, beispielsweise einer Lichtleiste dient. Wie insbesondere in Figur 17 gezeigt, ist ein elektrisches Anschlussteil 34 vorgesehen, das wiederum über ein Kabel mit einem Netzstecker 35 gekoppelt ist. Das elektrische Anschlussteil 34 befindet sich im Bereich der hinteren Boden-Stirnkante 15, d.h. die Stromversorgung erfolgt über die Rückwand der Schublade und von dort über das elektrische Anschlussteil und das in der Hohlprofilleiste angeordnete Kabel zum elektrischen Funktionselement, beispielsweise der Lichtleiste, die beispielsweise an der Innenseite der Frontblende 17 angeordnet ist. Wie insbesondere Figur 17 und auch Figur 18 zeigen, ist das elektrische Anschlussteil als Steckanschluss ausgebildet, das auf an der Oberseite der Hohlprofilleiste ausgebildete Gegenkontakte (nicht dargestellt) aufsteckbar ist.

    [0051] Die Figur 19 und 20 zeigen ein zwölftes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade 11. Das zwölfte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem zuvor beschriebenen elften Ausführungsbeispiel durch die andersartige Anordnung des elektrischen Anschlussteils 34. Auch hier ist das elektrische Anschlussteil als Steckanschluss ausgebildet, wobei hier im Gegensatz zum zuvor beschriebenen elften Ausführungsbeispiel die Gegenkontakte nicht an der Oberseite der Hohlprofilleiste ausgebildet sind, sondern an der Stirnseite der Hohlprofilleiste.

    [0052] Die Figur 21 zeigt ein dreizehntes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade. Das dreizehnte Ausführungsbeispiel ist an das zuvor beschriebene achte Ausführungsbeispiel angenähert und besitzt ein Funktionselement 22 in Form eines Netzanschlusskabels, das mit einem Netzstecker 35 gekoppelt ist, wobei das Netzanschlusskabel über eine als Funktionsabschnitt 23 ausgebildete Bohrung im Schubladen-Boden geführt ist.

    [0053] Die Figur 22 zeigt ein vierzehntes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade. Auch hier ist ein Funktionselement 22 in Form einer Hohlprofilleiste vorgesehen. Zur Stromversorgung von Funktionselementen, beispielsweise Lichtleisten oder dergleichen, dient im Gegensatz insbesondere zu dem zuvor beschriebenen elften, zwölften oder dreizehnten Ausführungsbeispiel nicht ein Netzanschluss, sondern ein Batterie- oder Akkuanschluss. Hierzu ist in die Hohlprofilleiste ein Batteriefach bzw. Akku-Fach 36 ausgebildet, in das eine bestimmte Anzahl von Batterien bzw. Akkus 37 herausnehmbar aufgenommen sind.

    [0054] Die Figuren 24 und 25 zeigen ein fünfzehntes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ebenfalls, wie bereits zuvor beschrieben, ein Funktionselement 22 in Form einer Hohlprofilleiste vorgesehen, die als Kabelkanal dient und in der wenigstens ein elektrisches Kabel zur Stromversorgung von elektrischen Funktionselementen, beispielsweise einer Lichtleiste oder dergleichen, aufgenommen sind. Wie insbesondere in Figur 25 vorgesehen, ist ein elektrisches Anschlussteil 34 vorgesehen, das mehrteilig aufgebaut ist und aus einem ersten, der Stirnseite der Hohlprofilleiste zugeordnetes erstes Anschlusselement 38a und ein mit dem ersten Anschlusselement elektrisch koppelbares zweites Anschlusselement 38b besitzt, das seinerseits mit einem elektrischen Netzkabel und daran befindlich einem Netzstecker 35 verbunden ist. Wie insbesondere in Figur 25 gezeigt, erfolgt die Kontaktierung der beiden Anschlusselemente 38a, 38b miteinander berührungslos, beispielsweise mittels Induktion.

    [0055] Die Figuren 26 und 27 zeigen ein sechszehntes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade. Das sechszehnte Ausführungsbeispiel entspricht dem zuvor beschriebenen fünfzehnten Ausführungsbeispiel mit Ausnahme der Ausgestaltung des elektrischen Anschlussteils 34. Im Gegensatz zum zuvor beschriebenen fünfzehnten Ausführungsbeispiel werden die beiden Anschlusselemente 38a, 38b des elektrischen Anschlussteils 34 mittels Berührkontakt miteinander elektrisch gekoppelt. Die beiden Anschlusselemente 38a, 38b werden hier durch Federn zusammengedrückt, wodurch eine elektrische Kontaktierung erfolgt.

    [0056] Die Figuren 28 und 29 zeigen ein siebzehntes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade. Das siebzehnte Ausführungsbeispiel entspricht dem zuvor beschriebenen fünfzehnten und sechszehnten Ausführungsbeispiel mit Ausnahme der andersartigen Ausgestaltung des elektrischen Anschlussteils 34. Die elektrische Kontaktierung der beiden Anschlusselemente 38a, 38b erfolgt hier durch die Magnetkraft wenigstens eines Magneten.

    [0057] Die Figuren 30 und 31 zeigen ein achtzehntes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade. Das achtzehnte Ausführungsbeispiel entspricht im Wesentlichen dem zuvor beschriebenen achten Ausführungsbeispiel aus Figur 14. Wie insbesondere in Figur 31 dargestellt, ist hier ein Funktionselement 22 in Form einer Lichtleiste vorgesehen, wobei die Lichtleiste ein LED-Streifen aufweist, der an der Innenseite der Frontblende 17 angeordnet, beispielsweise angeschraubt oder dort angeklebt ist. Zur Stromversorgung dient ein elektrisches Netzkabel, das über eine Bohrung im Schubladen-Boden geführt ist. Zur Kontaktierung des elektrischen Kabels mit dem LED-Streifen dient ein Anschlusskontakt 39, der mittels Federkraft einer Feder 40, beispielsweise Druckfeder an einen Gegenkontakt 41 am LED-Streifen gedrückt ist. Als Alternative zur elektrischen Kontaktierung mittels der Federkraft einer Feder eignet sich auch ein Schleifkontakt.

    [0058] Die Figuren 32 und 33 zeigen ein neunzehntes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade. Das neunzehnte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem zuvor beschriebenen achtzehnten Ausführungsbeispiel durch die andersartige Kontaktierung des elektrischen Anschlusskabels mit dem LED-Streifen an der Innenseite der Frontblende 17. Im Gegensatz zu der im achtzehnten Ausführungsbeispiel beschriebene berührungsbehafteter elektrischer Kontaktierung wird hier eine berührungslose Kontaktierung, beispielsweise eine Kontaktierung mittels Induktion eingesetzt. Hierzu ist der Anschlusskontakt 39 auf Abstand zum Gegenkontakt 41 am LED-Streifen und die elektrische Kontaktierung erfolgt dann, wie erwähnt, beispielsweise mittels Induktion.

    [0059] Die Figur 34 zeigt ein zwanzigstes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade. Das zwanzigste Ausführungsbeispiel ist an das zuvor beschriebene fünfzehnte, sechszehnte oder siebzehnte Ausführungsbeispiel angenähert. Auch hier ist ein Funktionselement 22 in Form einer Hohlprofilleiste vorgesehen. Im Gegensatz zu dem fünfzehnten, sechszehnten oder siebzehnten Ausführungsbeispiel erfolgt die elektrische Kontaktierung nicht mittels eines elektrischen Anschlussteils 34 im Bereich der Hohlprofilleiste, sondern mittels an der hinteren Boden-Stirnkante 15 ausgebildeten, beispielsweise im Bereich der linken oder rechten Seitenzarge angeordneten Kontaktstiften 43 mit zueinander gegensätzlicher Polung. Die Kontaktstifte 43 können als Fix- oder Schleifkontakte ausgebildet sein.

    [0060] Schließlich zeigt Figur 35 ein einundzwanzigstes nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel der Schublade. Das einundzwanzigste Ausführungsbeispiel ist als an das in Figur 8 gezeigte fünfte Ausführungsbeispiel angenähert. Auch hier ist ein Funktionselement in Form einer Profilleiste vorgesehen. Gemäß gezeigtem einundzwanzigsten Ausführungsbeispiel ist die Profilleiste jedoch nicht als Hohlprofilleiste ausgebildet, sondern als Vollprofilleiste und ist einerseits an der Innenkante 27a des einen Bodenelements 24a und andererseits an der Innenkante 27b des anderen Bodenelements 24b angeordnet, beispielsweise dort angeschraubt oder angeklebt, wodurch die beiden Bodenelemente 24a, 24b auf Abstand zueinander gehalten sind.

    [0061] Im Gegensatz zu der Profilleiste aus Figur 8 ist die Profilleiste aus Figur 21 deutliche breiter ausgestaltet und ist als Multifunktionsleiste ausgebildet. In diese Multifunktionsleiste können verschiedene Gerätschaften eingebaut werden. Beispielsweise Ladegeräte für Handies, Smartphones, iPads, AUX- bzw. USB-Anschlüsse, Steuerungselemente zur Haussteuerung oder dergleichen.


    Ansprüche

    1. Schublade, die über eine Führungseinrichtung relativ zu einem Möbelkorpus eines Möbels zwischen einer Offen- und einer Schließstellung bewegbar in einem Möbelfach des Möbelkorpus aufnehmbar ist, wobei die Schublade einen Schubladen-Boden aufweist, der mit einer von eventuellen Führungs- und Dämpfungsaufgaben unabhängigen Funktionseinrichtung (21) ausgestattet ist, wobei die Funktionseinrichtung (21) wenigstens einen unmittelbar vom Schubladen-Boden gebildeten in Längs- bzw. Querrichtung des Schubladen-Bodens verlaufenden Funktionsabschnitt (23) in Form einer Aufnahmenut aufweist und wobei die Funktionseinrichtung (21) wenigstens ein bezüglich des Schubladen-Bodens gesondertes, am Schubladen-Boden fixiertes Funktionselement (22) in Form einer Lichtleiste aufweist, die in die Aufnahmenut aufgenommen ist, wobei der Schubladen-Boden von zwei Bodenelementen (24a, 24b; 32a, 32b) gebildet ist, wobei die wenigstens eine Aufnahmenut durch einen Spalt (25) zwischen den beiden Bodenelementen (24a, 24b; 32a, 32b) gebildet ist,

    - wobei die Bodenelemente (24a, 24b; 32a, 32b) durch einen als Lichtleiste ausgebildeten Abstandshalter (29) in Quer- bzw. Längsrichtung des Schubladen-Bodens auf Abstand zueinander gehalten sind, wobei die Lichtleiste aus zwei Lichtleistenteilen (26a, 26b) in Form von flexiblen LED-Streifen besteht, die an den beiden einander gegenüberliegenden Innenkanten (27a, 27b) der Bodenelemente (24a, 24b) angeklebt sind, und wobei die Lichtleiste eine in den Spalt (25) aufgenommene aus durchscheinendem Material bestehende leistenartige Streuscheibe (28) umfasst, über die von den LED's emittiertes Licht in den Schubladen-Innenraum gestreut wird

    - oder wobei die Bodenelemente (24a, 24b) durch einen nicht als Lichtleiste ausgebildeten Abstandshalter in Form einer Blechwange in Quer- bzw. Längsrichtung des Schubladen-Bodens auf Abstand zueinander gehalten sind, wobei die Blechwange einerseits an die Innenkante (27a) des einen Bodenelementes (24a) und andererseits an die Innenkante (27b) des anderen Bodenelements (24b) befestigt ist und einen Basisabschnitt (30) aufweist, der den Boden der Aufnahmenut bildet, auf dem eine leistenartige Streuscheibe (28) angeordnet ist,

    wobei die Lichtleiste aus zwei Lichtleistenteilen (26a, 26b) in Form von flexiblen LED-Streifen besteht, die an die nach oben offene Blechwange an zwei einander gegenüberliegende Seitenflächen geschraubt oder geklebt sind,

    oder wobei die Lichtleiste als LED-Lichtstab ausgebildet ist, der an die Blechwange angeschraubt oder angeklebt ist.


     
    2. Schublade Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinrichtung (21) ein elektrisches Anschlussteil (34) zur elektrischen Kontaktierung der Lichtleiste aufweist.
     
    3. Schublade nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Kontaktierung des elektrischen Anschlussteils mit der Lichtleiste berührungslos oder berührungsbehaftet erfolgt, wobei vorzugsweise zur berührungslosen Kontaktierung eine Kontaktierung mittels Induktion und zur berührungsbehafteten Kontaktierung eine Kontaktierung mittels eines Steckanschlusses vorgesehen ist.
     
    4. Möbel, mit einem Möbelkorpus, in dem eine Schublade über eine Führungseinrichtung relativ beweglich zum Möbelkorpus geführt aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schublade nach einem der Ansprüche 1 bis 3 ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. Drawer, which may be located in a furniture compartment of a furniture carcass, movable via a guide device relative to a furniture carcass of a piece of furniture between an open and a closed position, wherein the drawer has a drawer base which is equipped with a function device (21) independent of any guiding and damping tasks, wherein the function device (21) has at least one function section (23) in the form of a locating slot, formed directly by the drawer base and running in the longitudinal or transverse direction of the drawer base, and wherein the function device (21) has at least one function element (22) in the form of a light strip, separate from and fixed to the drawer base and held in the locating slot, wherein the drawer base is formed by two base elements (24a, 24b; 32a, 32b), wherein the locating slot or slots is or are formed by a gap (25) between the two base elements (24a, 24b; 32a, 32b),

    - wherein the base elements (24a, 24b; 32a, 32b) are held spaced apart from one another, in the transverse or longitudinal direction of the drawer base, by a spacer (29) in the form of a light strip, wherein the light strip is made up of two light strip parts (26a, 26b) in the form of flexible LED strips, which are bonded to the two opposite inner edges (27a, 27b) of the base elements (24a, 24b), and wherein the light strip includes a strip-like diffusion disc (28) held in the gap (25) and made of translucent material, via which the light emitted by the LEDs is spread into the drawer interior

    - or wherein the base elements (24a, 24b) are held spaced apart from one another, in the transverse or longitudinal direction of the drawer base, by a spacer not in the form of a light strip, in the form of a sheet metal cheek, wherein the sheet metal cheek is fixed at one end to the inner edge (27a) of the one base element (24a) and at the other end to the inner edge (27b) of the other base element (24b) and has a base section (30) which forms the base of the locating slot on which a strip-like diffusion disc (28) is mounted,

    wherein the light strip is made up of two light strip parts (26a, 26b) in the form of flexible LED strips, which are screwed or bonded to the sheet metal cheek, which is open at the top, in two opposite side faces,

    or wherein the light strip is in the form of an LED light bar, which is screwed or bonded to the sheet metal cheek,


     
    2. Drawer according to claim 1, characterised in that the function device (21) has an electrical connection part (34) for electrical contacting of the light strip.
     
    3. Drawer according to claim 2, characterised in that the electrical contacting of the electrical connection part with the light strip is effected with or without contact, wherein preferably for the non-contact contacting, contact by means of induction is provided, and for contacting with actual contact, a plug-in connection is provided.
     
    4. Piece of furniture with a furniture carcass in which is located a drawer, guided by a guiding device movably relative to the furniture carcass, characterised in that the drawer is designed according to any of claims 1 to 3.
     


    Revendications

    1. Tiroir qui peut être reçu de manière mobile par le biais d'un dispositif de guidage par rapport à un corps d'un meuble entre une position ouverte et une position de fermeture dans un compartiment de meuble du corps de meuble, dans lequel le tiroir présente un fond de tiroir qui est équipé d'un dispositif fonctionnel (21) indépendant d'éventuelles tâches de guidage et d'amortissement, dans lequel le dispositif fonctionnel (21) présente au moins une section fonctionnelle (23) formée directement par le fond de tiroir, s'étendant dans le sens longitudinal ou transversal du fond de tiroir sous la forme d'une rainure de réception et dans lequel le dispositif fonctionnel (21) présente au moins un élément fonctionnel (22) séparé par rapport au fond de tiroir, fixé au fond de tiroir sous la forme d'une baguette lumineuse qui est reçue dans la rainure de réception, dans lequel le fond de tiroir est formé par deux éléments de fond (24a, 24b ; 32a, 32b), dans lequel l'au moins une rainure de réception est formée par une fente (25) entre les deux éléments de fond (24a, 24b ; 32a, 32b),

    - dans lequel les éléments de fond (24a, 24b ; 32a, 32b) sont maintenus par un élément d'écartement (29) réalisé en tant que baguette lumineuse dans le sens transversal ou longitudinal du fond de tiroir à distance les uns des autres, dans lequel la baguette lumineuse se compose de deux parties de baguette lumineuse (26a, 26b) sous la forme de bandes à DEL flexibles qui sont collées aux deux arêtes intérieures (27a, 27b) opposées l'une à l'autre des éléments de fond (24a, 24b), et dans lequel la baguette lumineuse comporte un disque de diffusion (28) de type baguette se composant d'un matériau translucide reçu dans la fente (25), par lequel de la lumière émise par les DEL est diffusée dans l'espace intérieur de tiroir,

    - ou dans lequel les éléments de fond (24a, 24b) sont maintenus par un élément d'écartement non réalisé en tant que baguette lumineuse sous la forme d'une joue de tôle dans le sens transversal ou longitudinal du fond de tiroir à distance l'un de l'autre, dans lequel la joue de tôle d'une part est fixée à l'arête intérieure (27a) d'un élément de fond (24a) et d'autre part à l'arête intérieure (27b) de l'autre élément de fond (24b) et présente une section de base (30) qui forme le fond de la rainure de réception, sur lequel un disque de diffusion (28) de type baguette est agencé,
    dans lequel la baguette lumineuse se compose de deux parties de baguette lumineuse (26a, 26b) sous la forme de bandes à DEL flexibles qui sont vissées ou collées au niveau de la joue de tôle ouverte vers le haut sur deux surfaces latérales opposées l'une à l'autre,
    ou dans lequel la baguette lumineuse est réalisée en tant que barre lumineuse à DEL qui est vissée ou collée à la joue de tôle.


     
    2. Tiroir selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif fonctionnel (21) présente une partie de raccordement électrique (34) pour la mise en contact électrique de la baguette lumineuse.
     
    3. Tiroir selon la revendication 2, caractérisé en ce que la mise en contact électrique de la partie de raccordement électrique est effectuée avec la baguette lumineuse sans contact ou à contact, dans lequel de préférence pour la mise en contact sans contact une mise en contact est prévue par induction et pour la mise en contact à contact une mise en contact est prévue au moyen d'un raccordement par enfichage.
     
    4. Meuble avec un corps de meuble dans lequel un tiroir est reçu par guidage par le biais d'un dispositif de guidage de manière relativement mobile vers le corps de meuble, caractérisé en ce que le tiroir est réalisé selon l'une des revendications 1 à 3.
     




    Zeichnung









































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente