Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Zopfhalter und ein Verfahren zur Herstellung desselben.
Derartige Zopfhalter werden insbesondere zum modischen Zwecken eingesetzt oder auch
zur Fixierung des Haares, insbesondere eines Haarzopfes, während körperlicher Aktivitäten
wie beispielsweise beim Sport.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Utensilien zur Fixierung eine Frisur,
insbesondere eines Haarzopfes, bekannt. Neben Haargummis, Haarclips und Haarbändern
sind seit einiger Zeit auch spiralförmige Zopfhalter erhältlich, welche eine Helix
zum Aufnahmen des Haarzopfes umfassen.
[0003] So beschreibt beispielsweise
US 2,924,228 eine Haarklammer mit einer helixförmig gewundenen Feder aus einem einzigen Stück
eines federnden Materials. Diese Haarklammer umfasst eine Mehrzahl von Windungen,
welche allesamt im Wesentlichen denselben Durchmesser aufweisen.
[0004] US 2014/0096788 A1 beschreibt ein Haarutensil, welches ein spezielles Spulen-Design aufweist. Das Haarutensil
umfasst ein im Wesentlichen kreisförmiges Element mit einer Mehrzahl von Windungsstrukturen.
Auf diese Weise wird eine geschlossene Helix-Schleife gebildet.
[0005] DE 10 2015 215 832 A1 beschreibt ein Haarstylingutensil mit einer kreisförmig verlaufenden Endloshelix
aus einem elastischen Material. Die Endloshelix weist insgesamt sechs bis acht Windungen
auf, die an einem inneren Bereich aneinander anliegen.
[0006] Die bekannten Haarutensilien beinhalten jedoch noch erhebliches Verbesserungspotenzial.
Eine Herausforderung bei der Verwendung der bekannten Haarutensilien besteht beispielsweise
nach wie vor darin, ein Verrutschen der Haarutensilien und damit ein Auflösen der
Frisur insbesondere während körperlicher Aktivitäten zu verhindern.
Aufgabe der Erfindung
[0007] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Zopfhalter bereitzustellen,
welcher die genannte technische Herausforderung adressiert. Insbesondere soll ein
Zopfhalter bereitgestellt werden, welcher auch während intensiver körperlicher Aktivitäten
ein Verrutschen des Zopfhalters zumindest weitgehend verhindert und einen sicheren
Halt für die Frisur gewährleistet.
Offenbarung der Erfindung
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Zopfhalter und ein Verfahren zur Herstellung
desselben, mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen,
welche einzeln oder in beliebiger Kombination realisierbar sind, sind in den abhängigen
Ansprüchen dargestellt.
[0009] Im Folgenden werden die Begriffe "haben", "aufweisen", "umfassen" oder "einschließen"
oder beliebige grammatikalische Abweichungen davon in nicht-ausschließlicher Weise
verwendet. Dementsprechend können sich diese Begriffe sowohl auf Situationen beziehen,
in welchen, neben den durch diese Begriffe eingeführten Merkmalen, keine weiteren
Merkmale vorhanden sind, oder auf Situationen, in welchen ein oder mehrere weitere
Merkmale vorhanden sind. Beispielsweise kann sich der Ausdruck "A hat B", "A weist
B auf", "A umfasst B" oder "A schließt B ein" sowohl auf die Situation beziehen, in
welcher, abgesehen von B, kein weiteres Element in A vorhanden ist (d.h. auf eine
Situation, in welcher A ausschließlich aus B besteht), als auch auf die Situation,
in welcher, zusätzlich zu B, ein oder mehrere weitere Elemente in A vorhanden sind,
beispielsweise Element C, Elemente C und D oder sogar weitere Elemente.
[0010] Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass die Begriffe "mindestens ein" und "ein oder
mehrere" sowie grammatikalische Abwandlungen dieser Begriffe, wenn diese in Zusammenhang
mit einem oder mehreren Elementen oder Merkmalen verwendet werden und ausdrücken sollen,
das das Element oder Merkmal einfach oder mehrfach vorgesehen sein kann, in der Regel
lediglich einmalig verwendet werden, beispielsweise bei der erstmaligen Einführung
des Merkmals oder Elementes. Bei einer nachfolgenden erneuten Erwähnung des Merkmals
oder Elementes wird der entsprechende Begriff "mindestens ein" oder "ein oder mehrere"
in der Regel nicht mehr verwendet, ohne Einschränkung der Möglichkeit, dass das Merkmal
oder Element einfach oder mehrfach vorgesehen sein kann.
[0011] Weiterhin werden im Folgenden die Begriffe "vorzugsweise", "insbesondere", "beispielsweise"
oder ähnliche Begriffe in Verbindung mit optionalen Merkmalen verwendet, ohne dass
alternative Ausführungsformen hierdurch beschränkt werden. So sind Merkmale, welche
durch diese Begriffe eingeleitet werden, optionale Merkmale, und es ist nicht beabsichtigt,
durch diese Merkmale den Schutzumfang der Ansprüche und insbesondere der unabhängigen
Ansprüche einzuschränken. So kann die Erfindung, wie der Fachmann erkennen wird, auch
unter Verwendung anderer Ausgestaltungen durchgeführt werden. In ähnlicher Weise werden
Merkmale, welche durch "in einer Ausführungsform der Erfindung" oder durch "in einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung" eingeleitet werden, als optionale Merkmale verstanden,
ohne dass hierdurch alternative Ausgestaltungen oder der Schutzumfang der unabhängigen
Ansprüche eingeschränkt werden soll. Weiterhin sollen durch diese einleitenden Ausdrücke
sämtliche Möglichkeiten, die hierdurch eingeleiteten Merkmale mit anderen Merkmalen
zu kombinieren, seien es optionale oder nicht-optionale Merkmale, unangetastet bleiben.
[0012] In einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Zopfhalter zum Stabilisieren
eines Haarzopfes vorgeschlagen. Unter einem Zopfhalter wird dabei allgemein im Rahmen
der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung verstanden, welche eingerichtet ist, um
eine Frisur, insbesondere einen Haarzopf, zumindest vorübergehend mechanisch in einer
gewünschten Konfiguration zu halten. Insbesondere kann es sich hierbei um ein zumindest
teilweise ringförmig ausgestaltetes und vorzugsweise flexibles Element handeln, welches
vorzugsweise mindestens eine Öffnung aufweist, um einen Haarzopf aufzunehmen und vorzugsweise
einzuklemmen.
[0013] Der Zopfhalter umfasst eine Endloshelix mindestens eines Grundkörpers. Unter einer
Endloshelix ist dabei ein in sich geschlossener Körper zu verstehen, welcher zumindest
abschnittsweise und vorzugsweise vollständig eine Helix-Gestalt aufweist. Unter einer
Helix ist dabei allgemein ein Körper zu verstehen, welcher sich aus einer Vielzahl
von aneinander angrenzenden und ineinander übergehenden Schlaufen im Wesentlichen
gleichen Durchmessers zusammensetzt, also beispielsweise von Schlaufen, deren Durchmesser
vorzugsweise um nicht mehr als 50 %, insbesondere um nicht mehr als 30 %, nicht mehr
als 20 % oder sogar nicht mehr als 10 % um einen mittleren Durchmesser der Schlaufen
schwankt. Die Helix kann insbesondere eine toroidale Helix sein, also eine Helix mit
Schlaufen, deren Achsen zusammen einen Torus bilden oder deren Achsen tangential zu
einem Torus angeordnet sind.
[0014] Die Endloshelix ist, wie oben ausgeführt, aus einer Mehrzahl von Schlaufen zusammengesetzt,
welche auch als Windungen bezeichnet werden können. Der Grundkörper ist auf einer
Innenseite der Windungen mit mindestens einem Streifen mindestens einer Gummierung
beschichtet. Die Schlaufen oder Windungen der Helix können beispielsweise einen virtuellen
Schlauch bilden oder umschließen, welcher insbesondere in sich geschlossen sein kann.
So kann dieser Schlauch insbesondere einen Torus bilden. Unter einer Innenseite der
Windungen ist dabei eine Seite der Windungen zu verstehen, welche einer Achse des
Schlauches, beispielsweise einer kreisförmigen Achse des Torus, zuweist. Dabei können
leichte Abweichungen in dieser Orientierung in Kauf genommen werden. Vorzugsweise
ist jedoch lediglich ein Teil des Umfangs der Windungen der Helix mit der Gummierung
versehen, nämlich der Teil, welcher jeweils nach innen in der Schlaufe weist. Der
übrige Umfang jeder Windung ist vorzugsweise unbeschichtet von der Gummierung.
[0015] Unter einer Gummierung ist dabei allgemein im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine
Beschichtung mit mindestens einem Material zu verstehen, welches einen möglichst hohen
Gleitreibungskoeffizienten aufweist, insbesondere einen höheren Gleitreibungskoeffizienten
auf menschlichem Haar aufweist als der Grundkörper selbst. Unter einem Gleitreibungskoeffizienten
ist dabei das Verhältnis zwischen der Reibungskraft und der Normalkraft zu verstehen.
Beispielsweise kann eine Materialpaarung zwischen der Gummierung und durchschnittlichem
menschlichen Haar einen Gleitreibungskoeffizienten von mindestens 0,2, vorzugsweise
von mindestens 0,3, mindestens 0,4, mindestens 0,5 und besonders bevorzugt mindestens
0,6 oder sogar 0,7 aufweisen. Der Grundkörper selbst oder, falls der Grundkörper mit
mindestens einer Umhüllung umhüllt ist, die Umhüllung können vorzugsweise einen kleineren
Gleitreibungskoeffizienten in der Materialpaarung mit durchschnittlichem menschlichen
Haar aufweisen als die Gummierung, beispielsweise einen um mindestens 0,05, insbesondere
um mindestens 0,1 kleineren Gleitreibungskoeffizienten.
[0016] Die Gummierung kann insbesondere mindestens einen durchgehenden Gummierungsstreifen
bilden. So kann die Gummierung beispielsweise selber eine Endloshelix bilden, beispielsweise
eine streifenförmige Endloshelix.
[0017] Die Gummierung kann direkt oder indirekt auf den Grundkörper aufgebracht werden.
Insbesondere kann der Grundkörper mit mindestens einer Umhüllung umschlossen sein.
So kann der Grundkörper beispielsweise mindestens ein Grundmaterial und mindestens
eine Umhüllung des Grundmaterial aufweisen. Die Umhüllung kann selbst Bestandteil
des Grundkörpers sein oder kann auch begrifflich als separates Bauteil gesehen werden.
[0018] So kann der Grundkörper beispielsweise ein Grundmaterial aus mindestens einem Kunststoffinaterial
aufweisen. Dieses Kunststoffinaterial kann beispielsweise einen Kunststoffstrang bilden,
welcher in Form der Endloshelix ausgebildet ist. Das Kunststoffmaterial kann insbesondere
ganz oder teilweise verformbar ausgestaltet sein, so dass insbesondere eine das Kunststoffinaterial
aufweisende Endloshelix federnde Eigenschaften aufweist. So kann insbesondere das
Kunststoffinaterial ganz oder teilweise elastisch ausgebildet sein. Alternativ oder
zusätzlich kann eine Federwirkung der Endloshelix jedoch auch durch die Windungen
erzielt werden.
[0019] Das Kunststoffmaterial kann insbesondere mindestens ein thermoplastisches Kunststoff
material aufweisen oder ganz aus einem thermoplastischen Kunststoffmaterial hergestellt
sein. Insbesondere kann das Kunststoffmaterial thermoplastisches Polyurethan (TPU)
sein oder aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann das Kunststoffmaterial Polyvinylchlorid
(PVC) sein oder aufweisen. Auch andere Kunststoffe sind jedoch grundsätzlich einsetzbar.
Thermoplastisches Polyurethan hat sich jedoch hinsichtlich seiner Verarbeitbarkeit
als vorteilhaft herausgestellt.
[0020] Sind das Grundmaterial oder der Grundkörper ganz oder teilweise mit mindestens einer
Umhüllung versehen, so kann diese Umhüllung insbesondere eine textile Umhüllung sein
oder aufweisen. Die textile Umhüllung kann farbig oder auch farblos sein. Sie kann
insbesondere einfarbig oder auch mehrfarbig ausgestaltet sein. Insbesondere kann die
Umhüllung ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus einem Textilmaterial, einem
Gewebe oder einem Geflecht. Auch eine Kombination der genannten textilen Umhüllungen
ist möglich. Die Umhüllung kann insbesondere eine Mehrzahl von Fäden aufweisen, welche
vorzugsweise miteinander verflochten oder verwebt sein können. Die Fäden können insbesondere
Kunststofffäden sein oder aufweisen. So kann die Umhüllung beispielsweise ganz oder
teilweise aus einem Polyester hergestellt sein. Auch andere Materialien sind jedoch
grundsätzlich möglich. Weiterhin sind auch Naturmaterialien, beispielsweise Naturfäden,
alternativ oder zusätzlich einsetzbar und grundsätzlich möglich.
[0021] Ist eine textile Umhüllung vorgesehen, beispielsweise ein Gewebe oder ein Geflecht,
so kann zur Herstellung dieses Gewebes oder Geflecht insbesondere ein Hochgeschwindigkeits-Webverfahren
eingesetzt werden. Auf diese Weise kann mit einer hohen Geschwindigkeit das Grundmaterial
oder der Grundkörper mit einem umfangsseitig geschlossenen Gewebe umgeben werden.
[0022] Wie oben ausgeführt, weißt die Gummierung vorzugsweise einen möglichst hohen Reibungskoeffizienten
mit durchschnittlichem menschlichen Haar bei einer Gleitreibung auf. Besonders bevorzugt
weißt die Gummierung mindestens ein Elastomermaterial auf. Insbesondere kann dieses
Elastomermaterial mindestens ein Silikon umfassen.
[0023] Die Endloshelix kann, wie oben ausgeführt, insbesondere eine toroidale Helix sein.
Die toroidale Helix kann insbesondere einen großen Durchmesser von 1,5 cm bis 7 cm
aufweisen, insbesondere von 2 cm bis 5,5 cm, beispielsweise einem großen Durchmesser
von 4 cm, 4,5 cm, 5 cm oder 5,5 cm. Unter einem großen Durchmesser ist dabei allgemein
ein doppelter Abstand zwischen einem Durchstoßpunkt einer Rotationsachse des Torus
durch eine Ebene des Torus und einem Punkt auf einem Kreis zu verstehen, welcher durch
die Mittelpunkte der Schlaufen oder Windungen verläuft. Auch andere Dimensionen sind
jedoch grundsätzlich möglich. Ein Schlaufendurchmesser der Schlaufen der Helix kann
insbesondere 0,3 cm bis 1,5 cm betragen. Unter einem Schlaufendurchmesser kann dabei
allgemein ein doppelter Abstand zwischen einem Mittelpunkt einer Schlaufe und einem
Mittelpunkt des Grundkörpers im Bereich dieser Schlaufe verstanden werden. Auch andere
Dimensionen sind jedoch grundsätzlich möglich. Die genannten Dimensionen haben sich
jedoch als besonders geeignet erwiesen, um zuverlässig eine Frisur zu halten.
[0024] In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung
eines Zopfhalter zum Stabilisieren eines Haarzopfes vorgeschlagen. Das Verfahren kann
insbesondere eingesetzt werden, um einen erfindungsgemäßen Zopfhalter herzustellen,
beispielsweise gemäß einer oder mehrerer der oben beschriebenen Ausgestaltungen und/oder
gemäß einer der nachfolgend noch näher beschriebenen Ausgestaltungen.
[0025] Das Verfahren umfasst die nachfolgend genannten Verfahrensschritte. Diese Verfahrensschritte
können beispielsweise in der genannten Reihenfolge durchgeführt werden. Auch eine
andere Reihenfolge ist jedoch grundsätzlich möglich. Weiterhin können zwei oder mehrere
oder sogar alle Verfahrensschritte zeitlich parallel oder zeitlich überlappend durchgeführt
werden. Weiterhin können einer, zwei, mehrere oder sogar alle Verfahrensschritte einfach
oder mehrfach wiederholt durchgeführt werden.
[0026] Das Verfahren umfasst die folgenden Schritte:
- a) Formen mindestens eines strangförmigen Formlings aus mindestens einem Grundmaterial;
- b) direktes oder indirektes Aufbringen mindestens eines Streifens mindestens einer
Gummierung auf den Formling;
- c) Wickeln des Formlings zu einer Helix mit einer Mehrzahl von Windungen, wobei die
Gummierung auf einer Innenseite der Windungen angeordnet ist; und
- d) Formung der Helix zu einer Endloshelix, insbesondere einer toroidalen Helix.
[0027] Unter einem Formling ist dabei allgemein ein Zwischenprodukt zu verstehen, welches
eine vorgegebene Form aufweist. Unter einem strangförmigen Formling ist ein Formling
zu verstehen, welcher langgestreckt ausgestaltet ist und welcher vorzugsweise einen
konstanten Querschnitt quer, insbesondere senkrecht, zu seiner Längserstreckung aufweist.
Der Querschnitt kann beispielsweise rund sein. Dementsprechend kann der Formling beispielsweise
ein runder Strang sein, insbesondere ein zylindrischer Strang.
[0028] Der Formling kann beispielsweise eine Länge von 10 cm bis mehrere Meter aufweisen,
insbesondere eine Länge von 20 cm bis 1 m, insbesondere 50 cm. Auch andere Dimensionen
sind jedoch grundsätzlich möglich. In einer Dimension senkrecht zu seiner Längserstreckung
kann der Formling beispielsweise einen Durchmesser oder Äquivalentdurchmesser von
1 mm bis 8 mm aufweisen, insbesondere von 2 mm bis 5 mm. Auch andere Dimensionen sind
möglich.
[0029] Das Formen kann beispielsweise einen Vorgang beschreiben, bei welchem aus einem oder
mehreren Rohstoffen, beispielsweise einer Kunststoffmasse und/oder einem Kunststoff
granulat, mindestens ein Formling erzeugt wird. Für das Formen kann beispielsweise
mindestens eine Form, insbesondere mindestens ein Werkzeug, mit mindestens einem Formnest
verwendet werden. Auch ein Formen ohne Werkzeug oder Form ist grundsätzlich möglich,
beispielsweise durch Strangpressen oder Strangextrudieren.
[0030] Der Formling kann auf einer Seite, insbesondere auf seiner Innenseite, also auf einer
späteren Innenseite der Windungen, vorzugsweise abgeflacht sein. So kann der Formling
beispielsweise einen im Wesentlichen runden oder ovalen Querschnitt aufweisen, wobei
vorzugsweise auf einer Seite eine Abflachung vorgesehen ist. Auf dieser Abflachung
kann insbesondere der Streifen der Gummierung aufgebracht werden, so dass sich dieser
in axialer Richtung auf dem Umfang des Formlings entlang der Abflachung erstrecken
kann. Bei einem Wickeln des Formlings, insbesondere um einen Stab, kann dieses Wickeln
insbesondere derart erfolgen, dass der Formling mit der Abflachung auf dem Stab aufliegt.
Alternativ oder zusätzlich kann die Abflachung auch erst während des Wickelns erzeugt
werden.
[0031] In Verfahrensschritt a) kann insbesondere ein Extrusionsverfahren und/oder ein Spritzverfahren
verwendet werden. So kann beispielsweise Verfahrensschritt a) folgende Teilschritte
aufweisen:
a1) Einbringen des mindestens einen Grundmaterials in eine Form;
a2) Pressen des Grundmaterials in der Form zu dem Formling; und
a3) Entformen des Formlings.
[0032] Das Verfahren kann weiterhin nach Durchführung des Verfahrensschritts a) und vor
Durchführung des Verfahrensschritts b) folgenden Verfahrensschritt aufweisen:
e) Umhüllen des Formlings mit mindestens einer Umhüllung.
[0033] Wie oben ausgeführt, kann in Verfahrensschritt e) insbesondere ein Webverfahren oder
Strickverfahren verwendet wird. Beide Verfahren sind in industriellem Maßstab in hoher
Geschwindigkeit durchführbar. Beispielsweise kann ein strangförmiger Formling umfangsseitig
kontinuierlich umwebt oder umstrickt werden, so dass mit hoher Geschwindigkeit die
Umhüllung erzeugt werden kann.
[0034] In Verfahrensschritt b) kann die Gummierung insbesondere indirekt auf den Formling
aufgebracht werden, insbesondere auf die Umhüllung, indem die Gummierung auf die Umhüllung
aufgebracht wird. Allgemein kann insbesondere in Verfahrensschritt b) die Gummierung
vorzugsweise in flüssiger Form auf den Formling aufgebracht werden, wobei anschließend
eine Aushärtung der Gummierung erfolgt. Das Aufbringen in flüssiger Form kann beispielsweise
durch eines oder mehrere der folgenden Verfahren erfolgen: ein Tropfverfahren, ein
Dispenserverfahren, ein Spritzverfahren, ein Druckverfahren. Auch andere Verfahren
sind möglich. Das Aushärten kann grundsätzlich auf beliebige Weise erfolgen, beispielsweise
chemisch oder fotochemisch initiiert oder auch, vorzugsweise, thermisch, beispielsweise
in einem Ofen.
[0035] Das Wickeln des Formlings zu der Helix in Verfahrensschritt c) kann insbesondere
durch Wickeln des Formlings um einen Stab erfolgen. So kann beispielsweise ein zylindrischer
Vollstab oder Hohlstab verwendet werden, um welchen der Formling, beispielsweise bereits
mit der Umhüllung und mit oder ohne bereits aufgebrachter Gummierung, aufgewickelt
wird, so dass sich beispielsweise eine Spirale um die Achse des Stabs bildet.
[0036] Wie oben ausgeführt, kann in Verfahrensschritt a) das Grundmaterial insbesondere
in die Form eingespritzt werden, beispielsweise ein Werkzeug mit mindestens einem
Formnest. Auch andere Ausgestaltungen sind jedoch grundsätzlich möglich, beispielsweise
ein Werkzeug-loses Formen.
[0037] Weitere mögliche Ausgestaltungen betreffen die Bildung der Endloshelix. Die Endloshelix
kann aus der vollständigen Helix erzeugt werden oder es kann, alternativ, auch eine
Vereinzelung der Helix in mehrere Abschnitte erfolgen, aus denen dann jeweils eine
Endloshelix erzeugt werden kann. Zwischen beiden Fällen wird im Folgenden nicht weiter
unterschieden, da in jedem Fall, auch bei einer Vereinzelung, auch die Abschnitte
jeweils eine Helix bilden, welche dann wiederum zu einer Endloshelix geformt werden
können.
[0038] So kann beispielsweise in Verfahrensschritt d) eine Verbindung zweier gegenüberliegender
Enden erfolgen. Diese können beispielsweise derart miteinander verbunden werden, dass
die Helix ringförmig geschlossen wird. Die Verbindung der gegenüberliegenden Enden
kann beispielsweise stoffschlüssig erfolgen. Insbesondere können die beiden gegenüberliegenden
Enden zunächst thermisch aufgeschmolzen werden und anschließend oder gleichzeitig
gegeneinander gepresst werden. Das Aufschmelzen kann beispielsweise bei einer Temperatur
von 120-190 °C erfolgen, beispielsweise bei einer Temperatur von 140 °C. Auch andere
Temperaturen sind möglich. Zum thermischen Aufschmelzen kann beispielsweise ein Lötkolben
verwendet werden. Auch ein anderes kontaktierendes oder kontaktfreies thermisches
Verfahren ist möglich.
[0039] Der vorgeschlagene Zopfhalter und das vorgeschlagene Verfahren weisen gegenüber bekannten
Haarutensilien ähnlicher Art und Herstellungsverfahren eine Vielzahl von Vorteilen
auf. Insbesondere lässt sich mittels der vorgeschlagenen Erfindung ein Zopfhalter
realisieren, welcher fest im Haar sitzt, auch bei intensiven körperlichen Betätigungen
und auch bei dünnem Haar. Weiterhin lässt sich das beschriebene Verfahren insbesondere
einfach, schnell und kostengünstig auch in großem Maßstab realisieren. Die mögliche
Umhüllung verleiht dem Zopfhalter zusätzliche Langlebigkeit und Unempfindlichkeit,
da insbesondere eine textile Umhüllung eine Oberfläche des Grundkörpers wirksam schützen
kann. Ein Bruch des Zopfhalters kann somit wirksam vermieden werden. Weiterhin kann
die Umhüllung genutzt werden, um verschiedene designerische Effekte zu erzielen, beispielsweise
eine Texturierung oder eine besondere Farbgebung. Auch wasserabweisende Eigenschaften
lassen sich durch eine geeignete Wahl des Materials der Umhüllung realisieren. Auch
die Gummierung, insbesondere Silikon, kann eine wasserabweisende Eigenschaft aufweisen.
Zudem lässt sich die Gummierung, insbesondere unter Verwendung von Silikon, wärmebeständig
realisieren.
[0040] Zusammenfassend sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung folgende Ausführungsformen
besonders bevorzugt:
Ausführungsform 1: Zopfhalter zum Stabilisieren eines Haarzopfes, umfassend eine Endloshelix
mindestens eines Grundkörpers, insbesondere eine toroidale Helix, wobei die Endloshelix
aus einer Mehrzahl von Windungen zusammengesetzt ist, wobei der Grundkörper auf einer
Innenseite der Windungen mit mindestens einem Streifen mindestens einer Gummierung
beschichtet ist.
Ausführungsform 2: Zopfhalter nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei der Grundkörper
mindestens ein Grundmaterial und mindestens eine Umhüllung des Grundmaterials aufweist.
Ausführungsform 3: Zopfhalter nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei das Grundmaterial
mindestens ein Kunststoffinaterial aufweist.
Ausführungsform 4: Zopfhalter nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei das Kunststoffinaterial
zumindest teilweise aus thermoplastischem Polyurethan besteht.
Ausführungsform 5: Zopfhalter nach einer der drei vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei das Grundmaterial ein elastisches Grundmaterial, insbesondere ein elastisches
Kunststoffinaterial, ist.
Ausführungsform 6: Zopfhalter nach einer der vier vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Umhüllung ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus: einem Textilmaterial,
einem Gewebe, einem Geflecht.
Ausführungsform 7: Zopfhalter nach einer der fünf vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Umhüllung eine Mehrzahl von Fäden aufweist.
Ausführungsform 8: Zopfhalter nach einer der sechs vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Umhüllung ganz oder teilweise aus einem Polyester hergestellt ist.
Ausführungsform 9: Zopfhalter nach einer der sieben vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Umhüllung eine elastische Umhüllung ist.
Ausführungsform 10: Zopfhalter nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
die Gummierung mindestens ein Elastomermaterial umfasst.
Ausführungsform 11: Zopfhalter nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
die Gummierung Silikon umfasst.
Ausführungsform 12: Zopfhalter nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
die Endloshelix eine toroidale Helix mit einem großen Durchmesser von 1,5 cm bis 7
cm, insbesondere einem großen Durchmesser von 2 cm bis 5,5 cm, ist, beispielsweise
einem großen Durchmesser von 4 cm, 4,5 cm, 5 cm oder 5,5 cm.
Ausführungsform 13: Zopfhalter nach einer der vorhergehenden Ausführungsformwn, wobei
die Endloshelix eine toroidale Helix mit einem Schlaufendurchmesser der Schlaufen
der Endloshelix von 0,3 cm bis 1,5 cm ist.
Ausführungsform 14: Verfahren zur Herstellung eines Zopfhalter zum Stabilisieren eines
Haarzopfes, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
a) Formen mindestens eines strangförmigen Formlings aus mindestens einem Grundmaterial;
b) direktes oder indirektes Aufbringen mindestens eines Streifens mindestens einer
Gummierung auf den Formling;
c) Wickeln des Formlings zu einer Helix mit einer Mehrzahl von Windungen, wobei die
Gummierung auf einer Innenseite der Windungen angeordnet ist; und
e) Formung der Helix zu einer Endloshelix, insbesondere einer toroidalen Helix.
Ausführungsform 15: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei der Zopfhalter
ein Zopfhalter gemäß einem der vorhergehenden, einen Zopfhalter betreffenden Ansprüche
ist.
Ausführungsform 16: Verfahren nach einer der vorhergehenden, ein Verfahren betreffenden
Ausführungsformen, wobei in Verfahrensschritt a) ein Extrusionsverfahren oder ein
Spritzverfahren verwendet wird.
Ausführungsform 17: Verfahren nach einer der vorhergehenden, ein Verfahren betreffenden
Ausführungsformen, wobei Verfahrensschritt a) folgende Teilschritte aufweist:
a1) Einbringen des mindestens einen Grundmaterials in eine Form;
a2) Pressen des Grundmaterials in der Form zu dem Formling; und
a3) Entformen des Formlings.
Ausführungsform 18: Verfahren nach einer der vorhergehenden, ein Verfahren betreffenden
Ausführungsformen, wobei das Verfahren weiterhin nach Durchführung des Verfahrensschritts
a) und vor Durchführung des Verfahrensschritts b) weiterhin folgenden Verfahrensschritt
aufweist:
e) Umhüllen des Formlings mit mindestens einer Umhüllung.
Ausführungsform 19: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei in Verfahrensschritt
e) ein Webverfahren oder Strickverfahren verwendet wird.
Ausführungsform 20: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei in Verfahrensschritt
b) die Gummierung indirekt auf den Formling aufgebracht wird, indem die Gummierung
auf die Umhüllung aufgebracht wird.
Ausführungsform 21: Verfahren nach einer der vorhergehenden, ein Verfahren betreffenden
Ausführungsformen, wobei in Verfahrensschritt b) die Gummierung in flüssiger Form
auf den Formling aufgebracht wird, wobei anschließend eine Aushärtung der Gummierung
erfolgt.
Ausführungsform 22: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei die Aushärtung
thermisch erfolgt.
Ausführungsform 23: Verfahren nach einer der vorhergehenden, ein Verfahren betreffenden
Ausführungsformen, wobei das Wickeln des Formlings zu der Helix in Verfahrensschritt
c) durch Wickeln des Formlings um einen Stab erfolgt.
Ausführungsform 24: Verfahren nach einer der vorhergehenden, ein Verfahren betreffenden
Ausführungsformen, wobei in Schritt a) das Grundmaterial in eine Form eingespritzt
wird.
Ausführungsform 25: Verfahren nach einer der vorhergehenden, ein Verfahren betreffenden
Ausführungsformen, wobei in Verfahrensschritt d) zwei einander gegenüberliegende Enden
der Helix miteinander verbunden werden, so dass die Helix ringförmig geschlossen wird.
Ausführungsform 26: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei die beiden
gegenüberliegenden Enden stoffschlüssig miteinander verbunden werden.
Ausführungsform 27: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei die beiden
gegenüberliegenden Enden thermisch aufgeschmolzen und gegeneinander gepresst werden.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0041] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen, insbesondere in Verbindung mit
den Unteransprüchen. Hierbei können die jeweiligen Merkmale für sich alleine oder
zu mehreren in Kombination miteinander verwirklicht sein. Die Erfindung ist nicht
auf die Ausführungsbeispiele beschränkt. Die Ausführungsbeispiele sind in den Figuren
schematisch dargestellt. Gleiche Bezugsziffern in den einzelnen Figuren bezeichnen
dabei gleiche oder funktionsgleiche bzw. hinsichtlich ihrer Funktionen einander entsprechende
Elemente.
[0042] Es zeigen:
- Figuren 1A und 1B
- eine exemplarische Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zopfhalters zum Stabilisieren
eines Haarzopfes in einer Draufsicht (Figur 1A) und in einer Querschnittsdarstellung
(Figur 1B); und
- Figuren 2A und 2B
- eine exemplarische Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung
eines Zopfhalter zum Stabilisieren eines Haarzopfes (Figur 2A) und eine Darstellung
eines Verfahrensschritts des erfindungsgemäßem Verfahrens (Figur 2B).
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0043] Figuren 1A und 1B zeigen eine exemplarische Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Zopfhalter 110 zum Stabilisieren eines Haarzopfes. Der Zopfhalter 110 ist in Figur
1A in einer Draufsicht gezeigt und in Figur 1B in einer Querschnittsdarstellung.
[0044] Wie insbesondere in Figur 1A dargestellt, umfasst der Zopfhalter 110 eine Endloshelix
112 mindestens eines Grundkörpers 114. Die Endloshelix 112 kann sich insbesondere
aus einer Vielzahl von aneinander angrenzenden und ineinander übergehenden Schlaufen
116 im Wesentlichen gleichen Durchmessers zusammensetzen. Die Schlaufen 116 können
auch als Windungen 117 bezeichnet werden. Die Schlaufen 116 können einen Schlaufendurchmesser
d
s aufweisen, welcher beispielsweise 0,3 cm bis 1,5 cm beträgt. Unter einem Schlaufendurchmesser
kann dabei allgemein ein doppelter Abstand zwischen einem Mittelpunkt einer Schlaufe
und einem Mittelpunkt des Grundkörpers im Bereich dieser Schlaufe verstanden werden,
oder allgemein auch ein mittlerer Durchmesser einer Schlaufe, beispielsweise einer
Projektion der Schlaufe in eine in Figur 1A radial zum Kreis K senkrecht zur Zeichenebene
verlaufende Ebene. Auch andere Dimensionen sind jedoch grundsätzlich denkbar. Die
Endloshelix 112 kann insbesondere eine toroidale Helix 118 sein. Die toroidale Helix
118 kann insbesondere einen großen Durchmesser d
g von 1,5 cm bis 7 cm aufweisen, insbesondere von 2 cm bis 5,5 cm, beispielsweise einen
großen Durchmesser d
g von 4 cm, 4,5 cm, 5 cm oder 5,5 cm. Unter einem großen Durchmesser d
g ist dabei allgemein ein doppelter Abstand zwischen einem Durchstoßpunkt M einer Rotationsachse
des Torus durch eine Ebene des Torus und einem Punkt auf einem Kreis K zu verstehen,
welcher durch die Mittelpunkte der Schlaufen oder Windungen verläuft. K ist in Figur
1A strichliert eingezeichnet, und der Abstand zwischen M und K ist mit ½ d
g bezeichnet.
[0045] Der Grundkörper 114 kann beispielsweise, wie insbesondere in Figur 1B dargestellt,
mindestens ein Grundmaterial 120 aufweisen. Das Grundmaterial kann insbesondere ein
Kunststoffmaterial 122 aufweisen. Das Kunststoffinaterial 122 kann zumindest teilweise
thermoplastisches Polyurethan umfassen. Auch andere Materialien sind jedoch grundsätzlich
denkbar. Weiterhin kann das Grundmaterial 120 ein elastisches Grundmaterial 124 sein.
Das Kunststoffinaterial 122 kann beispielsweise einen Kunststoffstrang 126 bilden,
welcher in Form der Endloshelix 112 ausgebildet ist. Weiterhin kann der Grundkörper
114, wie insbesondere in Figur 1B dargestellt, mindestens eine Umhüllung 128 des Grundmaterials
120 aufweisen. Die Umhüllung 128 kann insbesondere eine textile Umhüllung 130 sein
und beispielsweise ein Textilmaterial 132 umfassen. Die Umhüllung 128 kann insbesondere
eine elastische Umhüllung 134 sein.
[0046] Die Endloshelix 112 ist aus einer Mehrzahl von den Windungen 117 zusammengesetzt
und der Grundkörper 114 ist auf einer Innenseite 138 der Windungen 117 mit mindestens
einem Streifen 140 mindestens einer Gummierung 142 beschichtet. Die Gummierung 142
kann beispielsweise mindestens ein Elastomermaterial oder Silikon umfassen. Auch andere
Materialien sind grundsätzlich denkbar. Die Gummierung 142 kann direkt oder indirekt
auf dem Grundkörper 114 aufgebracht sein. Insbesondere kann die Gummierung 142 auf
der Umhüllung 128 des Grundkörpers 114 aufgebracht sein. Weiterhin kann die Gummierung
142 insbesondere mindestens einen durchgehenden Gummierungsstreifen 144 bilden. So
kann die Gummierung 142 beispielsweise selbst eine Endloshelix 146 bilden, beispielsweise
eine streifenförmige Endloshelix 148. Eine Federwirkung des Zopfhalters 110, insbesondere
der Endloshelix 112 des Zopfhalters, kann durch das elastische Grundmaterial 124 und/oder
durch die elastische Umhüllung 134 erzielt werden. Alternativ oder zusätzlich kann
die Federwirkung des Zopfhalter 110 auch durch die Windungen 117 erzielt werden.
[0047] In Figur 2A ist eine exemplarische Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens
150 zur Herstellung eines Zopfhalter 110 zum Stabilisieren eines Haarzopfes schematisch
dargestellt. Weiterhin ist in Figur 2B ein Verfahrensschritt des erfindungsgemäßen
Verfahrens 150 dargestellt. Insbesondere kann der Zopfhalter 110, welcher in den Figuren
1A bis 1B dargestellt ist, durch das erfindungsgemäße Verfahren 150 gemäß Figur 2A
hergestellt werden. Für weitere Details hinsichtlich des Zopfhalters 110 kann daher
auf die Beschreibung der Figuren 1A bis 1B oben verwiesen werden.
[0048] In einem ersten Schritt 152 wird mindestens ein Formling 154 aus dem mindestens einen
Grundmaterial 120 geformt. Der Formling 154 kann stangenförmig ausgebildet sein. Beispielsweise
kann in dem ersten Schritt 154 das Grundmaterial 120 gespritzt oder extrudiert werden.
Insbesondere kann das Grundmaterial 120 in eine Form eingespritzt werden. Die Form
kann beispielsweise mindestens ein langgestrecktes Formnest aufweisen, insbesondere
ein stabförmiges Formnest.
[0049] Wird eine Form verwendet, kann der erste Schritt 152 insbesondere einen ersten Teilschritt
156, einen zweiten Teilschritt 158 und einen dritten Teilschritt 160 aufweisen. Während
des ersten Teilschritts 156 kann das mindestens eine Grundmaterial 120 in die Form
eingebracht werden. Während des zweiten Teilschritts 158 kann das Grundmaterial 120
zu dem Formling 154 in der Form gepresst werden. Während des dritten Teilschritts
144 kann der Formling 154 entfernt werden.
[0050] In einem weiteren Schritt 162 wird der mindestens eine Streifen 140 der mindestens
einen Gummierung 142, wie beispielsweise in den Figuren 1A und 1B dargestellt, direkt
oder indirekt auf den Formling 154 aufgebracht. Die Gummierung 142 kann vorzugsweise
in flüssiger Form auf den Formling 154 aufgebracht werden, wobei anschließend eine
Aushärtung der Gummierung 142 erfolgt.
[0051] In einem weiteren Schritt 164 wird der Formling 154 zu einer Helix 166 mit einer
Mehrzahl der Windungen 117 gewickelt, wobei die Gummierung 142 auf der Innenseite
138 der Windungen 117 angeordnet ist. Dies ist in Figur 2B dargestellt. Insbesondere
kann der Formling 154, wie in Figur 2B dargestellt, um einen Stab 168 gewickelt werden.
Durch das Wickeln des Formlings 154 um den Stab 168 kann das Wickeln des Formlings
154 zu der Helix 166 erfolgen. Der Formling 154 kann derart um den Stab 168 gewickelt
werden, sodass sich eine Spirale 170 um eine Achse 172, insbesondere eine Längsachse
174, des Stabs 168 bildet. Der Stab 168 kann insbesondere ein zylindrischer Vollstab
176 oder ein zylindrischer Hohlstab 178 sein.
[0052] In einem weiteren Schritt 180 wird die Helix 166, wie in Figur 2B dargestellt, zu
einer Endloshelix 112, insbesondere einer toroidalen Helix 118, wie beispielsweise
in Figur 1A dargestellt, geformt. Beispielsweise können zwei gegenüberliegende Enden
182, 184 miteinander verbunden werden, insbesondere derart, dass die Helix 166 ringförmig
geschlossen wird. Die Verbindung der gegenüberliegenden Enden 182, 184 kann beispielsweise
stoffschlüssig erfolgen. Insbesondere können die beiden gegenüberliegenden Enden 182,
184 zunächst thermisch aufgeschmolzen werden und anschließend oder gleichzeitig gegeneinander
gepresst werden. Das Aufschmelzen kann beispielsweise bei einer Temperatur von 120-190
°C erfolgen, beispielsweise bei einer Temperatur von 140 °C. Auch andere Temperaturen
sind möglich.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 110
- Zopfhalter
- 112
- Endloshelix
- 114
- Grundkörper
- 116
- Schlaufe
- 117
- Windung
- 118
- toroidale Helix
- 120
- Grundmaterial
- 122
- Kunststoffmaterial
- 124
- elastisches Grundmaterial
- 126
- Kunststoffstrang
- 128
- Umhüllung
- 130
- textile Umhüllung
- 132
- Textilmaterial
- 134
- elastische Umhüllung
- 138
- Innenseite
- 140
- Streifen
- 142
- Gummierung
- 144
- Gummierungsstreifen
- 146
- Endloshelix
- 148
- streifenförmige Endloshelix
- 150
- Verfahren
- 152
- erster Schritt
- 154
- Formling
- 156
- erster Teilschritt
- 158
- zweiter Teilschritt
- 160
- dritter Teilschritt
- 162
- weiterer Schritt
- 164
- weiterer Schritt
- 166
- Helix
- 168
- Stab
- 170
- Spirale
- 172
- Achse
- 174
- Längsache
- 176
- Vollstab
- 178
- Hohlstab
- 180
- weiterer Schritt
- 182
- Ende
- 184
- Ende
1. Zopfhalter (110) zum Stabilisieren eines Haarzopfes, umfassend eine Endloshelix (112)
mindestens eines Grundkörpers (114), wobei die Endloshelix (112) aus einer Mehrzahl
von Windungen (117) zusammengesetzt ist, wobei der Grundkörper (114) auf einer Innenseite
(138) der Windungen (117) mit mindestens einem Streifen (140) mindestens einer Gummierung
(142) beschichtet ist.
2. Zopfhalter (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Grundkörper (114) mindestens
ein Grundmaterial (120) und mindestens eine Umhüllung (128) des Grundmaterials (120)
aufweist.
3. Zopfhalter (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Umhüllung (128) ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus: einem Textilmaterial (132), einem Gewebe, einem
Geflecht, einem Polyester.
4. Zopfhalter (110) nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die Umhüllung
(128) eine elastische Umhüllung (134) ist.
5. Zopfhalter (110) nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, wobei das Grundmaterial
(120) mindestens ein Kunststoffinaterial (122) aufweist.
6. Zopfhalter (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Kunststoffmaterial (122)
zumindest teilweise aus thermoplastischem Polyurethan besteht.
7. Zopfhalter (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Gummierung (142)
mindestens ein Material umfasst ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einem Elastomermaterial;
einem Silikon.
8. Zopfhalter (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Endloshelix (112)
eine toroidale Helix (118) mit einem großen Durchmesser dg von 1,5 cm bis 7 cm ist.
9. Zopfhalter (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Endloshelix (112)
eine toroidale Helix (118) mit einem Schlaufendurchmesser ds der Schlaufen (116) der Endloshelix (112) von 0,3 cm bis 1,5 cm ist.
10. Verfahren (150) zur Herstellung eines Zopfhalters (110) zum Stabilisieren eines Haarzopfes,
wobei das Verfahren (150) folgende Schritte umfasst:
a) Formen mindestens eines strangförmigen Formlings (154) aus mindestens einem Grundmaterial
(120);
b) direktes oder indirektes Aufbringen mindestens eines Streifens (140) mindestens
einer Gummierung (142) auf den Formling (154);
c) Wickeln des Formlings (154) zu einer Helix (166) mit einer Mehrzahl von Windungen
(117), wobei die Gummierung (142) auf einer Innenseite (138) der Windungen (117) angeordnet
ist; und
d) Formung der Helix (166) zu einer Endloshelix (112).
11. Verfahren (150) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Verfahren (150) weiterhin
eine Vereinzelung der Helix (166) in mehrere Abschnitte umfasst.
12. Verfahren (150) nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, wobei das Verfahren
(150) weiterhin nach Durchführung des Verfahrensschritts a) und vor Durchführung des
Verfahrensschritts b) weiterhin folgenden Verfahrensschritt aufweist:
e) Umhüllen des Formlings (154) mit mindestens einer Umhüllung (128).
13. Verfahren (150) nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, wobei in Verfahrensschritt
b) die Gummierung (142) in flüssiger Form auf den Formling (154) aufgebracht wird,
wobei anschließend eine Aushärtung der Gummierung (142) erfolgt.