[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lichtmodul einer Beleuchtungseinrichtung eines
Kraftfahrzeugs, das Lichtmodul umfassend eine Halbleiterlichtquelle zum Aussenden
von Licht und mindestens zwei im Strahlengang des ausgesandten Lichts nacheinander
angeordnete optische Elemente zum Umlenken der von der Lichtquelle ausgesandten Lichtstrahlen
mit dem Ziel, eine vorgegebene Lichtverteilung auf einer Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug
zu erzeugen.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung eine Beleuchtungseinrichtung mit mindestens einem derartigen
Lichtmodul. Die Beleuchtungseinrichtung umfasst ein Gehäuse, das vorzugsweise aus
einem Kunststoff gefertigt ist und in Lichtaustrittsrichtung eine Lichtdurchtrittsöffnung
aufweist, die durch eine transparente Abdeckscheibe verschlossen ist. Das mindestens
eine Lichtmodul ist im Inneren des Gehäuses angeordnet, entweder starr an dem Gehäuse
befestigt oder um eine horizontale und/oder vertikale Achse beweglich angeordnet,
so dass durch Bewegen des mindestens einen Lichtmoduls relativ zu dem Gehäuse eine
variable Leuchtweite bzw. eine Kurvenlichtfunktionalität realisiert werden kann.
[0003] Die Beleuchtungseinrichtung ist vorzugsweise als ein Scheinwerfer für ein Kraftfahrzeug
ausgebildet. Das Lichtmodul dient somit zur Erzeugung einer Scheinwerferfunktion (z.B.
Abblendlicht, Fernlicht, Nebellicht, dynamisches Kurvenlicht, adaptive Lichtverteilung
wie Stadtlicht, Landstraßenlicht oder Autobahnlicht) oder eines Teils davon.
[0004] Eine Beleuchtungseinrichtung der eingangs genannten Art mit einem einzigen Lichtmodul
ist bspw. aus der
EP 0 126 281 A1 bekannt, wobei ein erstes und ein zweites optisches Element des Lichtmoduls beide
als Reflektorelemente ausgebildet sind. Im Strahlengang zwischen dem ersten und dem
zweiten Reflektorelement weist das Lichtmodul eine Blendenanordnung auf, welche einen
Teil des von dem ersten Reflektorelement reflektierten Lichts abschattet und daran
hindert, auf das zweite Reflektorelement zu treffen, so dass das Lichtmodul eine abgeblendete
Lichtverteilung mit einer im Wesentlichen horizontalen Helldunkelgrenze erzeugt. Die
Lichtverteilung ist bspw. ein Nebellicht oder ein Abblendlicht mit einer geraden oder
asymmetrischen Helldunkelgrenze. Eine Lichtquelle des Lichtmoduls ist dabei in einem
ersten Brennpunkt des ersten Reflektorelements angeordnet. Ein erster Brennpunkt des
zweiten Reflektorelements ist deckungsgleich mit einem zweiten Brennpunkt des ersten
Reflektorelements. Eine Kante der Blendenanordnung ist in dem ersten Brennpunkt des
zweiten Reflektorelements angeordnet. Die Kante der Blendenanordnung wird zur Bildung
der Helldunkelgrenze der abgeblendeten Lichtverteilung genutzt. Das erste Reflektorelement
weist in einem vertikalen Schnitt und/oder in einem horizontalen Schnitt eine elliptische
Form auf. Das zweite Reflektorelement ist durch konische Segmente geformt, oder Punkte
oder Abschnitte des zweiten Reflektorelements können als Freiformreflektor ausgebildet
sein, dessen reflektierende Fläche mathematisch beschrieben werden kann. Das bekannte
Lichtmodul weist kein Linsenelement auf, so dass die Variabilität des Lichtmoduls
bezüglich der erzielbaren Vergrößerungsfaktoren, um welche ein Abbild der Lichtquelle
zur Realisierung der Lichtverteilung vergrößert werden kann, auf die durch die Verwendung
der beiden Reflektorelemente erzielbaren Vergrößerungsfaktoren beschränkt ist.
[0005] Aus der
EP 1 193 440 A1 ist eine Beleuchtungseinrichtung mit einem einzigen Lichtmodul bekannt, das in einem
ersten Ausführungsbeispiel ein Reflektorelement als erstes optisches Element und ein
Linsenelement als zweites optisches Element aufweist. Das Linsenelement dient zur
'Korrektur' der Lichtverteilung bspw. in horizontaler Richtung. Das Linsenelement
manipuliert die Lichtstrahlen, ohne den Versuch, die Abbildungsfunktionalität beizubehalten.
Ein zweites Ausführungsbeispiel ist ähnlich dem aus der
EP 0 126 281 A1 bekannten Lichtmodul. Insbesondere umfasst das bekannte Lichtmodul ein elliptisches
erstes Reflektorelement, eine Blendenanordnung und ein parabolisches zweites Reflektorelement.
Im Gegensatz zu der
EP 0 126 281 A1 ist eine Flächenerstreckung der Blendenanordnung entlang (und nicht senkrecht zu)
einer optischen Achse des ersten Reflektorelements ausgerichtet und bildet eine reflektierende
Oberfläche, so dass eine abgeblendete Lichtverteilung mit einer Helldunkelgrenze gebildet
wird, indem die entsprechenden Lichtstrahlen in Richtung des zweiten Reflektorelements
reflektiert werden, statt sie einfach nur abzuschatten.
[0006] Ausgehend von dem beschriebenen Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung
die Aufgabe zugrunde, ein Lichtmodul der eingangs genannten Art dahingehend auszugestalten
und weiterzubilden, dass es ein abbildendes System mit einer großen Zahl an Freiheitsgraden
bildet, durch die eine breite homogene Lichtverteilung auf der Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug
erzeugt werden kann.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ausgehend von dem Lichtmodul der eingangs genannten
Art vorgeschlagen, dass das Lichtmodul ein drittes im Strahlengang angeordnetes optisches
Element aufweist, wobei das erste optische Element ein erstes Reflektorelement umfasst,
welches zumindest einen Teil der von der Lichtquelle ausgesandten Lichtstrahlen reflektiert,
das zweite optische Element, das dem ersten Reflektorelement im Strahlengang nachgeordnet
ist, ein zweites Reflektorelement umfasst und das dritte optische Element, das dem
zweiten Reflektorelement im Strahlengang nachgeordnet ist, ein Linsenelement umfasst,
welches im Zusammenwirken mit dem zweiten Reflektorelement die zuvor an den beiden
Reflektorelementen umgelenkten Lichtstrahlen zur Realisierung der vorgegebenen Lichtverteilung
auf die Fahrbahn vor das Kraftfahrzeug projiziert. Die beiden Reflektorelemente haben
sammelnde bzw. Licht bündelnde Eigenschaften. Jedes der Reflektorelemente weist somit
mindestens einen Brennpunkt bzw. mindestens eine Brennpunktwolke mit einer Vielzahl
dicht beieinander liegender Brennpunkte auf. Der Abstand zwischen einem Brennpunkt
eines Reflektorelements und einer Reflexionsfläche des Reflektorelements ist die Brennweite.
Diese kann für jedes der Reflektorelemente in einem Vertikalschnitt und in einem Horizontalschnitt
unterschiedlich oder gleich sein. Jedes der optischen Elemente des Lichtmoduls ist
somit derart an der Bildung der Lichtverteilung beteiligt als dass es reflektierte
(bei den Reflektorelementen) bzw. hindurchtretende (bei dem Linsenelement) Lichtstrahlen
bündelt.
[0008] Das erfindungsgemäße Lichtmodul umfasst somit zwei Reflektorelemente und ein Linsenelement,
um eine gesetzlich vorgegebene Scheinwerferfunktion realisieren zu können. Das System
weist annähernd abbildende Eigenschaften bezüglich einer Position auf der Halbleiterlichtquelle
mit einer großen Leuchtdichte auf. Dies stellt eine ausreichend große maximale Beleuchtungsstärke
sicher, um eine hohe Reichweite entlang der Fahrbahn zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig
wird durch die Vielzahl an optischen Elementen in dem Lichtmodul eine große Zahl an
Freiheitsgraden ermöglicht, welche die Bildung eines breiten homogenen Lichtverteilungsmusters
auf der Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug erlauben. Das Lichtmodul kann relativ kleinbauend
ausgebildet werden. Insbesondere kann die Lichtaustrittsfläche aus dem Lichtmodul,
die in der Regel der Fläche des Linsenelements entspricht, zumindest in einer Ebene
klein ausgebildet werden. Bei einer kleinbauenden Ausgestaltung der Lichtaustrittsfläche
in einer vertikalen Ebene kann das Lichtmodul schmal und effizient ausgebildet werden
mit vertikalen Abmessungen des Linsenelements von kleiner 30 mm.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das
Lichtmodul ein Blendenelement umfasst, welches in dem Strahlengang zwischen dem ersten
Reflektorelement und dem zweiten Reflektorelement angeordnet ist. Das Blendenelement
kann eine Flächenerstreckung aufweisen, die im Wesentlichen senkrecht zu einer Hauptreflexionsrichtung
des ersten Reflektorelements verläuft. Alternativ kann das Blendenelement auch eine
Flächenerstreckung aufweisen, die im Wesentlichen parallel zu einer Hauptreflexionsrichtung
des ersten Reflektorelements verläuft, wobei zumindest diejenigen Oberflächen des
Blendenelements, die von Lichtstrahlen beaufschlagt werden, die von dem Blendenelement
abgeschattet werden, spiegelnd ausgebildet sind.
[0010] Im Vergleich zu bekannten Lichtmodulen sind bei dem erfindungsgemäßen Lichtmodul
zusätzliche Freiheitsgrade in Form von zusätzlichen Brennweiten und zusätzlicher optischer
Vergrößerungsfaktoren eingeführt worden, indem die Reflektoren und - sofern vorhanden
- eine Blendenanordnung mit einem zusätzlichen Linsenelement, bspw. einer Projektionslinse,
kombiniert wurden. Jedes der Reflektorelemente und auch das Linsenelement stellen
dann zwei optische Vergrößerungsfaktoren zur Verfügung: einen in horizontaler Richtung
und einen in vertikaler Richtung. Dadurch wird die Aufgabe, ein möglichst homogenes
Lichtverteilungsmuster mit einer vorgegebenen horizontalen und vertikalen Ausdehnung
(Streuung) auf der Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug zu erzeugen, auf die verschiedenen
optischen Elemente aufgeteilt. Gleichzeitig bleiben die abbildenden Eigenschaften
des Lichtmoduls bezüglich einer Position auf der Halbleiterlichtquelle, die eine hohe
Leuchtdichte aufweist, und - sofern vorhanden - bezüglich einer Kante des Blendenelements.
Dies führt zu einer besonders effizienten Erzeugung der maximalen Beleuchtungsstärke
nahe einer horizontalen Helldunkelgrenze, wobei gleichzeitig die Reichweite entlang
der Fahrbahn erhöht wird. Das Zusammenwirken der verschiedenen Brennweiten, die in
dem Lichtmodul verwendet werden, erlaubt eine Anpassung und Optimierung der Streuung
des Lichts an den verschiedenen optischen Elementen, so dass ein effizienter Lichtdurchtritt
mit einer relativ kleinen Lichtaustrittsfläche kombiniert werden kann.
[0011] Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen,
dass das erste Reflektorelement in einem vertikalen Schnitt und in einem horizontalen
Schnitt eine elliptische Form aufweist. Selbstverständlich kann die Form des ersten
Reflektorelements auch von einer rein elliptischen Form abweichen und bspw. ausgehend
von der elliptischen Form über die gesamte Reflexionsfläche verteilt (z.B. nach Art
eines Rasters) punkteweise variiert werden, so dass sich insgesamt ein Freiformreflektor
ergibt. Ferner wird vorgeschlagen, dass das erste Reflektorelement in dem vertikalen
Schnitt und in dem horizontalen Schnitt jeweils zwei Brennpunkte oder Brennpunktwolken
umfassend mehrere nahe beieinander liegende Brennpunkte aufweist. Besonders bevorzugt
ist es, wenn sich für das erste Reflektorelement die Brennpunkte bzw. Brennpunktwolken
der beiden Schnitte überlagern. In diesem Fall wären also die optischen Vergrößerungsfaktoren
des ersten Reflektorelements im vertikalen und im horizontalen Schnitt gleich groß.
Selbstverständlich wäre es aber auch denkbar, dass die optischen Vergrößerungsfaktoren
des ersten Reflektorelements im vertikalen und im horizontalen Schnitt unterschiedlich
sind, wenn sich die Brennpunkte bzw. Brennpunktwolken der beiden Schnitte nicht überlagern.
[0012] Vorteilhafterweise ist die Lichtquelle in einem ersten Brennpunkt oder in der Nähe
einer ersten Brennpunktwolke des ersten Reflektorelements angeordnet. Bei einem elliptischen
oder annähernd elliptischen Reflektorelement werden die von der nahezu punktförmigen
Halbleiterlichtquelle ausgesandten Lichtstrahlen dann in dem zweiten Brennpunkt oder
in der Nähe der zweiten Brennpunktwolke des ersten Reflektorelements gebündelt.
[0013] Vorzugsweise weist das zweite Reflektorelement in einem vertikalen Schnitt und in
einem horizontalen Schnitt jeweils einen Brennpunkt oder eine Brennpunktwolke auf.
Brennpunkte bzw. Brennpunktwolken der beiden Schnitte können sich überlagern oder
aber auch unterschiedlich im Raum angeordnet sein. Das zweite Reflektorelement kann
zumindest in einem Schnitt, vorzugsweise in einem Vertikalschnitt, eine parabolische
Form aufweisen. Das zweite Reflektorelement kann, vorzugsweise in horizontaler Richtung,
eine Längserstreckung im Wesentlichen quer zu einer optischen Achse des ersten Reflektorelements
aufweisen. Die Längserstreckung kann dabei gerade oder aber um den zweiten Brennpunkt
bzw. die zweite Brennpunktwolke des ersten Reflektorelements gebogen oder gewölbt
sein. Denkbar wäre aber auch, dass das zweite Reflektorelement eine Freiform aufweist.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen,
dass ein Brennpunkt oder eine Brennpunktwolke umfassend mehrere nahe beieinander liegende
Brennpunkte des zweiten Reflektorelements in einem zweiten Brennpunkt oder in der
Nähe einer zweiten Brennpunktwolke des ersten Reflektorelements angeordnet ist oder
dass eine Brennpunktlinie umfassend mehrere nebeneinander angeordnete Brennpunkte
des zweiten Reflektorelements durch einen zweiten Brennpunkt oder eine zweite Brennpunktwolke
des ersten Reflektorelements verläuft.
[0014] Vorzugsweise bilden das zweite Reflektorelement und das Linsenelement gemeinsam eine
Projektionseinheit und sind derart abhängig voneinander geformt und relativ zueinander
angeordnet, dass sie im Zusammenwirken eine Kante des Blendenelements als eine Helldunkelgrenze
der abgeblendeten Lichtverteilung auf die Fahrbahn vor das Kraftfahrzeug projizieren.
Die Kante des Blendenelements, die von der Projektionseinheit des Lichtmoduls als
Helldunkelgrenze der Lichtverteilung auf die Fahrbahn vor das Kraftfahrzeug projiziert
wird, verläuft vorteilhaftweise durch einen zweiten Brennpunkt oder in der Nähe einer
zweiten Brennpunktwolke des ersten Reflektorelements. Die Ausgestaltung des zweiten
Reflektorelements und des Linsenelements sind derart aufeinander abgestimmt, dass
bspw. das Linsenelement abhängig davon, ob das zweite Reflektorelement einen zweiten
Brennpunkt, eine zweite Brennpunktwolke oder eine zweite Brennpunktlinie aufweist,
dementsprechend einen ersten Brennpunkt, eine erste Brennpunktwolke oder eine erste
Brennpunktlinie aufweist. Ein bspw. in horizontaler Richtung langgestrecktes zweites
Reflektorelement weist eine Brennpunktlinie mit einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten
zweiten Brennpunkten der verschiedenen Vertikalschnitte des Reflektorelements auf.
In einem Vertikalschnitt kann das zweite Reflektorelement eine parabolische Form oder
eine davon abweichende Freiform aufweisen. Dementsprechend wäre auch das Linsenelement
in horizontaler Richtung langgestreckt und wiese eine Brennpunktlinie mit einer Vielzahl
von nebeneinander angeordneten ersten Brennpunkten der verschiedenen Vertikalschnitte
des Linsenelements auf. Ein zweiter Brennpunkt des Linsenelements wäre vorzugsweise
in einer großen Entfernung zu dem Linsenelement, vorzugsweise im 'Unendlichen' angeordnet,
um das Licht möglichst weit vor das Kraftfahrzeug zu projizieren und eine große Reichweite
der Lichtverteilung zu erzielen.
[0015] Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Beleuchtungseinrichtung, die mehrere
in einem in das Kraftfahrzeug eingebauten Zustand nebeneinander angeordnete erfindungsgemäße
Lichtmodule aufweist, wobei sich die Lichtverteilungen der einzelnen Lichtmodule zu
der vorgegebenen Lichtverteilung der Beleuchtungseinrichtung überlagern. Dabei ist
es denkbar, dass alle Lichtmodule identische Lichtverteilungen erzeugen, die sich
dann zu der resultierenden Lichtverteilung der Beleuchtungseinrichtung überlagern.
Alternativ wäre es aber auch denkbar, dass zumindest zwei der Lichtmodule der Beleuchtungseinrichtung
unterschiedliche Lichtverteilungen erzeugen, so dass sich die verschiedenen Lichtverteilungen
der Lichtmodule zu der resultierenden Lichtverteilung der Beleuchtungseinrichtung
überlagern bzw. ergänzen.
[0016] Um eine besonders einfache Fertigung und Montage der Beleuchtungseinrichtung bzw.
der darin angeordneten Lichtmodule zu erreichen, wird vorgeschlagen, dass die ersten
Reflektorelemente, die zweiten Reflektorelemente und/oder die Linsenelemente der Lichtmodule
der Beleuchtungseinrichtung jeweils als eine gemeinsame integrale erste Reflektorelementeinheit,
zweite Reflektorelementeinheit und/oder Linsenelementeinheit ausgebildet sind.
[0017] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden in der nachfolgenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lichtmoduls in einer
perspektivischen Ansicht;
- Fig. 2
- das Lichtmodul aus Figur 1 in einem Längsschnitt;
- Fig. 3
- verschiedene Vergrößerungsfaktoren der verschiedenen optischen Elemente eines erfindungsgemäßen
Lichtmoduls;
- Fig. 4
- eine zweite bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lichtmoduls in einer
perspektivischen Ansicht;
- Fig. 5
- das Lichtmodul aus Figur 4 in einem Längsschnitt;
- Fig. 6
- mehrere nebeneinander angeordnete Lichtmodule aus Figur 1 in einer perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 7
- mehrere nebeneinander angeordnete Lichtmodule aus Figur 4 in einer perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 8
- eine weitere Ausführungsform mit mehreren nebeneinander angeordneten Lichtmodulen
in einer perspektivischen Ansicht; und
- Fig. 9
- eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung in einer perspektivischen Ansicht.
[0018] Die Figuren zeigen verschiedene Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung. Die
Erfindung ist aber nicht auf die hier gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt. Insbesondere können einzelne Merkmale der verschiedenen Ausführungsformen
auch anderweitig miteinander kombiniert werden als in den Figuren gezeigt und hier
beschrieben, um zu einer anderen Ausführungsform der Erfindung zu gelangen. Gleiche
Bauteile sind in den verschiedenen Figuren mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0019] In Figur 9 ist eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung eines Kraftfahrzeugs
in ihrer Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet. Die Beleuchtungseinrichtung
1 ist als ein Scheinwerfer eines Kraftfahrzeugs ausgebildet. Sie umfasst ein Gehäuse
2, das vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt ist und eine Lichtdurchtrittsöffnung
3 aufweist, die durch eine transparente Abdeckscheibe 4, die vorzugsweise ebenfalls
aus Kunststoff gefertigt ist, verschlossen ist. Die Beleuchtungseinrichtung 1 wird
in einer dafür vorgesehenen Einbauposition in einer Karosserie eines Kraftfahrzeugs
eingebaut und befestigt.
[0020] Im Inneren des Gehäuses 2 ist ein Lichtmodul 5 angeordnet. Das Lichtmodul 5 kann
fest oder aber um eine horizontale Achse und/oder eine vertikale Achse verschwenkbar
in dem Gehäuse 2 angeordnet sein. Das Lichtmodul 5 sendet Licht in einer Hauptaustrittsrichtung
6 aus, die vorzugsweise parallel zu einer Fahrtrichtung 7 des Kraftfahrzeugs verläuft.
Selbstverständlich kann die Hauptaustrittsrichtung 6 des Lichtmoduls 5 zumindest zeitweise
auch leicht geneigt bezüglich der Fahrtrichtung 7 verlaufen, bspw. bei einer Variation
der Leuchtweite (nach oben oder unten) oder bei einer Realisierung einer Kurvenlichtfunktionalität
(nach rechts oder links). Das Lichtmodul 5 dient zur Erzeugung einer Scheinwerferfunktion
(z.B. Abblendlicht, Fernlicht, Nebellicht, dynamisches Kurvenlicht, adaptive Lichtverteilung
wie Stadtlicht, Landstraßenlicht oder Autobahnlicht, etc.). In dem Gehäuse 2 können
auch noch andere Lichtmodule oder Leuchtenmodule angeordnet sein (hier nicht gezeigt).
Ein Leuchtenmodul dient zur Erzeugung einer Leuchtenfunktion (z.B. Tagfahrlicht, Positions-
oder Standlicht, Blinklicht, Rückfahrlicht, Nebelschlusslicht, etc.). Bei dem Lichtmodul
5 handelt es sich um eines oder mehrere erfindungsgemäße Lichtmodule, die nachfolgend
anhand der Figuren 1 bis 8 ausführlich erläutert werden.
[0021] In den Figuren 1 und 2 ist ein Beispiel für ein erfindungsgemäßes Lichtmodul 5 gezeigt.
Das Lichtmodul 5 umfasst eine Halbleiterlichtquelle 10 zum Aussenden von Licht. Die
Lichtquelle 10 umfasst bspw. eine oder mehrere Leuchtdioden (LED). Jede Leuchtdiode
kann eines oder mehrere Halbleiterchips mit jeweils einer Licht emittierenden Fläche
aufweisen. Ferner umfasst das Lichtmodul 5 mindestens zwei im Strahlengang des ausgesandten
Lichts nacheinander angeordnete optische Elemente 11, 12 zum Umlenken der von der
Lichtquelle 10 ausgesandten Lichtstrahlen mit dem Ziel, eine vorgegebene Lichtverteilung
auf einer Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug zu erzeugen. Des Weiteren umfasst das Lichtmodul
5 ein drittes im Strahlengang angeordnetes optisches Element 13. Das erste optische
Element 11 umfasst ein erstes Reflektorelement, welches zumindest einen Teil der von
der Lichtquelle 10 ausgesandten Lichtstrahlen 14 in Richtung des zweiten optischen
Elements 12 durch Reflexion umlenkt (Lichtstrahlen 15). Das zweite optische Element
12, das dem ersten Reflektorelement 11 im Strahlengang nachgeordnet ist, umfasst ein
zweites Reflektorelement, welches zumindest einen Teil der von dem ersten Reflektorelement
11 reflektierten Lichtstrahlen 15 in Richtung des dritten optischen Elements 13 durch
Reflexion umlenkt (Lichtstrahlen 16). Das dritte optische Element 13, das dem zweiten
Reflektorelement 12 im Strahlengang nachgeordnet ist, umfasst ein Linsenelement, welches
die zuvor an den beiden Reflektorelementen 11, 12 umgelenkten Lichtstrahlen 16 zur
Realisierung der vorgegebenen Lichtverteilung in der Hauptaustrittsrichtung 6 auf
eine Fahrbahn vor das Kraftfahrzeug projiziert. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist bei dem zweiten Reflektorelement 12 die vertikale Vergrößerung größer als die
horizontale Vergrößerung, und bei dem Linsenelement 13 die horizontale Vergrößerung
größer als die vertikale Vergrößerung.
[0022] Zur Erzeugung einer abgeblendeten Lichtverteilung (z.B. Abblendlicht oder Nebellicht)
oder eines Teils davon umfasst das Lichtmodul 5 ein Blendenelement 17, welches in
dem Strahlengang zwischen dem ersten Reflektorelement 11 und dem zweiten Reflektorelement
12 angeordnet ist. In dem Beispiel der Figuren 1 und 2 weist das Blendenelement 17
eine Flächenerstreckung auf, die im Wesentlichen senkrecht zu einer Hauptreflexionsrichtung
bzw. zu einer optischen Achse des ersten Reflektorelements 11 verläuft. Eine Kante
18 des Blendenelements 17, in dem hier gezeigten Fall eine Oberkante 18 des Blendenelements
17, wird durch eine abbildende Einheit (sog. Projektionseinheit) des Lichtmoduls 5
als Helldunkelgrenze der abgeblendeten Lichtverteilung auf die Fahrbahn vor das Kraftfahrzeug
projiziert. Die Projektionseinheit wird in dem erfindungsgemäßen Lichtmodul 5 durch
das zweite Reflektorelement 12 im Zusammenwirken mit dem Linsenelement 13 gebildet.
[0023] Das erste Reflektorelement 11 weist vorzugsweise in einem vertikalen Schnitt und
in einem horizontalen Schnitt eine elliptische Form auf. Denkbar wäre jedoch auch,
dass die Reflexionsfläche des ersten Reflektorelements 11 eine von der elliptischen
Form abweichende Form aufweist, bspw. eine Freiform. Das erste Reflektorelement 11
weist in dem vertikalen Schnitt und in dem horizontalen Schnitt jeweils zwei Brennpunkte
oder Brennpunktwolken umfassend mehrere nahe beieinander liegende Brennpunkte auf.
Vorzugsweise überlagern sich die Brennpunkte bzw. Brennpunktwolken der beiden Schnitte.
In diesem Fall ergibt sich im vertikalen Schnitt und im horizontalen Schnitt ein gleich
großer Vergrößerungsfaktor. Selbstverständlich wäre es auch denkbar, dass sich die
beiden Brennpunkte im vertikalen Schnitt einerseits und im horizontalen Schnitt andererseits
nicht überlagern, so dass sich in den beiden Schnitten unterschiedliche Vergrößerungsfaktoren
ergeben. Die Lichtquelle 10 ist vorzugsweise in dem ersten Brennpunkt oder in der
Nähe der ersten Brennpunktwolke des ersten Reflektorelements 11 angeordnet. Die Oberkante
18 des Blendenelements ist vorzugsweise in dem zweiten Brennpunkt oder in der Nähe
der zweiten Brennpunktwolke des ersten Reflektorelements 11 angeordnet.
[0024] Das in den Figuren 1 und 2 gezeigte Lichtmodul 5 bildet einen Punkt oder einen Bereich,
der auf einer Lichtaustrittsfläche der Lichtquelle 10 liegt, auf einen Punkte oder
einen Bereich weit vor dem Kraftfahrzeug ab, so dass gleichzeitig das zweite Reflektorelement
12 und das Linsenelement 13 eine scharfe Abbildung eines Punkts auf der Kante 18 des
Blendenelements 17 sicherstellen. Auf diese Weise kann ein ausreichend konzentriertes
Maximum nahe der horizontalen Helldunkelgrenze der Lichtverteilung erzielt werden.
[0025] Mit Hilfe der optischen Brennweiten, die in dem ersten Reflektorelement 11, dem zweiten
Reflektorelement 12 und dem Linsenelement 13 zur Verfügung stehen, kann der Strahlengang
durch das Lichtmodul 5 sowie der ausgeleuchtete Bereich auf der Reflexionsfläche des
zweiten Reflektorelements 12 durch die Lichtstrahlen 15 und der ausgeleuchtete Bereich
auf der Lichteintrittsfläche des Linsenelements 13 durch die Lichtstrahlen 16 beeinflusst
und angepasst werden. Dies erlaubt es beispielsweise, einen besonders effizienten
Lichtdurchsatz durch das Lichtmodul 5 mit einer relativ schlanken oder schmalen Lichtaustrittsfläche
des Linsenelements 13 bzw. des gesamten Lichtmoduls 5 zu kombinieren. Unterschiedliche
Brennweiten in vertikalen und horizontalen Schnitten erlauben eine noch genauere Anpassung
an die gewünschten Abmessungen der mit Licht beaufschlagen Oberflächen der optischen
Elemente 11, 12, 13. Die ausgewählten Brennweiten der verschiedenen optischen Elemente
11, 12, 13 bestimmen ihrerseits die Vergrößerungsfaktoren M11h (Vergrößerungsfaktor
des ersten Reflektorelements 11 in horizontaler Richtung), M11v (Vergrößerungsfaktor
des ersten Reflektorelements 11 in vertikaler Richtung), M12h (Vergrößerungsfaktor
des zweiten Reflektorelements 12 in horizontaler Richtung), M12v (Vergrößerungsfaktor
des zweiten Reflektorelements 12 in vertikaler Richtung), M13h (Vergrößerungsfaktor
des Linsenelements 13 in horizontaler Richtung), M13v (Vergrößerungsfaktor des Linsenelements
13 in vertikaler Richtung), die genutzt werden können, um die resultierende Lichtverteilung
des Lichtmoduls 5 hinsichtlich ihrer horizontalen und vertikalen Erstreckung zu formen.
Dies ist bspw. in Figur 3 gezeigt, allerdings ohne die Wirkung des Blendenelements
17. Nach dem ersten Reflektorelement 11 wird ein vergrößertes Abbild 19 der Lichtquelle
10 erzeugt, hier beispielhaft durch M11h=5, M11v=5 vorgegeben. Das zweite Reflektorelement
12 führt zu einem weiter vergrößerten Abbild 20, hier beispielhaft durch M12h=5, M12v=5
vorgegeben. Die abschließende Abbildung 21 in einen Bereich weit vor dem Kraftfahrzeug
wird mit dem Linsenelement 13 erreicht, hier beispielhaft durch M13h=20, M13v=40 vorgegeben.
In der Figur 3 ist das Abbild 21 nach dem Linsenelement 13 zum Zwecke einer besseren
Darstellung mit einem Faktor 1/10 skaliert worden.
[0026] Das Licht der Lichtquelle 10 wird mithilfe des ersten Reflektorelements 11 gebündelt
und in Richtung der Kante 18 des Blendenelements 17 reflektiert. Indem ein Teil der
Lichtstrahlen 15 abgeschattet wird, hat das Blendenelement 17 einen entscheidenden
Einfluss auf die Bildung der Helldunkelgrenze der resultierenden Lichtverteilung.
Die an dem Blendenelement 17 vorbei gelangten Lichtstrahlen 15 werden mittels des
zweiten Reflektorelements 12 und des Linsenelements 13 nach vorne in Richtung 6 bzw.
in Fahrtrichtung 7 des Kraftfahrzeugs projiziert. Das zweite Reflektorelement 12 und
das Linsenelement 13 wirken zusammen, um einen Teil der abgeblendeten Lichtverteilung
mit der Helldunkelgrenze zu erzeugen. Eine Helldunkelgrenze mit einer vorgegebenen
Form, bspw. eine asymmetrische Helldunkelgrenze mit einem ersten horizontalen Abschnitt
auf der eigenen Verkehrsseite, einem zweiten horizontalen Abschnitt auf der Gegenverkehrsseite,
der oberhalb des ersten Abschnitts liegt, und einem schrägen Abschnitt in etwa zwischen
den beiden Verkehrsseiten, der die beiden horizontalen Abschnitte miteinander verbindet,
kann mit Hilfe einer entsprechend geformten Kante 18 der Blendenanordnung 17 erzeugt
werden.
[0027] Die Form des ersten Reflektorelements 11 ist vorzugsweise vom elliptischen Typ mit
zwei Brennpunkten. Der erste Brennpunkt ist auf die Position der Lichtquelle 10 bzw.
deren Lichtaustrittsfläche(n) ausgerichtet. Der zweite Brennpunkt ist vorzugsweise
auf die Kante 18 der Blendenanordnung 17 ausgerichtet. Anpassungen zur Optimierung
der Lichtverteilung und zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben können zu Abweichungen
von einer exakt elliptischen Form des ersten Reflektorelements 11 führen. Die Verhältnisse
der Brennweiten bestimmen den Vergrößerungsfaktor M11h bzw. M11v des ersten Reflektorelements
11. In der Regel wird eine elliptische Form genutzt, bei der der horizontale und der
vertikale Vergrößerungsfaktor gleich groß sind. In manchen Fällen kann es allerdings
vorteilhaft sein, eine elliptische Form des ersten Reflektorelements 11 zu verwenden,
bei der die Brennweiten in vertikaler und horizontaler Richtung unterschiedlich sind,
so dass sich unterschiedliche Vergrößerungsfaktoren M11h, M11v ergeben. Die Wahl der
Brennweiten wird des Weiteren genutzt, den Winkel einer Aufweitung (Streuung) der
Lichtstrahlen 15 und dementsprechend den ausgeleuchteten Bereich des zweiten Reflektorelements
12 zu beeinflussen. Grundsätzlich kann unter Maßgabe der obigen Randbedingungen jegliche
Art von Freiformfläche für das erste Reflektorelement 11 genutzt werden.
[0028] Das zweite Reflektorelement 12 wirkt mit dem Linsenelement 13 unmittelbar zusammen.
Die Kombination der beiden optischen Elemente 12, 13 bildet vorzugsweise einen Punkt
oder Bereich auf der Kante 18 des Blendenelements 17 in einem Punkt oder Bereich weit
vor dem Kraftfahrzeug ab. Somit wird die optische Aufgabe auf die beiden separaten
optischen Elemente 12, 13 verteilt, was zu weiteren Freiheitsgraden bezüglich der
Brennpunkte und der optischen Vergrößerungsfaktoren führt. Der erste Brennpunkt des
zweiten Reflektorelements 12 ist auf der Kante 18 des Blendenelements 17 angeordnet,
wohingegen der zweite Brennpunkt des zweiten Reflektorelements 12 mehrere Möglichkeiten
zur Realisierung bietet. Figur 2 zeigt eine Seitenansicht des Lichtmoduls 5, bei dem
das zweite Reflektorelement 12 zu einem Strahlengang von Lichtstrahlen 16 führt, die
in Richtung des Linsenelements 13 in vertikaler Richtung leicht divergieren. Die Einstellung
der Brennweiten an dem zweiten Reflektorelement 12 können dazu genutzt werden, den
Winkel einer Aufweitung (Streuung) der Lichtstrahlen 16 und dementsprechend den ausgeleuchteten
Bereich auf der Lichteintrittsfläche des Linsenelements 13 zu beeinflussen. Selbst
ein konvergierender Verlauf der Lichtstrahlen 16 zwischen dem zweiten Reflektorelement
12 und dem Linsenelement 13 wäre denkbar. Diese zusätzlichen Freiheitsgrade stehen
für eine Formung des Strahlengangs der Lichtstrahlen 16 zur Verfügung, was vorteilhaft
für den Entwurf und die Entwicklung von schmalen, schlanken und effizienten Lichtmodulen
5 und Beleuchtungseinrichtungen 1 mit geringen vertikalen Abmessungen der Lichtaustrittsfläche
(des Linsenelements 13), vorzugsweise von weniger als 30 mm, ist. Das Verhältnis der
gewählten Brennweiten des zweiten Reflektorelements 12 bestimmt die horizontalen und
vertikalen Vergrößerungsfaktoren M12h, M12v des zweiten Reflektorelements 12. Diese
Vergrößerungsfaktoren M12h, M12v können relativ zueinander variiert werden, bspw.
indem der punktartige zweite Brennpunkt des zweiten Reflektorelements 12 durch eine
Brennpunktlinie ersetzt wird, unter Umständen sogar mit einer Biegung in der horizontalen
Ebene. In diesem Fall kann der Radius der Biegung, der auch nahe Unendlich gewählt
werden kann, den Wert des horizontalen Vergrößerungsfaktors M12h bestimmen, und kann
somit zu der Bildung der horizontalen Streuung der resultierenden Lichtverteilung
beitragen.
[0029] Die abbildende Aufgabe wird von dem zweiten Reflektorelement 12 im Zusammenwirken
mit dem Linsenelement 13 erfüllt, wobei die Kante 18 des Blendenelements 17 in eine
Position weit vor dem Kraftfahrzeug projiziert wird, die näherungsweise einer Punkt-zu-Punkt-Projektion
entspricht. Deshalb steht die Form des Linsenelements mathematisch in einem direkten
Bezug zu der Form des zweiten Reflektorelements 12 bzw. seiner Reflexionsfläche und
variiert abhängig von dem Grad der Lichtdivergenz bzw. -konvergenz. Um näherungsweise
abbildende Eigenschaften sicherstellen zu können, nutzt das Linsenelement 13 einen
ersten Fokus (z.B. Brennpunkt, Brennpunktwolke oder Brennpunktlinie, gerade oder gebogen)
der genauso ausgebildet ist wie der zweite Fokus (z.B. Brennpunkt, Brennpunktwolke
oder Brennpunktlinie, gerade oder gebogen) des zweiten Reflektorelements 12. Der zweite
Fokus des Linsenelements 13, der üblicherweise als ein Brennpunkt ausgebildet ist,
ist weit vor dem Fahrzeug angeordnet. Das entsprechende Verhältnis der Brennweiten
führt zu den horizontalen und vertikalen Vergrößerungsfaktoren M13h, M13v des Linsenelements
13.
[0030] Das Blendenelement 17 kann im Wesentlichen auf zwei Arten realisiert werden. Zum
einen kann es als ein reines Blendenelement realisiert werden, welches auftreffende
Lichtstrahlen, welche das Linsenelement 13 in Richtungen oberhalb der gewünschten
horizontalen Helldunkelgrenze der resultierenden Lichtverteilung verlassen würden,
'nur' abschattet, so dass diese Lichtstrahlen nicht zur Erzeugung der Lichtverteilung
beitragen. Mithilfe eines geringfügigen Versatzes der Lichtquelle 10 aus dem ersten
Brennpunkt des ersten Reflektorelements 11, wodurch sichergestellt wird, dass der
Großteil der von dem ersten Reflektorelement 11 gebündelten Lichtstrahlen 15 durch
das Lichtmodul 5 hindurchtreten und an der Erzeugung der Lichtverteilung mitwirken
können (und nicht von dem Blendenelement 17 abgeschattet werden), kann die Effizienz
des Lichtmoduls 5 deutlich verbessert werden. Dabei ist eine Komponente der Hauptabstrahlrichtung
der Lichtquelle 10 entgegen der Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs gerichtet.
[0031] Zum anderen kann das Blendenelement 17 zumindest teilweise verspiegelte Oberflächen
aufweisen. Die verspiegelte Oberfläche ist vorzugsweise auf die optische Achse des
ersten Reflektorelements 11 ausgerichtet und an einer entsprechenden Stelle des Blendenelements
17 ausgebildet. Ein solches Lichtmodul 5 ist bspw. in den Figuren 4 und 5 gezeigt.
Dabei weist das Blendenelement 17 eine Flächenerstreckung auf, die im Wesentlichen
parallel zu einer Hauptreflexionsrichtung bzw. zu einer optischen Achse des ersten
Reflektorelements 11 verläuft. Vorzugsweise sind zumindest diejenigen Oberflächen
des Blendenelements 17, die von Lichtstrahlen 15 beaufschlagt werden, spiegelnd ausgebildet.
Auf diese Weise gehen die von dem Blendenelement 17 abgeschatteten Lichtstrahlen 15
nicht verloren, sondern können in die resultierende abgeblendete Lichtverteilung,
vorzugsweise dicht unterhalb der Helldunkelgrenze, reflektiert werden. Eine Kante
18 des Blendenelements 17, in dem hier gezeigten Fall eine Vorderkante 18 des Blendenelements
17, wird durch die abbildende Einheit 12, 13 (sog. Projektionseinheit) des Lichtmoduls
5 als Helldunkelgrenze der abgeblendeten Lichtverteilung auf die Fahrbahn vor das
Kraftfahrzeug projiziert. Dabei ist eine Komponente der Hauptabstrahlrichtung der
Lichtquelle 10 in Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs gerichtet.
[0032] Die Form und Ausrichtung des Blendenelements 17 wird dann genutzt, die horizontale
Helldunkelgrenze der Lichtverteilung zu bilden. Aufgrund der reflektierenden Eigenschaften
des Blendenelements 17, muss das zweite Reflektorelement 12 eine Zwischen-Lichtverteilung
handhaben können, die im Vergleich zu der Zwischen-Lichtverteilung in dem Lichtmodul
5 aus den Figuren 1 und 2 umgedreht orientiert ist. Das erklärt die entgegengesetzte
Ausrichtung und Anordnung des ersten Reflektorelements 11 bei den beiden unterschiedlichen
Lichtmodulen 5.
[0033] Obwohl das erfindungsgemäße Lichtmodul 5 (Doppelreflektor-Linsen-System) hier als
ein abbildendes System beschrieben worden ist, wäre es möglich, dass geringfügige
Abwandlungen von streng abbildenden Komponenten benutzt werden. Derartige Abwandlungen
können bspw. notwendig sein, um die resultierende Lichtverteilung zu optimieren und/oder
die Gesetzeskonformität der Beleuchtungseinrichtung sicherzustellen.
[0034] Das zweite Reflektorelement 12 bzw. seine Reflexionsfläche kann auch einen Bereich
oder Abschnitt 22 aufweisen, der für eine sog. Overheadbeleuchtung, also eine geringfügige
Ausleuchtung eines Bereichs der Lichtverteilung oberhalb der horizontalen Helldunkelgrenze,
sorgt (vgl. Figur 5). Die eigentliche Reflexionsfläche des Reflektorelements 12 ist
mit dem Bezugszeichen 23 bezeichnet, und der zusätzliche Abschnitt oder Bereich für
die Overheadbeleuchtung mit dem Bezugszeichen 22. Die Form und Ausrichtung des Abschnitts
22 kann völlig unabhängig von der Form und Ausrichtung der Reflexionsfläche 23 sein.
Hier besteht die Möglichkeit, dass der Abschnitt 22 Licht nutzt, das ansonsten nicht
durch das Linsenelement 13 gelangen und nicht an der Erzeugung der Lichtverteilung
teilnehmen würde.
[0035] Das Blendenelement 17 kann auch bewegbar ausgebildet werden, um eine mechanische
Umschaltung der resultierenden Lichtverteilung zwischen der abgeblendeten Lichtverteilung
und einer Fernlichtverteilung zu ermöglichen.
[0036] In dem Kraftfahrzeug ist im Frontbereich auf jeder Seite (der eigenen Verkehrsseite
und der Gegenverkehrsseite) jeweils eine Beleuchtungseinrichtung 1 montiert. Für jede
erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung 1 kann die resultierende Lichtverteilung
entweder durch ein einzelnes erfindungsgemäßes Lichtmodul 5 oder durch eine Kombination
mehrerer Lichtmodule 5 erzeugt werden. Es ist denkbar, je Beleuchtungseinrichtung
1 mehrere Lichtmodule 5 miteinander zu kombinieren, die jeweils ein erstes Reflektorelement
11, ein zweites Reflektorelement 12, ein separates Linsenelement 13 und - sofern vorhanden
- ein Blendenelement 17 aufweisen (vgl. Figur 6). Die einzelnen Untermodule sind mit
5.1, 5.2 und 5.3 bezeichnet. Selbstverständlich kann auch eine andere Anzahl an Untermodulen
miteinander kombiniert werden, als in den Figuren gezeigt. Eine andere Möglichkeit
wäre es, je Beleuchtungseinrichtung 1 mehrere Lichtmodule 5 miteinander zu kombinieren,
die ein gemeinsames Linsenelement 13 aufweisen (vgl. Figur 7). In beiden Fällen würde
die resultierende Lichtverteilung der Beleuchtungseinrichtung 1 dann einer Überlagerung
bzw. Ergänzung der Einzellichtverteilungen der einzelnen Lichtmodule 5.1, 5.2 und
5.3 entsprechen. Zwei mögliche Szenarien zur Überlagerung könnten sein:
- Jedes der Untermodule 5.1, 5.2 und 5.3 erzeugt in etwa die gleiche Art von Einzellichtverteilung
mit ähnlicher horizontaler und vertikaler Streuung. In diesem Fall müssen die Winkel
der Streuung sowie in etwa 1/3 der gewünschten Beleuchtungsstärkewerte durch jedes
der Untermodule 5.1, 5.2 und 5.3 zur Verfügung gestellt werden.
- Jedes der Untermodule 5.1, 5.2 und 5.3 erzeugt eine Einzellichtverteilung, die unterschiedliche
Bereiche der resultierenden Lichtverteilung der Beleuchtungseinrichtung 1 ausleuchtet.
Jedes der Untermodule 5.1, 5.2 und 5.3 erzeugt unterschiedliche Arten von Einzellichtverteilung
mit unterschiedlicher horizontaler und vertikaler Streuung und/oder unterschiedlichen
Beleuchtungsstärkewerten. In einem Beispiel könnte das Untermodul 5.1 für eine breite
horizontale Ausleuchtung (sog. Grundlicht), das Untermodul 5.3 für eine konzentrierte
Ausleuchtung eines Fernbereichs (sog. Spotlicht) und das Untermodul 5.2 für eine Ausleuchtung
eines Zwischenbereichs zwischen der breiten horizontalen Ausleuchtung und der konzentrierten
Ausleuchtung des Fernbereichs verantwortlich sein. Die Ausleuchtung durch das Untermodul
5.2 könnte die Übergänge zwischen der breiten horizontalen Ausleuchtung der der konzentrierten
Ausleuchtung des Fernbereichs gleichmäßiger gestalten.
- Untermodul 5.1 erzeugt ein Grundlicht, die Untermodule 5.2 und 5.3 erzeugen gleiche
bzw. ähnliche Spotlichtverteilungen, um die Reichweite der Lichtverteilung auf der
Fahrbahn zu erhöhen bzw. zu betonen.
[0037] Die Einzellichtverteilungen der einzelnen Untermodule 5.1, 5.2 und/oder 5.3 können
durch geringfügiges Verschieben der Module aufeinander abgestimmt und justiert werden,
z.B. durch vertikale Abstimmung einer horizontalen Helldunkelgrenze der resultierenden
Gesamtlichtverteilung oder durch horizontale Abstimmung von Lichtverteilungs-Schwerpunkten,
um die gesetzlichen Anforderungen an die resultierenden Gesamtlichtverteilung zu erfüllen.
Das Verschieben der Module erfolgt vorzugsweise durch Verschieben (senkrecht zur Fahrtrichtung
des Kraftfahrzeugs) des zweiten Brennpunkts (im "Unendlichen") des Systems (zweites
Reflektorelement 12 und Linsenelement 13) und kann für jedes der Untermodule 5.1,
5.2, 5.3 individuell angepasst werden.
[0038] Falls mehrere Untermodule 5.1, 5.2 und 5.3 miteinander kombiniert werden, könnte
es vorteilhaft sein, die einzelnen Komponenten der Reflektorelemente 11 und 12 der
einzelnen Lichtmodule 5 als gemeinsames integrales Bauteil auszugestalten, bspw. durch
Spritzgießen oder fräsen. Dies ist beispielhaft für drei Lichtmodule 5 in Figur 8
gezeigt, in diesem Fall mit einem gemeinsamen Linsenelement 13.
[0039] Zur Erzeugung einer asymmetrischen Lichtverteilung kann ein Lichtmodul 5 um eine
optische Achse (parallel zur Lichtaustrittsrichtung 6) gedreht oder geneigt werden,
oder die Lichtquelle 10 wird außerhalb des Brennpunkts des ersten Reflektorelements
11 angeordnet. So kann bspw. bei dem Ausführungsbeispiel aus Figur 5 die Lichtquelle
10 senkrecht zur Zeichenebene seitlich verschoben werden. Auf diese Weise kann eine
Lichtverteilung auch verschoben werden. Damit kann z.B. ein Grundlicht jeweils zur
Fahrzeugaußenseite verschoben und so die Gesamtlichtverteilung verbreitert werden.
1. Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) einer Beleuchtungseinrichtung (1) eines Kraftfahrzeugs,
das Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) umfassend eine Halbleiterlichtquelle (10) zum Aussenden
von Licht und mindestens zwei im Strahlengang des ausgesandten Lichts nacheinander
angeordnete optische Elemente zum Umlenken der von der Lichtquelle (10) ausgesandten
Lichtstrahlen mit dem Ziel, eine vorgegebene Lichtverteilung auf einer Fahrbahn vor
dem Kraftfahrzeug zu erzeugen, wobei das Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) ein drittes
im Strahlengang angeordnetes optisches Element aufweist, wobei das erste optische
Element ein erstes Reflektorelement (11) umfasst, welches zumindest einen Teil der
von der Lichtquelle (10) ausgesandten Lichtstrahlen (14) reflektiert, das zweite optische
Element, das dem ersten Reflektorelement (11) im Strahlengang nachgeordnet ist, ein
zweites Reflektorelement (12) umfasst und das dritte optische Element, das dem zweiten
Reflektorelement (12) im Strahlengang nachgeordnet ist, ein Linsenelement (13) umfasst,
welches im Zusammenwirken mit dem zweiten Reflektorelement (12) die zuvor an den beiden
Reflektorelementen (11, 12) umgelenkten Lichtstrahlen (16) zur Realisierung der vorgegebenen
Lichtverteilung auf die Fahrbahn vor das Kraftfahrzeug projiziert, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Reflektorelement (11) und das zweite Reflektorelement (12) jeweils sammelnde
Eigenschaften aufweisen.
2. Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) ein Blendenelement (17) umfasst, welches in dem
Strahlengang zwischen dem ersten Reflektorelement (11) und dem zweiten Reflektorelement
(12) angeordnet ist.
3. Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendenelement (17) eine Flächenerstreckung aufweist, die im Wesentlichen senkrecht
zu einer Hauptreflexionsrichtung des ersten Reflektorelements (11) verläuft.
4. Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendenelement (17) eine Flächenerstreckung aufweist, die im Wesentlichen parallel
zu einer Hauptreflexionsrichtung des ersten Reflektorelements (11) verläuft, wobei
zumindest diejenigen Oberflächen des Blendenelements (17), die von Lichtstrahlen (15)
beaufschlagt werden, die von dem Blendenelement (17) abgeschattet werden, spiegelnd
ausgebildet sind.
5. Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Reflektorelement (11) in einem vertikalen Schnitt und in einem horizontalen
Schnitt eine elliptische Form aufweist.
6. Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Reflektorelement (11) in dem vertikalen Schnitt und in dem horizontalen
Schnitt jeweils zwei Brennpunkte oder Brennpunktwolken umfassend mehrere nahe beieinander
liegende Brennpunkte aufweist.
7. Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Brennpunkte bzw. Brennpunktwolken der beiden Schnitte überlagern.
8. Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (10) in einem ersten Brennpunkt oder in der Nähe einer ersten Brennpunktwolke
des ersten Reflektorelements (11) angeordnet ist.
9. Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Brennpunkt oder eine Brennpunktwolke umfassend mehrere nahe beieinander liegende
Brennpunkte des zweiten Reflektorelements (12) in einem zweiten Brennpunkt oder in
der Nähe einer zweiten Brennpunktwolke des ersten Reflektorelements (11) angeordnet
ist oder dass eine Brennpunktlinie umfassend mehrere nebeneinander angeordnete Brennpunkte
des zweiten Reflektorelements (12) durch einen zweiten Brennpunkt oder eine zweite
Brennpunktwolke des ersten Reflektorelements (11) verläuft.
10. Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kante (18) des Blendenelements (17) durch einen zweiten Brennpunkt oder in der
Nähe einer zweiten Brennpunktwolke des ersten Reflektorelements (11) verläuft.
11. Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Reflektorelement (12) und das Linsenelement (13) gemeinsam eine Projektionseinheit
bilden und derart abhängig voneinander geformt und relativ zueinander angeordnet sind,
dass sie im Zusammenwirken eine Kante (18) des Blendenelements (17) als eine Helldunkelgrenze
der Lichtverteilung auf die Fahrbahn vor das Kraftfahrzeug projizieren.
12. Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Linsenelement (13) abhängig davon, ob das zweite Reflektorelement (12) einen
zweiten Brennpunkt, eine zweite Brennpunktwolke oder eine zweite Brennpunktlinie aufweist,
dementsprechend einen ersten Brennpunkt, eine erste Brennpunktwolke oder eine erste
Brennpunktlinie aufweist.
13. Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Linsenelement (13) einen zweiten Brennpunkt oder eine zweite Brennpunktwolke
aufweist, der bzw. die in großer Entfernung zu dem Lichtmodul (5; 5.1, 5.2, 5.3) vor
dem Kraftfahrzeug angeordnet ist.
14. Beleuchtungseinrichtung (1) eines Kraftfahrzeugs zur Erzeugung einer vorgegebenen
Lichtverteilung auf einer Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung (1) mehrere in einem in das Kraftfahrzeug eingebauten
Zustand nebeneinander angeordnete Lichtmodule (5; 5.1, 5.2, 5.3) nach einem der Ansprüche
1 bis 13 aufweist, wobei sich die Lichtverteilungen der einzelnen Lichtmodule (5;
5.1, 5.2, 5.3) zu der vorgegebenen Lichtverteilung der Beleuchtungseinrichtung (1)
überlagern.
15. Beleuchtungseinrichtung (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei der Lichtmodule (5; 5.1, 5.2, 5.3) der Beleuchtungseinrichtung (1)
unterschiedliche Lichtverteilungen erzeugen.
16. Beleuchtungseinrichtung (1) nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Reflektorelemente (11), die zweiten Reflektorelemente (12) und/oder die
Linsenelemente (13) der Lichtmodule (5; 5.1, 5.2, 5.3) der Beleuchtungseinrichtung
(1) jeweils als eine gemeinsame integrale erste Reflektorelementeinheit, zweite Reflektorelementeinheit
oder Linsenelementeinheit ausgebildet sind.