[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder, insbesondere zur Herstellung einer Ethernetverbindung,
sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Steckverbinders.
[0002] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Steckverbindertechnik, insbesondere auf dem
Gebiet der Hochgeschwindigkeits-Ethernet-Steckverbinder, insbesondere auf dem Gebiet
der M12-Rundsteckverbinder. Solche Stecker, wie zum Beispiel M12-Rundsteckverbinder,
werden zur Herstellung von industriellen Ethernetverbindungen verwendet. Insbesondere
bei der Verwendung der Stecker für Hochgeschwindigkeits-Ethernetverbindungen ist die
übertragene Datendichte besonders hoch und daher müssen die Stecker eine Interferenz-freie
Datenübertragung gewährleisten.
[0003] Hierbei spielt die gegenseitige Anordnung der Datenübertragungsleiter eine wichtige
Rolle, um zu vermeiden, dass sich die Datenübertragungsleiter innerhalb der Steckverbinder
gegenseitig nachteilhaft beeinflussen.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt daher darin, einen verbesserten und/oder
kostengünstigeren Steckverbinder zur Herstellung einer Ethernetverbindung zu ermöglichen,
der robust gegenüber Interferenzeffekten ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Steckverbinder und ein Verfahren zum Herstellen eines
Steckverbinders gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen
bilden den Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft einen Steckverbinder, und insbesondere
einen Rundsteckverbinder, insbesondere zur Herstellung einer Ethernetverbindung, umfassend
eine Vielzahl von Kontaktelementen zum Kontaktieren von einer Vielzahl von Kabelleitern
eines Kabelendes und zumindest einen Isolierkörper umfassend zumindest eine Kontaktelementaufnahme
zur zumindest bereichsweisen Aufnahme der Vielzahl von Kontaktelementen, wobei die
zumindest eine Kontaktelementaufnahme ausgebildet ist, so dass jedes der Vielzahl
von in der zumindest einen Kontaktelementaufnahme angeordneten Kontaktelementen in
einem Bereich zwischen einem ersten Ende und einem zweiten Ende des Isolierkörpers
kontaktfrei zum Isolierkörper ist. Insbesondere sind die Kontaktelemente mechanisch
und elektrisch kontaktfrei, und berühren insbesondere weder sich gegenseitig, noch
stehen sie in Kontakt mit gegebenenfalls vorhandenen Kabelmänteln.
[0007] Das Kabelende kann hierbei zu einem beliebigen, handelsüblichen Ethernetkabel gehören,
wobei das Kabelende eine Vielzahl von Kabelleitern aufweist, die jeweils zu den elektrischen
Leitungen innerhalb des Ethernetkabels gehören. Die Kabelleiter sind hierbei derart
von möglichen Isolierschichten freigelegt, um einen elektrischen Kontakt möglich zu
machen. Das Kabelende kann sich über einen Bereich des Kabels mit einer Länge von
vorzugsweise höchstens etwa 5 cm, weiter bevorzugt nicht mehr als etwa 2,5 cm, noch
weiter bevorzugt nicht mehr als etwa 1 cm erstrecken.
[0008] Die Kontaktelemente sind ausgebildet, einen elektrischen Kontakt mit den freigelegten
Kabelleitern des Kabelendes zu ermöglichen. Hierdurch wird ein guter elektrischer
Kontakt zwischen Kabel und Steckverbinder hergestellt. Zudem ermöglicht jedes der
Kontaktelemente eine elektrische Verbindung über den Steckverbinder mit einem komplementären
Stecker. Hierzu können die Kontaktelemente innerhalb des Steckverbinders zylindrisch
ausgebildet sein und entlang einer im Wesentlichen geraden Kontaktelementachse verlaufen.
Im Wesentlichen gerade bedeutet in diesem Sinne inklusive kleiner herstellungsüblicher
und betriebsüblicher Abweichungen.
[0009] Der Isolierkörper des Steckverbinders dient zur elektrischen Isolation der Strom-führenden
Kontaktelemente von einander und nach außen. Hierdurch wird eine sichere Handhabung
des Steckverbinders ermöglicht, selbst wenn das verbundene Ethernetkabel unter Spannung
steht. Zudem ist es notwendig, die Kontaktelemente gegeneinander zu isolieren, um
ungewollte Interferenzen der geleiteten Signale zu verhindern. Insbesondere ist es
notwendig elektrisches Übersprechen, wobei ein Signal von einem Kontaktelement induktiv,
kapazitiv oder galvanisch auf ein anderes Kontaktelement eingekoppelt wird, zu verhindern.
Aus diesem Grund ist der Isolierkörper aus einem Isoliermaterial gefertigt, dass eine
möglichst hohe Isolierfähigkeit aufweist.
[0010] Der Isolierkörper ist ausgebildet, die Vielzahl von Kontaktelementen aufzunehmen.
Der Isolierkörper wurde im Rahmen der Erfindung unter Einbezug der Erkenntnis entworfen,
dass das beste und kostengünstigste Material zur Herstellung des Isolierkörpers ein
isolierendes Gas, insbesondere Luft, ist. Daher ist der Isolierkörper mit zumindest
einer Kontaktelementaufnahme zur zumindest bereichsweisen Aufnahme der Vielzahl von
Kontaktelementen ausgebildet. Hierbei erstrecken sich die Kontaktelemente entlang
einer axialen Richtung des Isolierkörpers durch den Isolierkörper. Jede der Kontaktelementaufnahmen
kann ausgebildet sein, entweder nur ein einziges oder mehrere der Vielzahl von Kontaktelementen
aufzunehmen. Vorzugsweise sind Kabelleiter und/oder Kontaktelemente im Isolierkörper
durch Gas, beispielsweise Luft, voneinander getrennt. Hierdurch kann ein Übersprechen
zwischen geleiteten Datenströmen auf benachbarten Kabelleitern und/oder Kontaktelementen
reduziert werden. Ferner führt eine Lagerung der Kabelleiter und/oder Kontaktelemente
in Gas bzw. Luft zu einer verkleinerten Permittivität ε
R, wodurch die Impedanz kontrolliert bzw. eingestellt werden kann.
[0011] Zudem wird durch die Ausbildung von Kontaktelementaufnahmen in dem Isolierkörper
der Materialaufwand zur Herstellung des Isolierkörpers reduziert, wodurch eine Kostensenkung
des Herstellungsprozesses bewirkt wird.
[0012] Die in den Kontaktelementaufnahmen aufgenommenen Kontaktelemente werden in einem
Bereich zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende des Isolierkörpers kontaktfrei
gelagert. Kontaktfrei in diesem Sinne bedeutet ohne physischen Kontakt zwischen den
Kontaktelementen und dem Isolierkörper. Hierdurch wird sichergestellt, dass jedes
der Kontaktelemente in dem Bereich zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende des
Isolierkörpers durch Gas, beispielsweise Luft, von dem Isolierkörper getrennt ist,
um einen Gesamtisoliereffekt des Isolierkörpers zu optimieren. Das Gas kann ein in
der Umgebung des Steckverbinders, beispielsweise in der Atmosphäre, vorhandenes Gas,
beispielsweise Luft, sein. Hierbei ist es von Vorteil, den Bereich zwischen dem ersten
Ende und dem zweiten Ende des Isolierkörpers zu maximieren, wobei ein steckerseitiges
Ende jedes Kontaktelements nur in einem Endbereich von dem Isolierkörper gehalten
wird. Der Endbereich kann sich vorzugsweise über mindestens etwa 60%, weiter bevorzugt
zumindest etwa 80%, noch weiter bevorzugt zumindest etwa 90%, am meisten bevorzugt
zumindest etwa 95% der Länge des Isolierkörpers erstrecken. Insbesondere können in
jeder Kontaktelementaufnahme genau zwei Kontaktelemente aufgenommen sein. Dies gilt
ferner für alle übrigen der zumindest einen Kontaktelementaufnahme und/oder für alle
übrigen der Vielzahl von Kontaktelementen. Hierdurch kann eine effiziente Aufteilung
der Vielzahl von Kontaktelementen in dem Isolierkörper gewährleistet werden. Insbesondere
kann die Vielzahl von Kontaktelementen in Paaren von jeweils genau zwei Kontaktelementen
gruppiert bzw. unterteilt sein, wobei jedes Paar von Kontaktelementen in genau einer
Kontaktelementaufnahme aufgenommen ist. Insbesondere können die jeweils genau zwei
Kontaktelemente in dem Bereich zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende des Isolierkörpers
durch ein Gas, beispielsweise Luft, voneinander getrennt sein. Die jeweils genau zwei
Kontaktelemente können hierbei insbesondere entlang einer Richtung senkrecht zu der
axialen Richtung des Isolierkörpers durch ein Gas, beispielsweise Luft, voneinander
getrennt sein. Hierdurch können ungewünschte Interferenz-Effekte zwischen den in jeweils
einer Kontaktelementaufnahme aufgenommene genau zwei Kontaktelemente effizient reduziert
bzw. verhindert werden.
[0013] Vorzugsweise ist jedes Kontaktelement der Vielzahl von Kontaktelementen des Steckverbinders
in einem Zwischenbereich zwischen einem ersten Ende und einem zweiten Ende des Kontaktelements
mit einem geringeren Durchmesser als an dem ersten Ende oder dem zweiten Ende des
Kontaktelements ausgebildet. Durch eine solche Reduktion des Durchmessers des Kontaktelements
in dem Zwischenbereich zwischen einem ersten Ende und einem zweiten Ende des Kontaktelements
wird ein Mindestabstand zwischen dem Isolierkörper und dem Kontaktelement entlang
einer Radialrichtung bezüglich des Kontaktelements maximiert. Hierdurch wird ein Gas-
bzw. Luft-gefüllter Raum um die Kontaktelemente innerhalb der Kontaktelementaufnahme
vergrößert, wodurch die Permittivität ε
R verkleinert wird und sich somit die Impedanz erhöht. Durch die geänderte Permittivität
ε
R wird somit die Impedanz kontrolliert in entsprechende Normwerte geführt. Zudem führt
der reduzierte Durchmesser der Kontaktelemente zu einem vergrößerten Abstand zwischen
den Kontaktelementen innerhalb des Isolierkörpers, wodurch ungewollte Interferenzen,
d. h. Übersprechen, der durch die Kontaktelemente geleiteten Signale reduziert werden.
[0014] Der reduzierte Durchmesser der Kontaktelemente gewährleistet, dass eine geringe Biegung
der Kontaktelemente innerhalb des Isolierkörpers möglich ist. Eine geringe Biegung
in diesem Sinne ist eine Biegung des Kontaktelements, so dass ein physischer Kontakt
in dem Zwischenbereich zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende des Isolierkörpers
nicht zustande kommt. Hierdurch erhalten die Kontaktelemente eine Flexibilität, die
es den Kontaktelementen erlaubt federnd zu wirken. Dies ist besonders vorteilhaft,
da hierdurch eine Beschädigung des Steckverbinders durch unsachgemäße Behandlung,
wie zum Beispiel ein zu kraftvolles Einführen eines komplementären Steckers, vermieden
bzw. reduziert werden kann.
[0015] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, weist der Steckverbinder
acht Kontaktelemente auf.
[0016] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, ist der Steckverbinder
als ein M12 Rundsteckverbinder ausgebildet. Insbesondere M12-Rundsteckverbinder können
verschieden viele Kontaktelemente aufweisen, wobei die Anzahl der Kontaktelemente
durch eine Kodierung des M12-Rundsteckverbinders festgelegt wird. Zudem ergibt sich
aus der Kodierung des M12-Rundsteckverbinders eine geometrische Auslegung des Isolierkörpers,
wodurch ein versehentliches Verbinden inkompatibler Rundsteckverbinder verhindert
wird. Der M12-Rundsteckverbinder kann als A-kodierter Rundsteckverbinder ausgebildet
sein und 5 Kontaktelemente umfassen. Der M12-Rundsteckverbinder kann als B-kodierter
Rundsteckverbinder ausgebildet sein und 5 Kontaktelemente umfassen. Der M12-Rundsteckverbinder
kann als C-kodierter Rundsteckverbinder ausgebildet sein und 3 Kontaktelemente umfassen.
Der M12-Rundsteckverbinder kann als D-kodierter Rundsteckverbinder ausgebildet sein
und 5 Kontaktelemente umfassen. Der M12-Rundsteckverbinder kann als S-kodierter Rundsteckverbinder
ausgebildet sein und 4 Kontaktelemente umfassen. Der M12-Rundsteckverbinder kann als
T-kodierter Rundsteckverbinder ausgebildet sein und 4 Kontaktelemente umfassen. Vorzugsweise
ist der M12-Rundsteckverbinder als X-kodierter Rundsteckverbinder ausgebildet und
umfasst 8 Kontaktelemente.
[0017] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, weist jedes der
Vielzahl von Kontaktelementen eine Länge von mindestens 1mm, bevorzugt 2mm, weiter
bevorzugt 5mm auf. Insbesondere ist aufgrund von modernen Herstellungsverfahren und
der voranschreitenden Miniaturisierung von elektronischen Bauteilen, beispielsweise
auch von Steckverbindern bzw. Steckverbindern zur Herstellung einer Ethernetverbindung,
die Realisierung eines Steckverbinders mit Kontaktelementen von einer Länge im unteren
Millimeterbereich möglich. Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform,
weist jedes der Vielzahl von Kontaktelementen eine Länge von maximal 200mm, bevorzugt
50mm, weiter bevorzugt 25mm auf. Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren
Ausführungsform, weist der Isolierkörper eine Länge von mindestens 2mm, bevorzugt
4mm, weiter bevorzugt 10mm auf. Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren
Ausführungsform, weist der Isolierkörper eine Länge von maximal 50mm, bevorzugt 25mm,
weiter bevorzugt 15mm auf. Hierbei ist es von Vorteil, einen möglichst hohen Anteil
der Länge der Kontaktelemente in dem Isolierkörper aufzunehmen, um einen möglichst
großen Teil der Kontaktelemente isolieren zu können. Dazu sind der Isolierkörper und
die Kontaktelemente ausgebildet, so dass der Isolierkörper die Länge von mindestens
60%, bevorzugt 80%, weiter bevorzugt 90% der Länge der Kontaktelemente aufweist.
[0018] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, umfasst jedes
Kontaktelement eine Kabelleiteraufnahme zur Aufnahme und Befestigung des Kabelleiters
und/oder eine Steckeraufnahme zur Aufnahme eines komplementären Kontaktsteckers. Die
Kabelleiteraufnahme ist hierzu an einem Ende des Kontaktelements angeordnet und kann
eine Krimpeinrichtung umfassen, die ausgelegt ist, den Kabelleiter durch Krimpen an
dem Kontaktelement zu befestigen und somit eine elektrische Verbindung zwischen Kabelleiter
und Kontaktelement herzustellen.
[0019] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, umfasst der Steckverbinder
ferner ein Steckerkörperelement, wobei das Steckerkörperelement ausgebildet ist, mit
einem Endabschnitt des Isolierkörpers in Eingriff zu gelangen, so dass eine relative
Verdrehung von Isolierkörper und Steckerkörperelement blockiert ist. Insbesondere
kann das Steckerkörperelement ausgebildet sein, eine relative Verdrehung zwischen
dem Isolierkörper und den Kontaktelementen zu blockieren. Eine solche relative Verdrehung
könnte zu einer Beschädigung des Steckverbinders und/oder zu einer negativen Beeinträchtigung
der Signalübertragung der Kontaktelemente führen. Um dieser entgegenzuwirken, kann
das Steckerkörperelement ausgebildet sein, mit zumindest zwei Bauteilen des Steckverbinders
in Eingriff zu gelangen. Zudem kann das Steckerkörperelement zumindest teilweise starr
ausgebildet sein. In diesem Sinne bedeutet starr eine hohe Formstabilität des Steckerkörperelements
gegenüber angelegten Kräften.
[0020] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, umfasst der Steckverbinder
ferner eine Kontaktelement-Spreizeinrichtung, wobei die Kontaktelement-Spreizeinrichtung
ausgelegt ist, jedes Kontaktelement der Vielzahl von Kontaktelementen separat zu halten.
Hierdurch wird gewährleistet, dass die Kontaktelemente auch außerhalb des Isolierkörpers
nicht in physischen Kontakt kommen und somit die Signalübertragung negativ beeinträchtigen
können. Insbesondere ist es hierdurch möglich die Kontaktelemente derart separat zu
halten, dass die Kontaktelemente auch außerhalb des Isolierkörpers zumindest teilweise
durch ein Gas, insbesondere Luft, isoliert werden. Hierbei ist es vorteilhaft, eine
Auflagefläche jedes Kontaktelements auf der Kontaktelement-Spreizeinrichtung zu minimieren.
Vorzugsweise ist die Kontaktelement-Spreizeinrichtung ausgebildet, um mit dem Isolierkörper
und/oder dem Steckerkörperelement in Eingriff zu gelangen und dadurch eine relative
Verdrehung der Kontaktelement-Spreizeinrichtung, und somit der Kontaktelemente, zum
Isolierkörper und/oder zum Steckerkörperelement zu blockieren.
[0021] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, umfasst der Steckverbinder
ferner eine Kabelleiter-Spreizeinrichtung, wobei die Kabelleiter-Spreizeinrichtung
ausgelegt ist, jeden Kabelleiter der Vielzahl von Kabelleitern des Kabelendes separat
zu halten. Hierdurch kann der Steckverbinder geordnet an dem Kabelende angebracht
werden und ein potentieller physischer und/oder elektrischer Kontakt zwischen Kabelleitern
vermieden werden. Die Kabelleiter-Spreizeinrichtung kann hierzu ausgebildet sein,
jeweils einen Endabschnitt eines Kabelleiters und/oder einen Endabschnitt der Kontaktelemente
zu halten. Vorzugsweise ist die Kabelleiter-Spreizeinrichtung ausgebildet, um mit
der Kontaktelement-Spreizeinrichtung und/oder dem Steckerkörperelement in Eingriff
zu gelangen und dadurch eine relative Verdrehung der Kabelleiter-Spreizeinrichtung,
und somit der Kabelleiter, zur Kontaktelement-Spreizeinrichtung und/oder zum Steckerkörperelement
zu blockieren.
[0022] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, umfasst der Steckverbinder
ferner ein Steckverbinder-Hüllenelement, wobei das Steckverbinder-Hüllenelement ausgebildet
ist, um den Steckverbinder in einem Bereich zwischen dem Kabelende und dem Isolierkörper
zu umhüllen. Das Steckverbinder-Hüllenelement ist dabei derart ausgelegt, um den Steckverbinder
nach außen elektrisch zu isolieren und den Steckverbinder vor Beschädigungen zu schützen.
Das Steckverbinder-Hüllenelement kann insbesondere als eine metallische Hülse ausgebildet
sein und/oder aus einem metallisch leitenden Kunststoff ausgebildet sein. Das Steckverbinder-Hüllenelement
kann insbesondere als ein Faraday'scher Käfig ausgebildet sein, welcher die Kontakte
des Steckverbinders umschließt und schützt. Das Steckverbinder-Hüllenelement dient
hierbei zur elektromagnetischen Abschirmung, da die Kabelschirmung durch den Steckverbinder
weitergeführt wird.
[0023] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, umfasst der Steckverbinder
ferner ein Spritzguß-Schutzelement, wobei das Spritzguß-Schutzelement aus einem Spritzgußmaterial
besteht und ausgebildet ist, den Steckverbinder in einem Bereich zwischen dem Kabelende
und dem Isolierkörper zu umhüllen und nach außen zu schützen. Das Spritzgußmaterial
kann ein beliebiges Material sein, welches sich zur Verwendung in einem Spritzgußverfahren
eignet. Bevorzugt sind Materialien, welche zusätzlich den Steckverbinder elektrisch
isolieren können und robust gegenüber Beschädigungen sind. Das Spritzguß-Schutzelement
kann durch ein Spritzgußverfahren direkt am Steckverbinder angeordnet werden. Das
Spritzguß-Schutzelement ist bevorzugt flüssigkeitsdicht und/oder feuchtigkeitsdicht
und/oder staubdicht.
[0024] Vorzugsweise ist der Steckverbinder ausgelegt, so dass ein Raum zwischen den Kontaktelementen
der Vielzahl von Kontaktelementen im Wesentlichen frei Spritzgußmaterial ist. Im Wesentlichen
bedeutet in diesem Sinne mit Ausnahme von möglichen herstellungsbedingten Abweichungen.
Hierdurch wird gewährleistet, dass die Kontaktelemente des Steckverbinders auch außerhalb
des Isolierkörpers zumindest teilweise frei von Spritzgußmaterial sind und durch Gas,
beispielsweise Luft, isoliert werden. Zumindest teilweise bedeutet in diesem Sinne
mit Ausnahme von möglichen Halteflächen, an denen die Kontaktelemente durch Bestandteile
des Steckverbinders gehalten werden können. Hierdurch wird eine optimale Isolierung
der Kontaktelemente entlang der gesamten Kontaktelemente gewährleistet.
[0025] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, umfasst der Steckverbinder
ferner einen Schraubring, wobei der Schraubring ausgelegt ist, den Steckverbinder
durch Anziehen bzw. Drehen des Schraubrings an einem komplementären Stecker zu befestigen.
Hierdurch wird ein sicherer Halt zwischen Steckverbinder und dem komplementären Stecker
gewährleistet.
[0026] Vorzugsweise umfasst der Steckverbinder ferner ein Dichtmittel, welches an dem Steckverbinder
angeordnet ist, so dass ein Verbindungsbereich zwischen dem Steckverbinder und dem
komplementären Stecker nach Anziehen des Schraubrings flüssigkeitsdicht abgedichtet
ist. Hierdurch wird verhindert, dass die Verbindung zwischen dem Steckverbinder und
dem komplementären Stecker durch Einwirkung von Flüssigkeit beeinträchtigt wird.
[0027] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, ist der Steckverbinder
ausgelegt, eine Hochgeschwindigkeits-Ethernetverbindung herzustellen, wobei eine Datenübertragungsrate
des Steckverbinders mindestens 100Megabit/s, bevorzugt mindestens 1 Gigabit/s beträgt.
Die Datenübertragungsrate kann ferner bis zu 10 Gigabit/s betragen.
[0028] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Steckverbinders,
umfassend Bereitstellen eines Kabelendes mit einer Vielzahl von Kabelleitern; Kontaktieren
jedes Kabelleiters der Vielzahl von Kabelleitern mit einem Ende jeweils eines Kontaktelements;
Aufnehmen jedes der Kontaktelemente in einen Isolierkörper umfassend zumindest eine
Kontaktelementaufnahme zur zumindest bereichsweisen Aufnahme der Kontaktelemente,
wobei die zumindest eine Kontaktelementaufnahme ausgebildet ist, so dass jedes Kontaktelement
der von in der zumindest einen Kontaktelementaufnahme angeordneten Kontaktelementen
in einem Bereich zwischen einem ersten Ende und einem zweiten Ende des Isolierkörpers
kontaktfrei zum Isolierkörper ist. Die Kontaktelemente können hierbei eine beliebige
Kombination der für die Kontaktelemente oben offenbarten Merkmale aufweisen. Der Isolierkörper
bzw. die Kontaktelementaufnahme können eine beliebige Kombination der für den Isolierkörper
bzw. die Kontaktelementaufnahme oben offenbarten Merkmale aufweisen.
[0029] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, umfasst das Verfahren
zum Herstellen eines Steckverbinders ferner einen Schritt zur Bereitstellung einer
Kabelleiter-Spreizeinrichtung und einen Schritt zum Spreizen der Kabelleiter des Kabelendes
mit der Kabelleiter-Spreizvorrichtung, wobei die Kabelleiter-Spreizeinrichtung ausgelegt
ist, jeden Kabelleiter des Kabelendes separat zu halten. Vorzugsweise erfolgen die
Schritte zur Bereitstellung einer Kabelleiter-Spreizeinrichtung und zum Spreizen der
Kabelleiter des Kabelendes mit der Kabelleiter-Spreizvorrichtung nach dem Kontaktieren
jedes Kabelleiters der Vielzahl von Kabelleitern mit dem Ende jeweils eines Kontaktelements
und vor dem Aufnehmen jedes der Kontaktelemente in den Isolierkörper. Die Kabelleiter-Spreizeinrichtung
kann hierbei eine beliebige Kombination der für die Kabelleiter-Spreizeinrichtung
oben offenbarten Merkmale aufweisen.
[0030] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, umfasst das Verfahren
zum Herstellen eines Steckverbinders ferner einen Schritt zur Bereitstellung einer
Kontaktelement-Spreizeinrichtung und einen Schritt zum Spreizen der Kontaktelemente
mit der Kontaktelement-Spreizvorrichtung, wobei die Kontaktelement-Spreizeinrichtung
ausgelegt ist, jedes Kontaktelement separat zu halten. Vorzugsweise erfolgen die Schritte
zur Bereitstellung einer Kontaktelement-Spreizeinrichtung und zum Spreizen der Kontaktelemente
mit der Kontaktelement-Spreizvorrichtung nach dem Kontaktieren jedes Kabelleiters
der Vielzahl von Kabelleitern mit dem Ende jeweils eines Kontaktelements und vor dem
Aufnehmen jedes der Kontaktelemente in den Isolierkörper. Die Kontaktelement-Spreizeinrichtung
kann hierbei eine beliebige Kombination der für die Kontaktelement-Spreizeinrichtung
oben offenbarten Merkmale aufweisen.
[0031] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, umfasst das Verfahren
zum Herstellen eines Steckverbinders ferner einen Schritt zur Bereitstellung eines
Steckerkörperelements und einen Schritt zum Stabilisieren des Steckverbinders mit
dem Steckerkörperelement, wobei das Steckerkörperelement ausgelegt ist, ein Verdrehen
der Kontaktelemente innerhalb des Steckverbinders zu blockieren. Vorzugsweise erfolgen
die Schritte zur Bereitstellung eines Steckerkörperelements und zum Stabilisieren
des Steckverbinders mit dem Steckerkörperelement nach dem Aufnehmen jedes der Kontaktelemente
in den Isolierkörper. Das Steckerkörperelement kann hierbei eine beliebige Kombination
der für das Steckerkörperelement oben offenbarten Merkmale aufweisen.
[0032] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, umfasst das Verfahren
zum Herstellen eines Steckverbinders ferner einen Schritt zur Bereitstellung eines
Steckverbinder-Hüllenelements und einen Schritt zum Umschließen des Steckverbinders
mit dem Steckverbinder-Hüllenelement, wobei das Steckverbinder-Hüllenelement ausgelegt
ist, den Steckverbinder nach außen zu isolieren und vor Beschädigungen zu schützen.
Vorzugsweise erfolgen die Schritte zur Bereitstellung eines Steckverbinder-Hüllenelements
und zum Umschließen des Steckverbinders mit dem Steckverbinder-Hüllenelement nach
dem Aufnehmen jedes der Kontaktelemente in den Isolierkörper. Das Steckverbinder-Hüllenelement
kann hierbei eine beliebige Kombination der für das Steckverbinder-Hüllenelement oben
offenbarten Merkmale aufweisen. Das Steckverbinder-Hüllenelement kann insbesondere
als eine metallische Hülse ausgebildet sein und/oder aus einem metallisch leitenden
Kunststoff ausgebildet sein. Das Steckverbinder-Hüllenelement kann insbesondere als
ein Faraday'scher Käfig ausgebildet sein, welcher die Kontakte des Steckverbinders
umschließt und schützt. Das Steckverbinder-Hüllenelement dient hierbei zur elektromagnetischen
Abschirmung, da die Kabelschirmung durch den Steckverbinder weitergeführt wird.
[0033] Vorzugsweise, beispielsweise gemäß einer weiteren Ausführungsform, umfasst das Verfahren
zum Herstellen eines Steckverbinders ferner einen Schritt zum Umschließen des Steckverbinders
mit einem Spritzguß-Schutzelement, wobei das Spritzguß-Schutzelement aus einem Spritzgußmaterial
durch ein Spritzgußvorgang an dem Steckverbinder angeordnet wird. Das Spritzguß-Schutzelement
ist ausgelegt, den Steckverbinder nach außen zu isolieren und vor Beschädigungen zu
schützen. Vorzugsweise ist das Spritzguß-Schutzelement ausgelegt, so dass sich kein
Spritzgußmaterial zwischen den Kontaktelementen der Vielzahl von Kontaktelementen
erstreckt. Vorzugsweise erfolgt der Schritt zum Umschließen des Steckverbinders mit
einem Spritzguß-Schutzelement nach dem Aufnehmen jedes der Kontaktelemente in den
Isolierkörper. Das Spritzguß-Schutzelement kann hierbei eine beliebige Kombination
der für das Spritzguß-Schutzelement oben offenbarten Merkmale aufweisen.
[0034] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in Figuren gezeigten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. Einzelne Merkmale der in den Figuren beschriebenen Ausführungsformen
können durch den Fachmann beliebig kombiniert werden.
- Figur 1A:
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Kontaktelements des exemplarischen Ausführungsbeispiels.
- Figur 1B:
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Kabelendes mit angeordneten Kontaktelementen
wie in Fig. 1A dargestellt.
- Figur 2A:
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer Kabelleiter-Spreizeinrichtung des exemplarischen
Ausführungsbeispiels.
- Figur 2B:
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Kabelendes gemäß Figur 1B mit angeordneter
Kabelleiter-Spreizeinrichtung.
- Figur 3A:
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer Kontaktelement-Spreizeinrichtung des exemplarischen
Ausführungsbeispiels.
- Figur 3B:
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Kabelendes gemäß Figur 2B mit angeordneter
Kontaktelement-Spreizeinrichtung.
- Figur 4A:
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Isolierkörpers des exemplarischen Ausführungsbeispiels.
- Figur 4B:
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Kabelendes gemäß Figur 3B mit angeordnetem
Isolierkörper.
- Figur 5:
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Isolierkörpers des exemplarischen Ausführungsbeispiels,
und insbesondere die Kontaktelementaufnahmen.
- Figur 6A:
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Steckerkörperelements des exemplarischen
Ausführungsbeispiels.
- Figur 6B:
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Kabelendes gemäß Figur 4B mit angeordnetem
Steckerkörperelement.
- Figur 7A:
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Steckverbinder-Hüllenelements des exemplarischen
Ausführungsbeispiels.
- Figur 7B:
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Kabelendes gemäß Figur 6B mit angeordnetem
Steckverbinder-Hüllenelement.
- Figur 8A:
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Spritzguß-Schutzelements des exemplarischen
Ausführungsbeispiels.
- Figur 8B:
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Schraubrings des exemplarischen Ausführungsbeispiels.
- Figur 8C:
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Kabelendes gemäß Figur 7B mit angeordnetem
Spritzguß-Schutzelement und Schraubring.
[0035] In
Figur 1A ist ein Kontaktelement
10 eines Ausführungsbeispiels dargestellt. Das Kontaktelement 10 umfasst eine Kabelleiteraufnahme
11, welche an einem Ende des Kontaktelements
10 angeordnet ist. Die Kabelleiteraufnahme
11 ist ausgebildet, einen Kabelleiter eines Kabelendes aufzunehmen und durch einen Krimpvorgang
an dem Kontaktelement
10 zu befestigen. An dem Ende des Kontaktelements
10, welches der Kabelleiteraufnahme
11 entgegengesetzt ist, weist das Kontaktelement
10 eine Steckeraufnahme
13 auf. Die Steckeraufnahme
13 ist ausgebildet, einen komplementären Stecker bzw. ein komplementäres Kontaktelement
eines komplementären Steckers aufzunehmen und eine elektrische Verbindung zwischen
Kontaktelement
10 und komplementärem Stecker bzw. komplementärem Kontaktelement des komplementären
Steckers herzustellen. Ferner weist das Kontaktelement
10 einen Zwischenbereich
12 zwischen den beiden Enden des Kontaktelements
10 auf, wobei das Kontaktelement
10 in dem Zwischenbereich
12 einen geringeren Durchmesser als an der Kabelleiteraufnahme
11 oder der Steckeraufnahme
13 aufweist.
[0036] In
Figur 1B wird ein Kabelende
1 mit befestigten Kontaktelementen
10 dargestellt. Hierzu werden jeweils ein Kabelleiter
2 des Kabelendes
1 mit jeweils einer zugeordneten Kabelleiteraufnahme
11 eines Kontaktelements
10 durch Krimpen verbunden. In Figur 1B sind alle acht Kabelleiter
2 des Kabelendes
1 mit Kontaktelementen
10 verbunden.
[0037] Figur 2A zeigt eine Kabelleiter-Spreizeinrichtung
20 des Ausführungsbeispiels. Die Kabelleiter-Spreizeinrichtung
20 ist ausgelegt, jeden Kabelleiter
2 des Kabelendes
1 separat zu halten. Hierzu weist die Kabelleiter-Spreizeinrichtung
20 ein Spreizelement
21 auf, welches ausgelegt ist, benachbarte Kabelleiter
2 und/oder benachbarte Kontaktelemente
10 physisch voneinander zu trennen und/oder zu halten. Die Kabelleiter-Spreizeinrichtung
20 weist ferner eine Vielzahl von Kabelleiternuten
22 auf, die ausgelegt sind, jeweils einen Kabelleiter
2 und/oder ein Kontaktelement
10 aufzunehmen und separat von anderen Kabelleitern
2 und/oder Kontaktelementen
10 zu halten. Die Kabelleiternuten
22 können ferner ausgelegt sein, auch einen Teilbereich der Kabelleiteraufnahme
11 der Kontaktelemente
10 zu halten.
[0038] In
Figur 2B ist der Gegenstand von Figur 1B mit angeordneter Kabelleiter-Spreizeinrichtung
20 dargestellt. Hierzu wird die Kabelleiter-Spreizeinrichtung
20 an dem Kabelende
1 angeordnet und die Kabelleiter
2, die mit Kabelleiteraufnahmen
11 der Kontaktelemente
10 verbunden sind, in die Kabelleiter-Spreizeinrichtung
20 aufgenommen.
[0039] In
Figur 3A ist eine Kontaktelement-Spreizeinrichtung
30 des Ausführungsbeispiels dargestellt. Die Kontaktelement-Spreizeinrichtung
30 weist Kontaktelementhalter
31 auf, die ausgelegt sind, die Kontaktelemente
10 separat voneinander zu halten. Hierzu weisen die Kontaktelementhalter
31 Kontaktelementnuten
32 auf, die ausgelegt sind, jeweils ein Kontaktelement
10 aufzunehmen und zu halten. Hierdurch wird vermieden, dass Kontaktelemente
10 innerhalb des Steckverbinders in Kontakt kommen. Ferner weist die Kontaktelement-Spreizeinrichtung
30 ein Verbindungsteil
33 auf, das ausgelegt ist, in die Kabelleiter-Spreizeinrichtung
20 aufgenommen zu werden. Hierdurch wird ein sicherer Sitz der Kontaktelement-Spreizeinrichtung
30 relativ zur Kabelleiter-Spreizeinrichtung
20 gewährleistet.
[0040] In
Figur 3B ist der Gegenstand von Figur 2B mit angeordneter Kontaktelement-Spreizeinrichtung
30 dargestellt. Hierbei wird die Kontaktelement-Spreizeinrichtung
30 mit der Kabelleiter-Spreizeinrichtung
20 verbunden, indem das Verbindungsteil
33 der Kontaktelement-Spreizeinrichtung
30 in die Kabelleiter-Spreizeinrichtung
20 aufgenommen wird.
[0041] In
Figur 4A ist ein Isolierkörper
40 des Ausführungsbeispiels dargestellt. Der dargestellte Isolierkörper
40 ist in einer Konfiguration gemäß eines X-kodierten M12-Steckverbinders ausgebildet.
Der Isolierkörper
40 ist ausgebildet, die Kontaktelemente
10 aufzunehmen und eine Verbindung zwischen den Kontaktelementen
10 mit einem komplementären Stecker durch Öffnungen
42 zu ermöglichen. Der Isolierkörper
40 weist ferner ein Verbindungsteil
43 auf, welches ausgelegt ist, in die Kontaktelement-Spreizeinrichtung
30 aufgenommen bzw. damit verbunden zu werden, um einen sicheren Sitz des Isolierkörpers
40 zu gewährleisten und um eine relative Verdrehung des Isolierkörpers
40 und der Kontaktelement-Spreizeinrichtung
30 zu blockieren.
[0042] In
Figur 4B ist der Gegenstand von Figur 3B mit angeordnetem Isolierkörper
40 dargestellt. Hierbei wird der Isolierkörper
40 mit der Kontaktelement-Spreizeinrichtung
30 verbunden, indem das Verbindungsteil
43 des Isolierkörpers
40 in die Kontaktelement-Spreizeinrichtung
30 aufgenommen wird. Die Kontaktelemente
10 werden hierbei in Kontaktelementaufnahmen
41 aufgenommen (siehe Figur 5).
[0043] Figur 5 zeigt den Isolierkörper
40 aus einer anderen Perspektive. Hierbei ist der Isolierkörper aus Richtung des Kabelendes
1 gezeigt. Exemplarisch sind zwei Kontaktelemente
10 in eine Kontaktelementaufnahme
41 aufgenommen worden, während bei einer sachgemäßen Verwendung des Isolierkörpers
40 acht Kontaktelemente
10 in den Isolierkörper
40 aufgenommen werden. Der Isolierkörper
40 weist Öffnungen
42 und das Verbindungsteil
43 auf. In dem Isolierkörper
40 ist eine Anzahl von Kontaktelementen
10 des Steckverbinders gleich einer Anzahl von Öffnungen
42, die dazu ausgelegt sind, eine Verbindung der Steckeraufnahmen
13 der Kontaktelemente
10 mit jeweils einem komplementären Kontaktelement eines komplementären Steckers zu
ermöglichen. Ferner sind aus dieser Perspektive die Kontaktelementaufnahmen
41 sichtbar, in die die Kontaktelemente
10 aufgenommen werden. Die Kontaktelementaufnahmen
41 erstrecken sich hierbei von den Öffnungen
42 vorzugsweise in einer axialen Richtung des Isolierkörpers
40 durch den Isolierkörper
40, und bilden somit jeweils einen durchlaufenden Hohlraum innerhalb des Isolierkörpers
40. Insbesondere haben die Kontaktelementaufnahmen
41 einen größeren Querschnitt bzw. Durchmesser als die Öffnungen
42. In dem exemplarischen Isolierkörper
40 sind pro Kontaktelementaufnahme
41 zwei Kontaktelemente
10 aufgenommen, und somit ist jede Kontaktelementaufnahme
41 mit jeweils zwei Öffnungen
42 verbunden. Zwischen jeweils zwei Öffnungen
42, die mit der gleichen Kontaktelementaufnahme
41 verbunden sind, verläuft vorzugsweise in der axialen Richtung des Isolierkörpers
eine Trennwand
44, die die aufgenommenen Kontaktelemente
10, insbesondere entlang deren Steckeraufnahmen
13, physisch und/oder elektrisch voneinander trennt. Die Kontaktelemente
10 sind in den Kontaktelementaufnahmen
41 in zumindest einem ersten Teilbereich durch Gas bzw. Luft voneinander und von dem
Isolierkörper
40 getrennt, und in einem zweiten Teilbereich durch die Trennwand
44 voneinander getrennt. Die Kontaktelemente
10 können in dem zweiten Teilbereich durch den Isolierkörper
40 gestützt werden. Die Kontaktelementaufnahmen
41 können während der Herstellung des Isolierkörpers
40 beispielsweise durch einen Gußvorgang geformt werden, oder nach der Herstellung des
Isolierkörpers
40 beispielsweise durch Fräsen in dem Isolierkörper
40 geformt werden.
[0044] Figur 6A zeigt ein Steckerkörperelement
50 des Ausführungsbeispiels. Das Steckerkörperelement
50 ist ausgebildet, um dem Steckverbinder eine verbesserte Stabilität zu gewährleisten.
Insbesondere weist das Steckerkörperelement
50 vier Halteplatten
51 auf. Die Halteplatten
51 sind ausgebildet, um mit Aussparungen des Isolierkörpers
40 in Eingriff zu gelangen und somit eine relatives Verdrehen zwischen Isolierkörper
40 und Steckerkörperelement
50 zu blockieren. Ferner weist das Steckerkörperelement
50 vier Haltearme
52 auf, die ausgebildet sind, um mit der Kabelleiter-Spreizeinrichtung
20 und der Kontaktelement-Spreizeinrichtung
30 in Eingriff zu gelangen, und somit eine relative Verdrehung derer bezüglich dem Steckerkörperelement
50 zu blockieren. Das Steckerkörperelement
50 weist ferner einen Zackenring
53 auf, der zur Befestigung des Steckverbinders mit einem komplementären Stecker dient,
indem dieser eine Drehung eines Schraubrings
90 (siehe Figur 8B) entgegen einer Verschraubrichtung hemmt. Hierbei ist anzudeuten,
dass die Halteplatten
51 und Haltearme
52 nicht auf die Anzahl 4 beschränkt sind. Es könnten auch mehr oder weniger Halteplatten
51 und/oder Haltearme
52 aufgewiesen sein.
[0045] In
Figur 6B ist der Gegenstand von Figur 4B mit angeordnetem Steckerkörperelement
50 dargestellt. Hierbei wird das Steckerkörperelement
50 entlang einer Achse des Steckverbinders auf den Steckverbinder geschoben, so dass
die Halteplatten
51 mit dem Isolierkörper
40, und die Haltearme
52 mit der Kabelleiter-Spreizeinrichtung
20 und der Kontaktelement-Spreizeinrichtung
30 in Eingriff gelangen.
[0046] Figur 7A zeigt ein Steckverbinder-Hüllenelement
60 des Ausführungsbeispiels. Das Steckverbinder-Hüllenelement
60 ist ausgebildet, den Steckverbinder nach außen zu isolieren und vor Beschädigungen
zu schützen. Hierzu umfasst das Steckverbinder-Hüllenelement
60 eine Aufnahme
63 zur Aufnahme des Steckverbinders wie in Figur 6B dargestellt. Insbesondere umfasst
das Steckverbinder-Hüllenelement
60 einen ersten Abschnitt
61 zur Umschließung des Kabelendes
1 und einen zweiten Abschnitt
62 zur teilweisen Umschließung des Steckverbinders.
Figur 7B zeigt den Gegenstand von Figur 6B mit angeordnetem Steckverbinder-Hüllenelement
60. Ferner ist auch ein Dichtmittel
70 dargestellt, das bei abgeschlossener Verbindung des Steckverbinders mit einem komplementären
Stecker, einen Verbindungsbereich flüssigkeitsdicht abdichtet.
[0047] Figur 8A zeigt ein Spritzguß-Schutzelement
80 des Ausführungsbeispiels. Das Spritzguß-Schutzelement
80 wird durch einen Spritzgußvorgang direkt an den Steckverbinder angebracht und dient
zum Schutz gegen beispielsweise Feuchtigkeit, Staub und/oder physische Beschädigungen
und der Isolierung der Steckverbinders.
Figur 8B zeigt einen Schraubring
90 des Ausführungsbeispiels. Der Schraubring
90 ist mit Gewinde
91 ausgelegt, den Steckverbinder an einem komplementären Stecker zu befestigen.
Figur 8C zeigt den Gegenstand von Figur 7B mit angeordnetem Spritzguß-Schutzelement
80 und Schraubring
90.
[0048] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die exemplarischen Ausführungsbeispiele beschränkt.
Insbesondere kann der Fachmann eine beliebige Kombination der genannten Bauteile des
Steckverbinders mit einer beliebigen Kombination der offenbarten Merkmale der Bauteile
in einem erfindungsgemäßen Steckverbinder verwirklichen.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Kabelende
- 2
- Kabelleiter
- 10
- Kontaktelement
- 11
- Kabelleiteraufnahme
- 12
- Zwischenbereich
- 13
- Steckeraufnahme
- 20
- Kabelleiter-Spreizeinrichtung
- 21
- Spreizelement
- 22
- Kabelleiternuten
- 30
- Kontaktelement-Spreizeinrichtung
- 31
- Kontaktelementhalter
- 32
- Kontaktelementnuten
- 33
- Verbindungsteil
- 40
- Isolierkörper
- 41
- Kontaktelement-Aufnahme
- 42
- Öffnungen
- 43
- Verbindungsteil
- 44
- Trennwand
- 50
- Steckerkörperelement
- 51
- Halteplatten
- 52
- Haltearme
- 53
- Zackenring
- 60
- Steckverbinder-Hüllenelement
- 61
- erster Abschnitt
- 62
- zweiter Abschnitt
- 63
- Aufnahme
- 70
- Dichtmittel
- 80
- Spritzguß-Schutzelement
- 90
- Schraubring
- 91
- Gewinde
1. Steckverbinder insbesondere zur Herstellung einer Ethernetverbindung, umfassend:
eine Vielzahl von Kontaktelementen (10) zum Kontaktieren von einer Vielzahl von Kabelleitern
(2) eines Kabelendes (1); und
zumindest einen Isolierkörper (40) umfassend zumindest eine Kontaktelementaufnahme
(41) zur zumindest bereichsweisen Aufnahme der Vielzahl von Kontaktelementen (10),
wobei die zumindest eine Kontaktelementaufnahme (41) ausgebildet ist, so dass jedes
der Vielzahl von in der zumindest einen Kontaktelementaufnahme (41) angeordneten Kontaktelementen
(10) in einem Bereich zwischen einem ersten Ende und einem zweiten Ende des Isolierkörpers
(40) kontaktfrei zum Isolierkörper (40) ist.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, wobei jedes Kontaktelement (10) der Vielzahl von Kontaktelementen
(10) in einem Zwischenbereich (12) zwischen einem ersten Ende und einem zweiten Ende
des Kontaktelements (10) einen geringeren Durchmesser hat als an dem ersten Ende oder
dem zweiten Ende des Kontaktelements (10).
3. Steckverbinder nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Vielzahl von Kontaktelementen
(10) acht Kontaktelemente (10) ist.
4. Steckverbinder nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Steckverbinder
als ein M12 Rundsteckverbinder ausgebildet ist, und
wobei der Steckverbinder als ein X-kodierter M12 Rundsteckverbinder ausgebildet ist.
5. Steckverbinder nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei jedes der Vielzahl
von Kontaktelementen (10) eine Länge von mindestens 1mm, bevorzugt 2mm, weiter bevorzugt
5 mm aufweist, und/oder
wobei der Isolierkörper (40) eine Länge von mindestens 2mm, bevorzugt 4mm, weiter
bevorzugt 10mm aufweist.
6. Steckverbinder nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das zumindest eine
Kontaktelement (10) umfasst:
eine Kabelleiteraufnahme (11) zur Aufnahme und Befestigung des Kabelleiters (2); und/oder
eine Steckeraufnahme (13) zur Aufnahme eines komplementären Kontaktsteckers beziehungsweise
eines Kontaktelements des komplementären Steckers.
7. Steckverbinder nach einem der vorangegangenen Ansprüche, ferner umfassend ein Steckerkörperelement
(50), wobei das Steckerkörperelement (50) ausgebildet ist mit einem Endabschnitt des
Isolierkörpers (40) in Eingriff zu gelangen, so dass eine relative Verdrehung von
Isolierkörper (40) und Steckerkörperelement (50) blockiert ist.
8. Steckverbinder nach einem der vorangegangenen Ansprüche, ferner umfassend eine Kontaktelement-Spreizeinrichtung
(30), wobei die Kontaktelement-Spreizeinrichtung (30) ausgelegt ist, jedes Kontaktelement
(10) der Vielzahl von Kontaktelemente (10) separat zu halten.
9. Steckverbinder nach einem der vorangegangenen Ansprüche, ferner umfassend eine Kabelleiter-Spreizeinrichtung
(20), wobei die Kabelleiter-Spreizeinrichtung (20) ausgelegt ist, jeden Kabelleiter
(2) der Vielzahl von Kabelleitern (2) des Kabelendes (1) separat zu halten.
10. Steckverbinder nach einem der vorangegangenen Ansprüche, ferner umfassend ein Steckverbinder-Hüllenelement
(60), wobei das Steckverbinder-Hüllenelement (60) ausgebildet ist, um den Steckverbinder
in einem Bereich zwischen dem Kabelende (1) und dem Isolierkörper (40) zu umhüllen.
11. Steckverbinder nach einem der vorangegangenen Ansprüche, ferner umfassend ein Spritzguß-Schutzelement
(80), wobei das Spritzguß-Schutzelement (80) aus einem Spritzgußmaterial besteht und
ausgebildet ist, den Steckverbinder in einem Bereich zwischen dem Kabelende (1) und
dem Isolierkörper (40) zu umhüllen und nach außen zu schützen.
12. Steckverbinder nach Anspruch 11, wobei der Steckverbinder ausgelegt ist, so dass ein
Raum zwischen den Kontaktelementen (10) der Vielzahl von Kontaktelementen (10) im
Wesentlichen frei von Spritzgußmaterial ist.
13. Verfahren zum Herstellen eines Steckverbinders, umfassend:
Bereitstellen eines Kabelendes mit einer Vielzahl von Kabelleitern;
Kontaktieren jedes Kabelleiters der Vielzahl von Kabelleitern mit einem Ende jeweils
eines Kontaktelements;
Aufnehmen jedes der Kontaktelemente in einen Isolierkörper umfassend zumindest eine
Kontaktelementaufnahme zur zumindest bereichsweisen Aufnahme der Kontaktelemente,
wobei die zumindest eine Kontaktelementaufnahme ausgebildet ist, so dass jedes Kontaktelement
der von in der zumindest einen Kontaktelementaufnahme angeordneten Kontaktelementen
in einem Bereich zwischen einem ersten Ende und einem zweiten Ende des Isolierkörpers
kontaktfrei zum Isolierkörper ist.