[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reduzierung der Walzöllast eines
durch einen Walzspalt eines Walzwerks geförderten Walzbandes, bei dem ein auf einer
Bandauslaufseite des Walzwerks angeordneter, mit einer Abstreiferkante zur Anlage
gegen eine Ballenoberfläche einer den Walzspalt begrenzenden oberen Arbeitswalze versehener
Abstreifer verwendet wird. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung eine
Vorrichtung zur Reduzierung der Walzöllast einer durch einen Walzspalt eines Walzwerks
geförderten Walzbandes, umfassend einen auf einer Bandauslaufseite des Walzwerks angeordneten
Abstreifer, der gegenüberliegend einer Ballenoberfläche einer den Walzspalt begrenzenden
oberen Arbeitswalze eine Abstreiferkante zur Anlage gegen die Ballenoberfläche aufweist.
[0002] Bei Walzwerken werden Abstreifer insbesondere im Zusammenwirken mit der oberen, aber
auch im Zusammenwirken mit der unteren Arbeitswalze eingesetzt. Die Abstreifer haben
typischerweise im Walzbetrieb ständigen Kontakt zu der Arbeitswalze, wobei eine Abstreiferkante
der Abstreifer gegen eine Ballenoberfläche der Arbeitswalze anliegt. Die Abstreifer
dienen insbesondere dazu an den Arbeitswalzen anhaftendes Walzgut von den Arbeitswalzen
abzustreifen und zu verhindern, dass mittels einer oberhalb der Abstreifer angeordneten
Walzölbeaufschlagung auf die Ballenoberfläche der Arbeitswalze aufgebrachtes Walzöl
auf die Oberfläche des Walzbandes gelangt. Ein Abstreifer der eingangs genannten Art
ist aus der
EP 2 768 622 A1 bekannt.
[0003] Aus der
EP 0 662 359 A1 ist der Einsatz eines Abschottungselementes bekannt, das in einer der Position eines
Abstreifers entsprechenden Relativposition gegenüber der Ballenoberfläche der oberen
Arbeitswalze angeordnet ist, wobei zwischen einer Vorderkante des Abschottungselements
und der Ballenoberfläche ein Spalt ausgebildet ist, der einen parallel zur Ballenoberfläche
verlaufenden Strömungskanal ausbildet, in den aus einer an der Vorderkante angeordneten
Düse des Abschottungselements eine Druckluftströmung gelangt, die in Rotationsrichtung
der Arbeitswalze an der Ballenoberfläche entlang strömt und verhindern soll, dass
von der Ballenoberfläche der Arbeitswalze ablaufendes Walzöl auf die Oberfläche des
Walzbandes gelangt.
[0004] Das im Vergleich zu einem Abstreifer insbesondere wegen der Druckluftzuführung komplex
ausgestaltete Abschottungselement muss zur Erzielung der gewünschten Funktion in einem
definierten Abstand gegenüber der Ballenoberfläche angeordnet werden, um durch den
dabei ausgebildeten Spalt den erforderlichen injektorartigen Strömungskanal auszubilden.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung
zur Reduzierung der Walzöllast eines Walzbandes vorzuschlagen, derart, dass ein im
Vergleich zu einem Abschottungselement einfacher ausgebildeter Abstreifer mit einem
verbesserten Wirkungsgrad einsetzbar ist.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe weist das erfindungsgemäße Verfahren die Merkmale des Anspruchs
1 auf.
[0007] Erfindungsgemäß wird der Abstreifer zur Ausbildung eines Förderspaltes mit einer
Spaltbreite d für an der Ballenoberfläche haftendes Walzöl in Abhängigkeit von einem
den Walzvorgang oder das Walzergebnis beeinflussenden Parameter in seiner Relativanordnung
zur Ballenoberfläche verändert.
[0008] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass insbesondere auf der Bandauslaufseite
Walzöl tatsächlich nicht nur von einem oberhalb des Abstreifers angeordneten Bereich
der Ballenoberfläche, auf den das Walzöl aufgebracht wird, auf die Oberfläche des
Walzbandes gelangen kann, sondern darüber hinaus ein wesentlicher Anteil der Walzöllast
des Walzbandes auf der Bandauslaufseite dadurch bedingt ist, dass von der Bandeinlaufseite
in den Walzspalt mit eingezogenes Walzöl zu einer zusätzlichen Walzöllast führt. Dieses
durch den Walzspalt transportierte Walzöl, das an der Ballenoberfläche haftet, wird
von einem mit der Vorderkante an der Ballenoberfläche anliegenden Abstreifer von der
Ballenoberfläche abgelöst und gelangt auf die Oberfläche des Walzbandes.
[0009] In Versuchen hat sich nun herausgestellt, dass bei einer Einstellung eines Förderspaltes
zwischen der Abstreiferkante des Abstreifers und der Ballenoberfläche ein an der Ballenoberfläche
haftender Walzölfilm durch den Förderspalt hindurch an der Abstreiferkante vorbei
gefördert wird, auf die von der Oberfläche des Walzbandes abgewandte Rückseite des
Abstreifers gelangt und schließlich infolge der Zentrifugalkraft von der Ballenoberfläche
abgeschleudert wird. Dabei ist die Förderrichtung des durch den Walzspalt auf die
Bandauslaufseite gelangten und an der Ballenoberfläche haftenden Walzölfilms entgegengesetzt
der Abflussrichtung einer von der Ballenoberfläche schwerkraftbedingt ablaufenden
Walzölmenge, sodass der durch den Förderspalt aufwärts geförderte Walzölfilm dem abwärts
gerichteten Walzölabfluss entgegenwirkt und eine natürliche Sperrwirkung erzeugt.
[0010] Durch eine geeignete Einstellung des zwischen der Abstreiferkante des Abstreifers
und der Ballenoberfläche ausgebildeten Förderspalts lässt sich nun erreichen, dass
einerseits die natürliche Sperrwirkung des aufwärts geförderten Walzölfilms genutzt
werden kann und andererseits eine Beaufschlagung der Oberfläche des Walzbandes durch
den aufgrund der Zentrifugalkraft von der Ballenoberfläche abgelösten Walzölfilm verhindert
wird. Da die Ausbildung des Walzölfilms von den verschiedensten Parametern, wie insbesondere
Rotationsgeschwindigkeit der Arbeitswalzen, Viskosität des Walzöls, Rauigkeit der
Ballenoberfläche der Arbeitswalzen und thermische Ausdehnung der Arbeitswalzenballen,
abhängig ist, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Spaltbreite d des Förderspalts
in Abhängigkeit von zumindest einem den Walzvorgang oder das Walzergebnis beeinflussenden
Parameter in seiner Relativanordnung zur Ballenoberfläche verändert wird. Dabei kann
auch eine Reduzierung des Arbeitswalzendurchmessers infolge einen Abnutzung der Ballenoberfläche
berücksichtigt werden.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Variante des Verfahrens wird die Spaltbreite des Förderspaltes
während des Walzbetriebs derart eingestellt, dass eine an der Ballenoberfläche im
Bereich zwischen dem Walzspalt und der Abstreiferkante haftender Walzölfilm durch
den Förderspalt bis in einen Abwurfbereich der Ballenoberfläche oberhalb einer Rückseite
des Abstreifers gefördert wird.
[0012] Vorzugsweise wird die Spaltbreite des Förderspaltes während einer Unterbrechung des
Walzbetriebs zur Anlage der Abstreiferkante gegen die Ballenoberfläche auf Null reduziert,
sodass der Abstreifer in konventioneller Weise zur Entfernung von auf der Ballenoberfläche
abgelagerten Rückständen nutzbar ist.
[0013] Vorzugsweise wird die Spaltbreite des Förderspaltes während der Beschleunigung und/oder
dem Abbremsen der Arbeitswalzen verändert, um die Spaltbreite während des Beschleunigens
beziehungsweise Abbremsen kontinuierlich zu optimieren. Besonders vorzugsweise erfolgt
die Veränderung kontinuierlich.
[0014] Wenn die Spaltbreite des Förderspaltes in Abhängigkeit von der in Bandlaufrichtung
stromabwärts gemessenen Walzölmenge verändert wird, kann die Walzöllast als Regelgröße
verwendet werden.
[0015] Vorzugsweise wird die Spaltbreite des Förderspaltes in Abhängigkeit von der Walzgeschwindigkeit
und/oder der Rauheit der Ballenoberfläche und/oder der Viskosität des Walzöls verändert.
[0016] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist die Merkmale des Anspruchs 7 auf.
[0017] Erfindungsgemäß ist der Abstreifer zur Einstellung eines Förderspaltes zwischen der
Abstreiferkante des Abstreifers und der Ballenoberfläche mit einer Einstelleinrichtung
versehen, die zur Beaufschlagung der Einstelleinrichtung mit einer Stellgröße mit
einer Steuereinrichtung verbunden ist, welche die Stellgröße in Abhängigkeit von einem
den Walzvorgang oder das Walzergebnis beeinflussenden Parameter vorgibt.
[0018] Vorzugsweise ermöglicht die Einstelleinrichtung sowohl eine Anschlagstellung der
Abstreiferkante des Abstreifers zur Anlage der Abstreiferkante gegen die Ballenoberfläche
der Arbeitswalze als auch eine Distanzstellung zur Einstellung einer maximalen Spaltbreite
des zwischen der Abstreiferkante und der Ballenoberfläche ausgebildeten Förderspaltes.
[0019] Wenn die Steuereinrichtung mit einer Sensoreinrichtung zur Erfassung des Parameters
versehen ist, kann ein automatisierter Betrieb der Vorrichtung erfolgen.
[0020] Vorzugsweise dient die Sensoreinrichtung zur Erfassung eines die Walzölmenge auf
der Oberfläche des Walzbandes charakterisierenden Parameters.
[0021] Wenn die Kontaktkante des Abstreifers eine abrasive oder als Schneidkante ausgebildete
Oberfläche aufweist, kann die Abstreiferfunktion bei Anlage der Vorderkante des Abstreifers
gegen die Ballenoberfläche besonders wirksam erfolgen.
[0022] Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnung
näher erläutert.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform mit einem oberhalb des Walzbandes angeordneten Abstreifer;
- Fig. 2
- eine Ausführungsform mit einem oberhalb des Walzbandes angeordneten Abstreifer und
einem unterhalb des Walzbandes angeordneten Abstreifer
[0024] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung zwei einen Walzspalt 10 begrenzende Arbeitswalzen
11, 12 eines Walzwerks 13, die zwischen zwei Stützwalzen 14, 15 angeordnet sind. Durch
den Walzspalt 10 wird ein Walzband 16 gefördert, wobei auf einer Bandauslaufseite
17 im Fall des dargestellten Ausführungsbeispiels lediglich oberhalb des Walzbandes
ein Abstreifer 18 vorgesehen ist, der mit einer vorzugsweise auswechselbar am Abstreifer
18 angeordneten Abstreiferkante 19 gegenüberliegend einer Ballenoberfläche 20 der
oberen Arbeitswalze 11 angeordnet ist.
[0025] Der Abstreifer 18 ist mit einer Einstelleinrichtung 21 versehen, die im vorliegenden
Fall eine an einem Walzgestell 22 angeordnete Linearverstellung 23 umfasst, die die
Längsverstellung eines Spritzschutzbleches 24 ermöglicht, an dessen unterem Ende der
Abstreifer 18 um ein Schwenkgelenk 25 verschwenkbar angeordnet ist. Zur Schwenkverstellung
des Abstreifers 18 gegenüber dem Spritzschutzblech 24 umfasst die Einstelleinrichtung
21 des Abstreifers 18 eine Schwenkeinrichtung 26, die aus einer an einer Unterseite
27 des Spritzschutzbleches 24 angeordneten Linearverstellung 28 gebildet ist, welche
auf eine mit dem Abstreifer 18 verbundenen Schwenkhebel 29 wirkt. Die Einstelleinrichtung
21 ermöglicht eine Relativverstellung des Abstreifers 18 gegenüber der oberen Arbeitswalze
11, derart, dass sowohl der Abstand a der Abstreiferkante 19 gegenüber dem Walzband
16 als auch die Spaltbreite d eines zwischen der Abstreiferkante 19 und der Ballenoberfläche
20 der oberen Arbeitswalze 11 ausgebildeten Förderspaltes 38 veränderbar ist.
[0026] Durch die Pfeile 30 und 31 ist in
Fig. 1 eine Beaufschlagung der Ballenoberfläche 20 der Arbeitswalze 11 mit Walzöl angedeutet,
das auf der Ballenoberfläche 20 von einer Bandeinlaufseite 33 des Walzwerks 13 durch
einen im Walzspalt 10 zwischen der Ballenoberfläche 20 und einer Bandoberfläche 34
des Walzbandes 16 gebildeten Keilspalt 35 hindurch zur Bandauslaufseite 17 gelangt
und zunächst an der Ballenoberfläche 20 haften bleibt bis der Walzölfilm 45 schließlich
in einen Abwurfbereich 37 der Ballenoberfläche 20 aufgrund der auf den Walzölfilm
45 einwirkenden Fliehkräfte zumindest teilweise von der Ballenoberfläche 20 abgeschleudert
wird.
[0027] Wie sich in Versuchen herausgestellt hat, variiert die Position des Abwurfbereichs
37 auf der Ballenoberfläche 20 in Abhängigkeit von den Prozessparametern des Walzvorgangs
sowie auch in Abhängigkeit von Oberflächenparametern der Walzen und insbesondere den
die Eigenschaften des Walzöls charakterisierenden Parametern, wie beispielsweise die
Oberflächenrauheit der Arbeitswalze oder die Viskosität des Walzöls.
[0028] Die in ihrer Relativposition gegenüber der Ballenoberfläche 20 der Arbeitswalze 11
veränderbare Abstreiferkante 19 ermöglicht es, die Position der Abstreiferkante 19
sowohl hinsichtlich des Abstandes a von der Bandoberfläche 34 als auch hinsichtlich
der Spaltbreite d den im jeweiligen Stadium des Walzvorgangs herrschenden Bedingungen
anzupassen. Insbesondere kann die Spaltbreite d eines zwischen der Abstreiferkante
19 und der Ballenoberfläche 20 gebildeten Förderspaltes 38 einerseits ausreichend
gering eingestellt werden, so dass eine von der Ballenoberfläche 20 schwerkraftbedingt
ablaufende Ablaufmenge nicht oder lediglich mit einem geringen Anteil auf die Bandoberfläche
34 gelangt und andererseits ausreichend groß eingestellt werden, um zu ermöglichen,
dass der durch den Walzspalt 10 auf die Bandeinlaufseite 17 gelangter Walzölfilm 45
durch den Förderspalt 38 hindurch bis in den Abwurfbereich 37 oberhalb einer Rückseite
39 des Abstreifers 18 gefördert wird und von dort durch den vorzugsweise rinnenförmig
ausgebildeten Abstreifer 18 gezielt abgeleitet werden kann. Dabei hat sich herausgestellt,
dass insbesondere eine von der Rotationsgeschwindigkeit der Arbeitswalzen 11, 12 abhängige
Einstellung des Förderspalts 38 besonders vorteilhaft ist, um etwa den Förderspalt
38 während der beim Beschleunigen und Abbremsen der Arbeitswalzen 11, 12 sich ändernden
Position des Abwurfbereichs 37 und einer sich infolge von Fliehkrafteinflüssen ändernden
Schichtdicke des auf der Ballenoberfläche 20 haftenden Walzölfilms kontinuierlich
anzupassen.
[0029] Während der Walzpausen, also bei fortgesetzter Walzenrotation und leerlaufendem Walzwerk
kann die Abstreiferkante 19 vorteilhaft zur Anlage gegen die Ballenoberfläche 20 verfahren
werden, um die Ballenoberfläche 20 zu reinigen.
[0030] Fig. 2 zeigt das in
Fig. 1 dargestellte Walzwerk 13, wobei ergänzend zu dem oberhalb des Walzbands 16 auf der
Bandauslaufseite 17 angeordneten Abstreifer 18 unterhalb des Walzbands 16 ein weiterer
Abstreifer 40 vorgesehen ist, der in vergleichbarer Funktion wie der Abstreifer 18
mit einer Ballenoberfläche 41 der unteren Arbeitswalze 12 zusammenwirkt. Vorzugsweise
ist der Abstreifer 40 an einem Schwenktisch 42 angeordnet, der insbesondere gleichzeitig
zur Installation eines Luftkissenförderers 43 dient. Auch hier kann mittels einer
Einstelleinrichtung der Abstreifer 40 in Abhängigkeit von einem den Walzvorgang oder
das Walzergebnis beeinflussenden Parameter in seiner Relativanordnung zur Ballenoberfläche
der unteren Arbeitswalze 12 verändert werden, sodass ein entsprechender Förderspalt
eingestellt werden kann.
[0031] Fig. 2 zeigt eine auf der Bandauslaufseite 17 in Bandlaufrichtung stromabwärts benachbart
zu den Abstreifern 18, 40 angeordnete Sensoreinrichtung 44 die im vorliegenden Fall
sowohl auf der Oberseite des Walzbandes 16 als auch auf der Unterseite des Walzbandes
16 die Messung der auf der jeweiligen Oberfläche vorhandenen Walzölmenge ermöglicht,
um hieraus eine Stellgröße für eine auf die Einstelleinrichtung 21 der Abstreifer
18, 40 wirkenden Steuereinrichtung zu erzeugen.
1. Verfahren zur Reduzierung der Walzöllast eines durch einen Walzspalt (10) eines Walzwerks
(13) geförderten Walzbandes (16), bei dem ein auf einer Bandauslaufseite (17) des
Walzwerks (13) angeordneter, mit einer Abstreiferkante (19) zur Anlage gegen eine
Ballenoberfläche (20) einer den Walzspalt (10) begrenzenden oberen Arbeitswalze (11)
versehener Abstreifer (18) zur Ausbildung eines Förderspaltes (38) mit einer Spaltbreite
d für an der Ballenoberfläche (20) haftendes Walzöl in Abhängigkeit von einem den
Walzvorgang oder das Walzergebnis beeinflussenden Parameter in seiner Relativanordnung
zur Ballenoberfläche (20) verändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spaltbreite d des Förderspaltes (38) während des Walzbetriebs derart eingestellt
wird, dass ein an der Ballenoberfläche (20) im Bereich zwischen dem Walzspalt (10)
und der Abstreifkante (19) haftender Walzölfilm durch den Förderspalt (38) hindurch
bis in einen Abwurfbereich (37) der Ballenoberfläche (20) oberhalb einer Rückseite
(39) des Abstreifers (18) gefördert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spaltbreite d des Förderspaltes (38) während einer Unterbrechung des Walzbetriebs
zur Anlage der Abstreiferkante (19) des Abstreifers (18) gegen die Ballenoberfläche
(20) auf Null reduziert wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spaltbreite d des Förderspaltes (38) während der Beschleunigung und/oder dem
Abbremsen der Arbeitswalzen (11, 12) verändert wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spaltbreite d des Förderspaltes (38) in Abhängigkeit von der Viskosität des Walzöls
verändert wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spaltbreite d des Förderspaltes (38) in Abhängigkeit von der in Bandlaufrichtung
stromabwärts gemessenen Walzölmenge verändert wird.
7. Vorrichtung zur Reduzierung der Walzöllast einer durch einen Walzspalt (10) eines
Walzwerks (13) geförderten Walzbandes (16), umfassend einen auf einer Bandauslaufseite
(17) des Walzwerkes (13) angeordneten Abstreifer (18), der gegenüberliegend einer
Ballenoberfläche (20) einer den Walzspalt (10) begrenzenden oberen Arbeitswalze (11)
eine Abstreiferkante (19) zur Anlage gegen die Ballenoberfläche (20) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstreifer (18) zur Einstellung eines Förderspaltes (38) zwischen der Abstreiferkante
(19) und der Ballenoberfläche (20) mit einer Einstelleinrichtung (21) versehen ist,
die zur Beaufschlagung der Einstelleinrichtung (21) mit einer Stellgröße mit einer
Steuereinrichtung verbunden ist, die die Stellgröße in Abhängigkeit von einem den
Walzvorgang oder das Walzergebnis beeinflussenden Parameter vorgibt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einstelleinrichtung (21) sowohl eine Anschlagstellung der Abstreiferkante (19)
zur Anlage der Abstreiferkante (19) gegen die Ballenoberfläche (20) der Arbeitswalze
(11) als auch eine Distanzstellung zur Einstellung einer maximalen Spaltbreite d des
zwischen der Abstreiferkante (19) und der Ballenoberfläche (20) ausgebildeten Förderspaltes
(38) ermöglicht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuereinrichtung mit einer Sensorrichtung (44) zur Erfassung des Parameters
versehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sensoreinrichtung (44) zur Erfassung eines die Walzölmenge auf einer Bandoberfläche
(34) des Walzbandes (16) charakterisierenden Parameters dient.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abstreiferkante (19) des Abstreifers (18) eine abrasive oder als Schneidkante
ausgebildete Oberfläche aufweist.