[0001] Die vorliegende Erfindung nimmt die Priorität der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2017 201 371.0 in Anspruch, deren Inhalt durch Bezugnahme hierin aufgenommen wird.
[0002] Die Erfindung betrifft eine Wellpappe-Anlage zum Herstellen von Wellpappe-Bögen.
Ferner richtet sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Herstellen von Wellpappe-Bögen.
[0003] Wellpappe-Anlagen sind aus dem Stand der Technik allgemein bekannt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Wellpappe-Anlage zu schaffen.
Insbesondere soll die Wellpappe-Anlage im Stande sein, äußerst genau einzelne Wellpappe-Bögen
aus einer, insbesondere endlosen, Wellpappe-Bahn zu erzeugen. Ein entsprechendes Verfahren
soll außerdem geliefert werden.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in den unabhängigen Ansprüchen 1 und
11 angegebenen Merkmale gelöst. Die mindestens eine detektierte Passmarke löst die
Passmarken-Schneidvorrichtung aus. Der Kern der Erfindung liegt darin, dass eine automatische
bzw. selbständige Positionskorrektur des mindestens einen Passmarken-Schnitts mittels
der Passmarken-Schnitt-Positionskorrektureinrichtung, sofern erforderlich, erfolgt,
was äußerst wirtschaftlich ist. Insbesondere erfolgt die Positionskorrektur bei laufender
Wellpappe-Anlage. Im Betrieb von Wellpappe-Anlagen des Stands der Technik ist es immer
wieder zu einem Versatz des mindestens einen Passmarken-Schnitts in der bzw. gegen
die Transportrichtung der Wellpappe-Bahn bzw. Wellpappe-Bögen gekommen, was erfindungsgemäß
vermieden wird.
[0006] Es ist von Vorteil, wenn die Passmarken-Schneidvorrichtung die Positionskorrektur
des mindestens einen Passmarken-Schnitts in der bzw. gegen die Transportrichtung der
Wellpappe-Bahn bzw. der Wellpappe-Bögen unmittelbar bzw. sofort entsprechend umsetzt,
so dass die nachfolgenden Passmarken-Schnitte bzw. Wellpappe-Bögen exakt einer Soll-Vorgabe
entsprechen. Die erzeugten Wellpappe-Bögen haben in Transportrichtung eine Länge,
die exakt der Soll-Vorgabe entspricht. Die Passmarken-Schneidvorrichtung ist vorzugsweise
losgelöst von einer festen Haulänge betätigbar.
[0007] Die mindestens eine Passmarke ist günstigerweise randseitig in Bezug auf die Wellpappe-Bahn
angeordnet. Es ist von Vorteil, wenn die mindestens eine Passmarke auf die Wellpappe-Bahn
aufgedruckt ist. Sie ist beispielsweise durch mindestens einen Balken oder eine Fliege
gebildet. Alternativ ist die mindestens eine Passmarke beispielsweise durch mindestens
einen Schlitz, eine RFID-Komponente oder dergleichen gebildet. Günstigerweise ist
eine Vielzahl von Passmarken vorhanden, die in Transportrichtung der Wellpappe-Bahn
bzw. Wellpappe-Bögen beabstandet zueinander angeordnet sind.
[0008] Die Passmarken-Detektionsvorrichtung arbeitet günstigerweise berührungslos. Sie ist
vorzugsweise eine optische Passmarken-Detektionsvorrichtung.
[0009] Es ist von Vorteil, wenn die Passmarken-Schneidvorrichtung als Querschneidvorrichtung
ausgeführt ist. Es ist zweckmäßig, wenn diese mindestens eine drehantreibbare Walze
mit mindestens einem radial verlaufenden Messer aufweist.
[0010] Vorzugsweise ist die Steuerungsanordnung eine elektrische bzw. elektronische Steuerungsanordnung.
Die Signalverbindungen sind beispielsweise drahtlos oder drahtgebunden ausgeführt.
Sie bestehen vorzugsweise mindestens zeitweise. Über die Signalverbindungen sind günstigerweise
Signale übertragbar. Die Steuerungsanordnung steht mit der Passmarken-Schneidvorrichtung
und/oder mit der Passmarken-Detektionsvorrichtung in direkter oder indirekter Signalverbindung.
[0011] Es ist von Vorteil, wenn die Passmarken-Schnitt-Positionskorrektureinrichtungen Bestandteil
der Steuerungsanordnung ist. Alternativ ist diese beispielsweise Bestandteil der Passmarken-Schneidvorrichtung.
[0012] Die Passmarken-Schneidvorrichtung umfasst günstigerweise mindestens zwei Passmarken-Schneideinrichtungen
zum Schneiden von Teilbahnen der Wellpappe-Bahn. Es ist von Vorteil, wenn die Passmarken-Detektionsvorrichtung
mindestens zwei Passmarken-Detektionseinrichtungen zum Detektieren mindestens einer
Passmarke auf Teilbahnen der Wellpappe-Bahn hat.
[0013] Die Wellpappe-Bahn-Produktionsanordnung ist bevorzugt im Stande, mehrlagige, insbesondere
dreilagige, fünflagige oder siebenlagige, Wellpappe-Bahnen zu erzeugen. Sie umfasst
dafür günstigerweise mindestens eine Vorrichtung zur Herstellung einer einseitig kaschierten
Wellpappe-Bahn. Die Wellpappe-Bahn weist vorzugsweise mindestens eine glatte Deckbahn,
eine glatte Kaschierbahn und eine zwischen diesen angeordnete Wellbahn auf.
[0014] Die hier verwendeten Ausdrücke "vorgeordnet", "nachgeordnet", "stromaufwärts", "stromabwärts"
oder dergleichen sind insbesondere auf eine Transportrichtung der Wellpappe-Bahn bzw.
der Wellpappe-Bögen bezogen.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0016] Günstigerweise ist gemäß dem Unteranspruch 2 die Passmarken-Schnitt-Erfassungsanordnung
als optische Passmarken-Schnitt-Erfassungsanordnung ausgeführt. Vorzugsweise ist jeder
Passmarken-Schneideinrichtung der Passmarken-Schneidvorrichtung mindestens eine Passmarken-Schnitt-Erfassungseinrichtung
der Passmarken-Schnitt-Erfassungsanordnung zum Erfassen des mindestens einen Passmarken-Schnitts
in der jeweiligen Wellpappe-Bahn nachgeordnet.
[0017] Gemäß dem Unteranspruch 3 ist die Passmarken-Schnitt-Erfassungsanordnung als Kameraanordnung
ausgeführt. Andere Ausbildungen sind alternativ möglich.
[0018] Die der Wellpappe-Bahn zugeordneten Passmarken-Schnitt-Erfassungseinrichtungen gemäß
dem Unteranspruch 4 sind günstigerweise einander gegenüberliegend angeordnet. Die
Wellpappe-Bahn ist vorzugsweise zwischen diesen hindurchgeführt.
[0019] Die Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung gemäß dem Unteranspruch 6 ist
günstigerweise Bestandteil der Steuerungsanordnung. Sie ist vorzugsweise elektrischer
bzw. elektronischer Art.
[0020] Die Bildverarbeitungseinheit gemäß dem Unteranspruch 7 nutzt günstigerweise ein entsprechendes
Bildverarbeitungsprogramm. Vorzugsweise wird dort das aufgenommene Bild des mindestens
einen Passmarken-Schnitts verarbeitet.
[0021] Die Passmarken-Schnitt-Positionskorrektureinrichtung steht gemäß dem Unteranspruch
9 mit der Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung und der Passmarken-Schneidvorrichtung
direkt oder indirekt in Signalverbindung.
[0022] Mit der Sollwert-Intervall-Vorgabeeinheit gemäß dem Unteranspruch 10 ist der Passmarken-Schnitt-Positionskorrektureinrichtung
ein Sollwert bzw. eine Toleranz vorgebbar.
[0023] Die Unteransprüche 2 bis 10 betreffen auch vorteilhafte Ausbildungen des unabhängigen
Anspruchs 11.
[0024] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung beispielhaft beschrieben. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Wellpappe-Anlage,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der Passmarken-Detektionsvorrichtung und der Passmarken-Schneidvorrichtung
der in Fig. 1 gezeigten Wellpappe-Anlage,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf eine Wellpappe-Bahn, die mittels eines Passmarken-Schnitts der
Passmarken-Schneidvorrichtung gemäß Fig. 1 bzw. 2 ordnungsgemäß durchtrennt worden
ist,
- Fig. 4, 5
- die in Fig. 3 gezeigte Wellpappe-Bahn, wobei die Passmarken-Schnitte fehlerhaft ausgeführt
worden sind,
- Fig. 6 - 8
- alternative Ausführungen von Passmarken, und
- Fig. 9
- ein Blockdiagramm, das den Ablauf der Passmarken-Schnitt-Positionskorrektur der Wellpappe-Anlage
gemäß Fig. 1 veranschaulicht.
[0025] Eine Wellpappe-Anlage, wie sie in Fig. 1 vereinfacht in ihrer Gesamtheit veranschaulicht
ist, umfasst eine Wellpappe-Bahn-Produktionsanordnung 1 zur Herstellung einer endlosen
Wellpappe-Bahn 2. Die Wellpappe-Bahn-Produktionsanordnung 1 weist eine Vorrichtung
3 zur Herstellung einer einseitig kaschierten Wellpappe-Bahn 4 auf.
[0026] Von einer ersten Abrolleinrichtung 5 wird eine erste Materialbahn 6 der Vorrichtung
3 zur Herstellung der einseitig kaschierten Wellpappe-Bahn 4 zugeführt. Zwischen der
ersten Abrolleinrichtung 5 und der Vorrichtung 3 zur Herstellung der einseitig kaschierten
Wellpappe-Bahn 4 befindet sich eine Vorheizeinrichtung 18 zum Vorheizen der ersten
Materialbahn 6.
[0027] Die erste Materialbahn 6 wird in der Vorrichtung 3 zur Herstellung der einseitig
kaschierten Wellpappe-Bahn 4 mit einer zweiten Materialbahn 7 zusammengeführt, die
von einer zweiten Abrolleinrichtung 8 abgerollt wird.
[0028] Die Materialbahnen 6, 7 sind vorzugsweise endlos. Dafür haben die Abrolleinrichtungen
5, 8 günstigerweise entsprechende Spliceeinheiten (nicht dargestellt).
[0029] Die zweite Materialbahn 7 wird in der Vorrichtung 3 zur Herstellung der einseitig
kaschierten Wellpappe-Bahn 4 zur Erzeugung einer Wellung zwischen einer ersten und
zweiten Riffelwalze 9, 10 hindurchgeführt, die benachbart zueinander angeordnet sind
und beim Riffeln um ihre Achsen rotieren. Die zweite Materialbahn 7 liegt nach dieser
Durchführung als Wellbahn 11 vor.
[0030] Anschließend werden Spitzen der Wellbahn 11 von einer Beleimungseinrichtung 12 beleimt,
die Bestandteil der Vorrichtung 3 zur Herstellung der einseitig kaschierten Wellpappebahn
4 ist.
[0031] Die mit Leim versehene Wellbahn 11 und die erste Materialbahn 6 werden dann in der
Vorrichtung 3 zur Herstellung der einseitig kaschierten Wellpappe-Bahn 4 in einem
Spalt zwischen der ersten Riffelwalze 9, die oberhalb der zweiten Riffelwalze 10 angeordnet
ist, und einer Anpresseinrichtung 13 unter Bildung der einseitig kaschierten Wellpappe-Bahn
4 zusammengedrückt und klebend miteinander verbunden.
[0032] Aus der Vorrichtung 3 zur Herstellung der einseitig kaschierten Wellpappe-Bahn 4
wird dann die aus den Materialbahnen 6, 7 gebildete, einseitig kaschierte Wellpappe-Bahn
4 herausgeführt und um eine Umlenkwalze 14 zu einer Vorheizvorrichtung 15 der Wellpappe-Bahn-Produktionsanordnung
1 geführt.
[0033] Die Wellpappe-Bahn-Produktionsanordnung 1 hat außerdem eine dritte Abrolleinrichtung
16 für eine dritte, vorzugsweise endlose, Materialbahn 17. Die dritte Materialbahn
17 bildet eine Kaschierbahn für die einseitig kaschierte Wellpappe-Bahn 4. Auch die
dritte Materialbahn 17 wird der Vorheizvorrichtung 15 zugeführt.
[0034] Die Vorheizvorrichtung 15 weist zwei übereinander angeordnete beheizbare Heizwalzen
19, 20 auf. Die einseitig kaschierte Wellpappe-Bahn 4 und die dritte Materialbahn
17 laufen in der Vorheizvorrichtung 15 beabstandet übereinander und berühren bereichsweise
außenseitig die jeweilige Heizwalze 19 bzw. 20.
[0035] Ferner umfasst die Wellpappe-Bahn-Produktionsanordnung 1 ein Leimwerk 21, das stromabwärts
zu der Vorheizvorrichtung 15 angeordnet ist. Das Leimwerk 21 hat eine Beleimungswalze
22, die teilweise in ein Leimbad 23 eintaucht. Die einseitig kaschierte Wellpappe-Bahn
4 befindet sich mit ihrer Wellbahn 11 in Kontakt mit der Beleimungswalze 22, so dass
Leim aus dem Leimbad 23 auf die Wellbahn 11, insbesondere auf deren Spitzen, übertragen
wird.
[0036] Die Wellpappe-Bahn-Produktionsanordnung 1 weist außerdem eine Heiz-Andrück-Vorrichtung
24 auf, die stromabwärts zu dem Leimwerk 21 angeordnet ist. Die Heiz-Andrück-Vorrichtung
24 umfasst einen horizontalen, mit Heizelementen (nicht dargestellten) versehenen
Tisch 25. Oberhalb des Tisches 25 hat die Heiz-Andrück-Vorrichtung 24 einen um Walzen
26 geführten, endlosen Andrückgurt 27. Zwischen dem Andrückgurt 27 und dem Tisch 25
ist ein Andrückspalt 28 ausgebildet, durch den die einseitig kaschierte Wellpappe-Bahn
4 und die dritte Materialbahn 17 transportiert und dort aneinander gedrückt werden.
In der Heiz-Andrück-Vorrichtung 24 wird die endlose Wellpappe-Bahn 2 gebildet, die
gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform dreilagig ist und in einer Transportrichtung
29 kontinuierlich transportiert wird.
[0037] Stromabwärts zu der Heiz-Andrück-Vorrichtung 24 in Bezug auf die Transportrichtung
29 hat die Wellpappe-Anlage eine Kurz-Querschneidevorrichtung 30. Die Kurz-Querschneidevorrichtung
30 weist einen Messerzylinder 31 und einen unterhalb desselben angeordneten Gegenzylinder
32 auf. Der Messerzylinder 31 und der Gegenzylinder 32 sind drehbar gelagert, wobei
deren Drehachsen parallel zueinander und senkrecht zu der Transportrichtung 29 der
endlosen Wellpappe-Bahn 2 verlaufen.
[0038] Der Messerzylinder 31 hat einen Zylindermantel, an dem ein Messer (nicht dargestellt)
mit einer Schneidkante befestigt ist. Auch der Gegenzylinder 32 hat einen Zylindermantel,
an dem ein Gegenmesser (nicht dargestellt) mit einer Schneidkante angebracht ist.
[0039] Auf dem Zylindermantel des Gegenzylinders 32 ist ferner eine Reihe von Gegenkörperelementen
(nicht dargestellt) angeordnet, die zwischen zwei auf dem Zylindermantel befestigten,
radial vorstehenden Anschlägen (nicht dargestellt) verschiebbar sind.
[0040] Die Kurz-Querschneidevorrichtung 30 ist imstande, einen Schnitt zu erzeugen, der
sich über die volle Breite der endlosen Wellpappe-Bahn 2 erstreckt. Dazu werden der
Messerzylinder 31 und der Gegenzylinder 32 derart in Rotation versetzt, dass sie bzw.
deren Messer bei dem Schneidvorgang miteinander wechselwirken.
[0041] Ferner ist die Kurz-Querschneidevorrichtung 30 imstande, einen Schnitt mit einer
bestimmten Länge und mit einem bestimmten Abstand von einem Längsrand der endlosen
Wellpappe-Bahn 2 zu erzeugen. Dazu werden die Gegenkörperelemente entsprechend gewählt
bzw. verstellt. Für den Schneidvorgang werden der Messerzylinder 31 und der Gegenzylinder
32 derart in Rotation versetzt, dass das Messer des Messerzylinders 31 mit den Gegenkörperelementen
wechselwirkt. Bezüglich des Detailaufbaus der Kurz-Querschneidevorrichtung 30 und
deren Funktion wird auf die
DE 10 2004 003 560 A1 verwiesen. Die Kurz-Querschneidevorrichtung 30 kann auch konstruktiv anders ausgebildet
sein oder fehlen.
[0042] Stromabwärts der Kurz-Querschneidevorrichtung 30 in Bezug auf die Transportrichtung
29 weist die Wellpappe-Anlage eine Längsschneide-/Rillvorrichtung 33 auf, die zwei
hintereinander angeordnete Rillstationen 34 und zwei hintereinander angeordnete Längsschneidestationen
35 umfasst. Jede Rillstation 34 hat zwei paarweise übereinander angeordnete Rillwerkzeuge
36, zwischen welchen die endlose Wellpappe-Bahn 2 hindurchgeführt ist. Jede Längsschneidestation
35 weist ein drehantreibbares Messer 37 auf, das mit der endlosen Wellpappe-Bahn 2
zur Längsdurchtrennung derselben in Eingriff bringbar ist.
[0043] Stromabwärts zu der Längsschneide-/Rillvorrichtung 33 in Bezug auf die Transportrichtung
29 umfasst die Wellpappe-Anlage eine Weiche 38, in der ein endloser, längsgeschnittener,
erster Bahnabschnitt 39 und ein endloser, längsgeschnittener, zweiter Bahnschnitt
40 der endlosen Wellpappe-Bahn 2 voneinander getrennt werden. Die Bahnabschnitte 39,
40 stammen aus der endlosen Wellpappe-Bahn 2 und bilden endlose Teilbahnen der endlosen
Wellpappe-Bahn 2.
[0044] Stromabwärts zu der Weiche 38 in Bezug auf die Transportrichtung 29 weist die Wellpappe-Anlage
eine Passmarken-Detektionsvorrichtung 41 zum Detektieren von Passmarken 42 (Fig. 2
bis 5) auf der endlosen Wellpappe-Bahn 2 bzw. den Bahnabschnitten 39, 40 auf.
[0045] Wie Fig. 2 zeigt, in welcher die Passmarken-Detektionsvorrichtung 41 gemäß Fig. 1
im Detail veranschaulicht ist, hat die Passmarken-Detektionsvorrichtung 41 eine erste
obere Passmarken-Detektionseinrichtung 43 und eine zweite untere Passmarken-Detektionseinrichtung
44. Die erste Passmarken-Detektionseinrichtung 43 ist dem ersten Bahnabschnitt 39
zum Detektieren von Passmarken 42 auf demselben zugeordnet, während die zweite Passmarken-Detektionseinrichtung
44 dem zweiten Bahnabschnitt 40 zum Detektieren von Passmarken 42 auf demselben zugeordnet
ist.
[0046] Die erste Passmarken-Detektionseinrichtung 43 hat zwei einander gegenüberliegende
erste Passmarken-Detektionssensoren 45, die benachbart und stromaufwärts in Bezug
auf die Transportrichtung 29 zu einem ersten Führungswalzenpaar 46 zum Führen des
ersten Bahnabschnitts 39 angeordnet sind. Der erste Bahnabschnitt 39 ist zwischen
den beiden ersten Passmarken-Detektionssensoren 45 hindurchgeführt. Die ersten Passmarken-Detektionssensoren
45 erfassen dabei die Oberseite 47 und Unterseite 48 des ersten Bahnabschnitts 39.
[0047] Die zweite Passmarken-Detektionseinrichtung 44 ist entsprechend der ersten Passmarken-Detektionseinrichtung
43 ausgebildet. Sie umfasst zwei zweite Passmarken-Detektionssensoren 49, die benachbart
und stromaufwärts in Bezug auf die Transportrichtung 29 zu einem zweiten Führungswalzenpaar
50 zum Führen des zweiten Bahnabschnitts 40 angeordnet sind. Der zweite Bahnabschnitt
40 ist zwischen den beiden zweiten Passmarken-Detektionssensoren 49 hindurchgeführt.
Die zweiten Passmarken-Detektionssensoren 49 erfassen die Oberseite 51 und Unterseite
52 des zweiten Bahnabschnittes 40.
[0048] Der Passmarken-Detektionsvorrichtung 41 ist in Bezug auf die Transportrichtung 29
eine Passmarken-Schneidvorrichtung 53 nachgeordnet, die in Fig. 1 wieder vereinfacht
und in Fig. 2 im Detail dargestellt ist. Die Passmarken-Schneidvorrichtung 53 ist
benachbart zu der Passmarken-Detektionsvorrichtung 41 angeordnet. Sie weist für den
ersten Bahnabschnitt 39 eine erste Passmarken-Schneideinrichtung 54 mit einem ersten
Passmarken-Schneid-Walzenpaar 55 und für den zweiten Bahnabschnitt 40 eine zweite
Passmarken-Schneideinrichtung 56 mit einem zweiten Passmarken-Schneid-Walzenpaar 57
auf.
[0049] Jede erste Walze 58 des ersten Passmarken-Schneid-Walzenpaares 55 trägt einen sich
radial nach außen erstreckenden und senkrecht zu der Transportrichtung 29 verlaufenden
ersten Messerbalken 59. Die ersten Messerbalken 59 wirken zur Querdurchtrennung des
ersten Bahnabschnitts 39 unter Erzeugung eines ersten Passmarken-Schnitts 60 (Fig.
3 bis 5) zusammen.
[0050] Jede zweite Walze 61 des zweiten Passmarken-Schneid-Walzenpaares 57 trägt einen sich
radial nach außen erstreckenden und senkrecht zu der Transportrichtung 29 verlaufenden
zweiten Messerbalken 62. Die zweiten Messerbalken 62 wirken zur Querdurchtrennung
des zweiten Bahnabschnitts 40 unter Bildung eines zweiten Passmarken-Schnitts 63 zusammen.
[0051] Jedes Passmarken-Schneid-Walzenpaar 55, 57 ist durch einen Motor drehantreibbar.
Insbesondere sind durch die Motoren die Walzen 58, 61 des jeweiligen Passmarken-Schneid-Walzenpaares
55 bzw. 57 um deren Mittelachse drehantreibbar.
[0052] Stromaufwärts in Bezug auf die Transportrichtung 29 sind zu der ersten Passmarken-Schneideinrichtung
54 zwei erste Einführungs-Walzenpaare 64 zum exakten Einführen des ersten Bahnabschnitts
39 in die erste Passmarken-Schneideinrichtung 54 angeordnet. Der erste Bahnabschnitt
39 ist durch die ersten Einführungs-Walzenpaare 64 hindurchgeführt.
[0053] Stromaufwärts in Bezug auf die Transportrichtung 29 sind zu der zweiten Passmarken-Schneideinrichtung
56 zwei zweite Einführungs-Walzenpaare 65 zum exakten Einführen des zweiten Bahnabschnitts
40 in die zweite Passmarken-Schneideinrichtung 56 angeordnet. Der zweite Bahnabschnitt
40 ist durch die zweiten Einführungs-Walzenpaare 65 hindurchgeführt.
[0054] Zwei erste Ausführungs-Walzenpaare 66 sind in Bezug auf die Transportrichtung 29
stromabwärts zu der ersten Passmarken-Schneideinrichtung 54 angeordnet und dienen
zum exakten Ausführen des ersten Bahnabschnitts 39. Der erste Bahnabschnitt 39 ist
durch die ersten Ausführungs-Walzenpaare 66 hindurchgeführt.
[0055] Zwei zweite Ausführungs-Walzenpaare 67 sind in Bezug auf die Transportvorrichtung
29 stromabwärts zu der zweiten Passmarken-Schneideinrichtung 56 angeordnet und dienen
zum exakten Ausführen des zweiten Bahnabschnitts 40. Der zweite Bahnabschnitt 39 ist
durch die zweiten Ausführungs-Walzenpaare 67 hindurchgeführt.
[0056] Zwischen den ersten Ausführungs-Walzenpaaren 66 ist eine erste Passmarken-Schnitt-Erfassungseinrichtung
68 zum Erfassen des ersten Passmarken-Schnitts 60 in dem ersten Bahnschnitt 39 angeordnet.
Die erste Passmarken-Schnitt-Erfassungseinrichtung 68 ist durch zwei einander gegenüberliegende,
erste Passmarken-Schnitt-Erfassungskameras 69 gebildet, zwischen welchen der erste
Bahnabschnitt 39 in der Transportrichtung 29 hindurchgeführt ist. Die ersten Passmarken-Schnitt-Erfassungskameras
69 erfassen sowohl die Oberseite 47 als auch die Unterseite 48 des ersten Bahnabschnitts
39.
[0057] Zwischen den zweiten Ausführungswalzen-Paaren 67 ist eine zweite Passmarken-Schnitt-Erfassungseinrichtung
70 zum Erfassen des zweiten Passmarken-Schnitts 63 in dem zweiten Bahnabschnitt 40
angeordnet. Die zweite Passmarken-Schnitt-Erfassungseinrichtung 70 ist durch zwei
einander gegenüberliegende, zweite Passmarken-Schnitt-Erfassungskameras 71 gebildet,
zwischen welchen der zweite Bahnabschnitt 40 in der Transportrichtung 29 hindurchgeführt
ist. Die zweiten Passmarken-Schnitt-Erfassungskameras 71 erfassen die Oberseite 51
und Unterseite 52 des zweiten Bahnabschnitts 40.
[0058] Die Passmarken-Schnitt-Erfassungseinrichtungen 68, 70 bilden eine Passmarken-Schnitt-Erfassungsanordnung.
[0059] Die Passmarken-Schneideinrichtungen 54, 56, die Passmarken-Schnitt-Erfassungseinrichtungen
68, 70, die Einführungs-Walzenpaare 64, 65 und die Ausführungs-Walzenpaare 66, 67
sind günstigerweise an einem gemeinsamen Maschinengestell angeordnet.
[0060] Der Passmarken-Schneidvorrichtung 53 ist eine Förderbandanordnung 72 nachgeordnet.
Die Förderbandanordnung 72 hat ein erstes Förderband 73, das um drehantreibbare erste
Walzen 74 geführt ist. Das erste Förderband 73 dient zur Förderung erster Wellpappe-Bögen
75, die mittels der ersten Passmarken-Schneideinrichtung 54 aus dem ersten Bahnabschnitt
39 erzeugt worden sind. Auf dem ersten Förderband 73 werden die ersten Wellpappe-Bögen
75 geschuppt zu einer ersten Ablage 76 gefördert, wo diese zu einem ersten Stapel
77 gestapelt werden.
[0061] Die Förderbandanordnung 72 umfasst ein zweites Förderband 78, das um drehantreibbare
zweite Walzen 79 geführt ist. Das zweite Förderband 78 dient zur Förderung zweiter
Wellpappe-Bögen 80, die mittels der zweiten Passmarken-Schneideinrichtung 56 aus dem
zweiten Bahnabschnitt 40 erzeugt worden sind. Die zweiten Wellpappe-Bögen 80 werden
geschuppt auf dem zweiten Förderband 78 zu einer zweiten Ablage 81 gefördert, wo diese
zu einem zweiten Stapel 82 gestapelt werden.
[0062] Nachfolgend wird die Ansteuerung der Passmarken-Schneidvorrichtung 53 näher erläutert.
Die Bahnabschnitte 39, 40 werden jeweils in der Transportrichtung 29 transportiert.
Dabei passieren sie die erste Passmarken-Detektionseinrichtung 43 bzw. die zweite
Passmarken-Detektionseinrichtung 44.
[0063] Korrespondierende erste Passmarken-Signale der von den ersten Passmarken-Detektionssensoren
45 erfassten Passmarken 42 auf dem ersten Bahnabschnitt 39 werden über erste Signalleitungen
83 einer ersten elektronischen Informations-Verarbeitungseinrichtung 84 zugeführt.
[0064] Die erste Informations-Verarbeitungseinrichtung 84 steht über eine zweite Signalleitung
85 mit einer ersten Steuerungsanordnung 86 in Signalverbindung. Die erste Steuerungsanordnung
86 empfängt von der ersten Informations-Verarbeitungseinrichtung 84 entsprechende
Signale.
[0065] Die erste Steuerungsanordnung 86 steht wiederum über eine dritte Signalleitung 87
mit einem ersten Antriebsmotor 88 der ersten Passmarken-Schneideinrichtung 54 zum
entsprechenden Drehantrieb des ersten Passmarken-Schneid-Walzenpaares 55 in Signalverbindung.
Der erste Antriebsmotor 88 empfängt so entsprechende Schnittsignale von der ersten
Steuerungsanordnung 86 zum Schneiden des ersten Bahnabschnitts 39 zu den ersten Wellpappe-Bögen
75. Ausgelöst wird dieser Schneidvorgang durch die detektierten Passmarken 42.
[0066] Die erste Passmarken-Schnitt-Erfassungseinrichtung 68 erfasst dabei den jeweiligen
erzeugten ersten Passmarken-Schnitt 60. Entsprechende Passmarken-Schnitt-Positionssignale
werden über vierte Signalleitungen 89 einer ersten Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung
90 zugeführt. Die erste Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung 90 wertet
aus, ob der erzeugte erste Passmarken-Schnitt 60 ordnungsgemäß in Bezug auf die Passmarken
42 ausgeführt worden ist. Falls ja, erfolgt keine Korrektur bzw. Änderung der ersten
Passmarken-Schneideinrichtung 54. Falls nein, werden über eine fünfte Signalleitung
91 Korrektursignale einer ersten Passmarken-Schnitt-Positionskorrektureinrichtung
92 zugeführt. Die erste Passmarken-Schnitt-Positionskorrektureinrichtung 92 ist günstigerweise
Bestandteil der ersten Steuerungsanordnung 86 und sorgt für eine entsprechende korrigierte
Ansteuerung der ersten Passmarken-Schneideinrichtung 54.
[0067] In Fig. 3 ist ein ordnungsgemäß ausgeführter Passmarken-Schnitt 60, 63 gezeigt. Der
Passmarken-Schnitt 60, 63 ist exakt in Bezug auf die zugehörige Passmarke 42 ausgeführt.
Er ist insbesondere unversetzt in der Transportrichtung 29 bzw. entgegen der Transportrichtung
29 in Bezug auf die jeweilige Passmarke 42 ausgeführt. Fehlerhafte Passmarken-Schnitte
60, 63 sind in Fig. 4, 5 dargestellt. Sie sind in bzw. gegen der Transportrichtung
29 versetzt, wie die versetzt durchtrennten Passmarken 42 zeigen.
[0068] Die Ansteuerung der zweiten Passmarken-Schneideinrichtung 56 erfolgt analog. Korrespondierende
zweite Passmarken-Signale der von den zweiten Passmarken-Detektionssensoren 49 erfassten
Passmarken 42 auf dem zweiten Bahnabschnitt 40 werden über sechste Signalleitungen
93 einer zweiten elektronischen Informations-Verarbeitungseinrichtung 94 zugeführt.
[0069] Die zweite Informations-Verarbeitungseinrichtung 94 steht über eine siebte Signalleitung
95 mit einer zweiten Steuerungsanordnung 96 in Signalverbindung. Die zweite Steuerungsanordnung
96 empfängt von der zweiten Informations-Verarbeitungseinrichtung 94 entsprechende
Signale.
[0070] Die zweite Steuerungsanordnung 96 steht wiederum über eine achte Signalleitung 97
mit einem zweiten Antriebsmotor 98 der zweiten Passmarken-Schneideinrichtung 56 zum
entsprechenden Drehantrieb des zweiten Passmarken-Schneid-Walzenpaares 57 in Signalverbindung.
Der zweite Antriebsmotor 98 empfängt so entsprechende Schnittsignale von der zweiten
Steuerungsanordnung 96 zum Schneiden des zweiten Bahnabschnitts 40 zu den zweiten
Wellpappe-Bögen 80. Ausgelöst wird dieser Schneidvorgang durch die detektierten Passmarken
42.
[0071] Die zweite Passmarken-Schnitt-Erfassungseinrichtung 70 erfasst dabei den jeweiligen
erzeugten zweiten Passmarken-Schnitt 63. Entsprechende Passmarken-Schnitt-Positionssignale
werden über neunte Signalleitungen 99 einer zweiten Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung
100 zugeführt. Die zweite Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung 100 wertet
aus, ob der erzeugte zweite Passmarken-Schnitt 63 ordnungsgemäß in Bezug auf die Passmarken
42 ausgeführt worden ist. Falls ja, erfolgt keine Korrektur bzw. Änderung der zweiten
Passmarken-Schneideinrichtung 56. Falls nein, werden über eine zehnte Signalleitung
101 Korrektursignale einer zweiten Passmarken-Schnitt-Positionskorrektureinrichtung
102 zugeführt. Die zweite Passmarken-Schnitt-Positionskorrektureinrichtung 102 ist
günstigerweise Bestandteil der zweiten Steuerungsanordnung 96 und sorgt für eine entsprechende
korrigierte Ansteuerung der zweiten Passmarken-Schneideinrichtung 56.
[0072] Fehlerhafte Passmarken-Schnitte 60, 63 sind in Fig. 4, 5 dargestellt. Sie sind in
bzw. gegen der Transportrichtung 29 versetzt.
[0073] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Fig. 9 die Passmarken-Schnitt-Positionskorrektur
anhand der ersten Passmarken-Schneideinrichtung 54 nochmals detaillierter erläutert.
Die Korrektur erfolgt mittels der zweiten Passmarken-Schneideinrichtung 56 analog.
[0074] In einem ersten Schritt 103 werden mittels der ersten Passmarken-Schnitt-Erfassungskameras
69 die ersten geförderten Wellpappe-Bögen 75 aufgenommen. Benachbarte Wellpappe-Bögen
75 sind günstigerweise beabstandet zueinander angeordnet.
[0075] In einem zweiten Schritt 104 werden die von den ersten Passmarken-Schnitt-Erfassungskameras
69 aufgenommenen Bilder über die vierten Signalleitungen 89 an die erste Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung
90 übermittelt.
[0076] Hier werden in einer Bildverarbeitungseinheit der Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung
90 als dritter Schritt 105 die durch die erste Passmarken-Schneideinrichtung 54 erzeugten
Schneidkanten 106, 107 an benachbart angeordneten ersten Wellpappe-Bögen 75 detektiert.
Die Schneidkanten 106, 107 verlaufen benachbart und parallel zueinander.
[0077] Als Schritt 108 wird in der ersten Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung
90 die zugehörige Passmarke 42 zu dem Passmarken-Schnitt 60 detektiert. Schritt 108
kann vor oder nach Schritt 105 erfolgen.
[0078] Als nächster Schritt 109 wird in der ersten Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung
90 der Abstand der Schneidkanten 106, 107 zu der zugehörigen Passmarke 42 in Transportrichtung
29 bzw. entgegen derselben ermittelt. Dazu wird eine Abstandsmesseinheit der Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung
90 herangezogen.
[0079] Entsprechende Abstandssignale werden als nächster Schritt 110 über die fünfte Signalleitung
91 der ersten Steuerungsanordnung 86 übermittelt.
[0080] Dort erfolgt als nächster Schritt 111 ein Vergleich des Abstands zwischen der Schneidkanten
106, 107 zu der zugehörigen Passmarke 42 mit einem tolerierbaren Passmarkenversatz
aus Auftragsdaten. Dazu hat die erste Steuerungsanordnung eine entsprechende Abstandvergleichseinheit.
[0081] Als nächster Schritt 112 wird, falls erforderlich, in der ersten Steuerungsanordnung
86 eine Passmarken-Schnitt-Positionskorrektur berechnet. Eine entsprechende Berechnungseinheit
ist dazu vorhanden.
[0082] Als nächster Schritt 113 erfolgt mittels der ersten Passmarken-Schnitt-Positionskorrektureinrichtung
92, sofern erforderlich, eine Korrektur bzw. Verlagerung des ersten Passmarken-Schnitts
60 durch geänderte Ansteuerung der ersten Passmarken-Schneideinrichtung 54.
[0083] Die Korrektur der zweiten Passmarken-Schneideinrichtung 56 erfolgt analog.
[0084] Die angegebenen Signalverbindungen bzw. Signalleitungen können drahtlos oder drahtgebunden
ausgeführt sein.
[0085] Fig. 6 bis 8 zeigen alternative Ausführungen einsetzbarer Passmarken 42. Gemäß Fig.
6 ist diese Passmarke 42 durch genau einen senkrecht zu der Transportrichtung 29 verlaufenden
Balken gebildet.
[0086] Gemäß Fig. 7 ist jede Passmarke 42 durch zwei Balken gebildet, die parallel zueinander
verlaufen. Sie sind in der Transportrichtung 29 beabstandet zueinander angeordnet
und verlaufen senkrecht zu der benachbarten Längskante.
[0087] Gemäß Fig. 8 sind drei Balken vorhanden, die parallel zueinander verlaufen und in
der Transportrichtung 29 äquidistant zueinander angeordnet sind.
1. Wellpappe-Anlage, umfassend
a) eine Wellpappe-Bahn-Produktionsanordnung (1) zum Herstellen einer Wellpappe-Bahn
(2, 39, 40),
b) eine der Wellpappe-Bahn-Produktionsanordnung (1) nachgeordnete Passmarken-Schneidvorrichtung
(53) zum Schneiden der Wellpappe-Bahn (2, 39, 40) in Wellpappe-Bögen (75, 80),
c) eine der Passmarken-Schneidvorrichtung (53) vorgeordnete Passmarken-Detektionsvorrichtung
(41) zum Detektieren mindestens einer Passmarke (42) an der Wellpappe-Bahn (2, 39,
40),
d) eine Steuerungsanordnung (86, 96), die
i. mit der Passmarken-Schneidvorrichtung (53) in Signalverbindung steht,
ii. mit der Passmarken-Detektionsvorrichtung (41) in Signalverbindung steht, und
iii. in Abhängigkeit der mindestens einen detektierten Passmarke (42) die Passmarken-Schneidvorrichtung
(53) zum Schneiden der Wellpappe-Bahn (2, 39, 40) in die Wellpappe-Bögen (75, 80)
unter Erzeugung mindestens einen Passmarken-Schnitts (60, 63) ansteuert, und
e) eine Passmarken-Schnitt-Positionskorrektureinrichtung (92, 102) zur automatischen
Positionskorrektur des mindestens einen Passmarken-Schnitts (60, 63) in Bezug auf
die mindestens eine Passmarke (42) bei einer ungewünschten Positionsabweichung des
mindestens einen Passmarken-Schnitts (60, 63).
2. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine der Passmarken-Schneidvorrichtung (53) nachgeordnete Passmarken-Schnitt-Erfassungsanordnung
(68, 70) zum Erfassen des mindestens einen Passmarken-Schnitts (60, 63).
3. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Passmarken-Schnitt-Erfassungsanordnung (68, 70) als Kameraanordnung ausgebildet
ist.
4. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Passmarken-Schnitt-Erfassungsanordnung (68, 70) eine einer Oberseite (47, 51)
der Wellpappe-Bögen (75, 80) zugewandte Passmarken-Schnitt-Erfassungseinrichtung (68,
70) zum Erfassen der Oberseite (47, 51) der Wellpappe-Bögen (75, 80) und eine einer
Unterseite (48, 52) der Wellpappe-Bögen (75, 80) zugewandte weitere Passmarken-Schnitt-Erfassungseinrichtung
(68, 70) zum Erfassen der Unterseite (48, 52) der Wellpappe-Bögen (75, 80) umfasst.
5. Wellpappe-Anlage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Passmarken-Schnitt-Erfassungsanordnung (68, 70) stromaufwärts zu einer Ablage
(76, 81) zum Ablegen der Wellpappe-Bögen (75, 80) in Stapeln (77, 82) angeordnet ist.
6. Wellpappe-Anlage nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung (90, 100) zur Positionsauswertung
des mindestens einen Passmarken-Schnitts (60, 63) in Bezug auf die mindestens eine
zugehörige Passmarke (42).
7. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung (90, 100) eine Bildverarbeitungseinheit
umfasst.
8. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung (90, 100) eine Abstandsmesseinheit
zum Messen mindestens eines Abstands zwischen mindestens einer Passmarken-Schnittkante
(96, 97) an dem mindestens einen erzeugten Wellpappen-Bogen (75, 80) und der mindestens
einen zugehörigen Passmarke (42) umfasst.
9. Wellpappe-Anlage nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Passmarken-Schnitt-Positionskorrektureinrichtung (92, 102) mit der Passmarken-Schnitt-Positionsauswerteeinrichtung
(90, 100) und der Passmarken-Schneidvorrichtung (53) in Signalverbindung steht.
10. Wellpappe-Anlage nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Sollwert-Intervall-Vorgabeeinheit zur Positionskorrektur des mindestens einen
Passmarken-Schnitts (60, 63) bei Abweichung von einem Sollwert-Intervall.
11. Verfahren zur Herstellung von Wellpappe-Bögen (75, 80) umfassend
- Herstellen einer Wellpappe-Bahn (2, 39, 40) mittels einer Wellpappe-Bahn-Produktionsanordnung
(1),
- Schneiden der Wellpappe-Bahn (2, 39, 40) durch eine der Wellpappe-Bahn-Produktionsanordnung
(1) nachgeordnete Passmarken-Schneidvorrichtung (53) in Wellpappe-Bögen (75, 80),
- Detektieren mindestens einer Passmarke (42) an der Wellpappe-Bahn (2, 39, 40) mittels
einer Passmarken-Detektionsvorrichtung (41), die der Passmarken-Schneidvorrichtung
(53) vorgeordnet ist,
- Ansteuern der Passmarken-Schneidvorrichtung (53) zum Schneiden der Wellpappe-Bahn
(2, 39, 40) in die Wellpappe-Bögen (75, 80) mittels einer Steuerungsanordnung (86,
96) in Abhängigkeit der mindestens einen detektierten Passmarke (42) unter Erzeugung
mindestens eines Passmarken-Schnitts (60, 63), wobei die Steuerungsanordnung (86,
96) mit der Passmarken-Schneidvorrichtung (53) und der Passmarken-Detektionsvorrichtung
(41) in Signalverbindung steht, und
- automatische Positionskorrektur des mindestens einen Passmarken-Schnitts (60, 63)
in Bezug auf die mindestens eine Passmarke (42) bei einer ungewünschten Positionsabweichung
des mindestens einen Passmarken-Schnitts (60, 63) mittels einer Passmarken-Schnitt-Positionskorrektureinrichtung
(92, 102).