[0001] Die Erfindung betrifft eine Palette, insbesondere für den Warentransport.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Transportpaletten nach EN 13698-1 und UIC 435-2 (Europoolpaletten)
bekannt. Diese weisen drei Bodenbretter auf, die mittels jeweils drei Klötzen mit
drei Querbrettern verbunden sind, auf denen fünf Deckbretter angeordnet sind. Die
entsprechenden Bretter sind aus Massivholz gefertigt.
[0003] Ein Nachteil von Massivholzpaletten ist das relativ hohe Eigengewicht (je nach Holzfeuchte
20 bis 24 kg bei Maßen von 1200 x 800 x 144 mm).
[0004] Hieraus ergibt sich die Aufgabe, eine Palette zur Verfügung zu stellen, die im Vergleich
zum Stand der Technik ein verringertes Gewicht bei ausreichender Stabilität aufweist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Palette nach Anspruch 1 gelöst. Spezielle
Ausführungsformen der Palette sind in den Unteransprüchen 2 bis 15 angegeben. Die
Ausführungsformen werden im Folgenden beschrieben.
[0006] Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft eine Palette, aufweisend zumindest die folgenden
Komponenten:
- eine erste Platte und eine parallel zu der ersten Platte verlaufende zweite Platte;
- eine zwischen der ersten Platte und der zweiten Platte angeordnete Schicht aus wenigstens
einem entlang einer ersten Längserstreckungsrichtung verlaufenden Steg, der jeweils
eine erste Leiste und eine Mehrzahl an Rohrsegmenten aufweist;
wobei die Rohrsegmente
- jeweils zwei Schnittenden aufweisen, welche das jeweilige Rohrsegment entlang einer
Umfangsrichtung des jeweiligen Rohrsegments begrenzen, und
- jeweils zwei Schnittflächen aufweisen, welche das jeweilige Rohrsegment entlang einer
zweiten Längserstreckungsrichtung des jeweiligen Rohrsegments begrenzen, wobei
- die Rohrsegmente eine entlang der Verbindungslinie zwischen den Schnittenden verlaufende
Segmentbreite aufweisen, und wobei
- die Rohrsegmente mittels ihrer Schnittenden mit der ersten Leiste mechanisch verbunden
sind, und mittels ihrer Schnittflächen mit der ersten Platte und der zweiten Platte
mechanisch verbunden sind,
wobei die Rohrsegmente des wenigstens einen Stegs jeweils zwei Seitenelemente und
ein mit den Seitenelementen mechanisch verbundenes Dachelement aufweisen, wobei die
Seitenelemente mit dem Dachelement erste Innenwinkel (α) von 95° bis 120° bilden.
[0007] Der wenigstens eine Steg der Schicht verläuft in der ersten Längserstreckungsrichtung.
Mit dieser ersten Längserstreckungsrichtung ist dabei die Richtung gemeint, entlang
der die erste Leiste verläuft. Somit verläuft die zweite Längserstreckungsrichtung
der Rohrsegmente insbesondere senkrecht zu der ersten Längserstreckungsrichtung.
[0008] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Rohrsegmente in Bezug auf ihre Längserstreckungsrichtung
senkrecht zu der ersten Platte und der zweiten Platte angeordnet. Dies bewirkt eine
besonders gute mechanische Stabilität der Schicht.
[0009] Gemäß einer Ausführungsform weist die Schicht der Palette eine Mehrzahl von Stegen
auf, wobei insbesondere die Stege in Bezug auf die erste Längserstreckungsrichtung
parallel zueinander angeordnet sind.
[0010] Die Palette weist insbesondere eine Palettenbreite und eine Palettentiefe auf, wobei
die Palettenbreite entlang der ersten Längserstreckungsrichtung verläuft, und wobei
die Palettentiefe quer zu der Palettenbreite in der Erstreckungsebene der ersten und
zweiten Platte verläuft.
[0011] Im Zusammenhang der vorliegenden Erfindung ist mit dem Begriff Rohrsegment ein Teil
eines wirklichen oder gedachten Rohres mit der ersten Längserstreckungsrichtung gemeint.
Der Querschnitt des Rohres senkrecht zu der ersten Längserstreckungsrichtung weist
einen Umfang, also eine gedachte Linie, welche den Querschnitt an seiner Außenseite
begrenzt, auf. Dabei muss der Querschnitt nicht kreisförmig oder elliptisch sein,
sondern kann insbesondere auch eckig, z.B. trapezsegmentförmig, ausgeformt sein. Die
Umfangsrichtung des Rohres verläuft (auch im Fall eines Rohres mit einem eckigen Querschnitt)
entlang eines gedachten Kreises, welcher den Querschnitt des Rohres senkrecht zur
Längserstreckungsrichtung umgibt.
[0012] Die Rohrsegmente weisen jeweils eine Wandung auf, die in Umfangsrichtung durch die
Schnittenden begrenzt ist, wobei die Wandung in Umfangsrichtung geöffnet ist. Die
Wandung ist dabei in Längserstreckungsrichtung durchgehend geöffnet. Dabei ist mit
der Umfangsrichtung des Rohrsegments die Umfangsrichtung des zugehörigen wirklichen
oder gedachten Rohres gemeint, welches eine geschlossene Wandung aufweist. Das Rohrsegment
kann insbesondere durch Schneiden des Rohres gebildet sein, kann aber auch auf andere
Weise, insbesondere durch das mechanische Verbinden mehrerer Leisten, gebildet sein.
[0013] Die Schnittenden des Rohrsegments begrenzen das Rohrsegment in Umfangsrichtung. Die
Wandung des Rohrsegments wird also in Umfangsrichtung durch die Schnittenden begrenzt.
Der Querschnitt des Rohrsegments ist also durch ein offenes Profil gebildet.
[0014] Die Rohrsegmente weisen weiterhin jeweils zwei Schnittflächen auf, die die Rohrsegmente
in Längserstreckungsrichtung begrenzen. Die Schnittflächen verlaufen insbesondere
senkrecht zu der Längserstreckungsrichtung.
[0015] Die Segmentbreite der Rohrsegmente verläuft entlang der Verbindungslinie zwischen
den Schnittenden. Diese Verbindungslinie zwischen den Schnittenden verläuft insbesondere
entlang der gemeinsamen Richtung der Schnittflächen. In Fällen, in denen die Schnittflächen
im Querschnitt nicht parallel zueinander verlaufen, sei die Verbindungslinie zwischen
den Punkten der Schnittflächen mit der größten Erstreckung in Umfangsrichtung definiert.
[0016] Die Rohrsegmente bilden jeweils einen Hohlraum innerhalb der Schicht der Stege aus,
der durch die Innenfläche der Wandung begrenzt ist. Dabei entspricht die Segmentbreite
(also die Außenbreite des Rohrsegmentes) der Summe der maximalen Erstreckung des Hohlraums
in Richtung der Verbindungslinie zwischen den Schnittenden senkrecht zu der Längserstreckungsrichtung
(also im Querschnitt) und der doppelten Wandungsstärke. Die Segmenthöhe entspricht
der Summe aus der maximalen Erstreckung des Hohlraums senkrecht zu der Segmentbreite
und der Wandungsstärke.
[0017] Weiterhin weisen die Rohrsegmente eine Segmenttiefe auf, die entlang der zweiten
Längserstreckungsrichtung verläuft, und die Rohrsegmente weisen eine Segmenthöhe auf,
die senkrecht zu der Richtung der Segmentbreite und der Richtung der Segmenthöhe verläuft.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen alle Rohrsegmente des wenigstens einen
Stegs im Wesentlichen eine einheitliche Segmenttiefe auf. Gemäß einer weiteren Ausführungsform
weisen alle Rohrsegmente des wenigstens einen Stegs im Wesentlichen eine einheitliche
Segmentbreite auf. Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen alle Rohrsegmente des
wenigstens einen Stegs im Wesentlichen eine einheitliche Segmenthöhe auf.
[0019] Die Rohrsegmente sind jeweils mittels beider Schnittenden mit der ersten Leiste verbunden.
In der Palette ist insbesondere jedes Rohrsegment mit einer seiner Schnittflächen
mit der ersten Platte verbunden und mit der jeweils anderen Schnittfläche mit der
zweiten Platte verbunden.
[0020] Die Rohrsegmente des wenigstens einen Stegs weisen erfindungsgemäß jeweils zwei Seitenelemente
und ein mit den Seitenelementen mechanisch verbundenes Dachelement auf, wobei die
Seitenelemente mit dem Dachelement erste Innenwinkel (α) von 95° bis 120° bilden.
[0021] Das heißt, die Längserstreckungsrichtungen der Seitenelemente verlaufen jeweils in
einem stumpfen Winkel zu der Längserstreckungsrichtung des Dachelements. Hierdurch
kann sich z.B. ein trapezsegmentförmiges Profil ergeben. Es ergibt sich für den Fall,
dass das Dachelement parallel zu der ersten Leiste des Stegs verläuft, mit der das
jeweilige Rohrsegment mechanisch verbunden ist, ein entsprechender dritter Innenwinkel
zwischen dem jeweiligen Seitenelement und der ersten Leiste von γ=180°-α, also im
Bereich von 60° bis 85°.
[0022] Solche Rohrsegmente aus lediglich drei Komponenten sind einfach zu konstruieren,
ermöglichen aber trotzdem eine hohe mechanische Stabilität der Palette bei geringem
Gewicht.
[0023] Die spezielle Profilform der Rohrsegmente gemäß der vorliegenden Erfindung mit ersten
Innenwinkeln im Bereich von 95° bis 120° bewirkt eine besonders gute mechanische Belastbarkeit
der Rohrsegmente in Richtung der Segmenthöhe (also senkrecht zur zweiten Längserstreckungsrichtung
der Rohrsegmente und senkrecht zu einer Verbindungslinie zwischen den Schnittenden,
auch als Segmentbreite bezeichnet), insbesondere senkrecht zur Längserstreckungsrichtung
des Dachelements.
[0024] Derartige Rohrsegmente halten z.B. einer Kraft, die entlang der Segmenthöhe auf die
Rohrsegmente wirkt, besser stand als flachere Profile (also solche mit größeren ersten
Innenwinkeln). Solche Kräfte treten insbesondere beim Verpressen der Rohrsegmente
mit Leisten bei der Herstellung der Stege oder beim Verpressen längerer Rohrsegmente
mit Deckschichten bei der Herstellung von Zwischenprodukten zur Erzeugung von Stegen
auf und können zur Verformung oder zum Brechen der Rohrsegmente führen. Somit resultiert
die Profilform gemäß dieser Erfindung vorteilhafterweise in einer kostenrelevanten
Verminderung des Ausschusses bei der Produktion.
[0025] Im Vergleich zu rechtecksegmentförmigen Profilen (erster Innenwinkel= 90°) haben
Rohrsegmente im Sinne der vorliegenden Erfindung den Vorteil, dass das die Rohrsegmente
entlang der ersten Längserstreckungsrichtung der Stege einen größeren Bereich des
jeweiligen Stegs abdecken, so dass weniger Rohrsegmente pro Steg zur Versteifung der
Palette benötigt werden. Dies verringert vorteilhafterweise das Gewicht der Palette
und spart Materialkosten.
[0026] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Rohrsegmente jeweils aus zwei Seitenelementen
und einem Dachelement gebildet.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausführungsform verlaufen die Dachelemente des wenigstens einen
Stegs parallel zu der jeweiligen ersten Leiste des wenigstens einen Stegs, mit der
die Rohrsegmente mechanisch verbunden sind.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausführungsform bilden die Seitenelemente der Rohrsegmente des
wenigstens einen Stegs dritte Innenwinkel von 60° bis 85° mit der ersten Leiste des
wenigstens einen Stegs, mit dem die Rohrsegmente mechanisch verbunden sind.
[0029] Gemäß einer weiteren Ausführungsform bilden beide Seitenelemente denselben ersten
Innenwinkel mit dem Dachelement.
[0030] Gemäß einer weiteren Ausführungsform betragen die ersten Innenwinkel (α) 100° bis
110°.
[0031] Dieser Bereich ist besonders vorteilhaft hinsichtlich einer guten mechanischen Belastbarkeit
in Richtung der Segmenthöhe in Kombination mit einer guten Abdeckung des Stegs in
Richtung der Segmentbreite.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Rohrsegmente erste Gehrungen auf,
an denen die Seitenelemente mit dem Dachelement mechanisch verbunden sind.
[0033] Die Seitenelemente und das Dachelement lassen sich auf einfache Weise aus einer Platte
oder einem Brett durch Einbringen von Gehrungen, Falten an den Gehrungen und mechanisches
Verbinden (z.B. Leimen) herstellen. Durch entsprechende Ausführung der Gehrungen lassen
sich insbesondere die ersten Innenwinkel zwischen den Seitenelementen und dem Dachelement
im Bereich von 95° bis 120° beliebig einstellen.
[0034] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Seitenelemente und das Dachelement
jeweils aus einer Leiste, insbesondere aus einem Holzwerkstoff, gebildet.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Rohrsegmente in Bezug auf die zweite
Längserstreckungsrichtung der Rohrsegmente (insbesondere quer zur Ebene der ersten
und zweiten Platte) einen trapezsegmentförmigen Querschnitt auf. Dies ist bei den
angegebenen ersten Innenwinkeln der Fall, wenn das Dachelement parallel zu der ersten
Leiste des jeweiligen Stegs verläuft und hat neben der mechanischen Belastbarkeit
und Abdeckung der Stege den Vorteil, dass die Stege ohne Zwischenräume parallel innerhalb
der Schicht angeordnet werden können.
[0036] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Rohrsegmente des wenigstens einen Stegs
mit einer ersten Leistenseite der ersten Leiste mechanisch verbunden. Das heißt, alle
Rohrsegmente sind nebeneinander auf einer Seite der Leiste angeordnet.
[0037] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der wenigstens eine Steg eine zweite Leiste
auf, die mit Wandungen der Rohrsegmente des jeweiligen Stegs mechanisch verbunden
ist. Insbesondere verläuft die zweite Leiste parallel zu der ersten Leiste. Die zweite
Leiste erhöht insbesondere die mechanische Stabilität der Stege. Zusätzlich kann bei
einer Ausführungsform der Schicht, in der benachbarte Stege dicht an dicht liegen,
die zweite Leiste an der ersten Leiste eines benachbarten Stegs anliegen, so dass
diese eine zusammenhängende Struktur bilden, was die Stabilität der Palette zusätzlich
erhöht.
[0038] Gemäß einer Ausführungsform weist die Palette einen Holzwerkstoff auf, wobei insbesondere
die Palette aus einem Holzwerkstoff gebildet ist.
[0039] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die erste Platte und/ oder die zweite
Platte einen Holzwerkstoff auf, wobei insbesondere die erste Platte und/ oder die
zweite Platte aus einem Holzwerkstoff gebildet ist.
[0040] Gemäß einer Ausführungsform weist der wenigstens eine Steg einen Holzwerkstoff auf,
wobei insbesondere der wenigstens eine Steg aus einem Holzwerkstoff gebildet ist.
[0041] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Rohrsegmente einen Holzwerkstoff
auf, wobei insbesondere die Rohrsegmente aus einem Holzwerkstoff gebildet sind Gemäß
einer weiteren Ausführungsform weist die erste Leiste und/ oder die zweite Leiste
einen Holzwerkstoff auf, wobei insbesondere die erste Leiste und/ oder die zweite
Leiste aus einem Holzwerkstoff gebildet ist.
[0042] Der Begriff Holzwerkstoff bezeichnet im Zusammenhang der vorliegenden Erfindung einen
Werkstoff, welcher zerkleinertes Holz, insbesondere Holzspäne, Hackschnitzel, Holzfurniere,
Holzfurnierstreifen, Holzwolle, Holzfasern oder Holzstäube, oder andere Lignocellulosematerialien
aufweist. Weiterhin kann der Holzwerkstoff insbesondere Bindemittel, Klebstoffe und/
oder Additiva aufweisen. Additiva können insbesondere Hydrophobisierungsmittel, Holzschutzmittel,
Flammschutzmittel, Härter oder Farbpartikel sein. Zu den Bindemitteln gehören insbesondere
Harnstoffleim, Kunstharze, z.B. Phenolharze, Isocyanate, Kunststoffe und/ oder Biokunststoffe.
Holzfurniere und/ oder Holzfurnierstreifen dienen dabei insbesondere zur Herstellung
von Sperrholz und/ oder Grobspanplatten (OSB-Platten).
[0043] Zu den Holzwerkstoffen gehören insbesondere Vollholzwerkstoffe, z.B. Massivholzplatten
(gemäß DIN EN 12775) oder Leimholzplatten, Brettsperrholz, Brettschichtholz, Stabsperrholz,
und/ oder lamelliertes Holz, Furnierholzwerkstoffe, z.B. Furniersperrholz (FU), Furnierschichtholz,
Furnierstreifenholz, Biegesperrholz, Holzspanwerkstoffe, z.B. Flachpressplatten (P2),
Strangpressplatten, Spanholzformteile, Grobspanplatten (OSB-Platten, gemäß DIN EN
300) und/ oder Spanstreifenholz (LSL), Holzfaserwerkstoffe, z.B. Holzfaserdämmplatten
(HFD), poröse Faserplatten, Soft Boards (SB), mittelharte Faserplatten (MB), harte
Faserplatten (HB oder HFH), Hartfaserplatten, extraharte Faserplatten (HFE), mitteldichte
Faserplatten (MDF), hochdichte Faserplatten (
high density fiberboards, HDF) und/ oder ultraleichte Faserplatten (ULDF), Arboform oder Flüssigholz.
[0044] Dabei bezeichnet der Begriff Faserplatten die in DIN EN 622 spezifizierten Holzwerkstoffe.
Der Begriff Spanplatten bezeichnet die in den Normen DIN EN 309 und DIN EN 312 spezifizierten
Holzwerkstoffe. Der Begriff Sperrholz bezeichnet die in den Normen DIN 68708 und DIN
EN 313 spezifizierten Holzwerkstoffe.
[0045] Holzwerkstoffe haben als Grundmaterial für den Roh- und Innenausbau den Vorteil einer
großen Materialfestigkeit und mechanischer Belastbarkeit bei gleichzeitiger Leichtigkeit.
[0046] Gemäß einer Ausführungsform weist der Holzwerkstoff einen Ligningehalt von >5%, insbesondere
>10% Gewichtsanteil auf. Das bedeutet, dass insbesondere Papier und Pappe keine Holzwerkstoffe
im Sinne der vorliegenden Erfindung darstellen, da bei der Papierherstellung z.B.
durch chemische Bleichmittel das Lignin der verwendeten Holzrohstoffe weitgehend entfernt
wird.
[0047] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Holzwerkstoff frei von chemischen Bleichmitteln.
[0048] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Holzwerkstoff in einem Trockenverfahren
bei einer Holzfeuchte von < 20 % hergestellt. Dabei bezieht sich die prozentuale Angabe
auf das Verhältnis des Wassergewichtes zu der absolut trockenen Holzmasse. Bei einem
Trockenverfahren werden die Holzpartikel vor der Fliesbildung und dem Pressen zum
Produkt getrocknet und das Produkt weist eine Holzfeuchte von unter 20% auf. Der Leimauftrag
kann vor oder nach dem Trocknen erfolgen.
[0049] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Holzwerkstoff unter Druck und/ oder
Hitze verpresste Holzfasern auf. Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Holzwerkstoff
eine Dichte von > 800 kg/m
3 auf. Hochdichte Faserplatten weisen beispielsweise eine Dichte in dem genannten Bereich
auf.
[0050] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Holzwerkstoff das Material einer hochdichten
Faserplatte (HDF).
[0051] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Rohrsegmente aus einer Mehrzahl von
Leisten gebildet. Dabei verlaufen die Leisten in Längserstreckungsrichtung des Rohrsegments.
Bei dieser Ausführungsform wird insbesondere ein Rohrsegment mit einem eckigen Querschnitt
gebildet.
[0052] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Rohrsegmente des wenigstens einen Stegs
beabstandet, wobei der wenigstens eine Steg zwischen benachbarten Rohrsegmenten des
wenigstens einen Stegs jeweils erste Lücken aufweist, und wobei die erste Platte wenigstens
eine erste Öffnung aufweist, die mit einer der ersten Lücken zumindest teilweise überlappt.
Das heißt, der Steg weist zwischen allen benachbarten Rohrsegmenten Lücken auf.
[0053] Alternativ dazu kann der wenigstens eine Steg auch ohne erste Lücken, also insbesondere
mit dicht an dicht liegenden Rohrsegmenten, ausgeführt werden.
[0054] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die erste Platte eine Mehrzahl von ersten
Öffnungen auf, wobei jede der ersten Öffnungen mit einer jeweiligen ersten Lücke eines
jeweiligen Stegs der Schicht zumindest teilweise überlappt.
[0055] Eine solche Palette weist aufgrund der ersten Lücken der Stege ein sehr geringes
Gewicht bei gleichzeitig großer mechanischer Stabilität aus. Zusätzlich lassen sich
durch die überlappende Anordnung der ersten Öffnungen mit den ersten Lücken auf einfache
Weise zusätzliche Komponenten, z.B. Füße der Palette, in die ersten Öffnungen einbringen
und mit der Palette verbinden, z.B. an der Palette befestigen.
[0056] Die wenigstens eine erste Öffnung der ersten Platte weist insbesondere jeweils eine
Erstreckung entlang der ersten Längserstreckungsrichtung (das heißt entlang der Palettenbreite)
und eine Erstreckung quer zu der ersten Längserstreckungsrichtung in der Ebene der
ersten und zweiten Platte (das heißt entlang der Palettentiefe) auf.
[0057] Gemäß einer Ausführungsform weist die wenigstens eine erste Öffnung eine rechteckige
Form auf.
[0058] Insbesondere weist jeder Steg wenigstens drei Rohrsegmente auf. Somit ergeben sich
wenigstens zwei erste Lücken zwischen den benachbarten Rohrsegmenten des entsprechenden
Stegs.
[0059] Gemäß einer Ausführungsform weisen die Rohrsegmente eine entlang der Verbindungslinie
zwischen den Schnittenden verlaufende Segmentbreite auf, wobei die benachbarten Rohrsegmente
(das heißt alle jeweils benachbarten Rohrsegmente) des wenigstens einen Stegs entlang
der Richtung der Segmentbreite (also entlang der zweiten Längserstreckungsrichtung)
voneinander einen ersten Abstand von wenigstens einer halben Segmentbreite, insbesondere
wenigstens einer Segmentbreite, aufweisen.
[0060] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Schicht eine Mehrzahl von Stegen auf,
wobei die Schicht wenigstens zwischen zwei benachbarten Stegen eine zweite Lücke aufweist,
und wobei die erste Platte wenigstens eine erste Öffnung aufweist, die mit der zweiten
Lücke zumindest teilweise überlappt.
[0061] Insbesondere sind dabei die Stege der Schicht zueinander beabstandet, wobei die Schicht
zwischen benachbarten Stegen jeweils zweite Lücken aufweist, und wobei die wenigstens
eine erste Öffnung der ersten Platte mit einer der zweiten Lücken zumindest teilweise
überlappt.
[0062] Alternativ dazu kann die Schicht auch ohne zweite Lücken, also insbesondere mit dicht
an dicht liegenden Stegen, ausgeführt werden.
[0063] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die erste Platte eine Mehrzahl an ersten
Öffnungen auf, wobei jede der ersten Öffnungen mit einer jeweiligen zweiten Lücke
zumindest teilweise überlappt.
[0064] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die erste Platte eine Mehrzahl an ersten
Öffnungen auf, wobei jede der ersten Öffnungen mit einer jeweiligen ersten Lücke eines
jeweiligen Stegs oder mit einer jeweiligen zweiten Lücke der Schicht zumindest teilweise
überlappt.
[0065] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die benachbarten Stege quer zu der ersten
Längserstreckungsrichtung voneinander einen zweiten Abstand von wenigstens einer halben
Segmentbreite, insbesondere wenigstens einer Segmentbreite, auf.
[0066] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die zweite Platte wenigstens eine zweite
Öffnung auf, die mit einer der ersten Lücken und/ oder einer jeweiligen zweiten Lücke
zumindest teilweise überlappt.
[0067] Eine solche wenigstens eine zweite Öffnung ist an der den zusätzlichen Komponenten
der Palette, z.B. Füßen, entgegengesetzten Seite (also der Oberseite) der Palette
angeordnet. Mittels solcher Öffnungen lassen sich insbesondere vorteilhafterweise
mehrere Paletten stabil und platzsparend stapeln, indem die Füße einer weiteren erfindungsgemäßen
Palette in die zweiten Öffnungen eingebracht werden.
[0068] Die wenigstens eine zweite Öffnung der zweiten Platte weist insbesondere jeweils
eine Erstreckung entlang der ersten Längserstreckungsrichtung (also entlang der Richtung
der Palettenbreite) und eine Erstreckung quer zu der ersten Längserstreckungsrichtung
in der Ebene der ersten und zweiten Platte (also in Richtung der Palettentiefe) auf.
[0069] Gemäß einer Ausführungsform weist die wenigstens eine zweite Öffnung eine rechteckige
Form auf.
[0070] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Palette wenigstens einen Fuß auf,
der jeweils zwei Stützelemente und ein Verbindungselement aufweist, wobei der wenigstens
eine Fuß zweite Gehrungen aufweist, an denen die Stützelemente mit dem Verbindungselement
mechanisch verbunden sind.
[0071] Insbesondere sind die Stützelemente und das Verbindungselement aus Platten oder Brettern
geformt, wobei das Verbindungselement an zwei gegenüberliegenden Kanten mit den Stützelementen
verbunden ist, so dass sich ein offenes Querschnittsprofil des Fußes ergibt.
[0072] Das Verbindungselement des wenigstens einen Fußes bildet die Auflagefläche auf dem
Boden, wenn der wenigstens eine Fuß mit dem Grundkörper der Palette verbunden ist
und die Palette auf dem wenigstens einen Fuß steht. Die Stützelemente dienen insbesondere
dazu, den wenigstens einen Fuß mit der Palette zu verbinden.
[0073] Eine solche Anordnung, insbesondere die offene Konstruktion des Fußes, hat den Vorteil,
dass mit solchen Füße ausgestattete Paletten auf einfache Weise stapelbar sind, wobei
die Füße einer ersten Palette in die zweiten Öffnungen der zweiten Platte einer zweiten
Palette einbringbar sind, wenn die erste Palette auf die zweite Palette gestapelt
wird.
[0074] Auf derartigen Füßen lässt sich eine erfindungsgemäße Palette vorteilhafterweise
lagern. Zudem lässt sich bei entsprechenden Abständen zwischen den Füßen die erfindungsgemäße
Palette als Vierwegpalette nutzen und insbesondere mittels eines Gabelstaplers aufnehmen.
Durch die ersten Lücken und/ oder zweiten Lücken der Schicht und die damit überlappenden
ersten Öffnungen der ersten Platte lassen sich die Füße auf einfache Weise ohne zusätzliche
Verbindungsmittel oder Anbauten mit der Palette verbinden.
[0075] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das zwischen den Stützelementen und dem
Verbindungselement gebildete Profil des wenigstens einen Fußes einen trapezsegmentförmigen
Querschnitt auf.
[0076] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Stützelemente und das Verbindungselement
jeweils eine rechteckförmige Grundfläche auf. Dadurch lassen sich die einzelnen Füße
vorteilhafterweise auf besonders einfache Weise aus einem größeren Rohling durch Schneiden
erzeugen.
[0077] Gemäß einer weiteren Ausführungsform bilden die Stützelemente mit dem Verbindungselement
zweite Innenwinkel (β), die gleich groß sind wie die ersten Innenwinkel (α) zwischen
den Seitenelementen und dem Dachelement der Rohrsegmente.
[0078] Gemäß einer weiteren Ausführungsform bilden die Stützelemente zweite Innenwinkel
(β) von 95° bis 120°, insbesondere 100° bis 110°, mit dem Verbindungselement. Dabei
bilden insbesondere beide Stützelemente denselben zweiten Innenwinkel mit dem Verbindungselement.
[0079] Dies hat den Vorteil, dass die Rohrsegmente und der wenigstens eine Fuß mittels derselben
Maschinen gefertigt werden können, so dass Kosten bei der Produktion eingespart werden
können. Insbesondere erfolgt die Fertigung der Rohrsegmente und des wenigstens einen
Fußes aus einer Platte oder einem Brett durch Einbringen von Gehrungen, Falten an
den Gehrungen und mechanisches Verbinden (z.B. Leimen). Dabei weisen die Rohrsegmente
in der zweiten Längserstreckungsrichtung eine geringere Erstreckung auf als der aus
derselben Platte oder demselben Brett gefertigte wenigstens eine Fuß. Insbesondere
weist das Dachelement entlang der Segmentbreite eine geringere Erstreckung auf als
die größte Erstreckung des Verbindungselements des Fußes im Querschnitt des Fußes.
[0080] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der wenigstens eine Fuß zumindest teilweise
in einer der ersten Lücken oder in einer jeweiligen zweiten Lücke angeordnet.
[0081] In die ersten und/ oder zweiten Lücken lassen sich entsprechend dimensionierte Füße
auf einfache Weise einbringen und mit der Palette verbinden.
[0082] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der wenigstens eine Fuß aus einem Holzwerkstoff
gebildet.
[0083] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die zweiten Innenwinkel zwischen den Stützelementen
und dem Verbindungselement des wenigstens einen Fußes der Palette gleich groß wie
die ersten Innenwinkel zwischen den Seitenelementen und dem Dachelement der Rohrsegmente
des wenigstens einen Stegs der Palette.
[0084] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Stützelemente gegen das Verbindungselement
klappbar, so dass ein Innenwinkel zwischen der Erstreckungsebene des jeweiligen Stützelements
und des Verbindungselement veränderbar ist, so dass insbesondere bei einer Verkleinerung
des Innenwinkels in einem bestimmten Winkelbereich eine mechanische Spannung zwischen
dem jeweiligen Stützelement und dem Verbindungselement entsteht. Dies ist z.B. bei
einem HDF-Plattenmaterial dadurch möglich, dass die Stützelemente und das Verbindungselement
an entsprechend ausgelegten Gehrungen miteinander verbunden sind.
[0085] Wenn bei einem Einbringen des wenigstens einen Fußes durch die wenigstens eine erste
Öffnung der Fuß derart gestaltet ist, dass die Stützelemente um das Verbindungselement
faltbar bzw. klappbar sind, und der wenigstens eine Fuß durch eine jeweilige zweite
Öffnung in die erste Lücke oder zweite Lücke eingebracht wird, öffnet sich der Fuß
nach dem Durchtreten der zweiten Öffnung unter Vergrößerung des besagten Innenwinkels
und die Stützelemente verlagern sich in Richtung der Palettentiefe bzw. Palettenbreite.
Alternativ dazu kann der Fuß auch mittels einer jeweiligen ersten Öffnung der ersten
Platte in die jeweilige erste oder zweite Lücke eingebracht werden.
[0086] Insbesondere bei einer entsprechenden Auslegung des wenigstens einen Fußes und der
ersten und/ oder zweiten Lücken herrscht dabei in dem Zustand, in dem die Stützelemente
in die jeweilige erste oder zweite Lücke eingebracht sind, eine mechanische Spannung,
durch welche die Stützelemente auf die zweite Platte und die angrenzenden Rohrsegmente
eine Kraft ausüben, die vorteilhafterweise eine feste mechanische Verbindung des wenigstens
einen Fußes mit der Palette begünstigt.
[0087] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die ersten Lücken und/ oder die wenigstens
eine zweite Lücke entlang der ersten Längserstreckungsrichtung (das heißt entlang
der Palettenbreite) eine Erstreckung von wenigstens 50 mm auf und quer zu der ersten
Längserstreckungsrichtung entlang der Ebene der ersten und zweiten Platte (das heißt
entlang der Palettentiefe) eine Erstreckung von wenigstens 30 mm aufweisen.
[0088] Für den Fall, dass die Erstreckung der ersten Lücken und/ oder der wenigstens einen
zweiten Lücke entlang der ersten Längserstreckungsrichtung und/ oder quer zu der ersten
Längserstreckungsrichtung nicht konstant ist, ist mit dem Begriff Erstreckung hierbei
die minimale Erstreckung gemeint.
[0089] Gemäß einer weiteren Ausführungsform bilden die Rohrsegmente mit der ersten Leiste,
insbesondere innerhalb der Schicht, jeweils einen Hohlraum aus, wobei die erste Platte
wenigstens eine erste Öffnung aufweist, die mit einem der Hohlräume zumindest teilweise
überlappt. Hierbei können zusätzliche Komponenten, insbesondere Füße der Palette in
die entsprechend dimensionierten Hohlräume eingebracht werden. Hierbei können insbesondere
gewisse Füße der Palette in einen jeweiligen Hohlraum eingebracht werden, und andere
Füße der Palette in eine jeweilige erste Lücke eingebracht werden. Weiterhin können
insbesondere gewisse Füße der Palette in einen jeweiligen Hohlraum eingebracht werden,
und weitere Füße der Palette in eine jeweilige zweite Lücke eingebracht werden. Es
ist auch eine Ausführungsform vorgesehen, in der wenigstens ein Fuß in einen jeweiligen
Hohlraum eingebracht ist, in der wenigstens ein weiterer Fuß in eine jeweilige erste
Lücke eingebracht ist und in der wenigstens ein weiterer Fuß in eine jeweilige zweite
Lücke eingebracht ist.
[0090] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die zweite Platte wenigstens eine zweite
Öffnung auf, die mit einem der Hohlräume zumindest teilweise überlappt.
[0091] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Hohlräume entlang der ersten Längserstreckungsrichtung
eine Erstreckung von wenigstens 50 mm auf, wobei die Hohlräume quer zu der ersten
Längserstreckungsrichtung entlang der Ebene der ersten und zweiten Platte eine Erstreckung
von wenigstens 30 mm aufweisen.
[0092] Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft einen Steg, insbesondere zur Herstellung
einer Palette nach dem ersten Aspekt der Erfindung, aufweisend eine erste Leiste und
eine Mehrzahl an Rohrsegmenten, wobei die Rohrsegmente jeweils zwei Schnittenden aufweisen,
welche das jeweilige Rohrsegment entlang einer Umfangsrichtung des jeweiligen Rohrsegments
begrenzen, und jeweils zwei Schnittflächen, welche das jeweilige Rohrsegment entlang
einer zweiten Längserstreckungsrichtung des jeweiligen Rohrsegments begrenzen, und
wobei die Rohrsegmente des Stegs jeweils zwei Seitenelemente und ein mit den Seitenelementen
mechanisch verbundenes Dachelement aufweisen, wobei die Seitenelemente mit dem Dachelement
erste Innenwinkel (α) von 95° bis 120°, insbesondere 100° bis 110°, bilden.
[0093] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Rohrsegmente des Stegs erste Gehrungen
auf, an denen die Seitenelemente mit dem Dachelement mechanisch verbunden sind.
[0094] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Rohrsegmente einen trapezsegmentförmigen
Querschnitt auf.
[0095] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Rohrsegmente des wenigstens einen Stegs
mit einer ersten Leistenseite der ersten Leiste mechanisch verbunden.
[0096] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der wenigstens eine Steg eine zweite Leiste
auf, die mit Wandungen der Rohrsegmente des jeweiligen Stegs mechanisch verbunden
ist.
[0097] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Rohrsegmente des wenigstens einen Stegs
beabstandet, wobei zwischen benachbarten Rohrsegmenten jeweils erste Lücken gebildet
sind.
[0098] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Rohrsegmente eine entlang der Verbindungslinie
zwischen den Schnittenden verlaufende Segmentbreite auf, wobei die benachbarten Rohrsegmente
des wenigstens einen Stegs entlang der Richtung der Segmentbreite voneinander einen
ersten Abstand von wenigstens einer halben Segmentbreite, insbesondere wenigstens
einer Segmentbreite, aufweisen.
[0099] Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft ein Zwischenprodukt, insbesondere zur Herstellung
eines Stegs nach dem zweiten Aspekt der Erfindung, aufweisend wenigstens eine erste
Deckschicht und eine Mehrzahl an Rohrsegmenten, wobei die Rohrsegmente jeweils zwei
Schnittenden aufweisen, welche das jeweilige Rohrsegment entlang einer Umfangsrichtung
des jeweiligen Rohrsegments begrenzen, und jeweils zwei Schnittflächen, welche das
jeweilige Rohrsegment entlang einer zweiten Längserstreckungsrichtung des jeweiligen
Rohrsegments begrenzen, und wobei die Rohrsegmente mittels ihrer Schnittenden mit
der ersten Deckschicht mechanisch verbunden sind, und wobei die Rohrsegmente jeweils
eine entlang einer zweiten Längserstreckungsrichtung des jeweiligen Rohrsegments verlaufende
Segmenttiefe und eine entlang der Verbindungslinie zwischen den Schnittenden verlaufende
Segmentbreite aufweisen, und wobei die Segmenttiefe wenigstens dem Doppelten der Segmentbreite
entspricht, und wobei die Rohrsegmente des Zwischenprodukts jeweils zwei Seitenelemente
und ein mit den Seitenelementen mechanisch verbundenes Dachelement aufweisen, wobei
die Seitenelemente mit dem Dachelement erste Innenwinkel (α) von 95° bis 120°, insbesondere
100° bis 110°, bilden.
[0100] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Rohrsegmente des Zwischenprodukts
erste Gehrungen auf, an denen die Seitenelemente mit dem Dachelement mechanisch verbunden
sind.
[0101] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Rohrsegmente einen trapezsegmentförmigen
Querschnitt auf.
[0102] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Rohrsegmente des Zwischenprodukts mit
einer ersten Seite der ersten Deckschicht mechanisch verbunden.
[0103] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Zwischenprodukt eine zweite Deckschicht
auf, die mit Wandungen der Rohrsegmente des Zwischenprodukts mechanisch verbunden
ist.
[0104] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind benachbarte Rohrsegmente des Zwischenprodukts
beabstandet, wobei zwischen benachbarten Rohrsegmenten jeweils Zwischenräume gebildet
sind.
[0105] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Rohrsegmente eine entlang der Verbindungslinie
zwischen den Schnittenden verlaufende Segmentbreite auf, wobei die benachbarten Rohrsegmente
des Zwischenprodukts entlang der Richtung der Segmentbreite voneinander einen ersten
Abstand von wenigstens einer halben Segmentbreite, insbesondere wenigstens einer Segmentbreite,
aufweisen.
[0106] Gemäß einer Ausführungsform weisen die benachbarten Rohrsegmente entlang der Richtung
der Segmentbreite einen dritten Abstand von wenigstens einer halben Segmentbreite,
insbesondere wenigstens einer Segmentbreite, auf.
[0107] Gemäß einer Ausführungsform weist das Zwischenprodukt eine parallel zu der ersten
Deckschicht verlaufende zweite Deckschicht auf, die mit Wandungen der Rohrsegmente
mechanisch verbunden ist.
[0108] Ein vierter Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Palette,
insbesondere nach dem ersten Aspekt der Erfindung, wobei das Verfahren zumindest die
folgenden Schritte aufweist:
- Bereitstellen eines Zwischenprodukts nach dem dritten Aspekt der Erfindung,
- Erzeugen wenigstens eines Stegs, insbesondere nach dem zweiten Aspekt der Erfindung,
durch Zerteilen des Zwischenprodukts quer zu der zweiten Längserstreckungsrichtung
der Rohrsegmente des Zwischenprodukts,
- Bilden einer Schicht durch mechanisches Verbinden des wenigstens einen Stegs mit einer
ersten Platte, wobei jeweils eine Schnittfläche der Rohrsegmente des wenigstens einen
Stegs mit der ersten Platte mechanisch verbunden wird,
- mechanisches Verbinden des wenigstens einen Stegs mit einer zweiten Platte, wobei
jeweils die andere Schnittfläche der Rohrsegmente des wenigstens einen Stegs mit der
zweiten Platte verbunden wird.
[0109] Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird zwischen benachbarten Stegen der
Schicht wenigstens eine zweite Lücke gebildet.
[0110] Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird die Schicht durch eine Mehrzahl an
Stegen gebildet, wobei benachbarte Stege der Schicht beabstandet angeordnet werden,
und wobei zwischen den benachbarten Rohrsegmenten jeweils zweite Lücken gebildet werden.
[0111] Gemäß einer weiteren Ausführungsform werden die benachbarten Stege mit einem dritten
Abstand von wenigstens einer halben Segmentbreite, insbesondere wenigstens einer Segmentbreite,
voneinander angeordnet.
[0112] Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird wenigstens eine Öffnung der ersten
Platte mit einer entsprechenden ersten Lücke zwischen den benachbarten Rohrsegmenten
des entsprechenden Stegs oder mit einer entsprechenden zweiten Lücke zwischen den
entsprechenden benachbarten Stegen der Schicht zumindest teilweise zur Deckung gebracht.
[0113] Gemäß einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens wird nach dem mechanischen Verbinden
des wenigstens einen Stegs mit der ersten Platte wenigstens eine Öffnung in der ersten
Platte erzeugt, so dass die wenigstens eine Öffnung mit einer entsprechenden ersten
Lücke zwischen den Rohrsegmenten eines entsprechenden Stegs oder mit einer entsprechenden
zweiten Lücke zwischen den benachbarten Rohrsegmenten zumindest teilweise zur Deckung
gebracht wird.
[0114] Die wenigstens eine erste Öffnung und die wenigstens eine zweite Öffnung können insbesondere
durch Aussägen oder Ausfräsen aus der ersten bzw. zweiten Platte erzeugt werden.
[0115] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden durch die nachfolgende Beschreibung
von Ausführungsbeispielen an Hand von Figuren erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Rohrsegments;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Zwischenprodukts zum Erzeugen eines Rohrsegments;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Schicht einer erfindungsgemäßen Palette;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Zwischenerzeugnisses zur Herstellung einer Schicht
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Stegs;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines Zwischenprodukts zum Erzeugen von Stegen;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Palette;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung eines Fußes einer erfindungsgemäßen Palette;
- Fig.9
- eine schematische Darstellung eines Zwischenprodukts zur Erzeugung eines Fußes;
- Fig. 10
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Palette mit Füßen.
[0116] Im Einzelnen zeigt die Figur 1 ein Rohrsegment 14, das entlang einer Längserstreckungsrichtung
l
2 erstreckt ist und eine Wandung 145 sowie zwei die Wandung 145 in Umfangsrichtung
des Rohrsegments 14 begrenzende Schnittenden 141,142 aufweist. Weiterhin weist das
Rohrsegment 14 zwei Schnittflächen 143, 144 auf, die das Rohrsegment 14 in der zweiten
Längserstreckungsrichtung l
2 begrenzen.
[0117] Das Rohrsegment 14 weist eine Segmenttiefe t in Richtung der zweiten Längserstreckungsrichtung
l
2, eine Segmentbreite b, die der maximalen Erstreckung in der Richtung einer Verbindungslinie
zwischen den Schnittenden 141,142 entspricht, und eine Segmenthöhe h auf, die der
maximalen Erstreckung in der dritten Raumrichtung senkrecht zu der Segmentbreite b
und der Segmenttiefe t entspricht.
[0118] In der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform ist das Rohrsegment 14 aus zwei im Wesentlichen
entlang der Segmenthöhe h erstreckten Seitenelementen 146 und einem entlang der Segmentbreite
b erstreckten Dachelement 147 gebildet, wobei die Seitenelemente 146 mittels des Dachelements
147 verbunden sind.
[0119] Die Seitenelemente 146 sind in Bezug auf die Segmentbreite b gewinkelt angeordnet,
so dass sich ein trapezsegmentförmiger Querschnitt des Rohrsegments14 quer zu der
Längserstreckungsrichtung I ergibt, wobei die Seitenelemente 146 mit dem Dachelement
147 erste Innenwinkel α von 95° bis 120° aufweisen.
[0120] Alternativ zu der in der Figur 1 gezeigten Ausführungsform kann das Rohrsegment 14
auch einen anders geformten Querschnitt aufweisen.
[0121] Die Figur 2 zeigt ein Zwischenprodukt, aus dem das in Figur 1 dargestellte Rohrsegment
14 durch Falten und mechanisches Verbinden, insbesondere Leimen, gebildet werden kann.
Das Zwischenprodukt besteht aus einer Platte, insbesondere einer Platte aus einem
Holzwerkstoff, wobei die Platte erste Gehrungen 148, insbesondere V-förmige erste
Gehrungen 148, aufweist. Die ersten Gehrungen 148 verlaufen zwischen den Teilen der
Platte, welche im gefalteten und verbunden Zustand, also im fertigen Rohrsegment 14
(siehe Figur 1), die Seitenelemente 146 bilden und dem Teil der Platte, der im gefalteten
und verbundenen Zustand das Dachelement 147 bildet. Entlang der ersten Gehrungen 148
lassen sich diese Teile der Platte falten, so dass ein Rohrsegment 14 entsteht. Die
ersten Gehrungen 148 können z.B. vor dem Falten mit Leim beauftragt werden, so dass
die Seitenelemente 146 mit dem Dachelement 147 fest verbunden werden können.
[0122] Figur 3 zeigt eine erfindungsgemäße Schicht 13 einer erfindungsgemäßen Palette 1,
die eine Mehrzahl von parallel entlang einer ersten Längserstreckungsrichtung l
1 (entlang einer Palettenbreite B
P) angeordneten Stegen 18 aufweist, wobei die Stege 18 jeweils aus einer ersten Leiste
15a, einer zweiten Leiste 15b und einer Mehrzahl von Rohrsegmenten 14 gebildet sind.
Dabei verlaufen die Segmentbreiten b der Rohrsegmente 14 in Richtung der Palettenbreite
B
P und die Segmenthöhen h der Rohrsegmente 14 verlaufen entlang einer Palettentiefe
T
P. Die Bezeichnungen der Segmentbreite b, Segmenthöhe h und Segmenttiefe t entsprechend
der Darstellung des Rohrsegments 14 sind Figur 1 zu entnehmen.
[0123] Die Längserstreckungsrichtungen l
2 der Rohrsegmente 14 verlaufen somit quer zu einer aus der Palettenbreite B
P und der Palettentiefe T
P gebildeten (gedachten) Ebene, die der Ebene der ersten Platte 11 und der zweiten
Platte 12 in der fertigen Palette 1 entspricht. Die benachbarten Rohrsegmente 14 innerhalb
eines Stegs 18 weisen in Richtung der ersten Längserstreckungsrichtung l
1 Abstände a
1 voneinander auf, so dass erste Lücken 181 innerhalb der Stege 18 entstehen.
[0124] Die Stege 18 sind innerhalb der Schicht 13 derart angeordnet, dass entsprechende
Leisten 15a,15b der benachbarten Stege 18 aneinander anliegen. Die Rohrsegmente 14
bilden mit den ersten Leisten 15a jeweilige Hohlräume 149 aus.
[0125] Die Figur 4 zeigt ein Zwischenerzeugnis, das aus drei erfindungsgemäßen Schichten
13 besteht, die in Richtung ihrer Palettentiefe T
P aneinandergelegt sind. Durch Schnitte entlang der Schnittlinien S können die jeweiligen
drei Schichten 13 erzeugt werden. Auf diese Weise können aus einem größeren Zwischenerzeugnis
z.B. Paletten im Europaletten-Format erzeugt werden.
[0126] Die benachbarten Stege 18 weisen in der in Figur 4 gezeigten Ausführungsform in Richtung
der Palettentiefe T
P zweite Abstände a
2 zueinander auf, so dass zweite Lücken 133 entstehen.
[0127] Die Figur 5 zeigt eine Detailansicht eines Stegs 18 der in Figur 3 oder 4 gezeigten
Schicht 13 der erfindungsgemäßen Palette 1. Der dargestellte Steg 18 weist eine erste
Leiste 15a und eine parallel zu der ersten Leiste 15a verlaufende zweite Leiste 15b
auf, wobei zwischen der ersten Leiste 15a und der zweiten Leiste 15b Rohrsegmente
14 angeordnet sind. Dabei sind jeweils die Schnittenden 141,142 der Rohrsegmente 14
mit einer ersten Leistenseite 151 der ersten Leiste 15a verbunden und die Dachelemente
147 der Rohrsegmente 14 sind mit der zweiten Leiste 15b verbunden. Die jeweils benachbarten
Rohrsegmente 14 des Stegs weisen entlang der ersten Längserstreckungsrichtung l
1 erste Abstände a
1 voneinander auf, so dass erste Lücken 181 gebildet werden.
[0128] Die Seitenelemente 146 der Rohrsegmente 14 bilden mit der ersten Leiste 15a des Stegs
dritte Innenwinkel γ im Bereich von 60° bis 85°, z.B. etwa 76°.
[0129] In Figur 6 ist ein Zwischenprodukt 19 zur Erzeugung von Stegen 18 (wie in Figur 5
gezeigt) dargestellt. Das Zwischenprodukt 19 weist eine erste Deckschicht 191 und
eine zweite Deckschicht 192 auf, wobei die erste und die zweite Deckschicht 191,192
parallel zueinander angeordnet sind. Weiterhin weist das Zwischenprodukt 19 zwischen
der ersten und zweiten Deckschicht 191,192 angeordnete Rohrsegmente 14 auf, die entlang
ihrer zweiten Längserstreckungsrichtungen l
2 parallel zueinander angeordnet sind. Die Rohrsegmente 14 weisen in Richtung der Segmentbreiten
b Zwischenräume 193 zueinander auf. Die hier verwendeten Rohrsegmente 14 weisen eine
deutlich größere Segmenttiefe t in Richtung der zweiten Längserstreckungsrichtung
l
2 auf als die Rohrsegmente des in Figur 5 gezeigten Stegs 18.
[0130] In Figur 6 ist weiterhin eine gedachte Schnittlinie S dargestellt. Wird das Zwischenprodukt
19 entlang der Schnittlinie S quer zur gemeinsamen Längserstreckungsrichtung l
2 der Rohrsegmente 14 des Zwischenprodukts 19 geschnitten, so kann hierdurch ein Steg
18 der in Figur 5 gezeigten Art erzeugt werden. Auf diese Weise kann aus einem Zwischenprodukt
19 eine Vielzahl von Stegen 18 hergestellt werden.
[0131] Die Figur 7 zeigt eine erfindungsgemäße Palette 1, die parallele erste und zweite
Platten 11,12 sowie eine zwischen der ersten Platte 11 und der zweiten Platte 12 angeordnete
Schicht 13 aufweist. Die Schicht 13 ist analog zu der in Figur 3 oder Figur 4 gezeigten
Schicht 13 ausgestaltet. Die erste Platte 11weist erste Öffnungen 111 auf, wobei die
zweite Platte 12 zweite Öffnungen 121 aufweist. Die ersten Öffnungen 111 und die zweiten
Öffnungen 121 sind mit jeweiligen ersten Lücken 181 und/ oder zweiten Lücken 133 der
Schicht 13 zur Deckung gebracht, so dass sich quer zu der aus der Palettenbreite B
P und der Palettentiefe T
P gebildeten Ebene durchgängige Öffnungen der Palette 1 ergeben. In diese durchgängigen
Öffnungen können vorteilhafterweise Füße 16 (siehe Figuren 8-10) eingebracht werden.
Bei einer entsprechenden Auslegung der Füße 16 kann die erfindungsgemäße Palette 1
als Stapelpalette ausgelegt werden, indem die Füße 16 einer oberen Palette 1 in die
zweiten Öffnungen 121 der zweiten Platte 12 einer unteren Palette 1 eingebracht werden.
[0132] Die Figur 8 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Fußes 16 für eine erfindungsgemäße
Palette 1 in einer gefalteten Form. Der Fuß 16 weist zwei Stützelemente 161 und ein
Verbindungselement 162 auf, das die Stützelemente 161 mechanisch verbindet, wobei
die Stützelemente 161 mit dem Verbindungselement 162 zweite Innenwinkel β, insbesondere
im Bereich von 95° bis 120° bilden.
[0133] Die Figur 9 zeigt den Fuß 16 in einer ungefalteten Form. In der hier gezeigten Ausführungsform
ist der Fuß 16 aus Platten eines Holzwerkstoffs gebildet, wobei die Stützelemente
161 und das Verbindungselement 162 aus einer einzigen Platte gebildet sein können,
die in Figur 9 gezeigte gesägte oder gefräste zweite Gehrungen 163, insbesondere V-förmige
Gehrungen 163, zwischen den Stützelementen 161 und dem Verbindungselement 162 aufweist.
Die Stützelemente 161 sind in der hier gezeigten Ausführungsform rechteckig geformt.
[0134] Wird der Fuß 16 wie in Figur 8 gezeigt gefaltet bzw. geklappt, lässt sich durch Aufbringen
einer Kraft eine Vorspannung des Fußes 16 erzeugen, so dass insbesondere der Fuß 16
unter der Vorspannung durch die wenigstens eine zweite Öffnung 121 der zweiten Platte
12 in die erste Lücke 181 oder zweite Lücke 133 einbringbar ist. Beim Lösen der Vorspannung
öffnet sich der Fuß 16 zumindest teilweise, so dass die Stützelemente 161 eine zumindest
teilweise formschlüssige Verbindung mit der Innenseite der zweiten Platte 12 bzw.
mit den Rohrsegmenten 14 der Schicht 13 eingehen.
[0135] Alternativ dazu kann der Fuß 16 auch durch eine jeweilige erste Öffnung 111 (also
von der Unterseite der Palette 1) in die jeweilige erste Lücke 181 oder zweite Lücke
133 eingebracht werden. Dabei kann z.B. eine Vorspannung aufgebracht werden, so dass
der Abstand zwischen den Stützelementen 161 ausreichend verkleinert wird (und die
zweiten Innenwinkel β ebenfalls verkleinert werden), so dass der Fuß 16 durch die
jeweilige erste Öffnung 111 hindurchpasst. Durch Lösen der Vorspannung öffnet sich
der Fuß 16, so dass der Fuß 16 insbesondere in der ersten Lücke 181 oder zweiten Lücke
133 fixiert wird und nicht aus der ersten Öffnung 111 herausrutscht.
[0136] Die Figur 10 zeigt eine erfindungsgemäße Palette 1 in einer Ausführungsform mit Füßen
16 in einer perspektivischen Ansicht von der Oberseite der Palette 1. Die Palette
1 weist eine Schicht 13 auf, die zwischen einer ersten Platte 11 und einer zweiten
Platte 12 angeordnet ist. Die Schicht 13 ist analog zu der in Figur 3 gezeigten Schicht
13 aufgebaut. Die Segmenttiefen t der Rohrsegmente 14 der Schicht 13 verlaufen in
Richtung einer Palettenhöhe H
P, die senkrecht zu der Ebene der ersten Platte 11 und der zweiten Platte 12 verläuft.
Die Schicht 13 weist hier verdeckte erste Lücken 181 und/ oder zweite Lücken 133 auf,
welche mit zweiten Öffnungen 121 der zweiten Platte 12 überlappen. Dabei sind die
zweiten Öffnungen 121 in Richtung der Palettentiefe T
P schmaler ausgelegt als die Erstreckung der entsprechenden ersten Lücken 181 und/
oder zweiten Lücken 133 in Richtung der Palettentiefe T
P. Dadurch sind die Stützelemente 161 der Füße 16 (siehe Figur 8) in entsprechenden
Zwischenräumen zwischen der zweiten Platte 12 und den an die entsprechende erste oder
zweite Lücke 181,133 angrenzenden Rohrsegmenten 14 angeordnet. In die nach oben hin
mittels der zweiten Öffnungen 121 zugänglichen ersten oder zweiten Lücken 181,133
können beispielsweise beim Stapeln mehrerer erfindungsgemäßer Paletten 1 die Füße
16 einer weiteren Palette 1 eingebracht werden, was ein platzsparendes Stapeln erlaubt.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Palette |
| 11 |
Erste Platte |
| 111 |
Erste Öffnung |
| 12 |
Zweite Platte |
| 121 |
Zweite Öffnung |
| 13 |
Schicht |
| 133 |
Zweite Lücke |
| 14 |
Rohrsegment |
| 141,142 |
Schnittenden |
| 143,144 |
Schnittflächen |
| 145 |
Wandung |
| 146 |
Seitenelement |
| 147 |
Dachelement |
| 148 |
Erste Gehrung |
| 149 |
Hohlraum |
| 15a |
Erste Leiste |
| 15b |
Zweite Leiste |
| 151 |
Erste Leistenseite |
| 16 |
Fuß |
| 161 |
Stützelement |
| 162 |
Verbindungselement |
| 163 |
Zweite Gehrung |
| 18 |
Steg |
| 181 |
Erste Lücke |
| 19 |
Zwischenprodukt |
| 191 |
Erste Deckschicht |
| 192 |
Zweite Deckschicht |
| 193 |
Zwischenraum |
| l1 |
Erste Längserstreckungsrichtung |
| l2 |
Zweite Längserstreckungsrichtung |
| a1 |
Erster Abstand |
| a2 |
Zweiter Abstand |
| b |
Segmentbreite |
| t |
Segmenttiefe |
| h |
Segmenthöhe |
| BP |
Palettenbreite |
| TP |
Palettentiefe |
| HP |
Palettenhöhe |
| S |
Schnittline |
| α |
Erster Innenwinkel |
| β |
Zweiter Innenwinkel |
| γ |
Dritter Innenwinkel |
1. Palette (1), aufweisend zumindest die folgenden Komponenten:
- eine erste Platte (11) und eine parallel zu der ersten Platte (11) verlaufende zweite
Platte (12),
- eine zwischen der ersten Platte (11) und der zweiten Platte (12) angeordnete Schicht
(13) aus wenigstens einem entlang einer ersten Längserstreckungsrichtung (l1) verlaufenden Steg (18), der jeweils eine erste Leiste (15a) und eine Mehrzahl an
Rohrsegmenten (14) aufweist, wobei die Rohrsegmente (14)
- jeweils zwei Schnittenden (141,142) aufweisen, welche das jeweilige Rohrsegment
(14) entlang einer Umfangsrichtung des jeweiligen Rohrsegments (14) begrenzen, und
- jeweils zwei Schnittflächen (143,144) aufweisen, welche das jeweilige Rohrsegment
(14) entlang einer zweiten Längserstreckungsrichtung (l2) des jeweiligen Rohrsegments (14) begrenzen, wobei
- die Rohrsegmente (14) mittels ihrer Schnittenden (141,142) mit der ersten Leiste
(15a) mechanisch verbunden sind, und mittels ihrer Schnittflächen (143,144) mit der
ersten Platte (11) und der zweiten Platte (12) mechanisch verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rohrsegmente (14) des wenigstens einen Stegs (18) jeweils zwei Seitenelemente
(146) und ein mit den Seitenelementen (146) mechanisch verbundenes Dachelement (147)
aufweisen, wobei die Seitenelemente (146) mit dem Dachelement (147) erste Innenwinkel
(α) von 95° bis 120° bilden.
2. Palette (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Innenwinkel (α) 100° bis 110° betragen.
3. Palette (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrsegmente (14) erste Gehrungen (148) aufweisen, an denen die Seitenelemente
(146) mit dem Dachelement (147) mechanisch verbunden sind.
4. Palette (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrsegmente (14) einen trapezsegmentförmigen Querschnitt aufweisen.
5. Palette (1), nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrsegmente (14) des wenigstens einen Stegs (18) mit einer ersten Leistenseite
(151) der ersten Leiste (15a) mechanisch verbunden sind.
6. Palette (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Steg (18) eine zweite Leiste (15b) aufweist, die mit Wandungen
(145) der Rohrsegmente (14) des jeweiligen Stegs (18) mechanisch verbunden ist.
7. Palette (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrsegmente (14) des wenigstens einen Stegs (18) beabstandet sind, wobei der
wenigstens eine Steg (18) zwischen benachbarten Rohrsegmenten (14) jeweils erste Lücken
(181) aufweist, und wobei die erste Platte (11) wenigstens eine erste Öffnung (111)
aufweist, die mit einer der ersten Lücken (181) zumindest teilweise überlappt.
8. Palette (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrsegmente (14) eine entlang der Verbindungslinie zwischen den Schnittenden
(141,142) verlaufende Segmentbreite (B) aufweisen, wobei die benachbarten Rohrsegmente
(14) des wenigstens einen Stegs (18) entlang der Richtung der Segmentbreite (B) voneinander
einen ersten Abstand (a1) von wenigstens einer halben Segmentbreite (B), insbesondere wenigstens einer Segmentbreite
(B), aufweisen.
9. Palette (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (13) eine Mehrzahl von Stegen (18) aufweist, wobei die Schicht (13) wenigstens
zwischen zwei benachbarten Stegen (18) eine zweite Lücke (133) aufweist, und wobei
die erste Platte (11) wenigstens eine erste Öffnung (111) aufweist, die mit der zweiten
Lücke (133) zumindest teilweise überlappt, wobei insbesondere die Stege (18) der Schicht
(13) zueinander beabstandet sind, wobei die Schicht (13) zwischen benachbarten Stegen
(18) jeweils zweite Lücken (133) aufweist, und wobei die wenigstens eine erste Öffnung
(111) der ersten Platte (11) mit einer der zweiten Lücken (133) zumindest teilweise
überlappt.
10. Palette (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die benachbarten Stege (18) quer zu der ersten Längserstreckungsrichtung (l1) voneinander einen zweiten Abstand (a2) von wenigstens einer halben Segmentbreite (B), insbesondere wenigstens einer Segmentbreite
(B), aufweisen.
11. Palette (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Platte (12) wenigstens eine zweite Öffnung (121) aufweist, die mit einer
der ersten Lücken (181) und/ oder einer jeweiligen zweiten Lücke (133) zumindest teilweise
überlappt.
12. Palette (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Palette (1) wenigstens einen Fuß (16) aufweist, der jeweils zwei Stützelemente
(161) und ein Verbindungselement (162) aufweist, wobei der wenigstens eine Fuß (16)
zweite Gehrungen (163) aufweist, an denen die Stützelemente (161) mit dem Verbindungselement
(162) mechanisch verbunden sind.
13. Palette (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Fuß (16) einen trapezsegmentförmigen Querschnitt aufweist.
14. Palette (1) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützelemente (161) mit dem Verbindungselement (162) zweite Innenwinkel (β) bilden,
die gleich groß sind wie die ersten Innenwinkel (α) zwischen den Seitenelementen (146)
und dem Dachelement (147) der Rohrsegmente (14).
15. Palette (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Fuß (16) zumindest teilweise in einer der ersten Lücken (181)
oder in einer jeweiligen zweiten Lücke (133) angeordnet ist.