GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Haltestruktur nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 zum gleichzeitigen Halten einer Mehrzahl von Behältern für Substanzen für pharmazeutische,
medizinische oder auch kosmetische Anwendungen sowie ein Transportgebilde nach Anspruch
15 bzw. einen Transport- oder Verpackungsbehälter nach Anspruch 17 mit einer solchen
Haltestruktur und daran gehaltenen Behältern.
STAND DER TECHNIK
[0002] Als Behälter (Container) zur Aufbewahrung und Lagerung von medizinischen, pharmazeutischen
oder kosmetischen Präparaten mit Verabreichung in flüssiger Form, insbesondere in
vordosierten Mengen, werden in großem Umfang Medikamentenbehälter, wie beispielsweise
Fläschchen, Ampullen oder Karpulen, eingesetzt. Diese weisen generell eine zylindrische
Form oder zumindest einen zylindrischen Abschnitt auf, können aus Kunststoffen oder
aus Glas hergestellt werden und sind kostengünstig in großen Mengen erhältlich. Für
eine möglichst wirtschaftliche Befüllung der Behälter unter sterilen Bedingungen werden
diese in zunehmendem Maße in Sterilverpackungen vom Behälterhersteller an den Abfüller
geliefert, sodass bei dem Abfüller auf eine Reinigung und Sterilisation der Behälter
verzichtet werden kann. Zu diesem Zweck müssen die Behälter beim Abfüller, beispielsweise
einem Pharmaunternehmen, unter sterilen Bedingungen ausgepackt und dann weiterverarbeitet
werden. Zunehmend kommen auch Fertigungskonzepte zum Einsatz, bei welchen die Behälter
auch während des Befüllungsprozesses in der Haltestruktur der Sterilverpackung verbleiben
und die Behälter befüllt werden, während sie sich in einer Haltestruktur befinden,
welche einen Teil der Sterilverpackung darstellt. Neben dem eigentlichen Befüllungsprozess
können auch weitere Teilprozesse wie ein Wiegen, Stopfensetzen, Lyophilisieren und
finales Verschließen der Behälter mit dem Stopfen erfolgen, während die Behälter in
der Haltestruktur gehalten sind. Hierdurch ergeben sich zahlreiche zusätzliche Anforderungen
an die Haltestruktur, insbesondere an die Genauigkeit der Position der Behälter in
der Haltestruktur.
[0003] CN 103359348-A offenbart eine als wannenförmiges Haltetablett (Tray) ausgebildete Haltestruktur,
mit einem Boden, auf dem eine Mehrzahl von senkrechten Positionierungszapfen vorgesehen
sind, zwischen denen die Behälter ohne gegenseitige Berührung aufgenommen werden können.
Die Haltestruktur ist durch Spritzgießen aus einem Kunststoff ausgebildet. Die senkrechten
Positionierungszapfen wirken gleichzeitig als Führungsabschnitte zum Einführen der
Behälter in die von den Positionierungszapfen gebildeten Aufnahmen.
[0004] WO 2016/135051 A1 offenbart eine weitere Haltestruktur, die als sog. Nest ausgebildet ist und in einem
wannenförmigen Transport- oder Verpackungsbehälter (auch als Tub bezeichnet) aufgenommen
werden kann. Auf der Unterseite der Haltestruktur ist eine Mehrzahl von Aufnahmen
ausgebildet, deren Böden miteinander verbunden sind, wobei von den Böden senkrechte
Positionierungszapfen abstehen, zwischen denen die Behälter ohne gegenseitige Berührung
aufgenommen werden können. Die senkrechten Positionierungszapfen wirken gleichzeitig
als Führungsabschnitte zum Einführen der Behälter in die von den Positionierungszapfen
gebildeten Aufnahmen.
[0005] EP 2448541 B1 offenbart eine weitere Haltestruktur mit röhrenartigen Aufnahmen, die von Seitenwänden
ausgebildet sind, die senkrecht von einer Oberseite der Haltestruktur abstehen.
[0007] US 5996818 A und
US 4124122 A offenbaren jeweils eine Haltestruktur (Rack) für Reagenzgläser. Die Reagenzgläser
sind in halbkugelförmigen Vertiefungen am Boden des Racks zentriert und werden mittels
Lochplatten, die auf zwei unterschiedlichen Ebenen angeordnet sind, positioniert.
Die Lochplatten stellen keine Führungs- und Positionierungsabschnitte im Sinne der
vorliegenden Anmeldung, weil das Einführen der Reagenzgläser in die Löcher der Lochplatten
ein sehr sorgfältiges Zielen erfordert. Die Haltestruktur ist nicht einstückig ausgebildet.
[0008] Die nachveröffentlichte
EP 3136109 A1 offenbart einzelne zylindrische Aufnahmen, die in ein Halterack eingeclipst sind.
Die Aufnahmen haben S-förmige federnde Klemmlaschen, die die Behälter am oberen und
unteren Ende der Aufnahmen geklemmt halten. Die Haltestruktur ist nicht einstückig
ausgebildet.
[0009] Eine weitere Haltestruktur für Karpulen ist in der
EP 2 448 541 B1 offenbart. Obere Führungs- und Positionierungsabschnitte im Sinne der vorliegenden
Anmeldung sind nicht offenbart.
[0010] Im Stand der Technik offenbart die
US 2004/0195193 A1 (Basis für den Oberbegriff des Anspruchs 1) ferner ein Gestell zur Aufnahme und zum
Transport von Probenröhrchen in einem automatisierten Analysegerät. Das Gestell enthält
eine Reihe paralleler Kammern mit offener Oberseite, wobei jede Kammer zwei Sätze
elastischer Laschen enthält, die integral mit den Kammerwänden und in unterschiedlichen
Höhen in der Kammer geformt sind.
[0011] Das Einführen der Behälter von oben her in die Aufnahmen der Haltestrukturen erfordert
bei den vorgenannten Haltestrukturen stets eine sehr präzise Vorpositionierung der
Behälter relativ zu den Aufnahmen, was aufwändig ist.
[0012] Bedingt durch die Herstellung der vorgenannten Haltestrukturen durch ein Spritzguss-
oder Tiefziehverfahren aus einem Kunststoff haben die Aufnahmen eine gewisse Geometrieabweichung,
beispielsweise durch Verzug, Entformungsschrägen, Rundheit, Konzentrizität usw.. Diese
Abweichungen führen dazu, dass sich das Spiel zwischen Behälter und Haltestruktur
vergrößert, was mehr Bewegungsfreiheit der Behälter in den Aufnahmen bedingt. Eine
nachgelagerte Nachbearbeitung im Werkzeug ist hier sehr aufwändig, sodass gewisse
Geometrieabweichungen nicht vermieden werden können.
[0013] Insbesondere durch die Entformungsschrägen kommt es zu einem verstärkten Verkippen
der Behälter in den Aufnahmen, was Schwierigkeiten für den automatisierten Befüllungsprozess
und insbesondere für das Stopfensetzen mit sich bringt, insbesondere bei vergleichsweise
langen und schlank ausgebildeten Behältern, beispielsweise beim Stopfensetzen bei
Karpulen.
[0014] Bedingt durch den Auswerfprozess beim Spritzgießen der Haltestrukturen müssen bei
den auf den Kernen von Spritzgussformen schwindenden Taschen bzw. Aufnahmen der Haltestrukturen
entsprechend groß dimensionierte Entformungsschrägen vorgesehen werden wobei der Neigungswinkel
der Entformungsschrägen ca. 2° betragen muss. Derart große Entformungsschrägen bewirken
jedoch vor allem bei relativ langen und schlanken Behältern, beispielsweise bei Karpulen
(cartridges) eine relativ ungenaue Führung und bedingen eine niedrigere Packungsdichte.
Zwischen den einzelnen Aufnahmen der Haltestruktur müssen deshalb vergleichsweise
große Mindestabstände eingehalten werden, was die erzielbare Packungsdichte begrenzt.
Die Mindestabstände können dabei zusätzlich durch mechanische Maßnahmen zur Versteifung
der Haltestruktur bedingt sein. Solche Maßnahmen zur Versteifung der Haltestruktur
bedingen jedoch üblicherweise ein höheres Gewicht und einen höheren Materialaufwand
für die Haltestruktur.
[0015] Für unterschiedliche Typen von Behältern (beispielsweise Vial, Karpule, Spritzenkörper)
werden üblicherweise die gleichen Glasrohr-Halbzeuge eingesetzt. Wenn man die Behälter
unterschiedlichen Typs nun in Gruppen nach ihren gemeinsamen (Rohr-) Außendurchmessern
einteilt, stellt man fest, dass diese unterschiedliche Nest-Layouts und somit Packungsdichten
der Haltestrukturen aufweisen. Vielmehr sind die Abstände zwischen den einzelnen Aufnahmen
aus den vorgenannten Gründen für einen gemeinsamen (Rohr-) Außendurchmesser der Behälter
üblicherweise verschieden. Dies erhöht auch den Aufwand zur Automatisierung von Bearbeitungsprozessen:
beispielsweise müssen Behälter an unterschiedlichen Positionen mit Hilfe von Greifern,
Robotern oder dergleichen positioniert werden, in Entsprechung zu den Positionen der
Aufnahmen eines jeweiligen Typs von Haltestruktur.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0016] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Haltestruktur zum gleichzeitigen
Halten einer Mehrzahl von Behältern für Substanzen für pharmazeutische, medizinische
oder kosmetische Anwendungen bereitzustellen, die einfach und kostengünstig hergestellt
werden kann, einen Glas-zu-Glas-Kontakt zwischen den an der Haltestruktur gehaltenen
Behältern in einfacher Weise vermeidet, eine hohe Packungsdichte ermöglicht und eine
genaue Positionierung der Behälter ermöglicht, wobei bevorzugt ein einfaches und zuverlässiges
Einführen der Behälter in die Aufnahmen der Haltestruktur ermöglicht sein soll. Weitere
Gesichtspunkte der vorliegenden Erfindung betreffen Transportgebilde oder Transport-
oder Verpackungsbehälter sowie eine sterile Verpackungsstruktur mit einer solchen
Haltestruktur. Diese Aufgaben werden durch eine Haltestruktur nach Anspruch 1, ein
Transportgebilde nach
[0017] Anspruch 15 und durch einen Transport- oder Verpackungsbehälter nach Anspruch 17
gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der rückbezogenen Unteransprüche.
[0018] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Haltestruktur gemäß Anspruch 1 zum gleichzeitigen
Halten einer
Mehrzahl von Behältern für Substanzen für pharmazeutische, medizinische oder kosmetische
Anwendungen bereitgestellt, insbesondere von Vials oder Karpulen, mit einer Mehrzahl
von Aufnahmen, in denen die Behälter abschnittsweise oder vollständig aufgenommen
werden können, sodass obere oder untere Enden der Behälter axial aus den Aufnahmen
hinausragen oder dies nicht tun. Dabei weisen die Aufnahmen jeweils ein offenes oberes
Ende zum Einführen der Behälter in die Aufnahmen und ein unteres Ende mit einem Halteabschnitt
auf, wobei der Halteabschnitt dazu dient, um die axiale Beweglichkeit der Behälter
in den Aufnahmen zu begrenzen, also die Behälter axial gesichert in den Aufnahmen
zurückzuhalten. Weiterhin sind Führungsabschnitte vorgesehen, um die Behälter beim
Einführen in die Aufnahmen zu führen. Erfindungsgemäß umfassen die Führungsabschnitte
obere Führungs- und Positionierungsabschnitte, die nahe den oberen Enden der Aufnahmen
vorgesehen sind, sowie untere Führungs- und Positionierungsabschnitte, die nahe den
unteren Enden der Aufnahmen vorgesehen sind, wobei die oberen Führungs- und Positionierungsabschnitte
getrennt zu den unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten ausgebildet sind
und ausgelegt sind, um eine radiale Beweglichkeit der Behälter in den Aufnahmen zu
begrenzen. Dabei sind die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte
einstückig mit der Haltestruktur ausgebildet.
[0019] Weil die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte als voneinander
unabhängige Abschnitte gesondert voneinander ausgebildet und nicht unmittelbar miteinander
verbunden oder gar einstückig ausgebildet sind, ist erfindungsgemäß eine funktionale
Trennung zwischen den oberen Führungs- und Positionierungsabschnitten und den unteren
Führungs- und Positionierungsabschnitten ermöglicht. Während herkömmlich insbesondere
bei der Herstellung durch ein Spritzgussverfahren die Führungs- und Positionierungsabschnitte
einstückig ausgebildet sind und über eine relativ große Distanz abgeschrägt ausgebildet
werden müssen, um eine Entformung der Haltestruktur aus einer Spritzgussform überhaupt
zu ermöglichen, können die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte
erfindungsgemäß jeweils relativ kurz ausgebildet werden. Während herkömmlich dadurch
relativ große Mindestabstände zwischen den Aufnahmen bedingt waren, können die oberen
und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte erfindungsgemäß jeweils relativ
kurz ausgebildet werden, sodass die Mindestabstände zwischen den Aufnahmen erheblich
verringert werden können und die erzielbare Packungsdichte erfindungsgemäß stark erhöht
werden kann. Dieser Vorteil wird insbesondere bei Haltestrukturen zur Aufnahme relativ
langer und schlanker Pharmabehälter deutlich.
[0020] Ein weiterer Vorteil dieser funktionalen Trennung ist, dass die Führungen und Aufnahmen
erfindungsgemäß mit sehr kleinen Toleranzen hergestellt werden können. Da der Außendurchmesser
der aufzunehmenden Behälter herstellungsbedingt relativ präzise vorgegeben werden,
kann aufgrund der ebenfalls sehr präzisen Ausbildung der Führungen und Aufnahmen die
Bewegungsfreiheit und Positionsungenauigkeit der aufgenommenen Behälter auf ein Minimum
beschränkt werden. Die Behälter können somit genauer relativ zu den Aufnahmen vorpositioniert
werden, was beim Einführen der Behälter in die Aufnahmen zu weniger Materialabrieb
und somit zu weniger Partikeln im Bereich der Haltestruktur führt. Dieser Vorteil
gilt auch für den Transportfall, weil die Behälter mit geringerem Spiel eng anliegend
in den Aufnahmen aufgenommen werden können und sich somit beim Transport weniger stark
hin und her bewegen können.
[0021] Weil sich die Führungs- und Positionierungsabschnitte erfindungsgemäß auch nicht
über die gesamte Länge der Aufnahmen zu erstrecken brauchen, kann auch Material bei
der Herstellung eingespart werden, was eine Haltestruktur gemäß der Erfindung auch
leichter und verwindungssteifer macht. Auch der Aufwand zur Herstellung ist reduziert,
weil einfachere und kostengünstigere Formen insbesondere zur Herstellung durch Kunststoff-Spritzguss
eingesetzt werden können.
[0022] Grundsätzlich kann es ausreichend sein, wenn ein einzelner Führungs- und Positionierungsabschnitt
nahe dem oberen und unteren Ende einer jeweiligen Aufnahme vorgesehen ist. Ein solcher
einzelner Führungs- und Positionierungsabschnitt kann auch mit einem oder mehreren
sich radial einwärts erstreckenden Vorsprüngen versehen sein, um die radiale Beweglichkeit
der Behälter hinreichend zu beschränken, wobei derartige Vorsprünge ganz besonders
bevorzugt unter gleichen Winkelabständen zueinander verteilt entlang dem Umfang der
Aufnahmen angeordnet sind und bevorzugt, in Draufsicht betrachtet, alternierend nahe
dem oberen und unteren Ende der jeweiligen Aufnahme angeordnet sind.
[0023] Die Beschränkung der radialen Bewegungsfreiheit der Behälter in den Aufnahmen reduziert
die Auftreffgeschwindigkeiten und somit die Kräfte bei einer Kollision der Behälter
mit den Seitenwänden oder Seitenwandabschnitten der Aufnahmen im Transportfall. Aus
diesen reduzierten Normalkräften resultieren dann wiederum kleinere Reibungskräfte
und ein geringerer Materialabrieb (Bildung von Partikeln) bei der Aufbewahrung der
Behälter in den Aufnahmen, aber auch bei ihrem Einführen in die Aufnahmen. Weiter
ermöglicht die erfindungsgemäß mögliche sehr genaue Führung der Behälter auch ein
sehr präzises Herausnehmen der Behälter aus den Aufnahmen, beispielsweise durch Anheben
der Behälter mittels vorpositionierten Greifern. Solchermaßen ausgebildete Führungsrippen
erlauben auch, dass Geometrieabweichungen, wie beispielsweise Verzug, Rundheit, Konzentrizität
usw., die durch den Spritzgussprozess zur Herstellung der Haltestruktur bedingt sind,
nachträglich präzise angepasst und abgestimmt werden können.
[0024] Die erfindungsgemäß sehr genaue Positionierung und Führung der Behälter in den Aufnahmen
ermöglichen vor allem bei langen, dünnen bzw. schlanken Behältern eine Erhöhung der
Packungsdichte, da ein Glas-zu-Glas-Kontakt von Behältern mit zunehmender Einschränkung
der Bewegungsfreiheit unwahrscheinlicher wird. Das Stichmass kann somit enger gewählt
werden.
[0025] Mit stark reduzierter Bewegungsfreiheit der Behälter in den Aufnahmen kann auch die
notwendige Führungslänge verkleinert werden. Relevant ist dies beispielsweise bei
langen, dünnen bzw. schlanken Behältern, wie beispielsweise Karpulen oder Spritzenzylindern,
insbesondere mit kleinen Formaten, weil diese häufig nur bis zur unteren Hälfte in
die Aufnahmen geführt werden können. Aufgrund der erfindungsgemäß sehr genauen Positionierung
und Führung der Behälter kann dennoch zuverlässig gewährleistet werden, dass es keinen
Glas-zu-Glas-Kontakt gibt. Somit kann erfindungsgemäß auch Material eingespart werden.
[0026] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind keine Trennwände zwischen benachbarten
Aufnahmen vorgesehen, um eine Kollision von Behältern in unmittelbar benachbarten
Aufnahmen zu verhindern, etwa in Gestalt von umlaufenden Seitenwänden, die herkömmlich
eine Kollision von Behältern in unmittelbar benachbarten Aufnahmen verhindern. Diese
Trennfunktion kann vielmehr vollständig aufgrund der erfindungsgemäß sehr genauen
Positionierung und Zentrierung durch die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte
entfallen. Die radiale Abstützung der Behälter in den Aufnahmen kann somit ausschließlich
durch die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte erfolgen. Hierzu
sind diese an ausreichend stabilen Strukturen der Haltestruktur ausgebildet, insbesondere
am Rand von kreisförmigen Öffnungen auf der Oberseite der Haltestruktur und an den
unteren Enden von Verbindungsstegen, die senkrecht von der Oberseite der Haltestruktur
abragen.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Abstand zwischen den oberen und unteren
Führungs- und Positionierungsabschnitten in Längsrichtung der Aufnahmen größer als
der Abstand der oberen Führungs- und Positionierungsabschnitten zu den oberen Enden
der Aufnahmen und/oder größer als der Abstand der unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten
zu den unteren Enden der Aufnahmen. Dieser Abstand entspricht zweckmäßig im Wesentlichen
der axialen Länge der Aufnahme, während die Führungs- und Positionierungsabschnitte
selbst bevorzugt unter vergleichsweise geringen Abständen zum oberen bzw. unteren
Ende der Aufnahmen angeordnet sind. Für eine optimale Führungslänge sind die oberen
Führungs- und Positionierungsabschnitte bevorzugt auf der Höhe einer Oberseite der
Haltestruktur oder unter einem nur sehr geringen Abstand unterhalb zu dieser angeordnet,
also in einem Bereich, in dem die Haltestruktur am stabilsten ist. Weiter sind die
unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte bevorzugt am Boden der Aufnahmen angeordnet,
um die Behälter unmittelbar an den unteren Enden der Aufnahmen abzustützen. Auf diese
Weise kann auch eine unerwünschte Verkippung der Behälter in den Aufnahmen minimiert
werden, etwa auch im Transportfall, was zu einer weiteren Minimierung von Materialabrieb
durch Reibung der Behälter an Seitenwänden oder Haltestegen der Aufnahmen führt.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausführungsform wirken die oberen und unteren Führungs- und
Positionierungsabschnitten aufgrund ihrer Form und Abmessungen als starre bzw. nichtflexible
Führungs- und Positionierungsabschnitte zum Führen und Positionieren der Behälter.
Die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte sind ausreichend breit
und lang ausgebildet, dass die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte
nicht selbst beim Führen der Behälter wesentlich verformt werden oder nachgeben. Die
oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte können beim Führen der
Behälter allenfalls aufgrund der allgemeinen Flexibilität der Haltestruktur an sich,
also insbesondere von axialen Verbindungsstege und unteren Verbindungsstege, wie nachfolgend
ausgeführt, geringfügig verstellt werden.
[0029] Erfindungsgemäß ragen die oberen und/oder unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte
jeweils radial einwärts in die Aufnahmen hinein, sodass die zylindrischen Seitenwände
der Behälter nicht durch Kontakt mit Seitenwänden oder Haltestegen der Aufnahmen radial
abgestützt werden, sondern nur ein punktueller Kontakt mit nur wenigen Führungs- und
Positionierungsabschnitten besteht, was einen Materialabrieb weiter minimieren hilft.
Dabei schließen die vorderen Enden der oberen und/oder unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte
einer jeweiligen Aufnahme gemeinsam bevorzugt jeweils einen oberen bzw. unteren Kreis
mit einem Durchmesser ein, der dem Außendurchmesser der aufzunehmenden Behälter im
jeweiligen Bereich der oberen bzw. unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte
entspricht oder zur Minimierung von Reibungskräften und Materialabrieb geringfügig
größer ist als dieser Außendurchmesser, beispielsweise um einen oder wenige zehntel
Millimeter. Mit stark reduzierter Bewegungsfreiheit der Behälter in den Aufnahmen
kann auch die notwendige Führungslänge der Führungs- und Positionierungsabschnitte
verkleinert werden. Relevant ist dies beispielsweise bei langen, dünnen bzw. schlanken
Behältern, wie beispielsweise Karpulen oder Spritzenzylindern, insbesondere mit kleinen
Formaten, weil diese häufig nur bis zur unteren Hälfte in die Aufnahmen geführt werden
können. Aufgrund der erfindungsgemäß sehr genauen Positionierung und Führung der Behälter
kann dennoch eine Kollision von Behältern in benachbarten Aufnahmen zuverlässig vermieden
werden. Somit kann erfindungsgemäß auch Material eingespart werden.
[0030] Dabei ist der Durchmesser des vorgenannten oberen und unteren Kreises bevorzugt gleich,
was insbesondere eine Entformung der Haltestruktur aus einer Spritzgussform weiter
erleichtert und ein unerwünschtes Verkippen der Behälter in den Aufnahmen weiter minimiert.
[0031] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind, in Draufsicht auf die Aufnahmen betrachtet,
die oberen Führungs- und Positionierungsabschnitte einer Aufnahme jeweils winkelversetzt
zu den unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten der Aufnahme angeordnet, wobei
die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte sich nicht überlappen.
Dies bietet erhebliche Vorteile gerade bei der Herstellung der Haltestruktur durch
Spritzgießen aus einem Kunststoff, weil die Haltestruktur in einem Schritt aus einer
Spritzguss-Form entformt werden kann, einschließlich der oberen und unteren Führungs-
und Positionierungsabschnitte. Weil die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte
winkelversetzt zueinander angeordnet sind und sich nicht überlappen, behindern diese
sich beim Entformen nicht gegenseitig.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist den Aufnahmen jeweils zumindest ein oberer
und unterer Führungs- und Positionierungsabschnitt und bevorzugt eine Mehrzahl von
oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten zugeordnet, die jeweils
unter konstanten Winkelabständen zueinander um die Aufnahmen herum verteilt angeordnet
sind. Dadurch wird eine symmetrische Mehrpunkt-Abstützung der Behälter in den Aufnahmen
möglich. Bevorzugt sind die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte
dabei, in Draufsicht betrachtet, alternierend angeordnet, was die vorgenannte Entformung
der Haltestruktur noch einfacher gestaltet.
[0033] Gemäß einer von zwei Alternativen der erfindungsgemäßen Haltestruktur sind die oberen
bzw. unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte jeweils als schmale obere bzw.
untere Führungsrippen ausgebildet, die sich in Längsrichtung der Aufnahmen erstrecken
und radial einwärts in die Aufnahmen hineinragen. Dabei können vordere Anlageflächen
der oberen und unteren Führungsrippen jeweils keilförmig zulaufend oder abgerundet
ausgebildet sein, was die Kontaktfläche zwischen Behälter und jeweiligem Führungs-
und Positionierungsabschnitt bei seiner Abstützung in der Aufnahme und so einen unerwünschten
Materialabrieb an diesen Kontaktflächen weiter minimieren hilft.
[0034] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind vordere Anlageflächen der oberen und/oder
unteren Führungsrippen jeweils mit einem in Längsrichtung keilförmig zulaufenden Profil
oder abgerundet ausgebildet, wodurch eine präzise Positionierung der Behälter und
ein minimaler Materialabrieb der Behälter an den Anlageflächen ermöglicht ist.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausführungsform erstrecken sich vordere Anlageflächen der oberen
und unteren Führungsrippen jeweils unter einem spitzen Neigungswinkel relativ zur
Längsrichtung der Aufnahmen geneigt abwärts. Die vorderen Flächen der Führungsrippen
können eine weitere Zentrierung der Behälter beim Einführen von senkrecht oberhalb
der Haltestruktur bewirken. Hierzu können bereits kleine Neigungswinkel dieser abgeschrägten
vorderen Flächen ausreichend sein. So kann der Neigungswinkel dieser abgeschrägten
vorderen Flächen beispielsweise im Bereich zwischen 0° und 3°, bevorzugter im Bereich
zwischen 0,0° und 1,5° und noch bevorzugter im Bereich zwischen 0,0° und 0,5° liegen.
[0036] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind vordere Anlageflächen der oberen und/oder
unteren Führungsrippen jeweils korrespondierend zur Außenkontur der Behälter konkav
gekrümmt ausgebildet, sodass eine zylindrisch ausgebildete Seitenwand der Behälter
jeweils nicht punktförmig sondern mit einem linienförmigen Anlagebereich an den vorderen
Anlageflächen der oberen und/oder unteren Führungsrippen anliegt, wodurch eine noch
präzisere Positionierung erzielt werden kann.
[0037] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind vordere Anlageflächen der oberen und/oder
unteren Führungsrippen alternativ jeweils konvex gekrümmt ausgebildet, um im Wesentlichen
punktförmig an der zylindrisch ausgebildeten Seitenwand der Behälter anzuliegen.
[0038] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die oberen und/oder unteren Führungs- und
Positionierungsabschnitte jeweils als Ringsegmente ausgebildet, die sich in Längsrichtung
der Aufnahmen erstrecken und radial einwärts in die Aufnahmen hineinragen, wobei ein
Krümmungsradius der Ringsegmente auf den Außendurchmesser der Behälter abgestimmt
ist, um abschnittsweise an den Behältern anzuliegen, sodass eine zylindrisch ausgebildete
Seitenwand der Behälter jeweils nicht punktförmig sondern mit einem linienförmigen
Anlagebereich an den vorderen Anlageflächen der oberen und/oder unteren Führungsrippen
anliegt, wodurch eine noch präzisere Positionierung erzielt werden kann.
[0039] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die oberen Führungsrippen jeweils einstückig
mit einem umlaufenden Randsteg ausgebildet, der das obere Ende einer jeweiligen Aufnahme
radial begrenzt. Die Randstege können dabei einer weiteren Versteifung der Haltestruktur
dienen, insbesondere einer Oberseite der Haltestruktur, insbesondere, wenn diese vollständig
umlaufend um den Rand einer jeweiligen Aufnahme ausgebildet sind und/oder miteinander
unmittelbar oder mittelbar über Verbindungsstege oder dergleichen fest miteinander
verbunden sind.
[0040] Gemäß einer weiteren Ausführungsform stehen die Randstege im Wesentlichen senkrecht
von einer Oberseite der Haltestruktur ab, wobei die Randstege jeweils mit einer Einführschräge
versehen sind. Durch die Einführschrägen können die Behälter beim Einführen senkrecht
von oben in die Aufnahmen der Haltestruktur noch besser geführt werden, um sanft und
ohne größere Reibungskräfte und seitliche Kräfte in die Aufnahmen hineinzugleiten.
Die Einführschrägen wirken dabei gleichsam als Einfangtrichter, um die Enden der Behälter
beim Einführen senkrecht von oben in die Aufnahmen der Haltestruktur einzufangen und
in Richtung hin zu den oberen Führungs- und Positionierungsabschnitten zu führen.
Hierzu brauchen die Randstege nicht zwingend umlaufend ausgebildet zu sein. Vielmehr
kann es ausreichend sein, wenn mehrere Randstege bzw. Führungsgebilde beabstandet
zueinander entlang dem Rand einer jeweiligen Aufnahme verteilt angeordnet sind, wobei
die Abstände zwischen solchen Randstegen bzw. Führungsgebilden kleiner sind als der
Außendurchmesser der Behälter. Die Behälter müssen somit erfindungsgemäß weniger genau
relativ zu den Aufnahmen vorpositioniert werden, was den Aufwand zur Handhabung der
Behälter weiter reduziert. Die Behälter können dennoch zuverlässig in die Aufnahmen
eingeführt werden.
[0041] Die Einführschrägen können dabei grundsätzlich unmittelbar am oberen Ende der Randstege
beginnen, um den effektiven Abstand zwischen den Randstegen auf den Durchmesser zwischen
den obere Führungs- und Positionierungsabschnitten zu reduzieren. Grundsätzlich können
die Einführschrägen jedoch auch erst unter einem gewissen Abstand zu den oberen Enden
der Randstege beginnen, sodass die Öffnungsweite der Aufnahmen an den oberen Enden
der Randstege dann maximal sein kann, um die Behälter beim Einführen in die Aufnahmen
effizient einzufangen.
[0042] Die Einführschrägen können grundsätzlich auch konkav gewölbt ausgebildet sein, sind
jedoch bevorzugt als ebene, geneigte Flächen an den oberen Enden der Führungsrippen
ausgebildet, was ein Entformen der erfindungsgemäßen Haltestruktur aus einer Spritzgussform
bei der Herstellung durch Spritzgießen erheblich erleichtert. Hierzu können die Einführschrägen,
in Längsrichtung der Aufnahmen betrachtet, insbesondere ein keilförmiges Profil haben.
[0043] Gemäß einer weiteren Ausführungsform haben die Randstege an Kreuzungsbereichen von
benachbarten Randstegen eine größere Höhe als an zentralen Abschnitten zwischen zwei
Kreuzungsbereichen, was den Materialeinsatz und das Gewicht der Haltestruktur weiter
minimiert. Die Behälter können dennoch an den höchsten Abschnitten der Randstege,
also in den Kreuzungsbereichen, effektiv eingefangen und beim Einführen senkrecht
von oben effizient in die Aufnahmen der Haltestruktur geführt werden. Bevorzugt wird
hierzu, wenn die obere Kante der Randstege stetig konkav gewölbt ist oder beispielsweise
dreieckförmig verläuft. Durch die geringere Höhe der Randstege an den zentralen Abschnitten
lässt sich auch eine lokal angepasste Steifigkeit der Struktur erzeugen, vergleichbar
zu einem einfachen Biegebalken, bei dem man eine Durchbiegung reduzieren kann, indem
man das Material zur Mitte hin verstärkt (entsprechend dem Bereich an den Kreuzungsbereichen)
und somit eine effiziente Verstärkung bewirkt.
[0044] Gemäß einer weiteren Ausführungsform erstrecken sich von den zentralen Abschnitten
der Randstege jeweils weitere axiale Verbindungsstege abwärts, die mit einer Unterseite
der Haltestruktur verbunden sind, insbesondere um die Randstege an den zentralen Abschnitten
zusätzlich abzustützen. Durch diese zusätzliche Abstützung können auch die zentralen
Abschnitte der Randstege trotz ihrer geringeren Höhe und Eigensteifigkeit dennoch
ausreichend steif sein. Gleichzeitig wird durch die zusätzliche Verbindung der Oberseite
mit der Unterseite über die zusätzlichen axialen Verbindungsstege eine weitere Versteifung
der Haltestruktur möglich.
[0045] Gemäß einer weiteren Ausführungsform begrenzen jeweils vier oder bevorzugt sechs
Randstege die oberen Enden der Aufnahmen in radialer Richtung. Dadurch ergibt sich
automatisch eine vierzählige oder sechszählige Symmetrie der jeweiligen Aufnahmen,
was nicht nur das Einführen der Behälter in die Aufnahmen weiter erleichtert, sondern
auch die Steifigkeit der Haltestruktur weiter erhöht, insbesondere, wenn die Randstege
miteinander verbunden sind. Dabei können die Halteabschnitte, die die axiale Beweglichkeit
der Behälter in den Aufnahmen begrenzen, an axialen Verbindungsstegen vorgesehen sein,
die senkrecht von einer Oberseite oder einer Grundebene der Haltestruktur abragen
und mit Kreuzungsbereichen von jeweils zwei oder bevorzugt drei Randstegen verbunden
sind. Die Verbindungsstege sind zweckmäßig mit einer Unterseite bzw. einem Boden der
Haltestruktur verbunden, was die Steifigkeit der Haltestruktur weiter erhöht, insbesondere
eine Verwindungs- und Biegesteifigkeit derselben. Bevorzugt sind dabei die unteren
Führungsrippen jeweils einstückig mit diesen axialen Verbindungsstegen ausgebildet.
[0046] Wenn eine Weiterverarbeitung der Behälter angedacht ist, während diese in den Aufnahmen
der Haltestruktur aufgenommen sind, kann die Steifigkeit dieser Haltevorsprünge beträchtlich
sein, sodass beispielsweise Stopfen über die Einfüllöffnungen von Karpulen eingedrückt
werden können, während die Karpulen an den den Einfüllöffnungen gegenüberliegenden
Enden auf den Haltevorsprüngen abgestützt sind, wie nachfolgend ausgeführt.
[0047] Gemäß einer weiteren Ausführungsform bilden untere Enden der vorgenannten axialen
Verbindungsstege eine umlaufende Seitenwand aus bzw. sind diese zu einer solchen umlaufen
ausgebildeten Seitenwand der Aufnahmen verbreitert, wobei die unteren Führungsrippen
jeweils einstückig mit der von den unteren Enden der axialen Verbindungsstege ausgebildeten
umlaufenden Seitenwand ausgebildet sind. Dabei können die vorgenannten unteren Führungsrippen
oder Führungs- und Positionierungsabschnitt insbesondere einstückig mit dieser umlaufend
ausgebildeten Seitenwand an den unteren Enden der axialen Verbindungsstege ausgebildet
sein.
[0048] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind an oberen Enden der oberen und/oder unteren
Führungsrippen jeweils Einführschrägen ausgebildet, die sich relativ zu den zugeordneten
oberen bzw. unteren Führungsrippen geneigt erstrecken. Beim Einführen gleiten die
Behälter somit noch sanfter entlang den Führungsrippen in die Aufnahmen, was den Materialabrieb
weiter reduzieren hilft.
[0049] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Einführschrägen relativ zu den oberen
und/oder unteren Führungsrippen unter einem Winkel im Bereich zwischen 5° und 45°,
bevorzugter im Bereich zwischen 10° und 15° und noch bevorzugter im Bereich zwischen
12,5° und 14,5° geneigt. Dies ermöglicht einerseits ein effizientes Einfangen der
Behälter beim Einführen senkrecht zur Haltestrukturebene und andererseits ein zuverlässiges
Einführen in die von den darunter befindlichen Führungsrippen ausgebildeten Aufnahmen.
Der Übergangsbereich zu den Führungsrippen kann dabei abgewinkelt sein, jedoch auch
gewölbt ausgebildet sein.
[0050] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Einführschrägen unter einem größeren
Neigungswinkel zur Mittelachse der Aufnahmen geneigt als die Führungsrippen. Da der
Neigungswinkel der Führungsrippen zur Mittelachse der Aufnahmen verschwindend oder
jedenfalls sehr klein ist, insbesondere im Bereich von etwa nur einem Grad, entspricht
der Neigungswinkel-Differenzwinkel im Wesentlichen dem Neigungswinkel der Einführschrägen.
[0051] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Halteabschnitte als radial einwärts
abragende Haltevorsprünge ausgebildet, wobei die Haltevorsprünge jeweilige Öffnungen
an den unteren Enden der Aufnahmen einschließen. Bevorzugt sind hierzu die Haltevorsprünge
über Bodenstege miteinander verbunden, um umlaufende Bodenstege auszubilden, in denen
jeweils eine Durchgangsöffnung ausgebildet ist. Dadurch kann weiter Material und Gewicht
gespart werden und dennoch eine hohe Steifigkeit der Unterseite bzw. des Bodens der
Haltestruktur erzielt werden. Weiter ist auch ein Zugriff auf das Ende eines in der
Aufnahme aufgenommenen Behälters von der Unterseite der Haltestruktur her möglich.
Die Form der Öffnungen ist bevorzugt an das Außenprofil der Behälter in diesem Bereich
angepasst und noch bevorzugter kreisförmig ausgebildet, was die Steifigkeit der Unterseite
bzw. des Bodens der Haltestruktur weiter erhöht.
[0052] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Haltestruktur zum Halten von Karpulen
ausgebildet, die einen zylindrischen Grundkörper aufweisen und die ein oberes Ende
mit einem verengten Halsabschnitt und einen sich diesem anschließenden Schulterabschnitt
aufweisen, der in eine zylindrische Seitenwand der Behälter übergeht. Dabei ist die
Öffnungsweite der vorgenannten Öffnungen so auf die oberen Enden der Karpulen abgestimmt
ist, dass die oberen Enden der Karpulen sich durch die Öffnungen hindurch erstrecken
und die Schulterabschnitte der Karpulen unmittelbar auf den Haltevorsprüngen oder
Bodenstegen abgestützt sind, um die axiale Beweglichkeit der Karpulen in den Aufnahmen
zu begrenzen, wenn die Karpulen kopfüber in den Aufnahmen aufgenommen sind.
[0053] Dabei können die Karpulen grundsätzlich auch als sogenannte Doppelkammer-Karpulen
mit einem Bypass ausgebildet sein, der von einer Seitenwand des zylindrischen Grundkörpers
radial vorsteht.
[0054] Die Ausstoßöffnungen der Karpulen können dabei mit einem Stopfen verschlossen und
mit einem Deckel oder Verschluss versiegelt sein, beispielsweise mittels eines aufgecrimpten
Metalldeckels, der einen Zugriff auf ein Septum in dem Stopfen weiterhin zulässt (precrimped
cartridge). Die Öffnungsweiten der vorgenannten Öffnungen an den unteren Enden der
Aufnahmen können dabei so bemessen sein, dass sich das vordere Ende der Karpule mit
dem Stopfen und dem aufgecrimpten Metalldeckel vollständig durch diese Öffnung hindurch
erstrecken kann, sodass die Karpulen ausschließlich im Bereich des Schulterabschnitts
auf den Haltevorsprüngen abgestützt sind. Die Öffnung ist hierzu bevorzugt kreisförmig
ausgebildet, oder in Entsprechung zum Profil der Karpule.
[0055] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist eine Oberseite oder eine Grundebene der
Haltestruktur zumindest entlang des Rands der Haltestruktur eben und insbesondere
plattenförmig ausgebildet, wobei die unteren Enden der Aufnahmen über Stege miteinander
verbunden sind, die gemeinsam eine Ebene aufspannen. Die Haltestruktur ist somit gleichsam
in einem Sandwich-Design aufgebaut und weist an der Oberseite und an der Unterseite
eine im Wesentlichen geschlossen ausgebildete "Lochplatte" auf, welche über die vorgenannten
axialen Verbindungsstege miteinander verbunden sind, um die Steifigkeit der Ober-
und Unterseite zu erhöhen. Dieser Aufbau ist vor allem günstig hinsichtlich einer
Flächenlast, wie sie durch gefüllte Pharmabehälter, beispielsweise Vials oder Karpulen,
erzeugt wird. Denn durch die dann höhere axiale Belastung wird die Oberseite der Haltestruktur
gestaucht, jedoch die Unterseite der Haltestruktur gestreckt. Je steifer die Ober-
und Unterseite sind und je grösser der Abstand zwischen Ober- und Unterseite ist,
desto weniger biegt sich die Haltestruktur insgesamt unter Last durch.
[0056] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Rand der Haltestruktur zusätzlich durch
eine Seitenwand versteift, die senkrecht von deren Oberseite abragt. Bevorzugt ist
dieser Rand einstückig mit der Oberseite ausgebildet, insbesondere mit einem T-förmigen
Profil.
[0057] Gemäß einer bevorzugten weiteren Ausführungsform ist die Haltestruktur als Nest zur
Aufnahme der Mehrzahl von Behältern darin ausgebildet ist, bevorzugt von Pharmabehältern,
insbesondere von Vials oder Karpulen.
[0058] Gemäß einer bevorzugten weiteren Ausführungsform sind die Aufnahmen zur weiteren
Versteifung der Haltestruktur mittels Verbindungsstegen miteinander verbunden, wobei
die Aufnahmen so ausgebildet sind, dass zwei gleich ausgebildete Haltestrukturen so
übereinander gestapelt werden können, dass die Aufnahmen einer oberen Haltestruktur
teilweise in die Aufnahmen einer darunter befindlichen Haltestruktur eintauchen und
dass die Verbindungsstege einer oberen Haltestruktur unmittelbar auf einer Oberseite
oder Grundebene einer darunter befindlichen Haltestruktur abgestützt sind.
[0059] Gemäß einer bevorzugten weiteren Ausführungsform ist die Länge der Aufnahmen so auf
die Länge der Behälter abgestimmt, dass obere oder untere Enden der Behälter aus den
Aufnahmen herausragen und somit von oberhalb der Haltestruktur her frei zugänglich
sind. Dies kann zu einer Weiterverarbeitung oder Behandlung der Behälter genutzt werden,
während diese in den Aufnahmen aufgenommen und an der Haltestruktur gehalten sind.
Beispielsweise kann ein Nest in einem Halterahmen einer Prozessstation, etwa bei einem
Pharmaabfüller, vorübergehend gehalten sein, während über die Einfüllöffnungen die
Substanz in die an der Haltestruktur gehaltenen Behälter eingefüllt wird. Oder in
die Enden der Behälter werden Stopfen zum Verschließen der Behälter eingedrückt, während
die Behälter an der Haltestruktur gehalten sind. Oder die aus den Aufnahmen herausragenden
Enden können zum Greifen der Behälter und zu deren Entnahme aus den Aufnahmen genutzt
werden.
[0060] Erfindungsgemäß ist die Haltestruktur durch Spritzgießen aus einem Kunststoff einstückig
ausgebildet. Die vorgenannten geneigten Führungsrippen und/oder
[0061] Einführschrägen können wirkungsvoll das Entformen der Haltestruktur aus einer Spritzgussform
unterstützen.
[0062] Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein Transportgebilde
für Behälter bereitgestellt, bestehend aus einer Kombination aus der Haltestruktur,
wie vorstehend ausgeführt, und einer Mehrzahl von daran gehaltenen Behältern für Substanzen
für pharmazeutische, medizinische oder kosmetische Anwendungen, wobei die Behälter
in den Aufnahmen der Haltestruktur zumindest abschnittsweise aufgenommen sind und
axial gesichert an der Haltestruktur gehalten sind, wie vorstehend ausgeführt.
[0063] Gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsform ist die Haltestruktur als Aufnahmeteil
ausgebildet, in dem die Mehrzahl von Aufnahmen als kegelstumpfförmige Aufnahmen in
einer regelmäßigen Anordnung einstückig ausgebildet sind, sodass die Behälter mit
ihren oberen Enden zu den Böden der Aufnahmen hin gerichtet und unter Verhinderung
eines unmittelbaren Kontakts von benachbarten Behältern in den Aufnahmen des Aufnahmeteils
aufnehmbar sind. Das Aufnahmeteil kann als Haltetablett (sog. Tray) für die Behälter
dienen und zum sterilen Transport und zur Aufbewahrung der Behälter auch unmittelbar
versiegelt werden, beispielsweise mittels einer Versiegelungsfolie.
[0064] Dabei sind die Aufnahmen bevorzugt so auf die Längen der Behälter abgestimmt, dass
die Behälter in den Aufnahmen vollständig aufgenommen sind, ihre Enden also nicht
aus den Aufnahmen hinausragen.
[0065] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist weiterhin ein Auflageteil vorgesehen, um
Böden der in dem Aufnahmeteil aufgenommenen Behälter abzudecken, wobei das Auflageteil
von einer Grundplatte mit einer ebenen Auflagefläche ausgebildet ist, die den Aufnahmen
zugewandt ist.
[0066] Dabei können das vorgenannten Aufnahmeteil und das Auflageteil durch Spritzgießen
aus einem Kunststoff ausgebildet sein.
[0067] Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein Transportgebilde
für Behälter bereitgestellt, bestehend aus einer Kombination aus der Haltestruktur,
wie vorstehend beschrieben, und einer Mehrzahl von daran gehaltenen Behältern für
Substanzen für pharmazeutische, medizinische oder kosmetische Anwendungen, wobei die
Behälter in den Aufnahmen aufgenommen und axial gesichert an der Haltestruktur gehalten
sind.
[0068] Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein Transport-
oder Verpackungsbehälter für eine Mehrzahl von Behältern für Substanzen für pharmazeutische,
medizinische oder kosmetische Anwendungen bereitgestellt, wobei der Transport- oder
Verpackungsbehälter kastenförmig ausgebildet ist, wobei eine Haltestruktur, wie vorstehend
ausgeführt, in dem kastenförmigen Transport- oder Verpackungsbehälter gemeinsam mit
den daran gehaltenen Behältern aufgenommen ist, um die Mehrzahl von Behältern in dem
Transport- oder Verpackungsbehälter zu halten.
[0069] Dabei kann der Transport- oder Verpackungsbehälter insbesondere mittels einer gasdurchlässigen
Kunststofffolie verschlossen oder versiegelt sein, insbesondere mittels einer Kunststofffolie,
die aus einem gasdurchlässigen Geflecht von Kunststofffasern ausgebildet ist und insbesondere
eine Tyvek
®-Folie ist.
[0070] Für einen sterilen Transport und Lagerung kann weiter eine sterile Verpackungsstruktur
bereitgestellt werden, mit zumindest einem Transportgebilde, wie vorstehend ausgeführt,
oder mit zumindest einem Transport- oder Verpackungsbehälter, wie vorstehend ausgeführt,
und mit den darin aufgenommenen Behältern, wobei das zumindest eine Transportgebilde
oder der zumindest eine Transport- oder Verpackungsbehälter in zumindest einem sterilen
Umverpackungsbeutel aufgenommen und steril gegen die Umgebung verpackt ist. Dabei
kann der zumindest eine sterile Umverpackungsbeutel einen gasdurchlässigen Abschnitt
aufweisen, der insbesondere durch ein Geflecht aus Kunststofffasern, wie beispielsweise
Polypropylen-Fasern (PP), ausgebildet ist.
FIGURENÜBERSICHT
[0071] Nachfolgend wird die Erfindung in beispielhafter Weise und unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen beschrieben werden, woraus sich weitere Merkmale, Vorteile
und zu lösende Aufgaben ergeben werden. Es zeigen:
- Fig. 1a und 1b
- eine Grundeinheit einer Haltestruktur gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung in einer Perspektivansicht, und zwar ohne Behälter und mit darin gehaltenem
Behälter;
- Fig. 1c und 1d
- eine Draufsicht auf die Grundeinheit gemäß den Figuren 1a und 1b ohne bzw. mit darin
gehaltenem Behälter;
- Fig. 1e und 1f
- die Grundeinheit gemäß der Fig. 1d in einem Längsschnitt entlang von A-A bzw. B-B
gemäß der Fig. 1d;
- Fig. 1g
- eine perspektivische Draufsicht auf eine Haltestruktur gemäß der ersten Ausführungsform
mit mehreren Grundeinheiten gemäß der Fig. 1c;
- Fig. 1h
- in einem perspektivischen Teilschnitt einen Transport- und Verpackungsbehälter mit
einer Haltestruktur gemäß der Fig. 1g;
- Fig. 2a
- in einer Seitenansicht eine Grundeinheit einer Haltestruktur gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ohne darin aufgenommenem Behälter;
- Fig. 2b und 2c
- die Grundeinheit gemäß der Fig. 2a in einer Schnittansicht entlang von C-C bzw. D-D
gemäß der Fig. 2a;
- Fig. 2d
- eine perspektivische Draufsicht auf eine Haltestruktur gemäß der zweiten Ausführungsform
mit mehreren Grundeinheiten gemäß der Fig. 2a;
- Fig. 2e
- eine Draufsicht auf die Haltestruktur gemäß der Fig. 2d, die in einem Transport- oder
Verpackungsbehälter aufgenommen ist, der in einem Teilschnitt dargestellt ist;
- Fig. 3a und 3b
- eine Grundeinheit einer Haltestruktur gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung in einer Perspektivansicht, und zwar ohne Behälter und mit darin gehaltenem
Behälter;
- Fig. 3c
- eine Draufsicht auf die Grundeinheit gemäß der Fig. 3b mit darin gehaltenem Behälter;
- Fig. 3d und 3e
- die Grundeinheit gemäß der Fig. 3c in einem Längsschnitt entlang von A-A bzw. B-B
gemäß der Fig. 3c;
- Fig. 4a und 4b
- eine Grundeinheit einer Haltestruktur gemäß einer vierten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung in einer Perspektivansicht, und zwar ohne Behälter und mit darin gehaltenem
Behälter;
- Fig. 4c
- eine Draufsicht auf die Grundeinheit gemäß der Fig. 4b mit darin gehaltenem Behälter;
- Fig. 4d und 4e
- die Grundeinheit gemäß der Fig. 4c in einem Längsschnitt entlang von A-A bzw. B-B
gemäß der Fig. 4c;
- Fig. 4e
- eine perspektivische Draufsicht auf eine Haltestruktur gemäß der vierten Ausführungsform
mit mehreren Grundeinheiten gemäß der Fig. 4a;
- Fig. 5a
- eine Grundeinheit einer modifizierten Haltestruktur gemäß der vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung in einer perspektivischen Draufsicht;
- Fig. 5b
- die Grundeinheit gemäß der Fig. 5a mit einer darin gehaltenen Karpule;
- Fig. 5c
- eine Draufsicht auf die Grundeinheit gemäß der Fig. 5b mit der darin gehaltenen Karpule;
- Fig. 5d
- einen Teilschnitt entlang A-A in der Fig. 5c;
- Fig. 5e
- einen Teilschnitt entlang B-B in der Fig. 5c;
- Fig. 6a
- eine Grundeinheit einer modifizierten Haltestruktur gemäß der dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung in einer perspektivischen mit einer darin gehaltenen Karpule;
- Fig. 6b
- eine Draufsicht auf die Grundeinheit gemäß der Fig. 6b mit der darin gehaltenen Karpule;
- Fig. 6c
- einen Teilschnitt entlang A-A in der Fig. 6b;
- Fig. 6d
- einen Teilschnitt entlang B-B in der Fig. 6b;
- Fig. 7a und 7b
- eine Grundeinheit einer modifizierten Haltestruktur gemäß einer fünften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung in einer perspektivischen Draufsicht und in einer Draufsicht;
- Fig. 7c und 7d
- die Grundeinheit gemäß der Fig. 7a in einem Teilschnitt entlang A-A in der Fig. 7b
bzw. entlang B-B in der Fig. 7b;
- Fig. 7e und 7f
- die Grundeinheit gemäß Fig. 7a mit einem darin aufgenommenen Vial in einer perspektivischen
Draufsicht und in einer Draufsicht;
- Fig. 7g und 7h
- die Grundeinheit gemäß der Fig. 7e in einem Teilschnitt entlang A-A in der Fig. 7f
bzw. entlang B-B in der Fig. 7f;
- Fig. 8a
- eine Haltestruktur gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
in einer Draufsicht;
- Fig. 8b
- einen Teilschnitt entlang A-A in der Fig. 8a;
- Fig. 8c
- einen Teilschnitt entlang B-B in der Fig. 8a; und
- Fig. 9a und 9b
- eine Variante zur Grundeinheit gemäß der Fig. 2a in einer Sschnittansicht entlang
von C-C bzw. D-D gemäß der Fig. 2a.
[0072] In den Figuren bezeichnen identische Bezugszeichen identische oder im Wesentlichen
gleichwirkende Elemente oder Elementgruppen.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0073] Die Fig. 1g zeigt die allgemeine Struktur einer Haltestruktur 1 gemäß einer ersten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Haltestruktur 1 weist eine insgesamt
plattenförmig ausgebildete Oberseite bzw. Grundebene 2 auf, deren umlaufender Rand
gemäß der Fig. 1g eben ausgebildet ist. In der Oberseite 2 sind eine Mehrzahl von
Öffnungen 5 ausgebildet, die in Reihen und senkrecht dazu verlaufenden Spalten angeordnet
sind, wobei bei diesem Ausführungsbeispiel die Öffnungen 5 von benachbarten Reihen
bzw. Spalten versetzt zueinander angeordnet sind, was bei der hexagonalen Anordnung
der Randstege 10 eine höhere Packungsdichte ermöglicht. Von der Unterseite der Haltestruktur
1 stehen eine Mehrzahl von axialen Verbindungsstegen 11 senkrecht ab, die an deren
unteren Enden über umlaufende Bodenstege 12 miteinander verbunden sind. Wie nachfolgend
näher ausgeführt, werden von den axialen Verbindungsstegen 11 Aufnahmen ausgebildet,
in welche die Behälter senkrecht von oben eingeführt werden können, um darin aufgenommen
zu werden. Die Bodenstege 12 wirken als Halteabschnitte, um die Behälter in den Aufnahmen
5 abzustützen bzw. zu halten und deren axiale Beweglichkeit in den Aufnahmen zu begrenzen.
Gleichzeitig begrenzen die axialen Verbindungsstegen 11 auch die radiale Beweglichkeit
der Behälter in den Aufnahmen 5, sodass eine Kollision von Behältern, die in unmittelbar
benachbarten Aufnahmen 5 aufgenommen sind, verhindert ist. Die Aufnahmen 5 dienen
einer Aufnahme von Pharmabehältern darin, insbesondere von Vials oder Karpulen.
[0074] Zum Greifen der Haltestruktur 1 dienen Zugriffsöffnungen 6 in der Oberseite 2 (vgl.
Fig. 2d), die versetzt zueinander an zwei gegenüberliegenden Seiten der Haltestruktur
1 vorgesehen sind.
[0075] Die Bodenstege 12 spannen gemeinsam eine Ebene auf, was einer weiteren Versteifung
der Aufnahmen 5 sowie der Haltestruktur 1 dient. Die Bodenstege 12 schließen kreisförmige
Öffnungen 13 an den unteren Enden der Aufnahmen 5 ein.
[0076] Von der Oberseite 2 der Haltestruktur 1 stehen Randstege 10 senkrecht ab. Diese sind
miteinander verbunden, um die Oberseite 2 weiter zu versteifen, bilden jeweils das
obere Ende der Aufnahmen 5 und wirken insgesamt als Einfangtrichter, um das Einführen
der Behälter in die Aufnahmen 5 zu vereinfachen, wie nachfolgend ausgeführt.
[0077] Die Aufnahmen 5 sind von jeweiligen Grundeinheiten ausgebildet, wie diese in der
Fig. 1a gezeigt ist. Diese Grundeinheiten grenzen unmittelbar aneinander an und bilden
gemeinsam die Oberseite der Haltestruktur, sodass bevorzugt nur der Rand der Haltestruktur
plattenförmig und eben ausgebildet ist, wie in der Fig. 1g dargestellt. Gemäß der
Fig. 1a stehen von den unteren Enden der axialen Verbindungsstege 11 untere Verbindungsstege
12a senkrecht ab, die jeweils mit einem umlaufenden Bodensteg 12 der Aufnahme 5 verbinden.
Der Bodensteg 12 erstreckt sich senkrecht zu den axialen Verbindungsstegen 11. Jeweils
sechs axiale Verbindungsstege 11 begrenzen eine Aufnahme 5. An ihren oberen Enden
sind die axialen Verbindungsstegen 11 über Randstege 10 miteinander verbunden, die
fluchtend zum umlaufenden Rand der Oberseite 2 angeordnet sind. Die Randstege 10 haben
jeweils ein keilförmiges Profil 100, wobei am unteren Ende der Randstege 10 jeweils
ein Rand 101 ausgebildet ist, der sich senkrecht zur Oberseite der Haltestruktur und
somit parallel zu den axialen Verbindungsstegen 11 erstreckt. In Draufsicht auf eine
jeweilige Aufnahme betrachtet, schließen die Randstege 10 gemeinsam einen Kreis ein,
dessen Durchmesser geringfügig größer ist als der Außendurchmesser der in den Aufnahmen
5 aufzunehmenden Behälter.
[0078] Die Randstege 10 dienen einer Trennung der Aufnahmen 5 an deren oberen Enden. Die
lichte Weite zwischen benachbarten axialen Verbindungsstegen 11 ist kleiner als der
Außendurchmesser der in den Aufnahmen 5 aufzunehmenden Behälter, sodass die axialen
Verbindungsstege 11 die radiale Beweglichkeit der Behälter in den Aufnahmen 5 begrenzen
und eine Kollision zwischen Behältern in unmittelbar benachbarten Aufnahmen 5 verhindert
ist. Über die Schlitze 11b zwischen den axialen Verbindungsstegen 11 ist eine optische
Kontrolle der in den Aufnahmen 5 aufgenommenen Behälter möglich. Gleichzeitig kann
in erheblichem Umfang Material und Gewicht eingespart werden, weil keine Trennwände
zwischen den Aufnahmen 5 vorgesehen sind. Durch die Verbindung sämtlicher Randstege
10 sowie der Bodenstege 12 miteinander kann insgesamt eine recht hohe Steifigkeit
der Haltestruktur erzielt werden.
[0079] Wie man weiter in der Fig. 1a erkennen kann, sind an den unteren Enden der axialen
Verbindungsstege 11 untere Führungs- und Positionierungsnasen 20 vorgesehen, die radial
einwärts in die Aufnahmen 5 hineinragen, sodass die Seitenwände der Behälter nicht
in Anlage mit den axialen Verbindungsstegen 11 gelangen, sondern unmittelbar an den
Führungs- und Positionierungsnasen 20 anliegen und von diesen beim Einführen in die
Aufnahmen 5 geführt werden. Die Führungs- und Positionierungsnasen 20 sind bevorzugt
relativ kurz im Vergleich zur Länge der axialen Verbindungsstege 11, können sich jedoch
grundsätzlich auch im Wesentlichen über die gesamte Länge der axialen Verbindungsstege
11 in deren Längsrichtung erstrecken. Die axialen Verbindungsstege 11 haben im Querschnitt
betrachtet bevorzugt ein hexagonales Profil (siehe auch Fig. 2c), entsprechend dem
hexagonalen Layout der Haltestruktur, wie in der Fig. 1g gezeigt, wobei grundsätzlich
auch andere Layouts zur Anordnung der Aufnahmen 5 an der Haltestruktur 1 denkbar sind.
An den oberen Enden der axialen Verbindungsstege 11 sind in den Randstegen 10 Aussparungen
14 ausgebildet, deren Seitenwand sich senkrecht zur Oberseite der Haltestruktur erstreckt,
um eine Entformung der mit diesen fluchtenden unteren Verbindungsstege 12a aus einer
Spritzgussform zu ermöglichen. Die Seitenwände der axialen Verbindungsstege 11 können
um einen kleinen Neigungswinkel zur Mittellinie der Aufnahmen 5 geneigt sein, beispielsweise
um einen Winkel von der Größenordnung von etwa 0,5° bis etwa 5,0°.
[0080] Wie in der Fig. 1a gezeigt, sind an den Randstegen 10, bevorzugt an deren senkrechtem
Rand 101, eine Mehrzahl von oberen Führungs- und Positionierungsnasen 15 angeordnet.
Diese sind ebenfalls relativ kurz ausgebildet und stehen bevorzugt nicht über den
senkrechten Rand 101 hinaus. Die oberen Führungs- und Positionierungsnasen 15 und
die unteren Führungs- und Positionierungsnasen 20 sind jeweils entlang dem Rand der
Aufnahmen 5 unter gleichen Winkelabständen zueinander verteilt angeordnet. Dabei sind
die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsnasen 15, 20 jeweils, in Draufsicht
betrachtet, alternierend und winkelversetzt zueinander angeordnet.
[0081] Die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsnasen 15, 20 können sich senkrecht,
parallel zur Mittellinie der Aufnahmen 5 erstrecken, können jedoch grundsätzlich auch
unter einem kleinen Neigungswinkel relativ zur Mittellinie geneigt sein, beispielsweise
um einen Neigungswinkel von der Größenordnung von max. 0,5° oder max. 1,0°. Somit
ergibt sich an den Berührungspunkten der oberen und unteren Führungs- und Positionierungsnasen
15, 20 mit der Außenwand des aufzunehmenden Behälters, beispielsweise des in der Fig.
1b gezeigten Vials 51, eine linien- oder punktförmige oder auch flächige Berührung
an den vorderen Enden der oberen und unteren Führungs- und Positionierungsnasen 15,
20.
[0082] Wie man der Draufsicht in der Fig. 1c entnehmen kann, sind die oberen und unteren
Führungs- und Positionierungsnasen 15, 20 jeweils entlang einem Kreis angeordnet,
dessen Durchmesser jedenfalls an den unteren Enden der Aufnahmen 5 dem Außendurchmesser
der Behälter in diesem Bereich entspricht, sodass die Behälter mit Ihrer Außenwand
unmittelbar an den unteren Führungs- und Positionierungsnasen 20 anliegen oder allenfalls
unter einem nur sehr geringen Abstand zu diesen angeordnet sind. Dabei kann der von
den oberen Führungs- und Positionierungsnasen 15 eingeschlossene Kreis grundsätzlich
den gleichen Durchmesser aufweisen wie der von den unteren Führungs- und Positionierungsnasen
20 eingeschlossene Kreis, sodass die Behälter sowohl im Bereich der oberen Führungs-
und Positionierungsnasen 15 als auch der unteren Führungs- und Positionierungsnasen
20 eng anliegend in den Aufnahmen 5 aufgenommen sind. Grundsätzlich kann der von den
oberen Führungs- und Positionierungsnasen 15 eingeschlossene Kreis jedoch auch einen
etwas größeren Durchmesser haben als der von den unteren Führungs- und Positionierungsnasen
20 eingeschlossene Kreis, sodass im Bereich der oberen Randstege 10 die Behälter mit
einem etwas größeren radialen Spiel in den Aufnahmen 5 aufgenommen sind als an deren
unteren Enden.
[0083] Die Aufnahme eines Vials in einer solchen Aufnahme einer Grundeinheit gemäß der ersten
Ausführungsform ist in den Figuren 1d bis 1f gezeigt. Das Vial 51 hat einen hohlzylindrischen
Körper, der von einer zylindrischen Seitenwand 52 ausgebildet ist, an deren oberem
Ende ein Schulterabschnitt 54 ausgebildet ist, der in einen verengten Halsabschnitt
55 übergeht, an dessen oberem Ende ein verbreiterter Randabschnitt 56 (mit oder ohne
Außengewinde) mit einer darin ausgebildeten Einfüllöffnung 57 ausgebildet ist. Das
untere Ende des Vials 51 wird von einem Boden 53 gebildet, der senkrecht zur Seitenwand
52 ist. Erkennbar ist, dass das untere Ende der Seitenwand 52 unmittelbar an den vorderen
Enden der unteren Führungs- und Positionierungsnasen 20 anliegt. Weiter liegt die
Seitenwand 52 auf der Oberseite der Haltestruktur unmittelbar an den vorderen Enden
der oberen Führungs- und Positionierungsnasen 15 an.
[0084] Gemäß einer weiteren bevorzugten Verwendung dient eine Haltestruktur gemäß der vorliegenden
Erfindung zum Halten von Karpulen 58 kopfüber in den Aufnahmen 5, wie in den Figuren
6a bis 6d gezeigt. Karpulen 58 sind üblicherweise relativ schlank ausgebildet und
an beiden Enden geöffnet ausgebildet. So kann die Ausstoßöffnung im Bereich des verbreiterten
oberen Rands 56 vorgesehen sein und am entgegengesetzten Ende der Karpule 58 eine
Befüllöffnung 59 vorgesehen sein, über die ein Spritzenstopfen in die Karpule 58 eingeführt
wird, nachdem eine Flüssigkeit in die Karpule 58 gefüllt wurde.
[0085] Wenn eine solche Karpule 58 in einer Aufnahme der vorstehend beschriebenen Grundeinheit
kopfüber aufgenommen ist, wie in der Fig. 6a oder in den Schnittansichten gemäß den
Figuren 6c und 6d gezeigt, erstreckt sich das vordere Ende der Karpule 58 einschließlich
des verengten Halsabschnitts 55 und des verbreiterten oberen Rands 56 durch die Öffnung
13 in den Bodenstegen 12, einschließlich eines darauf aufgecrimpten Metalldeckels
560. Dabei gelangt der Metalldeckel 560 nicht in Anlage mit den Bodenstegen 12, sodass
keine Kräfte auf diesen ausgeübt werden und der Stopfen die Befüllöffnung 59 der Karpule
58 sicher verschließen kann, selbst wenn große axiale Kräfte auf die Karpule 58 einwirken,
etwa beim Einführen von Spritzenstopfen in die Befüllöffnung 59 am entgegengesetzten
Ende der Karpule 58, während diese kopfüber in den Aufnahmen 5 aufgenommen und abgestützt
ist. Wie man den Figuren 6c und 6d entnehmen kann, sind die Nackenabschnitte 54 der
Karpulen 58 unmittelbar auf den Bodenstegen 12 abgestützt. Zur Aufnahme geeigneter
Kräfte, etwa beim Stopfensetzen, sind diese Bodenstege 12 und auch die axialen Verbindungsstege
11 mit einer geeigneten Materialstärke ausgebildet. In dieser Stellung können die
entgegengesetzten Enden der Karpulen 58 mit den dort vorgesehenen Befüllöffnungen
59 aus den Aufnahmen 5 herausstehen.
[0086] Wie man der Fig. 1a entnehmen kann, sind die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsnasen
15, 20 nahe den oberen bzw. unteren Enden der Aufnahmen 5 getrennt zueinander ausgebildet,
sind diese also als voneinander unabhängige Abschnitte gesondert voneinander ausgebildet
und nicht unmittelbar miteinander verbunden oder gar einstückig ausgebildet. Sowohl
die oberen Führungs- und Positionierungsnasen 15 als auch die unteren Führungs- und
Positionierungsnasen 20 können somit unter einem nur geringen Abstand zur Seitenwand
des aufzunehmenden Behälters angeordnet sein, sodass die Packungsdichte der Halteeinheiten
sehr hoch sein kann. Relativ lange, geneigte Abschnitte, die herkömmlich zur Entformung
aus einer Spritzgussform notwendig waren, sind erfindungsgemäß nicht erforderlich,
sodass die Mindestabstände zwischen den Aufnahmen 5 erheblich verringert werden können.
Gleichzeitig besteht eine funktionale Trennung zwischen den oberen Führungs- und Positionierungsabschnitten
15 und den unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten 20, sodass grundsätzlich
eine Führung und/oder Positionierung im Bereich der oberen Führungs- und Positionierungsnasen
15 unabhängig von der Führung und/oder Positionierung im Bereich der unteren Führungs-
und Positionierungsnasen 20 möglich ist.
[0087] Gemäß der Fig. 1c schließen die unteren Enden der Randstege 10 insgesamt einen Kreis
ein, dessen Durchmesser größer ist als der Außendurchmesser der aufzunehmenden Behälter
in diesem Bereich. Dabei schließen die unteren Enden von benachbarten Randstegen 10
das obere Ende 11a des axialen Verbindungsstegs 11 in einer dreizähligen Symmetrie
ein, wobei die insgesamt linienförmigen oberen Grate der Randstege 10 mit den Spitzen
11a der axialen Verbindungsstege 11 verbunden sind, was insgesamt eine hohe Steifigkeit
der Oberseite einer Haltestruktur ermöglicht. Insbesondere können Kräfte symmetrisch
seitlich auf die Randstege 10 abgeleitet werden. Die Randstege 10 sind in den Knotenpunkten
(Totbereiche des Layouts) somit höher ausgebildet und versteifen dadurch lokal die
Oberseite der Haltestruktur, entsprechend den zu erwartenden größeren Belastungen
in diesen Bereichen. Auch die axialen Verbindungsstege 11, die direkt unter diesen
Knotenbereichen ausgebildet sind, erhöhen die Steifigkeit der Haltestruktur. Weiter
wird eine Steifigkeit in der Fläche erzeugt, indem sowohl die Oberseite bzw. Grundebene
der Haltestruktur als auch die Bodenebene (Aufstandsfläche der Behälter) in einer
geschlossenen, flächigen Struktur ausgebildet ist. Die axialen Verbindungsstege 11
verbinden die Oberseite bzw. Grundebene der Haltestruktur mit der Bodenebene und bilden
somit eine in sich steife Sandwich-Struktur.
[0088] Die oberen Grate der Randstege 10 erstrecken sich von den axialen Verbindungsstegen
11 bogenförmig hin zu zentralen Abschnitten 103 mit einer geringeren Höhe. An diesen
zentralen Abschnitten 103 können zusätzliche Verbindungsstege zur weiteren Versteifung
vorgesehen sein, wie nachfolgend anhand der Fig. 4a näher beschrieben.
[0089] Die Seitenflanken der keilförmigen Randstege 10 dienen als Einführschrägen zum Einfangen
und Führen der Behälter beim Einführen senkrecht von oben in die Aufnahmen 5. Da die
Seitenflanken der keilförmigen Randstege 10 insgesamt einen Einfangtrichter mit einer
deutlich größeren Öffnungsweite als der Außendurchmesser der Behälter ausbilden, brauchen
die Behälter erfindungsgemäß nur relativ grob relativ zu den Aufnahmen 5 vorpositioniert
zu werden, beispielsweise von Greifern oder Robotern, was den Automatisierungsaufwand
reduziert. Nach dem Vorpositionieren der Behälter relativ zu den Aufnahmen 5 können
diese grundsätzlich auch losgelassen werden und frei fallend in die Aufnahmen 5 hinein
gleiten.
[0090] Die Fig. 1b zeigt ein Vial 51, das aufrecht in eine Aufnahme 5 einer solchen Halteeinheit
eingeführt ist. Wenn ein Vial 51 senkrecht von oben in die Aufnahme 5 eingeführt wird,
so gelangt zunächst das untere Ende der Seitenwand 52 in den Bereich des von den Randstegen
10 gebildeten Einfangtrichters. Beim weiteren Annähern des Vials 51 gelangt schließlich
das untere Ende der Seitenwand 52 in Anlage mit der Seitenflanke 102 von einem Randsteg
10 oder mehreren Randstegen 10, und wird dadurch in die Aufnahme 5 geführt. Beim weiteren
Annähern des Vials 51 gelangt schließlich die Seitenwand in Anlage mit den oberen
Führungs- und Positionierungsnasen 15 und wird durch diese relativ zur Aufnahme 5
exakt zentriert und weiter in die Aufnahme 5 geführt. Beim weiteren Annähern des Vials
51 gleitet die Seitenwand 52 entlang den oberen Führungs- und Positionierungsnasen
15, bis schließlich das untere Ende der Seitenwand 52 in den Bereich der Einführschrägen
21 an den oberen Enden der unteren Führungs- und Positionierungsnasen 20 gelangt,
um von diesen sanft zwischen die unteren Führungs- und Positionierungsnasen 20 geführt
zu werden. Beim weiteren Annähern des Vials 51 gleitet die Seitenwand 52 schließlich
entlang den Einführschrägen 21 und den unteren Führungs- und Positionierungsnasen
20, bis schließlich der Boden 53 des Vials 51 auf dem Bodensteg 12 aufliegt. In diesem
Zustand (vgl. Figuren 1b, 1e und 1f) befindet sich der Übergangsbereich zwischen der
Seitenwand 52 und dem Schulterabschnitt 54 eines Vials 51 auf der Höhe des oberen
Rands der Randstege 10 und ist somit oberhalb der Oberseite der Haltestruktur angeordnet,
sodass die oberen Enden der Vials 51, insbesondere die verbreiterten oberen Ränder
56, oder auf diese aufgesetzte Stopfen von Greifern oder Robotern in einfacher Weise
wieder gegriffen werden können, um die Vials 51 wieder aus den Aufnahmen senkrecht
nach oben herauszunehmen. Auch beim Herausziehen der Vials 51 senkrecht nach oben
aus den Aufnahmen 5 werden diese von den oberen und unteren Führungs- und Positionierungsnasen
15, 20 präzise geführt. Sowohl beim Einführen als auch bei der Entnahme der Behälter
kann somit ein unerwünschter Materialabrieb an den vorderen Enden der Führungs- und
Positionierungsnasen 15, 20 minimiert werden.
[0091] Wie man den Figuren 1a, 1c und 1g entnehmen kann, stellen die oberen Enden 11a der
axialen Verbindungsstege 11 auf der Oberseite bzw. Grundebene 2 der Haltestruktur
1 die höchsten Erhebungen bzw. die höchsten Stellen dar, die ebenfalls mit Einführschrägen
versehen sind. Die unteren Enden der Behälter wirken also beim Absenken von senkrecht
oben auf die Haltestruktur 1 zum Einführen in die Aufnahmen 5 zunächst mit den Einführschrägen
an den oberen Enden 11a der axialen Verbindungsstege 11 zusammen. Diese üben also
ebenfalls eine wichtige Führungsfunktion aus. Da die oberen Enden 11a und die axialen
Verbindungsstege 11 entlang dem oberen Ende einer jeweiligen Aufnahme 5 herum verteilt
angeordnet sind, fangen diese gemeinsam bereits in einem sehr frühen Stadium des Absenkens
der Behälter von senkrecht oben die Behälter wirkungsvoll ein, um diese in die Aufnahmen
zu führen. Wie man der Fig. 1c entnehmen kann, sind diese oberen Enden 11a bzw. Verbindungsstege
11 in Tot-Bereichen des Layouts der Haltestruktur 1 angeordnet, nämlich dort, wo benachbarte
Randstege 10 sich kreuzen. Die axialen Verbindungsstege 11 können deshalb relativ
stark ausgebildet sein, ohne dass dadurch die Packungsdichte der Haltestruktur 1 reduziert
wird. Weil die axialen Verbindungsstege 11 maßgeblich zur Steifigkeit der Haltestruktur
1 beitragen, können die Wandstärken der Randstege 10 erfindungsgemäß gering ausgebildet
werden, was nicht nur die erzielbare Packungsdichte wirkungsvoll erhöht, sondern auch
den Materialaufwand und das Gesamtgewicht der Haltestruktur 1 deutlich reduzieren
hilft.
[0092] Wie in der Fig. 1h gezeigt, ist die Oberseite 2 der Haltestruktur 1 weiter durch
einen umlaufenden Rand 3 versteift, der senkrecht von der Oberseite 2 nach unten abragt.
Zur weiteren Versteifung der Haltestruktur können auch auf der Rückseite der Oberseite
2 Versteifungsrippen vorgesehen sein.
[0093] Eine Haltestruktur 1, wie vorstehend beschrieben, kann zur Aufbewahrung und zum Transport
von Pharmabehältern, wie beispielsweise Vials oder Karpulen, dienen. Zur Handhabung
kann die Haltestruktur 1 mittels der Zugriffsöffnungen 6 (vgl. Fig. 2d) von Greifern
oder dergleichen gegriffen und geführt werden. Die Pharmabehälter können weiterverarbeitet
oder behandelt werden, während diese von der Haltestruktur 1 gehalten sind, wie vorstehend
beschrieben. Zum sterilen Transport kann eine solche Haltestruktur als sog. Nest in
einem wannenförmigen Transport- oder Verpackungsbehälter 70 (sog. Tub) aufbewahrt
werden, wie in der Fig. 1h gezeigt, der etwa von der Art sein kann, wie dies in der
EP 2 868 593 A1 der Anmelderin offenbart ist, deren Inhalt hiermit im Wege der Bezugnahme zu Offenbarungszwecken
mit beinhaltet sei.
[0094] Gemäß der Fig. 1h ist der Transport- und Verpackungsbehälter 70 im Wesentlichen kasten-
oder wannenförmig ausgebildet und weist einen Boden 71, eine senkrecht von diesem
abragende, umlaufend ausgebildete Seitenwand 72, eine von dieser im Wesentlichen rechtwinklig
abragende Stufe 73, eine umlaufend ausgebildete obere Seitenwand 74 und einen oberen
Rand 75 auf, der flanschartig ausgebildet ist und dessen Ecken 76 zweckmäßig abgerundet
ausgebildet sind. Ein derartiger Transport- und Verpackungsbehälter 70 ist bevorzugt
aus einem Kunststoff ausgebildet, insbesondere durch Kunststoff-Spritzgusstechnik,
bevorzugt aus einem klaren, durchsichtigen Kunststoff, um eine optische Sichtkontrolle
der von der Haltestruktur 1 gehaltenen Behälter 51 zu ermöglichen. Der Transport-
und Verpackungsbehälter 70 kann mittels einer gasdurchlässigen Kunststofffolie verschlossen
oder versiegelt sein, insbesondere mittels einer Kunststofffolie, die aus einem gasdurchlässigen
Geflecht von Kunststofffasern ausgebildet ist und insbesondere eine Tyvek
®-Folie ist.
[0095] Die Figuren 2a - 2c zeigen die allgemeine Struktur einer Grundeinheit einer Haltestruktur
gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der die axialen
Verbindungsstege 11 ein hexagonales Profil haben und einstückig mit den Randstegen
10 ausgebildet sind.
[0096] Die Fig. 2d zeigt eine Haltestruktur gemäß der zweiten Ausführungsform mit solchen
Grundeinheiten. Abweichend zur ersten Ausführungsform können identisch ausgebildete
Haltestrukturen miteinander verkettet werden, wie diese genauer in der
WO2014/009037 A1 der Anmelderin offenbart ist, deren Inhalt hiermit im Wege der Bezugnahme ausdrücklich
mit beinhaltet sei. Gemäß der Fig. 2d sind entlang der beiden Längsseiten der Haltestruktur
1 alternierend und unter regelmäßigen Abständen zueinander eine Mehrzahl von Vorsprüngen
30 und Aussparungen 35 ausgebildet, die jeweils in Draufsicht betrachtet eine insgesamt
dreieckförmige oder polyedrische Grundfläche aufweisen und korrespondierend zueinander
ausgebildet sind. Ein Verhaken zweier Haltestrukturen 1 kann durch einen Formschluss
der Vorsprünge 30 und Aussparungen 35 in der Art einer Schwalbenschwanzverbindung
realisiert werden. Fig. 2e zeigt die Aufnahme einer solchen Haltestruktur 1 in einem
Transport- und Verpackungsbehälter 70, wie vorstehend beschrieben.
[0097] Die Figuren 3a - 3c zeigen die allgemeine Struktur einer Grundeinheit einer Haltestruktur
gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der die oberen
Enden 11a der axialen Verbindungsstege 11 rautenförmig ausgebildet sind. Eine solche
Konfiguration eignet sich insbesondere für eine Haltestruktur, bei der die Aufnahmen
in Reihen und senkrecht dazu verlaufenden Spalten ohne seitlichen Versatz fluchtend
angeordnet sind.
[0098] Die Aufnahmen 5 sind von nur vier axialen Verbindungsstegen 11 begrenzt, an deren
unteren Enden Haltevorsprünge 12b senkrecht von diesen abragen. Abweichend zu den
vorherigen Ausführungsformen sind diese Haltevorsprünge 12b nicht über einen Bodensteg
miteinander verbunden, wenngleich ein solcher Bodensteg grundsätzlich auch hier vorgesehen
sein kann. Durch geeignete Materialstärke der unteren Enden der axialen Verbindungsstege
11 sowie der Haltevorsprünge 12b kann dennoch eine ausreichende Steifigkeit erzielt
werden. Eine solche Haltestruktur 1 eignet sich beispielsweise zum Halten von Vials,
wie in den Figuren 3d und 3e gezeigt.
[0099] Die Figuren 4a - 4c zeigen die allgemeine Struktur einer Grundeinheit einer Haltestruktur
gemäß einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der abweichend
zu den vorherigen Ausführungsformen zwei Arten von axialen Verbindungsstegen 11, 110
vorgesehen sind. Die axialen Verbindungsstege 11 erstrecken sich ausgehend von den
Kreuzungspunkten der oberen Randstege 10 zunächst radial auswärts und schräg nach
unten, um in einen sich parallel zur Mittellinie der Aufnahme 5 und senkrecht erstreckenden
Abschnitt überzugehen. Die oberen Führungs- und Positionierungsnasen 15 ragen von
den Kreuzungspunkten der oberen Randstege 10 radial einwärts in die Aufnahmen 5 hinein.
Die oberen Randstege 10 haben, in einer Seitenansicht betrachtet, einen dreieckförmig
gezackten Verlauf, mit oberen Enden nahe den Kreuzungspunkten der oberen Randstege
10 und unteren Enden an zentralen Abschnitten 103 der Randstege 10. Zwar haben die
Randstege eine konstante Dicke, also kein keilförmiges Profil, doch ist die Materialstärke
in axialer Richtung der Aufnahmen 5 an den zentralen Abschnitten 103 größer, weil
an diesen zentralen Abschnitten 103 die axialen Verbindungsstege 11 ansetzen und der
Übergangsbereich zwischen den zentralen Abschnitten 103 und den axialen Verbindungsstegen
11 insgesamt dreieckförmig ausgebildet ist. Durch die geringere Höhe der Randstege
10 an den Kreuzungspunkten benachbarter Randstege und die größere Höhe an den zentralen
Abschnitten 103 lässt sich auch eine lokal angepasste Steifigkeit der Randstege 10
erzeugen, vergleichbar zu einem einfachen Biegebalken, bei dem man eine Durchbiegung
reduzieren kann, indem man das Material zur Mitte hin verstärkt (entsprechend dem
Bereich an den zentralen Abschnitten 103) und somit eine effiziente Verstärkung bewirkt.
Dieser Effekt wird weiter durch den axialen Verbindungssteg 11 verstärkt.
[0100] Bei dieser Ausführungsform sind die unteren Enden der axialen Verbindungsstege 11,
110 miteinander verbunden, etwa über die dargestellten unteren Verbindungsstege 12a,
sodass auch die Unterseite der Haltestruktur eine hohe Steifigkeit aufweist.
[0101] Die Figuren 4d und 4e zeigen die Aufnahme eines Vials 51 in einer solchen Grundeinheit
in einem Längsschnitt entlang von A-A bzw. B-B gemäß der Fig. 4c. Die Fig. 4f zeigt
eine Haltestruktur 1 mit einer Mehrzahl von solchen Halteeinheiten, die entsprechend
der zweiten Ausführungsform mit Vorsprüngen 30 und Aussparungen 35 entlang dem Rand
versehen ist.
[0102] Eine Haltestruktur 1, wie vorstehend beschrieben, kann insbesondere durch Spritzgießen
aus einem Kunststoff einstückig ausgebildet werden.
[0103] Fig. 5a zeigt eine Grundeinheit einer modifizierten Haltestruktur gemäß der vierten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in einer perspektivischen Draufsicht. Diese
ist ausgelegt, um eine Karpule 58 darin kopfüber aufzunehmen, wie in der Fig. 5b gezeigt
und vorstehend anhand der Fig. 6a beschrieben.
[0104] Die Figuren 7a und 7b zeigen eine Grundeinheit einer modifizierten Haltestruktur
gemäß einer fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in einer perspektivischen
Draufsicht und in einer Draufsicht. Bei dieser Ausführungsform sind die Aufnahmen
5 becherförmig ausgebildet, wobei an der Seitenwand axiale Verbindungsstege 11 und
Schlitze 11b alternierend ausgebildet sind. In Verlängerung der Schlitze 11b sind
auf dem umlaufenden Randsteg 10 auf der Unterseite der Grundebene 2 obere Führungs-
und Positionierungsnasen 15 ausgebildet, an deren oberen Enden Einführungsschrägen
15b geneigt zu diesen ausgebildet sind. Diese erstrecken sich bis zu dem abgeschrägten
Rand 102, der ein Einfangen der Behälter beim Einführen in die Aufnahmen 5 weiter
unterstützt. An den unteren Enden der axialen Verbindungsstege 11 sind untere Führungs-
und Positionierungsabschnitte 20 ausgebildet. Diese können von den axialen Verbindungsstegen
11 radial einwärts in die Aufnahmen 5 vorstehen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
sind die unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte 20 unmittelbar von den Innenseiten
der axialen Verbindungsstege 11 ausgebildet. Somit besteht ein Winkelversatz und eine
funktionale Trennung zwischen den oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten
15, 20. Die Schlitze 11b sind vorgesehen, damit die oberen Führungs- und Positionierungsnasen
15 beim Spritzgießen von der unteren Werkzeughälfte her beschnitten werden können,
sodass diese sich nur über einen kurzen Abschnitt in Längsrichtung der Aufnahmen 5
erstrecken. Die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte 15, 20
sind, in Draufsicht betrachtet, alternierend und winkelversetzt zueinander angeordnet.
[0105] Die Figuren 7c und 7d zeigen die Grundeinheit gemäß der Fig. 7a in einem Teilschnitt
entlang A-A in der Fig. 7b bzw. entlang B-B in der Fig. 7b. Die Figuren 7e bis 7h
zeigen die Aufnahme eines Vials in einer solchen Grundeinheit in verschiedenen Darstellungen.
[0106] Die Figuren 9a und 9b zeigen eine weitere Variante der Grundeinheit gemäß der Fig.
2a. Die beiden Schnitte gemäß der Fig. 9a bzw. 9b zeigen den Bereich einer oberen
bzw. unteren Führung, die gemeinsam von den oberen Führungs- und Positionierungsabschnitten
15 bzw. den unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten 20 ausgebildet wird.
Aufgrund der jeweils an den oberen bzw. uneren Führungs- und Positionierungsabschnitten
15, 20 ausgebildeten Einführschrägen kann man jeder Führung einen Fangkreis 60a bzw.
61a (in gestrichelten Linien dargestellt) mit einem Fangdurchmesser CD bzw. cd und
einen Kreis 60b bzw. 61b 61a (in durchgezogenen Linien dargestellt) mit einem Durchmesser
SM bzw. sm zuordnen. Der Fangdurchmesser CD entspricht dem Durchmesser des Kreises
60a, in dem ein Behälter, der von oben eingeführt wird, von der oberen Führung eingefangen
wird. Der Fangdurchmesser cd entspricht dem Durchmesser des Kreises 61a, in dem ein
Behälter, der von oben eingeführt wird, von der unteren Führung eingefangen wird.
[0107] Weil die Führungs- und Positionierungsabschnitte 15 und die unteren Führungs- und
Positionierungsabschnitte 20 erfindungsgemäß unabhängig voneinander ausgebildet werden
können, kann der Fangdurchmesser cd des Fangkreises 61a der von den unteren Führungs-
und Positionierungsabschnitten 20 ausgebildeten Führung größer als der kleinste Durchmesser
SD der von den oberen Führungs- und Positionierungsabschnitten 15 ausgebildeten oberen
Führung sein.
[0108] Eine solche Konfiguration wäre bei einem konventionell hergestellten Spritzgussteil
mit oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten nur dann möglich,
wenn die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten winkelversetzt
angeordnet sind, was erfindungsgemäß nicht notwendig ist. Denn bei einem oder mehreren
oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten, die in Aufsicht überlappend
angeordnet sind, kann der Durchmesser der von diesen Führungs- und Positionierungsabschnitten
gebildeten Führungen bei einem konventionellen Spritzgussteil nach unten nur monoton
abnehmen. Eine Hinterschneidung würde zu Problemen beim Entformen führen.
[0109] Dagegen ermöglicht die Erfindung, den Durchmesserverlauf von oberer und unterer Führung
unabhängig voneinander zu gestalten. Dementsprechend kann der kleinste Durchmesser
SD der oberen Führung enger ausgelegt werden, was im Stand der Technik wegen der Entformschräge
über die volle Länge nicht möglich wäre.
[0110] Ebenso kann der Fangdurchmesser cd der unteren Führung auch relativ groß ausgelegt
werden, was im Stand der Technik wegen der Entformschräge über die volle Länge wegen
der Randbedingung, dass der Durchmesser nach unten nur abnehmen kann, ebenfalls nicht
möglich wäre.
[0111] Resultierend kann ein Behälter erfindungsgemäß einfach in die Aufnahmen eingeführt
werden und ist nicht nur im Bereich der von den unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten
gebildeten unteren Führung sondern auch im Bereich der von den oberen Führungs- und
Positionierungsabschnitten gebildeten oberen Führung sehr präzise positioiniert.
[0112] Wie man dem Vergleich der Figuren 9a und 9b ohne weiteres entnehmen kann, kann der
Durchmesserbereich SD < d < CD der oberen Führungs- und Positionierungsabschnitte
15, der vom Durchmesser SD des Kreises 60b mit kleinstem Durchmesser, der von den
oberen Führungs- und Positionierungsabschnitten 15 eingeschlossen ist, bis zum Durchmesser
CD eines von den oberen Führungs- und Positionierungsabschnitten 15 eingeschlossenen
Fangkreises 60a reicht, mit dem Durchmesserbereich sd < d < cd der unteren Führungs-
und Positionierungsabschnitte 20 überlappen, der vom Durchmesser sd eines Kreises
61b mit kleinstem Durchmesser, der von den unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten
20 eingeschlossen ist, bis zum Durchmesser cd des von den unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten
20 eingeschlossenen Fangkreises 61a reicht. Dieser Überlapp der beiden Durchmesserbereiche
kann etwa 1 mm und bevorzugter etwa 2 mm betragen.
[0113] Wie vorstehend beispielhaft anhand der Fig. 1h beschrieben, kann eine Haltestruktur
gemäß der vorliegenden Erfindung gemeinsam mit den daran gehaltenen Behältern in einem
Transport- oder Verpackungsbehälter aufgenommen werden. Dabei kann der Transport-
oder Verpackungsbehälter insbesondere mittels einer gasdurchlässigen Kunststofffolie
verschlossen oder versiegelt sein, insbesondere mittels einer Kunststofffolie, die
aus einem gasdurchlässigen Geflecht von Kunststofffasern ausgebildet ist und insbesondere
eine Tyvek
®-Folie ist.
[0114] Eine Haltestruktur gemäß der vorliegenden Erfindung eignet sich jedoch grundsätzlich
auch für sog. Tray-Lösungen, insbesondere für Vials, wie diese beispielhaft in den
Figuren 8a bis 8c dargestellt ist.
[0115] Gemäß den Figuren 8a bis 8c ist die Haltestruktur 1 als Aufnahmeteil ausgebildet,
in dem die Mehrzahl von Aufnahmen als kegelstumpfförmige Aufnahmen 5 in einer regelmäßigen
Anordnung einstückig ausgebildet sind. Die Aufnahmen 5 sind von umlaufenden Seitenwänden
40 geschlossen ausgebildet. Zur Aufnahme werden die Vials 51 (als Beispiel für einen
Pharmabehälter) mit ihren oberen Enden zu den Böden 41 der Aufnahmen 5 hin gerichtet
und unter Verhinderung eines unmittelbaren Kontakts von benachbarten Vials 51 in den
Aufnahmen 5 des Aufnahmeteils 1 aufgenommen. Dabei sind die Vials 51 vollständig in
den Aufnahmen 5 aufgenommen, ragen also nicht über den Rand der Haltestruktur 1 hinaus.
Bevorzugt sind die Längen der Aufnahmen 5 so auf die Vials 51 abgestimmt, dass die
Böden der Vials 51 bündig mit dem Rand der Haltestruktur 1 sind. Die vorstehend beschriebenen
Einführschrägen und Führungsrippen sind dabei auf der Innenseite der Seitenwände 40
ausgebildet.
[0116] Zur Ausbildung eines Transportgebildes kann weiter ein Auflageteil so auf das Aufnahmeteil
aufgesetzt und mit diesem verbunden werden, dass die Böden der in dem Aufnahmeteil
aufgenommenen Vials abgedeckt werden. Dabei ist das Auflageteil bevorzugt von einer
Grundplatte mit einer ebenen Auflagefläche ausgebildet, die den Aufnahmen zugewandt
ist und auf der die Böden der Vials 51 unmittelbar abgestützt sind.
[0117] Für ein solches Tray-System können das Aufnahmeteil und das Auflageteil grundsätzlich
durch Spritzgießen aus einem Kunststoff hergestellt werden, wobei die Einführschrägen
und Führungsrippen in der vorstehend beschriebenen Weise das Entformen des Aufnahmeteils
unterstützen können.
[0118] Wenn ein nicht-steriler Transport der Pharmabehälter ausreichend ist, kann das Aufnahmeteil
durch Verbinden mit dem Auflageteil zu einem nicht-steril verschlossenen Transportgebilde
gebildet werden. Wenn ein steriler Transport der Pharmabehälter gewünscht ist, kann
die offene Seite des Aufnahmeteils auch durch eine Siegelfolie verschlossen werden,
beispielsweise durch Aufkleben entlang eines flanschartigen Rands des Aufnahmeteils,
ggf. mit zusätzlichen Schweißpunkten, um ein steriles Transportgebilde auszubilden.
[0119] Zum sterilen Transport kann ein solcher Transport- oder Verpackungsbehälter, ggf.
gemeinsam mit weiteren gleichartigen Transport- oder Verpackungsbehältern, in zumindest
einem sterilen Umverpackungsbeutel aufgenommen und steril gegen die Umgebung verpackt
werden. Der zumindest eine sterile Umverpackungsbeutel kann einen gasdurchlässigen
Abschnitt aufweisen oder gar vollständig von diesem ausgebildet sein, der insbesondere
durch ein Geflecht aus Kunststofffasern, wie beispielsweise Polypropylen-Fasern (PP),
ausgebildet ist.
[0120] Wie dem Fachmann beim Studium der vorstehenden Beschreibung ohne weiteres ersichtlich
sein wird, sind die als obere und untere Führungs- und Positionierungsabschnitte wirkenden
oberen und unteren Führungs- und Positionierungsnasen aufgrund ihrer Formgestaltung
und Abmessungen im Wesentlichen als starre, steife Gebilde zu betrachten, die sich
beim Führen der Behälter nicht wesentlich verformen. Hierzu trägt auch die Materialwahl
bei. Zwar sind die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsnasen bevorzugt
jeweils als relativ schmale obere bzw. untere Rippen ausgebildet, um eine möglichst
hohe Packungsdichte der Haltestruktur zu ermöglichen. Jedoch sind die oberen und unteren
Führungs- und Positionierungsnasen dabei nicht so schmal oder kurz ausgebildet, dass
die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsnasen sich selbst beim Führen
der Behälter verformen und nachgeben. Die oberen und unteren Führungs- und Positionierungsnasen
können beim Führen der Behälter allenfalls aufgrund der allgemeinen Flexibilität der
Haltestruktur an sich, also insbesondere der axialen Verbindungsstege und der unteren
Verbindungsstege, geringfügig verstellt werden.
[0121] Bevorzugte Abmessungen der Abmessungen der vorstehend offenbarten oberen und unteren
Führungs- und Positionierungsnasen sind wie folgt:
die Breite einer einzelnen oberen und/oder unteren Führungs- und Positionierungsnase
liegt zweckmäßig im Bereich zwischen 0,5 mm bis 5 mm;
die Breite einer einzelnen oberen und/oder unteren Führungs- und Positionierungsnase
liegt bevorzugt im Bereich zwischen 1 mm bis 2 mm;
die Länge einer einzelnen oberen und/oder unteren Führungs- und Positionierungsnase
liegt zweckmäßig im Bereich zwischen 0,5 mm bis 20 mm;
die Länge einer einzelnen oberen und/oder unteren Führungs- und Positionierungsnase
liegt bevorzugt im Bereich zwischen 5 bis 20 mm;
der Winkelumfang einer einzelnen oberen und/oder unteren Führungs- und Positionierungsnase
liegt zweckmäßig im Bereich zwischen 1° bis 90°;
der Winkelumfang einer einzelnen oberen und/oder unteren Führungs- und Positionierungsnase
liegt bevorzugt im Bereich zwischen 5° bis 20°.
[0122] Die vorgenannten Abmessungen in axialer Richtung der Aufnahmen beziehen sich insbesondere
auf handelsübliche Längen von Vials, Karpulen oder Spritzenkörpern zur Aufbewahrung
von pharmazeutischen Wirkstellen.
[0123] Wie vorstehend ausgeführt, wird zur Herstellung der einstückigen Haltestruktur ein
einfache Spritzgussprozess verwendet, während dem eine einfach gestaltete Urform mit
einer Ober- und einer Unterform verwendet wird, zweckmäßig jedoch nicht mit zusätzlichen
Schiebern zur Gestaltung von aufwändigen Hinterschneidungen oder gar doppelwandigen
Strukturen an der Haltestruktur. Dies bedingt ggf. gewissen Einschränkungen hinsichtlich
der Geometrie der Haltestruktur. Insbesondere kann es in einer Richtung der Haltestruktur,
beispielsweise der axialen Richtung der Aufnahmen bzw. axialen Verbindungsstege oder
auch quer dazu, keine doppelwandige Struktur mit einem Hohlraum dazwischen geben.
Bezugszeichenliste
[0124]
- 1
- Haltestruktur
- 2
- Oberseite oder Grundebene der Haltestruktur
- 2a
- Boden
- 3
- oberer Rand
- 4
- abgerundeter Eckbereich
- 5
- Öffnung oder Aufnahme
- 6
- Zugriffsöffnung
- 10
- Randsteg
- 100
- keilförmiges Profil von Randsteg 10
- 101
- senkrechter Rand
- 102
- Einführschräge / Seitenflanke von Randsteg 10
- 103
- zentraler Abschnitt von Randsteg 10
- 11
- axialer Verbindungssteg
- 11a
- oberes Ende von axialem Verbindungssteg 11 / Kreuzungspunkt von Randstegen 10
- 11b
- Schlitz zwischen axialen Verbindungsstegen 11
- 110
- zweiter axialer Verbindungssteg
- 12
- Bodensteg
- 12a
- unterer Verbindungssteg
- 12b
- Haltevorsprung
- 13
- Öffnung
- 14
- Aussparung
- 15
- obere Führungs- und Positionierungsnase
- 15a
- vorderes Ende von oberer Führungsnase 15
- 15b
- Einführschräge
- 16
- Führungsfläche
- 17
- Spalt
- 20
- untere Führungs- und Positionierungsnase
- 21
- Einführschräge
- 30
- Vorsprung
- 31
- vordere Seitenwand von Vorsprung 30
- 32
- Seitenwand im Übergangsbereich von Vorsprung 30
- 35
- Aussparung
- 36
- vordere Seitenwand von Aussparung 35
- 37
- Seitenwand im Übergangsbereich von Aussparung 35
- 40
- Seitenwand von Aufnahme 5
- 41
- Boden von Aufnahme 5
- 50
- Außenkontur von Vial
- 51
- Vial / Behälter
- 52
- Seitenwand
- 53
- Boden
- 54
- Schulterabschnitt
- 55
- verengter Halsabschnitt
- 56
- oberer Rand
- 560
- aufgecrimpter Metalldeckel
- 57
- Einfüllöffnung
- 60a
- Fangkreis, gebildet von den oberen Führungs- und Positionierungsnasen 15
- 60b
- Kreis mit kleinstem Durchmesser, gebildet von den oberen Führungs- und Positionierungsnasen
15
- 61a
- Fangkreis, gebildet von den unteren Führungs- und Positionierungsnasen 20
- 61b
- Kreis mit kleinstem Durchmesser, gebildet von den unteren Führungs- und Positionierungsnasen
20
- 70
- Transport- und Verpackungsbehälter
- 71
- Boden von Transport- und Verpackungsbehälter 70
- 72
- untere Seitenwand von Transport- und Verpackungsbehälter 70
- 73
- Stufe von Transport- und Verpackungsbehälter 70
- 74
- obere Seitenwand von Transport- und Verpackungsbehälter 70
- 75
- oberer Rand von Transport- und Verpackungsbehälter 70
- 76
- abgerundeter Eckbereich von Transport- und Verpackungsbehälter 70
- CD
- Durchmesser von Fangkreis 60a
- SD
- Durchmesser von Kreis mit kleinstem Durchmesser 60b
- cd
- Durchmesser von Fangkreis 61a
- sd
- Durchmesser von Kreis mit kleinstem Durchmesser 61b
1. Haltestruktur zum gleichzeitigen Halten einer Mehrzahl von Behältern (51) für Substanzen
für pharmazeutische, medizinische oder kosmetische Anwendungen, mit einer Mehrzahl
von Aufnahmen (5), um die Behälter darin zumindest abschnittsweise aufzunehmen, wobei
die Behälter einen zylindrischen Grundkörper mit einem vorbestimmten Außendurchmesser
aufweisen, wobei
die Aufnahmen (5) jeweils ein offenes oberes Ende zum Einführen der Behälter in die
Aufnahmen und ein unteres Ende mit einem Halteabschnitt (12, 12b) aufweisen, um die
axiale Beweglichkeit der Behälter in den Aufnahmen zu begrenzen, und
Führungsabschnitte (15, 20) vorgesehen sind, um die Behälter beim Einführen in die
Aufnahmen zu führen, wobei
die Führungsabschnitte obere Führungs- und Positionierungsabschnitte (15) nahe den
oberen Enden der Aufnahmen und untere Führungs- und Positionierungsabschnitte (20)
nahe den unteren Enden der Aufnahmen umfassen, die getrennt zueinander ausgebildet
sind und eine radiale Beweglichkeit der Behälter in den Aufnahmen begrenzen, dadurch gekennzeichnet, dass
die Haltestruktur durch Spritzgießen einstückig aus einem Kunststoff ausgebildet ist,
wobei die oberen (15) und/oder unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte (20)
jeweils als untere bzw. obere Führungs- und Positionierungsnase (15, 20) ausgebildet
sind, die radial einwärts in die Aufnahmen (5) hineinragen, oder als schmale, sich
in Längsrichtung der Aufnahmen erstreckende obere bzw. untere Führungsrippe (15, 20)
ausgebildet sind, die jeweils radial einwärts in die Aufnahmen (5) hineinragen
2. Haltestruktur nach Anspruch 1, wobei ein Abstand zwischen den oberen und unteren Führungs-
und Positionierungsabschnitten (15, 20) in Längsrichtung der Aufnahmen (5) größer
ist als der Abstand der oberen Führungs- und Positionierungsabschnitten (20) zu den
oberen Enden der Aufnahmen (5) und/oder größer ist als der Abstand der unteren Führungs-
und Positionierungsabschnitten (15) zu den unteren Enden der Aufnahmen.
3. Haltestruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die oberen und unteren
Führungs- und Positionierungsabschnitten (15, 20) aufgrund ihrer Form und Abmessungen
als starre Führungs- und Positionierungsabschnitte zum Führen und Positionieren der
Behälter (51) für Substanzen für pharmazeutische, medizinische oder kosmetische Anwendungen
wirken.
4. Haltestruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei vordere Enden der oberen
und/oder unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte (15, 20) gemeinsam jeweils
einen oberen bzw. unteren Kreis mit einem Durchmesser einschließen, der gleich dem
Außendurchmesser der aufzunehmenden Behälter (51) im jeweiligen Bereich der oberen
bzw. unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte (15, 20) entspricht oder geringfügig
größer ist als dieser Außendurchmesser.
5. Haltestruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei, in Draufsicht betrachtet,
die oberen Führungs- und Positionierungsabschnitte (15) winkelversetzt zu den unteren
Führungs- und Positionierungsabschnitten (20) angeordnet sind und die oberen und unteren
Führungs- und Positionierungsabschnitte sich nicht überlappen.
6. Haltestruktur Anspruch 5, wobei der Durchmesser (cd) eines von den unteren Führungs-
und Positionierungsabschnitten (20) eingeschlossenen Fangkreises (61b) größer als
der Durchmesser (SD) eines Kreises (60b) mit kleinstem Durchmesser ist, der von den
oberen Führungs- und Positionierungsabschnitte (15) eingeschlossen ist.
7. Haltestruktur nach Anspruch 6, wobei der Durchmesserbereich der oberen Führungs- und
Positionierungsabschnitte (15), der vom Durchmesser (SD) des Kreises (60b) mit kleinstem
Durchmesser, der von den oberen Führungs- und Positionierungsabschnitten (15) eingeschlossen
ist, bis zum Durchmesser (CD) eines von den oberen Führungs- und Positionierungsabschnitten
(15) eingeschlossenen Fangkreises (60a) reicht, mit dem Durchmesserbereich der unteren
Führungs- und Positionierungsabschnitte (20) überlappt, der vom Durchmesser (sd) eines
Kreises (61b) mit kleinstem Durchmesser, der von den unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten
(20) eingeschlossen ist, bis zum Durchmesser (cd) des von den unteren Führungs- und
Positionierungsabschnitten (20) eingeschlossenen Fangkreises (61a) reicht.
8. Haltestruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei den Aufnahmen (5) jeweils
eine Mehrzahl von oberen und unteren Führungs- und Positionierungsabschnitten (15,
20) zugeordnet ist, die jeweils unter konstanten Winkelabständen zueinander um die
Aufnahmen herum verteilt angeordnet sind.
9. Haltestruktur nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
wobei vordere Anlageflächen der oberen und/oder unteren Führungsrippen (15, 20) jeweils
mit einem in Längsrichtung keilförmig zulaufenden Profil oder abgerundet ausgebildet
sind, und/oder
wobei vordere Anlageflächen der oberen und/oder unteren Führungsrippen (15, 20) sich
jeweils unter einem spitzen Neigungswinkel relativ zur Längsrichtung der Aufnahmen
geneigt abwärts erstrecken, der im Bereich zwischen 0° und 3° liegt, oder
wobei vordere Anlageflächen der oberen und/oder unteren Führungsrippen (15, 20) jeweils
korrespondierend zur Außenkontur der Behälter konkav gekrümmt ausgebildet sind, oder
wobei vordere Anlageflächen der oberen und/oder unteren Führungsrippen (15, 20) jeweils
konvex gekrümmt ausgebildet sind, und/oder
wobei die oberen und/oder unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte (15, 20)
jeweils als Ringsegmente ausgebildet sind, die sich in Längsrichtung der Aufnahmen
(5) erstrecken und radial einwärts in die Aufnahmen (5) hineinragen, wobei ein Krümmungsradius
der Ringsegmente auf den Außendurchmesser der Behälter abgestimmt ist, um abschnittsweise
an den Behältern anzuliegen.
10. Haltestruktur nach Anspruch 9, wobei die oberen Führungsrippen (15) oder die oberen
Führungs- und Positionierungsabschnitte (15) jeweils einstückig mit einem umlaufenden
Randsteg (10) ausgebildet sind, der das obere Ende einer jeweiligen Aufnahme (5) radial
begrenzt, wobei die Randstege (10) von einer Oberseite oder Grundebene (2) der Haltestruktur
vorstehen, mit Einführschrägen (102) versehen sind und in Längsrichtung der Aufnahmen
betrachtet ein keilförmiges Profil (100) haben.
11. Haltestruktur nach Anspruch 10, wobei die Halteabschnitte (12, 12b) an axialen Verbindungsstegen
(11) vorgesehen sind, die senkrecht von einer Oberseite oder Grundebene (2) der Haltestruktur
(1) abragen und mit Kreuzungsbereichen von jeweils zwei oder drei Randstegen (10)
verbunden sind, wobei
die unteren Führungsrippen (20) jeweils einstückig mit axialen Verbindungsstegen (11)
ausgebildet sind, die senkrecht von einer Oberseite (2) der Haltestruktur (1) abragen
und
untere Enden der axialen Verbindungsstege (11) eine umlaufende Seitenwand ausbilden,
wobei die unteren Führungsrippen (20) jeweils einstückig mit der von den unteren Enden
der axialen Verbindungsstege ausgebildeten umlaufenden Seitenwand ausgebildet sind.
12. Haltestruktur nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei an oberen Enden der oberen
und/oder unteren Führungsrippen (15, 20) jeweils Einführschrägen (15b, 21) ausgebildet
sind, die sich relativ zu den zugeordneten oberen bzw. unteren Führungsrippen geneigt
erstrecken.
13. Haltestruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Halteabschnitte als
radial einwärts abragende Haltevorsprünge (12b) ausgebildet sind, wobei die Haltevorsprünge
über Bodenstege (12) miteinander verbunden sind, welche die Öffnungen (13) an den
unteren Enden der Aufnahmen (5) einschließen.
14. Haltestruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Aufnahmen (5) mittels
Verbindungsstegen miteinander verbunden sind, wobei die Aufnahmen so ausgebildet sind,
dass zwei gleich ausgebildete Haltestrukturen so übereinander gestapelt werden können,
dass die Aufnahmen einer oberen Haltestruktur teilweise in die Aufnahmen einer darunter
befindlichen Haltestruktur eintauchen und dass die Verbindungsstege einer oberen Haltestruktur
unmittelbar auf einer Oberseite oder Grundebene einer darunter befindlichen Haltestruktur
abgestützt sind.
15. Transportgebilde, bestehend aus einer Kombination aus der Haltestruktur nach einem
der vorhergehenden Ansprüche und einer Mehrzahl von daran gehaltenen Behältern (51)
für Substanzen für pharmazeutische, medizinische oder kosmetische Anwendungen, wobei
die Behälter in den Aufnahmen (5) zumindest abschnittsweise aufgenommen sind und axial
gesichert an der Haltestruktur (1) gehalten sind,
wobei die Behälter Vials (51) sind, die aufrecht in den Aufnahmen aufgenommen sind,
wobei die oberen Führungs- und Positionierungsabschnitte (15) die Vials nahe den Schulterabschnitten
(54) abstützen und die unteren Führungs- und Positionierungsabschnitte (20) die Vials
nahe dem Boden (53) abstützen; oder
wobei die Behälter als Karpulen mit einem zylindrischen Grundkörper ausgebildet sind
und ein oberes Ende mit einem verengten Halsabschnitt (55) und ein sich diesem anschließenden
Schulterabschnitt (54) aufweisen, der in eine zylindrische Seitenwand (52) der Behälter
übergeht, wobei die Karpulen kopfüber in den Aufnahmen aufgenommen sind und wobei
die Öffnungsweite der Öffnungen (13) so auf die oberen Enden der Behälter (52) abgestimmt
ist, dass die oberen Enden der Behälter sich durch die Öffnungen hindurch erstrecken
und die Schulterabschnitte der Behälter unmittelbar auf den Haltevorsprüngen (12b)
oder Bodenstegen (12) abgestützt sind, um die axiale Beweglichkeit der Behälter in
den Aufnahmen zu begrenzen.
16. Haltestruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Haltestruktur als Aufnahmeteil
ausgebildet ist, in dem die Mehrzahl von Aufnahmen (5) als kegelstumpfförmige Aufnahmen
in einer regelmäßigen Anordnung einstückig ausgebildet sind, sodass die Behälter mit
ihren oberen Enden zu den Böden der Aufnahmen hin gerichtet und unter Verhinderung
eines unmittelbaren Kontakts von benachbarten Behältern in den Aufnahmen des Aufnahmeteils
aufnehmbar sind, wobei
die Aufnahmen (5) so auf die Längen der Behälter abgestimmt sind, um die Behälter
darin vollständig aufzunehmen, und wobei
die Haltestruktur weiterhin ein Auflageteil umfasst, um Böden der in dem Aufnahmeteil
aufgenommenen Behälter abzudecken, wobei
das Auflageteil von einer Grundplatte mit einer ebenen Auflagefläche ausgebildet ist,
die den Aufnahmen zugewandt ist.
17. Transport- oder Verpackungsbehälter für eine Mehrzahl von Behältern (51) für Substanzen
für pharmazeutische, medizinische oder kosmetische Anwendungen, wobei der Transport-
oder Verpackungsbehälter kastenförmig ausgebildet ist, gekennzeichnet durch eine Haltestruktur (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, die in dem kastenförmigen
Transport- oder Verpackungsbehälter gemeinsam mit den daran gehaltenen Behältern aufgenommen
ist, um die Mehrzahl von Behältern in dem Transport- oder Verpackungsbehälter (50)
zu halten, wobei
der Transport- oder Verpackungsbehälter mittels einer gasdurchlässigen Kunststofffolie
verschlossen oder versiegelt ist, die aus einem gasdurchlässigen Geflecht von Kunststofffasern
ausgebildet ist.
1. Retaining structure for simultaneously holding a plurality of containers (51) for
substances for pharmaceutical, medical or cosmetic applications, with a plurality
of receptacles (5) for receiving said containers therein at least in sections, wherein
said containers have a cylindrical base body with a predetermined outer diameter,
wherein
the receptacles (5) each have an open upper end for inserting the containers into
the receptacles and a lower end with a retaining section (12, 12b) to limit the axial
mobility of the containers in the receptacles, and
guide sections (15, 20) are provided for guiding the containers during insertion into
the receptacles, wherein
the guide sections comprise upper guide and positioning sections (15) near the upper
ends of the receptacles and lower guide and positioning sections (20) near the lower
ends of the receptacles, which are formed separately from each other and limit a radial
mobility of the containers in the receptacles,
characterized in that the retaining structure is formed in one piece from a plastic by injection molding,
wherein the upper (15) and/or lower guiding and positioning sections (20) are each
formed as, respectively, lower or upper guiding and positioning nose (15, 20), which
project radially inward into the receptacles (5), or as, respectively, narrow upper
or lower guiding rib (15, 20), extending in the longitudinal direction of the receptacles
and each projecting radially inwardly into the receptacles.
2. Retaining structure according to claim 1, wherein a distance between the upper and
lower guiding and positioning sections (15, 20) in the longitudinal direction of the
receptacles (5) is greater than the distance of the upper guiding and positioning
sections (20) from the upper ends of the receptacles (5) and/or is greater than the
distance of the lower guiding and positioning sections (15) from the lower ends of
the receptacles.
3. Retaining structure according to any one of the preceding claims, wherein the upper
and lower guiding and positioning sections (15, 20), due to their shape and dimensions,
act as rigid guiding and positioning sections for guiding and positioning the containers
(51) for substances for pharmaceutical, medical or cosmetic applications.
4. Retaining structure according to any one of the preceding claims, wherein front ends
of the upper and/or lower guiding and positioning sections (15, 20) in each case jointly
enclose, respectively, an upper and lower circle having a diameter equal to or slightly
larger than the outer diameter of the containers (51) to be held in the respective
area of the upper and lower guiding and positioning sections (15, 20).
5. Retaining structure according to any one of the preceding claims, wherein, as seen
in plan view, the upper guiding and positioning sections (15) are angularly offset
from the lower guiding and positioning sections (20) and the upper and lower guiding
and positioning sections do not overlap.
6. Retaining structure according to claim 5, wherein the diameter (cd) of a catch circle
(61b) enclosed by the lower guiding and positioning sections (20) is larger than the
diameter (SD) of a smallest diameter circle (60b) enclosed by the upper guiding and
positioning sections (15).
7. Retaining structure according to claim 6, wherein the diameter range of the upper
guiding and positioning portions (15) extending from the diameter (SD) of the smallest
diameter circle (60b) enclosed by the upper guiding and positioning portions (15)
to the diameter (CD) of a catching circle (60a) enclosed by the upper guiding and
positioning portions (15), overlaps with the diameter range of the lower guiding and
positioning sections (20) extending from the diameter (sd) of a smallest diameter
circle (61b) enclosed by the lower guiding and positioning portions (20) to the diameter
(cd) of the catching circle (61a) enclosed by the lower guiding and positioning sections
(20).
8. Retaining structure according to any one of the preceding claims, wherein the receptacles
(5) each have associated therewith a plurality of upper and lower guiding and positioning
sections (15, 20), each of which are distributed around the receptacles at constant
angular distances from one another.
9. Retaining structure according to any one of claims 4 to 8, wherein front contact surfaces
of the upper and/or lower guiding ribs (15, 20) are each formed with a profile tapering
in a wedge shape in the longitudinal direction or are rounded, and/or
wherein front contact surfaces of the upper and/or lower guiding ribs (15, 20) each
extend downwardly inclined at an acute angle of inclination relative to the longitudinal
direction of the seats, which is in the range between 0° and 3°, or
wherein front contact surfaces of the upper and/or lower guiding ribs (15, 20) are
each concavely curved corresponding to the outer contour of the containers, or
wherein front contact surfaces of the upper and/or lower guiding ribs (15, 20) are
each convexly curved, and/or
wherein the upper and/or lower guiding and positioning sections (15, 20) are each
formed as ring segments extending in the longitudinal direction of the receptacles
(5) and projecting radially inwardly into the receptacles (5), a radius of curvature
of the ring segments being matched to the outer diameter of the containers so as to
abut the containers in sections.
10. Retaining structure according to claim 9, wherein the upper guiding ribs (15) or the
upper guiding and positioning sections (15) are each formed integrally with a circumferential
edge web (10) which radially bounds the upper end of a respective receptacle (5),
wherein the edge webs (10) project from an upper side or base plane (2) of the retaining
structure, are provided with insertion slopes (102) and have a wedge-shaped profile
(100) as viewed in the longitudinal direction of the receptacles.
11. Retaining structure according to claim 10, wherein the retaining sections (12, 12b)
are provided on axial connecting webs (11) projecting perpendicularly from an upper
side or base plane (2) of the retaining structure (1) and connected to intersection
regions of two or three edge webs (10), respectively, wherein
the lower guiding ribs (20) are each formed integrally with axial connecting webs
(11) which project vertically from an upper side (2) of the retaining structure (1),
and
lower ends of the axial connecting webs (11) form a circumferential side wall, wherein
the lower guiding ribs (20) are each formed integrally with the circumferential side
wall formed by the lower ends of the axial connecting webs.
12. Retaining structure according to any one of claims 9 to 11, wherein insertion slopes
(15b, 21) are formed at upper ends of the upper and/or lower guiding ribs (15, 20),
respectively, which extend inclinedly relative to the associated upper and lower guiding
ribs, respectively.
13. Retaining structure according to any one of the preceding claims, wherein the retaining
sections are formed as radially inwardly projecting retaining projections (12b), the
retaining projections being interconnected by bottom webs (12) enclosing the openings
(13) at the lower ends of the receptacles (5).
14. Retaining structure according to one of the preceding claims, wherein the receptacles
(5) are connected to one another by means of connecting webs, wherein the receptacles
are designed in such a way that two holding structures of identical design can be
stacked on top of one another in such a way that the receptacles of an upper retaining
structure are partially immersed in the receptacles of a retaining structure located
therebelow, and that the connecting webs of an upper retaining structure are supported
directly on an upper side or base plane of a retaining structure located therebelow.
15. Transport structure consisting of a combination of the retaining structure according
to one of the preceding claims and a plurality of containers (51) held thereon for
substances for pharmaceutical, medical or cosmetic applications, wherein the containers
are received in the receptacles (5) at least in sections and are held axially secured
to the retaining structure (1),
wherein the containers are vials (51) received upright in the receptacles, wherein
the upper guiding and positioning sections (15) support the vials near the shoulder
sections (54) and the lower guiding and positioning sections (20) support the vials
near the bottom (53); or
wherein the containers are formed as cartridges with a cylindrical base body and have
an upper end with a narrowed neck portion (55) and a shoulder sections (54) adjoining
the neck portion and merging into a cylindrical side wall (52) of the containers,
wherein the carpules are received upside down in the receptacles, and wherein the
opening width of the openings (13) is matched to the upper ends of the receptacles
(52) such that the upper ends of the containers extend through the openings and the
shoulder sections of the containers are directly supported on the retaining projections
(12b) or bottom webs (12) to limit the axial mobility of the containers in the receptacles.
16. Retaining structure according to any one of claims 1 to 12, wherein the retaining
structure is formed as a receptacle part in which the plurality of receptacles (5)
are integrally formed as frustoconical receptacles in a regular arrangement so that
the containers can be received in the receptacles of the receptacle part with their
upper ends directed towards the bottoms of the receptacles and with prevention of
direct contact of adj acent containers, wherein
the receptacles (5) are adapted to the lengths of the containers so as to completely
receive the containers therein, and wherein
the retaining structure further comprises a support part for covering bottoms of the
containers received in the receptacle part, wherein
the support part is formed by a base plate with a flat support surface facing the
receptacles.
17. Transport or packaging container for a plurality of containers (51) for substances
for pharmaceutical, medical or cosmetic applications, said transport or packaging
container being box-shaped, characterized by a retaining structure (1) according to any one of claims 1 to 12 received in said
box-shaped transport or packaging container together with the containers held thereon
for holding said plurality of containers in said transport or packaging container
(50), wherein
the transport or packaging container is closed or sealed by means of a gas-permeable
plastic film formed from a gas-permeable braid of plastic fibers.
1. Structure de support pour supporter simultanément une pluralité de récipients (51)
pour des substances destinées à des applications pharmaceutiques, médicales ou cosmétiques,
comprenant une pluralité de logements (5) pour y recevoir les récipients au moins
par sections, dans laquelle les récipients présentent un corps de base cylindrique
avec un diamètre extérieur prédéterminé, où
les logements (5) ont chacun une extrémité supérieure ouverte pour l'insertion des
récipients dans les logements et une extrémité inférieure ayant une partie de retenue
(12, 12b) pour limiter le mouvement axial des récipients dans les logements, et
des parties de guidage (15, 20) sont prévues pour guider les récipients lors de leur
insertion dans les logements,
dans lequel les parties de guidage comprennent des parties de guidage et de positionnement
supérieures (15) proches des extrémités supérieures des réceptacles et des parties
de guidage et de positionnement inférieures (20) proches des extrémités inférieures
des réceptacles, qui sont formées séparément les unes des autres et qui limitent un
mouvement radial des récipients dans les réceptacles, et
caractérisé en ce que la structure de maintien est formée d'une seule pièce par moulage par injection à
partir d'une matière plastique,
dans lequel les parties de guidage et de positionnement supérieures (15) et/ou inférieures
(20) font chacune saillie radialement vers l'intérieur dans les logements (5)
dans laquelle les portions de guidage et de positionnement supérieures et/ou inférieures
(15, 20) se présentent chacune sous la forme d'étroites nervures supérieures ou inférieures
s'étendant dans la direction longitudinale des logements et faisant saillie radialement
vers l'intérieur des logements.
2. Structure de support selon la revendication 1, dans laquelle une distance entre les
sections de guidage et de positionnement supérieure et inférieure (15, 20) dans la
direction longitudinale des logements (5) est supérieure à la distance entre les sections
de guidage et de positionnement supérieures (20) et les extrémités supérieures des
logements (5) et/ou est supérieure à la distance entre les sections de guidage et
de positionnement inférieures (15) et les extrémités inférieures des logements.
3. Structure de support selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
les portions de guidage et de positionnement supérieures et inférieures (15, 20),
de par leur forme et leurs dimensions, agissent comme des portions de guidage et de
positionnement rigides pour guider et positionner les récipients (51) de substances
pour des applications pharmaceutiques, médicales ou cosmétiques.
4. Structure de maintien selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle les extrémités avant des portions de guidage et de positionnement supérieures
et/ou inférieures (15, 20) délimitent ensemble chacune un cercle supérieur ou inférieur
de diamètre égal ou légèrement supérieur au diamètre extérieur des récipients (51)
à recevoir dans la zone respective des portions de guidage et de positionnement supérieures
ou inférieures (15, 20).
5. Structure de maintien selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle, vue
de dessus, les portions de guidage et de positionnement supérieures (15) sont décalées
angulairement par rapport aux portions de guidage et de positionnement inférieures
(20) et les portions de guidage et de positionnement supérieures et inférieures ne
se chevauchent pas.
6. Structure de maintien revendication 5, dans laquelle le diamètre (cd) d'un cercle
de capture (61b) délimité par les parties inférieures de guidage et de positionnement
(20) est supérieur au diamètre (SD) d'un cercle de plus petit diamètre (60b) délimité
par les parties supérieures de guidage et de positionnement (15).
7. Structure de support selon la revendication 6, dans laquelle la plage de diamètres
des parties supérieures de guidage et de positionnement (15), qui s'étend du diamètre
(SD) du cercle de plus petit diamètre (60b) entouré par les parties supérieures de
guidage et de positionnement (15), au diamètre (CD) d'un cercle de capture (60a) entouré
par les parties supérieures de guidage et de positionnement (15), chevauche la plage
de diamètres des parties inférieures de guidage et de positionnement (20) qui s'étend
du diamètre (sd) d'un cercle (61b) de plus petit diamètre enfermé par les parties
inférieures de guidage et de positionnement (20) au diamètre (cd) du cercle de capture
(61a) enfermé par les parties inférieures de guidage et de positionnement (20).
8. Structure de maintien selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle les logements (5) sont associés chacun à une pluralité de portions de guidage
et de positionnement (15, 20) supérieures et inférieures, réparties chacune autour
des logements à des distances angulaires constantes les unes des autres.
9. Structure de maintien selon l'une quelconque des revendications 4 à 8,
dans lequel des surfaces d'appui avant des nervures supérieures et/ou inférieures
(15, 20) étant réalisées chacune avec un profil se terminant en forme de coin dans
la direction longitudinale ou étant arrondies, et/ou
dans lequel les surfaces de butée avant desdites nervures supérieures et/ou inférieures
(15, 20) s'étendent chacune vers le bas en étant inclinées selon un angle d'inclinaison
aigu par rapport à la direction longitudinale desdits logements, qui est compris dans
la plage allant de 0° à 3°, ou
des surfaces d'appui avant des nervures supérieures et/ou inférieures (15, 20) étant
réalisées avec une courbure concave correspondant respectivement au contour extérieur
des récipients, ou
les surfaces d'appui avant des nervures de guidage supérieures et/ou inférieures (15,
20) étant réalisées chacune avec une courbure convexe, et/ou
les sections de guidage et de positionnement supérieures et/ou inférieures (15, 20)
étant respectivement réalisées sous forme de segments annulaires qui s'étendent dans
la direction longitudinale des logements (5) et pénètrent radialement vers l'intérieur
dans les logements (5), un rayon de courbure des segments annulaires étant adapté
au diamètre extérieur des récipients afin de s'appliquer par sections contre les récipients.
10. structure de maintien selon la revendication 9, dans laquelle les nervures de guidage
supérieures (15) ou les sections de guidage et de positionnement supérieures (15)
sont chacune formées d'un seul tenant avec une nervure de bord périphérique (10) qui
délimite radialement l'extrémité supérieure d'un logement respectif (5), les nervures
de bord (10) faisant saillie à partir d'une face supérieure ou d'un plan de base (2)
de la structure de maintien, étant pourvues de biseaux d'insertion (102) et présentant
un profil en forme de coin (100), vu dans la direction longitudinale des logements.
11. structure de retenue selon la revendication 10, dans laquelle les sections de retenue
(12, 12b) sont prévues sur des entretoises de liaison axiales (11) qui font saillie
perpendiculairement à partir d'une face supérieure ou d'un plan de base (2) de la
structure de retenue (1) et sont reliées à des zones de croisement de respectivement
deux ou trois entretoises de bord (10), dans laquelle
les nervures de guidage inférieures (20) sont formées chacune d'un seul tenant avec
des nervures de liaison axiales (11) qui font saillie perpendiculairement d'une face
supérieure (2) de la structure de support (1) et
les extrémités inférieures des barres de liaison axiales (11) forment une paroi latérale
périphérique, les nervures de guidage inférieures (20) étant chacune formées d'un
seul tenant avec la paroi latérale périphérique formée par les extrémités inférieures
des barres de liaison axiales.
12. structure de maintien selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, dans laquelle,
aux extrémités supérieures des nervures de guidage supérieures et/ou inférieures (15,
20), sont respectivement formés des biseaux d'introduction (15b, 21) qui s'étendent
de manière inclinée par rapport aux nervures de guidage supérieures ou inférieures
associées.
13. Structure de maintien selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle les portions de maintien sont réalisées sous la forme de saillies de maintien
(12b) faisant saillie radialement vers l'intérieur, les saillies de maintien étant
reliées entre elles par des entretoises de fond (12) qui enferment les ouvertures
(13) aux extrémités inférieures des logements (5).
14. Structure de maintien selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle les
logements (5) sont reliés entre eux au moyen de barrettes de liaison, les logements
étant configurés de telle sorte que deux structures de maintien de configuration identique
peuvent être empilées l'une sur l'autre de telle sorte que les logements d'une structure
de maintien supérieure s'enfoncent partiellement dans les logements d'une structure
de maintien située en dessous et que les barrettes de liaison d'une structure de maintien
supérieure s'appuient directement sur une face supérieure ou un plan de base d'une
structure de maintien située en dessous.
15. Structure de transport, constituée d'une combinaison de la structure de maintien selon
l'une des revendications précédentes et d'une pluralité de récipients (51) maintenus
sur celle-ci pour des substances destinées à des applications pharmaceutiques, médicales
ou cosmétiques, les récipients étant logés au moins par sections dans les logements
(5) et étant maintenus de manière bloquée axialement sur la structure de maintien
(1),
les récipients étant des flacons (51) reçus verticalement dans les réceptacles, les
parties supérieures de guidage et de positionnement (15) supportant les flacons près
des parties d'épaulement (54) et les parties inférieures de guidage et de positionnement
(20) supportant les flacons près du fond (53) ; ou
les récipients étant réalisés sous forme de carpules avec un corps de base cylindrique
et présentant une extrémité supérieure avec un tronçon de col rétréci (55) et un tronçon
d'épaulement (54) se raccordant à celui-ci, qui se transforme en une paroi latérale
cylindrique (52) des récipients, les carpules étant reçues la tête en bas dans les
logements et la largeur d'ouverture des ouvertures (13) étant adaptée aux extrémités
supérieures des récipients (52) de telle sorte que les extrémités supérieures des
récipients s'étendent à travers les ouvertures et que les sections d'épaulement des
récipients s'appuient directement sur les saillies de retenue (12b) ou les barrettes
de fond (12) afin de limiter la mobilité axiale des récipients dans les logements.
16. Structure de support selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, dans laquelle
la structure de support est réalisée sous la forme d'une partie de réception dans
laquelle la pluralité de réceptacles (5) sont réalisés d'un seul tenant sous la forme
de réceptacles tronconiques dans un agencement régulier, de sorte que les récipients
peuvent être reçus dans les réceptacles de la partie de réception avec leurs extrémités
supérieures dirigées vers les fonds des réceptacles et en empêchant un contact direct
de récipients adjacents, dans laquelle
les logements (5) sont adaptés aux longueurs des récipients de manière à y loger complètement
les récipients, et dans lequel
la structure de support comprend en outre une partie de support pour recouvrir les
fonds des récipients reçus dans la partie de réception, dans laquelle
la partie d'appui est formée par une plaque de base avec une surface d'appui plane
qui est tournée vers les logements.
17. Récipient de transport ou d'emballage pour une pluralité de récipients (51) pour des
substances destinées à des applications pharmaceutiques, médicales ou cosmétiques,
le récipient de transport ou d'emballage étant en forme de boîte, caractérisé par une structure de support (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, qui
est reçue dans le récipient de transport ou d'emballage en forme de boîte conjointement
avec les récipients qui y sont supportés, afin de supporter la pluralité de récipients
dans le récipient de transport ou d'emballage (50), dans lequel
le récipient de transport ou d'emballage est fermé ou scellé au moyen d'un film plastique
perméable aux gaz, qui est formé d'un treillis de fibres plastiques perméables aux
gaz.