[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen eines Anbaugerätes an einem
Baggerausleger, umfassend eine Schnellwechselvorrichtung und eine Anbauplatte mit
den Merkmalen des einleitenden Teils von Anspruch 1.
[0003] Die bekannten Vorrichtungen haben sich gut bewährt, da sie ein rasches Befestigen
von Anbaugeräten (Löffel, Hydraulikhämmer und Ähnliches) an Baggerauslegern erlauben
und den sicheren Sitz des Anbaugerätes am Baggerausleger gewährleisten.
[0004] Wenn am Baggerausleger ein Anbaugerät festzulegen ist, das selbst eine Hydraulikeinrichtung
aufweist, wie beispielsweise Hydraulikhämmer oder Böschungslöffel, ist es erforderlich,
die Hydraulikleitungen, die zu der Hydraulikeinrichtung am Anbaugerät führen, mit
den vom Bagger kommenden Hydraulikleitungen zu verbinden, nachdem das Anbaugerät am
freien Ende des Baggerauslegers mit Hilfe der Schnellwechselvorrichtung und der Anbauplatte
befestigt worden ist, damit der Betrieb und das Benützen des Anbaugerätes vom Führerstand
des Baggers aus gesteuert werden kann.
[0005] Eine Vorrichtung umfassend eine Schnellwechselvorrichtung und eine Anbauplatte, bei
der beim Befestigen eines Anbaugerätes am freien Ende eines Baggerauslegers das Verbinden
der zum Anbaugerät führenden Hydraulikleitungen selbsttätig erfolgt, ist aus
AT 008 623 U2 oder
EP 1 840 276 A2 bekannt.
[0006] Aus
EP 2 233 642 A1 ist eine Vorrichtung zum Verbinden von Anbaugeräten mit einem Baggerausleger bestehend
aus einer am Baggerausleger befestigten Schnellwechselvorrichtung und einer am Anbaugerät
befestigten Anbauplatte bekannt. Die bekannte Vorrichtung besitzt wenigstens eine
Kupplung für das Verbinden von wenigstens einer vom Bagger kommenden Hydraulikleitung
mit einer Hydraulikleitung, die zu einem am Anbaugerät vorgesehenen, hydraulischen
Antriebsmotor (Hydraulikzylinder) führt. Die wenigstens eine Hydraulikkupplung wird
durch einen Kupplungszylinder betätigt, nachdem der Verriegelungszylinder die Riegel
in ihre Wirkstellung vorgeschoben hat. So ist beim Festlegen eines Anbaugerätes mit
Hilfe der bekannten Vorrichtung an einem Baggerausleger gewährleistet, dass wenigstens
ein in einem Anbaugerät vorgesehener Antriebsmotor (Hydraulikzylinder) mit Hydraulikmedium
beaufschlagt werden kann.
[0007] In bestimmten Fällen ist auch eine elektrische Verbindung zwischen dem Bagger und
einem Anbaugerät erforderlich. Das ist beispielsweise der Fall, wenn ein Böschungslöffel
mit einer Nivelliereinrichtung ausgestattet ist, um vorgegebene Neigungen, z.B. an
Böschungen, über GPS zu steuern.
[0008] Als elektrische Einrichtung können in einem Anbaugerät auch Prozessoren zum Aktivieren
elektrischer Geräte, wie solche in Holzprozessoren (Forstarbeit), vorgesehen sein.
[0009] WO 2004/072387 A1 zeigt eine Kupplung, umfassend eine Schnellwechselvorrichtung und eine Anbauplatte
mit Sensoren, die das ordnungsgemäße Kuppeln anzeigen sollen. Die Sensoren umfassen
Sensor-Elemente an der Schnellwechselvorrichtung und Sensor-Gegenstücke an der Anbauplatte.
Die Stellung der Riegel wird von einem Detektor, der am Joch der Riegel angeordnet
ist, und einen Sensor an der Anbauplatte erfasst.
WO 2004/072387 A1 deutet an, dass die Sensoren "elektrische" Sensoren sein können.
[0010] FR 2 676 765 A1 zeigt u.a. elektrische Kupplungen. Ein Teil der Kupplungen ist fix an der Hakenseite
einer Schnellwechselvorrichtung und die anderen Teile sind an der Anbauplatte ebenfalls
fix angebracht.
[0011] DE 196 39 217 A1 offenbart, dass an der Kupplungsstelle einer landwirtschaftlichen Maschine elektrische
Kupplungen vorgesehen sind. Diese sind an den Teilen der Kupplung fest "installiert".
[0012] WO 2010/062193 A1 zeigt und beschreibt eine Hydraulikkupplung. Ein Teil der Kupplung ist mit dem Riegel
verstellbar. Der andere Teil ist an der Anbauplatte montiert. Hinweise auf eine elektrische
Kupplung finden sich in
WO 2010/062193 A1 nicht.
[0013] AT 505 238 A1 zeigt eine Kupplung, die auch eine elektrische Kupplung sein kann. Die Kupplung umfasst
zwei Kupplungsteile, die aufeinander zu weisend angeordnet sind. Ein Teil ist an der
Schnellwechselvorrichtung und der andere Teil an der Anbauplatte fix montiert. Die
Kupplung soll beim Schwenken von Schnellwechselvorrichtung und Anbauplatte in deren
gekuppelte Lage geschlossen werden.
[0014] DE 601 02 71 T2 zeigt und beschreibt eine elektrische Kupplung an einer Kupplungsvorrichtung zum
Verbinden von Werkzeugen mit einem Baggerausleger.
[0015] Gemäß
EP 2 103 744 A1 soll eine Hydraulikkupplung beim Verbinden einer Schnellwechselvorrichtung mit einer
Anbauplatte geschlossen werden, indem ein Teil der Hydraulikkupplung verschoben wird.
[0016] AT 513 587 A1 zeigt eine Kupplungsvorrichtung, umfassend elektrische und hydraulische Kupplungselemente,
die einerseits an einem Schnellwechsler und andererseits an einer Anbauplatte vorgesehen
sind.
[0017] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die aus
EP 2 233 642 A1 bekannte Vorrichtung derart weiterzubilden, dass nicht nur ein Kuppeln von Hydraulikleitungen,
sondern auch das Kuppeln wenigstens einer elektrischen Leitung, die vom Bagger zum
Anbaugerät führt, möglich ist.
[0018] Gelöst wird diese Aufgabe mit einer Vorrichtung, welche die Merkmale von Anspruch
1 aufweist.
[0019] Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
[0020] Da bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung an dem in der Schnellwechselvorrichtung
vorgesehenen, von einem Motor (Druckmittelzylinder) verschiebbaren Block (= Schubstück)
nicht nur Kupplungsteile für wenigstens eine Hydraulikkupplung, sondern auch wenigstens
ein Kupplungsteil für eine elektrische Kupplung vorgesehen sind und weiters im Bereich
der Riegelaufnahme der Anbauplatte zusätzlich zu den Kupplungsteilen für die wenigstens
eine Hydraulikkupplung auch wenigstens ein Kupplungsteil für eine elektrische Kupplung
vorgesehen ist, wird beim Schließen der Hydraulikkupplung auch gleichzeitig eine elektrische
Verbindung in der wenigstens einen elektrischen Leitung zwischen Bagger und Anbaugerät
hergestellt.
[0021] Bei einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es von Vorteil, wenn
die Teile der elektrischen Kupplung (Stecker und Steckbuchse) auf der vom Anbaugerät
entfernt liegenden Seite der Hydraulikkupplungsteile angeordnet sind. So ist eine
besonders günstige, räumliche Anordnung der Kupplungsteile der wenigstens einen elektrischen
Kupplung gegeben und die Gefahr des Verschmutzens der elektrischen Kupplung verringert.
[0022] In einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass für die Kupplungsteile
der elektrischen Kupplung in der an der Schnellwechselvorrichtung vorgesehenen Riegelführung
eine zur Riegelführung hin offene Aussparung für den an der Schnellwechselvorrichtung
vorgesehenen Kupplungsteil der elektrischen Kupplung vorgesehen ist.
[0023] Sinngemäß kann in der Riegelaufnahme, insbesondere in dem gestuften Bereich derselben,
eine zusätzliche, zur Riegelaufnahme hin offene Aussparung für die Aufnahme des an
der Anbauplatte vorgesehenen Kupplungsteils der elektrischen Kupplung vorgesehen sein.
[0024] Diese Aussparung kann in einer Ausnehmung im oberen Teil der Riegelaufnahme gebildet
sein oder aber es ist der obere Steg der Riegelaufnahme unterbrochen, um Platz für
den an der Anbauplatte vorgesehenen Teil der elektrischen Kupplung zu schaffen.
[0025] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele. Es zeigt:
- Fig. 1
- in Schrägansicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung an einem Böschungslöffel, wobei
die Anbauplatte mit der Schnellwechselvorrichtung noch nicht vollständig verbunden
ist,
- Fig. 2
- in einer anderen Ansicht die Anbauplatte und den Böschungslöffel von Fig. 1,
- Fig. 3
- in weitgehend schematisierter Schrägansicht einen Block mit den Kupplungsteilen für
die elektrische und die hydraulische Kupplung und das an der Anbauplatte im Bereich
der Riegelaufnahme anzubringende Gegenstück,
- Fig. 4
- eine symmetrisch ausgebildete Anbauplatte mit einem an der Anbauplatte vorgesehenen
Schutzelement für die Teile der elektrischen und der hydraulischen Kupplung an der
Schnellwechselvorrichtung,
- Fig. 5
- eine vergrößerte Einzelheit von Fig. 4 und
- Fig. 6
- eine weitere Einzelheit der Anbauplatte von Fig. 4 ohne Schutzelement.
[0026] Eine in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung umfasst eine Schnellwechselvorrichtung 1, die
am freien Ende eines (nicht gezeigten) Baggerauslegers oder dgl. angeordnet ist, und
eine Anbauplatte 2, die mit einem Anbaugerät 3, z.B. einem Hydraulikhammer (nicht
gezeigt), oder einem Böschungslöffel verbunden ist. Durch vor- und zurückschiebbare
Riegel 4, die beispielsweise keilförmig ausgebildet und in eine entsprechend geformte
Öffnung 7 in einer Riegelaufnahme 5 an der Anbauplatte 3 einschiebbar sind, sowie
über an der Schnellwechselvorrichtung 1 vorgesehene (starre) Haken 6, die hinter eine
Kupplungsstange 8 (Aufnahmebolzen) an der Anbauplatte 2 eingreifen, kann die Anbauplatte
2 an der Schnellwechselvorrichtung 1 festgelegt werden.
[0027] Zum Verstellen der Riegel 4, die beispielsweise in einem kastenartigen Aufnahmeraum
der Schnellwechselvorrichtung 1 vorgesehen sind, ist als Verriegelungszylinder ein
Druckmittelzylinder, vorzugsweise ein Hydraulikzylinder, vorgesehen und mit den Riegeln
4 gekuppelt. Durch Betätigen des Verriegelungszylinders werden die Riegel 4 durch
eine Riegelführung 9 in ihre Wirkstellung, in der sie in die Öffnung 7 der Riegelaufnahme
5 an der Anbauplatte 2 des Anbaugerätes 3 eingreifen, verschoben und verbinden das
Anbaugerät 3 sicher mit der Schnellwechselvorrichtung 1.
[0028] Vom Bagger zu der Schnellwechselvorrichtung 1 führende Hydraulikleitungen 11 sind
an einem Block 10 angeschlossen, an dem Kupplungsstecker 12 montiert sind. Der Block
10 ist an der Kolbenstange 13 eines an der Schnellwechselvorrichtung 1 montierten
Hydraulikzylinders montiert. Dabei ist vorgesehen, dass zunächst der die Riegel 4
betätigende Verrieglungszylinder der Schnellwechselvorrichtung 1 mit Hydraulikmedium
beaufschlagt wird, um die Riegel 4 auszufahren, sodass die Anbauplatte 2 des Arbeitsgerätes
3 mit der Schnellwechselvorrichtung 1 gekuppelt wird. Sobald beim Beaufschlagen des
Verriegelungszylinders ein vorgegebener Druck, beispielsweise ein Druck von 120 bar,
erreicht wird, wird über ein Druckfolgeventil der für das Verschieben des Blockes
10 vorgesehene Hydraulikzylinder mit Hydraulikmedium beaufschlagt. Die Kolbenstange
13 des Hydraulikzylinders fährt aus, sodass die Verbindung zwischen den Kupplungssteckern
12, die am Block 10 befestigt sind, und Kupplungsmuffen 14, die an einem an der Anbauplatte
2 im Bereich der Riegelaufnahme 5 montierten Block 15 angeordnet sind, hergestellt
wird und die Hydraulikkupplungen geschlossen sind. Der Block 15 mit den Kupplungsmuffen
14 ist an der Anbauplatte 2 angeordnet. Von dem die Kupplungsstecker 12 tragenden
Block 10 können Führungsstifte abstehen, die bei geschlossener Hydraulikkupplung in
Führungslöcher in dem die Kupplungsmuffen 14 tragenden Block 15 eingreifen.
[0029] Zu dem mit der Kolbenstange 13 des Hydraulikzylinders verbundenen Block 10 führen
zwei Hydraulikleitungen 11. Von dem Block 15 an der Anbauplatte 2 führen zwei weitere
Hydraulikleitungen 16 weg, über die im Anbaugerät 3, z. B. dem Böschungslöffel (Fig.
1 und 2), vorgesehene Hydraulikzylinder mit Hydraulikmedium beaufschlagt werden können.
[0030] Wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung für Anbaugeräte 3 ohne eigene Hydraulikeinrichtung
oder elektrische Einrichtung verwendet wird, kann an der Anbauplatte 2 an dem Block
15 an Stelle der Kupplungsmuffen 14 und Steckbuchse 26 ein Schutzelement 30 (in Form
einer insbesondere elastischen Platte, vgl.
AT 10 695 U1) vorgesehen sein, um die an der Schnellwechselvorrichtung 1 vorgesehenen Kupplungsstecker
12 und Stecker 20 zu schützen.
[0031] Bei der erfindungsgemäßen Schnellwechselvorrichtung 1 ist an dem Block 10, der die
Kupplungsstecker 12 für die Hydraulikleitungen 11 trägt, auch ein elektrischer Stecker
20 vorgesehen. In dem elektrischen Stecker 20 sind mehrere elektrische Kontakte 21
vorgesehen. Zu den elektrischen Kontakten 21 führt eine (mehrpolige) Leitung 22.
[0032] Dabei ist vorgesehen, dass der elektrische Stecker 20 auf der von der Anbauplatte
2 abgekehrten Seite der Kupplungsstecker 12 für die Hydraulikleitungen 11 angeordnet,
also von der Anbauplatte 2 weiter entfernt ist als die Kupplungsstecker 12.
[0033] Hierzu ist in der Riegelführung 9 an ihrem von der Anbauplatte 2 abgekehrten Rand
eine Ausnehmung 23 vorgesehen, um Platz für den Teil 33 des Blockes 10 zu schaffen,
der den elektrischen Stecker 20 trägt.
[0034] Im Bereich der Riegelaufnahme 5 an der Anbauplatte 2 ist in der dort vorgesehenen,
für den Eingriff der Riegel 4 bestimmten Öffnung 7 ein Block 15 vorgesehen, der die
Kupplungsmuffen 14 für das Verbinden der Hydraulikleitungen 13 und 16 trägt. Wie beispielsweise
Fig. 3 und auch Fig. 1 zeigen, ist der Block 15 an einem Träger 24 angebracht, der
an der Anbauplatte 2 mit Schrauben 25 befestigt ist.
[0035] Auf der vom Anbaugerät 3 abgekehrten Seite der Kupplungsmuffen 14 für die Hydraulikleitungen
16 ist an dem Block 15 eine Steckbuchse 26 vorgesehen. Von der Steckbuchse 26 geht
eine elektrische Leitung 27 aus, die zu einer elektrischen Einrichtung am Anbaugerät
3 führt.
[0036] Wie insbesondere Fig. 1 zeigt, ist die Öffnung 7 in der Riegelaufnahme 5 so ausgebildet,
dass auch für die elektrische Steckbuchse 26 im Teil 29 des Blockes 15, der die Steckbuchse
26 aufnimmt, Raum geschaffen wird, so dass der Block 15 in der Öffnung 7 der Riegelaufnahme
5 angeordnet sein kann.
[0037] Hierzu ist bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform der von dem Anbaugerät 3 abgekehrte
Rand der Öffnung 7 in der Riegelaufnahme 5 nicht nur gestuft ausgebildet, sondern
es ist in dem gestuften Bereich noch eine Ausnehmung 28 vorgesehen, in die der Teil
29 des Blockes 15, der die elektrische Steckbuchse 26 trägt, aufgenommen ist.
[0038] Wenn der Block 10 mit den hydraulischen Kupplungssteckern 12 und dem elektrischen
Stecker 20 so weit vorgeschoben ist, dass die Kupplungsstecker 12 in die Kupplungsmuffen
14 am Block 15 und der Stecker 20 in die Steckbuchse 26 am Block 15 eingreifen, liegt
der Block 10 mit seinem vorstehenden Rand 18 an der ihm zugekehrten Fläche des Blocks
15 an. So sind die elektrischen und die hydraulischen Kupplungen vor Feuchtigkeit
und Schmutz geschützt.
[0039] Die Fig. 4 bis 6 zeigen eine symmetrisch ausgebildete Anbauplatte 2, bei der die
Ausnehmung 28 für den Teil 29 des Blockes 15, der die elektrische Steckbuchse 26 trägt,
als Unterbrechung 32 des vom Anbaugerät 3 abgekehrten Steges 31 der Riegelaufnahme
5 ausgebildet ist.
[0040] Es ist in Betracht gezogen, an asymmetrischen Anbauplatten 2 (Fig. 1 und 2) und insbesondere
an symmetrisch ausgebildeten Anbauplatten (Fig. 4 bis 6), die für Anbaugeräte 3 ohne
hydraulische Einrichtung und ohne elektrische Einrichtung verwendet werden, an Stelle
der Kupplungsmuffen 14 und der elektrischen Steckbuchse 26 ein Schutzelement 30 in
Form einer (elastischen) Platte (
AT 10 695 U1) vorzusehen. An dieses Schutzelement 30 legt sich der Block 10 mit seinem Rand 18
dichtend an, so dass die hydraulischen Kupplungsstecker 12 und der elektrische Stecker
20, die an der Schnellwechselvorrichtung 1 vorgesehen sind, geschützt sind und insbesondere
nicht verschmutzen können.
[0041] Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt beschrieben
werden:
An einer Vorrichtung zum Verbinden eines Anbaugerätes 3 mit einem Baggerausleger sind
wenigstens eine Hydraulikkupplung und wenigstens eine elektrische Kupplung vorgesehen.
Die Teile der Kupplungen werden nach dem Ansetzen der Schnellwechselvorrichtung 1
an die am Arbeitsgerät 3 befestigte Anbauplatte 2 miteinander verbunden. Die Teile
der Hydraulikkupplung und jene der elektrischen Kupplung sind einerseits im Bereich
der Riegelführung 9 der Schnellwechselvorrichtung 1 und anderseits im Bereich der
Riegelaufnahme 5 der Anbauplatte 2 angeordnet. Die Teile der elektrischen Kupplung
sind an der Schnellwechselvorrichtung 1 auf der dem Baggerausleger zugewendeten Seite
und an der Anbauplatte 2 auf der vom Anbaugerät 3 abgewandten Seite der Teile der
Hydraulikkupplung angeordnet.
1. Vorrichtung zum Verbinden eines Arbeitsgerätes (3) mit einem Baggerausleger, umfassend
eine Schnellwechselvorrichtung (1) und eine Anbauplatte (2), wobei wenigstens eine
Hydraulikkupplung vorgesehen ist, mit der wenigstens eine vom Bagger kommende Hydraulikleitung
(11) mit wenigstens einer Hydraulikleitung (16), die zu wenigstens einer Hydraulikeinrichtung
im Anbaugerät(3) führt, verbindbar ist, wobei an der Schnellwechselvorrichtung (1)
ein Teil, insbesondere der Kupplungsstecker (12) der Hydraulikkupplung, und an der
Anbauplatte (3) ein weiterer Teil, insbesondere die Kupplungsmuffe (14) der Hydraulikkupplung,
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine elektrische Kupplung vorgesehen ist, mit der wenigstens eine vom
Bagger kommende elektrische Leitung (22) mit wenigstens einer zu einer im Anbaugerät
(3) vorgesehenen elektrischen Einrichtung führenden elektrischen Leitung (27) verbindbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der elektrischen Kupplung an einem in der Schnellwechselvorrichtung (1)
verschiebbaren Block (10), der einen Teil der Hydraulikkupplung trägt, angeordnet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil der elektrischen Kupplung im Bereich einer an der Schnellwechselvorrichtung
(1) vorgesehenen Riegelführung (9) vor und zurück verschiebbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Teil der elektrischen Kupplung in einer Öffnung (7) in einer an der
Anbauplatte (2) vorgesehenen Riegelaufnahme (5) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der an der Schnellwechselvorrichtung (1) vorgesehene Teil der elektrischen Kupplung
auf der dem Baggerausleger zugekehren Seite der Teile der Hydraulikkupplung angeordnet
ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der an der Anbauplatte (2) vorgesehene Teil der elektrischen Kupplung auf der von
einem Anbaugerät (3) abgekehrten Seite der Teile der Hydraulikkupplung angeordnet
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Riegelführung (9) eine zum Inneren der Riegelführung hin offene Ausnehmung
(23) für einen Teil der elektrischen Kupplung vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in dem vom Anbaugerät (3) entfernt liegenden Steg der Riegelaufnahme (5) eine zum
Inneren der Riegelaufnahme (5) hin offene Ausnehmung (28) für einen Teil der elektrischen
Kupplung vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (28) durch eine Unterbrechung des Steges der Riegelaufnahme (5) gebildet
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Hydraulikkupplungen und eine elektrische Kupplung vorgesehen sind und dass die
elektrische Kupplung in einer mittig zwischen den Hydraulikkupplungen liegenden Ebene
und zu den Hydraulikkupplungen versetzt angeordnet ist.