[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Antennenvorrichtung für einen RFID-Reader,
welche einen ortsfest verankerbaren Ständer umfasst, der zumindest zwei Antennen trägt,
die jeweils in eine unterschiedliche Richtung weisen. Die Erfindung betrifft ferner
eine Antennenanlage mit mehreren solchen Vorrichtungen.
[0002] Die Kennzeichnung von Produkten, Ladegut und Ladegutträgern mittels RFID-Tags (Radio
Frequency Identification Tags) ist in der Fertigung, Warenwirtschaft, Lager- und Transportlogistik
seit vielen Jahren gängige Praxis. Zum Auslesen der RFID-Tags an Warenumschlagplätzen,
Verladedocks, Lagerein- und -ausgängen sowie entlang von industriellen Fertigungsstraßen
werden in der Regel RFID-Reader mit Richtantennen verwendet, um die RFID-Tags örtlich
gezielt ansprechen zu können. Bei Verwendung zweier in unterschiedliche Richtungen
weisender Antennen pro RFID-Reader kann dabei auch die Passagerichtung beim Passieren
des RFID-Readers ermittelt werden.
[0003] Im rauen Alltagsbetrieb sind derartige Antennenvorrichtungen hohen mechanischen Belastungen
ausgesetzt. Gabelstapler, Ladegut-Trolleys, Paletten auf Rollen od.dgl., die versehentlich
gegen die Antennenvorrichtung stoßen, können diese verbiegen oder verstellen, was
die Kalibrierung des RFID-Readers und seine Lokalisierungsfunktionen stört und ungünstigstenfalls
zu einem Totalausfall der Anlage führt. Zum Schutz der Antennenvorrichtung werden
daher derzeit Rammschutzbügel, Schutzgitter, Leitplanken usw. vor den Antennen angebracht.
Dies erhöht jedoch den Platzbedarf bzw. verringert die lichte Durchfahrtsbreite, beispielsweise
für Gabelstapler. Personen, die den Spalt zwischen Rammschutz und Antennen nützen,
gefährden weiterhin die Antennen und ihre korrekte Justierung.
[0004] Die Erfindung setzt sich zum Ziel, die Nachteile des bekannten Standes der Technik
zu überwinden und eine verbesserte Antennenvorrichtung für RFID-Reader zu schaffen,
welche auch hohen Alltagsbeanspruchungen standhält und dabei platzsparend und kostengünstig
aufgebaut ist.
[0005] Dieses Ziel wird mit einer Antennenvorrichtung der einleitend genannten Art erreicht,
welche sich gemäß der Erfindung dadurch auszeichnet, dass die Antennen jeweils zwischen
einer Ruhestellung und zumindest einer Auslenkstellung verschwenkbar am Ständer gelagert
und jeweils in ihre Ruhestellung federnd vorgespannt sind.
[0006] Auf diese Weise können die Antennen bei Kollision mit einem Fahrzeug, Ladegutträger,
Personen usw. federnd ausweichen, sodass sie nicht bleibend dejustiert oder beschädigt
werden. Die Antennen kehren stets selbsttätig wieder in ihre justierte Ruhestellung
zurück. Die erfindungsgemäße Antennenvorrichtung erübrigt damit das Montieren eines
zusätzlichen Rammschutzes, was Kosten und Platz spart und die lichte Durchfahrtsbreite
an Verladetoren, Ein- und Ausgängen, Lieferwegen usw. maximiert.
[0007] Die Antennen können jeweils einzeln verschwenkbar am Ständer gelagert sein. Jede
Antenne kann dabei von der Ruhestellung nur in eine Richtung, d.h. eine Auslenkstellung,
verschwenkbar sein, beispielsweise wenn das Verladetor, an dem die Antennenvorrichtung
montiert ist, stets nur in einer Richtung passiert wird. Bevorzugt sind die Antennen
jedoch von ihrer Ruhestellung aus in zwei entgegengesetzte Richtungen, d.h. zwei Auslenkstellungen,
auslenkbar, sodass sie gleichsam um ihre Ruhestellung federnd pendeln können.
[0008] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dabei dadurch
aus, dass die Antennen an einem gemeinsamen Träger montiert sind, welcher am Ständer
zwischen zwei Auslenkstellungen, zwischen denen die Ruhestellung liegt, verschwenkbar
gelagert ist. Durch ihre gemeinsame Montage an einem Träger sind die Antennen in ihrer
Relativlage zueinander festgelegt, welche sie auch bei Auslenkung des Trägers beibehalten.
Überdies ist nur eine Schwenklagerung für alle am Träger montierten Antennen erforderlich.
[0009] Besonders günstig ist es, wenn die Ruhestellung mittig zwischen den beiden Auslenkstellungen
liegt, sodass die Antennen mitsamt dem Träger symmetrisch um ihre Ruhestellung auslenken
bzw. pendeln können.
[0010] Bevorzugt ist der Träger über ein Pendeltürscharnier am Ständer schwenkbar gelagert.
Pendeltürscharniere sind als industriell vorgefertigte Baugruppe, gleich mit Federvorspannung
in die Mittel- bzw. Ruhestellung, erhältlich, was Fertigung und Montage der Antennenvorrichtung
erleichtert.
[0011] In einer ersten Variante der Erfindung ist der Träger ein auskragender Arm, der an
einem Ende schwenkbar am Ständer gelagert ist und am anderen Ende die Antennen trägt.
Mit dem auskragenden Arm kann einer großer Schwenkwinkel realisiert werden, ohne dass
die Antennen gegen den Ständer stoßen.
[0012] In einer alternativen Variante der Erfindung ist der Träger ein Querträger, welcher
in seiner Mitte am Ständer schwenkbar gelagert ist und an seinen beiden Enden jeweils
eine Antenne trägt. Ein solcher Querträger ragt wenig vor, was die lichte Durchtrittsbreite
eines Ladeportals, Lieferweges usw., an dem die Antennenvorrichtung montiert ist,
vergrößert.
[0013] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung sind die Antennen Patch-
oder Panelantennen, welche unter einem Winkel von 60° bis 120°, bevorzugt etwa 90°,
zueinander angeordnet sind. Dadurch können gut unterscheidbare Richtwirkungen im Ein-
und Austrittsbereich beim Passieren der Antennenvorrichtung erzielt werden. In der
Ausführungsform mit Kragarm bilden die Antennen unter diesen Winkeln eine Art "Pfeil"
am Ende des Arms, und in der Ausführungsform mit Querträgern bilden die Antennen unter
diesen Winkeln an den Enden des Querträgers eine Art von Einlauf- bzw. Auslauf-Leitplanken,
welche das Passieren der Antennenvorrichtung und das Ausweichen der Antennen erleichtern.
[0014] In jeder der genannten Ausführungsformen kann die Antennenvorrichtung ferner eine
an die Antennen angeschlossenen Auswerteschaltung aufweisen, welche dafür ausgebildet
ist, aus in den Antennen empfangenen Signalen, die von einem die Antennenvorrichtung
passierenden RFID-Tag herrühren, die Passagerichtung dieses RFID-Tags zu ermitteln.
Die Auswerteschaltung vergleicht dazu beispielsweise den zeitlichen Verlauf der Signale,
um festzustellen, welche Antenne zuerst anspricht.
[0015] Gemäß einem weiteren bevorzugten Merkmal der Erfindung trägt der Ständer zumindest
zwei Paare von Antennen, welche Paare mit gegenseitigem Abstand übereinander angeordnet
sind. Dadurch kann die Antennenvorrichtung mit auf unterschiedlichen Höhen passierenden
RFID-Tags kommunizieren.
[0016] Besonders günstig ist es dabei, wenn jedes Paar einen eigenen Träger hat, welcher
am Ständer verschwenkbar gelagert ist, sodass die Antennen jeweils paarweise am Ständer
federnd pendelnd gelagert sind.
[0017] In einem weiteren Aspekt schafft die Erfindung auch eine Antennenanlage mit zwei
einander in einem Abstand gegenüberliegenden Antennenvorrichtungen der hier geschilderten
Art, welche zwischeneinander ein Passageportal bilden. Bevorzugt sind die beiden Antennenvorrichtungen
dabei über eine Kopfüberverrohrung miteinander verbunden, sodass sie ein Portal bilden,
welches am Boden ungehinderte Durchfahrt bietet. Die beiden Antennenvorrichtungen
können so von einen gemeinsamen RFID-Reader benutzt werden, welcher z.B. an einer
Antennenvorrichtung montiert und über die Kopfüberverrohrung mit der gegenüberliegenden
Antennenvorrichtung verbunden ist.
[0018] Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den beigeschlossenen Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Antennenvorrichtung der Erfindung in einer Perspektivansicht;
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform der Antennenvorrichtung der Erfindung in der Draufsicht;
Fig. 3 eine dritte Ausführungsform der Antennenvorrichtung der Erfindung in der Draufsicht;
und
Fig. 4 eine Antennenanlage gemäß der Erfindung in einer Perspektivansicht.
[0019] Fig. 1 zeigt eine Antennenvorrichtung 1 für einen RFID-Reader 2, der hier direkt
mit der Antennenvorrichtung 1 zusammengebaut ist, beispielsweise an dieser montiert.
Der RFID-Reader 2 braucht jedoch nicht notwendigerweise am Ort der Antennenvorrichtung
1 montiert oder mit dieser zusammengebaut sein. Beispielsweise kann ein einziger RFID-Reader
2 mehrere Antennenvorrichtungen 1 verwenden und an einem von diesen gesonderten, zentralen
Ort angeordnet sein.
[0020] Die Antennenvorrichtung 1 hat eine, zwei oder mehr (hier: vier) Antennen 3, 4, 5,
6, welche über (nicht dargestellte) Antennenleitungen an den RFID-Reader 2 angeschlossen
sind.
[0021] Der RFID-Reader 2 kommuniziert über die Antennenvorrichtung 1, genauer deren Antennen
3 - 6, mit RFID-Tags 7, wie sie beispielsweise an Produkten, Ladegut, Ladegutträgern,
Paletten, Containern usw. angebracht und zur Kennzeichnung derselben oder deren Inhalt
dienen. Der RFID-Reader 2 und seine Antennenvorrichtung 1 können nach jedem bekannten
Funkstandard arbeiten, sei es RFID im eigentlichen (standardgemäßen) Sinne, NFC (Near
Field Communication), DSRC (Dedicated Short Range Communication), WiFi, BlueTooth
od.dgl. Der Begriff "RFID" wird hier demgemäß für jeden beliebigen Funkkommunikationsstandard
verwendet. Die RFID-Tags 7 können sowohl aktiver als auch passiver Art sein, beispielsweise
aktive oder passive Transponderchips.
[0022] Die Antennenvorrichtung 1 umfasst einen ortsfest verankerbaren Ständer 8, beispielsweise
eine Säule mit einer Fußplatte 9 zur Verankerung am Boden, optional mittels Schrauben
10. An dem Ständer 8 sind die Antennen 3 - 6 schwenkbar gelagert, und zwar (hier)
jeweils paarweise, wie später noch ausführlicher erörtert. Der Ständer 8 kann auch
jede andere Form als die gezeigte Säulenform haben. Tatsächlich ist als Ständer 8
jede beliebige Grundkonstruktion geeignet, welche die Antennen 3 - 6 tragen kann,
beispielsweise ein Schaltkasten, eine Wand, ein Gebäudeteil usw. Alle diese Varianten
fallen unter den hier verwendeten Begriff "Ständer".
[0023] Die Antennen 3 - 6 sind jeweils Flachantennen, beispielsweise Patch-, Panel- oder
Array-Antennen mit Richtwirkung normal zu ihrer Flächenerstreckung, wie sie beispielsweise
in der UHF- oder Mikrowellentechnik Verwendung finden. Die beiden Antennen eines Paares
3, 4 bzw. 5, 6 weisen jeweils in unterschiedliche Richtungen und sind zu diesem Zweck
- insbesondere wenn sie Flachantennen sind - unter einem Winkel α (Fig. 2) von 60°
bis 120°, bevorzugt etwa 90°, zueinander angeordnet. Im gezeigten Beispiel sind zwei
Paare 3, 4 und 5, 6 von Antennen 3 - 6 mit gegenseitigem Vertikalabstand am Ständer
8 übereinander montiert, wobei auch nur ein Paar oder mehr als zwei Paare vorgesehen
sein können.
[0024] Die Antennen 3 - 6 können jeweils einzeln über gesonderte Schwenklager (nicht gezeigt)
am Ständer 8 schwenkbar gelagert sein. Alternativ und wie in Fig. 1 gezeigt sind jeweils
zwei Antennen 3, 4 bzw. 5, 6 an einem gemeinsamen Träger 11, 12 montiert, der in einem
Schwenklager 13 bzw. 14 mit bevorzugt vertikaler Schwenkachse am Ständer 8 gelagert
ist. In der Ausführungsform von Fig. 1 ist der Träger 11, 12 ein vom Ständer 8 auskragender
Arm, der an seinem einen Ende im Schwenklager 13 bzw. 14 gelagert ist und an seinem
anderen, auskragenden Ende die beiden Antennen 3, 4 bzw. 5, 6 trägt. Der Winkel α
zwischen den beiden Antennen 3, 4 bzw. 5, 6 kann beispielsweise durch ein arretierbares
Gelenk 15 (Fig. 2) am Ende des armförmigen Trägers 11, 12 eingestellt werden.
[0025] Die Schwenklager 13, 14 sind mit einer automatischen, federnden Rückstellung der
Träger 11, 12 in die in Fig. 1 gezeigte Ruhestellung ausgestattet. Wie aus Fig. 2
ersichtlich, kann jeder Träger 11, 12 mitsamt seinen Antennen 3, 4, bzw. 5, 6 von
der in Fig. 2 mit ausgezogenen Linien gezeigten Ruhestellung in zwei verschiedene,
hier jeweils mit strichlierten Linien gezeigte Auslenkstellungen verschwenkt bzw.
ausgelenkt werden und kehrt nach dem Auslenken wieder selbsttätig aufgrund seiner
federnden Vorspannung in die Ruhestellung zurück, welche bevorzugt mittig liegt. Die
Federkraft, mittels welcher der Träger 11, 12 in die Ruhestellung vorgespannt ist,
kann beispielsweise durch eine interne Feder (nicht gezeigt) des jeweiligen Schwenklagers
13, 14 aufgebracht werden, beispielsweise eine Torsionsfeder.
[0026] Fig. 2 zeigt eine spezielle Ausführung des Schwenklagers 13, 14 als ein Pendeltürscharnier,
welches ein federndes Auslenken von der mittigen Ruhestellung wechselweise in beide
Auslenkstellungen gestattet. Die Federkraft zur Vorspannung des Trägers 11 in die
mittige Ruhestellung kann hier beispielsweise durch Federbügel (nicht gezeigt) zwischen
den Scharnierplatten des Pendeltürscharniers aufgebracht werden.
[0027] In Fig. 3 ist eine alternative Ausführungsform des gemeinsamen Trägers zweier Antennen
3, 4 dargestellt, u.zw. in Form eines Querträgers 16, der in seiner Mitte über das
Schwenklager 13 verschwenkbar am Ständer 8 gelagert ist. Der Querträger 16 trägt an
seinen beiden Enden jeweils eine Antenne 3 bzw. 4, bevorzugt jeweils wieder einstellbar
über ein arretierbares Gelenk 17, 18.
[0028] Fig. 4 zeigt eine Antennenanlage 20 aus zwei Antennenvorrichtungen 1, die einander
gegenüberliegend in einem Abstand angeordnet sind, um zwischeneinander ein Passageportal
21 für den Durchtritt von Ladegut oder Ladegutträgern, beispielsweise LKWs, Gabelstapler,
Palettenträgern, Förderanlagen usw. zu bilden. Aufgrund der Schwenklagerung der Träger
11, 12 der Antennen 3 - 6 können diese federnd ausweichen, wenn sie beim Passieren
des Portals 21 versehentlich touchiert werden, und kehren anschließend wieder in ihre
mittige Ruhestellung zurück.
[0029] Die beiden Antennenvorrichtungen 1 der Anlage 20 können über eine Kopfüberverrohrung
22 miteinander verbunden sein, sodass beispielsweise ein einziger RFID-Reader 2 an
einer der Antennenvorrichtungen 1 genügt, welcher über die Kopfüberverrohrung 22 elektrisch
mit der gegenüberliegenden Antennenvorrichtung 1 verbunden werden kann.
[0030] Zurückkehrend auf Fig. 1 kann der RFID-Reader 2 optional eine Auswerteschaltung 23
enthalten, welche aus in den Antennen 3, 4 bzw. 5, 6 empfangenen Signalen, die von
einem passierenden RFID-Tag 7 herrühren, die Passagerichtung dieses RFID-Tags 7 ermittelt.
Dies kann beispielsweise anhand des zeitlichen Verlaufs und/oder von Feldstärkemessungen
der Empfangssignale der Antennen 3, 4 bzw. 5, 6 ermittelt werden, wie in der Technik
bekannt. Zusätzlich könnte die Passagerichtung eines RFID-Tags 7 auch durch eine Auswertung
der Auslenkrichtung der Antennen 3 - 6 bzw. Träger 11, 12 ermittelt werden, beispielsweise
durch Sensoren, Schalter usw. an den Schwenklagern 13, 14 oder Trägern 11, 12, falls
gewünscht. Mit 24 ist eine Ampel bezeichnet, welche dem Benutzer eine ordnungsgemäße
Funkkommunikation beim Passieren der Antennenvorrichtung 1 oder des Portals 21 anzeigt.
[0031] Es versteht sich, dass die Antennen 3 - 6 oder die Träger 11, 12, 16 in vereinfachten
Ausführungsformen, insbesondere wenn die Antennenvorrichtung 1 bzw. Antennenanlage
20 stets nur in einer Richtung passiert wird, von ihrer Ruhestellung auch jeweils
nur in eine einzige Auslenkstellung federnd auslenkbar sein können. An einem Träger
11, 12, 16 können auch nur eine oder mehr als zwei Antennen 3 - 6 montiert sein. Darüber
hinaus können die Antennen 3 - 6 auch jeweils direkt, d.h. ohne Träger 11, 12, 16,
am Ständer 8 schwenkbar gelagert sein.
[0032] Die Erfindung ist demgemäß nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt,
sondern umfasst alle Varianten, Modifikationen und deren Kombinationen, die in den
Rahmen der angeschlossenen Ansprüche fallen.
1. Antennenvorrichtung (1) für einen RFID-Reader (2), welche einen ortsfest verankerbaren
Ständer (8) umfasst, der zumindest zwei Antennen (3 - 6) trägt, die jeweils in eine
unterschiedliche Richtung weisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Antennen (3 - 6) jeweils zwischen einer Ruhestellung und zumindest einer Auslenkstellung
verschwenkbar am Ständer (8) gelagert und jeweils in ihre Ruhestellung federnd vorgespannt
sind.
2. Antennenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antennen (3 - 6) an einem gemeinsamen Träger (11, 12, 16) montiert sind, welcher
am Ständer (8) zwischen zwei Auslenkstellungen, zwischen denen die Ruhestellung liegt,
verschwenkbar gelagert ist.
3. Antennenvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ruhestellung mittig zwischen den beiden Auslenkstellungen liegt.
4. Antennenvorrichtung Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (11, 12, 16) über ein Pendeltürscharnier (13) am Ständer (8) schwenkbar
gelagert ist.
5. Antennenvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (11, 12) ein auskragender Arm ist, der an einem Ende schwenkbar am Ständer
(8) gelagert ist und am anderen Ende die Antennen (3 - 6) trägt.
6. Antennenvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (16) ein Querträger ist, welcher in seiner Mitte am Ständer (8) schwenkbar
gelagert ist und an seinen beiden Enden jeweils eine Antenne (3 - 6) trägt.
7. Antennenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antennen (3 - 6) Patch- oder Panelantennen sind, welche unter einem Winkel (α)
von 60° bis 120°, bevorzugt etwa 90°, zueinander angeordnet sind.
8. Antennenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine an die Antennen (3 - 6) angeschlossene Auswerteschaltung (23), welche dafür
ausgebildet ist, aus in den Antennen (3 - 6) empfangenen Signalen, die von einem die
Antennenvorrichtung passierenden RFID-Tag (7) herrühren, die Passagerichtung dieses
RFID-Tags (7) zu ermitteln.
9. Antennenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Ständer (8) zumindest zwei Paare von Antennen (3 - 6) trägt, welche Paare (3,
4; 5, 6) mit gegenseitigem Abstand übereinander angeordnet sind.
10. Antennenvorrichtung nach Anspruch 9 in Verbindung mit Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Paar (3, 4; 5, 6) einen eigenen Träger (11, 12, 16) hat, welcher am Ständer
(8) verschwenkbar gelagert ist.
11. Antennenanlage (20) mit zwei einander in einem Abstand gegenüberliegenden Antennenvorrichtungen
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, welche zwischeneinander ein Passageportal (21)
bilden.
12. Antennenanlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Antennenvorrichtungen (1) über eine Kopfüberverrohrung (22) miteinander
verbunden sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Antennenvorrichtung (1) für einen RFID-Reader (2), welche einen ortsfest verankerbaren
Ständer (8) umfasst, der zumindest zwei Antennen (3 - 6) trägt, die jeweils in eine
unterschiedliche Richtung weisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Antennen (3 - 6) an einem gemeinsamen Träger (11, 12, 16) montiert sind, welcher
am Ständer (8) zwischen zwei Auslenkstellungen, zwischen denen eine Ruhestellung liegt,
verschwenkbar gelagert und in seine Ruhestellung federnd vorgespannt ist, wobei die
Antennen (3 - 6) Patch- oder Panelantennen sind, welche unter einem Winkel (α) von
60° bis 120°, bevorzugt etwa 90°, zueinander angeordnet sind.
2. Antennenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ruhestellung mittig zwischen den beiden Auslenkstellungen liegt.
3. Antennenvorrichtung Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (11, 12, 16) über ein Pendeltürscharnier (13) am Ständer (8) schwenkbar
gelagert ist.
4. Antennenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (11, 12) ein auskragender Arm ist, der an einem Ende schwenkbar am Ständer
(8) gelagert ist und am anderen Ende die Antennen (3 - 6) trägt.
5. Antennenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (16) ein Querträger ist, welcher in seiner Mitte am Ständer (8) schwenkbar
gelagert ist und an seinen beiden Enden jeweils eine Antenne (3 - 6) trägt.
6. Antennenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine an die Antennen (3 - 6) angeschlossene Auswerteschaltung (23), welche dafür
ausgebildet ist, aus in den Antennen (3 - 6) empfangenen Signalen, die von einem die
Antennenvorrichtung passierenden RFID-Tag (7) herrühren, die Passagerichtung dieses
RFID-Tags (7) zu ermitteln.
7. Antennenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ständer (8) zumindest zwei Paare von Antennen (3 - 6) trägt, welche Paare (3,
4; 5, 6) mit gegenseitigem Abstand übereinander angeordnet sind.
8. Antennenvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Paar (3, 4; 5, 6) einen eigenen Träger (11, 12, 16) hat, welcher am Ständer
(8) verschwenkbar gelagert ist.
9. Antennenanlage (20) mit zwei einander in einem Abstand gegenüberliegenden Antennenvorrichtungen
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, welche zwischeneinander ein Passageportal (21)
bilden.
10. Antennenanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Antennenvorrichtungen (1) über eine Kopfüberverrohrung (22) miteinander
verbunden sind.