(19)
(11) EP 3 357 397 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.08.2018  Patentblatt  2018/32

(21) Anmeldenummer: 18154403.2

(22) Anmeldetag:  31.01.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47L 15/50(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD TN

(30) Priorität: 01.02.2017 DE 102017101956

(71) Anmelder: Miele & Cie. KG
33332 Gütersloh (DE)

(72) Erfinder:
  • Krenzien, Henning
    49176 Hilter (DE)
  • Renz, Eugen
    33605 Bielefeld (DE)
  • Schütte, Thorsten
    33102 Paderborn (DE)
  • Sgurski, Eugen
    33649 Bielefeld (DE)

   


(54) TASSENAUFLAGE


(57) Tassenauflage zur verschwenkbaren Anordnung an einem Geschirrkorb einer Geschirrspülmaschine, mit einer in Gebrauchsstellung als Stützkante für Spülgut (3) dienenden Längskante (5), wobei die Längskante (5) eine wellenförmig ausgebildete Kontur hat und einander abwechselnd geradlinig verlaufende Abschnitte (6) einerseits und jeweils eine Ausnehmung (8) bereitstellende Abschnitte (7) andererseits aufweist, wobei die Tassenauflage (4) einen Grundkörper (9), eine daran angeordnete Montageleiste (10) und eine zwischen Grundkörper (9) und Montageleiste (10) angeordnete Dämpfungsleiste (20) aus einem weich-elastischen Kunststoff aufweist, wobei die Dämpfungsleiste (20) stützkantenseitig über den Grundkörper (9) und die Montageleiste (10) hinaus vorsteht.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Tassenauflage zur verschwenkbaren Anordnung an einem Geschirrkorb einer Geschirrspülmaschine.

[0002] Geschirrkörbe für Geschirrspülmaschinen im Allgemeinen sowie Tassenauflagen zur verschwenkbaren Anordnung an einem Geschirrkorb einer Geschirrspülmaschine im Speziellen sind aus dem Stand der Technik an sich gut bekannt, weshalb es eines gesonderten druckschriftlichen Nachweises an dieser Stelle nicht bedarf.

[0003] Geschirrspülmaschinen verfügen in an sich bekannter Weise über einen Spülbehälter, der einen Spülraum bereitstellt. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall dient der Spülraum der Aufnahme von zu reinigendem Spülgut. Für eine positionssichere Unterbringung von Spülgut im Spülraum dienen Geschirrkörbe, wobei je nach Bauform der Geschirrspülmaschine zumindest ein unterer und ein oberer Geschirrkorb vorgesehen sind.

[0004] Ein aus dem Stand der Technik bekannter Geschirrkorb ist typischerweise aus einem Drahtgeflecht aus einem kunststoffummantelten Draht gebildet und stellt für die Aufnahme von zu reinigendem Spülgut Auflageflächen bereit. Es können ferner Spülgutaufnahmen in Form von Spikes, Schlaufen und/oder dergleichen vorgesehen sein.

[0005] Es ist aus dem Stand der Technik ferner bekannt, Geschirrkörbe mit verschwenkbar daran angeordneten Tassenauflagen auszurüsten. Dabei können derartige Tassenauflagen ob ihrer Verschwenkbarkeit aus einer Gebrauchsstellung in eine Nichtgebrauchsstellung überführt werden und umgekehrt. In ihrer Gebrauchsstellung dienen Tassenauflagen typischerweise der Aufnahme von insbesondere kleinteiligem Spülgut, wie zum Beispiel Tassen, oder im Sinne eines Widerlagers der Abstützung von größerteiligem Spülgut, das vom Geschirrkorb aufgenommen ist, wie zum Beispiel langstielige Gläser.

[0006] Obgleich sich vorbekannte Tassenauflagen im alltäglichen Praxiseinsatz bewährt haben, besteht Verbesserungsbedarf, insbesondere mit Blick auf eine Schonung des Spülguts im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall. Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung, eine Tassenauflage der eingangs genannten Art vorzuschlagen, die konstruktiv eine schonendere Handhabung des Spülguts ermöglicht.

[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung vorgeschlagen eine Tassenauflage zur insbesondere verschwenkbaren Anordnung an einen Geschirrkorb einer Geschirrspülmaschine, mit einer in Gebrauchsstellung als Stützkante für Spülgut dienenden Längskante, wobei die Längskante eine wellenförmig ausgebildete Kontur hat und einander abwechselnd geradlinig verlaufende Abschnitte einerseits und jeweils eine Ausnehmung bereitstellende Abschnitte andererseits aufweist, wobei die Tassenauflage einen Grundkörper, eine daran angeordnete Montageleiste und eine zwischen Grundkörper und Montageleiste angeordnete Dämpfungsleiste aus einem weich-elastischen Kunststoff aufweist, wobei die Dämpfungsleiste stützkantenseitig über den Grundkörper und die Montagleiste hinaus vorsteht.

[0008] Die Tassenauflage verfügt über eine Längskante, die in Gebrauchsstellung als Stützkante für Spülgut dient. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall ist gegen diese Stützkante vom Geschirrkorb aufgenommenes Spülgut angelehnt, womit es sich gegenüber der Tassenauflage abstützt. Insbesondere größeres Spülgut, wie zum Beispiel Stielgläser benötigen für eine lagesichere Anordnung im Spülkorb eine Stützung durch die Längskante der Tassenauflage.

[0009] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass diese als Stützkante dienende Längskante der Tassenauflage wellenförmig ausgebildet ist. Diese wellenförmige Kontur entsteht dadurch, dass einander abwechselnde Abschnitte vorgesehen sind, und zwar geradlinig verlaufende Abschnitte einerseits und jeweils eine Ausnehmung bereitstellende Abschnitte andererseits. Diese wellenförmige Kontur der Stützkante ist wie folgt von Vorteil. Die jeweils eine Ausnehmung bereitstellenden Abschnitte dienen der lagesicheren Aufnahme von Stielen von Stielgläsern. Damit ist die erfindungsgemäß ausgebildete Stützkante insbesondere dafür geeignet, langstielige Gläser abstützen zu können, indem der Stiel eines Glases in die Ausnehmung eines wahlweisen Abschnittes verwenderseitig eingebracht wird. Dabei erbringt die Anordnung des Stiels eines Stielglases innerhalb einer Ausnehmung der Stützkante, dass bei einer Verfahrbewegung des Geschirrkorbs das von der Stützkante abgestützte Stielglas nicht ungewollt entlang der Stützkante gleitet oder sogar umfällt. Der Stiel des Glases ist in der zugehörigen Ausnehmung mit Bezug auf eine Verfahrbewegung des Geschirrkorbs vielmehr gefangen, so dass eine lagesichere Anordnung mit dem Ergebnis erreicht ist, dass eine spülgutschonende Anordnung vorliegt.

[0010] Die geradlinig verlaufenden Abschnitte dienen indes dazu, andere Arten von Spülgut, das heißt stielloses Spülgut abstützen zu können. Damit ist die erfindungsgemäß ausgebildete Stützkante sowohl dazu geeignet, einerseits Stielgläser lagesicher aufnehmen zu können, sowie andererseits dazu ausgelegt, auch stielloses Spülgut durch Anlage an den geradlinig verlaufenden Abschnitten sicher abstützen zu können.

[0011] Die erfindungsgemäße Tassenauflage zeichnet sich ferner dadurch aus, dass ein Grundkörper und eine daran angeordnete Montageleiste vorgesehen sind, wobei zwischen Grundkörper und Montageleiste eine Dämpfungsleiste angeordnet ist. Diese Dämpfungsleiste ist aus einem weich-elastischen Kunststoff wie zum Beispiels Silikon gebildet. Im endmontierten Zustand steht die Dämpfungsleiste stützkantenseitig über den Grundkörper und die Montageleiste hinaus vor. Dadurch ist erreicht, dass an der Stützkante der Tassenauflage anliegendes Spülgut in Berührungskontakt mit der Dämpfungsleiste, nicht aber mit dem Grundkörper und/oder der Montageleiste kommt. Da die Dämpfungsleiste aus einem weich-elastischen Kunststoff gebildet ist, wird durch diese geometrische Ausgestaltung ein weiches Anliegen von Spülgut an der Stützkante erreicht, so dass ungewollte Verkratzungen des Spülguts aufgrund einer Relativbewegung zwischen Spülgut einerseits und Tassenauflage andererseits sicher vermieden sind. Auch durch diese konstruktive Maßnahme wird mithin eine schonende Behandlung des Spülguts sichergestellt.

[0012] Die erfindungsgemäße Tassenauflage zeichnet sich alles in allem durch zwei wesentliche Aspekte aus. Zum einen stellt die Tassenauflage eine in ihrer Kontur wellenförmig ausgebildete Stützkante zur Verfügung, so dass die Stützkante einerseits der Abstützung von großteiligem Spülgut ebenso dienen kann, wie der Abstützung von insbesondere langstieligen Gläsern. Dabei sorgt die wellenförmig ausgebildete Kontur dafür, dass insbesondere langstielig ausgebildete Gläser in ihrer Position gehalten sind und auch bei einer Verschiebebewegung des Korbes nicht verrutschen und/oder umfallen. Zum anderen zeichnet sich die Tassenauflage durch ihre Dämpfungsleiste aus, die stützkantenseitig über den Grundkörper und die Montageleiste der Tassenauflage hinaus vorsteht, insbesondere entlang der gesamten oder im Wesentlichen der gesamten Längserstreckung der Stützkante bzw. der Tassenauflage. Die Dämpfungsleiste ist dabei insbesondere einstückig ausgebildet. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall kommt mithin ein von der Tassenauflage abgestütztes Spülgut mit dem weich-elastischen Kunststoffmaterial der Dämpfungsleiste in Berührungskontakt, so dass eine spülgutschonende Abstützung erreicht ist, so dass insbesondere im Falle einer Relativbewegung zwischen Spülgut und Tassenauflage unter Umständen ansonsten auftretende Verkratzungen und/oder dergleichen Beschädigungen des Spülguts sicher vermieden sind.

[0013] Die Dämpfungsleiste besteht gemäß einem besonderen Merkmal der Erfindung aus Silikon. Dabei ist insbesondere Silikon als weich-elastischer Kunststoff für die Dämpfungseinheit geeignet, da Silikon auch bei höheren Spültemperaturen sowie gegenüber unter Umständen eingesetzter Reinigungschemie beständig ist.

[0014] Es ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass der Grundkörper montageleistenseitig Dorne trägt, die in korrespondierend hierzu ausgebildete Ausnehmungen der Montageleiste eingreifen.

[0015] Zur Anordnung der vorzugsweise einstückig ausgebildeten Montageleiste am Grundkörper trägt der Grundkörper montageleistenseitig Dorne. Diese sind bevorzugterweise als federelastische Rastdorne ausgebildet. Die Montageleiste verfügt über Ausnehmungen, die korrespondieren zu den Dornen des Grundkörpers ausgebildet sind. Im endmontierten Zustand durchgreifen die Dorne die von den Montageleisten bereitgestellten Ausnehmungen, womit eine verrastete Anordnung der Montageleiste am Grundkörper erreicht ist.

[0016] Die vorbeschriebene Anordnung der Montageleiste am Grundkörper erweist sich in vorteilhafter Weise stabil und robust sowie als einfach herzustellen in der Montage.

[0017] Die Dämpfungsleiste verfügt gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung über Durchbrüche, die zu den Dornen des Grundkörpers korrespondierend ausgebildet sind. Im endmontierten Zustand durchgreifen mithin die vom Grundkörper bereitgestellten Dorne die zugehörigen Durchbrüche in der Dämpfungsleiste. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Dämpfungsleiste in ihrer relativen Lage gegenüber dem Grundkörper fixiert ist, eine lagesichere Anordnung der Dämpfungsleiste in Relation sowohl zum Grundkörper als auch zur Montageleiste sichergestellt ist. Insgesamt ergibt sich ein sandwichartiger Aufbau, wonach zwischen Grundkörper und Montageleiste die Dämpfungsleiste angeordnet ist. Dabei sind diese drei Bauteile jeweils vorzuugsweise einstückig ausgebildet.

[0018] Der Grundkörper trägt gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung stützkantenseitig eine Reling. Diese Reling dient dazu, unter minimierten Flächeninanspruchnahme von der Tassenauflage aufgenommenes Spülgut, wie zum Beispiel Tassen abstützen zu können. Damit ist eine möglichst minimierte Berührungsfläche zwischen aufgenommenem Spülgut einerseits und Tassenauflage andererseits sichergestellt, womit begünstigt ist, dass die während eines Spülprogrammes auf das Spülgut aufgebrachte Spülflüssigkeit möglichst rückstandslos sowohl vom Spülgut als auch von der Tassenauflage abströmen kann. Auf der Tassenauflage stehende Spülflüssigkeit wird so weitestgehend vermieden, was die rückstandsfreie Trocknung des Spülguts begünstigt.

[0019] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass der Grundkörper, die Montageleiste und die Dämpfungsleiste einander überdeckende Fenster aufweisen. Diese Fenster dienen als Durchströmungsöffnung für Spülflüssigkeit, so dass einerseits von einer Sprüheinrichtung der Geschirrspülmaschine abgegebene Spülflüssigkeit von der Tassenauflage aufgenommenes Spülgut bestimmungsgemäß erreichen kann und dass andererseits auf das Spülgut aufgebracht Spülflüssigkeit abströmen kann und sich keine ungewollten Spülflüssigkeitspfützen auf der Tassenauflage ausbilden.

[0020] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die geradlinig verlaufenden Abschnitte der Stützkanten Vorsprünge tragen. Auch diese Vorsprünge dienen dazu, den Berührungskontakt zwischen abgestütztem Spülgut einerseits und Stützkante der Tassenauflage andererseits auf eine minimierte Berührungsfläche zu reduzieren. Das Spülgut liegt mithin nicht vollflächig an der Stützkante an, sondern stützt sich vielmehr nur über die von der Stützkante bereitgestellten Vorsprünge an der Stützkante ab. Damit kann Spülflüssigkeit auch stützkantenseitig am Spülgut ungehindert abfließen.

[0021] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die der Stützkante gegenüberliegende Längsseite der Montageleiste Laschen trägt. Diese Laschen dienen der Anordnung der Montageleiste am Grundkörper. Der Grundkörper verfügt zu diesem Zweck über zu den Laschen korrespondierende Ausnehmungen. Im endmontierten Zustand greift die Montageleiste mithin mittels ihrer Laschen in die zugehörigen Ausnehmungen des Grundkörpers ein, wobei sie hinsichtlich ihrer anderen Längsseite, das heißt der Stützkante über die schon vorbeschriebene Dorn-Anordnung mit dem Grundkörper gekoppelt ist. Konstruktiv hat diese Ausgestaltung den Vorteil, dass in einfacher Weise eine Montage von Grundkörper und Montageleiste vorgenommen werden kann. Denn für eine Anordnung der Montageleiste am Grundkörper ist es lediglich erforderlich, die Montageleiste mit ihren Laschen voran in die zugehörigen Ausnehmungen des Grundkörpers einzuführen. Alsdann kann in einer einfachen Verdrehbewegung der Montageleiste relativ gegenüber dem Grundkörper um eine durch die Laschen der Montageleiste definierte Längsachse die Montageleiste auf den Grundkörper durch Einführen der grundkörperseitigen Dorne in die zugehörigen Ausnehmungen der Montageleiste aufgeklipst werden.

[0022] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen
Fig. 1
in schematischer Darstellung einen Geschirrkorb mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten Tassenauflage,
Fig. 2
in schematischer Explosionsdarstellung eine erfindungsgemäße Tassenauflage sowie
Fig. 3
in schematischer Explosionsdarstellung ausschnittsweise eine weitere erfindungsgemäße Tassenauflage.


[0023] Fig. 1 lässt in schematisch perspektivischer Darstellung einen aus dem Stand der Technik an sich bekannten Geschirrkorb 1 für eine in den Figuren nicht näher dargestellte Geschirrspülmaschine erkennen. Der Geschirrkorb 1 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als Oberkorb ausgebildet und besteht aus einem Drahtgeflecht aus einem kunststoffummantelten Draht 2. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall dient der Geschirrkorb 1 der Aufnahme von zu reinigendem Spülgut, zu welchem Zweck der Spülkorb 1 über entsprechende Aufnahmen in Form von Spikes, Schlaufen und dergleichen verfügt.

[0024] Der Geschirrkorb 1 verfügt des Weiteren über eine erfindungsgemäße Tassenauflage 4.

[0025] Diese ist mittels zweier Gelenkböcke 19 verschwenkbar an einer vom Geschirrkorb 1 bereitgestellten Seitenwandung angeordnet. Die Darstellung nach Fig. 1 lässt die Tassenauflage 4 in heruntergeklappter Stellung, das heißt Gebrauchsstellung erkennen, in welcher eine Aufnahme von kleinteiligem Spülgut, wie insbesondere Tassen ermöglicht ist. In ihrer Nichtgebrauchsstellung ist die Tassenauflage 4 entgegen des Uhrzeigersinns nach oben verklappt.

[0026] Die Tassenauflage 4 dient nicht nur dazu, kleinteiliges Spülgut aufnehmen zu können, sie stellt auch eine als Stützkante 5 dienende Längskante zur Verfügung, an der sich im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall vom Geschirrkorb 1 aufgenommenes großteiliges Spülgut 3 abstützen kann, wie dies Fig. 1 anhand eines langstieligen Glases zeigt. Dabei lässt Fig. 1 gut erkennen, dass von der Tassenauflage 4 abgestützte Spülgut zur Horizontalen geneigt vom Geschirrkorb 1 aufgenommen ist, so dass einerseits eine optimierte Beschickung des Spülguts 3 mit Spülflüssigkeit erfolgen kann, dass aber auch andererseits nach einer Beschickung des Spülguts 3 mit Spülflüssigkeit letztere zwecks Trocknung des Geschirrguts 3 besser abströmen kann.

[0027] Die Stützkante 5 der Tassenauflage 4 ist, wie dies auch die Darstellungen nach Fig. 2 und 3 erkennen lassen, wellenförmig ausgebildet, verfügt mithin über eine wellenförmige Kontur. Anders ausgedrückt wechseln sich geradlinig verlaufende Abschnitte 6 einerseits und jeweils eine Ausnehmung 8 bereitstellende Abschnitte 7 andererseits einander ab. Dabei dienen, wie dies insbesondere Fig. 1 erkennen lässt, die Abschnitte 7 mit jeweiliger Ausnehmung 8 dazu, den Stiel eines Stielglases und somit auch das Stielglas insgesamt sicher aufnehmen zu können. Wie dies Fig. 1 erkennen lässt, ist der Stiel eines Stielglases im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall innerhalb der Ausnehmung 8 eines Abschnittes 7 angeordnet, so dass bei einer Verschiebebewegung des Geschirrkorbs 1 in Ausfahr- oder Einfahrrichtung ein ungewolltes Verschieben des Spülguts 3 relativ zur Tassenauflage 4 oder sogar ein Umkippen des Spülguts 3 sicher verhindert ist.

[0028] Die geradlinigen Abschnitte 6 der Stützkante 7 dienen indes dazu, stielloses Geschirrgut sicher abzustützen. Dabei verfügen die geradlinigen Abschnitte 6 stützkantenseitig vorzugsweise über Vorsprünge 16, wie dies insbesondere die Darstellung nach Fig. 2 erkennen lässt. An diesen Vorsprüngen 16 stützt sich zu reinigendes Spülgut ab, womit eine Minimierung der Berührungsfläche zwischen Spülgut und Tassenauflage 4 gegeben ist, so dass am Spülgut anhaftende Spülflüssigkeit insbesondere im Trocknungsfall dem Grunde nach rückstandsfrei abfließen kann.

[0029] Die Tassenauflage 4 ist dreiteilig nach Art eines Sandwiches aufgebaut, wie sich dies aus der Darstellung nach Fig. 2 und Fig. 3 ergibt.

[0030] Die Tassenauflage 4 verfügt über einen Grundkörper 9 und eine Montageleiste 10. Im endmontierten Zustand ist zwischen dem Grundkörper 9 und der Montageleiste 10 eine Dämpfungsleiste 20 angeordnet, welche Dämpfungsleiste 20 aus einem weich-elastischen Kunststoffmaterial gebildet ist, vorzugsweise aus Silikon.

[0031] Im endmontierten Zustand steht die Dämpfungsleiste stützkantenseitig über den Grundkörper 9 und die Montageleiste 10 hinaus vor, insbesondere sowohl im Bereich von geradlinig verlaufende Abschnitten 6 als auch im Bereich von eine Ausnehmung 8 bereitstellende Abschnitten 7, vorzugsweise entlang der gesamten Tassenauflage 4. Hierdurch ist erreicht, dass sich an der Stützkante abstützendes Spülgut nicht in direkten Berührungskontakt mit dem Grundkörper 9 oder der Montageleiste 10, sondern mit der aus einem weich-elastischen Kunststoffmaterial gebildeten Dämpfungsleiste 20 kommt. Etwaige Verkratzungen des Spülguts durch eine Relativbewegung zwischen Spülgut und Tassenauflage 4 sind damit verhindert. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist die wellenförmige Kontur der Kante der Dämpfungsleiste 20 zudem im Bereich der Ausnehmungen 8, bzw. im Bereich der durch die Ausnehmungen 8 gebildeten Wellentäler, selbst geschwungen ausgebildet, oder anders ausgedrückt, die wellenförmige Kontur der Kante der Dämpfungsleiste 20 weist im Bereich der Ausnehmungen 8, bzw. im Bereich der durch die Ausnehmungen 8 gebildeten Wellentäler, mehrere Erhebungen 21 auf. Dies sorgt für eine noch sicherere Aufnahme Stiel eines Stielglases.

[0032] Zur sicheren Anordnung der Montageleiste 10 am Grundkörper 9 verfügt die Montageleiste 10 vorzugsweise über Laschen 17, die im endmontierten Zustand in entsprechende Ausnehmungen 18 des Grundkörpers 9 eingreifen. Stützkantenseitig sind zudem am Grundkörper 9 Dorne 11 ausgebildet, die in zugehörige Ausnehmungen 12 der Montageleiste 10 verrastend eingreifen.

[0033] Die zwischen Grundkörper 9 und Montageleiste 10 angeordnete Dämpfungsleiste 20 verfügt ebenfalls über zu den Dornen 11 korrespondierende Durchbrüche 13, so dass im endmontierten Zustand ein vom Grundkörper 9 bereitgestellter Dorn 11 einen zugehörigen Durchbruch 13 der Dämpfungsleiste 20 durchgreifend in eine zugehörige Ausnehmung 12 der Montageleiste 10 verrastet ist. Durch diese Art der Anordnung wird eine lagesichere Fixierung der Dämpfungsleiste 20 sichergestellt.

[0034] Der Grundkörper 9, die Montageleiste 10 sowie die Dämpfungsleiste 20 verfügen jeweils über einander deckungsgleich übereinander angeordnete Fenster 15. Hierdurch ist sichergestellt, dass von der Sprüheinrichtung der Geschirrspülmaschine abgegebene Spülflüssigkeit von der Tassenauflage 4 aufgenommenes Spülgut bestimmungsgemäß erreichen kann. Andererseits kann durch die Fenster 15 Spülflüssigkeit vom Spülgut insbesondere zwecks Trocknung abströmen.

[0035] Der Grundkörper 9 weist stützkantenseitig eine Reling 14 auf. Diese dient insbesondere dazu, die Berührungsfläche zwischen Tassenauflage 4 und einem von der Tassenauflage 4 aufgenommenen Spülgut zu minimieren, was ein Abströmen von Spülflüssigkeit begünstigt.

Bezugszeichen



[0036] 
1
Geschirrkorb
2
Draht
3
Spülgut (Stielglas)
4
Tassenauflage
5
Stützkante (Längskante)
6
Geradliniger Abschnitt
7
Ausnehmung bereitstellender Abschnitt
8
Ausnehmung
9
Grundkörper
10
Montageleiste
11
Dorn
12
Ausnehmung
13
Durchbruch
14
Reling
15
Fenster
16
Vorsprung
17
Lasche
18
Ausnehmung
19
Gelenkbock
20
Dämpfungsleiste
21
Erhebung



Ansprüche

1. Tassenauflage zur, insbesondere verschwenkbaren, Anordnung an einem Geschirrkorb einer Geschirrspülmaschine, mit einer in Gebrauchsstellung als Stützkante für Spülgut (3) dienenden Längskante (5), wobei die Längskante (5) eine wellenförmig ausgebildete Kontur hat und einander abwechselnd geradlinig verlaufende Abschnitte (6) einerseits und jeweils eine Ausnehmung (8) bereitstellende Abschnitte (7) andererseits aufweist, wobei die Tassenauflage (4) einen Grundkörper (9), eine daran angeordnete Montageleiste (10) und eine zwischen Grundkörper (9) und Montageleiste (10) angeordnete Dämpfungsleiste (20) aus einem weich-elastischen Kunststoff aufweist, wobei die Dämpfungsleiste (20) stützkantenseitig über den Grundkörper (9) und die Montageleiste (10) hinaus vorsteht.
 
2. Tassenauflage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dämpfungsleiste (20) aus Silikon gebildet ist.
 
3. Tassenauflage nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (9) montageleistenseitig Dorne (11) trägt, die in korrespondierend hierzu ausgebildete Ausnehmungen (12) in der Montageleiste (10) eingreifen.
 
4. Tassenauflage nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dämpfungsleiste (20) zu den Dornen (11) des Grundkörpers (9) korrespondierend ausgebildete Durchbrüche (13) aufweist.
 
5. Tassenauflage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (9) stützkantenseitig eine Reling (14) trägt.
 
6. Tassenauflage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (9), die Montageleiste (10) und die Dämpfungsleiste (20) einander überdeckende Fenster (15) aufweisen.
 
7. Tassenauflage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die geradlinig verlaufenden Abschnitte (6) der Stützkante (5) Vorsprünge (16) tragen.
 
8. Tassenauflage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die der Stützkante (5) gegenüberliegende Längsseite der Montageleiste (10) Laschen (17) trägt.
 
9. Tassenauflage nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (9) zu den Laschen (17) der Montageleiste (10) korrespondierend ausgebildete Ausnehmungen (18) aufweist.
 
10. Geschirrkorb für eine Geschirrspülmaschine mit einer Tassenauflage nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
 




Zeichnung













Recherchenbericht









Recherchenbericht