[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen von Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen
mithilfe von festem Kohlenstoffdioxid.
[0002] Aus der
DE 199 26 119 A1 ist ein Strahlwerkzeug bekannt zur Erzeugung eines Strahles aus CO
2-Schnee mit einer ersten Düse zur Erzeugung eines CO
2-Schnee-Strahles und einer zweiten Düse zur Erzeugung eines Stütz- bzw. Druckstrahles,
wobei die zweite Düse die erste Düse umgibt, bei dem die zweite Düse eine Düse zur
Erzeugung eines Überschall-Strahles ist. Aus der
DE 199 26 119 A1 ist außerdem eine Vorrichtung bekannt zur Behandlung, beispielsweise zur Abreinigung,
der Oberfläche eines Objektes, beispielsweise eines Werkstückes oder eines Probentisches,
durch Anstrahlen der Oberfläche mit CO
2-Schnee mithilfe eines derartigen Strahlwerkzeugs.
[0003] Aus der
DE 10 2004 033 728 A1 ist ein Verfahren bekannt zur Bearbeitung einer Klebefläche eines Werkstückes, wobei
zumindest die Klebefläche aus einem Metall oder einer Metalllegierung mit einer hydratisierten
Oxid- und/oder Hydroxidschicht besteht, bei dem die Klebefläche gereinigt wird, bei
dem die Klebefläche aktiviert wird, bei dem die Klebefläche zumindest teilweise mit
einem Haftvermittler beschichtet wird und bei dem der Haftvermittler durch eine Nachbehandlung
chemisch umgewandelt wird.
[0004] Aus der
DE 10 2005 002 365 B3 ist ein Strahlverfahren bekannt zur Reinigung von Oberflächen, bei dem in einer Strahlleitung
Kohlendioxid einem strömenden Trägergas zugeführt wird und durch Entspannung in Trockenschnee
umgewandelt wird, wobei das Kohlendioxid in einem Mischbereich in das Trägergas expandiert
wird, in welchem der statische Druck kleiner als 70% des Gesamtdrucks ist. Außerdem
ist aus der
DE 10 2005 002 365 B3 eine Vorrichtung bekannt zur Erzeugung von Trockeneis, umfassend eine Speiseleitung
für Kohlendioxid, eine Zuführleitung für ein Trägergas, eine Strahlleitung für ein
Trockenschnee-GasGemisch und einen Mischbereich, in dem das Kohlendioxid in das Trägergas
expandiert wird, bei der in dem Mischbereich ein statischer Druck erzeugt wird, der
kleiner als 70% des Gesamtdrucks ist.
[0005] Die
DE 10 2007 027 618 A1 betrifft ein Verfahren zur Vorbehandlung von zu lackierenden polymeren Oberflächen
von Bauteilen, bei dem sowohl die Reinigung der polymeren Oberfläche als auch die
Behandlung der polymeren Oberfläche mit einer oxydierenden Flamme innerhalb derselben
Vorbehandlungszelle vorgenommen werden. Der
DE 10 2007 027 618 A1 zufolge werden Positioniervorrichtungen eingesetzt, die vorzugsweise in Form eines
Hubgeräts oder eines Roboters bzw. Industrieroboters ausgebildet sein können, um eine
automatische bzw. gesteuerte Reinigung und Beflammung der jeweiligen polymeren Bauteiloberfläche
vorzunehmen. Es ist eine sich in der Vorbehandlungszelle erstreckende Fördereinrichtung
vorgesehen, an der wenigstens ein Warenträger zum Transport des Bauteils angebracht
ist, wobei die Fördereinrichtung dazu ausgebildet ist, den Warenträger kontinuierlich
oder getaktet zu transportieren. Das Vorbehandlungsverfahren ist in einem Lackierprozess
der eigentlichen Lackierung vorgeschaltet. Die Vorrichtung umfasst eine Vorbehandlungszelle
in Form einer Vorbehandlungskabine und eine außerhalb der Vorbehandlungskabine angeordnete
Infrarot-Strahlvorrichtung. Innerhalb der Vorbehandlungskabine ist eine Reinigungsvorrichtung
in Form einer CO
2-Schnee-Strahlvomchtung angeordnet, die an einem Roboterarm eines ersten Roboters
angebracht ist. Die CO
2-Reinigung erfolgt unter Einsatz ionisierter Luft, die über eine lonisierungseinrichtung
erzeugt wird, um eine statische Aufladung der Bauteiloberfläche zu reduzieren.
[0006] Die
DE 199 43 005 A1 betrifft ein Verfahren zum Reinigen der Oberfläche eines Kunststoffgegenstands zur
Vorbehandlung für einen nachfolgenden Beschichtungs-, insbesondere Lackierprozess.
Das Verfahren wird vor allem vor einer Beschichtung großflächiger Kunststoffteile,
wie Stoßfänger, Verkleidungsteile oder dergleichen, angewendet. Zum Reinigen der Oberfläche
werden unter Verwendung einer Strahldüse pelletartige Trockeneispartikel mit relativ
hohem Druck im Bereich mehrerer bar auf den Kunststoffgegenstand geblasen. Die Strahldüse
selbst ist an einem beweglichen Arbeitsroboter angeordnet, mittels welchem sie entlang
des Kunststoffgegenstandes vollautomatisch bewegt wird, d. h., der Roboter fährt den
Kunststoffgegenstand ab und bewegt dabei die Strahldüse, sodass diese die Oberfläche
Stück für Stück bestrahlen kann. Dieser Prozess erfolgt vollautomatisch, sodass gewährleistet
ist, dass der gewünschte Oberflächenabschnitt auch vollständig bearbeitet wird.
[0007] Die
DE 199 43 005 A1 beschreibt eine Einrichtung umfassend eine schallgedämmte Kabine mit zwei Arbeitsrobotern.
Im Inneren der Kabine verläuft eine Fördereinrichtung in Form eines Förderbandes,
auf welcher mehrere Warenträger angeordnet sind, die dazu dienen, Kunststoffgegenstände
in den Arbeitsbereich der beiden Arbeitsroboter zu fördern. Die Strahldüsen sind direkt
auf den Kunststoffgegenstand gerichtet, der Strahlenabstand beträgt ca. 20 cm. Die
Beibehaltung dieses Strahlabstandes bezüglich des Kunststoffgegenstandes wird durch
die Steuerung der Bewegung des Arbeitsroboters erzielt, welche in Abhängigkeit der
Kontur oder Form des Kunststoffgegenstandes erfolgt.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Vorrichtung baulich
und/oder funktional zu verbessern.
[0009] Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit einem Verfahren zum automatisierten Reinigen von
Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen in einer Montagelinie mit mehreren Arbeitsstationen
mithilfe von festem Kohlenstoffdioxid und einer Vorrichtung aufweisend einen kammerartigen
Reinigungsraum für Fahrzeugbauteile, eine Strahleinrichtung mit einer Strahldüse zum
Strahlen von festem Kohlenstoffdioxid auf Fahrzeugbauteile, eine Transporteinrichtung
zum Transportieren von Fahrzeugbauteilen durch den Reinigungsraum und eine Ladungsableitungseinrichtung
zum Beseitigen einer elektrostatischen Aufladung von Fahrzeugbauteilen, wobei die
Klebeflächen mit unter Berücksichtigung einer erzielbaren Haftkraft, einer Prozesszeit
und einer Wirtschaftlichkeit spezifisch angepassten Reinigungsparametern gereinigt
werden, wobei zum spezifischen Anpassen der Reinigungsparameter zunächst wechselnd
jeweils ein Reinigungsparameter variiert wird, während die übrigen Reinigungsparameter
unverändert bleiben, um jeweils einen optimalen Parameterwert zu ermitteln, und nachfolgend
eine Kombination von Reinigungsparametern ausgewählt wird.
[0010] Die Vorrichtung ist Teil einer Montagelinie mit mehreren Arbeitsstationen. Die Vorrichtung
kann in der Montagelinie vor einer Arbeitsstation, in der ein Klebeprozess durchgeführt
wird, angeordnet sein.
[0011] Die Fahrzeugbauteile können Kraftfahrzeugbauteile sein. Die Fahrzeugbauteile können
Baugruppen sein. Die Fahrzeugbauteile können Karosserieteile sein. Die Fahrzeugbauteile
können Fahrzeugdächer sein. Die Fahrzeugbauteile können zumindest teilweise aus einer
Metalllegierung, wie Stahl- oder Aluminiumlegierung, hergestellt sein. Die Fahrzeugbauteile
können zumindest teilweise beschichtet und/oder lackiert sein. Die Fahrzeugbauteile
können zumindest teilweise aus einem Faserverbundwerkstoff, wie karbonfaserverstärkter
Kunststoff, hergestellt sein.
[0012] Die Klebeflächen können zum stoffschlüssigen Verbinden der Fahrzeugbauteile mit anderen
Fahrzeugbauteilen mithilfe eines Klebstoffs dienen. Das feste Kohlenstoffdioxid (CO
2) kann auch als Trockeneis bezeichnet werden.
[0013] Der Reinigungsraum kann Seitenwände aufweisen. Der Reinigungsraum kann eine Decke
aufweisen. Der Reinigungsraum kann einen schließbaren Zugang und/oder einen schließbaren
Ausgang aufweisen. Der Zugang kann zum Zuführen von Fahrzeugbauteilen in den Reinigungsraum
dienen. Der Zugang kann zum Abführen von Fahrzeugbauteilen aus dem Reinigungsraum
dienen.
[0014] Die Strahleinrichtung kann eine Trockeneisstrahleinrichtung sein. Die Strahleinrichtung
kann eine CO
2-Schneestrahleinrichtung sein. Die Strahleinrichtung kann einen Drucklufterzeuger
aufweisen. Die Strahleinrichtung kann einen nachfüllbaren und/oder austauschbaren
Speicher für festes Kohlenstoffdioxid aufweisen. Die Strahleinrichtung kann einen
Verbindungsschlauch zum Verbinden des Drucklufterzeugers mit der Strahldüse aufweisen.
Die Strahleinrichtung kann einen Verbindungsschlauch zum Verbinden des Kohlenstoffdioxid-Speichers
mit der Strahldüse aufweisen.
[0015] Der Reinigungsraum kann zumindest abschnittsweise eine passive Lärmschutzeinrichtung
aufweisen. Die Lärmschutzeinrichtung kann Mittel zur Schalldämmung und/oder Schalldämpfung
aufweisen. Die Lärmschutzeinrichtung kann an den Seitenwänden und/oder an der Decke
angeordnet sein. Der Zugang Auf die Mitteilung gemäß Artikel 94 (3) EPÜ vom 18.08.2021
und/oder der Ausgang des Reinigungsraums können/kann mithilfe eines Rolltors schließbar
sein. Ein Rolltor kann ein Schnelllauftor sein.
[0016] Die Vorrichtung kann einen Industrieroboter zum automatisierten Führen der Strahldüse
aufweisen. Der Industrieroboter kann einen Manipulator, einen Effektor und eine Steuereinrichtung
aufweisen. Der Industrieroboter kann zum Reinigen von Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen
programmierbar sein. Der Effektor kann die Strahldüse aufweisen.
[0017] Der Industrieroboter kann kollaborationsfähig sein. Der Industrieroboter kann zur
Kollaboration mit einem Werker geeignet sein. Die Vorrichtung kann eine portalartige
Trageinrichtung aufweisen. Durch die Trageinrichtung können Fahrzeugbauteile zur Reinigung
hindurchführbar sein. Der Industrieroboter kann an der Trageinrichtung angeordnet
sein. Der Industrieroboter kann an der Trageinrichtung hängend angeordnet sein.
[0018] Die Transporteinrichtung kann Montageträger aufweisen. Die Ladungsableitungseinrichtung
kann einen Ionisator aufweisen. Der Ionisator kann in einer Transportrichtung der
Strahleinrichtung nachgeordnet sein. Der Ionisator kann im Bereich des Ausgangs des
Reinigungsraums angeordnet sein. Der Ionisator kann zur partiellen Ionisierung von
Luft dienen. Die Ladungsableitungseinrichtung kann ein Gebläse aufweisen, um ionisierte
Luft auf Fahrzeugbauteile zu blasen.
[0019] Das Verfahren kann ein Strahlverfahren sein. Das Verfahren kann ein Druckluftstrahlverfahren
sein. Das feste Kohlenstoffdioxid kann partikelförmig, granulatförmig oder kristallförmig
verwendet werden. Das Kohlenstoffdioxid kann in fester Form zugeführt werden. Das
Verfahren kann ein Trockeneisstrahlverfahren sein. Das Kohlenstoffdioxid kann zunächst
in flüssiger Form zugeführt und nachfolgend verfestigt werden. Das Verfahren kann
ein CO
2-Schneestrahlverfahren sein. Das feste Kohlenstoffdioxid (CO2) kann auch als Trockeneis
bezeichnet werden.
[0020] Feste Kohlenstoffdioxidpartikel können mithilfe von Druckluft beim Durchströmen einer
Strahldüse beschleunigt werden. Feste Kohlenstoffdioxidpartikel können mit sehr hoher
Geschwindigkeit auf eine zu reinigende Klebefläche auftreffen. Eine zu entfernende
Schicht kann lokal unterkühlt und versprödet werden. Nachfolgende Kohlenstoffdioxidpartikel
können in Sprödrisse eindringen und beim Auftreffen schlagartig sublimieren. Das Kohlenstoffdioxid
kann gasförmig werden und dabei sein Volumen stark vergrößern. Dabei kann es Schmutz
von der Klebefläche entfernen.
[0021] Klebeflächen von beschichteten und/oder lackierten Fahrzeugbauteilen können gereinigt
werden. Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen aus einer Metalllegierung, wie Stahl- oder
Aluminiumlegierung, und/oder aus einem Faserverbundwerkstoff, wie karbonfaserverstärkter
Kunststoff, können gereinigt werden.
[0022] Zum Reinigen von Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen kann wenigstens einer der folgenden
Reinigungsparameter spezifisch angepasst werden: Abstand einer Strahldüse von einer
zu reinigenden Klebefläche; Bewegungsgeschwindigkeit einer Strahldüse relativ zu einer
zu reinigenden Klebefläche; Massestrom von festem Kohlenstoffdioxid; Druck zur Beschleunigung
von festem Kohlenstoffdioxid; Winkel zwischen einer Strahldüse und einer zu reinigenden
Klebefläche.
[0023] Zum haltekraftoptimierten Reinigen von Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen aus einer
lackierten Metalllegierung, wie Stahl- oder Aluminiumlegierung, kann ein Abstand einer
Strahldüse von einer zu reinigenden Klebefläche frei gewählt werden, eine Strahldüse
relativ zu einer zu reinigenden Klebefläche mit einer Geschwindigkeit von ca. 45mm/s
bis ca. 55mm/s, insbesondere von ca. 50mm/s, bewegt werden, ein Massestrom von festem
Kohlenstoffdioxid von ca. 30kg/h bis ca. 40kg/h, insbesondere von ca. 35kg/h, eingestellt
werden, ein Druck zur Beschleunigung von festem Kohlenstoffdioxid von ca. 5bar bis
ca. 7bar, insbesondere von ca. 6bar, eingestellt werden und ein Winkel zwischen einer
Strahldüse und einer zu reinigenden Klebefläche von ca. 62,5° bis ca. 72,5°, insbesondere
von ca. 67,5°, eingestellt werden.
[0024] Zum haltekraftoptimierten Reinigen von Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen aus einem
Faserverbundwerkstoff, wie karbonfaserverstärkter Kunststoff, kann ein Abstand einer
Strahldüse von einer zu reinigenden Klebefläche auf ca. 60mm bis ca. 70mm, insbesondere
auf ca. 65mm, eingestellt werden, eine Strahldüse relativ zu einer zu reinigenden
Klebefläche mit einer Geschwindigkeit von ca. 20mm/s bis ca. 30mm/s, insbesondere
von ca. 25mm/s, bewegt werden, ein Massestrom von festem Kohlenstoffdioxid von ca.
15kg/h bis ca. 25kg/h, insbesondere von ca. 20kg/h, eingestellt werden, ein Druck
zur Beschleunigung von festem Kohlenstoffdioxid von ca. 3,5bar bis ca. 5,5bar, insbesondere
von ca. 4,5bar, eingestellt werden und ein Winkel zwischen einer Strahldüse und einer
zu reinigenden Klebefläche von ca. 10° bis ca. 20°, insbesondere von ca. 15°, eingestellt
werden.
[0025] Zum prozesszeit- und/oder wirtschaftlich optimierten Reinigen von Klebeflächen von
Fahrzeugbauteilen aus einer lackierten Metalllegierung, wie Stahl- oder Aluminiumlegierung,
kann ein Abstand einer Strahldüse von einer zu reinigenden Klebefläche frei gewählt
werden, eine Strahldüse relativ zu einer zu reinigenden Klebefläche mit einer Geschwindigkeit
von ca. 70m/s bis ca. 80mm/s, insbesondere von ca. 75mm/s, bewegt werden, ein Massestrom
von festem Kohlenstoffdioxid von ca. 10kg/h bis ca. 20kg/h, insbesondere von ca. 15kg/h,
eingestellt werden, ein Druck zur Beschleunigung von festem Kohlenstoffdioxid von
ca. 5bar bis ca. 7bar, insbesondere von ca. 6bar, eingestellt werden und ein Winkel
zwischen einer Strahldüse und einer zu reinigenden Klebefläche von ca. 55° bis ca.
65°, insbesondere von ca. 60°, eingestellt werden.
[0026] Zum prozesszeit- und/oder wirtschaftlich optimierten Reinigen von Klebeflächen von
Fahrzeugbauteilen aus einem Faserverbundwerkstoff, wie karbonfaserverstärkter Kunststoff,
kann ein Abstand einer Strahldüse von einer zu reinigenden Klebefläche auf ca. 60mm
bis ca. 70mm, insbesondere auf ca. 65mm, eingestellt werden, eine Strahldüse relativ
zu einer zu reinigenden Klebefläche mit einer Geschwindigkeit von ca. 30mm/s bis ca.
40mm/s, insbesondere von ca. 35mm/s, bewegt werden, ein Massestrom von festem Kohlenstoffdioxid
von ca. 10kg/h bis ca. 20kg/h, insbesondere von ca. 15kg/h, eingestellt werden, ein
Druck zur Beschleunigung von festem Kohlenstoffdioxid von ca. 3,5bar bis ca. 5,5bar,
insbesondere von ca. 4,5bar, eingestellt werden und ein Winkel zwischen einer Strahldüse
und einer zu reinigenden Klebefläche von ca. 80° bis ca. 90°, insbesondere von ca.
85°, eingestellt werden.
[0027] Nach einem Strahlen mit festem Kohlenstoffdioxid können Fahrzeugbauteile von einer
elektrostatischen Aufladung befreit werden.
[0028] Zusammenfassend und mit anderen Worten dargestellt, ergibt sich somit durch die Erfindung
unter anderem eine Zelle für die Reinigung mit Trockeneis in der Automobilindustrie.
Ein Kraftfahrzeug kann in einer Montagezelle einen Reinigungsprozess mit Trockeneis
durchlaufen. Diese Zelle kann vorgegebene Kriterien hinsichtlich Lärm und statischer
Aufladung erfüllen bzw. begrenzen. Zudem kann vollautomatisiert ohne Messsystem gereinigt
werden. Um bestimmte Flächen eines Autos zu reinigen, kann Trockeneis verwendet werden.
Es können verschiedene Kriterien für eine Industrietauglichkeit erfüllt werden. Eine
Düse, aus welcher ein Trockeneisstrahl kommen kann, kann über ein personensicheres,
kooperierendes Robotersystem geführt werden. Dieses System kann ein Gerüst aufweisen,
welches um eine Karosserie herum aufgestellt ist. Darüber hinaus können Lärmschutzwände
an Seiten und ggf. Rolltore bei einer Ein- und/oder Ausfahrt angebracht werden. Durch
diesen Prozess kann eine Lackschicht der Karosse statisch aufgeladen werden. Abhilfe
kann ein Ionisator bieten, welcher aus mehreren Elektroden bestehen kann. Dieser kann
positive und negative Ladungen erzeugen. Eine Höhe sowie eine Polarität kann von dem
Ionisator erkannt und erzeugte Ladungen können mit Druckluft zielgerichtet auf die
Karosse geblasen werden. So kann die Karosse innerhalb von Millisekunden neutralisiert
werden. Ein Vermessen eines zu reinigenden Bereichs zur korrekten Positionierung einer
Strahldüse kann entfallen.
[0029] Mit der Erfindung wird eine Automatisierbarkeit erleichtert oder ermöglicht. Eine
Belastung eines Werkers, insbesondere eine ergonomische Belastung und/oder eine Gesundheitsbelastung
durch Lösungs- und/oder Reinigungsmittel, wird reduziert oder entfällt. Ein Aufwand
zur Reinigung, insbesondere ein Lösungs- und/oder Reinigungsmittelaufwand und/oder
ein Zeitaufwand, wird reduziert. Ein manueller Aufwand wird reduziert oder entfällt.
Eine Lärmentwicklung wird reduziert. Eine Verwendung der Vorrichtung zusammen mit
Werkern wird ermöglicht. Eine elektrostatische Aufladung wird reduziert oder beseitigt.
Ein Messsystem für zu reinigende Klebeflächen kann entfallen. Ein vollautomatisiertes
Reinigen mit Trockeneis in geschlossenen Räumen in Karosseriebau und/oder Fahrzeugmontage
wird ermöglicht. Eine Reinigungswirkung wird verbessert. Ein Entfernen von Verschmutzungen,
insbesondere Hohlraumversiegelungsresten, Fördertechniköl, von Werkern eingetragenen
Fetten, Staub, wird verbessert. Eine Reinigungswirkung wird durch Kombination einer
mechanischen Reinigung und einer thermischen Reinigung verbessert.
[0030] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf Figuren
näher beschrieben. Aus dieser Beschreibung ergeben sich weitere Merkmale und Vorteile.
[0031] Es zeigen schematisch und beispielhaft:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zum Reinigen von Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen mithilfe von
festem Kohlenstoffdioxid in Draufsicht und
- Fig. 2
- eine Vorrichtung zum Reinigen von Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen mithilfe von
festem Kohlenstoffdioxid in eingangsseitiger Ansicht.
- Fig. 3
- ein spezifisches Anpassen von Reinigungsparametern für Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen
aus einer Metalllegierung, wie Stahl- oder Aluminiumlegierung und
- Fig. 4
- ein spezifisches Anpassen von Reinigungsparametern für Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen
aus einem Faserverbundwerkstoff, wie karbonfaserverstärkter Kunststoff.
[0032] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 100 zum Reinigen von Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen
102 mithilfe von festem Kohlenstoffdioxid in Draufsicht. Fig. 2 zeigt die Vorrichtung
in eingangsseitiger Ansicht.
[0033] Die Vorrichtung 100 ist Teil einer hier nicht weiter dargestellten Montagelinie mit
mehreren Arbeitsstationen. Die Vorrichtung 100 ist in der Montagelinie vor einer Arbeitsstation,
in der ein Klebeprozess durchgeführt wird, angeordnet.
[0034] Die Fahrzeugbauteile 100 sind vorliegend Fahrzeugkarosserien, die aus einer Metalllegierung,
wie Stahl- oder Aluminiumlegierung, oder aus einem Faserverbundwerkstoff, wie karbonfaserverstärkter
Kunststoff, hergestellt und zumindest teilweise beschichtet und/oder lackiert sind.
Die Fahrzeugkarosserien weisen jeweils einen Dachausschnitt auf, an dessen Rand Klebeflächen
angeordnet sind, um in dem Dachausschnitt ein Panoramadach einzukleben.
[0035] Die Vorrichtung 100 weist einen kammerartigen Reinigungsraum 104 mit Seitenwänden
106, 108, einer Decke 110, einem Zugang 112 und einem Ausgang 114 auf. Der Zugang
112 und der Ausgang 114 sind jeweils mithilfe eines Schnelllauf-Rolltors schließbar.
Der Reinigungsraum 104 weist eine passive Lärmschutzeinrichtung mit Mitteln zur Schalldämmung
und/oder Schalldämpfung auf, die an den Seitenwänden 106, 108 und an der Decke 110
angeordnet sind.
[0036] Die Vorrichtung 100 weist eine Transporteinrichtung 116 mit einer Fördereinrichtung
und Montageträgern zum Transportieren von Fahrzeugbauteilen 102 durch den Reinigungsraum
104 auf. Die Transporteinrichtung 116 dient dazu, die Fahrzeugbauteile 102 durch den
Zugang 112 in den Reinigungsraum 104 hinein, durch den Reinigungsraum 104 hindurch
und durch den Ausgang 114 aus dem Reinigungsraum 104 heraus zu transportieren.
[0037] Die Vorrichtung 100 weist eine Strahleinrichtung 118 mit einer Strahldüse 120 zum
Strahlen von festem Kohlenstoffdioxid auf die Fahrzeugbauteile 102 auf. Die Strahleinrichtung
118 ist vorliegend eine Trockeneisstrahleinrichtung. Das Trockeneisstrahlen ist ein
Druckluftstrahlverfahren, bei dem als Strahlmittel festes Kohlenstoffdioxid, auch
als Trockeneis bezeichnet, mit einer Temperatur von -78,9°C eingesetzt wird. Zum Reinigen
werden feste Kohlenstoffdioxidpartikel mithilfe von Druckluft beim Durchströmen der
Strahldüse 120 beschleunigt und treffen mit sehr hoher Geschwindigkeit auf eine zu
reinigende Klebefläche auf. Dadurch wird die zu entfernende Schicht lokal unterkühlt
und versprödet. Nachfolgende Kohlenstoffdioxidpartikel dringen in Sprödrisse ein und
sublimieren beim Auftreffen schlagartig. Das Kohlenstoffdioxid wird gasförmig und
vergrößert dabei sein Volumen stark. Dabei entfernt es Schmutz von der Klebefläche.
Die Strahleinrichtung 118 ist an der Transporteinrichtung 116 angeordnet.
[0038] Die Strahleinrichtung 118 weist einen nachfüllbaren und/oder austauschbaren Speicher
122 für festes Kohlenstoffdioxid auf. Der Speicher 122 ist austauschbar, um erneut
festes Kohlenstoffdioxid bereit zu stellen. Die Strahleinrichtung 118 weist Verbindungsschläuche
auf, um der Strahldüse 120 Druckluft und festes Kohlenstoffdioxid zuzuführen.
[0039] Die Vorrichtung 100 weist eine portalartige Trageinrichtung 124 auf, durch die Fahrzeugbauteile
102 mithilfe der Transporteinrichtung 116 zur Reinigung hindurchgeführt werden können.
Die Trageinrichtung 124 ist vorliegend gerüstartig aus Aluminiumprofilen mit einer
Querstrebe ausgeführt.
[0040] Die Vorrichtung 100 weist einen Industrieroboter 126 zum automatisierten Führen der
Strahldüse 120 auf. Der Industrieroboter 126 weist einen Manipulator und eine Steuereinrichtung
auf und ist zum Reinigen von Klebeflächen der Fahrzeugbauteile 102 programmierbar.
Die Strahldüse 120 ist an dem Manipulator angeordnet und dient als Effektor des Industrieroboters
126. Der Industrieroboter 126 ist hängend an der 124 Trageinrichtung angeordnet. Der
Industrieroboter 126 ist zur Kollaboration mit einem Werker geeignet.
[0041] Die Vorrichtung 100 weist eine Ladungsableitungseinrichtung 128 mit einem Ionisator
zum Beseitigen einer elektrostatischen Aufladung der Fahrzeugbauteile 102 auf. Die
Ladungsableitungseinrichtung 128 ist in einer Transportrichtung a dem Industrieroboter
126 mit der Strahldüse 120 nachgeordnet und dient dazu, eine durch das Trockeneisstrahlen
erfolgte elektrostatische Aufladung der Fahrzeugbauteile 102 zu beseitigen. Der Ionisator
ist ein geregelter Ionisator, bei dem ein elektrisches Feld durch Messung und gezielte
Nachstellung einer Hochspannung geregelt wird. Die Ladungsableitungseinrichtung 128
weist ein Gebläse auf, um ionisierte Luft auf die Fahrzeugbauteile 102 zu blasen.
[0042] Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen 102 werden jeweils mit spezifisch angepassten
Reinigungsparametern gereinigt. Die Reinigungsparameter werden jeweils hinsichtlich
einer erzielbaren Haftkraft, einer Prozesszeit und/oder einer Wirtschaftlichkeit angepasst.
Zum spezifischen Anpassen der Reinigungsparameter wird zunächst wechselnd jeweils
ein Reinigungsparameter variiert, während die übrigen Reinigungsparameter unverändert
bleiben, um jeweils einen optimalen Parameterwert zu ermitteln. Nachfolgend wird eine
Kombination von Reinigungsparametern ausgewählt.
[0043] Fig. 3 zeigt ein spezifisches Anpassen von Reinigungsparametern für Klebeflächen
von Fahrzeugbauteilen aus einer Metalllegierung, wie Stahl- oder Aluminiumlegierung,
hinsichtlich einer Haltekraft.
[0044] In Fig. 3 ist eine jeweils erzielte Haltekraft in N/cm aufgetragen. Zum Bestimmen
einer Haltekraft wird bei variierenden Reinigungsparametern jeweils auf eine gereinigte
Klebefläche ein Materialstreifen aufgeklebt und in einem Schälversuch unter Messung
der Haltekraft abgezogen.
[0045] Zunächst wird ein Abstand 200 einer Strahldüse von einer zu reinigenden Klebefläche
variiert, während die übrigen Reinigungsparameter unverändert bleiben. Nachfolgend
wird eine Bewegungsgeschwindigkeit 202 einer Strahldüse relativ zu einer zu reinigenden
Klebefläche variiert, während die übrigen Reinigungsparameter unverändert bleiben.
Nachfolgend wird ein Massestrom 204 von festem Kohlenstoffdioxid variiert, während
die übrigen Reinigungsparameter unverändert bleiben. Nachfolgend wird ein Druck 206
zur Beschleunigung von festem Kohlenstoffdioxid variiert, während die übrigen Reinigungsparameter
unverändert bleiben. Nachfolgend wird ein Winkel 208 zwischen einer Strahldüse und
einer zu reinigenden Klebefläche variiert, während die übrigen Reinigungsparameter
unverändert bleiben. Die einzelnen Parameter können auch in einer anderen Reihenfolge
variiert werden.
[0046] Eine Referenzlinie 210 zeigt eine erzielte Haltekraft bei einer Reinigung einer Klebefläche
mit Isopropanol. Es ist ersichtlich, dass sich bei einer Reinigung mithilfe von festem
Kohlenstoffdioxid regelmäßig höhere Haltekräfte erzielen lassen, als bei einer Reinigung
einer Klebefläche mit Isopropanol.
[0047] Fig. 4 zeigt ein spezifisches Anpassen von Reinigungsparametern für Klebeflächen
von Fahrzeugbauteilen aus einem Faserverbundwerkstoff, wie karbonfaserverstärkter
Kunststoff, hinsichtlich einer Haltekraft.
[0048] In Fig. 4 ist eine jeweils erzielte Haltekraft in N/cm aufgetragen. Zum Bestimmen
einer Haltekraft wird bei variierenden Reinigungsparametern jeweils auf eine gereinigte
Klebefläche ein Materialstreifen aufgeklebt und in einem Schälversuch unter Messung
der Haltekraft abgezogen.
[0049] Zunächst wird ein Abstand 300 einer Strahldüse von einer zu reinigenden Klebefläche
variiert, während die übrigen Reinigungsparameter unverändert bleiben. Nachfolgend
wird eine Bewegungsgeschwindigkeit 302 einer Strahldüse relativ zu einer zu reinigenden
Klebefläche variiert, während die übrigen Reinigungsparameter unverändert bleiben.
Nachfolgend wird ein Massestrom 304 von festem Kohlenstoffdioxid variiert, während
die übrigen Reinigungsparameter unverändert bleiben. Nachfolgend wird ein Druck 306
zur Beschleunigung von festem Kohlenstoffdioxid variiert, während die übrigen Reinigungsparameter
unverändert bleiben. Nachfolgend wird ein Winkel 308 zwischen einer Strahldüse und
einer zu reinigenden Klebefläche variiert, während die übrigen Reinigungsparameter
unverändert bleiben. Die einzelnen Parameter können auch in einer anderen Reihenfolge
variiert werden.
[0050] Eine Referenzlinie 310 zeigt eine erzielte Haltekraft bei einer Reinigung einer Klebefläche
mit Isopropanol. Es ist ersichtlich, dass sich bei einer Reinigung mithilfe von festem
Kohlenstoffdioxid regelmäßig höhere Haltekräfte erzielen lassen, als bei einer Reinigung
einer Klebefläche mit Isopropanol.
Bezugszeichen
[0051]
- 100
- Vorrichtung
- 102
- Fahrzeugbauteil
- 104
- Reinigungsraum
- 106
- Seitenwand
- 108
- Seitenwand
- 110
- Decke
- 112
- Zugang
- 114
- Ausgang
- 116
- Transporteinrichtung
- 118
- Strahleinrichtung
- 120
- Strahldüse
- 122
- Speicher
- 124
- Trageinrichtung
- 126
- Industrieroboter
- 128
- Ladungsableitungseinrichtung
- 200
- Abstand
- 202
- Bewegungsgeschwindigkeit
- 204
- Massestrom
- 206
- Druck
- 208
- Winkel
- 210
- Referenzlinie
- 300
- Abstand
- 302
- Bewegungsgeschwindigkeit
- 304
- Massestrom
- 306
- Druck
- 308
- Winkel
- 310
- Referenzlinie
1. Verfahren zum automatisierten Reinigen von Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen (102)
in einer Montagelinie mit mehreren Arbeitsstationen mithilfe von festem Kohlenstoffdioxid
und einer Vorrichtung (100) aufweisend einen kammerartigen Reinigungsraum (104) für
Fahrzeugbauteile (102), eine Strahleinrichtung (118) mit einer Strahldüse (120) zum
Strahlen von festem Kohlenstoffdioxid auf Fahrzeugbauteile (102), eine Transporteinrichtung
(116) zum Transportieren von Fahrzeugbauteilen (102) durch den Reinigungsraum (104)
und eine Ladungsableitungseinrichtung (128) zum Beseitigen einer elektrostatischen
Aufladung von Fahrzeugbauteilen (102), wobei die Klebeflächen mit unter Berücksichtigung
einer erzielbaren Haftkraft, einer Prozesszeit und einer Wirtschaftlichkeit spezifisch
angepassten Reinigungsparametern gereinigt werden, wobei zum spezifischen Anpassen
der Reinigungsparameter zunächst wechselnd jeweils ein Reinigungsparameter variiert
wird, während die übrigen Reinigungsparameter unverändert bleiben, um jeweils einen
optimalen Parameterwert zu ermitteln, und nachfolgend eine Kombination von Reinigungsparametern
ausgewählt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Reinigen der Klebeflächen wenigstens einer der folgenden Reinigungsparameter
spezifisch angepasst wird: Abstand einer Strahldüse von der zu reinigenden Klebefläche;
Bewegungsgeschwindigkeit einer Strahldüse relativ zu der zu reinigenden Klebefläche;
Massestrom von festem Kohlenstoffdioxid; Druck zur Beschleunigung von festem Kohlenstoffdioxid;
Winkel zwischen einer Strahldüse und der zu reinigenden Klebefläche.
3. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum haltekraftoptimierten Reinigen der Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen aus einer
lackierten Metalllegierung ein Abstand einer Strahldüse von einer zu reinigenden Klebefläche
frei gewählt wird, eine Strahldüse relativ zu der zu reinigenden Klebefläche mit einer
Geschwindigkeit von ca. 45mm/s bis ca. 55mm/s, insbesondere von ca. 50mm/s, bewegt
wird, ein Massestrom von festem Kohlenstoffdioxid von ca. 30kg/h bis ca. 40kg/h, insbesondere
von ca. 35kg/h, eingestellt wird, ein Druck zur Beschleunigung von festem Kohlenstoffdioxid
von ca. 5bar bis ca. 7bar, insbesondere von ca. 6bar, eingestellt wird und ein Winkel
zwischen einer Strahldüse und der zu reinigenden Klebefläche von ca. 62,5° bis ca.
72,5°, insbesondere von ca. 67,5°, eingestellt wird.
4. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum haltekraftoptimierten Reinigen der Klebeflächen von Fahrzeugbauteilen aus einem
Faserverbundwerkstoff ein Abstand einer Strahldüse von einer zu reinigenden Klebefläche
auf ca. 60mm bis ca. 70mm, insbesondere auf ca. 65mm, eingestellt wird, eine Strahldüse
relativ zu einer zu reinigenden Klebefläche mit einer Geschwindigkeit von ca. 20mm/s
bis ca. 30mm/s, insbesondere von ca. 25mm/s, bewegt wird, ein Massestrom von festem
Kohlenstoffdioxid von ca. 15kg/h bis ca. 25kg/h, insbesondere von ca. 20kg/h, eingestellt
wird, ein Druck zur Beschleunigung von festem Kohlenstoffdioxid von ca. 3,5bar bis
ca. 5,5bar, insbesondere von ca. 4,5bar, eingestellt wird und ein Winkel zwischen
einer Strahldüse und der zu reinigenden Klebefläche von ca. 10° bis ca. 20°, insbesondere
von ca. 15°, eingestellt wird.
5. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum prozesszeit- und/oder wirtschaftlich optimierten Reinigen der Klebeflächen von
Fahrzeugbauteilen aus einer lackierten Metalllegierung ein Abstand einer Strahldüse
von einer zu reinigenden Klebefläche frei gewählt wird, eine Strahldüse relativ zu
einer zu reinigenden Klebefläche mit einer Geschwindigkeit von ca. 70m/s bis ca. 80mm/s,
insbesondere von ca. 75mm/s, bewegt wird, ein Massestrom von festem Kohlenstoffdioxid
von ca. 10kg/h bis ca. 20kg/h, insbesondere von ca. 15kg/h, eingestellt wird, ein
Druck zur Beschleunigung von festem Kohlenstoffdioxid von ca. 5bar bis ca. 7bar, insbesondere
von ca. 6bar, eingestellt wird und ein Winkel zwischen einer Strahldüse und der zu
reinigenden Klebefläche von ca. 55° bis ca. 65°, insbesondere von ca. 60°, eingestellt
wird.
6. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum prozesszeit- und/oder wirtschaftlich optimierten Reinigen der Klebeflächen von
Fahrzeugbauteilen aus einem Faserverbundwerkstoff ein Abstand einer Strahldüse von
einer zu reinigenden Klebefläche auf ca. 60mm bis ca. 70mm, insbesondere auf ca. 65mm,
eingestellt wird, eine Strahldüse relativ zu einer zu reinigenden Klebefläche mit
einer Geschwindigkeit von ca. 30mm/s bis ca. 40mm/s, insbesondere von ca. 35mm/s,
bewegt wird, ein Massestrom von festem Kohlenstoffdioxid von ca. 10kg/h bis ca. 20kg/h,
insbesondere von ca. 15kg/h, eingestellt wird, ein Druck zur Beschleunigung von festem
Kohlenstoffdioxid von ca. 3,5bar bis ca. 5,5bar, insbesondere von ca. 4,5bar, eingestellt
wird und ein Winkel zwischen einer Strahldüse und einer zu reinigenden Klebefläche
von ca. 80° bis ca. 90°, insbesondere von ca. 85°, eingestellt wird.
1. Process for automated cleaning of bond areas of vehicle components (102) on an assembly
line with a plurality of workstations using solid carbon dioxide and an apparatus
(100) comprising a chamber-like cleaning space (104) for vehicle components (102),
a jetting device (118) with a jetting nozzle (120) for jetting solid carbon dioxide
onto vehicle components (102), a transport device (116) for transporting vehicle components
(102) through the cleaning space (104) and a charge diversion device (128) for eliminating
electrostatic charging of vehicle components (102), wherein the bond areas are cleaned
with cleaning parameters that are specifically adapted with regard to an achievable
adhesion force, an operating time and an economic efficiency, wherein, for the specific
adaptation of the cleaning parameters, first each cleaning parameter is varied in
alternation while the rest of the cleaning parameters remain unaltered, to determine
an optimum parameter value in each case, and subsequently a combination of cleaning
parameters is selected.
2. Process according to Claim 1, characterized in that, for cleaning the bond areas, at least one of the following cleaning parameters is
specifically adapted: the distance of a jetting nozzle from the bond area to be cleaned;
the velocity of movement of a jetting nozzle relative to the bond area to be cleaned;
the mass flow rate of solid carbon dioxide; the pressure for accelerating solid carbon
dioxide; the angle between a jetting nozzle and the bond area to be cleaned.
3. Process according to at least one of the preceding claims, characterized in that, for cleaning the bond areas of vehicle components comprising a coated metal alloy
in a manner optimized in respect of holding force, a distance of a jetting nozzle
from a bond area to be cleaned is chosen freely, a jetting nozzle is moved relative
to the bond area to be cleaned with a velocity of around 45 mm/s to around 55 mm/s,
more particularly of around 50 mm/s, a mass flow rate of solid carbon dioxide of around
30 kg/h to around 40 kg/h, more particularly of around 35 kg/h, is set, a pressure
for accelerating solid carbon dioxide of around 5 bar to around 7 bar, more particularly
of around 6 bar, is set and an angle between a jetting nozzle and the bond area to
be cleaned of around 62.5° to around 72.5°, more particularly of around 67.5°, is
set.
4. Process according to at least one of the preceding claims, characterized in that, for cleaning the bond areas of vehicle components comprising a fibre composite material
in a manner optimized in respect of holding force, a distance of a jetting nozzle
from a bond area to be cleaned is set to around 60 mm to around 70 mm, more particularly
to around 65 mm, a jetting nozzle is moved relative to a bond area to be cleaned with
a velocity of around 20 mm/s to around 30 mm/s, more particularly of around 25 mm/s,
a mass flow rate of solid carbon dioxide of around 15 kg/h to around 25 kg/h, more
particularly of around 20 kg/h, is set, a pressure for accelerating solid carbon dioxide
of around 3.5 bar to around 5.5 bar, more particularly of around 4.5 bar, is set and
an angle between a jetting nozzle and the bond area to be cleaned of around 10° to
around 20°, more particularly of around 15°, is set.
5. Process according to at least one of the preceding claims, characterized in that, for cleaning the bond areas of vehicle components comprising a coated metal alloy
in a manner optimized in respect of operating time and/or economic efficiency, a distance
of a jetting nozzle from a bond area to be cleaned is chosen freely, a jetting nozzle
is moved relative to a bond area to be cleaned with a velocity of around 70 m/s to
around 80 mm/s, more particularly of around 75 mm/s, a mass flow rate of solid carbon
dioxide of around 10 kg/h to around 20 kg/h, more particularly of around 15 kg/h,
is set, a pressure for accelerating solid carbon dioxide of around 5 bar to around
7 bar, more particularly of around 6 bar, is set and an angle between a jetting nozzle
and the bond area to be cleaned of around 55° to around 65°, more particularly of
around 60°, is set.
6. Process according to at least one of the preceding claims, characterized in that, for cleaning the bond areas of vehicle components comprising a fibre composite material
in a manner optimized in respect of operating time and/or economic efficiency, a distance
of a jetting nozzle from a bond area to be cleaned is set to around 60 mm to around
70 mm, more particularly to around 65 mm, a jetting nozzle is moved relative to a
bond area to be cleaned with a velocity of around 30 mm/s to around 40 mm/s, more
particularly of around 35 mm/s, a mass flow rate of solid carbon dioxide of around
10 kg/h to around 20 kg/h, more particularly of around 15 kg/h, is set, a pressure
for accelerating solid carbon dioxide of around 3.5 bar to around 5.5 bar, more particularly
of around 4.5 bar, is set and an angle between a jetting nozzle and a bond area to
be cleaned of around 80° to around 90°, more particularly of around 85°, is set.
1. Procédé pour le nettoyage automatisé de surfaces de collage de composants (102) de
véhicule dans une ligne de montage comportant plusieurs postes de travail, à l'aide
de dioxyde de carbone solide et d'un dispositif (100) comportant un espace de nettoyage
(104) de type chambre pour des composants (102) de véhicule, un dispositif de projection
(118) comportant une buse de projection (120) destinée à la projection de dioxyde
de carbone solide sur des composants (102) de véhicule, un dispositif de transport
(116) destiné au transport de composants (102) de véhicule à travers l'espace de nettoyage
(104) et un dispositif d'évacuation (128) de charge destiné à l'élimination d'une
charge électrostatique de composants (102) de véhicule, dans lequel les surfaces de
collage sont nettoyées avec des paramètres spécifiquement adaptés en tenant compte
d'une force d'adhérence susceptible d'être atteinte, d'un temps de processus et d'une
rentabilité, dans lequel en vue de l'adaptation spécifique des paramètres de nettoyage
un paramètre de nettoyage est d'abord modifié chaque fois en alternance, tandis que
les autres paramètres restent inchangés, afin de déterminer chaque fois une valeur
optimale du paramètre, et ensuite une combinaison de paramètres de nettoyage est choisie.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour le nettoyage des surfaces de collage au moins l'un des paramètres de nettoyage
suivants est spécifiquement adapté : distance entre une buse de projection et la surface
de collage à nettoyer ; vitesse de déplacement d'une buse de projection par rapport
à la surface de collage à nettoyer ; débit massique de dioxyde de carbone solide ;
pression pour l'accélération de dioxyde de carbone solide ; angle entre une buse de
projection et la surface de collage à nettoyer.
3. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour le nettoyage, optimisé quant à la force de maintien, des surfaces de collage
de composants de véhicule à base d'un alliage métallique peint, une distance entre
une buse de projection et une surface de collage à nettoyer est librement choisie,
une buse de projection est déplacée, par rapport à la surface de collage à nettoyer,
à une vitesse d'environ 45 mm/s à environ 55 mm/s, en particulier d'environ 50 mm/s,
un débit massique de dioxyde de carbone solide d'environ 30 kg/h à environ 40 kg/h,
en particulier d'environ 35 kg/h, est réglé, une pression pour l'accélération de dioxyde
de carbone solide d'environ 5 bars à environ 7 bars, en particulier d'environ 6 bars,
est réglée et un angle d'environ 62,5° à environ 72,5°, en particulier d'environ 67,5°,
entre une buse de projection et la surface de collage à nettoyer, est réglé.
4. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour le nettoyage, optimisé quant à la force de maintien, des surfaces de collage
de composants de véhicule à base d'un matériau composite fibreux, une distance entre
une buse de projection et une surface de collage à nettoyer d'environ 60 mm à environ
70 mm, en particulier d'environ 65 mm, est réglée, une buse de projection est déplacée,
par rapport à une surface de collage à nettoyer, à une vitesse d'environ 20 mm/s à
environ 30 mm/s, en particulier d'environ 25 mm/s, un débit massique de dioxyde de
carbone solide d'environ 15 kg/h à environ 25 kg/h, en particulier d'environ 20 kg/h,
est réglé, une pression pour l'accélération de dioxyde de carbone solide d'environ
3,5 bars à environ 5,5 bars, en particulier d'environ 4,5 bars, est réglée et un angle
d'environ 10° à environ 20°, en particulier d'environ 15°, entre une buse de projection
et la surface de collage à nettoyer, est réglé.
5. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour le nettoyage, optimisé quant au temps de processus et/ou à la rentabilité, des
surfaces de collage de composants de véhicule à base d'un alliage métallique peint,
une distance entre une buse de projection et une surface de collage à nettoyer est
librement choisie, une buse de projection est déplacée, par rapport à la surface de
collage à nettoyer, à une vitesse d'environ 70 m/s à environ 80 mm/s, en particulier
d'environ 75 mm/s, un débit massique de dioxyde de carbone solide d'environ 10 kg/h
à environ 20 kg/h, en particulier d'environ 15 kg/h, est réglé, une pression pour
l'accélération de dioxyde de carbone solide d'environ 5 bars à environ 7 bars, en
particulier d'environ 6 bars, est réglée et un angle d'environ 55° à environ 65°,
en particulier d'environ 60°, entre une buse de projection et la surface de collage
à nettoyer, est réglé.
6. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour le nettoyage, optimisé quant au temps de processus et/ou à la rentabilité, des
surfaces de collage de composants de véhicule à base d'un matériau composite fibreux,
une distance entre une buse de projection et une surface de collage à nettoyer d'environ
60 mm à environ 70 mm, en particulier d'environ 65 mm, est réglée, une buse de projection
est déplacée, par rapport à une surface de collage à nettoyer, à une vitesse d'environ
30 mm/s à environ 40 mm/s, en particulier d'environ 35 mm/s, un débit massique de
dioxyde de carbone solide d'environ 15 kg/h à environ 20 kg/h, en particulier d'environ
15 kg/h, est réglé, une pression pour l'accélération de dioxyde de carbone solide
d'environ 3,5 bars à environ 5,5 bars, en particulier d'environ 4,5 bars, est réglée
et un angle d'environ 80° à environ 90°, en particulier d'environ 85°, entre une buse
de projection et la surface de collage à nettoyer, est réglé.