Einleitung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schneiden eines Lebensmittels,
insbesondere eines Lebensmittelstrangs, in Portionen, insbesondere in Streifen oder
Würfel, umfassend die folgenden Verfahrensschritte:
- a) Das Lebensmittel wird mittels einer Vorschubeinrichtung auf eine Schneideinrichtung
zu vorgeschoben.
- b) Mittels mindestens eines Schneidelements werden von einem der Schneideinrichtung
zugewandten Ende des Lebensmittels sukzessive Portionen von dem Lebensmittel abgeschnitten,
wobei das Schneidelement mittels eines scheibenförmigen Schneidelementträgers, auf
dem das Schneidelement angeordnet ist, geführt wird, wobei der Schneidelementträger
um eine Antriebsachse rotiert wird, die zumindest im Wesentlichen, vorzugsweise vollständig,
parallel zu einer Vorschubrichtung der Vorschubeinrichtung ausgerichtet ist.
- c) Im Zuge eines einmaligen Vorbeiführens des Schneidelements an dem Ende des Lebensmittels
wird eine Vielzahl von streifenförmigen Portionen erzeugt.
[0002] Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung zum Schneiden mindestens
eines Lebensmittels, insbesondere eines Lebensmittelstrangs, in Portionen, insbesondere
in Streifen oder Würfel, umfassend mindestens eine Vorschubeinrichtung und mindestens
eine Schneideinrichtung, wobei das Lebensmittel mittels der Vorschubeinrichtung in
eine Vorschubrichtung auf die Schneideinrichtung zu vorschiebbar ist, sodass mittels
der Schneideinrichtung von einem der Schneideinrichtung zugewandten Ende des Lebensmittels
sukzessive Portionen abschneidbar sind, und wobei die Schneideinrichtung mindestens
eine Schneidkassette aufweist, die mindestens eine Querschneide und eine Mehrzahl
von Längsschneiden umfasst, wobei die Querschneide in einer ersten Schneidebene angeordnet
ist, die zumindest im Wesentlichen parallel zu einer Schneidfläche des Lebensmittels
orientiert ist, wobei die Längsschneiden jeweils in Schneidebenen angeordnet sind,
die nicht-parallel zu der Schneidebene der Querschneide orientiert sind, sodass das
Lebensmittel im Zuge des Schneidens mindestens in zwei unterschiedlich orientierten
Schneidebenen schneidbar ist, wobei die Schneidkassette um eine Antriebsachse rotierbar
ist, die zumindest im Wesentlichen, vorzugsweise vollständig, parallel zu der Vorschubrichtung
orientiert ist.
[0003] Unter einem "Würfel" wird im Verhältnis zu einem Streifen ein solches Stück eines
Lebensmittels verstanden, dessen Kantenlängen zumindest im Wesentlichen gleich lang
sind.
[0004] Eine "Schneideinrichtung" beschreibt im Sinne der vorliegenden Anmeldung jede Art
von Einrichtung, mittels derer ein Lebensmittel oder ein Lebensmittelstrang aufschneidbar
ist. Eine Schneideinrichtung kann insbesondere mindestens ein Schneidorgan sowie einen
Messerkasten, der beispielsweise das Schneidorgan einhaust, umfassen. Ebenso ist es
denkbar, dass die Schneideinrichtung ausschließlich von einem Schneidorgan gebildet
ist.
[0005] Ein "Schneidelement" bezeichnet im Sinne der vorliegenden Anmeldung ein solches Element,
mit dem das Lebensmittel tatsächlich geschnitten wird bzw. das mit dem Lebensmittel
in einen schneidenden Eingriff tritt. Ein solches Schneidelement weist typischerweise
mindestens eine Schneidkante auf, die relativ zu dem Lebensmittelstrang bewegt wird,
sodass das Lebensmittel und die Schneidkante in einen schneidenden Eingriff treten.
[0006] Unter einer "Portion" im Sinne der vorliegenden Anmeldung ein von dem ursprünglichen
Lebensmittel abgetrenntes Teil verstanden, das grundsätzlich unabhängig von anderen
gebildeten Teilen bzw. Portionen bewegbar ist. Mit anderen Worten ist eine einzelne
Position vollständig von anderen Portionen sowie von dem Lebensmittel abgetrennt.
[0007] Eine "streifenförmige Portion" bezeichnet eine solche Portion, deren Länge ihre weiteren
Abmessungen deutlich übersteigt. Ein typischer Streifen weist folglich in aller Regel
eine Länge auf, die eine Breite sowie eine Höhe des Streifens zumindest um den Faktor
2, vorzugsweise mindestens um den Faktor 4, übersteigt.
[0008] Unter einem "sukzessiven Abschneiden" wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung ein
solches Abschneiden verstanden, dass gewissermaßen nach und nach fortwährend stattfindet.
Das heißt, dass Portionen, die sukzessive von dem Lebensmittel abgeschnitten werden,
nacheinander sowie typischerweise durch wiederholten Einsatz ein und desselben Schneidelements
erzeugt werden.
[0009] Eine "Schneidkassette" beschreibt im Sinne der vorliegenden Anmeldung ein Element,
dass eine Mehrzahl verschiedener Schneiden in einem Bauteil bündelt. Im Sinne der
vorliegenden Anmeldung umfasst eine Schneidkassette mindestens eine Querschneide sowie
eine Mehrzahl von Längsschneiden. Querschneiden und Längsschneiden unterscheiden sich
dadurch voneinander, dass sie unterschiedlich ausgerichtet sind. Somit sind die Längsschneiden
in nicht-parallelen Schneidebenen zu der mindestens einen Querschneide angeordnet.
Gleichwohl sind sowohl Längsschneiden als auch mindestens eine Querschneide in mindestens
einer Schneidkassette zusammengefasst.
[0010] Die "Schneidebenen" sind im Sinne der vorliegenden Anmeldung dadurch gekennzeichnet,
dass in ihnen das Lebensmittel mittels der Schneiden geschnitten wird. Da die mindestens
eine Schneidkassette über eine Mehrzahl von Schneiden verfügt, ergibt es sich, dass
das Lebensmittel in mindestens zwei Schneidebenen schneidbar ist bzw. geschnitten
wird, wobei diese Schneidebenen unterschiedlich orientiert sind.
[0011] Unter einer Scheibenform wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung eine Form verstanden,
deren Dicke deutlich kleiner ist als deren Durchmesser bzw. Kantenlänge. Es versteht
sich, dass insbesondere kreisförmige Scheiben gemeint sein können. Die scheibenförmige
Ausgestaltung des Schneidelementträgers sowie dessen Rotation um die zu der Vorschubrichtung
parallele Antriebsachse führt dazu, dass das Lebensmittel an dessen der Schneideinrichtung
zugewandtem Ende in einer ebenen Schneidebene geschnitten wird, die zumindest im Wesentlichen
senkrecht zu der Vorschubrichtung des Lebensmittels orientiert ist.
[0012] Unter der "zumindest im Wesentlichen parallelen Ausrichtung" zwischen der Antriebsachse
des Schneidelementträgers und der Vorschubrichtung des Lebensmittels wird im Sinne
der vorliegenden Anmeldung verstanden, dass eine Winkelabweichung zwischen beiden
Achsen maximal 10°, vorzugsweise maximal 5°, idealerweise 0°, betragen sollte.
Stand der Technik
[0013] Verfahren sowie Vorrichtungen der eingangs beschriebenen Art sind im Stand der Technik
bereits bekannt. Sie werden insbesondere dazu verwendet, Lebensmittelstränge aufzuschneiden,
die von Käse, Fleischwurst oder Gemüse gebildet sind.
[0014] Insbesondere sind im Stand der Technik sogenannte "Streifenschneider" bekannt, mittels
derer streifenförmige Portionen von einem Lebensmittelstrang trennbar sind. Beispielsweise
bietet die holac Maschinenbau GmbH einen Streifenschneider des Typs BS 28 an, der
über eine Mehrzahl von Schneidkassetten verfügt. Diese Schneidkassetten weisen jeweils
eine Vielzahl von Längsschneiden sowie eine senkrecht zu den Längsschneiden orientierte
Querschneide auf. Die Schneidkassetten sind an einem kreisförmigen Schneidelementträger
angeordnet, sodass sie um eine Drehachse rotierbar sind. Sie werden derart an einem
aufzuschneidende Lebensmittel entlang geführt, dass von dem Lebensmittel sukzessive
Streifen abschneidbar sind. Ein derartiger Streifenschneider ist beispielsweise der
Deutschen Offenlegungsschrift
DE 101 13 015 A1 entnehmbar.
[0015] Hierbei treten bei einem Vorbeiführen jeder einzelnen Schneidkassette an dem Lebensmittel
sowohl die Querschneide als auch die Längsschneiden in einen schneidenden Kontakt
mit dem Lebensmittel, sodass letzteres in mehreren Schneidebenen gleichzeitig geschnitten
wird. Auf einer dem Lebensmittel abgewandten Seite der Schneidkassette treten nach
dem Schneiden des Lebensmittels sodann die einzelnen geschnittenen streifenförmigen
Portionen aus der Schneidkassette aus.
[0016] Die bekannte Vorrichtung hat den Nachteil, dass die erzeugten Portionen lediglich
in zwei linear unabhängigen Ebenen geschnitten werden, sodass lediglich Streifen erzeugbar
sind. Insbesondere ist es nicht möglich, mittels der bekannten Vorrichtung auch Würfel
oder Streifen bestimmter Länge zu schneiden. Die Länge der erzeugten Streifen hängt
hingegen primär davon ab, entlang welcher Strecke die jeweilige Schneidkassette an
dem Lebensmittel vorbei geführt wird.
[0017] Im weiteren Umfeld der vorliegenden Erfindung ist zudem aus der internationalen Patentanmeldung
WO 01/39940 A1 eine Vorrichtung bekannt. Diese ist dazu geeignet, Würfel zu schneiden. Hierzu verfügt
die Vorrichtung über eine zweite Schneideinrichtung, die in Vorschubrichtung des Lebensmittels
betrachtet hinter einer ersten Schneideinrichtung angeordnet ist. Mittels der zweiten
Schneideinrichtung werden zunächst erzeugte Streifen des Lebensmittels abgelängt,
das heißt in einer weiteren, linear unabhängigen Schneidebene geschnitten. Hierdurch
ist es mit der bekannten Vorrichtung möglich, Würfel zu erzeugen.
[0018] Die genannte Patentanmeldung bildet gleichwohl lediglich einen entfernten Stand der
Technik zu der gattungsgemäßes Vorrichtung sowie dem gattungsgemäßes Verfahren, da
die Vorrichtung nicht über Schneidkassetten im Sinne der vorstehenden Definition verfügt
und folglich nicht dazu in der Lage ist im Zuge eines einmaligen Vorbeiführens des
Schneidelements an dem Lebensmittel eine Vielzahl streifenförmige Portionen zu erzeugen.
Sie ist demgemäß mit dem Nachteil behaftet, Portionen nacheinander und folglich mit
geringerer Leistung erzeugen zu können als der vorstehend beschriebene Streifenschneider.
[0019] Abschließend sei auf die Deutsche Patentschrift
DE 10 2005 050 041 B3 hingewiesen, die gleichfalls einen Würfelschneider offenbart, der dem weiteren Umfeld
der vorliegenden Erfindung zuzuordnen ist. Die vorgestellte Vorrichtung umfasst zwei
trommelförmige Schneideinrichtungen, die ineinander gelagert sind und um eine zur
Vorschubrichtung des Lebensmittels senkrechte Achse rotieren. Mittels der Schneideinrichtung
werden an einem Ende des Lebensmittels sukzessive Portionen abgeschnitten, wobei dies
entlang eines Kreisbogens erfolgt. Die gezeigte Art des Schneidens ist als nachteilig
zu bezeichnen, da am Anfang und am Ende eines jeden Lebensmittelstrangs ein vergleichsweise
großer Verschnitt anfällt, wodurch wiederum die Leistung der Maschine reduziert wird.
Aufgabe
[0020] Der vorliegenden Anmeldung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung sowie ein
Verfahren bereitzustellen, mittels derer es möglich ist, mit besonders hoher Leistung
Portionen zu erzeugen, die in ihrem fertigen Zustand insbesondere die Form eines Parallelepipeds
aufweisen.
Lösung
[0021] Ausgehend von dem Verfahren der eingangs beschriebenen Art wird die zugrunde liegende
Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die im Entstehen begriffenen Portionen
nach dem Schneiden mittels des mindestens einen Schneidelements mittels mindestens
einer Ablängeinrichtung abgelängt werden.
[0022] Unter einer "Ablängeinrichtung" wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung eine solche
Einrichtung verstanden, mittels derer die Möglichkeit gegeben ist, eine streifenförmige
Portion derart ein weiteres Mal zu schneiden, dass diese in ihrer Länge reduzierbar
ist. Insbesondere kann es mit einer Ablängeinrichtung möglich sein, würfelförmige
Portionen zu erzeugen, beispielsweise indem eine oder mehrere streifenförmige Portionen
in einer weiteren, zu den übrigen Schneidebenen linear unabhängigen Schneidebene geschnitten
werden. Eine derartige Ablängeinrichtung kann insbesondere über mindestens eine Schneide
verfügen, die beispielsweise an einem messerförmigen Element ausgebildet sein kann.
[0023] Das Ablängen "nach dem Schneiden" der Portion ist im Sinne der vorliegenden Anmeldung
so zu verstehen, dass ein Eingriff des mindestens einen Schneidelements mit dem Lebensmittel
zeitlich vor einem Zusammenwirken der Ablängeinrichtung mit der im Entstehen begriffenen
Portion stattfindet. Hierbei ist es nicht zwingend erforderlich, dass ein Eingriff
zumindest eines Teils der Ablängeinrichtung mit einer jeweiligen Portion erst dann
stattfindet, wenn besagte Portion bereits vollständig mittels des mindestens einen
Schneidelements geschnitten wurde. Stattdessen ist es ebenso denkbar, dass ein schneidender
Eingriff zwischen dem Schneidelement und dem Lebensmittel noch besteht, während die
Ablängeinrichtung mit der jeweils gebildeten Portionen in Kontakt tritt. Jedoch findet
ein Kontakt zwischen der Ablängeinrichtung und einer jeweiligen Portion nach einem
erstmaligen Kontakt besagter Portion mit dem mindestens einen Schneidelement statt.
[0024] Das erfindungsgemäße Verfahren hat viele Vorteile. Zunächst weist es den erheblichen
Vorteil auf, dass im Zuge des einmaligen Vorbeiführens des Schneidelements an dem
Lebensmittel gleichzeitig eine Vielzahl von zumindest zunächst streifenförmigen Portionen
erzeugt wird. Dieser Verfahrensschritt bewirkt eine besonders zeiteffiziente Bearbeitung
des aufzuschneidenden Lebensmittels. Mithin ist es besonders günstig, dass mittels
des erfindungsgemäßen Verfahrens auf diese Weise parallelepipedförmige, vorzugsweise
quaderförmige, weiter vorzugsweise würfelförmige, Portionen mit einer hohen Leistung
erzeugbar sind, was im Stand der Technik nicht in derselben Weise denkbar ist. Hierzu
werden die einzelnen Portionen mittels der Ablängeinrichtung abgelängt, sodass im
Endeffekt im Zuge eines einmaligen Vorbeiführens des Schneidelements an dem Lebensmittel
eine Vielzahl würfelförmiger Portionen erzeugbar ist.
[0025] Weiterhin hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, das erfindungsgemäße
Verfahren mit einem solchen Lebensmittel zu betreiben, dass zumindest angefroren,
vorzugsweise durchgefroren ist. Diese Vorgehensweise hat den besonderen Vorteil, dass
die einzelnen Portionen mit einer besonders hohen Genauigkeit hergestellt werden können.
Insbesondere sind erzeugte Schnittkanten an den Portionen "sauber", da die erhöhte
Härte des Lebensmittels einen dezidierten Schnitt ermöglicht, im Zuge dessen das Lebensmittel
sich nur sehr gering verformt und entsprechend keine Verwerfungen oder dergleichen
aufweist.
[0026] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine im
Entstehen begriffene Portion gleichzeitig an mindestens drei Schnittseiten geschnitten.
Insbesondere wird jede Portion in mindestens einer Schneidebene geschnitten, die senkrecht
zu einer Vorschubrichtung des Lebensmittels ausgerichtet ist. Ein Schnitt in einer
derartigen Schneidebene kann besonders gut mittels eines solchen Schneidelements erzeugt
werden, das über mindestens eine Querschneide verfügt, die senkrecht zu der Vorschubrichtung
des Lebensmittels orientiert ist und die senkrecht zu der Vorschubrichtung geführt
wird. Zwei weitere Schneidebenen können beispielsweise senkrecht zu der ersten Schneidebene
orientiert sein, wobei das Schneidelement vorzugsweise Längsschneiden aufweist, die
beispielsweise ihrerseits senkrecht zu einer Querschneide ausgebildet sein können.
Mittels des gleichzeitigen Schneidens des Lebensmittels an mindestens drei Schnittseiten
wird unmittelbar eine zumindest streifenförmige Portion erzeugt, deren Breite und
Höhe bereits durch die drei Schnittseiten festgelegt ist.
[0027] Der Begriff der "Schnittseite" ist in diesem Zusammenhang so zu verstehen, dass mittels
des Schneidens des mindestens einen Schneidelements an einer jeweiligen Portion mindestens
drei Schnittflächen erzeugt werden, die infolge eines unmittelbaren Eingriffs des
Schneidelements mit dem Lebensmittel entstehen. Die so erzeugten Schnittflächen sind
jeweils an einer Schnittseite der jeweiligen Portion ausgebildet.
[0028] Das erfindungsgemäße Verfahren ist weiterhin dann besonders vorteilhaft, wenn das
Lebensmittel taktweise auf die Schneideinrichtung zu vorgeschoben wird. Ein derartiger
Vorschub ist insbesondere dann sinnvoll, wenn das Lebensmittel in einem angefrorenen
oder durchgefrorenen Zustand vorliegt und infolgedessen besonders hart ist. Ein kontinuierlicher
Vorschub eines solchen Lebensmittels hätte zur Folge, dass das Lebensmittel fortwährend
gegen Teile der jeweiligen Vorrichtung gedrückt würde, sodass es zum einen zu einem
reibenden Kontakt einer Oberfläche des Lebensmittels mit der Vorrichtung und/oder
zum anderen zu einer erheblichen Wirkung von Kräften zwischen dem Lebensmittel und
der jeweiligen Vorrichtung kommen kann. Dies ist darauf zurückzuführen, dass ein gefrorenes
Lebensmittel nicht in derselben Weise komprimierbar ist wie ein weiches, nicht gefrorenes
Lebensmittel.
[0029] Das erfindungsgemäße Verfahren weiter ausgestaltend werden die im Entstehen begriffenen
Portionen im Zuge des Schneidens umgelenkt, sodass eine Bewegungsrichtung einer jeweiligen
Portion zumindest eine zu einer Vorschubrichtung des Lebensmittels parallele Bewegungskomponente
aufweist. In aller Regel werden die einzelnen Portionen mittels eines Vorbeiführens
des mindestens einen Schneidelements an einer Schnittfläche des aufzuschneidenden
Lebensmittels von letzteren abgeschnitten, wobei besagtes Leitelement in eine Richtung
senkrecht zu der Vorschubrichtung des Lebensmittels bewegt wird.
[0030] Die Schnittfläche des Lebensmittels ist üblicherweise senkrecht zu der Vorschubrichtung
desselben ausgerichtet. Die hier beschriebene Umlenkung mindestens einer Portion im
Zuge des Schneidens beschreibt mithin einen solchen Vorgang, bei dem der im Entstehen
begriffenen Portion eine Bewegungsrichtung aufgeprägt wird, die die Portion dazu veranlasst,
sich von der Schnittfläche des Lebensmittels weg zu bewegen und zwar in eine Richtung,
die zumindest teilweise parallel zu der Vorschubrichtung des Lebensmittels verläuft.
Das heißt, dass durch eine solche Umlenkung die mindestens eine Portion von der Schnittfläche
des Lebensmittels in eine zu der Schnittfläche senkrechte Richtung weg geführt wird.
Es versteht sich, dass es hierfür lediglich erforderlich ist, dass die Portion im
Zuge ihrer Umlenkung eine zu der Schnittfläche des Lebensmittels senkrechte Bewegungskomponente
erhält; es ist hingegen nicht zwingend erforderlich, gleichwohl womöglich vorteilhaft,
dass eine Bewegungsrichtung der mindestens einen Portionen nach ihrer Umlenkung vollständig
parallel der Vorschubrichtung des Lebensmittels orientiert ist. Letzteres hätte den
Effekt, dass gewissermaßen eine vordere und eine hintere Schnittebene der gebildeten
Portion zumindest im Wesentlichen parallel zueinander orientiert wären.
[0031] Die so beschriebene Umlenkung mindestens einer Portion, vorzugsweise sämtlicher Portionen,
hat den wesentlichen Vorteil, dass die Portionen gewissermaßen in einer Verlängerung
des Lebensmittels auf einer dem Lebensmittel abgewandten Seite des jeweiligen Schneidelements
abgeführt und sodann gesammelt werden können. Insbesondere ist es vorstellbar, dass
ein Sammelbehälter für die gebildeten Portionen in Verlängerung des Lebensmittels
bzw. der zugehörigen Vorschubeinrichtung in oder an der Vorrichtung aufgestellt ist.
[0032] Vorteilhafterweise werden die Portionen unmittelbar mittels der Schneideinrichtung,
vorzugsweise mittels des Schneidelements, umgelenkt. Auf diese Weise kann eine separate
Einrichtung zur Umlenkung der Portionen entfallen.
[0033] Die Umlenkung der Portionen ist dann besonders vor Vorteil, wenn diese um einen Umlenkwinkel
von mindestens 70°, vorzugsweise mindestens 80°, weiter vorzugsweise 90°, vorgenommen
wird. Betrachtet den typischen Fall, dass die Schnittfläche des Lebensmittels senkrecht
zu dessen Vorschubrichtung verläuft, hat eine Umlenkung einer jeweiligen Portion um
weniger als 90° zur Folge, dass eine Bewegung der Portion nach ihrer Umlenkung sowohl
eine Bewegungskomponente aufweist, die parallel der Vorschubrichtung des Lebensmittels
verläuft, als auch eine solche, die senkrecht der Vorschubrichtung des Lebensmittels
verläuft. Eine Umlenkung um zumindest in etwa 90° hat mithin den Vorteil, dass die
so umgelenkten Portionen auf einer dem Lebensmittel abgewandten Seite der Schneideinrichtung
von der Schneideinrichtung weggeführt werden können.
[0034] Eine Umlenkung der Portionen um einen möglichst großen Winkel (bis maximal 90°) hat
zudem den Vorteil, dass die so umgelenkten Portionen im Anschluss an ihre Umlenkung
mittels der mindestens einen Ablängeinrichtung abgelängt werden können. Ein solcher
Verfahrensschritt des Ablängens der Portionen nach ihrer Umlenkung ist gleichwohl
grundsätzlich von dem jeweiligen realisierten Umlenkungswinkel unabhängig.
[0035] Vorzugsweise weist dabei die Ablängeinrichtung eine Schneidebene auf, die senkrecht
zu der Vorschubrichtung des Lebensmittels orientiert ist. Insbesondere kann die Schneidebene
der Ablängeinrichtung parallel zu einer Schneidebene der Schneideinrichtung bzw. des
mindestens einen Schneidelements orientiert sein. Auf diese Weise ist die Ablängeinrichtung
bzw. eine zugehörige Ablängschneide besonders einfach auf einer dem Lebensmittel abgewandten
Seite der Schneideinrichtung bzw. des Schneidelements entlang führbar. Mittels der
Umlenkung ist es sodann besonders einfach möglich, die jeweils erzeugten bzw. noch
im Entstehen begriffenen Portionen ausgehend von dem Lebensmittel der Ablängeinrichtung
zuzuführen. Eine entsprechende Ausführung ist dem unten stehenden Ausführungsbeispiel
zu entnehmen. Idealerweise ist die Ablängeinrichtung scheibenförmig ausgebildet, vorzugsweise
in Form einer Kreisscheibe.
[0036] Weiter kann es von Vorteil sein, wenn die Ablängeinrichtung um eine Antriebsachse
rotiert wird. Hierbei versteht es sich, dass insbesondere eine Kombination der um
ihre Antriebsachse rotierbaren Schneideinrichtung mit einer rotierbaren Ablängeinrichtung
besonders bevorzugt ist. Insbesondere ist es denkbar, dass die Schneideinrichtung
und die Ablängeinrichtung in Vorschubrichtung des Lebensmittels betrachtet hintereinander
angeordnet sind und jeweils um zueinander parallele, vorzugsweise identische, Antriebsachse
rotieren. Vorrichtungstechnisch gesehen ist eine Umsetzung eines solchen Verfahrens
dann besonders einfach möglich, wenn die Schneideinrichtung und die Ablängeinrichtung
dieselbe Antriebsachse aufweisen.
[0037] Sofern sowohl die Ablängeinrichtung als auch die Schneideinrichtung rotierbar ausgeführt
sind, kann es besonders von Vorteil sein, wenn die Rotationsrichtungen beider Einrichtungen
gegenläufig sind, sodass eine Relativgeschwindigkeit, mit der die Schneideinrichtung
und die Ablängeinrichtung aneinander vorbei geführt werden, der Summe der Rotationsgeschwindigkeiten
beider Einrichtungen entspricht. Diese Ausführung führt dazu, dass bei einem Kontakt
der Ablängeinrichtung mit einer abzulängenden Portion die Geschwindigkeit, mit der
eine Ablängschneiden der Ablängeinrichtung mit der Portion kollidiert, vergleichsweise
groß ist, wodurch ein besonders sauberer Schnitt der abzulängenden Portion erzeugbar
ist.
[0038] Das erfindungsgemäße Verfahren ist ferner dann von Vorteil, wenn im Zuge des Schneidens
des Lebensmittels zumindest ein Restabschnitt desselben messtechnisch erfasst wird
und auf Basis so erfasster Daten ein Vorschub des Lebensmittels und/oder eine Schneidgeschwindigkeit
der Schneideinrichtung angepasst wird bzw. werden. Die messtechnische Erfassung kann
beispielsweise mittels eins Laserscanners oder einer oder mehrerer Kameras erfolgen.
Die beschriebene Anpassung erfolgt auf solche Weise, dass mit einem letzten Schnitt
der Schneideinrichtung ein Schlussstück des Lebensmittels zumindest im Wesentlichen
vollständig geschnitten und auf diese Weise ein Ausschuss minimiert wird.
[0039] Unter einem "Restabschnitt" wird hierbei ein Abschnitt des Lebensmittels verstanden,
dessen parallel zu der Vorschubrichtung gemessene Länge geringer ausfällt als die
Länge des gesamten, ursprünglichen Lebensmittels. Insbesondere beträgt die Länge eines
Restabschnitts nicht mehr als 30 % der ursprünglichen Länge des Lebensmittels.
[0040] Für den Erfolg dieses vorteilhaften Verfahrensschritts ist es von Vorteil, wenn lediglich
ein Restabschnitt des Lebensmittels zur Vermeidung eines Restes messtechnisch erfasst
wird. Gleichwohl ist es ebenso denkbar, dass vor einem ersten Schnitt das gesamte
Lebensmittel messtechnisch erfasst und der Vorschub und/oder eine Schnittgeschwindigkeit
der Schneideinrichtung entsprechend angepasst wird bzw. werden. Der vorteilhafte Verfahrensschritt
trägt dazu bei, dass am Ende des Aufschneidens eines jeweiligen Lebensmittels möglichst
kein Rest übrig bleibt, der sodann ungenutzt entsorgt werden muss. Er trägt mithin
dazu bei, dass ein jeweiliger Lebensmittelstrang bzw. ein jeweiliges Lebensmittel
möglichst vollständig aufgeschnitten werden können.
[0041] Aus vorrichtungstechnischer Sicht wird die zugrunde liegende Aufgabe erfindungsgemäß
durch mindestens eine Ablängeinrichtung gelöst, mittels derer Portionen ablängbar
sind, die zuvor mittels der Schneideinrichtung geschnitten wurden. Mittels des Schnitts
der Ablängeinrichtung werden die jeweiligen Portionen schließlich fertiggestellt.
[0042] Das erfindungsgemäße Verfahren ist mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung besonders
einfach ausführbar. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Schneidkassetten auf einem
Schneidelementträger angeordnet sind, der rotierbar um eine Antriebsachse gelagert
ist. Ferner ist das Verfahren in seiner vorteilhaften Ausgestaltung dann besonders
einfach durchführbar, wenn die Ablängeinrichtung auf einer dem ungeschnittenen Lebensmittel
abgewandten Seite der Schneideinrichtung angeordnet ist.
[0043] Vorteilhafterweise ist die Ablängeinrichtung in Form einer rotierbaren, vorzugsweise
kreisförmigen, Ablängscheibe ausgeführt. Auf diese Weise sind die vorstehend als vorteilhaft
beschriebenen Verfahrensschritte besonders einfach durchführbar. Vorzugsweise weist
eine solche Ablängscheibe der Ablängeinrichtung eine Mehrzahl von Ablängschneiden
auf. Diese sind vorteilhafterweise derart auf der Ablängscheibe montiert, dass eine
Schneidebene der jeweiligen Ablängschneiden parallel zu der Ablängscheibe der Ablängeinrichtung
orientiert ist.
[0044] Vorteilhafterweise ist zusätzlich oder alternativ zu der Ablängeinrichtung die Schneideinrichtung
rotierbar ausgeführt, wobei die Schneideinrichtung ihrerseits von einer kreisförmigen
Schneidscheibe gebildet ist. Besagte Schneidscheibe ist besonders gut als Schneidelementträger
für die mindestens eine Schneidkassette geeignet.
[0045] Sofern sowohl die Ablängeinrichtung als auch die Schneideinrichtung rotierbar ausgeführt
sind, ist es zu bevorzugen, wenn diese jeweils um zueinander parallele, vorzugsweise
identische, Antriebsachsen rotierbar sind. Weiterhin ist es von Vorteil, wenn mindestens
eine der Antriebsachsen der Ablängeinrichtung und/oder der Schneideinrichtung, vorzugsweise
beide Antriebsachsen, parallel zu der Vorschubrichtung des Lebensmittels orientiert
ist bzw. sind.
[0046] Den Aufbau der mindestens einen Schneidkassette betreffend kann es besonders von
Vorteil sein, wenn die Schneidebenen der Längsschneiden zumindest im Wesentlichen
senkrecht zu der Schneidebene der Querschneide ausgeführt sind. Auf diese Weise sind
Portionen erzeugbar, die einen rechteckigen Querschnitt aufweisen. Insbesondere kann
es von Vorteil sein, dass mindestens eine Schneidkassette, vorzugsweise sämtliche
Schneidkassetten, eine erste, zu der Schleichfläche des Lebensmittels parallel orientierte
Querschneide sowie eine Vielzahl weiterer, zu der Querschneide senkrechter sowie parallel
zueinander, nebeneinander angeordneter Längsschneiden aufweisen. Hierbei ist es grundsätzlich
unerheblich, welche der Schneiden, das heißt die mindestens eine Querschneide oder
eine oder mehrere Längsschneiden, zeitlich betrachtet als erste mit dem zu schneidenden
Lebensmittel in Kontakt treten. Somit ist es sowohl denkbar, dass die Längsschneiden
in Bewegungsrichtung der jeweiligen Schneidkassette betrachtet über die Querschneide
hinaus vorstehen, sodass sie bei einem Eingriff mit dem zu schneidenden Lebensmittel
zuerst in selbiges eintreten. Ebenso ist eine umgekehrte Ausführung denkbar.
[0047] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weiter ausgestaltend umfasst selbige, vorzugsweise
deren Schneideinrichtung, weiter vorzugsweise mindestens eine Schneidkassette der
Schneideinrichtung, mindestens einen Führungskanal, mittels dessen eine Portion derart
umlenkbar ist, dass deren Bewegungsrichtung nach ihrer Umlenkung zumindest eine zu
der Vorschubrichtung des Lebensmittels parallele Bewegungskomponente aufweist. Hierbei
ist es grundsätzlich unerheblich, ob zum Zeitpunkt der Umlenkung der Portion selbige
noch in ihrem Entstehen begriffen ist, bereits vollständig fertiggestellt ist, oder
während der Umlenkung vollständig fertig gestellt wird. Mit anderen Worten ist es
lediglich von Bedeutung, dass eine Umlenkung der jeweiligen Portion mittels des beschriebenen
Führungskanals vorgenommen werden kann.
[0048] Mittels des beschriebenen Führungskanals können die vorstehend beschriebenen Verfahrensschritte
zu Umlenkung mindestens einer Portion besonders einfach durchgeführt werden.
[0049] Hierbei ist es besonders von Vorteil, wenn ein solcher Führungskanal eine Führungslänge
von mindestens 5 cm, vorzugsweise mindestens 10 cm, weiter vorzugsweise mindestens
15 cm, aufweist. Unter der "Führungslänge" wird hierbei gewissermaßen die gestreckte
Länge des jeweiligen Führungskanals verstanden.
[0050] Die angegebenen Werte sind insoweit von Vorteil, als der jeweils umzulenkenden Portion
ein gewisser Bewegungsspielraum eingeräumt wird, der ihr zur Verfügung steht, um einem
jeweiligen Umlenkwinkel folgen zu können. Mit anderen Worten ist ein längerer Führungskanal
gut dazu geeignet, eine im Entstehend begriffene Portion "sanft" umzulenken, das heißt
unter Aufbringung einer möglichst geringen Krümmung des Führungsschachts. Dies ist
insbesondere dann von Bedeutung, wenn das Lebensmittel in einem angefrorenen oder
durchgefrorenen Zustand vorliegt, in dem es eine erhöhte Härte aufweist. Die Vorteile
des Schneidens eines harten Lebensmittels sind vorstehend bereits beschrieben.
[0051] Eine von einem harten Lebensmittel gebildete Portion weist gleichfalls eine erhöhte
Härte auf, sodass bei einer Umlenkung einer solchen Portion das Risiko besteht, dass
die Portion innerhalb des Führungskanals bricht und in mehrere Teile zerfällt. Eine
vergleichsweise langgestreckte Ausführung des Führungskanals erlaubt es, den jeweiligen
Umlenkwinkel über eine längere Strecke zu verteilen und dadurch eine Krümmung des
Führungskanals vergleichsweise gering zu halten. Hierdurch wird ein Bruchrisiko einer
im Entstehen begriffenen Portion reduziert.
[0052] In diesem Zusammenhang hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn
ein Verhältnis einer Breite eines Führungskanals zu dessen gestreckter Länge ("Führungslänge")
maximal den Wert 0,2, vorzugsweise maximal 0,1, weiter vorzugsweise maximal 0,067,
annimmt. Eine "Breite" eines Führungskanals beschreibt dabei den Abstand zweier benachbarter
Längsschneiden zueinander. In der Regel weisen die Führungskanäle jeweils einen quadratischen
Querschnitt auf, wobei ein typisches Maß für eine Breite eines Führungskanals 1 cm
beträgt.
[0053] Vorteilhafterweise weist der Führungskanals eine Kreisbogenform auf. Unabhängig von
seiner Form weist er einen Umlenkwinkel von mindestens 70°, vorzugsweise mindestens
80°, weiter vorzugsweise mindestens 90°, auf. Das vorstehend als vorteilhaft beschriebene
Verfahren ist mittels eines solchen Führungskanals besonders einfach durchführbar.
[0054] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist
selbige mindestens eine Gegenschneide auf, die auf einer dem ungeschnittenen Lebensmittel
abgewandten Seite der Schneideinrichtung angeordnet ist. Eine solche Gegenschneide
ist dazu geeignet, mit der Ablängeinrichtung zusammenzuwirken, wobei eine jeweils
abzulängende Portion an der Gegenschneide abstützbar ist.
[0055] Hierbei ist vorzugsweise ein Abstand zwischen der Gegenschneide und der Ablängeinrichtung
veränderbar. Dies hat den Vorteil, dass die Schneideinrichtung und die Ablängeinrichtung
individuell bei jeder Vorrichtung aufeinander abgestimmt werden können. Insbesondere
ist ein Abstand zwischen einer Ablängschneide der Ablängeinrichtung und der Gegenschneide
der Schneideinrichtung typischerweise so gering, dass infolge von Fertigungstoleranzen
bei der Herstellung der Vorrichtung es zu einer Kollision der Ablängeinrichtung mit
der Schneideinrichtung kommen kann. Umgekehrt ist es ebenso denkbar, dass ein Abstand
zwischen der Gegenschneide der Schneideinrichtung und einer jeweiligen Ablängschneide
der Ablängeinrichtung ab Werk zu groß ausfällt. Die Anpassbarkeit ermöglicht es hier,
den Abstand zwischen der Ablängeinrichtung und der Gegenschneide optimal einzustellen.
[0056] Vorteilhafterweise ist die Gegenschneide unmittelbar an einer jeweiligen Schneidkassette
ausgebildet, wobei sie an einem dem ungeschnittenen Lebensmittel abgewandten Ende
der Schneidkassette ausgebildet ist. Idealerweise verfügt jede Schneidkassette über
ihre eigene Gegenschneide.
[0057] Für einen sauberen Schnitt des jeweiligen Lebensmittels ist es besonders von Vorteil,
wenn selbiges mittels der Vorschubeinrichtung fest gehalten wird, das heißt keinen
besonderen Spielraum für Bewegungen für das Lebensmittel infolge von Schnittkräften
zulässt. Daher ist es besonders von Vorteil, wenn die Vorschubeinrichtung mindestens
eine Fixiereinrichtung umfasst, mittels derer das ungeschnittene Lebensmittel in der
Vorschubeinrichtung fixierbar ist. Eine derartige Fixiereinrichtung kann insbesondere
ein quer zu der Vorschubrichtung des Lebensmittels bewegbares Element aufweisen, mittels
dessen das Lebensmittel in einem Vorschubkanal der Vorschubeinrichtung gegen eine
gegenüberliegende seitliche Wand drückbar ist.
[0058] Weiterhin kann es von Vorteil sein, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung mindestens
ein Anschlagelement aufweist, das in Vorschubrichtung des ungeschnittenen Lebensmittels
betrachtet über eine Schneidebene der Querschneide der Schneidkassette vorsteht, sodass
ein abzuschneidender Abschnitt des Lebensmittels mittels des Anschlagelements zumindest
teilweise abstützbar ist. Ein solches Anschlagelement ist insbesondere dann von Vorteil,
wenn das zu schneidende Lebensmittel eine vergleichsweise weiche Konsistenz aufweist,
sodass es sich unter Einwirkung von Schnittkräften, die mittels einer jeweiligen Schneidkassette
bzw. ihrer Schneiden auf das Lebensmittel ausgeübt werden, verformt und der Schneidkassette
ausweicht. Das Anschlagelement dient dazu, dass der abzuschneidende Abschnitt des
Lebensmittels gegen diese Schnittkräfte abgestützt wird, sodass das Lebensmittel der
Schneidkassette nicht ausweichen kann. Hierbei ist es besonders von Vorteil, wenn
das Anschlagelement unmittelbar an einer Durchtrittsöffnung der Vorschubeinrichtung
angeordnet ist, an der eine Schnittseite des ungeschnittenen Lebensmittels aus der
Vorschubeinrichtung heraus vortritt, sodass es mittels der Schneideinrichtung geschnitten
werden kann.
[0059] Ein derartiges Anschlagelement ist vorteilhafterweise beweglich ausgeführt, damit
es der Schneideinrichtung bzw. deren mindestens einer Schneidkassette ausweichen kann.
Auf diese Weise kann eine Kollision zwischen dem Anschlagelement und einer jeweiligen
Schneidkassette vermieden werden. Vorzugsweise ist das Anschlagelement mit mindestens
einer Feder ausgerüstet, die es erlaubt, dass das Anschlagelement in eine zu der Vorschubrichtung
des Lebensmittels parallele Richtung verdrängbar ist und anschließend wieder in eine
ausgefahrene Stellung zurück überführt wird. Auf diese Weise kann das Anschlagelement
der Schneidkassette besonders einfach ausweichen.
[0060] Insbesondere kann die Schneideinrichtung über eine Verdrängungseinrichtung verfügen,
mittels derer das mindestens eine Anschlagelement verdrängbar ist, sodass die beschriebene
Kollision zwischen dem Anschlagelement und der Schneidkassette vermieden wird. Vorzugsweise
findet eine Verdrängung des Anschlagelements derart statt, dass es lediglich in dem
Moment, in dem die Schneidkassette das Anschlagelement passiert, verdrängt wird und
ansonsten - wie vorstehend beschrieben - über die Vorschubeinrichtung vorsteht, sodass
es den ungeschnittenen Abschnitt des Lebensmittels stützen kann.
Ausführungsbeispiele
[0061] Die erfindungsgemäße Vorrichtung sowie das erfindungsgemäße Verfahren sind nachfolgend
anhand eines Ausführungsbeispiels, das in den Figuren dargestellt ist, näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1:
- Eine Explosionszeichnung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 2:
- die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß Figur 1, jedoch aus einem anderen Blickwinkel,
- Fig. 3:
- die erfindungsgemäße Vorrichtung in einem parallel zu einer Vorschubrichtung des Lebensmittels
geführten Querschnitt,
- Fig. 4:
- ein Detail einer Schneideinrichtung und einer Ablängeinrichtung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in einem Querschnitt,
- Fig. 5:
- ein Detail einer Schneidkassette der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 6:
- die Schneidkassette gemäß Figur 5, jedoch in einem Querschnitt,
- Fig. 7:
- eine alternative Schneidkassette in einem Querschnitt und
- Fig. 8:
- eine auf einem Schneidelementträger angeordnete Schneidkassette.
[0062] Das Ausführungsbeispiel, das in den
Figuren 1 bis 8 dargestellt ist, umfasst eine erfindungsgemäße Vorrichtung
1, die eine Vorschubeinrichtung
12, eine Schneideinrichtung
2 und eine Ablängeinrichtung
5 aufweist.
[0063] Die Vorschubeinrichtung
12 verfügt über einen Produktschacht, innerhalb dessen ein jeweilig aufzuschneidendes
Lebensmittel in eine Vorschubrichtung
7 vorschiebbar ist. Hierzu verfügt die Vorschubeinrichtung
12 über einen Vorschubstempel
25, der das jeweilige Lebensmittel von einer der Schneideinrichtung
2 abgewandten Seite aus auf die Schneideinrichtung
2 zu schiebt. Weiterhin umfasst die Vorschubeinrichtung
12 eine Fixiereinrichtung
23, mittels derer das Lebensmittel seitlich innerhalb der Vorschubeinrichtung
12 fixierbar ist. Die Fixiereinrichtung
23 ist von einer quer zu der Vorschubrichtung
7 bewegbaren Seitenwandung gebildet, die mittels eines nicht dargestellten Antriebes
senkrecht zu der Vorschubrichtung
7 bewegbar ist. An einer dem Lebensmittel abgewandten Seite umfasst die Fixiereinrichtung
23 ein zylinderförmiges Übertragungselement, mittels dessen eine Antriebskraft von dem
Antrieb auf die Seitenwandung übertragbar ist.
[0064] Wie sich insbesondere aus
Figur 3 ergibt, verfügt der Vorschubstempel
25 über ein Teleskopteil
33, dass in eine Richtung senkrecht zu der Vorschubrichtung
7 relativ zu dem Vorschubstempel
25 verschiebbar ist. Das Teleskopteil
33 ist dabei so ausgebildet, das es in eine Kontaktplatte
34 des Vorschubstempels
25 einfahren kann. Diese relative Bewegbarkeit des Teleskopteils
33 erlaubt es, dass die Fixiereinrichtung
23 senkrecht zur Vorschubrichtung
7 bewegt werden kann, ohne den Vorschubstempel
25 einzuklemmen.
[0065] An einem der Schneideinrichtung
2 zugewandten Ende weist die Vorschubeinrichtung
12 eine Durchtrittsöffnung
26 auf, durch die das Lebensmittel aus der Vorschubeinrichtung
12 heraus zu der Schneideinrichtung
2 geschoben werden kann.
[0066] In unmittelbarer Nähe zu der Durchtrittsöffnung
26 weist die Vorschubeinrichtung
12 ferner ein Anschlagelement
24 auf. Dieses befindet sich in dem gezeigten Beispiel relativ zu der Vorschubrichtung
7 betrachtet links der Durchtrittsöffnung
26. Das Anschlagelement
24 ist so ausgebildet, dass es in Vorschubrichtung
7 betrachtet axial über die übrige Vorschubeinrichtung
12 vorsteht, sodass ein jeweiliger Abschnitt des zu schneidenden Lebensmittels, der
über die Vorschubeinrichtung
12 vorsteht, mittels des Anschlagelements
24 abstützbar ist. Die Anordnung des Anschlagelements
24 lässt hier bereits darauf schließen, dass die Schneideinrichtung
2, die nachstehend detailliert beschrieben ist, in Vorschubrichtung
7 betrachtet gegen den Uhrzeigersinn rotiert wird. Das Anschlagelement
24 dient insoweit dazu, dass Schnittkräfte, die mittels der Schneideinrichtung
2 bzw. mittels Schneidelementen
3 der Schneideinrichtung
2 auf das Lebensmittel ausgeübt werden, aufgefangen und in die Vorschubeinrichtung
12 abgetragen werden können.
[0067] Das Anschlagelement
24 ist in dem vorliegenden Beispiel mit einem Federmechanismus ausgestattet, sodass
es parallel zu der Vorschubrichtung
7 sowie relativ zu der Vorschubeinrichtung
12 bewegbar ist. Mit anderen Worten ist das Anschlagelement
24 dazu in der Lage, "eingefahren" zu werden. Diese Bewegbarkeit hat den Hintergrund,
dass das Anschlagelement
24 dazu in der Lage sein sollte, einem jeweiligen Schneidelement, das an der Durchtrittsöffnung
26 entlang bewegt wird, auszuweichen, sodass eine Kollision zwischen dem Schneidelement
und dem Anschlagelement
24 vermieden wird. Idealerweise verfügt das jeweilige Schneidelement oder ein übriges
Teil der Vorrichtung
1 über eine Verdrängungseinrichtung
30, mittels derer das Anschlagelement
24 beispielsweise entgegen einer Federkraft einer Rückstellfeder bewegbar ist, sodass
es temporär eingefahren werden und auf diese Weise einem jeweiligen Schneidelement
ausweichen kann. Hierbei versteht es sich, dass ein solches Ausweichen in jedem Fall
erst dann stattfinden sollte, wenn das Anschlagelement
24 seine primäre Funktion des Abtragens von Schnittkräften in die Vorschubeinrichtung
12 erfüllt hat.
[0068] Zur Lagerung des Anschlagelements
24 verfügt die Vorschubeinrichtung
12 in dem gezeigten Beispiel über eine kurze Kragplatte
41, mittels derer das Anschlagelement
24 seitlich neben der Durchtrittsöffnung
26 der Vorschubeinrichtung
12 gelagert ist. Damit das Anschlagelement
24 parallel zu der Vorschubrichtung
7 ausweichen kann, verfügt die Kragplatte
41 auf einer Rückseite über eine Ausnehmung
28. Diese ermöglicht es, dass das Anschlagelement
24 auf der Rückseite der Kragplatte
41 aus selbiger austreten kann und erlaubt dem Anschlagelement
24 somit eine Bewegung relativ zu der übrigen Vorschubeinrichtung
12.
[0069] Eine beschriebene Verdrängungseinrichtung
30 ist insbesondere
Figur 8 entnehmbar. Die dortige Verdrängungseinrichtung
30 verfügt über zwei sich gegenüberliegende Einlaufbereiche
21, die an zwei sich gegenüberliegenden Seiten eines jeweiligen Schneidelements
3 angeordnet sind. Diese Einlaufbereiche
21 sind keilförmig ausgebildet, sodass sie ein Anschlagelement
24, das mit der Verdrängungseinrichtung
30 kollidiert, besonders gut verdrängen können. Hierbei versteht es sich, dass bei einem
Eingriff der gezeigten Verdrängungseinrichtung
30 mit einem Anschlagelement
24 zunächst ein spitzes Ende
39 des jeweiligen Einlaufbereichs
21 mit dem Anschlagelement
24 in Kontakt tritt. Aufgrund der weiteren Bewegung der Schneideinrichtung
2 relativ zu der Vorschubeinrichtung
12 bzw. dem Anschlagelement
24 werden die Einlaufbereiche
21 sodann weiter an dem Anschlagelement
24 vorbeigeführt. Sobald das Anschlagelement
24 an einem Ende
40 eines jeweiligen Einlaufbereich
21 angelangt ist, ist es zumindest so weit verdrängt worden, dass das Schneidelement
3, das hier von einer Schneidkassette
13 gebildet ist, kollisionsfrei an dem Anschlagelement
24 vorbeigeführt werden kann. Sobald das Schneidelement
3 das Anschlagelement
24 passiert hat, endet die Verdrängungseinrichtung
30, was sich darin äußert, dass seitlich neben dem Schneidelement
3 einen Rücksprung angeordnet ist, der es dem Anschlagelement
24 erlaubt wieder in eine ausgefahrene Stellung überführt zu werden. In dieser ausgefallenen
Stellung ist das Anschlagelement
24 sodann wieder dazu geeignet, das aufzuschneidende Lebensmittel bzw. einen endseitigen
Abschnitt desselben, der im Zuge eines nachfolgenden Kontakts mit einem Schneidelement
3 aufgeschnitten werden soll, zu stützen.
[0070] Die Schneideinrichtung
2 umfasst einen Schneidelementträger
4, der hier von einer Schneidscheibe
19 gebildet ist. Diese Schneidscheibe
19 ist kreisförmig ausgebildet, wobei eine Dicke der Schneidscheibe
19 deren Durchmesser deutlich unterschreitet. Die Schneideinrichtung
2 weist auf ihrem Schneidelementträger
4 eine Vielzahl von Schneidelementen
3 auf. Diese Schneidelemente
3 sind hier jeweils in Form von Schneidkassetten
13 ausgeführt. Die Schneidkassetten
13 werden nachfolgend detailliert beschrieben und gehen insbesondere aus den
Figuren 5 bis 7 hervor. Die Schneidkassetten
13 sind radial auf der Schneidscheibe
19 angeordnet, sodass eine Längsachse
31 einer jeweiligen Schneidkassette
13 in Richtung eines Mittelpunktes der Schneidscheibe
19 weist. Die Schneidkassetten
13 sind dazu geeignet, im Zuge eines einmaligen Vorbeiführens an dem jeweilig aufzuschneidenden
Lebensmittel gleichzeitig eine Vielzahl von Portionen von dem Lebensmittel abzuschneiden.
Ferner sind die Schneidkassetten
13 dazu geeignet, die einzelnen Portionen im Zuge ihres Abschneidens von dem ungeschnittenen
Lebensmittel umzulenken und auf diese Weise den Portionen eine gewünschte Bewegungsrichtung
aufzuprägen. Um die Schneideinrichtung
2 zu betreiben, wird der Schneidelementträger
4 mitsamt der auf ihm angeordneten Schneidkassetten
13 um eine Antriebsachse
10 rotiert, wobei diese Antriebsachse
10 parallel zu der Vorschubrichtung
7 des Lebensmittels orientiert ist. Auf diese Weise wird an dem Lebensmittel eine Schneidebene
erzeugt, die ihrerseits senkrecht zu der Vorschubrichtung
7 orientiert ist.
[0071] Insbesondere ist es möglich, die einzelnen, mittels der Schneidelemente
3 erzeugten Portionen gezielt der Ablängeinrichtung
5 zuzuleiten, die in Vorschubrichtung
7 betrachtet auf einer dem Lebensmittel abgewandten Seite der Schneideinrichtung
2 angeordnet ist. Die Ablängeinrichtung
5 ist in dem gezeigten Beispiel gleichermaßen rotierbar ausgeführt und verfügt über
eine Ablängscheibe
27. Diese Ablängscheibe
27 ist vergleichbar zu der Schneidscheibe
19 der Schneideinrichtung
2 kreisförmig ausgeführt. Ein Durchmesser der Ablängscheibe
27 ist hier minimal kleiner als ein Durchmesser der Schneidscheibe
19 der Schneideinrichtung
2. Eine Antriebsachse
11 der Ablängeinrichtung
5 ist hier identisch zu der Antriebsachse
10 der Schneideinrichtung
2.
[0072] Die Ablängeinrichtung
5 verfügt über eine Vielzahl von Ablängschneiden
18, die radial auf der Ablängscheibe
27 angeordnet sind. Das heißt, dass eine jeweilige Längsachse
32 einer Ablängschneide
18 so orientiert ist, dass sie eine Mittelachse der Ablängschneide
27 kreuzt. Schneidkanten der Ablängschneiden
18 sind in einer gemeinsamen Schneidebenen
9 der Ablängeinrichtung
5 angeordnet. Die Schneidebene
9 der Ablängeinrichtung
5 ist hier parallel zu einer Schneidebene der Schneideinrichtung
2 bzw. von Schneidkanten der Schneidelemente
3.
[0073] In dem gezeigten Beispiel sind die Schneidscheibe
19 und die Ablängscheibe
27 der Schneideinrichtung
2 bzw. der Ablängeinrichtung
5 derart relativ zueinander positioniert, dass sie zum einen direkt hintereinander
angeordnet sind und zum anderen um dieselbe Antriebsachse
10, 11 rotierbar sind. Die Schneidscheibe
19 der Schneideinrichtung
2 wird im Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung
1 um ihre Antriebsachse
10 rotiert, während die Ablängscheibe
27 der Ablängeinrichtung
5 um ihre Antriebsachse
11 rotiert wird. Die beiden Antriebsachsen
10, 11 sind in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel deckungsgleich. Ferner sind die Antriebsachsen
10, 11 - wie vorstehend beschrieben - parallel zu der Vorschubrichtung
7 des Lebensmittels orientiert. Die Schneideinrichtung
2 und die Ablängeinrichtung
5 werden in entgegengesetzte Richtung um ihre Antriebsachsen
10, 11 rotiert. Das heißt, dass die Ablängeinrichtung
5 relativ zu der Vorschubrichtung
7 betrachtet im Uhrzeigersinn rotiert wird während die Schneideinrichtung
2 entgegen des Uhrzeigersinns rotiert wird.
[0074] Diese geometrische Anordnung der Vorschubeinrichtung
12, der Schneideinrichtung
2 und der Ablängeinrichtung
5 hat zur Folge, dass das aufzuschneidende Lebensmittel in eine Richtung senkrecht
zu seiner Vorschubrichtung
7 sukzessive aufgeschnitten wird. Daraus ergibt sich, dass eine Schnittfläche des Lebensmittels
zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Vorschubrichtung
7 orientiert ist. Dies ist dadurch bedingt, dass die einzelnen Schneidelemente
3 der Schneideinrichtung
2 in einer zu der Vorschubrichtung
7 senkrechten Schneidebenen geführt werden. Diese Schneidebene ist parallel zu einer
Ebene der Schneidscheibe
19. Im Zuge eines Vorbeiführens eines Schneidelements
3 an dem noch ungeschnittenen Lebensmittel wird folglich sukzessive ein der Schneideinrichtung
2 zugewandtes Ende des Lebensmittels von selbigem abgetrennt und in Portionen geschnitten.
Hierdurch wird fortlaufend eine Länge des ungeschnittenen Lebensmittels reduziert,
während gleichzeitig fortwährend Portionen gebildet werden. Die einzelnen Portionen
werden dadurch fertiggestellt, dass sie nach ihrer Abtrennung von dem Lebensmittel
mittels der Ablängeinrichtung
5 abgelängt werden und somit ihre endgültige Form erhalten. Das Schneiden mittels der
Ablängeinrichtung
5 stellt somit gewissermaßen einen Schnitt in einer dritten, linear-unabhängigen Schneidebene
dar, sodass mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung
1 die Portionen in ihren drei Dimensionen (Länge, Breite, Höhe) festlegbar sind.
[0075] Wie vorstehend bereits beschrieben, sind die Schneidelement
3 in dem vorliegenden Beispiel jeweils von einer Schneidkassette
13 gebildet. Anhand der
Figuren 5 bis 7 ist besonders gut erkennbar, auf welche Weise eine solche Schneidkassette
13 beispielhaft ausgebildet sein kann. Die hier gezeigten Schneidkassetten verfügen
jeweils über eine Querschneide
14 sowie eine Vielzahl von Längsschneiden
15. Die Längsschneiden
15 sind derart senkrecht zu der Querschneide
14 angeordnet, dass eine Schneidebene
16 der Querschneide
14 senkrecht zu den einzelnen Schneidebenen
17 der jeweiligen Längsschneiden
15 orientiert ist. Die Längsschneiden
15 stehen in Bewegungsrichtung der Schneidkassette
13 betrachtet über die Querschneide
14 vor, sodass bei einem Kontakt der Schneidkassette
13 mit dem aufzuschneidenden Lebensmittel zuerst die Längsschneiden
15 und erst anschließend die Querschneide
14 in schneidenden Kontakt mit dem Lebensmittel treten.
[0076] Die Längsschneiden
15 sind jeweils parallel zueinander angeordnet und sind derart relativ zueinander ausgerichtet,
dass sie möglichst gleichzeitig in das noch ungeschnittene Lebensmittel eindringen.
Es versteht sich, dass im Zuge eines einmaligen Vorbeiführens der Schneidkassette
13 an einer Schnittfläche des zu schneidenden Lebensmittels gleichzeitig eine Vielzahl
zunächst streifenförmiger Portionen erzeugt wird, wobei jeweils eine Portion in ihrer
Breite durch zwei benachbarte Längsschneiden
15 und in ihrer Höhe durch die Querschneide
14 festgelegt ist. Dies gilt zumindest für einen Mittelbereich
6 der Schneidkassette
13, der in aller Regel in einen "vollen" Kontakt mit dem Lebensmittel tritt. Das heißt,
dass zumindest mittels des Mittelbereichs
6 der Schneidkassette
13, typischerweise mittels der gesamten Schneidkassette
13, das Lebensmittel derart aufgeschnitten wird, dass die entstehenden Portionen jeweils
mindestens drei Schnittseiten aufweisen, die infolge eines schneidenden Eingriffs
mit den Längsschneiden
15 und der Querschneide
14 bedingt sind. Mit anderen Worten findet bei dem gezeigten Beispiel ein schneidender
Eingriff, mittels dessen eine streifenförmige Portion lediglich mittels einer einzigen
Längsschneide
15 und der Querschneide
14 gebildet wird, zumindest in dem Mittelbereich
6 der Schneidkassette
13 nicht statt.
[0077] Im Zuge des Vorbeiführens der Schneidkassette
13 an dem Lebensmittel werden die im Entstehen begriffenen Portionen aufgrund der relativen
Bewegung der jeweiligen Schneidkassette
13 zu dem Lebensmittel in die Schneidkassette
13 eingeführt. Innerhalb der Schneidkassette
13 werden die Portionen sodann mittels Führungskanälen
20 umgelenkt. Ein jeweiliger Führungskanals
20 ist seitlich zwischen zwei benachbarten Längsschneiden
15 begrenzt. Weiterhin ist ein Führungskanal
20 nach "unten" und "oben" geometrisch durch Wandelemente
35, 36 der Schneidkassette
13 begrenzt. Dies hat zur Folge, dass die im Entstehen begriffenen Portionen innerhalb
der Schneidkassette
13 um einen Umlenkwinkel
8 umgelenkt werden, da sie keine andere Bewegungsmöglichkeit haben. Mit anderen Worten
werden die im Entstehen begriffenen Portionen gewissermaßen innerhalb der Schneidkassette
13 sowie innerhalb eines jeweiligen Führungskanals
20 in eine vorgesehene Richtung gezwungen. Die Führungskanäle
20 weisen hier jeweils eine gestreckte Länge von ca. 12 cm auf. Die Führungskanäle
20 weisen jeweils eine Breite von 1,0 cm auf, sodass ein Verhältnis von Breite zu gestreckter
Länge eines jeweiligen Führungskanals
20 hier 0,083 beträgt.
[0078] In dem hier gezeigten Beispiel beträgt der Umlenkwinkel
8 ca. 90°, sodass die Portionen nach ihrem Abschneiden von der Schnittfläche des Lebensmittels
sowie nach ihrem Austreten auf einer Rückseite
37 der Schneidkassette
13 eine Bewegungsrichtung aufweisen, die zumindest im Wesentlichen parallel zu der Vorschubrichtung
7 des Lebensmittels orientiert ist. Auf diese Weise sind die einzelnen Portionen besonders
einfach der vorstehend beschriebenen Ablängeinrichtung
5 zuleitbar, die sich in Vorschubrichtung
7 des Lebensmittels betrachtet an einer dem Lebensmittel abgewandten Seite der Schneideinrichtung
2 anschließt. Die Führungskanäle
20 weisen folglich jeweils einen Umfang von ca. 48 cm sowie einen Radius von ca. 7,6
cm auf. Eine Krümmung der Führungskanäle
20 beträgt hier mithin ca. 0,13 und liegt folglich in einem vorteilhaften Bereich zwischen
0,1 und 0,3.
[0079] Die Schneidkassetten
13 sind jeweils mittels einer Vielzahl von Befestigungselementen
29 an dem Schneidelementträger
4 angeschlossen. Auf ihrer Rückseite
37 verfügt die Schneidkassette
13 über eine Gegenschneide
22. Diese ist dazu geeignet, mit den Ablängschneiden
18 der Ablängeinrichtung
5 zusammenzuwirken. Dies äußert sich dadurch, dass die einzelnen Portionen, die mittels
der Ablängschneiden
18 abgelängt werden sollen, sich an der Gegenschneide
22 abstützen, sodass eine jeweilige Portion einer Schnittkraft, die mittels der jeweiligen
Ablängschneide
18 auf diese ausgeübt wird, nicht ausweichen kann. Da die Ablängschneiden
18 und die Gegenschneiden
22 der Schneidkassetten
13 in einem minimalen Abstand an einander vorbei geführt werden, besteht das Risiko,
dass infolge von Fertigungstoleranzen bei einer relativen Bewegung der Ablängeinrichtung
5 und der Schneideinrichtung
2 zueinander eine Kollision zwischen einer Ablängschneide
18 und einer Gegenschneide
22 auftritt.
[0080] Um dies zu vermeiden, besteht die Möglichkeit, eine Lage einer jeweiligen Gegenschneide
22 relativ zu der Ablängeinrichtung
5 zu verändern. Eine solche Veränderung ist insbesondere dadurch besonders einfach
erzielbar, dass eine Befestigung der jeweiligen Schneidkassette
13 an dem Schneidelementträger
4 mittels Distanzelementen vorgenommen wird, sodass eine Position der jeweiligen Schneidkassette
13 relativ zu der Schneidscheibe
19 der Schneideinrichtung
2 einstellbar ist. Auf diese Weise ist es möglich, eine Schneidkassette
13 und folglich deren Gegenschneide
22 im Hinblick auf ihre Position parallel zu der Vorschubeinrichtung
7 des Lebensmittels betrachtet einzustellen, sodass ein Abstand zwischen der Gegenschneide
22 und den Ablängschneiden
18 der Ablängeinrichtung
5 optimal eingestellt werden kann.
[0081] Aus den
Figuren 6 und 7 ergeben sich zwei alternative Ausführungen von Längsschneiden
15 einer Schneidkassette
13. In einer ersten Variante, die in
Figur 6 dargestellt ist, weisen die Längsschneiden
15 jeweils eine geringe Länge auf, sodass sich die Längsschneiden
15 ausgehend von einer Schneidkante
38 lediglich ein geringes Maß in den zugehörigen Führungskanal
20 hinein erstrecken. Hieraus ergibt sich, dass die mittels der Längsschneiden
15 seitlich geschnittenen Portionen innerhalb des Führungskanals
20 "hinter" den Längsschneiden
15 in einen unmittelbaren Kontakt miteinander treten können. Ein solcher Kontakt ist
insbesondere dann unproblematisch, wenn das aufzuschneidende Lebensmittel in einem
angefrorenen oder durchgefrorenen Zustand vorliegt. In diesen Fällen sind die einzelnen
Portionen nämlich nicht geneigt, aneinander zu haften und auf diese Weise ein Konglomerat
zu bilden.
[0082] Sofern mittels der Vorrichtung
1 jedoch ein weiches Lebensmittel aufgeschnitten werden soll, empfiehlt es sich eher,
Schneidkassetten
13 zu verwenden, die gemäß einer weiteren Variante ausgeführt sind. Eine solche ist
beispielhaft in
Figur 7 dargestellt. Es ist erkennbar, dass bei dieser Variante die Längsschneiden
15 sich jeweils über eine gesamte Länge ihrer Führungskanäle
20 erstrecken. Dies hat zur Folge, dass die mittels der Schneidkassette
13 gebildeten Portionen über die gesamte Länge der Führungskanäle
20 voneinander isoliert bleiben, sodass ein unmittelbarer Kontakt der einzelnen Portionen
innerhalb der Schneidkassette
13 unterbunden ist.
[0083] Insbesondere die
Figuren 1 und 2 zeigen die erfindungsgemäße Vorrichtung
1 jeweils in einer Explosionszeichnung. Daher grenzen in diesen Darstellungen die einzelnen
Teile der Vorrichtung
1 nicht unmittelbar aneinander an.
[0084] Es versteht sich, dass die vorstehend im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel
beschriebenen Merkmale nicht zwingend miteinander verknüpft sein müssen. Stattdessen
ist es ebenso denkbar, die einzelnen Merkmale unabhängig voneinander an einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zu verwirklichen, sofern hierdurch dem Fachmann ein Vorteil ersichtlich
ist.
Bezugszeichenliste
[0085]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Schneideinrichtung
- 3
- Schneidelement
- 4
- Schneidelementträger
- 5
- Ablängeinrichtung
- 6
- Mittelbereich
- 7
- Vorschubrichtung
- 8
- Umlenkwinkel
- 9
- Schneidebene
- 10
- Antriebsachse
- 11
- Antriebsachse
- 12
- Vorschubeinrichtung
- 13
- Schneidkassette
- 14
- Querschneide
- 15
- Längsschneide
- 16
- Schneidebene
- 17
- Schneidebene
- 18
- Ablängschneide
- 19
- Schneidscheibe
- 20
- Führungskanal
- 21
- Einlaufbereich
- 22
- Gegenschneide
- 23
- Fixiereinrichtung
- 24
- Anschlagelement
- 25
- Vorschubstempel
- 26
- Durchtrittsöffnung
- 27
- Ablängscheibe
- 28
- Ausnehmung
- 29
- Befestigungselement
- 30
- Verdrängungseinrichtung
- 31
- Längsachse
- 32
- Längsachse
- 33
- Teleskopteil
- 34
- Kontaktplatte
- 35
- Wandelement
- 36
- Wandelement
- 37
- Rückseite
- 38
- Schneidkante
- 39
- Ende
- 40
- Ende
1. Verfahren zum Schneiden eines Lebensmittels, insbesondere eines Lebensmittelstrangs,
in Portionen, insbesondere in Streifen oder Würfel, umfassend die folgenden Verfahrensschritte:
a) Das Lebensmittel wird mittels einer Vorschubeinrichtung (12) auf eine Schneideinrichtung
(2) zu vorgeschoben.
b) Mittels mindestens eines Schneidelements (3) werden von einem der Schneideinrichtung
(2) zugewandten Ende des Lebensmittels sukzessive Portionen von dem Lebensmittel abgeschnitten,
wobei das Schneidelement (3) mittels eines scheibenförmigen Schneidelementträgers
(4), auf dem das Schneidelement (3) angeordnet ist, geführt wird, wobei der Schneidelementträger
(4) um eine Antriebsachse (10) rotiert wird, die zumindest im Wesentlichen parallel
zu einer Vorschubrichtung (7) der Vorschubeinrichtung (12) ausgerichtet ist.
c) Im Zuge eines einmaligen Vorbeiführens des Schneidelements (3) an dem Ende des
Lebensmittels wird eine Vielzahl von streifenförmigen Portionen erzeugt,
gekennzeichnet durch den folgenden Verfahrensschritt:
d) Die im Entstehen begriffenen Portionen werden nach dem Schneiden mittels des mindestens
einen Schneidelements (3) mittels mindestens einer Ablängeinrichtung (5) abgelängt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lebensmittel taktweise auf die Schneideinrichtung (2) zu vorgeschoben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die im Entstehen begriffenen Portionen im Zuge des Schneidens derart umgelenkt werden,
dass eine Bewegungsrichtung einer jeweiligen Portion zumindest eine zu einer Vorschubrichtung
(7) des Lebensmittels parallele Bewegungskomponente aufweist, wobei die Portionen
vorzugsweise mittels der Schneideinrichtung (2) umgelenkt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Portionen erst nach ihrer Umlenkung mittels der mindestens einen Ablängeinrichtung
(5) abgelängt werden, wobei eine Schneidebene (9) der Ablängeinrichtung (5) vorzugsweise
senkrecht zu der Vorschubrichtung (7) des Lebensmittels orientiert ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Ablängeinrichtung (5) um eine Antriebsachse (11) rotiert wird,
vorzugsweise um dieselbe Antriebsachse (10), um die der Schneidelementträger (4) rotiert
wird, wobei die Ablängeinrichtung (5) vorzugsweise scheibenförmig ausgebildet ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablängeinrichtung (5) und die Schneideinrichtung (2) in entgegengesetzte Richtungen
rotiert werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Zuge des Schneidens des Lebensmittels zumindest ein Restabschnitt desselben messtechnisch
erfasst wird und auf Basis erfasster Daten ein Vorschub des Lebensmittels derart angepasst
wird, dass mit einem letzten Schnitt der Schneideinrichtung (2) ein Schlussstück des
Lebensmittels zumindest im Wesentlichen vollständig, vorzugsweise vollständig, geschnitten
wird.
8. Vorrichtung (1) zum Schneiden mindestens eines Lebensmittels, insbesondere eines Lebensmittelstrangs,
in Portionen, insbesondere in Streifen oder Würfel, umfassend
- mindestens eine Vorschubeinrichtung (12) und
- mindestens eine Schneideinrichtung (2),
wobei das Lebensmittel mittels der Vorschubeinrichtung (12) in einer Vorschubrichtung
(7) auf die Schneideinrichtung (2) zu vorschiebbar ist, sodass mittels der Schneideinrichtung
(2) von einem der Schneideinrichtung (2) zugewandten Ende des Lebensmittels sukzessive
Portionen abschneidbar sind, w
obei die Schneideinrichtung (2) mindestens eine Schneidkassette (13) aufweist, die
mindestens eine Querschneide (14) und eine Mehrzahl von Längsschneiden (15) umfasst,
wobei die Querschneide (14) in einer ersten Schneidebene (16) angeordnet ist, die
zumindest im Wesentlichen parallel zu einer Schneidfläche des Lebensmittels orientiert
ist,
wobei die Längsschneiden (15) jeweils in Schneidebenen (17) angeordnet sind, die nicht-parallel
zu der Schneidebene (16) der Querschneide (14) orientiert sind, sodass das Lebensmittel
im Zuge des Schneidens mindestens in zwei unterschiedlich orientierten Schneidebenen
(16, 17) schneidbar ist,
wobei die Schneidkassette (13) um eine Antriebsachse (10) rotierbar ist, die zumindest
im Wesentlichen parallel zu der Vorschubrichtung (7) orientiert ist,
gekennzeichnet durch
mindestens eine Ablängeinrichtung (5), mittels derer mittels der Schneideinrichtung
(2) geschnittene Portionen ablängbar sind.
9. Vorrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablängeinrichtung (5) in Form einer rotierbaren Ablängscheibe (27) ausgeführt
ist, die vorzugweise eine Mehrzahl von Ablängschneiden (18) aufweist, wobei eine Antriebsachse
(11) der Ablängeinrichtung (5) vorzugsweise parallel zu der Antriebsachse (10) der
Schneideinrichtung (2) orientiert ist, weiter vorzugsweise die Antriebsachsen (10,
11) der Ablängeinrichtung (5) und der Schneideinrichtung (2) zusammenfallen.
10. Vorrichtung (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidebenen (17) der Längsschneiden (15) zumindest im Wesentlichen senkrecht
zu der Schneidebene (16) der Querschneide (14) ausgerichtet sind, wobei vorzugsweise
sämtliche Schneidkassetten (13) eine erste, zu der Schneidfläche des Lebensmittels
parallel orientierte Querschneide (14) und eine Vielzahl weiterer, zu der Querschneide
(14) senkrechter sowie parallel zueinander, nebeneinander angeordneter Längsschneiden
(15) aufweisen.
11. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinrichtung (2), vorzugsweise mindestens eine Schneidkassette (13), mindestens
einen Führungskanal (20) umfasst, mittels dessen eine im Entstehen begriffene Portion
derart umlenkbar ist, dass eine Bewegungsrichtung der jeweiligen Portion nach ihrer
Umlenkung zumindest eine zu der Vorschubrichtung (7) des Lebensmittels senkrechte
Bewegungskomponente aufweist.
12. Vorrichtung (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Führungskanal (20) eine Kreisbogenform aufweist, wobei sich der Kreisbogen
vorzugsweise über einen Umlenkwinkel (8) von mindestens 70°, vorzugsweise mindestens
80°, weiter vorzugsweise mindestens 90°, erstreckt.
13. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinrichtung (2) auf einer dem Lebensmittel abgewandten Seite mindestens
eine Gegenschneide (22) aufweist, die mit der Ablängeinrichtung (5) zusammenwirken
kann, wobei vorzugsweise ein Abstand zwischen der Gegenschneide (22) und der Ablängeinrichtung
(5) veränderbar ist.
14. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 13, gekennzeichnet durch mindestens ein Anschlagelement (24), das in Vorschubrichtung (7) betrachtet über
die Schneidebene (14) der Querschneide vorsteht, sodass ein abzuschneidender Abschnitt
des Lebensmittels mittels des Anschlagelements (14) zumindest teilweise gestützt werden
kann.
15. Vorrichtung (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinrichtung (2) mindestens eine Verdrängungseinrichtung (30) aufweist,
mittels derer das Anschlagelement (24) derart verdrängbar ist, dass eine Kollision
zwischen dem Anschlagelement (24) und der Schneidkassette (13) vermeidbar ist.
1. Procédé de découpe d'un produit alimentaire, notamment d'un cordon de produit alimentaire,
en portions, notamment en bandes ou en dés, comprenant les étapes de procédé suivantes
:
a) le produit alimentaire est avancé au moyen d'un système d'avance (12) sur un système
de découpe (2),
b) des portions successives de produit alimentaire sont découpées au moyen d'au moins
un élément de découpe (3) à partir d'une extrémité du produit alimentaire tournée
vers le système de découpe (2), sachant que l'élément de découpe (3) est guidé au
moyen d'un support d'élément de découpe (4) en forme de disque sur lequel est disposé
l'élément de découpe (3), sachant que le support d'élément de découpe (4) est mis
en rotation autour d'un axe d'entraînement (10), qui est orienté au moins pour l'essentiel
parallèlement à un sens d'avance (7) du système d'avance (12),
c) une pluralité de portions en forme de bandes est produite à une extrémité du produit
alimentaire au cours d'un passage unique de l'élément de découpe (3),
caractérisé par l'étape de procédé suivante :
d) les portions en passe de réalisation sont mises à longueur après la découpe au
moyen d'au moins un élément de découpe (3) au moyen d'au moins un système de mise
à longueur (5).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le produit alimentaire est avancé de façon cadencée sur le système de découpe (2).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les portions en passe de réalisation sont déviées au cours de la découpe de telle
manière qu'un sens de déplacement d'une portion respective comporte au moins une composante
de déplacement parallèle à un sens d'avance (7) du produit alimentaire, sachant que
les portions sont déviées de préférence au moyen du système de découpe (2).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que les portions ne sont mises à longueur qu'après avoir été déviées au moyen d'au moins
un système de mise à longueur (5), sachant qu'un plan de découpe (9) du système de
mise à longueur (5) est orienté de préférence perpendiculairement au sens d'avance
(7) du produit alimentaire.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'au moins un système de mise à longueur (5) est mis en rotation autour d'un axe d'entraînement
(11), de préférence autour du même axe d'entraînement (10), autour duquel le support
d'élément de découpe (4) est mis en rotation, sachant que le système de mise à longueur
(5) est constitué de préférence en forme de disque.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le système de mise à longueur (5) et le système de découpe (2) sont mis en rotation
dans des directions opposées.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'au cours de la découpe du produit alimentaire au moins une section résiduelle de ce
même produit est saisie par une technique de mesure et sur la base des données saisies,
une avance du produit alimentaire est adaptée de telle manière qu'avec une dernière
coupe du système de découpe (2), une pièce finale du produit alimentaire est coupée
au moins pour l'essentiel complètement, de préférence complètement.
8. Dispositif (1) de découpe au moins d'un produit alimentaire, notamment d'un cordon
de produit alimentaire, en portions, notamment en bandes ou en dés, comprenant
- au moins un système d'avance (12), et
- au moins un système de découpe (2),
sachant que le produit alimentaire peut être avancé au moyen du système d'avance (12)
dans un sens d'avance (7) sur le système de découpe (2) de telle manière que des portions
successives peuvent être découpées au moyen du système de découpe (2) depuis une extrémité
du produit alimentaire tournée vers le système de découpe (2),
sachant que le système de découpe (2) comporte au moins une cassette de découpe (13),
qui comprend au moins un tranchant transversal (14) et une pluralité de tranchants
longitudinaux (15),
sachant que le tranchant transversal (14) est disposé dans un premier plan de découpe
(16), qui est orienté au moins pour l'essentiel parallèlement à une surface de découpe
du produit alimentaire,
sachant que les tranchants longitudinaux (15) sont respectivement disposés dans des
plans de coupe (17), qui sont orientés non parallèlement au plan de découpe (16) du
tranchant transversal (14),
de telle manière que le produit alimentaire peut être découpé au cours de la découpe
au moins dans deux plans de coupe (16, 17) orientés de façon différente,
sachant que la cassette de découpe (13) peut être mise en rotation autour d'un axe
d'entraînement (10), qui est orienté au moins pour l'essentiel parallèlement au sens
d'avance (7),
caractérisé par
au moins un système de mise à longueur (5) au moyen duquel des portions découpées
peuvent être mises à longueur au moyen du système de découpe (2).
9. Dispositif (1) selon la revendication 8, caractérisé en ce que le système de mise à longueur (5) est exécuté sous la forme d'un disque de mise à
longueur pouvant tourner (27), qui comporte de préférence une pluralité de tranchants
de mise à longueur (18), sachant qu'un axe d'entraînement (11) du système de mise
à longueur (5) est orienté de préférence parallèlement à l'axe d'entraînement (10)
du système de découpe (2), de préférence encore que les axes d'entraînement (10, 11)
du système de mise à longueur (5) et du système de découpe (2) coïncident.
10. Dispositif (1) selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que les plans de coupe (17) des tranchants longitudinaux (15) sont orientés au moins
pour l'essentiel perpendiculairement au plan de découpe (16) du tranchant transversal
(14), sachant que de préférence toutes les cassettes de découpe (13) comportent un
premier tranchant transversal (14) orienté parallèlement à la surface de coupe du
produit alimentaire et une pluralité d'autres tranchants longitudinaux (15) disposés
l'un à côté de l'autre, perpendiculairement ainsi que parallèlement l'un à l'autre
par rapport au tranchant transversal (14).
11. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisé en ce que le système de découpe (2) comprend de préférence au moins une cassette de découpe
(13), au moins un conduit de guidage (20), au moyen duquel une portion en passe de
réalisation peut être déviée de telle manière qu'un sens de déplacement de la portion
respective comporte après sa déviation au moins une composante de déplacement perpendiculaire
au sens d'avance (7) du produit alimentaire.
12. Dispositif (1) selon la revendication 11, caractérisé en ce que le conduit de guidage (20) comporte une forme d'arc de cercle, sachant que l'arc
de cercle s'étend de préférence sur un angle de déviation (8) d'au moins 70°, de préférence
au moins 80°, de préférence encore d'au moins 90°.
13. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 8 à 12, caractérisé en ce que le système de découpe (2) comporte sur un côté opposé au produit alimentaire un tranchant
opposé (22), qui peut coopérer avec le système de mise à longueur (5), sachant que
de préférence une distance entre le tranchant opposé (22) et le système de mise à
longueur (5) peut être modifiée.
14. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 8 à 13, caractérisé par au moins un élément de butée (24), qui fait saillie dans le sens d'avance (7) vu
au-dessus du plan de découpe (14) du tranchant transversal de telle sorte qu'une section
à découper du produit alimentaire peut être au moins en partie soutenue au moyen de
l'élément de butée (14).
15. Dispositif (1) selon la revendication 14, caractérisé en ce que le système de découpe (2) comporte au moins un dispositif de déplacement (30) au
moyen duquel l'élément de butée (24) peut être déplacé de telle manière qu'une collision
peut être évitée entre l'élément de butée (24) et la cassette de découpe (13) .