[0001] Die Erfindung betrifft ein Verpackungssystem zum gemeinsamen Verpacken mehrerer Objekte.
[0002] An der Schnittstelle zwischen Großhandel und Einzelhandel treffen unterschiedliche
Anforderungen an verwendete Verpackungssysteme aufeinander. Einerseits ist es im Großhandel
erwünscht, große Mengen an Waren gleichzeitig und möglichst unkompliziert bewegen
zu können. Dafür werden die Waren häufig gemeinsam in relativ großen Systemen, wie
beispielsweise in großen Kisten, zusammengepackt. Andererseits ist es im Einzelhandel
wünschenswert, Waren auch in kleineren Mengen gut handhaben zu können, um beispielsweise
Regale schnell auffüllen zu können. Zudem ist ein ausreichender Schutz der Waren und
derer Verpackung vor äußeren Einflüssen, wie beispielsweise Nässe oder Abriebeffekten
erwünscht, um die Waren schließlich dem Kunden unter einem guten äußeren Eindruck
und schadensfrei präsentieren zu können.
[0003] Bisher gibt es viele Verpackungssysteme, welche den Anforderungen des Großhandels
gerecht werden. Darunter fallen unter anderem unterschiedlichste Kistenformate, Paletten-Systeme
oder gar Container, welche einen einfachen Transport großer Mengen einzeln verpackter
Waren ermöglichen.
[0004] Ein Verpackungssystem mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 ist aus der
US 2007/0147712 A1 bekannt.
[0005] Um nun auch den Anforderungen des Einzelhandels gerecht zu werden, ist es wünschenswert
ein Verpackungssystem bereitzustellen, welches eine einfache Handhabung mehrerer Waren,
welche zum Beispiel in ein gemeinsames Regal eingeräumt werden sollen, ermöglicht
und nebenbei einen Schutz der einzelnen Waren, beziehungsweise deren Verpackungen,
gegenüber äußeren Einflüssen gewährleistet.
[0006] Damit ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verpackungssystem bereitzustellen,
welches sowohl eine einfache Handhabung mehrerer zusammengehöriger Waren ermöglicht
als auch einen ausreichenden Schutz der Waren und ihrer Verpackung gewährleistet.
[0007] Die vorstehende Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch die Kombination der
Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen finden sich
in den abhängigen Ansprüchen.
[0008] Im Folgenden wird die Gesamtheit aus einer Wareneinheit und seiner für den Verkauf
vorgesehenen Verpackung als "Objekt" bezeichnet. Dabei kann der Begriff Wareneinheit
entweder eine einzelne Ware (wie beispielsweise einen Schraubenzieher) bezeichnen,
oder auch eine Summe aus Einzelwaren (wie beispielsweise eine bestimmte Menge Schrauben)
bezeichnen, welche gemeinsam in der für den Verkauf vorgesehenen Verpackung untergebracht
sind und in dieser Form gemeinsam verkauft werden sollen. Anschaulich gesprochen bedeutet
dies, dass das, was im Folgenden als "Objekt" bezeichnet wird, dem entspricht, was
ein Kunde schließlich im Regal eines Geschäfts vorfindet.
[0009] Ausführungsformen eines Verpackungssystems umfassen einen Flachbeutel, welcher eine
Außenwand aufweist. Diese Außenwand bildet eine Frontfläche und eine Rückfläche des
Flachbeutels. Dabei ist der Flachbeutel an einer Unterkante, an einer Oberkante und
an beiden seitlichen Kanten verschlossen. An der Frontfläche des Flachbeutels ist
darüber hinaus eine Öffnung ausgebildet, die von einer Lasche abgedeckt sein kann.
Neben dem Flachbeutel umfasst das Verpackungssystem auch eine Halterung. Diese Halterung
verbindet Objekte, die im Inneren des Flachbeutels verstaut sind, miteinander, und
weist einen Griffbereich auf, der an der Vorderseite des Flachbeutels aus der Öffnung
des Flachbeutels herausragt und so direkt gegriffen werden kann. Dabei ist die Halterung
so in dem Flachbeutel anordenbar oder angeordnet, dass der Griffbereich an einer vorhandenen
Lasche vorbei aus der an der Vorderseite des Flachbeutels vorgesehenen Öffnung herausragt.
Dabei ist eine oder sind beide seitlichen Kanten des Flachbeutels so geschwächt, dass
eine Kraft, die eine Komponente senkrecht zur Frontfläche des Flachbeutels aufweist
und auf die Halterung wirkt, um ein Herausziehen der über die Halterung verbundenen
Objekte aus dem Flachbeutel zu bewirken, ein Aufreißen des Flachbeutels entlang der
wenigstens einen geschwächten seitlichen Kante bewirkt.
[0010] In dieser Konfiguration sorgt das Verpackungssystem einerseits durch den Flachbeutel
für einen ausreichenden Schutz der Objekte im Inneren des Flachbeutels gegen äußere
Einflüsse wie Nässe oder Reibung und erlaubt gleichzeitig eine leichte gemeinsame
Handhabung der von dem Flachbeutel aufgenommenen Objekte, da mehrere Objekte in einer
vorbestimmten Zusammenstellung gemeinsam transportiert und gelagert werden können.
Andererseits wird durch die Halterung, welche die Objekte im Inneren des Flachbeutels
miteinander verbindet, ein leichtes gemeinsames Herausnehmen aller Objekte aus dem
Inneren des Flachbeutels ermöglicht, was die gemeinsame Handhabung der Objekte bezogen
auf eine Befreiung der Objekte aus dem Flachbeutel erleichtert. Auch kann so eine
vorteilhafte Orientierung der Objekte bei ihrer Entnahme sichergestellt werden. Durch
die wenigstens eine geschwächte seitliche Kante des Flachbeutels, die während des
Herausnehmens der Objekte aus dem Flachbeutel aufreißen, wird die Befreiung der über
die Halterung miteinander verbundenen Objekte aus dem schützenden Flachbeutel wesentlich
erleichtert, da die Objekte den Flachbeutel so nicht über die Öffnung verlassen müssen.
In der Folge kann die Öffnung möglichst klein ausgebildet sein, um das Eindringen
von Schmutz und dergleichen sowie ein unbeabsichtigtes Entweichen der Objekte aus
dem Flachbeutel zu verhindern.
[0011] Gemäß einer Ausführungsform ist die Öffnung des Flachbeutels durch eine verkürzte
Ausbildung der Frontfläche des Flachbeutels gebildet. Dabei ist die Lasche einstückig
mit der Rückfläche des Flachbeutels ausgebildet, auf die Frontfläche des Flachbeutels
umgeschlagen und nahe den seitlichen Kanten an der Frontfläche des Flachbeutels befestigt,
sodass die Lasche mit der Frontfläche des Flachbeutels überlappt und die auf der Vorderseite
des Flachbeutels zwischen der Frontfläche des Flachbeutels und der Rückseite des Flachbeutels
gebildete Öffnung des Flachbeutels abdeckt.
[0012] Gemäß einer Ausführungsform ist der Flachbeutel des Verpackungssystems aus einem
einzigen Werkstück und damit einstückig gefertigt.
[0013] Gemäß einer Ausführungsform ist das Werkstück, aus welchem der Flachbeutel des Verpackungssystems
gefertigt ist, eine Kunststofffolie.
[0014] Gemäß einer Ausführungsform ist das Werkstück, aus welchem der Flachbeutel des Verpackungssystems
gefertigt ist, transparent und erlaubt so einen direkten Blick auf von dem Flachbeutel
aufgenommene Objekte.
[0015] Gemäß einer Ausführungsform ist eine oder sind beide seitlichen Kanten des Flachbeutels
derart geschwächt, dass ein Aufreißen des Flachbeutels entlang der wenigstens einen
geschwächten seitlichen Kante ab einer senkrecht zur Frontfläche des Flachbeutels
angelegten Zugkraft von 5,0 Newton, bevorzugt ab einer senkrecht zur Frontfläche des
Flachbeutels angelegten Zugkraft von 3,0 Newton oder weiter bevorzugt ab einer senkrecht
zur Frontfläche des Flachbeutels angelegten Zugkraft von 1,0 Newton, vonstattengeht.
Dabei ist die wenigstens eine geschwächte seitliche Kante jedoch derart ausgebildet,
dass eine senkrecht zur Frontfläche des Flachbeutels angelegte Zugkraft von weniger
als 0,5 Newton und bevorzugt eine senkrecht zur Frontfläche des Flachbeutels angelegte
Zugkraft von weniger als 0,8 Newton nicht ausreicht, um ein Aufreißen des Flachbeutels
entlang der wenigstens einen geschwächten seitlichen Kante des Flachbeutels hervorzurufen.
Damit ist gewährleistet, dass der Flachbeutel im Normalfall nicht von selbst entlang
der wenigstens einen geschwächten seitlichen Kante aufreißt.
[0016] Gemäß einer Ausführungsform ist die wenigstens eine geschwächte seitliche Kante des
Flachbeutels eine entsprechend ausgebildete Schweißnaht des Flachbeutels. Alternativ
oder zusätzlich kann eine gezielte Schwächung der wenigstens einen geschwächten seitlichen
Kante des Flachbeutels auch durch Einkerbungen und/oder Einritzungen an der entsprechenden
seitlichen Kante des Flachbeutels bedingt sein. Weiter Alternativ oder zusätzlich
kann das Material der Außenwand des Flachbeutels im Bereich der wenigstens einen geschwächten
seitlichen Kante eine gegenüber anderen Bereichen der Außenwand reduzierte Stärke
aufweisen.
[0017] Gemäß einer Ausführungsform umfasst die Halterung einen ringartigen Verbindungsbereich,
über welchen die Objekte im Inneren des Flachbeutels mit der Halterung verbunden sind.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform weist der ringartige Verbindungsbereich der Halterung
eine Schwächung auf, an welcher der ringartige Verbindungsbereich ab einer senkrecht
zur Umfangsrichtung des ringartigen Verbindungsbereichs angelegten Kraft von 1,0 Newton,
bevorzugt ab einer senkrecht zur Umfangsrichtung des ringartigen Verbindungsbereichs
angelegten Kraft von 0,7 Newton und weiter bevorzugt ab einer senkrecht zur Umfangsrichtung
des ringartigen Verbindungsbereichs angelegten Kraft von 0,5 Newton, aufbricht oder
aufreißt. Dabei werden die Objekte, welche durch die Halterung miteinander verbunden
sind, durch das Aufbrechen oder Aufreißen des ringartigen Verbindungsbereichs von
der Halterung freigegeben. Zudem ist der ringartige Verbindungsbereich der Halterung
derart ausgebildet, dass eine in Umfangsrichtung des ringartigen Verbindungsbereichs
angelegte Kraft von 1,0 Newton, bevorzugt eine in Umfangsrichtung des ringartigen
Verbindungsbereichs angelegte Kraft von 3,0 Newton und weiter bevorzugt eine in Umfangsrichtung
des ringartigen Verbindungsbereichs angelegte Kraft von 5,0 Newton noch nicht zu einem
Aufbrechen oder Aufreißen des ringartigen Verbindungsbereichs der Halterung führt.
Damit kann ein unbeabsichtigtes frühzeitiges Öffnen des ringartigen Verbindungsbereichs
der Halterung und damit ein frühzeitiges Freigeben der Objekte während dem Herausziehen
der Objekte aus dem Flachbeutel vermieden werden.
[0019] Gemäß einer Ausführungsform ist die Schwächung des ringartigen Verbindungsbereichs
der Halterung als Einkerbung und/oder als Einsatz eines anderen Materials verwirklicht,
oder wird über die Verwendung einer unidirektional gereckten/verstärkten Kunststofffolie
zur Bildung des ringartigen Verbindungsbereichs der Halterung erhalten. Eine unidirektional
gereckte/verstärkte Kunststofffolie kann beispielsweise durch unidirektionale Verstreckung
einer Kunststofffolie erhalten werden, und weist die Eigenschaft auf, in eine erste
Richtung leicht reißbar zu sein, und in eine, zu dieser ersten Richtung orthogonalen,
zweite Richtung nur schwer reißbar zu sein.
[0020] Gemäß einer Ausführungsform ist die Halterung aus einem einzigen Werkstück gefertigt.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform ist die Halterung aus Zellstoff und/oder aus Kunststoff
gefertigt.
[0022] Gemäß einer Ausführungsform ist die Halterung aus einem Kunststoffband oder Papierband
gebildet, welches einseitig mit Klebstoff beschichtet ist, wobei der Klebstoff in
einem mittleren Bereich des Bandes von einer Deckschicht abgedeckt ist, und in den
beiden Endbereichen des Bandes frei liegt, so dass durch Zusammenführen der Endbereiche
des Bandes eine Schlaufe gebildet werden kann. Gemäß einer alternativen Ausführungsform
ist die Halterung aus einem Kunststoffband oder Papierband gebildet, welches einseitig
in den beiden Endbereichen des Bandes mit Kontaktklebstoff beschichtet ist, so dass
durch Zusammenführen der Endbereiche des Bandes eine Schlaufe gebildet werden kann.
[0023] Eine entsprechend ausgebildete Halterung ist mit den im Luftverkehr üblichen selbstklebenden
Gepäckanhängern vergleichbar.
[0024] In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die in dieser Beschreibung und
den Ansprüchen zur Aufzählung von Merkmalen verwendeten Begriffe "umfassen", "aufweisen",
"beinhalten", "enthalten" und "mit", sowie deren grammatikalische Abwandlungen, generell
als nichtabschließende Aufzählung von Merkmalen, wie z. B. Verfahrensschritten, Einrichtungen,
Bereichen, Größen und dergleichen aufzufassen sind, und in keiner Weise das Vorhandensein
anderer oder zusätzlicher Merkmale oder Gruppierungen von anderen oder zusätzlichen
Merkmalen ausschließen.
[0025] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den Ansprüchen sowie den Figuren. In den Figuren
werden gleiche bzw. ähnliche Elemente mit gleichen bzw. ähnlichen Bezugszeichen bezeichnet.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Erfindung nicht auf die Ausführungsform des beschriebenen
Ausführungsbeispiels beschränkt, sondern durch den Umfang der beiliegenden Patentansprüche
bestimmt ist. Insbesondere können die einzelnen Merkmale bei erfindungsgemäßen Ausführungsformen
in anderer Anzahl und Kombination als bei dem untenstehend angeführten Beispiel verwirklicht
sein. Bei der nachfolgenden Erläuterung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung wird
auf die beiliegenden Figuren Bezug genommen, von denen
- Figur 1
- eine schematische Frontalansicht eines Verpackungssystems gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung zeigt;
- Figur 2
- eine schematische Seitenansicht des Verpackungssystems aus Figur 1 zeigt;
- Figur 3
- eine schematische Seitenansicht einer Halterung des Verpackungssystems aus den Figuren
1 und 2 sowie an ihr befestigter Objekte zeigt;
- Figuren 4A bis 4C
- schematisch einen beispielhaften Herstellungsprozess des Flachbeutels des Verpackungssystems
aus den Figuren 1 bis 3 in Frontalansicht skizziert,
- Figuren 5A bis 5D
- schematisch den beispielhaften Herstellungsprozess aus den Figuren 4A bis 4C sowie
eine Verwendung des so erhaltenen Flachbeutels in Seitenansicht skizziert, wobei die
Figuren 5A bis 5C schematische Seitenansichten sind, und die Figur 5D eine schematische
Querschnittsansicht ist;
- Figuren 6A bis 6D
- einen beispielhaften Herstellungsprozess der Halterung aus den Figuren 1 bis 3 sowie
eine Ausgestaltung einer durch den Herstellungsprozess erhaltenen Halterung schematisch
skizziert,
- Figuren 7A bis 7D
- einen beispielhaften Gebrauch des Verpackungssystems aus den Figuren 1 bis 3 skizziert,
wobei der Flachbeutel des Verpackungssystems in Querschnittsansicht gezeigt ist;
[0026] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 3 ein Verpackungssystem
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung beschrieben. Dabei zeigt Figur 1 eine schematische
Frontalansicht und Figur 2 eine schematische Seitenansicht des Verpackungssystems
1. Figur 3 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Halterung 3 des Verpackungssystems
aus den Figuren 1 und 2 sowie an der Halterung 3 befestigter Objekte 5.
[0027] Das Verpackungssystem 1 umfasst einen Flachbeutel 7, welcher im Wesentlichen aus
einer Außenwand des Flachbeutels 7 besteht, welche eine Frontfläche 9 und eine Rückfläche
11 des Flachbeutels 7 bereitstellt. Der Flachbeutel 7 ist an einer Unterkante 13,
an einer Oberkante 15 sowie an seitlichen Kanten 17 verschlossen. Dabei bilden die
Kanten 17 im Wesentlichen die Grenzlinie zwischen der Frontfläche 9 und der Rückfläche
11 des Flachbeutels 7. An der Frontfläche 9 des Flachbeutels 7 ist eine Lasche 19
ausgebildet, welche eine an der Frontfläche 9 des Flachbeutels 7 vorgesehene Öffnung
21 abdeckt. Die Halterung 3 verbindet Objekte 5, die im Inneren des Flachbeutels 7
verstaut sind, miteinander und weist einen Griffbereich 23 auf, der durch die Öffnung
21 unter der Lasche 19 auf der Vorderseite des Flachbeutels 7 aus dem Flachbeutel
7 herausragt. Um die Objekte 5 miteinander zu verbinden, weist die Halterung 3 einen
ringartigen Verbindungsbereich 25 auf, über welchen die Objekte 5 durch die Halterung
3 verbunden sind.
[0028] In der vorliegenden Ausführungsform ist der Flachbeutel aus einer einstückigen transparenten
Kunststofffolie geformt. Die Schwächung der seitlichen Kanten wird durch eine besonders
geartete Verschweißung erlangt, wonach die Schweißnaht an den seitlichen Kanten des
Flachbeutels nur eine geringe Reißfestigkeit aufweist. Die Halterung ist aus einem
einstückigen zu einer Schlaufe verklebten unidirektional verstärkten Kunststoffband
geformt, wobei die Verstärkungsrichtung der Umfangsrichtung des ringartigen Verbindungsbereichs
der Halterung entspricht.
[0029] Um den Aufbau des Flachbeutels 7 des Verpackungssystems 1 zu veranschaulichen, zeigen
die Figuren 4A bis 4C eine Frontalansicht des Flachbeutels und die Figuren 5A bis
5B eine Seitenansicht (entlang der Linie B-B aus Figur 1) des Flachbeutels im Rahmen
eines skizzierten beispielhaften Herstellungsprozesses für einen Flachbeutel, wie
er in den Figuren 1 bis 3 gezeigt ist. Dabei wird der Flachbeutel in dem skizzierten
Herstellungsprozess aus einer einzigen rechteckig zugeschnittenen Kunststofffolie
100 geformt.
[0030] Die gesamte Kunststofffolie 100 wird entlang einer Längsrichtung der Kunststofffolie
100 quer zur Längsrichtung über Faltlinien 115 und 113 in drei Abschnitte 109, 111
und 119 eingeteilt (vgl. Figur 4A). Dabei ist ein mittlerer Abschnitt 111 größer als
ein unterer Abschnitt 109, welcher selbst größer ist als ein oberer Abschnitt 119.
Zudem sind der untere und obere Abschnitt 109 und 119 zusammen größer als der mittlere
Abschnitt 111. Nun wird der untere Abschnitt 109 entlang der Faltkante 113 nach oben
umgeschlagen und an Außenkanten 117 der Kunststofffolie 100 mit dem mittleren Abschnitt
111 der Kunststofffolie 100 verschweißt (vgl. Figuren 4B und 5A). Dieser Schweißvorgang
ist durch eine gezackte Linie dargestellt und ist durch Wahl einer geeigneten Temperatur
und/oder Größe der Schweißfläche so angepasst, dass die entstehenden Schweißnähte
gegenüber anderen Bereichen der Kunststofffolie 100 geschwächt sind. Durch diesen
Schweißvorgang werden die verschlossene untere Kante 13a des Flachbeutels 1a und die
geschwächten seitlichen Kanten 17a des Flachbeutels gebildet. Zudem ergibt sich eine
Öffnung 21aa zwischen der durch den Abschnitt 109 geformten Frontfläche 9a des Flachbeutels
1a und der durch den Abschnitt 111 geformten Rückfläche 11a des Flachbeutels 1a. Im
weiteren Verlauf des Herstellungsprozesses wird der Abschnitt 119 entlang der Faltkante
115 nach unten umgeschlagen und im Bereich der Außenkanten 117 mit der Frontfläche
9a und der Rückflächella des Flachbeutels 1a verschweißt (vgl. Figuren 4C und 5B).
Dabei ist zu beachten, dass eine Lasche 19a, welche durch den Abschnitt 119 gebildet
wird, mit der Frontfläche 9a des Flachbeutels 1a überlappt, um so zwischen der Lasche
19a und der Frontfläche 9a eine Öffnung 21a des Flachbeutels 1a zu bilden. Damit ergibt
sich über den beschriebenen beispielhaften Herstellungsprozess ein gemäß der Figuren
1 bis 3 geformter Flachbeutel 1a.
[0031] Figur 5C zeigt eine Seitenansicht des durch den eben beschriebenen Herstellungsprozess
erhaltenen Flachbeutels entlang der Linie B-B gemäß Figur 1, wobei die gestrichelten
Linien den Verlauf der während des Herstellungsprozesses erhaltenen Schweißkanten
anzeigen.
[0032] Figur 5D zeigt eine Querschnittsansicht des durch den eben beschriebenen Herstellungsprozess
erhaltenen Flachbeutels entlang der Linie A-A gemäß Figur 1, wobei die Öffnung 21a
klar hervorgehoben ist und ein Befüllungsprozess des Flachbeutels über markierte Pfeillinien
angedeutet ist. Alternativ zu einer nachträglichen Befüllung des fertigen Flachbeutels
7 ist es möglich, den Flachbeutel 7 um die Halterung 3 mit den daran befestigten Objekten
5 herum zu bilden. Dann ist während der Bildung des Flachbeutels 7 bevorzugt sicherzustellen,
dass der Griffbereich der Halterung 3 nach der Bildung des Flachbeutels 7 zumindest
abschnittsweise aus der Öffnung des Flachbeutels 7 herausragt.
[0033] Um den Aufbau der Halterung 3 des Verpackungssystems 1 zu veranschaulichen, zeigen
die Figuren 6A bis 6D eine Skizzierung eines beispielhaften Herstellungsprozesses
einer Halterung. Dabei wird die Halterung in dem skizzierten Herstellungsprozess aus
einem einzigen rechteckig zugeschnittenen unidirektional verstärkten Kunststoffband
200 (vgl. Figur 6A) geformt, welches in Längsrichtung des Kunststoffbands vorgereckt
und so verstärkt ist.
[0034] Zu Beginn sind ein oberer Bereich 202a und ein unterer Bereich 202b des Kunststoffbands
mit einem geeigneten Klebemittel versehen (vgl. Figur 6B). Dieses Klebemittel kann
vorübergehend mit einer lösbaren Deckschicht versehen sein, oder auch druckklebend
und/oder kontaktklebend sein. Nach einem Auffädeln der zu verbindenden Objekte (nicht
gezeigt) werden die Bereiche 202a und 202b aufeinander gelegt und so über das auf
den Bereichen 202a und 202b vorgesehene Klebemittel miteinander verklebt, was einen
Verklebungsbereich 202 bildet, welcher den Griffbereich der Halterung bereitstellt.
Dabei entsteht aus dem unidirektional versteiften Kunststoffband 200 eine gemäß der
Figuren 1 bis 3 geartete Halterung 3a, welche einen ringartigen Verbindungsbereich
25a aufweist, über welchen Objekte an der Halterung befestigt werden (vgl. Figuren
6C und 6D).
[0035] Nachdem nun der Aufbau der Bestandteile des gemäß der Erfindung gearteten Verpackungssystems
über beispielhafte Herstellungsprozesse veranschaulicht wurde, wird im Folgenden eine
Benutzung eines gemäß der vorliegenden Erfindung gearteten Verpackungssystems 1b erläutert.
Hierfür zeigen die Figuren 7A bis 7D einen Querschnitt des Verpackungssystem 1b gemäß
der Figuren 1 bis 3 entlang einer Linie A-A zu unterschiedlichen Zeitpunkten eines
Entpackungsprozesses von Objekten 5b aus dem Verpackungssystem 1b. Dabei ist der Flachbeutel
7 im Querschnitt gezeigt, und ist die Halterung 3 mit den daran befestigten Objekten
5 in Seitenansicht gezeigt.
[0036] Um Objekte 5b aus dem Flachbeutel 7b des Verpackungssystems 1b zu befreien, ist eine
Kraft F
1 an dem aus dem Flachbeutel 7b herausragenden Griffbereich 23b der Halterung 3b anzulegen,
die eine ausreichende Komponente senkrecht zur Frontfläche 9b des Flachbeutels 7b
aufweist (vgl. Figur 7A). Die angelegte Kraft wird durch die Halterung 3b auf die
Frontfläche 9b des Flachbeutels 7b übertragen. Bei ausreichendem Kraftaufwand führt
diese Kraftanwendung gemäß der Erfindung zu einem Aufreißen des Flachbeutels 7b entlang
geschwächter seitlicher Kanten (hier nicht dargestellt) des Flachbeutels 7b (vgl.
Figur 7B). Sobald der Flachbeutel ausreichend aufgerissen ist, können die Objekte
5b, welche noch immer über die Halterung 3b miteinander verbunden sind, vollständig
aus dem Flachbeutel herausgenommen werden (vgl. Figur 7C). Der schließlich zurückbleibende
seitlich aufgerissene Flachbeutel 7b kann nun entsorgt werden. Wird schließlich an
dem ringartigen Verbindungsbereich 25b der Halterung 3b eine Kraft F2 senkrecht zur
Umfangsrichtung des ringartigen Verbindungsbereichs 25b angelegt, die eine ausreichende
Stärke aufweist, führt dies zu einem Aufbrechen des ringartigen Verbindungsbereichs
25b der Halterung 3b (vgl. Figur 7D). Damit werden die Objekte 5b von den ringartigen
Verbindungsbereich 25b der Halterung 3b freigegeben und können von der Halterung 3b
abgenommen werden, um schließlich beispielsweise in ein für sie bestimmtes Regal eingeräumt
zu werden. Die zurückbleibende und in ihrem ringartigen Verbindungsbereich 25b aufgebrochene
Halterung 3b kann schließlich ebenfalls entsorgt werden.
[0037] Über die erfindungsgemäße Kombination aus einem an seitlichen Kanten geschwächten
Flachbeutel und einer entsprechend gearteten Halterung wird ein Verpackungssystem
erhalten, welches Objekte im Inneren des Flachbeutels einerseits vor äußeren Einflüssen
wie Nässe oder Reibung schützt und andererseits noch immer eine leichte Handhabung
der Objekte ermöglicht. Damit wird die voranstehende Aufgabe der Erfindung durch Systeme
gemäß der Erfindung gelöst.
[0038] Obwohl durch das voranstehende Ausführungsbeispiel die vorliegende Erfindung lediglich
beispielhaft erläutert worden ist, werden Fachleute erkennen, dass zahlreiche Modifikationen,
Hinzufügungen und Ersetzungen möglich sind, ohne von dem Schutzbereich der in den
nachfolgenden Ansprüchen offenbarten Erfindung abzuweichen.
1. Verpackungssystem (1), aufweisend:
einen Flachbeutel (7),
wobei der Flachbeutel (7) eine Außenwand aufweist, welche eine Frontfläche (9) und
eine Rückfläche (11) des Flachbeutels (7) bereitstellt, wobei der Flachbeutel (7)
an einer Unterkante (13), an einer Oberkante (15) und an seitlichen Kanten (17) verschlossen
ist, und
wobei an der Frontfläche (9) des Flachbeutels eine Öffnung (21) ausgebildet ist;
gekennzeichnet durch
eine Halterung (3),
wobei die Halterung (3) ausgebildet ist, Objekte, welche im Inneren des Flachbeutels
(7) anordenbar oder angeordnet sind, miteinander zu verbinden; und
wobei die Halterung (3) einen Griffbereich (23) aufweist, welcher ausgebildet ist,
an der Vorderseite des Flachbeutels (7) aus der Öffnung (21) des Flachbeutels (7)
herauszuragen;
wobei wenigstens eine seitliche Kante (17) des Flachbeutels (7) so geschwächt ist,
dass eine auf die Halterung (3) wirkende Kraft, welche in eine Zugrichtung mit einer
Komponente senkrecht zur Frontfläche (9) des Flachbeutels (7) angelegt wird, um über
die Halterung (3) miteinander verbundene Objekte aus dem Flachbeutel (7) herauszuziehen,
ein Aufreißen des Flachbeutels (7) entlang der wenigstens einen geschwächten seitlichen
Kante (17) hervorruft.
2. Verpackungssystem gemäß Anspruch 1,
wobei die Außenwand des Flachbeutels (7) eine Lasche (19) bildet, welche die Öffnung
(21) an der Frontfläche (9) des Flachbeutels (7) abdeckt; und
wobei die Halterung (3) so in dem Flachbeutel (7) angeordnet ist, dass der Griffbereich
(23) der Halterung (7) an der Lasche (19) vorbei aus der Öffnung (21) des Flachbeutels
(7) herausragt.
3. Verpackungssystem nach Anspruch 2,
wobei die Öffnung (21) durch eine verkürzte Ausbildung der Frontfläche (9) des Flachbeutels
(7) gebildet wird,
wobei die Lasche (19) einstückig mit der Rückfläche (11) des Flachbeutels (7) ausgebildet
ist,
wobei die Lasche (19) auf die Frontfläche (9) des Flachbeutels (7) umgeschlagen ist
und nahe den seitlichen Kanten (17) an der Frontfläche (9) des Flachbeutels (7) befestigt
ist,
so dass die Lasche (19) mit der Frontfläche (9) des Flachbeutels (7) überlappt und
die auf der Vorderseite des Flachbeutels (7) zwischen der Frontfläche (9) des Flachbeutels
(7) und der Rückseite (11) des Flachbeutels 7) gebildete Öffnung (21) des Flachbeutels
(7) abdeckt.
4. Verpackungssystem gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, wobei der Flachbeutel (7) aus einem
einzigen Werkstück und insbesondere aus einer Kunststofffolie gebildet ist, wobei
die Kunststofffolie insbesondere transparent ist.
5. Verpackungssystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die wenigstens eine seitliche
Kante (17) des Flachbeutels (7) so geschwächt ist, dass sie ab einer Zugkraft senkrecht
zur Frontfläche (9) des Flachbeutels (7) von 5,0 Newton, oder ab einer Zugkraft senkrecht
zur Frontfläche (9) des Flachbeutels (7) von 3,0 Newton oder ab einer Zugkraft senkrecht
zur Frontfläche (9) des Flachbeutels (7) von 1,0 Newton entlang der geschwächten seitlichen
Kanten (17) des Flachbeutels (7) aufreißt, und gleichzeitig bei einer Zugkraft senkrecht
zur Frontfläche (9) des Flachbeutels (7) von weniger als 0,5 Newton oder bei einer
Zugkraft senkrecht zur Frontfläche (9) des Flachbeutels (7) von weniger als 0,8 Newton
intakt bleibt.
6. Verpackungssystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei eine Schwächung der wenigstens
einen geschwächten seitlichen Kante (17) des Flachbeutels (7) durch Vorsehen von
entsprechend ausgebildeten Schweißnähten und/oder
durch Vorstehen von Einkerbungen und/oder
Einritzungen und/oder
Reduzierungen der Materialstärke
entlang der wenigstens einen geschwächten seitlichen Kante (17) des Flachbeutels (7)
bereitgestellt ist.
7. Verpackungssystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Halterung (3) einen
ringartigen Verbindungsbereich (25) umfasst, über welchen Objekte (5) im Inneren des
Flachbeutels (7) miteinander verbindbar sind.
8. Verpackungssystem gemäß Anspruch 7, wobei der ringartige Verbindungsbereich (25) der
Halterung (3) eine Schwächung aufweist, an welcher der ringartige Verbindungsbereich
(25) ab einer senkrecht zur Umfangsrichtung angelegten Kraft von 1,0 Newton oder ab
einer senkrecht zur Umfangsrichtung des ringartigen Verbindungsbereichs (25) angelegten
Kraft von 0,7 Newton oder ab einer senkrecht zur Umfangsrichtung des ringartigen Verbindungsbereichs
(25) angelegten Kraft von 0,5 Newton aufbricht oder aufreißt, um die Objekte (5),
welche durch die Halterung miteinander verbunden sind, freizugeben, aber gleichzeitig
bei einer in Umfangsrichtung des ringartigen Verbindungsbereichs (25) angelegten Kraft
von 1,0 Newton oder bei einer in Umfangsrichtung des ringartigen Verbindungsbereichs
(25) angelegten Kraft von 3,0 Newton oder bei einer in Umfangsrichtung des ringartigen
Verbindungsbereichs 25 angelegten Kraft von 5,0 Newton intakt bleibt.
9. Verpackungssystem gemäß Anspruch 8, wobei die Schwächung des ringartigen Verbindungsbereichs
(25) der Halterung (3) durch eine Einkerbung und/oder durch einen Einsatz aus einem
Material geringerer Festigkeit als des umgebenden Materials der Halterung (3) und/oder
durch Verwendung einer unidirektional verstärkten Kunststofffolie für den ringartigen
Verbindungsbereich (25) der Halterung (3) bereitgestellt wird.
10. Verpackungssystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Halterung (3) aus einem
einzigen Werkstück und insbesondere aus Zellstoff und/oder aus Kunststoff gefertigt
ist.
1. Packaging system (1) comprising:
a flat bag (7),
wherein the flat bag (7) has an outer wall providing a front face (9) and a back face
(11) of the flat bag (7),
wherein the flat bag (7) is closed at a bottom edge (13), at a top edge (15) and at
side edges (17), and
wherein an opening (21) is formed at the front face (9) of the flat bag (7);
characterized by
a holder (3),
wherein the holder (3) is configured to connect objects locatable or located in the
interior of the flat bag (7) to each other; and
wherein the holder (3) has a handle section (23) configured to protrude out of the
opening (21) of the flat bag (7) at the front side of the flat bag (7);
wherein at least one side edge (17) of the flat bag (7) is weakened so that a force
acting on the holder (3), applied in a pull direction having a component perpendicular
to the front face (9) of the flat bag (7) in order to pull objects connected to each
other by the holder (3) out of the flat bag (7), causes the flat bag (7) to be teared
open along the at least one weakened side edge (17).
2. Packaging system according to claim 1,
wherein the outer wall of the flat bag (7) forms a flap (19) covering the opening
(21) at the front face (9) of the flat bag (7); and
wherein the holder (3) is disposed in the flat bag (7) so that the handle section
(23) of the holder (3) protrudes past the flap (19) out of the opening (21) of the
flat bag (7).
3. Packaging system according to claim 2,
wherein the opening (21) is formed by a shortened formation of the front face (9)
of the flat bag (7),
wherein the flap (19) and the back face (11) of the flat bag (7) are integrally formed,
wherein the flap (19) is turned over on the front face (9) of the flat bag (7) and
is fixed to the front face (9) of the flat bag (7) in proximity of the side edges
(17) so that the flap (19) overlaps the front face (9) of the flat bag (7) and covers
the opening (21) of the flat bag (7) formed on the front side of the flat bag (7)
between the front face (9) of the flat bag (7) and the back face (11) of the flat
bag (7).
4. Packaging system according to claim 1, 2 or 3, wherein the flat bag (7) is formed
from a single workpiece and in particular from a synthetic sheet, wherein, in particular,
the synthetic sheet is transparent.
5. Packaging system according to one of claims 1 to 4, wherein the at least one side
edge (17) of the flat bag (7) is weakened so that it tears open along the weakened
side edges (17) of the flat bag (7) by a pull force perpendicular to the front face
(9) of the flat bag (7) from 5,0 Newton or by a pull force perpendicular to the front
face (9) of the flat bag (7) from 3,0 Newton or by a pull force perpendicular to the
front face (9) of the flat bag (7) from 1,0 Newton and simultaneously remains intact
despite a pull force perpendicular to the front face (9) of the flat bag (7) of less
than 0,5 Newton or despite a pull force perpendicular to the front face (9) of the
flat bag (7) of less than 0,8 Newton.
6. Packaging system according to one of claims 1 to 5, wherein weakening of the at least
one weakened side edge (17) of the flat bag (7) is provided by providing respectively
formed weld seams and/or
projecting of grooves and/or
carvings and/or
reductions of the material strength
along the at least one weakened side edge (17) of the flat bag (7).
7. Packaging system according to one of claims 1 to 6, wherein the holder (3) comprises
a ring-like connection section (25) by which objects (5) in the interior of the flat
bag (7) are connectable to each other.
8. Packaging system according to claim 7, wherein the ring-like connection section (25)
of the holder (3) has a weakening at which the ring-like connection section (25) breaks
open or tears open by a force applied perpendicularly to the circumferential direction
from 1,0 Newton or by a force applied perpendicularly to the circumferential direction
of the ring-like connection section (25) from 0,7 Newton or by a force applied perpendicularly
to the circumferential direction of the ring-like connection section (25) from 0,5
Newton in order to release the objects (5) connected to each other by the holder but
simultaneously remains intact despite a force applied in circumferential direction
of the ring-like connection section (25) of 1,0 Newton or despite a force applied
in circumferential direction of the ring-like connection section (25) of 3,0 Newton
or despite a force applied in circumferential direction of the ring-like connection
section (25) of 5,0 Newton.
9. Packaging system according to claim 8, wherein the weakening of the ring-like connection
section (25) of the holder (3) is provided by a groove and/or an inset of a material
of less solidity compared to the surrounding material of the holder (3) and/or use
of an unidirectionally strengthened synthetic sheet for the ring-like connection section
(25) of the holder (3).
10. Packaging system according to one of claims 1 to 9, wherein the holder (3) is made
from a single workpiece and in particular from pulp and/or from synthetics.
1. Système d'emballage (1), présentant :
un sachet plat (7),
dans lequel le sachet plat (7) présente une paroi extérieure, laquelle fournit une
surface avant (9) et une surface arrière (11) du sachet plat (7),
dans lequel le sachet plat (7) est fermé au niveau d'un bord inférieur (13), au niveau
d'un bord supérieur (15) et au niveau de bords latéraux (17), et
dans lequel une ouverture (21) est réalisée au niveau de la surface avant (9) du sachet
plat ;
caractérisé par
un support (3),
dans lequel le support (3) est réalisé pour relier l'un à l'autre des objets, lesquels
sont agencés ou agençables à l'intérieur du sachet plat (7) ; et
dans lequel le support (3) présente une zone de préhension (23), laquelle est réalisée
pour dépasser de l'ouverture (21) du sachet plat (7) au niveau du côté avant du sachet
plat (7) ;
dans lequel au moins un bord latéral (17) du sachet plat (7) est affaibli de sorte
qu'une force agissant sur le support (3), laquelle est appliquée dans une direction
de traction avec une composante perpendiculaire à la surface avant (9) du sachet plat
(7) pour retirer du sachet plat (7) des objets reliés l'un à l'autre par le biais
du support (3), entraîne un déchirement du sachet plat (7) le long de l'au moins un
bord latéral (17) affaibli.
2. Système d'emballage selon la revendication 1,
dans lequel la paroi extérieure du sachet plat (7) forme une languette (19), laquelle
recouvre l'ouverture (21) au niveau de la surface avant (9) du sachet plat (7) ; et
dans lequel le support (3) est disposé dans le sachet plat (7) de sorte que la zone
de préhension (23) du support (7) dépasse de l'ouverture (21) du sachet plat (7) devant
la languette (19).
3. Système d'emballage selon la revendication 2,
dans lequel l'ouverture (21) est formée par une formation raccourcie de la surface
avant (9) du sachet plat (7),
dans lequel la languette (19) est réalisée d'un seul tenant avec la surface arrière
(11) du sachet plat (7),
dans lequel la languette (19) est retournée sur la surface avant (9) du sachet plat
(7) et est fixée à proximité des bords latéraux (17) à la surface avant (9) du sachet
plat (7),
de sorte que la languette (19) chevauche la surface avant (9) du sachet plat (7) et
recouvre l'ouverture (21) du sachet plat (7) formée sur le côté avant du sachet plat
(7) entre la surface avant (9) du sachet plat (7) et le côté arrière (11) du sachet
plat (7).
4. Système d'emballage selon la revendication 1, 2 ou 3, dans lequel le sachet plat (7)
est formé d'une seule pièce et en particulier d'une feuille de plastique, dans lequel
la feuille de plastique est en particulier transparente.
5. Système d'emballage selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel l'au moins un
bord latéral (17) du sachet plat (7) est affaibli de sorte qu'il se déchire à partir
d'une force de traction perpendiculaire à la surface avant (9) du sachet plat (7)
de 5,0 newtons, ou à partir d'une force de traction perpendiculaire à la surface avant
(9) du sachet plat (7) de 3,0 newtons ou à partir d'une force de traction perpendiculaire
à la surface avant (9) du sachet plat (7) de 1,0 newton le long des bords latéraux
(17) affaiblis du sachet plat (7), et en même temps reste intact dans le cas d'une
force de traction perpendiculaire à la surface avant (9) du sachet plat (7) inférieure
à 0,5 newton ou dans le cas d'une force de traction perpendiculaire à la surface avant
(9) du sachet plat (7) inférieure à 0,8 newton.
6. Système d'emballage selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel un affaiblissement
de l'au moins un bord latéral (17) affaibli du sachet plat (7) est fourni par prévision
de
soudures réalisées de manière correspondante et/ou
par prévision d'entailles et/ou
gravures et/ou
réductions de l'épaisseur de matériau
le long de l'au moins un bord latéral (17) affaibli du sachet plat (7).
7. Système d'emballage selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel le support (3)
comprend une zone de liaison annulaire (25), par le biais de laquelle des objets (5)
sont aptes à être reliés l'un à l'autre à l'intérieur du sachet plat (7).
8. Système d'emballage selon la revendication 7, dans lequel la zone de liaison annulaire
(25) du support (3) présente un affaiblissement, au niveau duquel la zone de liaison
annulaire (25) casse ou se déchire à partir d'une force appliquée perpendiculairement
à la direction circonférentielle de 1,0 newton ou à partir d'une force appliquée perpendiculairement
à la direction circonférentielle de la zone de liaison annulaire (25) de 0,7 newton
ou à partir d'une force appliquée perpendiculairement à la direction circonférentielle
de la zone de liaison annulaire (25) de 0,5 newton pour libérer les objets (5), lesquels
sont reliés l'un à l'autre par le support, mais en même temps reste intacte dans le
cas d'une force appliquée dans la direction circonférentielle de la zone de liaison
annulaire (25) de 1,0 newton ou dans le cas d'une force appliquée dans la direction
circonférentielle de la zone de liaison annulaire (25) de 3,0 newtons ou dans le cas
d'une force appliquée dans la direction circonférentielle de la zone de liaison annulaire
25 de 5,0 newtons.
9. Système d'emballage selon la revendication 8, dans lequel l'affaiblissement de la
zone de liaison annulaire (25) du support (3) est fourni par une entaille et/ou par
un insert en un matériau de plus faible rigidité que le matériau entourant le support
(3) et/ou par utilisation d'une feuille de plastique renforcée unidirectionnellement
pour la zone de liaison annulaire (25) du support (3).
10. Système d'emballage selon l'une des revendications 1 à 9, dans lequel le support (3)
est réalisé en une seule pièce et en particulier en cellulose et/ou en plastique.