[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Haushaltsgerätsund ein Haushaltsgerät.
[0002] Die
DE 103 53 299 B4 beschreibt ein Verfahren zur Regelung einer Heizeinrichtung zur Nahrungsmittelzubereitung
und eine geeignete Vorrichtung. Die Druckschrift
WO 2007 068 751 A2 offenbart ein Haushaltsgerät mit einem Kochfeld und einer Dunstabzughaube, wobei
mittels eines Sensor in der Dunstabzughaube die Funktion des Kochfeldes, insbesondere
den Betriebszustand einzelner Kochstellen überwacht wird.
[0003] Die
WO 2011/069833 A1 beschreibt eine Küchenmaschine mit einem aufheizbaren Rührgefäß und einem in dem
Rührgefäß befindlichen Rührwerk. In der Küchenmaschine oder in einem mit der Küchenmaschine
im Datenaustausch befindlichen Gerät ist eine Mehrzahl von Rezepten gespeichert, um
die Auswahl eines Rezepts für den Benutzer zu unterstützen. Aus den Druckschriften
DE 10 2005 052 274 A1 und
EP 2 436 985 A2 sind Kochfelder mit eingebautem Sensor zur Erfassung einer auf das Kochfeld wirkenden
Gewichtskraft bekannt. Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein verbessertes Verfahren
zum Betreiben eines Haushaltsgeräts und ein verbessertes Haushaltsgerät zu schaffen.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Betreiben eines Haushaltsgeräts
und ein Haushaltsgerät mit den Merkmalen der Hauptansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0005] Die Erfindung bietet den Vorteil, dass ein Haushaltsgerät durch Erfassen einer etwa
von einer Schwerpunktverlagerung eines Kochgeschirrs oder einer Bedienbewegung herrührenden
Krafteinwirkung auf ein Kochfeld oder eine Arbeitsplatte besonders benutzerfreundlich
gesteuert werden kann. Beispielsweise kann mithilfe eines entsprechenden Verfahrens
für eine kontextabhängige Kochassistenz mit vernetzter Kraft-Weg-Sensorik eine Umrührbewegung
oder - über ein Gewicht eines Inhalts des Kochgeschirrs - ein bestimmter Kochvorgang
erkannt werden. In Abhängigkeit davon können bestimmte Funktionen des Haushaltsgeräts
wie etwa eine Heizleistung oder die Wiedergabe bestimmter Hinweise an einen Benutzer
des Haushaltsgeräts gesteuert werden.
[0006] Der hier beschriebene Ansatz schafft ein Verfahren zum Betreiben eines Haushaltsgeräts
mit zumindest einem Kochfeld, einer Arbeitsplatte und einer Sensoreinrichtung zum
Erfassen einer auf das Kochfeld und/oder die Arbeitsplatte wirkenden Kraft, wobei
das Verfahren folgende Schritte umfasst:
Einlesen eines die Kraft repräsentierenden Sensorsignals; und
Bereitstellen eines Steuersignals zum Steuern des Kochfelds unter Verwendung des Sensorsignals.
[0007] Unter einem Haushaltsgerät kann beispielsweise ein Herd oder ein Backofen mit einem
Herd verstanden werden. Unter einem Kochfeld kann eine beheizbare Platte zum Erhitzen
von Kochgeschirr verstanden werden, etwa eine Glaskeramikplatte bei einem Induktionskochfeld.
Das Kochfeld kann beispielsweise in eine entsprechende Aussparung in der Arbeitsplatte
eingebaut sein. Unter einer Arbeitsplatte kann eine neben dem Kochfeld angeordnete
oder das Kochfeld zumindest teilweise umgebende Platte verstanden werden. Die Arbeitsplatte
kann beispielsweise aus einem hitzebeständigen Material gefertigt sein. Die Sensoreinrichtung
kann zumindest einen Kraft-Weg-Sensor umfassen, der entweder am Kochfeld oder an der
Arbeitsplatte oder an beiden angeordnet sein kann, um eine Auslenkung oder Verformung
des Kochfelds oder der Arbeitsplatte infolge einer Krafteinwirkung, wie sie etwa durch
ein Gewicht oder eine Gewichtsverlagerung des Kochgeschirrs oder eine Berührung durch
einen Benutzer des Haushaltsgeräts hervorgerufen wird, zu erfassen. Beispielsweise
kann das Sensorsignal einen Schwerpunkt eines Inhalts des Kochgeschirrs oder eine
durch eine Umrühr- oder Wendebewegung verursachte Änderung des Schwerpunkts repräsentieren.
Das Steuersignal kann beispielsweise zum Steuern einer Temperatur des Kochfelds oder
zum Ausgeben eines Warnhinweises an den Benutzer bereitgestellt werden, etwa bezüglich
eines erforderlichen Umrührens oder Wendens, um ein Überkochen oder Anbrennen zu verhindern.
Erfindungsgemäß umfasst das Verfahren einen Schritt des Auswertens des Sensorsignals,
um eine Umrührbewegung zum Umrühren eines Inhalts von auf dem Kochfeld und/oder der
Arbeitsplatte befindlichem Kochgeschirr zu erkennen. Zusätzlich kann im Schritt des
Auswertens eine Bedienbewegung zum Bedienen des Haushaltsgeräts durch Berühren des
Kochfelds und/oder der Arbeitsplatte erkannt werden. Gemäß einer Ausführungsform kann
im Schritt des Bereitstellens das Steuersignal in Abhängigkeit von der Umrührbewegung
und der Bedienbewegung bereitgestellt werden. Unter einer Umrührbewegung kann beispielsweise
eine kreisende oder schlagende Bewegung zum Vermengen des Inhalts des Kochgeschirrs
verstanden werden. Unter einer Bedienbewegung kann etwa eine Wischgeste oder ein Antippen
des Kochfelds oder der Arbeitsplatte verstanden werden. Durch diese Ausführungsform
kann das Haushaltsgerät mit einem Umrühr- und Eingabeassistenten realisiert werden,
wodurch der Bedienkomfort des Haushaltsgeräts wie auch die Qualität eines Kochergebnisses
verbessert werden können.
[0008] Es ist ferner vorteilhaft, wenn im Schritt des Bereitstellens das Steuersignal bereitgestellt
wird, um eine Heizleistung des Kochfelds zu steuern und, zusätzlich oder alternativ,
einen Hinweis an einen Benutzer des Haushaltsgeräts auszugeben. Auch durch diese Ausführungsform
lässt sich der Bedienkomfort des Haushaltsgeräts verbessern. Erfindungsgemäß wird
im Schritt des Bereitstellens das Steuersignal bereitgestellt, um den Hinweis auszugeben,
wenn im Schritt des Auswertens erkannt wurde, dass die Umrührbewegung eine vorgegebene
Umrührdauer unterschreitet. Zusätzlich oder alternativ kann der Hinweis ausgegeben
werden, wenn im Schritt des Auswertens erkannt wurde, dass die Umrührbewegung eine
vorgegebene Umrührgeschwindigkeit unterschreitet. Unter einer Umrührdauer kann eine
Dauer, während der der Inhalt des Kochgeschirrs umgerührt oder vermengt wird, verstanden
werden. Unter einer Umrührgeschwindigkeit kann eine Geschwindigkeit verstanden werden,
mit der sich ein Schwerpunkt des Inhalts des Kochgeschirrs beim Umrühren verändert.
Dadurch kann die Genauigkeit beim Ansteuern des Kochfelds verbessert werden.
[0009] Es ist zudem von Vorteil, wenn ferner eine Zubereitungsinformation zum Zubereiten
eines Nahrungsmittels mittels des Kochfelds eingelesen wird. Hierbei kann im Schritt
des Bereitstellens das Steuersignal ferner unter Verwendung der Zubereitungsinformation
bereitgestellt werden. Unter einer Zubereitungsinformation kann beispielsweise eine
Mengenangabe bezüglich einer bestimmten Zutat oder ein sonstiger Hinweis aus einem
Kochrezept verstanden werden. Dadurch kann die Zubereitung des Nahrungsmittels vereinfacht
werden.
[0010] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann im Schritt des Bereitstellens unter Verwendung
des Sensorsignals zumindest ein weiteres Steuersignal zum Steuern zumindest eines
weiteren Haushaltsgeräts bereitgestellt werden. Unter einem weiteren Haushaltsgerät
kann beispielsweise eine weitere Komponente des Haushaltsgeräts wie etwa ein Backofen
oder ein weiteres Kochfeld verstanden werden. Bei dem weiteren Haushaltsgerät kann
es sich aber auch um ein mit dem Haushaltsgerät verbundenes externes Gerät wie beispielsweise
eine Dunstabzugshaube handeln. Dadurch kann eine zusätzliche manuelle Bedienung des
weiteren Haushaltsgeräts entfallen.
[0011] Gemäß einer Ausführungsform kann im Schritt des Bereitstellens ein Ansteuersignal
bereitgestellt werden, um zumindest einen Aktuator zum Bewegen des Kochfelds anzusteuern.
Unter einem Aktuator kann etwa ein Servomotor oder ein Elektromagnet verstanden werden.
Der zumindest einen Aktuator kann beispielsweise verwendet werden, um das Kochfeld
anzuheben oder abzusenken. Ein Aktuator kann beispielsweise an einer Ecke des Kochfelds
angeordnet sein, um die Ecke des Kochfelds anzuhaben oder abzusenken. Werden mehrere
Aktuatoren, beispielsweise zumindest drei Aktuatoren, an geeigneten Positionen des
Kochfelds angeordnet, so können diese unter Verwendung des Ansteuersignals gemeinsam
angesteuert werden, um das Kochfeld zu schwenken und dadurch einen Kochgeschirrinhalt
umzurühren. Das Ansteuersignal kann zusätzlich oder alternativ zu dem Steuersignal
bereitgestellt werden. Auch können das Ansteuersignal und das Steuersignal als gemeinsames
Signal, beispielsweise über einen Bus zum Datentransfer bereitgestellt werden.
[0012] Beispielsweise kann der Schritt des Einlesens ansprechend auf das Ansteuern des Aktuators
erneut durchgeführt werden, um eine durch das Bewegen bedingte Schwerpunktverschiebung
des Kochgeschirrinhalts einzulesen. Entsprechend kann im Schritt des Bereitstellens
anschließend das Ansteuersignal in Abhängigkeit von der Schwerpunktverschiebung bereitgestellt
werden, um die Aktuierung des Kochfelds mittels des zumindest einen Aktuators entsprechend
der Schwerpunktverschiebung zu verändern.
[0013] Von Vorteil ist auch, wenn im Schritt des Einlesens zumindest ein eine auf das Kochfeld
wirkende Kraft repräsentierendes Kochfeldsensorsignal von zumindest einem an dem Kochfeld
angeordneten Kochfeldsensor der Sensoreinrichtung eingelesen wird. Zusätzlich oder
alternativ kann im Schritt des Einlesens zumindest ein eine auf die Arbeitsplatte
wirkende Kraft repräsentierendes Arbeitsplattensensorsignal von zumindest einem an
der Arbeitsplatte angeordneten Arbeitsplattensensor der Sensoreinrichtung eingelesen
werden. Entsprechend kann im Schritt des Bereitstellens das Steuersignal unter Verwendung
des Kochfeldsensorsignals oder des Arbeitsplattensensorsignals oder beider Signale
bereitgestellt werden. Durch diese Ausführungsform wird eine besonders genaue Erfassung
der Krafteinwirkung ermöglicht, insbesondere wenn an dem Kochfeld oder der Arbeitsplatte
eine Mehrzahl entsprechender Sensoren, beispielsweise zumindest drei Sensoren, angeordnet
ist.
[0014] Zudem schafft der hier beschriebene Ansatz ein Haushaltsgerät mit folgenden Merkmalen:
zumindest einem Kochfeld;
einer Arbeitsplatte;
einer Sensoreinrichtung zum Erfassen einer auf das Kochfeld und/oder die Arbeitsplatte
wirkenden Kraft; und
einem Steuergerät mit Einheiten, die ausgebildet sind, um die Schritte des Verfahrens
gemäß einem der vorstehenden Ausführungsformen auszuführen und/oder anzusteuern; und
ein mit dem Steuergerät verbundenes oder verbindbares Wiedergabegerät zum Wiedergeben
eines Hinweises an einen Benutzer des Haushaltsgeräts aufweisen.
[0015] Bei dem Wiedergabegerät kann es sich etwa um eine Anzeigefläche zum Anzeigen eines
Warnhinweises oder einen Lautsprecher zum Wiedergeben eines akustischen Signals handeln.
Mittels des Wiedergabegeräts kann der Benutzer wirkungsvoll auf den Hinweis aufmerksam
gemacht werden..
[0016] Gemäß einer Ausführungsform kann die Sensoreinrichtung zumindest einen an dem Kochfeld
angeordneten Kochfeldsensor zum Erfassen einer auf das Kochfeld wirkenden Kraft und,
zusätzlich oder alternativ, einen an der Arbeitsplatte angeordneten Arbeitsplattensensor
zum Erfassen einer auf die Arbeitsplatte wirkenden Kraft aufweisen. Dadurch kann die
Genauigkeit beim Erfassen der Kraft verbessert werden. Insbesondere kann die Sensoreinrichtung
zumindest drei Kochfeldsensoren oder zumindest drei Arbeitsplattensensoren aufweisen.
[0017] Hierbei kann der zumindest einen Kochfeldsensor am Randbereich Gehäuserahmen des
Kochfelds, beispielsweise an dessen am Gehäuserahmen angeordnet sein. Dadurch wird
eine besonders präzise Erfassung der Krafteinwirkung ermöglicht. Vorzugsweise ist
der zumindest eine Kochfeldsensor im Bereich einer Ecke des Kochfeldes angeordnet.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Kochfeld beweglich in der Arbeitsplatte
angeordnet sein. Beispielsweise kann das Kochfeld derart angeordnet sein, dass es
relativ zur Arbeitsplatte ein vertikales und/oder horizontales Spiel von zumindest
2 mm, zumindest 4 mm oder zumindest 6 mm aufweist. Insbesondere kann das Kochfeld
an den Ecken beweglich gelagert sein. Durch diese Ausführungsform können Messungenauigkeiten
beim Messen der Kraft, wie sie beispielsweise durch eine temperaturbedingte Ausdehnung
des Kochfelds verursacht werden, vermieden werden.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines Haushaltsgeräts gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
- Figur 2
- eine schematische Querschnittsdarstellung eines Abschnitts eines Haushaltsgeräts gemäß
einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; und
- Figur 3
- ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Betreiben eines Haushaltsgeräts gemäß einem
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
[0020] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Haushaltsgeräts 100 gemäß einem
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Das Haushaltsgerät 100, hierein Herd,
ist mit einer Arbeitsplatte 102 sowie einem hier beispielhaft von der Arbeitsplatte
102 eingerahmten, beispielsweise rechteckigen Kochfeld 104 realisiert. Auf dem Kochfeld
104 befinden sich drei Kochgeschirre 106. Ferner weist das Haushaltsgerät 100 eine
Sensoreinrichtung 108 zum Erfassen von auf die Arbeitsplatte 102 und zusätzlich oder
alternativ auf das Kochfeld 104 ausgeübten Kräften 105 auf. In Figur 1 sind mehrere
Kräfte 105 gezeigt, die beispielsweise durch die Kochgeschirre 106 auf das Kochfeld
104 ausgeübte Gewichtskräfte oder eine Druckkraft darstellen. Eine Druckkraft kann
beispielsweise durch eine Berührung des Kochfelds 104 oder der Arbeitsplatte 102,
etwa durch eine Fingerbewegung, auf das Kochfeld 104 oder die Arbeitsplatte 102 ausgeübt
werden. Gemäß einem Ausführungsbeispiel sind die Sensoren 110, 112 ausgebildet, um
zusätzlich zu einer senkrecht wirkenden Kraft, also einer senkrecht auf das Kochfeld
104 oder die Arbeitsplatte 102 wirkenden Kraft, auch eine Querkraft zu erfassen, die
beispielsweise aus einer Rührbewegung in einem der Kochgeschirre 106 oder einem Verschieben
einer der Kochgeschirre 106, resultiert. Eine solche Querkraft kann längs einer Haupterstreckungsrichtung
des Kochfelds 104 und/oder der Arbeitsplatte 102 wirken. Es wird das Rühren über die
Schwerpunktverlagerung gemessen, die durch das Rühren entsteht. Beim Rühren wird Schwerpunkt
des Kochgeschirres 106 durch das Rührwerkzeug und/oder durch den sich bewegenden Inhalt
des Kochgeschirres 106 verändert. Diese Schwerpunktänderung lässt sich feststellen
indem mindestens drei, vorzugsweise am Rand des Kochfeldes 104 verteilte, Sensoren
110, 112 die vertikalen Kräfte auf das Kochfeld 104 messen. Die Sensoren 110, 112
erfassen die beim Rühren wandernden Schwerpunkt allein aus den in den Sensorwerten
vertikal messender Kraftsensoren. Querkräfte müssen, insbesondere zur Erfassung eines
Rührvorganges, nicht zwangsläufig gemessen werden. Die zusätzliche Erfassung von Querkräften
kann zur Verbesserung der Auswertung hinzugezogen werden. Dabei ist die Sensoreinrichtung
108 mit vier Kochfeldsensoren 110 und drei Arbeitsplattensensoren 112 als Kraftsensoren
realisiert. Die Kochfeldsensoren 110 sind an je einer Ecke des Kochfelds 104 angeordnet.
Alternativ können die Kochfeldsensoren 110 je nach Form und Größe des Kochfelds 104
auch in anderen Bereichen des Kochfelds 104 angeordnet sein. Ferner kann die Sensoreinrichtung
108 eine andere Anzahl von Kochfeldsensoren 110, beispielsweise einen, zwei, drei
oder mehr als vier Kochfeldsensoren 110 aufweisen.
[0021] Die Arbeitsplattensensoren 112 sind beispielhaft in Form eines Dreiecks an einem
benachbart zu dem Kochfeld 104 angeordneten Bereich der Arbeitsplatte 102 angeordnet.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist die Arbeitsplatte 102 einen gegenüber der übrigen
Arbeitsplatte 102 beweglichen Abschnitt auf und die Arbeitsplattensensoren 112 sind
am Rand, beispielsweise an zwei Ecken und einer gegenüberliegenden Längsseite des
beweglichen Abschnitts, angeordnet. Die Sensoreinrichtung 108 kann auch eine andere
Anzahl von Arbeitsplattensensoren 112, beispielsweise einen, zwei oder mehr als drei
Arbeitsplattensensoren 112 aufweisen. Auch können die Arbeitsplattensensoren 112 über
die gesamte Fläche der Arbeitsplatte 102 verteilt angeordnet sein.
[0022] Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die Sensoreinrichtung 108 ausgebildet, um ausschließlich
eine auf das Kochfeld 104 wirkende Kraft 105 oder auf das Kochfeld 104 wirkende Kräfte,
oder ausschließlich eine auf die Arbeitsplatte 102 wirkende Kraft 105 oder auf die
Arbeitsplatte 102 wirkende Kräfte 105 zu erfassen. In diesem Fall weist die Sensoreinrichtung
108 entweder nur Kochfeldsensoren 110 oder nur Arbeitsplattensensoren 112 auf.
[0023] Ein beispielsweise als Mini- oder Einplatinen-PC oder als Mikrocontroller oder als
integrierter Schaltkreis realisiertes Steuergerät 114 ist ausgebildet, um von den
Kochfeldsensoren 110 ein eine auf das Kochfeld 104 wirkende Kraft repräsentierendes
Kochfeldsensorsignal 116 und von den Arbeitsplattensensoren 112 ein eine auf die Arbeitsplatte
102 wirkende Kraft repräsentierendes Arbeitsplattensensorsignal 118 zu empfangen und
unter Verwendung dieser Sensorwerte ein Steuersignal 120 zum Steuern des Haushaltsgeräts
100 bereitzustellen, etwa zum Steuern einer Heizleistung des Kochfelds 104. Das Kochfeldsensorsignal
116 kann Sensorwerte der einzelnen Kochfeldsensoren 110 umfassen oder einen unter
Verwendung der Sensorwerte der einzelnen Kochfeldsensoren 110 bestimmten resultierenden
Kraftwert umfassen. Entsprechend kann das Arbeitsplattensensorsignal 118 Sensorwerte
der einzelnen Arbeitsplattensensoren 112 umfassen oder einen unter Verwendung der
Sensorwerte der einzelnen Arbeitsplattensensoren 112 bestimmten resultierenden Kraftwert
umfassen.
[0024] Je nach Ausführungsbeispiel ist das Steuergerät 114 beispielsweise ausgebildet, um
eine Berechnung eines Schwerpunkts, eines Gewichts oder einer Anzahl der Kochgeschirre
106 auf dem Kochfeld 104 durchzuführen, wie auch optional oder zusätzlich eine Verarbeitung
von Eingaben des Benutzers durchzuführen. Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist das
Steuergerät 114 ausgebildet, um unter Verwendung der Sensorsignale 116, 118 eine Handlungsklassifikation
vorzunehmen, durch die beispielsweise eine Schwerpunktverlagerung der Kochgeschirre
106 auf dem Kochfeld 104 oder auf der Arbeitsplatte 102 und somit eine Umrührbewegung
in den Kochgeschirren 106 erkannt werden kann.
[0025] Gemäß dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Steuergerät 114 an einen
optionalen Rezept- und Assistenzcontroller 122 angeschlossen. Der Rezept- und Assistenzcontroller
122 ist ausgebildet, um unter Verwendung eines Steuergerätsignals 123 ein Wiedergabesignal
124 zum Wiedergeben eines Hinweises an den Benutzer, beispielsweise in Abhängigkeit
von einer erkannten Umrühr- oder Bedienbewegung zu generieren, und über eine Schnittstelle,
beispielsweise an ein Wiedergabegerät 126 bereitzustellen. Das Wiedergabegerät 126
ist beispielsweise als eine Anzeigeeinheit in Form eines Monitors, eine Projektionseinheit,
ein Tablet oder ein Gerätedisplay des Haushaltsgeräts 100 ausgeführt. Der Rezept-
und Assistenzcontroller 122 dient gemäß einem Ausführungsbeispiel ferner auch - direkt
oder unter Verwendung des Steuergeräts 114 - zur Steuerung der Heizleistung des Kochfelds
104. Das Steuergerätsignal 123 umfasst beispielsweise zumindest eines der von dem
Steuergerät 114 empfangenen oder bereitgestellten Signale 116, 118, 120, 130 oder
unter Verwendung zumindest eines dieser Signale 116, 118, 120, 130 generierte Daten.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist der Rezept- und Assistenzcontroller 122 ausgebildet,
um ein Auslösesignal 132 an das Steuergerät 114 bereitstellen, über das eine Steuerung,
beispielsweise eine Steuerung der Heizleistung des Kochfelds 104 durch das Steuergerät
114 eingeleitet wird. Der Rezept- und Assistenzcontroller 122 weist gemäß einem Ausführungsbeispiel
eine Speichereinrichtung zum Speichern eines digitalen Rezepts auf und ist ausgebildet,
um beispielsweise zumindest eines der Signale 124, 132 unter Verwendung des digitalen
Rezepts bereitzustellen.
[0026] Gemäß der vorliegend erläuterten Ausführungsform steuert das das Signal 124 ein Anzeigeelement,
welches als Interface für den Nutzer zur Visualisierung der Assistenzfunktionen dient.
Das Anzeigeelement kann als Wiedergabegerät 126 verkörpert sein.
[0027] Beim Kochen nach Rezept ist es in der Regel erforderlich, bestimmte Mengen- und Gewichtsangaben
zu berücksichtigen. Dafür können Waagen oder Messbecher dienen, die oftmals erst gesucht,
gespült oder beschafft werden müssen. Sofern die zu kochenden Portionen von einer
im Rezept genannten Portionsmenge abweichen, kann es zudem erforderlich sein, die
Mengenangaben selbstständig zu berechnen. Das Korrigieren von Mengen kann sich als
schwierig erweisen, wenn von einer Zutat zu viel zugegeben wurde. Insbesondere unerfahrene
Köche können zu Fehlern neigen und bei der selbstständigen Korrektur oft überfordert
sein, sodass das Kochergebnis nicht zufriedenstellend ist. Mittels eines nachfolgend
beschriebenen Kochassistenten ist es möglich, Informationen zu einem Rezept mit einer
im Kochfeld 104 oder der Arbeitsplatte 102 integrierten Wiegesensorik als Sensoreinrichtung
108 zu verknüpfen.
[0028] Hierbei kann die Art einer Vermengung verschiedener Zutaten durch eine entsprechende
Zubereitungsinformation vorgegeben sein. Beim Hinzufügen der einzelnen Zutaten wird
der Benutzer durch eine Assistenzfunktion des Haushaltsgeräts 100 unterstützt, die
die als Waage fungierende Sensoreinrichtung 108, das Wiedergabegerät 126 und zumindest
ein beispielsweise im Rezept- und Assistenzcontroller 122 hinterlegtes digitales Rezept
umfasst. Zusätzlich kann sich die Assistenzfunktion auf zumindest ein mit dem Haushaltsgerät
100 vernetztes weiteres Küchengerät erstrecken.
[0029] Gemäß einem Ausführungsbeispiel umfasst die Assistenzfunktion einen Mengenassistenten.
Hierzu ist die Sensoreinrichtung 108 mit beispielsweise drei bis vier Kraft-Wege-Sensoren
als Kochfeldsensoren 110 ausgestattet, die in den Ecken des Kochfelds 104 ein jeweiliges
Gewicht und einen jeweiligen Schwerpunkt von Gegenständen, etwa der Kochgeschirre
106, erkennen können. Über eine Verknüpfung mit dem Rezept und einem jeweiligen Rezeptschritt
ist es nun möglich, eine im jeweiligen Rezeptschritt zu vermengende Zutat direkt auf
dem Kochfeld 104 zu messen. Wird zu viel oder zu wenig von der Zutat eingefüllt, so
wird der Benutzer über das Wiedergabegerät 126 darüber informiert. Optional können
die Mengenangaben anderer Zutaten entsprechend angepasst werden.
[0030] Zusätzlich zur Wiegefunktion kann die Schwerpunkterkennung mittels der Sensoreinrichtung
108 zur Realisierung eines Eingabeassistenten genutzt werden, um Benutzereingaben
zu detektieren. Beispielsweise wird in Abhängigkeit von einer detektierten Schwerpunktveränderung,
ausgelöst etwa durch das Führen eines Fingers auf dem Kochfeld 104 oder der Arbeitsplatte
102, eine Gesten- oder Handschrifterkennung durchgeführt.
[0031] Gemäß einem Ausführungsbeispiel erfolgt die Realisierung eines Umrührassistenten
auf der Basis von Daten der Sensoreinrichtung 108. Hierbei wird die Schwerpunkterkennung
genutzt, um Handlungen oder Prozesse auf dem Kochfeld 104 oder in den Kochgeschirren
106 oder der Arbeitsplatte 102 oder in dem mittels der der Sensoreinrichtung 108 überwachten
Bereiches der Arbeitsplatte 102 zu detektieren. Beispielsweise wird die Erkennung
von Rührvorgängen genutzt, um den Benutzer rechtzeitig daran zu erinnern, den Inhalt
der Kochgeschirre 106 umzurühren. So kann beispielsweise verhindert werden, dass der
Inhalt anbrennt.
[0032] Ferner ist es mittels einer derartigen Wiegefunktion möglich, Verdampfungsprozesse
zu beobachten und entsprechende Rückschlüsse auf mögliche Eingreifzeitpunkte für den
Benutzer abzuleiten.
[0033] Optional ist das Steuergerät 114 ausgebildet, um in Abhängigkeit von auf dem Kochfeld
104 stattfindenden Garprozessen auch andere Küchengeräte anzusteuern. Dadurch können
beispielsweise die Garzeitpunkte verschiedener Gerichte miteinander synchronisiert
werden. Beispielsweise kann über eine Verdampfungsgeschwindigkeit einer Soße, die
etwa über einen Gewichtsverlust geschätzt wird, ein Garzeitpunkt eines Bratens in
einem Backofen des Haushaltsgeräts 100 reguliert werden.
[0034] Durch die Erkennung von Differenzen im Gewicht ist es ferner möglich, die Anzahl
von Füllvorgängen zu zählen und zur Generierung eines Benutzungskontextes zu verwenden.
Beispielsweise kann das Steuergerät 114 unter Verwendung der Kochfeldsensorsignale
116 zählen, wie viele Lebensmittelstücke, beispielsweise Steaks, gekocht werden oder
wie schwer die einzelnen Lebensmittelstücke sind. Diese Kontextinformation kann in
verschiedenen Szenarien genutzt werden, etwa zum zeitlich koordinierten Vorheizen
des Backofens oder im Zusammenhang mit einem Wendeassistenten, der vorgibt, wann beispielsweise
welches Steak gewendet werden muss. Über das Gewicht der einzelnen Steaks lassen sich
beispielsweise die Garzeiten für ein einzelnes Steak abschätzen. Der Benutzer kann
beispielsweise so angeleitet werden, dass die einzelnen Steaks mit verschiedenen Garpunkten
wie rare, medium oder well-done gebraten werden.
[0035] Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist das Kochfeld 104 derart in der Arbeitsplatte
102 angeordnet, dass sich die einzelnen Ecken des Kochfelds 104 minimal anheben lassen,
beispielsweise bis etwa 5 mm. Hierbei weist das Kochfeld 104 zumindest einen über
das Steuergerät 114 ansteuerbaren Aktuator 128 auf. Der zumindest eine Aktuator 128
ist ausgebildet, um das Kochfeld 104 derart zu bewegen, dass der Inhalt der Kochgeschirre
106 in eine Schwenkbewegung versetzt wird. Beispielsweise kann das Kochfeld 104 zumindest
zwei solcher Aktuatoren 128 aufweisen. Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel weist
das Kochfeld 104 drei oder mehr, vorzugsweise vier solcher Aktuatoren 128 auf. Hierbei
können die vier Aktuatoren 128 entsprechend den in Figur 1 gezeigten Kochfeldsensoren
110 je an einer Ecke des Kochfelds 104 angeordnet sein.
[0036] Zum Ansteuern des zumindest einen Aktuators 128 ist das Steuergerät 114 ausgebildet,
um ein Ansteuersignal 130 an den zumindest einen Aktuator 128 bereitzustellen. Gemäß
einem Ausführungsbeispiel ist das Steuergerät 114 ausgebildet, um das Ansteuersignal
130 unabhängig zu dem Steuersignal 120 bereitzustellen. Gemäß einem Ausführungsbeispiel
ist das Steuergerät 114 ausgebildet, um das Ansteuersignal 130 unter Verwendung des
Sensorsignals 116 bereitzustellen. Gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel ist
der Rezept- und Assistenzcontroller 122 ausgebildet, um das Ansteuersignal 130 bereitzustellen
oder ausgebildet, um die Bereitstellung des Ansteuersignals 130 durch das Steuergerät
114 durch Ausgabe des Auslösesignals 132 auzulösen.
[0037] Mittels der Aktuatoren 128 wird eine aktive Schwerpunktverschiebung ermöglicht. Hierbei
wird beispielsweise das Kochfeld 104 derart aktuiert, dass die einzelnen Ecken minimal
angehoben oder abgesenkt werden, etwa bis 5 mm. Über eine Verschiebung des Schwerpunkts
von Kochgeschirrinhalten kann nun zusammen mit einer Zeitmessung eine Viskosität der
Kochgeschirrinhalte gemessen und diese zur Kochassistenz genutzt werden, etwa um eine
Soße entsprechend einem gewünschten Flüssigkeitsgrad zuzubereiten.
[0038] Der Aktuator oder die Aktuatoren 128 können zusätzlich oder alternativ zu den Kochfeldsensoren
110 am Kochfeld 104 angeordnet sein.
[0039] Das Haushaltsgerät 100 kann je nach Ausführungsform zusätzlich zum Kochfeld 104 zumindest
ein weiteres Kochfeld aufweisen, wobei die Sensoreinrichtung 108 ausgebildet sein
kann, um ferner eine auf das zumindest eine weitere Kochfeld einwirkende Kraft zu
erfassen und ein entsprechendes Sensorsignal an das Steuergerät 114 zu senden.
[0040] Figur 2 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung eines Abschnitts eines Haushaltsgeräts
100 gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Bei dem Haushaltsgerät
100 handelt es sich beispielsweise um ein vorangehend anhand von Figur 1 beschriebenes
Haushaltsgerät. Gezeigt sind ein Abschnitt der Arbeitsplatte 102 und ein Abschnitt
des Kochfelds 104. Die Arbeitsplatte 102 weist einen Vorsprung 200 auf, auf dem ein
Randbereich des Kochfelds 104 aufliegt. Zwischen dem Randbereich des Kochfelds 104
und dem Vorsprung 200 ist einer der Kochfeldsensoren 110 angeordnet.
[0041] Gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist das Kochfeld 104 mit einer Kochplatte 202 aus
Glaskeramik ausgeführt, die von einem beispielsweise metallischen KochplattenKochgeschir
204 eingefasst ist. Hierbei liegt die Kochplatte 202 auf einem über eine Bodenfläche
des KochplattenKochgeschires 204 hinausragenden, als Auflagefläche 206 dienenden Rand
des KochplattenKochgeschires 204 auf, wobei der Kochfeldsensor 110 zwischen der Auflagefläche
206 und der Kochplatte 202 angeordnet ist. Das Kochfeld 104 liegt mit der Auflagefläche
206 auf dem Vorsprung 200 auf.
[0042] Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist ein von der Auflagefläche 206, einem Rand der
Kochplatte 202 und dem Kochfeldsensor 110 begrenzter Zwischenraum mit einem beispielsweise
elastischen, hitzebeständigen Füllmaterial 208 ausgefüllt. Das Füllmaterial 208 bewirkt,
dass sich die Kochplatte 202 beim Ausüben einer Kraft auf die Kochplatte 202 heben
oder senken kann oder sich in Richtung einer Haupterstreckungsebene der Kochplatte
202 bewegen kann. Ebenso kann ein im Bereich des Vorsprungs 200 befindlicher Zwischenraum
zwischen dem Kochfeld 104 und der Arbeitsplatte 102 mit dem Füllmaterial 208 ausgefüllt
sein.
[0043] Figur 3 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens 300 zum Betreiben eines Haushaltsgeräts
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Das Verfahren 300 kann
beispielsweise im Zusammenhang mit einem vorangehend anhand der Figuren 1 und 2 beschriebenen
Haushaltsgerät ausgeführt werden. Hierbei wird in einem Schritt 310 zunächst ein Sensorsignal
eingelesen, das eine auf das Kochfeld oder die Arbeitsplatte einwirkende Kraft repräsentiert.
In einem weiteren Schritt 320 wird unter Verwendung des Sensorsignals ein Steuersignal
zum Steuern des Kochfelds und/oder zum Ansteuern eines Kochassistenten bereitgestellt.
[0044] Der Kochassistent dient der Unterstützung des Kochs. So ist es beispielsweise möglich,
dass das Sensorsignal auch komplexere Assistenzfunktionen auslösen oder beeinflussen
kann. Exemplarisch können die Steaks in der Pfanne gezählt und für jedes Steak eine
einzelne Garstufe festgelegt werden. Eine Anzeige informiert dann den Koch wann welches
Steak zu entnehmen ist. Ein weiteres Beispiel sind Hinweise oder Alarme, die gegeben
werden, falls ein Umrühren oder Wenden des Garguts vergessen wurde.
[0045] Beispielsweise wird das Steuersignal im Schritt 320 in Abhängigkeit von einer Richtung
und einem Betrag der Kraft bereitgestellt. Optional wird im Schritt 320 ein Ansteuersignal
zum Ansteuern eines Aktuators zum Bewegen des Kochfelds bereitgestellt.
[0046] Gemäß einem Ausführungsbeispiel umfasst das Verfahren 300 einen optionalen Schritt
330, in dem das Sensorsignal ausgewertet wird, um eine Umrührbewegung zum Umrühren
eines Inhalts von auf dem Kochfeld oder der Arbeitsplatte befindlichem Kochgeschirr
oder auch eine Bedienbewegung zum Bedienen des Haushaltsgeräts durch Berühren des
Kochfelds oder der Arbeitsplatte zu erkennen. Entsprechend wird im Schritt 320 das
Steuersignal in Abhängigkeit von der Umrühr- oder Bedienbewegung bereitgestellt.
1. Verfahren (300) zum Betreiben eines Haushaltsgeräts (100) mit zumindest einem Kochfeld
(104), einer Arbeitsplatte (102) und einer Sensoreinrichtung (108) zum Erfassen einer
auf das Kochfeld (104) und/oder die Arbeitsplatte (102) wirkenden Kraft (105),
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren (300) folgende Schritte umfasst:
Einlesen (310) eines die Kraft repräsentierenden Sensorsignals (116, 118), welches
einen Schwerpunkt eines Inhalts eines auf dem Kochfeld (104) und/oder der Arbeitsplatte
(102) abgestellten Kochgeschirrs (106) und eine durch eine Umrühr- oder Wendebewegung
verursachte Änderung des Schwerpunkts des eines Inhalts eines auf dem Kochfeld (104)
und/oder der Arbeitsplatte (102) abgestellten Kochgeschirrs (106) repräsentiert; und
Auswerten (330) des Sensorsignals (116, 118), zum Erkennen einer Umrührbewegung eines
Umrührens eines Inhalts von auf dem Kochfeld (104) und/oder der Arbeitsplatte (102)
befindlichem Kochgeschirrs (106);
Bereitstellen (320) eines Steuersignals (120, 124) von einem Steuergerät (114) zum
Steuern des Kochfelds (104) und/oder eines Wiedergabegerätes (126) unter Verwendung
des Sensorsignals (116, 118), wobei im Schritt des Bereitstellens ein Steuersignal
(120, 124) bereitgestellt wird, um den Hinweis auszugeben, wenn im Schritt des Auswertens
(330) erkannt wurde, dass die Umrührbewegung eine vorgegebene Umrührdauer unterschreitet
und/oder den Hinweis ausgegeben werden, wenn im Schritt des Auswertens erkannt wurde,
dass die Umrührbewegung eine vorgegebene Umrührgeschwindigkeit unterschreitet.
2. Verfahren (300) gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Schritt des Auswertens (330) des Sensorsignals (116, 118), um eine Bedienbewegung
zum Bedienen des Haushaltsgeräts (100) durch Berühren des Kochfelds (104) und/oder
der Arbeitsplatte (102) zu erkennen, wobei im Schritt des Bereitstellens (320) das
Steuersignal (120, 124) in Abhängigkeit von der Bedienbewegung bereitgestellt wird.
3. Verfahren (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt des Bereitstellens (320) das Steuersignal (120, 124) bereitgestellt wird,
um eine Heizleistung des Kochfelds (104) zu steuern.
4. Verfahren (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt des Einlesens (310) ferner eine Zubereitungsinformation zum Zubereiten
eines Nahrungsmittels mittels des Kochfelds (104) eingelesen wird, wobei im Schritt
des Bereitstellens (320) das Steuersignal (120, 124) ferner unter Verwendung der Zubereitungsinformation
bereitgestellt wird.
5. Verfahren (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt des Bereitstellens (320) unter Verwendung des Sensorsignals (116, 118)
zumindest ein weiteres Steuersignal zum Steuern zumindest eines weiteren Haushaltsgeräts
bereitgestellt wird.
6. Verfahren (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt des Bereitstellens (320) ein Ansteuersignal (130) bereitgestellt wird,
um zumindest einen Aktuator (128) zum Bewegen des Kochfelds (104) anzusteuern.
7. Verfahren (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt des Einlesens (310) zumindest ein eine auf das Kochfeld (104) wirkende
Kraft (105) repräsentierendes Kochfeldsensorsignal (116) von zumindest einem an dem
Kochfeld (104) angeordneten Kochfeldsensor (110) der Sensoreinrichtung (108) und/oder
zumindest ein eine auf die Arbeitsplatte (102) wirkende Kraft (105) repräsentierendes
Arbeitsplattensensorsignal (118) von zumindest einem an der Arbeitsplatte (102) angeordneten
Arbeitsplattensensor (112) der Sensoreinrichtung (108) eingelesen wird, wobei im Schritt
des Bereitstellens (320) das Steuersignal (120, 124) unter Verwendung des Kochfeldsensorsignals
(116) und/oder des Arbeitsplattensensorsignals (118) bereitgestellt wird.
8. Haushaltsgerät (100) mit folgenden Merkmalen:
zumindest einem Kochfeld (104);
einer Arbeitsplatte (102);
einer Sensoreinrichtung (108) zum Erfassen einer auf das Kochfeld (104) und/oder die
Arbeitsplatte (102) wirkenden Kraft; und
einem Steuergerät (114) mit Einheiten welche ausgebildet sind, um die Schritte des
Verfahrens (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche auszuführen und/oder anzusteuern
und mit einem Wiedergabegerät (126) zum Wiedergeben eines Hinweises an einen Benutzer
des Haushaltsgeräts (100), wobei das Wiedergabegerät (126) mit dem Steuergerät (114)
verbunden oder verbindbar ist.
9. Haushaltsgerät (100) gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (108) zumindest einen an dem Kochfeld (104) angeordneten Kochfeldsensor
(110) zum Erfassen einer auf das Kochfeld (104) wirkenden Kraft (105) und/oder zumindest
einen an der Arbeitsplatte (102) angeordneten Arbeitsplattensensor (112) zum Erfassen
einer auf die Arbeitsplatte (102) wirkenden Kraft (105) aufweist.
10. Haushaltsgerät (100) gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Kochfeldsensor (110) in einer Ecke des Kochfelds (104) angeordnet ist.
11. Haushaltsgerät (100) gemäß einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Kochfeld (104) beweglich in der Arbeitsplatte (102) angeordnet ist.
1. Method (300) for operating a household appliance (100) comprising at least one hob
(104), a worktop (102) and a sensor means (108) for detecting a force (105) acting
on the hob (104) and/or the worktop (102),
characterised in that the method (300) comprises the following steps:
reading in (310) a sensor signal (116, 118) which represents the force and which represents
a centre of gravity of the contents of an item of cookware (106) placed on the hob
(104) and/or the worktop (102) as well as a change, caused by a stirring or turning
movement, in the centre of gravity of the contents of an item of cookware (106) placed
on the hob (104) and/or the worktop (102); and
evaluating (330) the sensor signal (116, 118) in order to identify a stirring movement
from stirring the contents of the item of cookware (106) located on the hob (104)
and/or the worktop (102);
providing (320) a control signal (120, 124) from a controller (114) for controlling
the hob (104) and/or a playback device (126) using the sensor signal (116, 118), a
control signal (120, 124) being provided in the provision step in order to output
the notification if it was identified in the evaluation step (330) that the stirring
movement is below a predetermined stirring time and/or the notification being output
if it was identified in the evaluation step that the stirring movement is below a
predetermined stirring speed.
2. Method (300) according to claim 1, characterised by a step of evaluating (330) the sensor signal (116, 118) in order to identify an operating
movement for operating the household appliance (100) by touching the hob (104) and/or
the worktop (102), the control signal (120, 124) being provided in the provision step
(320) on the basis of the operating movement.
3. Method (300) according to either of the preceding claims, characterised in that the control signal (120, 124) is provided in the provision step (320) in order to
control a heating power of the hob (104).
4. Method (300) according to any of the preceding claims, characterised in that preparation information for preparing food by means of the hob (104) is also read
in in the reading-in step (310), the control signal (120, 124) also being provided
in the provision step (320) using the preparation information.
5. Method (300) according to any of the preceding claims, characterised in that at least one further control signal for controlling at least one further household
appliance is provided in the provision step (320) using the sensor signal (116, 118).
6. Method (300) according to any of the preceding claims, characterised in that an actuating signal (130) is provided in the provision step (320) in order to actuate
at least one actuator (128) for moving the hob (104).
7. Method (300) according to any of the preceding claims, characterised in that at least one hob sensor signal (116) which represents a force (105) acting on the
hob (104) and comes from at least one hob sensor (110), arranged on the hob (104),
of the sensor means (108), and/or at least one worktop sensor signal (118) which represents
a force (105) acting on the worktop (102) and comes from at least one worktop sensor
(112), arranged on the worktop (102), of the sensor means (108) is read in in the
reading-in step (310), the control signal (120, 124) being provided in the provision
step (320) using the hob sensor signal (116) and/or the worktop sensor signal (118).
8. Domestic appliance (100) comprising the following features:
at least one hob (104);
a worktop (102);
a sensor means (108) for detecting a force acting on the hob (104) and/or the worktop
(102); and
a controller (114) having units which are designed to execute and/or trigger the steps
of the method (300) according to any of the preceding claims and comprising a playback
device (126) for playing a notification to a user of the household appliance (100),
wherein the playback device (126) is or can be connected to the controller (114).
9. Household appliance (100) according to claim 10, characterised in that the sensor means (108) has at least one hob sensor (110) arranged on the hob (104)
for detecting a force (105) acting on the hob (104) and/or has at least one worktop
sensor (112) arranged on the worktop (102) for detecting a force (105) acting on the
worktop (102).
10. Household appliance (100) according to claim 11, characterised in that the hob sensor (110) is arranged in a corner of the hob (104).
11. Household appliance (100) according to any of claims 10 to 12, characterised in that the hob (104) is movably arranged in the worktop (102).
1. Procédé (300) pour faire fonctionner un appareil ménager (100) comportant au moins
une plaque de cuisson (104), un plan de travail (102) et un dispositif capteur (108)
permettant de détecter une force (105) agissant sur la plaque de cuisson (104) et/ou
le plan de travail (102),
caractérisé en ce que le procédé (300) comprend les étapes suivantes :
lecture (310) d'un signal de capteur (116, 118) représentant la force, lequel signal
de capteur représente le centre de gravité d'un contenu d'un ustensile de cuisson
(106) placé sur la plaque de cuisson (104) et/ou le plan de travail (102), et représente
une variation du centre de gravité du contenu d'un ustensile de cuisson (106) placé
sur la plaque de cuisson (104) et/ou le plan de travail (102), laquelle variation
est causée par un mouvement d'agitation ou de retournement ; et
évaluation (330) du signal de capteur (116, 118), pour détecter un mouvement d'agitation
dû à l'agitation du contenu d'un ustensile de cuisson (106) se trouvant sur la plaque
de cuisson (104) et/ou le plan de travail (102) ;
fourniture (320), par un appareil de commande (114), d'un signal de commande (120,
124) permettant de commander la plaque de cuisson (104) et/ou un appareil de reproduction
(126) en utilisant le signal de capteur (116, 118), un signal de commande (120, 124)
étant fourni à l'étape de fourniture pour donner une indication s'il a été reconnu,
à l'étape d'évaluation (330), que le mouvement d'agitation tombe en dessous d'un temps
d'agitation prédéterminé et/ou une indication étant donnée s'il a été reconnu, à l'étape
d'évaluation, que le mouvement d'agitation tombe en dessous de la vitesse d'agitation
prédéterminée.
2. Procédé (300) selon la revendication 1, caractérisé par une étape d'évaluation (330) du signal de capteur (116, 118) pour détecter un mouvement
de commande pour commander l'appareil ménager (100) en touchant la plaque de cuisson
(104) et/ou le plan de travail (102), le signal de commande (120, 124) étant fourni
en fonction du mouvement de commande à l'étape de fourniture (320).
3. Procédé (300) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, à l'étape de fourniture (320), le signal de commande (120, 124) est fourni pour
la commande d'une puissance de chauffage de la plaque de cuisson (104).
4. Procédé (300) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, à l'étape de lecture (310), des informations de préparation permettant de préparer
un aliment au moyen de la plaque de cuisson (104) sont en outre lues, le signal de
commande (120, 124) étant en outre fourni en utilisant les informations de préparation,
à l'étape de fourniture (320).
5. Procédé (300) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, à l'étape de fourniture (320), en utilisant le signal de capteur (116, 118), il
est fourni au moins un autre signal de commande permettant de commander au moins un
autre appareil ménager.
6. Procédé (300) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, à l'étape de fourniture (320), un signal de commande (130) est fourni pour la commande
d'au moins un actionneur (128) permettant de déplacer la plaque de cuisson (104).
7. Procédé (300) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, à l'étape de lecture en (310), au moins un signal de capteur de plaque de cuisson
(116) d'au moins un capteur de plaque de cuisson (110) du dispositif capteur (108)
disposé sur la plaque de cuisson (104) est lu, lequel signal de capteur de plaque
de cuisson représente une force (105) agissant sur la plaque de cuisson (104), et/ou
au moins un signal de capteur de plan de travail (118) d'au moins un capteur de plan
de travail (112) du dispositif capteur (108) est lu, lequel capteur de plan de travail
est disposé sur le plan de travail (102) et lequel signal de capteur de plan de travail
(118) représente une force (105) agissant sur le plan de travail (102), le signal
de commande (120, 124) étant fourni en utilisant le signal de capteur de plaque de
cuisson (116) et/ou le signal de capteur de plan de travail (118), à l'étape de fourniture
(320).
8. Appareil ménager (100) comportant les caractéristiques suivantes :
au moins une plaque de cuisson (104) ;
un plan de travail (102) ;
un dispositif capteur (108) permettant de détecter une force agissant sur la plaque
de cuisson (104) et/ou le plan de travail (102) ; et
un dispositif de commande (114) comportant des unités qui sont conçues pour exécuter
et/ou commander les étapes du procédé (300) selon l'une des revendications précédentes,
et comportant un appareil de reproduction (126) destiné à afficher une indication
à un utilisateur de l'appareil ménager (100), le dispositif de reproduction (126)
étant relié ou pouvant être relié au dispositif de commande (114).
9. Appareil ménager (100) selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif capteur (108) présente au moins un capteur de plaque de cuisson (110)
disposé sur la plaque de cuisson (104), lequel capteur de plaque de cuisson permet
de détecter une force (105) agissant sur la plaque de cuisson (104) et/ou présente
au moins un capteur de plan de travail (112) disposé sur le plan de travail (102),
lequel capteur de plan de travail permet de détecter une force (105) agissant sur
le plan de travail (102).
10. Appareil ménager (100) selon la revendication 11, caractérisé en ce que le capteur de plaque de cuisson (110) est disposé dans un coin de la plaque de cuisson
(104).
11. Appareil ménager (100) selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que la plaque de cuisson (104) est disposée de manière mobile dans le plan de travail
(102).