[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Linearleuchte mit einem sich axial erstreckenden
Gehäuse, in welchem ein optisches Element und ein elektrisches Element aufgenommen
sind.
[0002] Der Einsatz von längsförmigen Leuchten, die üblicherweise als Linearleuchten bezeichnet
werden, ist zur Beleuchtung von Innen- und Außenräumen bekannt. Hierbei können die
Leuchten direkt an Wänden oder Decken angeordnet sein, oder auch als Pendelleuchten
ausgebildet sein.
[0003] In der Regel umfassen Linearleuchten ein gerades oder gekrümmtes, sich der Länge
nach erstreckendes Gehäuse, in welchem zumindest Leuchtmittel aufgenommen sind. Gleichermaßen
kann auch der elektrische Anschluss im Inneren des Gehäuses angeordnet sein, kann
jedoch auch von außen mit dem Leuchtmittel verbunden werden. Als Leuchtmittel kann
hierbei eine Leuchtstoffröhre oder eine Serie von Leuchtdioden bzw. eine Mehrzahl
von Leuchtmitteln und deren Betriebselemente eingesetzt werden.
[0004] Insbesondere bei dem Einsatz von Leuchtdioden ist es notwendig eine zusätzliche Optik
bereitzustellen, die das erzeugte Licht streut, um eine gleichmäßige Ausleuchtung
zu erzielen. Hierbei kann durch die Optik auch die Abstrahlcharakteristik gezielt
gesteuert werden. Bei der Montage einer entsprechenden Linearleuchte wird in der Regel
zunächst ein Gehäuseabschnitt mit der Wand oder der Decke verschraubt und anschließend
ein mit den Leuchtmitteln versehenes Trägerprofil daran befestigt. Abschließend erfolgt
die Montage der Optik an dem Gehäuseabschnitt oder dem Trägerprofil.
[0005] Insbesondere bei einer Montage im Außenbereich, bei welcher die Dichtigkeit des Gehäuses
von erheblicher Bedeutung ist, ist eine entsprechende Montage langwierig, und mit
relativ vielen Schwachstellen bezüglich der Sicherstellung der Dichtigkeit verbunden.
Gleichermaßen ist es notwendig, bei dem Ausfall der Lampe diese vollständig zu demontieren,
um die einzelnen Elemente zu überprüfen bzw. zu ersetzen.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Linearleuchte der bekannten Gattung
bereitzustellen, welche sich durch eine deutlich vereinfachte Montag, sowie gute Dichtigkeit
des Gehäuses auszeichnet.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Linearleuchte mit einem sich axial erstreckenden Gehäuse,
in welchem ein optisches Element und ein elektrisches Element aufgenommen sind, dadurch
gelöst, dass das optische Element als ein der Länge des Gehäuses in etwa entsprechendes
Profil, und das elektrische Element ebenfalls als Profil ausgebildet sind, wobei die
Profile über eine Stirnseite axial in das Gehäuse einschiebbar und im eingebauten
Zustand quer zur Axialrichtung gegeneinander verspannt sind.
[0008] Die erfindungsgemäße Linearleuchte lässt sich folglich besonders einfach montieren,
da die einzelnen Elemente einfach in das Gehäuse eingeschoben werden können, und das
Gehäuse mit den bereits eingeführten Elementen in einem einzelnen Schritt an der Wand
oder Decke befestigt werden kann. Hierbei erleichtert die Ausbildung der Elemente
als Profil das Einführen der Elemente und gleichzeitig das aufeinander Anordnen der
Elemente. Zudem können die Elemente leicht ausgetauscht werden, sodass die Kosten
für Wartung und Reparatur deutlich gesenkt werden. Durch die zusätzliche Bereitstellung
einer Verspannung der Profile gegeneinander ist sichergestellt, dass die Bauteile
der Leuchte klapperfrei montiert sind und gleichzeitig eindeutig in ihrer endgültigen
Position festgelegt sind.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann das Gehäuse allseitig geschlossen sein,
und an einer axialen Seite eine Öffnung aufweisen, die kleiner als die Summe der durch
die Umhüllungen beider Profile gebildeten Querschnittsfläche ist. Insbesondere bei
dem Einsatz der Linearleuchte im Außenbereich, in dem eine erhöhte Dichtigkeit gegen
das Eindringen von Wasser und Fremdkörpern sichergestellt werden muss, bietet diese
Ausführungsform die Möglichkeit, die Eintrittsöffnung möglichst klein auszubilden,
sodass der abzudichte Bereich im Verhältnis zur Gesamtlampe klein gehalten werden
kann. Gleichzeitig wird hierdurch ein sehr kompakter Aufbau der Leuchte ermöglicht.
[0010] Eine andere bevorzugte Ausführungsform kann vorsehen, dass die die Öffnung aufweisende
axiale Seite mit einem Aufnahmedeckel verschlossen ist, wobei die Öffnung in einem
von einer Lichtaustrittsöffnung abgewandten Bereich des Aufnahmedeckels angeordnet
ist. Auch diese Ausführungsform dient wiederum dem kompakten Aufbau der Lampe. Die
Bereitstellung eines Aufnahmedeckels ermöglicht es, die Aufnahmeöffnung gezielt auszubilden,
und stellt zudem ein Fixierelement für das optische Profil zu Verfügung. Hierbei wird
das optische Profil an beiden axialen Seiten von den Verschlusselementen, d.h. dem
Aufnahmedeckel sowie einer Abschlusskappe gehalten und somit fixiert. Da die Aufnahmeöffnung
kleiner ausgebildet ist als die Summe der durch die Umhüllungen beider Profile gebildeten
Querschnittsfläche, müssen die Profile nacheinander in das Gehäuse eingeführt werden.
Das zuerst eingeführte optische Element "fällt" nach der Einführung nach unten, um
dem zweiten, d.h. dem elektrischen Profil, Platz zu machen. Nach dieser Positionierung
befindet sich das optische Profil unmittelbar auf einem eine Lichtaustrittsöffnung
verschließenden Glaselement und wird im Bereich des Aufnahmedeckels zumindest abschnittsweise
von dem Bereich unterhalb der Aufnahmeöffnung fixiert.
[0011] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform kann die Oberseite des optischen
Profils mit Gleitabschnitten ausgebildet sein, welche mit dem elektrischen Profil
zusammenwirken. Nach dem Positionieren des optischen Elements ist die Oberfläche desselben
noch im Bereich der Aufnahmeöffnung sichtbar angeordnet, da sich das optische Profil
nur abschnittsweise nach unten in das Gehäuse abgesenkt hat. Durch die Ausbildung
von Gleitabschnitten ist es möglich, das elektrische Profil einfach auf die bereits
eingeführte Profilschiene aufzubringen und auf dieser einzuschieben. Hierbei müssen
sich die Gleitabschnitte nicht über das gesamte Profil erstrecken, sondern können
nur abschnittsweise vorgesehen sein.
[0012] Ferner hat es sich bewährt, wenn zwischen dem optischen Profil und dem elektrischen
Profil Federelemente angeordnet sind, welche die Profile in Axialrichtung gegeneinander
verspannen. Hierbei kann das Federelement an dem elektrischen Profil, d.h. an der
dem optischen Profil gegenüberliegenden Seite des elektrischen Profils, angeordnet
sein. Der Einsatz von Federelementen ist eine besonders einfache, jedoch effektive
Ausführungsform, um die Verspannung der beiden Profile gegeneinander zu erzielen.
Durch die Positionierung des Federelementes an der Unterseite des elektrischen Profils
wird das Federelement einfach zusammen mit dem elektrischen Profil eingeführt und
stützt sich während des Einführens auf einer Auflagebahn des optischen Profils ab.
Hierbei werden vorzugsweise mehrere Federelemente entlang des elektrischen Profils
vorgesehen. Durch Einführung in das Gehäuse treten die Federelemente in Kontakt mit
dem optischen Profil und werden durch ihren keil- oder bogenförmigen Querschnitt gestaucht,
und bauen auf diese Weise eine Spannkraft zwischen den beiden Profilen auf.
[0013] Eine andere bevorzugte Ausführungsform kann vorsehen, dass zwischen dem optischen
Profil und dem elektrischen Profil starre Spannelemente angeordnet sind, und das optische
Profil und das elektrische Profil im Bereich der starren Spannelemente elastisch ausgebildet
sind. Diese Ausführungsform stellt eine Variante zu der zuvor beschriebenen bereit,
wobei statt Federelementen starre Keile eingesetzt werden, und wobei die notwendige
Elastizität durch die Profile bereitgestellt wird.
[0014] Gemäß noch einer anderen Ausführungsform können an den senkrechten Wänden des Gehäuses
Führungsnuten angeordnet sein, welche mit dem elektrischen Profil und dem optischen
Profil zusammenwirken. Durch entsprechende Führungsnuten, welche mit in die Führungsnuten
eingreifenden Elementen zusammenwirken, kann das Einführen und hier insbesondere ein
Verkanten der Profile noch besser verhindert werden. Hierbei ist es notwendig, die
Führungsnut solchermaßen auszugestalten, dass ein "Absenken" des optischen Profils
gewährleistet wird. Gleichermaßen ist es möglich, auch nur das elektrische Profil
mit entsprechenden in die Führungsnut eingreifenden Elementen auszubilden.
[0015] Vorteilhafte Weise können Dichtungselemente im Bereich der Aufnahmeöffnung ausgebildet
sein. Da die Aufnahmeöffnung als die axiale Seite ausgebildet ist, reichen hier einfache,
kleine Dichtungen aus, um eine ausreichende Dichtigkeit auch im Außenbereich sicherzustellen.
[0016] Demzufolge kann die erfindungsgemäße Linearleuchte insbesondere auch im Außenbereich
eingesetzt werden, ohne dass zusätzliche konstruktive Maßnahmen notwendig wären.
[0017] Ferner hat es sich bewährt LED Leuchtmittel einzusetzen, um eine möglichst kompakt
ausgebildete Leuchte zu erhalten.
[0018] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann das Gehäuse aus Aluminium bestehen
und einen rechteckigen Querschnitt aufweisen.
[0019] Ferner hat es sich als bevorzugt erwiesen, wenn die der Aufnahmeöffnung gegenüberliegende
axiale Seite des Gehäuses mit einer angeschweißten Abschlusskappe versehen ist. Hierdurch
wird noch ein besserer Verschluss des Gehäuses gewährleistet.
[0020] Ferner stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Montage einer Linearleuchte
in einem sich axial erstreckenden Gehäuse bereit, umfassend die Schritte: Einführen
des optischen Elementes in Form eines der Länge des Gehäuses in etwa entsprechenden
Profils durch eine im Bereich einer Stirnseite ausgebildeten Aufnahmeöffnung, wobei
die Aufnahmeöffnung im oberen Bereich der Stirnseite angeordnet ist, Fixieren des
optischen Profils an einer Lichtaustrittsöffnung zwischen den an die Lichtaustrittsöffnung
angrenzenden Bereichen der Stirnseite, Einführen eines elektrischen Elements in Form
eines Profils, Verspannen des optischen Profils und elektrischen Profils quer zur
Axialrichtung gegeneinander.
[0021] Hierbei wird das optische Element nach Einführen in das Gehäuse zumindest Abschnittsweise
unterhalb der Aufnahmeöffnung zwischen den axialen Seiten auf der Lichtaustrittsöffnung
positioniert. Das optische Element senkt sich folglich selbstständig ab und wird auf
diese Weise ohne zusätzliche Maßnahmen in dem Gehäuse fixiert.
[0022] Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es möglich, eine Linearleuchte schnell und
klapperfrei zu montieren. Gleichermaßen ist es möglich, das System auf einfache Art
und Weise zu demontieren, um Wartungen oder Reparaturen durchzuführen.
[0023] Die erfindungsgemäße Leuchte bzw. erfindungsgemäß montierte Leuchte weist einen sehr
kompakten Aufbau auf, wobei die einzelnen Profile eindeutig in ihrer endgültigen Position
festgelegt sind. Hierbei wird der Gehäuseinnenraum vollständig ausgenutzt, und die
einzelnen Bauteile werden klapperfrei und sicher zueinander fixiert. Da nur sehr kleine
Dichtungen nötig sind, ist die Lampe insbesondere für den Außenraum geeignet.
[0024] Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Linearleuchte, wobei es sich um eine
Deckeneinbauleuchte handelt;
- Figur 2
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Linearleuchte gemäß einer anderen Ausführungsform,
insbesondere durch eine Decken- und/oder Wandleuchte;
- Figur 3
- einen Schnitt durch die in Figur 1 dargestellte Deckeneinbauleuchte entlang der Linie
A-A;
- Figur 4
- einen Schnitt durch die in Figur 2 dargestellte Decken- und/oder Wandleuchte entlang
der Linie B-B, und
- Figur 5
- einen Schnitt durch die in Figur 2 dargestellte Decken- und/oder Wandleuchte entlang
der Linie C-C.
[0025] Die in den Ausführungsformen dargestellten Linearleuchten entsprechen sich in wesentlichen
Merkmalen. Hierbei werden alle gleichen Merkmale durch gleiche Bezugszeichen gekennzeichnet
und die identischen Merkmale beider Ausführungsformen nicht gesondert erläutert.
[0026] Figur 1 und Figur 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Linearleuchte
1 im Querschnitt. Dabei ist die Linearleuchte 1 quer zu ihrer Längsrichtung, d.h.
parallel zu einer ihrer Stirnseiten geschnitten.
[0027] Die Linearleuchte 1 umfasst ein Außengehäuse 2, welches im Wesentlichen rechteckig
ausgebildet ist. Hierbei wird das Außengehäuse 2 durch ein U-förmiges Profil 3, sowie
eine die offene Seite verschließende Glasplatte 4 gebildet. Das Profil kann hierbei
aus Aluminium oder einem anderen geeigneten Material hergestellt sein.
[0028] Die durch die Glasplatte 4 verschlossene Seite des Profils entspricht der langen
Seite des Profils und bildet die Lichtaustrittsöffnung. Hierbei kann die Glasscheibe
in die Öffnung eingeklebt sein. Wie in Figur 1 dargestellt, sind zu diesem Zweck entsprechende
Aufnahmen im Bereich des Profils 3 ausgebildet. Das Profil 3 ist an die Glasplatte
angrenzend mit sich nach außen erstreckenden Halteelemente 5 ausgebildet, welche sich
der Länge nach über das Profil erstrecken, und zur Fixierung der Leuchte im Einsatz,
d.h. an einer Deckenöffnung dienen. Hierbei wird der weitere Teil des Gehäuses 3 im
Inneren der Deckenöffnung aufgenommen, sodass nur die Halteelemente 5 und die Glasplatte
4 im Bereich der Decke sichtbar sind.
[0029] Im Fall der Einbauleuchte ist ferner an der Oberseite des Profils 3 zumindest abschnittsweise
eine Durchtrittsöffnung ausgebildet, welche mit einem Deckel 6 verschließbar ist.
Die Durchtrittsöffnung sowie der Deckel ermöglichen einen elektrischen Anschluss der
Lampe im Inneren der Einbauöffnung.
[0030] Wie in Figur 3 dargestellt, ist das Außengehäuse 2 an den beiden Stirnseiten einerseits
durch eine Abschlusskappe 10 und andererseits durch einen Aufnahmedeckel 11 verschlossen.
Die Abschlusskappe 10 erstreckt sich über die gesamte Stirnfläche des Außengehäuses
2 und kann so ausgebildet sein, dass sie abschnittsweise unter die Oberseite des Profils
3 und auf die Innenseite der Glasscheibe 4 greift, um einen besonders dichten Abschluss
zu erzielen. Hierbei wird die Abschlusskappe 10 fest mit dem Gehäuse verschweißt,
sodass sie nicht mehr entfernt werden kann. Gemäß einer anderen Ausführungsform kann
die Abschlusskappe 10 jedoch auch entfernbar ausgebildet sein, so dass sie jederzeit
ausgewechselt werden kann. In einem unteren Bereich, d.h. an die Glasscheibe angrenzend,
weist die Abschlusskappe 10 ebenfalls ein Halteelemente 12 auf, welches ähnlich wie
die Halteelemente 5 ausgebildet ist, und sich nach außen von dem Gehäuse weg erstreckt.
Im eingebauten Zustand liegt dieses Halteelement an der Decke rund um die Öffnung
an und kann beispielsweise mit einer Schraube 13 zur Befestigung der Lampe in der
Einbauöffnung vorgesehen sein.
[0031] Die andere Stirnfläche wird durch den Aufnahmedeckel 11 verschlossen. Hierbei ist
der Aufnahmedeckel 11 zweiteilig ausgebildet, umfassend einen Außenrahmen 14 sowie
einen Deckel 15. Der Deckel 15 dient hierbei zum Verschluss einer Öffnung im Bereich
der Stirnseite, d.h. der von dem Außenrahmen 14 umschlossenen Öffnung, welche es ermöglicht,
das "Innenleben" in das Gehäuse einzuführen. Hierbei weist die Öffnung eine Größe
auf, die sich über die ganze horizontale Breite der Stirnseite erstreckt, jedoch nur
über einen vorbestimmten Bereich der vertikalen Höhe. Insbesondere grenzt die Öffnung
im Wesentlichen an die Oberseite des Profils 3 an, d.h. die der Glasplatte 4 gegenüberliegende
Seite, oder ist in deren Nähe angeordnet. An die Glasplatte 4 angrenzend wird die
Stirnfläche von den Außenrahmens 14 verschlossen, welcher in diesem Abschnitt breiter
ausgebildet ist und wobei dieser Bereich des Außenrahmens, wie auch in Bezug auf die
Abschlusskappe 10 beschrieben, mit einem Halteelement 12 ausgebildet ist, in welches
eine Schraube 13 oder ein anderes Befestigungsmittel eingeführt werden kann.
[0032] Der Deckel 15 selbst kann so ausgebildet sein, dass er in die Öffnung eingreift,
sich jedoch im Wesentlichen über die ganze Stirnfläche erstreckt, d.h. den Außenrahmen
14 teilweise übergreifend. Folglich ist im Wesentlichen nur der Deckel sichtbar, welcher
ringsum von einem schmalen Bereich des Außenrahmens 14 umgeben ist. Insbesondere bei
einem Einsatz der Linearleuchte als Wand- oder Deckenleuchte wird hierdurch eine harmonische
Gesamtoptik erhalten.
[0033] Vorzugsweise ist zwischen dem Außenrahmen 14 und dem Deckel 15 eine Dichtung, beispielsweise
ein Dichtring, angeordnet, so dass die Öffnung vollständig abgedichtet werden kann.
Der Deckel kann hierbei jede beliebige Form aufweisen, es hat sich jedoch besonders
bewährt, wenn der Deckel als Klappdeckel ausgebildet ist. Der Deckel ist hierbei vorzugsweise
lösbar bereitgestellt, so dass er jederzeit durch einen anderen Deckel ersetzt werden
kann. Beispielsweise wenn der Anschluss der Lampe durch den Deckel 15 erfolgen soll,
kann hier durch den Monteur ein entsprechender Anschlussdeckel anstelle des Klappdeckels
eingesetzt werden.
[0034] Im Inneren des Außengehäuses 2 sind, wie in den Figuren dargestellt, zwei übereinander
angeordnete Profilschienen 7, 9 angeordnet. Hierbei handelt es sich einerseits um
das optische Profil 7, sowie das elektrische Profil 9.
[0035] Das optische Profil kann die LED-Leuchtmittel sowie Reflektorelemente 16 umfassen,
die für eine gleichmäßige Abstrahlung des von der LED abgegebenen Lichtes sorgen.
Hierbei sind in der Regel eine Vielzahl von einzelnen Reflektoren über die axiale
Länge hintereinander angeordnet sein, der Reflektor kann jedoch auch als ein einzelner,
sich über die gesamte Länge erstreckender, Reflektorbereich ausgebildet sein.
[0036] Sowohl die LED-Leuchtmittel als auch die Reflektorelemente sind im Inneren der U-förmigen
Profilschiene 7 angeordnet, wobei die Schiene nach unten offen ausgebildet ist, d.h.
in Richtung der Glasplatte 4.
[0037] In dem in Figur 1 dargestellten eingebauten Zustand liegt der Reflektor 16 im Wesentlichen
unmittelbar auf der Glasplatte 4 auf, und wird in dieser Position einerseits durch
das Außenprofil 3 gehalten, andererseits durch die Innenseite der die Stirnflächen
abschließenden Elemente. Hierbei ist der Abstand zwischen den Innenseiten der Abschlusskappe
10 sowie des Aufnahmedeckels 11 solchermaßen bemessen, dass er im Wesentlichen der
Abmessung des optischen Profils 9 entspricht. Auf diese Weise kann das optische Profil
9 fest innerhalb des Gehäuses 3, der Abschlusskappe 10 und dem Aufnahmedeckel 11 gehalten
werden, und ist solchermaßen gegen Verrutschen gesichert.
[0038] Zusätzlich kann im Bereich der Innenseite des Aufnahmedeckels 11 im Bereich des Außenrahmens
14 an die Glasplatte 4 angrenzend, eine Hinterschneidung ausgebildet sein, in welche
das optische Profil während der Montage eingreift bzw. einrastet, um hier eine noch
bessere Fixierung des optischen Profils im Inneren des Gehäuses zu erzielen. In diesem
Zusammenhang wäre es auch möglich im Bereich beider Stirnflächen Rastvorsprünge oder
Hinterschneidungen vorzusehen, welche mit dem einzuführenden optischen Profil 7 zusammenwirken.
[0039] Aus Figuren 3 und 4 wird deutlich, dass der untere Bereich des optischen Profils
9, d.h. in etwa die Hälfte der Reflektoren 16 unterhalb der Öffnung in dem Aufnahmedeckel
11 angeordnet sind. Folglich ist es notwendig, um das optische Element wieder aus
dem Gehäuse 1 zu nehmen, dieses zunächst anzugeben, bis die Oberseite im Wesentlichen
mit der oberen Kante der Öffnung ausgerichtet ist.
[0040] Die Oberseite des optischen Profils 7, das heißt die von der Glasplatte 4 abgewandte
Seite des Profils 7, ist mit einer Gleitfläche 17 ausgebildet. Diese Gleitfläche 17
stellt ein verbessertes Einführelement für das elektrische Profil 9 zur Verfügung,
durch welches dieses einfach in die gewünschte Position geschoben werden kann. Beispielsweise
kann eine Gleitfläche durch eine Erhöhung bereitgestellt werden.
[0041] Im Gegensatz zum optischen Profil 7 ist das elektrische Profil 9 mit einem nach oben
offenen U-förmigen Profil ausgebildet, in welchem die Elektrik aufgenommen wird. Folglich
liegen die beiden Basiselemente der U-förmig Profile 7 und 9 im eingebauten Zustand
aufeinander.
[0042] Die dem optischen Profil 7 zugewandte Fläche des elektrischen Profils 9 ist im Bereich
der Gleitfläche 7 mit einem der Gleitfläche 17 angepassten Element ausgebildet. Ist
die Gleitfläche 7 in Form einer Erhöhung ausgebildet, kann im Bereich des elektrischen
Profils eine entsprechende Ausnehmungen vorgesehen sein, die dann die Erhöhung aufnimmt.
Durch das Zusammenspiel zwischen Gleitfläche 17 und einer entsprechenden Fläche des
elektrischen Profils 9 wird gleichzeitig auch eine Fixierung der beiden Profile aufeinander
erzielt, durch die ein reibungsloses Einschieben des elektrischen Profils 9 in das
Gehäuse ermöglicht wird, ohne dass hier die Gefahr von Verkanten etc. besteht.
[0043] Ferner sind im Bereich der Ausnehmung 18 des elektrischen Profils 9 Federelemente
19 angeordnet, welche im gestauchten Zustand, d.h. wenn sie sich zwischen den beiden
Profilen befinden, eine Spannkraft auf die beiden Profile ausüben, und diese werden
hierdurch quer zur Axialrichtung gegeneinander verspannt.
[0044] Die Profile, insbesondere das elektrische Profil 9, kann zusätzlich mit dem Außenprofil
3 verschraubt werden, um dieses weiter im Inneren des Außengehäuses zu fixieren.
[0045] Die in den Figuren 2 und 4 dargestellte Ausführungsform entspricht der in Bezug auf
die Figuren 1 und 3 beschriebenen Ausführungsformen mit der Ausnahme, dass zusätzlich
ein Deckelaufsatz 20 ausgebildet ist, welcher den Deckel 6 dichtend beziehungsweise
schützend umgibt. Auf diese Weise wird eine zusätzliche Abdichtung des Leuchtengehäuses
erzielt. Gleichzeitig trägt dies zur optischen Kompaktheit des Leuchtengehäuses bei,
insbesondere da bei dieser Ausführungsform als Wand- oder Deckenleuchte das Gehäuse
vollständig sichtbar ist.
[0046] Mit Ausnahme dieses Deckelaufsatzes 20 entsprechen die beiden Ausführungsformen einander.
[0047] Bei der Montage der erfindungsgemäßen Linearleuchte wird zunächst das optische Profil
7 durch die Öffnung in dem Außenrahmen 14 in das Gehäuse 2 eingeschoben. Ist das optische
Profil 7 vollständig eingeschoben, so "fällt" dieses Bauteil auf das Glaselement 4
und in den durch die Verjüngung des Außenrahmens 14 gebildeten Hinterschnitt. In diesem
Zustand wird das optische Profil fest innerhalb des Gehäuses 2 fixiert und gehalten.
Das optische Profil 7 ist nunmehr nur noch teilweise durch die Öffnung zugänglich,
während der andere Teil unterhalb der Öffnung im Inneren des Gehäuses angeordnet ist.
[0048] Anschließend wird das elektrische Profil 9 durch die Öffnung in das Gehäuse 2 eingeführt.
Auf der Unterseite des elektrischen Profils 9 aufgebrachte Spannelemente erzeugen
aus der Translation eine Verspannung der beiden Profile gegen das Gehäuse. Hierdurch
werden die beiden Profile innerhalb des Gehäuses fixiert. Anschließend kann das elektrische
Profil durch verschrauben gesichert werden. Zwischen den beiden Baugruppen wird dann
mittels Steckkontakten eine elektrische Verbindung hergestellt.
[0049] In der dargestellten Ausführungsform wird die Spannkraft durch mehrere Federelemente
19, welche im Bereich des elektrischen Profils 9, d.h. an der zu der Glasplatte 4
gewandten Seite des Profils 9, angeordnet sind, erzeugt. Beim Einführen des elektrischen
Profils 9 stützt sich dieses, wie bereits erläutert, auf der Gleitfläche 17 im Bereich
des optischen Profils 7 wie auch an der Innenseite des Profils 3 ab. Treten die Federelemente
in Kontakt mit dem optischen Profil 7, so werden sie durch ihren keil- oder bogenförmigen
Querschnitt gestaucht und bauen demzufolge eine Spannkraft auf. Die Federelemente
19 können vorzugsweise im Bereich der Gleitfläche angeordnet sein
[0050] Die erfindungsgemäße Linearleuchte stellt eine besonders kompakte Bauform der Leuchte
zur Verfügung, bei welchem die einzelnen Bauteile klapperfrei montiert sind. Durch
den Einsatz von Dichtungen sowie nur kleinen Öffnungsbereichen wird eine besonders
dichte Lampe erzielt, die sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich ohne Einschränkungen
eingesetzt werden kann.
1. Linearleuchte mit einem sich axial erstreckenden Gehäuse, in welchem ein optisches
Element und ein elektrisches Element aufgenommen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
das optische Element als ein der Länge des Gehäuses in etwa entsprechendes Profil
und das elektrische Element ebenfalls als Profil ausgebildet sind, wobei die Profile
über eine Stirnseite axial in das Gehäuse einschiebbar und im eingebauten Zustand
quer zur Axialrichtung gegeneinander verspannt sind.
2. Linearleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse allseitig geschlossen ist, und an einer axialen Seite eine Öffnung aufweist,
die kleiner als die Summe der durch die Umhüllungen beider Profile gebildeten Querschnittsfläche
ist.
3. Linearleuchte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die die Öffnung aufweisende axiale Seite mit einem Aufnahmedeckel verschlossen ist,
wobei die Öffnung in einem von einer Lichtaustrittsöffnung abgewandten Bereich des
Aufnahmedeckels angeordnet ist.
4. Linearleuchte nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des optischen Profils mit Gleitabschnitten ausgebildet ist, welche
mit dem elektrischen Profil zusammenwirken.
5. Linearleuchte nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem optischen Profil und dem elektrischen Profil Federelemente angeordnet
sind, welche die Profile in Axialrichtung gegeneinander verspannen.
6. Linearleuchte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement an dem elektrischen Profil, an der dem optischen Profil gegenüberliegenden
Seite des elektrischen Profils, angeordnet ist.
7. Linearleuchte nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem optischen Profil und dem elektrischen Profil starre Spannelemente angeordnet
sind, und das optische Profil und das elektrische Profil im Bereich der starren Spannelemente
elastisch ausgebildet sind.
8. Linearleuchte nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass an den senkrechten Wänden des Gehäuses Führungsnuten angeordnet sind, welche mit
dem elektrischen Profil und optischen Profil zusammenwirken.
9. Linearleuchte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass Dichtungselemente im Bereich der Aufnahmeöffnung ausgebildet sind.
10. Linearleuchte nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchte für den Außenbereich bestimmt ist.
11. Linearleuchte nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass LED Leuchtmittel eingesetzt sind.
12. Linearleuchte nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse aus einem Aluminiumprofil besteht und/oder einen rechteckigen Querschnitt
aufweist.
13. Linearleuchte nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass die der Aufnahmeöffnung gegenüberliegende axiale Seite des Gehäuses mit einer angeschweißten
Abschlusskappe versehen ist.
14. Verfahren zur Montage einer Linearleuchte in einem sich axial erstreckenden Gehäuse,
umfassend die Schritte:
Einführen des optischen Elementes in Form eines der Länge des Gehäuses in etwa entsprechenden
Profils durch eine im Bereich einer Stirnseite ausgebildete Aufnahmeöffnung, wobei
die Aufnahmeöffnung im oberen Bereich der Stirnseite angeordnet ist,
Fixieren des optischen Profils an einer Lichtaustrittsöffnung zwischen den an die
Lichtaustrittsöffnung angrenzenden Bereichen der Stirnseite,
Einführen eines elektrischen Elements in Form eines Profils,
Verspannen des optischen Profils und elektrischen Profils quer zur Axialrichtung gegeneinander.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das optische Element nach Einführen in das Gehäuse zumindest abschnittsweise unterhalb
der Aufnahmeöffnung zwischen den axialen Seiten auf der Lichtaustrittsöffnung positioniert
wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Linearleuchte (1) mit einem sich axial erstreckenden Gehäuse (2), in welchem ein optisches
Element (7) und ein elektrisches Element (8) aufgenommen sind, wobei das optische
Element (7) als ein der Länge des Gehäuses (2) in etwa entsprechendes Profil und das
elektrische Element (8) ebenfalls als Profil ausgebildet sind, wobei die Profile über
eine Stirnseite axial in das Gehäuse (2) einschiebbar und im eingebauten Zustand quer
zur Axialrichtung gegeneinander verspannt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gehäuse (2) allseitig geschlossen ist, und an einer axialen Seite eine Öffnung
aufweist, die kleiner als die Summe der durch die Umhüllungen beider Profile (7, 8)
gebildeten Querschnittsfläche ist.
2. Linearleuchte (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Öffnung aufweisende axiale Seite mit einem Aufnahmedeckel (11) verschlossen
ist, wobei die Öffnung in einem von einer Lichtaustrittsöffnung abgewandten Bereich
des Aufnahmedeckels (11) angeordnet ist.
3. Linearleuchte (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des optischen Profils (7) mit Gleitabschnitten (17) ausgebildet ist,
welche mit dem elektrischen Profil (8) zusammenwirken.
4. Linearleuchte (1) nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem optischen Profil (7) und dem elektrischen Profil (8) Federelemente (19)
angeordnet sind, welche die Profile (7, 8) in Axialrichtung gegeneinander verspannen.
5. Linearleuchte (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (19) an dem elektrischen Profil (8), an der dem optischen Profil
(7) gegenüberliegenden Seite des elektrischen Profils (8), angeordnet ist.
6. Linearleuchte (1) nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem optischen Profil (7) und dem elektrischen Profil (8) starre Spannelemente
angeordnet sind, und das optische Profil (7) und das elektrische Profil (8) im Bereich
der starren Spannelemente elastisch ausgebildet sind.
7. Linearleuchte (1) nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass an den senkrechten Wänden des Gehäuses Führungsnuten angeordnet sind, welche mit
dem elektrischen Profil (8) und optischen Profil (7) zusammenwirken.
8. Linearleuchte (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Dichtungselemente im Bereich der Aufnahmeöffnung ausgebildet sind.
9. Linearleuchte (1) nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchte (1) für den Außenbereich bestimmt ist.
10. Linearleuchte (1) nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass LED Leuchtmittel eingesetzt sind.
11. Linearleuchte (1) nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) aus einem Aluminiumprofil besteht und/oder einen rechteckigen Querschnitt
aufweist.
12. Linearleuchte (1) nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass die der Aufnahmeöffnung gegenüberliegende axiale Seite des Gehäuses (2) mit einer
angeschweißten Abschlusskappe (10) versehen ist.
13. Verfahren zur Montage einer Linearleuchte (1) in einem sich axial erstreckenden Gehäuse
(2), umfassend die Schritte:
Einführen des optischen Elementes in Form eines der Länge des Gehäuses in etwa entsprechenden
Profils (7) durch eine im Bereich einer Stirnseite ausgebildete Aufnahmeöffnung, wobei
die Aufnahmeöffnung im oberen Bereich der Stirnseite angeordnet ist,
Fixieren des optischen Profils (7) an einer Lichtaustrittsöffnung zwischen den an
die Lichtaustrittsöffnung angrenzenden Bereichen der Stirnseite,
Einführen eines elektrischen Elements in Form eines Profils (8),
Verspannen des optischen Profils (7) und elektrischen Profils (8) quer zur Axialrichtung
gegeneinander.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das optische Element (7) nach Einführen in das Gehäuse (2)zumindest abschnittsweise
unterhalb der Aufnahmeöffnung zwischen den axialen Seiten auf der Lichtaustrittsöffnung
positioniert wird.