[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Beherbergungsanlage gemäss Anspruch 1 mit
mehreren Schlafeinheiten.
[0002] Auf dem Gebiet der Beherbergungsanlagen wie z.B. Hotels, Hostels, Jugendherbergen
und dergleichen sind Beherbergungsanlagen bekannt, welche im Wesentlichen aus kompakten
Schlafeinheiten bestehen. Die kompakten Schlafeinheiten dienen dazu, mit einem minimalen
Volumen die Möglichkeit zur Übernachtung zu bieten. Sanitäranlagen mit WCs und Wasch-
bzw. Duschmöglichkeiten sind separat vorgesehen, z.B. durch einen gemeinschaftlichen
Bereich von WC-Kaninen und durch einen gemeinschaftlichen Wasch- und Duschbereich.
Diese gemeinschaftlich zu nutzenden Bereiche bilden in Kombination mit den individuellen
kompakten Schlafeinheiten die Beherbergungsanlage. Derartige Einrichtungen sind z.B.
als Kapselhotels aus Japan bekannt, wobei die Schlafeinheiten dort auch übereinander
angeordnet sein können, so dass die Gäste z.B. über Leitern in die einzelnen röhrenförmigen
Schlafeinheiten hineinkriechen müssen.
[0003] Eine Beherbergungsanlage mit kompakten Schlafeinheiten ist z.B. aus der
EP 0 620 886 B1 bekannt. Diese kompakten Schlafeinheiten sind quaderförmig ausgebildet und weisen
jeweils ein Bett auf, welches über die gesamte Breite der Schlafeinheit ausgebildet
ist und vom Fußende her bestiegen werden muss. Der übrige Bereich der Grundfläche
der kompakten Schlafeinheit dient dem Aufenthalt bzw. dem Öffnen der Tür. Eine Vielzahl
derartiger Schlafeinheiten bildet mit gemeinsam zu benutzenden Sanitärbereichen die
Beherbergungsanlage in Form eines Hotels.
[0004] Nachteilig ist hierbei, dass sich die Gäste den Wasch- und Duschbereich teilen müssen.
Dies kann zu Stoßzeiten z.B. morgens dazu führen, dass die Wasch- und Duschmöglichkeiten
nicht jedem Gast sofort zur Verfügung stehen. Auch kann die fehlende Intimität bei
der Benutzung der gemeinschaftlichen Wasch- und Duschmöglichkeiten Personen von der
Nutzung derartiger Hotels abhalten. Ferner sind die Wasch- und Duschmöglichkeiten
über den gemeinschaftlichen Flur zu erreichen, so dass nicht nur ein gewisser Weg
zurückzulegen ist, sondern auch alle Wasch- und Duschutensilien mit sich zu führen
sind.
[0005] Die Patentschrift
DE 10 2011 101 080 B4 offenbart kompakte Schlafeinheiten als Schlafboxen, die jeweils einen Ruhe- bzw.
Schlafbereich aufweisen, der sich horizontal erstreckt, und einen Umziehbereich, der
sich vertikal erstreckt. Der Ruhe- bzw. Schlafbereich und der Umziehbereich sind durchgängig
und ineinander übergehend ausgebildet. Das Volumen der Schlafbox wird dadurch minimiert,
dass zwar im Umziehbereich ein aufrechtes Stehen zum Umziehen möglich ist, jedoch
in den daneben angeordneten Schlafbereich hineingekrochen werden muss. Zwei derartige
kompakte Schlafboxen lassen sich miteinander platzsparend kombinieren, indem sie zu
einer Gesamteinheit zusammengefügt werden. Hierbei werden die Schlafboxen mit ihren
Umziehbereichen nebeneinander und mit ihren Ruhe- bzw. Schlafbereichen übereinander
angeordnet. Auf diese Weise können die miteinander kombinierten Schlafboxen ein minimales
Volumen aufweisen. Zwei Paare derartiger Schlafboxen können auch mit einer weiteren
dazwischenliegenden Box mit Sanitärbereich kombiniert werden, so dass der gemeinsame
Sanitärbereich von vier Schlafboxen direkt zugänglich sein kann.
[0006] Nachteilig ist hierbei, dass weiterhin eine gemeinsame Nutzung eines Wasch- und Duschbereichs
durch die Nutzer mehrerer Schlafboxen erfolgt. Somit können die zuvor beschriebenen
Nachteile gemeinschaftlicher Wasch- und Duschbereiche nicht vollständig behoben werden.
Ferner wird durch die weitere Box als Sanitärbereich das für die kompakten Schlafeinheiten
benötigte Volumen sehr vergrößern, was dem Grundgedanken der kompakten Schlafeinheiten,
nämlich eine Übernachtungsmöglichkeit mit minimalem Volumen zu schaffen, widerspricht.
[0007] Das Gebrauchsmuster
DE 299 20 851 U1 offenbart ebenfalls eine kompakte Schlafeinheit in Form einer Einzelkabine. Die hier
offenbarte Einzelkabine beschreibt eine der Patentschrift
DE 10 2011 101 080 B4 vergleichbare Einrichtung mit einem hohen Bereich zum aufrechten Stehen und einem
flachen Schlafbereich ohne Stehhöhe, in den hineingekrochen werden muss. Mehrere derartige
Einzelkabinen können miteinander zusammengesetzt kombiniert werden, um das Volumen
zur Nutzung derartiger Einzelkabinen zu minimieren. In dem Bereich mit Stehhöhe kann
eine sanitäre Einrichtung in Form eines Waschbeckens enthalten sein. Eine Duschmöglichkeit
wird hier nicht vorgesehen.
[0008] Nachteilig ist hierbei, dass die sanitäre Einrichtung als Waschbecken sehr kompakt
ausgeführt ist, um die kompakte Bauweise der Schlafeinheiten beibehalten zu können.
Hierdurch ist auch das Waschbecken in den Bereich der Einzelkabine mit Stehhöhe integriert.
Auch sind diese sanitären Einrichtungen als Waschbecken wenig komfortabel und sehr
spartanisch ausgestattet. Dies liegt darin begründet, dass es das vorrangige Ziel
der Erfindung der
DE 299 20 851 U1 und auch der
DE 10 2011 101 080 B4 ist, Schlafboxen mit möglichst minimalem Volumen bereitzustellen, so dass kein Platz
für mehr Waschmöglichkeiten als eben ein kleines Waschbecken vorhanden ist.
[0009] Nachteilig ist bei dem zuvor beschriebenen Beherbergungsanlagen bzw. deren Schlafeinheiten
insgesamt, dass derartige kompakte Schlafeinheiten von den Nutzern häufig aufgrund
ihres minimalen Volumens als zu eng und als beklemmend empfunden werden können, was
mögliche Nutzer von der Nutzung abhalten kann. Auch sind die Betten üblicherweise
dadurch zu erreichen, dass diese über das Fußende bzw. über das Kopfende hinweg bestiegen
werden müssen. Ferner sind die Betten teilweise nur dadurch zu erreichen, dass in
die Betten nach oben hochgestiegen bzw. nach unten hineingekrabbelt werden muss. Dies
kann gerade für ältere Menschen sehr umständlich und unangenehm sein, so dass derartige
Schlafeinheiten als unbequem empfunden und nicht genutzt werden.
[0010] Das Produkt "Steens for Kids", Modell "High Sleeper", der Steens Furniture A/S beschreibt
ein Kinderhochbett.
[0011] Das Bild "Daniel, room with a view to the mountains, Weggis, Canton of Lucerne, Schweiz
(
www.airbnb.de)" zeigt ein Zimmer mit einem Bett oberhalb einer Dusche. Das Bett ist über eine Leiter
erreichbar. Weitere Kleinstappartements gemäß dem Stand der Technik, sind dem Fachmann
bekannt. Siehe hierzu https://web.archive.org/web/20150801194415/http://microliving.net
mit dem Titel "microliving", das den nächsten Stand der Technik darstellt.
[0012] Das
US 6,182,926 B1 beschreibt eine Ruhestation für die Flugzeugbesatzung bei einem Langstreckenflug
mit einem Überkopf-Ruheraum für die Besatzung, der so geformt ist, dass er den Raum
zwischen dem gekrümmten oberen Teil des Flugzeugrumpfes und der abgesenkten Decke
des Flugzeugs einnimmt, sowie einen Eingangsvorraum, der Zugang zum Überkopf-Ruheraum
für die Besatzung bietet. Der Überkopf-Personalaufenthaltsbereich umfasst einen oder
mehrere vordere, hintere und seitliche Kojenabschnitte.
[0013] Die
US 1,730,819 A beschreibt eine Struktur, die in einem Wohnraum errichtet werden soll, um die nutzbare
Kapazität desselben zu erhöhen, mit einer Schlafplattform, Stützen zum Abstützen derselben
vom Boden des Raumes aus in einer Höhe nahe oder oberhalb der mittleren Höhe des Raumes,
einer Plattformverlängerung, die so ausgebildet ist, daß sie aus der Plattform herausgezogen
oder in Überlagerung damit zurückbewegt werden kann, und Mitteln zum beweglichen Abstützen
der Plattformverlängerung.
[0014] Das "Tiny House" "The McG Tiny House with Staircase Loft: Photos, Video and Plans"
auf
www.Tinyhousetalk.com beschreibt ein einzelnes, freistehendes und mobil auf einem eigenen Fahrgestell bewegliches
"Tiny House".
[0015] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den Komfort einer kompakten Schlafeinheit
der eingangs beschriebenen Art zu verbessern. Insbesondere soll eine kompakte Schlafeinheit
bereitgestellt werden, welche vom Nutzer als großzügiger bzw. als weniger eng und
beklemmend als bisher bekannt empfunden werden kann.
[0016] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0017] Somit betrifft die vorliegende Erfindung eine Beherbergungsanlage gemäß Anspruch
1 mit mehreren kompakten Schlafeinheiten wie z.B. ein Hotel, ein Hostel und dergleichen.
Die kompakte Schlafeinheit weist wenigstens einen Stehbereich auf, welcher zumindest
abschnittsweise Stehhöhe aufweist, d.h. im Stehbereich eine Höhe besitzt, so dass
für einen erwachsenen Menschen hier ein aufrechtes Stehen möglich ist. Die kompakte
Schlafeinheit weist ferner wenigstens einen Schlafbereich auf, d.h. einen Bereich,
in dem ein erwachsener Mensch im Liegen schlafen bzw. ruhen kann.
[0018] Derartige kompakte Schlafeinheiten sind aus dem Stand der Technik bekannt. Sie weisen
den Nachteil auf, dass sie als sehr eng und beklemmend empfunden werden können und
üblicherweise das Bett vom Kopf- oder Fußende her, teilweise sogar nach oben kletternd
oder nach unten krabbelnd, erreicht werden muss, was den Komfort der Benutzung derartiger
kompakter Schlafeinheiten und damit deren Attraktivität sehr mindern kann. Diese Komforteinbußen
sind dem Ziel derartiger kompakter Schlafeinheiten geschuldet, eine Schlafmöglichkeit
bei minimalem Volumen bereitzustellen.
[0019] Die erfindungsgemäße Beherbergungsanlage mit mehreren kompakten Schlafeinheiten besitzt
einen Stehbereich auf einer unteren Etage und einen Schlafbereich auf einer oberen
Etage angeordnet sind. Hierbei sind "unten" und "oben" in der Höhe zu verstehen. Unter
"Etagen" sind unterschiedliche übereinanderliegende Ebenen wie bei einem Gebäude,
insbesondere wie z.B. bei einer Maisonetten-Wohnung, zu verstehen.
[0020] Der vorliegenden Erfindung liegt dabei der Gedanke zugrunde, dass durch die Erweiterung
einer kompakten Schlafeinheit auf eine zweite Etage zwar das Volumen deutlich vergrößert
wird, um für den Nutzer mehr Nutzfläche bzw. Nutzvolumen zu schaffen, jedoch die Grundfläche
gering gehalten werden kann. Mit anderen Worten kann viel Nutzraum bzw. Nutzvolumen
auf minimaler Grundfläche geschaffen werden. Gleichzeitig kann durch die zweite Etage
der Kompaktheit der Schlafeinheit eine gewisse Großzügigkeit gegeben werden, so dass
eine kompakte Schlafeinheit vom Nutzer als weniger beengend und damit als komfortabler
empfunden werden kann.
[0021] Vorzugsweise umfasst der Stehbereich im Wesentlichen die gesamte untere Etage und
dient dem Aufenthalt im Stehen z.B. zum Betreten der kompakten Schlafeinheit, zum
Anziehen, zum Duschen und dergleichen. Der Stehbereich kann z.B. in einen Eingangsbereich,
einen Umziehbereich und einen Waschbereich aufgeteilt werden, welche jeweils zumindest
abschnittsweise Stehhöhe aufweisen können. Dabei ist es nicht erforderlich, dass die
untere Etage ganzflächig Stehhöhe aufweist, sondern lediglich teilweise.
[0022] Vorzugsweise weist wenigstens der Eingangsbereich der unteren Etage Stehhöhe auf,
so dass die kompakte Schlafeinheit aufrecht Betreten werden kann. Ferner können hierdurch
übliche Türen verwendet werden, welche sich bei Stehhöhe auch nach innen hin öffnen
lassen. Vorzugsweise weisen auch die übrigen Bereiche der unteren Etage im Wesentlichen
Stehhöhe auf, so dass z.B. ein aufrechtes und damit bequemes Umziehen bzw. Duschen
ermöglicht werden kann.
[0023] Die obere Etage dient ebenfalls dem Aufenthalt, jedoch nicht unbedingt dem Aufenthalt
im Stehen, weil hier eine Möglichkeit geschaffen wird, damit sich ein Nutzer ausruhen
kann, d.h. sich zum Ruhen oder Schlafen hinlegen kann. Hierzu ist grundsätzlich keine
Stehhöhe erforderlich, so dass trotz zweier Etagen die Höhe der kompakten Schlafeinheit
als Ganzes möglichst gering gehalten werden kann. Der Schlafbereich kann auch als
Ruhebereich bezeichnet werden. Vorzugsweise weist die oberer Etage jedoch zumindest
abschnittsweise ebenfalls Stehhöhe auf, um auch auf der oberen Etage mehr Bequemlichkeit
durch aufrechtes Stehen für den Nutzer zu bieten, insbesondere durch das Erreichen
der Schlafmöglichkeit aus dem Stehen heraus bzw. durch das aufrechte Aufstehen aus
der Schlafmöglichkeit.
[0024] Vorteilhaft ist hierbei auch, dass durch die Aufteilung der Nutzfläche auf zwei Etagen
eine Trennung vom Schlafbereich der oberen Etage zum z.B. Eingangsbereich, Umziehbereich
oder Dusch- bzw. Waschbereich der unteren Etage erreicht werden kann. Hierdurch kann
z.B. Dreck, welcher von außen an den Schuhen in die kompakte Schlafeinheit eingebracht
werden kann, vom Schlafbereich ferngehalten wird. Auch kann die Nässe des Dusch- bzw.
Waschbereichs vom Schlafbereich ferngehalten werden. Auf diese Weise kann die Qualität
des Schlafens bzw. Ruhens erhöht werden.
[0025] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die obere Etage wenigstens
eine Schlafvorrichtung, vorzugsweise ein Bett, auf, wobei die Schlafvorrichtung gegenüber
einem Fußboden der oberen Etage erhöht angeordnet ist. Unter einer "Schlafvorrichtung"
ist dabei eine Vorrichtung bzw. Möglichkeit zum Schlafen, Liegen, Ruhen, Entspannen
und dergleichen zu verstehen, welche vorzugsweise ein Bett sein kann. Dabei ist diese
Schlafvorrichtung gegenüber dem Fußboden der oberen Etage erhöht. Vorteilhaft ist
dabei, dass der Nutzer sich wie bei einem "normalen" Bett auf die Schlafvorrichtung
hinlegen bzw. von der Schlafvorrichtung aufstehen kann. Mit anderen Worten kann das
Schlafen auf dem Fußboden vermieden werden. Dies kann den Komfort, insbesondere für
ältere Menschen, erhöhen.
[0026] Vorzugsweise weist der Bereich des Fußbodens der oberen Etage, welcher neben der
Schlafvorrichtung angeordnet ist und von dem aus die Schlafvorrichtung erreicht werden
kann, ebenfalls Stehhöhe auf. Dies kann den Aufenthalt auf der oberen Etage für den
Nutzer bequemer gestalten, insbesondere weil hierdurch das Hinlegen auf die Schlafvorrichtung
bzw. das Aufstehen von der Schlafvorrichtung einfacher und bequemer erfolgen kann.
[0027] Vorzugsweise ist der Bereich mit Stehhöhe der oberen Etage zumindest abschnittsweise
an der länglichen Seite der Schlafvorrichtung angeordnet, so dass ein Erreichen bzw.
Verlassen der Schlafvorrichtung wie bei einem "normalen" Bett über dessen seitliche
Kante ermöglicht werden kann. Dies kann dem Nutzer den Eindruck verschaffen, trotz
der Kompaktheit der Schlafeinheit den gewohnten Komfort eines Bettes wie Zuhause genießen
zu können.
[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist der Stehbereich unterhalb
der Schlafvorrichtung Stehhöhe auf und unterhalb des Fußbodens der oberen Etage wird
die Stehhöhe unterschritten. Mit anderen Worten ist der Fußboden der oberen Etage
seitlich versetzt gegenüber dem Stehbereich der unteren Etage angeordnet. Hierdurch
können die zuvor beschriebenen Vorteile der Stehhöhe der unteren Etage sowie das bequeme
Erreichen der Schlafvorrichtung der oberen Etage dadurch kombiniert werden, dass die
Schlafvorrichtung sowohl oberhalb des Bereichs mit Stehhöhe der unteren Etage als
auch zum Fußboden der oberen Etage erhöht angeordnet ist. Der Bereich der unteren
Etage unterhalb des Fußbodens der oberen Etage, der entsprechend keine Stehhöhe aufweist,
kann sinnvoll z.B. als Stauraum genutzt werden.
[0029] Vorteilhaft ist hierbei, dass der Fußboden der oberen Etage durch Überwindung einer
geringeren Höhendifferenz erreicht werden kann. Hierdurch kann eine Vorrichtung zur
Überwindung dieser Höhendifferenz mittels einer Aufstiegsvorrichtung wie z.B. einer
Treppe kompakter ausgebildet werden, was der Kompaktheit der Schlafeinheit als Ganzes
zugute kommen kann. Ferner kann durch den Versatz der Bereiche mit Stehhöhe der beiden
Etagen die Bauhöhe der kompakten Schlafeinheit insgesamt verringert werden, was ebenfalls
eine kompaktere Schlafeinheit ermöglichen kann.
[0030] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung sind die untere Etage und
die obere Etage mittels einer Aufstiegsvorrichtung, vorzugsweise mittels einer Treppe,
miteinander verbunden. Die Aufstiegsvorrichtung kann dem Nutzer einen Wechsel zwischen
den beiden Etagen durch eine entsprechende Aussparung der oberen Etage hindurch ermöglichen.
Die Aufstiegsvorrichtung kann z.B. eine Leiter sein. Vorzugsweise wird die Verbindung
zwischen den beiden Etagen jedoch durch eine Treppe hergestellt. Dies kann für den
Nutzer und insbesondere für ältere Menschen vergleichsweise komfortabler und sicherer
sein.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Aufstiegsvorrichtung,
vorzugsweise die Treppe, geschlossen ausgebildet. Hierunter ist zu verstehen, dass
wenigstens die senkrechten Abstände zwischen den einzelnen Stufen geschlossen ausgebildet
sind. Vorzugsweise ist die Aufstiegsmöglichkeit wenigstens auf einer Seite an einer
Wand oder an mehreren Wänden der kompakten Schlafeinheit angeordnet, so dass auch
hier ein Abschluss stattfinden kann.
[0032] Auf diese Weise kann der Bereich unterhalb der Aufstiegsvorrichtung zur Aufbewahrung
von Gepäck, Bekleidung und dergleichen genutzt werden. Vorteilhaft ist dabei, dass
Gegenstände oder auch Schmutz, der durch die Füße des Nutzers auf der Aufstiegsvorrichtung
hochgetragen werden und sich dort ablagern können, nicht zwischen den geschlossenen
einzelnen Stufen hindurch und auf Personen oder Gegenstände in die untere Etage herunterfallen
können. Hierdurch können z.B. die unterhalb der Aufstiegsvorrichtung verstauten Gegenstände
sauber gelagert werden.
[0033] Vorzugsweise ist der Bereich unterhalb der Aufstiegsvorrichtung als Schrank, insbesondere
mit verschiedenen Ablageflächen bzw. verschiedenen Stauflächen, ausgebildet. Hierdurch
kann eine komfortable und saubere Staumöglichkeit geschaffen werden.
[0034] Vorzugsweise ist der Schrank seitlich offen ausgebildet, d.h. besitzt keine Türen
oder dergleichen. Vorteilhaft ist hierbei, dass das Aufschwenken von Türen aufgrund
der minimalen Grundfläche der kompakten Schlafeinheit eher hinderlich sein könnte.
Auch können die verstauten Gegenstände auf diese Weise einfacher und schneller zugänglich
gemacht werden.
[0035] Vorzugsweise kann der Schrank alternativ einen Vorhang oder seitlich zu bewegende
Türen aufweisen, um einen verschließbaren Schrank zu schaffen, jedoch den Nachteil
des Aufschwenkens von Türen zu vermeiden. Dies kann den Vorteil haben, dass ein verschlossener
Schrank vom Nutzer als ordentlicherer Anblick empfunden werden kann. Auch können die
im verschlossenen Schrank gelagerten Gegenstände auf diese Weise vor Staub, Schmutz
und dergleichen geschützt werden.
[0036] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung sind die untere Etage und
die obere Etage mittels einer Aussparung verbunden, welche vorzugsweise über die Grundfläche
einer Aufstiegsvorrichtung hinausgeht. Durch diese Aussparung hindurch kann eine Aufstiegsvorrichtung
führen, mittels derer der Nutzer zwischen den beiden Etagen wechseln kann. Gleichzeitig
kann durch diese Aussparung hindurch Licht von einer Etage in die andere Etage dringen,
was der Beleuchtung der jeweils anderen Etage diesen kann. Auch kann durch diese Aussparung
hindurch Luft zwischen den beiden Etagen ausgetauscht werden.
[0037] Vorzugsweise ist die Aussparung horizontal deutlich größer ausgebildet, als es für
die Aufstiegsvorrichtung erforderlich ist. Hierzu ist vorzugsweise die Aussparung
in der oberen Etage als Luftraum über dem Eintrittsbereich der unteren Etage ausgebildet,
d.h. die obere Etage ist über dem Eintrittsbereich der unteren Etage unterbrochen,
so dass nicht nur eine Aufstiegsvorrichtung hier angeordnet werden kann, sondern auch
oberhalb des Eintrittsbereichs der Blick nach oben über beide Etagen vorzugsweise
bis zur Decke der kompakten Schlafeinheit möglich ist. Dies kann für den Nutzer einen
großzügigeren Eindruck schaffen und die Schlafeinheit weniger eng und beklemmend wirken
lassen.
[0038] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist in der oberen Etage ein
Fenster angeordnet. Hierdurch kann von außen Licht in das Innere der kompakten Schlafeinheit
gelangen und das Innere kann weniger eng und beklemmend wirken. Unter "außen" kann
dabei als von außerhalb der Beherbergungsanlage sowie von außerhalb der kompakten
Schlafeinheit von einem Flur oder dergleichen innerhalb der Beherbergungsanlage verstanden
werden.
[0039] Vorzugsweise ist das Fenster in der oberen Etage der kompakten Schlafeinheit angeordnet.
Dies kann den Vorteil haben, dass das Fenster so hoch über dem Fußboden der ersten
Etage und damit auch gegenüber der äußeren Umgebung der kompakten Schlafeinheit angeordnet
werden kann, so dass zwar Licht in das Innere der kompakten Schlafeinheit dringen
kann, jedoch nicht von außerhalb hineingesehen werden kann.
[0040] Vorzugsweise ist das Fenster von der Schlafvorrichtung aus einsehbar. Vorteilhaft
ist dabei, dass der Nutzer von der Schlafvorrichtung aus durch das Fenster nach außen
hinausschauen kann, was den Komfort der Nutzung der kompakten Schlafeinheit verbessern
kann. Insbesondere kann die kompakte Schlafeinheit durch diese Möglichkeit der Ausblicks
als weniger eng und beklemmend empfunden werden können.
[0041] Vorzugsweise ist das Fenster über die gesamte Breite der kompakten Schlafeinheit
ausgebildet, so dass die durch das Fenster bewirkten Effekte verstärkt werden können.
[0042] Vorzugsweise ist das Fenster oberhalb des Eingangsbereichs der unteren Etage bzw.
im Bereich der Aussparung, die die beiden Etagen verbindet, angeordnet. Vorteilhaft
ist hierbei, dass auf diese Weise durch die Aussparung hindurch, welche die beiden
Etage verbindet, die untere Etage und insbesondere der Eingangsbereich der unteren
Etage, in dem sich üblicherweise innerhalb der unteren Etage am häufigsten bzw. am
längsten aufgehalten wird, natürlich beleuchtet werden kann. Auch kann auf diese Weise
eine von außen natürlich beleuchtete kompakte Schlafeinheit betreten werden, was dem
Nutzer einen angenehmeren Eindruck vermitteln kann anstelle eine dunkle kompakte Schlafeinheit
betreten und ggfs. im Dunkeln nach dem Lichtschalter suchen zu müssen.
[0043] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die untere Etage und
bzw. oder die obere Etage einen Waschbereich auf, welcher zumindest abschnittsweise
Stehhöhe aufweist. Im Waschbereich können ein Waschbecken, eine Dusche oder eine Dusche
und ein Waschbecken vorhanden sein. Somit kann der Nutzer jederzeit und alleine duschen
bzw. sich waschen. Dies ist für viele Menschen wichtiger als ein eigenes WC, so dass
dieses nicht in die kompakte Schlafeinheit integriert sein muss, was das Volumen und
insbesondere die Grundfläche gering halten kann. Auch kann der Weg von der Schlafvorrichtung
zur Dusche bzw. zum Waschbecken verkürzt werden. Ferner sind die Wasch- bzw. Duschutensilien
stets vorhanden und müssen nicht mitgeführt werden, wie es bei gemeinschaftlichen
Wasch- und Duschbereich erforderlich wäre.
[0044] Den Waschbereich ausschließlich in der oberen Etage vorzusehen kann den Vorteil aufweisen,
dass der Abfluss des verbrauchten Wassers hinsichtlich der erforderlichen Installationen
einfacher gestaltet werden kann als bei der Anordnung des Waschbereichs in der unteren
Etage, wo der Abfluss unterhalb des Fußbodens der unteren Etage vorgesehen werden
müsste. Letztere kann eine Erhöhung des Fußbodens der unteren Etage erfordern oder
andernfalls ein zuverlässiges Abfließen des Abwassers behindern, so dass diese Nachteile
vermieden werden können, indem der Waschbereich in der oberen Etage vorgesehen wird.
[0045] Vorteilhaft kann hierbei weiterhin sein, dass ein Benutzer den Waschbereich direkt
nach dem Aufstehen aus dem Schlafbereich erreichen kann, ohne die obere Etage verlassen
zu müssen. Dies kann als besonders angenehm und bequem empfunden werden.
[0046] Vorteilhaft kann auch sein, dass sich weitere Personen in der unteren Etage aufhalten
können, ohne dass sich ein Benutzer in der oberen Etage bei der Benutzung des Waschbereichs
und insbesondere der Dusche gestört oder eingeschränkt fühlen muss.
[0047] Vorteilhaft kann ferner sein, dass durch die Anordnung des Waschbereichs ausschließlich
in der oberen Etage ein zusätzlicher Nutzraum in der unteren Etage geschaffen werden
kann, welcher ansonsten durch den Waschbereich eingenommen werden würde. So kann beispielsweise
in der unteren Etage, insbesondere unterhalb des Waschbereichs, ein zweiter Schlafbereich
angeordnet sein, um die Nutzung der kompakten Schlafeinheit durch zwei Personen mit
getrennten Schlafmöglichkeiten zu ermöglichen. Auch kann in der unteren Etage, insbesondere
unterhalb des Waschbereichs, ein Ruhebereich wie z.B. ein Sofa oder eine Liege angeordnet
sein, um diesen Bereich der kompakten Schlafeinheit wie ein Wohnzimmer z.B. zum Lesen,
um Ruhen, zum Fernsehen etc. nutzen zu können. Ferner kann in der unteren Etage zusätzlich
noch ein ausreichendes Volumen vorhanden sein, um eine Aufbewahrungsvorrichtung wie
z.B. einen offenen oder geschlossenen Schrank insbesondere neben dem Ruhebereich unterzubringen.
[0048] Alternativ kann auch ein erster Waschbereich in Form einer Dusche in der oberen Etage
und ein zweiter Waschbereich in Form eines Waschbeckens in der unteren Etage vorhanden
sein. Auf diese Weise können die zuvor genannten Vorteile einer Dusche in der oberen
Etage beibehalten werden, jedoch eine Möglichkeit in der unteren Etage geschaffen
werden, sich z.B. direkt nach dem Betreten der kompakten Schlafeinheit die Hände zu
waschen, ohne hierfür, insbesondere mit den Schuhen, die obere Etage und insbesondere
die Dusche betreten zu müssen. Auch kann z.B. das Zähneputzen in der unteren Etage
ermöglicht werden, ohne hierfür die Dusche betreten zu müssen. Dabei kann ein zuverlässiges
Abfließen aus dem Waschbecken der unteren Etage dadurch gewährleistet werden, dass
der Ablauf eines Waschbeckens deutlich höher angeordnet werden kann als der Ablauf
einer Dusche.
[0049] Vorzugsweise ist die Dusche, sofern die Dusche in der unteren Etage angeordnet ist,
vom Eingangsbereich der Schlafeinheit getrennt bzw. zum Eingangsbereich beabstandet
angeordnet. Hierdurch kann zum einen Dreck und dergleichen, welcher von außen z.B.
an den Schuhsohlen des Nutzers in die kompakte Schlafeinheit eingetragen werden kann,
vom Waschbereich ferngehalten werden. Zum anderen kann z.B. das Duschwasser vom übrigen
Fußboden der kompakten Schlafeinheit ferngehalten werden, um den Fußboden nicht nass
werden zu lassen und das Duschwasser nicht weiter mit den Füßen innerhalb der kompakten
Schlafeinheit zu verteilen.
[0050] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist der Waschbereich wenigstens
eine Waschvorrichtung, vorzugsweise eine Dusche und bzw. oder ein Waschbecken, auf.
Mittels eines Waschbeckens können gewissen Waschmöglichkeiten wie z.B. Zähneputzen
innerhalb der kompakten Schlafeinheit geschaffen werden. Mittels einer Dusche kann
auch das Duschen innerhalb der kompakten Schlafeinheit ermöglicht werden, was den
Komfort der Nutzung einer derartigen kompakten Schlafeinheit besonders steigern kann,
weil das Duschen z.B. direkt nach dem Aufstehen ohne Verlassen der kompakten Schlafeinheit
ermöglicht werden kann. Auch kann das Duschen alleine erfolgen, was von vielen Menschen
als sehr wichtig zur Wahrung der Intimsphäre empfunden werden kann.
[0051] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die kompakte Schlafeinheit
eine Trennvorrichtung, vorzugsweise eine Tür oder einen Vorhang, auf, die ausgebildet
ist, den Waschbereich von der übrigen ersten Etage oder von der übrigen zweiten Etage
trennen zu können. Auf diese Weise kann der Waschbereich als Nassbereich vom übrigen
Innenraum getrennt werden. Hierdurch kann vermieden werden, dass durch die Nutzung
der Waschmöglichkeit und insbesondere der Dusche der übrige Innenraum der kompakten
Schlafeinheit nass werden kann.
[0052] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Trennvorrichtung lichtdurchlässig
ausgebildet. Auf diese Weise kann der Innenraum des Waschbereichs von außen, d.h.
vom übrigen Innenraum der kompakten Schlafeinheit, erhellt werden, z.B. durch ein
Fenster von außen. Auch kann der Innenraum des Waschbereichs auf diese Weise als weniger
eng und beklemmend empfunden werden.
[0053] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die untere Etage und
bzw. oder die obere Etage eine beleuchtbare Motivdarstellung auf. Hierunter ist zu
verstehen, dass auf einem Untergrund ein Motiv graphisch dargestellt ist und dieses
Motiv von hinten und bzw. oder von vorne beleuchtet werden kann. Die Motivdarstellung
ist vorzugsweise eine bildliche Darstellung. Auf diese Weise kann der Innenraum der
kompakten Schlafeinheit verschönert und dadurch komfortabler gestaltet werden.
[0054] Vorzugsweise erzeugt die Motivdarstellung einen dreidimensionalen optischen Effekt,
so dass das Innere der kompakten Schlafeinheit weniger eng und beklemmend wirken kann.
[0055] Vorzugsweise ist die Motivdarstellung in der oberen Etage und besonders bevorzugt
parallel zur längeren Seite der Schlafvorrichtung an der dieser gegenüberliegenden
Innenwand der kompakten Schlafeinheit angeordnet, so dass die Motivdarstellung insbesondere
von der Schlafvorrichtung aus wahrgenommen werden kann. Auf diese Weise kann die positive
Wirkung der Motivdarstellung gerade dort zur Geltung gebracht werden, wo sich der
Nutzer zum Schlafen bzw. zum Entspannen aufhalten kann.
[0056] Vorzugsweise ist die Beleuchtung der Motivdarstellung einschaltbar und ausschaltbar,
so dass z.B. zum Schlafen die Beleuchtung abgeschaltet werden kann. Auch kann hierdurch
der Stromverbrauch reduziert werden, wenn sich der Nutzer nicht in der kompakten Schlafeinheit
aufhält.
[0057] Vorzugsweise ist die Beleuchtung der Motivdarstellung dimmbar. Auch diese Weise kann
die Helligkeit und damit die Wahrnehmbarkeit der beleuchtbaren Motivdarstellung vom
Nutzer nach seinem Wusch eingestellt werden, z.B. durch eine schwache Beleuchtung
zum Ruhen oder zum Einschlafen.
[0058] Vorzugsweise ist die Motivdarstellung auf einer Folie aufgedruckt. Dies kann die
Erstellung der Motivdarstellung einfach und günstig machen. Auch kann eine flexible,
d.h. biegsame, Folie einfach zu handhaben und zu montieren bzw. zu entfernen sein.
[0059] Vorzugsweise nimmt die Motivdarstellung im Wesentlichen die gesamte Fläche der entsprechenden
Wand der kompakten Schlafeinheit ein. Hierdurch können die Effekte der Motivdarstellung
verstärkt werden.
[0060] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Motivdarstellung ausgebildet,
mittels LEDs von hinten beleuchtet zu werden. Die Beleuchtung von hinten, d.h. von
der Rückseite der Motivdarstellung, kann platzsparend sein, weil sich die Beleuchtung
in die Wand der kompakten Schlafeinheit integrieren lassen kann. Auch kann die Beleuchtung
bzw. können die Leuchtmittel vor dem Zugriff des Nutzers geschützt werden. Die Verwendung
von LEDs als Leuchtmittel kann vorteilhaft sein, weil LEDs vergleichsweise langlebig
und energiesparend sein sowie wenig Wärme erzeugen können. Auch können LEDs aufgrund
ihrer kompakten Bauweise sehr platzsparend eingesetzt werden, so dass die beleuchtbare
Motivdarstellung flach in die Wand integriert bzw. auf der Wand angeordnet werden
kann.
[0061] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Motivdarstellung austauschbar
ausgebildet. Auf diese Weise kann sich der Nutzer ein Motiv für seinen Aufenthalt
aus einer Mehrzahl von zur Verfügung stehenden Motiven aussuchen. Hierdurch kann die
kompakte Schlafeinheit individueller gestaltet werden, was den Komfort der Nutzung
erhöhen kann. Derartige kompakte Schlafeinheiten lassen sich zu einem Hotel, Hostel
und dergleichen zusammenfassen. Auch können andere mobile oder immobile Beherbergungsanlagen,
die dauerhaft oder kurzfristig viele Menschen beherbergen sollen, auf diese Weise
aufgebaut werden, z.B. als Unterkünfte bei Veranstaltungen wie z.B. einem Fußball-Ereignis,
einem Festivals und dergleichen. Auch können Notunterkünfte wie z.B. Flüchtlingslager
und dergleichen als derartige Beherbergungsanlage ausgeführt werden. Hierbei kann
der Vorteil derartiger kompakter Schlafeinheiten genutzt werden, auf minimaler Grundfläche
eine Möglichkeit zur Übernachtung zu bieten, die jedoch durch u.a. ihren zweietagigen
Aufbau einen gewissen Komfort bieten kann. Insbesondere können durch integrierte Staumöglichkeiten
und einen persönlichen Wasch- und insbesondere Duschbereich der Komfort für eine längere
Nutzung ermöglicht werden.
[0062] Zwei Ausführungsbeispiele und weitere Vorteile der Erfindung werden nachstehend im
Zusammenhang mit den folgenden Figuren erläutert. Darin zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische schematische Darstellung einer kompakten Schlafeinheit gemäß
einem ersten Ausführungsbeispiel von einer rechten Seite;
- Fig. 2
- eine perspektivische schematische Darstellung einer kompakten Schlafeinheit gemäß
dem ersten Ausführungsbeispiel von einer linken Seite;
- Fig. 3
- eine perspektivische schematische Darstellung einer kompakten Schlafeinheit gemäß
dem ersten Ausführungsbeispiel von einer vorderen Seite;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf die untere Etage einer kompakten Schlafeinheit gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf die obere Etage einer kompakten Schlafeinheit gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 6
- eine perspektivische schematische Darstellung einer kompakten Schlafeinheit gemäß
einem zweiten Ausführungsbeispiel von einer rechten Seite;
- Fig. 7
- eine perspektivische schematische Darstellung einer kompakten Schlafeinheit gemäß
dem zweiten Ausführungsbeispiel von einer linken Seite;
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf die untere Etage einer kompakten Schlafeinheit gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 9
- eine Draufsicht auf die obere Etage einer kompakten Schlafeinheit gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel; und
- Fig. 10
- eine schematische Darstellung einer Beherbergungsanlage mit kompakten Schlafeinheiten
gemäß einem der beiden Ausführungsbeispiele von oben.
[0063] Fig. 1 bis 5 zeigen verschiedene perspektivische schematische Darstellungen bzw.
Draufsichten einer kompakten Schlafeinheit 1 in einer erfindungsgemäßen Beherbergungsanlage
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel von verschiedenen Seiten bzw. etagenweise von
oben. Die kompakte Schlafeinheit 1 erstreckt sich in der horizontalen Ebene in einer
Längsrichtung X, welche auch als Tiefe X bezeichnet werden kann, und einer Querrichtung
Y, welche auch als Breite Y bezeichnet werden kann. Zur horizontalen Ebene senkrecht
erstreckt sich eine senkrechte Richtung Z, welche auch als Höhe Z bezeichnet werden
kann, siehe z.B. Fig. 1 bis 3.
[0064] Die kompakte Schlafeinheit 1 weist eine untere Etage 2 und eine obere Etage 3 auf,
welche in der Höhe Z übereinander angeordnet sind. Die untere Etage 2 weist im Wesentlichen
einen Stehbereich 20 auf, welcher in der Höhe Z derart bemessen ist, dass eine erwachsene
Person hier aufrecht stehen kann. Der Stehbereich 20 ist nach seinen Funktionen in
verschiedene Bereiche 20a, 20b, 20c unterteilt, wobei in der Tiefe X von der Vorderseite
der kompakten Schlafeinheit 1 ausgehend ein Eingangsbereich 20a, danach ein Umziehbereich
20b und schließlich ein Waschbereich 20c angeordnet sind, siehe z.B. Fig. 1 und 4.
Diese Bereich 20a, 20b, 20c weisen einen einheitlichen Fußboden 21 auf, von dem ausgehend
sich die Stehhöhe in der Höhe Z bemisst, siehe z.B. Fig. 1.
[0065] Die Vorderseite der kompakten Schlafeinheit 1 weist eine Eingangstür 22 auf, welche
sich nach außen hin öffnen lässt, um im Inneren der kompakten Schlafeinheit 1 keinen
Platz für diese Funktion zu benötigen, siehe z.B. Fig. 4. Der Teil des Stehbereichs
20, in den die Eingangstür 22 führt, stellt daher auch den Eingangsbereich 20a dar.
[0066] Im Eingangsbereich 20a führt eine Aufstiegsvorrichtung 23 in Form einer geschlossenen
Treppe 23 in die obere Etage 3. Der Bereich unterhalb der Treppe 23, welcher keine
Stehhöhe aufweist, dient als Aufbewahrungsvorrichtung 24 in Form eines offenen Schranks
24 bzw. einer offenen unteren Treppenstufe 24. Hier können z.B. Koffer und dergleichen
sowie Kleidung und dergleichen verstaut werden. Hierzu ist auch eine Kleiderstange
25 im Schrank 24 vorgesehen, um Kleidungsstücke aufhängen zu können. Auf dem Boden
des Schranks 24 ist auch platzsparend ein Mülleimer 26 angeordnet. Dieser Teil des
Stehbereichs 20 kann daher auch als Umkleidebereich 20b bezeichnet werden, weil hier
der Schrank 24 unmittelbar zugänglich ist. Zwischen Umkleidebereich 20b und Treppe
23 ist eine Trennwand 27 vorgesehen, welche die Treppe 23 gegenüber dem Umkleidebereich
20b zur Seite in Querrichtung Y abschließt, siehe z.B. Fig. 1.
[0067] Der Umkleidebereich 20b wird in der Tiefe X durch eine lichtdurchlässige Trennvorrichtung
29 in Form einer gläsernen Tür 29 begrenzt. Hinter der gläsernen Tür 29 befindet sich
der Waschbereich 20c der kompakten Schlafeinheit 1, welcher eine Waschvorrichtung
28 in Form einer Dusche 28a sowie eine Waschvorrichtung 28 in Form eines Waschbeckens
28b aufweist, siehe z.B. Fig. 1 und 4.
[0068] Die obere Etage 3 der kompakten Schlafeinheit 1 bildet den Schlafbereich 30. Die
obere Etage 3 weist einen Fußboden 31 auf, welcher in der Höhe Z oberhalb des Schranks
24 und des Waschbeckens 28b angeordnet ist, siehe z.B. Fig. 2 bis 5. Unterhalb des
Fußbodens 31 wird die Stehhöhe unterschritten, so dass hier der Schrank 24 und das
Waschbecken 28b angeordnet sein können, ohne die Qualität des aufrechten Stehens für
den Nutzer zu beeinträchtigen. An diesem Fußboden 31 der oberen Etage 3 endet die
Treppe 23.
[0069] Die obere Etage 3 weist als Schlafbereich 30 eine Schlafvorrichtung 33 in Form eines
Bettes 33 auf, welches gegenüber dem Fußboden 31 der oberen Etage 3 erhöht angeordnet
ist, und zwar oberhalb des Stehbereichs 20 der unteren Etage 2. Hierdurch wird ein
möglichst flacher Gesamtaufbau der kompakten Schlafeinheit 1 ermöglicht. Dabei kann
das Bett 33 bequem von der Seite sowie mit dem Höhenunterschied eines üblichen Bettes
33 gegenüber dem Fußboden 31 genutzt werden, was den Komfort der kompakten Schlafeinheit
1 sehr verbessern kann, vgl. z.B. Fig. 2 und 3.
[0070] Neben dem Kopfende des Bettes 33 ist an der Rückseite, d.h. in der Tiefe X der Vorderseite
der kompakten Schlafeinheit 1 abgewandt, eine Ablage- bzw. Abstellvorrichtung 35 in
Form eines Nachttisches 35 an der Wand angeordnet, um eine vom Bett 33 aus erreichbare
Ablagemöglichkeit zu schaffen, vgl. z.B. Fig. 2.
[0071] Die Treppe 23 führt von der unteren Etage 2 durch eine Aussparung 32 der oberen Etage
3 zum Fußboden 31 der oberen Etage 3, wobei diese Aussparung 32 bewusst deutlich breiter
in der Horizontalen ausgeführt ist als für das Durchführen der Treppe 23 erforderlich
wäre. Hierdurch wird durch die Aussparung 32 auch ein Luftraum 32 oberhalb des Eingangsbereichs
20a geschaffen, so dass mehr Licht zwischen den beiden Etagen 2, 3 ausgetauscht werden
kann, vgl. z.B. Fig. 1 und 2. Dies kann dem Nutzer einen großzügigeren Eindruck der
kompakten Schlafeinheit 1 vermitteln.
[0072] Zum Luftraum 32 hin weist das Bett 33 eine lichtdurchlässige Begrenzungsvorrichtung
34 in Form einer gläsernen Trennscheibe 34 auf. Durch diese Trennscheibe 34 kann verhindert
werden, dass z.B. eine Bettdecke durch den Lichtraum 32 nach unten fallen kann. Durch
die Lichtdurchlässigkeit der Trennscheibe 34 kann ein großzügigerer Eindruck erreicht
werden bzw. kann der Eindruck einer optischen Trennung durch die Trennscheibe 34 vermieden
werden, siehe z.B. Fig. 1 und 2.
[0073] Oberhalb der Eingangstür 22 ist ein Fenster 36 angeordnet, welche sich im Wesentlichen
über die gesamte Breite Y der kompakten Schlafeinheit 1 erstreckt und in der Höhe
Z etwas oberhalb des Bettes 33 angeordnet ist, vgl. z.B. Fig. 1 bis 3 und 5. Durch
das Fenster 36 kann natürliches Licht von außen in die kompakte Schlafeinheit 1 gelangen,
so dass das Innere heller erscheinen kann. Auch kann die kompakte Schlafeinheit 1
auf diese Weise erhellt betreten werden können. Ferner kann dem Nutzer die Möglichkeit
geschaffen werden, insbesondere vom Bett 33 aus durch das Fenster 36 hindurch nach
außen sehen zu können, vgl. z.B. Fig. 1 bis 3.
[0074] In der oberen Etage 3 ist auf der linken Innenseite der kompakten Schlafeinheit 1,
d.h. dem Bett 33 in der Breite Y gegenüberliegend, eine beleuchtbare Motivdarstellung
37 angeordnet, welche insbesondere vom Bett 33 aus vom Nutzer betrachtet werden kann.
Hierdurch kann das Innere der kompakten Schlafeinheit 1 freundlicher gestaltet werden.
Die Motivdarstellung 37 ist als flache Folie ausgebildet und in die Seitenwand der
kompakten Schlafeinheit 1 eingelassen bzw. nimmt die gesamte Seitenwand der oberen
Etage 3 ein, d.h. erstreckt sich über die gesamte Tiefe X und Höhe Z der Seitenwand.
Hierdurch kann ein sehr eindrucksvoller Effekt der beleuchtbaren Motivdarstellung
37 erreicht werden. Die Beleuchtung der Motivdarstellung 37 erfolgt mittels einer
Vielzahl von LEDs von hinten.
[0075] Die Motivdarstellung 37 ist vorzugsweise austauschbar vorgesehen, so dass sich ein
Nutzer das Motiv nach seinen Wünschen aussuchen kann, was der kompakten Schlafeinheit
1 einen gewissen individuellen Charakter verschaffen kann.
[0076] Die Motivdarstellung 37 weist einen dreidimensionalen Effekt auf, so dass die obere
Etage 3 der kompakten Schlafeinheit 1 vom Nutzer als breiter empfunden werden kann.
[0077] Fig. 6 bis 9 zeigen verschiedene perspektivische schematische Darstellungen bzw.
Draufsichten einer kompakten Schlafeinheit 1 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
von verschiedenen Seiten bzw. etagenweise von oben. Die kompakte Schlafeinheit 1 gemäß
dem zweiten Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von der kompakten Schlafeinheit
1 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 5 dadurch, dass auch in der
zweiten Etage ein Waschbereich 30c vorgesehen ist. Dieser Waschbereich 30c ist in
der Breite neben der Schlafvorrichtung 33 auf der Ebene des Fußbodens 31 der oberen
Etage 3 und in der Tiefe X von der Aufstiegsvorrichtung 23 maximal beabstandet angeordnet.
Der Waschbereich 30c weist eine Waschvorrichtung 38 in Form einer Dusche 38a auf,
welche mittels einer Trennvorrichtung 39 von der übrigen oberen Etage 3 getrennt werden
kann.
[0078] In der unteren Etage 2 kann entsprechend auf einen Waschbereich 20c im Umfang einer
Dusche 28a, vgl. z.B. Fig. 1 und 4, verzichtet werden. Stattdessen kann ein kleinerer
Waschbereich 20c mit nur einem Waschbecken 28b vorgesehen werden, um hier die Möglichkeit
zu schaffen, dass ein Benutzer sich z.B. die Zähne, die Hände, das Gesicht etc. waschen
kann, ohne hierfür die Dusche 38a der oberen Etage 3 benutzen zu müssen. Dies kann
insbesondere dann vorteilhaft sein, falls sich ein Benutzer direkt nach dem Betreten
der kompakten Schlafeinheit 1 z.B. die Hände waschen möchte, bevor er sich die möglicherweise
schmutzigen Schuhe ausgezogen hat.
[0079] Alternativ zum Waschbecken 28b könnte an dieser Stelle auch eine Aufbewahrungsvorrichtung
24 in Form eines offenen oder geschlossenen Kleiderschranks 24 angeordnet werden.
Dies würde zusätzlichen Stauraum schaffen, auch wenn dafür auf die zuvor beschriebenen
Vorteile eines separaten Waschbeckens 28b in der unteren Etage verzichtet werden müsste.
In diesem Fall könnte, wie im ersten Ausführungsbeispiel für die untere Etage 2 beschrieben,
ein Waschbecken in der Waschvorrichtung 38 der oberen Etage 3 vorhanden sein (nicht
dargestellt).
[0080] Da durch die Verlagerung der Dusche 38a in die obere Etage 3 ein nicht unwesentliches
Volumen der unteren Etage 2 frei geworden ist, besteht bei der kompakten Schlafeinheit
1 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel die Möglichkeit, unter Verzicht auf die Aufbewahrungsvorrichtung
24 unterhalb der Aufstiegsvorrichtung 23 sowie unterhalb des Fußbodens 31 der oberen
Etage 3 inklusive des Bereichs unterhalb der Dusche 30c der oberen Etage 3 einen zusätzlichen
Ruhebereich 20d z.B. in Form einer Liege 20d zu schaffen. Diese Liege 20d kann zum
Ruhen, zum Lesen, zum Fernsehen etc. alternativ zur Schlafvorrichtung 33 der oberen
Etage 3 genutzt werden. Die Liege 20d kann jedoch auch als zusätzliche Schlafvorrichtung
20d der unteren Etage 2 genutzt werden. In jedem Fall kann die Liege 20d ein oder
mehrere Polster 20e aufweisen, welche an einer Außenwand der kompakten Schlafeinheit
1 derart entfernbar angeordnet werden können, dass der Komfort der Liege 20d für den
Benutzer erhöht werden kann.
[0081] Erfindungsgemäß weist die Beherbergungsanlage mit mehreren kompakten Schlafeinheiten
1 gemäß der Fig. 1 bis 5 sowie gemäß der Fig. 6 bis 9 zahlreiche Merkmale auf, welche
den Komfort der Nutzung einer derartigen kompakten Schlafeinheit 1 gegenüber bekannten
kompakten Schlafeinheiten 1 verbessern können, wie zuvor beschrieben. Dabei kommt
der Anordnung des Bettes 33 in einer zweiten Etage 3 eine besondere Bedeutung zu,
weil hierdurch bei vergleichbarer Grundfläche zu bekannten kompakten Schlafeinheiten
1 deutlich mehr Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten geschaffen werden. So kann
ein separater Schlafbereich 30 geschaffen werden, welcher vom Eingangsbereich 20a
und dergleichen beabstandet sein kann, was den Komfort des Schlafens verbessern kann.
Auch können durch das Fenster 36 und die beleuchtbare Motivdarstellung 37 der oberen
Etage 3 mittels hierdurch erreichbarer optischer Effekte ein großzügiger bzw. weniger
beklemmender Eindruck der kompakten Schlafeinheit 1 erreicht werden. Ferner kann ein
persönlicher Waschbereich 20c, 30c in einer der beiden Etagen 2, 3 oder auch in beiden
Etagen 2, 3 mit insbesondere einer eigenen Dusche 28a, 38a den Komfort der Nutzung
einer kompakten Schlafeinheit 1 erheblich steigern.
[0082] Fig. 10 zeigt eine schematische Darstellung einer Beherbergungsanlage 4 mit kompakten
Schlafeinheiten 1 gemäß einem der beiden Ausführungsbeispiele von oben. Innerhalb
eines Gebäudes ist eine Mehrzahl von kompakten Schlafeinheiten 1 in einem entsprechenden
Bereich 40 angeordnet. Dieser Bereich 40 ist von außen durch eine Zugangstür 44 zugänglich.
An den Bereich 40 der kompakten Schlafeinheiten 1 schließt sich innerhalb des Gebäudes
ein gemeinsamer WC-Bereich 41 an, in dem einzelne WC-Kabinen 42 sowie gemeinsam zu
nutzende Waschbecken 43 angeordnet sind. Auf diese Weise können mehrere kompakte Schlafeinheiten
1 zu einer Beherbergungsanlage 4 z.B. als Hotel 4 kombiniert werden.
BEZUGSZEICHENLISTE (Teil der Beschreibung)
[0083]
- X
- Längsrichtung, Tiefe
- Y
- Querrichtung, Breite
- Z
- senkrechte Richtung, Höhe
- 1
- kompakte Schlafeinheit
- 2
- untere Etage
- 20
- Stehbereich
- 20a
- Eingangsbereich der unteren Etage 2
- 20b
- Umziehbereich der unteren Etage 2
- 20c
- Waschbereich der unteren Etage 2
- 20d
- Ruhebereich/Liege/Schlafvorrichtung der unteren Etage 2
- 20e
- Polster des Ruhebereichs 20d, Polster der Liege 20d
- 21
- Fußboden der unteren Etage 2
- 22
- Eingangstür
- 23
- Aufstiegsvorrichtung, (geschlossene) Treppe
- 24
- Aufbewahrungsvorrichtung, (offener) Schrank, (offene) untere Treppenstufe
- 25
- Kleiderstange der Ausbewahrungsvorrichtung 24
- 26
- Mülleimer
- 27
- Trennwand der Aufstiegsvorrichtung 23
- 28
- Waschvorrichtung der unteren Etage 2
- 28a
- Dusche der unteren Etage 2
- 28b
- Waschbecken der unteren Etage 2
- 29
- (lichtdurchlässige) Trennvorrichtung, Tür, Vorhang der Dusche 28a der unteren Etage
2
- 3
- obere Etage
- 30
- Schlafbereich der oberen Etage 3
- 30c
- Waschbereich der oberen Etage 3
- 31
- Fußboden der oberen Etage 3
- 32
- Aussparung der oberen Etage 3, Luftraum
- 33
- Schlafvorrichtung, Bett der oberen Etage 3
- 34
- (lichtdurchlässige) Begrenzungsvorrichtung der Schlafvorrichtung 33, Trennscheibe
- 35
- Ablage-/Abstellvorrichtung, Nachttisch
- 36
- Fenster
- 37
- beleuchtbare Motivdarstellung
- 38
- Waschvorrichtung der oberen Etage 3
- 38a
- Dusche der oberen Etage 3
- 39
- (lichtdurchlässige) Trennvorrichtung, Tür, Vorhang der Dusche 38a der oberen Etage
3
- 4
- Beherbergungsanlage, Hotel
- 40
- Bereich mit kompakten Schlafeinheiten 1
- 41
- gemeinsamer WC-Bereich
- 42
- einzelne WC-Kabine
- 43
- Waschbecken
- 44
- Zugangstür
1. Beherbergungsanlage (4)
mit mehreren kompakten Schlafeinheiten (1) mit
wenigstens einem Stehbereich (20), welcher zumindest abschnittsweise Stehhöhe aufweist,
und
mit wenigstens einem Schlafbereich (30),
wobei der Stehbereich (20) auf einer unteren Etage (2) und der Schlafbereich (30)
auf einer oberen Etage (3) angeordnet sind,
wobei die obere Etage (3) wenigstens ein Bett (33) aufweist,
wobei
das Bett (33) gegenüber einem Fußboden (31) der oberen Etage (3) erhöht angeordnet
ist,
wobei der Stehbereich (20) unterhalb des Bettes (33) Stehhöhe aufweist,
wobei unterhalb des Fußbodens (31) der oberen Etage (3) die Stehhöhe unterschritten
wird, so dass der Fußboden (31) der oberen Etage (3) seitlich versetzt gegenüber dem
Stehbereich (20) der unteren Etage (2) angeordnet,
wobei die obere Etage (3) einen Waschbereich (30c) aufweist, welcher zumindest abschnittsweise
Stehhöhe aufweist,
wobei der Waschbereich (30c) der oberen Etage (3) wenigstens eine Dusche (38a) aufweist.
2. Beherbergungsanlage (4) gemäß Anspruch 1,
wobei die untere Etage (2) und die obere Etage (3) mittels einer Aufstiegsvorrichtung
(23), vorzugsweise mittels einer Treppe (23), miteinander verbunden sind.
3. Beherbergungsanlage (4) gemäß einem der vorherigen Ansprüche,
wobei die untere Etage (2) und die obere Etage (3) mittels einer Aussparung (32) verbunden
sind, welche vorzugsweise über die Grundfläche einer Aufstiegsvorrichtung (23) hinausgeht.
4. Beherbergungsanlage (4) gemäß einem der vorherigen Ansprüche,
wobei in der oberen Etage (3) ein Fenster (36) angeordnet ist.
5. Beherbergungsanlage (4) gemäß einem der vorherigen Ansprüche,
wobei die untere Etage (2) einen Waschbereich (20c) aufweist, welcher zumindest abschnittsweise
Stehhöhe aufweist.
6. Beherbergungsanlage (4) gemäß Anspruch 5,
wobei der Waschbereich (20c, 30c) der unteren Etage (2) wenigstens ein Waschbecken
(28b) aufweist.
7. Beherbergungsanlage (4) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, ferner mit
einer Trennvorrichtung (29, 39), vorzugsweise einer Tür (29, 39) oder einem Vorhang
(29, 39), die ausgebildet ist, den Waschbereich (20c, 30c) von der übrigen ersten
Etage (2) oder von der übrigen zweiten Etage (3) trennen zu können.
8. Beherbergungsanlage (4) gemäß Anspruch 7,
wobei die Trennvorrichtung (29, 39) lichtdurchlässig ausgebildet ist.
9. Beherbergungsanlage (4) gemäß einem der vorherigen Ansprüche,
wobei die untere Etage (2) und/oder die obere Etage (3) eine beleuchtbare Motivdarstellung
(37) aufweist.
10. Beherbergungsanlage (4) gemäß Anspruch 9,
wobei die Motivdarstellung (37) ausgebildet ist, mittels LEDs von hinten beleuchtet
zu werden.
11. Beherbergungsanlage (4) gemäß Anspruch 9 oder 10,
wobei die Motivdarstellung (37) austauschbar ausgebildet ist.
1. Accommodation facility (4)
comprising a plurality of compact sleeping units (1) having
at least one standing region (20) which has standing height at least in portions,
and
having at least one sleeping region (30),
wherein the standing region (20) is arranged on a lower level (2) and the sleeping
region (30) is arranged on an upper level (3),
wherein the upper level (3) has at least one bed (33),
wherein the bed (33) is arranged so as to be raised relative to a floor (31) of the
upper level (3),
wherein the standing region (20) has standing height below the bed (33),
wherein the standing height is undershot below the floor (31) of the upper level (3)
such that the floor (31) of the upper level (3) is arranged laterally offset relative
to the standing region (20) of the lower level (2),
wherein the upper level (3) has a washing region (30c) which has standing height at
least in portions,
wherein the washing region (30c) of the upper level (3) has at least one shower (38a).
2. Accommodation facility (4) according to claim 1,
wherein the lower level (2) and the upper level (3) are connected to one another by
means of an ascent means (23), preferably by means of a staircase (23).
3. Accommodation facility (4) according to either of the preceding claims,
wherein the lower level (2) and the upper level (3) are connected by means of a recess
(32) which preferably goes beyond the base surface of an ascent means (23).
4. Accommodation facility (4) according to any of the preceding claims,
wherein a window (36) is arranged in the upper level (3).
5. Accommodation facility (4) according to any of the preceding claims,
wherein the lower level (2) has a washing region (20c) which has standing height at
least in portions.
6. Accommodation facility (4) according to claim 5,
wherein the washing region (20c, 30c) of the lower level (2) has at least one washbasin
(28b).
7. Accommodation facility (4) according to any of the preceding claims, further comprising
a separating device (29, 39), preferably a door (29, 39) or a curtain (29, 39) which
is designed to be able to separate the washing region (20c, 30c) from the remaining
first level (2) or from the remaining second level (3).
8. Accommodation facility (4) according to claim 7,
wherein the separating device (29, 39) is designed to be transparent.
9. Accommodation facility (4) according to any of the preceding claims,
wherein the lower level (2) and/or the upper level (3) has an illuminable pattern
display (37).
10. Accommodation facility (4) according to claim 9,
wherein the pattern display (37) is designed to be illuminated from the rear by means
of LEDs.
11. Accommodation facility (4) according to either claim 9 or claim 10, wherein the pattern
display (37) is designed to be replaceable.
1. Installation d'hébergement (4)
comportant plusieurs unités de couchage (1) compactes comportant
au moins une zone pour station debout (20), laquelle présente, au moins dans certaines
sections, une hauteur suffisante pour se tenir debout, et
comportant au moins une zone de couchage (30),
dans laquelle la zone pour station debout (20) est disposée sur un étage inférieur
(2) et la zone de couchage (30) est disposée sur un étage supérieur (3),
dans laquelle l'étage supérieur (3) présente au moins un lit (33),
dans laquelle le lit (33) est disposé de manière à être surélevé par rapport à un
plancher (31) de l'étage supérieur (3),
dans laquelle la zone pour station debout (20) présente une hauteur suffisante pour
se tenir debout en dessous du lit (33),
dans laquelle, en dessous du plancher (31) de l'étage supérieur (3), la hauteur suffisante
pour se tenir debout est plus petite, de sorte que le plancher (31) de l'étage supérieur
(3) décalé latéralement par rapport à la zone pour station debout (20) de l'étage
inférieur (2),
dans laquelle l'étage supérieur (3) présente une zone pour le lavage (30c), laquelle
présente, au moins dans certaines sections, une hauteur suffisante pour se tenir debout,
dans laquelle la zone pour le lavage (30c) de l'étage supérieur (3) présente au moins
une douche (38a).
2. Installation d'hébergement (4) selon la revendication 1,
dans laquelle l'étage inférieur (2) et l'étage supérieur (3) sont reliés l'un à l'autre
au moyen d'un dispositif de montée (23), de préférence au moyen d'un escalier (23).
3. Installation d'hébergement (4) selon l'une des revendications précédentes,
dans laquelle l'étage inférieur (2) et l'étage supérieur (3) sont reliés au moyen
d'un évidement (32) qui s'étend de préférence au-delà de la surface de base d'un dispositif
de montée (23).
4. Installation d'hébergement (4) selon l'une des revendications précédentes,
dans laquelle une fenêtre (36) est disposée dans l'étage inférieur (3).
5. Installation d'hébergement (4) selon l'une des revendications précédentes,
dans laquelle l'étage inférieur (2) présente une zone pour le lavage (20c), laquelle
présente, au moins dans certaines sections, une hauteur suffisante pour se tenir debout.
6. Installation d'hébergement (4) selon la revendication 5,
dans laquelle la zone pour le lavage (20c, 30c) de l'étage inférieur (2) présente
au moins un lavabo (28b).
7. Installation d'hébergement (4) selon l'une des revendications précédentes, comportant
en outre un dispositif de séparation (29, 39), de préférence une porte (29, 39) ou
un rideau (29, 39), qui est conçu pour pouvoir séparer la zone pour le lavage (20c,
30c) du reste du premier étage (2) ou du reste du second étage (3).
8. Installation d'hébergement (4) selon la revendication 7,
dans laquelle le dispositif de séparation (29, 39) est réalisé de manière à être transparent.
9. Installation d'hébergement (4) selon l'une des revendications précédentes,
dans laquelle l'étage inférieur (2) et/ou l'étage supérieur (3) présentent une représentation
de motif (37) pouvant être éclairée.
10. Installation d'hébergement (4) selon la revendication 9,
dans laquelle la représentation de motif (37) est conçue pour être éclairée par l'arrière
au moyen de DEL.
11. Installation d'hébergement (4) selon la revendication 9 ou 10,
dans laquelle la représentation de motif (37) est réalisée de manière à pouvoir être
échangée.