[0001] Die Erfindung betrifft einen Piezo-Injektor zur Kraftstoffeinspritzung, insbesondere
zur Kraftstoffdirekteinspritzung in einen Verbrennungsmotor.
[0002] Aus der
DE 10 2013 219 225 A1 ist ein Piezo-Injektor zur Kraftstoffdirekteinspritzung bekannt, der eine hydraulische
Kopplereinheit zwischen dem Piezo-Aktuator und der Düsennadel aufweist. Der hydraulische
Koppler weist einen Kopplerkolben, einen Kopplerzylinder und eine Kopplerfeder auf,
wobei der Kopplerkolben mittels der Kopplerfeder gegen eine dem Kopplerkolben zugewandte
Stirnseite der Düsennadel gedrückt wird.
[0003] Bei einem derartigen Piezo-Injektor werden die Befüllung und der Druckausgleich des
Kopplervolumens durch das Paarungsspiel zwischen Kopplerkolben und Kopplerzylinder
gewährleistet. Das Paarungsspiel wird möglichst klein ausgelegt, damit der Koppler
über eine Ansteuerzeit von bis zu 5 ms den Nadelhub nahezu konstant hält. Allerdings
erfordert der Druckausgleich zwischen dem Kopplervolumen und dem umgebenden Kraftstoffvolumen
bei einem derart geringen Paarungsspiel eine gewisse Zeit, was in Abhängigkeit von
der Zeitdauer bis zum nächsten Einspritzvorgang zur Beeinflussung der Kopplerfunktion
in Bezug auf den übertragenen Hub führt. Das Kopplervolumen zwischen Kopplerzylinder
und Kopplerkolben kann somit möglicherweise nicht schnell genug aufgefüllt werden.
[0004] Teilweise wird bereits versucht, durch die Anbringung einer Bohrung mit Rückschlagventil
im Kopplerkolben oder im Kopplerzylinder eine raschere Befüllung des Kopplervolumens
nach einem Einspritzvorgang zu erreichen. Dies ist jedoch aufwändig. Zudem kann es
zu Problemen mit unerwünschten Resonanzen an dem Ventil kommen.
[0005] US 2003/127617 A1 offenbart ein Ventil zum Steuern von Fluiden für Speichereinspritzsysteme, beinhaltend
einen hydraulischen Koppler und einen piezoelektrischen Aktuator. Der hydraulische
Koppler beinhaltet einen ersten Kolben, einen zweiten Kolben und eine Kopplungskammer,
die zwischen den beiden Kolben angeordnet ist. Der piezoelektrische Aktuator ist in
Verbindung mit dem ersten Kolben. Der erste Kolben ist im Wesentlichen becherförmig
ausgeführt, und der zweite Kolben ist in einer Aussparung im ersten Kolben angeordnet.
Die Kopplungskammer ist zwischen dem zweiten Kolben und einem inneren Bodenbereich
des ersten Kolbens angeordnet.
[0006] DE 10 2005 040912 A1 offenbart eine Einspritzdüse für eine Brennkraftmaschine, insbesondere eines Kraftfahrzeugs,
- mit einer in einen Düsenkörper hubverstellbar gelagerten Düsennadel zum Steuern der
Einspritzung von unter Einspritzdruck stehendem Kraftstoff durch wenigstens ein Spritzloch,
- mit einer Kopplerkolbenanordnung, die mit einem Aktor antriebsverbunden ist und eine
Kopplerfläche aufweist,
- wobei die Düsennadel oder ein die Düsennadel aufweisender Nadelverband eine Steuerfläche
aufweist, die mit der Kopplerfläche hydraulisch gekoppelt ist.
Damit der Aktor axial kürzer bauen kann, wird vorgeschlagen,
- dass ein Mitnehmerkolben vorgesehen ist, der eine Mitnehmerfläche aufweist, die mit
der Steuerfläche hydraulisch gekoppelt ist,
- dass eine Mitnehmerkopplung vorgesehen ist, die bei einem Öffnungshub des Aktors erst
ab einem Schalthub Zugkräfte von der Kopplerkolbenanordnung auf den Mitnehmerkolben
überträgt und den Mitnehmerkolben mitnimmt.
[0007] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Piezo-Injektor anzugeben, der
auch im Falle von Mehrfacheinspritzungen zuverlässig und gleichzeitig robust ist.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird ein Piezo-Injektor zur Kraftstoffeinspritzung
angegeben, der eine Düseneinheit mit einer in einem Düsenkörper beweglich angeordneten
Düsennadel, eine piezo-elektrische Aktuatoreinheit sowie eine hydraulische Kopplereinheit
zur Kopplung der Düseneinheit mit der Aktuatoreinheit umfasst. Die hydraulische Kopplereinheit
weist einen Kopplerkolben, einen Kopplerzylinder und eine Kopplerfeder auf.
[0010] Der Kopplerkolben hat eine dem Kopplerzylinder zugewandte Oberseite und eine der
Düsennadel zugewandte Unterseite. Insbesondere ist der Kopplerzylinder zur Düsennadel
hin offen, vorzugsweise so dass der Kopplerkolben frei liegt. An der von der Düsennadel
abgewandten Seite hat der Kopplerzylinder einen Boden. Dass die Oberseite des Kopplerkolbens
dem Kopplerzylinder zugewandt ist, bedeutet insbesondere, dass die Oberseite dem Boden
des Kopplerzylinders zugewandt ist. Zwischen dem Boden des Kopplerzylinders und der
Oberseite des Kopplerkolbens ist das Kopplervolumen ausgebildet.
[0011] Der Kopplerkolben wird durch die Kopplerfeder gegen eine der Unterseite des Kopplerkolbens
zugewandte Stirnseite der Düsennadel gedrückt und weist eine Berührungsfläche mit
der Düsennadel auf. Der Kopplerkolben weist eine Durchgangsöffnung auf, die eine Fließverbindung
von seiner Unterseite bis zu seiner Oberseite bereitstellt und die innerhalb der Berührungsfläche
mit der Düsennadel angeordnet ist.
[0012] Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung erstreckt sich die Durchgangsöffnung von einer
Mündung an der Oberseite bis zu einer Mündung an der Unterseite durch den Kopplerkolben.
Dass die Durchgangsöffnung innerhalb der Berührungsfläche mit der Düsennadel angeordnet
ist bedeutet dabei insbesondere, dass die an der Unterseite angeordnete Mündung der
Durchgangsöffnung in Draufsicht auf die Stirnseite vollständig mit der Düsennadel
überlappt. Insbesondere sind die Stirnseite der Düsennadel und die Unterseite des
Kopplerkolbens derart ausgebildet und angeordnet, dass die an der Unterseite angeordnete
Mündung der Durchgangsöffnung mittels der Stirnseite der Düsennadel verschließbar
ist.
[0013] Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung ist die piezo-elektrische Aktuatoreinheit mechanisch
mit dem Kopplerzylinder verbunden, insbesondere starr verbunden, so dass eine Längenänderung
der piezo-elektrischen Aktuatoreinheit eine Verschiebung des Kopplerzylinders entlang
einer Längsachse bewirkt. Mittels des im Kopplervolumen enthaltenen Fluids ist so
eine axiale Kraft auf den Kopplerkolben übertragbar, welche dieser mittels seines
formschlüssigen Kontakts als Betätigungskraft auf die Ventilnadel überträgt um die
Ventilnadel aus der Schließstellung zu einer Öffnungsstellung hin zu bewegen.
[0014] Bei diesem Piezo-Injektor wird demnach eine Auffüllung des Kopplervolumens durch
die Durchgangsöffnung im Kopplerkolben dann ermöglicht, wenn die Düsennadel von der
Unterseite des Kopplerkolbens abgehoben ist und die Durchgangsöffnung somit freigibt.
Dies ist typischerweise nach dem Einspritz-Ende der Fall, wobei die Kompensatorfeder
unter Berücksichtigung der druckbeaufschlagten Fläche am Kolben derart schwach ausgelegt
ist, dass ein solcher Zustand mit niedriger Kraft zwischen Kolben und Düsennadel nach
dem Einspritz-Ende eintritt. Da während der Dauer der Einspritzung eine Leckage von
Kraftstoff aus dem Kopplervolumen aufgetreten ist, hat sich der axiale Abstand zwischen
dem Kopplerkolben und Kopplerzylinder - insbesondere der Abstand zwischen der Oberseite
des Kopplerkolbens und dem Boden des Kopplerzylinders - verringert, so dass ein axialer
Spalt zwischen der Düsennadel und dem Kopplerkolben entsteht. Der Begriff "axial"
bezieht sich dabei insbesondere auf die gemeinsame Längsachse von Kopplerzylinder,
Kopplerkolben und Düsennadel. Die Nadel ist somit von dem Kopplerkolben abgehoben.
Das Zuströmen von Kraftstoff in das Kopplervolumen kann erfolgen.
[0015] Es findet demnach nach Einspritz-Ende ein schneller Druckausgleich im Kopplervolumen
statt. Demzufolge ist die Funktion der hydraulischen Kopplereinheit nicht mehr abhängig
vom zeitlichen Abstand zwischen den Einspritzungen, sondern steht sehr schnell wieder
zur Verfügung. Zudem verbessert die Durchgangsöffnung im Kopplerkolben die Befüllbarkeit
des Kopplervolumens nach der Erstmontage oder im Servicefall nach einem Wechsel des
Injektors. Die hydraulische Kopplereinheit ist insbesondere im Düsenkörper angeordnet
und das Kopplervolumen ist mittels des durch den Düsenkörper zum Kraftstoffauslass
strömenden Kraftstoffs befüllbar.
[0016] Trotz eines geringen Paarungsspiels, das einen konstanten Nadelhub über eine Ansteuerzeit
von bis zu 5 ms ermöglicht, kann der Druckausgleich im Kopplervolumen somit schnell
erfolgen. Unter dem Paarungsspiel wird im vorliegenden Zusammenhang insbesondere das
laterale Paarungsspiel - insbesondere zwischen einer umlaufenden Seitenwand des Kopplerzylinders
und der Außenfläche des Kopplerkolbens verstanden.
[0017] Unter einer Berührungsfläche des Kopplerkolbens mit der Düsennadel wird hier und
im Folgenden eine Fläche auf der Oberfläche des Kopplerkolbens, insbesondere auf seiner
der Düsennadel zugewandten Unterseite, verstanden, die durch die Düsennadel kontaktiert
wird. Abhängig von der Geometrie des Kopplerkolbens und der Düsennadel kann die Berührung
auch entlang einer Linie, insbesondere einer Kreislinie, erfolgen, so dass sich eine
Dichtkante zwischen dem Kopplerkolben und der Düsennadel ausbildet. Unter der Berührungsfläche
wird dann die durch diese Linie umschlossene Oberfläche des Kopplerkolbens verstanden.
[0018] Die Durchgangsöffnung im Kopplerkolben ist typischerweise vollständig durch die Düsennadel
abdichtbar. Die Durchgangsöffnung bildet somit zusammen mit der Düsennadel ein Ventil,
das öffnet, wenn durch die Leckage von Kraftstoff aus dem Kopplervolumen am Einspritzend
ein Spalt zwischen Kopplerkolben und Düsennadel bestehen bleibt.
[0019] Zur Ausgestaltung der Geometrie von Kopplerkolben und Stirnseite der Düsennadel gibt
es zahlreiche Möglichkeiten. Insbesondere können die Berührungsfläche und die Stirnseite
der Düsennadel eben, konvex oder konkav ausgebildet sein. Diese verschiedenen Arten
der Ausbildung und insbesondere ihre Kombination beeinflussen das Einströmverhalten
von Kraftstoff.
[0020] Insbesondere kann über den Durchmesser einer Dichtkante zwischen Kolben und Düsennadel
die zum Druckausgleich zur Verfügung stehende radiale Strömungsfläche unabhängig vom
Durchmesser der Durchgangsöffnung selbst vergrößert oder verkleinert werden. Zudem
ist es möglich, durch eine geeignete Ausgestaltung der Berührungsflächen zwischen
Düsennadel und Kolben eine Zentrierung und/oder einen Winkelausgleich beider Bauteile
zueinander zu ermöglichen.
[0021] Eine eben ausgebildete Berührungsfläche und eine eben ausgebildete Stirnseite der
Düsennadel haben den Vorteil, dass die Herstellung besonders einfach ist. Eine konkav
ausgebildete Berührungsfläche zusammen mit einer konvex ausgebildeten Stirnseite oder
umgekehrt eine konvex ausgebildete Berührungsfläche im Zusammenhang mit einer konkav
ausgebildeten Stirnseite hat den Vorteil, dass eine Zentrierung von Kopplerkolben
und Düsennadel erfolgt.
[0022] Die Stirnseite und/oder die Berührungsfläche kann insbesondere sphärisch oder konisch
ausgebildet sein.
[0023] Die Düsennadel ist insbesondere nach außen öffnend ausgebildet. Dazu kann der Nadelsitz
der Düsennadel als Kegelmantelfläche ausgebildet sein, die im Düsenkörper gegen eine
Hohlkegelfläche gedrückt wird, so dass eine Dichtfunktion erzielt wird.
[0024] In einer Ausführungsform ist in der hydraulischen Kopplereinheit zwischen Kopplerzylinder
und dem Kopplervolumen ein Kraftstofffilm mit einer Dicke im Bereich von 0,01 mm bis
0,7 mm angeordnet. Der Kraftstoffilm stellt insbesondere das Kopplervolumen dar. Der
Krafstofffilm ist insbesondere zwischen der Oberseite des Kopplerkolbens und dem Boden
des Kopplerzylinders angeordnet. Die Dicke des Kraftstofffilms wird so klein wie möglich
gewählt, so dass der hydraulische Koppler eine möglichst große Steifigkeit aufweist.
Die minimale Dicke der Schicht wird bestimmt durch die erforderlichen Montagetoleranzen
und die Längenänderungsunterschiede zwischen dem piezo-elektrischen Aktuator und dem
Injektorkörper bei Temperaturänderung infolge der unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten
zwischen dem piezo-elektrischen Aktuator und dem Material des Injektorkörpers, insbesondere
Stahl.
[0025] In einer Ausführungsform beträgt das Paarungsspiel - insbesondere das laterale Paarungsspiel
- zwischen Kopplerzylinder und Kopplerkolben höchstens 10 µm, insbesondere höchstens
2 µm. Mit einem derart geringen Paarungsspiel ist sichergestellt, dass die hydraulische
Kopplereinheit den Nadelhub über eine Ansteuerzeit von bis zu 5 ms nahezu konstant
hält.
[0026] Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand von schematischen Zeichnungen
näher erläutert.
- Figur 1
- zeigt einen Längsschnitt durch einen Piezo-Injektor gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung;
- Figur 2
- zeigt einen Längsschnitt durch einen Piezo-Injektor gemäß einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung;
- Figur 3
- zeigt einen Längsschnitt durch einen Piezo-Injektor gemäß einer dritten Ausführungsform
der Erfindung;
- Figur 4
- zeigt einen Längsschnitt durch einen Piezo-Injektor gemäß einer vierten Ausführungsform
der Erfindung;
- Figur 5
- zeigt ein Detail eines Piezo-Injektors gemäß einer fünften Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 6
- zeigt ein Detail eines Piezo-Injektors gemäß einer sechsten Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 7
- zeigt ein Detail eines Piezo-Injektors gemäß einer siebten Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 8
- zeigt ein Detail eines Piezo-Injektors gemäß einer achten Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 9
- zeigt ein Detail eines Piezo-Injektors gemäß einer neunten Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 10
- zeigt ein Detail eines Piezo-Injektors gemäß einer zehnten Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 11
- zeigt ein Detail eines Piezo-Injektors gemäß einer elften Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 12
- zeigt ein Detail eines Piezo-Injektors gemäß einer zwölften Ausführungsform der Erfindung
und
- Figur 13
- zeigt ein Detail eines Piezo-Injektors gemäß einer dreizehnten Ausführungsform der
Erfindung.
[0027] Der Piezo-Injektor 1 gemäß Figur 1 ist in der gezeigten Ausführungsform zur Direkteinspritzung
von Kraftstoff in einen Verbrennungsmotor ausgebildet. Er weist einen Kraftstoffeinlass
2 sowie einen Kraftstoffauslass 4 auf. Der Kraftstoffauslass 4 ist im geschlossenen
Zustand des Piezo-Injektors 1 durch die Düsennadel 5 verschlossen. Zur Einspritzung
öffnet die Düsennadel 5 nach außen und öffnet somit den Kraftstoffauslass 4.
[0028] Die Düsennadel 5 ist Teil der Düseneinheit 3 und ist in einem Düsenkörper 7 entlang
einer Längsachse des Piezo-Injektors beweglich.
[0029] Die Betätigung der Düsennadel 5 erfolgt mittels einer piezo-elektrischen Aktuatoreinheit
9, die in bekannter Weise die Längenänderung eines Stapels aus piezo-elektrischen
Keramikscheiben nutzt: Durch Anlegen einer Spannung wird eine Längenausdehnung des
Stapels aus piezo-elektrischen Keramikscheiben bewirkt, die eine Verschiebung des
Kopplerzylinders 15 in Richtung des Kopplerkolbens 13 bewirkt.
[0030] Die Übertragung der Kraft von der Aktuatoreinheit 9 auf die Düsennadel 5 erfolgt
mittels einer hydraulischen Kopplereinheit 11. Die Kopplereinheit 11 umfasst den Kopplerkolben
13, der in dem Kopplerzylinder 15 entlang der Längsachse des Piezo-Injektors 1 beweglich
gelagert ist. Der Kopplerkolben 13 wird mittels der Kopplerfeder 17 gegen eine dem
Kopplerkolben 13 zugewandte Stirnseite 23 der Düsennadel 5 gedrückt. Auf diese Weise
wird eine praktisch spielfreie Kraftübertragung von der piezo-elektrischen Aktuatoreinheit
9 über die hydraulische Kopplereinheit 11 auf die Düsennadel 5 gewährleistet: Zwischen
dem Kopplerkolben 13 und dem Kopplerzylinder 15 ist ein Kraftstoffvolumen - das Kopplervolumen
- abgeordnet, das wegen des sehr geringen Spiels nicht entweichen kann, wenn er durch
eine Bewegung des Kopplerzylinders 15 verdrängt wird. Daher folgt der Kopplerkolben
13 der Bewegung des Kopplerzylinders 15 und drückt die Düsennadel 5 aus ihren Dichtsitz.
[0031] Da zur Betätigung der Düsennadel 5 die Kraftresultierende aus Düsenfederkraft, Druckkraft
auf den Dichtsitzdurchmesser und Kopplerfederkraft überwunden werden muss, ist der
Druck im Kopplervolumen anschließend nicht mehr gleich dem Druck im Injektor, sondern
übersteigt diesen. Daher würde es vor allem bei längeren Ansteuerdauern zu einer Fluidleckage
vom Kopplervolumen in das umgebende Injektorvolumen kommen, so dass der Kopplerkolben
13 in Richtung des Kopplervolumens einsinken würde. Die Düsennadel 5 würde dieser
Bewegung folgen. Die Fluidleckage und das Einsinken kann durch einen möglichst kleinen
Dichtspalt zwischen Kopplerkolben 13 und Kopplerzylinder 15 reduziert werden.
[0032] Am Ende einer Einspritzung wird die piezo-elektrische Aktuatoreinheit 9 entladen
und der Stapel aus piezo-elektrischen Keramikscheiben verkürzt sich wieder auf seine
Ausgangslänge. Der Kopplerzylinder 15 folgt dieser Bewegung. Das durch den kleinen
Dichtspalt isolierte Kopplervolumen kann sich nicht vergrößern, so dass der Kopplerkolben
13 der Bewegung des Kopplerzylilnders 15 folgt.
[0033] Da nun auf die Oberseite der Düsennadel 5 keine Betätigungskraft mehr wirkt, folgt
die Düsennadel 5 ebenfalls der Rückwärtsbewegung und gelangt zurück auf ihren Dichtsitz.
[0034] Da während der Dauer der Einspritzung wie oben beschrieben eine Leckage aus dem Kopplervolumen
aufgetreten ist, hat sich der axiale Abstand zwischen Kopplerkolben 13 und Kopplerzylinder
15 verringert. Somit wird die Ausgangssituation, in der die Düsennadel 5 und der Kopplerkolben
13 miteinander in Kontakt stehen, nicht wieder erreicht. Vielmehr bleibt ein axialer
Spalt zwischen diesen beiden Bauteilen bestehen. Dieser Spalt wird, wie im Folgenden
beschrieben, zusammen mit einer Durchgangsöffnung durch den Kopplerkolben 13 zur Wiederbefüllung
des Kopplervolumens genutzt. Ansonsten wäre eine Wiederbefüllung ausschließlich durch
den Dichtspalt möglich, der aber aus den genannten Gründen möglichst klein ausgeführt
wird. Es würde somit deutlich mehr Zeit vergehen, bis das Kopplervolumen wieder soweit
aufgefüllt wäre, dass Kopplerkolben 13 und Düsennadel 5 wieder in Kontakt miteinander
stehen.
[0035] Der Kontaktbereich zwischen dem Kopplerkolben 13 und der Düsennadel 5 ist in der
rechten Hälfte von Figur 1 im Detail gezeigt. Der Kopplerkolben 13 weist eine Berührungsfläche
21 mit der Düsennadel 5 auf, die einen Teilbereich der Unterseite 28 darstellt und
die in der gezeigten Ausführungsform eben ist. Die Stirnseite 23 der Düsennadel 5
ist ebenfalls eben. In den Kopplerkolben 13 ist eine Durchgangsöffnung 25 in Form
einer Durchgangsbohrung eingebracht, die den Kopplerkolben 13 von einer Mündung an
seiner Unterseite 28, an der er Kontakt mit der Düsennadel 5 hat, bis zu einer Mündung
an seiner Oberseite 26 durchdringt und eine Fließverbindung für Kraftstoff von seiner
Unterseite 28 bis zu seiner Oberseite 26 bereitstellt. Zwischen der Oberseite 26 des
Kopplerkolbens 13 und einer Unterseite - d.h. dem Boden - des Kopplerzylinders 15
ist das Kopplervolumen in Form eines Kraftstofffilms angeordnet. Durch die Durchgangsöffnung
25 kann, wenn die Düsennadel 5 von der Berührungsfläche 21 abgehoben ist, Kraftstoff
in das Kopplervolumen einströmen und dieses auffüllen, wodurch ein Druckausgleich
zwischen dem Kopplervolumen und dem übrigen Kraftstoffvolumen innerhalb des Piezo-Injektors
gewährleistet ist.
[0036] Im Betrieb öffnet der Piezo-Injektor für eine Kraftstoffeinspritzung nach außen,
indem die Düsennadel 5 durch die Aktuatoreinheit 9 betätigt wird. Dabei erfolgt die
Kraftübertragung von der Aktuatoreinheit 9 auf die Düsennadel 5 mittels der hydraulischen
Kopplereinheit 11. Dazu befindet sich zwischen der Oberseite 26 des Kopplerkolbens
13 und dem Kopplerzylinder 15 eine dünne Kraftstoffschicht mit einer Dicke zwischen
0,05 mm und 0,3 mm.
[0037] Mittels der Kraftstoffschicht wird eine Kraft von der am Kopplerzylinder 15 angreifenden
Aktoreinheit 9 hydraulisch auf den Kopperkolben 13 übertragen. Dieser überträgt mittels
der formschlüssigen Verbindung seiner Berührungsfläche 21 mit der Stirnseite 23 der
Düsennadel 5 die auf ihn übertragene Kraft an die Düsennadel 5 weiter.
[0038] Wenn die durch die Aktuatoreinheit 9 bereitgestellte Kraft auf die Düsennadel 5 die
durch die Düsenfeder 19 bereitgestellte Schließkraft übersteigt, wird die Düsennadel
5 nach unten bewegt und der Piezo-Injektor 1 öffnet nach außen. Kraftstoff strömt
durch den Kraftstoffauslass 4 nach draußen. Während dieser Öffnungsphase steigt der
Druck im Kopplervolumen aufgrund der durch den Kopplerzylinder 15 ausgeübten Kraft
an.
[0039] In der anschließenden Schließphase des Piezo-Injektors geht die durch die Aktuatoreinheit
9 bereitgestellte Kraft auf Null zurück. Die Düsenfeder 19 drückt die Düsennadel 5
zurück nach oben in ihre Schließposition. Da die Kopplerfeder 17 ausreichend schwach
ausgelegt ist, kommt es nach Einspritzende zu einem Spalt zwischen dem Kopplerzylinder
15 und dem Kopplerkolben 13. Der Kopplerkolben 13 ist von der Düsennadel 5 abgehoben.
Die Durchgangsöffnung 25 wird dadurch freigegeben und Kraftstoff kann aus dem Kraftstoffvolumen
innerhalb des Piezo-Injektors 1 in das Kopplervolumen zwischen Kopplerzylinder 15
und Kopplerkolben 13 einströmen.
[0040] Wenn das Kopplervolumen wieder befüllt ist, schließt sich der Spalt und der Kopplerkolben
13 wird aufgrund der durch die Kopplerfeder 17 ausgeübten Kraft wieder auf die Stirnseite
23 der Düsennadel 5 gepresst und die Durchgangsöffnung 25 wird durch die Düsennadel
5 verschlossen.
[0041] Figur 2 zeigt eine zweite Ausführungsform des Piezo-Injektors 1 gemäß Figur 1. Diese
Ausführungsform unterscheidet sich von der in Figur 1 gezeigten ersten Ausführungsform
dadurch, dass die Stirnseite 23 der Düsennadel 5 konvex ausgebildet ist.
[0042] Bei dieser Ausführungsform besteht ein Kontakt zwischen der konvexen Stirnseite 23
und dem Kopplerkolben 13 mit seiner ebenen Unterseite 28 lediglich in einem ringförmigen
Bereich um die Durchgangsöffnung 25 herum. Bei dieser Ausführungsform kann eine gewisse
Zentrierung der Düsennadel 5 in Bezug auf die Durchgangsöffnung 25 erfolgen.
[0043] Figur 3 zeigt schematisch einen Piezo-Injektor 1 gemäß einer dritten Ausführungsform
der Erfindung. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von den in den Figuren 1 und
2 gezeigten dadurch, dass die Stirnfläche 23 der Düsennadel 5 sphärisch konvex ausgebildet
ist und die Berührungsfläche 21 des Kopplerkolbens 13 konisch konkav. Dabei ist der
Krümmungsradius der Stirnfläche 23 kleiner als der der Berührungsfläche 21.
[0044] Es könnten auch beide Flächen sphärisch oder konisch ausgebildet sein. Über eine
Variation des Berührungsdurchmessers lässt sich der radiale Befüllspalt einstellen.
[0045] Mit dieser Ausführungsform wird eine gute Zentrierung der Düsennadel 5 in Bezug auf
die Durchgangsöffnung 25 und damit auch in Bezug auf den Kopplerkolben 13 bewirkt.
[0046] Figur 4 zeigt einen Piezo-Injektor 1 gemäß einer vierten Ausführungsform der Erfindung.
Diese Ausführungsform unterscheidet sich von den in den vorherigen Figuren gezeigten
Ausführungsformen dadurch, dass die Berührungsfläche 21 des Kopplerkolbens 13 konkav
ist und die Stirnseite 23 der Düsennadel 5 eben. Bei dieser Ausführungsform berührt
die Düsennadel 5 den Kopplerkolben 13 lediglich in einem kreisrunden Bereich an ihrem
Rand. Bei dieser Ausführungsform steht eine verhältnismäßig große radiale Strömungsfläche
für den Druckausgleich zur Verfügung.
[0047] Figur 5 zeigt schematisch ein Detail eines Piezo-Injektors 1 gemäß einer fünften
Ausführungsform der Erfindung. Bei dieser Ausführungsform ist die Berührungsfläche
21 des Kopplerkolbens 13 eben ausgebildet, die Stirnseite 23 der Düsennadel 5 jedoch
konvex, und zwar in Form einer in die Durchgangsöffnung 25 hineinragenden Kegelspitze.
Bei dieser Ausführungsform wird eine Zentrierung der Düsennadel 5 erreicht.
[0048] Figur 6 zeigt Details eines Piezo-Injektors 1 gemäß einer sechsten Ausführungsform
der Erfindung. Bei dieser Ausführungsform ist die Berührungsfläche 21 des Kopplerkolbens
13 eben ausgebildet, die Stirnseite 23 der Düsennadel jedoch konkav, und zwar in Form
eines Hohlkegels. Sie könnte auch sphärisch ausgebildet sein. Bei dieser Ausführungsform
wird zwar keine Zentrierung der Düsennadel 5 erreicht, jedoch eine verhältnismäßig
große radiale Strömungsfläche.
[0049] Figur 7 zeigt ein Detail eines Piezo-Injektors 1 gemäß einer siebten Ausführungsform
der Erfindung. Bei dieser Ausführungsform sind, ähnlich wie in Figur 1 gezeigt, sowohl
die Berührungsfläche 21 des Kopplerkolbens 13 als auch die Stirnfläche 23 der Düsennadel
5 eben ausgebildet. Jedoch ist im Gegensatz zu der ersten Ausführungsform gemäß Figur
1 eine Zentrierung der Düsennadel 5 zum Kopplerkolben 13 vorgesehen, und zwar in Form
eines Rücksprungs 27 in dem Kopplerkolben 13, in den die Düsennadel 5 eintritt.
[0050] Die Figuren 8 bis 10 zeigen Details von Piezo-Injektoren 1 gemäß einer achten, neunten
und zehnten Ausführungsform der Erfindung, bei denen jeweils die Berührungsflächen
21 des Kopplerkolbens 13 konkav ausgebildet sind, und zwar in Form eines Hohlkegels.
[0051] Gemäß der achten Ausführungsform gemäß Figur 8 ist gleichzeitig die Stirnfläche 23
der Düsennadel 5 konvex ausgebildet, und zwar in Form eines Kegels, dessen Öffnungswinkel
dem des Hohlkegels der Berührungsfläche 21 exakt angepasst ist, so dass sich eine
gute Zentrierung ergibt.
[0052] Gemäß der neunten Ausführungsform gemäß Figur 9 ist die Stirnfläche 23 konkav ausgebildet,
und zwar in Form eines Hohlkegels. Sie könnte jedoch auch sphärisch ausgebildet sein.
[0053] Gemäß der zehnten Ausführungsform gemäß Figur 10 ist die Stirnfläche 23 der Düsennadel
5 eben ausgebildet.
[0054] Die Figuren 11 bis 13 zeigen Details von Piezo-Injektoren 1 gemäß einer elften, zwölften
und dreizehnten Ausführungsform der Erfindung, bei denen jeweils die Berührungsfläche
21 des Kopplerkolbens 23 konvex ausgebildet ist, und zwar in Form eines Kegels. Die
Berührungsflächen 21 könnten auch sphärisch ausgebildet sein.
[0055] Gemäß der elften Ausführungsform gemäß Figur 11 ist die Stirnseite 23 der Düsennadel
5 konvex ausgebildet, und zwar sphärisch. Sie könnte auch eine Kegelform aufweisen.
[0056] Gemäß der zwölften Ausführungsform gemäß Figur 12 ist die Stirnfläche 23 der Düsennadel
5 konkav ausgebildet, und zwar in Form eines Hohlkegels. Sie könnte auch in Form einer
Hohlkugel ausgebildet sein.
[0057] Gemäß der dreizehnten Ausführungsform gemäß Figur 13 ist die Stirnfläche 23 der Düsennadel
eben ausgebildet.
[0058] Die einzelnen Ausführungsformen unterscheiden sich somit lediglich durch die Geometrie
der Berührungsfläche 21 des Kopplerkolbens 13 sowie der Stirnseite 23 der Düsennadel
5. Mit den unterschiedlichen Geometrien können die für den Druckausgleich zur Verfügung
stehenden radialen Strömungsflächen an die Erfordernisse angepasst werden. Zudem kann
nach Bedarf eine Zentrierung und/oder ein Winkelausgleich von Düsennadel und Kopplerkolben
zueinander ermöglicht werden.
1. Piezo-Injektor (1) zur Kraftstoffeinspritzung, aufweisend
- eine Düseneinheit (3) mit einer in einem Düsenkörper (7) beweglich angeordneten
Düsennadel (5);
- eine piezoelektrische Aktuatoreinheit (9);
- eine hydraulische Kopplereinheit (11) zur Kopplung der Düseneinheit (3) mit der
Aktuatoreinheit (9), die einen Kopplerkolben (13), einen Kopplerzylinder (15) und
eine Kopplerfeder (17) aufweist, wobei der Kopplerkolben (13) eine dem Kopplerzylinder
(15) zugewandte Oberseite (26) und eine der Düsennadel (5) zugewandte Unterseite (28)
aufweist, wobei der Kopplerzylinder (15) an der von der Düsennadel (5) abgewandten
Seite einen Boden aufweist und ein Kopplervolumen zwischen dem Boden des Kopplerzylinders
(15) und der Oberseite (26) des Kopplerkolbens (13) ausgebildet ist, wobei der Kopplerkolben
(13) durch die Kopplerfeder (17) gegen eine der Unterseite (28) des Kopplerkolbens
(13) zugewandte Stirnseite (23) der Düsennadel (5) gedrückt wird und eine Berührungsfläche
(21) mit der Düsennadel (5) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopplerkolben (13) eine Durchgangsöffnung (25) aufweist, die eine Fließverbindung
von seiner Unterseite (28) bis zu seiner Oberseite (26) bereitstellt und die innerhalb
der Berührungsfläche (21) mit der Düsennadel (5) angeordnet ist.
2. Piezo-Injektor (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei sich die Durchgangsöffnung
(25) von einer Mündung an der Oberseite (26) bis zu einer Mündung an der Unterseite
(28) durch den Kopplerkolben (13) erstreckt und die an der Unterseite (28) angeordnete
Mündung der Durchgangsöffnung (25) mittels der Stirnseite (23) der Düsennadel (5)
verschließbar ist.
3. Piezo-Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Durchgangsöffnung (25) vollständig durch die Düsennadel (5) abdichtbar ist.
4. Piezo-Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Berührungsfläche (21) eben ausgebildet ist.
5. Piezo-Injektor (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei die Berührungsfläche (21) konkav oder konvex ausgebildet ist.
6. Piezo-Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die der Unterseite (28) des Kopplerkolbens zugewandte Stirnseite (23) der Düsennadel
(5) eben ausgebildet ist.
7. Piezo-Injektor (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
wobei die der Unterseite (28) des Kopplerkolbens zugewandte Stirnseite (23) der Düsennadel
(5) konvex oder konkav ausgebildet ist.
8. Piezo-Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Stirnseite (23) und/oder die Berührungsfläche (21) sphärisch ausgebildet
ist.
9. Piezo-Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Stirnseite (23) und/oder die Berührungsfläche (21) konisch ausgebildet ist.
10. Piezo-Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Düsennadel (5) nach außen öffnend ausgebildet ist.
11. Piezo-Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei in der hydraulischen Kopplereinheit (11) zwischen dem Kopplerzylinder (15) und
dem Kopplerkolben (13) ein Kraftstofffilm mit einer Dicke im Bereich von 0,01 mm bis
0,7 mm zur Kraftübertragung angeordnet ist.
12. Piezo-Injektor (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei ein laterales Paarungsspiel zwischen Kopplerzylinder (15) und Kopplerkolben
(13) höchstens 10 µm beträgt.
1. Piezo injector (1) for fuel injection, having
- a nozzle unit (3) with a nozzle needle (5) arranged movably in a nozzle body (7);
- a piezoelectric actuator unit (9);
- a hydraulic coupler unit (11) for coupling the nozzle unit (3) to the actuator unit
(9), which coupler unit has a coupler piston (13), a coupler cylinder (15) and a coupler
spring (17), wherein the coupler piston (13) has a top side (26) facing toward the
coupler cylinder (15) and has a bottom side (28) facing toward the nozzle needle (5),
wherein, at the side averted from the nozzle needle (5), the coupler cylinder (15)
has a base, and a couple a volume is formed between the base of the coupler cylinder
(15) and the top side (26) of the coupler piston (13), wherein the coupler piston
(13) is pushed by the coupler spring (17) against a face side (23), facing toward
the bottom side (28) of the coupler piston (13), of the nozzle needle (5) and has
a contact area (21) with the nozzle needle (5),
characterized in that
the coupler piston (13) has a passage opening (25) which provides a flow connection
from the bottom side (28) of said coupler piston to the top side (26) of said coupler
piston and which is arranged within the contact area (21) with the nozzle needle (5)
.
2. Piezo injector (1) according to the preceding claim,
wherein the passage opening (25) extends through the coupler piston (13) from a mouth
at the top side (26) to a mouth at the bottom side (28), and the mouth of the passage
opening (25) arranged at the bottom side (28) can be closed off by means of the face
side (23) of the nozzle needle (5).
3. Piezo injector (1) according to one of the preceding claims,
wherein the passage opening (25) can be fully sealed off by the nozzle needle (5).
4. Piezo injector (1) according to one of the preceding claims,
wherein the contact area (21) is of planar form.
5. Piezo injector (1) according to one of Claims 1 to 3,
wherein the contact area (21) is of concave or convex form.
6. Piezo injector (1) according to one of the preceding claims,
wherein the face side (23), facing toward the bottom side (28) of the coupler piston,
of the nozzle needle (5) is of planar form.
7. Piezo injector (1) according to one of Claims 1 to 5,
wherein the face side (23), facing toward the bottom side (28) of the coupler piston,
of the nozzle needle (5) is of convex or concave form.
8. Piezo injector (1) according to one of the preceding claims,
wherein the face side (23) and/or the contact area (21) is of spherical form.
9. Piezo injector (1) according to one of the preceding claims,
wherein the face side (23) and/or the contact area (21) is of conical form.
10. Piezo injector (1) according to one of the preceding claims,
wherein the nozzle needle (5) is of outwardly opening design.
11. Piezo injector (1) according to one of the preceding claims,
wherein, in the hydraulic coupler unit (11), a fuel film with a thickness in the range
from 0.01 mm to 0.7 mm is arranged, for the purposes of force transmission, between
the coupler cylinder (15) and the coupler piston (13).
12. Piezo injector (1) according to one of the preceding claims,
wherein a lateral pairing clearance between coupler cylinder (15) and coupler piston
(13) amounts to at most 10 µm.
1. Injecteur piézoélectrique (1) pour l'injection de carburant, présentant
- une unité de buse (3) avec un pointeau (5) disposé de façon mobile dans un corps
de buse (7),
- une unité d'actionneur piézoélectrique (9);
- une unité de coupleur hydraulique (11) pour le couplage de l'unité de buse (3) à
l'unité d'actionneur (9), qui présente un piston de coupleur (13), un cylindre de
coupleur (15) et un ressort de coupleur (17), dans lequel le piston de coupleur (13)
présente un côté supérieur (26) tourné vers le cylindre de coupleur (15) et un côté
inférieur (28) tourné vers le pointeau (5), dans lequel le cylindre de coupleur (15)
présente un fond sur le côté détourné du pointeau (5) et un volume de coupleur est
formé entre le fond du cylindre de coupleur (15) et le côté supérieur (26) du piston
de coupleur (13), dans lequel le piston de coupleur (13) est poussé par le ressort
de coupleur (17) contre un côté frontal (23) du pointeau (5) tourné vers le côté inférieur
(28) du piston de coupleur (13) et présente une face de contact (21) avec le pointeau
(5),
caractérisé en ce que le piston de coupleur (13) présente une ouverture de passage (25), qui procure une
liaison d'écoulement de son côté inférieur (28) jusqu'à son côté supérieur (26) et
qui est disposée à l'intérieur de la face de contact (21) avec le pointeau (5).
2. Injecteur piézoélectrique (1) selon la revendication précédente, dans lequel l'ouverture
de passage (25) s'étend à travers le piston de coupleur (13) depuis une embouchure
dans le côté supérieur (26) jusqu'à une embouchure dans le côté inférieur (28) et
l'embouchure de l'ouverture de passage (25) disposée dans le côté inférieur (28) peut
être fermée au moyen du côté frontal (23) du pointeau (5).
3. Injecteur piézoélectrique (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel l'ouverture de passage (25) peut être rendue entièrement étanche par le
pointeau (5).
4. Injecteur piézoélectrique (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel la face de contact (21) est réalisée sous forme plane.
5. Injecteur piézoélectrique (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans
lequel la face de contact (21) est réalisée sous forme concave ou convexe.
6. Injecteur piézoélectrique (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel le côté frontal (23) du pointeau (5) tourné vers le côté inférieur (28)
du piston de coupleur est réalisé sous forme plane.
7. Injecteur piézoélectrique (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans
lequel le côté frontal (23) du pointeau (5) tourné vers le côté inférieur (28) du
piston de coupleur est réalisé sous forme convexe ou concave.
8. Injecteur piézoélectrique (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel le côté frontal (23) et/ou la face de contact (21) est réalisé(e) sous
forme sphérique.
9. Injecteur piézoélectrique (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel le côté frontal (23) et/ou la face de contact (21) est réalisé(e) sous
forme conique.
10. Injecteur piézoélectrique (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel le pointeau (5) est réalisé sous forme s'ouvrant vers l'extérieur.
11. Injecteur piézoélectrique (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel un film de carburant d'une épaisseur comprise dans la plage de 0,01 mm
à 0,7 mm est disposé entre le cylindre de coupleur (15) et le piston de coupleur (13)
pour la transmission de force.
12. Injecteur piézoélectrique (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel un jeu de couplage latéral entre le cylindre de coupleur (15) et le piston
de coupleur (13) vaut au maximum 10 µm.