[0001] Die Erfindung betrifft einen Induktionsofen für ein Erhitzen eines aus Metall bestehenden
Werkstücks insbesondere auf Temperaturen zwischen 400°C und 1100°C für industrielle
Anwendungen. Die Erfindung betrifft ferner eine Strangpressanlage umfassend einen
Induktionsofen sowie ein Verfahren für ein Erhitzen eines Werkstücks in einem Induktionsofen.
[0002] Bei einem Induktionsofen wird mit Hilfe eines magnetischen Feldes, das sich relativ
zu dem aus Metall bestehenden Werkstück ändert, ein Wirbelstrom erzeugt. Dadurch wird
das Werkstück erhitzt.
[0003] Mit geringem technischem Aufwand können sich ändernde Magnetfelder mithilfe einer
Spule erzeugt werden. Eine Spule kann mit geringem technischem Aufwand an gewünschte
geometrische Anforderungen angepasst werden. Spulen weisen ein relativ geringes Gewicht
und einen relativ geringen Bauraum auf. Übliche Induktionsöfen umfassen daher Spulen
zur Erzeugung von magnetischen Wechselfeldern.
[0004] Aus der
DE 39 10 777 A1 ist eine Einrichtung mit einem Tiegel für ein Schmelzen von Stoffen bekannt. Ein
sich änderndes magnetisches Feld wird mithilfe einer Spule erzeugt. Daneben werden
Permanentmagnete zur Erzeugung eines magnetischen Gleichfeldes eingesetzt, mit dem
u. a. eine Schmelzströmung beruhigt werden soll. Mithilfe eines linearen Antriebs
kann Schmelzgut in die Einrichtung hinein und aus dieser heraus transportiert werden.
[0005] Um elektrische Leistungsverluste bei solchen Induktionsöfen zu vermeiden, können
Spulen aus supraleitendem Material eingesetzt werden. Der dann zu betreibende technische
Aufwand ist allerdings sehr hoch, sodass sich derartige Induktionsöfen in der Praxis
nicht durchgesetzt haben.
[0006] Aus der Druckschrift
WO 2013/128241 A1 ist eine Vorrichtung zum induktiven Erwärmen eines metallischen Werkstücks bekannt.
Die Vorrichtung umfasst einen rohrförmigen Körper, der eine Vielzahl von Permanentmagneten
trägt, die innerhalb des rohrförmigen Körpers angeordnet sind. Das Werkstück wird
innerhalb des rohrförmigen Körpers angeordnet. Ein Motor dreht den rohrförmigen Körper
in Bezug auf das Werkstück, um das Werkstück zu erwärmen. Eine Vorrichtung und ein
entsprechendes Verfahren zum induktiven Erwärmen eines Werkstücks wird in der Druckschrift
US 2010/0147833 A1 offenbart. Eine erste magnetische Einheit wird um ein metallisches Werkstück gedreht,
wobei eine supraleitende Spule verwendet wird.
[0007] Ein Erhitzen mithilfe von Magneten wird außerdem in der
US 3,272,956 beschrieben.
[0008] Es ist Aufgabe der Erfindung, mit geringem Energieaufwand ein Werkstück insbesondere
für ein Umformen erhitzen zu können.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 und ein Verfahren
mit den Merkmalen des Nebenanspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0010] Der Induktionsofen umfasst zur Lösung der Aufgabe eine Mehrzahl von Permanentmagneten
zur Erzeugung eines Magnetfeldes in einem Innenraum. Es gibt eine Halteeinrichtung,
durch weiche ein Werkstück in dem Innenraum für ein Erhitzen gehalten werden kann.
Es ist ein Antrieb vorzugsweise mit einer regelbaren Drehzahl zur Erzeugung einer
Relativbewegung zwischen der Halteeinrichtung und den Permanentmagneten vorhanden.
[0011] Durch die Permanentmagnete wird ein magnetisches Feld bereitgestellt, ohne dafür
elektrische Energie aufwenden zu müssen. Durch den Antrieb wird aufgrund der damit
erzeugten Relativbewegung erreicht, dass sich das magnetische Feld im metallischen
Werkstück ändert, welches erhitzt werden soll. Es wird so ein Wirbelstrom im metallischen
Werkstück erzeugt, durch das das Werkstück erhitzt wird. Ist die Drehzahl des Antriebs
regelbar, so kann durch eine Drehzahländerung der Erhitzungsprozess gesteuert werden.
[0012] Es ist eine Mehrzahl von Permanentmagneten vorhanden, um deren Magnetisierungsrichtungen
unterschiedlich ausrichten zu können. Die unterschiedliche Ausrichtung ermöglicht
es, im Innenraum ein besonders starkes Magnetfeld von zum Beispiel 0,5 bis 1 T bereitzustellen,
welches es möglich macht, ein Werkstück auf Temperaturen oberhalb von 400°C zu erhitzen,
ohne dafür eine übermäßig schnelle Relativbewegung zwischen den Permanentmagneten
und dem Werkstück durchführen zu müssen.
[0013] Die für den Antrieb aufzuwendende Antriebsenergie, im Regelfall elektrische Energie
für ein elektromotorisch aufgebrachtes Drehmoment, wird nahezu verlustfrei durch die
resultierenden Wirbelströme im Werkstück in Wärmeenergie umgewandelt. Insgesamt kann
so mit vergleichsweise geringer Energie ein metallisches Werkstück auf eine Umformtemperatur
erhitzt werden, die ein Umformen wie Strangpressen ermöglicht.
[0014] Die für ein solches Umformen wie Strangpressen benötigten materialabhängigen Umformtemperaturen
liegen in der Regel zwischen 400 °C und 1100 °C, die mit dem anspruchsgemäßen Induktionsofen
erreicht werden können. Vor allem Nichteisenmetalle wie Aluminium, Kupfer oder Messing
werden durch Strangpressen verarbeitet, etwa zu Aluminiumprofilen für Fenster oder
zu Aluminium-Halbzeugen, zu Aluminium- oder Kupferrohren oder zu Kupfer- und Messingprofilen.
Als Werkstück werden typischerweise "Bolzen" eingesetzt. Solche Bolzen aus Aluminium,
Kupfer oder Messing haben meist Kreisquerschnitte mit Durchmessern von 100 bis 400
mm und Längen zwischen 250 und 1500 mm. Solche Werkstücke können auf die für eine
Warmumformung erforderlichen Temperaturen gebracht werden, um diese anschließend z.
B. durch Strangpressen umzuformen.
[0015] Die Halteeinrichtung wird bevorzugt durch eine Einspannvorrichtung realisiert. Ein
zu erhitzendes Werkstück wird in einer bevorzugten Ausführungsform zwischen zwei Spannzylindern
der Halteeinrichtung eingespannt und so bevorzugt allein durch Kraftschluss bzw. Reibschluss
gehalten. Diese Ausführungsform ermöglicht es, die Haltevorrichtung einschließlich
ihrer Spannzylinder außerhalb des Innenraums oder zumindest weitgehend außerhalb des
Innenraums anzuordnen und damit außerhalb des darin vorhandenen starken Magnetfelds.
Es wird so ein unerwünschtes Erhitzen der Halteeinrichtung durch in der Halteeinrichtung
auftretende Wirbelströme infolge von Relativbewegungen vermieden oder zumindest gering
gehalten.
[0016] In einer Ausgestaltung sind die Permanentmagnete von dem Innenraum thermisch abschirmt.
Die Permanentmagnete weisen vorzugsweise einen relativ geringen Abstand zu dem zu
erhitzenden Werkstück auf, um mit geringem Energieaufwand hinreichend hoch erhitzen
zu können. Um die Magnetisierung der Permanentmagnete durch das erhitzte Werkstück
nicht zu gefährden, ist die thermische Abschirmung vorgesehen, die ein im Induktionsofen
befindliches Werkstück thermisch von den Permanentmagneten trennt.
[0017] Die thermische Abschirmung umfasst insbesondere eine polierte, an den Innenraum grenzende
Oberfläche. Auf technisch besonders einfache Weise können so die Permanentmagnete
vor Hitze geeignet geschützt werden. Zumindest trägt die polierte Oberfläche dazu
bei, die Permanentmagnete hinreichend vor Hitze zu schützen. Die polierte Oberfläche
besteht grundsätzlich aus Metall, so zum Beispiel aus Aluminium mit polierter Oberfläche
oder einem Edelstahl mit polierter Oberfläche, die dem Innenraum zugewendet ist.
[0018] Vorzugsweise steht die thermische Abschirmung gegenüber Stirnseiten der Permanentmagnete
hervor, um so weiter verbessert die Permanentmagnete vor einer Überhitzung zu schützen,
ohne dafür technisch aufwendig aktiv kühlen zu müssen.
[0019] Der Induktionsofen umfasst vorzugsweise keine aktive, zum Beispiel elektrische Energie
verbrauchende Kühlung, um so den technischen Aufwand sowie den Bauraum klein zu halten.
Im Bedarfsfall kann aber dennoch vorgesehen sein, beispielsweise eine aktive Kühlung
vorzusehen.
[0020] Die thermische Abschirmung umfasst in einer Ausgestaltung als thermisch abschirmendes
Schild bzw. thermische Abschirmung eine Mehrzahl von Wänden, die vorzugsweise durch
Abstandshalter voneinander räumlich getrennt sind. Eine jede Wand kann aus einem Blech
bestehen, welche auf der zum Innenraum zugewendeten Seite vorzugsweise poliert ist.
Als Schild können ein oder mehrere Hohlzylinder vorgesehen sein, die die Permanentmagnete
vom Innenraum trennen. Aufgrund von Abstandshaltern verbleibt dann ein Spalt zwischen
zwei Hohlzylindern. Zwischen zwei Hohlzylindern verbleibt dann ein mit Gas - so zum
Beispiel mit Luft - gefüllter Zwischenraum. Permanentmagnete können so weiter verbessert
vor der Hitze geschützt werden, die im Innenraum aufgrund der Erhitzung des Werkstoffs
entsteht. Es gelingt, aus Metall bestehende Werkstücke auf Temperaturen von 400 °C
und mehr zu erhitzen, ohne dafür Permanentmagnete technisch aufwendig aktiv kühlen
zu müssen.
[0021] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist eine Einrichtung vorgesehen, die während
des Betriebs um den Innenraum herum gedreht wird und dadurch eine Gas- bzw. Luftströmung
durch den Induktionsofen hindurch erzeugt. Insbesondere umfasst die Einrichtung Umlenkmittel,
die durch eine Drehbewegung Luft so umzulenken vermögen, dass dadurch eine Gas- bzw.
Luftströmung durch den Induktionsofen hindurch erzeugt wird. Hierdurch können Permanentmagnete
geeignet vor einer Überhitzung geschützt werden.
[0022] In einer Ausgestaltung sind Wandbereiche des Schildes derart strukturiert, dass hierdurch
ein Luft- oder Gastransport entlang des Schildes unterstützt wird, um so Wärme abzuführen.
Insbesondere sind Stege, Finnen oder Rinnen vorhanden, die von einer Eintrittsöffnung
in den Induktionsofen hinein zu einer Austrittsöffnung aus dem Induktionsofen heraus
verlaufen oder zumindest so gerichtet sind, um so die angestrebte Luft- bzw. Gasströmung
durch den Induktionsofen hindurch zu fördern. Die Stege, Finnen oder Rinnen verlaufen
insbesondere relativ zur Drehachse der Permanentmagnete schräg und damit antiparallel
zur Drehachse, um so den angestrebten Gas- bzw. Lufttransport im besonderen Maß zu
fördern.
[0023] Die thermische Abschirmung kann vorzugsweise durch einen Antrieb bewegt werden und
zwar insbesondere zusammen mit den Permanentmagneten. Vorzugsweise ist dafür nur ein
Antrieb vorgesehen, um den technischen Aufwand zu minimieren. Hierdurch wird ein Austausch
von Gas bzw. Luft entlang der Abschirmung und/oder im Inneren der Abschirmung gefördert
und so die thermische Abschirmung weiter verbessert, ohne eine aktive Kühlung für
Permanentmagnete einsetzen zu müssen.
[0024] In einer Ausgestaltung ist ein Antrieb vorgesehen, der eine Flügelanordnung so antreibt,
dass dadurch eine Luftströmung angrenzend an den Innenraum sowie vorzugsweise entlang
des Innenraums erzeugt wird und/oder durch den Induktionsofen hindurch. Permanentmagnete
werden so weiter verbessert vor einer übermäßigen Erhitzung geschützt, ohne dafür
aktiv kühlen zu müssen. Die Flügelanordnung wird vorzugsweise zusammen mit den Permanentmagneten
durch nur einen Antrieb bewegt, um die Zahl der benötigten Antriebe und damit den
technischen Aufwand zu minimieren. Flügel im Sinne der vorliegenden Erfindung umfassen
Aufsätze auf Stirnseiten des Induktionsofens, die im Fall von Relativbewegungen eine
Luftströmung in den Induktionsofen hinein und/ oder heraus bewirken.
[0025] Der jeweils genannte Antrieb ist insbesondere ein elektrischer Antrieb, der grundsätzlich
einen Elektromotor umfasst. Die Drehzahl des Motors ist vorzugsweise regelbar. Es
ist dann grundsätzlich eine Steuerung vorhanden, mit der die Drehzahl des Motors eingestellt
und folglich auch verändert werden kann. Vorzugsweise ist genau ein Antrieb vorhanden,
um den technischen Aufwand sowie den Bauraum gering zu halten.
[0026] Die Magnetisierungsrichtung eines Permanentmagneten verläuft vom Südpol zum Nordpol
des Permanentmagneten. Solche Magnetisierungsrichtungen der Permanentmagnete sind
vorzugsweise unterschiedlich ausgerichtet, um im Innenraum ein besonders starkes Magnetfeld
bereitzustellen. Die Ausrichtung einer Magnetisierungsrichtung eines Permanentmagneten
ist insbesondere relativ zur Ausrichtung der Magnetisierungsrichtung eines ringförmig
benachbarten Permanentmagneten gekippt. Diese Kipprichtung wird entlang einer Ringform
beibehalten, so dass die Magnetisierungsrichtung von Permanentmagnet zu Permanentmagnet
in eine Richtung gekippt ist, um so im Innenraum ein besonders starkes Magnetfeld
bereitstellen zu können.
[0027] In einer Ausgestaltung weisen die sich innerhalb einer Ringform gegenüberliegenden
Permanentmagnete die gleiche Magnetisierungsrichtung auf, um so im Innenraum ein besonders
starkes Magnetfeld bereitzustellen.
[0028] In einer Ausgestaltung beträgt der Kippwinkel, um die die Magnetisierungsrichtung
von zwei entlang einer Ringform benachbart angeordneten Permanentmagneten gekippt
wird, wenigstens 10°, bevorzugt wenigstens 20°, besonders bevorzugt wenigstens 30°
und/ oder nicht mehr als 60°, besonders bevorzugt nicht mehr als 50°. Die Magnetisierungsrichtung
des einen Permanentmagneten schließt dann mit der Magnetisierungsrichtung des entlang
der Ringform benachbarten Permanentmagneten einen Winkel von wenigstens 10°, bevorzugt
wenigstens 20°, besonders bevorzugt wenigstens 30° und/ oder nicht mehr als 60°, besonders
bevorzugt nicht mehr als 50° ein. Solche Kippwinkel haben sich als geeignet herausgestellt,
um im Innenraum ein geeignet starkes Magnetfeld bereitzustellen, welches ein Erhitzen
auf Umformtemperaturen selbst bei relativ langsamen Relativbewegungen ermöglicht.
[0029] Vorzugsweise kann der Antrieb die Permanentmagnete um den Innenraum herum drehen.
Es wird so vermieden, ein hoch erhitztes Werkstück drehen zu müssen, was aufgrund
der Wärmeentwicklung sowie der begrenzten Raumverhältnisse technisch nicht einfach
ist. Es ist aber auch möglich, das Werkstück zusätzlich relativ langsam in entgegengesetzter
Richtung zu drehen. Darüber hinaus ist es auch möglich, nur das Werkstück zu drehen,
um so das Werkstück auf Umformtemperatur zu erhitzen.
[0030] In einer Ausgestaltung ist eine ringförmige, vorzugsweise mehrlagige Anordnung der
Permanentmagnete um den Innenraum herum vorhanden, um im Innenraum ein starkes Magnetfeld
bereitstellen zu können. Die Permanentmagnete sind vorzugsweise übereinander, nebeneinander
und/oder hintereinander angeordnet, um im Innenraum ein starkes Magnetfeld bereitstellen
zu können. Die Permanentmagnete sind besonders bevorzugt mehrlagig angeordnet, wobei
die Lagen zueinander versetzt angeordnet sind, um im Innenraum ein starkes Magnetfeld
bereitstellen zu können, ohne dafür einen übermäßig großen Bauraum für die Permanentmagnete
vorsehen zu müssen. Vorzugsweise verbleibt zwischen einer aus Permanentmagneten gebildeten
Ringform und einer darüber oder darunter angeordneten benachbarten aus Permanentmagneten
gebildeten Ringform ein Abstand. Dieser Abstand ermöglicht es, die Permanentmagnete
durch eine Permanentmagnethalterung geeignet zu halten bzw. zu fixieren. Dieser Abstand
ist insbesondere mit Strukturmaterial gefüllt, welches auch für das Auffangen von
Fliehkräften während einer Rotation sorgt.
[0031] Die Permanentmagnete sind in einer Ausgestaltung durch eine solche Permanentmagnethalterung
relativ zueinander drehfest gehalten und zwar insbesondere durch Formschluss. Sollen
die Permanentmagnete bewegt werden, so genügt es, die Permanentmagnethalterung und
damit auch die Gesamtheit der Permanentmagnete zu bewegen. Der technische Aufwand
kann so gering gehalten werden.
[0032] An der Permanentmagnethalterung sind in einer Ausgestaltung außen eine magnetische
Abschirmung und/oder innen eine thermische Abschirmung befestigt.
[0033] Die Permanentmagnethalterung besteht vorzugsweise aus Aluminium, Titan und/oder Edelstahl,
also aus einem Metall, welches nicht magnetisierbar oder nur schwach magnetisierbar
ist. Insbesondere wird kein ferromagnetisches Material für die Halterung eingesetzt.
Dies trägt dazu bei, dass im Innenraum ein starkes Magnetfeld bereitgestellt werden
kann.
[0034] Sind die Permanentmagnete mehrlagig angeordnet, so weisen außenliegende Permanentmagnete
bevorzugt einen größeren Durchmesser auf als innenliegende Permanentmagnete, um im
Innenraum ein besonders starkes Magnetfeld bereitzustellen. Außenliegende Permanentmagnete
weisen einen größeren Abstand zum Innenraum auf als innenliegende Permanentmagnete.
Der Durchmesser der Magnete nimmt insbesondere kontinuierlich von innen nach außen
zu. Es gelingt so weiter verbessert, im Innenraum ein starkes Magnetfeld bereitzustellen.
[0035] In einer Ausgestaltung weisen die Permanentmagnete einen nicht rotationssymmetrischen
Querschnitt auf. Der Querschnitt ist insbesondere vieleckig und/oder umfasst eine
Fase. Dies ermöglicht auf technisch einfache Weise eine drehfeste Lagerung, die die
gewünschte Ausrichtung von Magnetfeldern gewährleistet. Darüber hinaus kann beispielsweise
durch eine Fase die Magnetisierungsrichtung des jeweiligen Permanentmagneten angezeigt
werden, um eine korrekte Anordnung beim Bau des Induktionsofens zu erleichtern. In
einem Ausführungsbeispiel ist beispielsweise eine Fase immer beim Nordpol bei jedem
Permanentmagneten vorhanden, um so den Nordpol anzuzeigen.
[0036] In einer Ausgestaltung ist eine Permanentmagnethalterung mit Einschüben für Permanentmagnete
versehen, die eine Einbaurichtung und Einbaustellung vorgeben. Es ist dann also nur
auf genau eine Weise möglich, einen Permanentmagneten mit nicht rotationssymmetrischem
Querschnitt in einen Einschub zu bringen. Einbaufehler werden so besonders zuverlässig
vermieden. Beispielsweise bei dieser Ausführungsform umfassen die Permanentmagnete
eine Fase oder ein anderes Ausrichtungsmittel, durch die bzw. das sichergestellt wird,
dass nur eine Einbaurichtung möglich ist.
[0037] In einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung gibt es neben den bereits genannten Permanentmagneten
weitere Magnete und zwar angrenzend an Bereiche der Halteeinrichtung für das Werkstück.
Die weiteren Magnete reduzieren das durch die Permanentmagnete erzeugte Magnetfeld
im Bereich der Halteeinrichtung oder Komponenten davon. Die weiteren Magnete sind
vorzugsweise ringförmig um den Bereich herum angeordnet, in dem das Magnetfeld reduziert
werden soll. Es wird so ein unerwünschtes Erhitzen der Halteeinrichtung vermieden.
Die weiteren Magnete sind insbesondere angrenzend an Stirnseiten der genannten Permanentmagnete
angeordnet.
[0038] Die Magnetisierungsrichtung eines weiterer Magneten verläuft vom Südpol zum Nordpol
des weiteren Magneten. Solche Magnetisierungsrichtungen der weiteren Magnete sind
vorzugsweise unterschiedlich ausgerichtet, um so insgesamt das resultierende Magnetfeld
im Bereich von Komponenten der Halteeinrichtung zu reduzieren. Die Ausrichtung einer
Magnetisierungsrichtung eines weiteren Magneten ist insbesondere relativ zur Ausrichtung
der Magnetisierungsrichtung eines ringförmig benachbarten weiteren Magneten gekippt.
Diese Kipprichtung wird entlang einer Ringform beibehalten, so dass die Magnetisierungsrichtung
von weiterem Magnet zu weiterem Magnet in eine Richtung gekippt ist, um so in dem
Bereich, der von den weiteren Magneten umschlossen wird, das resultierende Magnetfeld
gering halten zu können.
[0039] In einer Ausgestaltung weisen die sich innerhalb einer Ringform gegenüberliegenden
weiteren Magnete die gleiche Magnetisierungsrichtung auf, um so im genannten Innenbereich
ein besonders gut reduziertes Magnetfeld bereitzustellen.
[0040] In einer Ausgestaltung beträgt der Kippwinkel, um die die Magnetisierungsrichtung
von zwei entlang einer Ringform benachbart angeordneten weiteren Magneten gekippt
wird, wenigstens 10°, bevorzugt wenigstens 20°, besonders bevorzugt wenigstens 30°
und/ oder nicht mehr als 60°, besonders bevorzugt nicht mehr als 50°. Die Magnetisierungsrichtung
des einen weiteren Magneten schließt dann mit der Magnetisierungsrichtung des entlang
der Ringform benachbarten weiteren Magneten einen Winkel von wenigstens 10°, bevorzugt
wenigstens 20°, besonders bevorzugt wenigstens 30° und/ oder nicht mehr als 60°, besonders
bevorzugt nicht mehr als 50° ein. Solche Kippwinkel haben sich als geeignet herausgestellt,
um im genannten Innenbereich ein geeignet reduziertes Magnetfeld bereitzustellen,
um im Innenbereich befindliche Komponenten der Halteeinrichtung vor einem Erhitzen
zu schützen. Vorzugsweise kann ein Antrieb, vorzugsweise der bereits genannte eine
Antrieb die weiteren Magnete um den genannten Innenbereich herum drehen. Es lassen
sich so Wirbelströme in elektrisch leitfähigen Komponenten der Halteeinrichtung erzeugen,
die den Wirbelströmungen entgegen gerichtet sind, die durch die Permanentmagnete induziert
sind. Ein unerwünschtes Erhitzen von Komponenten der Halteeinrichtung wird so weiter
verbessert vermieden.
[0041] Die weiteren Magnete sind in einer Ausgestaltung durch eine Magnethalterung relativ
zueinander drehfest gehalten und zwar insbesondere durch Formschluss. Die Magnethalterung
ist insbesondere Teil der genannten Permanentmagnethalterung. Sollen die weiteren
Magnete bewegt werden, so genügt es, die Magnethalterung und damit auch die Gesamtheit
der weiteren Magnete zu bewegen. Der technische Aufwand kann so gering gehalten werden.
[0042] In einer Ausgestaltung weisen die weiteren Magnete einen nicht rotationssymmetrischen
Querschnitt auf. Der Querschnitt ist insbesondere vieleckig und/oder umfasst eine
Fase, Rille oder ein anderes Ausrichtungsmittel. Dies ermöglicht auf technisch einfache
Weise eine drehfeste Lagerung, die die gewünschte Ausrichtung von Magnetfeldern gewährleistet.
Darüber hinaus kann beispielsweise durch eine Fase, Rille oder das andere Ausrichtungsmittel
die Magnetisierungsrichtung des jeweiligen weiteren Magneten angezeigt werden, um
eine korrekte Anordnung beim Bau des Induktionsofens zu erleichtern. In einem Ausführungsbeispiel
ist beispielsweise eine Fase immer beim Nordpol bei jedem weiteren Magneten vorhanden,
um so den Nordpol anzuzeigen.
[0043] In einer Ausgestaltung ist eine Magnethalterung mit Einschüben für weitere Magnete
versehen, die eine Einbaurichtung und Einbaustellung vorgeben. Es ist dann also nur
auf genau eine Weise möglich, einen jeden weiteren Magneten mit nicht rotationssymmetrischem
Querschnitt in einen Einschub zu bringen. Einbaufehler werden so besonders zuverlässig
vermieden. Beispielsweise bei dieser Ausführungsform umfassen die weiteren Magnete
eine Fase oder ein anderes Ausrichtungsmittel, durch die bzw. das sichergestellt wird,
dass nur eine Einbaurichtung möglich ist.
[0044] Die genannten weiteren Magnete sind vorzugsweise ebenfalls Permanentmagnete.
[0045] Alternativ oder ergänzend gibt es in einer erfindungsgemäßen Ausführungsform neben
den weiteren Magneten, die das Magnetfeld im Bereich der Halteeinrichtung reduzieren,
eine magnetische Abschirmung für die Halteeinrichtung. Diese magnetische Abschirmung
für die Halteeinrichtung ist insbesondere stirnseitig angrenzend an die Permanentmagnete
angeordnet und zwar insbesondere angrenzend an den Innenumfang der Permanentmagnete.
Diese magnetische Abschirmung für die Halteeinrichtung ist vorzugsweise hohlzylinderförmig,
scheibenförmig oder trichterförmig, wobei sich die Trichterform von dem Innenraum
aus gesehen nach außen öffnet. Eine Trichterform ist zu bevorzugen, da besonders geeignet
abgeschirmt wird und eine kompakte Bauweise dennoch möglich ist. Diese magnetische
Abschirmung besteht beispielsweise aus ferromagnetischem Material. Im Fall eines Hohlzylinders
ist der Durchmesser des an die Permanentmagnete angrenzenden Trichtergrunds vorzugsweise
kleiner oder gleich dem Durchmesser des Innenumfangs der ringförmig angeordneten Permanentmagnete.
[0046] Im Fall einer sonstigen magnetischen Abschirmung wie zum Beispiel einer hohlzylinderförmigen
Abschirmung ist der Durchmesser des an die Permanentmagnete angrenzenden Bereichs
der Abschirmung vorzugsweise kleiner oder gleich dem Durchmesser des Innenumfangs
der ringförmig angeordneten Permanentmagnete. Dies trägt dazu bei, die Halteeinrichtung
geeignet vor einem Erhitzen zu schützen.
[0047] In einer Ausgestaltung umfasst die Halteeinrichtung ein oder mehrere keramische Trennscheiben,
durch die eine Wärmeleitung vom Werkstück zu der Halteeinrichtung gehemmt wird. Darüber
hinaus besteht die Halteeinrichtung ganz oder überwiegend aus Metall. Das Metall ist
dann so ausgewählt, dass dieses besonders temperaturbeständig ist. Die Umformtemperatur
des Metalls für die Halteeinrichtung liegt bevorzugt bei mehr als 800 °C, besonders
bevorzugt mehr als 1000 °C, ganz besonders bevorzugt mehr als 1100 °C.
[0048] Vorteilhaft gibt es eine magnetische Abschirmung, die die Permanentmagnete nach außen
magnetisch abschirmen. Durch die magnetische Abschirmung werden magnetische Felder
außerhalb des Induktionsofens vermieden. Vorteilhaft wird so ein Erwärmen von elektrisch
leitfähigen Gegenständen außerhalb des Induktionsofens vermieden, das andernfalls
bei Bewegung der Permanentmagnete stattfinden könnte. Auch werden Metallteile dann
nicht oder kaum unplanmäßig von dem Induktionsofen magnetisch angezogen oder anders
beeinträchtigt. Die magnetische Abschirmung besteht beispielsweise aus einem Material
mit hoher magnetischer Permeabilität. Ferromagnetische Materialien eignen sich für
eine magnetische Abschirmung. Beispielsweise ist die magnetische Abschirmung eine
aus µ-Metall oder getemperten Stahl bestehende Schicht.
[0049] Der Innenraum ist vorzugsweise langgestreckt. Der Innenraum weist also im Vergleich
zu seinem Durchmesser eine relativ große Länge auf. In einem solchen Innenraum kann
ein geeignet starkes Magnetfeld bereitgestellt werden, da ein geringer Abstand zwischen
Permanentmagneten und langgestreckter Mittelachse des Innenraums möglich ist.
[0050] Der Innenraum ist insbesondere 25 cm bis 150 cm lang und/ oder weist einen Durchmesser
von 10 cm bis 50 cm auf. In einem derart dimensionierten Innenraum kann mithilfe von
Permanentmagneten ein geeignet starkes Magnetfeld bereitgestellt werden, um so ein
Werkstück auf Temperaturen von mehr als 400 °C erhitzen zu können, ohne dafür übermäßig
schnelle Relativbewegungen durchführen zu müssen. Es genügen dann insbesondere geringe
Frequenzen, mit denen ein Werkstück relativ zu den Permanentmagneten gedreht werden
muss. Es genügen regelmäßig Frequenzen von 10-20 Hz.
[0051] Die Halteeinrichtung für ein Werkstück ist insbesondere so beschaffen, dass diese
zwei Enden eines im Innenraum befindlichen langgestreckten Werkstücks zu halten vermag
und zwar grundsätzlich durch Formschluss und/oder Kraftschluss bzw. Reibschluss. Die
Halteeinrichtung kann dann außerhalb des Innenraums angeordnet sein. Die Halteeinrichtung
kann bei dieser Ausgestaltung ganz oder zumindest überwiegend aus Metall bestehen,
ohne eine übermäßige Erhitzung der Haltereinrichtung befürchten zu müssen. Die Halteeinrichtung
ist insbesondere so beschaffen, dass diese ein Werkstück einzuspannen vermag. Ein
Werkstück wird dann durch die Halteeinrichtung kraftschlüssig bzw. reibschlüssig gehalten.
[0052] In einer Ausgestaltung der Erfindung gibt es eine Gaszuführungseinrichtung, die so
eingerichtet ist, dass ein inertes Gas, insbesondere N
2, Ar oder CO
2, zwischen ein im Ofen befindliches Werkstück und daran angrenzenden Wänden des Ofens
geleitet werden kann und zwar während des Erhitzens. Es wird dann der Innenraum des
Induktionsofens, in dem ein Werkstück erhitzt werden soll, mit Inertgas geflutet.
Oxidationsprozesse an der Oberfläche des Werkstücks, die während eines längeren Erwärmens
bzw. Erhitzens auftreten und die die Qualität des Werkstücks vermindern können, werden
so vorteilhaft vermieden.
[0053] In einer technisch einfachen Ausgestaltung umfasst der Induktionsofen einen Behälter,
der mit einem Inertgas geflutet werden kann. Der Behälter ist so angeordnet und eingerichtet,
dass mit dem Fluten des Behälters auch der Innenraum des Induktionsofens mit dem Inertgas
geflutet wird, um so nachteilhafte Oxidationsprozesse zu vermeiden. Der Induktionsofen
kann zum Beispiel von einer äußeren Hülle umhüllt sein. Wird der Innenraum der Hülle
geflutet, so wird dann auch der für ein Erhitzen eines Werkstücks vorgesehene Innenraum
des Induktionsofens mit Inertgas geflutet. Der Behälter ist in einer technisch besonders
einfachen Ausgestaltung trogförmig, also nach oben hin offen. Es wird dann ein Gas
wie CO
2 als Inertgas eingesetzt wird, welches schwerer als Luft ist.
[0054] Um Oxidationsprozesse und damit einhergehende Qualitätseinbußen zu vermeiden, umfasst
der Induktionsofen in einer Ausgestaltung eine Einrichtung, mit der im Innenraum des
Induktionsofens ein Vakuum erzeugt werden kann. Der Innenraum des Induktionsofens,
in dem ein Werkstück erhitzt werden kann, kann daher gasdicht verschlossen werden,
so zum Beispiel durch eine verschließbare äußere Hülle. Außerdem kann durch eine Pumpe
Gas aus dem Innenraum abgesaugt werden, um so den gewünschten Unterdruck bzw. ein
gewünschtes Vakuum zu erzeugen.
[0055] In einer Ausgestaltung umfasst der Ofen Platten und zwar in der Regel ringförmige
Platten an Stirnseiten, die so angeordnet sind, dass dadurch ein Entweichen von Inertgas,
welches in den Ofen während des Erwärmens für ein Vermeiden von Oxidationsprozessen
hineingeleitet wird, behindert wird. Es können so weiter verbessert nachteilhafte
Oxidationsprozesse und eine damit einhergehende Qualitätsbeeinträchtigung vermieden
werden.
[0056] Die Erfindung betrifft ferner eine Strangpressanlage mit einem anspruchsgemäßen Induktionsofen.
Der Induktionsofen ist so angeordnet, dass er ein Werkstück vor dem Strangpressen
zu erhitzen vermag und zwar insbesondere auf eine Umformtemperatur, die in der Regel
zwischen 400 °C und 1100 °C liegt. Ist das Werkstück auf Umformtemperatur erhitzt
worden, so wird das erhitzte und dann mit relativ geringem Kraftaufwand verformbare
Werkstück zu einer weiteren Station der Strangpressanlage transportiert und durch
diese weitere Station in vorgesehener Weise zu einem Strang gepresst. Die weitere
Station umfasst einen Stempel, mit dem das auf Umformtemperatur gebrachte Werkstück
durch eine Matrize gepresst wird. U. a. können Stäbe, Drähte oder Rohre durch das
Strangpressen hergestellt werden.
[0057] Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren für ein Erhitzen eines aus Metall bestehenden
Werkstücks in einem anspruchsgemäßen Induktionsofen, indem das Werkstück relativ zu
den Permanentmagneten des Induktionsofen gedreht wird, bis das Werkstück auf eine
solche Temperatur oberhalb von 400 °C erhitzt worden ist, die es ermöglicht, das Werkstück
durch Strangpressen zu verformen.
[0058] Vorzugsweise wird während des Erhitzens ein Inertgas an ein oder mehreren Oberflächen
des Werkstücks so vorbeigeleitet, dass dadurch Oxidationsprozesse an den ein oder
mehreren Werkstückoberflächen behindert oder vermieden werden. Qualitätseinbußen können
so vermieden werden.
[0059] Die Erfindung ermöglicht eine hohe Produktivität bei einer gleichzeitigen deutlichen
Senkung des direkt zurechenbaren Energieverbrauchs im Vergleich zu üblichen aus dem
Stand der Technik bekannten Induktionsöfen.
[0060] Die Erfindung kann auch für das Härten von Stählen durch induktives Erwärmen eingesetzt
werden.
[0061] Es zeigen:
- Figur 1:
- Schnitt durch einen Induktionsofen mit zweilagig sowie ringförmig angeordneten Permanentmagneten;
- Figur 2:
- vierlagige Ringanordnung von Permanentmagneten für einen Induktionsofen;
- Figur 3:
- Induktionsofen mit Halteeinrichtung;
- Figur 4:
- Flügelanordnung für Induktionsofen;
- Figur 5:
- Wärmeschild mit Strukturierung;
- Figur 6:
- ringförmig angeordnete Permanentmagnete mit weiteren Magneten zur Reduzierung des
durch die Permanentmagnete erzeugten Magnetfelds im Bereich der Halteeinrichtung;
- Figur 7:
- trichterförmige magnetische Abschirmung für Halteeinrichtung;
- Figur 8:
- Induktionsofen mit Einlass für Inertgas.
[0062] Die Figur 1 zeigt einen Schnitt durch einen Induktionsofen 1 mit einer Mehrzahl von
Permanentmagneten 2, 3 zur Erzeugung eines Magnetfeldes in einem Innenraum 4.
[0063] Die Permanentmagneten 2, 3 sind zweilagig sowie ringförmig um den Innenraum 4 herum
angeordnet. Im Innenraum 4 ist ein zylinderförmiges, aus Metall bestehendes Werkstück
5 angeordnet, welches an seinen Enden durch eine Halteinrichtung gehalten wird.
[0064] Es gibt außen liegende Permanentmagnete 2 und innen liegende Permanentmagnete 3.
Die außenliegenden Permanentmagnete 2 weisen einen größeren Abstand zum Innenraum
4 auf als die innenliegenden Permanentmagnete 3. Die außenliegenden Permanentmagnete
2 weisen einen größeren Durchmesser als die innenliegenden Permanentmagnete 3 auf.
Die außenliegenden Permanentmagnete 2 bilden eine erste Ringform. Die innenliegenden
Permanentmagnete 3 bilden eine zweite Ringform. Es gibt daher zwei ringförmige Lagen,
die durch Permanentmagnete 2 bzw. 3 gebildet sind. Die Permanentmagnete 2 der ersten
ringförmigen Lage sind nicht versetzt gegenüber den Permanentmagneten 3 der zweiten
ringförmigen Lage angeordnet. Zwischen den zwei ringförmigen Lagen verbleibt zumindest
in der Regel ein Abstand. Permanentmagnete innerhalb einer Ringform sind möglichst
dicht gepackt und weisen daher einen möglichst geringen Abstand zueinander auf, so
dass diese sich zumindest fast berühren.
[0065] Eine thermische Abschirmung besteht aus zwei als Schild wirkenden Hohlzylindern 6,
die durch nicht dargestellte Abstandshalter räumlich so voneinander getrennt sind,
dass ein mit luftgefüllter Spalt zwischen den zwei Hohlzylindern 6 verbleibt. Die
Innenseiten, also die dem Innenraum 4 zugewandten Seiten, der Hohlzylinder 6 sind
poliert, um Wärmestrahlung besonders gut zu reflektieren.
[0066] Die Permanentmagnete 2, 3 sind durch eine hohlzylinderförmige magnetische Abschirmung
7 nach außen magnetisch abgeschirmt. Die hohlzylinderförmige magnetische Abschirmung
7 kann auch zur Aufnahme von Kräften bei Rotation beitragen und daher aufgeschrumpft
sein.
[0067] Die Magnetisierungsrichtung eines jeden Permanentmagneten 2, 3 ist durch Pfeile 8,
9, 10 angedeutet. Die Magnetisierungsrichtung 8 eines ersten in der Figur 1 oben gezeigten
Permanentmagneten 2 verläuft vertikal von unten nach oben und zwar vom Südpol zum
Nordpol des zugehörigen Permanentmagneten 2. Der rechts daneben angeordnete benachbarte
Permanentmagnet 2 weist eine Magnetisierungsrichtung 9 auf, die nach rechts um 45°
im Vergleich zur Magnetisierungsrichtung 8 gekippt bzw. gedreht ist. Die Magnetisierungsrichtung
8 schließt also mit der Magnetisierungsrichtung 9 einen 45° Winkel ein. Der Permanentmagnet
2, der rechts neben dem Permanentmagneten 2 mit der Magnetisierungsrichtung 9 angeordnet
ist, weist eine Magnetisierungsrichtung 10 auf, die horizontal von links nach rechts
verläuft. Diese ist also im Vergleich zur Magnetisierungsrichtung 9 weiter um 45°
gekippt bzw. gedreht worden. Dieses Drehen der Magnetisierungsrichtung setzt sich
von einem Permanentmagneten 2, 3 zum nächsten benachbarten Permanentmagneten 2, 3
entlang der Ringform fort, bis wieder die Magnetisierungsrichtung 8 erreicht ist,
die von unten nach oben verläuft. Dieser weitere unten in der Figur 1 gezeigte Permanentmagnet
2 mit der Magnetisierungsrichtung 8 liegt dem zuvor genannten Permanentmagneten 2
mit der Magnetisierungsrichtung 8 gegenüber. Nach Durchlaufen eines Halbkreises entlang
der zugehörigen Ringform wird also wieder die gleiche Magnetisierungsrichtung erreicht.
[0068] In gleicher Weise verändern sich die Magnetisierungsrichtungen in der innen liegenden
Permanentmagnete 3. Ein Permanentmagnet 3 der inneren Ringform weist wie in der Figur
1 gezeigt die gleiche Magnetisierungsrichtung auf wie ein benachbart angeordneter
Permanentmagnet 2 der äußeren Ringform.
[0069] Die Permanentmagnete 2, 3 sind im Schnitt 8-eckig und befinden sich in Einschüben
mit 8-eckigem Querschnitt einer aus Aluminium bestehenden Permanentmagnethalterung
11. Durch den dadurch bewirkten Formschluss werden die Permanentmagnete 2, 3 in der
Permanentmagnethalterung 11 drehfest gehalten.
[0070] Die Permanentmagnethalterung 11 kann durch einen nicht dargestellten elektrischen
oder pneumatischen Antrieb zusammen mit der thermischen Abschirmung 6 um das Werkstück
5 herum gedreht werden, um so das aus Metall bestehende Werkstück 5 auf Umformtemperatur
zu erhitzen. Durch das Drehen der Permanentmagnethalterung 11 mit einer Frequenz von
ca. 15 Hz wird aufgrund einer in der Figur 1 nicht dargestellten Flügelanordnung eine
Luftströmung durch den Innenraum 4 sowie durch den Spalt zwischen den beiden Hohlzylindern
6 erzeugt, wodurch Wärme abtransportiert wird. Durch diesen Abtransport von Wärme
werden die Permanentmagnete 2, 3 vor einem übermäßigen Erwärmen geschützt.
[0071] Der Innenraum 4 ist ca. 100 cm lang ist und weist einen Durchmesser von ca. 30 cm
auf. Der Induktionsofen 1 umfasst eine nicht gezeigte Steuerung, die das Drehen der
Permanentmagnethalterung 11 sowie die Drehzahl steuert.
[0072] Die Figur 2 zeigt eine aus vier Lagen gebildete Ringanordnung von vieleckigen Permanentmagneten
für einen Induktionsofen um einen Innenraum 4 herum. Die Permanentmagnete 12 der äußeren
ringförmigen Lage sind versetzt gegenüber den Permanentmagneten 13 einer daran angrenzenden
ringförmigen Lage angeordnet. Die Durchmesser der Permanentmagnete 12, die sich in
der äußeren Lage befinden, sind größer als die Durchmesser der Permanentmagnete 13,
die sich in der daran angrenzenden ringförmigen Lage befinden. Permanentmagnete 14,
die ebenfalls ringförmig angeordnet sind und die an die Innenseite der Ringform mit
den Permanentmagneten 13 angrenzen, sind relativ zu den Permanentmagneten 13 wiederum
versetzt angeordnet. Außerdem ist der Durchmesser der Permanentmagnete 14 weiter verkleinert.
Das gleiche gilt für Permanentmagnete 15 der innersten ringförmigen Lage. Diese Permanentmagnete
15 der innersten ringförmigen Lage sind relativ zu den Permanentmagneten 14 der daran
angrenzenden Lage versetzt angeordnet. Außerdem weisen die Permanentmagnete 15 der
innersten Lage den kleinsten Durchmesser auf. Zwischen den einzelnen ringförmigen
Lagen verbleibt jeweils ein Abstand. Permanentmagnete einer Lage berühren sich.
[0073] Die Figur 3 zeigt einen Induktionsofen 1 mit einer äußeren magnetischen Abschirmung
7. Eine Halteeinrichtung für ein Werkstück 5 umfasst zwei Spannzylinder 16, durch
die das Werkstück 5 wie in der Figur 3 gezeigt eingespannt werden kann. Das Werkstück
5 wird dann durch Kraftschluss bzw. Reibschluss gehalten. Die Spannzylinder 16 sind
an Schlitten 17 montiert, die entlang einer Schiene 18 verfahren werden können. Auf
diese Weise kann das Werkstück 5 in den Induktionsofen 1 hinein und nach einem Erhitzen
auf Umformtemperatur heraus bewegt werden. Durch einen Pfeil 19 angedeutet gibt es
eine Zuführvorrichtung, die der Haltereinrichtung weitere Werkstücke zuführen kann.
[0074] Die Spannzylinder 16 umfassen keramische Zwischenlagen, um eine Wärmeleitung vom
Werkstück in die Spannzylinder zu reduzieren. Die Drehzahl des nicht gezeigten Antriebs
für ein Drehen des Induktionsofens 1 kann geregelt werden, um so das Erhitzen eines
Werkstücks 5 steuern zu können.
[0075] Die Figur 4 zeigt ein Beispiel für eine Flügelanordnung für den Induktionsofen. Die
Schilde 6 weisen einen Abstand auf und drehen sich während des Betriebes gemäß Pfeil
21. An den Schilden 6 sind in Aufsicht gezeigte Flügel 20 angebracht, die derart schräg
gestellt sind, dass aufgrund der Drehbewegung 21 anströmende Luft durch die Flügel
20 umgelenkt wird und zwar in die Spalte zwischen die Hohlzylinder 6 hinein. Auf diese
Weise wird die Spalte hindurch eine Luftströmung erzeugt, die Wärme abzutransportieren
vermag. Die Figur 4 verdeutlicht weiter, dass die Abschirmung vorzugsweise gegenüber
den Permanentmagneten 12, 13, 14, 15 vorsteht, um die Permanentmagnete 12, 13, 14,
15 besonders gut vor einer Überhitzung zu schützen. Die Figur 4 zeigt weiter, dass
mehr als zwei Hohlzylinder 6 bevorzugt vorhanden sind, so zum Beispiel die in der
Figur 4 gezeigten sechs Hohlzylinder 6, um weiter verbessert die Permanentmagnete
12, 13, 14, 15 vor einer Überhitzung zu schützen.
[0076] Die Figur 5 zeigt eine bevorzugte Ausgestaltung einer thermischen Abschirmung mit
einer Strukturierung 22 auf der Oberfläche eines Hohlzylinders 6 mit polierter Innenseite
23. Relativ zur Drehachse 24 des Hohlzylinders 6 verlaufen die Strukturierungen 6
derart schräg, dass hierdurch eine Gas- bzw. Lufttransport parallel zur Drehachse
24 gefördert wird, wenn der Hohlzylinder 6 während des Betriebs gedreht wird. Im Fall
der Figur 5 liegen die Strukturierungen 22 in Form von Stegen vor. Es können aber
auch alternativ oder ergänzend Rillen vorgesehen sein, die relativ zur Drehachse 24
schräg verlaufen, um so einen wärmeabführenden Gas- bzw. Lufttransport zu fördern.
[0077] Die Figur 6 zeigt ringförmig angeordnete Permanentmagnete 12, 13, 14, 15, 25, 26,
die im Fall einer Relativbewegung im Werkstück einen Wirbelstrom erzeugen, um so das
Werkstück zu erhitzen. Insgesamt liegen im Fall der Figur 6 sechs Ringlagen vor. Weitere
Magnete 27 sind angrenzend an den Stirnseiten der genannten Permanentmagnete 12, 13,
14, 15, 25, 26 zur Reduzierung des durch die Permanentmagnete erzeugten Magnetfelds
im Bereich der Halteeinrichtung vorgesehen. Die Magnetisierungsrichtungen der weiteren
Magnete 27 sind also geeignet entgegengesetzt zu den Magnetisierungsrichtungen der
genannten Permanentmagnete 12, 13, 14, 15, 25, 26 ausgerichtet, so dass dadurch an
den Stirnseiten das Magnetfeld reduziert ist. In diesem Bereich mit reduzierter Magnetfeldstärke
sind dann elektrisch leitende Komponenten der Halteeinrichtung angeordnet, so zum
Beispiel Spannzylinder 16. Die weiteren Magnete 27 sind bevorzugt ebenfalls Permanentmagnete.
Diese sind bevorzugt angrenzend an eine innere Lage angeordnet und zwar beispielsweise
angrenzend an die innerste Lage oder wie im Fall der Figur 6 gezeigt an eine von außen
gesehen vorletzte Lage 25, die an die innerste Lage 26 angrenzt, um so in besonders
geeigneter Weise an den Stirnseiten das Magnetfeld zu reduzieren.
[0078] Die Figur 7 zeigt eine Ausführungsform mit trichterförmigen magnetischen Abschirmungen
28, die jeweils einen für die Halteeinrichtung vorgesehenen Bereich umlaufen. Diese
magnetischen Abschirmungen 28 für die Halteeinrichtung sind stirnseitig angrenzend
an die Permanentmagnete 12, 13, 14, 15 angeordnet. Ein jeder Trichter 28 grenzt an
den Innenumfang der innersten ringförmigen Lage, die aus den Permanentmagneten 15
gebildet ist. Von diesem Innenumfang ausgehend öffnet sich die Trichterform von dem
Innenraum aus gesehen, wie dies in der Figur 7 gezeigt wird. Diese magnetische Abschirmung
28 besteht aus ferromagnetischem Material.
[0079] Die Figur 8 zeigt beispielhaft einen Einlass 29 in einer Stirnwand, durch den ein
Inertgas in den Ofen während des Erhitzens hinein geleitet werden kann. Gegenüberliegend
gibt es ein oder mehrere Stirnwände 30, die ein Austreten des Inertgases aus dem Ofeninnenraum
heraus zumindest behindern. Qualitätseinbußen aufgrund von Oxidationsprozessen können
so vermieden werden.
1. Induktionsofen (1) mit
- einer Mehrzahl von Permanentmagneten (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) zur Erzeugung
eines Magnetfeldes in einem Innenraum (4),
- einer Halteeinrichtung (16, 17), durch welche ein Werkstück (5) in dem Innenraum
(4) für ein Erhitzen gehalten werden kann, und
- einem Antrieb zur Erzeugung einer für ein Erhitzen eines Werkstücks geeigneten Relativbewegung
zwischen der Halteeinrichtung (16, 17) und den Permanentmagneten (2, 3, 12, 13, 14,
15, 25, 26),
gekennzeichnet durch weitere Magnete (27) angrenzend an die Halteeinrichtung (16, 17) für ein Werkstück
(5), die das durch die Permanentmagnete (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) erzeugte Magnetfeld
im Bereich der Halteeinrichtung (16, 17) reduzieren und/oder durch eine magnetische
Abschirmung (28) für einen Bereich, in dem die Halteeinrichtung angeordnet ist.
2. Induktionsofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativbewegung eine Drehbewegung zwischen der Halteeinrichtung (16, 17) und
den Permanentmagneten (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) ist.
3. Induktionsofen nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine thermische Abschirmung (6, 20), die die Permanentmagnete (2, 3, 12, 13, 14,
15, 25, 26) von dem Innenraum (4) thermisch abschirmt, wobei die thermische Abschirmung
(6, 20) insbesondere eine polierte, an den Innenraum (4) grenzende Oberfläche (23)
und/ oder eine strukturierte Oberfläche für einen Gastransport umfasst.
4. Induktionsofen nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die strukturierte Oberfläche ein oder mehrere Stege (22) und/oder Rillen umfassen,
die antiparallel zu einer Drehachse (24) verlaufen, um die herum die Permanentmagnete
(2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) gedreht werden.
5. Induktionsofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Magnetisierungsrichtungen (8, 9, 10) von Permanentmagneten (2, 3, 12, 13, 14, 15,
25, 26) unterschiedlich sind und zwar vorzugsweise derart, dass diese entlang einer
Ringform einer Kippbewegung folgen.
6. Induktionsofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine ringförmige und/oder mehrlagige Anordnung der Permanentmagnete (2, 3, 12, 13,
14, 15, 25, 26) um den Innenraum (4) herum.
7. Induktionsofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Permanentmagnete (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) durch eine Permanentmagnethalterung
(11) innerhalb der Permanentmagnethalterung (11) drehfest gehalten sind und zwar insbesondere
durch Formschluss.
8. Induktionsofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass außenliegende Permanentmagnete (2) einen größeren Durchmesser aufweisen als innenliegende
Permanentmagnete (3).
9. Induktionsofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Permanentmagnete (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) einen nicht rotationssymmetrischen
Querschnitt aufweisen und der Querschnitt insbesondere vieleckig ist und/oder eine
Fase umfasst, die vorzugsweise die Magnetisierungsrichtung der Permanentmagnete anzuzeigen
vermag.
10. Induktionsofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Magnete (27) in einer Permanentmagnethalterung (11) drehfest gehalten
sind und zwar vorzugsweise durch Formschluss und/ oder die weiteren Magnete (27) ein
Ausrichtungsmittel umfassen und/oder die weiteren Magnete (27) unterschiedliche Magnetisierungsrichtungen
aufweisen und/ oder die weiteren Magnete (27) insbesondere ringförmig an Stirnseiten
von Permanentmagneten (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) angeordnet sind.
11. Induktionsofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine magnetische Abschirmung (7), die die Permanentmagnete (2, 3, 12, 13, 14, 15,
25, 26) nach außen magnetisch abschirmt.
12. Induktionsofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum (4) langgestreckt ist und die Halteeinrichtung (16, 17) zwei Enden
eines langgestreckten Werkstücks (5) zu halten vermag, wobei die Halteeinrichtung
vollständig oder überwiegend außerhalb des Innenraums (4) angeordnet sein kann.
13. Induktionsofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetische Abschirmung (28) angrenzend an den Innenumfang von ringförmig angeordneten
Permanentmagneten (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) angeordnet ist.
14. Strangpressanlage mit einem Induktionsofen nach einem der vorgehenden Ansprüche, wobei
der Induktionsofen so angeordnet ist, dass er ein Werkstück (5) vor einem Strangpressen
zu erhitzen vermag und zwar insbesondere auf 400 °C bis 1100 °C.
15. Verfahren für ein Erhitzen eines aus Metall bestehenden Werkstücks (5) in einem Induktionsofen
(1) mit den Merkmalen nach einem der Ansprüche 1 bis 13, in dem das Werkstück (5)
relativ zu den Permanentmagneten (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) gedreht wird, bis
das Werkstück (5) auf eine Temperatur von 400 °C und mehr erhitzt worden ist.
1. Induction furnace (1) having
- a plurality of permanent magnets (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) for generating a
magnetic field in an interior space (4),
- a holding means (16, 17) by which a workpiece (5) can be held in the interior space
(4) for heating, and
- a drive for generating a relative movement between the holding means (16, 17) and
the permanent magnets (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) suitable for heating a workpiece,
characterized by
further magnets (27) adjacent to the holding means (16, 17) for a workpiece (5), which
reduce the magnetic field generated by the permanent magnets (2, 3, 12, 13, 14, 15,
25, 26) in the region of the holding means (16, 17) and/or
by a magnetic shield (28) for an area in which the holding means is arranged.
2. Induction furnace according to claim 1, characterized in that the relative movement is a rotational movement between the holding means (16, 17)
and the permanent magnets (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26).
3. Induction furnace according to claim 1 or 2, characterized by a thermal shield (6, 20) which thermally shields the permanent magnets (2, 3, 12,
13, 14, 15, 25, 26) from the interior space (4), wherein the thermal shield (6, 20)
comprises in particular a polished surface (23) adjoining the interior space (4) and/or
a structured surface for a gas transport.
4. Induction furnace according to the preceding claim, characterized in that the structured surface comprise one or more ridges (22) and/or grooves which are
antiparallel to an axis of rotation (24) around which the permanent magnets (2, 3,
12, 13, 14, 15, 25, 26) are rotated.
5. Induction furnace according to one of the preceding claims, characterized in that magnetization directions (8, 9, 10) of permanent magnets (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25,
26) are different and preferably in such a way that they follow a tilting movement
along an annular form.
6. Induction furnace according to one of the preceding claims, characterized by an annular and/or multilayer arrangement of the permanent magnets (2, 3, 12, 13,
14, 15, 25, 26) around the interior space (4).
7. Induction furnace according to one of the preceding claims, characterized in that the permanent magnets (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) are held by a permanent magnet
holder (11) in a rotationally fixed manner within the permanent magnet holder (11),
and in particular by a form fit.
8. Induction furnace according to one of the preceding claims, characterized in that permanent magnets (2) on the outside have a larger diameter than permanent magnets
(3) on the inside.
9. Induction furnace according to one of the preceding claims, characterized in that the permanent magnets (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) have a non-rotationally symmetrical
cross-section and the cross-section is in particular polygonal and/or comprises a
chamfer which is preferably capable of indicating the magnetization direction of the
permanent magnets.
10. Induction furnace according to one of the preceding claims, characterized in that the further magnets (27) are held in a permanent magnet holder (11) in a rotationally
fixed manner, and preferably by a form fit, and/or the further magnets (27) comprise
an alignment means and/or the further magnets (27) have different magnetization directions,
and/or the further magnets (27) are arranged in particular annularly on end faces
of permanent magnets (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26).
11. Induction furnace according to one of the preceding claims, characterized by a magnetic shield (7) magnetically shielding the permanent magnets (2, 3, 12, 13,
14, 15, 25, 26) towards the outside.
12. Induction furnace according to one of the preceding claims, characterized in that the interior space (4) is elongated and the holding means (16, 17) is capable of
holding two ends of an elongated workpiece (5), wherein the holding means can be arranged
completely or predominantly outside the interior space (4).
13. Induction furnace according to one of the preceding claims, characterized in that the magnetic shield (28) is arranged adjacent to the inner circumference of annularly
arranged permanent magnets (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26).
14. Extrusion plant comprising an induction furnace according to one of the preceding
claims, wherein the induction furnace is arranged such that it is capable of heating
a workpiece (5) prior to extrusion, in particular to 400 °C to 1100 °C.
15. Method for heating a workpiece (5) consisting of metal in an induction furnace (1)
having the features according to one of the claims 1 to 13, in which the workpiece
(5) is rotated relative to the permanent magnets (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) until
the workpiece (5) has been heated to a temperature of 400 °C and above.
1. Four à induction (1) comprenant
- une pluralité d'aimants permanents (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) pour générer un
champ magnétique dans un espace intérieur (4),
- un dispositif de retenue (16, 17), par moyen duquel une pièce ce fabrication (5)
peut être retenue dans l'espace intérieur (4) pour un chauffage, et
- un entraînement pour générer un mouvement relatif entre le dispositif de retenue
(16, 17) et les aimants permanents (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26), le mouvement relatif
étant approprié pour chauffer une pièce de fabrication,
caractérisé par
d'autres aimants (27) adjacents au dispositif de retenue (16, 17) d'une pièce de fabrication
(5), lesquels réduisent le champ magnétique généré par les aimants permanents (2,
3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) dans la zone du dispositif de retenue (16, 17) et/ou
par un blindage magnétique (28) d'une zone, dans laquelle le dispositif de retenue
est disposé.
2. Four à induction selon la revendication 1, caractérisé en ce que le mouvement relatif est un mouvement de rotation entre le dispositif de retenue
(16, 17) et les aimants permanents (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26).
3. Four à induction selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé par un blindage thermique (6, 20), qui protège les aimants permanents (2, 3, 12, 13,
14, 15, 25, 26) de manière thermique contre l'espace intérieur (4), le blindage thermique
(6, 20) comprenant notamment une surface (23) polie adjacente à l'espace intérieur
(4) et/ou une surface structurée pour un transport de gaz.
4. Four à induction selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la surface structurée comprend une ou plusieurs traverses (22) et/ou rainures, qui
s'étendent de manière antiparallèle à un axe de rotation (24), autour duquel les aimants
permanents (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) sont tournés.
5. Four à induction selon la revendication précédente, caractérisé en ce que des directions de magnétisation (8, 9, 10) des aimants permanents (2, 3, 12, 13,
14, 15, 25, 26) sont différentes, à savoir de préférence de sorte que celles-ci suivent
un mouvement de basculement le long d'une forme annulaire.
6. Four à induction selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par une disposition annulaire et/ou multicouches des aimants permanents (2, 3, 12, 13,
14, 15, 25, 26) autour de l'espace intérieur (4).
7. Four à induction selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les aimants permanents (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) sont retenus de manière non-tournante
à l'intérieur d'un support d'aimants permanents (11) par moyen du support d'aimants
permanents (11), notamment par complémentarité de formes.
8. Four à induction selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des aimants permanents extérieurs (2) comprennent un plus grand diamètre que celui
des aimants permanents intérieurs (3).
9. Four à induction selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les aimants permanents (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) comprennent une section transversale
non formée à symétrie de révolution et la section transversale est notamment polygonale
et/ou comprend un chanfrein, qui peut de préférence indiquer la direction de magnétisation
des aimants permanents.
10. Four à induction selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les autres aimants (27) sont retenus de manière non-tournante dans un support d'aimants
permanents (11), de préférence par complémentarité de formes, et/ou les autres aimants
(27) comprennent des directions de magnétisation différentes et/ou les autres aimants
(27) sont disposés notamment de manière annulaire sur des faces avant des aimants
permanents (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26).
11. Four à induction selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par un blindage magnétique (7), qui protège les aimants permanents (2, 3, 12, 13, 14,
15, 25, 26) sur le plan magnétique contre l'extérieur.
12. Four à induction selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'espace intérieur (4) est allongé et le dispositif de retenue (16, 17) peut retenir
deux extrémités d'une pièce de fabrication (5) allongée, dans lequel le dispositif
de retenue peut être complètement ou pour la plupart disposé à l'extérieur de l'espace
intérieur (4).
13. Four à induction selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le blindage magnétique (28) est disposé de manière adjacente à la circonférence intérieure
des aimants permanents (2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26) disposés de manière annulaire.
14. Installation de presse à extrusion comprenant un four à induction selon l'une des
revendications précédentes, le four à induction étant disposé, de sorte qu'il est
capable de chauffer une pièce de fabrication (5) avant une extrusion, et notamment
à 400°C à 1100°C.
15. Procédé de chauffage d'une pièce de fabrication (5) métallique dans un four à induction
(1) comprenant les caractéristiques selon l'une des revendications 1 à 13, dans lequel
four à induction la pièce de fabrication (5) est tournée par rapport aux aimants permanents
(2, 3, 12, 13, 14, 15, 25, 26), jusqu'à ce que la pièce de fabrication (5) soit chauffée
à une température de 400°C et de plus.