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(11) |
EP 3 365 906 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.01.2022 Patentblatt 2022/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.11.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2016/076808 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/102174 (22.06.2017 Gazette 2017/25) |
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| (54) |
REGELBARER ORTSNETZTRANSFORMATOR
CONTROLLABLE LOCAL NETWORK TRANSFORMER
TRANSFORMATEUR DE RÉSEAU DE RÉPARTITION RÉGLABLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
15.12.2015 DE 102015225314
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.08.2018 Patentblatt 2018/35 |
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Patentinhaber: Siemens Energy Global GmbH & Co. KG |
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81739 München (DE) |
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Erfinder: |
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- HANDT, Karsten
92348 Berg (DE)
- HEINZ, Michael
01159 Dresden (DE)
- KOSSE, Sylvio
91052 Erlangen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102013 109 289 US-A- 3 581 188
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GB-A- 1 110 314
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen regelbaren Ortsnetztransformator zur Transformation
der elektrischen Spannung aus dem Mittelspannungsnetz auf die im Niederspannungsnetz
(Ortsnetz) verwendete niedrigere Spannung.
[0002] Regelbare Ortsnetztransformatoren können das Übersetzungsverhältnis zwischen ihrer
Oberspannungsseite, d.h. der Mittelspannung von beispielsweise 10-20 kV, und ihrer
Unterspannungsseite, also der Ortsnetzspannung von beispielsweise in Europa 400 V,
verändern. Dadurch können Spannungsveränderungen ausgeglichen werden, die beispielsweise
durch die Einspeisung aus dezentralen Photovoltaik-Anlagen entstehen.
[0003] Bekannte regelbare Ortsnetztransformatoren weisen dazu auf der Oberspannungsseite
einen Laststufenschalter auf, der beispielsweise eine Mittelspannungsvakuumröhre pro
Phase und Stufe des Stufenschalters umfasst, also beispielsweise 15 Mittelspannungsvakuumschalter
für drei Phasen und 5 Stufen. Mittelspannungsvakuumschalter sind nachteiligerweise
komplex und daher teuer und machen daher den Aufbau des Laststufenschalters ungünstig.
Dafür kann hiermit ein bevorzugter Wert für die Spannungs-Stellschritte von 2,5% eingestellt
werden.
[0004] Eine andere Lösung ordnet den Laststufenschalter auf der Unterspannungsseite des
regelbaren Ortsnetztransformators an. Hierbei werden günstigere und einfachere Niederspannungsvakuum
verwendet. Der minimale Stellschritt hängt dabei von der Anzahl der Windungen der
Unterspannungsspule ab und beträgt beispielsweise 5% bei 20 Windungen. Dieser Stellschritt
ist nachteiligerweise größer als der bevorzugte Stellschritt von 2,5%.
[0005] Aus der
DE 10 2013 109 289 A1 ist ein Stufentransformator mit einem Laststufenschalter, gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1, bekannt.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen regelbaren Ortsnetztransformator
anzugeben, der die eingangs genannten Nachteile bekannter regelbarer Ortsnetztransformator
vermindert oder vermeidet.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen regelbaren Ortsnetztransformator mit den Merkmalen
von Anspruch 1 gelöst. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen des
Ortsnetztransformators.
[0008] Der erfindungsgemäße regelbare Ortsnetztransformator umfasst wenigstens eine Oberspannungsspule
auf Oberspannungsseite und wenigstens eine Unterspannungsspule auf Unterspannungsseite.
Weiterhin umfasst der regelbare Ortsnetztransformator einen ersten Laststufenschalter
für die Unterspannungsseite, wobei der erste Laststufenschalter zur Umschaltung zwischen
wenigstens zwei verschiedenen Windungszahlen der Unterspannungsspule ausgestaltet
ist und dazu wenigstens einen zweiten Schalter umfasst. Weiterhin umfasst der regelbare
Ortsnetztransformator einen zweiten Laststufenschalter für die Oberspannungsseite,
wobei der zweite Laststufenschalter zur Umschaltung zwischen wenigstens zwei verschiedenen
Windungszahlen der Oberspannungsspule ausgestaltet ist und dazu wenigstens einen zweiten
Schalter umfasst.
[0009] Die Erfindung schafft also einen regelbaren Ortsnetztransformator, der sowohl auf
der Oberspannungsseite als auch auf der Unterspannungsseite einen Laststufenschalter
aufweist. Durch den auf der Oberspannungsseite vorhandenen Laststufenschalter vorteilhaft
erreicht, dass das Spannungsniveau in verhältnismäßig feinen Schritten schaltbar ist,
die von der Unterspannungsseite allein nicht erreichbar wären. Gleichzeitig verbleibt
aber ein möglichst großer Teil des baulichen Aufwands mit dem Laststufenschalter auf
der Unterspannungsseite, wo die geringere Spannung auch geringere Anforderungen an
den Aufbau des Laststufenschalters bedingt.
[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den von Anspruch 1 abhängigen
Ansprüchen hervor. Dabei kann die Ausführungsform nach Anspruch 1 mit den Merkmalen
eines der Unteransprüche oder vorzugsweise auch mit denen aus mehreren Unteransprüchen
kombiniert werden. Demgemäß können für den Stromwandler noch zusätzlich folgende Merkmale
vorgesehen werden:
Als idealer Kompromiss zwischen der Schaltgenauigkeit und dem baulichen Aufwand hat
sich erwiesen, wenn auf der Oberspannungsseite genau zwei Stufen der Windungszahl
erreichbar sind. Diese liegen dann bevorzugt so, dass bei der Umschaltung eine Änderung
der Windungszahl der Oberspannungsspule zwischen 1 % und 4 %, insbesondere zwischen
2 % und 3 %, bevorzugt 2,5 %, bewirkt wird. Diese Spannen sind kleiner als diejenigen,
die üblicherweise auf der Unterspannungsseite erreichbar sind. Indem mit dem ersten
Laststufenschalter grobe Stellschritte und mit dem zweiten Laststufenschalter feinere
Stellschritte unternommen werden, wird insgesamt ein weiter Stellbereich mit feinen
Stellschritten realisiert. Dabei kann der erste Laststufenschalter zur Umschaltung
zwischen genau drei verschiedenen Windungszahlen der Unterspannungsspule ausgestaltet
sein. Bei dieser Konfiguration ergeben sich sechs verschiedene Übersetzungsverhältnisse.
Vorteilhaft werden aber für die drei Phasen nur sechs Schalter auf der Oberspannungsseite
benötigt, während auf der Unterspannungsseite weitere 12 Schalter benötigt werden,
wobei pro Phase ein Schalter für eine Überbrückung für den Schaltvorgang verwendet
wird.
[0011] Der erste und zweite Schalter umfassen Vakuumschalter oder sind Vakuumschalter. Zweckmäßig
kommt pro Phase und pro schaltbare Stufe der Laststufenschalter ein Schalter zum Einsatz.
[0012] Der regelbare Ortsnetztransformator kann eine Überbrückungsschaltung zur Stromaufnahme
bei der Umschaltung aufweisen, wobei die Überbrückungsschaltung eine weitere Schalteinrichtung
umfasst sowie zweckmäßig einen Strombegrenzungswiderstand.
[0013] Der regelbare Ortsnetztransformator kann eine Steuerung umfassen, die ausgestaltet
ist, einen Zeitpunkt des Stromnulldurchgangs für eine zu schaltende Phase zu ermitteln,
einen Schalter für diese Phase in einem zeitlichen Abstand von weniger als 2 ms vor
dem Stromnulldurchgang zu öffnen und einen weiteren Schalter für diese Phase in einem
zeitlichen Abstand von weniger als 2 ms nach dem Stromnulldurchgang zu schließen.
Ein derartiger Aufbau macht die Überbrückungsschaltung unnötig. Ein Schaltlichtbogen
im abschaltenden Schalter verlischt im Stromnulldurchgang. Da der zu schließende Schalter
zu diesem Zeitpunkt noch keinen Kontakt hat, wird ein Kreisstrom vermieden. Hierfür
ist es zweckmäßig, wenn Schalter verwendet werden, die eine kurze, bevorzugt weniger
als 5 ms betragende Schaltverzögerung aufweisen, wobei die Schaltverzögerung im Wesentlichen
unabhängig von Einflüssen wie der Temperatur ist.
[0014] Der erste und/oder der zweite Laststufenschalter kann genau einen Wechselschalter
pro Phase und Schaltstufe umfassen. Mit anderen Worten wird an der Stelle von jeweils
zwei Schaltern, die als Kontakt arbeiten, ein Wechselschalter verwendet. Damit ist
es möglich, den ersten und/oder zweiten Laststufenschalter vorteilhaft mit genau drei
Wechselschaltern auszuführen. Somit kann in einer Ausgestaltungsmöglichkeit der erste
und zweite Laststufenschalter zusammen mit genau sechs Wechselschaltern aufgebaut
werden und damit vier Schaltstufen erreichen.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von bevorzugten Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die Zeichnung noch weiter erläutert. Dabei zeigen jeweils in schematisierter
Form
- FIG 1
- den Aufbau eines regelbaren Ortsnetztransformators,
- FIG 2
- einen regelbaren Ortsnetztransformator mit sechs Schaltstufen,
- FIG 3
- einen regelbaren Ortsnetztransformator mit vier Schaltstufen und Wechselschaltern.
[0016] FIG 1 zeigt ein grobes Schema für den Aufbau eines regelbaren Ortsnetztransformators
10. Der regelbare Ortsnetztransformator 10 umfasst eine Oberspannungsseite 11 und
eine Unterspannungsseite 12. Typischerweise ist in Deutschland die Oberspannungsseite
11 für Spannungen im Bereich von 20 kV ausgelegt, während die Unterspannungsseite
12 für Spannungen von 400 V ausgelegt ist.
[0017] Auf der Oberspannungsseite 11 führen Anschlussleitungen 13 für den Anschluss an das
Mittelspannungsnetz in den regelbaren Ortsnetztransformator 10. Auf der Unterspannungsseite
führen Anschlussleitungen 14 zum Anschluss des lokalen Ortsnetzes aus dem regelbaren
Ortsnetztransformator 10. Die Anschlussleitungen 14 auf der Unterspannungsseite 12
sind mit einer Steuerung 15 verbunden, die auch eine Spannungsüberwachung einschließt.
[0018] Die Steuerung 15 ist mit einem ersten Laststufenschalter 16 auf der Oberspannungsseite
11 verbunden und steuert den ersten Laststufenschalter 16. Die Steuerung ist weiterhin
mit einem zweiten Laststufenschalter 17 verbunden, der auf der Unterspannungsseite
12 angeordnet ist. Die Steuerung 15 überwacht die Spannungsniveaus auf den Anschlussleitungen
14 zum Ortsnetz und steuert nach deren Lage die Laststufenschalter 16, 17.
[0019] FIG 2 zeigt schematisch den Aufbau der Laststufenschalter 16, 17 für einen beispielhaften
regelbaren Ortsnetztransformator 20, wobei dieser regelbare Ortsnetztransformator
20 sechs verschiedene Schaltstufen erlaubt.
[0020] FIG 2 zeigt für eine Phase der Oberspannungsseite 21 des regelbaren Ortsnetztransformators
20 eine Stammwicklung 23 und eine Regelwicklung 24. Ein Ende der Stammwicklung 23
ist über Vakuumschalter 27, 28 mit zwei Anzapfungen der Regelwicklung 24 verbunden.
Bei einer der Anzapfungen ist der Vakuumschalter 27 durch einen parallel angeordneten
Überbrückungsschalter 32 überbrückbar, wobei in Serie zum Überbrückungsschalter 32
ein Strombegrenzungswiderstand 35 angeordnet ist. Die Anzapfungen sind dabei so angeordnet,
dass durch die Umschaltung eine Änderung der Windungszahl von 2,5% der Gesamtwindungszahl
bewirkt wird. Die Überbrückung kann bei der Umschaltung in bekannter Weise dazu verwendet
werden, eine Schaltung unter Last vorzunehmen und dabei Kreisströme zu vermindern.
Für eine Umschaltung wird der Überbrückungsschalter 32 aktiviert und übernimmt den
Strom, wenn der Vakuumschalter 27, 28, der zu der Zeit vor der Umschaltung geschlossen
war, öffnet. Erst nach der Öffnung dieses Vakuumschalters 27, 28 schließt der andere
der Vakuumschalter 27, 28 und nachfolgend wird der Halbleiterschalter 32 wieder abgeschaltet.
[0021] Auf der Unterspannungsseite 22 des regelbaren Ortsnetztransformators 20 ist ein analoger
Aufbau mit Vakuumschaltern 29, 30, 31 für Niederspannung und einem Überbrückungsschalter
33 sowie einem Strombegrenzungswiderstand 36 vorhanden. Auf der Unterspannungsseite
22 sind allerdings drei Anzapfungen und daher auch drei Vakuumschalter 29, 30, 31
für jede Phase vorhanden. Die Anzapfungen auf der Unterspannungsseite 22 sind so angeordnet,
dass eine Umschaltung der Vakuumschalter 29, 30, 31 zu relativen Änderungen der Spannung
von ca. +5% der Gesamtwindungszahl führen, also gerade einer Windung bei einer Gesamtzahl
von 20 Windungen. Ein kleinerer Schritt ist somit auf der Unterspannungsseite 22 nicht
leicht ausführbar.
[0022] Die beiden Laststufenschalter können somit zusammen sechs verschiedene Spannungsniveaus
ansteuern, die in 2,5 %-Schritten zwischen beispielsweise -7,5% und +5% der Standardspannung
liegen. Dafür kommen sechs Mittelspannungsvakuumschalter und zwölf Niederspannungsvakuumschalter
zum Einsatz, während bei einem bekannten regelbaren Ortsnetztransformator, bei dem
fünf Schaltstufen ausschließlich auf der Oberspannungsseite schaltbar sind, 15 Mittelspannungsvakuumschalter
benötigt werden.
[0023] Rüstet man die Vakuumschalter mit einem schnellen Antrieb aus, dann kann die Überbrückung
mit dem Überbrückungsschalter 32, 33 entfallen. Dazu wird die Steuerung 15 ausgestaltet,
eine Erkennung des Stromnulldurchgangs durchzuführen und den Schaltvorgang für die
Vakuumschalter 27...31 daran auszurichten. Der jeweils öffnende Vakuumschalter 27...31
öffnet dann kurz vor einem Stromnulldurchgang, beispielsweise innerhalb von 2 ms davor.
Der sich bildende Lichtbogen verlischt beim Stromnulldurchgang. Der schließende Vakuumschalter
27...31 schließt erst kurz nach dem Stromnulldurchgang, beispielsweise innerhalb von
2 ms danach. Da zu keiner Zeit beide Schalter geschlossen sind, wird ein Kreisstrom
vermieden und gleichzeitig ein Schalten unter Last erzielt. Hierdurch wird pro Phase
und Seite 21, 22 ein Überbrückungsschalter eingespart.
[0024] Hierzu ist es zweckmäßig, Schalter einzusetzen, die entweder eine sehr geringe Schaltverzögerung
aufweisen, idealerweise im Bereich von weniger als 10 ms, noch besser im Bereich von
weniger als 2 ms. Alternativ oder zusätzlich ist es vorteilhaft, wenn die Schaltverzögerung
der Schalter nur geringfügig von Umgebungsbedingungen wie der Temperatur abhängt.
Mit solchen Schaltern ist es möglich, den Schaltzeitpunkt ausreichend mit dem Stromnulldurchgang
zu synchronisieren.
[0025] FIG 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für den Aufbau der Laststufenschalter
16, 17 für einen beispielhaften regelbaren Ortsnetztransformator 40, wobei dieser
regelbare Ortsnetztransformator 40 vier verschiedene Schaltstufen erlaubt. Der regelbare
Ortsnetztransformator 40 weist analog Stammwicklungen 43, 45 und Regelwicklungen 44,
46 für die Ober- und Unterspannungsseite 41, 42 auf.
[0026] Anstelle der Vakuumschalter des vorigen Beispiels kommen hier schnelle Wechselschalter
zum Einsatz. Dabei wird pro Phase sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterspannungsseite
41, 42 nur jeweils ein Wechselschalter 47, 48 verwendet. Der Wechselschalter 47, 48
sorgt dafür, dass stets ein Strompfad vorhanden ist und eine Überbrückung ist ebenfalls
unnötig. Insgesamt kommen also nur sechs der Wechselschalter 47, 48, nämlich einer
pro Phase und Seite 41, 42 zum Einsatz, was einen sehr geringen baulichen Aufwand
für die Realisierung von einer Laststufenschaltung mit vier Stufen darstellt.
1. Regelbarer Ortsnetztransformator (10,20,40) mit wenigstens einer Oberspannungsspule
(23, 24, 43, 44) auf Oberspannungsseite (21, 41) und wenigstens einer Unterspannungsspule
(25, 26, 45, 46) auf Unterspannungsseite (22, 42), umfassend einen ersten Laststufenschalter
(17) für die Unterspannungsseite, wobei der erste Laststufenschalter (17) zur Umschaltung
zwischen wenigstens zwei verschiedenen Windungszahlen der Unterspannungsspule (25,
26, 45, 46) ausgestaltet ist und dazu wenigstens einen ersten Schalter (29, 30, 31)
umfasst, gekennzeichnet durch einen zweiten Laststufenschalter (16) für die Oberspannungsseite (21, 41), wobei
der zweite Laststufenschalter (16) zur Umschaltung zwischen wenigstens zwei verschiedenen
Windungszahlen der Oberspannungsspule (23, 24, 43, 44) ausgestaltet ist und dazu wenigstens
einen zweiten Schalter (27, 28) umfasst.
2. Regelbarer Ortsnetztransformator (10,20,40) nach Anspruch 1, wobei der zweite Laststufenschalter
(16) ausgestaltet ist zur Umschaltung zwischen genau zwei verschiedenen Windungszahlen
der Oberspannungsspule (23, 24, 43, 44).
3. Regelbarer Ortsnetztransformator (10,20,40) nach Anspruch 1, wobei der erste und zweite
Schalter (27...31) Vakuumschalter umfassen oder Vakuumschalter sind.
4. Regelbarer Ortsnetztransformator (10,20,40) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der erste
Laststufenschalter (17) zur Umschaltung zwischen genau zwei oder genau drei verschiedenen
Windungszahlen der Unterspannungsspule (25, 26, 45, 46) ausgestaltet ist.
5. Regelbarer Ortsnetztransformator (10,20,40) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei der zweite Laststufenschalter (16) ausgestaltet ist, bei der Umschaltung eine
Änderung der Windungszahl der Oberspannungsspule (23, 24, 43, 44) zwischen 1 % und
4 %, insbesondere zwischen 2 % und 3 %, zu bewirken.
6. Regelbarer Ortsnetztransformator (10,20,40) nach einem der vorangehenden Ansprüche
mit einer Überbrückungsschaltung zur Stromaufnahme bei der Umschaltung, wobei die
Überbrückungsschaltung eine weitere Schalteinrichtung (32, 33) umfasst sowie einen
Strombegrenzungswiderstand (35, 36).
7. Regelbarer Ortsnetztransformator (10,20,40) nach einem der vorangehenden Ansprüche
mit einer Steuerung (15), die ausgestaltet ist, einen Zeitpunkt des Stromnulldurchgangs
für eine zu schaltende Phase zu ermitteln, einen Schalter (27...31) für diese Phase
in einem zeitlichen Abstand von weniger als 2 ms vor dem Stromnulldurchgang zu öffnen
und einen weiteren Schalter (27...31) für diese Phase in einem zeitlichen Abstand
von weniger als 2 ms nach dem Stromnulldurchgang zu schließen.
8. Regelbarer Ortsnetztransformator (10,20,40) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei der der erste Laststufenschalter (17) genau zwei Schalter pro Phase umfasst.
9. Regelbarer Ortsnetztransformator (10,20,40) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei der der erste Laststufenschalter (17) genau einen Wechselschalter (48) pro Phase
umfasst.
10. Regelbarer Ortsnetztransformator (10,20,40) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei der der zweite Laststufenschalter (16) genau einen Wechselschalter (47) pro Phase
umfasst.
1. Regulatable local grid transformer (10, 20, 40) having at least one high-voltage coil
(23, 24, 43, 44) on the high-voltage side (21, 41) and at least one low-voltage coil
(25, 26, 45, 46) on the low-voltage side (22, 42), comprising a first on-load tap
changer (17) for the low-voltage side, wherein the first on-load tap changer (17)
is configured to switch between at least two different numbers of turns of the low-voltage
coil (25, 26, 45, 46) and comprises at least one first switch (29, 30, 31) for this
purpose, characterized by a second on-load tap changer (16) for the high-voltage side (21, 41), wherein the
second on-load tap changer (16) is configured to switch between at least two different
numbers of turns of the high-voltage coil (23, 24, 43, 44) and comprises at least
one second switch (27, 28) for this purpose.
2. Regulatable local grid transformer (10, 20, 40) according to Claim 1, wherein the
second on-load tap changer (16) is configured to switch between exactly two different
numbers of turns of the high-voltage coil (23, 24, 43, 44).
3. Regulatable local grid transformer (10, 20, 40) according to Claim 1, wherein the
first and second switches (27...31) comprise vacuum switches or are vacuum switches.
4. Regulatable local grid transformer (10, 20, 40) according to Claim 1 or 2, wherein
the first on-load tap changer (17) is configured to switch between exactly two or
exactly three different numbers of turns of the low-voltage coil (25, 26, 45, 46)
.
5. Regulatable local grid transformer (10, 20, 40) according to one of the preceding
claims, wherein the second on-load tap changer (16) is configured to effect a change
in the number of turns of the high-voltage coil (23, 24, 43, 44) of between 1% and
4%, in particular between 2% and 3%, at switching.
6. Regulatable local grid transformer (10, 20, 40) according to one of the preceding
claims, having a bypass circuit for drawing current at switching, wherein the bypass
circuit comprises a further switching device (32, 33) and a current limiting resistor
(35, 36).
7. Regulatable local grid transformer (10, 20, 40) according to one of the preceding
claims, having a control means (15) that is configured to determine a time of the
current zero crossing for a phase to be switched, to open a switch (27...31) for this
phase within a time interval of less than 2 ms before the current zero crossing and
to close a further switch (27...31) for this phase within a time interval of less
than 2 ms after the current zero crossing.
8. Regulatable local grid transformer (10, 20, 40) according to one of the preceding
claims, in which the first on-load tap changer (17) comprises exactly two switches
per phase.
9. Regulatable local grid transformer (10, 20, 40) according to one of the preceding
claims, in which the first on-load tap changer (17) comprises exactly one changeover
switch (48) per phase.
10. Regulatable local grid transformer (10, 20, 40) according to one of the preceding
claims, in which the second on-load tap changer (16) comprises exactly one changeover
switch (47) per phase.
1. Transformateur (10, 20, 40) de réseau local réglable comprenant au moins une bobine
(23, 24, 43, 44) de haute tension du côté (21,41) de la haute tension et au moins
une bobine (25, 26, 45, 46) de basse tension du côté (22, 42) de la basse tension,
comprenant un premier commutateur (17) à étage en charge pour le côté de la basse
tension, dans lequel le premier commutateur (17) à étage en charge est conformé pour
la commutation entre au moins deux nombres de spires différents de la bobine (25,
26, 45, 46) de basse tension et comprend à cet effet au moins un premier interrupteur
(29, 30, 31), caractérisé par un deuxième commutateur (16) à étage en charge pour le côté (21, 41) de la haute
tension, dans lequel le deuxième commutateur (16) à étage en charge est conformé pour
la commutation entre au moins deux nombres de spires différents de la bobine (23,
24, 43, 44) de haute tension et comprend à cet effet au moins un deuxième interrupteur
(27, 28).
2. Transformateur (10, 20, 40) d'un réseau local réglable suivant la revendication 1,
dans lequel le deuxième commutateur (16) à étage en charge est conformé pour la commutation
entre exactement deux nombres de spires différents de la bobine (23,24,43, 44) de
haute tension.
3. Transformateur (10, 20, 40) d'un réseau local réglable suivant la revendication 1,
dans lequel le premier et deuxième interrupteurs (27...31) comprennent des interrupteurs
à vide ou sont des interrupteurs à vide.
4. Transformateur (10, 20, 40) d'un réseau local réglable suivant la revendication 1
ou 2, dans lequel le premier commutateur (17) à étage en charge est conformé pour
la commutation en exactement deux ou en exactement trois nombres de spires différents
de la bobine (25, 26, 45, 46) de basse tension.
5. Transformateur (10, 20, 40) d'un réseau local réglable suivant l'une quelconque des
revendications précédentes, dans lequel le deuxième commutateur (16) à étage en charge
peut provoquer à la commutation une modification du nombre de spires de la bobine
(23, 24, 43, 44) de haute tension entre 1 % et 4 %, notamment entre 2 % et 3 %.
6. Transformateur (10, 20, 40) d'un réseau local réglable suivant l'une quelconque des
revendications précédentes, comprenant un circuit de dérivation pour prélever du courant
à la dérivation, dans lequel le circuit de dérivation comprend un autre dispositif
(32, 33) de coupure ainsi qu'une résistance (35, 36) de limitation du courant.
7. Transformateur (10, 20, 40) d'un réseau local réglable suivant l'une quelconque des
revendications précédentes comprenant une commande (15), qui est conformée pour déterminer
un instant de passage du courant par zéro pour une phase à connecter, pour ouvrir
un interrupteur (27...31) pour cette phase à une distance dans le temps de moins de
2 ms du passage par zéro du courant et pour fermer un autre interrupteur (27...31)
pour cette phase à une distance dans le temps de moins de 2 ms après le passage par
zéro du courant.
8. Transformateur (10, 20, 40) d'un réseau local réglable suivant l'une quelconque des
revendications précédentes, dans lequel le premier commutateur (17) à étage en charge
comprend exactement deux interrupteurs par phase.
9. Transformateur (10, 20, 40) d'un réseau local réglable suivant l'une quelconque des
revendications précédentes, dans lequel le premier commutateur (17) à étage en charge
comprend exactement un commutateur (40) va et vient par phase.
10. Transformateur (10, 20, 40) d'un réseau local réglable suivant l'une quelconque des
revendications précédentes, dans lequel le deuxième commutateur (16) à étage en phase
comprend exactement un commutateur (47) va et vient par charge.


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