[0001] Die Erfindung betrifft eine statische Staubsaugerbodendüse mit einem Gehäuse und
mit zumindest einem daran unterseitig angeordneten Saugmund, welcher sich in einer
Arbeitsrichtung und einer Querrichtung erstreckt. Der Saugmund ist in der Arbeitsrichtung
durch eine vordere Saugmundkante und eine hintere Saugmundkante begrenzt. Oberseitig
schließt an den Saugmund ein Saugraum an, welcher an einen Saugkanal zur Führung eines
Saugluftstromes angeschlossen ist.
[0002] Die gattungsgemäße Staubsaugerbodendüse ist insbesondere zur Verwendung mit Haushaltsstaubsaugern
vorgesehen. Dabei ist eine statische Staubsaugerbodendüse dadurch gekennzeichnet,
dass im Saugbetrieb keine beweglichen Reinigungselemente, insbesondere keine Bürstenwalzen
vorgesehen sind. Der Saugkanal ist zweckmäßigerweise an die Luftführung eines Staubsaugers
anschließbar.
[0003] Die Reinigung von Fußböden mit Staubsaugergeräten geht üblicherweise mit einer erheblichen
Lärmbelastung einher. Dabei wird die größte Schallemission üblicherweise durch das
Gebläse zur Erzeugung des Saugluftstromes sowie durch den es antreibenden Motor hervorgerufen.
In geringerem, jedoch nicht zu vernachlässigendem Maße treten auch Strömungsgeräusche
in den Einrichtungen zur Führung des Saugluftstromes, insbesondere an der Eintrittsöffnung
der Staubsaugerbodendüse auf. Funktionsnotwendigerweise muss dort der Saugluftstrom
umgelenkt werden, wodurch Geräusche verursachende Verwirbelungen hervorgerufen werden.
[0004] Die einschlägigen Energiesparvorschriften haben dazu geführt, dass die elektrische
Leistungsaufnahme von Staubsaugergeräten, insbesondere Haushaltsstaubsaugern auf Werte
unterhalb von 1000 Watt reduziert wurde. Gleichsam hat sich hierdurch der Schallpegel
der maximalen primären Geräuschentwicklung durch Gebläse und Gebläsemotor reduziert.
Hierdurch treten sekundäre Strömungsgeräusche während des Saugbetriebes stärker in
den Vordergrund. Zur Reduzierung der Geräuschbelastung ist daher eine Verminderung
der Strömungsgeräusche an der Staubsaugerbodendüse wünschenswert. Dies betrifft insbesondere
hochwertige Staubsaugerbodendüsen für besonders anspruchsvolle Benutzer.
[0005] Aus
EP 0 898 923 B1 ist es bereits bekannt, zur Reduktion der Strömungsgeräusche den Saugraum als Strömungsberuhigungsraum
mit einem gegenüber dem Saugmund vergrößerten Strömungsquerschnitt auszubilden. Dies
führt jedoch zu einem stark vergrößerten Volumen der Staubsaugerbodendüse, welches
aus Gründen der Handhabbarkeit sowie aus optischen Gesichtspunkten insbesondere bei
hochpreisigen Staubsaugerbodendüsen nicht wünschenswert ist. Weiterhin ist die Geräuschreduktion
noch verbesserungswürdig.
[0006] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine statische Staubsaugerbodendüse
mit reduzierten Strömungsgeräuschen anzugeben, die kompakter gebaut werden kann und
überdies eine verbesserte Geräuschreduktion aufweist.
[0007] Lösung dieser Aufgabe und Gegenstand der Erfindung ist eine Staubsaugerbodendüse
nach Anspruch 1 sowie ein Staubsauger nach Anspruch 15.
[0008] Die gattungsgemäße statische Staubsaugerbodendüse ist insbesondere für Haushaltsstaubsauger
vorgesehen und mit einem Gehäuse ausgebildet, an dem unterseitig ein sich in einer
Arbeitsrichtung und in einer Querrichtung erstreckender Saugmund angeordnet ist. Der
Saugmund ist durch eine vordere Saugmundkante und eine hintere Saugmundkante begrenzt.
Oberseitig schließt an den Saugmund ein innerhalb des Gehäuses angeordneter Saugraum
an, der an einem Saugkanal zur Führung eines Saugluftstromes angeschlossen ist. Erfindungsgemäß
ist in dem Saugraum ausgehend von der vorderen Saugmundkante eine Hinterschneidungsfläche
mit einer Breite zwischen 3 mm und 10 mm angeordnet. Die Hinterschneidungsfläche ist
gegenüber der Horizontalen um einen Winkel zwischen 30° und 60° geneigt. Die Erfindung
beruht auf der überraschenden Erkenntnis, dass im erfindungsgemäßen Winkelbereich
bereits bei einer sehr geringen Hinterschneidung zwischen 3 mm und 10 mm eine ausreichende
Strömungsberuhigung erzielt werden kann, die zu einer wirkungsvollen Geräuschminderung
führt. Durch die Neigung der Hinterschneidungsfläche werden innerhalb des Saugraumes
laufende Schallwellen an der Hinterschneidungsfläche in Richtung des Zentrums des
Saugraumes reflektiert - sowohl wenn diese in horizontaler als auch in vertikaler
Richtung auftreffen.
[0009] Als "Horizontale" ist die gedachte Ebene einer Bodenoberfläche zu verstehen, auf
der die Staubsaugerbodendüse kräftefrei - insbesondere frei von Schub- oder Zugmomenten
- aufliegt. Die Staubsaugerbodendüse steht dabei mit der Bodenfläche insbesondere
durch eine unterseitig angeordnete, den Saugmund einfassende Gleitsohle in Kontakt.
[0010] Vorzugsweise können die vordere Saugmundkante und die hintere Saugmundkante an der
Bodenfläche gleichzeitig anliegen. Dazu verlaufen die vordere Saugmundkante und die
hintere Saugmundkante vorzugweise in einer gemeinsamen Ebene (Saugebene), welche mit
der Bodenoberfläche zusammenfallen kann. Hierdurch treten die vordere Saugmundkante
und die hintere Saugmundkante besonders gut durchgängig dichtend mit einer ebenen
Bodenfläche - beispielsweise der Oberseite eines Teppichbodens - in Kontakt, um einen
hohen Differenzdruck mit entsprechend hoher Reinigungswirkung aufbauen zu können.
[0011] Die vordere Saugmundkante ist vorzugsweise gerade ausgebildet. Hierdurch ergibt sich
auch eine gerade und homogene Ausbildung der Hinterschneidungsfläche. Das führt insbesondere
zu einer gleichmäßigen Strömungsberuhigung und Schallreduzierung erzielt werden kann.
[0012] Die hintere Saugmundkante weist bevorzugt einen von der vorderen Saugmundkante abweichenden
Verlauf auf. Insbesondere kann sie zumindest einen abschnittsweise gekrümmten Verlauf
aufweisen, mehrere, zueinander parallel angeordnete gekröpfte Abschnitte umfassen
und/oder zumindest teilweise mit linearen gegenüber der vorderen Saugmundkante schräg
gestellten Abschnitten ausgebildet sein.
[0013] Besonders bevorzugt ist die (in der Arbeitsrichtung gemessene) Breite des Saugmundes
in der Mitte der Staubsauerbodendüse größer als an den in Querrichtung außenseitig
gelegenen Enden des Saugmundes. Zweckmäßigerweise nimmt die Saugmundbreite in Querrichtung
von der Mitte her in beiden Richtungen monoton ab. Durch entsprechende Ausgestaltungen
des Saugmundes können die Druck- und Strömungsverhältnisse im Saugkanal, insbesondere
im Bereich des Saugmundes eingestellt werden. Hierdurch lassen sich zusätzlich Strömungsgeräusche
beeinflussen und die Reinigungswirkung der Staubsaugerdüse steuern.
[0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung schließt an der Unterseite des Gehäuses in Arbeitsrichtung
vor der vorderen Saugmundkante ein Dichtplateau, (insbesondere unmittelbar) an. Das
Dichtplateau ist gegenüber der Saugebene um 5° oder weniger, vorzugsweise 3° oder
weniger geneigt. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung verläuft das Dichtplateau
innerhalb der Saugebene, welche zumindest den tiefsten Punkt der vorderen Saugmundkante
umfasst. Das Dichtplateau weist eine in der Arbeitsrichtung gemessene Plateaubreite
von zumindest 5 mm, vorzugsweise 8 mm auf. Besonders bevorzugt ist eine Plateaubreite
von 15 mm oder mehr. Das Dichtplateau liegt im Reinigungsbetrieb eng an der zu reinigenden
Bodenfläche an und bildet so in Arbeitsrichtung nach vorne einen dichtenden Abschluss,
welcher eine Schallemission aus dem Saugmund heraus dämpft. Dieser Effekt kommt verstärkt
bei besonders flachen und besonders breiten Dichtplateaus zum Tragen.
[0015] Zweckmäßigerweise erstreckt sich das Dichtplateau über die Hälfte, vorzugsweise über
zumindest 75 % der in der Querrichtung gemessenen Länge. Ganz besonders bevorzugt
verläuft das Dichtplateau über zumindest 95 % bzw. die gesamte Länge der vorderen
Saugmundkante. Somit kann eine einheitliche Dicht- und Schalldämmungswirkung erzielt
werden.
[0016] Ebenso ist es vorteilhaft, wenn sich die Hinterschneidungsfläche über zumindest die
Hälfte, insbesondere über zumindest 75 % der vorderen Saugmundkante erstreckt. Ganz
besonders bevorzugt ist es, wenn sich die Dichtfläche über zumindest 95 % bzw. die
gesamte Länge der vorderen Saugmundkante erstreckt. Der Saugmund macht selbst zumindest
95 % der Breite der Staubsaugerbodendüse in der Querrichtung aus.
[0017] Vorzugsweise erstreckt sich die vordere Saugmundkante über zumindest 95 % bzw. die
gesamte Breite des Saugmundes in der Querrichtung. Hierdurch werden die erfindungsgemäß
erreichten schalldämmenden Eigenschaften auch über die gesamte Staubsaugerbodendüsenbreite
erzielt.
[0018] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die vordere Saugmundkante (in einem Längsschnitt)
gerundet mit einem Krümmungsradius zwischen 0,25 mm und 1 mm ausgebildet. Besonders
bevorzugt beträgt der Krümmungsradius etwa 0,5 mm. angegebene Krümmung wird von der
vorderen Saugmundkante zumindest abschnittsweise, bevorzugt jedoch über zumindest
95 % deren gesamten Länge erreicht. Der Krümmungsradius ist so bemessen, dass einerseits
eine formstabile und praktikable Saugmundkante ausgebildet wird, die weder zur Beschädigung
des Bodenbelags führt noch - insbesondere bei der Ausgestaltung als Kunststoffspritzgussteil
- selbst einer Gefahr der Zerstörung bei bestimmungsgemäßem Gebrauch ausgesetzt ist.
Dennoch ist der Radius klein genug gewählt, dass die Unterseite der Staubsauerbodendüse
- insbesondere ein vorgelagertes Dichtplateau - nahezu übergangslos in die Hinterschneidungsfläche
übergeht. Somit rückt die Hinterschneidungsfläche so nah wie möglich an die Öffnung
des Saugmundes heran, wodurch sie Ihre Wirkung besonders gut entfalten kann.
[0019] Zweckmäßigerweise ist in die Unterseite des Gehäuses vor der vorderen Saugmundkante
ein Fadenheber eingelassen. Dieser dient dazu, einzelne Fasern von der Oberfläche
eines insbesondere textilen Bodenbelages anzuheben und dem Saugluftstrom auszusetzen.
In Verbindung mit der scharfen Umlenkung des Saugluftstromes an der vorderen Saugmundkante
ergibt sich hierdurch - trotz der reduzierten Schallemission - eine verbesserte Reinigungswirkung.
[0020] In einer bevorzugten Ausgestaltung schließt in dem Saugraum ausgehend von dem vorderen
Ende der Hinterschneidungsfläche eine Stufenfläche mit einer Breite von zumindest
2 mm an, welche gegenüber der Horizontalen um einen geringeren Winkel geneigt ist
als die Hinterschneidungsfläche. Hierdurch wird noch einmal eine zusätzliche Strömungsberuhigung
durch Aufweitung des Strömungsquerschnitts erzielt. Bei hinreichend großem Unterschied
zwischen den beiden Neigungswinkeln ergibt sich zudem ein Zwickel, welcher strömungstechnisch
aktiv sein und einen statischen Wirbel ausbilden kann. In einer besonders bevorzugten
Ausgestaltung ist die Stufenfläche parallel zur Horizontalen ausgebildet.
[0021] Vorzugsweise schließt an das vordere Ende der Stufenfläche im Saugraum eine Wandfläche
an, welche zu der Horizontalen im rechten Winkel steht. Hierdurch erfährt der Strömungsquerschnitt
im vorderen Teil des Saugraums im Anschluss an die Stufenfläche keine zusätzliche
Aufweitung mehr, da die an der Hinterschneidungsfläche auftretende Verbreiterung ausreichend
für eine wirksame Strömungsberuhigung ist.
[0022] In eine alternativen Ausgestaltung schließt im Saugraum an das vordere Ende der Hinterschneidungsfläche
eine Wandfläche an, welche im rechten Winkel zur Horizontalen steht. Somit bleibt
im vorderen Bereich des Saugraums die Querschnittsaufweitung im Anschluss an die Hinterschneidungsfläche
konstant. Selbst eine geringe Verbreiterung von erfindungsgemäß 3 mm bis 10 mm kann
bereits ausreichen, um eine hinreichende Strömungsberuhigung zur wirksamen Geräuschminimierung
zu erzielen. In Verbindung mit dem stumpfen Winkel zwischen der Hinterschneidungsfläche
und der Randfläche werden Schallwellen, die an der vorderen Saugmundkante entstehen
besonders wirksam in das Innere des Saugraumes reflektiert.
[0023] In beiden Varianten geht die Seitenfläche zweckmäßigerweise stetig in eine Berandung
des Saugkanals zur Absaugung des Saugluftstromes über. Hierdurch kann eine geräuscharme
laminarer Strömung vom vorderen Ende der Seitenfläche bis in die Luftführung erzielt
werden.
[0024] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Staubsauger. Dieser weist ein Gebläse zur Erzeugung
eines Saugluftstromes sowie einen Schmutzsammelbehälter zur Abscheidung von Schmutzpartikeln
aus dem Saugluftstrom auf. Ferner ist eine Saugluftstromführung vorgesehen, durch
die der Saugluftstrom in den Schmutzsammelbehälter eingeleitet werden kann und welche
mit einer zuvor beschriebenen statischen Staubsaugerbodendüse verbindbar ist.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen, welche lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellen, erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- einen Teilschnitt in Längsrichtung durch eine erfindungsgemäße statische Staubsaugerbodendüse
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2
- eine unterseitige Ansicht der Staubsaugerbodendüse aus Fig. 1.
- Fig.
- einen Teilschnitt entsprechend Fig. 1 in einer alternativen Ausführungsform
[0026] Die Fig. 1 zeigt einen teilweisen Schnitt in Längsrichtung durch eine erfindungsgemäße
Staubsaugerbodendüse gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel. Diese weist ein Gehäuse
1 sowie ein unterseitig daran angeordneten Saugmund 2 auf. Wie man einer vergleichenden
Betrachtung mit der Fig. 2 entnimmt, erstreckt sich der Saugmund 2 in einer Arbeitsrichtung
x und einer Querrichtung y. Der Saugmund 2 ist durch eine vordere Saugmundkante 3
und eine hintere Saugmundkante 4 in der Arbeitsrichtung x begrenzt. Oberseitig schließt
an den Saugmund 2 eine Saugraum 5 an, welcher an einen Saugkanal 6 zur Führung eines
Saugluftstromes angeschlossen ist. Das Gehäuse 1 ist über ein Koppelteil 7 mit einem
Anschlussstück 8 verbunden, welches mit der Luftführung eines Staubsaugers verbindbar
ist. Der Saugkanal 6 des Gehäuses 1 ist mit dem Anschlussteil 8 durch einen flexiblen
Wellschlauch 9 verbunden. Das Koppelteil 7 ist an einer ersten, in der Querrichtung
y verlaufenden Schwenkachse 10 mit dem Gehäuse 1 und an einer zweiten in der Querrichtung
y verlaufenden Schwenkachse 11 mit dem Anschlussteil 8 drehbeweglich verbunden. Die
zweite Schwenkachse 11 fluchtet gleichzeitig mit der Drehachse von Abstützrollen 12,
welche an dem Koppelteil 7 gehalten sind. Der vorgenannte Aufbau wird auch als Doppelgelenksdüse
bezeichnet.
[0027] Erfindungsgemäß ist in dem Saugraum 5 ausgehend von der vorderen Saugmundkante 3
eine Hinterschneidungsfläche 13 mit einer Breite a zwischen 3 mm und 10 mm angeordnet.
Die Hinterschneidungsfläche 13 ist gegenüber der Horizontalen 14 um einen Winkel α
zwischen 30° und 60° geneigt. Im Ausführungsbeispiel ist der bevorzugte Winkel von
45° verwendet. Zur besseren Übersichtlichkeit ist in der Figur der Wechselwinkel zu
α eingezeichnet.
[0028] Im gezeigten Ausführungsbeispiel verlaufen die vordere Saugmundkante 3 und die hintere
Saugmundkante 4 in einer gemeinsamen Ebene, welche mit der Horizontalen 14 zusammenfällt
und auch als sogenannte Saugebene bezeichnet wird. Wenn man sowohl der Fig. 1 als
auch der Fig. 2 entnimmt, ist die vordere Saugmundkante 3 gerade ausgebildet. Das
heißt, sie verläuft in einer einzigen Richtung, im Ausführungsbeispiel in der Querrichtung
y.
[0029] An der Unterseite des Gehäuses 1 schließt in der Arbeitsrichtung x vor der vorderen
Saugmundkante 3 ein Dichtplateau 15 an, welches gegenüber der Horizontalen 14 nicht
geneigt ist. Das Dichtplateau 15 verläuft innerhalb der Saugebene. Die in der Arbeitsrichtung
x gemessene Plateaubreite beträgt zumindest 5 mm. Vor dem Dichtplateau 15 ist eine
Aufgleitschräge 16 vorgesehen, welches gegenüber der Horizontalen 14 um einen Aufgleitwinkel
zwischen 5° und 20° geneigt ist. Hinter der hinteren Saugmundkante 4 schließt rückwärtig
eine plateauartige Abgleitschräge 17 an, welche gegenüber der Horizontalen 14 um einen
Winkel γ zwischen 1° und 5°, insbesondere 3° geneigt ist. Die Abgleitschräge weist
eine Breite c zwischen 25 mm und 45 mm auf.
[0030] Vor der vorderen Saugmundkante 3 ist in das Dichtplateau 15 bzw. hinter der hinteren
Saugmundkante 4 ist in der Abgleitschräge 17 jeweils ein Borstenstreifen 18 eingelassen.
Eingelassen bedeutet jeweils, dass das textile Material der Borstenstreifen 18, vorzugsweise
Schrägborsten für Velours, zumindest mit einzelnen Fasern oder Filamenten über die
Oberfläche des Dichtplateaus 15 bzw. der Abgleitschräge 17 übersteht. Diese Fasern
können durch Kompression jedoch in einen Rücksprung innerhalb der Fläche verdrängt
werden, so dass sie nicht mehr überstehen.
[0031] Wie man der Fig. 2 entnimmt, erstreckt sich das Dichtplateau 15 über die gesamte
Länge der vorderen Saugmundkante 3 in der Querrichtung y. Die vordere Saugmundkante
3 ihrerseits erstreckt sich über nahezu die gesamte Breite des Saugmundes 2 in der
Querrichtung y mit Ausnahme eines geringfügigen Randbereiches von weniger am 10 mm.
[0032] Lediglich schematisch angedeutet in der Fig. 1 sind vor und hinter dem Saugmund 2
angeordnete Tragelemente 19, welche in dem Gehäuse 1 an einem gemeinsamen Träger in
einer vertikalen Richtung z verstellbar angeordnet sind. Zur Verstellung ist dabei
an dem Gehäuse 1 ein Wippschalter 20 angeordnet.
[0033] In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel schließt an dem vorderen Ende der
Hinterschneidungsfläche 13 eine Stufenfläche 21 mit einer Breite D von zumindest 2
mm an. In der gezeigten Ausführungsform ist die Stufenfläche 21 parallel zur Horizontalen
14 angeordnet. An das vordere Ende der Stufenfläche 21 schließt eine Randfläche 22
an, welche zu der Horizontalen 14 im rechten Winkel steht.
[0034] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 unterscheidet sich hier dadurch, dass die Randfläche
22 unmittelbar an die Hinterschneidungsfläche 13 anschließt. In beiden Varianten geht
die Randfläche 22 stetig in eine Berandung des Saugkanals 6 über.
1. Statische Staubsaugerbodendüse mit einem Gehäuse (1), mit zumindest einem daran unterseitig
angeordneten, sich in einer Arbeitsrichtung (x) und einer Querrichtung (y) erstreckenden
Saugmund (2), der durch eine vordere Saugmundkante (3) und eine hintere Saugmundkante
(4) begrenzt ist, und mit einem oberseitig an den Saugmund (2) anschließenden Saugraum
(5), welcher an einen Saugkanal (6) zur Führung eines Saugluftstromes angeschlossen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Saugraum (5) ausgehend von der vorderen Saugmundkante (3) eine Hinterschneidungsfläche
(13) mit einer Breite (a) zwischen 3 mm und 10 mm angeordnet ist und dass die Hinterschneidungsfläche
(13) gegenüber der Horizontalen (14) um einen Winkel (α) von 30° bis 60° geneigt ist.
2. Statische Staubsaugerbodendüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Saugmundkante und die hintere Saugmundkante (3) in einer gemeinsamen
Ebene (Saugebene) verlaufen.
3. Statische Staubsaugerbodendüse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Saugmundkante (3) gerade ausgebildet ist.
4. Statische Staubsaugerbodendüse nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Gehäuses (1) in der Arbeitsrichtung (x) vor der vorderen Saugmundkante
(3) ein Dichtplateau (15) anschließt, welches gegenüber der Horizontalen um 5° oder
weniger, vorzugsweise um 3° oder weniger, insbesondere gar nicht geneigt ist und eine
in der Arbeitsrichtung (x) gemessene Plateaubreite (b) von zumindest 5 mm, vorzugsweise
zumindest 8 mm aufweist.
5. Statische Staubsaugerbodendüse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Dichtplateau (15) über zumindest 75 % der Länge, insbesondere über die gesamte
Länge der vorderen Saugmundkante (3) in der Querrichtung (y) erstreckt.
6. Statische Staubsaugerbodendüse nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Hinterschneidungsfläche (13) über zumindest 75 % der Länge, insbesondere
über die gesamte Länge der vorderen Saugmundkante (3) in der Querrichtung (y) erstreckt.
7. Statische Staubsaugerbodendüse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die vordere Saugmundkante (3) über die gesamte Breite des Saugmundes (2) in
der Querrichtung (y) erstreckt.
8. Statische Staubsaugerbodendüse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Saugmundkante (3) gerundet mit einem Krümmungsradius zwischen 0,25 mm
und 1 mm, vorzugsweise 0,5 mm ausgebildet ist.
9. Statische Staubsauerdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Gehäuses (1) vor der vorderen Saugmundkante (3) ein Fadenheber
(16) eingelassen ist.
10. Statische Staubsauerdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Saugraum ausgehend von dem vorderen Ende der Hinterschneidungsfläche (13)
eine Stufenfläche von zumindest 2 mm Breite (d) angeordnet ist, die gegenüber der
Horizontalen (14) um einen kleineren Winkel geneigt ist als die Hinterschneidungsfläche
(13).
11. Statische Staubsaugerbodendüse nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenfläche (21) parallel zur Horizontalen (14) ausgebildet ist.
12. Statische Staubsauerbodendüse nach Anspruch 10 der 11, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Saugraum (5) an das vordere Ende der Stufenfläche (21) eine Randfläche (22)
anschließt, welche zu der Horizontalen (14) im rechten Winkel steht.
13. Statische Staubsaugerbodendüse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in den Saugraum (5) an das vordere Ende der Hinterschneidungsfläche (13) eine Randfläche
(12) anschließt, welche im rechten Winkel zur Horizontalen (14) steht.
14. Statische Staubsaugerbodendüse nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Randfläche (22) stetig in eine Berandung des Saugkanals (6) übergeht.
15. Staubsauger mit einem Gebläse zur Erzeugung eines Saugluftstromes, einem Schmutzsammelbehälter
zur Abscheidung von Schmutzpartikeln aus dem Saugluftstrom und einer Saugluftstromführung
zur Einleitung des Saugluftstromes in den Schmutzsammelbehälter gekennzeichnet durch eine statische Staubsauerbodendüse nach einem der Ansprüche 1 bis 14, welche mit
der Saugluftstromführung verbunden werden kann.