Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft zunächst eine Serviceeinrichtung für ein Haushaltsgerät, insbesondere
für einen Reinigungsroboter, welche ausgebildet ist, eine mechanische Serviceaufgabe
an dem Haushaltsgerät durchzuführen.
[0002] Daneben betrifft die Erfindung eine nicht selbsttätig fortbewegbare Basisstation
und ein System aus mindestens einem Haushaltsgerät mit einer Aufnahme zum reversiblen
Aufnehmen eines Funktionsmoduls, und mindestens einer Serviceeinrichtung und/ oder
einer eine Serviceeinrichtung aufweisenden Basisstation.
[0003] Des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum Übergeben eines einen
Arbeitsbetrieb eines Haushaltsgerätes ermöglichenden Funktionsmoduls an ein Haushaltsgerät
und zur Verbindung des Funktionsmoduls mit dem Haushaltsgerät.
Stand der Technik
[0004] Serviceeinrichtungen für Haushaltsgeräte, welche ausgebildet sind, eine mechanische
Serviceaufgabe an dem Haushaltsgerät durchzuführen, sind im Stand der Technik bekannt.
[0005] Das den Service erhaltende Haushaltsgerät kann beispielsweise ein Reinigungsroboter
sein, welcher der Reinigung eines Fußbodens, insbesondere im Haushaltsbereich, dient.
Der Reinigungsroboter verfügt beispielsweise über eine elektrisch betriebene Motor-Gebläse-Einheit
und/ oder eine elektromotorisch angetriebene Bürste und/oder Borstenwalze oder dergleichen.
Die Stromversorgung erfolgt beispielsweise über einen in dem Reinigungsroboter vorhandenen
und entsprechend durch diesen mitgeschleppten Akkumulator.
[0006] Zum Aufladen des Akkumulators oder zum Empfang sonstiger Serviceleistungen bewegt
sich der Reinigungsroboter üblicherweise zu einer als stationäre Basisstation ausgebildeten
Serviceeinrichtung hin. Bekannt ist des Weiteren, dass der Reinigungsroboter die Basisstation
selbsttätig auffindet, so beispielweise mittels einer Datenkommunikation über eine
Funk- und/oder Lichtsignalführung zwischen der Basisstation und dem Reinigungsroboter.
Ebenso ist es bekannt, dass sich ein Reinigungsroboter beispielsweise zu einer stationären
Basisstation hinbewegt, um dort vorgehaltene Reinigungswerkzeuge und/oder Reinigungsmittel,
wie beispielsweise Reinigungsflüssigkeit, aufzunehmen. Einen Reinigungsroboter mit
einer solchen Basisstation offenbart beispielsweise die Druckschrift
DE 10 2010 017 211 A1.
Zusammenfassung der Erfindung
[0007] Obwohl sich die vorgenannten Basisstationen zur Durchführung einer Serviceaufgabe
an Haushaltsgeräten grundsätzlich bewährt haben, ist es Aufgabe der Erfindung, den
Komfort für einen Nutzer weiterhin zu erhöhen, insbesondere in Hinblick auf miteinander
vernetzte Haushaltsgeräte.
[0008] Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird mit der Erfindung zunächst vorgeschlagen,
dass die Serviceeinrichtung selbsttätig fortbewegbar ist.
[0009] Im Gegensatz zum Stand der Technik handelt es sich bei der erfindungsgemäßen Serviceeinrichtung
somit nicht um eine stationäre, d. h. nicht selbsttätig fortbewegbare, Basisstation,
sondern vielmehr um ein sich selbsttätig fortbewegendes Servicegerät, welches sich
zu dem Service benötigenden Haushaltsgerät hinbewegen kann. Das Haushaltsgerät kann
an seinem Standort verbleiben und auf die Ankunft der sich selbsttätig fortbewegenden
Serviceeinrichtung warten. Dies bietet sich insbesondere dort an, wo sich das Haushaltsgerät
nicht selbst fortbewegen kann, beispielsweise wenn der Akkumulator des Haushaltsgerätes
leer ist, sich das Haushaltsgerät in einer Raumsituation verfahren hat, das Haushaltsgerät
ein stationäres Gerät ist, oder dergleichen.
[0010] Die Art der Serviceeinrichtung ist grundsätzlich nicht beschränkt. Vielmehr kann
es sich bei der Serviceeinrichtung beispielsweise um einen Roboter handeln, welcher
im Wesentlichen nur der Reinigung einer Filterkammer des Haushaltsgerätes dient und
eine Sauggutkammer zur Aufnahme von Sauggut und/oder ein Gebläse zum Aussaugen bzw.
Ausblasen bereitstellt. Darüber hinaus kann die Serviceeinrichtung auch selbst ein
Haushaltsgerät sein, welches sich zu einem anderen Haushaltsgerät hinbewegen kann,
um unterstützend auf dieses einzuwirken, beispielsweise einen Akkumulator zu tauschen,
eine Filterkammer zu reinigen und dergleichen. Schließlich kann die Serviceeinrichtung
auch ein Teil einer ansonsten stationären Basisstation sein, welcher als ein sich
selbsttätig fortbewegender Teilbereich der Basisstation anzusehen ist, der sich zu
einem Haushaltsgerät hinbewegen kann.
[0011] Insbesondere wird vorgeschlagen, dass die Serviceeinrichtung mindestens ein austauschbares,
einen Arbeitsbetrieb des Haushaltsgerätes ermöglichendes Funktionsmodul zur Übergabe
an das Haushaltsgerät und zur Verbindung mit dem Haushaltsgerät aufweist. In diesem
Sinne ist die Serviceeinrichtung nach der Art einer sich selbsttätig fortbewegbaren
Lagereinrichtung ausgebildet, innerhalb welcher ein oder mehrere Funktionsmodule gespeichert
sind. Die Serviceeinrichtung kann sich zu einem ein Funktionsmodul benötigenden Haushaltsgerät
hinbewegen und dort das jeweilige Funktionsmodul übergeben. Dabei kann die Serviceeinrichtung
das Funktionsmodul aktiv in das Haushaltsgerät hineinbefördern und in bzw. an dem
Haushaltsgerät montieren oder dergleichen. Alternativ kann die Übergabe an das Haushaltsgerät
auch rein passiv erfolgen, derart, dass das Funktionsmodul nur zur Übergabe freigegeben
wird, beispielsweise ein entsprechender Bereich der Serviceeinrichtung für das Haushaltsgerät
zugänglich gemacht wird, so dass das Haushaltsgerät das Funktionsmodul selbsttätig
von der Serviceeinrichtung übernehmen kann, beispielsweise mittels eines Greifarms
oder dergleichen. Auf diese Art und Weise kann der Austausch von Funktionsmodulen
besonders einfach und ortsunabhängig innerhalb einer Umgebung erfolgen. Durch die
selbsttätige Fortbewegung der Serviceeinrichtung kann diese insbesondere auch Funktionsmodule
von unterschiedlichen Lagerungsorten aufnehmen, beispielsweise von Basisstationen,
anderen Serviceeinrichtungen, anderen Haushaltsgeräten und dergleichen, und zu einem
insbesondere stationären Haushaltsgerät bringen. Die Serviceeinrichtung dient dabei
vorzugsweise zur Bestückung eines modular aufgebauten Haushaltsgerätes, welches auf
einer stets gleichen Plattform unterschiedliche Funktionsmodule für spezielle Aufgaben
aufweisen kann.
[0012] Es wird vorgeschlagen, dass die Serviceeinrichtung eine Übergabeeinrichtung aufweist,
welche eingerichtet ist, Funktionsmodule an das Haushaltsgerät zu übergeben und/ oder
mit dem Haushaltsgerät zu verbinden. Diese Übergabeeinrichtung kann gemäß einer Ausführungsform
eine mechanische Übergabeeinrichtung sein, welche beispielsweise mittels eines beweglichen
Greifarms
[0013] ein Funktionsmodul in das Haushaltsgerät einführt und dort mit dem Haushaltsgerät
verbindet, d. h. montiert. Alternativ kann die Übergabeeinrichtung jedoch auch lediglich
eine Übergabe des Funktionsmoduls an das Haushaltsgerät zulassen, in dem Sinne, dass
beispielsweise ein die Funktionsmodule speichernder Teilbereich des Gehäuses geöffnet
wird und einem Greifarm des Haushaltsgerätes das Ergreifen des gewünschten Funktionsmoduls
ermöglicht wird. Die Übergabeeinrichtung kann des Weiteren ein Speicherbereich für
Funktionsmodule innerhalb der Serviceeinrichtung sein, aus welcher sich das Haushaltsgerät
selbsttätig bedienen kann.
[0014] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Funktionsmodul ein Akkumulator, ein Tank,
ein Rad, ein Reinigungselement, ein Luftbefeuchter, ein Fugenkratzer, ein Pollenfilter,
ein Polierelement und/ oder eine Rasenmäheinrichtung ist. Die Funktionsmodule können
beispielsweise als eine Pflegekassette oder Polierkassette ausgebildet sein. Das Funktionsmodul
kann einen automatischen Poliermitteleintrag, ein Aufsprühen, Tröpfeln und/oder ein
sonstiges Auftragen auf eine Walze bewirken. Das Funktionsmodul kann Pads, eine Polierwalze,
Polierscheibe, Polierbürste, Lappenbürste usw. aufweisen und unterschiedliche Werkzeuge
für eine Grob- und Feinpolitur bevorraten. Die Bewegungsachsen der Funktionsmodule
können dabei eine Quer- oder Längs-Rotation zulassen, eine exzentrische Rotation,
eine lineare Bewegung usw. Des Weiteren sind Austauschkassetten mit Verbrauchsmaterialien
und/oder unterschiedlichen Reinigungsmitteln für unterschiedliche Böden denkbar. Neben
der Polierfunktion ist auch ein Versiegeln, Einfärben, Einseifen, Einschäumen, Absaugen
denkbar. Des Weiteren sind auch Funktionsmodule in der Form von Rasenmähkassetten
oder Rasendüngekassetten denkbar. Das Funktionsmodul kann eine herausnehmbare Kassette
mit einer Mäheinrichtung sein, insbesondere einem Messer, einem Faden oder Draht.
Das Funktionsmodul kann des Weiteren ein Mulchen ausführen, wobei ein Gebläse des
Funktionsmoduls Rasen gleichmäßig auf eine Fläche auftragen kann. Es kann ein Fangkorb
mit einer Absaugung vorgesehen sein. Des Weiteren kann eine Detektionseinrichtung
vorgesehen sein, welche dünne Rasenstellen erkennt und neu einsät, es kann eine Düngung
des Rasens vorgesehen sein, ein Vertikutieren, ein Düngen von Blumenbeeten und weiteres.
Ebenso kann das Funktionsmodul auch ein Terrassenmodul sein, welches außerhalb einer
Wohnung oder eines Hauses eingesetzt wird. Beispielsweise kann das Terrassenmodul
Fugen auf einer Terrasse behandeln, Moos entfernen, Rasen entfernen, Löwenzahn entfernen
und dergleichen. Zum Entfernen kann eine Wasserstrahl-Hochdruckeinrichtung zum Einsatz
kommen, wobei der Strahl verschieden stark aufgefächert werden kann, um einerseits
entweder Fugen oder andererseits größere Flächen zu reinigen. Das Terrassenmodul kann
einen Behälter für eine Chemikalie aufweisen, einen Brenner zum Wegbrennen von Unkraut,
eine Wegbürste, Seitenbürste, eine Sammeleinrichtung zum Speichern von Laub, Unkraut
und dergleichen. Des Weiteren kann auch eine Sensorik implementiert sein, welche Tiere
auf der Terrasse erkennt, und/oder unebene Bodenflächen und dergleichen. Daneben können
Funktionsmodule im Sinne der Erfindung auch Luftbefeuchter oder Pollenfilter sein.
Das Funktionsmodul kann einen Feuchtigkeitssensor und einen Frischwassertank mit einer
Verdunstungseinheit aufweisen. Da die Serviceeinrichtung somit eine Vielzahl von verschiedenen
Funktionsmodulen für das Haushaltsgerät bereitstellen kann, ist es möglich, dass das
Haushaltsgerät selbst lediglich eine Fahr-/Navigationseinheit, eine Stromversorgungseinheit
und eine Aufnahme aufweist, in welche verschiedene Funktionsmodule eingesetzt werden
können.
[0015] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Serviceeinrichtung eine Kommunikationseinrichtung
aufweist, welche eingerichtet ist, ein Informationssignal über einen Lagerbestand
an Funktionsmodulen zu empfangen und/oder zu senden. Die Kommunikationseinrichtung
kann beispielsweise ein Funkmodul, ein optisches Sendemodul oder dergleichen sein,
welches Informationen an Haushaltsgeräte, andere Serviceeinrichtungen oder auch Basisstationen
übermitteln kann. Das Informationssignal enthält eine Information, welche Art von
Funktionsmodulen und wie viele Funktionsmodule innerhalb der Serviceeinrichtung gespeichert
sind. Des Weiteren kann die Serviceeinrichtung mittels der Kommunikationseinrichtung
derartige Informationssignale auch von anderen Serviceeinrichtungen, Haushaltsgeräten
und/oder Basisstationen empfangen. Sollte mit einem jeweiligen Funktionsmodul gleichzeitig
auch ein bestimmter Füllstand verbunden sein, kann zusätzlich auch der Füllstand übermittelt
werden. Dies kann beispielsweise ein Wasserfüllstand eines Tanks sein, ein Ladezustand
eines Akkumulators oder dergleichen. Das von der Serviceeinrichtung gesendete Informationssignal
bzw. das von der Serviceeinrichtung empfangene Informationssignal kann auch per Funk,
insbesondere WLAN oder Bluetooth, Infrarot, magnetischem Code und Weiterem über ein
mobiles Gerät des Nutzers kommuniziert werden. Das mobile Gerät kann beispielsweise
ein Mobiltelefon, ein Tablet-Computer oder ähnliches sein. Die Serviceeinrichtung
kann somit insbesondere innerhalb eines Haushaltsnetzwerksystems mit anderen Geräten
wie Serviceeinrichtungen, Haushaltsgeräten, Basisstationen, PCs, Mobiltelefonen, vernetzt
sein. Dies ermöglicht eine besonders flexible Lagerhaltung und Bereitstellung von
Funktionsmodulen innerhalb verschiedener Geräte und/oder an verschiedenen Lagerorten.
Die Geräte können flexibel untereinander kommunizieren, um eine Serviceaufgabe bestmöglich
zu lösen. Die Bereitstellung benötigter Funktionsmodule an ein Haushaltsgerät ist
somit besonders einfach und schnell möglich. Dadurch ergibt sich für einen Nutzer
des Haushaltsgerätes ein maximaler Komfort, da der Nutzer selbst nicht tätig werden
muss, um beispielsweise Funktionsmodule zu suchen, zu beschaffen, auszubauen oder
zu montieren.
[0016] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Serviceeinrichtung einen Datenspeicher
aufweist, in welchem eine Umgebungskarte gespeichert ist, die Positionsinformationen
und/oder Lagerbestandsinformationen über Serviceeinrichtungen und/oder Funktionsmodule
und/oder Haushaltsgeräte enthält. Die Serviceeinrichtung weist somit eine Umgebungskarte
auf, in welcher beispielsweise die aktuellen Orte von mobilen Serviceeinrichtungen
und/oder Haushaltsgeräten gespeichert sind, oder auch die festen Standorte von nicht
selbsttätig fortbewegbaren Geräten, wie beispielsweise Basisstationen und/oder ortsfesten
Haushaltsgeräten. Sofern ein Funktionsmodul in einer bestimmten Serviceeinrichtung
oder Basisstation vorhanden ist, kann der Nutzer die betreffende Position beispielsweise
manuell an die Serviceeinrichtung übermitteln, beispielsweise mittels seines Mobiltelefons.
Alternativ kann die Serviceeinrichtung das jeweilige Funktionsmodul orten, beispielsweise
per Funk, Farbcode, optischem Code und/oder magnetischem Code. Die Umgebungskarte
enthält vorteilhaft eine Vielzahl von Informationen über in einem Haushalt vorhandene
Serviceeinrichtungen, Haushaltsgeräte, Basisstationen und/oder Funktionsmodule. Diese
Informationen beinhalten zum einen Positionsinformationen über die Positionen der
Serviceeinrichtungen, Haushaltsgeräte, Basisstationen, sonstigen Lagerorte und/oder
Funktionsmodule, und zum anderen Lagerbestandsinformationen, welche angeben, wie viele
Funktionsmodule der jeweiligen Art dort vorhanden sind.
[0017] Neben der zuvor vorgeschlagenen Serviceeinrichtung wird mit der Erfindung ebenso
eine nicht selbsttätig fortbewegbare Basisstation vorgeschlagen, welche eine selbsttätig
fortbewegbare Serviceeinrichtung im Sinne der Erfindung aufweist. Die nicht selbsttätig
fortbewegbare Basisstation verfügt somit über einen mobilen Teilbereich, welcher als
selbsttätig fortbewegbare Serviceeinrichtung ausgebildet ist. Beispielsweise kann
das Gehäuse der Basisstation die selbsttätig fortbewegbare Serviceeinrichtung aufnehmen
und nach Bedarf freigeben, um diese ein Funktionsmodul an ein Haushaltsgerät übermitteln
zu lassen. Insbesondere kann die Basisstation dabei auch so ausgebildet sein, dass
diese einen formkorrespondierenden Verbindungsbereich für die Serviceeinrichtung aufweist,
so dass die Serviceeinrichtung so mit der Basisstation verbunden werden kann, dass
Funktionsmodule zwischen der Serviceeinrichtung und einem weiteren Teilbereich der
Basisstation hin- und her gefördert werden können. Sofern die Serviceeinrichtung nicht
für eine Servicetätigkeit benötigt wird, kann diese in dem Verbindungsbereich der
Basisstation ruhen und auf einen nächsten Einsatz warten. Dabei kann beispielsweise
ein Akkumulator der Serviceeinrichtung aufgeladen werden.
[0018] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Basisstation eine Kommunikationseinrichtung
aufweist, welche eingerichtet ist, ein Informationssignal über einen Lagerbestand
an Funktionsmodulen zu empfangen und/oder zu senden. Diese Kommunikationseinrichtung
kann entweder einen Lagerbestand einer mobilen Serviceeinrichtung der Basisstation
kommunizieren, oder einen Lagerbestand eines ortsfesten Teilbereiches der Basisstation.
Wie auch die Kommunikationseinrichtung der Serviceeinrichtung selbst, kann die Kommunikationseinrichtung
der Basisstation per Funk, optischer Signalübertragung, magnetischem Code oder dergleichen
kommunizieren. Ebenso gelten die zuvor in Bezug auf die Kommunikationseinrichtung
der Serviceeinrichtung genannten Merkmale entsprechend auch für die Kommunikationseinrichtung
der Basisstation.
[0019] Des Weiteren wird ein System aus mindestens einem Haushaltsgerät mit einer Aufnahme
zum reversiblen Aufnehmen eines Funktionsmoduls, und mindestens einer Serviceeinrichtung
und/oder einer eine Serviceeinrichtung aufweisenden Basisstation vorgeschlagen, wobei
die Serviceeinrichtung bzw. die Basisstation wie zuvor beschrieben ausgeführt ist.
Durch die Kombination mit einer Serviceeinrichtung und/oder Basisstation kann das
Haushaltsgerät optimal mit einem oder mehreren verschiedenen Funktionsmodulen versorgt
werden oder auf andere Art und Weise unterstützt werden, beispielsweise durch die
Übernahme von Sauggut aus einer Filterkammer des Haushaltsgerätes, einem Aufladen
eines Akkumulators mittels der sich selbsttätig fortbewegenden Serviceeinrichtung
und dergleichen.
[0020] Schließlich wird mit der Erfindung auch ein Verfahren zum Übergeben eines einen Arbeitsbetrieb
eines Haushaltsgerätes ermöglichenden Funktionsmoduls an ein Haushaltsgerät und zur
Verbindung des Funktionsmoduls mit dem Haushaltsgerät vorgeschlagen, wobei sich eine
selbsttätig fortbewegbare, ein Funktionsmodul aufweisende Serviceeinrichtung zu einem
das Funktionsmodul benötigenden Haushaltsgerät hinbewegt und das Funktionsmodul an
das Haushaltsgerät übergibt. Die Merkmale des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben
sich dabei analog aus der vorausgehenden Beschreibung der Serviceeinrichtung, der
Basisstation und/oder des Systems aus Haushaltsgerät und Serviceeinrichtung bzw. Basisstation.
[0021] Des Weiteren kann das Verfahren vorsehen, dass das Haushaltsgerät ein Anfragesignal
bezüglich eines benötigten Funktionsmoduls an mindestens eine Serviceeinrichtung und/oder
mindestens eine eine Serviceeinrichtung aufweisende Basisstation übermittelt, wobei
ein Lagerbestand einer Serviceeinrichtung und/ oder einer Basisstation an Funktionsmodulen
mit dem benötigten Funktionsmodul verglichen wird. Das Haushaltsgerät kommuniziert
somit mit mindestens einer Serviceeinrichtung und/oder einer Basisstation, um ein
benötigtes Funktionsmodul zu erhalten. Dazu übermittelt das Haushaltsgerät mittels
einer Kommunikationseinrichtung ein Anfragesignal an Serviceeinrichtungen und/oder
Basisstationen. Das Anfragesignal kann dabei nach der Art eines Rundfunksignals ausgestrahlt
werden, welches sich an nicht im Einzelnen festgelegte Empfänger richtet, oder nach
der Art einer gezielten Nachricht an bestimmte, bekannte Serviceeinrichtungen und/oder
Basisstationen. Die Übermittlung des Anfragesignals kann per Funk, optischem Code,
magnetischem Code, Farbcode oder dergleichen erfolgen. Sofern eine in der Umgebung
des Haushaltsgerätes befindliche Serviceeinrichtung und/oder Basisstation ausgebildet
ist, ein entsprechendes derartiges Anfragesignal zu empfangen, kann die Anfrage des
Haushaltsgerätes weiterverarbeitet werden. Als Reaktion auf das Anfragesignal kann
die Serviceeinrichtung und/oder Basisstation dann einen Lagerbestand an Funktionsmodulen
mit dem benötigten Funktionsmodul vergleichen und bei Übereinstimmung beispielsweise
ein Bestätigungssignal an das Haushaltsgerät senden, unmittelbar mit dem gewünschten
Funktionsmodul zu dem Haushaltsgerät hinfahren oder nach einem Bestätigungssignal
ein explizites Anforderungssignal von dem Haushaltsgerät abwarten, das eine konkrete
Aufforderung enthält, das Funktionsmodul an das Haushaltsgerät zu liefern. Beispielsweise
kann das Haushaltsgerät zwischen verschiedenen Serviceeinrichtungen und/oder Basisstationen
auswählen, welche jeweils das gewünschte Funktionsmodul aufweisen. Dabei kann das
Haushaltsgerät nach verschiedenen Kriterien eine Auswahl treffen, beispielsweise Entfernung,
Möglichkeit der Montage durch die Serviceeinrichtung und/oder Basisstation und/oder
ähnliches. Es ist des Weiteren auch möglich, dass eine das Anfragesignal des Haushaltsgerätes
empfangende Serviceeinrichtung und/oder Basisstation mit einer oder mehreren anderen
Serviceeinrichtungen und/ oder Basisstationen kommuniziert und/ oder auch mit einem
übergeordneten Server, welcher mit den Serviceeinrichtungen, Basisstationen und/oder
Haushaltsgeräten verbunden ist, so dass nach einem vorbestimmten Auswahlschema eine
jeweilige Serviceeinrichtung und/ oder Basisstation zur Bereitstellung und Lieferung
des Funktionsmoduls ausgewählt wird. Die Auswahlkriterien können ebenfalls Kriterien
wie Entfernung, Lagerbestand, Ladezustand eines Akkumulators der Serviceeinrichtung,
Montagemöglichkeit und dergleichen sein.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0022] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein System aus einem Haushaltsgerät, einer Basisstation und einer selbsttätig fortbewegbaren
Serviceeinrichtung,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch die Basisstation mit daran angeschlossenem Haushaltsgerät
und daran angeschlossener Serviceeinrichtung,
- Fig. 3
- die Serviceeinrichtung in einer Unteransicht,
- Fig. 4
- ein Grundriss einer Wohnung mit einer Vielzahl von Serviceeinrichtungen und Basisstationen,
- Fig. 5
- eine Detailansicht des Grundrisses aus Figur 4 mit einem System aus einem Haushaltsgerät
und einer Serviceeinrichtung,
- Fig. 6
- ein anderer Teilbereich des Grundrisses aus Figur 4 mit zwei Serviceeinrichtungen,
- Fig. 7
- das System gemäß Figur 2 während einer Übergabe eines Funktionsmoduls von der Serviceeinrichtung
an das Haushaltsgerät,
- Fig. 8
- die Übernahme des Funktionsmoduls zu einem gegenüber Figur 7 späteren Zeitpunkt,
- Fig. 9
- das System gemäß den Figuren 2, 7 und 8 zu einem Zeitpunkt, an welchem sich das Haushaltsgerät
von der Serviceeinrichtung wegbewegt.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0023] Figur 1 zeigt eine Serviceeinrichtung 1, eine Basisstation 2 und ein Haushaltsgerät
3. Das Haushaltsgerät 3 ist hier ein sich selbsttätig fortbewegender Reinigungsroboter,
welcher sich mit Hilfe von Rädern 12 über eine zu reinigende Fläche fortbewegen kann.
Des Weiteren weist das Haushaltsgerät 3 eine Bürste 13 auf, welche hier als Walze
ausgebildet ist, sowie eine Aufnahme 10 zur Aufnahme eines Funktionsmoduls 4 (in Figur
1 nicht dargestellt). Das Haushaltsgerät 3 weist des Weiteren eine Kommunikationseinrichtung
23 auf, welche hier beispielsweise ein WLAN-Modul ist.
[0024] Das Haushaltsgerät 3 ist mit der Basisstation 2 verbindbar, nämlich über einen an
der Basisstation 2 ausgebildeten Verbindungsbereich 15, in welchen das Haushaltsgerät
3 im Wesentlichen formkorrespondierend einfahren kann. Um den Verbindungsbereich 15
zu erreichen, ist an der Basisstation 2 eine Rampe 14 ausgebildet, welche das Haushaltsgerät
3 hinauffahren kann. Die Basisstation 2 weist des Weiteren eine Kommunikationseinrichtung
21 auf, welche hier beispielsweise ein WLAN-Modul ist. Des Weiteren verfügt die Basisstation
2 über einen zweiten Verbindungsbereich 16, welcher zur Aufnahme der Serviceeinrichtung
1 dient. Der Verbindungsbereich 16 befindet sich unterhalb der Basisstation 2 und
ist nach der Art eines Tunnels ausgebildet, in welchen die Serviceeinrichtung 1 hineinfahren
kann.
[0025] Die Serviceeinrichtung 1 ist im Gegensatz zu der Basisstation 2 nicht ortsfest, sondern
selbsttätig fortbewegbar und kann sich somit selbsttätig gesteuert in den Verbindungsbereich
16 der Basisstation 2 hineinbewegen und wieder aus diesem herausfahren. Zu diesem
Zweck weist die Serviceeinrichtung 1 Räder 11 auf. Des Weiteren verfügt die Serviceeinrichtung
1 über eine Navigationseinrichtung, welche es der Serviceeinrichtung 1 ermöglicht,
selbsttätig innerhalb einer Umgebung umherzufahren, sich selbst zu lokalisieren und
einen Verfahrweg zu planen. Die Serviceeinrichtung 1 verfügt des Weiteren über eine
Kommunikationseinrichtung 9 zur Kommunikation mit beispielsweise der Kommunikationseinrichtung
21 der Basisstation 2 oder der Kommunikationseinrichtung 23 des Haushaltsgerätes 3.
Die Serviceeinrichtung 1 verfügt über eine Übergabeeinrichtung 5, welche eine Vielzahl
von Funktionsmodulen 4 bereithält. Die Funktionsmodule 4 sind hier beispielsweise
ein Tank 6, ein Reinigungselement 7, beispielsweise eine Reinigungsbürste, ein Polierelement
8 und andere. Die Übergabeeinrichtung 5 ist um eine Rotationsachse 22 rotierbar, so
dass die in der Übergabeeinrichtung 5 enthaltenen Funktionsmodule 4 relativ zu der
Aufnahme 10 des Haushaltsgerätes 3 verlagerbar und somit für diese zugänglich sind.
Zur Montage eines Funktionsmoduls 4 innerhalb des Haushaltsgerätes 3 wird das Funktionsmodul
4 in die Aufnahme 10 eingesetzt. Zu diesem Zweck bewegt sich die Serviceeinrichtung
1 zunächst in den Verbindungsbereich 16 der Basisstation 2, so dass ein Teilbereich
der Übergabeeinrichtung 5 der Serviceeinrichtung 1 unter dem ebenfalls in der Basisstation
2 anwesenden Haushaltsgerät 3 angeordnet ist. Sodann wird die Übergabeeinrichtung
5 solange um die Rotationsachse 22 rotiert, bis das gewünschte Funktionsmodul 4 unter
der Aufnahme 10 des Haushaltsgerätes 3 liegt.
[0026] Figur 2 zeigt einen Längsschnitt der Basisstation 2 mit dem in dem Verbindungsbereich
15 aufgenommenen Haushaltsgerät 3 und mit in dem Verbindungsbereich 16 aufgenommener
Serviceeinrichtung 1. Wie zu erkennen ist, ist in diesem Zustand ein Teilbereich des
Haushaltsgerätes 3, nämlich hier unter anderem die Aufnahme 10 über der Übergabeeinrichtung
5 der Serviceeinrichtung 1 angeordnet. In dieser Stellung kann die Aufnahme 10 in
Richtung der Übergabeeinrichtung 5 abgesenkt werden, bis das Funktionsmodul 4 in die
Aufnahme 10 einrastet und in das Haushaltsgerät 3 überführt werden kann. Die Übergabeeinrichtung
5 ist um die Rotationsachse 22 rotierbar, so dass die in der Übergabeeinrichtung 5
angeordneten Funktionsmodule 4 so relativ zu der Aufnahme 10 rotiert werden können,
bis das gewünschte Funktionsmodul 4 unterhalb der Aufnahme 10 des Haushaltsgerätes
3 angeordnet ist.
[0027] Figur 3 zeigt das Haushaltsgerät 3 in einer perspektivischen Ansicht von unten. Zu
erkennen sind dabei die beiden Räder 12 zur Fortbewegung des Haushaltsgerätes 3, die
Bürste 13 zur Reinigung einer Bodenfläche sowie die Aufnahme 10, welche in der gezeigten
Orientierung des Haushaltsgerätes 3 in vertikale Richtung abgesenkt werden kann, d.
h. auf und ab bewegt werden kann, um ein Funktionsmodul 4 aus einer Übergabeeinrichtung
5 einer Serviceeinrichtung 1 übernehmen zu können.
[0028] Die Figur 4 zeigt einen Grundriss einer Wohnung mit einer Mehrzahl von Räumen 18,19
und einer Terrasse 20. Der Grundriss ist als Umgebungskarte 17 in jeweils einem Speicher
der Serviceeinrichtung 1, der Basisstation 2 und des Haushaltsgerätes 3 hinterlegt.
Die autonom verfahrbare Serviceeinrichtung 1 und das autonom verfahrbare Haushaltsgerät
3 nutzen diese für eine Navigation durch die Wohnung. In der Umgebungskarte 17 sind
in den jeweiligen Räumen 18,19 sowie auf der Terrasse 20 vorhandene Basisstationen
2, Serviceeinrichtungen 1 sowie das Haushaltsgerät 3 eingezeichnet.
[0029] Die Figuren 5 und 6 zeigen beispielhaft einen Teilbereich eines ersten Raumes 18
bzw. einen Teilbereich eines zweiten Raumes 19 und einer Terrasse 20.
[0030] Gemäß Figur 5 sind in dem ersten Raum 18 eine Basisstation 2, eine Serviceeinrichtung
1 und das Haushaltsgerät 3 angeordnet. Sowohl das Haushaltsgerät 3 als auch die Serviceeinrichtung
1 befinden sich in der Basisstation 2, konkret in den Verbindungsbereichen 15,16.
[0031] Figur 6 zeigt zum einen einen Teilbereich des zweiten Raums 19, und zum anderen einen
Teilbereich der Terrasse 20. Auf der Terrasse 20 befindet sich eine Basisstation 2,
in welcher sich eine Serviceeinrichtung 1 in Wartestellung befindet. Des Weiteren
ist auch in dem zweiten Raum 19 eine Basisstation 2 mit einer Serviceeinrichtung 1
vorhanden, welche sich ebenfalls in einer Wartestellung befindet. Die Serviceeinrichtungen
1 verfügen jeweils über eine Vielzahl verschiedener Funktionsmodule 4, die unter Zwischenschaltung
der Basisstation 2 an das Haushaltsgerät 3 übergeben werden können. Alternativ wäre
auch eine direkte Übergabe von der Serviceeinrichtung 1 an das Haushaltsgerät 3 möglich,
sofern die Übergabeeinrichtung 5 und die Aufnahme 10 so an der Serviceeinrichtung
1 bzw. dem Haushaltsgerät 3 angeordnet und ausgebildet sind, dass die Aufnahme 10
auf die in der Übergabeeinrichtung 5 gespeicherten Funktionsmodule 4 zugreifen kann.
[0032] Figur 7 zeigt das Haushaltsgerät 3 während des Ergreifens eines Funktionsmoduls 4
aus der Übergabeeinrichtung 5 der Serviceeinrichtung 1. In der dargestellten Situation
ist eines der Funktionsmodule 4, nämlich hier ein Reinigungselement 7 mit einem Endbereich
in die Aufnahme 10 des Haushaltsgerätes 3 eingeführt.
[0033] In dem in Figur 8 dargestellten weiteren Verlauf hebt die Aufnahme 10 das Funktionsmodul
4 aus der Übergabeeinrichtung 5 der Serviceeinrichtung 1 heraus, bis das Funktionsmodul
4 vollständig aus der Serviceeinrichtung 1 entnommen ist und dem Haushaltsgerät 3
als Funktionsmodul 4 zur Verfügung steht.
[0034] In Figur 9 ist des Weiteren dargestellt, wie das Haushaltsgerät 3 die Basisstation
2 wieder verlässt und dabei das Funktionsmodul 4 mit sich führt. Das Funktionsmodul
4, nämlich hier das Reinigungselement 7, steht dem Haushaltsgerät 3 nun für einen
Reinigungsvorgang zur Verfügung. Das Haushaltsgerät 3 verlässt die Basisstation 2
über die Rampe 14 und bewegt sich innerhalb der Räume 18,19 und gegebenenfalls der
Terrasse 20 fort, um dort die Reinigungsaufgabe auszuführen.
[0035] Die innerhalb der Umgebungskarte 17 verzeichneten Serviceeinrichtungen 1 und Basisstationen
2 stehen untereinander und mit dem Haushaltsgerät 3 in Kommunikationsverbindung, wobei
konkret deren Kommunikationseinrichtungen 9, 21, 23 Daten miteinander austauschen
können. Diese Daten beinhalten Informationssignale über Lagerbestände der jeweiligen
Serviceeinrichtung 1 bzw. Basisstation 2, zum Beispiel eine Anzahl und Art von verfügbaren
Funktionsmodulen 4. Jede der Serviceeinrichtungen 1 und Basisstationen 2 verfügt des
Weiteren über einen Datenspeicher, in welchem die Umgebungskarte 17 gespeichert ist.
Die Umgebungskarte 17 beinhaltet die Lagerbestandsinformationen, sowie Positionsinformationen
über die aktuellen Positionen der Serviceeinrichtungen 1, Basisstationen 2 und des
Haushaltsgerätes 3. Das Haushaltsgerät 3, die Serviceeinrichtungen 1 und die Basisstationen
2 sind somit innerhalb eines Heimnetzwerkes derart miteinander verknüpft, dass stets
jedem der Geräte alle Positionsinformationen und Lagerbestandsinformationen zur Verfügung
stehen.
[0036] Sofern das Haushaltsgerät 3 beispielsweise nach einem Reinigungsschritt, welcher
ein Reinigungselement 7 erfordert, auf einen Polierbetrieb wechseln möchte, ist es
erforderlich, dass das Reinigungselement 7 gegen ein Polierelement 8 getauscht wird.
Um einen Tauschvorgang einzuleiten, sendet das Haushaltsgerät 3 zunächst ein Anfragesignal
mittels der Kommunikationseinrichtung 23 aus, welches eine Information über das von
ihm gewünschte Funktionsmodul 4 beinhaltet. Das Anfragesignal richtet sich gleichermaßen
an alle in der Umgebung vorhandenen Serviceeinrichtungen 1 und Basisstationen 2. Die
Serviceeinrichtungen 1 und Basisstationen 2 empfangen dieses Anfragesignal mittels
ihrer Kommunikationseinrichtungen 9, 21 und überprüfen ihren in einem Speicher abgelegten
Lagerbestand an dem jeweiligen Funktionsmodul 4. Sofern die jeweilige Serviceeinrichtung
1 bzw. Basisstation 2 aktuell ein derartiges Funktionsmodul 4 aufweist, sendet diese
ein Informationssignal über das vorhandene Funktionsmodul 4 und die dazugehörige Positionsinformation
an das Haushaltsgerät 3. Sofern mehrere Serviceeinrichtungen 1 und/ oder Basisstationen
2 das gewünschte Funktionsmodul 4 bereithalten, kann das Haushaltsgerät 3 selbsttätig
entscheiden, welche Serviceeinrichtung 1 das Funktionsmodul 4 liefern soll und/ oder
an welcher Serviceeinrichtung 1 und/oder Basisstation 2 das Funktionsmodul 4 entnommen
werden soll. Zu diesem Zweck kann das Haushaltsgerät 3 die Positionsinformationen
miteinander vergleichen und beispielsweise diejenige Serviceeinrichtung 1 herbeirufen,
die den kürzesten Weg zu dem Haushaltsgerät 3 aufweist. Dabei können sich beispielsweise
auch das Haushaltsgerät 3 und eine das gewünschte Funktionsmodul 4 bereithaltende
Serviceeinrichtung 1 auf halbem Wege an einer Basisstation 2 treffen, so dass sowohl
das Haushaltsgerät 3 als auch die Serviceeinrichtung 1 zu ungefähr dem gleichen Zeitpunkt
an der Basisstation 2 eintreffen. Dies beschleunigt nicht zuletzt den gesamten Vorgang
des Austauschens des Funktionsmoduls 4. Die Serviceeinrichtung 1 und das Haushaltsgerät
3 tauschen gegenseitig eine Information darüber aus, welche Basisstation 2 als Treffpunkt
angefahren werden soll.
[0037] Sobald die Serviceeinrichtung 1 bzw. das Haushaltsgerät 3 die Basisstation 2 erreicht,
verfährt diese bzw. dieses in den Verbindungsbereich 16 bzw. 15, so dass das Funktionsmodul
4 mittels der Aufnahme 10 des Haushaltsgerätes 3 aus der Übergabeeinrichtung 5 der
Serviceeinrichtung 1 entnommen werden kann.
[0038] Obwohl dies hier in den Figuren nicht dargestellt ist, ist es selbstverständlich
auch möglich, dass die Serviceeinrichtung 1 und das Haushaltsgerät 3 so ausgebildet
sind, dass die Serviceeinrichtung 1 ein Funktionsmodul 4 ganz ohne die Mitwirkung
einer Basisstation 2 an das Haushaltsgerät 3 übergeben kann. Dabei kann die Serviceeinrichtung
1 direkt an das Haushaltsgerät 3 andocken, bzw. umgekehrt das Haushaltsgerät 3 an
die Serviceeinrichtung 1, und das gewünschte Funktionsmodul 4 übergeben.
[0039] Sobald das Funktionsmodul 4 von der Serviceeinrichtung 1 an das Haushaltsgerät 3
übergeben wurde, werden die Lagerbestände aktualisiert, so dass wiederum jedem der
in dem Heimnetzwerk vernetzten Serviceeinrichtungen 1 und Basisstationen 2 bekannt
ist, an welcher Position sich aktuell welches Funktionsmodul 4 bzw. welches Gerät
befindet.
Liste der Bezugszeichen
[0040]
- 1
- Serviceeinrichtung
- 2
- Basisstation
- 3
- Haushaltsgerät
- 4
- Funktionsmodul
- 5
- Übergabeeinrichtung
- 6
- Tank
- 7
- Reinigungselement
- 8
- Polierelement
- 9
- Kommunikationseinrichtung
- 10
- Aufnahme
- 11
- Rad
- 12
- Rad
- 13
- Bürste
- 14
- Rampe
- 15
- Verbindungsbereich
- 16
- Verbindungsbereich
- 17
- Umgebungskarte
- 18
- Raum
- 19
- Raum
- 20
- Terrasse
- 21
- Kommunikationseinrichtung
- 22
- Rotationsachse
- 23
- Kommunikationseinrichtung
1. Serviceeinrichtung (1) für ein Haushaltsgerät (3), insbesondere für einen Reinigungsroboter,
welche ausgebildet ist, eine mechanische Serviceaufgabe an dem Haushaltsgerät (3)
durchzuführen, dadurch gekennzeichnet, dass die Serviceeinrichtung (1) selbsttätig fortbewegbar ist.
2. Serviceeinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Serviceeinrichtung (1) mindestens ein austauschbares, einen Arbeitsbetrieb des
Haushaltsgerätes (3) ermöglichendes Funktionsmodul (4) zur Übergabe an das Haushaltsgerät
(3) und zur Verbindung mit dem Haushaltsgerät (3) aufweist.
3. Serviceeinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Übergabeeinrichtung (5), welche eingerichtet ist, Funktionsmodule (4) an das
Haushaltsgerät (3) zu übergeben und/ oder mit dem Haushaltsgerät (3) zu verbinden.
4. Serviceeinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionsmodul (4) ein Akkumulator, ein Tank (6), ein Rad (12), ein Reinigungselement
(7), ein Luftbefeuchter, ein Fugenkratzer, ein Pollenfilter, ein Polierelement (8)
und/ oder eine Rasenmäheinrichtung ist.
5. Serviceeinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Kommunikationseinrichtung (9), welche eingerichtet ist, ein Informationssignal
über einen Lagerbestand an Funktionsmodulen (4) zu empfangen und/ oder zu senden.
6. Serviceeinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Datenspeicher, in welchem eine Umgebungskarte (17) gespeichert ist, die Positionsinformationen
und/oder Lagerbestandsinformationen über Serviceeinrichtungen (1) und/oder Funktionsmodule
(4) und/oder Haushaltsgeräte (2) enthält.
7. Nicht selbsttätig fortbewegbare Basisstation (2) mit einer selbsttätig fortbewegbaren
Serviceeinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
8. Basisstation (2) nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Kommunikationseinrichtung (21), welche eingerichtet ist, ein Informationssignal
über einen Lagerbestand an Funktionsmodulen (4) zu empfangen und/ oder zu senden.
9. System aus mindestens einem Haushaltsgerät (3) mit einer Aufnahme (10) zum reversiblen
Aufnehmen eines Funktionsmoduls (4), und mindestens einer Serviceeinrichtung (1) nach
einem der Ansprüche 1 bis 6 und/oder einer eine Serviceeinrichtung (1) aufweisenden
Basisstation (2) nach Anspruch 7 oder 8.
10. Verfahren zum Übergeben eines einen Arbeitsbetrieb eines Haushaltsgerätes (3) ermöglichenden
Funktionsmoduls (4) an ein Haushaltsgerät (3) und zur Verbindung des Funktionsmoduls
(4) mit dem Haushaltsgerät (3), dadurch gekennzeichnet, dass sich eine selbsttätig fortbewegbare, ein Funktionsmodul (4) aufweisende Serviceeinrichtung
(1) zu einem das Funktionsmodul (4) benötigenden Haushaltsgerät (3) hinbewegt und
das Funktionsmodul (4) an das Haushaltsgerät (3) übergibt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Haushaltsgerät (3) ein Anfragesignal bezüglich eines benötigten Funktionsmoduls
(4) an mindestens eine Serviceeinrichtung (1) und/oder mindestens eine eine Serviceeinrichtung
(1) aufweisende Basisstation (2) übermittelt, wobei ein Lagerbestand einer Serviceeinrichtung
(1) und/ oder einer Basisstation (2) an Funktionsmodulen (4) mit dem benötigten Funktionsmodul
(4) verglichen wird.