[0001] Die Erfindung betrifft einen Spülguthalter für eine Geschirrspülmaschine, zur Aufnahme
von zu reinigendem Spülgut, insbesondere Laborgläser, mit einem beispielsweise kreisförmig
ausgebildeten Basisteil, dass eine Mittenöffnung zur Aufnahme einer Injektorlanze
aufweist, und mehreren sich ausgehend vom Basisteil erstreckenden, eine Auflagefläche
für das zu spülende Spülgut bereitstellenden Stegen.
[0002] Es existiert mit Blick auf die geometrische Ausgestaltung eine nahezu zahllose Variantenvielfalt
an Laborgläsern. Es kommen beispielsweise Messkolben, Laborflaschen, Erlenmeyerkolben,
Rundkolben und/oder dergleichen mit jeweils unterschiedlichem Fassungsvermögen zum
Einsatz. Dabei unterscheiden sich die Geometrien von Laborgläsern zum Teil deutlich
voneinander, beispielsweise hinsichtlich des Hals-und/oder Bauchdurchmessers, des
Vorhandenseins von Hinterschneidungen und/oder Gewinden, der Größenabmessungen in
Höhenrichtung und/oder dergleichen.
[0003] Zur automatischen Reinigung und/oder Desinfektion von Laborgläsern kommen Geschirrspülmaschinen
zum Einsatz, die zumeist in der besonderen Ausgestaltung einer Labor-Geschirrspülmaschine
über Spülguthalter zur Aufnahme von Laborgläsern verfügen. Dabei werden die Laborgläser
zwecks Reinigung und/oder Desinfektion in der Regel mit ihrem Glashals nach unten
und dem Glasboden nach oben auf eine sogenannte Injektorlanze gesteckt, die an ihrem
oberen Ende eine Injektordüse aufweist und an deren unteren Ende sich eine Auflagefläche
für den Glashals befindet.
[0004] Diese Auflagefläche wird typischerweise durch Stege bereitgestellt, die sich sternförmig
von einem mittleren Basisteil erstrecken. Das Basisteil weist eine Mittenöffnung auf,
durch die hindurch die Injektorlanze im endmontierten Zustand geführt ist.
[0005] Obgleich sich vorbekannte Spülguthalter im alltäglichen Praxiseinsatz bewährt haben,
besteht Verbesserungsbedarf. So wird es verwenderseitig als nachteilig empfunden,
dass je nach geometrischer Ausgestaltung von zu reinigenden Laborgläsern entsprechende
Spülguthalter zum Einsatz kommen müssen. Denn einerseits erfordert dies die Bevorratung
einer entsprechenden Menge an unterschiedlich ausgebildeten Spülguthaltern. Und andererseits
bedarf es bei einer bestimmungsgemäßen Verwendung einer entsprechenden Logistik, damit
im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall eine größenentsprechende Zuordnung der zur Verfügung
stehenden Spülguthaltern zu den zu reinigenden Laborgläsern stattfinden kann. Nicht
selten kommt es hier zu Fehlzuordnungen, so das Laborgläser während einer Reinigung
oder Desinfektion nicht sicher gehalten sind, was im schlimmsten Fall zu einer Beschädigung
oder sogar einem Bruch des Laborglases führen kann. Insofern ist die Handhabung vorbekannter
Spülguthalter aufwendig und es sind Fehlhandhabungen möglich.
[0006] Es ist deshalb ausgehend vom Vorbeschriebenen die
Aufgabe der Erfindung, einen Spülguthalter bereitzustellen, der eine vereinfachte Handhabung
gestattet.
[0007] Zur
Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung ein Spülguthalter der eingangs genannten Art
vorgeschlagen, der sich dadurch auszeichnet, dass die Stege einen basisnahen, ersten
Abschnitt und einen sich daran anschließenden zweiten Abschnitt aufweisen, wobei die
beiden Stegabschnitte zueinander abgewinkelt ausgerichtet sind.
[0008] Der erfindungsgemäße Spülguthalter verfügt in Abkehr zum Stand der Technik nicht
über sternenförmig an einem Basisteil angeordnete Stege. Die Stege sind erfindungsgemäß
vielmehr abgewinkelt ausgebildet, wobei jeder Steg über zwei Abschnitte verfügt, die
abgewinkelt zueinander ausgerichtet sind. Die beiden Abschnitte sind insbesondere
um die Richtung der Mittenöffnungsachse herum zueinander abgewinkelt ausgebildet.
Diese Stegausgestaltung gestattet es, dass an einem aus dem Stand der Technik an sich
bekannten Spülgutträger angeordnete Spülguthalter der erfindungsgemäßen Art derart
versetzt zueinander angeordnet werden können, dass sich benachbarte Spülguthalter
nicht behindern. Die nach der erfindungsgemäßen Ausgestaltung asymmetrische Ausbildung
der Stege gestattet eine in sich verschachtelte Anordnung der Spülguthalter an einem
Spülgutträger.
[0009] Die erfindungsgemäße Geometrieausgestaltung des Spülguthalters ermöglicht es mithin,
Spülguthalter kollisionsfrei an einem gemeinsamen Spülgutträger anzuordnen, weil die
nicht-sternenförmig ausgerichteten Stege bei entsprechender Positionierung der Spülguthalter
am Spülgutträger auf Lücke zueinander versetzt ausgerichtet sind. Dies bewirkt den
weiteren positiven Effekt, dass ebenfalls in Abkehr zum Stand der Technik eine Standardgröße
für unterschiedlichst ausgebildete Spülgutgeometrien gleichermaßen eingesetzt werden
können. Denn der Spülguthalter kann hinsichtlich seiner Aufnahmegeometrie an die im
praktischen Betrieb größtmögliche Spülgutform angepasst sein, denn anders als sternenförmig
ausgebildete Spülguthalter behindern sich zwei bestimmungsgemäß an einem Spülgutträger
angeordnete Spülguthalter der erfindungsgemäßen Art einander nicht. Dies deshalb nicht,
weil die asymmetrisch ausgebildeten Stege auf Lücke ineinandergreifen, an einem Spülgutträger
benachbart angeordnete Spülguthalter mithin verschachtelt zueinander zu liegen kommen.
Damit ist die bisher notwendige Variantenvielfalt hinsichtlich der verwenderseitig
zu bevorratenden Spülguthalter eliminiert. Damit einhergehend ist auch die Fehlbedienung
aufgrund falscher oder nicht richtig positionierter Spülguthalter vermieden.
[0010] Insgesamt gestattet es der erfindungsgemäße Spülguthalter, alle bisherigen Spülguthalter-Varianten
durch einen universellen asymmetrisch ausgebildeten Halter zu ersetzen. Denn durch
die asymmetrische Gestaltung des Spülguthalters ist es möglich, diesen sowohl für
kleine als auch für große Laborgläser zu verwenden. Der Spülguthalter kann im bestimmungsgemäßen
Verwendungsfall relativ zu dem ihn aufnehmenden Spülgutträger durch Drehen positioniert
werden, so dass eine Kollision mit angrenzenden Bauteilen, das heißt benachbarten
Spülguthaltern und/oder Bauteilen des Spülgutträgers vermieden ist. Ist der Abstand
zwischen benachbarten Spülguthaltern kleiner als die Steglängen der beiden Spülguthalter,
kommt es trotzdem zu keiner Kollision der Spülguthalter, denn diese sind aufgrund
ihrer aufeinander abgestimmten Asymmetrie einander ausweichend durch die Positionierung
am Spülgutträger ausgerichtet.
[0011] Somit ist der Spülguthalter so ausgebildet, dass er wahlweise in einer ersten Stellung
und zumindest in einer zweiten Stellung am Spülgutträger angeordnet werden kann, wobei
der Spülguthalter in der zweiten Stellung um die Mittenöffnungsachse im Vergleich
zur ersten Stellung um ein vorgegebenes Winkelmaß gedreht ist. Vorzugsweise kann der
Spülguthalter darüber hinaus noch zumindest in einer um die Mittenöffnungsachse noch
weiter gedrehten dritten Stellung oder sogar darüber hinaus zumindest in einer um
die Mittenöffnungsachse noch weiter gedrehten vierten Stellung oder in noch weiteren
Stellungen am Spülgutträger angeordnet werden.
[0012] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Spülguthalter wahlweise sowohl in einer
ersten, in einer um 90° um die Mittenöffnungsachse gedrehten zweiten, in einer um
180° um die Mittenöffnungsachse gedrehten dritten als auch in einer um 270° um die
Mittenöffnungsachse gedrehten vierten Stellung am Spülgutträger angeordnet werden.
[0013] Im Verwendungsfall wird das zu spülende Spülgut, etwa ein Laborglas, kopfüber über
eine Injektorlanze gestülpt und auf die Stege des Spülguthalters aufgesetzt, so dass
das Spülgüt auf den Stegen steht. Die Stege, insbesondere die zweiten Abschnitte der
Stege, stellen dabei gemeinsam eine Auflagefläche für das Spülgut bzw. Laborglas bereit.
Das Spülgut bzw. Laborglas steht bzw. liegt somit randseitig auf dieser Auflagefläche
auf. Die Stege, insbesondere die zweiten Abschnitte der Stege, sind dabei im Verwendungsfall
bei innerhalb einer Geschirrspülmaschine auf einem Spülgutträger angeordnetem Spülguthalter
insbesondere im Wesentlichen horizontal, insbesondere innerhalb einer gemeinsamen
Auflageebene, ausgerichtet.
[0014] Es ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die zweiten Stegabschnitte
tangential zum jeweiligen Basisteil ausgerichtet sind. Ferner ist vorgesehen, dass
die zweiten Abschnitte benachbarter Stege rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind.
[0015] Aufgrund dieser Ausgestaltung ergibt sich, dass einerseits eine optimierte Auflage
für zu reinigendes Spülgut gegeben ist, sowie andererseits, dass eine kollisionsfreie
Anordnung des Spülguthalters an einem Spülgutträger gestattet ist, und zwar kollisionsfrei
sowohl mit Bezug auf benachbarte Spülguthalter als auch mit Bezug auf Bauteile des
Spülgutträgers selbst.
[0016] Es ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass an einem der Stege
ein Stegfortsatz angeordnet ist. Dieser Stegfortsatz weist einen ersten und einen
zweiten Abschnitt auf, wobei der zweite Abschnitt abgewinkelt zum ersten Abschnitt
ausgerichtet ist.
[0017] Der Stegfortsatz geht nicht von der Basis des Spülguthalters, sondern von einem Steg
des Spülguthalters aus. Damit ergibt sich ein mit Bezug auf den Umfang des kreisförmig
ausgebildeten Basisteils vergleichsweise großer Winkelabschnitt, der stegfrei beziehungsweise
stegfortsatzfrei ausgebildet ist. Durch diese basisteilseitige Lücke ist es ermöglicht,
dass eine Positionierung des Spülguthalters an einem Spülgutträger in einer solchen
Weise möglich ist, dass unter Umständen ansonsten störende Anbauteile des Spülgutträgers
oder benachbarte Spülguthalter auf Lücke zum Spülguthalter zu liegen kommen, so dass
eine kollisionsfreie Anordnung am Spülgutträger gestattet ist.
[0018] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass der erste Stegabschnitt
des Steges und der erste Abschnitt des Stegfortsatzes rechtwinklig zueinander ausgebildet
sind. Auch diese Ausgestaltung dient dazu, eine aufeinander abgestimmte Geometrieausgestaltung
zweier benachbart zueinander an einem Spülgutträger angeordneter Spülguthalter zu
gewährleisten.
[0019] Es ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass zwischen benachbarten
Stegen ein Durchbruch ausgebildet ist. Dieser Durchbruch dient bei der Anordnung eines
Spülguthalters an einem Spülgutträger dazu, die von einem Spülgutträger bereitgestellten
Wasserverteilrohre aufnehmen zu können. Die Stege des erfindungsgemäßen Spülguthalters
sind im endmontierten Zustand also in Höhenrichtung zu den wasserführenden Leitungen
des Spülgutträgers nach unten versetzt ausgerichtet, so dass der in Höhenrichtung
maximal mögliche Aufnahmeraum von einem von einem Spülguthalter aufgenommenen Spülgut
ausgenutzt werden kann. Anders ausgedrückt bewirkt der Durchbruch, dass die Stege
des Spülguthalters im Verwendungsfall bei der Anordnung eines Spülguthalters an einem
Spülgutträger im Wesentlichen seitlich des Wasserverteilerrohres angeordnet ist, wobei
die von den Stegen des Spülguthalters bereitgestellte Auflagefläche für das Spülgut
etwa in Höhe der Oberseite des Wasserverteilerrohres liegt. Sie überragt die Oberseite
der Wasserverteilerrohre in Höhenrichtung dabei vorzugsweise nur in einem solch geringen
Maße, dass ein Kontakt des randseitig auf den Stegen des Spülguthalters aufliegenden
Spülguts mit dem Wasserverteilerrohr vermieden ist.
[0020] Es ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass das Basisteil
ein hierzu in Höhenrichtung beabstandetes Ringteil trägt. Dieses Ringteil dient der
Abstützung von Spülgut mit vergleichsweise kleinem Durchmesser, das heißt einem solchen
Durchmesser, der kleiner als der Durchmesser des Basisteils ist. Damit ist die erfindungsgemäße
Ausgestaltung nicht nur dafür geeignet, Spülgüter mit einem Durchmesser aufnehmen
zu können, der größer als der Durchmesser des Basisteils ist. Dabei ist erfindungsgemäß
das Ringteil vorgesehen, um eine Beabstandung zum Basisteil zu gewährleisten, so dass
im bestimmungsgemäßen Reinigungsfall in das Spülgut eingebrachte Spülflüssigkeit behinderungsfrei
abströmen kann. Um diesen Effekt zusätzlich zu unterstützen ist gemäß einem weiteren
Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass das Ringteil oberseitig Noppen aufweist. Auf
diesen Noppen kommt das zu reinigende Spülgut zu liegen, wobei der Vorteil der Noppenausgestaltung
darin besteht, dass die Berührungsfläche zwischen Spülguthalter und zu reinigendem
Spülgut minimiert ist, so dass das Verbleiben von sich am Spülguthalter und/oder am
Spülgut ansammelnder Restflüssigkeit auf ein Minimum reduziert ist.
[0021] Mit der Erfindung wird desweiteren ein Spülguthaltersystem vorgeschlagen. Das Spülguthaltersystem
verfügt über eine Mehrzahl von Spülguthalter der vorbeschriebenen Art, wobei diese
verwenderseitig nach dem Baukastenprinzip wahlweise miteinander kombiniert werden
können. "Baukastenprinzip" im Sinne der Erfindung meint dabei, dass verwenderseitig
eine Vielzahl von Spülguthaltern der vorbeschriebenen Art bevorratet sind, die je
nach der Menge an zu reinigendem Spülgütern zum Einsatz kommen und insoweit wahlweise
vom Verwender zur Bestückung eines Spülgutträgers genutzt werden können. Dabei besteht
der wesentliche Vorteil des erfindungsgemäßen Systems darin, dass ein universeller
Spülguthalter zum Einsatz kommt, in Abkehr zum Stand der Technik also nicht in ihren
geometrischen Abmessungen unterschiedliche Spülguthalter Verwendung finden müssen.
Dies verringert die Kosten für Lagerhaltung und Logistik und stellt darüber hinaus
sicher, dass die Fehlerträchtigkeit bei der Anwendung minimiert ist.
[0022] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen
- Fig. 1
- in schematisch perspektivischer Darstellung einen erfindungsgemäßen Spülguthalter;
- Fig. 2
- in schematischer Darstellung eine Aufsicht von oben auf einen erfindungsgemäßen Spülguthalter;
- Fig. 3
- einen Spülgutträger mit daran angeordneten Spülguthaltern gemäß einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 4
- eine Aufsicht von oben auf einen erfindungsgemäßen Spülguthalter gemäß der ersten
Ausführungsform;
- Fig. 5
- einen Spülgutträger mit daran angeordneten Spülguthaltern gemäß einer zweiten Ausführungsform;
[0023] Der erfindungsgemäße Spülguthalter 1 ist in Figur 1 in schematisch-perspektivischer
Ansicht und in Figur 2 in einer Aufsicht von oben dargestellt.
[0024] Wie Figur 1 zu entnehmen ist, verfügt der Spülguthalter 1 über ein Basisteil 2, welches
etwa wie hier gezeigt kreisförmig ausgebildet sein kann. Das Basisteil 2 stellt eine
Mittenöffnung 3 bereit, durch die hindurch im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall eine
von einem Spülgutträger 14 bereitgestellte Anschlussstelle 18, welche rund oder eckig
ausgebildet sein kann, ragt. Ferner dient die Mittenöffnung 3 der Aufnahme einer an
eine Anschlussstelle 18 angeschlossenen Injektorlanze 19, wie sich dies beispielsweise
aus Figur 3 oder 5 ergibt.
[0025] Das Basisteil 2 trägt ein hierzu in Höhenrichtung beabstandetes Ringteil 11. Dabei
sind zur beabstandeten Anordnung des Ringteils 11 Stützen 12 vorgesehen. Diese Stützen
12 gehen ringteilseitig in Noppen 13 über, die oberseitig des Ringteils 11 angeordnet
sind.
[0026] Wie Figur 1 und Figur 2 zu entnehmen ist, verfügt der Spülguthalter 1 des Weiteren
über mehrere sich ausgehend vom Basisteil 2 erstreckende Stege 4. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind insgesamt drei solcher Stege 4 vorgesehen.
[0027] Ein jeder Steg 4 verfügt über einen ersten Stegabschnitt 5, der basisteilnah ausgebildet
ist, und einen zweiten Stegabschnitt 6. Die beiden Stegabschnitte 5, 6 sind abgewinkelt
zueinander ausgerichtet, womit sich eine von der aus dem Stand der Technik vorbekannten
sternenförmigen Stegausgestaltung abweichende Geometrie ergibt.
[0028] Wie Figur 1 und insbesondere Figur 2 ferner erkennen lässt, sind die ersten und zweiten
Abschnitte 5, 6 der Stege 4 derart zueinander ausgerichtet, dass die zweiten Stegabschnitte
6 tangential zum Basisteil 2 ausgerichtet sind. Aufgrund der erfindungsgemäßen Abwinklung
der zweiten Stegabschnitte 6 relativ zu den ersten Stegabschnitten 5 ergibt sich ferner,
dass die zweiten Stegabschnitte 6 benachbarter Stege 4 rechtwinklig zueinander ausgerichtet
sind.
[0029] Einer der drei Stege 4 ist ferner mit einem Stegfortsatz 7 ausgerüstet, der seinerseits
ebenfalls über einen ersten Abschnitt 8 und einen zweiten Abschnitt 9 verfügt. Dabei
ist der zweite Abschnitt 9 des Stegfortsatzes 7 relativ gegenüber dem ersten Abschnitt
8 des Stegfortsatzes 7 abgewinkelt ausgerichtet.
[0030] Wie Figur 1 ferner erkennen lässt, ist zwischen benachbarten Stegen 4 ein Durchbruch
10 ausgebildet, der im endmontierten Zustand ein wasserführendes Rohr eines Spülgutträgers
14 aufnimmt, wie dies die weiteren Figuren 3 bis 5 anhand von zwei unterschiedlichen
Ausführungsbeispielen erkennen lassen.
[0031] Der Spülguthalter 1 ist als einstückiges Spritzgussteil aus Kunststoff gebildet.
Figur 3 zeigt einen Spülgutträger 14. Dieser ist im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall
innerhalb eines Spülraums einer in den Figuren nicht dargestellten Geschirrspülmaschine
angeordnet. Der Spülgutträger 14 verfügt im gezeigten Ausführungsbeispiel über vier
Vierkantrohre 15, die über ein gemeinsames Verbindungsrohr 16 strömungstechnisch miteinander
gekoppelt sind. Das Verbindungsrohr 16 trägt einen Wasseranschluss 17, der im bestimmungsgemäßen
Verwendungsfall an eine geschirrspülmaschinenseitige Wasserzuführung angeschlossen
ist. Im Betriebsfall kann also über den Wasseranschluss 17 Spülflüssigkeit in den
Spülgutträger 14 eingeleitet werden, wobei sich das eingeleitete Wasser durch den
Wasseranschluss 17 über das Verbindungsrohr 16 in die Vierkantrohre 15 verteilt.
[0032] Die Vierkantrohre 15 sind jeweils mit Anschlussstellen 18 ausgerüstet, auf die im
bestimmungsgemäßen Verwendungsfall Injektorlanzen 19 aufgeschraubt sind. Jede der
Injektorlanzen 19 stellt an seinem der Anschlussstelle 18 abgewandten Ende eine Injektordüse
bereit.
[0033] Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall wird ein zu reinigendes Laborglas kopfüber
über eine Injektorlanze 19 gestülpt. Das im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall aus
der Injektorlanze 19 über die Injektordüse austretende Spülwasser sorgt mithin für
eine Innenreinigung des über die Injektorlanze 19 gestülpten Laborglases.
[0034] Für eine sichere Positionierung des Laborglases relativ zur Injektorlanze 19 dient
ein erfindungsgemäßer Spülguthalter 1, wie dies in Figur 3 an einem ersten Ausführungsbeispiel
dargestellt ist.
[0035] Wie sich aus der Darstellung nach Figur 3 ergibt, ist je Anschlussstelle 18 ein Spülguthalter
1 vorgesehen. Dieser ist mit seinem Basisteil 2 über die jeweilige Anschlusstelle
18 gestülpt. Die Injektorlanze 19 durchragt die Mittenöffnung 3 des Basisteils 2 sowie
die korrespondierend hierzu ausgebildete Öffnung in Ringteil 11.
[0036] Die Vierkantrohre 15 kommen in den Durchbrüchen 10 zu liegen, die zwischen benachbarten
Stegen 4 eines Spülguthalters ausgebildet sind. Es wird so eine lagesichere Position
des Spülguthalters 1 relativ gegenüber dem Spülgutträger 14 erreicht.
[0037] Die von jedem Spülguthalter 1 jeweils bereitgestellten Stege 4 dienen der randseitigen
Aufnahme eines Spülguts, so dass eine sichere Positionierung des Spülguts durch den
Spülguthalter 1 relativ zur Injektorlanze 19 gegeben ist.
[0038] Wie eine Zusammenschau der Figuren 3, 4 und 5 ergibt, führt die erfindungsgemäße
Stegausgestaltung des Spülguthalters 1 dazu, dass sich benachbarte Spülguthalter 1
hinsichtlich ihrer Stege 4 nicht im Wege sind, eine Stegkollision also vermieden ist.
Die Steggeometrie der Spülguthalter ist in vorbeschriebener Weise derart aufeinander
abgestimmt, dass benachbarte Spülguthalter 1 auf Lücke zueinander versetzt sind, so
dass Stege 4 benachbarter Spülguthalter 1 kollisionsfrei aneinander vorbeilaufen,
das heißt benachbarte Spülguthalter 1 ineinandergreifen.
[0039] Dabei gestattet es die erfindungsgemäße Ausgestaltung auch, dass ein Spülguthalter
1 bezüglich seiner jeweiligen Injektorlanze 19 um eine durch die Injektorlanze 19
gebildete Drehachse verdreht vom jeweiligen Vierkantrohr 15 des Spülgutträgers 14
aufgenommen werden kann. Dabei sind aufgrund der vorbeschriebenen Stegausgestaltung
um jeweils 90° verdrehte Positionierungen des Spülguthalters 1 relativ gegenüber dem
Spülgutträger 14 möglich.
Bezugszeichen
[0040]
| 1. |
Spülguthalter |
18 |
Anschlussstelle |
| 2 |
Bauteil |
19 |
Injektorlanze |
| 3 |
Mittenöffnung |
|
|
| 4 |
Steg |
|
|
| 5 |
erster Stegabschnitt |
|
|
| 6 |
zweiter Stegabschnitt |
|
|
| 7 |
Stegfortsatz |
|
|
| 8 |
erster Abschnitt |
|
|
| 9 |
zweiter Abschnitt |
|
|
| 10 |
Durchbruch |
|
|
| 11 |
Ringteil |
|
|
| 12 |
Stütze |
|
|
| 13 |
Noppe |
|
|
| 14 |
Spülgutträger |
|
|
| 15 |
Vierkantrohr |
|
|
| 16 |
Verbindungsrohr |
|
|
| 17 |
Wasseranschluss |
|
|
1. Spülguthalter für eine Geschirrspülmaschine, zur Aufnahme von zu spülendem Spülgut,
insbesondere Laborgläser, mit einem insbesondere kreisförmig ausgebildeten Basisteil
(2), das eine Mittenöffnung (3) zur Aufnahme einer Injektorlanze (19) aufweist, und
mehreren sich ausgehend vom Basisteil (2) erstreckenden, eine Auflagefläche für das
zu spülende Spülgut bereitstellenden Stegen (4), dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (4) einen basisnahen, ersten Abschnitt (5) und einen sich daran anschließenden
zweiten Abschnitt (6) aufweisen, wobei die beiden Abschnitte (5, 6) zueinander abgewinkelt
ausgerichtet sind.
2. Spülguthalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Stegabschnitte (6) tangential zum Basisteil (2) ausgerichtet sind.
3. Spülguthalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Stegabschnitte (6) benachbarter Stege (4) rechtwinklig zueinander ausgerichtet
sind.
4. Spülguthalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einem der Stege (4) ein Stegfortsatz (7) angeordnet ist.
5. Spülguthalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stegfortsatz (7) einen ersten und einen dazu abgewinkelten zweiten Abschnitt
(8, 9) aufweist.
6. Spülguthalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Stegabschnitt (5) des Steges (4) und der erste Abschnitt (8) des Stegfortsatzes
(7) rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind.
7. Spülguthalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen benachbarten Stegen (4) ein Durchbruch (10) ausgebildet ist.
8. Spülguthalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisteil (2) ein hierzu in Höhenrichtung beabstandetes Ringteil (11) trägt.
9. Spülguthalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Ringteil (11) oberseitig Noppen (13) aufweist.
10. Spülguthaltersystem mit einer Mehrzahl von Spülguthaltern nach einem der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 9, die nach dem Baukastenprinzip wahlweise miteinander kombinierbar
sind.