[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur zumindest partiellen
Pyrolyse und zumindest partiellen Oxidation sowie ggf. partiellen Vergasung eines
organischen Anteils eines staubförmigen Schüttguts zumindest teilweise organischen
Ursprungs. Bei der zumindest partiellen Pyrolyse bzw. der zumindest partiellen Oxidation
kann es sich jeweils unabhängig voneinander um eine vollständige oder eine teilweise
Pyrolyse bzw. Oxidation handeln. Bei der Vergasung wird in dem organischen Anteil
enthaltener Kohlenstoff partiell oxidiert und mit Wasser bzw. Wasserdampf zu Wassergas,
d. h. einem Gemisch aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff, umgesetzt. Wichtig bei dem
Verfahren ist, dass das Produkt des Verfahrens darin enthaltenen Phosphor in für Pflanzen
leicht verwertbarer Form enthält. Der organische Ursprung kann dabei zumindest ein
Mensch, zumindest ein Tier, zumindest eine Pflanze, zumindest ein Alge und/oder zumindest
ein Pilz sein. Der organische Ursprung kann auch ein mikrobieller Ursprung sein. Alle
Schüttgüter zumindest teilweise organischen Ursprungs enthalten Kohlenstoff und Phosphor.
Das Schüttgut kann z. B. Klärschlamm, Tierkot, Algen, Torf oder Braunkohle jeweils
in zumindest teilweise getrockneter Form oder Sägemehl umfassen. Das Schüttgut kann
einen anorganischen Anteil, z. B. in Form von feinem Sand oder Mineralien, von bis
zu 70 Gew.-% aufweisen.
[0002] Problematisch bei der üblichen Monoverbrennung von Klärschlamm ist, dass die durch
die dabei üblicherweise herrschende Temperatur von über 850 °C entstehende Asche zunächst
erweicht und bei einer Temperatur von über 950 °C sogar versintert bzw. verglast.
Der in der Asche enthaltene Phosphor liegt dann nicht mehr in einer für Pflanzen verwertbaren
Form vor.
[0003] Aus der
EP 3 037 395 A1 sind bereits ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Gewinnung eines Produkts beim
Vergasen eines Schüttguts zumindest teilweise organischen Ursprungs unter zumindest
partieller Oxidation des Schüttguts bekannt, wobei das Produkt Phosphor in für Pflanzen
leicht verwertbarer Form enthält. Bei dem Verfahren wird eine Schüttung des Schüttguts
in einen Reaktionsraum eines Reaktors eingebracht und darin kontinuierlich oder intermittierend
bewegt. Das Schüttgut wird auf der Oberseite der Schüttung auf eine Temperatur erwärmt,
bei der es zu einer Pyrolyse des organischen Anteils des Schüttguts kommt. Weiterhin
wird Luft oder ein sonstiges Sauerstoff enthaltenes Gasgemisch über mindestens eine
Einblasöffnung in mindestens einem sich kontinuierlich oder intermittierend durch
die Schüttung bewegenden Werkzeug in die Schüttung eingeblasen. Dabei wird das Einblasen
der Luft oder des sonstigen Gasgemischs so geregelt, dass die Menge an Luft oder des
Gasgemischs nur zu einer unvollständigen Oxidation des organischen Anteils des Schüttguts
im Reaktionsraum ausreicht. Bei dem Verfahren wird das Schüttgut dem Reaktionsraum
von oben zugeführt und unten im Reaktionsraum abgeführt. Bei dem Verfahren bewegen
sich das eingeblasene und das entstehende Gas in dem Reaktionsraum aufsteigend und
das Schüttgut in entgegengesetzter Richtung absteigend. Das Verfahren hat sich für
gleichmäßig vom Gas durchströmbares Schüttgut bewährt.
[0004] Aus der
CH 684961 A5 ist ein Etagenofen zur Schlamm- und Abfallverbrennung bekannt. Der Ofen besitzt mehrere
ringförmige, übereinander angeordnete Herde, über die das Brenngut mittels mit schräggestellten
Rührzähnen bestückter Krählarme abwechselnd radial nach innen und außen und auf den
nächsten tieferen Herd gefördert wird. Die obersten Herde dienen der Trocknung und
die untersten Herde der Schlacken- bzw. Aschenkühlung. Die Herde besitzen abwechselnd
innen und außen Durchfallöffnungen. Die Rührzähne an aufeinanderfolgenden Krählarmen
haben eine abwechselnd nach innen und nach außen gerichtete Anstellung. Dadurch wird
das Brenn- und Trockengut abwechselnd hin- und hergeschoben und auf diese Weise langsam
über die Herde gefördert. Die Verbrennungsluft kann über eine hohle Welle in die hohlen
Krählarme, die in der Nähe der Rührzähne mit Austrittsöffnungen versehen sind, in
den Etagenofen eingeleitet werden. Beim Betrieb des Etagenofens mit einem staubförmigen
oder staubhaltigen Schüttgut kommt es jedoch zu Staubaufwirbelungen.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein alternatives Verfahren zur zumindest
partiellen Pyrolyse und zumindest partiellen Oxidation eines organischen Anteils eines
staubhaltigen oder staubförmigen Schüttguts zumindest teilweise organischen Ursprungs
anzugeben, welches eine verhältnismäßig gleichmäße Oxidation des organischen Anteils
des Schüttguts und eine verhältnismäßig geringe Staubfracht im entstehenden Rauchgas
ermöglicht. Weiterhin soll eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung
angegeben werden.
[0007] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 15 gelöst. Zweckmäßige
Ausgestaltungen ergeben sich aus den Merkmalen der Patentansprüche 2 bis 14.
[0008] Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zur zumindest partiellen Pyrolyse und zumindest
partiellen Oxidation eines organischen Anteils eines staubhaltigen oder staubförmigen
Schüttguts zumindest teilweise organischen Ursprungs vorgesehen. Bei dem Schüttgut
kann es sich um ein Schüttgut handeln, welches sich wie oder zumindest ähnlich wie
ein Fluid verhält. Der Begriff "Schüttgut" bezeichnet hier und im Folgenden nicht
nur das bei dem Verfahren eingesetzte Schüttgut sondern auch jegliches im Laufe des
Verfahrens aus dem ursprünglich eingesetzten Schüttgut entstehendes festes rieselfähiges
Zwischenprodukt oder Produkt, welches auch Asche umfassen kann. Das Schüttgut kann
dabei in nicht, partiell oder vollständig pyrolysierter und/oder in nicht, partiell
oder vollständig oxidierter Form vorliegen.
[0009] Das Verfahren erfolgt gemäß Anspruch 1.
[0010] Weiterhin wird vollständig oder zumindest im Wesentlichen verhindert, dass ein Strom
des Gasgemischs das sich auf dem oder durch das Leitungsmittel bewegende Schüttgut
kreuzt oder durchströmt oder dass das Gasgemisch durch das Leitungsmittel entgegen
der Bewegungsrichtung des Schüttguts strömt.
[0011] Zur Erzeugung von Wassergas kann das Gasgemisch optional Wasser in Form von Dampf
oder einem Aerosol enthalten. Alternativ kann das Schüttgut außer mit dem Gasgemisch
mit Wasser in Kontakt gebracht werden.
[0012] Das Einbringen gemäß Schritt a) kann dabei kontinuierlich oder intermittierend erfolgen.
Das in den Reaktionsraum eingebrachte Schüttgut kann direkt auf die erste Reaktionsfläche
aufgebracht werden. Es kann aber auch zunächst auf mindestens eine der ersten Reaktionsfläche
vorgelagerte Reaktionsfläche aufgebracht werden und von dort erst auf die erste Reaktionsfläche
gelangen.
[0013] Das Durchmischen und Bewegen in den Schritten a) und b) kann jeweils unabhängig voneinander
kontinuierlich oder intermittierend erfolgen. Die Überleitung des Schüttguts auf dem
oder durch das Leitungsmittel und das Ausbringen des Schüttguts aus dem Reaktionsraum
oder dem weiteren Reaktionsraum mittels des Ausleitmittels kann jeweils unabhängig
voneinander unter Ausnutzung der Schwerkraft oder durch aktive Förderung, beispielsweise
mittels einer Förderschnecke erfolgen. Bei dem Sauersoff enthaltenden Gasgemisch kann
es sich um Luft handeln.
[0014] Das Gasgemisch kann nachdem es mit dem Schüttgut in Kontakt gebracht worden ist auch
ein bei der zumindest partiellen Oxidation entstehendes Oxidationsgas und ggf. auch
ein bei dessen Verbrennung entstehendes Verbrennungsgas und kein oder zumindest weniger
Sauerstoff als ursprünglich umfassen. Üblicherweise folgt das Schüttgut im Laufe des
Verfahrens der Schwerkraft, so dass das Ausleitmittel üblicherweise im unteren Teil
des Reaktionsraums und unterhalb der zweiten und ggf. weiterer Reaktionsfläche/n angeordnet
ist.
[0015] Eine Gasauslassöffnung für das Gasgemisch ist üblicherweise im oberen Teil des Reaktionsraums
und oberhalb der ersten und ggf. mindestens einer der ersten Reaktionsfläche vorgelagerten
Reaktionsfläche angeordnet. Nachdem es mit dem Schüttgut in Kontakt gebracht worden
ist, strömt das Gasgemisch daher üblicherweise im Reaktionsraum unter Umströmung sämtlicher
der Reaktionsflächen nach oben.
[0016] Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben erkannt, dass es bei dem Verfahren
gemäß der
EP 3 037 395 A1 beim Umsetzen eines staubhaltigen oder staubförmigen Schüttguts durch eine schlechte
Durchströmbarkeit eines solchen Schüttguts zu einem starken Gasdruckabfall in der
Schüttung und teilweise zur Ausbildung von Strömungskanälen sowie zu erheblichen Staubaufwirbelungen
kommt. Durch das Ausbilden von Strömungskanälen kommt es zu ungleichmäßigen und damit
schlecht zu kontrollierenden Oxidationsvorgängen in dem Reaktionsraum und zu einer
hohen Staubfracht im entstehenden Rauchgas. Mit der hohen Staubfracht geht ein verhältnismäßig
hoher Wartungsbedarf einher.
[0017] Weiterhin haben die Erfinder erkannt, dass das sich bei dem Verfahren gemäß der
EP 3 037 395 A1 durch die Schüttung bewegende Werkzeug einem verhältnismäßig hohen Verschleiß unterliegt.
[0018] Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass die
Entstehung von in Gas suspendiertem Staub zumindest weitgehend vermieden wird. Die
Staubbelastung des im Verfahren entstehenden Abgases wird dadurch deutlich verringert.
Dies wird dadurch erreicht, dass vermieden wird, dass ein Gasstrom einen Strom des
Schüttguts kreuzt, diesen durchströmt oder diesem entgegen strömt und das Gas dadurch
den von dem Schüttgut umfassten Staub mitreißt. Das wird dadurch erreicht, dass vollständig
oder zumindest im Wesentlichen verhindert wird, dass ein Strom des Gasgemischs das
sich auf dem oder durch das Leitungsmittel bewegende Schüttgut kreuzt oder durchströmt
oder dass das Gasgemisch durch das Leitungsmittel entgegen der Bewegungsrichtung des
Schüttguts strömt. Weiterhin wird es dadurch erreicht, dass das Schüttgut dadurch
mit dem Sauerstoff enthaltenden Gasgemisch in Kontakt gebracht wird, dass es von oben
und/oder von einer Seite her so mit dem Gasgemisch beaufschlagt wird, dass das Gasgemisch
das Schüttgut überströmt, ohne die Schüttung des Schüttguts zu durchströmen. Das Gasgemisch
wird also nicht wie bei dem aus der
EP 3 037 395 A1 bekannten Verfahren in das Schüttgut eingeblasen.
[0019] Die Temperatur, auf die das Schüttgut erwärmt wird, so dass es zu einer Pyrolyse
des organischen Anteils des Schüttguts kommt, beträgt üblicherweise mindestens 250
°C. Die Temperatur hängt dabei von der Art des Schüttguts ab. Bei Sägemehl können
250 °C genügen, während bei getrocknetem Klärschlamm mindestens 500 °C erforderlich
sein können. Die Temperatur kann in einem Heizmittel, beispielsweise durch einen elektrischen
Heizstab oder eine elektrische Heizschlange oder eine sonstige elektrische Heizung,
eine mittels Gas oder Öl beheizte Heizkammer und/oder durch Verbrennen des bei der
Pyrolyse oder durch die unvollständige Oxidation des Schüttguts entstehenden Gases
oberhalb der Schüttung, insbesondere in einer Brennkammer, erzeugt werden. Das Erwärmen
des Schüttguts auf eine zur Pyrolyse des organischen Anteils des Schüttguts ausreichende
Temperatur genügt, um durch das Einblasen des Gasgemischs eine Oxidation des organischen
Anteils des Schüttguts zu bewirken und dadurch die Temperatur im Schüttgut zumindest
aufrecht zu erhalten oder sogar zu erhöhen. Zur Verbrennung des bei der Pyrolyse oder
durch unvollständige Oxidation des Schüttguts entstehenden Gases kann das oder ein
weiteres Sauerstoff enthaltenes Gasgemisch dem Reaktionsraum zugeführt werden.
[0020] Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es möglich, das Schüttgut bei verhältnismäßig
geringer Temperatur im Bereich von 250 °C bis 850 °C, insbesondere 300 °C bis 800
°C, zu vergasen, ohne dass es dabei zu Temperaturspitzen oberhalb dieses Bereichs
und damit zu einem Erweichen, Versintern oder Verglasen der Asche kommt. Das entstehende
Produkt ist verhältnismäßig homogen und weist eine gute Verfügbarkeit des darin enthaltenen
Phosphors für Pflanzen auf. Das entstehende Gas kann in einer/der Brennkammer unter
Entstehung von Verbrennungsgas verbrannt werden. Dabei kann eine Temperatur von mindestens
850 °C erreicht werden. Das Verbrennungsgas kann mit einer Verweilzeit von mindestens
zwei Sekunden bei dieser Temperatur gehalten werden, so dass dadurch die Vorgaben
der 17. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes der Bundesrepublik
Deutschland erfüllt werden können. Das entstehende Verbrennungsgas ist mit einem verhältnismäßig
geringen Staubanteil belastet. Gleichzeitig ist der Energieaufwand zum Beaufschlagen
des Schüttguts mit dem Gasgemisch von oben und/oder von der Seite her deutlich geringer
als beim Einblasen des Gasgemischs in das Schüttgut, wie es aus der
EP 3 037 395 A1 bekannt ist. Ein weiterer Vorteil des Beaufschlagens des Schüttguts von oben und/oder
von der Seite her mit dem Sauerstoff enthaltenen Gasgemisch bei gleichzeitiger Durchmischung
des Schüttguts besteht darin, dass die Oxidation des Schüttguts wesentlich gleichmäßiger
erfolgt als bei einem Einblasen des Gasgemischs in das Schüttgut. Bei dem Einblasen
des Gasgemischs in das Schüttgut können sich Gaskanäle ausbilden, die dann zu einer
lokal verstärkten Reaktion bzw. Oxidation und einer damit einhergehenden lokalen Überhitzung
und dadurch einem lokalen Erweichen, Versintern oder Verglasen der Asche im Schüttgut
führen. Die hohe Staubfracht im entstehenden Verbrennungsgas führt im Stand der Technik
auch zu einem verhältnismäßig hohen Wartungsbedarf. Außerdem erfordern heutige gesetzliche
Vorgaben aufwendige verfahrenstechnische Maßnahmen, um den Staub aus dem Verbrennungsgas
zu entfernen. Darüber hinaus unterliegen im Schüttgut bewegte Rühr- und Einblaswerkzeuge
einem hohen Verschleiß. Dies bewirkt einen zusätzlich erhöhten Wartungsaufwand und
verhältnismäßig hohe Betriebskosten.
[0021] Zur Vermeidung von Staubaufwirbelung wird der Strom des Gasgemischs beim erfindungsgemäßen
Verfahren so geführt, dass er das Schüttgut, insbesondere im Bereich der Überleitung
auf die zweite Reaktionsfläche nicht kreuzt oder durchströmt oder er durch das Leitungsmittel
dem Schüttgut entgegen strömt. Weiterhin ist es zur Vermeidung von Staubaufwirbelung
vorteilhaft, wenn das zweite Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel unabhängig
von einem Mittel zum Beaufschlagen des Schüttguts mit dem Gasgemisch ist.
[0022] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird dadurch vollständig oder zumindest im Wesentlichen
verhindert, dass ein Strom des Gasgemischs das sich auf dem oder durch das Leitungsmittel
bewegende Schüttgut kreuzt oder durchströmt, dass das Leitungsmittel zumindest teilweise
in Form eines Kanals, einer Rinne oder einer zumindest einseitig durch eine erste
Schutzwand begrenzte erste Rutschfläche ausgebildet ist. Da das Gasgemisch nach dem
Kontakt mit dem Schüttgut üblicherweise im Reaktionsraum an den Reaktionsflächen innen
oder außen vorbei nach oben strömt, kann das zumindest teilweise in Form einer Rinne
oder einer zumindest einseitig durch die erste Schutzwand begrenzte erste Rutschfläche
ausgebildete Leitungsmittel einen Schutz des auf dem oder durch das Leitungsmittel
übergeleiteten Schüttguts gegenüber dem Strom des Gasgemischs von unten und zumindest
von der Seite der ersten Schutzwand her bieten. Dieser Schutz reicht aus, um vollständig
oder zumindest im Wesentlichen zu verhindern, dass ein Strom des Gasgemischs das Schüttgut
kreuzt oder durchströmt.
[0023] Alternativ ist es auch möglich, dass dadurch vollständig oder zumindest im Wesentlichen
verhindert wird, dass das Gasgemisch durch das Leitungsmittel entgegen der Bewegungsrichtung
des Schüttguts strömen kann, dass das Leitungsmittel einen für das Schüttgut in der
Bewegungsrichtung passierbaren Schließmechanismus oder Schleusenmechanismus aufweist,
welcher für das Gasgemisch entgegen der Bewegungsrichtung nicht oder im Wesentlichen
nicht passierbar ist. Der Schließmechanismus kann beispielsweise eine Klappe umfassen,
welche sich unter dem Gewicht des Schüttguts öffnet oder durch eine aktive Steuerung
oder Betätigung geöffnet wird, um das Schüttgut hindurch zu lassen und die sich danach
wieder schließt oder durch aktive Steuerung oder Betätigung geschlossen wird und so
vollständig oder zumindest im Wesentlichen verhindert, dass das Gasgemisch durch das
Leitungsmittel entgegen der Bewegungsrichtung des Schüttguts strömen kann.
[0024] Der Schleusenmechanismus kann eine Zellenradschleuse umfassen. Zellenradschleusen
sind im Stand der Technik in einer Vielzahl von Ausgestaltungen bekannt.
[0025] Alternativ kann das Strömen des Gasgemischs durch das Leitungsmittel entgegen der
Bewegungsrichtung des Schüttguts auch dadurch vollständig oder zumindest im Wesentlichen
verhindert werden, dass das Leitungsmittel so ausgestaltet ist, dass es von einem
im Leitungsmittel verbleibenden Teil des Schüttguts verschlossen wird. Dazu ist das
Leitungsmittel als Kanal ausgestaltet, welcher bei bestimmungsgemäßem Gebrauch bzw.
bestimmungsgemäßer Anordnung ein oberes und ein unteres Ende aufweist, wobei der Teil
des Schüttguts das untere Ende verschließt, und das Schüttgut am unteren Ende durch
das zweite Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel nur in einer solchen
Menge auf die zweite Reaktionsfläche abtransportiert wird, dass genug Schüttgut im
Leitungsmittel verbleibt, um vollständig oder zumindest im Wesentlichen zu verhindern,
dass das Gasgemisch durch das Leitungsmittel entgegen der Bewegungsrichtung des Schüttguts
strömen kann. Der hier und der zuvor genannte Kanal können jeweils in Form eines Rohrs
ausgebildet sein.
[0026] Bei einer Ausgestaltung des Verfahrens ist mindestens eine weitere Reaktionsfläche
vorhanden und das Schüttgut wird zwischen den Schritten b) und c) von der zweiten
Reaktionsfläche auf die weitere Reaktionsfläche oder eine der weiteren Reaktionsflächen
übergeleitet und darauf jeweils mittels eines dritten Ausbreitungs-, Bewegung- und
Durchmischungsmittels ausgebreitet, durchmischt und bewegt und von oben und/oder von
einer Seite her mit dem Sauerstoff enthaltenden Gasgemisch so beaufschlagt, dass das
Gasgemisch das Schüttgut überströmt, ohne die Schüttung des Schüttguts zu durchströmen.
Das Beaufschlagen mit dem sauerstoffhaltigen Gasgemisch und ggf. Wasser kann hier
und bei allen anderen Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens dadurch erfolgen,
dass oberhalb der zweiten Reaktionsfläche und, sofern vorhanden, der weiteren Reaktionsfläche
oder jeder der weiteren Reaktionsfläche eine Fläche zum Einblasen angeordnet ist,
welche Gasaustrittsöffnungen auf ihrer Unterseite, d. h. in Richtung der zweiten Reaktionsfläche
oder der weiteren Reaktionsfläche oder jeder der weitern Reaktionsflächen aufweist.
Das Mittel zur Beaufschlagung mit dem Sauerstoff enthaltenen Gasgemisch und ggf. Wasser
kann aber auch als Rohr oder Leiste mit Gasaustrittsöffnungen in Richtung des jeweiligen
Schüttguts ausgebildet sein und kann so ausgestaltet sein, das es zur Beaufschlagung
des Schüttguts mit dem Gasgemisch über das Schüttgut hinweg bewegt wird, beispielsweise
in einer Kreisbewegung.
[0027] Das Überleiten auf die weitere Reaktionsfläche kann durch das Überleitungsmittel
erfolgen, welches, insbesondere durch das Vorsehen mindestens eines Schutzschilds,
einer Überleitungsrinne, einer zumindest einseitig durch eine zweie Schutzwand begrenzte
zweite Rutschfläche oder eines Überleitungskanals, so ausgebildet ist, dass es das
Schüttgut beim Überleiten davor schützt, durch eine Strömung des Gasgemischs verwirbelt
zu werden. Bei Schritt b) wird das Schüttgut zum Überleitungsmittel hin und optional
in das Überleitungsmittel hinein und auf mindestens einer, insbesondere vom Schüttgut
zuletzt durchlaufenen, der weiteren Reaktionsflächen zum Ausleitmittel hin und optional
in das Ausleitmittel hinein bewegt. Der Überleitungskanal kann in Form eines Rohrs
ausgebildet sein.
[0028] Es ist auch möglich, dass eine Mehrzahl weiterer Reaktionsflächen vorhanden ist,
wobei eine Überleitung zwischen den weiteren Reaktionsflächen jeweils durch ein weiteres
Überleitungsmittel erfolgt, welches, insbesondere durch das Vorsehen mindestens eines
weiteren Schutzschilds, einer weiteren Überleitungsrinne, einer zumindest einseitig
durch eine dritte Schutzwand begrenzte dritte Rutschfläche oder eines weiteren Überleitungskanals,
so ausgebildet ist, dass es das Schüttgut beim Überleiten davor schützt, durch eine
Strömung des Gasgemischs verwirbelt zu werden. Das Schüttgut wird dabei jeweils vom
dritten Ausbreitungs-, Bewegung- und Durchmischungsmittel jeweils zum weiteren Überleitungsmittel
hin und optional in das weitere Überleitungsmittel hinein bewegt. Dabei ist es möglich,
dass das Schüttgut nur auf der vom Schüttgut zuletzt durchlaufenen der weiteren Reaktionsflächen
zum Ausleitmittel hin und optional in das Ausleitmittel hinein bewegt wird. Der weitere
Überleitungskanal kann ebenfalls in Form eines Rohrs ausgebildet sein.
[0029] Es ist auch möglich, dass mindestens eine Abkühlfläche vorhanden ist und das Schüttgut
vor Schritt c) von der zweiten Reaktionsfläche oder der weiteren Reaktionsfläche oder
einer der weiteren Reaktionsflächen auf die Abkühlfläche oder eine der Abkühlflächen
übergeleitet und darauf mittels eines vierten Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittels
ausgebreitet, durchmischt und bewegt und von oben und/oder einer Seite her mit dem
Gasgemisch oder einem weiteren Gasgemisch so beaufschlagt wird, dass das Gasgemisch
oder das weitere Gasgemisch das Schüttgut überströmt, ohne die Schüttung des Schüttguts
zu durchströmen. Das Gasgemisch oder das weitere Gasgemisch weist dabei eine geringere
Temperatur als das damit beaufschlagte Schüttgut auf, wobei das Überleiten auf die
Abkühlfläche und ggf. von einer der Abkühlflächen auf eine weitere der Abkühlflächen
jeweils durch ein zusätzliches weiteres Überleitungsmittel erfolgt, welches so ausgebildet
ist, dass es das Schüttgut beim Überleiten davor schützt, durch eine Strömung des
Gasgemischs oder des weiteren Gasgemischs verwirbelt zu werden. Dabei wird das Schüttgut
bei Schritt b) oder, sofern vorhanden, auf der weiteren Reaktionsfläche oder auf der
einen der weiteren Reaktionsflächen statt zum Ausleitmittel hin und optional in das
Ausleitmittel hinein zum zusätzlichen weiteren Überleitungsmittel hin und optional
in das zusätzliche weitere Überleitungsmittel hinein, und, sofern eine Mehrzahl von
Abkühlflächen vorhanden ist, auf mindestens einer der Abkühlflächen zum zusätzlichen
weiteren Überleitungsmittel hin und optional in das zusätzliche weitere Überleitungsmittel
hinein und/oder auf mindestens einer, insbesondere vom Schüttgut zuletzt durchlaufenen,
der Abkühlflächen zum Ausleitmittel hin und optional in das Ausleitmittel hinein bewegt.
[0030] Bei einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind die erste, zweite und/oder
die mindestens eine weitere Reaktionsfläche und/oder die mindestens eine Abkühlfläche
jeweils unabhängig voneinander eine ebene, eine ebene runde, eine ebene kreisrunde,
eine ebene vieleckige oder eine zylinderförmige Fläche. Wenn es sich bei der ersten,
zweiten und/oder der mindestens einen weiteren Reaktionsfläche und/oder der mindestens
einen Abkühlfläche jeweils um eine ebene, eine ebene runde, eine ebene kreisrunde
oder eine ebene vieleckige Fläche handelt, kann das erste, zweite, dritte und/oder
vierte Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel feststehend ausgebildet
sein und die erste, zweite und/oder mindestens eine weitere Reaktionsfläche und/oder
die mindestens eine Abkühlfläche kann jeweils, insbesondere durch Anordnung auf einer
gemeinsamen Welle, drehbar ausgebildet sein und bei bestimmungsgemäßem Gebrauch bzw.
bestimmungsgemäßer Anordnung unter jeweils mindestens einem der ersten, zweiten, dritten
und/oder vierten Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel hindurch gedreht
werden, so dass das auf der Fläche ausgebreitete Schüttgut dadurch ausgebreitet, durchmischt
und bewegt wird. Das Ausbreiten, Durchmischen und Bewegen des Schüttguts mittels des
ersten, zweiten, dritten und/oder vierten Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittels
bedeutet also nicht zwangsläufig, dass sich dazu das erste, zweite, dritte und/oder
vierten Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel bewegen muss. Es genügt,
wenn dazu eine Relativbewegung zwischen der ersten, zweiten und/oder mindestens einen
weiteren Reaktionsfläche und/oder mindestens einen Abkühlfläche einerseits und jeweils
dem ersten, zweiten, dritten und/oder vierten Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel
andererseits erfolgt.
[0031] Ein mit der feststehenden Ausbildung des ersten, zweiten, dritten und/oder vierten
Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittels einhergehender Vorteil besteht
in einem geringeren Wartungsaufwand dafür. Ein weiterer Vorteil besteht in einer Möglichkeit,
das Leitungsmittel, Überleitungsmittel, weitere Überleitungsmittel, zusätzliche weitere
Überleitungsmittel und/oder Ausleitmittel ebenfalls feststehend und insbesondere nur
an einer Stelle des Umfangs der ersten, zweiten und/oder mindestens einen weiteren
Reaktionsfläche und/oder mindestens einen Abkühlfläche anzuordnen. Das Leitungsmittel,
Überleitungsmittel, weitere Überleitungsmittel, zusätzliche weitere Überleitungsmittel
und/oder Ausleitmittel lässt sich damit jeweils verhältnismäßig einfach gestalten.
Ein außenseitig jeweils an der ersten, zweiten und/oder mindestens einen weiteren
Reaktionsfläche und/oder mindestens einen Abkühlfläche feststehend nur an einer Stelle
angeordnetes Leitungsmittel, Überleitungsmittel, weiteres Überleitungsmittel, zusätzliches
weiteres Überleitungsmittel und/oder Ausleitmittel ermöglicht es, dass das Gasgemisch
verhältnismäßig ungehindert nach außen und außenseitig jeweils an der ersten, zweiten
und/oder mindestens einen weiteren Reaktionsfläche und/oder mindestens einen Abkühlfläche
nahezu an deren gesamten Umfang verhältnismäßig ungehindert vorbeiströmen kann.
[0032] Alternativ kann auch die Fläche, d. h. die erste, zweite und/oder mindestens eine
weitere Reaktionsfläche und/oder die mindestens eine Abkühlfläche, feststehend ausgebildet
sein und über jeder der Flächen kann jeweils mindestens ein erstes, zweites, drittes
und/oder viertes Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel, insbesondere
durch Anordnung sämtlicher der ersten, zweiten, dritten und/oder vierten Ausbreitungs-,
Durchmischungs- und Bewegungsmittel auf einer gemeinsamen Welle, drehbar angeordnet
sein und bei bestimmungsgemäßem Gebrauch bzw. bestimmungsgemäßer Anordnung über jeder
der Flächen gedreht werden, so dass das Schüttgut auf der jeweiligen Fläche dadurch
ausgebreitet, durchmischt und bewegt wird.
[0033] Bei dem gesamten Verfahren kann das Schüttgut auf sämtlichen der vorhandenen Flächen,
d. h. der ersten, zweiten und/oder mindestens einen weiteren Reaktionsfläche und/oder
mindestens einen Abkühlfläche, jeweils abwechselnd konzentrisch von außen nach innen
und von innen nach außen bzw. von innen nach außen und von außen nach innen bewegt
werden.
[0034] Das Ausleitmittel kann, insbesondere durch das Vorsehen mindestens eines zusätzlichen
weiteren Schutzschilds, einer Ausleitrinne, einer zumindest einseitig durch eine vierte
Schutzwand begrenzte Ausleitrutschfläche oder eines Ausleitkanals, so ausgebildet
sein, dass es das Schüttgut beim Ausbringen davor schützt, durch eine Strömung des
Gasgemischs oder des weiteren Gasgemischs verwirbelt zu werden. Das Ausleitmittel
kann zum Abtransport beispielsweis auch eine Fördereinrichtung, wie z. B. einer Förderschnecke,
umfassen. Der Ausleitkanal kann in Form eines Rohrs ausgebildet sein.
[0035] Bei einer Ausgestaltung des Verfahrens sind die erste Reaktionsfläche und die zweite
Reaktionsfläche und, sofern vorhanden, die mindestens eine weitere Reaktionsfläche
und, sofern vorhanden, die mindestens eine Abkühlfläche gemeinsam in dem Reaktionsraum
angeordnet.
[0036] Bei Schritt a) kann das Schüttgut zumindest teilweise durch eine Brennkammer von
oben erhitzt werden, welche zumindest teilweise mit bei der Pyrolyse und/oder bei
der partiellen Oxidation entstehendem Gas gespeist wird. Dadurch kann das Verfahren
eine autotherme Pyrolyse des organischen Anteils des Schüttguts ermöglichen. Bei einer
autothermen Pyrolyse muss eine zur Durchführung der Pyrolyse erforderliche Energie
nicht von außen durch eine Heizvorrichtung zugeführt werden, sondern entsteht durch
teilweise Oxidation des organischen Anteils des Schüttguts bzw. des daraus entstandenen
Gases. Lediglich um das Verfahren in Gang zu bringen und die Pyrolyse einzuleiten,
ist es erforderlich, Energie von außen zuzuführen. Weitere Heizvorrichtungen, insbesondere
in den Wandungen des Reaktionsraums oder des weiteren Reaktionsraums sind nicht erforderlich.
[0037] Bei einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens ist/sind das erste, zweite, dritte
und/oder vierte Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel jeweils unabhängig
voneinander als Rechen ausgebildet. Das zweite, dritte und/oder vierte Ausbreituns-,
Durchmischungs- und Bewegungsmittel kann jeweils unabhängig voneinander ausschließlich
dem Ausbreiten, Durchmischen und Bewegen des Schüttguts und damit nicht der Beaufschlagung
mit dem Sauerstoff enthaltenen Gasgemisch oder dem weiteren Gasgemisch dienen. Durch
die Entkopplung von einem Mittel zur Beaufschlagung mit dem Sauerstoff enthaltenen
Gasgemisch oder dem weiteren Gasgemisch von dem zweiten, dritten und/oder vierten
Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel kann die Aufwirbelung von Staub
vermieden bzw. weiter vermindert werden.
[0038] Das Verfahren kann so durchgeführt werden, dass die Temperatur, auf die das Schüttgut
bei Schritt a) von oben erhitzt wird, 850 °C, insbesondere 800 °C, nicht überschreitet.
Das Beaufschlagen mit dem Sauerstoff enthaltenen Gasgemisch kann in Abhängigkeit von
bei der Oxidation oder partiellen Oxidationen in dem Schüttgut erreichten Temperatur
so geregelt werden, dass dabei eine Temperatur von 850 °C, insbesondere eine Temperatur
von 800 °C, nicht überschritten wird. Das Beaufschlagen mit dem Sauerstoff enthaltenen
Gasgemisch kann beim Vorliegen mindestens einer weiteren Reaktionsfläche jeweils unabhängig
für das Schüttgut auf der zweiten und der weiteren Reaktionsfläche oder für das Schüttgut
auf der zweiten und jeder der weiteren Reaktionsflächen in Abhängigkeit von der bei
der Oxidation oder partiellen Oxidation in dem Schüttgut jeweils erreichten Temperatur
so geregelt werden, dass dabei eine Temperatur von 850 °C, insbesondere 800 °C nicht
überschritten wird.
[0039] Früher wurde einem zu verbrennenden schwefelhaltigen Feststoff zur Entschwefelung
des entstehenden Verbrennungsgases häufig Kalk, d. h. Calciumcarbonat und/oder Calciumoxid,
beigemischt. Davon wurde jedoch später abgesehen, weil der entstehende Gips mit dem
entstehenden Staub ins Abgas gelangte und dann die abgasführenden Leitungen beschlagen
oder sogar zugesetzt hat. Beim erfindungsgemäßen Verfahren kann das Schüttgut jedoch
vor oder bei Durchführung des Schritts a) oder des Schritts b) mit pulverförmigen
Kalk vermischt werden, ohne die genannten Probleme zu verursachen, weil entstehender
Gips durch die zumindest weitgehende Verhinderung der Staubbildung nicht oder zumindest
nicht in wesentlicher Menge ins Abgas gelangt und dadurch auch nicht die abgasführenden
Leitungen beschlagen oder wesentlich beschlagen oder zusetzen kann.
[0040] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung gemäss Anspruch 15 zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens nach Anspruch 1.
[0041] Das mindestens eine Heizmittel kann beispielsweise ein Gasbrenner sein, der bei Beginn
der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit von außen zugeführtem Gas und
später mit bei dem Verfahren durch die Pyrolyse entstehendem Gas und ggf. Oxidationsgas,
welches bei unvollständiger Oxidation des Schüttguts entsteht, betrieben werden kann.
Das Heizmittel umfasst dabei auch eine Luftzufuhr und eine Verbrennungsgasabfuhr.
Es ist auch möglich zwei unabhängige Heizmittel vorzusehen, nämlich ein erstes für
die anfängliche Beheizung, um die Pyrolyse in Gang zu setzten und ein zweites, welches
mit dem durch die Pyrolyse entstehenden Gas und dem genannten Oxidationsgas betrieben
wird. Das erste Heizmittel um das Verfahren in Gang zu setzen, kann z. B. eine Elektroheizung
sein.
[0042] Die Überleitung des Schüttguts durch das Leitungsmittel kann allein durch die Schwerkraft
oder durch eine aktive Förderung oder einen aktiver Fördermechanismus, beispielsweise
mittels einer Förderschnecke, erfolgen.
[0043] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Darstellung einer zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
geeigneten erfindungsgemäßen Vorrichtung.
- Fig. 2
- zeigt eine schematische Darstellung einer zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
geeigneten alternativen erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0044] Das Schüttgut 10 wird im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 über die Zuführvorrichtung
11 mittels der darin enthaltenen Förderschnecke 9 in den Reaktionsraum 12 des Reaktors
14 eingebracht und dabei auf der ersten Reaktionsfläche 16 aufgebracht. Dort wird
es mittels des Rechens 28 ausgebreitet bzw. verteilt und durchmischt und zum Leitungsmittel
17 hin und in das Leitungsmittel 17 hinein bewegt. Das Leitungsmittel 17 ist rohrförmig
ausgebildet. In das Leitungsmittel 17 hineinfallendes Schüttgut 10 gelangt durch das
Leitungsmittel 17 auf die zweite Reaktionsfläche 18 und wird dort von dem Rechen 28
ausgebreitet, durchmischt und nach außen bewegt. Während das Schüttgut 10 sich auf
der ersten Reaktionsfläche 16 befindet und mittels des Rechens 28 durchmischt wird,
wird es gleichzeitig von oben mittels eines hier nicht dargestellten Heizmittels auf
eine für eine Pyrolyse des in dem Schüttgut 10 enthaltenen organischen Anteils ausreichende
Temperatur erhitzt. Das für die Verbrennung in dem Heizmittel erforderliche sauerstoffhaltige
Gasgemisch 20 wird von außen zugeführt. Das dabei entstehende Verbrennungsgas 23 wird
nach außen abgeleitet.
[0045] In das Leitungsmittel 17 hineinfallendes Schüttgut 10 gelangt nur so langsam auf
die zweite Reaktionsfläche 18, dass in dem Leitungsmittel 17 eine ausreichende Menge
des Schüttguts 10 verbleibt, um zumindest im Wesentlichen zu verhindern, dass das
über das Gaseinleitungsmittel 21 von oben auf das Schüttgut 10 auf der zweiten Reaktionsfläche
18 aufgeblasene Sauerstoff enthaltende Gasgemisch 20 und daraus entstehendes Oxidationsgas
dem Schüttgut 10 in dem Leitungsmittel 17 entgegenströmt. Der an dem Rechen 28 über
der zweiten Reaktionsfläche 18 an der Innenseite vorhandene Schaber 25 dient dazu,
das von dem Leitungsmittel 17 auf die zweite Reaktionsfläche 18 gelangte Schüttgut
10 vom Bereich des Aufkommens auf der zweiten Reaktionsfläche 18 nach außen zu schieben,
so dass es dort mittels des Rechens 28 ausgebreitet, durchmischt und nach außen zum
Überleitungsmittel 24 hin bewegt wird. Sobald es dort an den Schaber 25 gelangt, wird
es von der zweiten Reaktionsfläche 18 heruntergestreift und fällt, vor einem Gasstrom
durch das, beispielsweise als Schutzblech ausgebildete, Schutzschild 26 geschützt,
auf die weitere Reaktionsfläche 19. Der an dem Rechen 28 über der weiteren Reaktionsfläche
19 angeordnete Schaber 25 dient dazu, das auf die weitere Reaktionsfläche 19 gelangte
Schüttgut 10 vom Bereich des Aufkommens nach innen zu schieben, so dass es dort mittels
des Rechens 28 ausgebreitet, durchmischt und zum Ausleitmittel 22 hin und in das Ausleitmittel
22 hinein bewegt wird. Dies erfolgt, indem das Schüttgut, sobald es den Schaber 25
erreicht, von der weiteren Reaktionsfläche 19 heruntergestreift wird und in das Ausleitmittel
22 hineinfällt. Das Ausleitmittel 22 umfasst eine weitere Förderschnecke 29, um das
Schüttgut 10 abzutransportieren.
[0046] Die erste 16, zweite 18 und weitere Reaktionsfläche 19 sind allesamt auf der Welle
27 montiert. Eine Drehung der Welle 27 bewirkt eine Drehbewegung der ersten 16, zweiten
18 und weiteren Reaktionsfläche 19 relativ zu den feststehenden Rechen 28, um das
Schüttgut 10 auf der ersten Reaktionsfläche 16, der zweiten Reaktionsfläche 18 und
der weiteren Reaktionsfläche 19 auszubreiten, zu durchmischen und zu bewegen. Wie
die Rechen 28 sind auch die Schaber 25 feststehend ausgebildet.
[0047] Das Schüttgut 10 auf der zweiten Reaktionsfläche 18 und der weiteren Reaktionsfläche
19 wird von oben mit dem Sauerstoff enthaltenden Gasgemisch 20 aus den Gaseinleitungsmitteln
21 so leicht angeblasen, dass dadurch einerseits keine Staubaufwirbelung entsteht,
andererseits jedoch durch das gleichzeitig erfolgende Durchmischen genug Schüttgut
10 mit dem Gasgemisch 20 in Kontakt kommt, um eine ausreichende Oxidation des organischen
Anteils des Schüttguts 10 zu bewirken.
[0048] In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird durch das Leitungsmittel 17, das Überleitungsmittel
24 und das relativ sanfte Beaufschlagen des Schüttguts 10 mit dem Gasgemisch 20 von
oben bewirkt, dass es nicht dazu kommt, dass das staubförmige Schüttgut oder der staubförmige
Anteil des Schüttguts mit dem Gasgemisch 20 mitgerissen wird und dass es nicht zu
einer Aufwirbelung oder Verwirbelung des staubförmigen Schüttguts oder des staubförmigen
Anteils des Schüttguts kommt. Dadurch wird eine Staubbelastung des Verbrennungsgases
23 vermieden. Gleichzeitig wird durch das Durchmischen des Schüttguts 10 beim Beaufschlagen
mit dem Gasgemisch eine sehr gleichmäßige Oxidation des organischen Anteils des Schüttguts
10 erreicht.
[0049] Die in Fig. 2 dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung unterscheidet sich von der
in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung nur dadurch, dass das Überleitungsmittel 24 statt
des Schutzschilds 26 eine mit einer zweiten Schutzwand 30 ausgestattete zweite Rutschfläche
32 umfasst. Die Bezeichnung als "zweite" Schutzwand 30 bzw. "zweite" Rutschfläche
32 erfolgt lediglich zur Unterscheidung von einer hier nicht vorhandenen ersten Rutschfläche
und einer ersten Schutzwand, welche das Leitungsmittel 17 zur Überleitung von der
ersten Reaktionsfläche 16 auf die zweite Reaktionsfläche 18 bilden können. Das Überleitungsmittel
24 umfasst auch den Schaber 25, welcher das Schüttgut 10 von der zweiten Reaktionsfläche
18 abstreift, so dass das Schüttgut 10 dadurch auf die zweite Rutschfläche 32 gelangt
und auf die weitere Reaktionsfläche 19 geleitet wird. Der an dem Rechen 28 über der
weiteren Reaktionsfläche 19 außen angeordnete Schaber 25 dient dazu, das von der zweiten
Rutschfläche 32 auf die weitere Reaktionsfläche 19 gelangte Schüttgut 10 vom Bereich
des Aufkommens von der zweiten Rutschfläche 32 nach innen zu schieben, so dass es
dort mittels des Rechens 28 ausgebreitet, durchmischt und zum Ausleitmittel 22 hin
bewegt wird. Die Schaber 25, die Rechen 28 und die zweite Rutschfläche 32 mit der
Schutzwand 30 sind jeweils feststehend ausgebildet, während sich die erste 16, zweite
18 und weitere Reaktionsfläche 19 unter den jeweiligen Rechen 28 drehen. Der sonstige
Ablauf des Verfahrens entspricht dem für das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 dargestellten
Ablauf.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 9
- Förderschnecke
- 10
- Schüttgut
- 11
- Zuführvorrichtung
- 12
- Reaktionsraum
- 14
- Reaktor
- 16
- erste Reaktionsfläche
- 17
- Leitungsmittel
- 18
- zweite Reaktionsfläche
- 19
- weitere Reaktionsfläche
- 20
- Gasgemisch
- 21
- Gaseinleitungsmittel
- 22
- Ausleitmittel
- 23
- Verbrennungsgas
- 24
- Überleitungsmittel
- 25
- Schaber
- 26
- Schutzschild
- 27
- Welle
- 28
- Rechen
- 29
- weitere Förderschnecke
- 30
- zweite Schutzwand
- 32
- zweite Rutschfläche
1. Verfahren zur zumindest partiellen Pyrolyse und zumindest partiellen Oxidation eines
organischen Anteils eines staubhaltigen oder staubförmigen Schüttguts (10) zumindest
teilweise organischen Ursprungs mit folgenden Schritten:
a) Einbringen einer Schüttung des Schüttguts (10) in einen Reaktionsraum (12) eines
Reaktors (14), wobei das Schüttgut (10) auf einer ersten Reaktionsfläche (16) im Reaktionsraum
(12) aufgebracht und mittels eines ersten Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittels
ausgebreitet, durchmischt und zu einem Leitungsmittel (17) hin und optional in das
Leitungsmittel (17) hinein bewegt und dabei von oben auf eine Temperatur erhitzt wird,
bei der es zu einer vollständigen oder teilweisen Pyrolyse des organischen Anteils
des Schüttguts (10) kommt, wobei das Schüttgut (10) in einer Bewegungsrichtung auf
dem oder durch das Leitungsmittel (17) auf eine zweite Reaktionsfläche (18) in dem
Reaktionsraum (12) oder einem weiteren Reaktionsraum übergeleitet wird,
b) Ausbreiten, Durchmischen und Bewegen des Schüttguts (10) auf der zweiten Reaktionsfläche
(18) mittels eines zweiten Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittels, wobei
das Schüttgut (10) zu einem Ausleitmittel (22) oder Überleitungsmittel (24) hin und
optional in das Ausleitmittel (22) oder Überleitungsmittel (24) hinein bewegt wird,
wobei das Schüttgut (10) mit einem Sauerstoff enthaltenden Gasgemisch (20) in Kontakt
gebracht wird, so dass dabei die zumindest partielle Oxidation des organischen Anteils
des Schüttguts (10) erfolgt,
c) Ausbringen des resultierenden zumindest partiell oxidierten Schüttguts (10) aus
dem Reaktionsraum (12) oder dem weiteren Reaktionsraum, durch das Ausleitmittel (22),
dadurch gekennzeichnet, dass das Schüttgut (10) auf der ersten (16) und zweiten Reaktionsfläche (18) jeweils abwechselnd
konzentrisch von außen nach innen und von innen nach außen oder von innen nach außen
und von außen nach innen bewegt wird und das Schüttgut (10) dadurch mit dem Gasgemisch
(20) in Kontakt gebracht wird, dass es von oben her mit dem Gasgemisch (20) so beaufschlagt
wird, dass das Gasgemisch (20) das Schüttgut (10) überströmt, ohne die Schüttung des
Schüttguts (10) zu durchströmen, wobei die Schüttung so sanft mit dem Gasgemisch (20)
beaufschlagt wird, dass sich das Gasgemisch (20) keinen Weg durch die Schüttung sucht
und das Schüttgut (10) nicht oder zumindest nicht wesentlich aufgewirbelt wird, wobei
im Reaktionsraum oberhalb der ersten Reaktionsfläche (16) eine Gasauslassöffnung angeordnet
ist, wobei
vollständig oder zumindest im Wesentlichen verhindert wird, dass ein Strom des Gasgemischs
(20) das sich auf dem oder durch das Leitungsmittel (17) bewegende Schüttgut (10)
kreuzt oder durchströmt, indem das Leitungsmittel (17) zumindest teilweise in Form
einer Rinne oder einer zumindest einseitig durch eine erste Schutzwand begrenzte erste
Rutschfläche ausgebildet ist
oder
vollständig oder zumindest im Wesentlichen verhindert wird, dass das Gasgemisch (20)
durch das Leitungsmittel (17) entgegen der Bewegungsrichtung des Schüttguts (10) strömt,
indem das Leitungsmittel (17) einen für das Schüttgut (10) in der Bewegungsrichtung
passierbaren Schließmechanismus oder Schleusenmechanismus aufweist, welcher für das
Gasgemisch (20) entgegen der Bewegungsrichtung nicht oder im Wesentlichen nicht passierbar
ist oder dass das Leitungsmittel (17) so ausgestaltet ist, dass es von einem im Leitungsmittel
(17) verbleibenden Teil des Schüttguts (10) verschlossen wird, indem das Leitungsmittel
(17) als Kanal ausgestaltet ist, welcher bei bestimmungsgemäßem Gebrauch ein oberes
Ende und ein unteres Ende aufweist, wobei der Teil des Schüttguts (10) das untere
Ende verschließt, wobei das Schüttgut (10) am unteren Ende durch das zweite Ausbreitungs-,
Durchmischungs- und Bewegungsmittel nur in einer solchen Menge auf die zweite Reaktionsfläche
(18) abtransportiert wird, dass genug Schüttgut (10) im Leitungsmittel (17) verbleibt,
um vollständig oder zumindest im Wesentlichen zu verhindern, dass das Gasgemisch (20)
durch das Leitungsmittel (17) entgegen der Bewegungsrichtung des Schüttguts (10) strömen
kann.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließmechanismus eine Klappe umfasst, welche sich unter einem Gewicht des Schüttguts
(10) öffnet oder durch eine aktive Steuerung oder Betätigung geöffnet wird, um das
Schüttgut (10) hindurch zu lassen und die sich danach wieder schließt oder durch aktive
Steuerung oder Betätigung geschlossen wird,
und
dass der Schleusenmechanismus eine Zellenradschleuse umfasst.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine weitere Reaktionsfläche (19) vorhanden ist und das Schüttgut (10)
zwischen den Schritten b) und c) von der zweiten Reaktionsfläche (18) auf die weitere
Reaktionsfläche (19) oder eine der weiteren Reaktionsflächen (19) übergeleitet und
darauf jeweils mittels eines dritten Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittels
ausgebreitet, durchmischt und bewegt und von oben her mit dem Sauerstoff enthaltenden
Gasgemisch (20) so beaufschlagt wird, dass das Gasgemisch (20) das Schüttgut (10)
überströmt, ohne die Schüttung des Schüttguts (10) zu durchströmen, wobei das Überleiten
auf die weitere Reaktionsfläche (19) durch das Überleitungsmittel (24) erfolgt, welches
durch das Vorsehen mindestens eines Schutzschilds (26), einer Überleitungsrinne, einer
zumindest einseitig durch eine zweite Schutzwand (30) begrenzte zweite Rutschfläche
(32) oder eines Überleitungskanals so ausgebildet ist, dass es das Schüttgut (10)
beim Überleiten davor schützt, durch eine Strömung des Gasgemischs (20) verwirbelt
zu werden, wobei das Schüttgut (10) bei Schritt b) zum Überleitungsmittel (24) hin
und optional in das Überleitungsmittel (24) hinein und auf mindestens einer, insbesondere
vom Schüttgut (10) zuletzt durchlaufenen, der weiteren Reaktionsflächen (19) zum Ausleitmittel
(22) hin und optional in das Ausleitmittel (22) hinein bewegt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl weiterer Reaktionsflächen (19) vorhanden ist, wobei eine Überleitung
zwischen den weiteren Reaktionsflächen (19) jeweils durch ein weiteres Überleitungsmittel
erfolgt, welches durch das Vorsehen mindestens eines weiteren Schutzschilds, einer
weiteren Überleitungsrinne, einer zumindest einseitig durch eine dritte Schutzwand
begrenzte dritte Rutschfläche oder eines weiteren Überleitungskanals so ausgebildet
ist, dass es das Schüttgut (10) beim Überleiten davor schützt, durch eine Strömung
des Gasgemischs (20) verwirbelt zu werden, wobei das Schüttgut (10) jeweils zum weiteren
Überleitungsmittel hin und optional in das weitere Überleitungsmittel hinein bewegt
wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Abkühlfläche vorhanden ist und das Schüttgut (10) vor Schritt c)
von der zweiten Reaktionsfläche (18) oder der weiteren Reaktionsfläche (19) oder einer
der weiteren Reaktionsflächen (19) auf die Abkühlfläche oder eine der Abkühlflächen
übergeleitet und darauf mittels eines vierten Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittels
ausgebreitet, durchmischt und bewegt und von oben her mit dem Gasgemisch (20) oder
einem weiteren Gasgemisch so beaufschlagt wird, dass das Gasgemisch (20) oder das
weitere Gasgemisch das Schüttgut (10) überströmt, ohne die Schüttung des Schüttguts
(10) zu durchströmen, wobei das Gasgemisch (20) oder das weitere Gasgemisch eine geringere
Temperatur als das damit beaufschlagte Schüttgut (10) aufweist, wobei das Überleiten
auf die Abkühlfläche und ggf. von einer der Abkühlflächen auf eine weitere der Abkühlflächen
jeweils durch ein zusätzliches weiteres Überleitungsmittel erfolgt, welches so ausgebildet
ist, dass es das Schüttgut (10) beim Überleiten davor schützt, durch eine Strömung
des Gasgemischs (20) oder des weiteren Gasgemischs verwirbelt zu werden, wobei das
Schüttgut (10) bei Schritt b) oder, sofern vorhanden, auf der weiteren Reaktionsfläche
(19) oder auf der einen der weiteren Reaktionsflächen (19) statt zum Ausleitmittel
(22) hin und optional in das Ausleitmittel (22) hinein zum zusätzlichen weiteren Überleitungsmittel
hin und optional in das zusätzliche weitere Überleitungsmittel hinein, und, sofern
eine Mehrzahl von Abkühlflächen vorhanden ist, auf mindestens einer der Abkühlflächen
zum zusätzlichen weiteren Überleitungsmittel hin und optional in das zusätzliche weitere
Überleitungsmittel hinein und/oder auf mindestens einer, insbesondere vom Schüttgut
(10) zuletzt durchlaufenen, der Abkühlflächen zum Ausleitmittel (22) hin und optional
in das Ausleitmittel (22) hinein bewegt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste (16), zweite (18) und/oder die mindestens eine weitere Reaktionsfläche
(19) und/oder die mindestens eine Abkühlfläche jeweils unabhängig voneinander eine
ebene, eine ebene runde, eine ebene kreisrunde, eine ebene vieleckige oder eine zylinderförmige
Fläche ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die erste (16), zweite (18) und/oder die mindestens
eine weitere Reaktionsfläche (19) und/oder die mindestens eine Abkühlfläche jeweils
eine ebene, eine ebene runde, eine ebene kreisrunde oder eine ebene vieleckige Fläche
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste, zweite, dritte und/oder vierte Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel
feststehend ausgebildet ist und die erste (16), zweite (18) und/oder mindestens eine
weitere Reaktionsfläche (19) und/oder die mindestens eine Abkühlfläche jeweils, insbesondere
durch Anordnung auf einer gemeinsamen Welle (27), drehbar ausgebildet ist und bei
bestimmungsgemäßem Gebrauch unter jeweils mindestens einem der ersten, zweiten, dritten
und/oder vierten Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel hindurch gedreht
wird, so dass das auf der Fläche ausgebreitete Schüttgut (10) dadurch ausgebreitet,
durchmischt und bewegt wird,
oder
die Fläche feststehend ausgebildet ist und über jeder der Flächen jeweils mindestens
ein erstes, zweites, drittes und/oder viertes Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel,
insbesondere durch Anordnung sämtlicher der ersten, zweiten, dritten und/oder vierten
Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel auf einer gemeinsamen Welle (27),
drehbar angeordnet ist und bei bestimmungsgemäßem Gebrauch über jeder der Flächen
gedreht wird, so dass das Schüttgut (10) auf der jeweiligen Fläche dadurch ausgebreitet,
durchmischt und bewegt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausleitmittel (22) durch das Vorsehen mindestens eines zusätzlichen weiteren
Schutzschilds, einer Ausleitrinne, einer zumindest einseitig durch eine vierte Schutzwand
begrenzte Ausleitrutschfläche oder eines Ausleitkanals so ausgebildet ist, dass es
das Schüttgut (10) beim Ausbringen davor schützt, durch eine Strömung des Gasgemischs
(20) oder des weiteren Gasgemischs verwirbelt zu werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Reaktionsfläche (16) und die zweite Reaktionsfläche (18) und, sofern vorhanden,
die mindestens eine weitere Reaktionsfläche (19) und, sofern vorhanden, die mindestens
eine Abkühlfläche gemeinsam in dem Reaktionsraum (12) angeordnet sind.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schüttgut (10) bei Schritt a) zumindest teilweise durch eine Brennkammer von
oben erhitzt wird, welche zumindest teilweise mit bei der Pyrolyse und/oder bei der
partiellen Oxidation entstehendem Gas gespeist wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste, zweite, dritte und/oder vierte Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel
jeweils unabhängig voneinander als Rechen (28) ausgebildet ist/sind und/oder das zweite,
dritte und/oder vierte Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel jeweils
unabhängig voneinander ausschließlich dem Ausbreiten, Durchmischen und Bewegen des
Schüttguts (10) und damit nicht der Beaufschlagung mit dem Sauerstoff enthaltenden
Gasgemisch (20) oder dem weiteren Gasgemisch dient.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur, auf die das Schüttgut (10) bei Schritt a) von oben erhitzt wird,
850 °C, insbesondere 800 °C, nicht überschrittet und/oder das Beaufschlagen mit dem
Sauerstoff enthaltenden Gasgemisch (20), insbesondere beim Vorliegen mindestens einer
weiteren Reaktionsfläche (19) jeweils unabhängig für das Schüttgut (10) auf der zweiten
Reaktionsfläche (18) und der weiteren Reaktionsfläche (19) oder für das Schüttgut
(10) auf der zweiten Reaktionsfläche (18) und jeder der weiteren Reaktionsflächen
(19), in Abhängigkeit von der bei der Oxidation oder partiellen Oxidation in dem Schüttgut
(10), insbesondere jeweils, erreichten Temperatur so geregelt wird, dass dabei eine
Temperatur von 850 °C, insbesondere eine Temperatur von 800 °C, nicht überschritten
wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schüttgut (10) vor oder bei Durchführung des Schritts a) oder des Schritts b)
mit pulverförmigem Kalk vermischt wird.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gasgemisch (20) Wasser in Form von Dampf oder einem Aerosol enthält oder dass
das Schüttgut (10) außer mit dem Gasgemisch (20) mit Wasser in Kontakt gebracht wird.
15. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
umfassend
- einen Reaktor (14) mit einem Reaktionsraum (12) und optional einem weiteren Reaktionsraum,
- eine erste Reaktionsfläche (16) im Reaktionsraum (12),
- mindestens ein Heizmittel, um das Schüttgut (10) von oben zur Pyrolyse des organischen
Anteils des Schüttguts (10) zu erhitzen,
- eine zweite Reaktionsfläche (18) im Reaktionsraum (12) oder einem weiteren Reaktionsraum,
- ein Leitungsmittel (17), um das Schüttgut (10) in einer Bewegungsrichtung auf dem
Leitungsmittel (17) oder durch das Leitungsmittel (17) hindurch auf die zweite Reaktionsfläche
(18) überzuleiten,
- ein erstes Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel zum Ausbreiten, Durchmischen
und Bewegen von einer in den Reaktionsraum (12) des Reaktors (14) eingebrachten und
auf der ersten Reaktionsfläche (16) aufgebrachten Schüttung des Schüttguts (10) und
um das Schüttgut (10) auf der ersten Reaktionsfläche (16) zum Leitungsmittel (17)
hin und in das Leitungsmittel (17) hinein zu bewegen,
- ein zweites Ausbreitungs-, Durchmischungs- und Bewegungsmittel zum Ausbreiten, Durchmischen
und Bewegen des Schüttguts (10) auf der zweiten Reaktionsfläche (18) und um das Schüttgut
(10) auf der zweiten Reaktionsfläche (18) zu einem Ausleitmittel (22), einem optional
vorhandenen Überleitungsmittel (24) oder einem optional vorhandenen zusätzlichen weiteren
Überleitungsmittel hin und in dieses hinein zu bewegen und
- ein Gaseinleitungsmittel (21), um ein Sauerstoff enthaltendes Gasgemisch (20) in
den Reaktionsraum (12) oder den weiteren Reaktionsraum einzuleiten, um das Schüttgut
(10) mit dem Sauerstoff enthaltenden Gasgemisch (20) in Kontakt zu bringen,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gaseinleitungsmittel (21) so ausgebildet ist, dass das Schüttgut (10) dadurch
von oben her mit dem Gasgemisch (20) so sanft beaufschlagt werden kann, dass das Gasgemisch
(20) das Schüttgut (10) überströmt, ohne die Schüttung des Schüttguts (10) zu durchströmen
und ohne das Schüttgut (10) aufzwirbeln oder zumindest ohne es wesentlich aufzuwirbeln,
indem oberhalb der zweiten Reaktionsfläche (18) eine Fläche zum Einblasen angeordnet
ist, welche Gasaustrittsöffnungen auf ihrer Unterseite in Richtung der zweiten Reaktionsfläche
(18) aufweist oder indem das Gaseinleitungsmittel (21) als Rohr oder Leiste mit Gasaustrittsöffnungen
in Richtung der zweiten Reaktionsfläche (18) ausgebildet ist, wobei das Leitungsmittel
(17) so ausgebildet ist, dass dadurch vollständig oder zumindest im Wesentlichen verhindert
wird,
dass ein Strom des Gasgemischs (20) das sich auf dem oder durch das Leitungsmittel
(17) bewegende Schüttgut (10) kreuzen oder durchströmen kann, indem das Leitungsmittel
(17) zumindest teilweise in Form einer Rinne oder einer zumindest einseitig durch
eine erste Schutzwand begrenzte erste Rutschfläche ausgebildet ist
oder
dass das Gasgemisch (20) durch das Leitungsmittel (17) entgegen der Bewegungsrichtung
des Schüttguts (10) strömen kann, indem das Leitungsmittel (17) einen für das Schüttgut
(10) in der Bewegungsrichtung passierbaren Schließmechanismus oder Schleusenmechanismus
aufweist, welcher für das Gasgemisch (20) entgegen der Bewegungsrichtung nicht oder
im Wesentlichen nicht passierbar ist.
1. A process for an at least partial pyrolysis and at least partial oxidation of an organic
fraction of a powder-containing or powdered bulk material (10) of at least partially
organic origin, comprising the following steps:
a) introducing a fill of the bulk material (10) into a reaction chamber (12) of a
reactor (14), wherein the bulk material (10) is applied on a first reaction surface
(16) in the reaction chamber (12) and, by means of a first spreading, mixing and moving
means, is spread, mixed and moved toward a conduit means (17) and optionally into
the conduit means (17) and thereby is heated from the top to a temperature at which
a complete or partial pyrolysis of the organic fraction of the bulk material (10)
occurs, wherein the bulk material (10) is transferred in a direction of movement on
or through the conduit means (17) onto a second reaction surface (18) in the reaction
chamber (12) or in an additional reaction chamber,
b) spreading, mixing and moving the bulk material (10) on the second reaction surface
(18) by means of a second spreading, mixing and moving means, wherein the bulk material
(10) is moved toward a discharge means (22) or a transfer means (24) and optionally
into the discharge means (22) or transfer means (24), wherein the bulk material (10)
is brought in contact with an oxygen-containing gas mixture (20), so that thereby
the at least partial oxidation of the organic fraction of the bulk material (10) occurs,
c) diverting the resulting at least partially oxidised bulk material (10) from the
reaction chamber (12) or the additional reaction chamber through the discharge means
(22),
characterised in that the bulk material (10) is moved on the first (16) and second reaction surface (18)
in each case alternatingly concentrically from outside to inside and from inside to
outside, or from inside to outside and from outside to inside, and the bulk material
(10) is brought in contact with the gas mixture (20), in that the gas mixture (20) is applied from the top to said bulk material (10) so that the
gas mixture (20) flows over the bulk material (10), without flowing through the fill
of the bulk material (10), wherein the gas mixture (20) is applied to the fill sufficiently
gently so that the gas mixture (20) does not seek a path through the fill and the
bulk material (10) is not or at least is not substantially stirred up, wherein a gas
outlet opening is arranged in the reaction chamber above the first reaction surface
(16), wherein
it is completely or at least substantially prevented that a flow of the gas mixture
(20) crosses or flows through the bulk material (10) moving on or through the conduit
means (17), in that the conduit means (17) is at least partially designed in the form of a gutter or
of a first sliding surface limited at least on one side by a first protective wall
or
it is completely or at least substantially prevented that the gas mixture (20) flows
through the conduit means (17) against the direction of movement of the bulk material
(10), in that the conduit means (17) comprises a closing mechanism or a sluice mechanism which
can be passed by the bulk material (10) in the direction of movement, which is not
passable or substantially not passable for the gas mixture (20) against the direction
of movement or in that the conduit means (17) is designed so that it is closed by a portion of the bulk
material (10) remaining in the conduit means (17), in that the conduit means (17) is designed as a channel which, in its intended use, comprises
an upper end and a lower end, wherein the portion of the bulk material (10) closes
the lower end, wherein the bulk material (10) at the lower end is transported away
by the second spreading, mixing and moving means onto the second reaction surface
(18) only in a quantity such that sufficient bulk material (10) remains in the conduit
means (17) in order to completely or at least substantially prevent that the gas mixture
(20) is able to flow through the conduit means (17) against the direction of movement
of the bulk material (10).
2. The process according to claim 1, characterised in that the closing mechanism includes a flap which opens under a weight of the bulk material
(10) or which is opened by an active control or actuation, in order to allow the bulk
material (10) to pass through and which subsequently closes again or is closed by
active control or actuation,
and
in that the sluice mechanism includes a cellular wheel sluice.
3. The process according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one additional reaction surface (19) is present, and the bulk material (10)
between steps b) and c) is transferred from the second reaction surface (18) onto
the additional reaction surface (19) or one of the additional reaction surfaces (19)
and is spread, mixed and moved thereon in each case by means of a third spreading,
mixing and moving means, and the oxygen-containing gas mixture (20) is applied from
the top to said bulk material (10), so that the gas mixture (20) flows over the bulk
material (10) without flowing through the fill of the bulk material (10), wherein
the transfer onto the additional reaction surface (19) occurs via the transfer means
(24) which, by the provision of at least one protective shield (26), of a transfer
gutter, of a second sliding surface (32) limited on at least one side by a second
protective wall (30) or of a transfer channel, is designed so that it protects the
bulk material (10) during the transfer from being stirred up by a flow of the gas
mixture (20), wherein the bulk material (10) in step b) is moved toward the transfer
means (24) and optionally into the transfer means (24) and, on at least one of the
additional reaction surfaces (19), in particular that through which the bulk material
(10) passed last, toward the discharge means (22) and optionally into the discharge
means (22).
4. The process according to claim 3, characterised in that a plurality of additional reaction surfaces (19) is present, wherein a transfer between
the additional reaction surfaces (19) in each case occurs by an additional transfer
means which, by the provision of at least one additional protective shield, of an
additional transfer gutter, of a third sliding surface limited on at least one side
by a third protective wall or of an additional transfer channel, is designed so that
it protects the bulk material (10) during the transfer from being stirred up by a
flow of the gas mixture (20), wherein the bulk material (10) is moved in each case
toward the additional transfer means and optionally into the additional transfer means.
5. The process according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one cooling surface is present, and the bulk material (10) before step c)
is transferred from the second reaction surface (18) or from the additional reaction
surface (19) or from one of the additional reaction surfaces (19) onto the cooling
surface or one of the cooling surfaces, and, by means of a fourth spreading, mixing
and moving means, is spread, mixed and moved thereon and the gas mixture (20) or an
additional gas mixture is applied from the top to said bulk material (10), so that
the gas mixture (20) or the additional gas mixture flows over the bulk material (10)
without flowing through the fill of the bulk material (10), wherein the gas mixture
(20) or the additional gas mixture has a lower temperature than the bulk material
(10) to which said gas mixture is applied, wherein the transfer onto the cooling surface
or if applicable from one of the cooling surfaces onto another of the cooling surfaces
occurs in each case by another additional transfer means which is designed so that
it protects the bulk material (10) during the transfer from being stirred up by a
flow of the gas mixture (20) or of the additional gas mixture, wherein the bulk material
(10) in step b), or to the extent present, on the additional reaction surface (19)
or on one of the additional reaction surfaces (19), is moved toward the other additional
transfer means and optionally into the other additional transfer means rather than
toward the discharge means (22) and optionally into the discharge means (22), and,
to the extent that a plurality of cooling surfaces is present, is moved on at least
one of the cooling surfaces toward the other additional transfer means and optionally
into the other additional transfer means and/or is moved on at least one of the cooling
surfaces, in particular that through which the bulk material (10) passed last, toward
the discharge means (22) and optionally into the discharge means (22).
6. The process according to any one of the preceding claims, characterised in that the first (16), the second (18) and/or the at least one additional reaction surface
(19) and/or the at least one cooling surface in each case independently of one another
is/are a flat, a flat round, a flat circular, a flat polygonal or a cylindrical surface.
7. The process according to claim 6, wherein the first (16), the second (18) and/or the
at least one additional reaction surface (19) and/or the at least one cooling surface
in each case is/are a flat, a flat round, a flat circular or a flat polygonal surface,
characterised in that
the first, second, third and/or fourth spreading, mixing and moving means is/are designed
to be fixed, and the first (16), the second (18) and/or the at least one additional
reaction surface (19) and/or the at least one cooling surface in each case, in particular
by arrangement on a common shaft (27), is/are designed to be rotatable and in the
intended use is/are rotated in each case underneath at least one of the first, second,
third and/or fourth spreading, mixing and moving means, so that the bulk material
(10) spread on the surface is thereby spread, mixed and moved,
or
the surface is designed to be fixed and, above each of the surfaces, in each case
at least one first, second, third and/or fourth spreading, mixing and moving means
is/are rotatably arranged, in particular by an arrangement of all of the first, second,
third and/or fourth spreading, mixing and moving means on a common shaft (27), and,
in the intended use, is rotated above each of the surfaces, so that the bulk material
(10) on the respective surface is thereby spread, mixed and moved.
8. The process according to any one of the preceding claims, characterised in that the discharge means (22), by the provision of at least one other additional protective
shield, of a discharge gutter, of a discharge sliding surface limited on at least
one side by a fourth protective wall or of a discharge channel, is designed so that
it protects the bulk material (10) from being stirred up by a flow of the gas mixture
(20) or of the additional gas mixture during the diverting.
9. The process according to any one of the preceding claims, characterised in that the first reaction surface (16) and the second reaction surface (18) and, to the
extent present, the at least one additional reaction surface (19) and, to the extent
present, the at least one cooling surface are arranged jointly in the reaction chamber
(12).
10. The process according to any one of the preceding claims, characterised in that the bulk material (10) in step a) is at least partially heated from the top by a
combustion chamber which is fed at least partially with gas generated during the pyrolysis
and/or during the partial oxidation.
11. The process according to any one of the preceding claims, characterised in that the first, second, third and/or fourth spreading, mixing and moving means is/are
in each case designed independently of one another as grate (28), and/or the second,
third and/or fourth spreading, mixing and moving means independently of one another
is/are used exclusively for spreading, mixing and moving the bulk material (10) and
therefore not for applying of the oxygen-containing gas mixture (20) or the additional
gas mixture.
12. The process according to any one of the preceding claims, characterised in that the temperature to which the bulk material (10) is heated from the top in step a)
does not exceed 850 °C, in particular 800 °C, and/or the application of the oxygen-containing
gas mixture (20), in particular in the case of the presence of at least one additional
reaction surface (19), is regulated in each case independently for the bulk material
(10) on the second reaction surface (18) and on the additional reaction surface (19)
or for the bulk material (10) on the second reaction surface (18) and on each of the
additional reaction surfaces (19), as a function of the temperature reached during
the oxidation or partial oxidation in the bulk material (10), in particular in each
case, so that thereby a temperature of 850 °C, in particular a temperature of 800
°C, is not exceeded.
13. The process according to any one of the preceding claims, characterised in that the bulk material (10) before or during the performance of step a) or of step b)
is mixed with powdered lime.
14. The process according to any one of the preceding claims, characterised in that the gas mixture (20) contains water in the form of steam or of an aerosol or in that the bulk material (10), besides being brought in contact with the gas mixture (20),
is brought in contact with water.
15. A device for carrying out a process according to any one of the preceding claims,
including
- a reactor (14) with a reaction chamber (12) and optionally with an additional reaction
chamber,
- a first reaction surface (16) in the reaction chamber (12),
- at least one heating means for heating the bulk material (10) from the top for the
pyrolysis of the organic faction of the bulk material (10),
- a second reaction surface (18) in the reaction chamber (12) or in an additional
reaction chamber,
- a conduit means (17) for transferring the bulk material (10) in a direction of movement
on the conduit means (17) or through the conduit means (17) onto the second reaction
surface (18),
- a first spreading, mixing and moving means for spreading, mixing and moving a fill
of the bulk material (10) introduced into the reaction chamber (12) of the reactor
(14) and applied on the first reaction surface (16) and for moving the bulk material
(10) on the first reaction surface (16) toward the conduit means (17) and into the
conduit means (17),
- a second spreading, mixing and moving means for spreading, mixing and moving the
bulk material (10) on the second reaction surface (18) and for moving the bulk material
(10) on the second reaction surface (18) toward a discharge means (22), toward an
optionally present transfer means (24) or toward an optionally present other additional
transfer means and into it, and
- a gas introduction means (21) for introducing an oxygen-containing gas mixture (20)
into the reaction chamber (12) or into the additional reaction chamber, in order to
bring the bulk material (10) in contact with the oxygen-containing gas mixture (20),
characterised in that the gas introduction means (21) is designed so that the gas mixture (20) can be applied
sufficiently gently from the top to the bulk material (10), so that the gas mixture
(20) flows over the bulk material (10) without flowing through the fill of the bulk
material (10) and without stirring up the bulk material (10) or at least substantially
without stirring it up, in that, above the second reaction surface (18), a surface for blowing in is arranged, which
comprises gas outlet openings on its lower side in the direction of the second reaction
surface (18), or in that the gas introduction means (21) is designed as a tube or bar with gas outlet openings
in the direction of the second reaction surface (18), wherein the conduit means (17)
is designed so that it is completely or at least substantially prevented
that a flow of the gas mixture (20) is able to cross or flow through the bulk material
(10) moving on or through the conduit means (17), in that the conduit means (17) is designed at least partially in the form of a gutter or
of a first sliding surface limited on at least one side by a first protective wall
or
that the gas mixture (20) is able to flow through the conduit means (17) against the
direction of movement of the bulk material (10), in that the conduit means (17) has a closing mechanism or sluice mechanism which can be passed
by the bulk material (10) in the direction of movement, which is not passable or substantially
not passable for the gas mixture (20) against the direction of movement.
1. Procédé de pyrolyse au moins partielle et d'oxydation au moins partielle d'une portion
organique d'un matériau en vrac (10) contenant de la poussière ou en forme de poussière
d'origine au moins partiellement organique, avec les étapes suivantes :
a) introduction d'un déversement du matériau en vrac (10) dans un espace de réaction
(12) d'un réacteur (14), dans lequel le matériau en vrac (10) est appliqué sur une
première surface de réaction (16) dans l'espace de réaction (12) et disséminé, mélangé
et déplacé vers un conduit (17) et en option dans le conduit (17) au moyen d'un premier
moyen de dissémination, de mélange et de déplacement, et chauffé en l'occurrence par
le haut à une température à laquelle il survient une pyrolyse complète ou partielle
de la portion organique du matériau en vrac (10), dans lequel le matériau en vrac
(10) est transféré dans une direction de déplacement au ou à travers le conduit (17)
sur une deuxième surface de réaction (18) dans l'espace de réaction (12) ou un autre
espace de réaction,
b) dissémination, mélange et déplacement du matériau en vrac (10) sur la deuxième
surface de réaction (18) au moyen d'un deuxième moyen de dissémination, de mélange
et de déplacement, dans lequel le matériau en vrac (10) est déplacé vers un moyen
d'évacuation (22) ou moyen de transfert (24) et en option dans le moyen d'évacuation
(22) ou moyen de transfert (24), dans lequel le matériau en vrac (10) est amené en
contact avec un mélange gazeux (20) contenant de l'oxygène de sorte que l'oxydation
au moins partielle de la portion organique du matériau en vrac (10) s'effectue en
l'occurrence,
c) enlèvement du matériau en vrac résultant (10) au moins partiellement oxydé de l'espace
de réaction (12) ou de l'autre espace de réaction à travers le moyen d'évacuation
(22),
caractérisé en ce que le matériau en vrac (10) est déplacé sur la première (16) et deuxième surface de
réaction (18) à chaque fois en alternance de manière concentrique de l'extérieur vers
l'intérieur et de l'intérieur vers l'extérieur ou de l'intérieur vers l'extérieur
et de l'extérieur vers l'intérieur, et le matériau en vrac (10) est de ce fait amené
en contact avec le mélange gazeux (20), qu'il est sollicité par le haut avec le mélange
gazeux (20) de sorte que le mélange gazeux (20) submerge le matériau en vrac (10)
sans traverser le déversement du matériau en vrac (10), dans lequel le déversement
est sollicité avec le mélange gazeux (20) si doucement que le mélange gazeux (20)
ne cherche pas de chemin à travers le déversement et le matériau en vrac (10) n'est
pas ou au moins pas essentiellement soulevé en tourbillons, dans lequel une ouverture
de sortie de gaz est disposée dans l'espace de réaction au-dessus de la première surface
de réaction (16), dans lequel
il est entièrement ou au moins essentiellement empêché qu'un courant du mélange gazeux
(20) ne croise ou traverse le matériau en vrac (10) se déplaçant sur ou à travers
le conduit (17) en ce que le conduit (17) est réalisé au moins partiellement sous forme d'une rigole ou d'une
première surface de glissement limitée au moins d'un côté par une première paroi protectrice
ou
il est entièrement ou au moins essentiellement empêché que le mélange gazeux (20)
ne s'écoule à travers le conduit (17) à l'encontre de la direction de déplacement
du matériau en vrac (10) en ce que le conduit (17) présente un mécanisme de fermeture ou mécanisme de sas pouvant être
passé dans la direction de déplacement pour le matériau en vrac (10), lequel ne peut
pas ou essentiellement pas être passé à l'encontre de la direction de déplacement
pour le mélange gazeux (20) ou que le conduit (17) est configuré de sorte qu'il est
fermé par une partie du matériau en vrac (10) restant dans le conduit (17) en ce que le conduit (17) est configuré en tant que canal qui présente lors d'un usage conforme
une extrémité supérieure et une extrémité inférieure, dans lequel la partie du matériau
en vrac (10) obture l'extrémité inférieure, dans lequel le matériau en vrac (10) à
l'extrémité inférieure n'est transporté par le deuxième moyen de dissémination, de
mélange et de déplacement que dans une quantité telle sur la deuxième surface de réaction
(18) que suffisamment de matériau en vrac (10) reste dans le conduit (17) pour empêcher
entièrement ou au moins essentiellement que le mélange gazeux (20) ne puisse s'écouler
à travers le conduit (17) à l'encontre de la direction de déplacement du matériau
en vrac (10).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le mécanisme de fermeture comprend un clapet qui s'ouvre sous un poids du matériau
en vrac (10) ou est ouvert par une commande ou un actionnement actif(ve) pour laisser
passer le matériau en vrac (10) et qui se referme ensuite ou est fermé par la commande
ou l'actionnement actif(ve),
et
que le mécanisme de sas comprend une écluse rotative.
3. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une autre surface de réaction (19) est présente, et le matériau en vrac (10)
est transféré entre les étapes b) et c) de la deuxième surface de réaction (18) à
l'autre surface de réaction (19) ou une des autres surfaces de réaction (19) et sur
celle-ci est à chaque fois disséminé, mélangé et déplacé au moyen d'un troisième moyen
de dissémination, de mélange et de déplacement et sollicité par le haut avec le mélange
gazeux (20) contenant de l'oxygène de sorte que le mélange gazeux (20) submerge le
matériau en vrac (10) sans traverser le déversement du matériau en vrac (10), dans
lequel le transfert s'effectue à l'autre surface de réaction (19) à travers le moyen
de transfert (24) qui est réalisé par la prévision d'au moins un bouclier de protection
(26), une rigole de transfert, une deuxième surface de glissement (32) limitée au
moins d'un côté par une deuxième paroi protectrice (30) ou un canal de transfert de
sorte qu'il protège le matériau en vrac (10) lors du transfert du fait d'être tourbillonné
par un écoulement du mélange gazeux (20), dans lequel le matériau en vrac (10) est
déplacé à l'étape b) vers le moyen de transfert (24) et en option dans le moyen de
transfert (24) et sur au moins une des autres surfaces de réactions (19), notamment
parcourue en dernier par le matériau en vrac (10), vers le moyen d'évacuation (22)
et en option dans le moyen d'évacuation (22).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'une pluralité d'autres surfaces de réaction (19) est présente, dans lequel un transfert
entre les autres surfaces de réaction (19) s'effectue à chaque fois à travers un autre
moyen de transfert qui est réalisé par la prévision d'au moins un autre bouclier de
protection, une autre rigole de transfert, une troisième surface de glissement limitée
au moins d'un côté par une troisième paroi protectrice ou un autre canal de transfert
de sorte qu'il protège le matériau en vrac (10) lors du transfert du fait d'être tourbillonné
par un écoulement du mélange gazeux (20), dans lequel le matériau en vrac (10) est
déplacé à chaque fois vers l'autre moyen de transfert et en option dans l'autre moyen
de transfert.
5. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une surface de refroidissement est présente et le matériau en vrac (10) est
transféré avant l'étape c) de la deuxième surface de réaction (18) ou de l'autre surface
de réaction (19) ou d'une des autres surfaces de réaction (19) à la surface de refroidissement
ou une des surfaces de refroidissement, et sur celle-ci est disséminé, mélangé et
déplacé au moyen d'un quatrième moyen de dissémination, de mélange et de déplacement
et sollicité par le haut avec le mélange gazeux (20) ou un autre mélange gazeux de
sorte que le mélange gazeux (20) ou l'autre mélange gazeux submerge le matériau en
vrac (10) sans traverser le déversement du matériau en vrac (10), dans lequel le mélange
gazeux (20) ou l'autre mélange gazeux présente une température inférieure au matériau
en vrac (10) sollicité avec celui-ci, dans lequel le transfert à la surface de refroidissement
et éventuellement d'une des surfaces de refroidissement à une autre des surfaces de
refroidissement s'effectue à chaque fois à travers un autre moyen de transfert supplémentaire
qui est réalisé de sorte qu'il protège le matériau en vrac (10) lors du transfert
du fait d'être tourbillonné par un écoulement du mélange gazeux (20) ou de l'autre
mélange gazeux, dans lequel le matériau en vrac (10) est déplacé à l'étape b) ou,
le cas échéant, sur l'autre surface de réaction (19) ou sur la surface en question
des autres surfaces de réaction (19) au lieu de vers le moyen d'évacuation (22) et
en option dans le moyen d'évacuation (22) vers l'autre moyen de transfert supplémentaire
et en option dans l'autre moyen de transfert supplémentaire, et, dans la mesure où
une pluralité de surfaces de refroidissement est présente, sur au moins une des surfaces
de refroidissement vers l'autre moyen de transfert supplémentaire et en option dans
l'autre moyen de transfert supplémentaire et/ou sur au moins une des surfaces de refroidissement,
notamment parcourue en dernier par le matériau en vrac (10), vers le moyen d'évacuation
(22) et en option dans le moyen d'évacuation (22).
6. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première (16), deuxième (18) et/ou l'au moins une autre surface de réaction (19)
et/ou l'au moins une surface de refroidissement est à chaque fois indépendamment l'une
de l'autre une surface plane, une surface plane ronde, une surface plane circulaire,
une surface plane polygonale ou une surface cylindrique.
7. Procédé selon la revendication 6, dans lequel la première (16), deuxième (18) et/ou
l'au moins une autre surface de réaction (19) et/ou l'au moins une surface de refroidissement
est à chaque fois une surface plane, une surface plane ronde, une surface plane circulaire
ou une surface plane polygonale,
caractérisé en ce que
le premier, deuxième, troisième et/ou quatrième moyen de dissémination, de mélange
et de déplacement est réalisé de manière fixe et la première (16), deuxième (18) et/ou
au moins une autre surface de réaction (19) et/ou l'au moins une surface de refroidissement
est réalisée à chaque fois de manière rotative, notamment par agencement sur un arbre
commun (27), et est tournée lors d'un usage conforme sous à chaque fois au moins un
des premier, deuxième, troisième et/ou quatrième moyens de dissémination, de mélange
et de déplacement de sorte que le matériau en vrac (10) disséminé sur la surface est
de ce fait disséminé, mélangé et déplacé,
ou
la surface est réalisée de manière fixe, et au moins un premier, deuxième, troisième
et/ou quatrième moyen de dissémination, de mélange et de déplacement est à chaque
fois disposé de manière rotative au-dessus de chacune des surfaces, notamment par
agencement de l'ensemble des premier, deuxième, troisième et/ou quatrième moyens de
dissémination, de mélange et de déplacement sur un arbre commun (27), et est tourné
lors d'un usage conforme au-dessus de chacune des surfaces de sorte que le matériau
en vrac (10) est de ce fait disséminé, mélangé et déplacé sur la surface respective.
8. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen d'évacuation (22) est réalisé par la prévision d'au moins un autre bouclier
de protection supplémentaire, une rigole d'évacuation, une surface de glissement d'évacuation
limitée au moins d'un côté par une quatrième paroi protectrice ou un canal d'évacuation
de sorte qu'il protège le matériau en vrac (10) lors de l'enlèvement du fait d'être
tourbillonné par un écoulement du mélange gazeux (20) ou de l'autre mélange gazeux.
9. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première surface de réaction (16) et la deuxième surface de réaction (18) et,
le cas échéant, l'au moins une autre surface de réaction (19) et, le cas échéant,
l'au moins une surface de refroidissement sont disposées ensemble dans l'espace de
réaction (12).
10. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau en vrac (10) est chauffé par le haut à l'étape a) au moins partiellement
par une chambre de combustion qui est alimentée au moins partiellement avec du gaz
apparu lors de la pyrolyse et/ou lors de l'oxydation partielle.
11. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier, deuxième, troisième et/ou quatrième moyen de dissémination, de mélange
et de déplacement est/sont réalisé(s) à chaque fois indépendamment l'un de l'autre
en tant que grilles de retenue (28) et/ou le deuxième, troisième et/ou quatrième moyen
de dissémination, de mélange et de déplacement sert à chaque fois indépendamment l'un
de l'autre exclusivement à la dissémination, au mélange et au déplacement du matériau
en vrac (10) et ne sert ainsi pas à la sollicitation avec le mélange gazeux (20) contenant
de l'oxygène ou l'autre mélange gazeux.
12. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la température à laquelle le matériau en vrac (10) est chauffé par le haut à l'étape
a) ne dépasse pas 850°C, notamment 800°C, et/ou la sollicitation avec le mélange gazeux
(20) contenant de l'oxygène est régulée, notamment lors de la présence d'au moins
une autre surface de réaction (19) à chaque fois indépendamment pour le matériau en
vrac (10) sur la deuxième surface de réaction (18) et l'autre surface de réaction
(19) ou pour le matériau en vrac (10) sur la deuxième surface de réaction (18) et
chacune des autres surfaces de réaction (19), en fonction de la température atteinte
lors de l'oxydation ou l'oxydation partielle dans le matériau en vrac (10), notamment
à chaque fois, de sorte qu'une température de 850°C, notamment une température de
800°C, n'est en l'occurrence pas dépassée.
13. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau en vrac (10) est mélangé avec de la chaux pulvérulente avant ou lors
de la réalisation de l'étape a) ou de l'étape b).
14. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le mélange gazeux (20) contient de l'eau sous forme de vapeur ou d'un aérosol ou
que le matériau en vrac (10) est amené en contact avec de l'eau, outre avec le mélange
gazeux (20).
15. Dispositif pour la réalisation d'un procédé selon une des revendications précédentes,
comprenant
- un réacteur (14) avec un espace de réaction (12) et en option un autre espace de
réaction,
- une première surface de réaction (16) dans l'espace de réaction (12),
- au moins un moyen de chauffage pour chauffer le matériau en vrac (10) par le haut
en vue de la pyrolyse de la portion organique du matériau en vrac (10),
- une deuxième surface de réaction (18) dans l'espace de réaction (12) ou un autre
espace de réaction,
- un conduit (17) pour transférer le matériau en vrac (10) dans une direction de déplacement
sur le conduit (17) ou à travers le conduit (17) sur la deuxième surface de réaction
(18),
- un premier moyen de dissémination, de mélange et de déplacement pour la dissémination,
le mélange et le déplacement d'un déversement du matériau en vrac (10) introduit dans
l'espace de réaction (12) du réacteur (14) et appliqué à la première surface de réaction
(16) et pour déplacer le matériau en vrac (10) sur la première surface de réaction
(16) vers le conduit (17) et dans le conduit (17),
- un deuxième moyen de dissémination, de mélange et de déplacement pour la dissémination,
le mélange et le déplacement du matériau en vrac (10) sur la deuxième surface de réaction
(18) et pour déplacer le matériau en vrac (10) sur la deuxième surface de réaction
(18) vers un moyen d'évacuation (22), un moyen de transfert (24) présent en option
ou un autre moyen de transfert supplémentaire présent en option et dans celui-ci,
et
- un moyen d'introduction de gaz (21) pour introduire un mélange gazeux (20) contenant
de l'oxygène dans l'espace de réaction (12) ou l'autre espace de réaction pour amener
en contact le matériau en vrac (10) avec le mélange gazeux (20) contenant de l'oxygène,
caractérisé en ce que le moyen d'introduction de gaz (21) est réalisé de sorte que le matériau en vrac
(10) peut de ce fait être sollicité par le haut avec le mélange gazeux (20) si doucement
que le mélange gazeux (20) submerge le matériau en vrac (10) sans traverser le déversement
du matériau en vrac (10) et sans soulever en tourbillons le matériau en vrac (10)
ou au moins sans essentiellement le soulever en tourbillons, en ce qu'une surface est disposée au-dessus de la deuxième surface de réaction (18) pour l'alimentation,
laquelle présente des ouvertures de sortie de gaz sur son côté inférieur en direction
de la deuxième surface de réaction ou en ce que le moyen d'introduction de gaz (21) est réalisé en tant tuyau ou rail avec des ouvertures
de sortie de gaz en direction de la deuxième surface de réaction (18), dans lequel
le conduit (17) est réalisé de sorte qu'il peut de ce fait être entièrement ou au
moins essentiellement empêché
qu'un courant du mélange gazeux (20) ne puisse croiser ou traverser le matériau en
vrac (10) se déplaçant sur ou à travers le conduit (17) en ce que le conduit (17) est réalisé au moins partiellement sous forme d'une rigole ou d'une
première surface de glissement limitée au moins d'un côté par une première paroi protectrice
ou
que le mélange gazeux (20) ne puisse s'écouler à travers le conduit (17) à l'encontre
de la direction de déplacement du matériau en vrac (10) en ce que le conduit (17) présente un mécanisme de fermeture ou mécanisme de sas pouvant être
passé dans la direction de déplacement pour le matériau en vrac (10), lequel ne peut
pas ou essentiellement pas être passé à l'encontre de la direction de déplacement
pour le mélange gazeux (20).