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(11) |
EP 3 366 835 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.02.2019 Patentblatt 2019/07 |
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Anmeldetag: 21.12.2017 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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TROCKENSIEB, MIT EINEM SOLCHEN AUSGESTATTETE TROCKENPARTIE EINER PAPIERMASCHINE SOWIE
VERWENDUNG DES TROCKENSIEBS IN DIESER TROCKENPARTIE
DRYING FABRIC, DRYER SECTION OF A PAPER MACHINE EQUIPPED WITH SAME AND USE OF THE
DRYING FABRIC IN THIS DRYER SECTION
TOILE DE SÉCHERIE, PARTIE SÈCHE D'UNE MACHINE À PAPIER POURVUE D'UNE TELLE TOILE AINSI
QU'UTILISATION DE LA TOILE DANS LADITE PARTIE SÈCHE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
22.02.2017 DE 202017100990 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.08.2018 Patentblatt 2018/35 |
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Patentinhaber: Heimbach GmbH |
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52353 Düren (DE) |
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Erfinder: |
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- CASCON, Francisco
09004 Burgos (ES)
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| (74) |
Vertreter: Paul & Albrecht Patentanwälte PartG mbB |
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Stresemannallee 4b 41460 Neuss 41460 Neuss (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 263 476 US-A- 4 438 788
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DE-U1-202015 103 812
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Trockensieb, geeignet zur Verwendung in der Trockenpartie
einer Papiermaschine. Sie bezieht sich darüber hinaus auf eine mit einem solchen Trockensieb
ausgestattete Trockenpartie einer Papiermaschine sowie auf die Verwendung des Trockensiebes
in der Trockenpartie einer Papiermaschine.
[0002] Große Papiermaschinen bestehen gewöhnlich aus drei sogenannten Partien, nämlich in
Richtung des Verlaufs der Papierbahn gesehen aus einer Formierpartie, einer Pressenpartie
und einer Trockenpartie. Die Formierpartie dient der Ausbildung der Papierbahn aus
der Papierpulpe und einer ersten mechanischen Entwässerung der so gebildeten Papierbahn.
In der Pressenpartie wird die Papierbahn zwischen Presswalzen hindurchgeführt, in
der sie hohen Drücken ausgesetzt und hierdurch weiter mechanisch entwässert wird.
Danach wird die Papierbahn der Trockenpartie zugeführt, in der die Papierbahn über
beheizte Trockenzylinder geführt wird, wodurch die Papierbahn thermisch entwässert
wird.
[0003] Die Führung der Papierbahn durch die Papiermaschine erfolgt mittels an die Anforderung
an die jeweilige Partie angepassten Bändern, an denen die Papierbahn anliegt und die
auch der Überführung der Papierbahn von einer zur nächsten Partie dienen. In der Trockenpartie
werden sogenannte Trockensiebe eingesetzt, die vornehmlich als Trockengewebe, bestehend
aus Kett- und Schussfäden ausgebildet sind. Ein Trockensieb geht beispielsweise aus
der
EP 1 507 041 B1 sowie der
DE 22 63 476 hervor.
[0004] Die
US 4438788 A offenbart alle Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0005] Grundsätzlich ist man bestrebt, auf der Papierseite des Trockensiebes eine möglichst
große Kontaktfläche für die Papierbahn bereit zu stellen, um die Papierbahn möglichst
gleichmäßig gegen die Trockenzylinder zu drücken und damit eine entsprechend gleichmäßige
Beheizung und Trocknung der Papierbahn mit gutem Wärmeübergang zu erzeugen. Zur Kennzeichnung
des Papierbahnkontaktes von Trockensieben ist von der Paper-machine Clothing Association
(abgekürzt PCA; Sitz: 19, rue de la République, 45000 Orleans, Frankreich) ein sogenannter
Fabric Fineness Index (abgekürzt FFI) entwickelt worden (
PCA Standard Classification, Nov. 2009, Version 15, Seite 3A, Ziffer 15). Der FFI berechnet sich nach folgender Formel:

[0006] Die Ermittlung der einzelnen Bestandteile dieser Formel erfolgt nach dem von der
Paper-machine Clothing Association ebenfalls herausgegebenen Dokument "
Approved Standard Measuring Methods", Dez. 2013. Die Vorgaben für die Dickenmessung ergeben sich aus den beiden Seiten des Abschnitts
C2, die für die Bestimmung der Kontaktfläche und dessen Flächenanteil sowie der Anzahl
der Kontaktpunkte aus den Seiten 1 bis 4 des Abschnittes C11.
[0007] Aus der
DE 20 2015 103 812 U1 geht ein Trockensieb hervor, welches sich dadurch auszeichnet, dass das Verhältnis
des maschinenseitigen FFI-MS zu dem papierseitigen FFI-PS mindestens 1,25 zu 1, vorzugsweise
mindestens 1,5 zu 1 beträgt. Der Kontaktflächenanteil in Prozent und/oder die Anzahl
der Kontaktpunkte pro cm
2 sind auf der Maschinenseite also erheblich größer, wodurch ein Trockensieb mit einer
verhältnismäßig offenen und daher leicht zu reinigenden Papierseite und einer Maschinenseite,
die sich, da sie erheblich mehr Abriebvolumen zur Verfügung stellt, durch eine lange
Einsatzdauer auszeichnet, erhalten wird.
[0008] Die vorbekannten Trockensiebe haben sich prinzipiell bewährt. Es besteht jedoch weiterhin
Bedarf an alternativen Trockensieben.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein alternativ ausgestaltetes Trockensieb
anzugeben, welches eine gleichmäßige Trocknung ermöglicht und sich durch eine möglichst
lange Lebensdauer auszeichnet.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Trockensieb, geeignet zur Verwendung
in der Trockenpartie einer Papiermaschine, mit einer für die Auflage einer Papierbahn
bestimmten Papierseite und einer von der Papierseite abgewandten Maschinenseite, wobei
das Trockensieb ein Gewebe aus Längs- und Querfäden, welches mindestens zwei übereinanderliegende
Querfadenlagen umfasst, hat oder daraus besteht, wobei die Längsfäden die Querfäden
in papier- und maschinenseitigen Flottierungen, die sich an der Papier- und der Maschinenseite
abwechseln, einbinden, und das Gewebe sowohl an der Papier- als auch an der Maschinenseite
ausschließlich Längsfaden-Flottierungen aufweist, die jeweils mindestens zwei benachbarte
Querfäden übergreifen, und alle Längsfaden-Flottierungen die gleiche Anzahl von Querfäden
übergreifen, wobei die Papier- und Maschinenseite jeweils von den Gewebefäden gebildete
Kontaktpunkte aufweisen, die jeweils eine Kontaktfläche haben, und sich die Kontaktflächen
der Kontaktpunkte auf der Papierseite und auf der Maschinenseite jeweils zu einer
Gesamtkontaktfläche mit einem prozentualen Kontaktflächenanteil an der Gesamtfläche
der Papierseite bzw. Maschinenseite summieren, und wobei sich die Papierseite und
die Maschinenseite durch einen Kontaktflächenanteil im Bereich von 35 % bis 45 % auszeichnen.
[0011] Mit anderen Worten umfasst das erfindungsgemäße Trockensieb ein Gewebe ohne Längsfaden-Kröpfungen
über einzelnen Querfäden bzw. besteht das erfindungsgemäße Trockensieb aus einem Gewebe
ohne Längsfaden-Kröpfungen über einzelnen Querfäden. Es liegen nur Längsfaden-Flottierungen
vor, das heißt, es werden immer wenigstens zwei benachbarte Querfäden von den Längsfäden
übergriffen. Dabei erstrecken sich bei dem erfindungsgemäßen Trockensieb alle Längsfaden-Flottierungen
an der Papier- und der Maschinenseite über die gleiche Anzahl von Querfäden. Weiterhin
wechseln sich bei dem erfindungsgemäßen Trockensieb die Längsfaden-Flottierungen an
der Papier- und der Maschinenseite ab. Für den Verlauf jedes Längsfadens des Gewebes
gilt also, dass einer Flottierung auf der einen Gewebeseite eine Flottierung auf der
anderen Gewebeseite folgt und so weiter. Demgemäß liegt eine Flottierung eines Längsfadens
an der einen Gewebeseite jeweils zwischen zwei an der anderen Gewebeseite aufeinanderfolgenden
Flottierungen des Längsfadens.
[0012] Mit den sich an den beiden Gewebeseiten abwechselnden, gleich langen Längsfaden-Flottierungen
ergibt sich eine besonders gleichmäßige, quasi symmetrische Gewebekonstruktion und
somit ein besonders gleichmäßiges Erscheinungsbild.
[0013] Die gleichmäßige Gewebekonstruktion des erfindungsgemäßen Trockensiebes bewirkt zum
einen eine erhöhte Anzahl von Kontaktpunkten und/oder eine vergrößerte Kontaktfläche
und damit einen hohen FFI-Wert auf beiden Gewebeseiten, so dass eine hohe Kontaktfläche
für die Papierbahn vorliegt und gleichzeitig ein hohes Abriebvolumen an der Maschinenseite
zur Verfügung steht.
[0014] Zum anderen wird mit dem erfindungsgemäßen Trockensieb eine besonders gute Orientierung
der für eine Endlos-Konfiguration verwendeten Nahtschlaufen möglich. Bei Flachgeweben
aus dem Papiermaschinenbereich werden die beiden quer zu den Längsfäden verlaufenden
Gewebekanten üblicherweise dadurch gebildet, dass die Längsfäden unter Bildung von
Schlaufen in den Gewebekörper zurückgewebt werden, und zwar in die Ebene eines benachbarten
Längsfadens, der so weit gekürzt ist, dass er mit seinem Ende auf die Stirnseite des
zurückgewebten Längsfadenendes trifft. Der zurückgewebte Längsfadenabschnitt wird
dabei so eingebunden, dass er die Gewebebindung des verkürzten Längsfadens bis zur
Gewebekante hin fortsetzt. Ein Teil der Schlaufen wird dabei so gebildet, dass jeweils
passende ungebundene Längsabschnitte der zurückgewebten Längsfäden ein gutes Stück
über die beiden Gewebekanten vorstehen, um Nahtschlaufen für eine Steckdrahtnahtverbindung
zu bilden. Hierzu sind die Nahtschlaufen der einen Gewebekante im Verhältnis zu denen
der anderen Gewebekante derart angeordnet, dass sie beim Zusammenführen der Gewebekanten
miteinander kämmend überlappen, so dass von ihnen ein Kanal zum Durchführen eines
Steckdrahtes gebildet wird. Der Steckdraht bildet dann die Kupplung der beiderseitigen
Gewebekanten, so dass eine endlose Maschinenbespannung erhalten wird.
[0015] Das erfindungsgemäße Trockensieb ermöglicht eine gleichmäßige, torsionsfreie Orientierung
der Nahtschlaufen, indem die durch das Verweben in die Gewebefäden eingeformten "Ondulationen"
beim Zurückfalten und Zurückweben jedes zweiten Längsfaden-Endes in den jeweils direkt
benachbarten ursprünglichen Webpfad des entsprechend zurückgeschnittenen Längsfadens
praktisch "formschlüssig" in die Gewebebindung eingreifen, ohne dass die Längsfäden
beim Zurücklegen auch noch um 180° verdreht werden müssten.
[0016] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung stellt eine Abkehr von der aus dem Stand der Technik
vorbekannten Lehre dar, gemäß welcher die Gewebe eine in Bezug auf die beiden Gewebeseiten
asymmetrische Bindung mit mehr Kontaktfläche und/oder Kontaktpunkten auf der Maschinenseite
sowie Kröpfungen über einzelne Querfäden aufweisen.
[0017] Bei den Längsfäden des Gewebes des erfindungsgemäßen Trockensiebs handelt es sich
insbesondere um Kettfäden und bei den Querfäden insbesondere um Schussfäden.
[0018] Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Trockensiebs zeichnet sich dadurch aus,
dass das Gewebe ausschließlich Längsfaden-Flottierungen über genau zwei benachbarte
Querfäden oder ausschließlich Längsfaden-Flottierungen über genau drei benachbarte
Querfäden oder ausschließlich Längsfaden-Flottierungen über genau vier benachbarte
Querfäden aufweist. Eine Flottierungs-Länge über zwei Querfäden ist dabei besonders
bevorzugt.
[0019] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass sich zwischen den Flottierungen
an der einen Gewebeseite und den jeweils hierzu benachbarten Flottierungen an der
anderen Gewebeseite jeder Längsfaden zwischen wenigstens einem, bevorzugt genau einem
Paar von übereinanderliegenden Querfäden erstreckt. Dann sind benachbarte Längsfaden-Flottierungen
an gegenüberliegenden Gewebeseiten jeweils um wenigstens einen, bevorzugt genau einen
Querfaden voneinander beabstandet und die Längsfäden werden von einer Flottierung
zur nächsten Flottierung an der anderen Gewebeseite jeweils durch ein Paar übereinanderliegender
Querfäden geführt.
[0020] Weiterhin kann die Anzahl der maschinenseitigen Querfäden zu der Anzahl der papierseitigen
Querfäden insbesondere 1:1 betragen.
[0021] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Gewebe genau zwei
Querfadenlagen und/oder genau eine Längsfadenlage aufweist, wobei sich die Kombination
aus genau zwei Querfadenlagen und genau einer Längsfadenlage als besonders geeignet
erwiesen hat.
[0022] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Trockensiebs
umfasst ein Geweberapport des Gewebes eine papierseitige Querfadenlage mit sechs nebeneinanderliegenden
Querfäden und eine maschinenseitige Querfadenlage mit sechs nebeneinanderliegenden
Querfäden sowie sechs nebeneinanderliegende Längsfäden. Dann bilden die Querfäden
der papierseitigen Querfadenlage mit den Querfäden der maschinenseitigen Querfadenlage
insbesondere Querfadenpaare mit zwei jeweils übereinanderliegenden Querfäden. Die
Einbindung mit jedem der Längsfaden ist dann bevorzugt derart, dass jeder Längsfaden
papierseitig zwei benachbarte Querfadenpaare in einer Flottierung übergreift, sich
dann zwischen einem darauffolgenden Querfadenpaar erstreckt, anschließend maschinenseitig
zwei benachbarte Querfadenpaare in einer Flottierung übergreift und schließlich zwischen
dem darauffolgenden Querfadenpaar verläuft. Nebeneinanderliegende Längsfäden eines
Geweberappports sind dann bevorzugt hinsichtlich ihres Verlaufs jeweils um mindestens
ein Querfadenpaar, insbesondere um mindestens zwei Querfadenpaare versetzt. Diese
Art der Bindung hat sich für das erfindungsgemäße Trockensieb als besonders geeignet
erwiesen.
[0023] Selbstverständlich können die maschinenseitigen und papierseitigen Längsfaden-Flottierungen
in dieser Ausgestaltung auch mehr als zwei nebeneinanderliegende Querfäden übergreifen.
Beispielsweise kann eine Bindekonfiguration vorgesehen sein, gemäß derer sich jede
Längsfaden-Flottierung über drei benachbarte Querfäden erstreckt, bevor der Längsfaden
zur anderen Gewebeseite geführt wird. Dann umfasst ein Geweberapport sowohl in der
papierseitigen als auch der maschinenseitigen Querfadenlage jeweils acht nebeneinanderliegende
Querfäden sowie acht nebeneinanderliegende Längsfäden, von denen benachbarte Längsfäden
hinsichtlich ihres Verlaufs bevorzugt um jeweils mindestens ein Querfadenpaar, insbesondere
um zwei Querfadenpaare versetzt zueinander sind. Auch Längsfaden-Flottierungen über
vier oder mehr Querfäden können vorgesehen sein, wobei sich die Anzahl von Querfäden
und Längsfäden eines Rapportes dann entsprechend erhöht.
[0024] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Trockensieb eine Gewebedicke
hat, wobei aus dem Kontaktflächenanteil, der Anzahl der Kontaktpunkte und der Gewebedicke
ein Fabric Fineness Index für die Papierseite (FFI-PS) und ein Fabric Fineness Index
für die Maschinenseite (FFI-MS) nach folgender Formel errechenbar ist:

und das Verhältnis des FFI-PS zum FFI-MS mindestens 1:0,9, insbesondere mindestens
1:0,95 beträgt oder das Verhältnis des FFI-MS zum FFI-PS mindestens 1:0,9, insbesondere
mindestens 1:0,95 beträgt.
[0025] Als besonders geeignet hat sich erwiesen, wenn sich die Papierseite und die Maschinenseite
durch einen Kontaktflächenanteil im Bereich von 38 % bis 41 % auszeichnen.
[0026] Was die Gewebedicke angeht, kann diese insbesondere im Bereich von 1,0 bis 1,8 mm,
bevorzugt im Bereich von 1,3 mm bis 1,5 mm liegen.
[0027] Die Querschnitte der Gewebefäden können darüber hinaus symmetrisch oder asymmetrisch
und/oder kreisförmig, oval, polygonal insbesondere rechteckig sein.
[0028] Für den Fall eines rechteckigen Querschnitts liegt, was die Querfäden angeht, eine
der beiden Kantenlänge bevorzugt im Bereich von 0,3 mm bis 0,4 mm und die andere Kantenlänge
bevorzugt im Bereich von 0,6 mm bis 0,7 mm. Beispielsweise kann in bevorzugter Ausgestaltung
vorgesehen sein, dass eine Kantenlänge 0,66 mm und eine Kantenlänge 0,33 mm beträgt.
[0029] Bei rechteckigem Querschnitt der Querfäden ist zweckmäßiger Weise die Orientierung
derart, dass die längere Seite parallel zu der Papier- und Maschinenseite orientiert
ist und die kürzere Seite orthogonal zu diesen.
[0030] Als Material für die Gewebefäden haben sich Polymermaterialien bewährt. Hierfür kommen
insbesondere in Frage PPS (Polyphenylensulfid), PET (Polyethylenterephthalat) oder
PEEK (Polyetheretherketon), wobei auch Mischungen davon brauchbar sind. Außerdem können
Gewebefäden unterschiedlicher Materialien verwendet werden, und es können in solchen
Fällen auch Materialien verwendet werden, die von den vorgenannten Polymermaterialen
abweichen.
[0031] Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Trockenpartie einer Papiermaschine mit einer
Mehrzahl von beheizten Trockenzylindern und zumindest einem darüber geführten Trockensieb.
Erfindungsgemäß wird dabei das vorbeschriebene Trockensieb eingesetzt, und zwar derart,
dass die Papierbahn bestimmungsgemäß mit der Papierseite des Trockensiebes in Kontakt
kommt.
[0032] Schließlich ist ein Gegenstand der Erfindung die Verwendung des erfindungsgemäßen
Trockensiebes in der Trockenpartie einer Papiermaschine in der Weise, dass eine durch
die Trockenpartie geführte Papierbahn in Kontakt mit der Papierseite des Trockensiebes
kommt.
[0033] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher veranschaulicht
Es zeigen:
Fig. 1 bis 6 in schematischer Darstellung Längsschnitte durch eine Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Trockensiebes, beschränkt auf einen Geweberapport und unter
Darstellung der sechs nebeneinanderliegenden Kettfäden des Geweberapportes;
Fig. 7 bis 12 in schematischer Darstellung Querschnitte durch das Trockensieb gemäß
den Fig. 1 bis 6, beschränkt auf denselben Geweberapport und unter Darstellung der
sechs nebeneinanderliegenden Paare von jeweils zwei übereinanderliegenden Schussfäden
dieses Geweberapports;
Fig. 13 eine Laser-Scan-Darstellung der Kontaktpunkte und deren Kontaktflächen eines
Ausschnitts der Papierseite des Trockensiebs gemäß den Figuren 1 bis 6 entsprechend
des Abschnitts C11, Seite 4 des oben genannten Dokumentes "Approved Standard Measuring
Methods" der PCA; und
Fig. 14 eine entsprechende Laser-Scan-Darstellung der Kontaktpunkte und deren Kontaktflächen
eines Ausschnitts der Maschinenseite des Trockensiebs gemäß den Figuren 1 bis 6.
[0034] Die Figuren 1 bis 12 zeigen den Ausschnitt einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Trockensiebes unter vollständiger Darstellung eines Geweberapportes 1 dieses Trockensiebes,
wobei die in den Figuren nach oben weisende Seite die Papierseite und die in den Figuren
nach unten weisende Seite die Maschinenseite bildet. Dabei zeigen die Figuren 1 bis
6 Längsschnitte durch den Geweberapport 1, aus denen sich der Verlauf der sechs nebeneinanderliegenden
Kettfäden 2 bis 7 ergibt, die den Kettrapport bilden. Die Figuren 7 bis 12 zeigen
ferner Querschnitte durch den Geweberapport 1.
[0035] Wie man den Figuren entnehmen kann, weist das Trockensieb zwei Schussfadenlagen 8,
9, konkret eine papierseitige Schussfadenlage 8 und eine maschinenseitige Schussfadenlage
9 auf. Dabei umfasst die papierseitige Schussfadenlage 8 sechs Schussfäden 10 bis
15 und die maschinenseitige Schussfadenlage 9 ebenfalls sechs Schussfäden 16 bis 21
pro Geweberapport 1. Die Schussfäden 10 bis 15 der papierseitigen Schussfadenlage
8 bilden dabei mit den Schussfäden 16 bis 21 der maschinenseitigen Schussfadenlage
9 Schussfadenpaare mit zwei jeweils übereinander liegenden Schussfäden 10, 16 (Fig.
1 bis 6 sowie Fig. 7) bzw. 11, 17 (Fig. 1 bis 6 sowie Fig. 8) bzw. 12, 18 (Fig. 1
bis 6 sowie Fig. 9) bzw. 13, 19 (Fig. 1 bis 6 sowie Fig. 10) bzw. 14, 20 (Fig. 1 bis
6 sowie Fig. 11) bzw. 15, 21 (Fig. 1 bis 6 sowie Fig. 12). Das Verhältnis der Anzahl
der Schussfäden 10 bis 15 der papierseitigen Schussfadenlage 8 zu der Anzahl der Schussfäden
16 bis 21 der maschinenseitigen Schussfadenlage 9 beträgt entsprechend 1 : 1.
[0036] Der in Figur 1 dargestellte Kettfaden 2 verläuft - von links nach rechts gesehen
- zunächst papierseitig über zwei benachbarten Schussfadenpaare, die aus den übereinanderliegenden
Schussfäden 10, 16 sowie 11, 17 bestehen, dann zwischen den übereinanderliegenden
Schussfäden 12, 18, des in Längsrichtung nächstkommenden Schussfadenpaares, danach
maschinenseitig unter den beiden Schussfadenpaaren bestehend aus den Schussfäden 13,
19 und 14, 20 und dann zwischen den beiden Schussfäden 15, 21 des letzten Schussfadenpaares.
Anschließend wiederholt sich der Verlauf im nächsten, hier nicht dargestellten Geweberapport.
[0037] Die nebeneinanderliegenden Kettfäden 3 bis 7 (Figuren 2 bis 6) haben denselben Verlauf
wie der Kettfaden 2, sind jedoch hinsichtlich ihres Verlaufs, wie den Figuren im Vergleich
entnommen werden kann, jeweils um eine definierte Anzahl der Schussfadenpaare nach
rechts, also in Längsrichtung versetzt, und zwar sind die Kettfäden 3, 4, 6 und 7
um jeweils zwei Schussfadenpaare, der Kettfaden 5 um 3 Schussfadenpaare in Bezug auf
den jeweils vorhergehenden Kettfaden versetzt.
[0038] Die Struktur und somit das Warenbild des Trockensiebes ist entsprechend auf beiden
Gewebeseiten gleich.
[0039] Für jeden Kettfaden 2 bis 7 gilt, dass sich die Kettflottierungen an der Papier-
und der Maschinenseite abwechseln. Eine Flottierung eines Kettfadens an der Papierseite
zwischen zwei benachbarten Flottierungen des Kettfadens an der Maschinenseite und
umgekehrt.
[0040] Zwischen zwei benachbarten Kettflottierungen an gegenüberliegenden Gewebeseiten liegt
ferner jeweils ein Schussfaden, das heißt, die Kettflottierungen sind in Längsrichtung
jeweils um einen Schussfaden voneinander beabstandet.
[0041] Wie ebenfalls erkennbar, weisen alle Kettflottierungen des Trockensiebes die gleiche
Länge auf, konkret gilt für alle Kettflottierungen sowohl an der Papierals auch der
Maschinenseite, dass sie sich über genau zwei nebeneinanderliegende Schussfäden erstrecken.
[0042] Die Schussfäden 10 bis 15 sowie 16 bis 21 zeichnen sich weiterhin durch einen rechteckigen
Querschnitt aus, wobei die Querschnittsfläche sämtlicher Schussfäden 10 bis 15 und
16 bis 21 gleich groß ist. Konkret zeichnen sich alle Schussfäden 10 bis 15 und 16
bis 21 durch Kantenlängen von 0,33 mm und 0,66 mm aus.
[0043] Die Figur 7 bildet mit ihren weißen Bereichen die papierseitigen Kontaktflächen -
in Figur 7 beispielhaft mit 22 bezeichnet - ab. In gleicher Weise bildet die Figur
8 mit ihren weißen Bereichen die maschinenseitigen Kontaktflächen ab, die in der Figur
8 beispielhaft mit 23 bezeichnet sind. Es ist zu erkennen, dass die Anzahl der Kontaktflächen
22 auf der Papierseite und die Anzahl der Kontaktflächen 23 auf der Maschinenseite
zumindest in etwa gleich ist.
[0044] Konkret beträgt der Kontaktflächenanteil auf der Papierseite 39,67 % und auf der
Maschinenseite 38,25 %. Der FFI-Wert auf der Papierseite beträgt ferner 1724 und auf
der Maschinenseite 1685. Das Verhältnis des FFI-PS zum FFI-MS beläuft sich bei der
dargestellten Ausführungsform somit auf 1 : 0,98.
[0045] Die in Bezug auf die beiden Gewebeseiten gleiche Gewebekonstruktion bedingt zum einen
eine erhöhte Anzahl von Kontaktpunkten und/oder eine vergrößerte Kontaktfläche und
damit einen hohen FFI-Wert auf beiden Gewebeseiten, so dass gleichzeitig eine hohe
Kontaktfläche für die Papierbahn vorliegt und ein hohes Abriebvolumen an der Maschinenseite
zur Verfügung steht.
[0046] Darüber hinaus wird eine ideale Orientierung der für eine Endloskonfiguration des
Trockensiebes erforderlichen Nahtschlaufen möglich. Es kann eine gleichmäßige, torsionsfreie
Orientierung der Nahtschlaufen erhalten werden, indem die durch das Verweben in die
Gewebefäden eingeformten "Ondulationen" bei Zurückfalten und Zurückweben jedes zweiten
Längsfaden-Endes in den jeweils direkt benachbarten ursprünglichen Webpfad des entsprechend
zurückgeschnittenen Längsfadens praktisch "formschlüssig" in die Gewebebindung eingreifen,
ohne dass die Längsfäden beim Zurücklegen auch noch um 180° verdreht werden müssen.
1. Trockensieb, geeignet zur Verwendung in der Trockenpartie einer Papiermaschine, mit
einer für die Auflage einer Papierbahn bestimmten Papierseite und einer von der Papierseite
abgewandten Maschinenseite, wobei das Trockensieb ein Gewebe aus Längs- (2-7) und
Querfäden (10-21), welches mindestens zwei übereinanderliegende Querfadenlagen umfasst,
hat oder daraus besteht, wobei die Längsfäden die Querfäden in papier- und maschinenseitigen
Flottierungen, die sich an der Papier- und der Maschinenseite abwechseln, einbinden,
und das Gewebe sowohl an der Papier- als auch an der Maschinenseite ausschließlich
Längsfaden-Flottierungen aufweist, die jeweils mindestens zwei benachbarte Querfäden
übergreifen, und alle Längsfaden-Flottierungen die gleiche Anzahl von Querfäden übergreifen,
und wobei die Papier- und Maschinenseite jeweils von den Gewebefäden (2-21) gebildete
Kontaktpunkte aufweisen, die jeweils eine Kontaktfläche haben, und sich die Kontaktflächen
der Kontaktpunkte auf der Papierseite und auf der Maschinenseite jeweils zu einer
Gesamtkontaktfläche mit einem prozentualen Kontaktflächenanteil an der Gesamtfläche
der Papierseite bzw. Maschinenseite summieren, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Papierseite und die Maschinenseite durch einen Kontaktflächenanteil im Bereich
von 35 % bis 45 % auszeichnen.
2. Trockensieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsfäden Kettfäden (2-7) und die Querfäden Schussfäden (10-21) sind.
3. Trockensieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe ausschließlich Längsfaden-Flottierungen über genau zwei benachbarte Querfäden
(10-21) oder ausschließlich Längsfaden-Flottierungen über genau drei benachbarte Querfäden
(10-21) oder ausschließlich Längsfaden-Flottierungen über genau vier benachbarte Querfäden
(10-21) aufweist.
4. Trockensieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen den Flottierungen an der einen Gewebeseite und den jeweils hierzu benachbarten
Flottierung an der anderen Gewebeseite jeder Längsfaden (2-7) zwischen wenigstens
einem, bevorzugt genau einem Paar von übereinanderliegenden Querfäden (10-21) erstreckt.
5. Trockensieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der maschinenseitigen Querfäden (16-21) zu der Anzahl der papierseitigen
Querfäden (10-15) 1:1 beträgt.
6. Trockensieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe genau zwei Querfadenlagen (8, 9) und/oder genau eine Längsfadenlage aufweist.
7. Trockensieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Geweberapport (1) des Gewebes eine papierseitige Querfadenlage (8) mit sechs
nebeneinanderliegenden Querfäden (10-15) und eine maschinenseitige Querfadenlage (9)
mit sechs nebeneinanderliegenden Querfäden (16-21) sowie sechs nebeneinanderliegende
Längsfäden (2-7) umfasst, wobei die Querfäden (10-15) der papierseitigen Querfadenlage
(8) mit den Querfäden (16-21) der maschinenseitigen Querfadenlage (9) Querfadenpaare
mit zwei jeweils übereinanderliegenden Querfäden (10-21) bilden, und die Einbindung
mit jedem der Längsfäden (2-7) derart ist, dass jeder Längsfaden (2-7) papierseitig
zwei benachbarte Querfadenpaare in einer Flottierung übergreift, sich dann zwischen
einem darauffolgenden Querfadenpaar erstreckt, anschließend maschinenseitig zwei benachbarte
Querfadenpaare in einer Flottierung übergreift und schließlich zwischen dem darauffolgenden
Querfadenpaar verläuft, wobei nebeneinanderliegende Längsfäden (2-7) des Geweberappports
(1) hinsichtlich ihres Verlaufs jeweils um mindestens ein Querfadenpaar, insbesondere
um mindestens zwei Querfadenpaare versetzt sind.
8. Trockensieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Trockensieb eine Gewebedicke hat, wobei aus dem Kontaktflächenanteil, der Anzahl
der Kontaktpunkte und der Gewebedicke ein Fabric Fineness Index für die Papierseite
(FFI-PS) und ein Fabric Fineness Index für die Maschinenseite (FFI-MS) nach folgender
Formel errechenbar ist:

und das Verhältnis des FFI-PS zum FFI-MS mindestens 1:0,9, insbesondere mindestens
1:0,95 beträgt oder das Verhältnis des FFI-MS zum FFI-PS mindestens 1:0,9, insbesondere
mindestens 1:0,95 beträgt.
9. Trockensieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Papierseite und die Maschinenseite durch einen Kontaktflächenanteil im Bereich
von 38 % bis 41 % auszeichnen.
10. Trockensieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebedicke im Bereich von 1,0 mm bis 1,8 mm, bevorzugt im Bereich von 1,3 mm
bis 1,5 mm liegt.
11. Trockensieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnitte der Gewebefäden (2-21) symmetrisch oder asymmetrisch sind und/oder
kreisförmig, oval, polygonal, insbesondere rechteckig sind.
12. Trockensieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnitte der Querfäden (10-21) rechteckig sind und eine der beiden Kantenlängen
bevorzugt im Bereich von 0,3 mm bis 0,4 mm und die andere der beiden Kantenlänge bevorzugt
im Bereich von 0,6 mm bis 0,7 mm liegt.
13. Trockensieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebefäden (2-21) aus Polymermaterialien bestehen, insbesondere aus PPS, PET
und/oder PEEK.
14. Trockenpartie einer Papiermaschine mit einer Mehrzahl von beheizten Trockenzylindern
und zumindest einem darüber geführten Trockensieb, dadurch gekennzeichnet, dass das Trockensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgebildet ist.
15. Verwendung eines Trockensiebes nach einem der Ansprüche 1 bis 13 in der Trockenpartie
einer Papiermaschine in der Weise, dass eine durch die Trockenpartie geführte Papierbahn
in Kontakt mit der Papierseite des Trockensiebes kommt.
1. Dryer fabric that is suitable for being used in the dryer section of a paper machine,
having a paper side for placing a paper web thereon and a machine side that is facing
away from the paper side, wherein the dryer fabric has or consists of a fabric of
longitudinal threads (2-7) and transverse threads (10-21) that comprises at least
two transverse thread layers that are placed on top of each other, wherein the longitudinal
threads bind the transverse threads in paper side and machine side floats that alternate
at the paper side and the machine side, and the fabric has only longitudinal thread
floats on the paper side as well as on the machine side, with the longitudinal thread
floats respectively running across at least two adjacent transverse threads, and all
longitudinal thread floats running across the same number of transverse threads, and
wherein the paper side and the machine side respectively have contact points that
are formed by the fabric threads (2-21), which respectively have a contact surface,
and the contact surfaces of the contact points on the paper side and the machine side
respectively add up to a total contact surface with a contact surface portion percentage
in the total surface of the paper side or the machine side characterized in that the paper side and the machine side are characterized by a contact surface portion in the range of 35% to 45%.
2. Dryer fabric according to claim 1, characterized in that the longitudinal threads are warp threads (2-7) and the transverse threads are weft
threads (10-21).
3. Dryer fabric according to claim 1 or 2, characterized in that the fabric has only longitudinal thread floats across exactly two adjacent transverse
threads (10-21), or only longitudinal thread floats across exactly three adjacent
transverse threads (10-21), or only longitudinal thread floats across exactly four
adjacent transverse threads (10-21).
4. Dryer fabric according to any of the preceding claims, characterized in that each longitudinal thread (2-7) extends between at least one, preferably exactly one,
pair of transverse threads (10-21) that are placed on top of each other between the
floats at the one fabric side and the floats that are respectively adjacent to the
same at the other fabric side.
5. Dryer fabric according to any of the preceding claims, characterized in that the relation of the number of machine- side transverse threads (16-21) to the number
of paper- side transverse threads (10-15) is 1:1.
6. Dryer fabric according to any of the preceding claims, characterized in that the fabric has exactly two transverse thread layers (8, 9) and/or exactly one longitudinal
thread layer.
7. Dryer fabric according to any of the preceding claims, characterized in that a repeating weave pattern (1) of the fabric comprises a paper side transverse thread
layer (8) with six adjacent transverse threads (10-15) and a machine side longitudinal
thread layer (9) with six adjacent transverse threads (16-21) as well as six adjacent
longitudinal threads (2-7), wherein, together with the transverse threads (16-21)
of the machine side transverse thread layer (9), the transverse threads (10-15) of
the paper side transverse thread layer (8) form pairs of transverse threads with respectively
two transverse threads (10-21) that are placed on top of each other, and the binding
with each of the longitudinal threads (2-7) is such that, on the paper side, each
longitudinal thread (2-7) runs across two adjacent pairs of transverse threads in
a float, then extends between a subsequent pair of transverse threads, subsequently
runs across two adjacent transverse thread pairs in a float on the machine side, and
finally extends between the subsequent pair of transverse threads, wherein adjacent
longitudinal threads (2-7) of the repeating weave pattern (1) are respectively offset
regarding their course by at least one pair of transverse threads, in particular by
at least two pairs of transverse threads.
8. Dryer fabric according to any of the preceding claims,
characterized in that the dryer fabric has a fabric thickness, wherein a fabric fineness index for the
paper side (FFI-PS) and a fabric fineness index for the machine side (FFI-MS) may
be calculated based on the contact surface portion percentage, the number of contact
points and the fabric thickness by using the following formula:

and the ratio of the FFI-PS to the FFI-MS is at least 1:0.9, in particular at least
1:0.95, or the ratio of the FFI-MS to the FFI-PS is at least 1:0.9, in particular
at least 1:0.95.
9. Dryer fabric according to any of the preceding claims, characterized in that the paper side and the machine side are characterized by a contact surface portion in the range of 38% to 41%.
10. Dryer fabric according to any of the preceding claims, characterized in that the fabric thickness is in the range of 1.0 mm to 1.8 mm, preferably in the range
of 1.3 mm to 1.5 mm.
11. Dryer fabric according to any of the preceding claims, characterized in that the cross sections of the fabric threads (2-21) are symmetrical or asymmetrical and/or
circular, oval, polygonal, in particular rectangular.
12. Dryer fabric according to any of the preceding claims, characterized in that the cross sections of the transverse threads (10-21) are rectangular and one of both
edge lengths being in the range of 0.3 mm to 0.4 mm and the other edge length being
in the range of 0.6 mm to 0.7 mm.
13. Dryer fabric according to any of the preceding claims, characterized in that the fabric threads (2-21) are made of polymer materials, in particular PPS, PET and/or
PEEK.
14. Drying section of a paper machine, having a plurality of heated drying cylinders and
at least one dryer fabric that is passed over the same, characterized in that the dryer fabric is embodied according of any one claims 1 to 13.
15. Use of a dryer fabric according to any of claims 1 to 13 in the dryer section of a
paper machine in such a manner that a paper web that is passed through the dryer section
comes into contact with the paper side of the dryer fabric.
1. Tamis de séchage approprié pour être utilisé dans la section de séchage d'une machine
à papier, avec un côté papier pour y placer une bande de papier et un côté machine
opposé au côté papier, le tamis de séchage comportant un tissu constitué de fils longitudinaux
(2-7) et transversaux (10-21) qui comprend au moins deux couches de fils transversaux
qui sont placées l'une sur l'autre, ou étant constitués par celui-ci, les fils longitudinaux
liant les fils transversaux dans des flottés côté papier et côté machine en alternance
au côté papier et au côté machine, et le tissu ne comporte que des flottés de fils
longitudinaux au côté papier ainsi qu'au côté machine, avec les flottés de fils longitudinaux
passant respectivement sur au moins deux fils transversaux adjacents, et tous les
flottés de fils longitudinaux passant sur le même nombre de fils transversaux, et
le côté papier et le côté machine ayant respectivement des points de contact qui sont
formés par les fils en tissu (2-21) qui ont respectivement une surface de contact,
et les surfaces de contact des points de contact du côté papier et du côté machine
s'additionnent respectivement en une surface de contact totale avec un pourcentage
de partie de surface de contact dans la surface totale du côté papier ou du côté machine,
caractérisé en ce que le côté papier et le côté machine sont caractérisés par une partie de surface de contact dans la région de 35% à 45%.
2. Tamis de séchage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les fils longitudinaux sont des fils de chaîne (2-7) et les fils transversaux sont
des fils de trame (10-21).
3. Tamis de séchage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le tissu a seulement des flottés de fils longitudinaux sur exactement deux fils transversaux
adjacents (10-21), ou seulement des flottés de fils longitudinaux sur exactement trois
fils transversaux adjacents (10-21), ou seulement des flottés de fils longitudinaux
sur exactement quatre fils transversaux adjacents (10-21).
4. Tamis de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, entre les flottés d'un côté du tissu et les flottés qui sont respectivement voisins
de l'autre côté du tissu, chaque fil longitudinal (2-7) s'étend entre au moins une
paire, de préférence exactement une paire de fils transversaux (10-21) qui sont placés
l'un sur l'autre.
5. Tamis de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le rapport entre le nombre de fils transversaux côté machine (16-21) et le nombre
de fils transversaux côté papier (10-15) est 1:1.
6. Tamis de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tissu présente exactement deux couches de fils transversaux (8, 9) et/ou exactement
une couche de fils longitudinaux.
7. Tamis de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un motif de tissage répétitif (1) du tissu comprend une couche de fils transversaux
côté papier (8) avec six fils transversaux adjacents (10-15) et une couche de fil
longitudinal côté machine (9) avec six fils transversaux adjacents (16-21), ainsi
que six fils longitudinaux adjacents (2-7), les fils transversaux (10-15) de la couche
de fils transversaux côté papier (8) avec les fils transversaux (16-21) de la couche
de fils transversaux côté machine (9) formant des paires de fils transversaux avec
respectivement deux fils transversaux (10-21) qui sont placés les uns sur les autres,
et la liaison avec chacun des fils longitudinaux (2-7) est telle que, du côté du papier,
chaque fil longitudinal (2-7) traverse deux paires adjacentes de fils transversaux
dans une flotté, s'étend ensuite entre une paire suivante de fils transversaux, s'étend
ensuite entre deux paires adjacentes de fils transversaux dans une flotté du côté
machine, et s'étend finalement entre la paire suivante de fils transversaux, des fils
longitudinaux adjacents (2-7) du motif de tissage répétitif (1) étant respectivement
décalés en fonction de leur course par au moins une paire de fils transversaux, en
particulier par au moins deux paires de fils transversaux.
8. Tamis de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tamis de séchage a une épaisseur de tissu, un indice de finesse de tissu pour
le côté papier (FFI-PS) et un indice de finesse de tissu pour le côté machine (FFI-MS)
pouvant être calculés en utilisant la formule suivante en utilisant le pourcentage
de la partie surface de contact, le nombre de points de contact et l'épaisseur du
tissu :

et le rapport du FFI-PS au FFI-MS est d'au moins 1:0,9, en particulier d'au moins
1:0,95, ou le rapport du FFI-MS au FFI-PS est d'au moins 1:0,9, en particulier d'au
moins 1:0,95.
9. Tamis de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le côté papier et le côté machine sont caractérisés par une partie de surface de contact dans la région de 38% à 41%.
10. Tamis séchant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'épaisseur du tissu est comprise entre 1,0 mm et 1,8 mm, de préférence entre 1,3
mm et 1,5 mm.
11. Tamis de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les sections transversales des fils de tissu (2-21) sont symétriques ou asymétriques
et/ou circulaires, ovales, polygonales, en particulier rectangulaires.
12. Tamis de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les sections transversales des fils transversaux (10-21) sont rectangulaires et l'une
des deux longueurs de bord est comprise entre 0,3 mm et 0,4 mm et l'autre longueur
de bord est comprise entre 0,6 mm et 0,7 mm.
13. Tamis de séchage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les fils de tissu (2-21) sont réalisés en matériaux polymères, en particulier en
PPS, PET et/ou PEEK.
14. Section de séchage d'une machine à papier, comprenant plusieurs cylindres de séchage
chauffés et au moins un tamis de séchage qui est passé sur celui-ci, caractérisée en ce que le tamis de séchage est réalisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13.
15. Utilisation d'un tamis de séchage selon l'une quelconque des revendications 1 à 13
dans la section de séchage d'une machine à papier de telle manière qu'une bande de
papier qui passe à travers la section de séchage entre en contact avec le côté papier
du tissu de séchage.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- PCA Standard Classification, 2009, 3A- [0005]
- Approved Standard Measuring Methods, 2013, [0006]