Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Einschubmodul zum Versetzen in einer Tunnelauskleidung
eines Verkehrstunnels, gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zum Einbau
des Einschubmoduls gemäss Oberbegriff des Anspruchs 11.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Fluchttüren bekannt, welche die Röhre eines Verkehrstunnels
von Fluchtwegen abtrennen. Die Abtrennung ist insofern von Bedeutung, da in den Fluchtwegen
bei Normalbetrieb ein Luftüberdruck von ca. 50 bis 80 Pa vorhanden ist. Im Ereignisfall,
beispielsweise bei einem Tunnelbrand, kann der Luftüberdruck in dem Fluchtweg auf
450 bis 1000Pa erhöht werden, um den Fluchtweg im Brandfall rauchfrei halten zu können.
[0003] Als Fluchttüren werden bevorzugt Schiebetüren eingesetzt, da der Überdruck im Ereignisfall
quer zur Öffnungsrichtung wirkt. Die Fluchttüren müssen im Tunnel an dem vorgesehenen
Durchbruch eines Tübbings eingebaut werden. Ferner muss die technische Abnahme der
Fluchttür in dem Tunnel vorgenommen werden. Da in einem Verkehrstunnel erschwerende
Verhältnisse vorherrschen, welche die Lichtverhältnisse, die Zufahrtswege, die Temperatur
usw. betreffen, ist es äusserst aufwendig eine Fluchttür in einem Verkehrstunnel einzubauen
und deren Funktion abzunehmen.
[0004] In der
EP 2 336 490 A1 ist ein vorgefertigter Baukörper zur Anordnung in einem Fluchttunnel für Fussgänger
offenbart. Der Fluchttunnel verbindet die beiden richtungsgebundenen Röhren eines
Strassentunnels. Der Baukörper umfasst eine Kammer und eine Eingangs- und eine Ausgangstür.
In der Kammer können elektrische Apparate gelagert sein. Oberhalb der Kammer ist ein
Ventilator angeordnet. Durch die Kammer begründet besitzt der Baukörper eine relativ
grosse Dicke im Verhältnis zu seiner Höhe und Breite, wobei das Verhältnis der Dicke
zur maximalen Höhe bei etwa 1 zu 3 liegt. Dementsprechend schwierig ist es den vorgefertigten
Baukörper in dem Fluchttunnel anzuordnen, da die Spaltmasse zwischen dem Fluchttunnel
und dem Baukörper aus Brandschutz- und Abdichtungsgründen gering sein müssen. Der
vorliegenden Dicke des Baukörpers ist es geschuldet, dass eine sehr hohe Präzision
beim Einbau des Baukörpers in den Fluchttunnel notwendig ist, damit der Baukörper
nicht in dem Fluchttunnel verklemmt. Wie der Baukörper in dem Fluchttunnel angeordnet
wird, ist in der
EP 2 336 490 A1 nicht ausgeführt.
[0005] In der
WO 2014/016443 A1 ist ein Bypass-Modul zur Installation in einem Fluchttunnel beschrieben. Der Fluchttunnel
verbindet die beiden Röhren eines Strassentunnels. Das Modul ist vorgefertigt und
vorverkabelt. Das Modul ist sehr ähnlich wie der oben beschriebene Baukörper aufgebaut.
Es weist ebenfalls einen Abstellraum auf, welcher von einer Eingangs- und einer Ausgangstür
flankiert ist. Das Modul lässt sich mit dem elektrischen Netz des Tunnels verbinden
und besitzt eine Verbindung zum Datennetzwerk des Tunnels. Ferner ist das Modul mit
einem Ventilator und einer Feuerschutzwand an seiner Aussenseite ausgestattet. Das
Modul besitzt eine ähnlich grosse Dicke wie der im letzten Absatz erwähnte Baukörper
und ist deshalb genauso aufwendig in dem Fluchttunnel zu installieren.
Aufgabe der Erfindung
[0006] Aus den Nachteilen des beschriebenen Stands der Technik resultiert die die vorliegende
Erfindung initiierende Aufgabe den Einbau eines Fluchttunnelabschlusses mit allen
notwendigen Funktionsmodulen, beispielsweise einer Fluchttür, in einen Verkehrstunnel
zu vereinfachen.
Beschreibung
[0007] Das Einschubmodul umfasst gemäss dem Stand der Technik ein vormontiertes Funktionselement.
Die Montage des Funktionselementes muss daher nicht unter widrigen Bedingungen in
dem Verkehrstunnel erfolgen, sondern erfolgt zuvor, beispielsweise am Ort der Herstellung
des Einschubmoduls. Dadurch lässt sich die Einbauzeit des Einschubmoduls in dem Verkehrstunnel
minimieren. Ferner lassen sich Montagefehler reduzieren oder vollständig vermeiden
und die Zuverlässigkeit des Moduls dementsprechend verbessern, da die Montage des
Funktionselements unter optimalen Montagebedingungen erfolgen kann, was die Beleuchtung,
das Klima, die Montagewerkzeuge usw. betrifft. Unter einem Funktionselement ist im
Rahmen dieser Patentanmeldung ein Ausrüstungsgegenstand für Verkehrstunnel gemeint,
welcher üblicherweise in dem Verkehrstunnel installiert und geprüft werden muss. Das
Funktionselement kann eine Tür, beispielsweise eine Fluchttür, eine Muffenkammertür,
eine Technikraumtür, eine Servicetür etc., ein Notrufsystem, eine Beleuchtung, ein
Informationssystem, eine Belüftungseinrichtung, eine Brandschutzklappe, ein Handlauf
usw. sein. Die Tunnelauskleidung ist bevorzugt ein Tübbing, kann jedoch nicht abschliessend
auch mit Ortbeton oder einem Mauerwerk erfolgen. Die Vertiefung, in welche das Einschubmodul
einsetzbar ist, ist in einem Tübbing oder in einer anderen Auskleidung eines Verkehrstunnels
gebildet und entsteht durch einen Verschneidung des Verkehrstunnels mit einem Querschlag.
Die Vertiefung ist also als das vordere Teil des Querschlages definiert, welches dem
Verkehrstunnel zugewandt ist.
[0008] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt bei einem Einschubmodul zum Versetzen in
einer Auskleidung eines Verkehrstunnels, dadurch, dass die Wand eine Wandscheibe ist,
wobei das Verhältnis der Dicke der Wandscheibe zu der maximalen Höhe der Wandscheibe
zwischen 1:10 und 1:20, bevorzugt zwischen 1:15 und 1:20 und besonders bevorzugt zwischen
1:18 und 1:20 ist. Gemäss dem beanspruchten Dickenverhältnis der Wandscheibe ist die
maximale Höhe um ein Vielfaches höher als die Dicke der Wandscheibe. Dies entspricht
der Definition einer Scheibe.
[0009] Durch die Scheibenform ist es möglich die Wandscheibe mit geringem Aufwand in die
Tunnelvertiefung einzusetzen. Die Wandscheibe wird schräg gestellt in die Vertiefung
eingefahren und entlang ihrer Unterkante aufgestellt, also in die Vertiefung hineingeklappt.
Dieses Aufstellen in die Vertiefung ist nur möglich, da sich die Wandscheibe durch
ihre geringe Dicke beim Aufstellen in der Vertiefung nicht verklemmt. Die Abmessungsunterschiede
zwischen dem Einschubmodul und der Vertiefung sind zwangsläufig gering, um eine möglichst
gute Abdichtung, insbesondere aus Brandschutzgründen, herstellen zu können. Das Aufstellen
der Wandscheibe in der Vertiefung ist mit einem viel geringeren Aufwand verbunden,
da die Gefahr einer Verklemmung der Wandscheibe viel geringer ist, als wenn das Einschubmodul
horizontal in die Vertiefung eingefahren wird.
[0010] Einschubmodule gemäss dem Stand der Technik können nicht in der Vertiefung aufgestellt
werden, da diese eine zu grosse Dicke besitzen und an der Vertiefung anstossen, bevor
sie vollständig in der Vertiefung aufgestellt sind. Einschubmodule mit einer grossen
Dicke müssen daher horizontal in die Vertiefung eingeschoben werden. Diese horizontale
Verschiebung muss jedoch mit grosser Präzision erfolgen, damit das Einschubmodul nicht
mit der Vertiefung während des Einschiebens verklemmt. Je grösser die Dicke des Einschubmoduls
ist, umso grösser ist die Gefahr eines Verklemmens. Dementsprechend hoch ist der Einbauaufwand
bei Einschubmodulen gemäss dem Stand der Technik.
[0011] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besitzt die Wandscheibe
eine kreisförmige oder kreissektorförmige Form. Da die Vertiefung bzw. der anschliessende
Querschlag durch die Herstellung mit einer Tunnelbohrmaschine im Querschnitt kreisförmig
oder kreissektorförmig ist, ist es bevorzugt, wenn auch die Wandscheibe eine solche
Form besitzt, um möglichst genau in die Vertiefung zu passen. Denkbar sind aber auch
andere Formen wie ein Trapez oder ein Quadrat, vorausgesetzt die Wandscheibe passt
durch Ihre Formgebung möglichst genau in die Vertiefung.
[0012] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Funktionselement
ausserhalb des Verkehrstunnels auf seine Funktion geprüft. Dadurch lässt sich die
Inbetriebnahmezeit im Verkehrstunnel minimieren. Auch ist die Qualität der Abnahme,
mit anderen Worten, dass eine Behörde die Funktion des Funktionselements bestätigt,
verbessert, da die Abnahme unter verbesserten Umgebungsbedingungen erfolgen kann.
[0013] Ferner ist der Einbau und die Inbetriebnahme des Einschubmoduls kostenoptimiert,
da das notwendige Fachpersonal in dem Verkehrstunnel nicht anwesend sein muss oder
nur verkürzt anwesend sein muss.
[0014] Zweckmässigerweise entsprechen die Aussenabmessungen der Wandscheibe unter Einhaltung
von vorgegebenen Toleranzen, bevorzugt kleiner +- 20 mm und besonders bevorzugt +-
10 mm, den Innenabmessungen der Vertiefung. Die Wandscheibe lässt sich passgenau in
die Vertiefung einsetzen. Da die Passtoleranzen niedrig sind, kann durch Anbringen
einer Brandschutzdichtung der Übergang zwischen der Wand und der Vertiefung zuverlässig
gasdicht gemacht werden.
[0015] Diese Form der Wandscheibe, bevorzugt eine kreisförmige oder kreissegmentförmige
Form, ist durch die Innenabmessungen der Vertiefung vorgegeben. Handelt es sich bei
der Vertiefung um den Beginn eines Fluchtganges, so ist dieser im Querschnitt kreisrund
und besitzt einen horizontalen Boden. Deshalb hat der freie Querschnitt des Fluchtgangs
bzw. der Vertiefung die Form eines Kreissegments.
[0016] Zweckmässigerweise ist die Wandscheibe aus Beton oder Metall hergestellt, da diese
Materialien allen Materialeigenschaften haben, um die Anforderungen zu erfüllen, welche
in einem Verkehrstunnel vorhanden sein müssen. Insbesondere die statischen und brandschutztechnischen
Anforderungen können von Beton und Metall erfüllt werden.
[0017] Dadurch, dass die Wandscheibe durch einen Betonguss in eine Schalung vorzugsweise
aus Metall hergestellt ist, können hohe Anforderungen an die Passgenauigkeit erfüllt
werden. Ein Spaltmass von 10 mm zwischen der Vertiefung und der Wandscheibe ist daher
realisierbar.
[0018] Zweckmässigerweise ist an der Wandscheibe ein Durchgang vorgesehen, wobei zwischen
der unteren Kante der Wandscheibe und dem Durchgang eine Stufe ausgebildet ist. Der
Durchgang dient als Verbindung von dem Verkehrstunnel zu dem Fluchtgang. Dadurch,
dass eine Stufe ausgebildet ist, lässt sich vor dem Funktionsmodul auf der Seite des
Verkehrstunnels eine Bodenplatte auf der Vertiefung vergiessen. Dadurch wird der Durchgang
barrierefrei und das Funktionsmodul wird unlösbar in der Vertiefung fixiert.
[0019] Die Erfindung zeichnet sich bevorzugt dadurch aus, dass das Funktionsmodul eine Fluchttür
ist. Die arbeitsintensive und schwierige Installation einer Fluchttür muss nicht mehr
in situ erfolgen, sondern kann bereits im Herstellwerk erfolgen. Ferner kann die Abnahme
der Fluchttür, welche die einwandfrei Funktion der Fluchttür bescheinigt, ebenfalls
ausserhalb des Verkehrstunnels erfolgen. Zum Einbauort kann ein fertig montiertes
und geprüftes System einer Fluchttüre angeliefert werden, welches in kurzer Zeit montiert
werden kann.
[0020] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Fluchttür und
deren mechanisches, elektrisches, pneumatisches und/oder hydraulisches Zubehör an
der Wandscheibe vormontiert ist, wodurch die Fluchttür funktionsfertig an der Wandscheibe
angeordnet ist. Beispielsweise kann auch ein Kompressor zur Drucklufterzeugung an
der Wandscheibe vormontiert werden. Bei dem erfindungsgemässen Funktionsmodul können
alle Montageschritte, welche nicht zwingend in dem Verkehrstunnel vorgenommen werden
müssen, an einem besser geeigneten Ort, beispielsweise im Produktionsbetrieb der Wandscheibe,
durchgeführt werden. Denkbar ist es auch das Funktionsmodul, insbesondere die Montage
der Fluchttür, in Fliessbandproduktion zu fertigen bzw. umzusetzen.
[0021] Als zweckdienlich hat es sich erwiesen, wenn die Fluchttür eine Schiebetüre ist.
Die Schiebetür besitzt einen geringen Platzbedarf und die Öffnungskräfte sind von
unterschiedlichen Luftdrücken im Bereich des Verkehrstunnels und des Fluchtgangs nahezu
unabhängig. Die Erfindung ist aber auch für den Einbau anderer Türtypen geeignet.
[0022] Die Erfindung zeichnet sich auch bevorzugt dadurch aus, dass an dem Einschubmodul
eine mechanische und/oder elektrische Schnittstelle vorgesehen ist, mit welcher das
Funktionselement mit der zum Betrieb notwendigen Versorgungs-, Steuerungs- und Überwachungseinrichtungen
verbindbar ist. Das Vorsehen einer Schnittstelle ermöglicht eine rasche Verbindung
mit der Energieversorgung und dem Überwachungssystem des Verkehrstunnels. Denkbar
ist es, dass die Schnittstelle eine Kupplungssystem bzw. ein Stecker-Buchsensystem
ist, welches die Horizontalverschiebung des Funktionsmoduls ausnutzt, um ein an dem
Funktionsmodul vorgesehenes Kupplungsteil mit einem an der Vertiefung vorgesehenem
Kupplungsteil zu verbinden. Denkbar wäre es auch das Kupplungssystem zu standardisieren,
sodass unabhängig vom Funktionselement immer die gleichen Kupplungsteile verwendbar
sind.
[0023] Zweckmässigerweise ist an der unteren Kante der Wandscheibe ein Sims ausgebildet.
Der Sims kann eine Führungsschiene der Schiebetür aufnehmen und kann als Anschlag
des Funktionselements an der Stufe des Durchgangs dienen.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung entspricht die Tiefe
des Simses der maximalen Tiefe des Funktionselements. Dadurch besitzt das Einschubmodul
mehrere Anschlagflächen mit welchen es am Grund der Vertiefung aufliegt. Das Einschubmodul
ist daher selbstjustierend und ist vertikal ausgerichtet wenn es in die Vertiefung
eingesetzt ist.
[0025] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbau des oben beschriebenen
Einschubmoduls. Das Einbauverfahren umfasst die folgenden Arbeitsschritte:
- Herstellen des Einschubmoduls mit Aussenabmessungen, welche den Toleranzvorgaben aus
einer vorangegangenen präzisen Vermessung des Querschlages entsprechen, um passgenau
in die Vertiefung eigeschoben werden zu können,
- Vollständige Montage und Funktionsprüfung des Funktionselements an dem Einschubmodul
ausserhalb des Verkehrstunnels, bevorzugt in einer Montagewerkstatt,
- Einsetzen des mit dem Funktionselement fertig montierte Einschubmodul in dem Verkehrstunnel
in die Vertiefung und
- gegebenenfalls Verbindung der Schnittstelle mit den zum Betrieb und zur Überwachung
des Funktionselementes vorgesehenen Versorgungseinrichtungen Einsetzen des Einschubmoduls
in die Vertiefung, indem das Einschubmodul auf einer rechtwinkelig zur Vertiefung
verschiebbaren Einsetzvorrichtung von der Auskleidung weg schräg gestellt wird,
Einfahren in dieser Schrägstellung mit der Einsetzvorrichtung in die Vertiefung in
eine erste Position, sodass sich die untere Kante des Einschubmoduls vollständig in
der Vertiefung befindet und
Aufstellen des Einschubmoduls in der Vertiefung mit der Einsetzvorrichtung in eine
zweite vertikale Position, welche zweite Position der Endposition des Einschubmoduls
in der Vertiefung entspricht.
[0026] Das Einbauverfahren ermöglicht es, dass die Einbau- und Prüfungszeit an Ort und Stelle
in dem Verkehrstunnel möglichst kurz gehalten ist und die dortigen Arbeitsschritte
möglichst einfach gehalten sind. Schwierige und zeitintensive Arbeitsschritte können
ausserhalb des Verkehrstunnels vorgenommen werden. Dementsprechend kurz ist die Montage-
und Inbetriebnahmezeit in dem Verkehrstunnel. Wie bereits weiter oben ausgeführt,
kann das Einschubmodul in einer schrägen von der Vertiefung weggeklappten Position
mit der Einsatzvorrichtung in die Vertiefung eingeschoben werden. Dadurch bleibt der
grösste Teil der Aussenkanten des Einschubmoduls während des Einschiebens ausserhalb
der Vertiefung. Dadurch besteht keine Gefahr, dass die Aussenkanten mit der Vertiefung
beim Einschieben verkanten. Erst wenn die Unterkante des Einschubmoduls vollständig
in die Vertiefung eingefahren ist, wird das Einschubmodell in der Vertiefung in die
vertikale Position um die untere Kante aufgestellt bzw. aufgeklappt. Bei dieser Drehbewegung
ist die Gefahr einer Verkantung der Aussenkanten an der Vertiefung viel geringer als
beim horizontalen Einschieben des Einschubmoduls in die Vertiefung. Ein Einschieben
des Einschubmoduls gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren ist jedoch bei dem geringen
Unterschied zwischen den Aussenabmessungen des Einschubmoduls und den Innenabmessungen
der Vertiefung nur mit einem Einschubmodul mit geringer Dicke möglich. Einschubmodule
gemäss dem Stand der Technik mit einem Verhältnis der Dicke zur Höhe von ca. 1 zu
3 lassen sich nicht aufklappen, da die Vertiefung im Weg ist. Diese Einschubmodule
müssen daher mit höchster Präzision horizontal in die Vertiefung eingeschoben werden.
Durch die grosse Dicke führt jede Ungenauigkeit, welche von der Einschubrichtung,
rechtwinkelig zur Vertiefung, abweicht, zwangsläufig zu einem Verkanten des Einschubmoduls.
Durch die geringe Dicke des erfindungsgemässen Einschubmoduls und das erfindungsgemässe
Einbauverfahren sind die Genauigkeitsanforderungen beim Einbau und die Verkantungsgefahr
deutlich reduziert. Dadurch ist das Einbauverfahren im Vergleich zum Stand der Technik
wesentlich vereinfacht.
[0027] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Einschubmodul
in der ersten Position mit seiner unteren Kante in einer Bodenaussparung der Vertiefung
mit der Einsetzvorrichtung abgesenkt. Durch Vorsehen der Bodenaussparung lässt sich
das Einschubmodul mit wenig Aufwand in der Vertiefung in seiner zweiten Position fixieren.
Dazu ist die Bodenaussparung, welche eine Wanne ist, mit Beton zu befüllen. Dadurch
wird die untere Kante des Einschubmoduls und die Führungsschiene der Schiebetür in
der Vertiefung befestigt.
[0028] Bevorzugt wird nach dem Einsetzen des Einschubmoduls in die Vertiefung die Bodenaussparung
mit Beton ausgegossen sodass der Durchgang durch das Einschubmodul stufenlos ist.
Das Ausgiessen der Bodenaussparung ermöglicht einen stufenlosen Durchgang und die
Fixierung des Einschubmoduls und der Führungsschiene in seiner Endposition.
[0029] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Vertiefung mit
einem Lasermessgerät vermessen und mit den erhaltenen Messwerten eine Gussform erstellt,
wodurch die Toleranzen zwischen den Innenabmessungen der Vertiefung und den Aussenabmessungen
des Einschubmoduls um weniger als +- 20 mm und bevorzugt um weniger als +-10 mm voneinander
abweichen. Durch Erreichen dieser geringen Toleranzen, kann das Einschubmodul mit
geringem Aufwand gegenüber der Vertiefung abgedichtet werden. Die Erfindung ermöglicht
es, dass trotz dieser geringen Toleranzen das Einschubmodul mit geringem Aufwand in
die Vertiefung einschiebbar ist.
[0030] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Einschubmodul
mitsamt dem vormontierten Funktionselement schutzverpackt und die Schutzverpackung
wird kurz vor dem Versatz des Einschubmoduls in die Vertiefung oder kurz vor der Inbetriebnahme
des Funktionselementes im Verkehrstunnel entfernt. Das Einschubmodul kann als ein
fertig montiertes System schutzverpackt und an die Vertiefung des Tübbings angeliefert
werden. Das Einschubmodul kann solange wie möglich geschützt bleiben, was an einer
Tunnelbaustelle von Vorteil ist.
[0031] Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezugnahme auf die schematischen Darstellungen.
Es zeigen in nicht massstabsgetreuer Darstellung:
- Figur 1:
- eine axonometrische Ansicht eines Einschubmoduls in einer Ansicht von schräg vorne;
- Figur 2:
- eine axonometrische Ansicht des Einschubmoduls von schräg hinten mit einer vormontierten
Schiebetür;
- Figur 3:
- eine Vertiefung in einer Tunnelauskleidung zur Aufnahme des Einschubmoduls;
- Figur4:
- eine axonometrische Ansicht in welcher das Einschubmodul vor der Vertiefung dargestellt
ist;
- Figur 5:
- eine Ansicht bei der das Einschubmodul mitsamt der Schiebetür in der Vertiefung eingesetzt
ist,
- Figur 6:
- eine Ansicht bei der in der Vertiefung vor dem eingesetzten Einschubmodul eine horizontale
Vertiefung mit Beton ausgegossen ist und
- Figur 7:
- eine Ansicht bei der das Einschubmodul auf einer Einsetzvorrichtung schräg gestellt
ist, bevor es in die Vertiefung eingefahren wird.
[0032] In den Figuren 1, 2, 4, 5, 6 und 7 ist ein erfindungsgemässes Einschubmodul gezeigt,
welches gesamthaft mit dem Bezugszeichen 11 bezeichnet ist. In der Figur 3 ist eine
vertikale Vertiefung 13 gezeigt, welche in einem Tübbing 15 oder in einer anderen
Auskleidung eines Verkehrstunnels gebildet ist und durch einen Verschneidung mit einem
Querschlag 17 entsteht. Die Vertiefung 13 ist also als das vordere Teil des Querschlages
17 definiert, welches dem Verkehrstunnel zugewandt ist. Das Einschubmodul 11 lässt
sich in die Vertiefung 13 einsetzen.
[0033] Das Einschubmodul 11 ermöglicht es, dass das Einschubmodul 11 ein ausserhalb des
Verkehrstunnels vormontiertes Funktionselement umfasst, dessen Funktion ebenfalls
ausserhalb des Verkehrstunnels abgenommen werden kann. Diese Arbeitsschritte lassen
sich daher bei optimalen Montagebedingungen umsetzten. Im Verkehrstunnel, in welchem
naturgemäss widrige Montagebedingungen vorherrschen, muss lediglich das fertig montierte
Einschubmodul 11 in die Vertiefung 13 eingesetzt werden.
[0034] Das Einschubmodul 11 umfasst bevorzugt eine kreissektorförmige Wandscheibe 19. Diese
Form kommt deshalb zustande, da die vertikale Vertiefung 13 an einer Verschneidung
des Verkehrstunnels mit dem Querschlag 17 gebildet ist, welcher als Fluchtgang dient.
Das Einschubmodul 11 besitzt eine Scheibenform. D.h., dass das Verhältnis der Dicke
20 zur maximalen Höhe 22 des Einschubmoduls 11 gering ist. Das Verhältnis der Dicke
20 der Wandscheibe 19 zu der maximalen Höhe 22 der Wandscheibe 19 ist zwischen 1:10
und 1:20, bevorzugt zwischen 1:15 und 1:20 und besonders bevorzugt zwischen 1:18 und
1:20. Diese Dickenwahl ermöglicht es, dass die Wandscheibe 19 besonders einfach in
der Vertiefung 13 eingebaut werden kann. Das Einbauverfahren wird weiter unten beschrieben.
[0035] Da der Verkehrstunnel einen horizontalen Boden 21 aufweist, muss die Wandscheibe
19 die Form eines Kreissektors haben, um in die Vertiefung 13 zu passen. Die Aussenabmessungen
der Wandscheibe 19 sind an die Innenabmessungen der vertikalen Vertiefung 13 angepasst,
sodass sie die Toleranzvorgaben erfüllen. Die Wandscheibe 19 wird genauso wie Tübbings
als ein Betonguss, welcher in einer Metallschalung als Form ausgegossen wird, hergestellt.
Dementsprechend wird die Passgenauigkeit zwischen der Wandscheibe 19 und der vertikalen
Vertiefung 13 erreicht.
[0036] Bei dem Querschlag 17 kann es sich um einen Fluchtgang handeln. In diesem Fall ist
dieser zu verschliessen, um den Fluchtgang im Notfall vor Rauch, Feuer usw. zu schützen.
An der Wandscheibe 19 ist daher eine Fluchttür, insbesondere in Gestalt einer Schiebetür
23, vormontiert. Die Schiebetür 23 kann einen an der Wandscheibe 19 vorgesehenen Durchgang
25 verschliessen und freigeben. Die Schiebetür 23 wird mitsamt ihrer Laufschiene 27
und der Führungsschiene 29 an der Wandscheibe vormontiert. Bevorzugt wird die Montage
an einem Ort vorgenommen, an dem die Montagebedingungen möglichst optimal sind. Dies
kann beispielsweise der Herstellungsort der Wandscheibe 19 sein. Zusätzlich wird an
der Wandscheibe 19 die gesamte Versorgungsperipherie der Schiebetür 23 vorinstalliert.
Dazu zählen nicht abschliessend das mechanische, elektrische, pneumatische und hydraulische
Zubehör der Schiebetür 23, um diese betreiben und überwachen zu können. Gleichzeitig
wird die Funktion der Schiebetür 23 geprüft und abgenommen. Diese Arbeitsschritte
haben daher nicht mehr im Verkehrstunnel zu erfolgen, wie dies im Stand der Technik
üblich ist.
[0037] An der dem Fluchtgang 17 zugewandten Seite kann die Wandscheibe 19 an der unteren
Kante 31 ein Sims 33 ausgebildet haben. Das Sims 33 kann in der Gussform vorgesehen
sein und kann mitsamt der Wandscheibe 19 ausgegossen werden. Das Sims 33 dient als
Auflage für die Führungsschiene 29, welche in dem Sims 33 versenkt sein kann. Es ist
jedoch bevorzugt das Sims 33 wegzulassen. Die Führungsschiene 29 ist dann an der Wandscheibe
19 befestigt und wird beim Ausgiessen der Bodenaussparung 41 mit Beton fixiert. Bevorzugt
entspricht die Tiefe des Simses 33 der maximalen Tiefe der Schiebetür 23. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel entspricht die Tiefe des Simses 33 der Tiefe der Einhausung 35
der Laufschiene 27. Das Einschubmodul 11 kann daher in die vertikale Vertiefung 13
eingeschoben werden, bis das Sims 33 und die Einhausung anschlagen. Durch die gleiche
Tiefe des Simses 33 und der Einhausung 35 wird das Einschubmodul vertikal ausgerichtet,
wenn es in der Vertiefung 13 anschlägt. Der Anschlag kann beispielsweise an einer
Trennwand 37, welche in dem Fluchtgang 17 vorhanden ist, und einer ersten Stufe 38
des Bodens des Fluchtgangs 17 erfolgen. Das Einschubmodul 11 hat eine geringe Tiefe,
welche durch die Wandstärke und die Tiefe der Einhausung 35 bestimmt ist.
[0038] Zweckmässigerweise ist an dem Einschubmodul 11 eine mechanische und/oder elektrische
Schnittstelle (in den Figuren nicht dargestellt) vorgesehen, mit welcher die Schiebetür
23 mit der zum Betrieb notwendigen Versorgungs-, Steuerungs- und Überwachungseinrichtungen
verbindbar ist. Beispielsweise kann es sich bei der Schnittstelle um ein erstes Kupplungsstück
bzw. einen Stecker handeln. Das erste Kupplungsstück bzw. der Stecker kann durch die
horizontale Einschubbewegung des Einschubmoduls 11 mit einem zweiten Kupplungsstück
bzw. einer Buchse zusammenwirken, welche an der vertikalen Vertiefung 13 vorgesehen
sind.
[0039] Durch die beschriebenen Merkmale lässt sich die Montagezeit einer Schiebetür 23 in
einem Verkehrstunnel minimieren. An die vertikale Vertiefung 13 innerhalb des Verkehrstunnels
wird ein fertig montiertes und geprüftes (abgenommenes) System geliefert. Das Einschubmodul
11 kann in einer Schutzverpackung angeliefert werden und in dieser solange verbleiben,
bis es in die Vertiefung 13 eingesetzt wird. Das Einschubmodul 11 ist lediglich in
die vertikale Vertiefung 13 zu schieben und an die notwendige mechanische und elektrische
Versorgung anzuschliessen. In Figur 4 und 7 ist das Einschubmodul 11 gezeigt, bevor
es in die vertikale Vertiefung 13 versetzt wird.
[0040] In der Figur 5 ist das Einschubmodul 11 gezeigt, nachdem es in die vertikale Vertiefung
13 des Tübbings 15 eingesetzt wurde. Zur gasdichten Abdichtung wird das Einschubmodul
mit einer Brandschutzdichtung gegenüber der Vertiefung 13 abgedichtet. In der Figur
5 ist gezeigt, dass der Durchgang 25 eine zweite Stufe 39 aufweist und an der Bodenaussparung
41 der Vertiefung eine dritte Stufe 43 ausgebildet ist. Die erste, die zweite und
die dritte Stufe 38,39,43 besitzen die gleiche Höhe. Durch die erste und die zweite
Stufe ist eine horizontale Bodenaussparung 41 gebildet, welche mit Beton ausgegossen
wird (Figur 6). Dadurch wird das Einschubmodul 11 in der Vertiefung 13 vollständig
fixiert und der Durchgang in den Fluchtgang 17 wird stufenlos. Wie Figur 7 zeigt,
ist es bevorzugt, wenn die Bodenaussparung 41 von allen Seiten geschlossen ist, also
auch eine vierte Stufe 45 aufweist.
[0041] Das Verfahren zum Einbau des Einschubmoduls 11 in der Vertiefung 13 kann durch die
geringe Dicke 20 der Wandscheibe 19 entscheidend vereinfacht werden. Das Einschubmodul
11 muss nämlich nicht in horizontaler Richtung in die Vertiefung 13 eingeschoben werden.
Einschubmodule gemäss dem Stand der Technik müssen durch ihr grosses Verhältnis von
Dicke zu Höhe horizontal eingeschoben werden. Durch die grosse Dicke ist die Gefahr
sehr gross, dass sich die Aussenkanten eines Einschubmoduls gemäss dem Stand der Technik
in der Vertiefung 13 während des Einschiebens verkanten. Um dies zu verhindern, muss
mit grösster Präzision gearbeitet werden, um die Vertiefung 13 ganz genau zu treffen.
[0042] Das Einsetzverfahren wird durch die Figur 7 verdeutlicht. Das Erfindungsgemässe Einschubmodul
11 wird auf einer Einsetzvorrichtung schräg gestellt, sodass das Einschubmodul 11
bzw. die Wandscheibe 19 auf ihrer unteren Kante 31 von der Vertiefung 13 weg gekippt
ist. In dieser Stellung wird das Einschubmodul 11 durch die Einsetzvorrichtung 47
rechtwinkelig zur Vertiefung 13 in horizontaler Richtung in die Vertiefung 13 in eine
erste Position eingefahren. Die Genauigkeit für dieses Einfahren kann ungenauer und
dementsprechend mit weniger Aufwand erfolgen, da die Aussenkanten mit Ausnahme der
unteren Kante 31 in der ersten Position ausserhalb der Vertiefung 13 sind und daher
mit dieser nicht verkanten können.
[0043] Das beanspruchte Verhältnis der Dicke 20 zu der maximalen Höhe 22 bewirkt, dass die
maximale Höhe 22 um ein Vielfaches grösser ist als die Dicke, wodurch es sich bei
der Wand um eine Wandscheibe 19 handelt. Die geringe Dicke 20 ermöglicht es, dass
das Einschubmodul 11 mit der Einsetzvorrichtung in eine zweite vertikale Position
aufstellbar ist, ohne dass die Aussenkanten der Wandscheibe 19 mit der Vertiefung
verkannten. Die zweite Position ist die Endposition des Einschubmoduls 11 in der Vertiefung.
Beim Aufstellen in die zweite Position befindet sich die untere Kante 31 in der Bodenaussparung
41.
[0044] Ein Einschubmodul des Stands der Technik hat eine viel grössere Dicke im Vergleich
zu dessen Höhe. Deshalb kann ein solches Einschubmodul nicht in die zweite Position
aufgekippt werden, da es an der Vertiefung anstossen würde, bevor es die zweite Position
erreicht. Ein Einschubmodul des Stands der Technik muss aus geometrischen Gründen
immer in äusserst präziser und dementsprechend aufwendiger Weise horizontal in die
Vertiefung eingeschoben werden, um beim Einsetzen nicht mit der Vertiefung zu verkanten.
Legende:
[0045]
- 11
- Einschubmodul
- 13
- Vertikale Vertiefung
- 15
- Tübbing, Tunnelauskleidung
- 17
- Querschlag, Fluchtgang
- 19
- Wandscheibe
- 20
- Dicke der Wandscheibe
- 21
- Boden
- 22
- Maximale Höhe der Wandscheibe
- 23
- Schiebetür, Fluchttür
- 25
- Durchgang
- 27
- Laufschiene
- 29
- Führungsschiene
- 31
- Untere Kante
- 33
- Sims
- 35
- Einhausung
- 37
- Trennwand
- 38
- Erste Stufe
- 39
- Zweite Stufe
- 41
- Bodenaussparung
- 43
- Dritte Stufe
- 45
- Vierte Stufe
- 47
- Einsetzvorrichtung
1. Einschubmodul (11) zum Versetzen in einer Auskleidung (15) eines Verkehrstunnels,
wobei das Einschubmodul (11) in eine an der Auskleidung (15) vorgesehenen Vertiefung
(13) einschiebbar ist und ein vormontiertes Funktionselement (23) und eine Wand (19)
umfasst, an welcher Wand (19) das Funktionselement (23) angeordnet ist.,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wand eine Wandscheibe (19) ist, wobei das Verhältnis der Dicke (20) der Wandscheibe
(19) zu der maximalen Höhe (22) der Wandscheibe (19) zwischen 1:10 und 1:20, bevorzugt
zwischen 1:15 und 1:20 und besonders bevorzugt zwischen 1:18 und 1:20 ist.
2. Einschubmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandscheibe (19) eine kreisförmige oder kreissektorförmige Form besitzt.
3. Einschubmodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenabmessungen der Wandscheibe (19) unter Einhaltung von vorgegebenen Toleranzen,
bevorzugt kleiner +- 20 mm und besonders bevorzugt +-10 mm, den Innenabmessungen der
Vertiefung (13) entsprechen.
4. Einschubmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandscheibe (19) aus Beton oder Metall hergestellt ist.
5. Einschubmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandscheibe (19) durch einen Betonguss in eine Schalung vorzugsweise aus Metall
hergestellt ist.
6. Einschubmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Wandscheibe (19) ein Durchgang (25) vorgesehen ist, wobei zwischen der unteren
Kante der Wandscheibe und dem Durchgang eine Stufe (39) ausgebildet ist.
7. Einschubmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionselement eine Fluchttür (23) ist.
8. Einschubmodul nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluchttür (23) und deren mechanisches, elektrisches, pneumatisches und/ oder
hydraulisches Zubehör an der Wand (19) vormontiert ist, wodurch die Fluchttür (23)
funktionsfertig an der Wand (23) angeordnet ist.
9. Einschubmodul nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluchttür eine Schiebetüre (23) ist.
10. Einschubmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Einschubmodul (11) eine mechanische und/oder elektrische Schnittstelle vorgesehen
ist, mit welcher das Funktionselement (23) mit der zum Betrieb notwendigen Versorgungs-,
Steuerungs- und Überwachungseinrichtungen verbindbar ist.
11. Verfahren zum Einbau eines Einschubmoduls (11) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche
in einer Vertiefung (13) einer Auskleidung (15) eines Verkehrstunnels, wobei
- das Einschubmodul (11) mit Aussenabmessungen hergestellt wird, welche den Toleranzvorgaben
entsprechen, um passgenau in die Vertiefung (13) eigeschoben werden zu können,
- das Funktionselement (23) ausserhalb des Verkehrstunnels, bevorzugt in einer Montagewerkstatt,
an dem Einschubmodul (11) fertig montiert und geprüft wird,
- das mit dem Funktionselement (23) fertig montierte Einschubmodul (11) in dem Verkehrstunnel
in die Vertiefung (13) eingesetzt wird und
- gegebenenfalls die Schnittstelle mit den zum Betrieb und zur Überwachung des Funktionselementes
(23) vorgesehenen Versorgungseinrichtung verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, dass
das Einschubmodul (11) in die Vertiefung (13) eingesetzt wird, indem das Einschubmodul
(11) auf einer rechtwinkelig zur Vertiefung (13) verschiebbaren Einsetzvorrichtung
(47) von der Auskleidung (15) weg schräg gestellt wird,
in dieser Schrägstellung mit der Einsetzvorrichtung (47) in die Vertiefung in eine
erste Position eingefahren wird, sodass sich die untere Kante des Einschubmoduls vollständig
in der Vertiefung befindet und
dass das Einschubmodul (11) in der Vertiefung (13) mit der Einsetzvorrichtung (47)
in eine zweite vertikale Position aufgestellt wird, welche zweite Position der Endposition
des Einschubmoduls (11) in der Vertiefung (13) entspricht.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Einschubmodul (11) in der ersten Position mit seiner unteren Kante (31) in einer
Bodenaussparung (41) der Vertiefung (13) mit der Einsetzvorrichtung (47) abgesenkt
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Einsetzen des Einschubmoduls (11) in die Vertiefung (13) die Bodenaussparung
(41) mit Beton ausgegossen wird, sodass der Durchgang (25) durch das Einschubmodul
(11) stufenlos ist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (13) mit einem Lasermessgerät vermessen wird und mit den erhaltenen
Messwerten eine Gussform erstellt wird, wodurch die Toleranzen zwischen den Innenabmessungen
der Vertiefung (13) und den Aussenabmessungen des Einschubmoduls (11) um weniger als
+- 20 mm und bevorzugt um weniger als +-10 mm voneinander abweichen.
15. Verfahren nach Anspruch 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Einschubmodul (11) mitsamt dem vormontierten Funktionselement (23) schutzverpackt
wird und die Schutzverpackung kurz vor dem Versatz des Einschubmoduls (11) in die
Vertiefung (13) oder kurz vor der Inbetriebnahme des Funktionselementes im Verkehrstunnel
entfernt wird.