[0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchte mit einem Reflektor-Element, sowie ein Reflektor-Element
für eine Leuchte.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist ein so genanntes Lichtbandsystem bekannt, bei dem längliche
Leuchten in eine Tragschiene eingesetzt werden. Eine solche Leuchte weist ein Gehäuse
und darin angeordnete LED-Lichtquellen (LED: Licht emittierende Diode) zur Erzeugung
eines Lichts auf, sowie Reflektor-Elemente zur Beeinflussung des Lichts. Dabei bestehen
das Gehäuse einerseits und die Reflektor-Elemente andererseits aus unterschiedlichen
Materialien, wobei sich der Wärmeausdehnungskoeffizient des Materials des Gehäuses
von demjenigen des Materials der Reflektor-Elemente unterscheidet. Während eines Betriebs
ist die Leuchte im Allgemeinen Temperaturschwankungen ausgesetzt, beispielsweise durch
eine Stromfluss-bedingte Erwärmung der LED-Lichtquellen. Dies hat zur Folge, dass
sich das Gehäuse und die Reflektor-Elemente in Längsrichtung unterschiedlich stark
ausdehnen bzw. zusammenziehen.
[0003] Wenn die Leuchte eine vergleichsweise große Länge aufweist, wie beispielsweise 100
cm, 150 cm oder 200 cm, ist es grundsätzlich problematisch, lediglich ein einzelnes
entsprechendes Reflektor-Element vorzusehen, das sich praktisch über die gesamte Länge
der Leuchte hinweg erstreckt, denn durch das unterschiedliche Ausdehnungsverhalten
bei entsprechenden Temperaturänderungen kommt es zu unvorteilhaften Abweichungen der
vorgesehenen geometrischen und optischen Zuordnung zwischen dem Reflektor-Element
einerseits und den im Gehäuse befestigten LED-Lichtquellen andererseits.
[0004] Daher ist es ab einer gewissen Länge der Leuchte von Vorteil, wenn mehrere Reflektor-Elemente
entlang der Längsachse vorgesehen werden, denn so lassen sich entsprechende unerwünschte
Verschiebungen prinzipiell so klein halten, dass sie sich im Lichtabgabeverhalten
der Leuchte praktisch nicht bemerkbar machen. Allerdings kann es in diesem Fall bei
Temperaturänderungen dazu kommen, dass sich zwischen den Reflektor-Elementen Spalte
bilden, durch die hindurch in unerwünschter Weise Licht austritt, was in der Regel
als unerwünscht erachtet wird. Auch an den Endbereichen der Leuchte kann es zu entsprechenden
Spalten kommen, beispielsweise zwischen dem betreffenden endseitigen Reflektor-Element
und einer Endkappe der Leuchte. Durch Fertigungstoleranzen der betreffenden Bauteile,
die durchaus 2 mm erreichen können, wird dieses Problem in der Praxis noch verschärft.
[0005] Die Reflektor-Elemente können auch nicht so ausgelegt werden, dass sie auf Stoß aneinandergefügt
sind, da in diesem Fall sehr hohe mechanische Spannungen auftreten würden; auch könnte
es bei einer derartigen Gestaltung zu unerwünschten Geräuschentwicklungen kommen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Leuchte bzw. ein verbessertes
Reflektor-Element anzugeben; insbesondere soll sich damit besonders vorteilhaft erzielen
lassen, dass die Wahrscheinlichkeit eines unerwünschten Lichtaustritts vermindert
ist.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit dem in dem unabhängigen Anspruch genannten
Gegenstand gelöst. Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0008] Gemäß der Erfindung ist eine Leuchte vorgesehen, die ein Gehäuse aufweist und in
dem Gehäuse angeordnete Lichtquellen zur Erzeugung eines Lichts. Weiterhin weist die
Leuchte ein erstes Reflektor-Element zur Beeinflussung des Lichts auf und ein zweites
Reflektor-Element zur Beeinflussung des Lichts, wobei die genannten Reflektor-Elemente
von dem Gehäuse umfasst angeordnet sind. Das erste Reflektor-Element weist einen ersten
Seitenbereich auf und das zweite Reflektor-Element einen zweiten Seitenbereich. Dabei
kontaktiert der zweite Seitenbereich den ersten Seitenbereich. Das erste Reflektor-Element
weist an dem ersten Seitenbereich ein Feder-Element auf, das unter elastischer Spannung
stehend an dem zweiten Seitenbereich anliegt, derart, dass hierdurch ein Durchtritt
des Lichts zwischen dem ersten Seitenbereich und dem zweiten Seitenbereich verhindert
ist.
[0009] Durch das Feder-Element lässt sich besonders einfach und dabei effizient eine praktisch
Licht-dichte Kontaktierung der beiden Seitenbereiche erzielen.
[0010] Vorzugsweise weist das erste Reflektor-Element weiterhin einen Rahmenbereich auf,
durch den eine Öffnung zum Durchtritt des Lichts gebildet ist, wobei das Feder-Element
den Rahmenbereich hintergreifend angeordnet ist. Hierdurch lässt sich bewirken, dass
bei Betrachtung der Leuchte von außen das Erscheinungsbild des Rahmenbereichs unabhängig
von Temperatur ist.
[0011] Vorzugsweise erstreckt sich der erste Seitenbereich entlang einer Querrichtung, wobei
das Feder-Element normal zu der Querrichtung betrachtet im Wesentlichen einen C-förmigen
Querschnitt aufweist. Durch diese Formgebung lassen sich besonders vorteilhafte elastische
Eigenschaften des Feder-Elements erzielen, insbesondere ein vergleichsweise langer
Federweg.
[0012] Vorzugsweise bestehen das Gehäuse aus Metall und das erste Reflektor-Element aus
einem Kunststoff, insbesondere aus Polycarbonat. Bei dieser Materialwahl eignet sich
das Federelement besonders vorteilhaft.
[0013] Vorzugsweise ist die Leuchte länglich, so dass sie sich entlang einer Längsachse
erstreckt, wobei das erste Reflektor-Element und das zweite Reflektor-Element entlang
der Längsachse hintereinander angeordnet sind. In einem solchen Fall machen sich die
temperaturschwankungsbedingten unterschiedlichen Längenänderungen im Allgemeinen besonders
stark bemerkbar, so dass sich die erfindungsgemäße Lösung besonders eignet. Beispielsweise
kann die Leuchte entlang der Längsachse betrachtet eine Länge von mindestens 100 cm
aufweisen.
[0014] Vorzugsweise ist das Feder-Element derart gestaltet, dass ein elastischer Federweg
des Feder-Elements wenigstens 1 mm beträgt, insbesondere wenigstens 2 mm. Hierdurch
eignet sich das Feder-Element im Fall entsprechender üblicher Abmessungen der Leuchte
besonders.
[0015] Herstellungstechnisch vorteilhaft ist das erste Reflektor-Element aus einem Stück
bestehend gestaltet, insbesondere in Form eines Spritzguss-Teils. Dies ist auch vorteilhaft
mit Bezug auf den Zusammenbau der Leuchte.
[0016] Vorzugsweise weist das zweite Reflektor-Element ein weiteres Feder-Element auf, das
unter elastischer Spannung stehend an dem Feder-Element des ersten Reflektor-Elements
anliegt. Das ist vorteilhaft mit Bezug auf die Erzielung einer entsprechend Licht-dichten
Kontaktierung der beiden Feder-Elemente. Dabei sind herstellungstechnisch vorteilhaft
das Feder-Element des ersten Reflektor-Elements und das Feder-Element des zweiten
Reflektor-Elements symmetrisch gestaltet.
[0017] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Reflektor-Element für eine Leuchte
vorgesehen, wobei das Reflektor-Element einen Rahmenbereich aufweist, durch den eine
Öffnung zum Durchtritt von Licht gebildet ist. Weiterhin weist das Reflektor-Element
einen Seitenbereich zur Anlage an ein weiteres Bauteil der Leuchte auf, insbesondere
ein weiteres Reflektor-Element oder ein Gehäuse oder eine Endkappe der Leuchte. Dabei
weist der Seitenbereich ein Feder-Element für eine Anlage an das weitere Bauteil der
Leuchte auf, das zur Verhinderung eines Durchtritts von Licht zwischen dem Seitenbereich
und dem weiteren Bauteil der Leuchte dient.
[0018] Vorzugsweise erstreckt sich der Seitenbereich entlang einer Querrichtung, wobei das
Feder-Element normal zu der Querrichtung betrachtet im Wesentlichen einen C-förmigen
Querschnitt aufweist. Weiterhin vorzugsweise ist das Feder-Element derart gestaltet,
dass ein elastischer Federweg des Feder-Elements wenigstens 1 mm beträgt, vorzugsweise
wenigstens 2 mm.
[0019] Vorzugsweise besteht das Reflektor-Element aus einem Kunststoff, insbesondere aus
Polycarbonat. Durch die elastischen Eigenschaften des Materials Polycarbonat eignet
sich dieses Material besonders gut zur Herstellung des Reflektor-Elements, insbesondere
des Feder-Elements. Vorzugsweise ist das Reflektor-Element aus einem Stück bestehend
gestaltet, insbesondere in Form eines Spritzguss-Teils.
[0020] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und mit Bezug auf
die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Skizze eines Abschnitts einer anmeldungsgemäßen Leuchte,
- Fig. 2
- eine Skizze eines Endbereichs der Leuchte,
- Fig. 3
- eine Längsschnitt-Skizze eines Kontaktierungsbereichs zweier aneinandergrenzender
Reflektor-Elemente der Leuchte,
- Fig. 4
- einen Längsschnitt des ersten Seitenbereichs im separierten Zustand des ersten Reflektor-Elements,
- Fig. 5a
- eine, der Fig. 3 entsprechende Skizze bei einem ersten Abstand zwischen den beiden
Rahmenbereichen der Reflektor-Elemente und
- Fig. 5b
- eine, der Fig. 3 entsprechende Skizze bei einem zweiten, größeren Abstand zwischen
den beiden Rahmenbereichen der Reflektor-Elemente.
[0021] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Skizze zu einem Ausführungsbeispiel einer anmeldungsgemäßen
Leuchte. Die Leuchte ist im gezeigten Beispiel länglich, so dass sie sich entlang
einer Längsachse L erstreckt. In Fig. 1 ist ein mittlerer Abschnitt der Leuchte gezeigt.
Die Leuchte kann beispielsweise als Teil eines Lichtbandsystems konzipiert sein, bei
dem entlang der Längsachse L eine lange Tragschiene vorgesehen ist, in die die Leuchte
eingesetzt werden kann, wobei die Tragschiene länger als die Leuchte ist, so dass
mehrere entsprechende Leuchten in die Tragschiene eingesetzt werden können.
[0022] Die Länge der Leuchte entlang der Längsachse L betrachtet kann wenigstens 100 cm
betragen, beispielsweise 100 cm, 150 cm oder 200 cm. Bei einer derartigen Länge kommt
es im Allgemeinen bei Temperaturschwankungen zu vergleichsweise großen Längenänderungen.
[0023] In Fig. 2 ist ein Endbereich der Leuchte skizziert. Die Leuchte weist ein, beispielsweise
aus Blech bestehende Gehäuse 1 auf, sowie Lichtquellen 2 zur Erzeugung eines Lichts;
die Lichtquellen 2 sind in dem Gehäuse 1 angeordnet, wie beispielhaft in Fig. 2 gestrichelt
angedeutet. Bei den Lichtquellen 2 handelt es sich vorzugsweise um LED-Lichtquellen.
Dabei können die LED-Lichtquellen jeweils aus einer LED bestehen oder aus mehreren
LEDs, also sozusagen aus einem "LED-Cluster"; vorzugsweise sind die LED-Lichtquellen
äquidistant in einer Reihe entlang der Längsachse L angeordnet. Vorzugsweise ist den
LED-Lichtquellen jeweils eine linsenartige Optik zugeordnet.
[0024] Insbesondere ist dabei die Gestaltung derart, dass das Licht von der Leuchte in einer
Hauptabstrahlrichtung R abgegeben wird, die sich vorzugsweise rechtwinklig zur Längsachse
L erstreckt.
[0025] Wie im gezeigten Beispiel der Fall, weist das Gehäuse 1 vorzugsweise eine erste Gehäusewand
11 und eine zweite Gehäusewand 12 auf, wobei sich diese beiden Gehäusewände 11, 12
jeweils parallel zur Längsachse L erstrecken. Die Lichtabgabe der Leuchte erfolgt
dabei zwischen den beiden Gehäusewänden 11, 12. Das Gehäuse 1 kann als Profilteil
gestaltet sein, wobei sich die Profilachse parallel zur Längsachse L erstreckt, so
dass die beiden Gehäusewände 11, 12 Bestandteile des Profilteils sind, wobei an einem
Endbereich - wie in Fig. 2 skizziert - eine Endkappe 13 vorgesehen ist.
[0026] Weiterhin weist die Leuchte ein erstes Reflektor-Element 3 auf, das zur Beeinflussung
des Lichts dient und ein zweites Reflektor-Element 4, das ebenfalls zur Beeinflussung
des Lichts dient. Die beiden Reflektor-Elemente 3, 4 sind im gezeigten Beispiel entlang
der Längsachse L hintereinander angeordnet.
[0027] Die Reflektor-Elemente 3, 4 sind entlang der Hauptabstrahlrichtung R den Lichtquellen
2 nachgeordnet angeordnet. Mit anderen Worten sind die Reflektor-Elemente 3, 4 zwischen
den Lichtquellen 2 einerseits und einem Außenraum der Leuchte andererseits angeordnet.
So lässt sich bei den Reflektor-Elementen 3, 4 eine, dem Außenraum zugewandte Sicht-
bzw. Außenseite von einer, den Lichtquellen 2 zugewandten Innenseite unterscheiden.
[0028] Das erste Reflektor-Element 3 weist vorzugsweise wenigstens eine Öffnung 6 für einen
Austritt des Lichts auf, beispielsweise in Form einer quadratischen oder rechteckigen
Öffnung. Insbesondere kann das erste Reflektor-Element 3 mehrere entsprechende Öffnungen
aufweisen, die entlang der Längsachse L eine Reihe bilden. Dabei kann beispielsweise
für jede der LED-Lichtquellen genau eine der Öffnungen vorgesehen sein. Analoges gilt
mit Bezug auf das zweite Reflektor-Element 4.
[0029] Die beiden Reflektor-Elemente 3, 4 sind jeweils als ein Bauteil gestaltet; sie sind
also insbesondere nicht stofflich miteinander verbunden gestaltet. Die beiden Reflektor-Elemente
3, 4 können baugleich gestaltet sein.
[0030] Die genannten Reflektor-Elemente 3, 4 sind von dem Gehäuse 1 umfasst angeordnet.
Im gezeigten Beispiel umfasst das Gehäuse 1 die beiden Reflektor-Elemente 3, 4 auf
den beiden Längsseiten der Leuchte, und zwar zwischen der ersten Gehäusewand 11 und
der zweiten Gehäusewand 12.
[0031] Die beiden Reflektor-Elemente 3, 4 sind im gezeigten Beispiel, wie erwähnt, entlang
der Längsachse L hintereinander angeordnet; sie bilden also entlang der Längsachse
L betrachtet eine Reihe. Im Allgemeinen können mehr als zwei entsprechende Reflektor-Elemente
vorgesehen sein, die insgesamt eine Reihe entlang der Längsachse L bilden. An dem
Endbereich kann das betreffende endseitige Reflektor-Element die Endkappe 13 kontaktieren.
Um Abweichungen in der geometrischen bzw. optischen Zuordnung zwischen den Reflektor-Elementen
3, 4 einerseits und den Lichtquellen 2 andererseits bei Temperaturschwankungen möglichst
gering zu halten, ist anzustreben, dass sich die Abstände zwischen den Reflektor-Elementen
3, 4 bei einer Temperaturänderung möglichst gleichmäßig verändern. Dies lässt sich
mit der anmeldungsgemäßen Leuchte besonders vorteilhaft erzielen.
[0032] Das erste Reflektor-Element 3 weist einen ersten Seitenbereich 31 auf und das zweite
Reflektor-Element 4 einen zweiten Seitenbereich 41. Dabei kontaktiert der zweite Seitenbereich
41 den ersten Seitenbereich 31. Mit anderen Worten stoßen die beiden genannten Reflektor-Elemente
3, 4 mit den genannten Seitenbereichen 31,41 aneinander.
[0033] In Fig. 3 ist ein Schnitt entlang der Längsachse L skizziert, in dem die beiden Reflektor-Elemente
3, 4 - hier separiert von weiteren Bauteilen der Leuchte - in ihrem Kontaktierungsbereich
dargestellt sind. Das erste Reflektor-Element 3 weist an dem ersten Seitenbereich
31 ein Feder-Element 5 auf, das unter elastischer Spannung stehend an dem zweiten
Seitenbereich 41 anliegt, und zwar derart, dass hierdurch ein Durchtritt des Lichts
zwischen dem ersten Seitenbereich 31 und dem zweiten Seitenbereich 41 verhindert ist.
Das Feder-Element 5 ist vorzugsweise ein besonders biegsames Teilstück des ersten
Reflektor-Elements 3.
[0034] Im Fall einer Temperaturabnahme - beispielsweise nach einem Ausschalten der Lichtquellen
2 - kommt es im Allgemeinen dazu, dass sich das Gehäuse 1 in anderem Maße, beispielsweise
weniger stark zusammenzieht als die Reflektor-Elemente 3, 4. Durch das Feder-Element
5 lässt sich erzielen, dass in einem solchen Fall kein Spalt zwischen den beiden Reflektor-Elementen
3, 4 entsteht, durch den hindurch in unerwünschter Weise Licht austreten könnte. Das
Feder-Element 5 stellt daher sozusagen ein "Ausgleichselement" dar.
[0035] Wie im gezeigten Beispiel der Fall, kann das erste Reflektor-Element 3 einen Rahmenbereich
32 aufweisen, durch den die Öffnung 6 zum Durchtritt des Lichts gebildet ist. Der
Rahmenbereich 32 bildet sozusagen eine Art Reflektor-Topf. Vorzugsweise ist dabei
die Gestaltung derart, dass das Feder-Element 5 den Rahmenbereich 32 hintergreifend
angeordnet ist. Dabei ist die Gestaltung weiterhin vorzugsweise derart, dass das Feder-Element
5 den Rahmenbereich 32 auf der Innenseite hintergreift. So lässt sich erzielen, dass
- im Fall einer entsprechenden Temperaturänderung - das Erscheinungsbild des Rahmenbereichs
32 als solchem von außen betrachtet durch das Feder-Element 5 nicht verändert wird.
[0036] Wie aus Fig. 3 hervorgeht, kann durch den Rahmenbereich 32 ein Flanschbereich 33
gebildet sein, an dem das Feder-Element 5 mit einem Schenkel 51 innenseitig anliegt.
[0037] Vorzugsweise ist die Gestaltung derart, dass sich der erste Seitenbereich 31 entlang
einer Querrichtung Q erstreckt, die insbesondere rechtwinklig zur Längsachse L orientiert
ist und vorzugsweise auch rechtwinklig zur Hauptabstrahlrichtung R. Die Schnittdarstellung
der Fig. 3 zeigt dementsprechend einen Schnitt normal zu der Querrichtung Q. Vorzugsweise
erstreckt sich der erste Seitenbereich 31 einerseits bis zu der ersten Gehäusewand
11 und andererseits bis zu der zweiten Gehäusewand 12, und zwar insbesondere geradlinig
entlang der Querrichtung Q. Auch der zweite Seitenbereich 41 erstreckt sich vorzugsweise
einerseits bis zu der ersten Gehäusewand 11 und andererseits bis zu der zweiten Gehäusewand
12, und zwar insbesondere geradlinig entlang der Querrichtung Q. Dabei wird durch
das Feder-Element 5 ein Durchtritt des Lichts über die gesamte Erstreckung zwischen
den beiden Seitenbereichen 31, 41 verhindert. Es tritt also entlang des Kontaktbereichs
der beiden Reflektor-Elemente 3, 4 kein Licht aus der Leuchte in den Außenraum.
[0038] In Fig. 4 ist der Seitenbereich 31 des ersten Reflektor-Elements 3 im Schnitt parallel
zur Längsachse L bzw. normal zur Querrichtung Q skizziert, wobei das erste Reflektor-Element
3 separiert von der restlichen Leuchte gezeigt ist. Das Feder-Element 5 weist vorzugsweise
normal zu der Querrichtung Q betrachtet - also entsprechend den Darstellungen in den
Figuren 3 und 4 - im Wesentlichen einen C-förmigen Querschnitt auf. Auf diese Weise
lässt sich erzielen, dass sich der Schenkel 51 des Feder-Elements 5 - im separierten
Zustand des ersten Reflektor-Elements 5 - besonders geeignet aus einer, in Fig. 4
gezeigten, entspannten Ruheposition heraus elastisch auslenken lässt, und zwar in
Richtung auf das Rahmenelement 32, wie in Fig. 4 mit einem Pfeil angedeutet.
[0039] Vorzugsweise ist das Feder-Element 5 Profil-artig gestaltet, wobei sich die Profilachse
parallel zur Querrichtung Q erstreckt. Dabei weist ein erstes Ende 55 des C-förmigen
Querschnitts zu dem Rahmenelement 32 und das andere Ende des C-förmigen Querschnitts
ist durch den Schenkel 51 gebildet. Der Schenkel 51 weist dabei auf das Rahmenelement
32. Das erste Ende 55 kann beispielsweise an dem Rahmenelement 32 bzw. an dem Reflektor-Topf
befestigt sein.
[0040] Die Gestaltung des Feder-Elements 5 ist vorzugsweise derart, dass ein elastischer
Federweg des Feder-Elements 5 wenigstens 1 mm beträgt, insbesondere wenigstens 2 mm.
Auf diese Weise eignet sich das erste Reflektor-Element 3 besonders für 3 eine Leuchte,
insbesondere, wenn die Leuchte als Teil eines Lichtband-Systems konzipiert ist. Wie
eingangs erwähnt, können Bauteiltoleranzen hierbei durchaus 2 mm erreichen und temperaturänderungsbedingte
Längenänderungen können in der Größenordnung von etwa 0,3 mm erwartet werden.
[0041] Das Gehäuse 1 der Leuchte besteht vorzugsweise aus einem Metall, beispielsweise wie
erwähnt aus einem Blech. Das erste Reflektor-Element 3 besteht vorzugsweise aus einem
Kunststoff, insbesondere aus Polycarbonat. Durch dieses Material lassen sich besonders
geeignete elastische Eigenschaften des Feder-Elements 5 erzielen. Durch die Eigenschaften
des Materials Polycarbonat lässt sich erzielen, dass das Feder-Element 5 praktisch
nicht brechen kann. Auch das zweite Reflektor-Element 4 besteht vorzugsweise aus einem
Kunststoff, insbesondere aus Polycarbonat.
[0042] Herstellungstechnisch vorteilhaft ist das erste Reflektor-Element 3 als aus einem
Stück bestehend gestaltet. Beispielsweise kann es als Spritzguss-Teil gestaltet sein.
Entsprechendes gilt wiederum auch für das zweite Reflektor-Element 4.
[0043] Wie im gezeigten Beispiel der Fall, weist das zweite Reflektor-Element 4 ein weiteres
Feder-Element 7 auf, das unter elastischer Spannung stehend an dem Feder-Element 5
des ersten Reflektor-Elements 3 anliegt. Dabei sind vorzugsweise das Feder-Element
5 des ersten Reflektor-Elements 3 und das Feder-Element 7 des zweiten Reflektor-Elements
4 symmetrisch, insbesondere spiegelsymmetrisch gestaltet.
[0044] Wie bereits erwähnt, können die beiden Reflektor-Elemente 3, 4 baugleich gestaltet
sein. So kann auch das zweite Reflektor-Element 4 insbesondere einen entsprechenden
Rahmenbereich 42 aufweisen, an dem das weitere Feder-Element 7 angeordnet ist.
[0045] Die Figuren 5a und 5b zeigen - analog zur Darstellung aus Fig. 3 - zwei Fälle, in
denen die beiden Reflektor-Elemente 3, 4 derart relativ zueinander angeordnet sind,
dass ihre beiden Rahmenbereiche 32, 42 unterschiedlich weit voneinander entfernt sind.
In Fig. 5a ist ein Fall gezeigt, in dem zwischen den beiden Rahmenbereichen 32, 42
entlang der Längsachse L betrachtet der Abstand δ1 besteht, in Fig. 5b ein Fall, in
dem der Abstand δ2 besteht, der größer als der Abstand δ1 ist. Diese beiden Fälle
sind exemplarisch für zwei Relativanordnungen der beiden Rahmenbereiche 32, 42 im
Fall der zusammengebauten Leuchte bei zwei unterschiedlichen Temperaturen. Beispielsweise
zeigt Fig. 5a die Situation bei einer Betriebstemperatur der Leuchte und Fig. 5b die
Situation, wenn die Leuchte nach Abschalten der Lichtquellen 2 abgekühlt ist.
[0046] Wenn - wie in Fig. 5b skizziert - die beiden Rahmenbereiche 32, 42 weiter voneinander
entfernt sind, ist aufgrund der anmeldungsgemäßen Gestaltung dennoch eine Licht-dichte
Kontaktierung zwischen den beiden Seitenbereichen 31, 41 gegeben. Insbesondere kontaktierten
sich die beiden Feder-Elemente 5, 7 über die gesamte Strecke zwischen den beiden Gehäusewänden
11, 12, da sie elastisch gegeneinander drücken.
[0047] Insbesondere, wenn mehr als zwei Reflektor-Elemente in der Reihe entlang der Längsachse
L vorgesehen sind, ist es vorteilhaft, die Reflektor-Elemente an beiden längsseitigen
Endbereichen bzw. Stirnseiten mit einem entsprechenden Feder-Element zu versehen.
Die beiden Endbereiche können herstellungstechnisch vorteilhaft insbesondere spiegelsymmetrisch
zueinander geformt bzw. gestaltet sein. So lässt sich erzielen, dass die Abstände
zwischen den Reflektor-Elementen bei Temperaturänderungen jeweils praktisch identisch
bleiben.
[0048] Das Feder-Element 5 ist nicht nur vorteilhaft, wenn das erste Reflektor-Element 3
das zweite Reflektor-Element 5 kontaktiert, sondern auch, wenn das erste Reflektor-Element
die Endkappe 13 des Gehäuses 1 kontaktiert. Mit anderen Worten eignet sich die beschrieben
Gestaltung auch zur Erzielung einer Licht-dichten Kontaktierung zwischen einem entsprechenden,
in der Reihe der Reflektor-Elemente endseitig angeordneten Reflektor-Element und der
betreffenden Endkappe 13.
[0049] Allgemeiner formuliert dient ein entsprechender Seitenbereich 31 eines Reflektor-Elements
3 zur Anlage an ein weiteres Bauteil der Leuchte, insbesondere an ein weiteres Reflektor-Element
oder ein Gehäuse oder eine Endkappe der Leuchte.
[0050] Im beschriebenen Beispiel kann vorgesehen sein, dass die anmeldungsgemäßen Feder-Elemente
lediglich an den beiden genannten Stirnseiten, also den beiden längsseitigen Endbereichen
der Reflektor-Elemente vorgesehen sind. Allerdings ist es im Allgemeinen auch möglich,
entsprechende Feder-Elemente auch an den beiden längsseitigen Randbereichen der Reflektor-Elemente
vorzusehen. Dies kann beispielsweise von Vorteil sein, wenn die Reflektor-Elemente
nicht nur entlang der Längsachse L hintereinander angeordnet vorgesehen sind, sondern
auch in der Querrichtung hierzu, also im Fall einer eher "flächigen" Leuchte.
[0051] Mit der anmeldungsgemäßen Leuchte lässt sich ein unerwünschter Lichtaustritt zwischen
den Reflektor-Elementen auf kostengünstige Weise vermeiden. Vorteilhaft für die Herstellung
der Leuchte lassen sich alle Reflektor-Elemente der Leuchte baugleich ausführen. Außerdem
ist auf diese Weise - im Vergleich zu einem Fall, in dem unterschiedliche Bauteile
der Länge nach in dem Gehäuse der Leuchte angeordnet werden müssen - eine Verwechslungsgefahr
beim Zusammensetzen der Leuchte verringert.
1. Leuchte aufweisend
- ein Gehäuse (1),
- in dem Gehäuse (1) angeordnete Lichtquellen (2) zur Erzeugung eines Lichts,
- ein erstes Reflektor-Element (3) zur Beeinflussung des Lichts und
- ein zweites Reflektor-Element (4) zur Beeinflussung des Lichts,
wobei die genannten Reflektor-Elemente (3, 4) von dem Gehäuse (1) umfasst angeordnet
sind und
wobei das erste Reflektor-Element (3) einen ersten Seitenbereich (31) aufweist und
das zweite Reflektor-Element (4) einen zweiten Seitenbereich (41) aufweist und der
zweite Seitenbereich (41) den ersten Seitenbereich (31) kontaktiert,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Reflektor-Element (3) an dem ersten Seitenbereich (31) ein Feder-Element
(5) aufweist, das unter elastischer Spannung stehend an dem zweiten Seitenbereich
(41) anliegt, derart, dass hierdurch ein Durchtritt des Lichts zwischen dem ersten
Seitenbereich (31) und dem zweiten Seitenbereich (41) verhindert ist.
2. Leuchte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Reflektor-Element (3) weiterhin einen Rahmenbereich (32) aufweist, durch
den eine Öffnung (6) zum Durchtritt des Lichts gebildet ist, wobei das Feder-Element
(5) den Rahmenbereich (32) hintergreifend angeordnet ist.
3. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der erste Seitenbereich (31) entlang einer Querrichtung (Q) erstreckt und das
Feder-Element (5) normal zu der Querrichtung (Q) betrachtet im Wesentlichen einen
C-förmigen Querschnitt aufweist.
4. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (1) aus Metall besteht und das erste Reflektor-Element (3) aus einem
Kunststoff, insbesondere aus Polycarbonat.
5. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leuchte länglich ist, so dass sie sich entlang einer Längsachse (L) erstreckt,
wobei das erste Reflektor-Element (3) und das zweite Reflektor-Element (4) entlang
der Längsachse (L) hintereinander angeordnet sind.
6. Leuchte nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leuchte entlang der Längsachse (L) betrachtet eine Länge von mindestens 100 cm
aufweist.
7. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Feder-Element (5) derart gestaltet ist, dass ein elastischer Federweg des Feder-Elements
(5) wenigstens 1 mm beträgt, vorzugsweise wenigstens 2 mm.
8. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Reflektor-Element (3) aus einem Stück bestehend gestaltet ist, vorzugsweise
in Form eines Spritzguss-Teils.
9. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet
dass das zweite Reflektor-Element (4) ein weiteres Feder-Element (7) aufweist, das unter
elastischer Spannung stehend an dem Feder-Element (5) des ersten Reflektor-Elements
(3) anliegt.
10. Leuchte nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Feder-Element (5) des ersten Reflektor-Elements (3) und das Feder-Element (7)
des zweiten Reflektor-Elements (4) symmetrisch gestaltet sind.
11. Reflektor-Element (3) für eine Leuchte, aufweisend
- einen Rahmenbereich (32), durch den eine Öffnung (6) zum Durchtritt von Licht gebildet
ist,
- einen Seitenbereich (31) zur Anlage an ein weiteres Bauteil der Leuchte, insbesondere
ein weiteres Reflektor-Element (4) oder ein Gehäuse oder eine Endkappe (14) der Leuchte,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Seitenbereich (31) ein Feder-Element (5) für eine Anlage an das weitere Bauteil
der Leuchte aufweist, das zur Verhinderung eines Durchtritts von Licht zwischen dem
Seitenbereich (31) und dem weiteren Bauteil der Leuchte dient.
12. Reflektor-Element nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der Seitenbereich (31) entlang einer Querrichtung (Q) erstreckt und das Feder-Element
(5) normal zu der Querrichtung (Q) betrachtet im Wesentlichen einen C-förmigen Querschnitt
aufweist.
13. Reflektor-Element nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Feder-Element (5) derart gestaltet ist, dass ein elastischer Federweg des Feder-Elements
(5) wenigstens 1 mm beträgt, vorzugsweise wenigstens 2 mm.
14. Reflektor-Element nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Reflektor-Element (3) aus einem Kunststoff besteht, insbesondere aus Polycarbonat.
15. Reflektor-Element nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Reflektor-Element (3) aus einem Stück bestehend gestaltet ist, vorzugsweise in
Form eines Spritzguss-Teils.