| (19) |
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(11) |
EP 3 368 823 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.11.2019 Patentblatt 2019/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.10.2016 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2016/075883 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/072209 (04.05.2017 Gazette 2017/18) |
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| (54) |
FLEXIBLE LANZE ZUM BEARBEITEN ODER INSPIZIEREN EINES ROHRBODENS EINES DAMPFERZEUGERS
FLEXIBLE LANCE FOR MACHINING OR INSPECTING A TUBESHEET OF A BOILER
LANCE FLEXIBLE POUR LE TRAITEMENT OU L'INSPECTION D'UN FOND TUBULAIRE D'UN GÉNÉRATEUR
DE VAPEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
30.10.2015 DE 102015118615
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.09.2018 Patentblatt 2018/36 |
| (73) |
Patentinhaber: Framatome GmbH |
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91052 Erlangen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ALAZ, Zafer
91088 Bubenreuth (DE)
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| (74) |
Vertreter: Lavoix |
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Bayerstrasse 83 80335 München 80335 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-B1- 1 124 092
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DE-A1-102013 101 656
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine flexible Lanze zum Bearbeiten oder Inspizieren eines
Rohrbodens eines Dampferzeugers, mit einem ersten und einem zweiten Band, die jeweils
aus einem flexiblen, metallischen Material bestehen, und eine sich in Längsrichtung
erstreckende Ausformung zur Aufnahme einer Versorgungsleitung für einen am freien
Ende der flexiblen Lanze angeordneten Bearbeitungs- oder Inspektionskopf ausbilden.
[0002] Auf dem Rohrboden eines Dampferzeugers, insbesondere von nuklearen Dampferzeugern,
lagern sich nach einer gewissen Betriebsdauer Verunreinigungen ab, welche an manchen
Stellen eine Höhe von einigen Zentimetern aufweisen können. Diese festhaftenden und
sehr harten Verunreinigungen bzw. Ablagerungen können zu einer Beschädigung der in
engem Abstand angeordneten Dampferzeugerrohre führen. Daher ist es notwendig in regelmäßigen
zeitlichen Abständen zu prüfen, ob und in welchem Ausmaß sich solche Verunreinigungen
ausgebildet haben. Um Schäden zu vermeiden müssen die Ablagerungen gegebenenfalls
entfernt werden. Aus der
EP 1 124 092 B1 ist eine flexible Lanze zum Bearbeiten oder Inspizieren des Rohrbodens eines Dampferzeugers
mit einem ersten und einem zweiten flexiblen metallischem Band bekannt. Das erste
und das zweite Band sind bündig miteinander in Überdeckung gebracht und beispielsweise
mittels durch Öffnungen in beiden Bändern geführten Sehnen miteinander verbunden.
Zum Eingriff eines Zahnrades weisen sowohl das erste als auch das zweite Band außenliegend
Öffnungen auf. Das Einbringen der Öffnungen in die beiden Bänder sowie die Verbindung
der beiden Bänder derart, dass die Öffnungen übereinander liegend angeordnet sind,
um ein Verklemmen zuverlässig zu vermeiden, ist jedoch aufwendig und erfordert zudem
hohe Genauigkeiten bzw. geringe Fertigungstoleranzen.
[0003] Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine flexible Lanze vorzuschlagen, die einfach
herzustellen ist und eine zuverlässige und vollständige Bearbeitung oder Inspektion
eines Rohrbodens eines Dampferzeugers ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine flexible Lanze mit den Merkmalen gemäß Anspruch
1. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den jeweils abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0005] Die flexible Lanze zum Bearbeiten oder Inspizieren eines Rohrbodens eines Dampferzeugers
umfasst ein erstes Band aus einem flexiblen, metallischen Material und ein zweites
Band aus einem flexiblen, metallischen Material. Das zweite Band ist in Längsrichtung
auf dem ersten Band angeordnet. Ferner weist zumindest das zweite Band eine sich in
Längsrichtung erstreckende Ausformung zur Aufnahme zumindest einer Versorgungsleitung
für einen am freien Ende der flexiblen Lanze angeordneten Bearbeitungs- oder Inspektionskopf
auf. Das erste Band ist mit dem zweiten Band derart verbunden, dass eine offene Seite
der von dem zweiten Band gebildeten Ausformung von dem ersten Band einen Führungskanal
bildend überdeckt ist.
[0006] Zumindest ein sich in Längsrichtung erstreckender Randbereich der flexiblen Lanze
ist lediglich von dem ersten Band oder dem zweiten Band gebildet. Mit anderen Worten:
In dem Randbereich bzw. in beiden, in Längsrichtung und außenseitig verlaufenden Randbereichen
der flexiblen Lanze ist ausschließlich eines der beiden Bänder vorhanden, d.h. das
erste und das zweite Band weisen unterschiedliche Breiten auf.
[0007] Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, dass aufgrund der geringeren
Größe des ersten oder zweiten Bandes, welches nicht den Randbereich ausbildet, Material
eingespart wird. Ferner kann bereits allein durch die Variation der Breite der Bänder
und somit der Größe des Randbereiches die Biegefestigkeit, Stabilität und Flexibilität
der flexiblen Lanze auf konstruktiv einfache Weise beeinflusst werden.
[0008] Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass für den Betrieb des Bearbeitungs-
oder Inspektionskopfes notwendige Versorgungsleitungen, wie z.B. eine Wasser- oder
Stromzuführung oder optische Glasfasern zur Beleuchtung der zu reinigenden oder bearbeitenden
Stelle, innerhalb des Führungskanals vor Beschädigungen geschützt sind und zudem ein
unkontrolliertes Abknicken der Versorgungsleitungen weitgehend vermieden wird.
[0009] Prinzipiell können beide Bänder eine Ausformung zur Aufnahme von Versorgungsleitungen
aufweisen. Das erste Band ist jedoch vorzugsweise weitgehend plan ausgebildet und
weist somit zwei ebene, sich gegenüberliegende Flachseiten auf. Die Ausformung wird
somit nur von dem zweiten Band gebildet, wodurch die Herstellung weiter vereinfacht
wird, da nur ein Band geformt werden muss. Der Randbereich wird dann bevorzugt lediglich
von dem ersten, weitgehend plan ausgebildeten Band gebildet.
[0010] Das zweite Band ist vorzugsweise in Längsrichtung und symmetrisch um eine Mittellängsachse
des ersten Bandes auf dem ersten Band angeordnet, wodurch die Stabilität der flexiblen
Lanze erhöht wird. Weist das zweite Band selbst ebenfalls eine symmetrische Ausgestaltung
auf, ist die Ausformung also mittig bzw. zentral in Längsrichtung ausgebildet, sodass
auch der Führungskanal zentral um eine Mittellängsachse des ersten Bandes bzw. der
flexiblen Lanze angeordnet ist. Dadurch wird eine mechanische Belastung der Versorgungsleitungen,
beispielsweise bei einem seitlichen Abknicken der Lanze, minimiert.
[0011] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind in dem Randbereich der flexiblen Lanze
in Längsrichtung Öffnungen zum Eingriff einer Vorschubeinrichtung bzw. eines Zahnrades
einer solchen Vorschubeinrichtung angeordnet. Die Öffnungen sind dabei mit gleichem
Abstand zueinander bzw. äquidistant in einer Reihe, also hintereinander in Längsrichtung
angeordnet. Die Öffnungen sind im Randbereich angeordnet und somit nur in dem ersten
oder dem zweiten Band vorhanden. Dies hat den Vorteil, dass bei der Herstellung der
flexiblen Lanze nicht darauf geachtet werden muss, dass das erste und das zweite Band
so verbunden werden, dass die Öffnungen deckungsgleich sind, um ein Verklemmen der
Vorschubeinrichtung bei der Bewegung des Bearbeitungs- oder Inspektionskopfes zu vermeiden.
Dabei sind zudem größere Fertigungstoleranzen erlaubt, da nicht mehrere Öffnungen
in ihrer Ausdehnung aufeinander abgestimmt werden müssen. Ferner wird Zeit und Aufwand
gespart, da nur in ein Band Öffnungen eingebracht werden müssen, was beispielsweise
mittels Laserstrahlschneiden erfolgt. Wird der Randbereich von dem ersten Band gebildet,
welches weitgehend plan ausgebildet ist, können die Öffnungen für den Zahnradantrieb
in einfacher Weise und exakt gefertigt werden.
[0012] Das erste und das zweite Band sind an Verbindungsstellen miteinander verbunden. Dies
kann durch Nieten, Schrauben oder ähnliche mechanische Verbindungselemente erfolgen.
Insbesondere erfolgt die Verbindung an den Verbindungsstellen jedoch mittels Punktschweißen,
was weniger Herstellungsschritte erforderlich macht und das Material in der Umgebung
der Verbindungsstellen nur geringfügig beeinträchtigt.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung weist zumindest das zweite Band in Längsrichtung
hintereinander angeordnete Ausnehmungen auf, die sich senkrecht zu der Längsrichtung
bzw. in Querrichtung der flexiblen Lanze erstrecken. Die Ausnehmungen erstrecken sich
dabei insbesondere zumindest teilweise über die Ausformung hinaus. Vorzugsweise sind
die Ausnehmungen als Schlitze ausgebildet. Das zweite Band ist einstückig und die
Ausformungen werden beispielsweise mittels Laserstrahlschneiden erzeugt. Das erste
Band kann ebenfalls Ausnehmungen, beispielsweise in dem den Führungskanal überdeckenden
Bereich aufweisen. Durch die Ausnehmungen wird gewährleistet, dass das zweite und
optional auch das erste Band und somit die flexible Lanze nicht für einige Anwendungen
unzulässig steif werden. Durch die Wahl der Breite der Ausnehmungen sowohl in Längs-
als auch in Querrichtung sowie deren Abstand in Längsrichtung zueinander lässt sich
ein minimaler Krümmungsradius der flexiblen Lanze einstellen. Unter dem minimalen
Krümmungsradius ist der Radius zu verstehen, bei dem ein weiteres Abbiegen der Lanze
deutlich erschwert, also ein weiteres seitliches Abknicken weitgehend unterbunden
wird. Dadurch werden eine bleibende Verformung sowie ein Brechen der im Führungskanal
angeordneten Versorgungsleitungen zuverlässig vermieden.
[0014] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist ein Teil der Ausnehmungen als erste Ausnehmungen
ausgebildet, die sich jeweils beidseitig und vollständig über die Ausformung hinaus
erstrecken und mit einem Abstand vor dem Rand des zweiten Bandes enden.
[0015] Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist ein Teil der Ausnehmungen als zweite
Ausnehmungen ausgebildet, die sich jeweils von einem Rand des zweiten Bandes aus zu
der Ausformung hin erstrecken. Dabei liegen sich jeweils zwei zweite Ausnehmungen
paarweise gegenüber, sind also bezogen auf die Querrichtung der flexiblen Lanze entlang
bzw. parallel zu einer Linie angeordnet.
[0016] Prinzipiell ist es denkbar, dass das Band nur eine der beiden Formen an Ausnehmungen
aufweist oder diese in beliebiger Reihenfolge aufeinanderfolgen. Vorzugsweise folgen
die ersten und die zweiten Ausnehmungen jedoch jeweils abwechselnd in Längsrichtung
aufeinander. Dadurch wird die Flexibilität der Lanze weiter verbessert.
[0017] Vorzugsweise weist ein jeweils zwischen zwei zweiten Ausnehmungen angeordneter Randabschnitt
des zweiten Bandes eine abgerundete Form auf. Die Verbindungsstellen, an denen das
erste und das zweite Band miteinander verschweißt werden, liegen beispielsweise in
diesem abgerundeten Randabschnitt. Wird das zweite Band mittels Laserstrahlschneiden
geformt, lassen sich runde Randabschnitte einfacher erzeugen. Ferner weisen runde
Randabschnitte bzw. Kanten eine vorteilhafte Kraftverteilung sowie bessere Gleiteigenschaften
auf.
[0018] Um die Beweglichkeit der flexiblen Lanze weiter beeinflussen zu können, weisen das
erste und das zweite Band vorzugsweise unterschiedliche Biegefestigkeiten auf. Als
Material für die flexible Lanze bzw. für das erste und das zweite Band wird beispielsweise
Federstahl eingesetzt. In konstruktiv einfacher Weise wird die Biegefestigkeit des
ersten und des zweiten Bandes dadurch variiert, dass das erste und das zweite Band
eine unterschiedliche Dicke aufweisen.
[0019] Die Erfindung wird nachstehend auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile anhand
der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen jeweils in einer schematischen Prinzipskizze:
- FIG 1
- einen Ausschnitt einer flexiblen Lanze in einer perspektivischen Darstellung,
- FIG 2
- eine Längsansicht des ersten Bandes der flexiblen Lanze aus Fig. 1 vor ihrem Verbinden
in einer Längsansicht,
- FIG 3
- eine Längsansicht des zweiten Bandes der flexiblen Lanze aus Fig. 1 vor ihrem Verbinden
in einer Längsansicht,
- FIG 4
- eine schematische Darstellung des Einsatzes der flexiblen Lanze beim Bearbeiten oder
Inspizieren eines Rohrbodens eines Dampferzeugers.
[0020] FIG 1 zeigt eine flexible Lanze 2 zum Bearbeiten oder Inspizieren eines Rohrbodens
eines Dampferzeugers. Die flexible Lanze 2 ist aus einem flexiblen, metallischem ersten
Band 4 und einem flexiblen, metallischem zweiten Band 6 zusammengesetzt. Die beiden
Bänder 4, 6 bestehen aus Federstahl, beispielsweise Chromnickelstahl, und weisen eine
Dicke bzw. Wandstärke von etwa 0,1 bis 0,3 mm auf. Die Breite B
1 des ersten Bandes 4 beträgt etwa 40 mm, die Breite B
2 des zweiten Bandes 6 etwa 24 mm. Das zweite Band 6 weist also eine geringere Breite
auf als das erste Band 4. Das zweite Band 6 ist in Längsrichtung L auf dem ersten
Band 4 angeordnet und weist eine sich in Längsrichtung L erstreckende Ausformung 8
bzw. Aufnahme zur Aufnahme von drei Versorgungsleitungen 10 auf, welche an einen am
freien Ende 12 der flexiblen Lanze 2 angeordneten, in Fig. 1 aus Gründen der Übersichtlichkeit
nicht dargestellten Bearbeitungs- oder Inspektionskopf angeschlossen sind. Die Ausformung
8 weist ein im Querschnitt U-förmiges Profil auf und ist in Längsrichtung L der Lanze
ausgedehnt.
[0021] Das erste Band 4 und das zweite Band 6 weisen sich unterscheidende Biegefestigkeiten
auf. Hierfür können das erste und das zweite Band 4, 6 eine unterschiedliche Dicke
aufweisen.
[0022] Das erste Band 4 und das zweite Band 6 sind an Verbindungsstellen 14, welche in einem
Randabschnitt 34 des zweiten Bandes 6 liegen (vgl. Fig. 3), durch Punktschweißen miteinander
verbunden. Das erste Band 4 weist zwei sich gegenüberliegende Flachseiten 16 auf.
Die in dem zweiten Band 6 vorhandene Ausformung 8 und eine, dem zweiten Band 6 zugewandte
Flachseite 16 des ersten Bandes 4 bilden einen Führungskanal 18 zwischen sich aus,
in welchem die Versorgungsleitungen 10 geführt sind. Dabei wird eine offene Seite
der Ausformung 8 von dem ersten Band 4 überdeckt, sodass der Führungskanal 18 zu allen
Seiten hin verschlossen ist und die Versorgungsleitungen 10 somit vor Beschädigungen
geschützt sind. Der Führungskanal 18 erstreckt sich ebenso wie die Ausformung 8 in
Längsrichtung L der flexiblen Lanze 2.
[0023] Da das zweite Band 6 eine geringere Breite aufweist als das erste Band 4, werden
bei mittiger bzw. symmetrischer Anordnung des zweiten Bandes 6 um eine Mittellängsachse
M des ersten Bandes 4 sich in Längsrichtung erstreckende Randbereiche 20, 22 der flexiblen
Lanze 2 lediglich von dem ersten Band 4 gebildet. In den Randbereichen 20, 22 sind
Öffnungen 28 zum Eingriff einer nicht explizit dargestellten Vorschubeinrichtung vorhanden.
[0024] Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt einer Längsansicht des ersten Bandes 4 der flexiblen
Lanze 2 aus Fig. 1 vor ihrem Verbinden in einer Längsansicht. Die Verbindungsstellen
14 sind gestrichelt angedeutet. In den beiden Randbereichen 20, 22, also außenliegend,
weist die flexible Lanze 2 bzw. das erste Band 4 jeweils eine Reihe 24, 26 von in
Längsrichtung hintereinander, in äquidistantem Abstand A zueinander angeordneten Öffnungen
28 auf. Die Breite der Öffnungen 28 beträgt etwa 2 mm, die Länge etwa 2,5 mm. Die
Öffnungen 28 weisen zueinander in Längsrichtung jeweils einen Abstand A von etwa 5
mm auf. Dadurch, dass lediglich das erste Band 4 die für den Vorschub erforderlichen
Öffnungen 28 aufweisen muss, ist die Herstellung vereinfacht und ein Verklemmen der
Lanze 2 mit den Zahnrädern der Vorschubeinrichtung ist, insbesondere bei kleinen Krümmungsradien,
zuverlässig verhindert.
[0025] In Fig. 3 ist ein Ausschnitt einer Längsansicht des zweiten Bandes 6 der flexiblen
Lanze 2 aus Fig. 1 vor ihrem Verbinden mit dem ersten Band 4 in einer Längsansicht
dargestellt. Das zweite Band 6 weist eine bei der fertiggestellten Lanze 2 U-förmige
Ausformung 8 auf, wobei die Bereiche 8' die Schenkel der Ausformung ausbilden. Das
zweite Band 6 weist in Längsrichtung L hintereinander angeordnete Ausnehmungen 30,
32 auf, die sich senkrecht zu der Längsrichtung L, also in einer Querrichtung Q und
parallel zueinander erstrecken. Die Ausnehmungen 30, 32 erstrecken sich teilweise
über die Ausformung 8 hinaus, sind also in einem Bereich der Ausformung 8 bzw. des
teilweise von der Ausformung 8 gebildeten Führungskanals 18 vorhanden. Mit anderen
Worten ist das zweite Band 6 bzw. die Ausformung 8 von Ausnehmungen, die im vorliegenden
Fall schlitzförmig ausgebildet sind, unterbrochen. Dadurch wird vermieden, dass die
flexible Lanze 2 infolge der Ausformung 8 für einige Anwendungen zu steif wird und
ein Krümmen der flexiblen Lanze 2 bis zu einem über die Größe der Ausnehmungen 30,
32 bzw. Schlitze einstellbaren Krümmungsradius möglich ist. Typischerweise sind die
Ausnehmungen wenige Zehntel Millimeter breit und lasergeschnitten und der Abstand
B der Ausnehmungen 30, 32 in Längsrichtung L zueinander beträgt etwa 1 mm.
[0026] Gemäß Fig. 3 weist das zweite Band 6 zwei verschieden geformte Ausnehmungen 30, 32
auf. Eine erste Form der Ausnehmungen, nachfolgend erste Ausnehmungen 30, ist jeweils
schlitzförmig gestaltet und erstreckt sich beidseitig und vollständig über die Ausformung
8 hinaus. Die ersten Ausnehmungen 30 enden jeweils mit einem Abstand C vor dem Rand
des zweiten Bandes 6. Die ersten Ausformungen 30 weisen eine Länge L
1 von etwa 20 mm auf.
[0027] Eine zweite Form der Ausnehmungen, nachfolgend als zweite Ausnehmungen 32 bezeichnet,
erstrecken sich jeweils von einem Rand des zweiten Bandes 6 aus zu der Ausformung
8 und teilweise über diese hinaus. Die zweiten Ausformungen 32 sind ebenfalls schlitzförmig
und weisen eine Länge L
2 von etwa 10 mm auf. Ein jeweils zwischen zwei in Längsrichtung L benachbarten zweiten
Ausnehmungen 32 angeordneter Randabschnitt 34 des zweiten Bandes 6 weist eine abgerundete
Form auf.
[0028] Die ersten Ausnehmungen 30 und die zweiten Ausnehmungen 32 folgen jeweils abwechselnd
in Längsrichtung L aufeinander, sind also in alternierender Reihenfolge angeordnet.
[0029] In Fig. 4 ist die Verwendung der flexiblen Lanze 2 zur Bearbeitung oder Inspektion
eines Rohrbodens 50 eines Dampferzeugers 52 gezeigt, wobei lediglich ein Ausschnitt
des Dampferzeugers 52 mit im Querschnitt dargestellten Rohren 54 dargestellt ist.
Die Rohre 54 sind auf beiden Seiten einer Rohrgasse 56 angeordnet, die durch ein Handloch
58 in einer Wand 60 des Dampferzeugers 52 von außen zugänglich ist. Ein Manipulator
62, der in Fig. 4 lediglich schematisch angedeutet ist, wird in die Rohrgasse 56 eingeführt
und ist in Richtung 68 hin- und her bewegbar. Der Manipulator 62 umfasst eine Antriebsrolle
64, mit der die flexible Lanze 2 zwischen die Rohre 54 eingeführt wird. An dem freien
Ende 12 der flexiblen Lanze 2 ist ein Bearbeitungs- oder Inspektionskopf 66 angeordnet.
Mit Hilfe des Manipulators 62 bzw. der Antriebsrolle 64 wird der Bearbeitungs- oder
Inspektionskopf 66 durch Bewegung der flexiblen Lanze 2 in Richtung 70 an die zu untersuchende
oder zu bearbeitende Position zwischen den Rohren 54 geführt. Zur Bearbeitung und
Inspektion kann die flexible Lanze 2 beidseitig umgelenkt werden, wobei es jedoch
von Vorteil ist, wenn das erste Band 4, welches zwei Flachseiten 16 aufweist und somit
weitgehend plan ist, bei der Umlenkung innen liegt.
Bezugszeichenliste
| 2 |
Flexible Lanze |
58 |
Handloch |
| 4 |
erstes Band |
60 |
Wand |
| 6 |
zweites Band |
62 |
Manipulator |
| 8 |
Ausformung |
64 |
Antriebsrolle |
| 10 |
Versorgungsleitung |
66 |
Bearbeitungs- oder Inspektionskopf |
| 12 |
freies Ende der flexiblen Lanze |
|
|
| |
|
68 |
Richtung |
| 14 |
Verbindungsstellen |
70 |
Richtung |
| 16 |
Flachseite des ersten Bandes |
|
|
| |
|
B1 |
Breite des ersten Bandes |
| 18 |
Führungskanal |
B2 |
Breite des zweiten Bandes |
| 20, 22 |
Randbereich |
L1 |
Länge erste Ausformung |
| 24, 26 |
Reihe |
L2 |
Länge zweite Ausformung |
| 28 |
Öffnung |
L |
Längsrichtung |
| 30, 32 |
Ausnehmung |
A |
Abstand Öffnungen 28 |
| 34 |
Randabschnitt |
B |
Abstand Randabschnitt 34 |
| |
|
C |
Abstand Ausnehmungen 30, 32 |
| 50 |
Rohrboden |
|
|
| 52 |
Dampferzeuger |
M |
Mittellängsachse |
| 54 |
Rohr |
|
|
| 56 |
Rohrgasse |
|
|
1. Flexible Lanze (2) zum Bearbeiten oder Inspizieren eines Rohrbodens eines Dampferzeugers,
mit einem ersten Band (4) aus einem flexiblen, metallischen Material und einem zweiten
Band (6) aus einem flexiblen, metallischen Material, wobei das zweite Band (6) in
Längsrichtung (L) auf dem ersten Band (4) angeordnet ist, und wobei zumindest das
zweite Band (6) eine sich in Längsrichtung (L) erstreckende Ausformung (8) zur Aufnahme
einer Versorgungsleitung (10) für einen am freien Ende (12) der flexiblen Lanze (2)
angeordneten Bearbeitungs- oder Inspektionskopf (66) aufweist, und wobei das erste
Band (4) derart mit dem zweiten Band (6) verbunden ist, dass eine offene Seite der
Ausformung (8) von dem ersten Band (4) einen Führungskanal (18) bildend überdeckt
ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein sich in Längsrichtung (L) erstreckender Randbereich (20, 22) der flexiblen
Lanze (2) lediglich von dem ersten Band (4) oder dem zweiten Band (6) gebildet ist.
2. Flexible Lanze (2) nach Anspruch 1, wobei das erste Band (4) zwei sich gegenüberliegende
Flachseiten (16) aufweist.
3. Flexible Lanze (2) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das zweite Band (6) in Längsrichtung
(L) und symmetrisch um eine Mittellängsachse (M) des ersten Bandes (4) auf dem ersten
Band (4) angeordnet ist.
4. Flexible Lanze (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit in deren Randbereich
(20, 22) in Längsrichtung (L) angeordneten Öffnungen (28) zum Eingriff einer Vorschubeinrichtung.
5. Flexible Lanze (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Band (4)
und das zweite Band (6) an Verbindungsstellen (14) durch Punktschweißen verbunden
sind.
6. Flexible Lanze (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest das zweite
Band (6) in Längsrichtung (L) hintereinander angeordnete Ausnehmungen (30, 32) aufweist,
die sich senkrecht zu der Längsrichtung (L) erstrecken.
7. Flexible Lanze (2) nach Anspruch 6, wobei sich die Ausnehmungen (30, 32) zumindest
teilweise über die Ausformung (8) hinaus erstrecken.
8. Flexible Lanze (2) nach einem der Ansprüche 6 oder 7, wobei die Ausnehmungen (30,
32) als Schlitze ausgebildet sind.
9. Flexible Lanze (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei ein Teil der Ausnehmungen
(30, 32) als erste Ausnehmungen (30) ausgebildet ist, die sich jeweils beidseitig
und vollständig über die Ausformung (8) hinaus erstrecken und mit einem Abstand (C)
vor dem Rand des zweiten Bandes (6) enden.
10. Flexible Lanze (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei ein Teil der Ausnehmungen
(30, 32) als zweite Ausnehmungen (32) ausgebildet ist, die sich jeweils von einem
Rand des zweiten Bandes (6) aus zu der Ausformung (8) hin erstrecken.
11. Flexible Lanze (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, wobei die ersten und die zweiten
Ausnehmungen (30, 32) jeweils abwechselnd in Längsrichtung (L) aufeinanderfolgen.
12. Flexible Lanze (2) nach einem der Ansprüche 10 oder 11, wobei ein jeweils zwischen
zwei zweiten Ausnehmungen (32) angeordneter Randabschnitt (34) des zweiten Bandes
(6) eine abgerundete Form aufweist.
13. Flexible Lanze (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Band (4)
und das zweite Band (6) unterschiedliche Biegefestigkeiten aufweisen.
14. Flexible Lanze (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Band (4)
und das zweite Band (6) eine unterschiedliche Dicke aufweisen.
1. Flexible lance (2) for working or inspecting a tubesheet of a steam generator, comprising
a first band (4) of a flexible metallic material and a second band (6) of a flexible
metallic material, said second band (6) being arranged on the first band (4) in the
longitudinal direction (L), and wherein at least the second band (6) comprises a formation
(8) extending in the longitudinal direction (L) for receiving a supply line (10) for
a processing or inspection head (66) arranged at the free end (12) of the flexible
lance (2), and wherein the first band (4) is so connected to the second band (6) that
an open side of the formation (8) forming a guide channel (18) is covered by the first
band (4), characterized in that at least one edge region (20, 22) of the flexible lance (2) extending in the longitudinal
direction (L) is only formed from the first band (4) or the second band (6).
2. Flexible lance (2) according to claim 1, wherein the first band (4) comprises two
opposite flat sides (16).
3. Flexible lance (2) according to claim 1 or 2, wherein the second band (6) is arranged
on the first band (4) in the longitudinal direction (L) and symmetrically about a
central longitudinal axis (M) of the first band (4).
4. Flexible lance (2) according to one of the preceding claims, with openings (28) arranged
in the edge region (20, 22) in the longitudinal direction (L) for engagement of a
feed device.
5. Flexible lance (2) according to one of the preceding claims, wherein the first band
(4) and the second band (6) are connected by spot welding at connection points (14).
6. Flexible lance (2) according to any one of the preceding claims, wherein at least
the second band (6) comprises successively arranged recesses (30, 32) in the longitudinal
direction (L) and which extend perpendicular to the longitudinal direction (L).
7. Flexible lance (2) according to claim 6, wherein the recesses (30, 32) extend at least
partially beyond the formation (8).
8. Flexible lance (2) according to any one of claims 6 or 7, wherein the recesses (30,
32) are in the form of slots.
9. Flexible lance (2) according to any one of claims 6 to 8, wherein some of the recesses
(30, 32) are formed as first recesses (30), which extend outwards on both sides and
completely over the formation (8) and end at a distance (C) from the edge of the second
band (6).
10. Flexible lance (2) according to any one of claims 6 to 9, wherein a some of the recesses
(30, 32) are formed as second recesses (32), each extending from an edge of the second
band (6) to the formation (8).
11. Flexible lance (2) according to one of claims 6 to 10, wherein the first and the second
recesses (30, 32) succeed one another alternately in the longitudinal direction (L).
12. Flexible lance (2) according to any one of claims 10 or 11, wherein each edge portion
(34) of the second band (6) arranged between two second recesses (32) has a rounded
formation.
13. Flexible lance (2) according to one of the preceding claims, wherein the first band
(4) and the second band (6) have different bending strengths.
14. Flexible lance (2) according to one of the preceding claims, wherein the first band
(4) and the second band (6) have a different thickness.
1. Lance flexible (2) pour l'usinage ou l'inspection d'une plaque tubulaire d'un générateur
de vapeur, avec une première bande (4) constituée d'un matériau métallique flexible
et une deuxième bande (6) constituée d'un matériau métallique flexible, la deuxième
bande (6) étant disposée dans la direction longitudinale (L) sur la première bande
(4) et au moins la deuxième bande (6) comprenant une déformation (8) s'étendant dans
la direction longitudinale (L) pour le logement d'une ligne d'alimentation (10) pour
une tête d'usinage ou d'inspection (66) disposée à l'extrémité libre (12) de la lance
flexible (2) et la première bande (4) étant reliée avec la deuxième bande (6) de façon
à ce qu'un côté ouvert de la déformation (8) soit recouvert par la première bande
(4) en formant un canal de guidage (18), caractérisé en ce qu'au moins une zone de bord (20, 22), s'étendant dans la direction longitudinale (L),
de la lance flexible (2) est constituée uniquement de la première bande (4) ou de
la deuxième bande (6).
2. Lance flexible (2) selon la revendication 1, la première bande (4) comprenant deux
côtés plats (16) qui se font face.
3. Lance flexible (2) selon la revendication 1 ou 2, la deuxième bande (6) étant disposée
dans la direction longitudinale (L) et de manière symétrique autour d'un axe longitudinal
central (M) de la première bande (4) sur la première bande (4).
4. Lance flexible (2) selon l'une des revendications précédentes, avec des ouvertures
(28) disposées dans sa zone de bord (20, 22) dans la direction longitudinale (L) pour
l'emboîtement d'un dispositif d'avance.
5. Lance flexible (2) selon l'une des revendications précédentes, la première bande (4)
et la deuxième bande (6) étant reliées au niveau de points de liaison (14) à l'aide
d'une soudure par points.
6. Lance flexible (2) selon l'une des revendications précédentes, au moins la deuxième
bande (6) comprenant au moins des évidements (30, 32), disposés les uns derrière les
autres dans la direction longitudinale (L), qui s'étendent perpendiculairement à la
direction longitudinale (L).
7. Lance flexible (2) selon la revendication 6, les évidements (30, 32) s'étendant au
moins partiellement au-delà de la déformation (8).
8. Lance flexible (2) selon l'une des revendications 6 ou 7, les évidements (30, 32)
étant conçus comme des fentes.
9. Lance flexible (2) selon l'une des revendications 6 à 8, une partie des évidements
(30, 32) étant conçus comme des premiers évidements (30) qui s'étendent chacun des
deux côtés et entièrement au-delà de la déformation (8) et se terminent avec une distance
(C) devant le bord de la deuxième bande (6).
10. Lance flexible (2) selon l'une des revendications 6 à 9, une partie des évidements
(30, 32) étant conçus comme des deuxièmes évidements (32) qui s'étendent chacun d'un
bord de la deuxième bande (6) vers la déformation (8).
11. Lance flexible (2) selon l'une des revendications 6 à 10, les premiers et deuxièmes
évidements (30, 32) se succédant de manière alternée dans la direction longitudinale
(L).
12. Lance flexible (2) selon l'une des revendications 10 ou 11, une portion de bord (34),
disposée entre deux deuxièmes évidements (32), de la deuxième bande (6) présentant
une forme arrondie.
13. Lance flexible (2) selon l'une des revendications précédentes, la première bande (4)
et la deuxième bande (6) présentant des résistances à la flexion différentes.
14. Lance flexible (2) selon l'une des revendications précédentes, la première bande (4)
et la deuxième bande (6) présentant des épaisseurs différentes.
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