[0001] Die Erfindung betrifft ein Wandmodul für ein Komponente eines Wagenkastens für ein
Schienenfahrzeug, ein Wandsegment für ein Wandmodul, eine Wagenkastenkomponente, einen
Wagenkasten und ein Verfahren zur Herstellung (Fertigung, Vor- und Endmontage) von
Komponenten (Seitenwand, Stirnwand, Dach) für den Rohbau von Wagenkästen im Schienenfahrzeugbau
in Differenzialbauweise.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist bekannt, dass die Komponenten (Seitenwand, Stirnwand,
Dach) von Wagenkästen aus fachwerkartigen Gerippen, bestehend aus miteinander gefügten
Gerippeträgern und Längsversteifungen und einer anschließend damit verbundenen Außenbeblechung
gefertigt werden. Beispielhaft ist diese sogenannte "Differenzial-Bauweise" in der
DE 10 2008 048 083 A1, der
EP 2 555 957 B1 (
DE 10 2010 014 962 A1) und der
CN 204055793 U beschrieben. Die Fertigung der Komponenten (Seitenwand, Stirnwand, Dach) findet dabei
in der Regel so statt, dass die Bauteile für die fächerartigen Gerippe der Komponenten
in einem 1. Schritt in Vorrichtungen positioniert und darin mittels thermischer Fügeverfahren
zusammengefügt werden. In einem 2. Schritt werden Außenblechsegmente auf das Gerippe
aufgelegt und sowohl untereinander als auch mit dem Gerippe gefügt. Das Fügen der
Gerippe und der Außenbeblechung sowie deren Segmente untereinander erfolgt in der
Regel mittels Schweißverbindungen. Dabei sind bauartbedingt keine längeren durchgehenden
Schweißverbindungen möglich und die Schweißgeräte müssen ständig Ort und Richtung
ihrer Tätigkeit wechseln, was eine geringe Produktivität und gesteigerte Fertigungszeiten
zur Folge hat. Die bauartbedingte hohe Anzahl an Schweißverbindungen hat weiterhin
zur Folge, dass durch thermische Schrumpfungen insbesondere in der Längsrichtung der
Komponenten erhebliche Toleranzabweichungen zur Nennmaßhaltigkeit entstehen und die
thermische Beeinflussung zum Beulen der Außenbeblechung zwischen den fächerartig gestützten
Bereichen führt. Diese Formänderungen in vorgegebenen Grenzen zu halten bzw. zurückzuführen,
zwingt zu hohem zusätzlichen technischen Aufwand, insbesondere durch thermisches Spannen
der Außenbeblechung. Die fächerartigen Gerippe bestehen in der Regel aus in bestimmten
Abständen angeordneten Gerippeträgern mit einer Vielzahl von zwischen ihnen positionierten,
parallel zur Längsachse des Wagenkastens verlaufenden Längsprofilen. Insbesondere
für die Positionierung und das Fügen der Längsprofile sind kostenaufwändige Vorrichtungen
und fertigungszeitaufwändige Tätigkeiten erforderlich. Die fächerartige Ausbildung
der Gerippe erfordert zudem eine aufwändige Programmierung und ständige Unterbrechung
und Neupositionierung der eingesetzten Schweißgeräte beim thermischen Fügeprozess.
Die Außenbeblechung besteht in der Regel aus vorkonfektionierten Blechsegmenten, deren
Fügeprozess ähnlich fertigungszeitaufwändige Tätigkeiten und aufwändige Programmierung
der eingesetzten Schweißgeräte erfordern. Die aus dem Verhältnis Fächerraster des
Gerippes zur Blechdicke der Außenbeblechung bestehende Abhängigkeit zur erforderlichen
Steifigkeit der Komponenten bedingt zur Erzielung der vorgebenen Komponentenmasse
in den Wandbereichen mit hoher oder geringer Beanspruchung den Einsatz von verschiedenen
Blechdicken oder Blechen mit unterschiedlichen Festigkeitseigenschaften für die Außenbeblechung.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist bekannt, die Außenbeblechung mit einem nach innen gezogenen
und unter Bildung einer rohrförmigen Wulstversteifung punktverschweißt gestalteten
Randprofil zu fertigen. Beispielhaft ist diese technische Lösung in der
DD 274 793 B5 beschrieben.
[0004] Das Randprofil bildet dabei einen Montageflansch für den Fügestoß zweier Montageeinheiten,
die mittels Schließringbolzenverbindung gefügt werden. Im Falle einer Nutzung des
Randprofiles als Versteifungselement für eine Außenbeblechung würde dieses dazu führen,
dass bei Montage ein erheblicher manueller Mehraufwand für das Setzen und ein erhebliches
Mehrgewicht durch die eingebrachte Masse der Schließringbolzenverbindungen entsteht.
[0005] Aus dem Stand der Technik ist bekannt, Flächenbauteile mit einer Beblechung mit dieser
versteifenden auf der Innenseite horizontal verlaufenden Profilen zu fertigen. Beispielhaft
ist diese technische Lösung in der
DE 195 28 610 C1 beschrieben. Dabei werden die Fügeschenkel der horizontalen Versteifungsprofile ausgeklinkt
und in Teilabschnitten mittels Punktschweißen oder kurzen Kehlnahtschweißungen an
die Beblechung gefügt. Diese Lösung führt zu einer diskontinuierlichen Versteifung
der Beblechung und bedingt damit eine Erhöhung der Blechdicke zur Erreichung der erforderlichen
Steifigkeit für die Außenbeblechung.
[0006] Aus dem Stand der Technik ist ein Verfahren zur Herstellung eines modular aufgebauten
Stahlwagenkastens bekannt, bei dem die Außenbeblechung mit durch Beulsteifen versehene
Deckbleche gebildet wird, die sich in bestimmten Abständen horizontal über die gesamte
Länge des Wagenkastens erstrecken. Beispielhaft ist diese technische Lösung in der
DE 10 2006 038 058 A1 beschrieben. Die Beulsteifen werden dabei durch T-bzw. 1- Profile gebildet, die mittels
thermischen Fügeverfahrens oder Davex-Technologie mit den Deckblechen verbunden werden
und so als ein erstes Basiselement bereitgestellt werden. In einem folgenden Schritt
werden diese ersten Basiselemente auf zweite Basiselemente (Spanten), die zuvor auf
dem Untergestell positioniert werden, aufgelegt und thermisch gefügt. Diese Lösung
bedingt einen hohen technischen Aufwand beim Fügen der Außenbeblechung mit den vorher
auf dem Untergestell positionierten Spanten und die aus dieser Montagereihenfolge
bedingte Fügeposition der Außenbeblechung zu den Spanten eignet sich nicht für den
Einsatz moderner thermischer Fügeverfahren, wie das Laserschweißen.
[0007] Gegenüber diesem Stand der Technik ist es eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein vorteilhaftes Wandmodul und ein vorteilhaftes Wandsegment für eine Komponente
eines Wagenkatens eines Schienenfahrzeugs zur Verfügung zu stellen. Es ist eine zweite
Aufgebe der vorliegenden Erfindung, eine vorteilhafte Wagenkastenkomponente und einen
vorteilhaften Wagenkasten für ein Schienenfahrzeug zur Verfügung zu stellen. Schließlich
ist es eine dritte Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein vorteilhaftes Verfahren
zum Herstellen einer Wagenkastenkomponente zur Verfügung zu stellen.
[0008] Die erste Aufgabe wird durch ein Wandmodul nach Anspruch 1 bzw. durch ein Wandsegment
nach Anspruch 8 gelöst, die zweite Aufgabe wird durch eine Wagenkastenkomponente nach
Anspruch 16 bzw. durch einen Wagenkaten nach Anspruch 19 gelöst, und die dritte Aufgabe
wird durch ein Verfahren nach Anspruch 20 gelöst. Die abhängigen Ansprüche enthalten
vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0009] Erfindungsgemäß wird ein Wandmodul für die Herstellung von Komponenten (Seitenwand,
Stirnwand, Dach) für den Rohbau von Wagenkästen im Schienenfahrzeugbau vorgeschlagen,
das:
∘ eine Außenbeblechung mit in Abhängigkeit von den lokalen Beanspruchungen in bestimmten
Abständen angeordneten integrierten oder integralen Versteifungselementen enthält
und dessen Gerippe im Wesentlichen nur noch aus in Abhängigkeit von den lokalen Beanspruchungen
in bestimmten Abständen angeordneten Gerippeträgern besteht und im Wesentlichen ohne
zusätzlich fächerartig angeordnete Längsprofile zur Versteifung der Außenbeblechung
auskommt
∘ eine Fertigung, Vormontage und Endmontage der Wandmodule mit einfachen Positionierungs-
und Fügevorrichtungen und mit geringem Fertigungszeitaufwand durch eine Selbstpositionierung
und temporäre Selbstfixierung für den thermischen Fügeprozess der Außenbeblechung
mit den Gerippeträgern ermöglicht
∘ geringe Toleranzabweichungen in Maßhaltigkeit und Ebenheit durch eine reduzierte
thermische Beeinflussung aufweist
∘ eine örtlich erhöhte Ausnutzung der zulässigen Grenzbelastung der Werkstoffe durch
die zur Anwendung kommenden Schweißnahtgestaltungen (vorzugsweise Stumpfnahtstöße)
mit Bezug auf die Kerbfalllinien der geltenden Berechnungsvorschriften ermöglicht
∘ eine Reduzierung der verwendeten Blechdicken für die Außenbeblechung durch eine
auf die Beanspruchungen optimierte Anordnung der integrierten oder integralen Versteifungselemente
ermöglicht
∘ den optimalen Einsatz moderner thermischer Fügeverfahren durch eine Minimierung
der Unterbrechungen und Minimierung der Richtungswechsel beim Fügeprozess der Wandmodule
ermöglicht
∘ den optimalen Einsatz moderner Kaltumformungsverfahren wie bspw. das Rollprofilieren
zur Herstellung der Wandmodule ermöglicht
∘ durch das Gesamtsystem der genannten Eigenschaften einen hohen Automatisierungsgrad
des gesamten Fertigungsprozesses der Wandmodule und eine gute Zugänglichkeit für die
üblichen Korrosionsschutzmaßnahmen ermöglicht
[0010] Ein erfindungsgemäßes Wandmodul für eine Komponente wie Seitenwand, Stirnwand, Dach
oder dergleichen eines Wagenkastens eines Schienenfahrzeugs besteht aus:
- einem Abschnitt einer Außenbeblechung mit einer Innenfläche, welche dazu vorgesehen
ist, im Wagenkasten in Richtung auf das Wageninnere zu weisen,
- einer Anzahl von linienförmigen Versteifungselementen, die sich im Wesentlichen parallel
zueinander sowie längs dem Abschnitt der Außenbeblechung erstrecken und über die Innenfläche
des Abschnitts der Außenbeblechung vorstehen, und
- Gerippeträgern, die sich im Wesentlichen parallel zueinander, senkrecht zu den Versteifungselementen
und parallel zu dem Abschnitt der Außenbeblechung erstrecken und mit dem Abschnitt
des Außenbeblechung stoffschlüssig verbunden sind. Dadurch sind die Außenbeblechung,
die Versteifungselemente und die Gerippeträger derart miteinander verbunden, dass
sie zusammenwirkend die in das Wandmodul eingeleiteten Druck-, Zug- und Schubkräfte
sicher ertragen können, und dafür dergestalt ausgebildet sind, dass
- die Versteifungselemente sich über den Bereich mehrerer Gerippeträger hinweg unterbrechungsfrei
erstrecken und ein integraler oder integrierter Bestandteil des Abschnitts der Außenbeblechung
sind,
- die Gerippeträger an den Kreuzungsstellen mit den Versteifungselementen Formausklinkungen
aufweisen, die die durchlaufenden Versteifungselemente aufnehmen.
[0011] Der Abschnitt der Außenbeblechung kann dabei in einer quer zu den Versteifungselementen
verlaufenden Richtung eine ebene oder eine gewölbte Außenfläche und eine konstante
oder variable Blechdicke aufweisen, und die Versteifungselemente können insbesondere
jeweils aus einem Stegprofil mit einem daran angeordneten Hohlkörperprofil bestehen.
[0012] Das erfindungsgemäße Wandmodul zeichnet sich dadurch aus, dass einige oder alle Formausklinkungen
eine Form aufweisen, die nach einem Positionieren der Gerippeträger zum Abschnitt
der Außenbeblechung mit den Versteifungselementen im Zusammenwirken mit den Versteifungselementen
der Außenbeblechung bereits ohne die stoffschlüssige Verbindung eine formschlüssige
oder kraftschlüssige Fixierung der Gerippeträger relativ zum Abschnitt der Außenbeblechung
mit den Versteifungselementen herbeiführen.
[0013] Unter einem integralen Bestandteil der Außenbeblechung ist ein einstückig mit der
Außenbeblechung hergestellter Bestandteil zu verstehen. Bspw. können ein oder mehrere
der Versteifungselemente mittels eines urformenden Verfahrens oder eines umformenden
Verfahrens, vorzugsweise Kaltumformen, als integraler Bestandteil der Außenbeblechung
hergestellt sein. Demgegenüber ist unter einem integrierten Bestandteil der Außenbeblechung
ein Bestandteil zu verstehen, der separat geformt und anschließend mit der Außenbeblechung
gefügt worden ist. Bspw. können ein oder mehrere der Versteifungselemente mittels
eines thermischen Fügeverfahrens in die Außenbeblechung integriert sein.
[0014] Der Abschnitt der Außenbeblechung des Wandmoduls kann aus einem oder mehreren Wandsegmenten
mit jeweils einer Querausdehnung und einer im Verhältnis zur Querausdehnung größeren
Längsausdehnung bestehen, das bzw. die jeweils eine oder mehrere integrierte oder
integrale Versteifungselemente umfassen, die sich entlang der Längsausdehnung und
parallel zur Innenfläche des Wandmodules erstrecken. Die einzelnen Wandsegmente können
dann in einfacher Weise bspw. mittels einer linear bewegten Schweißvorrichtung gefügt
werden.
[0015] Im erfindungsgemäßen Wandmodul können die Gerippeträger eine oder mehrere der Formausklinkungen
enthalten, die derart ausgebildet sind, dass nach dem mechanischen Zusammenfügen der
Gerippeträger mit den Versteifungselementen die Gerippeträger über im Wesentlichen
ihre gesamte Länge an der Außenbeblechung diese berührend anliegen oder in definiertem
Abstand positioniert sind. Dies erleichtert das spätere Fügen der Gerippeträger mit
der Außenbeblechung.
[0016] Ein erfindungsgemäßes Wandsegment für ein Wandmodul einer Komponente eines Wagenkastens
eines Schienenfahrzeugs besteht aus einem streifenförmigen Abschnitt eines Stahlbleches
der Außenbeblechung, einem oder mehreren sich parallel zur Innenfläche des Wandsegments
erstreckenden und über die Innenfläche vorstehenden Versteifungselementen, jeweils
bestehend aus einem Stegprofil sowie einem Hohlkörperprofil.
[0017] In einer ersten Ausgestaltung des Wandsegments sind der streifenförmige Abschnitt
einerseits und das Stegprofil sowie das Hohlkörperprofil andererseits separat hergestellt
und durch ein stoffschlüssiges Fügeverfahren miteinander gefügt. Dabei besteht die
Möglichkeit, dass das Stegprofil und das Hohlkörperprofil separat hergestellt und
durch ein stoffschlüssiges Fügeverfahren miteinander gefügt sind. Bspw. können das
Stegprofil und das Hohlkörperprofil mittels Laser- oder Laserhybridschweissen miteinander
gefügt sein. Das Stegprofil und Hohlkörperprofil können aber auch einstückig hergestellt
sein, bspw. durch Strangpressen. Außerdem können sie lokal variable Blechdicken aufweisen.
[0018] In einer zweiten Ausgestaltung des Wandsegments sind der streifenförmige Abschnitt,
das Stegprofil und das Hohlkörperprofil einstückig als Streifenprofil hergestellt.
Insbesondere können sie als urgeformtes Streifenprofil hergestellt sein. Zum Urformen
kann bspw. Rollprofilieren zur Anwendung kommen. Auch in dieser Ausgestaltung können
das Stegprofil und das Hohlkörperprofil lokal variable Blechdicken aufweisen. Ein
auf das Urformen zurückzuführender Spalt des Stegprofiles kann mit einem spaltkorrosionshindernden
Material, insbesondere durch ein stoffschlüssiges Fügeverfahren, vorzugsweise durch
ein Laserschweißverfahren oder Laserlötverfahren, geschlossen und an der Außenfläche
der Außenbeblechung vorzugsweise oberflächeneben gefüllt sein.
[0019] Eine erfindungsgemäße Wagenkastenkomponente für ein Schienenfahrzeug besteht aus
einem oder aus mehreren der erfindungsgemäßen Wandmodule. In ihr können Ausnehmungen,
wie Fensterausschnitte, Türausschnitte, Mediendurchführungen oder dergleichen mit
hoher Passgenauigkeit ausgeschnitten sein. In diesen Ausnehmungen können umlaufend
Verstärkungsprofile, vorzugsweise durch Laser- oder Laserhybridschweißen stoffschlüssig
und als T-Stoß auf der Innenseite der Ausnehmungen gefügt, verlaufen. Zusätzlich können
in anderen Wandbereichen, in denen besonders hohe Spannungen zu ertragen sind, zusätzliche
in Abhängigkeit der Beanspruchung und Einbausituation gestaltete Versteifungsprofile
wie bspw. Türsäulen oder Voutenträger angeordnet sein.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen einer Wagenkastenkomponente umfasst
die Arbeitsschritte:
- Herstellung wenigstens eines Abschnittes der Außenbeblechung aus erfindungsgemäßen
Wandsegmenten sowie Einlegen und Fixieren der Außenbeblechung in einer Haltevorrichtung
derart, dass die Versteifungselemente frei zugänglich zur Positionierung der Gerippeträger
sind,
- Herstellung der Gerippeträger mit den Formausklinkungen und Positionierung der Gerippeträger
zur Außenbeblechung durch Einlegen in die Haltevorrichtung,
- mechanisches Zusammenfügen der Gerippeträger mit den Versteifungselementen derart,
dass die Gerippeträger an den Versteifungselementen formschlüssig positioniert oder
federnd kraftschlüssig fixiert werden, wobei die Stege der Gerippeträger an der Außenbeblechung
zur Anlage kommen oder in definiertem Abstand zur Außenbeblechung positioniert sind,
- thermisches Fügen der Gerippeträger mit der Außenbeblechung mittels eines oder mehrerer
thermischer Fügeverfahren und
- falls erforderlich, Herstellung der Ausschnitte für Fenster, Türen, Mediendurchführungen
und dergleichen in einem Wandmodul nach dem Fügen der Gerippeträger mit der Außenbeblechung
mittels eines thermischen und/oder spanenden Trennverfahrens und mechanisches Zusammenfügen
der Verstärkungsprofile in den Ausschnitten mit dem Wandmodul in einer Haltevorrichtung
und anschließendes thermisches Fügen der Anordnung mittels eines oder mehrerer thermischer
Fügeverfahren.
[0021] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass einige oder alle Formausklinkungen
eine Form aufweisen, die nach dem Einführen der Versteifungselemente des Abschnittes
der Außenbeblechung in die Formausklinkungen der Stege der Gerippeträger und vor dem
thermischen Fügen im Zusammenwirken mit den Versteifungselementen der Außenbeblechung
eine formschlüssige oder kraftschlüssige Fixierung der Gerippeträger relativ zum Abschnitt
der Außenbeblechung mit den Versteifungselementen herbeiführen.
[0022] Außerdem kann das Verfahren auch das Herstellen der ersten Stufe einer Korrosionsschutzbehandlung
(Grundanstrich) der Komponente einschließlich der Hohlraumkonservierung der Versteifungselemente
umfassen.
[0023] Die Herstellung der Außenbeblechung kann im Wesentlichen durch das unterbrechungsfreie
Fügen von Wandsegmenten erfolgen, die sich über die gesamte Länge der Wagenkastenkomponente
erstrecken.
[0024] Das Fügen der Außenbeblechung mit den Gerippeträgern zu einem Wandmodul kann durch
die formschlüssige Positionierung und/oder kraftschlüssige Fixierung ohne zusätzliche
Klemmvorrichtungen zur Fixierung der Gerippeträger auf der Außenbeblechung beim thermischen
Fügeprozeß erfolgen. Das von den Gerippeträgern gebildete Gerippe besteht nur noch
aus den Gerippeträgern ohne zusätzlich fächerartig angeordnete Längsprofile zur Versteifung
der Außenbeblechung.
[0025] Ein erfindungsgemäßer Wagenkasten für ein Schienenfahrzeug umfasst wenigsten eine
erfindungsgemäße Wagenkastenkomponente. Ein nach dieser Erfindung hergestellter Wagenkasten
für ein Schienenfahrzeug umfasst daher das Merkmal, dass die Seitenwände oder Bereiche
der Seitenwände, die Stirnwände oder Bereiche der Stirnwände, das Dach oder ein Bereich
des Daches mit Wandmodulen hergestellt ist. Die Wandmodule umfassen insbesondere die
Gestaltung der Außenbeblechung aus Wandsegmenten mit integrierten oder integralen
Versteifungselementen, die unterbrechungsfrei durch Gerippeträger geführt werden,
der Gerippegestaltung im Wesentlichen ohne Verwendung zusätzlicher Längsprofile zur
Versteifung der Außenbeblechung und dem Merkmal der Selbstpositionierung und ggf.
der temporären Selbstfixierung der Gerippeträger über die Versteifungselemente der
Außenbeblechung. Es versteht sich, dass jedoch in Wandbereichen, in denen besonders
hohe Spannungen auftreten können, wie z.B. im Bereich von Ausschnitten für Fenster,
Türen, Mediendurchführungen und dergleichen, weitere Verstärkungsprofile angeordnet
sein können.
[0026] Die nach der Erfindung hergestellten Komponenten wie Seitenwand, Stirnwand, Dach
oder dergleichen bieten den Vorteil, dass sie mit einer hohen Maßhaltigkeit und wesentlich
geringeren Ebenheitsabweichungen gegenüber den bisher bekannten Fertigungs- und Konstruktionsverfahren
herstellbar sind und durch ihre Gestaltung den optimalen Einsatz moderner Fertigungs-
und thermischer Fügeverfahren, insbesondere das Rollprofilieren, das Laser-Schneiden
und Laser-Schweißen ermöglichen. Besonders vorteilhaft erweist sich die Möglichkeit,
Wandmodule herzustellen, die sich über die gesamte Länge (z.B. einer Seitenwand oder
eines Daches) bzw. Breite (z.B. einer Stirnwand) einer Komponente für einen Wagenkasten
erstrecken. Sollen separat hergestellte Versteifungselemente in die Außenbeblechung
integriert werden, sind lange, unterbrechungsfreie Schweißnähte und (insbesondere
vorteilhaft bei Anwendung von Laserschweißverfahren) das gleichzeitige parallele Arbeiten
mehrerer Schweißgeräte möglich. Bei der Verwendung einer Außenbeblechung mit integralen
Versteifungselementen sind Längsnähte im Wesentlichen nur noch für das Fügen der dünnblechigen
Streifenprofile erforderlich. Das hierbei zur Anwendung kommende Streifenprofil eignet
sich insbesondere für das Herstellungsverfahren Rollprofilieren.
[0027] Fertigungstechnisch kann es ein besonderer Vorteil sein, notwendige Ausschnitte für
Fenster, Türen, Mediendurchführungen und dergleichen in einem Wandmodul erst nach
dem Fügen der Gerippeträger mit der Außenbeblechung mittels eines thermischen und
/ oder spanenden Trennverfahrens einzubringen.
[0028] Die Erfindung ermöglicht insbesondere durch die angepasste Anordnung der integrierten
oder integralen Versteifungselemente der Außenbeblechung vergleichbare strukturmechanische
Eigenschaften bei reduzierten Blechdicke gegenüber den bisher bekannten Bauweisen.
[0029] Für die Fertigung, Vormontage und Endmontage der nach der Erfindung gestalteten Wandmodule
bedarf es durch die Möglichkeit der Selbstpositionierung und temporären Selbstfixierung
eines wesentlich geringeren Vorrichtung- und Fügezeitaufwands gegenüber den bisher
bekannten Fertigungsverfahren und Bauweisen.
[0030] Die Verwendung erfindungsgemäßer Wandmodule erlaubt einen hohen Automatisierungsgrad
des gesamten Fertigungsprozesses der Wandmodule gegenüber den bisher bekannten Fertigungsverfahren
und Bauweisen.
[0031] Wagenkästen für Schienenfahrzeuge müssen für eine hohe Lebensdauer, z.B. für 30 oder
35 Jahre, ausgelegt werden. Deshalb kommt ihrem Korrosionsschutz eine hohe Bedeutung
zu. Die erfindungsgemäße Ausbildung der Bauteile und ihre Anordnung weist eine gute
Zugänglichkeit für übliche Korrosionsschutzmaßnahmen auf. Sind Bauteile durch Rollprofilieren
hergestellt, verhindert das Auffüllen zwischen ihnen bestehender Spalte eine Spaltkorrosion.
Auch der in Hohlprofilen unvermeidliche Hohlraum ist üblichen Hohlraumkonservierungsmaßnahmen
gut zugänglich.
[0032] Eine erfindungsgemäße Ausbildung der Versteifungselemente hat auch besondere Vorteile
für den Innenausbau der Wagenkästen. Während es bei den nach dem Stand der Technik
hergestellten Wagenkästen üblich ist, für die Befestigung einer thermisch und akustisch
wirkenden Innenisolierung und/oder für den Anbau von Medienleitungen, Zwischenwänden,
Gepäckaufnahmeeinrichtungen, Beleuchtungs- und Klimatisierungseinrichtungen und Wandverkleidungen
etc. eine hohe Anzahl von Befestigungsmitteln zusätzlich anzuschweißen, kann bei der
erfindungsgemäßen Ausbildung eines Wagenkastens weitgehend oder vollständig darauf
verzichtet werden, wenn für den Anschluss besagter Innenausbauteile Befestigungsmittel
(Klammerelemente) verwendet werden, die derart ausgebildet sind, dass sie form- und/oder
kraftschlüssig mit den Versteifungselementen verbindbar sind.
[0033] Durch die erfindungsgemäße Gestaltung und den möglichen hohen Kaltumformungsanteil
im Herstellungsprozess ist eine Minimierung des auf die Außenbeblechung wirkenden
Wärmeeintrages, des daraus resultierenden Verzugs und der zu dessen Beseitigung oder
Minderung aufzuwendenden Korrekturmaßnahmen und Fertigungszeit erreichbar. Gleichzeitig
ermöglicht die erfindungsgemäße Lösung eine konstruktive Optimierung der Bauteile
hinsichtlich der notwendigen Materialstärken und der anspruchsgerechten (weiter oder
enger beabstandeten) räumlichen Verteilung der Versteifungselemente, die gegenüber
den zum Stand der Technik bekannten Anordnungen und Verfahren zu einer deutlichen
Material- und Gewichtseinsparung sowie über die Lebensdauer eines Schienenfahrzeugs
mit einem erfindungsgemäß ausgebildeten Wagenkasten zu einer deutlichen Einsparung
an Betriebsenergie führt.
[0034] Weitere Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf
die beigefügten Figuren.
- Figur 1
- zeigt eine isometrische Darstellung eines erfindungsgemäß gestalteten Wandmoduls.
- Figur 2
- zeigt eine isometrische Detaildarstellung eines Ausschnitts des Wandmoduls aus Figur
1.
- Figuren 3A-E
- zeigen verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten des Hohlkörperprofils von Versteifungselementen
des Wandmoduls aus Figur 1 in einer Querschnittsansicht.
- Figur 4
- zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel für ein Wandsegment des Wandmoduls aus Figur
1 in einer Querschnittsansicht.
- Figur 5
- zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel für ein Wandsegment des Wandmoduls aus Figur
1 in einer Querschnittsansicht.
- Figur 6
- zeigt eine Ausgestaltung der Selbstpositionierung eines Gerippeträgers im Wandmodul
aus Figur 1.
- Figur 7
- zeigt eine alternative Ausgestaltung der Selbstpositionierung eines Gerippeträgers
mit Selbstfixierung.
- Figur 8
- zeigt noch eine alternative Ausgestaltung der Selbstpositionierung eines Gerippeträgers
mit Selbstfixierung.
- Figur 9
- zeigt eine isometrische Darstellung eines Seitenwandmoduls.
- Figur 10
- zeigt eine isometrische Darstellung einer Seitenwand.
- Figur 11
- zeigt einen beispielhaften Schnitt durch die Seitenwand aus Figur 10.
[0035] Figur 1 zeigt eine isometrische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäß
gestaltetes Wandmodul 1 für ein Schienenfahrzeug, und Figur 2 zeigt einen vergrößerten
Ausschnitt aus Figur 1. Das Wandmodul 1 besteht aus der Außenbeblechung 2 mit integrierten
oder integralen Versteifungselementen 3 und einem Gerippe aus in bestimmten Abständen
angeordneten Gerippeträgern 4. In diesem Beispiel sind die Versteifungselemente 3
und die dazu senkrecht verlaufenden Gerippeträger 4 derart angeordnet und mit der
Außenbeblechung 2 verbunden, dass das Wandmodul 1 ohne ein fächerartiges Gerippe mit
einer Vielzahl von zusätzlichen horizontalen Versteifungsprofilen auskommt.
[0036] Das Wandmodul 1 ist aus einer Mehrzahl von Wandsegmenten 11, 11' aufgebaut, die jeweils
ein streifenförmiges Segment 2a der Außenbeblechung 2 beinhalten. Im dargestellten
Wandmodul 1 sind unterschiedliche Wandsegmente 11 und 11' vorhanden. Die Wandsegmente
11 weisen jeweils eine Längsausdehnung L und eine Querausdehnung Q auf, wobei die
Längsausdehnung L größer als die Querausdehnung Q ist. In jedem Wandsegment 11 ist
ein Versteifungselement 3 integriert oder integral ausgebildet, das sich linienförmig
entlang der Längsausdehnung L des Wandsegments 11 erstreckt und über die Innenfläche
22 der Außenbeblechung 2 vorsteht. Jedes Versteifungselement 3 ist unterbrechungsfrei
durch die Gerippeträger 4 geführt. Das in Figur 1 zu erkennende Wandelement 11' weist
im Vergleich zu den Wandelementen 11 eine größere Querausdehnung auf. Außerdem ist
es mit einer Mehrzahl von parallel zueinander verlaufenden, integriert oder integral
ausgebildeten Versteifungselementen 3 versehen, die sich in Längsausdehnung erstrecken
und über die Innenfläche 22 der Außenbeblechung 2 vorstehen. Entlang linearer Schweißnähte
21 sind die Segmente 2a der Außenbeblechung 2 und damit die Wandsegmente 11, 11' bspw.
mittels Laser- oder Laserhybridschweißens miteinander verschweißt.
[0037] Jedes Versteifungselement 3 umfasst ein mit der Außenbeblechung 2 integriert oder
integral ausgebildetes Stegprofil 5 und ein am von der Außenbeblechung 2 entfernten
Ende des Stegprofils 5 angeordnetes Hohlkörperprofil 6. Die Figuren 3A-E zeigen verschiedene
Gestaltungsmöglichkeiten des Hohlkörperprofils 6. Generell kann das Hohlkörperprofil
6 einen symmetrischen oder asymmetrischen Querschnitt sowie gerade oder gekrümmte
Profilabschnitte, welche eine zentrale Profilöffnung 23 umschließen, aufweisen..
[0038] FIG.4 zeigt ein Beispiel für die Ausgestaltung eines Wandsegments 11. Es sind ein
Ausschnitt aus dem streifenförmigen Segment 2a der Außenbeblechung 2 und ein integriertes
Versteifungselement 3a zu erkennen. Das Versteifungselement 3a verläuft unterbrechungsfrei
über die gesamte Längsausdehnung L des Wandsegments und besteht im vorliegenden Beispiel
aus einem mit dem streifenförmigen Segment 2a der Außenbeblechung 2 entlang einer
Schweißnaht 14 verschweißten Stegprofil 5 und einem an das Stegprofil 5 angeschweißten
Hohlkörperprofil 6. Das Schweißen des Stegprofils 5 an das streifenförmige Segment
2a der Außenbeblechung 2 erfolgt im vorliegenden Beispiel mittels Laserschweißen.
Besonders vorteilhaft dabei ist, dass die Schweißverbindungen mit den unterbrechungsfrei
über die gesamte Länge eines Wandsegments 11 verlaufenden Versteifungselementen 3a
durch ununterbrochene Schweißnähte herstellbar sind.
[0039] FIG.5 zeigt ein alternatives Beispiel für die Ausgestaltung des Wandsegments 11.
Wie in Figur 4 sind ein Ausschnitt aus dem streifenförmigen Segment 2a der Außenbeblechung
2 und ein Versteifungselement 3b zu erkennen. Im Unterschied zu der in Figur 4 dargestellten
Ausgestaltung des Wandelements 11 ist das Versteifungselement 3b in der vorliegenden
Ausgestaltung integral mit dem streifenförmigen Segment 2a der Außenbeblechung 2 ausgebildet.
Das Hohlprofil 6 weist dabei einen nur fast vollständig kreisförmigen Querschnitt
auf. Im Bereich des Anschlusses des Hohlprofils 6 an das Stegprofil 5 ist eine Ausbuchtung
25 des Hohlprofils 6 in Richtung auf das Stegprofil vorhanden. Dadurch wird eine erhöhte
Elastizität des Hohlprofils 6 bei innerhalb der Querschnittsfläche auf das Hohlprofil
6 wirkenden Kräften erreicht.
[0040] Die in Figur 5 gezeigte spezielle Form des Stegprofils 5, des zylinderförmigen Hohlprofils
6 und des Streifenprofils 2a wird vorzugsweise durch Rollprofilieren hergestellt ist.
Dabei kann der Spalt 12 im Bereich des Stegprofils 5 mindestens an der Außenfläche
24 des streifenförmigen Segments 2a der Außenbeblechung 2 oberflächeneben aufgefüllt
sein. Besonders vorteilhaft im Sinne der Korrosionsvermeidung ist es, wenn der Spalt
12 über seine gesamte Spaltlänge SL geschlossen ist. Vorzugsweise erfolgen das Auffüllen
an der Außenfläche 24 und das Schließen des Spaltes 12 durch ein stoffschlüssiges
Fügeverfahren, vorzugsweise mittels Laserlöten oder Kleben oder durch ein anderes
Schweißverfahren in Verbindung mit einem spaltkorrosionshindernden Material.
[0041] FIG.6 zeigt eine Ausgestaltung einer Selbstpositionierung eines Gerippeträgers 4
an der Außenbeblechung 2 über das integrierte oder integrale Versteifungselement 3.
Dabei kann die Berührungskontur 9 zwischen der Außenbeblechung 2 und dem Steg 8 des
Gerippeträgers 4 eine Gerade oder, wenn die Außenbeblechung 2 des Wandmoduls gekrümmt
sein soll, eine der Krümmung entsprechende Kurve sein. Zur Selbstpositionierung wird
das Versteifungselement 3 in eine Formausklinkung 7 im Steg 8 des Gerippeträgers 4
eingeführt. Die Formausklinkung 7 weist einen Endabschnitt 7a auf, dessen Querschnitt
im Wesentlichen komplementär zum Querschnitt des Hohlprofils 6 ausgebildet ist. Der
Endabschnitt 7a ist von einem Einführabschnitt 7b, dessen Öffnungsbreite geringfügig
größer als der Durchmesser des Hohlprofils 6 ist, getrennt.
[0042] FIG. 7 zeigt eine Ausführung der Selbstpositionierung eines Gerippeträgers 4 an der
Außenbeblechung 2 mit temporärer Selbstfixierung, bei dem eine temporäre Selbstfixierung
mittels formschlüssigen Klemmens über ein integrales Versteifungselement 3b und komplementär
zum integralen Versteifungselement 3b angeordnete mindestens teilweise formschlüssig
zum Hohlprofil gestaltete Formausklinkung 7 im Steg 8 des Gerippeträgers 4 erfolgt.
Die Formausklinkung 7 weist einen Endabschnitt 7a auf, dessen Querschnitt im Wesentlichen
komplementär zum Querschnitt des Hohlprofils 6 ausgebildet ist. Der Endabschnitt 7a
ist von einem Einführabschnitt 7b, dessen Öffnungsbreite geringfügig größer als der
Durchmesser des Hohlprofils 6 ist, durch einen Klinkenabschnitt 7c, dessen Öffnungsbreite
aufgrund von beidseitig angeordneten Klemmnasen 10 geringfügig kleiner als der Durchmesser
des Hohlprofils 6 ist, getrennt. Beim Einführen des Versteifungselements 3 in die
Formausklinkung 7 wird das Hohlprofil beim Passieren des Klinkenabschnittes 7c durch
die Klemmnasen 10 zusammengedrückt. Nach dem Passieren des Klinkenabschnitts 7c dehnt
sich das Hohlprofil 6 im Endabschnitt 7a aufgrund seiner Elastizität wieder aus, so
dass das Hohlprofil 6 im Endabschnitt 7a mittels des Klinkenabschnitts 7c formschlüssig
fixiert ist. Dabei ist die Öffnungsweite der Klemmnasen 10 so gewählt, dass beim Aufklemmen
des Gerippeträgers 4 auf das Versteifungselement 3b nur eine elastische, aber keine
oder nur eine geringe plastische Verformung des Hohlkörperprofiles 6 eintritt, ohne
dass der federnde Kraftschluss aufgehoben wird. Für die Herstellung der Formausklinkungen
7 sollte unabhängig von der konkreten Ausgestaltung der Formausklinkungen 7 vorzugsweise
das Laserschneiden zur Anwendung kommen, da so die erforderliche hohe Form- und Passgenauigkeit
der Bauteile erreichbar ist.
[0043] FIG.8 zeigt eine alternative Ausgestaltung der Selbstpositionierung eines Gerippeträgers
4 an der Außenbeblechung 2 mit temporärer Selbstfixierung. Während in der in Figur
7 gezeigten Ausgestaltung der Selbstpositionierung eine beidseitige Anordnung von
Klemmnasen 10 im Klinkenabschnitt 7c zur Anwendung kommt, findet in der vorliegenden
Ausgestaltung eine temporäre Selbstfixierung durch eine Paarung von asymmetrischen
Formausklinkungen 7 statt. In einem Paar von asymmetrischen Formausklinkungen 7 weist
jede Formausklinkung lediglich einen Klinkenabschnitt 7c auf, wobei die Klinkenabschnitte
7c in den beiden Formausklinkungen 7 des Paares an unterschiedlichen Seiten der Formausklinkung
7 angeordnet sind, so dass sie durch eine Achsenspiegelung ineinander überführt werden
können. Mit anderen Worten in einem Paar von Formausklinkungen 7 sind die jeweiligen
Klinkenabschnitte 7c unterschiedlich orientiert. Die Paare von Formausklinkungen 7
sind über den jeweiligen Gerippeträger 4 verteilt, wobei die Formausklinkungen 7 eines
Paares von Formausklinkungen 7 nicht notwendigerweise nebeneinander angeordnet zu
sein brauchen. Das elastische Klemmen des integrierten Versteifungselements 3 in dem
Gerippeträger 4 wird durch das Zusammenwirken der Klinkenabschnitte 7c eines Paares
von Formausklinkungen 7 erreicht. Obwohl die Formausklinkungen 7 im vorliegenden Ausführungsbeispiel
durch eine Achsenspiegelung ineinander überführt werden können, ist diese Ausgestaltung
nicht zwingend notwendig. Wesentlich ist lediglich, dass die beiden Formausklinkungen
7 eines Paares durch die asymmetrisch und entgegengesetzt, jedoch nicht zwingend gespiegelt,
ausgerichtete Anordnung des Klinkenabschnittes 7c in seinem das Hohlprofil seitlich
umfassenden Bereich eine entgegengesetzt wirkende Klemmkraft über die Federwirkung
des Stegprofiles 5 erzeugt, so dass die Formausklinkungen 7 des Paares einen Formschluss
mit den zugeordneten Versteifungselementen 3 herbeiführen können. Dabei ist besagte
Asymmetrie so gewählt, dass beim Aufklemmen des Gerippeträgers 4 auf das Versteifungselement
3a nur elastische bzw. keine versagensbegünstigenden plastischen Verformung des Stegprofiles
5 und des Hohlkörperprofils 6 eintreten, jedoch der federnde Kraftschluss gegeben
ist. Nach dem Aufklemmen ist Spannungsfreiheit zulässig.
[0044] FIG.9 zeigt die isometrische Darstellung eines Seitenwandmoduls 13 in Fügeposition
der Gerippeträger 4 zur Außenbeblechung 2 mit den integrierten oder integralen Versteifungselementen
3. Hierbei kann es von Vorteil sein, die Gerippeträger 4 beim positionierten Aufsetzen
auf die Außenbeblechung 2 mittels einer Vorrichtung elastisch so zu verspannen, dass
sich die Klemmnasen der Formausklinkungen soweit spreizen, dass das Einrasten auf
die zur Außenbeblechung 2 zugehörigen Versteifungselemente 3 ohne erhöhten Fügekraftaufwand
erfolgen kann. Nach dem Einrasten der Klemmnasen kann der Fügeprozess zwischen der
Außenbeblechung 2 und den Stegen der Gerippeträger 4 vorzugsweise mittels Laser- oder
Laserhybridschweißen 14 als T- Stoßverbindung ausgeführt werden.
[0045] FIG.10 zeigt die isometrische Darstellung einer als Seitenwand 17 ausgestalteten
Wagenkastenkomponente in Fügeposition bestehend aus einem Seitenwandmodul 13 mit nach
dem Fügen der Gerippeträger 4 in das Seitenwandmodul 13 mittels eines thermischen
und / oder spanenden Trennverfahrens eingebrachten Ausschnitten 26, 27 für Fenster,
Türen, Mediendurchführungen und dergleichen sowie im Bereich von Ausschnitten 26,
27 für Fenster, Türen, Mediendurchführungen und dergleichen zur örtlichen Aussteifung
angeordneten und thermisch gefügten Verstärkungsprofilen 18, Türsäulen 19 und dem
Voutenträger 20. Für die Herstellung der Ausschnitte sollte vorzugsweise das thermische
Trennverfahren Laserschneiden oder ein mechanisches Trennverfahren zur Anwendung kommen,
da so die erforderliche hohe Form- und Passgenauigkeit der Bauteile erreichbar ist.
[0046] FIG.11 zeigt einen beispielhaften Schnitt durch die Darstellung der Komponente Seitenwand
17 im Fügestoß des Seitenwandmoduls 13 mit dem T-stoßförmig umlaufenden Verstärkungsprofil
18, wobei die gesamte Kontaktfläche stoffschlüssig vorzugsweise mittels Laser- oder
Laserhybridschweißnaht 14 gefügt ist.
[0047] Mit Hilfe der Erfindung kann eine Wagenkastenkomponente hergestellt werden, indem
die folgenden Schritte ausgeführt werden:
- Herstellung wenigstens eines Abschnittes der Außenbeblechung 2 aus Wandsegmenten 11,
- Einlegen und Fixieren der Außenbeblechung 2 in einer Haltevorrichtung derart, dass
die Versteifungselemente 3 frei zugänglich zur Positionierung der Gerippeträger 4
sind,
- Herstellung der Gerippeträger 4 mit den Formausklinkungen 7 und Positionierung der
Gerippeträger 4 zur Außenbeblechung 2 durch Einlegen in die Haltevorrichtung,
- mechanisches Zusammenfügen der Gerippeträger 4 mit den Versteifungselementen 3 derart,
dass die Gerippeträger 4 an den Versteifungselementen 3 formschlüssig positioniert
oder federnd kraftschlüssig fixiert werden, wobei ihre Stege 8 an der Außenbeblechung
2 zur Anlage kommen oder in definiertem Abstand zur Außenbeblechung 2 positioniert
sind,
- thermisches Fügen der Gerippeträger 4 mit der Außenbeblechung 2 mittels eines oder
mehrerer thermischer Fügeverfahren und
- falls erforderlich, Herstellung der Ausschnitte 26, 27 für Fenster, Türen, Mediendurchführungen
und dergleichen in einem Wandmodul nach dem Fügen der Gerippeträger 4 mit der Außenbeblechung
2 mittels eines thermischen und / oder spanenden Trennverfahrens und mechanisches
Zusammenfügen von Verstärkungsprofilen 18 in den Ausschnitten 26, 27 mit dem Wandmodul
in einer Haltevorrichtung und anschließendes thermisches Fügen der Anordnung mittels
eines oder mehrerer thermischer Fügeverfahren.
[0048] Hieran kann sich das Herstellen der ersten Stufe einer Korrosionsschutzbehandlung
(Grundanstrich) der Komponente einschließlich der Hohlraumkonservierung der Versteifungselemente
anschließen.
[0049] Die Herstellung der Außenbeblechung 2 kann im Wesentlichen durch das unterbrechungsfreie
Fügen von Wandsegmenten 11 erfolgen, die sich über die gesamte Länge der Wagenkastenkomponente
erstrecken.
[0050] Im Rahmen des Verfahrens kann das Fügen der Außenbeblechung 2 mit den Gerippeträgern
4 zu einem Wandmodul 1 durch die formschlüssige Positionierung und /oder kraftschlüssige
Fixierung ohne zusätzliche Klemmvorrichtungen zur Fixierung der Gerippeträger 4 auf
der Außenbeblechung beim thermischen Fügeprozeß erfolgen. Das von den Gerippeträgern
4 gebildete Gerippe besteht nur noch aus den Gerippeträgern 4 ohne zusätzlich fächerartig
angeordnete Längsprofile zur Versteifung der Außenbeblechung 2.
Bezugszeichenliste:
[0051]
- 1
- Wandmodul
- 2
- Außenbeblechung (a:streifenförmiger Abschnitt)
- 3
- Versteifungselement (a: integriert, b: integral)
- 4
- Gerippeträger
- 5
- Stegprofil
- 6
- Hohlkörperprofil
- 7
- Formausklinkung
- 8
- Steg
- 9
- Berührungskontur
- 10
- Klemmnase
- 11
- Wandsegment
- 12
- Spalt
- 13
- Seitenwandmodul
- 14
- Laser- oder Laserhybridschweißnaht
- 17
- Seitenwand
- 18
- Verstärkungsprofile
- 19
- Türsäulen
- 20
- Voutenträger
- 21
- Schweißnaht
- 22
- Innenfläche
- 23
- Profilöffnung
- 24
- Außenfläche
- 25
- Ausbuchtung
- 26
- Ausschnitt
- 27
- Ausschnitt
1. Wandmodul für eine Komponente eines Wagenkastens eines Schienenfahrzeugs, bestehend
aus:
- einem Abschnitt einer Außenbeblechung (2) mit einer Innenfläche (22),
- einer Anzahl von linienförmigen Versteifungselementen (3), die sich im Wesentlichen
parallel zueinander sowie längs dem Abschnitt der Außenbeblechung (2) erstrecken und
über die Innenfläche (22) des Abschnitts der Außenbeblechung (2) vorstehen, und
- Gerippeträgern (4), die sich im Wesentlichen parallel zueinander, senkrecht zu den
Versteifungselementen (3) und parallel zu dem Abschnitt der Außenbeblechung (2) erstrecken
und mit dem Abschnitt der Außenbeblechung (2) stoffschlüssig verbunden sind,
wobei
- die Versteifungselemente (3) sich über den Bereich mehrerer Gerippeträger (4) hinweg
unterbrechungsfrei erstrecken und ein integraler oder integrierter Bestandteil des
Abschnitts der Außenbeblechung (2) sind,
- die Gerippeträger (4) an den Kreuzungsstellen mit den Versteifungselementen (3)
Formausklinkungen (7) aufweisen, die die durchlaufenden Versteifungselemente (3) aufnehmen,
dadurch gekennzeichnet, dass
- einige oder alle Formausklinkungen (7) eine Form aufweisen, die nach einem Positionieren
der Gerippeträger (4) zum Abschnitt der Außenbeblechung (2) mit den Versteifungselementen
(3) im Zusammenwirken mit den Versteifungselementen (3) der Außenbeblechung (2) bereits
ohne die stoffschlüssige Verbindung eine formschlüssige oder kraftschlüssige Fixierung
der Gerippeträger (4) relativ zum Abschnitt der Außenbeblechung (2) mit den Versteifungselementen
(3) herbeiführen.
2. Wandmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt der Außenbeblechung (2) des Wandmoduls aus einem oder mehreren Wandsegmenten
(11) mit jeweils eine Querausdehnung (Q) und einer im Verhältnis zur Querausdehnung
(Q) größeren Längsausdehnung (L) besteht, das bzw. die jeweils ein oder mehrere integrierte
oder integrale Versteifungselemente (3) umfassen, die sich entlang der Längsausdehnung
(L) und parallel zur Innenfläche (22) des Wandmodules erstrecken.
3. Wandmodul nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gerippeträger (4) eine oder mehrere der Formausklinkungen (7) enthalten, die
derart ausgebildet sind, dass nach dem mechanischen Zusammenfügen der Gerippeträger
(4) mit Versteifungselementen (3) die Gerippeträger (4) über im Wesentlichen ihrer
gesamten Länge an der Außenbeblechung (2) berührend anliegen oder in definiertem Abstand
positioniert sind.
4. Wandmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere der Versteifungselemente (3) mittels eines thermischen Fügeverfahrens
in die Außenbeblechung (2) integriert sind oder dass ein oder mehrere der Versteifungselemente
(3) integraler Bestandteil der Außenbeblechung sind.
5. Wandsegment (11) für ein Wandmodul einer Komponente eines Wagenkastens eines Schienenfahrzeugs,
bestehend aus einem streifenförmigen Abschnitt (2a) eines Stahlbleches der Außenbeblechung,
einem oder mehreren sich parallel zur Innenfläche (22) des Wandsegments erstreckenden
und über die Innenfläche (22) vorstehenden Versteifungselementen (3), jeweils bestehend
aus einem Stegprofil (5) sowie einem Hohlkörperprofil (6).
6. Wandsegment nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der streifenförmige Abschnitt (2a) einerseits und das Stegprofil (5) sowie das Hohlkörperprofil
(6) andererseits separat hergestellt und durch ein stoffschlüssiges Fügeverfahren
miteinander gefügt sind und/oder das Stegprofil (5) und das Hohlkörperprofil (6) separat
hergestellt und durch ein stoffschlüssiges Fügeverfahren miteinander gefügt sind.
7. Wandsegment (11) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Stegprofil (5) und das Hohlkörperprofil (6) einstückig hergestellt sind oder
der streifenförmige Abschnitt (2a), das Stegprofil (5) und das Hohlkörperprofil (6)
einstückig als Streifenprofil, hergestellt sind.
8. Wandsegment (11) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein auf das Umformen zurückzuführender Spalt (12) des Stegprofiles (5) mit einem
spaltkorrosionshindernden Material geschlossen und an der Außenseite des Abschnitts
der Außenbeblechung (2) gefüllt ist.
9. Wagenkastenkomponente für ein Schienenfahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem oder aus mehreren der Wandmodule nach den Ansprüchen 1 bis 4 besteht.
10. Wagenkasten für ein Schienenfahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass er wenigstens eine Wagenkastenkomponente nach Anspruch 9 enthält.
11. Verfahren zum Herstellen einer Wagenkastenkomponente nach Anspruch 9 mit den Arbeitsschritten:
- Bereitstellen wenigstens eines Abschnittes der Außenbeblechung (2) mit einer Anzahl
von linienförmigen Versteifungselementen (3), die sich im Wesentlichen parallel zueinander
sowie längs dem Abschnitt der Außenbeblechung (2) erstrecken und über die Innenfläche
(22) des Abschnitts der Außenbeblechung (2) vorstehen sowie von Gerippeträgern (4)
mit Stegen (8), in denen Formausklinkungen (7) ausgebildet sind,
- Einlegen und Fixieren des Abschnitts der Außenbeblechung (2) in einer Haltevorrichtung
derart, dass die Versteifungselemente (3) frei zugänglich zur Positionierung der Gerippeträger
(4) sind,
- Positionieren der Gerippeträger (4) zum Abschnitt der Außenbeblechung (2) durch
Einlegen in die Haltevorrichtung, wobei die Versteifungselemente (3) des Abschnittes
der Außenbeblechung (2) in die Formausklinkungen (7) der Stege (8) der Gerippeträger
(4) eingeführt werden, wodurch die Gerippeträger (4) positioniert werden, und wobei
die Stege (8) der Gerippeträger (4) an der Außenbeblechung (2) zur Anlage kommen oder
in definiertem Abstand zum Abschnitt der Außenbeblechung (2) positioniert sind,
- thermisches Fügen der Gerippeträger (4) mit dem Abschnitt der Außenbeblechung (2)
mittels eines oder mehrerer thermischer Fügeverfahren,
dadurch gekennzeichnet, dass
- einige oder alle Formausklinkungen (7) eine Form aufweisen, die nach dem Einführen
der Versteifungselemente (3) des Abschnittes der Außenbeblechung (2) in die Formausklinkungen
(7) der Stege (8) der Gerippeträger (4) und vor dem thermischen Fügen im Zusammenwirken
mit den Versteifungselementen (3) der Außenbeblechung (2) eine formschlüssige oder
kraftschlüssige Fixierung der Gerippeträger (4) relativ zum Abschnitt der Außenbeblechung
(2) mit den Versteifungselementen (3) herbeiführen.
12. Verfahren nach Anspruch 11, in dem das Bereitstellen des wenigstens eines Abschnittes
der Außenbeblechung (2) das Herstellen des wenigstens einen Abschnitts der Außenbeblechung
(2) umfasst.
13. Verfahren nach Anspruch 11, in dem das Herstellen des wenigstens einen Abschnitts
der Außenbeblechung (2) das unterbrechungsfreie Fügen von Wandsegmenten (11) nach
einem der Ansprüche 5 bis 8, die sich über die gesamte Länge der Wagenkastenkomponente
erstrecken, umfasst.
14. Verfahren nach Anspruch 13, in dem das Herstellen des wenigstens einen Abschnitts
der Außenbeblechung (2) auch das Herstellen der Wandsegmente (11) für den wenigstens
einen Abschnitte der Außenbeblechung (2) durch Urformen oder durch Umformen eines
Bleches umfasst.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das thermische Fügen des Abschnitts der Außenbeblechung (2) mit den Gerippeträgern
(4) zu einem Wandmodul (1) durch die formschlüssige oder kraftschlüssige Fixierung
ohne zusätzliche Klemmvorrichtungen zur Fixierung der Gerippeträger (4) auf der Außenbeblechung
beim thermischen Fügeprozeß erfolgt und dass das von den Gerippeträgern (4) gebildete
Gerippe nur noch aus den Gerippeträgern (4) ohne zusätzlich fächerartig angeordnete
Längsprofile zur Versteifung der Außenbeblechung (2) besteht.