Beschreibung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Verarbeitung
eines endlosen Vlieses nach Anspruch 1.
[0002] Bei der Verfestigung von einer endlosen Warenbahn mittels Wasserstrahlen wird unterhalb
des Förderbandes das Wasser abgesaugt. Hierzu ist entweder das Förderband als durchlässiges
Band ausgebildet, oder die Warenbahn wird über einen Absaugschlitz geführt.
[0003] Bei der
DE 10 2008 044 849 A1 wird die Warenbahn von der einen Seite mit Druckluft beblasen und von der gegenüberliegenden
Seite besaugt. Dadurch kann auch ein Teil der Flüssigkeit aus der Warenbahn entfernt
werden. Allen Verfahren ist gemeinsam, dass über einen Unterdruck das Wasser abgesaugt
wird, wodurch gleichzeitig Umgebungsluft mit angesaugt wird. Das ist mit hohen Energieverlusten
verbunden, die zu minimieren ist. Ein weiterer Nachteil beim Stand der Technik ist
die manuelle Einstellbarkeit der Absaugvorrichtung in der Breite, bei der mittels
Einschubleisten der Schlitz der Absaugung verstellt wird. Da die Warenbahn fertigungsbedingt
nicht immer die gleiche Breite aufweisen muss, verursacht eine kurze ungenutzte seitliche
Schlitzbreite von beispielsweise 200 mm bei einem Unterdruck von 0,3 bar einen Energiebedarf
von 6 kW. Weiterhin führt ein zu großer seitlicher Absaugschlitz dazu, dass der Randbereich
der Warenbahn größeren Kräften ausgesetzt ist, als der mittlere Teil der Warenbahn.
Die Feuchtigkeit verteilt sich ungleichmäßig wodurch der Randbereich der Warenbahn
wellig wird.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist die Weiterbildung der Vorrichtung, bei der die Absaugung
von Flüssigkeit optimiert wird. Aufgabe der Erfindung ist weiterhin die Verbesserung
eines bestehenden Verfahrens zur Absaugung von Flüssigkeit von einem Transportband
und/oder aus einem Vlies.
[0005] Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Vorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0006] Die Aufgabe wird ebenfalls mit einem Verfahren nach dem Anspruch 9 gelöst.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Verarbeitung eines endlosen Vlieses, das auf
mindestens einem Transportband transportiert und mit einer Flüssigkeit verfestigt
oder behandelt wird, umfasst eine nach der Verfestigung oder Behandlung unter dem
Transportband angeordnete Absaugung zum Absaugen der Flüssigkeit über die Arbeitsbreite
und einem nach der Absaugung angeordnetem Trockner, mit mindestens einem Sensor zur
Erfassung mindestens einer seitlichen Kante des Vlieses, und mit einer Steuerung,
die ausgebildet ist mittels der Sensordaten Stellantriebe zu betätigen, mit der die
Größe einer Absaugöffnung der Absaugung einstellbar ist.
[0008] Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass durch eine permanente Erfassung
mindestens einer seitlichen Kante des Vlieses die Qualität des Vlieses verbessert
werden kann, da bei einer Abweichung von einer Führungsgröße die Größe der Absaugung
eingestellt wird, wodurch der Feuchtigkeitsentzug über die Arbeitsbreite kontinuierlicher
erfolgt, und gleichzeitig viel Energie eingespart werden kann. Durch die Anpassung
der Absaugöffnung an die aktuelle Arbeitsbreite des Vlieses wird die seitliche Strömung
der Saugluft reduziert, wodurch die Kanten des Vlieses weniger wellig werden. Dabei
geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, dass ein Vlies mittensymmetrisch über das
Transportband gefördert wird und die Breitenänderung sich immer an beiden Kanten bemerkbar
macht. Allerdings gibt es auch Anlagen, bei denen das Vlies an einer seitlichen Anlage
geführt wird, so dass auch hier die Überwachung nur einer Kante, die dem Anschlag
gegenüberliegt, ausreichend ist.
[0009] Vorteilhafterweise werden beide Kanten des Vlieses durch mindestens einen Sensor
überwacht, da je nach Herstellverfahren eine unsymmetrische Änderung der Breite des
Vlieses möglich ist.
[0010] Vorteilhafterweise ist die Größe der Absaugöffnung mittels mindestens einer automatisch
betätigbaren Einschubleiste veränderbar. Dabei wird die Länge der Absaugöffnung an
die aktuelle Arbeitsbreite angepasst, so dass eine seitliche Leerströmung reduziert
wird. Die Absaugöffnung kann sich über die gesamte Arbeitsbreite des Vlieses plus
einem Randbereich erstrecken. Alternativ kann sich die Absaugöffnung aber auch nur
über einen Randbereich des Vlieses erstrecken, wobei dann für jeden Randbereich eine
separate Absaugöffnung vorgesehen ist. Dabei bleibt der Mittelteil des Vlieses ohne
Absaugung, da er auf einem Transportband aufliegt.
[0011] Dadurch, dass der mindestens eine Sensor am Einlaufbereich des Trockners angeordnet
ist, kann die in Arbeitsrichtung vorgeordnete Absaugung und der nachgeordnete Trockner
über ein einziges Signal in der Arbeitsbreite angepasst werden.
[0012] Vorzugsweise ist der mindestens eine Sensor an einer Führungsleiste einstellbar angeordnet,
wobei sich die Führungsleiste zumindest teilweise über die Arbeitsbreite des Vlieses
erstreckt. Mittels der Führungsleiste, die zumindest teilweise über der Arbeitsbreite
des Vlieses angeordnet ist, kann die Führungsgröße des Sensors über einen leicht einstellbaren
Stellbereich eingestellt werden.
[0013] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, den Sensor als Zeilensensor oder Kamerasensor
oder Fotosensor auszubilden. Über den Zeilensensor kann sowohl die Kantenposition,
die Mittenposition oder auch die Breite erfasst und in einer Steuerung ausgewertet
werden. Der Kamerasensor ermöglicht hingegen auch Auswertungen der Vliesstruktur und
Oberfläche.
[0014] Vorteilhafterweise weist der Trockner eine automatische Breiteneinstellung auf, mit
der die Leistung des Trockners an die aktuelle Breite des Vlieses einstellbar ist.
Dadurch, dass auch die vorgelagerte Absaugung an die aktuelle Breite des Vlieses angepasst
wird, ergibt sich für die Warenbahn eine über die Breite konstante Restfeuchte, mit
der der Trockner energieoptimierter betrieben werden kann. Die dann nachfolgende Breiteneinstellung,
beispielsweise der Trocknertrommel oder der Siebdecken, ermöglicht eine Anpassung
der Ventilatorleistung, mit der der Trockner im Energieoptimum betrieben werden kann.
[0015] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass eine optische Anzeige die
aktuelle Größe der Absaugöffnung anzeigt. Damit kann der Bediener der Anlage sehr
schnell mögliche Fehler erkennen, beispielsweise, wenn bei der Inbetriebnahme der
Anlage vergessen wurde, den oder die Sensoren auf die aktuelle Vliesbreite einzustellen.
Unnötige Energieverschwendung kann damit vermieden werden.
[0016] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Verarbeitung eines Vlieses nach Anspruch
9 wird das Vlies mittels mindestens eines Transportbandes transportiert und mit einer
Flüssigkeit verfestigt oder behandelt, wobei nach der Verfestigung oder Behandlung
die Flüssigkeit vom Transportband und/oder aus dem Vlies über die Arbeitsbreite absaugt
und das Vlies nachfolgend getrocknet wird, wobei permanent mindestens eine seitliche
Kante des Vlieses erfasst und die Größe einer Absaugöffnung an die aktuelle Arbeitsbreite
einstellbar ist. Über die Anpassung der Größe der Absaugöffnung an die Breite des
Vlieses kann die Restfeuchte über die Vliesbreite konstant gehalten werden, so dass
der nachfolgende Trockner energieoptimierter betrieben werden kann. Dadurch, dass
seitlich von der Vlieskante weniger Leerluft angesaugt wird, trocknet das Vlies gleichmäßiger
und die Kanten werden nicht wellig.
[0017] Vorzugsweise werden beide seitlichen Kanten des Vlieses überwacht um die Breite der
Absaugung auch ggfs. an eine unsymmetrische Lage auf dem Transportband auszurichten.
[0018] Vorzugsweise wird die mindestens eine seitliche Kante des Vlieses mittels mindestens
eines Sensors erfasst werden, und bei einer Abweichung von einer Führungsgröße ein
Signal an eine Steuerung übermittelt wird, die mindestens einen Stellantrieb zur Einstellung
der Größe der Absaugöffnung betätigt. Die automatische Einstellbarkeit der Größe der
Absaugöffnung an die jeweils aktuelle Vliesbreite ermöglicht eine höhere Qualität
mit einem geringeren Energieverbrauch als nach dem Stand der Technik.
[0019] Dadurch, dass die seitlichen Kanten des Vlieses nach der Absaugung und vor dem Trockner
erfasst werden, kann mit einem Signal gleichzeitig sowohl die Arbeitsbreite der Absaugung
wie auch die Arbeitsbreite des Trockners eingestellt werden. Da die Verarbeitungsgeschwindigkeit
des Vlieses auf dem Transportband bis zu 500 m/min betragen kann, ist die Regelstrecke
durch den nach der Absaugung angeordneten Trockner relativ kurz.
[0020] Vorzugsweise ist auch die Arbeitsbreite des Trockners einstellbar, so dass auch die
Ventilatorleistung des Trockners an die Arbeitsbreite bzw. Vliesbreite anpassbar ist.
[0021] Durch die permanente Überwachung der seitlichen Kanten des Vlieses kann ein möglicher
Breitensprung erkannt werden, mit dem eine Änderung des Vliesgewichtes und der Vliesstruktur
(MD/CD-Verhältnis) einhergeht. Vorteilhafterweise ist hierzu die Steuerung ausgebildet,
bei Abweichung der Vliesbreite von einer Führungsgröße eine vorgelagerte Verzugseinrichtung
zu betätigen. Damit kann die nachfolgende Messeinrichtung zur Bestimmung des Flächengewichtes
einfacher ausgeführt werden, da der hier beschriebene Regelkreis früher eingreift.
[0022] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren
näher dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Absaugeinrichtung nach dem Stand der Technik
- Figur 2
- eine beispielhafte Anordnung der Sensoren an einem Trockner,
- Figur 3
- eine Schnittdarstellung durch eine Absaugung.
[0023] Figur 1 zeigt ein als Siebband ausgebildetes umlaufendes Transportband 1, das durch
mehrere Umlenkwalzen 3 geführt wird. Mindestens eine der Umlenkwalzen 3 ist angetrieben,
so dass eine Warenbahn, beispielsweise ein Vlies 2, in Pfeilrichtung transportiert
wird. Als Vlies wird erfindungsgemäß ein textiler Verbundstoff als Flächengebilde
aus verfestigten Fasern verstanden. Unterhalb des Transportbandes 1 ist eine Absaugung
4 angeordnet, die eine zum Transportband 1 hinweisende Absaugöffnung 4a aufweist.
Die Absaugöffnung 4a erstreckt sich über die komplette Arbeitsbreite des Transportbandes
1. Die Absaugung 4 ist mit einem Ventilator 5 gekoppelt, der einen Unterdruck erzeugt.
Durch den erzeugten Unterdruck wird eine Flüssigkeit, beispielsweise aus einer vorher
angeordneten Wasserstrahlverfestigung oder einem Foulard, vom Transportband 1 und
teilweise aus dem Vlies 2 abgesaugt und über Leitungen 8, 8a zu einem Abscheider 6
und zu einem Filter oder einer Wasseraufbereitung 7 geführt. Diese Ausführung kann
nach dem Stand der Technik mit einer oberhalb des Transportbandes 1 angeordneten Blas-
oder Druckvorrichtung verstärkt werden, in dem Druckluft die Flüssigkeit durch das
Vlies 2 und das Transportband 1 in die Absaugung 4 drückt.
[0024] Figur 2 zeigt den Einlaufbereich 12 eines Trockners 10, von dem die Einlaufwalze
11 erkennbar ist. Je nach Ausführungsform des Trockners 10 kann das Vlies 2 unterhalb
oder oberhalb der Einlaufwalze 11 in den Trockner einlaufen. Die Absaugung 4 ist in
Transportrichtung der Warenbahn 2 vor dem Trockner 10 angeordnet, so dass durch die
Absaugung 4 der Flüssigkeit die zu installierende Trocknerleistung reduziert werden
kann. Je effizienter die Absaugung 4 arbeitet, desto energieärmer kann der Trockner
10 betrieben werden. Dabei ist eine permanente Anpassung der Absaugöffnung 4a an die
aktuelle Arbeitsbreite des Vlieses 2 sinnvoll, da über eine zu breite Absaugöffnung
Falschluft aus dem Bereich neben den Vlieskanten angesaugt wird, wodurch einerseits
sehr viel Energie durch eine unnötig hohe Ventilatorleistung verbraucht wird, andererseits
die Luftströmung die Vlieskanten unterschiedlich zur Mitte des Vlieses antrocknet,
so dass die Kanten wellig und ungleichmäßig werden.
[0025] Nach der dargestellten Ausführungsform ist vorgesehen, dass mindestens ein Sensor
permanent mindestens eine Kante des Vlieses überwacht. In dem Ausführungsbeispiel
der Figur 2 sind zwei Sensoren 14, 15 angeordnet, die permanent beide Kanten des Vlieses
2 erfassen und Signale an eine Steuerung übermitteln, die bei einer Abweichung von
einer Führungsgröße ein Signal an ein Stellglied zur Einstellung der Länge der Absaugöffnung
4a ausgibt. Die Einstellung kann elektromotorisch, hydraulisch oder pneumatisch erfolgen,
indem mittels zugehöriger Stellantriebe die Länge der Absaugöffnung 4a einstellbar
ist. Vorzugsweise sind Einschubleisten vorgesehen, die seitlich an den Absaugöffnungen
4a angeordnet sind und beidseitig den Absaugschlitz 4a vergrößern oder verkleinern
können. Die Anordnung der Sensoren 14, 15 kann bevorzugt am Einlaufbereich 12 des
Trockners 10 erfolgen, wobei die Sensoren 14, 15 an einer Führungsleiste 13 verschiebbar
angeordnet sind. Über die Führungsleiste 13 können die Sensoren 14, 15 auf die Arbeitsbreite
bzw. die gewünschte Breite des zu verarbeitenden Vlieses 2 eingestellt werden, beispielsweise
auf eine Breite von 2,5 m. Dieser Wert wird dann in der Steuerung als Führungsgröße
hinterlegt.
[0026] Das Ausführungsbeispiel der Figur 3 zeigt eine Absaugung 4, die im Wesentlichen aus
einem runden Rohr besteht, über dem das hier nicht dargestellte Transportband geführt
wird. Die Absaugung 4 ist an einem Träger 16 befestigt, der weitere nicht dargestellte
Absaugungen oder Abstützungen für das Transportband aufnehmen kann. An der Oberseite
der Absaugung 4 ist eine Absaugöffnung 4a angeordnet, die mittels Befestigungselemente
oder Schweißverbindung mit der Absaugung 4 verbunden ist. Die Absaugöffnung 4a besteht
aus einer auf dem Rohr der Absaugung 4 aufgesetzten Rahmenkonstruktion, innerhalb
der seitlich verschiebbare Einschubleisten 9 angeordnet sind. Die Breite der Absaugöffnung
4a, die in dieser Darstellung der Tiefe entspricht, kann zwischen 5 und 20 mm betragen.
Die Länge der Absaugöffnung 4a, die in dieser Darstellung der Arbeitsbreite entspricht,
kann zwischen 500 mm und 5500 mm betragen. Die Einschubleisten 9 sind ausgebildet,
mittels Antrieb beidseitig die Länge der Absaugöffnung 4a zu reduzieren, beispielsweise
von 3700 mm auf 3000 mm. Die Absaugung 4 ist mittels einer Leitung 8 an einer Seite
strömungstechnisch mit einem Ventilator 5 verbunden, der in der Absaugung 4 einen
Unterdruck erzeugt. Verändert sich während der laufenden Verarbeitung des Vlieses
dessen Breite, beispielsweise von 3500 mm auf 3450 mm, erfassen die Sensoren 14, 15
die aktuelle Kante des Vlieses und leiten die Signale an die Steuerung der Anlage
weiter. Diese betätigt die Stellantriebe für die Einschubleisten 9, die die Länge
der Absaugöffnung 4a beispielsweise genau auf die aktuelle Breite des Vlieses reduziert.
In diesem Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Absaugung 4 unterhalb des Transportbandes
über die komplette Arbeitsbreite. Alternativ kann auch nur der Randbereich des Vlieses
besaugt werden, indem beispielsweise für jede Vlieskante eine separate Absaugung verwendet
wird, die sich nur über eine Teilbreite des Transportbandes erstreckt, beispielsweise
jeweils 500 mm Breite bei einer gesamten Arbeitsbreite von 3500 mm.
[0027] Die automatische Anpassung der Absaugöffnung an die Breite der Warenbahn ermöglicht
einen konstanten Wassergehalt in der Warenbahn, wodurch die Warenbahn eine konstante
Restfeuchte beim Einlauf in den Trockner aufweist. Damit kann auch der Trockner energieoptimierter
betrieben werden, da die mögliche Schwankungsbreite in der Trocknerleistung reduziert
wird und der Trockner näher am Optimum betrieben werden kann.
[0028] Vorteilhafterweise wird das Sensorsignal gleichzeitig dazu verwendet, die Arbeitsbreite
des nachfolgenden Trockners 10 einzustellen. Die Trocknertrommel kann ebenfalls eine
innerhalb der Trommel angeordnete Breiteneinstellung aufweisen, mit der der Saugbereich
des Ventilators auf die aktuelle Arbeitsbreite einstellbar ist. Über die Einstellung
der Arbeitsbreite kann die abgerufene Ventilatorleistung des Trockners optimiert werden
und der Trockner energieoptimiert betrieben werden.
[0029] Da die Absaugöffnung 4a durch das darüber transportierte Vlies 2 abgedeckt wird,
ist eine optische Anzeige für den Bediener vorteilhaft, dem damit die aktuelle Größe
der Absaugöffnung 4a visuell angezeigt wird. Dies kann beispielsweise durch einen
über die Arbeitsbreite verschiebbaren Zeiger erfolgen, der parallel zu den einstellbaren
Einschubleisten 9 ebenfalls durch die Steuerung ansteuerbar ist.
[0030] Die Überwachung der Kanten des Vlieses kann weiterhin dazu genutzt werden, einen
möglichen Breitensprung im Vlies zu detektieren, der auf eine mögliche Änderung der
Anspannung hinweist, was wiederum Auswirkungen auf das Vliesgewicht und die Vliesstruktur
hat. Denn mit der Änderung des Vliesgewichtes und der Vliesstruktur kann eine Änderung
des MD/CD-Verhältnis erfolgen, das bisher nur mit sehr aufwändigen und teuren Messgeräten
feststellbar ist. Dieser Aufwand lässt sich erfindungsgemäß reduzieren mit dem weiteren
Vorteil, dass Änderungen der Vliesbreite und die damit verbundenen Qualitätsänderungen
früher feststellbar sind und entsprechend früher eingegriffen werden kann.
[0031] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene
bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche
von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen
Gebrauch macht. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder den Zeichnungen
hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten
oder räumlicher Anordnungen, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten
Kombinationen erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichen
[0032]
- 1
- Transportband
- 2
- Vlies
- 3
- Umlenkwalze
- 4
- Absaugung
- 4a
- Absaugöffnung
- 5
- Ventilator
- 6
- Abscheider
- 7
- Wasseraufbereitung
- 8,8a
- Leitung
- 9
- Einschubleiste
- 10
- Trockner
- 11
- Einlaufwalze
- 12
- Einlaufbereich
- 13
- Führungsleiste
- 14
- Sensor
- 15
- Sensor
- 16
- Träger
1. Vorrichtung zur Verarbeitung eines endlosen Vlieses, wobei das Vlies (2) auf mindestens
einem Transportband (1) transportiert und mit einer Flüssigkeit verfestigt oder behandelt
wird, umfassend eine nach der Verfestigung oder Behandlung unter dem Transportband
(1) angeordneten Absaugung (4) zum Absaugen der Flüssigkeit über zumindest einem Teil
der Arbeitsbreite und einem nach der Absaugung (4) angeordnetem Trockner (10), mit
mindestens einem Sensor zur Erfassung mindestens einer seitlichen Kante des Vlieses
(2), und mit einer Steuerung, die ausgebildet ist mittels der Sensordaten Stellantriebe
zu betätigen, mit der die Größe einer Absaugöffnung (4a) der Absaugung (4) einstellbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide seitlichen Kanten des Vlieses (1) mittels mindestens einem Sensor überwacht
werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe der Absaugöffnung (4a) mittels mindestens einer automatisch betätigbaren
Einschubleiste (9) veränderbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor am Einlaufbereich des Trockners (10) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor an einer Führungsleiste (13) einstellbar angeordnet ist,
wobei sich die Führungsleiste (13) zumindest teilweise über die Arbeitsbreite des
Vlieses (2) erstreckt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor als Zeilensensor oder Kamera oder Fotosensor ausgebildet
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockner (10) eine automatische Breiteneinstellung aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine optische Anzeige die Größe der Absaugöffnung anzeigt.
9. Verfahren zur Verarbeitung eines endlosen Vlieses, wobei das Vlies (2) mittels mindestens
einem Transportband (1) transportiert und mit einer Flüssigkeit verfestigt oder behandelt
wird, wobei nach der Verfestigung oder Behandlung die Flüssigkeit vom Transportband
(1) und/oder aus dem Vlies (2) zumindest über einen Teil der Arbeitsbreite absaugt
und das Vlies (2) nachfolgend getrocknet wird, wobei permanent mindestens eine seitliche
Kante des Vlieses erfasst und die Größe einer Absaugöffnung (4a) an die aktuelle Arbeitsbreite
einstellbar ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine seitliche Kante des Vlieses (2) mittels mindestens eines Sensors
erfasst wird, und bei einer Abweichung von einer Führungsgröße ein Signal an eine
Steuerung übermittelt wird, die mindestens einen Stellantrieb zur Einstellung der
Größe der Absaugöffnung (4a) betätigt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass beide seitlichen Kanten des Vlieses (2) mittels mindestens eines Sensors erfasst
werden.
12. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche 9 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Kanten des Vlieses nach der Absaugung und vor dem Trockner erfasst
werden.
13. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsbreite eines Trockners (10) einstellbar ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilatorleistung des Trockners an die Arbeitsbreite anpassbar ist.
15. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung ausgebildet ist, bei Abweichung der Vliesbreite von einer Führungsgröße
eine Verzugseinrichtung zu betätigen.