[0001] Die Erfindung betrifft eine Abzieh- und Saugdüse für ein Handsauggerät nach dem Oberbegriff
des Anspruch 1. Ferner betrifft die Erfindung ein Handsauggerät mit einer solchen
Abzieh- und Saugdüse.
[0002] Gattungsgemäße Abzieh- und Saugdüsen sind aus der
DE 10 2012 104 102 A1 bekannt. Sie sind zur Befestigung an einem tragbaren, bei bestimmungsgemäßer Benutzung
in der Hand eines Benutzers zu haltenden Handsauggerät zum Aufsaugen von Flüssigkeiten
oder Flüssigkeits-/Luftgemischen von ebenen Flächen, insbesondere Fensterflächen,
Tischen oder ähnlichen, vertikalen, schrägen oder horizontalen Flächen vorgesehen.
[0003] Die Abzieh- und Saugdüsen weisen einen Saugkanalanschluss und einen Düsenkörper auf,
der zumindest eine Abziehlippe, die entlang der Fläche zum Abziehen von Flüssigkeit
in eine Abziehrichtung beweglich ist, und zumindest einen, im Bereich einer Flüssigkeitssammelseite
der Abziehlippe angeordneten Ansaugspalt zum Ansaugen der vor der Abziehlippe angesammelten
Flüssigkeit in eine mit dem Saugkanalanschluss strömungstechnisch in Verbindung stehende
Ansaugkammer aufweist. Der Düsenkörper ist dabei zweiteilig mit einem den Saugkanalanschluss
aufweisenden geräteseitigen Stützkörper und einem die Abziehlippe und den Ansaugspalt
aufweisenden Saugkörper ausgebildet. Der Stützkörper ist im Abstand zur Abziehlippe
und in Abziehrichtung gesehen vor der Abziehlippe angeordnet und bildet mit einer
Stützfläche eine Stütze zum Abstützen auf der Fläche. Der Saugkörper ist mit dem Anschlusskörper
schwenkbar verbunden und über ein Gelenk um eine Drehachse, die zur Anlagekante der
Abziehlippe an der abzusaugenden Fläche parallel verläuft, gegen die Kraft eines Federmittels
drehbar, das bei Anliegen der Stütze an der abzusaugenden Fläche die Abziehlippe an
die Fläche anstellt.
[0004] Eine Abzieh- und Saugdüse für ein Handsauggerät und ein Handsauggerät sind ferner
aus der
US 2011 138 554 A1 bekannt. Diese bekannte Abzieh- und Saugdüse ist Teil eines mobilen Sauggerätes,
das als Sauggerät zum Aufsaugen von Flüssigkeiten ausgebildet ist. Eine bevorzugte
Anwendung solcher Sauggeräte ist das Abziehen von Fensterflächen nach dem Befeuchten
bei gleichzeitigem Aufsaugen der abgezogenen Flüssigkeit. Dieses aus der
US 2011 138 554 A1 bekannte Handsauggerät weist eine schwenkbare Lagerung der Abzieh- und Saugdüse um
eine Mittelposition auf, wobei eine Rückstellfeder, die infolge des Anpressdrucks
der Abziehlippe gegen die abzusaugende Fläche zunächst gespannt wird und die Abzieh-
und Saugdüse nach Wegfall dieses Druckes wieder in die Ausgangsposition zurück stellt,
vorgesehen ist.
[0005] Grundsätzlich ist die Erfindung allerdings nicht auf Flüssigkeitssauggeräte oder
Fensterabzieher beschränkt, sie kann in Verbindung mit allen Formen von Handsauggeräten
verwendet werden, wobei bei der bevorzugten Anwendung unter Handsauggerät ein Gerät
verstanden wird, das batteriebetrieben ist und so klein ist, dass es mit einer Hand
gegriffen und entlang der Fläche geführt werden kann.
[0006] Aus der
WO 2016 029 968 A1 ist eine weitere Abzieh- und Saugdüse bekannt. Auch hier wird die Abzieh- und Saugdüse
gegen eine Federkraft verschwenkt, wobei das Gelenk entweder innerhalb der Abzieh-
und Saugdüse oder innerhalb des Handsauggerätes angeordnet sein kann. Eine ähnliche
Lösung zeigt die
DE 10 2014 001 250 B3.
[0007] Die oben genannten Abzieh- und Saugdüsen und die zugehörigen Handsauggeräte sind
zwar gut geeignete, Flüssigkeiten zu sammeln und aufzusaugen, haben aber den Nachteil,
dass je nach Orientierung des Handsauggerätes die Abziehlippe mit einem unterschiedlichen
Druck und Winkel an die Fläche angestellt wird, was zu unterschiedlichen Abziehergebnissen,
insbesondere Streifen- oder Schlierenbildung oder ähnlichen Problemen führen kann.
Ferner kann zwar über die schwenkbare Abzieh- und Saugdüse ein definierter Anpressdruck
aufgebracht werden, das Absaugen erfolgt allerdings nicht immer optimal, da der Benutzer
den optimalen Winkel zum Anstellen der Abziehlippe durch das Ansetzen des Gerätes
durch entsprechende Orientierung des Handsauggerätes selbst einstellen muss. Dies
ist insbesondere dann nachteilig, wenn Ecken oder Ränder der abzuziehenden Fläche
erreicht werden oder wenn das Gerät mit einer Verlängerungsstange benutzt wird, was
das Handling des Gerätes aufwändiger und schwieriger macht.
[0008] Aus der
DE 2 143 105 A1 wiederum ist ein mechanisches Abziehgerät bekannt, bei dem ohne Saugfunktion Flüssigkeit
von einer Fläche abgezogen werden kann. Dieses Abziehgerät weist eine federbelastete
Anlagerolle auf, über die es sich zusätzlich zur Abziehlippe auf der abzusaugenden
Fläche abzustützen vermag. Diese Anlagerolle erleichtert die Führung des Abziehgeräts,
hat jedoch den Nachteil, dass die Fläche, die zwischen der Anlagerolle und der Abziehlippe
liegt, dann, wenn die Anlagerolle am unteren Rand eines Fensters gegen den Rahmen
stößt, nur schwierig abgezogen werden kann.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Abzieh- und Saugdüse für ein Handsauggerät,
bei dem eine optimale Reinigungswirkung durch eine Erleichterung der Anstellung des
Gerätes an die abzusaugende Fläche ermöglicht ist. Eine weitere Aufgabe ist es, ein
und ein Handsauggerät zu schaffen, dass mit einer solchen Abzieh- und Saugdüse verwendbar
ist.
[0010] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung hinsichtlich der Abzieh- und Saugdüse durch
eine Abzieh- und Saugdüse nach Anspruch 1 gelöst. Hinsichtlich des Handsauggeräts
wird diese Aufgabe durch ein Handsauggerät nach Anspruch 11 gelöst.
[0011] Erfindungsgemäß ist die Abzieh- und Saugdüse zweigeteilt: Ein fest mit dem Ansaugstutzen
und damit mit dem Handsauggerät verbindbarer Stützkörper und einen hiermit gelenkig
verbundenen Saugkörper. An letzterem sind die Abziehlippe und der Ansaugspalt zum
Ansaugen des Sauggutes in Form von Flüssigkeiten oder eines Gemisches von Flüssigkeiten
mit Schmutz und/oder Luftanteilen vorgesehen. Die Stütze ist dabei relativ zum Saugkanalanschluss
fest positioniert, so dass eine über den in der Regel zylindrischen Saugkanal aufgebrachte
Druckkraft des Benutzers beim Andrücken der Abzieh- und Saugdüse an die abzuziehende
Fläche immer in Richtung Stützfläche gerichtet ist, diese also die Kraft aufnehmen
kann. Hierdurch wird der Saukörper von dieser Druckkraft entlastet, wobei der drehbar
am Stützkörper gelagerte Saugkörper durch die Federkraft in Richtung der abzuziehenden
Fläche angestellt ist, so dass sich die Abziehlippe mit gleichbleibendem Druck - unabhängig
von der Druckkraft des Benutzers oder der Orientierung des Geräte relativ zur Fläche,
an die Fläche anlegt.
[0012] Durch die neue Abzieh- und Saugdüse für das Handsauggerät und das neue Handsauggerät
kann nun der optimale Winkel zum Anstellen der Abziehlippe an die abzusaugende Fläche
leicht gefunden werden, da sich eine definierte Lage durch die Stützfläche ergibt.
Diese Stützfläche sorgt dafür, dass zusammen mit der Abziehlippe eine doppelte Linienpressung
oder eine Kombination einer Linienpressung im Bereich der Abziehlippe mit einer oder
mehreren Punkten, an denen sich die Stützfläche auf der Fläche abstützt, vorliegt.
Hierdurch wird der Winkel der Abziehlippe relativ zur abzusaugenden Fläche festgelegt
und der Benutzer kann das Gerät leicht parallel zur abzusaugenden Fläche verfahren.
[0013] Dadurch, dass nun die Andruckkraft des Benutzers auf das Handsauggerät durch die
Stützfläche und bevorzugt auch durch die Drehachse verläuft und gleichzeitig die Abzieh-
und Saugdüse um diese Drehachse gegen die Federkraft drehbar gelagert ist, kann sich
die Abziehlippe mit dem Druck der Federkraft an die abzuziehende Fläche anlegen. Dies
bedeutet, dass unabhängig von der Druckkraft des Benutzers, die im Wesentlichen von
der Stützfläche aufgenommen wird, die Abziehlippe immer mit der gleichen Kraft gegen
die abzuziehende Fläche gedrückt wird. Damit wird ein reproduzierbares Arbeitsergebnis
erreicht und ein zu stark erhöhter Anpressdruck wird vermieden.
[0014] Oft hat der der Benutzer das Problem, dass er in den Ecken oder an Kanten nicht kontinuierlich
Abziehen kann, da Ränder des Fensterrahmens oder der Boden die bewegung des Handsauggerätes
behindern. Die führt dazu, dass ein Bereich zwischen der Stützfläche und der Abziehlippe
nicht mehr optimal abgezogen oder abgesaugt werden kann. Damit dieses Problem vermindert
wird, müsste der Benutzer das Gerät bei Erreichen des Fensterrahmens hinten anheben
um in den Kanten- oder Eckenbereich hinein zu gelangen. Dies wird nunmehr bei einer
bevorzugten Weiterbildung der Erfindung dadurch vereinfacht, dass eine besondere Führungsfläche
vorgesehen ist, die automatisch das Gerät anhebt, so dass die Stützfläche von der
abzusaugenden Fläche abhebt und über die Kante bzw. die Ecke geführt wird. Der Benutzer
kann so das Gerät auf der Führungsfläche weiter abstützen und muss nicht eigenständig
den Optimalen Winkel finden, um in die Ecken gelangen zu können. Dies ist insbesondere
bei Überkopfarbeit oder bei Geräten interessant, die am Ende einer Teleskop- oder
Verlängerungsstange betrieben werden.
[0015] Um die oben genannte Funktion zu realisieren, ist die Führungsfläche auf der, der
Abziehlippe gegenüber liegenden Seite der Stützfläche angeordnet. Sie entfernt sich
mit zunehmenden Abstand von der Stützfläche immer weiter von der Ebene der abzusaugenden
Fläche, so dass eine schiefe Ebene oder eine gerundete Fläche entsteht, die dafür
Sorge trägt, dass das Gerät mit dieser Fläche zunächst auf der Kante bzw. Ecke aufsitzt
und dann durch das Abgleiten der Führungsfläche auf dem Rand angehoben wird. Der Benutzer
stößt also mit dem Gerät nicht gegen eine Kante und muss dann seine Saugbewegung neu
ansetzen sondern wird kontinuierlich weitergeführt, so dass das Absaugen der Eckbereiche
bzw. Kantenbereiche erleichtert wird.
[0016] Die Stützfläche wird bevorzugt von einem drehbaren Bauteil gebildet, das ein Abrollen
der Stützfläche auf der abzusaugenden Fläche ermöglicht. Dies können eine Kugel, eine
Walze oder auch mehrere Räder sein. Wichtig ist lediglich, dass die Stützfläche bzw.
die Stützflächen im Abstand zur Abziehlippe vorgesehen sind, um eine Ausrichtung des
Handsauggerätes zu ermöglichen. Auch die Führungsfläche kann weitgehend beliebig gestaltet
werden, sie kann vom Gehäuse der Abzieh- und Saugdüse selbst gebildet sein oder auch
von Nocken gebildet sein, die beispielsweise vom unteren Rand des Gehäuses nach unten
hervorspringen. Bevorzugt ist die Führungsfläche gerundet, so dass sich eine kontinuierliche,
stoßfreie Abhebebewegung infolge der Führung ergibt.
[0017] Nachfolgend werden besonders bevorzugte Ausgestaltungen der Abzieh- und Saugdüse
sowie des Handsauggerätes beschrieben, die auch unabhängig von dem Vorsehen der Stützfläche
und der Führungsfläche das Gerät vorteilhaft weiterbilden und eine selbstständige
Erfindung darstellen können.
[0018] Bevorzugt ist, wie auch schon beim Stand der Technik, die Abzieh- und Saugdüse beweglich
gegen ein Federmittel gelagert. Dies hat den Vorteil, dass die Lagerung einen definierten
Anpressdruck auch bei kleineren Nickbewegungen des Anwenders sicherstellt. Diese Bewegung
der Abzieh- und Saugdüse kann genutzt werden, um das Gerät zu bedienen. Während zum
einen der Anpressdruck über einen Drucksensor ermittelt werden kann, so dass infolge
dieser Druckerhöhung der Motor in der Leistung erhöht wird oder überhaupt erst eingeschaltet
wird, kann auch der Winkel der Abzieh- und Saugdüse relativ zum Handsauggerät erfasst
werden und als Schaltungssignal für die Steuerung des Motors des Handsauggerätes genutzt
werden.
[0019] Der Saugkörper der Abzieh- und Saugdüse ist über ein Gelenk schwenk- oder drehbar
mit dem Stützkörper verbunden, der wiederum seinerseits an dem Saugkanalanschluss,
der üblicherweise die Form eines Stutzens aufweist, befestigt iiist bzw. in diesen
eingesteckt ist. Der Saugkanal erstreckt sich dabei von dem Handsauggerät durch diesen
Saugkanalanschluss in eine Ansaugkammer im Gehäuse des Saugkörpers durch den Stützkörper
und bevorzugt auch durch das Gelenk, wobei die Saugkammer im Ansaugkörper wiederum
strömungstechnisch mit dem Ansaugspalt, der benachbart zur Ansauglippe vorgesehen
ist, verbunden ist.
[0020] Das Gelenk kann ein Kugelgelenk sein, das von dem Strömungskanal durchsetzt ist.
Alternativ kann der Strömungskanal auch elastisch ausgebildet sein und zum Beispiel
die Form eines Schlauches oder elastischen Rohres aufweisen, während die Abzieh- und
Saugdüse über ein separates Gelenk an dem Saugkanalanschluss gelagert sein kann. Auch
eine Lagerung der vollständigen Abzieh- und Saugdüse am Handsauggerät über ein Gelenk
ist möglich. Das Gelenk wiederum kann eine Kurbelschwinge oder auch ein Lagerbock
sein, der zum Beispiel einen hohlzylindrischen Teil der Ansaugkammer beidseitig lagert.
[0021] Die Drehbewegung bzw. Schwenkbewegung der Abzieh- und Saugdüse relativ zum feststehenden
Teil des Handsauggerätes ist bevorzugt über Anschläge begrenzt. Ferner kann ein Dämpferelement
vorgesehen sein, dass entweder über eine Reibungsdämpfung des Gelenkes oder eine stoßdämpferartige
separate Ausgestaltung die Schwenkbewegung der Abzieh- und Saugdüse dämpft. Die Feder
wiederum, die die Abzieh- und Saugdüse in die Ausgangsposition zurück stellt, kann
eine im Gelenk vorgesehene Feder sein oder auch von einer separaten Feder gebildet
sein. Ferner kann die Federwirkung auch über die elastischen Materialeigenschaften
der Saugkanalwandung oder sonstiger Bereiche der Abzieh- und Saugdüse realisiert werden.
[0022] Schließlich ist es möglich, dem Benutzer über eine optische Kontrolle anzuzeigen,
ob die Stützfläche und die Abziehlippe an der abzusaugenden Fläche anliegen. Hierzu
sind entsprechende Sensoren vorgesehen, die zum Beispiel eine Signallampe steuern.
Auch ein akustisches Signal, das beispielsweise bei laufendem Motor ohne Kontakt der
Stützfläche und der Abziehlippe zu einer Fläche ertönt, ist möglich. Letztlich kann
jedes Indikatormittel verwendet werden, dass dem Benutzer den Kontakt der beiden Flächen
zur abzusaugenden Fläche bzw. das Fehlen dieses Kontaktes signalisieren kann.
[0023] Eine Steuerung, die das Saugaggregat herunterfährt oder abschaltet, wenn Drucksensoren
an der Stützfläche feststellen, dass diese nicht in Anlage an der abzusagenden Fläche
ist, kann die Stand-by-Zeit des Gerätes verlängern und Energie sparen. Anstelle der
Drucksensoren kann natürlich auch jede andere Sensorik, einschließlich eines Belastungssensors
für den Motor des Saugaggregates verwendet werden, der einen Strömungswiderstand im
Ansaugkanal oder im Bereich des Saugaggregates unmittelbar oder mittelbar erkennen
kann.
[0024] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.
[0025] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Abzieh- und Saugdüse in einer Seitenansicht,
- Fig. 2
- ein Handsauggerät nach der Erfindung ohne Abzieh- und Saugdüse in einer ersten Ansicht,
- Fig. 3
- das in Figur 2 dargestellte Handsauggerät aus einer anderen Perspektive,
- Fig. 4
- das in den Figuren 2 und 3 dargestellte Handsauggerät mit montierter Abzieh- und Saugdüse,
- Fig. 5
- das Sauggerät aus Figur 4 aus einer anderen Perspektive,
- Fig. 6
- eine schematische Ansicht der Funktionsweise der Abzieh- und Saugdüse nach der Erfindung
in einer Schnittansicht und
- Fig. 7
- die Abzieh- und Saugdüse aus Figur 6 eine schematische Ansicht bei Erreichen des Fensterrahmens.
[0026] In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Abzieh- und Saugdüse dargestellt, die einen
Düsenkörper 1 mit einer Abziehlippe 2 und einen rechts daneben angeordneten Gummistreifen
aufweist, der zusammen mit der Abziehlippe 2 den Ansaugspalt 4 begrenzt. Der Düsenkörper
1 setzt sich aus einem Stützkörper, der relativ zum Handsauggerät bei montierter Abzieh-
und Saugdüse feststehend ist, und einem heran schwenkbar um ein Gelenkt 10 drehbaren
Ansaugkörper mit der Abziehlippe 2 zusammen. Über den Ansaugspalt 4 im Absaugkörper
kann Flüssigkeit, die sich bei einer Bewegung der Abzieh- und Saugdüse nach rechts
vor der Abziehlippe 2 sammelt, in den Ansaugkanal 6 eingesaugt werden. Der Düsenkörper
1 wiederum ist über einen Saugkanalanschluss 5 mit einem hier nicht dargestellten
Handsauggerät 7 verbindbar. Bei dieser Ausgestaltung weist das Gehäuse des Düsenkörpers
1 eine innere Ansaugkammer 12 auf, in der der Unterdruck des Saugaggregates des Handsauggerätes
7, das bevorzugt elektromotorisch betrieben ist, bereitgestellt wird.
[0027] In den Figuren 2 und 3 ist ein Handsauggerät 7 dargestellt, dass in Verbindung mit
der in Figur 1 dargestellten Abzieh- und Saugdüse verwendet werden kann. Zu erkennen
ist der geräteseitige Teil des Gelenkes 10, über den das Handsauggerät 7 gelenkig
mit der Abzieh- und Saugdüse verbunden werden kann. Die am Handsauggerät 7 montierte
Abzieh- und Saugdüse ist in Figur 4 und in Figur 5 dargestellt. Sie erstreckt sich
mit dem Ansaugkanal 6 des Sauganschlusses 5 in das Handsauggerät 7 hinein, so dass
der Ansaugspalt 4 in Strömungsverbindung mit dem Saugaggregat des Handsauggerätes
7 steht.
[0028] Die Abzieh- und Saugdüse 2 ist schwenkbar gegen die Kraft einer Rückstellfeder gelagert,
wobei hier nicht sichtbare Anschläge die Schwenkbewegung begrenzen. Der Akku, der
den als Saugaggregat verwendeten Motor des Handsauggerätes 7 versorgt, ist bevorzugt
im Handgriff des Handsauggerätes 7 angeordnet, da sich hierdurch eine günstige Gewichtsverteilung
ergibt. Der untere Bereich des Handgriffs 7 kann als Steckhülse zum Einstecken einer
Verlängerungs- oder Teleskopstange ausgebildet sein.
[0029] Die erfindungsgemäße Funktion der Abzieh- und Saugdüse ergibt sich aus den Figuren
6 und 7 am deutlichsten. Die Abzieh- und Saugdüse weist eine Stützfläche 8 auf, die
hier in Form von Rollen ausgebildet ist. Die Lauffläche der Rolle bildet also jeweils
die Stützfläche 8, die zusammen mit der Kontaktfläche der Abziehlippe 2 die Orientierung
der Abzieh- und Saugdüse relativ zur abzusaugenden Fläche 3 festlegt. Da die Abzieh-
und Saugdüse gegen die Federkraft des Federmittels 11 schwenkbar ist, kann unabhängig
davon, in welcher Orientierung der Benutzer das Gerät gegen die abzusaugende Fläche
3 drückt, die Abzieh- und Saugdüse die jeweils optimale Position einnehmen.
[0030] Hierdurch ist der Ansaugspalt 4 durch die Abziehlippe 2 und einen darunter angeordneten
Gummistreifen geschlossen, so dass sich eine optimale Saugwirkung in die Ansaugkammer
12 der Abzieh- und Saugdüse ergibt. Die Ansaugkammer 12 wiederum ist über den Saugkanalanschluss
5 mit einer hier nicht im Detail dargestellten inneren Ansaugvorrichtung, die mit
dem Saugaggregat des Handsauggerätes 7 zusammenwirkt, verbunden.
[0031] Erreicht nun beispielsweise die Abzieh- und Saugdüse beim Fahren entlang eines Fensters
den Rand eines Fensterrahmens, so wie es in Figur 7 dargestellt ist, würde die Stützfläche
8 bzw. die diese Fläche tragende Rolle gegen den Fensterrahmen stoßen und ein weiteres
Hineinfahren in die Ecke durch die Abziehlippe 2 verhindern. Dies bedeutet, dass der
Benutzer von Hand das Gerät schwenken muss, was einerseits dazu führen kann, dass
er die Abziehlippe 2 überdehnt oder dass die hintere Begrenzung des Ansaugspaltes
4 von der Fensterfläche abhebt und zum anderen durch die inhomogene Bewegung die Saugwirkung
beeinträchtigt werden kann.
[0032] Damit nun im Eckbereich leicht und einfach durch eine homogene Fortsetzung der Bewegung
des Handsauggerätes 7 auch dieser Eckbereich ausgesaugt werden kann, ist die Führungsfläche
9 vorgesehen. Diese ist hier in Form eines sich nach unten, glockenartig arbeiteten
Randes des Gehäuses des Düsenkörpers 1 ausgebildet. Wie dargestellt, bewirkt dieser
nockenartige Bereich, dass sich die Abzieh- und Saugdüse leicht verdreht, so dass
die Stützfläche 8 von der abzusaugenden Fläche 3 abhebt und über den Rand des Fensterrahmens
geführt wird.
[0033] Dies bewirkt eine effektive Absaugung auch im Eckbereich, so dass der Benutzer mit
einer harmonischen Bewegung das Sauggerät bis zum Randbereich des Fensters oder einer
sonstigen Fläche führen kann.
Bezugszeichenliste:
[0034]
- 1
- Düsenkörper
- 2
- Abziehlippe
- 3
- Abzusaugende Fläche
- 4
- Ansaugspalt
- 5
- Saugkanalanschluss
- 6
- Ansaugkanal
- 7
- Handsauggerät
- 8
- Stützfläche
- 9
- Führungsfläche
- 10
- Gelenk
- 11
- Federmittel
- 12
- Ansaugkammer
- A
- Abziehrichtung
- D
- Drehachse
1. Abzieh- und Saugdüse zur Befestigung an einem tragbaren, bei bestimmungsgemäßer Benutzung
in der Hand eine Benutzers zu haltenden Handsauggerät (7) zum Aufsaugen von Flüssigkeiten
oder Flüssigkeits-/Luftgemischen von ebenen Flächen (3), mit einem Saugkanalanschluss
(5) und einem einen Düsenkörper (1), der zumindest eine Abziehlippe (2), die entlang
der Fläche (3) zum Abziehen von Flüssigkeit in eine Abziehrichtung (A) beweglich ist,
und zumindest einen, im Bereich einer Flüssigkeitssammelseite der Abziehlippe (2)
angeordneten Ansaugspalt (4) zum Ansaugen der vor der Abziehlippe (2) angesammelten
Flüssigkeit in eine mit dem Saugkanalanschluss (5) strömungstechnisch in Verbindung
stehende Ansaugkammer (12) aufweist, wobei der Düsenkörper (1) zweiteilig mit einem,
den Saugkanalanschluss (5) aufweisenden geräteseitigen Stützkörper und einem, die
Abziehlippe (2) und den Ansaugspalt (4) aufweisenden Saugkörper ausgebildet ist und
der Stützkörper im Abstand zur Abziehlippe (2) und in Abziehrichtung (A) gesehen vor
der Abziehlippe (2) angeordnete Stütze zum Abstützen auf der Fläche (8) aufweist und
der Saugkörper über ein Gelenk (10) um eine zur Anlagekante der Abziehlippe (2) an
der Fläche (8) parallele Drehachse (D) gegen die Kraft eines, bei Anliegen der Stütze
an der Fläche (3) die Abziehlippe (2) an die Fläche (8) anstellenden Federmittels
(11) drehbar mit dem Anschlusskörper verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Stütze relativ zum Saugkanalanschluss (5) derart ausgebildet ist, dass sie sich
bei Andrücken der Abzieh- und Saugdüse an die Fläche (3) mit einer flächigen oder
linenartigen Stützfläche (8) im Kontaktbereich an der Fläche (3) abstützt, wobei die
Wirkungslinie einer auf den Saugkanalanschluss (5) wirkenden Andruckkraft durch den
in der Lage relativ zum Saugkanalanschluss (5) nicht veränderlichen Kontaktbereich
der Stütze mit der Fläche (3) verläuft.
2. Abzieh- und Saugdüse für ein Handsauggerät (7) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (D) derart angeordnet sich, dass die Wirkungslinie durch Drehachse
(D) verläuft.
3. Abzieh- und Saugdüse für ein Handsauggerät (7) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (8) von der Lauffläche zumindest einer, drehbar an dem Saugkörper
(1) gelagerten, als Rolle oder Walze ausgebildeten Stützrolle gebildet ist.
4. Abzieh- und Saugdüse für ein Handsauggerät (7) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkörper auf der, der Abziehlippe (2) abgewandten Seite der Stützfläche (8)
eine insbesondere von einem gebogenen Führungselement gebildete Führungsfläche (9)
aufweist, wobei die Führungsfläche (9) eine in Richtung des Saugkanalanschluss (5)
gebogene Fläche ist, die sich mit zunehmenden Abstand von der Stützfläche (8) von
der abzusaugenden Fläche (3) entfernt.
5. Abzieh- und Saugdüse für ein Handsauggerät (7) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsfläche (9) von einem, dem Ansaugspalt (4) abgewandten Bereich des Gehäuses
des Düsenkörpers (1) gebildet ist.
6. Abzieh- und Saugdüse für ein Handsauggerät (7) nach einem der beiden vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenkörper (1) wenigstens einen, bevorzugt zwei, im Abstand zueinander angeordnete
Führungszapfen aufweist, die zur Bildung der Führungsfläche (9) vom Gehäuse des Düsenkörpers
(1) in Abziehrichtung (A) hervorspringen.
7. Abzieh- und Saugdüse für ein Handsauggerät (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkanalanschluss (5) von einem, mit dem Handsauggerät (7) verbindbaren an dem
Stützkörper fest angeordneten Stutzen gebildet ist, wobei der Stützkörper über das
Gelenk (10) mit dem Saugkörper des Düsenkörpers (1) verbunden ist und sich ein Strömungskanal
von dem Ansaugspalt (4) durch das Gelenk (10) und den Stutzen erstreckt.
8. Abzieh- und Saugdüse für ein Handsauggerät (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abziehlippe (2) um eine zur abzusaugenden Fläche (3) rechtwinklige Achse mittelbar
oder unmittelbar relativ zum Saugkanalanschluss (5) drehbar gelagert ist.
9. Abzieh- und Saugdüse für ein Handsauggerät (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (10) als Kugelgelenk ausgebildet oder von einem elastischen Gehäusebereich
der Abzieh- und Saugdüse gebildet ist.
10. Abzieh- und Saugdüse für ein Handsauggerät (7) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (10) als Kurbelschwinge ausgebildet oder von einem Lagerbock gebildet
ist, an dem zwei Enden eines hohlzylindrisch ausgebildeten Bereichs einer im Gehäuse
ausgebildeten Ansaugkammer (12) drehbar gelagert sind.
11. Handsauggerät (7) mit einem Saugaggregat, einem Sauggutbehälter, einem Ansaugkanal
(6) und einer Abzieh- und Saugdüse zum Aufsaugen von Sauggut in Form von Flüssigkeiten
oder Flüssigkeits-/Luftgemischen in den Sauggutbehälter,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abzieh- und Saugdüse eine Abzieh- und Saugdüse nach einem der Ansprüche 1 bis
10 ist.
12. Handsauggerät (7) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzieh- und Saugdüse (1) zumindest einen Leistungsschalter aufweist, wobei das
Handsauggerät (7) eine Steuerung aufweist, die mit dem Leistungsschalter zusammenwirkt,
so dass über den Leistungsschalter die Steuerung derart schaltbar ist, dass über den
Leistungsschalter das Saugaggregat in seiner Leistung herunter- bzw. heraufgefahren
werden kann oder aus- bzw. eingeschaltet werden kann, wobei über einen oder mehrere
Drucksensoren die Anlage der Stützfläche (8) und/oder der Abziehlippe (2) an der abzusaugenden
Fläche (3) erfassbar ist und die Steuerung bei fehlendem Druck auf die Drucksensoren
das Saugaggregat selbsttätig heruntergefahren oder abgeschaltet wird.
13. Handsauggerät (7) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Handsauggerät (7) optische und/oder akustische Indikatormittel aufweist, über
die ein Abheben der Stützfläche (8) und/oder der Abziehlippe (2) von der abzusaugenden
Fläche (3) dem Benutzer anzeigbar ist, wobei die Steuerung bei entsprechendem Signal
der Drucksensoren die Indikatormittel selbstständig zu aktivieren vermag.