[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrbahnbegrenzungselement und eine Anordnung
aus zwei Fahrbahnbegrenzungselementen gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruches.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene solche Fahrbahnbegrenzungselemente, umgangssprachlich
auch Leitplanken genannt, bekannt. Zweck der Fahrbahnbegrenzung ist es, Fahrzeuge
bei einem Unfall auf der Fahrbahn zurückzuhalten. Gattungsgemässe Fahrbahnbegrenzungselemente
sollen es aber ermöglichen, einen Durchlass für Notfälle oder für den Verkehr bereitzustellen,
beispielsweise wenn dieser umgeleitet werden muss.
[0003] Dabei ist mit der
DE 20 2004 011 860 U1 eine Vorrichtung zum Öffnen und/oder zum Schliessen einer Durchfahrt in einer Fahrbahnbegrenzung
bekannt geworden. Dabei handelt es sich um ein Fahrbahnbegrenzungselement, welches
zweiteilig ausgebildet ist und wobei ein erstes Element stationär angeordnet ist und
ein zweites Element relativ zu diesem ersten stationären Element verfahrbar angeordnet
ist. In der
DE 20 2004 011 860 U1 wird vorgeschlagen, das zweite Element mittels eines Zugmittelgetriebes zu verschieben.
Nachteilig bei der Vorrichtung gemäss oben genanntem Dokument ist der Umstand, die
Unterbringung des Zugmittelgetriebes. Das Zugmittelgetriebe ist innerhalb eines Hohlraumes
oder unter einer Deckplatte angeordnet. Die oben genannte Konstruktion weist jedoch
einen komplexen Aufbau auf und die Wartung ist aufwändig.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung diese und weitere Nachteile des Standes der Technik
zu beheben.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Schutzansprüchen definierten Vorrichtungen
gelöst. Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Schutzansprüchen.
[0006] Ein erfindungsgemässes Fahrbahnbegrenzungselement umfasst ein Stationärelement und
ein Teleskopelement. Das Stationärelement und das Teleskopelement weisen je zwei Seitenwände
auf. Die Seitenwände der jeweiligen Elemente sind je miteinander verbunden. Vorzugsweise
sind sie derart miteinander verbunden, dass das Teleskopelement und/oder das Stationärelement
als Hohlprofil ausgebildet sind. Das Teleskopelement ist innerhalb des Stationärelementes
entlang einer Längsachse verschiebbar angeordnet. Das Fahrbahnbegrenzungselement weist
einen Zugmitteltrieb, insbesondere einen Kettentrieb, zum Verschieben des Teleskopelementes
relativ zum Stationärelement auf. Der Zugmitteltrieb ist zwischen einer Seitenwand
des Stationärelementes und einer Seitenwand des Teleskopelementes, insbesondere in
einer Vertiefung des Teleskopelementes, angeordnet und erstreckt sich in Richtung
der Längsachse. Vorzugsweise ist der Zugmitteltrieb vertikal angeordnet, das heisst,
eine Drehachse des Antriebes erstreckt sich in bestimmungsgemässen Gebrauch im Wesentlichen
horizontal.
[0007] Zusätzlich oder alternativ kann es vorzugsweise vorgesehen sein, den Zugmitteltrieb
in einer Auswölbung des Stationärelementes anzuordnen.
[0008] Fahrbahnbegrenzungselemente werden typischerweise entlang einer Fahrbahn in Fahrtrichtung
aufgestellt. Fahrbahnbegrenzungselemente weisen daher typischerweise eine längliche
Erstreckung in Fahrbahnrichtung auf, wobei die Fahrbahnbegrenzungselemente eine Längsachse
aufweisen, die sich im bestimmungsgemässen Gebrauch des Fahrbahnbegrenzungselementes
in Fahrtrichtung erstreckt.
[0009] Die vertikale Anordnung des Zugmitteltriebes ermöglicht es, auf eine zusätzliche
Abstützung der einzelnen Trume zu Verzichten.
[0010] Vorzugsweise ist das Teleskopelement innerhalb des Stationärelementes angeordnet,
wobei in einem Querschnitt quer zur Längsachse das Teleskopelement im Wesentlichen
vom Stationärelement umschlossen ist.
[0011] Die Anordnung des Zugmitteltriebes zwischen einer Seitenwand des Stationärelementes
und einer Seitenwand des Teleskopelementes hat den Vorteil, dass eine Betätigungsvorrichtung
des Zugmitteltriebes einerseits leicht zugänglich ist, und andererseits vor Witterungseinflüssen
geschützt ist.
[0012] Ist der Zugmitteltrieb in einer Vertiefung oder in einer Auswölbung einer Seitenwand
des Teleskopelementes resp. einer Seitenwand des Stationärelementes angeordnet, trägt
dies zur Stabilität des Fahrbahnbegrenzungselementes bei. Durch Auswölbungen oder
Vertiefungen wird das Trägheitsmoment von Trägern erhöht. Dies führt zu einer höheren
Biegesteifigkeit des Elementes.
[0013] Vorzugsweise weist der Zugmitteltrieb eine Untersetzung auf. Dies ermöglicht es,
das Teleskopelement händisch zu verschieben, d.h. ein externer Antriebe oder eine
externe Energiezufuhr ist nicht nötig und kann vermieden werden. Dies ist von Vorteil,
wenn das Teleskopelement beispielsweise notfallmässig, z.B. durch die Besatzung eines
Rettungsfahrzeuges oder anderer Einsatzkräfte betätigt werden muss.
[0014] Vorzugsweise ist vorgesehen am Zugmitteltrieb eine Kurbel einzusetzen, welche manuell
bedient werden kann.
[0015] Das Einsetzen einer separaten Kurbel ermöglicht es, diese zu entfernen. Damit muss
nicht für jedes Fahrbahnbegrenzungselement eine separate Kurbel vorgesehen werden.
Um das Fahrbahnbegrenzungselement zu benutzen, d.h. um das Teleskopelement gegenüber
dem Stationärelement relativ zu verfahren, genügt es somit, dass der Arbeiter, oder
der Benutzer, der das Fahrbahnbegrenzungselement manipuliert, lediglich mit einer
einzigen Kurbel ausgerüstet sein muss. Zudem wird durch das Entfernen der Kurbel ein
unbeabsichtigtes Manipulieren verhindert. Eine Kupplung zwischen dem Zugmitteltrieb
und der Kurbel kann in der Seitenwand versenkt angeordnet sein. Die Unfallgefahr wir
vermindert, da keine überstehenden Elemente, beispielsweise die Kurbel, am Fahrbahnbegrenzungselement
verbleibt.
[0016] Es ist zudem vorstellbar, jedes Fahrbahnbegrenzungselement mit einer Kurbel auszurüsten,
die im Bedarfsfall in die Kupplung eingesetzt wird. Die Kurbel kann zu diesem Zweck
am Fahrbahnbegrenzungselement versenkt angebracht sein.
[0017] Vorzugsweise ist das Teleskopelement mittels Rollen am Stationärelement gelagert.
Die Rollen befinden sich bevorzugt innerhalb des Stationärelementes und sind mit einer
oder mehreren in Stationärelement innenliegenden Flächen des Stationärelementes in
Wirkverbindung.
[0018] Dies ermöglicht es, dass Fahrbahnbegrenzungselement unabhängig von seinem Untergrund,
auf welchem es platziert ist, zu gebrauchen. Insbesondere ist es dadurch ermöglicht,
das Teleskopelement unabhängig des Untergrundes zu verschieben. Zudem sind die Rollen
vor Verschmutzung geschützt.
[0019] Vorzugsweise sind mehrere Rollen vorgesehen, wobei die Rollen vorzugsweise je paarweise
einander gegenüberliegend angeordnet sind.
[0020] Durch eine gegenüberliegende Anordnung von Rollen können Momente aufgenommen werden.
Das teleskopartige Verschieben wird dadurch erleichtert.
[0021] Dabei kann es vorgesehen sein, Rollen vorzusehen, welche eine Seitenwand des Teleskopelementes
auf einer Seitenwand des Stationärelementes abstützen. Eine vertikale Führung ist
dadurch ermöglicht. Zudem kann es vorgesehen sein, am Teleskopelement, in der bestimmungsgemässen
Einbaulage oben und unten, jeweils paarweise Rollen vorzusehen. Damit ist eine horizontale
Führung des Teleskopelementes ermöglicht.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform kann zusätzlich am Teleskopelement eine Stützrolle
zur Aufnahme zumindest eines Teiles des Eigengewichtes des Teleskopelementes ausgebildet
sein. Mit einer zusätzlichen Stützrolle kann daher eine Kraft am Ende des Teleskopelementes
aufgenommen werden.
[0023] Das heisst, beim verfahren oder teleskopieren des Teleskopelementes entfernt sich
ein Ende des Teleskopelemetes in Bezug zum Stationärelement, wenn das Teleskopelement
relativ zum Stationärelement verschoben wird. Durch das Eigengewicht des Teleskopelementes
neigt dieses dazu, mit diesem Ende nach unten gebogen zu werden. Abhilfe gegenüber
diesem Verhalten kann mit einer separaten Stützrolle wie vorliegend beschrieben, geschaffen
werden.
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Fahrbahnbegrenzungselement wie vorliegend
beschrieben zumindest ein erstes Element einer Verriegelungsvorrichtung auf.
[0025] Dies ermöglicht es, das Fahrbahnbegrenzungselement und insbesondere das Teleskopelement
in seiner ausgefahrenen Position zu verriegeln und zu sichern.
[0026] Bevorzugt ist das erste Element der Verriegelungsvorrichtung als ein Haltebolzen
oder als ein Haken ausgebildet.
[0027] Das Teleskopelement kann mit dem Haken sicher verriegelt werden.
[0028] Es ist vorstellbar, den Haken mit einer zulaufenden Befestigungskulisse auszubilden,
wobei ein Abstand der Befestigungskulisse zu einem Drehpunkt in einer ersten Position
grösser ist als der Abstand der Befestigungskulisse zum Drehpunkt in einer zweiten
Position. Dabei kann das erste Element der Verriegelungsvorrichtung als Scheibe mit
einem Exzenter ausgebildet sein.
[0029] Durch die Ausbildung mit einer zulaufenden Kontur, insbesondere mit einem Exzenter,
ist es möglich, beim Verriegeln des Teleskopelementes dieses unter einer Vorspannung
mit einem zweiten Element, insbesondere einem Haltebolzen, in Wirkverbindung zu bringen.
Durch die Vorspannung ist eine sichere und kraftschlüssige Verbindung ermöglicht.
[0030] Die Seitenwände des Stationärelementes und/oder die Seitenwände des Teleskopelementes
können je parallel zueinander ausgebildet sein.
[0031] Eine einfache Montage sowie eine einfache Anordnung der einzelnen Elemente ist dadurch
ermöglicht.
[0032] Bevorzugt weist das Teleskopelement und/oder das Stationärelement einen zu einer
sich durch die Längsachse L erstreckende Vertikalebene symmetrischen Querschnitt auf.
[0033] Dies vereinfacht die Montage und ermöglicht es, Standardelemente zu verwenden, welche
beidseitig eingesetzt werden können.
[0034] Die Vertiefung am Teleskopelement kann in Bezug auf eine vertikale Höhe des Teleskopelementes,
welche im Wesentlichen den Aussenabmessungen des Teleskopelementes entspricht, im
Wesentlichen mittig platziert sein. Das heisst, die Vertiefung befindet sich im mittleren
Drittel des Teleskopelementes.
[0035] Dies ermöglicht eine gleichmässige Übertragung er Kräfte. Ebenso ist es dadurch ermöglicht,
den Zugmitteltrieb ungefähr mittig am Stationärelement anzuordnen.
[0036] Dabei kann es vorgesehen sein, dass das Fahrbahnbegrenzungselement zwei einander
gegenüberliegende Zugmitteltriebe (30) aufweist.
[0037] Die Kraftübertragung wird dadurch zusätzlich erleichtert und beidseitig des Teleskopelementes
gleichmässig verteilt.
[0038] In einer bevorzugte Ausgestaltung des Fahrbahnbegrenzungselementes ist as Teleskopelement
und/oder das Stationärelement gebogenen Blechelementen gefertigt. In Bezug zur Lage
des Fahrbahnbegrenzungselementes bei bestimmungsgemässen Gebrauch kann das Stationärelement
das Fahrbahnbegrenzungselement im Wesentlichen die Kontur eines auf den Kopf gestellten
T's aufweisen. Die Arme des T's bilden einen Sockel, der Schenkel des T's bildet ein
Hohlprofil. Innerhalb des Schenkels befindet sich das Teleskopelement. Dieses weist
einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf. Beidseits des Teleskopelementes
sind Vertiefungen vorgesehen. Der Sockel des Stationärelementes kann eine Bodenplatte
aufweisen, die das Hohlprofil des Stationärelementes abschliesst. Definitionsgemäss
sind Seitenwände Elemente, die in Bezug zu einer sich durch die Längsachse erstreckende
vertikale Ebene lateral angeordnet sind. Sowohl Teleskopelement als auch das Stationärelement
sind vorzugsweise als Schweisskonstruktion ausgebildet.
[0039] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Anordnung aus zwei Fahrbahnbegrenzungselementen
wie vorliegend beschrieben. Diese zwei Fahrbahnbegrenzungselemente sind mittels eines
wie vorliegend beschrieben Verriegelungsvorrichtung verbindbar oder sind miteinander
verbunden. Ist eine Anordnung aus zwei Fahrbahnbegrenzungselementen derart ausgeführt,
dass die Fahrbahnbegrenzungselemente einander gegenüberliegend angeordnet sind, so
ist durch das Teleskopieren des Teleskopelementes des ersten Fahrbahnbegrenzungselementes
und das Teleskopieren des Teleskopelementes des zweiten Fahrbahnbegrenzungselementes
in der Fahrbahnbegrenzung eine Öffnung realisierbar, die im Wesentlichen den doppelten
Abstand des Auszuges eines einzelnen Teleskopelementes entspricht.
[0040] Damit können Fahrzeuge jedwelcher Art durch das Fahrbahnbenutzungselementes von einer
Fahrbahn auf die zweite Fahrbahn gebracht werden. Dies ist insbesondere vorteilhaft,
beispielsweise, wenn auf einer Fahrbahn ein Stau ist, verursacht durch einen Unfall
oder dergleichen.
[0041] Rettungskräfte können somit auf einer Fahrbahn, welche eine dem Umfall abgewandte
und durch ein Fahrbahnbegrenzungselement getrennte Fahrbahn ist, bis zum Ort des Unfalles
fahren und durch Öffnen, d.h. teleskopieren der jeweiligen Teleskopelemente, die Fahrbahn
wechseln und so zum Unfallort zu gelangen.
[0042] Diese Fahrbahnbegrenzungselemente können aber auch eingesetzt werden, um den Verkehr
umzuleiten. Somit ist es möglich, beispielsweise das hier als stationär bezeichnete
Element an einem, dem Teleskopelement abgewandten Ende, gelenkig mit fixen Fahrbahnbegrenzungselementen
zu verbinden. Durch Aushaken oder Öffnen der Verriegelungsvorrichtung und verdrehen
des Fahrbahnbegrenzungselementes und wieder einhaken der Verriegelungsvorrichtung
können so Fahrbahnen umgeleitet werden.
[0043] Beispielsweise bei Tunneleinfahrten die mehrspurig sind oder bei Maut- oder Zollstellen
kann eine derartige Anordnung stationär eingerichtet sein. Dabei ist es vorstellbar,
den Antrieb an einen mechanischen Antrieb zu koppeln. So kann beispielsweise ein hydraulischer
oder ein elektrischer Antrieb vorgesehen sein.
[0044] Ein erfindungsgemässes Fahrbahnbegrenzungselement wird anhand nachfolgender Figuren
beispielhaft erklärt. Es zeigt:
- Figur 1:
- Ein Fahrbahnbegrenzungselement in einer perspektivischen Ansicht,
- Figur 2:
- Das Fahrbahnbegrenzungselement aus Figur 1 in einer perspektivischen Ansicht, wobei
eine Seitenwand des Fahrbahnbegrenzungselementes ausgeblendet ist,
- Figur 3:
- Das Fahrbahnbegrenzungselement aus Figur 1 in einer Seitenansicht,
- Figur 4:
- Ein Querschnitt entlang der Linie B aus Figur 3,
- Figur 5:
- Ein Querschnitt entlang der Linie E aus Figur 3,
- Figur 6:
- Ein Querschnitt entlang der Linie A aus Figur 3,
- Figur 7:
- Eine Anordnung aus zwei Fahrbahnbegrenzungselementen,
- Figur 8:
- Eine Detailansicht des Verriegelungsselementes aus Figur 7,
- Figur 9:
- Eine seitliche Ansicht des Verriegelungsselementes aus Figur 8.
[0045] Die Figur 1 zeigt ein erfindungsgemässes Fahrbahnbegrenzungselement 100. Das Fahrbahnbegrenzungselement
100 weist zwei Hauptelemente auf, das Stationärelement 10 und das Teleskopelement
20. Das Teleskopelement 20 ist innerhalb des Stationärelementes 10 angeordnet. Das
Fahrbahnbegrenzungselement 100 ist typischerweise entlang einer hier nicht gezeigten
Fahrbahn angeordnet und weist daher in Fahrtrichtung eine Längsachse L auf. Das Fahrbahnbegrenzungselement
100 hat im Wesentlichen die Kontur eines auf den Kopf gestellten T's. Die Arme des
T bilden einen Sockel, der im bestimmungsgemässen Einsatz im Wesentlichen in einer
parallelen Ebene zur Fahrbahn auf oder neben der Fahrbahn platziert ist. Das Teleskopelement
befindet sich im Schenkel des T-Profils.
[0046] Figur 2 zeigt das Fahrbahnbegrenzungselement 100 aus Figur 1, wobei ein Teil, nämlich
eine Seitenwand, des Stationärelementes 10 ausgeblendet ist. Dadurch wird das Teleskopelement
20 sichtbar. Ebenfalls sichtbar ist der Zugmitteltrieb 30, der vorliegend als Kettentrieb
ausgebildet ist. Der Kettentrieb 30 weist zwei hier nicht näher bezeichnete Achsen
und Kettenräder auf, welche am Stationärelement 10 angeordnet sind. Der Zugmitteltrieb
30 weist ein Lasttrum 31 und ein Leertrum 32 auf (siehe dazu Figur 4, in dieser Figur
vereinfacht dargestellt), wobei das Lasttrum 31 an zumindest einer Stelle mit einem
Mitnehmer 33 mit dem Teleskopelement 20 verbunden ist. Durch Drehen an einem der Zahnräder
kann nun das Teleskopelement 20 entlang der Längsachse (siehe Figur 1) verschoben
werden. Vorzugsweise wird eines der Räder mit einer Handkurbel gedreht. Um das Verschieben
des Teleskopelementes zu erleichtern, sind am Teleskopelement 20 seitliche Rollen
23 und obenliegende Rollen 24 und unten liegende (hier nicht sichtbare) Rollen 24
angeordnet (siehe dazu Figur 6). Diese oben und unten liegenden Rollen 24 nehmen vorliegend
vertikale Kräfte auf, die Rollen 23 horizontale. Der Zugmitteltrieb 30 ist in einer
Vertiefung 22 angeordnet. Die Antriebsräder des Zugmitteltriebes 30 sind vertikal
ausgerichtet. Diese Antriebsräder sind an der hier ausgeblendeten Seitenwand des Stationärelementes
10 gelagert.
[0047] Figur 3 zeigt das Fahrbahnbegrenzungselement 100 aus Figur 2 in einer Seitenansicht.
Verschiedene Querschnitte, auf die nachfolgend Bezug genommen wird, sind angezeichnet.
[0048] Figur 4 zeigt einen Querschnitt entlang der Linie B aus Figur 3. Das Teleskopelement
20 ist innerhalb des Stationärelementes 10 angeordnet. Beide Elemente sind im Wesentlichen
je aus zwei separaten Hälften gebildet. Eine einstückige Fertigung wäre aber ebenso
vorstellbar. Innerhalb des Teleskopelementes 20 sind zwei sich diametral gegenüberliegende,
seitliche Rollen 23 angeordnet. Diese Rollen stützen sich an einer Seitenwand 11 des
Stationärelementes 10 ab. Ein zweites Rollenpaar, welches zu diesem ersten Rollenpaar
entlang einer sich durch die Längsachse L (siehe Figur 1) und durch den Schenkel des
T-Profils erstreckenden Ebene symmetrisch ausgebildet ist, befindet sich in einer
zur Blattebene parallelen Ebene. Das heisst, dass Teleskopelement ist damit durch
je zwei Rollen beidseitig am Stationärelement 10 abgestützt. Unter Bezugnahme auf
Figur 2 ist ersichtlich, dass am vorliegenden Teleskopelement zwei solcher Anordnungen
von Rollen 23 vorhanden sind. In der Figur 4 ist zudem eine Vertiefung 22 ersichtlich,
in welcher der Kettentrieb 30 (siehe Figur 6) angeordnet ist. In der Darstellung gemäss
Figur 4 ist lediglich das Leertrum 32 und das Lasttrum 31 des Kettentriebes 30 sichtbar.
[0049] Figur 5 zeigt einen Querschnitt entlang der Linie E aus Figur 3. In der Figur 5 ist
eine Stützrolle 25 ersichtlich, welche am Teleskopelement 20 angeordnet ist. Diese
Stützrolle 25 erstreckt sich durch eine nicht näher bezeichnete Bodenplatte des Sockels
des Stationärelementes 10 hindurch, so dass diese Stützrolle 25 mit dem Untergrund
in Kontakt kommen kann.
[0050] Die Figur 6 zeigt einen Querschnitt entlang der Linie A aus der Figur 3. In der Figur
6 sind die Rollen 24 sichtbar, welche das Teleskopelement gegenüber dem Stationärelement
10 abstützen. Die in der Figur 6 unten liegenden Rollen 24 sind in Kontakt mit dem
Sockel des Stationärelementes 10 und rollen über diesen Sockel ab. Zudem sind am oberen
Bereich des Teleskopelementes 20 weitere Rollen 24 angeordnet, die das Teleskopelement
vertikal nach oben in seiner Mobilität begrenzen. In der Figur 6 ist zudem eine Vertiefung
22 in der Seitenwand 21 des Teleskopelementes 20 sichtbar. Der Kettentrieb 30 ist
innerhalb dieser Vertiefung 22 angeordnet.
[0051] Figur 7 zeigt eine Anordnung aus zwei Fahrbahnbegrenzungselementen 100 und 100'.
Das Fahrbahnbegrenzungselement 100 ist erfindungsgemäss ausgebildet und weist ein
Teleskopelement 20 auf. Das Fahrbahnbegrenzungselement 100' ist vorliegend ohne Teleskopelement
20 ausgebildet. Es weist aber ein in seiner Form dem Teleskopelement 20 gleichendes
Innenelement 50 auf. Es ist aber vorstellbar, dass das Fahrbahnbegrenzungselement
100' ebenfalls mit einem Teleskopelement 20 ausgebildet ist. An den Enden der Fahrbahnbegrenzungselemente
100 und 100' ist das Verriegelungsvorrichtung 40 ausgebildet.
[0052] Figur 8 zeigt ein Detail der Verriegelungsvorrichtung 40 aus der Figur 7. Das Verriegelungsvorrichtung
40 ist vorliegend aus zwei Hauptelementen ausgebildet, einem Haltebolzen 41 und einem
Haken mit einer zulaufenden Kontur. Der Haken ist vorliegend als eine Scheibe mit
einem Exzenter 42 ausgebildet. Der Haltebolzen 41 ist am Fahrbahnbegrenzungselement
100' angeordnet, der Exzenter am Fahrbahnbegrenzungselement 100. Der Exzenter 42 ist
um einen Drehbolzen 43 drehbar gelagert.
[0053] Figur 9 zeigt eine seitliche Ansicht gemäss der Figur 8. Der Exzenter 42 ist, wie
zu Figur 8 erläutert, um einen Drehbolzen 43 drehbar gelagert ausgebildet. Der Exzenter
42 kann in Pfeilrichtung P gedreht werden. Am Exzenter 42 ist eine Befestigungskulisse
44 angeordnet. Die Befestigungskulisse 44 weist zum Drehbolzen 43 einen ersten Abstand
X1 und einen zweiten Abstand X2 auf, ist also zulaufend. Die Befestigungskulisse 44
ist mit diesem Abstand dazu eingerichtet, mit dem Haltebolzen 41 in Wirkverbindung
zu treten. Der Abstand X1 ist dabei grösser als der Abstand X2. Somit kann der Exzenter
42 mit dem Haltebolzen 41 in Eingriff gebracht werden. Durch Drehen des Exzenters
42 in Pfeilrichtung P wird ein Abstand zwischen dem Fahrbahnbegrenzungselement 100
und dem Fahrbahnbegrenzungselement 100' verkürzt. Sobald die Stirnseiten der Fahrbahnbegrenzungselemente
100 und 100' aufeinander treffen und der Exzenter 42 weiter in Pfeilrichtung P gedreht
wird, entsteht zwischen den Fahrbahnbegrenzungselementen 100 und 100' eine Vorspannung.
Die Fahrbahnbegrenzungselemente 100 und 100' sind damit sicher verbunden.
1. Fahrbahnbegrenzungselement (100) umfassend
ein Stationärelement (10) und
ein Teleskopelement (20)
wobei das Stationärelement (10) und das Teleskopelement (20) je zwei Seitenwände (11;
21) aufweisen, welche jeweils miteinander verbunden sind,
wobei das Teleskopelement (20) innerhalb des Stationärelementes (10) entlang einer
Längsachse (L) verschieblich angeordnet ist, wobei das Fahrbahnbegrenzungselement
(100) einen sich in Richtung der Längsachse erstreckenden Zugmitteltrieb (30), insbesondere
einen Kettentrieb, zum Verschieben des Teleskopelementes (20) relativ zum Stationärelement
(10) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Zugmitteltrieb (30) zwischen einer Seitenwand (11) des Stationärelementes (10)
und einer Seitenwand (21) des Teleskopelementes (20), insbesondere in einer Vertiefung
(22) des Teleskopelementes (20) angeordnet, ist.
2. Fahrbahnbegrenzungselement (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugmitteltrieb (30) eine Untersetzung aufweist, wobei der Zugmitteltrieb vorzugsweise
mit einer Handkurbel antreibbar ist.
3. Fahrbahnbegrenzungselement (100) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Teleskopelement (20) mittels Rollen (23, 23'; 24, 24') am Stationärelement (10)
gelagert ist.
4. Fahrbahnbegrenzungselement (100) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (23, 23'; 24, 24') je paarweise einander gegenüberliegend angeordnet sind.
5. Fahrbahnbegrenzungselement (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Teleskopelement (20) eine Stützrolle (25) zum Aufnehmen zumindest eines Teiles
des Eigengewichtes des Teleskopelementes ausgebildet ist.
6. Fahrbahnbegrenzungselement (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, umfassend zumindest
ein erstes Element einer Verriegelungsvorrichtung (40).
7. Fahrbahnbegrenzungselement (100) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das das erste Element der Verriegelungsvorrichtung (40) als ein Haltebolzen (41)
oder als ein Haken (42) ausgebildet ist.
8. Fahrbahnbegrenzungselement (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (11) des Stationärelementes (10) und/oder die Seitenwände (21) des
Teleskopelementes (20) je zueinander parallel ausgebildet sind.
9. Fahrbahnbegrenzungselement (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Teleskopelement (20) und/oder das Stationärelement (10) einen zu einer sich durch
die Längsachse L erstreckende Vertikalebene symmetrischen Querschnitt aufweisen.
10. Fahrbahnbegrenzungselement (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Vertiefung
(22) am Teleskopelement (20) in Bezug auf eine vertikale Höhe des Teleskopelementes
im Wesentlichen mittig platziert ist.
11. Fahrbahnbegrenzungselement (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das Fahrbahnbegrenzungselement
(100) zwei einander gegenüberliegende Zugmitteltriebe (30) aufweist.
12. Anordnung aus zwei Fahrbahnbegrenzungselementen (100) nach einem der Ansprüche 6 bis
11 dadurch gekennzeichnet, dass sie mittels der Verriegelungsvorrichtung (40) verbindbar oder miteinander verbunden
sind.
13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Verriegelungsvorrichtung (40) eine Vorspannung zwischen den zwei Fahrbahnbegrenzungselementen
(100) erzeugbar ist.