[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sicherungsvorrichtung mit einer Riegelstange,
die nach Bedarf quer vor dem geschlossenen Flügel eines Fensters oder einer Tür anordenbar
ist, um den Flügel gegen ein Öffnen zu sichern. Zwar weist in der Regel der zur Lagerung
des Flügels am Rahmen vorgesehene Beschlag bereits eine Verriegelungsfunktion auf.
Die Sicherheit der Verriegelung, insbesondere gegen ein gewaltsames Aufbrechen oder
Aufstemmen, wie etwa bei einem Einbruch, kann aber durch das zusätzliche Vorsehen
einer Sicherungsvorrichtung an dem Fenster oder der Tür noch wesentlich verbessert
werden.
[0002] Sicherungsvorrichtungen können beispielsweise zusätzliche Verbindungspunkte zwischen
dem Flügel und dem Rahmen des Fensters oder der Tür bereitstellen. Mit jedem zusätzlichen
Verbindungspunkt muss dann mehr Kraft aufgewandt werden, um das Fenster oder die Tür
aufzubrechen, so dass ein Einbruch erschwert wird. Derartige Sicherungsvorrichtungen
müssen aber in der Regel einerseits an dem Rahmen und andererseits an dem Flügel montiert
werden, was zu Beschädigungen des Rahmens und insbesondere des Flügels führen kann.
Zudem kann für Mieter das Einverständnis des Vermieters zu einem solchen baulichen
Eingriff in das Fenster oder die Tür erforderlich sein, zumal sich an dem Flügel befestigte
Sicherungsvorrichtungen oftmals nicht zufriedenstellend zurückbauen lassen.
[0003] Diese Schwierigkeiten lassen sich durch Verwendung einer Riegelstange vermeiden,
die zum Sichern des geschlossenen Flügels derart quer vor dem Flügel fest angebracht
wird, dass sie einer Öffnungsbewegung des Flügels im Wege steht. Beispielsweise kann
die Riegelstange horizontal oder vertikal angebracht werden.
[0004] Grundsätzlich kann sie aber in jeder nach den bauseitigen Gegebenheiten für ein Sichern
des geschlossenen Flügels geeigneten Ausrichtung quer vor dem Flügel angebracht werden.
Selbst wenn dann die übliche Verriegelungsfunktion des Fenster- oder Türbeschlags
überwunden wird, bleibt der Flügel durch die Riegelstange gegen ein Öffnen gesichert,
so dass ein Einsteigen durch das Fenster oder die Tür verhindert werden kann.
[0005] Voraussetzung für die Zuverlässigkeit einer solchen Sicherungsvorrichtung ist, dass
die Riegelstange stabil verankert ist. Dazu braucht die Riegelstange vorteilhafterweise
nicht am Flügel oder am Rahmen des Fensters oder der Tür verankert zu werden. Denn
zur Befestigung der Riegelstange quer vor dem geschlossenen Fenster kann die Riegelstange
stattdessen an der Laibung bzw. im angrenzenden Wandbereich des Fensters oder der
Tür, also typischerweise in massivem Mauerwerk oder Beton, verankert werden. Das hat
nicht nur den Vorteil, dass das Fenster oder die Tür, insbesondere der Flügel des
Fensters oder der Tür, unbeschädigt bleibt, sondern auch, dass auf diese Weise besonders
hohe Kräfte abgestützt werden können.
[0006] Eine Möglichkeit, die Riegelstange im Bereich der Laibung des Fensters oder der Tür
zu verankern, besteht darin, an zwei entgegengesetzten Seiten des Fensters oder der
Tür jeweils eine Bohrung oder sonstige Aussparung in der Laibung vorzusehen, in die
die Riegelstange mit einem jeweiligen Ende eingesetzt wird. Eine derartige Befestigung
der Riegelstange setzt aber nicht nur voraus, dass die Bohrungen relativ zueinander
präzise, insbesondere genau fluchtend, ausgerichtet sind, sondern auch, dass die Riegelstange
längenvariabel ist, um zunächst zwischen der Laibung vor dem Flügel positioniert zu
werden und anschließend mit ihren beiden Enden in entgegengesetzte Richtungen in eine
jeweilige Bohrungen einzugreifen. Die Riegelstange muss dazu beispielsweise nach Art
einer Teleskopstange ausgebildet sein oder beidseitig ausfahrbare Riegel aufweisen.
Derartige Mechaniken sind aber im ausgezogenen Zustand mechanisch weniger stabil als
ein starrer Riegel fester Länge, zudem technisch aufwendig und verursachen daher vergleichsweise
hohe Kosten.
[0007] Für die Zuverlässigkeit der Sicherungsvorrichtung ist ferner wichtig, dass sie sich
einfach und komfortabel verwenden lässt. Denn wenn die Sicherung des Flügels mittels
der Sicherungsvorrichtung umständlich ist, führt dies oftmals dazu, dass die Sicherungsvorrichtung
nicht konsequent angewandt wird.
[0008] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Sicherungsvorrichtung der genannten Art zur
Sicherung des Flügels eines Fensters oder einer Tür gegen ein Öffnen bereitzustellen,
die eine einfache und das Fenster oder die Tür möglichst wenig beeinträchtigende Montage
erlaubt, besonders zuverlässigen Schutz bietet und dabei komfortabel zu bedienen ist.
[0009] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Sicherungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der vorliegenden Beschreibung sowie den Figuren.
[0010] Die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung umfasst zumindest ein Verankerungselement,
das dazu ausgebildet ist, an einer Seite des Fensters oder der Tür im Bereich einer
Laibung des Fensters oder der Tür dauerhaft montiert zu werden. Durch eine Verankerung
an der Laibung des Fensters oder an der daran angrenzenden Wand kann die Riegelstange
besonders stabil quer vor dem geschlossenen Flügel angeordnet werden. Dabei ist die
Riegelstange insbesondere insofern quer vor dem Flügel angeordnet, als sich die Riegelstange
entlang ihrer Längsachse von einer Seite des Flügels zur entgegengesetzten Seite erstreckt,
wobei die Längsachse zumindest im Wesentlichen parallel zur Flügelebene ausgerichtet
ist.
[0011] Dadurch, dass zum Anbringen der Riegelstange ein gesondertes Verankerungselement
vorgesehen ist, braucht die Riegelstange nicht direkt mit dem Mauerwerk oder dem Beton
zusammenzuwirken, sondern kann mit dem Verankerungselement zusammenwirken, das, wie
nachfolgend beschrieben wird, speziell für eine einfache und komfortable und dabei
gleichwohl widerstandsfähige Kopplung mit der Riegelstange ausgebildet sein kann.
Im Gegensatz zur Riegelstange, die sich für ein reguläres Öffnen des Flügels entfernen,
also von dem Verankerungselement lösen lassen muss, ist das Verankerungselement dabei
dauerhaft montiert, beispielsweise fest in die Laibung eingelassen, z.B. eingeschraubt,
gedübelt oder mittels Injektionsmörtel verankert. Die Fixierung des Verankerungselements
im Bereich der Laibung kann auf diese Weise im Hinblick auf eine hohe Festigkeit und
Belastbarkeit hin optimiert werden. Eine Injektionsmörtelverankerung weist den zusätzlichen
Vorteil auf, dass Montageungenauigkeiten, z.B. infolge verlaufender Bohrer, egalisiert
werden können.
[0012] Zur Kopplung mit der Riegelstange weist das Verankerungselement einen Kopplungsabschnitt
auf, der im montierten Zustand des Verankerungselements in Richtung der entgegengesetzten
Seite des Fensters oder Tür vorsteht. Bevorzugt steht der Kopplungsabschnitt dabei,
insbesondere wenn das Verankerungselement zumindest teilweise in die Laibung eingesetzt
ist, über die Laibung hinaus in Richtung der entgegengesetzten Seite des Fensters
oder Tür vor. Der Kopplungsabschnitt kann beispielsweise zumindest im Wesentlichen
zapfenförmig ausgebildet sein. Vorstehen kann der Kopplungsabschnitt insbesondere
insofern, als er sich zwischen einem mit dem übrigen Verankerungselement verbundenen
Ende und einem dazu entgegengesetzt ausgerichteten freien Ende erstreckt, so dass
der Kopplungsabschnitt, abgesehen von dem verbundenen Ende, eine von dem übrigen Verankerungselement
gesonderte Struktur darstellt, die somit speziell zur Ankopplung der Riegelstange
dienen kann. Die Richtung, in die der Kopplungsabschnitt vorsteht, wird dabei durch
die Lage des freien Endes relativ zu dem verbundenen Ende des Kopplungsabschnitts
definiert. Insbesondere kann die Richtung, in die der Kopplungsabschnitt vorsteht,
der Ausrichtung einer Längsachse des Kopplungsabschnitts oder einer Symmetrieachse,
zu welcher der Kopplungsabschnitt zumindest im Wesentlichen symmetrisch ausgebildet
ist, entsprechen.
[0013] Die Riegelstange weist erfindungsgemäß eine Schließvorrichtung und zumindest einen
ersten Endabschnitt mit einer Kopplungsaufnahme auf, wobei der Endabschnitt dazu ausgebildet
ist, mit dem Verankerungselement lösbar gekoppelt zu werden, indem in einem Kopplungszustand
der Sicherungsvorrichtung der Kopplungsabschnitt des Verankerungselements in die Kopplungsaufnahme
des ersten Endabschnitts der Riegelstange eingreift. Der erste Endabschnitt ist dabei
insbesondere an einem von zwei entgegengesetzten Enden der Längserstreckung der Riegelstange
ausgebildet, die sich vorzugsweise mit zumindest überwiegend konstantem Querschnitt
und zumindest im Wesentlichen geradem Verlauf entlang einer Längsachse erstreckt.
[0014] Anders als bei einer telekopierbaren Riegelstange oder einer Riegelstange mit an
den Enden ausfahrbaren Riegeln braucht also die Riegelstange nicht in die Laibung
einzugreifen. Vielmehr greift, gerade umgekehrt, ein im Bereich der Laibung montiertes
Verankerungselement mit einem Kopplungsabschnitt in die Riegelstange ein, die dazu
an ihrem ersten Endabschnitt eine Kopplungsaufnahme aufweist. Dadurch, dass der vorstehende
Kopplungsabschnitt an dem Verankerungselement und die Kopplungsaufnahme an dem ersten
Endabschnitt der Riegelstange in geeigneter Weise passend zueinander ausgebildet werden,
kann eine einfache und zuverlässige Kopplungsmöglichkeit zur Anbringung der Riegelstange
an dem Verankerungselement geschaffen werden. Vorteilhafterweise braucht die Riegelstange
für eine solche Kopplung nicht längenvariabel zu sein, so dass sie einen vergleichsweise
einfachen und damit konstant stabilen Aufbau aufweisen kann. Um die Länge der Riegelstange
an ein jeweiliges Fenster oder eine jeweilige Tür anzupassen, kann die Riegelstange
vorzugsweise einfach ablängbar sein. Dazu kann die Riegelstange einen ablängbaren
Grundkörper aufweisen, wobei Endabschnitte der Riegelstange, die für Zusammenwirken
mit einem jeweiligen Verankerungselement ausgebildet sind, durch von dem Grundkörper
separate, aber mit dem Grundkörper verbindbare Endelemente gebildet werden können,
wie weiter unten noch erläutert wird. Wenn die Länge der Riegelstange im Wesentlichen
dem Abstand zwischen zwei entgegengesetzten Seiten der Laibung entspricht, kann sie
bei Nichtbenutzung z.B. vorteilhafterweise einfach auf der Fensterbank eines jeweiligen
Fensters abgelegt werden.
[0015] In dem genannten Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung sind durch das Eingreifen
des Kopplungsabschnitts des Verankerungselements in die Kopplungsaufnahme des ersten
Endabschnitts der Riegelstange die Riegelstange und das Verankerungselement miteinander
gekoppelt, allerdings - jedenfalls zunächst noch - voneinander lösbar. Erfindungsgemäß
ist aber vorgesehen, dass in dem Kopplungszustand der erste Endabschnitt der Riegelstange
mittels der Schließvorrichtung an dem Verankerungselement verriegelbar ist. Mit anderen
Worten kann die genannte Lösbarkeit durch das Verriegeln nach Bedarf verhindert werden.
Somit weist der Kopplungszustand zwei alternative Sicherungsstufen auf: einen unverriegelten
Kopplungszustand, in dem der erste Endabschnitt der Riegelstange mit dem Verankerungselement
gekoppelt ist, so dass die Riegelstange von dem Verankerungselement in ihrer Anordnung
quer vor dem geschlossenen Flügel des Fensters oder der Tür gestützt wird, aber für
ein reguläres Öffnen des Flügels wieder von dem Verankerungselement gelöst werden
kann; und einen verriegelten Kopplungszustand, in dem die Kopplung nicht ohne Weiteres
- nämlich nicht ohne ein vorangehendes Entriegeln (also ein Zurückversetzen in den
unverriegelten Kopplungszustand) - gelöst werden kann, wofür vorzugsweise das Verfügen
über ein Schließgeheimnis, z.B. über einen der Schließvorrichtung zugeordneten Schlüssel,
erforderlich ist.
[0016] Durch das Vorsehen eines unverriegelten Kopplungszustands, in dem die Riegelstange
bereits mit dem Verankerungselement gekoppelt, ein Lösen der Riegelstange aber grundsätzlich
noch möglich ist, wird die Handhabung der Sicherungsvorrichtung vereinfacht. Denn
so kann die Riegelstange zunächst stabil vor dem geschlossenen Flügel angeordnet werden
und wird im Kopplungszustand in dieser Stellung auch gehalten, bevor die Riegelstange
in einem nachfolgenden Schritt zusätzlich verriegelt werden kann, um ein unbefugtes
Lösen der Riegelstange zuverlässig zu verhindern. Beim Verriegeln ist die Riegelstange
somit bereits vorfixiert und braucht daher vorteilhafterweise nicht von Hand gehalten
zu werden. In entsprechender Weise ist auch das Entfernen der Riegelstange zum Freigeben
des Flügels vereinfacht, da die Riegelstange nach dem Entriegeln weiterhin (nun aber
lösbar) mit dem Verankerungselement gekoppelt bleibt, so dass die Riegelstange auch
beim Entriegeln nicht von Hand gehalten werden muss.
[0017] Vorzugsweise ist die Kopplungsaufnahme des ersten Endabschnitts der Riegelstange
zumindest insofern positionsfest an der Riegelstange angeordnet, als sie für ein Koppeln
der Riegelstange mit dem ersten Verankerungselement nicht relativ zu der übrigen Riegelstange,
insbesondere zu einem Grundkörper der Riegelstange, versetzt werden muss. Vielmehr
kann das Einführen des Kopplungsabschnitts des Verankerungselements in die Kopplungsaufnahme
vorzugsweise einfach dadurch erfolgen, dass die Riegelstange mit der Kopplungsaufnahme
auf den Kopplungsabschnitt aufgesetzt wird.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind der erste Endabschnitt der Riegelstange
und das Verankerungselement derart zueinander ausgebildet, dass zum Koppeln des ersten
Endabschnitts mit dem Verankerungselement und/oder zum Lösen des ersten Endabschnitts
von dem Verankerungselement, der erste Endabschnitt quer, d.h. insbesondere im Wesentlichen
senkrecht, zu der Richtung, in welche der Kopplungsabschnitt vorsteht, und/oder quer
zu der Längsachse der Riegelstange zu versetzen ist. Beispielsweise kann das Verankerungselement
an einer linken Seite des Fensters oder der Tür im Bereich der Laibung montiert sein,
während sein Kopplungsabschnitt zur entgegengesetzten rechten Seite weist (oder gerade
umgekehrt), so dass die Riegelstange zumindest im Wesentlichen horizontal ausgerichtet
quer vor dem geschlossenen Flügel angebracht werden kann (wobei grundsätzlich natürlich
auch andere Ausrichtungen denkbar sind). Dann kann das Koppeln des ersten Endabschnitts
der Riegelstange mit dem Verankerungselement durch Aufsetzen des ersten Endabschnitts
auf das Verankerungselement insbesondere von oben, von vorne (auf die Flügelebene
zu) oder von unten erfolgen. Ein Aufsetzen von oben oder unten hat dabei gegenüber
einem Aufsetzen von vorne den Vorteil, dass eine Öffnungsbewegung des Flügels die
Riegelstange nicht in Entkopplungsrichtung beaufschlagt, sondern senkrecht dazu, wodurch
der Flügel zuverlässiger gegen ein Öffnen gesichert wird, da das Sicherheitsniveau
in allen Richtungen sichergestellt wird. Ferner hat ein Aufsetzen von oben gegenüber
einem Aufsetzen von unten den Vorteil, dass die Schwerkraft nicht in Entkopplungsrichtung
wirkt.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung weist die Kopplungsaufnahme des ersten Endabschnitts
der Riegelstange einen offenen Umfangsabschnitt und einen geschlossenen Umfangsabschnitt
auf, wobei der erste Endabschnitt der Riegelstange dazu ausgebildet ist, in einer
Richtung quer zu der Längsachse der Riegelstange auf das Verankerungselement aufgesetzt
zu werden, indem der Kopplungsabschnitt des Verankerungselements durch den offenen
Umfangsabschnitt der Kopplungsaufnahme in die Kopplungsaufnahme eingeführt wird, und
wobei in dem Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung der Kopplungsabschnitt des
Verankerungselements von dem geschlossenen Umfangsabschnitt der Kopplungsaufnahme
teilumfänglich umgriffen wird.
[0020] Der offenen Umfangsabschnitt und der geschlossene Umfangsabschnitt können jeweilige
Teile eines Bereichs bilden, der die Kopplungsaufnahme umfänglich, insbesondere in
Umfangsrichtung um die Längsachse der Riegelstange herum, umgibt. Insbesondere können
der offene Umfangsabschnitt und der geschlossene Umfangsabschnitt gemeinsam den vollständigen
Umfang der Kopplungsaufnahme bezüglich der Längsachse der Riegelstange bilden, d.h.
der offene Umfangsabschnitt und der geschlossene Umfangsabschnitt sind entlang des
vollständigen Umfangs der Kopplungsaufnahme komplementär zueinander. Der geschlossene
Umfangsabschnitt ist dabei bevorzugt insofern geschlossen, als ein Entnehmen des in
die Kopplungsaufnahme aufgenommenen Kopplungsabschnitts des Verankerungselements durch
den ihn umgreifenden geschlossenen Umfangsabschnitt hindurch nicht möglich ist. Hierzu
kann der geschlossene Umfangsabschnitt die Kopplungsaufnahme als eine Art Wand in,
insbesondere zu der Längsachse der Riegelstange, radialer Richtung begrenzen. Dagegen
ist der offene Umfangsabschnitt insofern offen, als der Kopplungsabschnitt des Verankerungselements
durch den offenen Umfangsabschnitt in die Kopplungsaufnahme eingeführt und jedenfalls
grundsätzlich auch wieder entnommen werden kann.
[0021] Beispielsweise kann der geschlossene Umfangsabschnitt zumindest im Wesentlichen eine
U-Form oder eine C-Form aufweisen, in deren Mitte die Kopplungsaufnahme ausgebildet
ist. Je nach Ausrichtung des offenen Umfangsabschnitts, der dann dem Bereich zwischen
den beiden Enden der U-Form bzw. der C-Form entspricht, kann festgelegt werden, aus
welcher radialen Richtung die Riegelstange mit ihrem ersten Endabschnitt auf das Verankerungselement
aufzusetzen ist. Vorzugsweise erstreckt sich der offene Umfangsabschnitt lediglich
über einen derart geringen Teil des Gesamtumfangs um die Kopplungsaufnahme, dass der
Kopplungsabschnitt des Verankerungselements zumindest in radialer Richtung im Wesentlichen
lediglich aus einer einzigen Winkelrichtung in die Kopplungsaufnahme eingeführt oder
aus der Kopplungsaufnahme entnommen werden kann. Ein Einführen oder Entnehmen in axialer
Richtung kann dabei grundsätzlich zusätzlich möglich sein.
[0022] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Kopplungsabschnitt des
Verankerungselements an einem in die Richtung, in die er vorsteht, weisenden freien
Ende eine Umfangsverbreiterung auf, die im Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung
von der Kopplungsaufnahme des ersten Endabschnitts der Riegelstange, hintergriffen
wird. Dazu ist der Kopplungsabschnitt mit der Umfangsverbreiterung vorzugsweise nach
Art eines Pilzkopfzapfens oder eines Schraubenkopfes, insbesondere des Schraubenkopfes
einer Zylinderkopfschraube, ausgebildet. Eine solche Ausformung des Kopplungsabschnitts
ist nicht nur für ein Hintergreifen nützlich, sondern ermöglicht auch, die Riegelstange
mit einer Kopplungsaufnahme eines zweiten Endabschnitts in Längsrichtung auf den Kopplungsabschnitt
eines jeweiligen Verankerungselements aufzustecken und anschließend noch einen Bewegungsfreiheitsgrad
aufzuweisen, der ein Einschwenken der Riegelstange mit ihrem ersten Endabschnitt auf
den Kopplungsabschnitt eines weiteren Verankerungselements ermöglicht, wie weiter
unten noch erläutert wird.
[0023] Beispielsweise kann das Verankerungselement eine, etwa nach DIN ausgebildete, Schraube
umfassen, deren Schraubenkopf zusammen mit einem angrenzenden Teil des Schraubenschaftes
den Kopplungsabschnitt des Verankerungselements bildet. Die Verwendung eines solchen
einfachen Bauteils, insbesondere eines Normbauteils, zur Bildung des Kopplungsabschnitts
trägt zu geringen Produktionskosten bei, ohne dass die Zuverlässigkeit der Sicherungsvorrichtung
beeinträchtigt würde. Durch die Wahl einer geeigneten Festigkeitsklasse der Zylinderkopfschraube
kann das Sicherheitsniveau beeinflusst werden. Die Festigkeitsklasse beträgt vorzugsweise
etwa 8.8 oder 10.9, wobei 8.8 ausreichen kann.
[0024] Das genannte Hintergreifen der Umfangsverbreiterung kann insbesondere in Bezug auf
eine Bewegung in zu der Ausrichtung des Kopplungsabschnitts des Verankerungselements
und/oder zu der Längsachse der Riegelstange paralleler Richtung erfolgen. Mit anderen
Worten wirkt das Hintergreifen einem in diese Richtung erfolgenden Entnehmen des Kopplungsabschnitts
aus der Kopplungsaufnahme formschlüssig entgegen. Vorzugsweise wird die Umfangsverbreiterung
des Kopplungsabschnitts dabei von einem geschlossenen Umfangsabschnitt der Kopplungsaufnahme
hintergriffen, insbesondere von dem vorstehend genannten geschlossenen Umfangsabschnitt,
der die Kopplungsaufnahme teilumfänglich umgibt. Dazu kann der geschlossene Umfangsabschnitt
beispielsweise zumindest im Wesentlichen eine U-Form oder C-Form aufweisen, die in
Längsrichtung zum Ende der Riegelstange hin verengt ist.
[0025] Ein solches Hintergreifen des Kopplungsabschnitts des Verankerungselements kann insbesondere
zusätzlich zu dem genannten teilumfänglichen Umgreifen durch einen geschlossenen Umfangsabschnitt
der Kopplungsaufnahme erfolgen, so dass der Kopplungsabschnitt nicht nur in radialer
Richtung mit Ausnahme eines definierten schmalen Winkelbereichs, sondern auch in axialer
Richtung gegen ein Entnehmen aus der Kopplungsaufnahme blockiert wird.
[0026] Vorzugsweise sind der Kopplungsabschnitt des Verankerungselements und die Kopplungsaufnahme
des ersten Endabschnitts der Riegelstange hinsichtlich ihrer jeweiligen Maße, insbesondere
hinsichtlich der Maße der genannten Umfangsverbreiterung und des genannten geschlossenen
Umfangsabschnitts, derart aneinander angepasst, dass der in die Kopplungsaufnahme
aufgenommene Kopplungsabschnitt zumindest im Wesentlichen lediglich einen einzigen
translatorischen Freiheitsgrad aufweist. Dieser translatorische Freiheitsgrad kann
dann gerade der Richtung entsprechen, in welche die Riegelstange zu versetzen ist,
damit der Kopplungsabschnitt durch den offenen Umfangsabschnitt hindurch aus der Kopplungsaufnahme
gelangen kann. Dabei kann es sich insbesondere um ein zu der Längsachse der Riegelstange
radiales Versetzen handeln. In axialer Richtung wird der Kopplungsabschnitt zum einen
durch das genannte Hintergreifen begrenzt und kann zum anderen in entgegengesetzter
Richtung durch die axiale Ausdehnung der Kopplungsaufnahme begrenzt sein, so dass
der Kopplungsabschnitt dann in der Kopplungsaufnahme axial festgelegt ist.
[0027] Grundsätzlich kann der in der Kopplungsaufnahme aufgenommene Kopplungsabschnitt dabei
noch einen Rotationsfreiheitsgrad, beispielsweise um die Längsachse der Riegelstange,
aufweisen. Gegen eine solche Rotation kann die Riegelstange aber dadurch, dass sie
mit einer Seitenfläche am Flügel anliegt, blockiert sein. Zudem kann eine solche Rotation
auch durch die Form der Kopplungsaufnahme und des Kopplungsabschnitts formschlüssig
blockiert sein.
[0028] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Sicherungsvorrichtung
verstellbare Sperrmittel, die dazu ausgebildet sind, in dem Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung
den Kopplungsabschnitt des Verankerungselements je nach Stellung der Sperrmittel gegen
ein Austreten aus der Kopplungsaufnahme des ersten Endabschnitts zu sperren. In Verbindung
mit den zuvor beschriebenen Ausführungsformen können die Sperrmittel somit dazu geeignet
sein, auch den letzten translatorischen Freiheitsgrad des Kopplungsabschnitts des
Verankerungselements in der Kopplungsaufnahme des ersten Endabschnitts der Riegelstange
zu sperren, so dass der Kopplungsabschnitt in der Kopplungsaufnahme im Wesentlichen
ohne Spiel gefangen ist. Vorzugsweise erfolgt das Sperren des Kopplungsabschnitts
in der Kopplungsaufnahme formschlüssig. Wenn bereits ohne die Sperrmittel lediglich
ein translatorischer Freiheitsgrad für den in die Kopplungsaufnahme aufgenommenen
Kopplungsabschnitt verbleibt, können die Sperrmittel den Kopplungsabschnitt insbesondere
entgegen der Richtung dieses Freiheitsgrades hintergreifen, um den Kopplungsabschnitt
in der Kopplungsaufnahme vollständig zu blockieren.
[0029] Insbesondere im Unterschied zu dem vorstehend beschriebenen geschlossenen Umfangsabschnitt
der Kopplungsaufnahme, sind die Sperrmittel aber verstellbar, wobei von der jeweiligen
Stellung der Sperrmittel abhängt, ob sie den in die Kopplungsaufnahme aufgenommenen
Kopplungsabschnitt gegen ein Austreten aus der Kopplungsaufnahme sperren oder nicht.
Somit ist die Sperrung des Kopplungsabschnitts in der Kopplungsaufnahme durch die
Sperrmittel grundsätzlich lösbar.
[0030] Beispielsweise kann sich zum Lösen der Sperrung ein den Kopplungsabschnitt hintergreifendes
Sperrelement der Sperrmittel in eine Stellung zurückdrängen lassen, in welcher die
Sperrmittel den Kopplungsabschnitt für ein Austreten aus der Kopplungsaufnahme freigeben.
Auch um den Kopplungsabschnitt in die Kopplungsaufnahme einzuführen, kann es erforderlich
sein, ein solches Sperrelement zumindest vorübergehend in eine derartige Stellung
zurückzudrängen. Nachdem der Kopplungsabschnitt dann vollständig in die Kopplungsaufnahme
eingeführt ist, kann das Sperrelement in eine den Kopplungsabschnitt in der Kopplungsaufnahme
sperrende Stellung versetzt werden, wobei es vorzugsweise, etwa aufgrund einer Vorspannung,
automatisch in diese sperrende Stellung versetzt wird. Insbesondere können nicht nur
das Sperrelement, sondern auch alle losen Teile der Schließvorrichtung federvorgespannt
sein, um eine rappelfreie Handhabung zu gewährleisten.
[0031] Insofern kann der Kopplungsabschnitt in die Kopplungsaufnahme einrasten, so dass
er nach Erreichen der Kopplungsaufnahme vorteilhafterweise automatisch durch die Rastwirkung
in der Kopplungsaufnahme gehalten wird. Ein Entnehmen des Kopplungsabschnitts aus
der Kopplungsaufnahme kann dabei, insbesondere gegen einen überwindbaren Widerstand
der Sperrmittel und insofern ausrastend, noch möglich sein. Die Sperrmittel tragen
folglich dazu bei, den Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung, in welchem die
Riegelstange durch Eingreifen des Kopplungsabschnitts des Verankerungselements in
die Kopplungsaufnahme des ersten Endabschnitts mit dem Verankerungselement gekoppelt
ist, zu stabilisieren. Auf diese Wiese kann bereits im noch unversiegelten Kopplungszustand
ein zuverlässiger Halt der quer vor dem zu sichernden geschlossenen Flügel angeordneten
Riegelstange erreicht werden.
[0032] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung umfassen die Sperrmittel eine an dem Kopplungsabschnitt
des Verankerungselements ausgebildete Eingriffsvertiefung sowie ein an dem ersten
Endabschnitt der Riegelstange beweglich gelagertes Sperrelement, das dazu ausgebildet
ist, zum Sperren des Kopplungsabschnitts gegen ein Austreten aus der Kopplungsaufnahme
des ersten Endabschnitts in die Eingriffsvertiefung einzugreifen. Das Sperrelement
kann etwa als eine massive Kugel, insbesondere aus hartem Metall, ausgebildet sein.
Eine Kugelform hat dabei den Vorteil, dass sie eine hohe Stabilität aufweist, während
die runde Oberfläche zugleich dazu beitragen kann, dass sich das Sperrelement beim
Einführen oder Entnehmen des Kopplungsabschnitts in die bzw. aus der Kopplungsaufnahme
leicht zurückdrängen lässt. Das Sperrelement kann aber auch eine andere Form aufweisen,
insbesondere eine Form, durch deren Eingriff in die Eingriffsvertiefung die Riegelstange
formschlüssig gegen eine Rotation um ihre Längsachse gesperrt werden kann. Beispielsweise
kann die Eingriffsvertiefung als Innensechskant ausgebildet sein, während das Sperrelement
eine Außensechskantform aufweist.
[0033] Die Eingriffsvertiefung ist vorzugsweise in einer Stirnseite des Kopplungsabschnitts
des Verankerungselements ausgebildet, die in die Richtung weist, in die der Kopplungsabschnitt
vorsteht. Bei einem quer zu dieser Richtung erfolgenden Einführen oder Entnehmen des
Kopplungsabschnitts in die bzw. aus der Kopplungsaufnahme wird der Kopplungsabschnitt
durch das Eingreifen des Sperrelements in die Stirnseite somit besonders zuverlässig
formschlüssig gesperrt. Wenn das Verankerungselement eine DIN-Schraube umfasst, deren
schraubenkopfseitiger Teil den Kopplungsabschnitt bildet, kann eine solche stirnseitige
Eingriffsvertiefung auch durch einen Schraubenkopfantrieb gebildet werden, der für
den Eingriff eines Schraubendrehers vorteilhafterweise ohnehin vorgesehen ist. Beispielsweise
kann der Schraubenkopf nach DIN EN ISO 4762 ausgebildet sein oder jedenfalls einen
Innensechskant aufweisen, der als Eingriffsvertiefung fungieren kann, in die das jeweilige
Sperrelement, das nicht unbedingt exakt komplementär ausgebildet sein muss, zum Sperren
eingreifen kann.
[0034] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Schließvorrichtung dazu
ausgebildet, zum Verriegeln des ersten Endabschnitts der Riegelstange an dem Verankerungselement
die Sperrmittel in einer Stellung zu blockieren, in der sie den Kopplungsabschnitt
des Verankerungselements gegen ein Austreten aus der Kopplungsaufnahme des ersten
Endabschnitts sperren. Da die Sperrmittel versetzbar sind und es von ihrer jeweiligen
Stellung abhängt, ob sie den Kopplungsabschnitt in der Kopplungsaufnahme sperren,
ist es für ein zuverlässiges Verriegeln des ersten Endabschnitts der Riegelstange
an dem Verankerungselement zweckmäßig, die Sperrmittel in der sperrenden Stellung
nach Bedarf zu blockieren. Dazu kann vorteilhafterweise die Schließvorrichtung verwendet
werden, durch deren Betätigung die Sperrmittel blockiert werden können bzw. die Blockade
wieder gelöst werden kann. Vorteilhafterweise ist die Schließvorrichtung dabei dazu
ausgebildet, dass das Lösen der Blockade zum Freigeben der Sperrmittel (und somit
auch zum Freigeben des andernfalls in der Kopplungsaufnahme gefangenen Kopplungsabschnitts)
ein Schließgeheimnis, etwa einen Code oder einen Schlüssel, voraussetzt. Auf diese
Weise ist die Verriegelung auch dann gegen ein Entriegeln gesichert, wenn die Schließvorrichtung,
etwa durch Einschlagen einer Scheibe, für einen Unbefugten zugänglich ist.
[0035] Insbesondere kann die Schließvorrichtung dazu ausgebildet sein, zum Verriegeln des
ersten Endabschnitts der Riegelstange an dem Verankerungselement das in die Eingriffsvertiefung
des Verankerungselements eingreifende Sperrelement gegen ein Zurückweichen in Richtung
der Riegelstange und/oder entlang der Längsachse der Riegelstange zu blockieren.
[0036] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung umfasst die Schließvorrichtung einen Blockierkörper,
in den ein Schließzylinder aufgenommen ist und der in Abhängigkeit von einem Schließzustand
des Schließzylinders quer zur Beweglichkeit des Sperrelements zwischen einer Verriegelungsstellung,
in der er das Sperrelement zum Verriegeln des ersten Endabschnitts der Riegelstange
an dem Verankerungselement in einer sperrenden Stellung blockiert, und einer Freigabestellung
verstellbar ist, in der er das Sperrelement nicht blockiert. Der genannte Schließzustand
hängt dabei vorzugsweise davon ab, ob der Schließzylinder mit einem dem Schließzylinder
zugeordneten Schlüssel betätigt wird. Die Verwendung des richtigen Schlüssels kann
dabei Voraussetzung sowohl für das Verstellen des Blockierkörpers in die Verriegelungsstellung
als auch für das Verstellen des Blockierkörpers in die Freigabestellung sein. Vorzugsweise
liegt aber eine Automatikfunktion vor, d.h. dass sich der Blockierkörper auch ohne
Schlüssel in die Verriegelungsstellung verstellen lässt, aber nur mittels des zugeordneten
Schlüssels aus der Verriegelungsstellung in die Freigabestellung verstellen lässt.
Zudem kann der Blockierkörper in die Freigabestellung vorgespannt sein, so dass zum
einen verhindert wird, dass er ohne Betätigung in die Verriegelungsstellung gelangt,
und er zum anderen aus der Verriegelungsstellung durch Betätigung des Schließzylinders
mittels des zugeordneten Schlüssels automatisch in die Freigabestellung versetzt wird.
[0037] Bei einer Ausführungsform mit verstellbarem Blockierkörper ist es ferner vorteilhaft,
wenn der Blockierkörper in der Freigabestellung quer zur Längsachse der Riegelstange
aus der Riegelstange vorsteht und in der Verriegelungsstellung in die Riegelstange
hinein versetzt ist, insbesondere bündig mit einer Seitenfläche der Riegelstange abschließt.
Die jeweilige Stellung des Blockierkörpers und somit der Sicherungszustand der Sicherungsvorrichtung
sind dann für einen Nutzer einfach, auch aus einer gewissen Entfernung noch, zu erkennen.
Wenn der Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung vorliegt, die Riegelstange also
über ihren ersten Endabschnitt mit dem Verankerungselement verbunden ist, kann das
Verriegeln dann einfach dadurch erfolgen, dass der Blockierkörper in die Riegelstange
hinein gedrückt wird, wozu vorteilhafterweise kein Schlüssel erforderlich ist.
[0038] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Riegelstange und das
Verankerungselement dazu ausgebildet, dass die Riegelstange in dem Kopplungszustand
der Sicherungsvorrichtung an der Laibung des Fensters oder der Tür im Wesentlichen
flächig anliegt. Vorzugsweise greift die Riegelstange dabei nicht in die Laibung ein,
sondern erstreckt sich lediglich bis zur Laibung. Insbesondere kann die Riegelstange
in dem Kopplungszustand mit einer Stirnseite ihres ersten Endabschnitts an der Laibung
anliegen. Dabei kann ein entgegengesetzter zweiter Endabschnitt der Riegelstage vorteilhafterweise
in entsprechender Weise flächig an einer entgegengesetzten Seite der Laibung anliegen.
Flächig liegt die Riegelstange dabei insbesondere insofern an, als sie mit einer zur
Laibung ausgerichteten Fläche parallel zur Laibung angeordnet ist, wobei kein oder
ein lediglich geringer Spalt zwischen der Fläche und der Laibung verbleibt. Die Riegelstange
schließt dann, vorzugsweise an ihren beiden Enden, zumindest im Wesentlichen bündig
an die Laibung an. Somit kann bereits dadurch die vor dem zu sichernden Flügel angeordnete
Riegelstange in Richtung ihrer Längsachse axial festgelegt sein. Des Weiteren trägt
zur zuverlässigen Anbringung der Riegelstange vor dem zu sichernden Fenster bei, wenn
durch das Zusammenwirken der jeweilige Kopplungsaufnahme und des jeweiligen darin
aufgenommenen Kopplungsabschnitts eine große Überdeckung der Riegelstange mit dem
jeweiligen Verankerungselement erreicht wird.
[0039] Allgemein ist es für die Zuverlässigkeit der Sicherung vorteilhaft, wenn zumindest
im verriegelten Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung der erste Endabschnitt
der Riegelstange in alle Raumrichtungen formschlüssig an dem Verankerungselement festgelegt
ist. Auf diese Weise kann das Spiel der vor dem Flügel angebrachten Riegelstange minimiert
werden. Die formschlüssige Festlegung kann auch schon im unverriegelten Kopplungszustand
vorliegen, in dem die Riegelstange zwar noch von dem Verankerungselement lösbar ist,
aber dennoch durchaus formschlüssig abgestützt sein kann, auch wenn diese formschlüssige
Abstützung ohne die zusätzliche Verriegelung überwindbar ist.
[0040] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst das Verankerungselement einen bolzenförmigen
Montageabschnitt sowie eine Siebhülse und ist dazu ausgebildet, mit der Siebhülse
sowie dem darin aufgenommenen Montageabschnitt in einer Bohrung im Bereich der Laibung
des Fensters oder der Tür angeordnet und mittels Injektionsmörtel befestigt zu werden.
Das Anbringen einer Riegelstange, deren Länge nicht verstellbar ist, durch im Wesentlichen
spielfreie Kopplung mit jeweiligen Verankerungselementen kann eine exakte Positionierung
der Verankerungselemente in der Laibung erfordern. Dazu kann das Verankerungselement
grundsätzlich einfach eingeschraubt oder verdübelt werden, wobei das jeweilige Sicherheitsniveau
unter anderem von der Überdeckung des Verankerungselement mit der Laibung bzw. dem
Wandbereich abhängt. Eine besonders vorteilhafte Befestigungsmöglichkeit ergibt sich
durch die Verwendung einer Siebhülse, durch die in Verbindung mit Injektionsmörtel
vergleichsweise einfach eine exakte Positionierung des Verankerungselements erreicht
werden kann.
[0041] Denn nach Einsetzen der Siebhülse in die Bohrung und Füllen der Siebhülse mit Injektionsmörtel,
kann der bolzenförmige Montageabschnitt des Verankerungselements in die Siebhülse
eingeschoben werden, so dass er von dem Injektionsmörtel umgeben ist. Solange der
Injektionsmörtel dann noch nicht ausgehärtet ist, können der Montageabschnitt und
der damit verbundene Kopplungsabschnitt des Verankerungselements noch bewegt werden.
In diesem Zustand kann die Riegelstange mit dem Verankerungselement gekoppelt werden,
wodurch der noch bewegliche Kopplungsabschnitt eine für die Kopplung mit der Riegelstange
korrekt ausgerichtete Position einnimmt. In dieser Position wird das Verankerungselement
dann durch den aushärtenden Injektionsmörtel festgelegt. Auf diese Weise können etwa
auch Montageungenauigkeiten z.B. infolge verlaufender Bohrer ausgeglichen werden.
Bei dem genannten Montageabschnitt kann es sich insbesondere um zumindest einen Teil
des Schafts einer Schraube, beispielsweise einer Zylinderkopfschraube, handeln, wobei
der Kopplungsabschnitt durch den Schraubenkopf sowie gegebenenfalls einen übrigen
Teil des Schafts gebildet werden kann.
[0042] Für eine stabile Verankerung der Sicherungsvorrichtung wird das Verankerungselement
vorteilhafterweise zumindest teilweise in die Laibung eingreifend montiert, etwa eingeschraubt
oder eingedübelt, beispielsweise wie vorstehend beschrieben unter Verwendung einer
Siebhülse. Eine Bohrung, die zur Aufnahme eines Teils des Verankerungselements in
der Laibung gegebenenfalls vorgesehen werden muss, ist dabei vorzugsweise parallel
zur Flügelebene und senkrecht zur Oberfläche der Laibung in der Laibung ausgebildet.
Ein besonders kompaktes Verankerungselement ergibt sich, wenn das Verankerungselement
lediglich mit dem Kopplungsabschnitt aus der Bohrung heraus über die Laibung vorsteht
und sich der Kopplungsabschnitt dabei entlang der Achse der Bohrung erstreckt. Die
Bohrung in der Laibung zur Befestigung des Verankerungselements kann daher insbesondere
in Verlängerung der vor dem zu sichernden Flügel angeordneten Riegelstange vorzusehen
sein. Dort eine Bohrung vorzusehen, kann aber unter Umständen baulich problematisch
sein. Beispielsweise kann in dem Bereich, in dem die Riegelstange mit ihrem ersten
Endabschnitt an der Laibung anbringbar sein soll, eine Dämmung vorgesehen sein, die
durch eine Bohrung beeinträchtigt würde.
[0043] Beispielsweise in einem solchen Fall ist eine Ausführungsform vorteilhaft, bei der
die Sicherungsvorrichtung zumindest ein Verankerungselement umfasst, das einen Kopplungsabschnitt
zur Kopplung des ersten Endabschnitts der Riegelstange mit dem Verankerungselement
sowie zumindest einen Montageabschnitt aufweist, der dazu ausgebildet ist, in einer
Bohrung im Bereich der Laibung des Fensters oder der Tür angeordnet und befestigt
zu werden, wobei der Kopplungsabschnitt und der Montageabschnitt zueinander versetzt
parallel ausgerichtet sind. Ein solcher Versatz zwischen dem in die Bohrung einzusetzenden
Montageabschnitt und dem mit dem ersten Endabschnitt der Riegelstange koppelbaren
Kopplungsabschnitt kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass das Verankerungselement
eine Basisplatte aufweist, von der aus sich an ihrer einen Flachseite der Kopplungsabschnitt
und an ihrer anderen Flachseite der Montageabschnitt von jeweils unterschiedlichen
Ausgangspunkten aus parallel zueinander und vorzugsweise jeweils senkrecht zur Basisplatte
erstrecken. Dabei, aber auch ganz allgemein, kann es zur Erhöhung der Stabilität der
Verankerung vorteilhaft sein, wenn ein jeweiliges Verankerungselement mehrere, insbesondere
gleichartige, Montageabschnitte aufweist.
[0044] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Sicherungsvorrichtung
zumindest zwei Verankerungselemente mit jeweils einem Kopplungsabschnitt, wobei die
Riegelstange einen dem ersten Endabschnitt bezüglich der Längsachse der Riegelstange
entgegengesetzten zweiten Endabschnitt mit einer Kopplungsaufnahme aufweist, der dazu
ausgebildet ist, mit einem jeweiligen der Verankerungselemente lösbar gekoppelt zu
werden, indem in dem Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung der Kopplungsabschnitt
des jeweiligen Verankerungselements in die Kopplungsaufnahme des zweiten Endabschnitts
der Riegelstange eingreift. Auf diese Weise kann die Riegelstange an beiden Enden
ihrer Längserstreckung mit einem jeweiligen Verankerungselement gekoppelt werden,
um im Kopplungszustand quer vor dem zu sichernden geschlossenen Flügel angeordnet
beidseitig zuverlässig gehalten zu werden. Zweckmäßigerweise werden die Verankerungselemente
dazu an entgegengesetzten Seiten des Flügels dauerhaft fest montiert.
[0045] Der erste und der zweite Endabschnitt der Riegelstange können unterschiedlich ausgebildet
sein. Vorzugsweise sind sie aber zumindest insofern einander funktional entsprechend
ausgebildet, als sie jeweils mit einem beliebigen jeweiligen Verankerungselement koppelbar
sind. Mit anderen Worten können sowohl der erste als auch der zweite Endabschnitt
der Riegelstange wahlweise mit dem einen oder auch mit dem anderen der zwei Verankerungselemente
gekoppelt werden. Beim Anbringen der Riegelstange braucht somit nicht darauf geachtet
zu werden, die Riegelstange bezüglich ihrer Endabschnitte korrekt auszurichten.
[0046] Die zwei Verankerungselemente sind dabei zumindest hinsichtlich der Ausbildung ihres
jeweiligen Kopplungsabschnitts vorzugsweise gleichartig ausgebildet. Insbesondere
können sie baugleich ausgebildet sein, wodurch die Herstellung der Verankerungselemente
vereinfacht wird. Grundsätzlich kann die Sicherungsvorrichtung aber auch verschiedene
Verankerungselemente umfassen, die dann vorteilhafterweise, insbesondere aufgrund
der genannten Gleichartigkeit ihrer Kopplungsabschnitte, jeweils zu beiden Endabschnitten
der Riegelstange kompatibel sind. Verschiedene Verankerungselemente können beispielsweise
dann vorgesehen werden, wenn auf einer Seite des Flügels eine wie vorstehend beschrieben
versetzte Befestigung des Verankerungselements erforderlich ist, nicht aber auf der
anderen Seite des Flügels, oder wenn z.B. bei einem mehrflügeligen Fenster ein Flügel
auf einer Seite an die Laibung, auf der anderen Seite aber an einen Mittelsteg zwischen
diesem und einem weiteren Flügel grenzt, so dass an diesem Mittelsteg ein spezielles
Verankerungselement verwendet werden muss, das senkrecht zu der Richtung, in die sein
Kopplungsabschnitt vorsteht, zu montieren ist.
[0047] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Kopplungsaufnahme des zweiten Endabschnitts
der Riegelstange dazu ausgebildet, im Wesentlichen entlang der Längsachse der Riegelstange
auf den Kopplungsabschnitt des jeweiligen Verankerungselements aufgesetzt zu werden,
wobei in dem Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung der Kopplungsabschnitt des
jeweiligen Verankerungselements von der Kopplungsaufnahme des zweiten Endabschnitts
vorzugsweise vollumfänglich umgriffen wird. Mit anderen Worten gelangt bei dem zweiten
Endabschnitt der Riegelstange der Kopplungsabschnitt des zu koppelnden Verankerungselements
in zumindest im Wesentlichen axialer Richtung bezüglich der Längsachse der Riegelstange
in die am zweiten Endabschnitt ausgebildete Kopplungsaufnahme. Somit unterscheidet
sich die Kopplung des zweiten Endabschnitts mit einem jeweiligen Verankerungselement
insbesondere von der vorstehend als eine mögliche Ausführungsform beschriebenen Kopplung
des ersten Endabschnitts mit einem jeweiligen Verankerungselement, die nicht axial,
sondern durch ein Versetzen der Riegelstange quer zur Längsachse erfolgt.
[0048] Bei der vorliegenden Ausführungsform kann die Riegelstange beispielsweise zunächst
etwas schräg zur Flügelebene ausgerichtet entlang ihrer Längsachse mit ihrem zweiten
Endabschnitt auf das Verankerungselement aufgesteckt und anschließend zum Flügel hin
eingeschwenkt werden, bis sie parallel am Flügel anliegt und dabei insbesondere die
Laibung vollständig durchspannt. Durch dieses Einschwenken kann dann zugleich die
Kopplung des ersten Endabschnitts mit dem anderen Verankerungselement an der entgegengesetzten
Seite des Flügels erfolgen. Vorzugsweise sind die Kopplungsabschnitte dabei derart
ausgebildet, dass bei auf ein Verankerungselement aufgestecktem zweitem Endabschnitt
für die Riegelstange ein Bewegungsfreiheitsgrad verbleibt, so dass der erste Endabschnitt
durch Einschwenken aus einer jeweiligen Richtung seitlich auf den Kopplungsabschnitt
des jeweils anderen Verankerungselements aufgeschoben werden kann. Zumindest der Kopplungsabschnitt,
der mit dem ersten Endabschnitt zusammenwirkt, weist zudem vorzugsweise eine Verriegelungsgeometrie,
insbesondere die vorstehend beschriebene Eingriffsvertiefung z.B. in Form eines Sechskantlochs,
auf.
[0049] Wenn die Kopplungsaufnahme des zweiten Endabschnitts dazu ausgebildet ist, den darin
aufgenommenen Kopplungsabschnitt vollständig zu umgreifen, kann der Kopplungsabschnitt
vorteilhafterweise auch ausschließlich axial wieder aus der Kopplungsaufnahme herausgeführt
werden. In eine Richtung quer zur Längsachse der Riegelstange ist ein Lösen der Riegelstange
von dem jeweiligen Verankerungselement dagegen blockiert. Auf diese Weise braucht
die Schließvorrichtung der Riegelstange vorteilhafterweise nicht zusätzlich auch mit
dem zweiten Endabschnitt zusammenzuwirken, um auch dessen Kopplung mit dem jeweiligen
Verankerungselement zu verriegeln. Vielmehr kann es reichen, mittels der Schließvorrichtung
lediglich den in die Kopplungsaufnahme des ersten Endabschnitts aufgenommenen Kopplungsabschnitt
des jeweiligen Verankerungselements gegen ein Austreten zu sperren. Denn bereits dadurch
kann die Riegelstange axial unbeweglich festgelegt sein, so dass auch an dem zweiten
Endabschnitt der Kopplungsabschnitt des jeweiligen Verankerungselements nicht aus
der Kopplungsaufnahme austreten kann, da dies nur durch axiales Versetzen der Riegelstange
möglich wäre.
[0050] Dass die Schließvorrichtung lediglich mit dem ersten Endabschnitt zusammenwirken
muss und auch keine weitere Schließvorrichtung für den zweiten Endabschnitt vorgesehen
werden muss, ermöglicht eine einfache Längenanpassung der Riegelstange, die beispielsweise
einen länglichen Grundkörper aufweist, an dessen Enden einerseits der erste Endabschnitt
mit der Schließvorrichtung und andererseits der zweite Endabschnitt jeweils als separate
Baueinheiten angeordnet sind. Für eine Anpassung der Länge der Riegelstange an die
Maße eines jeweiligen zu sichernden Flügels können der Grundkörper dann nämlich einfach
entsprechend abgelängt und die beiden Endabschnitte anschließend mit dem Grundkörper
verbunden werden. Toleranzen in der Länge des Grundkörpers, die durch das Ablängen
entstehen, können beispielsweise wiederum durch Montage der jeweiligen Verankerungselemente
mittels Injektionsmörtel ausgeglichen werden.
[0051] Gemäß einer alternativen Ausführungsform weist die Riegelstange wiederum einen dem
ersten Endabschnitt bezüglich der Längsachse der Riegelstange entgegengesetzten zweiten
Endabschnitt auf. Allerdings weist der zweite Endabschnitt anders als bei den vorstehend
beschriebenen Ausführungsformen einen Kopplungsabschnitt auf, der in von dem ersten
Endabschnitt weg weisender Richtung vorsteht, und dazu ausgebildet ist, in dem Kopplungszustand
der Sicherungsvorrichtung in eine an einer Seite, vorzugsweise Unterseite, des Fensters
oder der Tür ausgebildete Kopplungsaufnahme einzugreifen. Mit anderen Worten erfolgt
bei dieser Ausführungsform die Kopplung des zweiten Endabschnitts der Riegelstange
mit einem jeweiligen Verankerungselement gerade anders herum, als es bei dem ersten
Endabschnitt der Fall ist. Denn anstelle einer Kopplungsaufnahme weist der zweite
Endabschnitt einen vorstehenden Kopplungsabschnitt auf, der beispielsweise durch den
Schraubenkopf einer in den zweiten Endabschnitt eingeschraubten Schraube gebildet
sein kann.
[0052] Somit braucht zur Befestigung des zweiten Endabschnitts auch kein Verankerungselement
mit einem Kopplungsabschnitt vorgesehen zu werden. Stattdessen reicht es, an einer
Seite des Fensters oder der Tür eine Kopplungsaufnahme vorzusehen, die in einem speziellen
Verankerungselement ausgebildet sein kann, die aber auch direkt in der Laibung des
Fensters oder der Tür oder auch in dem Boden unterhalb der Tür, etwa als eine Bohrung,
eingebracht werden kann. Auf diese Weise kann zumindest an einer Seite des Flügels
vermieden werden, dass ein Kopplungsabschnitt in den Bereich der Fenster- oder Türöffnung
vorsteht. Diese Ausführungsform eignet sich daher insbesondere dann, wenn die Riegelstange
senkrecht vor den Flügel einer Tür anbringbar sein soll. Denn so kann die Gefahr eines
Stolperns über einen vom Boden nach oben vorstehenden Kopplungsabschnitt vermieden
werden.
[0053] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Riegelstange einen,
vorzugsweise zumindest teilweise hohl ausgebildeten, Grundkörper, wobei der erste
Endabschnitt und gegebenenfalls der zweite Endabschnitt der Riegelstange durch von
dem Grundkörper separat ausgebildete Endelemente gebildet werden, die auf den Grundkörper
aufsetzbar sind. Wie vorstehend bereits beschrieben ermöglicht eine solche Ausbildung
eine einfache Längenanpassung der Riegelstange durch Ablängen des Grundkörpers. Der
Grundkörper kann insbesondere rohrförmig ausgebildet sein und als Material beispielsweise
Edelstahl oder ein anderes festes und vorteilhafterweise korrosionsbeständiges Metall
umfassen. Die Aufsetzbarkeit der Endelemente ist nicht darauf eingeschränkt, dass
die Endelemente lediglich von außen an dem Grundkörper angeordnet werden können. Vielmehr
können die Endelemente, insbesondere bei hohler Ausbildung des Grundkörpers, auch
zumindest teilweise in den Grundkörper einsetzbar sein, z.B. durch Einstecken in die
Enden des Grundkörpers.
[0054] Vorzugsweise umgreifen die Endelemente dabei Endkanten des Grundkörpers. Auf diese
Weise können die Endelemente insbesondere Schnittkanten überdecken, die durch das
Ablängen des Grundkörpers zumindest an einem Ende entstehen können. Dadurch wird nicht
nur die Sicherheit vor Verletzungen durch die möglicherweise scharfen Schnittkanten
verbessert, sondern es können auch schräge oder unsaubere Schnitte überdeckt und auf
diese Weise ausgeglichen werden. Für eine besonders stabile Anordnung der Endelemente
an dem Grundkörper überlappen die Endelemente im auf den Grundkörper aufgesetzten
bzw. in den Grundkörper eingesetzten Zustand mit dem Grundkörper axial jeweils um
zumindest etwa 3 cm, vorzugweise zumindest etwa 5 cm.
[0055] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Riegelstange dazu ausgebildet,
mit einer zur Längsachse der Riegelstange parallelen Seitenfläche flächig am Flügelrahmen
des Flügels des Fensters oder der Tür anzuliegen. Bei der genannten Seitenfläche der
Riegelstange handelt es sich insbesondere um eine Seitenfläche des vorstehend beschriebenen
Grundkörpers der Riegelstange. Grundsätzlich kann auch eine vom Flügel geringfügig
beabstandete Montage zweckmäßig sein, beispielsweise um den Flügel gegen ein vollständiges
Öffnen zu sichern, aber ein Kippöffnen zuzulassen, etwa um lüften zu können, ohne
die Riegelstange entfernen zu müssen. Eine besonders zuverlässige Sicherung des Flügels
ergibt sich aber, wenn die Riegelstange unmittelbar mit ihrer Seitenfläche an dem
Flügel flächig anliegt, da hierdurch jede Bewegung des Flügels aus der Flügelebene
heraus blockiert wird. Vorzugsweise ist die Sicherungsvorrichtung daher für eine solche
unmittelbare Anordnung geeignet ausgebildet. Dazu kann die Riegelstange beispielsweise
einen mehreckigen, insbesondere rechteckigen, vorzugsweise quadratischen, Querschnitt
aufweisen, der nicht nur zur Biegesteifigkeit der Riegelstange beiträgt, sondern durch
den auch eine Seitenfläche gebildet wird, die sich vorteilhafterweise im Wesentlichen
über die gesamte Länge der Riegelstange erstrecken kann und somit für ein flächiges
Anlegen an den Flügel zur Verfügung steht.
[0056] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Sicherungsvorrichtung
zumindest zwei, vorzugsweise gleichartig ausgebildete, Riegelstangen sowie zumindest
ein Verankerungselement, das dazu ausgebildet ist, in einer Richtung senkrecht zur
Flügelebene des geschlossenen Flügels des Fensters oder der Tür montiert zu werden,
und das zur lösbaren Kopplung mit einem jeweiligen Endabschnitt der zwei Riegelstangen
zwei, vorzugsweise gleichartig ausgebildete, Kopplungsabschnitte aufweist, die im
montierten Zustand des Verankerungselements parallel zur Flügelebene in entgegengesetzte
Richtung vorstehen. Durch die zwei Kopplungsabschnitte kann ein solches Verankerungselement
mit zwei Riegelstangen gleichzeitig gekoppelt werden. Daher eignet sich ein solches
Verankerungselement insbesondere als Zwischenstück zwischen zwei parallel, insbesondere
fluchtend, ausgerichteten Riegelstangen. Ferner ist das Verankerungselement dazu ausgebildet,
senkrecht zur Flügelebene montiert zu werden, also in der Regel senkrecht zu den am
Flügel anliegenden Riegelstangen. Das ermöglicht es, das Verankerungselement an einem
Mittelsteg zwischen zwei Flügeln eines mehrflügeligen Fensters oder einer mehrflügeligen
Tür zu montieren. Dazu kann das Verankerungselement beispielsweise einen, insbesondere
stiftförmigen, Montageabschnitt aufweisen, der in den Mittelsteg eingeschraubt oder
gedübelt werden kann.
[0057] Ein solches Verankerungselement kann aber nicht nur als Zwischenverankerung zwischen
zwei Riegelstangen genutzt werden. Denn es müssen nicht zwangsläufig beide Kopplungsabschnitte
eines solchen Verankerungselements zur Kopplung mit einer jeweiligen Riegelstange
genutzt werden. Dadurch, dass die Montage senkrecht zu der Richtung erfolgt, in welche
die Kopplungsabschnitte ausgerichtet sind, kann das Verankerungselement stattdessen
auch dazu genutzt werden, an einer zur Flügelebene des zu sichernden Flügels parallelen
Wand, in der sich das Fenster oder die Tür befindet, einen Kopplungsabschnitt für
eine einzelne Riegelstange bereitzustellen (Wandaufsatzmontage). Die Befestigung erfolgt
dann zweckmäßigerweise nahe am Fenster oder Tür, also weiterhin im Bereich der Laibung
des Fensters oder der Tür, jedoch nicht in der senkrecht zur Flügelebene ausgerichteten
Oberfläche der Laibung selbst, sondern in der umgebenden Wand. Ein Verankerungselement
in der umgebenden Wand statt in der Laibung zu montieren, kann etwa erforderlich werden,
wenn die Laibung für die Montage zu schmal ist.
[0058] Grundsätzlich kann die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung auch genutzt werden,
um den Flügel einer Schiebetür oder eines Schiebefensters zu sichern, auch wenn dieser
Flügel für ein Öffnen keine Bewegung senkrecht zu seiner Flügelebene vollziehen muss.
Die Riegelstange wird dann vorteilhafterweise nicht quer vor den zu sichernden Flügel
angebracht, sondern zwischen der in Öffnungsrichtung weisenden Schmalseite des Flügels
und der Laibung, auf die der Flügel beim Öffnen zu geschoben wird. Bei einem Öffnungsversuch
wird die Riegelstange dann axial beaufschlagt und sperrt die Öffnungsbewegung. Zum
Anbringen der Riegelstange kann auf dieselbe Weise wie vorstehend beschrieben zwischen
einem im Bereich der Laibung montierten Verankerungselement und dem ersten Endabschnitt
der Riegelstange eine Kopplung erfolgen. Der zweite Endabschnitt kann zudem mit einem
Verankerungselement an der genannten Schmalseite des Flügels gekoppelt werden.
[0059] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren lediglich beispielhaft
weiter erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung für ein einflügeliges
Fenster mit montierten Verankerungselementen und einer Riegelstange im Kopplungszustand.
- Fig. 2
- zeigt eine Ausführungsform eines einzelnen Verankerungselements.
- Fig. 3 und 4
- zeigen eine Ausführungsform des ersten Endabschnitts der Riegelstange.
- Fig. 5 und 6
- zeigen eine Ausführungsform des zweiten Endabschnitts der Riegelstange.
- Fig. 7 und 8
- zeigen das Zusammenwirken des ersten Endabschnitts der Riegelstange mit dem Kopplungsabschnitt
des Verankerungselements in Schnittdarstellungen.
- Fig. 9
- zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung für
ein mehrflügeliges Fenster mit montierten Verankerungselementen und zwei Riegelstangen
im Kopplungszustand.
- Fig. 10
- zeigt eine weitere Ausführungsform eines einzelnen Verankerungselements.
- Fig. 11
- zeigt eine wiederum weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung
für ein mehrflügeliges Fenster mit montierten Verankerungselementen und einer Riegelstange
im Kopplungszustand.
- Fig. 12
- zeigt ein Stützelement der in Fig. 11 gezeigten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Sicherungsvorrichtung.
- Fig. 13
- zeigt eine alternative Ausführungsform des zweiten Endabschnitts der Riegelstange.
- Fig. 14
- zeigt die in Fig. 13 gezeigte Ausführungsform in einer Schnittdarstellung.
- Fig. 15
- zeigt eine wiederum weitere Ausführungsform eines einzelnen Verankerungselements.
- Fig. 16
- zeigt eine Wandhalterung für die Riegelstange.
[0060] In Fig. 1 ist eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung
11 darstellt, deren Riegelstange 13 quer vor dem geschlossenen Flügel 15 eines zu
sichernden Fensters 17 angebracht ist und auf diese Weise den Flügel 15 gegen ein
Öffnen sperrt. Die Riegelstange 13 ist dabei derart angeordnet, dass sie mit der hinteren
Seitenfläche ihres Grundkörpers 19, der als hohles Rohr mit im Wesentlichem quadratischem
Querschnitt ausgebildet ist und sich entlang der Längsachse L der Riegelstange 13
im Wesentlichen über die gesamte Länge der Riegelstange 13 erstreckt, unmittelbar
an dem Flügelrahmen 21 des Flügels 15 anliegt. Auf diese Weise ist der Flügel 15 im
Wesentlichen ohne Spiel in seiner geschlossenen Stellung gefangen.
[0061] Damit die Riegelstange 13 auch unter Krafteinwirkung den Flügel 15 zuverlässig sichert,
ist sie an den beiden Enden ihrer Längserstreckung mit jeweils einem Verankerungselement
23 gekoppelt, das seinerseits mit einem Montageabschnitt 25 (vgl. Fig. 2) tief in
der Laibung 27 des Fensters 17 eingreift und dadurch dauerhaft an dem Fenster 17 montiert
ist. Die Laibung 27 ist in Fig. 1 transparent dargestellt, damit der Eingriff des
Montageabschnitts 25 des Verankerungselements 23 in die Laibung 27 zu erkennen ist.
Über die Laibung 27 hinaus steht im Wesentlichen lediglich ein Kopplungsabschnitt
29 (vgl. Fig. 2) des Verankerungselements 23 in Richtung der entgegengesetzten Seite
des Flügels 15 vor. Der Kopplungsabschnitt 29 dient der lösbaren und wahlweise verriegelbaren
Kopplung mit einem jeweiligen Endabschnitt 31, 33 der Riegelstange 13, so dass die
Riegelstange 13 über die Verankerungselemente 23 stabil vor dem Flügel 15 angebracht,
aber auch wieder gelöst werden kann.
[0062] Die in Fig. 1 gezeigte Ausführungsform des Verankerungselements 23 der Sicherungsvorrichtung
11 ist in Fig. 2 gesondert dargestellt. Das Verankerungselement 23 umfasst eine Zylinderkopfschraube
35, deren Schraubenschaft nahezu vollständig in einer Siebhülse 37 aufgenommen ist.
Der aus der Siebhülse 37 ragende Teil des Schraubenschafts sowie der Zylinderkopf,
der gegenüber dem Schraubenschaft eine Umfangsverbreiterung 39 darstellt, bilden gemeinsam
den Kopplungsabschnitt 29 des Verankerungselements 23. Dagegen sind der übrige Schraubenschaft
und die Siebhülse 37 dazu ausgebildet, mittels Injektionsmörtel in einer jeweiligen
Bohrung in der Laibung 27 befestigt zu werden, und bilden insofern den Montageabschnitt
25 des Verankerungselements 23. Alternativ zu einer solchen Befestigung kann je nach
Material der Laibung 27 die Zylinderkopfschraube 35 auch über das Gewinde an ihrem
Schraubenschaft in die Laibung 27 eingeschraubt werden, so dass unter Umständen die
Siebhülse des Verankerungselements 23 ungenutzt bleibt.
[0063] Ferner weist die Zylinderkopfschraube 35, die insbesondere nach DIN EN ISO 4762 ausgebildet
ist, in der Stirnseite ihres Zylinderkopfes eine Eingriffsvertiefung 41 in Form eines
Innensechskants auf. Durch die Umfangsverbreiterung 39 und die Eingriffsvertiefung
41 sind an dem Verankerungselements 23 Strukturen ausgebildet, die ein formschlüssiges
Hintergreifen des Kopplungsabschnitts 29 in viele verschiedene Raumrichtungen ermöglichen,
nämlich durch Eingreifen in die Eingriffsvertiefung in alle radialen Richtungen und
durch Hintergreifen der Umfangsverbreiterung 39 in axialer Richtung (bezogen auf die
Richtung, in die der Kopplungsabschnitt 29 vorsteht und die bei der gezeigten Ausführungsform
einer Längs- und Symmetrieachse des Verankerungselements 23 entspricht).
[0064] In Fig. 3 ist dasselbe Verankerungselement 23 gemeinsam mit dem ersten Endabschnitt
31 der Riegelstange 13 gezeigt. In entsprechender Weise zeigt Fig. 5 ein baugleiches
Verankerungselement 23 zusammen mit dem entgegengesetzten zweiten Endabschnitt 33
der Riegelstange 13. Die Endabschnitte 31, 33 werden dabei im Wesentlichen durch jeweilige
Endelemente 43, 45 gebildet, die durch passgenaues Einstecken auf ein jeweiliges Ende
des Grundkörpers 19 der Riegelstange 13 aufgesetzt sind. In den Fig. 4 und 6 sind
die Endelemente 43, 45 jeweils von dem Grundkörper 13 separat dargestellt. Wenn die
Endelemente 43, 45 auf den Grundkörper 19 aufgesetzt sind, umgreifen sie kragenartig
die jeweilige stirnseitig umlaufende Kante des Grundkörpers 19, die unter Umständen
durch Ablängen des Grundkörpers 19 auf eine an die Fensterbreite angepasste Länge
scharf und unregelmäßig sein kann. Somit kann die Riegelstange 13 im Kopplungszustand,
in dem sie mit den fest montierten Verankerungselementen 23 gekoppelt ist, statt mit
den Kanten ihres Grundkörpers 19 vorteilhafterweise mit den im Wesentlichen flachen
Stirnseiten 47 der Endelemente 43, 45 flächig an der Laibung 27 anliegen, wobei jedoch
noch ein kleiner Spalt verbleiben kann.
[0065] Die Endabschnitte 31, 33 weisen jeweils eine Kopplungsaufnahme 49 auf, in die der
Kopplungsabschnitt 29 des jeweiligen Verankerungselements 23 aufgenommen werden kann.
Die Kopplungsaufnahme 49 des ersten Endabschnitts 31 wird in radialer Richtung (bezogen
auf die Längsachse L der Riegelstange 13) durch einen geschlossenen Umfangsabschnitt
51 begrenzt, der eine U-förmige Wand bildet, durch die der Kopplungsabschnitt 29 eines
Verankerungselements 23 nicht hindurchgeführt werden kann. Dagegen bildet der in radialer
Richtung durchlässige Umfangsbereich einen offenen Umfangsabschnitt 53 der Kopplungsaufnahme
49. Wie in den Schnittdarstellungen der Fig. 7 und 8 deutlicher zu erkennen ist, verengt
sich der geschlossene Umfangsabschnitt 51 zur Stirnseite 47 hin, wodurch eine Anschlagkante
55 gebildet wird, welche die Umfangsverbreiterung 39 des in die Kopplungsaufnahme
49 aufgenommenen Kopplungsabschnitts 29 hintergreift, so dass der Kopplungsabschnitt
29 axial weder in die Kopplungsaufnahme 49 eindringen noch aus der Kopplungsaufnahme
49 austreten kann. Das Aufsetzen des ersten Endabschnitts 31 der Riegelstange 13 auf
den Kopplungsabschnitt 29 des jeweiligen Verankerungselements 23 kann daher lediglich
in bezüglich der Längsachse L der Riegelstange 13 radialer Richtung und senkrecht
zur Erstreckung des Kopplungsabschnitts 29 erfolgen.
[0066] Am ersten Endabschnitt 31 der Riegelstange 13 ist ferner eine Schließvorrichtung
57 vorgesehen, mittels welcher der erste Endabschnitt 31 an dem jeweiligen Verankerungselement
23 verriegelt werden kann. Die Schließvorrichtung umfasst einen Blockierkörper 59,
in den ein Schließzylinder 61 aufgenommen ist und der zwischen einer Verriegelungsstellung
(Fig. 3, unten) und einer in Fig. 3 zusätzlich dargestellten Freigabestellung (Fig.
3, oben) verstellbar ist. Zum Verstellen kann der Blockierkörper 59 aus der Freigabestellung
in den Grundkörper 19 und das Endelement 43 hinein in die Verriegelungsstellung gedrückt
werden. Für ein umgekehrtes Verstellen aus der Verriegelungsstellung in die Freigabestellung
ist dagegen eine Betätigung mittels eines dem Schließzylinder 61 zugeordneten Schlüssels
(in Fig. 3 nicht dargestellt) erforderlich.
[0067] Im Unterschied zur Kopplungsaufnahme 49 des ersten Endabschnitts 31 ist die in den
Fig. 5 und 6 gezeigte Kopplungsaufnahme 49 des zweiten Endabschnitts 33 in radialer
Richtung vollumfänglich umschlossen und weist dafür in axialer Richtung keine Verengung
auf. Daher kann der Kopplungsabschnitt 29 des jeweiligen Verankerungselements 23 zwar
axial, nicht aber radial in die Kopplungsaufnahme 49 des zweiten Endabschnitts 33
der Riegelstange 13 eingeführt oder aus der Kopplungsaufnahme 49 entnommen werden.
(Die in einer radialen Richtung ausgebildete Mulde 63 reicht für ein Hindurchführen
des Kopplungsabschnitts 29 nicht aus, sondern ist für das Koppeln mit dem in Fig.
10 gezeigten Verankerungselement 23 erforderlich, wie nachfolgend noch erläutert wird.)
Zudem ist an dem zweiten Endabschnitt 33 anders als an dem ersten Endabschnitt 31
der Riegelstange 13 keine Schließvorrichtung 57 vorgesehen.
[0068] Die Riegelstange 13 kann somit zunächst mit ihrem zweiten Endabschnitt 33 axial auf
das eine der in der Laibung 27 des Fensters 17 montierten Verankerungselemente 23
aufgesetzt werden. Anschließend kann die einseitig bereits gekoppelte Riegelstange
13 durch Einschwenken mit ihrem ersten Endabschnitt 31 radial auf das andere Verankerungselement
23 aufgesetzt werden, was beispielsweise von vorne, vorzugsweise aber (wie dargestellt)
von oben erfolgt.
[0069] Die Fig. 7 und 8 zeigen Schnittdarstellungen des ersten Endabschnitts 31 der Riegelstange
13 und eines zugeordneten Verankerungselements 23, wobei der Grundkörper 19 der Riegelstange
13 nicht gezeigt ist. Die Schnittebene, die im Wesentlichen einer Spiegelebene der
Sicherungsvorrichtung 11 entspricht, verläuft vertikal und ist parallel zur Längsachse
L der Riegelstange 13 ausgerichtet. Die Fig. 7 und 8 unterscheiden sich im Wesentlichen
lediglich dadurch voneinander, dass Fig. 7 den Kopplungszustand zeigt, in dem der
Kopplungsabschnitt 29 des Verankerungselements 23 in die in dem Endelement 43 ausgebildete
Kopplungsaufnahme 49 des ersten Endabschnitts 31 der Riegelstange 13 aufgenommen ist,
währen Fig. 8 die Riegelstange 13 von dem Verankerungselement 23 gelöst zeigt, allerdings
in einer Stellung, aus der sie durch Versetzen nach unten auf das Verankerungselement
23 aufgesetzt werden kann.
[0070] In den Schnittdarstellungen ist ein als Kugel ausgebildetes Sperrelement 65 zu erkennen,
dass axial beweglich in dem Endelement 43 gelagert ist. Aus der in den Fig. 7 und
8 gezeigten sperrenden Stellung kann die Kugel 65 grundsätzlich gegen die Vorspannung
einer Feder 67 axial aus der Kopplungsaufnahme 49 zurückgedrängt werden. (Die Feder
67 ist in den Figuren in einem entspannten Zustand dargestellt und überlagert daher
andere Elemente der Riegelstange 13, insbesondere auch die Kugel 65. Tatsächlich ist
die Feder in der zusammengebauten Riegelstange 13 selbstverständlich komprimiert.)
Zwischen der Kugel 65 und dem Blockierkörper 59 ist ein axial beweglicher Mitnehmer
69 wirksam.
[0071] In der gezeigten sperrenden Stellung steht die Kugel einem Einführen oder Entnehmen
des Kopplungsabschnitts 29 des Verankerungselements 23 in die bzw. aus der Kopplungsaufnahme
49 entgegen. Allerdings kann die Kugel 65, wenn der Blockierkörper 59 (wie in Fig.
3 oben gezeigt) seine Freigabestellung einnimmt, zusammen mit dem Mitnehmer 69 gegen
die Vorspannung der Feder 67 aus der Kopplungsaufnahme 49 gedrängt werden. So kann
der Kopplungsabschnitt 29 aus der in Fig. 8 gezeigten Position in die Kopplungsaufnahme
49 eingeführt werden. Wenn der Kopplungsabschnitt 29 vollständig in der Kopplungsaufnahme
49 aufgenommen ist, kann die Kugel 65, die über den Mitnehmer 69 von der Feder 67
beaufschlagt wird, zurück in die sperrende Stellung versetzt werden, in der sie dann
in die Eingriffsvertiefung 41 des Kopplungsabschnitts 29 eingreift und auf diese Weise
den Kopplungsabschnitt 29 gegen ein Austreten aus der Kopplungsaufnahme 49 sperrt.
[0072] Wenn dann der Blockierkörper 59 in die dargestellte Verriegelungsstellung versetzt
wird, blockiert er den Mitnehmer 69 an dessen der Kugel 65 entgegengesetztem Ende,
so dass die Kugel 65 nicht länger zurückgedrängt werden kann und ebenfalls durch den
Blockierkörper 59 in der sperrenden Stellung blockiert ist. Dadurch ist dann die Riegelstange
13 an dem Verankerungselement 23 verriegelt, da der Kopplungsabschnitt 29 die Kopplungsaufnahme
49 nicht mehr verlassen kann und die Riegelstange 13 somit nicht vom Verankerungselement
23 gelöst werden kann, ohne zuvor über die Schließvorrichtung 57 die Verriegelung
zu lösen.
[0073] Für den Fall, dass die Kugel 65 ihre sperrende Stellung noch nicht vollständig erreicht
hat, wenn der Blockierkörper 59 eingedrückt wird, weist der Mitnehmer 69 eine Anlaufschräge
71 auf, gegen die der Blockierkörper 59 dann anläuft, wodurch die Bewegung des Blockierkörpers
59 zu einem axialen Versetzen des Mitnehmers 69 und der Kugel 65 in die sperrende
Stellung abgeleitet wird. Ferner ist der Blockierkörper 59 durch eine weitere Feder
73 in die Freigabestellung vorgespannt, so dass zum Entriegeln der Riegelstange 13
lediglich der zugeordnete Schlüssel im Schließzylinder 61 der Schließvorrichtung 57
gedreht werden muss und der Blockierkörper 57 daraufhin automatisch in die Freigabestellung
versetzt wird, wodurch die Kugel 65 für ein Versetzen aus ihrer sperrenden Stellung
freigegeben ist.
[0074] Die Fig. 9 und 11 zeigen alternative Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung
11, die für zweiflügelige Fenster 17' geeignet sind. Schon aufgrund der Breite mehrflügeliger
Fenster 17' kann es für eine höhere Zuverlässigkeit der Sicherung zweckmäßig sein,
zusätzlich zu den Verankerungspunkten im Bereich der Laibung 27 weitere Verankerungspunkte
entlang der Riegelstange 13 vorzusehen.
[0075] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 9 umfasst die Sicherungsvorrichtung 11 eine zweiteilige
Riegelstange 13, die zwei einzelne Teilriegelstangen 13.1, 13.2 umfasst. Die einzelnen
Teilriegelstangen 13.1, 13.2 können dabei jeweils im Wesentlichen baugleich zu einer
für ein einflügeliges Fenster 17 entsprechender Breite ausgebildeten Riegelstange
13 ausgebildet sein. Zwischen den beiden Teilriegelstangen 13.1, 13.2 ist ein zusätzliches
Verankerungselement 23' vorgesehen, das in Fig. 10 gesondert dargestellt ist. Der
Montageabschnitt 25 dieses Verankerungselements 23' entspricht im Wesentlichen demjenigen
des in Fig. 2 gezeigten Verankerungselements 23, im Unterschied zu welchem das in
Fig. 10 gezeigte Verankerungselement 23' allerdings zwei Kopplungsabschnitte 29 aufweist,
die in entgegengesetzte Richtung vorstehen und gleichartig ausgebildet sind, also
insbesondere jeweils eine Umfangsverbreiterung 39 und eine stirnseitige Eingriffsvertiefung
41 mit jeweils einander entsprechenden Maßen aufweisen. Zudem sind die beiden Kopplungsabschnitte
29 senkrecht zum Montageabschnitt 25 ausgerichtet, so dass das Verankerungselement
23' in den Mittelsteg 75 zwischen den beiden Flügeln 15 des Fensters 17' eingeschraubt
oder gedübelt werden kann und die Kopplungsabschnitte 29 zur Ankopplung der Riegelstangen
13.1, 13.2 dann parallel zur Flügelebene der geschlossenen Flügel 15 ausgerichtet
sind.
[0076] Damit die Kopplungsabschnitte 29 senkrecht zum Montageabschnitt 25 weit genug von
dem Mittelsteg 75 vorstehen, wird das Verankerungselement 23' derart montiert, dass
zwischen dem Montageabschnitt 25 und den Kopplungsabschnitten 29 ein Zwischenabschnitt
77 verbleibt. Damit die beiden Teilriegelstangen 13.1, 13.2 möglichst bündig aneinander
anschließen, wenn sie mit dem Verankerungselement 23' gekoppelt sind, ist am Rand
der Kopplungsaufnahme 49 des jeweiligen zweiten Endabschnitts 33 der beiden Riegelstangen
13.1, 13.2 in dem Endelement 45 eine Mulde 63 ausgebildet (vgl. Fig. 5 und 6).
[0077] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 11 wird ein zusätzlicher Verankerungspunkt durch
das Vorsehen eines Stützelements 79 erreicht, das an dem Mittelsteg 75 angebracht
werden kann und das in Fig. 12 gesondert dargestellt ist. Das Stützelement 79 ist
nicht zur Kopplung mit der Riegelstange 13 ausgebildet. Daher kann die Riegelstange
13 nicht in zwei Teilriegelstangen aufgeteilt werden, sondern muss sich über das Stützelement
79 hinweg erstecken. Anders als bei der Ausführungsform gemäß Fig. 9 ist es daher
bei dieser Ausführungsform nicht möglich, lediglich einen Flügel 15 zu sichern. Das
Stützelement 79 ist im Wesentlichen hakenförmig ausgebildet, so dass die Riegelstange
13 einfach in das Stützelement 79 eingelegt werden kann und dann durch Aufliegen auf
dem Stützelement 79 abgestützt ist, ohne damit gekoppelt zu sein. Allerdings weist
das Stützelement 79 an seinem freien Ende einen kurzen Hintergriff 81 auf. Eine solche
Ausbildung hat den Vorteil, dass die Riegelstange 13 bei einer Krafteinwirkung in
Öffnungsrichtung des jeweiligen Flügels 15 unter den Hintergriff 81 gedrängt wird
und dadurch in Richtung eines Entnehmens der Riegelstange 13 aus dem Stützelement
79 (bei der dargestellten Ausrichtung des Stützelements 79: nach oben) von dem Hintergriff
81 zurückgehalten wird.
[0078] In den Fig. 13 und 14 ist ein alternativ zu den Fig. 5 und 6 ausgebildeter zweiter
Endabschnitt 33 der Riegelstange 13 gezeigt. Dabei können das Endelement 45 dieser
Ausführungsform und dasjenige der Ausführungsform gemäß den Fig. 5 und 6 im Wesentlichen
identisch ausgebildet sein. Allerdings ist bei der vorliegenden Ausführungsform in
das im Inneren der Riegelstange 13 befindliche Ende des Endelements 45 eine Mutter
83 eingesetzt, in die vom entgegengesetzten Ende des Endelements 45 eine, insbesondere
wiederum nach DIN EN ISO 4762 ausgebildete, Zylinderkopfschraube 35 eingeschraubt
ist (vgl. insbesondere die Schnittdarstellung der Fig. 14). Zur Festlegung der Einschraubtiefe
ist zudem eine Schraubhülse 85 vorgesehen, welche den Schraubenschaft unterhalb des
Schraubenkopfes umgibt. Durch Einschrauben der Zylinderkopfschraube 35 kann der zweite
Endabschnitt 33 somit nach Bedarf von einem Endabschnitt mit Kopplungsaufnahme 49
in einen Endabschnitt mit vorstehendem Kopplungsabschnitt 29 umgewandelt werden.
[0079] Dadurch, dass der zweite Endabschnitt 33 der Riegelstange 13 keine Kopplungsaufnahme
49 zum Aufnehmen eines Kopplungsabschnitts 29 eines Verankerungselements 23 mehr,
sondern stattdessen selbst einen Kopplungsabschnitt 29 aufweist, kann die Riegelstange
13 mit dem zweiten Endabschnitt 33 in eine Bohrung, z.B. am Boden einer Fenstertür
eingesetzt werden. Wenn die Riegelstange mit dem Kopplungsabschnitt 29 an ihrem zweiten
Endabschnitt 33 in die Bohrung eingesetzt ist, verbleibt dann noch ein hinreichender
Bewegungsfreiheitsgrad für ein Schwenken der Riegelstange 13, so dass die Kopplung
des ersten Endabschnitts 31 anschließend wie ansonsten auch durch seitliches Aufnehmen
eines Kopplungsabschnitts 29 eines Verankerungselements 23 in die Kopplungsaufnahme
49 des ersten Endabschnitts 31 erfolgen kann.
[0080] Fig. 15 zeigt ein Verankerungselement 23", das alternativ etwa zu dem in Fig. 2 gezeigten
Verankerungselement 23 verwendet werden kann. Das Verankerungselement 23" weist eine
Basisplatte 87 auf, von der aus sich an der einen Flachseite der Basisplatte 87 ein
Kopplungsabschnitt 29 erstreckt, der im Wesentlichen dem Kopplungsabschnitt 29 des
in Fig. 2 gezeigten Verankerungselements 23 entspricht. Von der entgegengesetzten
Flachseite der Basisplatte 87 erstrecken sich zwei bolzenförmige Fortsätze, die jeweils
einen Montageabschnitt 25' des Verankerungselements 23" bilden und insofern dazu ausgebildet
sind, im Bereich der Laibung 27 eines Fenster 17 oder einer Tür in die Laibung 27
oder die umgebende Wand eingreifend befestigt zu werden. Dabei weist das Verankerungselement
23" nicht nur zwei Montageabschnitte 25' auf, sondern die Montageabschnitte 25' sind
auch zu dem Kopplungsabschnitt 29 parallelversetzt. Durch diesen Versatz kann der
Kopplungsabschnitt 29 auch an Stellen montiert werden, an denen keine direkte Befestigung
möglich ist, z.B. wenn dort eine Dämmung vorgesehen ist, die beschädigt würde oder
unzureichenden Halt für eine Montage bietet.
[0081] In Fig. 16 ist eine exemplarische Wandhalterung 89 der erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung
11 gezeigt. Diese Wandhalterung 89 weist einen Montageabschnitt 25" auf, der insbesondere
dazu ausgebildet ist, in eine Wand gedübelt zu werden. Zudem weist die Wandhalterung
89 einen dem Kopplungsabschnitt 29 der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
zumindest insofern ähnlichen Kopplungsabschnitt 29' auf, als er mit der Kopplungsaufnahme
49 des ersten Endabschnitts 31 der Riegelstange 13 zusammenwirken kann. Der Kopplungsabschnitt
29' ist derart ausgerichtet, dass bei einem Befestigen der Wandhalterung 89 an einer
Wand, die Riegelstange 13 quer zur ihrer Längsachse L mit ihrem ersten Endabschnitt
31 auf den Kopplungsabschnitt 29' der Wandhalterung 89 aufgesetzt werden kann, so
dass die Riegelstange 13 von der Wandhalterung 89 herabhängend gehalten wird.
[0082] Die Wandhalterung 89 weist eine Umfangsverbreiterung 39 sowie eine Eingriffsvertiefung
41 auf. Das ermöglicht es, die Riegelstange 13 an der Wandhalterung 89 zu verriegeln,
so dass die Riegelstange 13 nicht ohne Schlüssel von der Wandhalterung 89 abgenommen
werden kann. Das kann etwa in öffentlichen Gebäuden nützlich sein, in denen, beispielsweise
um Fluchtmöglichkeiten zu gewährleisten, verhindert werden muss, dass ein Fenster
oder eine Tür unzulässigerweise verriegelt werden.
Bezuqszeichen
[0083]
- 11
- Sicherungsvorrichtung
- 13
- Riegelstange
- 15
- Flügel
- 17, 17'
- Fenster
- 19
- Grundkörper
- 21
- Flügelrahmen
- 23, 23', 23"
- Verankerungselement
- 25, 25', 25"
- Montageabschnitt
- 27
- Laibung
- 29, 29'
- Kopplungsabschnitt
- 31
- erster Endabschnitt
- 33
- zweiter Endabschnitt
- 35
- Zylinderkopfschraube
- 37
- Siebhülse
- 39
- Umfangsverbreiterung
- 41
- Eingriffsvertiefung
- 43
- Endelement
- 45
- Endelement
- 47
- Stirnseite
- 49
- Kopplungsaufnahme
- 51
- geschlossener Umfangsabschnitt
- 53
- offener Umfangsabschnitt
- 55
- Anschlagkante
- 57
- Schließvorrichtung
- 59
- Blockierkörper
- 61
- Schließzylinder
- 63
- Mulde
- 65
- Sperrelement
- 67
- Feder
- 69
- Mitnehmer
- 71
- Anlaufschräge
- 73
- Feder
- 75
- Mittelsteg
- 77
- Zwischenabschnitt
- 79
- Stützelement
- 81
- Hintergriff
- 83
- Mutter
- 85
- Schraubhülse
- 87
- Basisplatte
- 89
- Wandhalterung
- L
- Längsachse
1. Sicherungsvorrichtung (11) mit einer Riegelstange (13), die nach Bedarf quer vor dem
geschlossenen Flügel (15) eines Fensters (17) oder einer Tür anordenbar ist, um den
Flügel (15) gegen ein Öffnen zu sichern,
wobei die Sicherungsvorrichtung (11) zumindest ein Verankerungselement (23) umfasst,
das dazu ausgebildet ist, an einer Seite des Fensters (17) oder der Tür im Bereich
einer Laibung (27) des Fensters (17) oder der Tür dauerhaft montiert zu werden, und
das einen Kopplungsabschnitt (29) aufweist, der im montierten Zustand des Verankerungselements
(23) in Richtung der entgegengesetzten Seite des Fensters (17) oder Tür, vorzugsweise
über die Laibung (27) hinaus, vorsteht,
wobei die Riegelstange (13) eine Schließvorrichtung (57) und zumindest einen ersten
Endabschnitt (31) mit einer Kopplungsaufnahme (49) aufweist, der dazu ausgebildet
ist, mit dem Verankerungselement (29) lösbar gekoppelt zu werden, indem in einem Kopplungszustand
der Sicherungsvorrichtung (11) der Kopplungsabschnitt (29) des Verankerungselements
(23) in die Kopplungsaufnahme (49) des ersten Endabschnitts (31) der Riegelstange
(13) eingreift,
wobei in dem Kopplungszustand der erste Endabschnitt (31) der Riegelstange (13) mittels
der Schließvorrichtung (57) an dem Verankerungselement (23) verriegelbar ist.
2. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1,
wobei der erste Endabschnitt (31) der Riegelstange (13) und das Verankerungselement
(23) derart zueinander ausgebildet sind, dass zum Koppeln des ersten Endabschnitts
(31) mit dem Verankerungselement (23) und/oder zum Lösen des ersten Endabschnitts
(31) von dem Verankerungselement (29), der erste Endabschnitt (31) quer zu der Richtung,
in welche der Kopplungsabschnitt (29) vorsteht, und/oder quer zu der Längsachse (L)
der Riegelstange (13) zu versetzen ist.
3. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 2,
wobei die Kopplungsaufnahme (49) des ersten Endabschnitts (31) der Riegelstange (13)
einen offenen Umfangsabschnitt (53) und einen geschlossenen Umfangsabschnitt (51)
aufweist,
wobei der erste Endabschnitt (31) der Riegelstange (13) dazu ausgebildet ist, in einer
Richtung quer zu der Längsachse (L) der Riegelstange (13) auf das Verankerungselement
(23) aufgesetzt zu werden, indem der Kopplungsabschnitt (29) des Verankerungselements
(23) durch den offenen Umfangsabschnitt (53) der Kopplungsaufnahme (49) in die Kopplungsaufnahme
(49) eingeführt wird,
und wobei in dem Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung (11) der Kopplungsabschnitt
(29) des Verankerungselements (23) von dem geschlossenen Umfangsabschnitt (51) der
Kopplungsaufnahme (49) teilumfänglich umgriffen wird.
4. Sicherungsvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei der Kopplungsabschnitt (29) des Verankerungselements (23) an einem in die Richtung,
in die er vorsteht, weisenden freien Ende eine Umfangsverbreiterung (39), vorzugsweise
nach Art eines Pilzkopfzapfens oder eines Schraubenkopfes, aufweist, die im Kopplungszustand
der Sicherungsvorrichtung (11) von der Kopplungsaufnahme (49) des ersten Endabschnitts
(31) der Riegelstange (13), vorzugsweise einem geschlossenen Umfangsabschnitt (51)
der Kopplungsaufnahme (49), hintergriffen wird.
5. Sicherungsvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Sicherungsvorrichtung (11) verstellbare Sperrmittel umfasst, die dazu ausgebildet
sind, in dem Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung (11) den Kopplungsabschnitt
(29) des Verankerungselements (23) je nach Stellung der Sperrmittel gegen ein Austreten
aus der Kopplungsaufnahme (49) des ersten Endabschnitts (31), vorzugsweise einrastend,
zu sperren.
6. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 5,
wobei die Sperrmittel eine an dem Kopplungsabschnitt (29), vorzugsweise in einer Stirnseite
des Kopplungsabschnitts (29), des Verankerungselements (23) ausgebildete Eingriffsvertiefung
(41) sowie ein an dem ersten Endabschnitt (31) der Riegelstange (13) beweglich gelagertes,
vorzugsweise als Kugel ausgebildetes, Sperrelement (65) umfassen, das dazu ausgebildet
ist, zum Sperren des Kopplungsabschnitts (29) gegen ein Austreten aus der Kopplungsaufnahme
(49) des ersten Endabschnitts (31) in die Eingriffsvertiefung (41) einzugreifen.
7. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
wobei die Schließvorrichtung (57) dazu ausgebildet ist, zum Verriegeln des ersten
Endabschnitts (31) der Riegelstange (13) an dem Verankerungselement (23) die Sperrmittel
in einer Stellung zu blockieren, in der sie den Kopplungsabschnitt (29) des Verankerungselements
(23) gegen ein Austreten aus der Kopplungsaufnahme (49) des ersten Endabschnitts (31)
sperren.
8. Sicherungsvorrichtung nach den Ansprüchen 6 und 7,
wobei die Schließvorrichtung (57) einen Blockierkörper (59) umfasst, in den ein Schließzylinder
(61) aufgenommen ist und der in Abhängigkeit von einem Schließzustand des Schließzylinders
(61) quer zur Beweglichkeit des Sperrelements (65) zwischen einer Verriegelungsstellung,
in der er das Sperrelement (65) zum Verriegeln des ersten Endabschnitts (31) der Riegelstange
(13) an dem Verankerungselement (29) in einer sperrenden Stellung blockiert, und einer
Freigabestellung verstellbar ist, in der er das Sperrelement (65) nicht blockiert.
9. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 8,
wobei der Blockierkörper (59) in der Freigabestellung quer zur Längsachse (L) der
Riegelstange (13) aus der Riegelstange (13) vorsteht und in der Verriegelungsstellung
in die Riegelstange (13) hinein versetzt ist, insbesondere bündig mit einer Seitenfläche
der Riegelstange (13) abschließt.
10. Sicherungsvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Riegelstange (13) und das Verankerungselement (23) dazu ausgebildet sind,
dass die Riegelstange (13) in dem Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung (11)
an der Laibung (27) des Fensters (17) oder der Tür im Wesentlichen flächig, vorzugsweise
ohne in die Laibung (27) einzugreifen, anliegt;
und/oder
wobei zumindest im verriegelten Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung (11) der
erste Endabschnitt (31) der Riegelstange (13) in alle Raumrichtungen formschlüssig
an dem Verankerungselement (23) festgelegt ist;
und/oder
wobei das Verankerungselement (23) einen bolzenförmigen Montageabschnitt (25) sowie
eine Siebhülse (37) umfasst und dazu ausgebildet ist, mit der Siebhülse (37) sowie
dem darin aufgenommenen Montageabschnitt (25) in einer Bohrung im Bereich der Laibung
(27) des Fensters (17) oder der Tür angeordnet und mittels Injektionsmörtel befestigt
zu werden; und/oder
wobei die Sicherungsvorrichtung (11) zumindest ein Verankerungselement (23) umfasst,
das einen Kopplungsabschnitt (29) zur Kopplung des ersten Endabschnitts (31) der Riegelstange
(13) mit dem Verankerungselement (29) sowie zumindest einen Montageabschnitt (25)
aufweist, der dazu ausgebildet ist, in einer Bohrung im Bereich der Laibung (27) des
Fensters (17) oder der Tür angeordnet und befestigt zu werden, wobei der Kopplungsabschnitt
(29) und der Montageabschnitt (25) zueinander versetzt parallel ausgerichtet sind.
11. Sicherungsvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Sicherungsvorrichtung (11) zumindest zwei Verankerungselemente (23) mit
jeweils einem Kopplungsabschnitt (29) umfasst,
und wobei die Riegelstange (13) einen dem ersten Endabschnitt (31) bezüglich der Längsachse
(L) der Riegelstange (13) entgegengesetzten zweiten Endabschnitt (33) mit einer Kopplungsaufnahme
(49) aufweist, der dazu ausgebildet ist, mit einem jeweiligen der Verankerungselemente
(23) lösbar gekoppelt zu werden, indem in dem Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung
(11) der Kopplungsabschnitt (29) des jeweiligen Verankerungselements (23) in die Kopplungsaufnahme
(49) des zweiten Endabschnitts (33) der Riegelstange (13) eingreift.
12. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 11,
wobei der erste und der zweite Endabschnitt (31, 33) der Riegelstange (13) jeweils
derart ausgebildet sind, dass sie mit einem beliebigen jeweiligen Verankerungselement
(23) koppelbar sind,
wobei die Verankerungselemente (23) zumindest hinsichtlich der Ausbildung ihres jeweiligen
Kopplungsabschnitts (29) vorzugsweise gleichartig ausgebildet sind.
13. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 12,
wobei die Kopplungsaufnahme (49) des zweiten Endabschnitts (33) der Riegelstange (13)
dazu ausgebildet ist, im Wesentlichen entlang der Längsachse (L) der Riegelstange
(13) auf den Kopplungsabschnitt (29) des jeweiligen Verankerungselements (23) aufgesetzt
zu werden,
wobei in dem Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung (11) der Kopplungsabschnitt
(29) des jeweiligen Verankerungselements (23) von der Kopplungsaufnahme (49) des zweiten
Endabschnitts (33) vorzugsweise vollumfänglich umgriffen wird.
14. Sicherungsvorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 10,
wobei die Riegelstange (13) einen dem ersten Endabschnitt (31) bezüglich der Längsachse
(L) der Riegelstange (13) entgegengesetzten zweiten Endabschnitt (33) aufweist,
wobei der zweite Endabschnitt (33) einen Kopplungsabschnitt (29) aufweist, der in
von dem ersten Endabschnitt (31) weg weisender Richtung vorsteht, und dazu ausgebildet
ist, in dem Kopplungszustand der Sicherungsvorrichtung (11) in eine an einer Seite,
vorzugsweise Unterseite, des Fensters (17) oder der Tür ausgebildete Kopplungsaufnahme
(49) einzugreifen.
15. Sicherungsvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Riegelstange (13) einen, vorzugsweise zumindest teilweise hohl ausgebildeten,
Grundkörper (19) umfasst, und wobei der erste Endabschnitt (31) und gegebenenfalls
der zweite Endabschnitt (33) der Riegelstange (13) durch von dem Grundkörper (19)
separat ausgebildete Endelemente (43, 45) gebildet werden, die auf den Grundkörper
(19) aufsetzbar, vorzugsweise zumindest teilweise in den Grundkörper (19) einsetzbar,
sind;
und/oder
wobei die Riegelstange (13) dazu ausgebildet ist, mit einer zur Längsachse (L) der
Riegelstange (13) parallelen Seitenfläche flächig am Flügelrahmen des Flügels (15)
des Fensters (17) oder der Tür anzuliegen, wobei die Riegelstange (13) vorzugsweise
einen rechteckigen, insbesondere quadratischen, Querschnitt aufweist;
und/oder
wobei die Sicherungsvorrichtung (11) zumindest zwei, vorzugsweise gleichartig ausgebildete,
Riegelstangen (13) sowie zumindest ein Verankerungselement (23) umfasst, das dazu
ausgebildet ist, in einer Richtung senkrecht zur Flügelebene des geschlossenen Flügels
(15) des Fensters (17) oder der Tür montiert zu werden, und das zur lösbaren Kopplung
mit einem jeweiligen Endabschnitt (31, 33) der zwei Riegelstangen (13, zwei, vorzugsweise
gleichartig ausgebildete, Kopplungsabschnitte (29) aufweist, die im montierten Zustand
des Verankerungselements (23) parallel zur Flügelebene in entgegengesetzte Richtung
vorstehen.