[0001] Die Erfindung betrifft eine Luftleitanordnung für einen Radialventilator in einer
raumlufttechnischen Lüftungsanlage vorzugsweise für ein kanalförmiges Gehäuse mit
einem rechteckigen, runden oder quadratischen Querschnitt.
[0002] Luftleitanordnungen und Luftumlenkvorrichtungen sind im Stand der Technik in unterschiedlichen
Ausführungen bekannt. Einfachste Ausführungsformen sind Bleche, mit denen die Strömungsrichtung
in einem Luftstrom umgelenkt wird.
[0003] Eine Luftumlenkvorrichtung ist zum Beispiel aus der
DE 89 08 987 U bekannt. Bei dieser bekannten Anordnung findet die Umlenkung der Luft von der radialen
in die axiale Richtung ausschließlich an der Gehäusewandung des Förderkanals statt.
Die von den Schaufeln nach außen geförderte Luft tritt dabei in radialer Richtung
auf die Wandungen des Förderkanalgehäuses auf. Dies führt zu starken Strömungsverlusten
und zu einer starken Lärmentwicklung. Zudem kann es hierbei in dem Abströmspalt zwischen
Abströmblech und Gehäusewand gegenüberliegenden, trennblechnahen Bereich zu starken
Turbulenzen kommen, die nicht nur die erwähnten Nachteile verstärken, sondern vor
allem auch einer Volumenstromregelung durch Veränderung des Spalts zwischen Einströmdüse
und Einströmstutzen des Ventilatorrads ungünstig entgegenstehen.
[0004] Die
DE 4129211 A1 beschäftigt sich damit eine sanfte Umlenkung des geförderten Mediums zu erreichen
und Turbulenzen im dem Abströmspalt gegenüberliegenden Bereich zu vermeiden. Dies
wird dadurch gelöst, dass der Förderkanal mit einem zumindest den ansaugseitigen Randbereich
des Radialventilatorlaufrads mit Abstand umfassenden, in Transportrichtung des Gases
bis auf den Förderkanalquerschnitt sich erweiternden Umlenktrichter versehen ist.
[0005] Radialventilatoren sind allgemein bekannt und umfassen ein mittels eines Antriebsmotors
angetriebenes Laufrad. Das Laufrad weist im Allgemeinen auf seiner Abströmseite eine
Deckscheibe auf, an die die Laufradflügel angrenzen. Die Luft wird bei einem Radialventilator
üblicherweise parallel zur Antriebsachse des Radialventilators, somit axial angesaugt
und durch die Rotation des Laufrades um 90° umgelenkt und radial ausgeblausen. Damit
wird die angesaugte Luft somit radial nach außen, d. h. in Richtung der Wandung eines
kanalförmigen Gehäuses geblasen. Damit die Luft an der Druckseite des Radialventilators,
d. h. an der Abströmseite, wieder in die Hauptströmungsrichtung fließt, muss der Luftstrom
erneut an der Wandung um 90° umgelenkt werden. Dabei entstehen Wirbel und ein unerwünschter
Druckverlust, der den Gesamt-Wirkungsgrad eines Radialventilators in einer solchen
Anwendung vermindert.
[0006] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden
und eine Anordnung anzugeben, bei der die Abströmung der beförderten Luft- oder Gasmenge
des Radialventilators verbessert wird, so dass infolgedessen der Wirkungsgrad aufgrund
eines geringeren Druckverlustes erhöht wird. Ziel ist es damit, den von einem Radialventilator
angesaugten Luftstrom möglichst verlustfrei in ein kanalförmiges Gehäuse ausströmen
zu lassen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0008] Ein Grundgedanke der Erfindung besteht darin, den radialen Luftstrom des Radialventilators
über eine bzw. mehrere Leitblechformationen aus spezifisch angeordneten und geformten
Leitblechen abströmseitig hinter einem Radialventilator so anzuordnen, dass der vorhandene
Drall abgebaut wird, indem die Leitbleche entgegen der Drallrichtung eingesetzt sind.
Zusätzlich wird der Strömungsquerschnitt entlang der Leitblechformation erweitert,
um dadurch einen Diffusoreffekt zu erzielen.
[0009] Erfindungsgemäß ist daher eine Luftleitanordnung vorgesehen, die ausgebildet ist
für eine raumlufttechnische Lüftungsanlage mit einem kanalförmigen Gehäuse und einem
auf einer Querschnittsebene in dem Gehäuse angeordneten Radialventilator, wobei die
Luftleitanordnung wenigstens eine Leitblechformation aus mehreren unterschiedlich
zueinander orientierten Luftleitblechen umfasst, wobei ein Luftdurchtrittskanal zwischen
den Luftleitblechen der Leitblechformation(en) und dem Inneren des Gehäuse so ausgebildet
wird, dass der vorhandene Drall abgebaut wird, indem die Leitbleche entgegen der Drallrichtung
orientiert sind.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ferner ansaugseitig
eine weitere Leitblechformation als eine im Wesentlichen pyramidenförmige und/oder
trichterförmige Leitblechformation mit einem quadratischen oder rechteckigen Querschnitt
ausgebildet ist, die bevorzugt dem Querschnitt des kanalförmigen Gehäuses entspricht
in welches die Luftleitanordnung bestimmungsgemäß eingesetzt werden soll.
[0011] Weiter vorteilhaft ist es, wenn diese ansaugseitige Leitblechformation aus vier im
Wesentlichen flachen, trapezförmigen Luftleitblechen geformt bzw. ausgebildet wird,
welche jeweils unter einem Anstellwinkel α an einer in der Querschnittsebene des Gehäuses
angeordneten, als Düse wirkenden mit einer zentralen Öffnung versehenen Basisplatte
verbunden sind. Somit wird eine pyramidenförmige Leitblechformation geschaffen, bei
denen die Seitenwände bevorzugt unter einem Anstellwinkel α zwischen 45° und 80° gegenüber
der Querschnittsebene orientiert sind.
[0012] In einer ebenfalls bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die
abströmseitig angeordnete Leitblechformation, die abströmseitig hinter dem Radialventilator
vorzusehen ist, als eine im Wesentlichen pyramiden- oder trichterförmige Leitblechformation
mit einer in der Querschnittsebene des Gehäuses verlaufenden Basis mit einem im Wesentlichen
quadratischen oder rechteckigen Querschnitt ausgebildet ist.
[0013] Betreffend der Ausgestaltung der abströmseitigen Leitblechformation können die nachfolgend
beschriebenen unterschiedlichen Anordnungen von Leitblechen gewählt werden.
[0014] In einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der abströmseitigen Leitblechformation
gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass diese aus vier paarweise angeordneten jeweils
zweifach gekanteten Luftleitblechen gebildet wird, die so gekantet und zueinander
angeordnet sind, dass sich die zuvor erwähnte pyramiden- oder trichterförmige Leitblechformation
ergibt.
[0015] Hierzu bilden die einzelnen Leitbleche jeweils einen dreieckigen Blechabschnitt aus,
der jeweils ein Teilsegment der Basis der abströmseitigen Leitblechformation bildet.
An diesen dreieckigen Blechabschnitt schließt sich ein dazu im Wesentlichen in Axialrichtung
des Radialventilators umgebogener bzw. abgekanteter rechteckiger Blechabschnitt mit
jeweils zwei Seitenkanten an, wobei die Leitbleche vorzugsweise um einen Winkel von
0° bis 20° in Bezug auf die Axialrichtung verdreht angeordnet sind. Bevorzugt ist
ein weiterer Belchabschnitt an dem jeweiligen Leitblech als abgewinkelte Finne und
zwar bevorzugt am dreieckigen Blechabschnitt ausgebildet.
[0016] Weiter ist mit Vorteil vorgesehen, dass der Biegewinkel der beiden Leitbleche eines
Leitblechpaares der jeweiligen rechteckigen Blechabschnitte gegenüber den dreieckigen
Blechabschnitten unterschiedlich ist und zwar mit einem Differenzwinkel ϕ von etwa
3° bis 10°. Alternativ sind auch gleiche Winkel denkbar.
[0017] In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der abströmseitigen Leitblechformation
gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass diese aus vier jeweils entlang einer Kante
abgewinkelten Luftleitblechen gebildet wird, welche jeweils mit einem ersten flachen
trapezförmigen Leitblechabschnitt, der unter einem definierten Anstellwinkel an einer
in der Querschnittsebene angeordneten Basisplatte verbunden sind, ausgebildet sind.
Weiter bevorzugt ist vorgesehen, dass die abgewinkelten Luftleitbleche angrenzend
an die besagte Kante jeweils einen abströmseitigen flachen vorzugsweise ebenfalls
trapezförmigen Leitblechabschnitt ausbilden, der unter einem größeren Anstellwinkel,
als der Anstellwinkel des zuvor genannten Leiterblechabschnitts gegenüber der Querschnittsebene
orientiert ist.
[0018] Es ist weiter mit Vorteil vorgesehen, dass die erste und/oder zweite Leitblechformation
zumindest eine Mehrzahl an vorzugsweise rechteckigen und/oder gebogenen Luftleitflügeln
aufweist, die sich in Radialrichtung erstrecken. Dabei kann die Mehrzahl der Luftleitflügel
an der Außenfläche der Luftleitbleche der abströmseitigen Leitblechformation oder
an der Innenfläche der ersten Leitblechformation verbunden oder angeordnet sein. Im
ersten Fall erstreckt sich die Mehrzahl der Luftleitflügel nach Außen möglichst soweit,
dass diese bis zur Innenwand des Gehäuses im eingebauten Zustand der Luftleitanordnung
reichen.
[0019] Im abströmseitigen Fall erstreckt sich die Mehrzahl der Luftleitflügel nach Innen
möglichst soweit, dass sich diese im eingebauten Zustand der Luftleitanordnung bis
zur Außenkontur des Radialventilators (in Axialrichtung betrachtet) erstrecken.
[0020] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine wie zuvor beschriebene
Luftleitanordnung, die in einem kanalförmigen Gehäuse einer raumlufttechnischen Lüftungsanlage
zumindest teilweise um einen Radialventilator herum angeordnet ist, wobei eine wie
zuvor beschriebene Leitblechformation abströmseitig hinter dem Radialventilator angeordnet
ist.
[0021] Weiter vorteilhaft ist es, wenn die Geometrien und die Ausrichtung der Leitblechformationen
innerhalb bestimmter Größen und Orientierung gewählt wird, die bei der Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsbeispiele näher beschrieben und angegeben werden.
[0022] Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
bzw. werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung der
Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittansicht durch ein kanalförmiges Gehäuse mit einem auf einer Querschnittsebene
in dem Gehäuse angeordneten Radialventilator;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer Luftleitanordnung
sowie eine Schnittansicht dieser Luftleitanordnung in einem kanalförmiges Gehäuse
mit einem Radialventilator;
- Fig. 3
- Detailansichten der Luftleitbleche aus Figur 2;
- Fig. 4
- eine andere perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels der Luftleitanordnung
aus Figur 2;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels der Luftleitanordnung aus Figur 2 bzw.
Fig. 4;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Luftleitanordnung
sowie eine Schnittansicht dieser Luftleitanordnung in einem kanalförmiges Gehäuse
mit einem Radialventilator;
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Luftleitanordnung
sowie eine Schnittansicht dieser Luftleitanordnung in einem kanalförmiges Gehäuse
mit einem Radialventilator;
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Luftleitanordnung
sowie eine Schnittansicht dieser Luftleitanordnung in einem kanalförmiges Gehäuse
mit einem Radialventilator;
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Luftleitanordnung
sowie eine Schnittansicht dieser Luftleitanordnung in einem kanalförmiges Gehäuse
mit einem Radialventilator;
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Luftleitanordnung
sowie eine Schnittansicht dieser Luftleitanordnung in einem kanalförmiges Gehäuse
mit einem Radialventilator;
- Fig. 11
- weitere perspektivische Ansichten des Ausführungsbeispiels der Luftleitanordnung aus
Figur 10 und
- Fig. 12
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Luftleitanordnung
mit einer Schalldämpferfunktion sowie eine Schnittansicht dieser Luftleitanordnung
in einem kanalförmiges Gehäuse mit einem Radialventilator.
[0023] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren 1 bis 12 mit Hilfe der Beschreibung
der verschiedenen Ausführungsformen näher erläutert, wobei gleiche Bezugszeichen auf
strukturell und/oder funktional gleiche Bauteile hinweisen.
[0024] In der Fig. 1 ist eine Schnittansicht durch ein kanalförmiges Gehäuse 30 einer raumlufttechnischen
Lüftungsanlage gezeigt in dem ein Radialventilator 40 mit Ventilatorschaufeln 41 angeordnet
ist, die von einem Motor 42 in Rotation versetzt werden können. Angedeutet ist eine
Luftströmung, deren Verlauf schematisch mit Hilfe der dargestellten Pfeile gezeigt
ist. Der Radialventilator saugt axial über die Ansaugöffnung A Luft an, die dann im
Bereich der Ventilatorschaufeln 41 zunächst in eine radiale und danach abströmseitig
wieder in eine axiale Strömung überführt wird.
[0025] In der Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Luftleitanordnung
1 sowie daneben eine Schnittansicht dieser Luftleitanordnung 1 in einem kanalförmigen
Gehäuse 30 mit einem Radialventilator 40 gezeigt. Zunächst wird diese beispielhafte
Ausführungsform beschrieben, um die Geometrien der Luftleitanordnung 1 insbesondere
in Bezug auf den Radialventilator 40 und das Gehäuse 30 näher zu erläutern.
[0026] Die Luftleitanordnung 1 ist um den auf der Querschnittsebene E angeordneten Radialventilator
40 herum angeordnet. Diese Luftleitanordnung 1 zeigt ergänzend eine ansaugseitige
Leitblechformation 10 aus vier jeweils im 90° Winkel-Versatz zueinander orientierten
Luftleitblechen 11. Diese können auch aus einem einzigen entsprechend gezeigten Blech
gebildet sein, sowie abströmseitig eine erfindungsgemäße Leitblechformation 20 aus
mehreren entlang einer Kantlinie K abgekanteter Luftleitbleche 21. Zwischen den Luftleitblechen
11, 21 der Leitblechformationen 10, 20 und dem Inneren 31 des Gehäuse 30 ist ein Luftdurchtrittskanal
2 ausgebildet, wobei aufgrund der unterschiedlichen Anstellwinkel ß1, ß2 der Abschnitte
der Luftleitbleche 21 der effektive Strömungsquerschnitt für die vom Radialventilator
40 geförderte Luft in Strömungsrichtung S in diesem Bereich zunimmt.
[0027] Die Leitblechformation 10 stellt eine im Wesentlichen trichter- bzw. pyramidenförmige
Leitblechformation 10 mit einem quadratischen Querschnitt dar. Diese ist aus vier
flachen, miteinander verbundenen trapezförmigen Luftleitblechen 11 ausgebildet, welche
jeweils unter einem gleichen Anstellwinkel α an einer in der Querschnittsebene E angeordneten,
als Düse wirkenden mit einer zentralen Öffnung versehenen Basisplatte 12 verbunden
sind. Der Anstellwinkel α der Luftleitbleche 11 ist bevorzugt zwischen 45° und 80°.
[0028] Die abströmseitige Leitblechformation 20 wird aus einem entlang einer Kante K abgewinkelten
(gekanteten) Luftleitblech 21 gebildet, das vier Blechsegmente ausbildet. Diese Leitblechformation
20 stellt eine im Wesentlichen trichterförmige Leitblechformation mit einem quadratischen
Querschnitt dar. Jedes der vier Segmente des Luftleitbelchs 21 weist einen ersten
flachen Leitblechabschnitt 21a auf, der unter einem Anstellwinkel ß1 an der in der
Querschnittsebene E angeordneten Basisplatte 22 verbunden ist. Jedes der vier Segmente
des Luftleitbelchs 21 weist ferner einen abströmseitigen (sich an den ersten Leitblechabschnitt
21a anschließenden) flachen Leitblechabschnitt 21 b auf, der unter einem Anstellwinkel
ß2 gegenüber der Querschnittsebene E orientiert ist. Der Anstellwinkel ß1 ist bevorzugt
zwischen 30° und 90°, während der Anstellwinkel ß2 bevorzugt zwischen 90° und 100°
beträgt.
[0029] Das Verhältnis Xa/La des Abstands Xa der Kante K des Luftleitbelchs 21 bis zur Basis
22 zum Durchmesser La des Radialventilators liegt zwischen 0,05 und 0,5 liegt. In
dieser Ausführung der Erfindung wird durch die gekantete Form der abströmseitigen
Leitblechformation 20 eine Erweiterung des Strömungsquerschnitts bewirkt. Dies führt
zu einer Verringerung der Strömungsgeschwindigkeit und somit zu einer Steigerung des
statischen
Druckes. Die axiale Länge des Leitblechabschnitts 21 b von der Kante K bis zu Hinterkante
gemessen, ist mit Xb bezeichnet. Eine bevorzugte Auswahl für das Verhältnis Xb/ La
liegt im Bereich von 0,15 bis 0,8. Bevorzugte Größen für Yb/LA liegen zwischen 1,1
und 2,0.
[0030] In den Figuren 2 bis 5 sind Ansichten eines alternativen Ausführungsbeispiels einer
Luftleitanordnung 1 in einem kanalförmigen Gehäuse 30 mit einem Radialventilator 40
gezeigt. Die beiden Luftleitformationen 10, 20 sind hier ebenfalls im Wesentlichen
trichter- bzw. pyramidenförmig. Die erste Leitblechformation 10 ist, wie in der zuvor
beschriebenen Ausführung nach der Fig. 6 ausgebildet.
[0031] Die zweite Leitblechformation 20 ist aus vier paarweise angeordneten zweifach gekanteten
Luftleitblechen 21 geformt. Die Form der einzelnen Luftleitbleche 21 ist in der Figur
3 gut zu erkennen. Hierzu bilden die einzelnen Leitbleche 21 jeweils einen dreieckigen
Blechabschnitt 21d aus, der jeweils ein Teilsegment der Basis 22 der abströmseitigen
Leitblechformation 20 bildet. An diesen dreieckigen Blechabschnitt 21d schließt sich
ein dazu im Wesentlichen in Axialrichtung des Radialventilators 40 umgebogener bzw.
abgekanteter rechteckiger Blechabschnitt 21 e mit jeweils zwei Seitenkanten 21k an,
wobei die Leitbleche vorzugsweise um einen Winkel ϕ von 0° bis 20° in Bezug auf die
Axialrichtung verdreht angeordnet sind (siehe Fig. 5). Bevorzugt ist ein weiterer
Belchabschnitt 21f an dem jeweiligen Luftleitblech 21 als abgewinkelte Finne und zwar
bevorzugt am dreieckigen Blechabschnitt 21 d ausgebildet.
[0032] Der Biegewinkel ß1 der beiden Leitbleche eines Leitblechpaares der jeweiligen rechteckigen
Blechabschnitte 21e gegenüber den dreieckigen Blechabschnitten 21d ist unterschiedlich
und zwar dergestalt, dass dieser Differenzwinkel etwa +/- 3° bis +/-10° beträgt, was
in der Schnittansicht der Fig. 2 zu sehen ist. Dieser Differenzwinkel ergibt sich
dadurch, dass das eine Blech um die Ankathete und das andere Blech um die Hypotenuse
gedreht wird.
[0033] Das Verhältnis Yb/La des äußeren Kantenmaßes der äußeren Leitgeometrie Yb und dem
Durchmesser La des Radialventilators entspricht typischerweise Werte zwischen 1,5
- 2,0. Für den Winkel ß1 werden typischerweise Winkel zwischen 20 - 80°verwendet.
Das Verhältnis zwischen dem Abstand Xc der Basis 22 der abströmseitigen Leitblechformation
20 zu dem Durchmesser La des Radialventilators liegt vorzugsweise in dem folgenden
Wertebereich: 0 < Xc/ La <= 0,8.
[0034] Die Fig. 7 zeigt eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer Luftleitanordnung 1 sowie eine Schnittansicht dieser Luftleitanordnung 1 in
einem kanalförmigen Gehäuse 30 mit einem Radialventilator 40.
[0035] Diese Ausführung weist ergänzend zur Ausführung nach der Fig. 6 an den Luftleiblechen
21 eine Mehrzahl an rechteckigen und gebogenen Luftleitflügeln 23 auf, die sich in
Radialrichtung bis zur Innenseite 31 des Gehäuses 30 erstrecken. Der Anstellwinkel
ε der Leitflügel 23 gegenüber der Axialrichtung erfolgt wahlweise unter einem Winkel
von 0° bis 60°, so wie dies auch bei der Ausführung der Fig. 8 dargestellt ist.
[0036] In einer solchen Ausführung bewirken die Leitflügel 23 den vorhandenen Drall der
Luft möglichst verlustfrei in axiale Richtung umzulenken, was den Wirkungsgrad des
Ventilators erhöht. Als Profilform können typische Profilformen (z.B. NACA-Profile)
oder auch einfache Blechgeometrien verwendet werden. Das Verhältnis SL/La zwischen
der Sehnenlänge SL und dem Durchmesser La des Radialventilators liegt bevorzugt zwischen
0,05 und 0,4. Das Verhältnis zwischen dem axialen Abstand Xi der Leitflügel 23 und
dem Durchmesser La des Radialventilators liegt bevorzugt zwischen 0 und 0,8.
[0037] In den Fig. 8 und 9 sind weitere Ausführungsbeispiele einer Luftleitanordnung 1 gezeigt.
In der Figur 8 sind die Luftleitflügel 23 ähnlich orientiert, wie in der Ausführung
der Figur 7, jedoch am Gehäuse 30 befestigt. Für die Ausgestaltung und Orientierung
der Leitflügel 23 wird auf die Ausführungen der Figuren 6 und 7 verweisen, wobei der
radiale Abstand zwischen den innen liegenden Stirnseiten der Luftleitflügel Yb dem
Durchmesser La des Radialventilators 40 entspricht, d.h. Yb = La.
[0038] Bei der Fig. 9 sind sozusagen die erste und zweite Leitblechformation 10, 20 miteinander
verbunden. Die Abmessungen sind dabei folgendermaßen zu wählen: das Verhältnis Xd/
La liegt zwischen 0,3 und 0,7, das Verhältnis Xe/ La liegt zwischen 0,1 und 1,0, das
Verhältnis von Ya/ La liegt zwischen 1,5 und 2,0 und der Winkel α liegt zwischen 45°
und 80°, wobei die Leitbleche 21 der abströmseitigen Leitblechformation 20 in etwa
parallel zu der Wand des Gehäuses 30 verlaufen.
[0039] Die Figuren 10 und 11 zeigen Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels einer
Luftleitanordnung 1. In dieser Ausführung besteht die Leitblechformation 20 aus einem
mehrfach gekanteten Blech. Dieses wird derart gekantet, dass zusätzliche Leitschaufeln
21s entstehen, die den Drall minimieren und die Strömung der Luft möglichst verlustfrei
in axiale Richtung umlenken.
[0040] In der Fig. 12 ist eine Ausführung ähnlich der Figur 6 gezeigt, allerdings sind die
Leitblechformationen 10, 20 aus Lochblechen mit Löchern 14, 24 gebildet. Der dahinter
liegende Hohlraum ist mit schalldämmendem Material ausgekleidet, was zu einer erhöhten
Schallreduktion führt. Eine solche schalldämmende Maßnahme ist auch mit den weiteren
Ausführungen möglich.
1. Luftleitanordnung (1) ausgebildet für eine raumlufttechnische Lüftungsanlage mit einem
kanalförmigen Gehäuse (30) und einer auf einer Querschnittsebene (E) in dem Gehäuse
(30) angeordneten Luftfördereinrichtung (40), wobei die Luftleitanordnung (1) abströmseitig
wenigstens eine Leitblechformation (20) mit relativ zueinander orientierter Luftleitblechen
(21) umfasst, wobei ein Luftdurchtrittskanal (2) zwischen den Luftleitblechen (21)
der Leitblechformationen (20) und dem Inneren (31) des Gehäuse (30) ausgebildet wird
und die Luftleitbleche (21) zum Erzielen einer Diffusorwirkung so angeordnet sind,
dass der effektive Strömungsquerschnitt für die von der Luftfördereinrichtung (40)
geförderten Luft in Strömungsrichtung (S) zumindest partiell zunimmt und/oder sich
deren Anstellwinkel oder Orientierung in Strömungsrichtung (S) ändert.
2. Luftleitanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass abströmseitig zwei oder mehrere Leitblechformationen (20) aus relativ zueinander
orientierter Luftleitbleche (21) angeordnet sind.
3. Luftleitanordnung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei oder mehrere Leitblechformationen (20) abströmseitig in einer Kaskadenanordnung
hintereinander angebracht sind.
4. Luftleitanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass ansaugseitige zusätzlich eine Leitblechformation (10) aus relativ zueinander orientierter
Luftleitbleche (11) angeordnet ist.
5. Luftleitanordnung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die ansaugseitige Leitblechformation (10) als eine im Wesentlichen trichterförmige
Leitblechformation (10) mit einem quadratischen oder rechteckigen Querschnitt ausgebildet
ist.
6. Luftleitanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die abströmseitige Leitblechformation(en) (20) als eine im Wesentlichen pyramiden-
oder trichterförmige Leitblechformation (20) mit einer Basis (22) mit einem im Wesentlichen
quadratischen oder rechteckigen Querschnitt ausgebildet ist bzw. sind.
7. Luftleitanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die abströmseitige Leitblechformation (20) aus vier paarweise angeordneten zweifach
gekanteten Luftleitblechen (21) gebildet wird, welche wenigstens eine dreieckige Blechform
ausbilden, die jeweils ein Teilsegment der Basis (22) bilden an das sich ein dazu
im Wesentlichen in Axialrichtung (S) umgebogenes rechteckiges Blechteil mit jeweils
zwei Seitenkanten (21 k) anschließt, wobei die Leitbleche (21) gegenüber die Axialrichtung
(S) verdreht angeordnet sind, so dass deren Seitenkanten (21k) in Bezug auf die Axialrichtung
(S) in einen Winkel von 0° bis 20° ausgerichtet sind.
8. Luftleitanordnung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (ϕ) des im Wesentlichen in Axialrichtung (S) umgebogenen rechteckigen
Blechteile der Luftleitbleche (21) gegenüber der Basis (22) sich bei jeweils unmittelbar
benachbarter Luftleitbleche (21) unterscheidet und vorzugsweise um etwa 3° bis 10°
voneinander abweicht.
9. Luftleitanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Leitblechformation (20) aus einem über eine Kante (K) abgewinkelten Luftleitblech
(21) mit vier Blechsegementen gebildet wird, welche jeweils mit einem ersten flachen
Leitblechabschnitt (21 a), der unter einem Anstellwinkel (ß1) an einer in der Querschnittsebene
(E) angeordneten Basisplatte (22) verbunden sind, wobei der Anstellwinkel (ß1) bevorzugt
zwischen 20° und 80° liegt.
10. Luftleitanordnung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die abgewinkelten Luftleitbleche (21) angrenzend an die Kante (K) jeweils einen abströmseitigen
flachen Leitblechabschnitt (21 b) ausbilden, der unter einem zum Anstellwinkel (ß1)
unterschiedlichen, vorzugsweise jeweils größeren Anstellwinkel (ß2) gegenüber der
Querschnittsebene (E) orientiert sind, wobei der Winkel (ß1) vorzugsweise 30° bis
90° und der Winkel (ß2) vorzugsweise 90° bis 100° beträgt und weiter vorzugsweise
das Verhältnis des Abstands (Xa) der Kante (K) bis zur Basis (22) zum Durchmesser
des Radialventilators (La) zwischen 0,05 und 0,5 liegt.
11. Luftleitanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die abströmseitige(n) Leitblechformation(en) (20) zumindest eine Mehrzahl an vorzugsweise
rechteckigen und/oder gebogenen Luftleitflügeln (23) aufweist bzw. aufweisen, die
sich in Radialrichtung erstrecken.
12. Luftleitanordnung (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Anstellwinkel (ε) der Leitflügel (23) unter einem Winkel von 0° bis 60° erfolgt.
13. Luftleitanordnung (1) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleitflügel (23) an der Außenfläche der Luftleitbleche (21) der abströmseitigen
Leitblechformation (20) oder an der Innenfläche der ansaugseitigen Leitblechformation
(10) verbunden oder angeordnet sind.
14. Luftleitanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftfördereinrichtung (40) ein Radialventilator ist.
15. Luftleitanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 14, angeordnet
in einem kanalförmigen Gehäuse (30) einer raumlufttechnischen Lüftungsanlagen, wobei
die Luftfördereinrichtung als Radialventilator (40) ausgebildet ist.
16. Luftleitanordnung (1) angeordnet in einem kanalförmigen Gehäuse (30) gemäß den Merkmalen
von Anspruch 15, wobei die ansaugseitige Leitblechformation (10) zumindest teilweise
um den Radialventilator (40) herum angeordnet ist, während die zweite Leitblechformation
(20) abströmseitig hinter dem Radialventilator (40) angeordnet ist.
17. Luftleitanordnung nach Anspruch 16, wobei das Verhältnis der axialen Länge (Xa) der
Luftleitblechen (11) der ersten Leitblechformation (10) und dem Durchmesser (La) des
Radialventilators (30) zwischen 0,3 und 0,7 beträgt und wobei das Verhältnis des Kantenmaßes
der äußeren Kanten (11k) der Luftleitbleche (11) der ersten Leitblechformation (10)
und dem Durchmesser (La) des Radialventilators (30) zwischen 1,5 und 2 liegt.
18. Luftleitanordnung einem der Ansprüche 15 bis 17, wobei das Verhältnis der axialen
Länge (Xb) der Luftleitblechen (21) der abströmseitigen Leitblechformation (20) und
dem Durchmesser (La) des Radialventilators (30) zwischen 0,05 und 0,8 beträgt.
19. Luftleitanordnung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, wobei das Verhältnis des Kantenmaßes
der äußeren Kanten (21k) der Luftleitbleche (21) der abströmseitigen Leitblechformation
(20) zu dem Durchmesser (La) des Radialventilators (30) zwischen 1,1 und 2 liegt.
20. Luftleitanordnung nach einem der Ansprüche 15 bis 19, wobei das Verhältnis des Abstands
(Xc) der Basis (22) der abströmseitigen Leitplattenformation (20) zum Radialventilator
(40) zu dem Durchmesser (La) des Radialventilators (30) zwischen 0 und 0,8 liegt.
21. Luftleitanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, wobei die Leitbleche wenigstens
der Leitblechformation (20) aus Lochblechen mit Löchern (24) gebildet sind.
22. Luftleitanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, wobei ein jeweils hinter den
Leitblechen (21) gebildeter Hohlraum mit schalldämmendem Material ausgekleidet ist,
um dadurch eine Schall- und/oder Geräuschreduktion zu bewirken.