[0001] Die Erfindung betrifft ein Verkehrszeichen, das aus mehreren Verkehrszeichen-Modulen
zusammengesetzt ist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie ein Verkehrszeichen-Modul
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11, das zur Herstellung eines zusammengesetzten
Verkehrszeichens geeignet ist.
[0002] Verkehrsschilder werden heutzutage regelmäßig als selbstleuchtende (LED-) Schilder
ausgeführt (sogenannte Wechselverkehrszeichen), wie in der
DE 20 2015 104 168 U1 oder der
DE 20 2014 105 255 U1 offenbart, worauf explizit Bezug genommen wird.
[0003] Die im Einzelfall zu realisierende Schildgröße hängt insbesondere von der vorgeschriebenen
Zeichen- und Symbolgröße ab, die ihrerseits wiederum insbesondere von der vorgeschriebenen
Höchstgeschwindigkeit am Ort der Schildaufstellung abhängt. Anders als bei herkömmlichen
Blechschildern ist es jedoch unwirtschaftlich, selbstleuchtende (LED-)Schilder abhängig
vom Einzelfall in jeweils angepasster Größe herzustellen bzw. in einer Vielzahl möglicher
Größen vorzuhalten.
[0004] Ein Verkehrsschild mit Zeichen, Symbolen und Schriften unterliegt bestimmten Vorschriften,
bei Wechselverkehrszeichen gilt die Norm EN 12966. Insbesondere gelten Anforderungen
für Lichtstärken, Abstrahlwinkel, Abstand der Leuchtmittel/LED, Anzeigefarben, Abmessungen
der Zeichen, Schriftgrößen und der Geometrie, Funktionsgarantie und Dokumentation
der Schaltzustände im Zusammenhang mit der StVO. Ein Verkehrsschild ist somit nicht
vergleichbar mit einem Reklameschild und umgekehrt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein selbstleuchtendes (LED-)Schild bzw.
(Wechsel-)Verkehrszeichen anzugeben, das hinsichtlich der zu realisierenden Schildgröße
flexibel an unterschiedliche Anforderungen angepasst bzw. anpassbar ist, ohne dass
unwirtschaftliche Einzelanfertigungen oder Lagerhaltungen erforderlich wären.
[0006] Außerdem liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einer weiterentwickeltes selbstleuchtendes
Verkehrszeichen(-Modul) bereit zu stellen, welches insbesondere zur Lösung der erstgenannten
Aufgabe einsetzbar ist und sich auch darüber hinaus durch verbesserte Eigenschaften
in Sachen Haltbarkeit und Betriebssicherheit gegenüber vorbekannten selbstleuchtenden
(Wechsel-)Verkehrszeichen auszeichnet, insbesondere gegenüber der Lehre der
DE 20 2015 104 168 U1 oder der
DE 20 2014 105 255 U1.
[0007] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß gelöst durch ein Verkehrszeichen bzw. Verkehrsschild
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. durch ein Verkehrszeichen-Modul mit den Merkmalen
des Anspruchs 11. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Idee finden sich
in den Unteransprüchen.
[0008] Die Begriffe "Verkehrsschild" und "Verkehrszeichen" bzw. "Wechselverkehrszeichen"
werden im Folgenden als Synonyme verwendet.
[0009] Ein erfindungsgemäßes Verkehrsschild oder Verkehrszeichen, welches an seiner Frontseite
visuelle Darstellungen, wie Zeichen, Symbole, Schriften etc., anzeigt, umfasst eine
Mehrzahl von Verkehrszeichen-Modulen, jeweils aufweisend: eine mit Leuchtmitteln zum
Erzeugen der visuellen Darstellungen bestückte Platine; eine in Abstrahlungsrichtung
der Leuchtmittel vor der Platine angeordnete Frontplatte, die mit Durchbrüchen für
einen Durchtritt des von den Leuchtmitteln ausgesandten Lichts versehen ist; optional
eine Schutzscheibe, die für von den Leuchtmitteln ausgesandtes Licht zumindest teilweise
durchsichtig ausgebildet und die zwischen den Leuchtmitteln und der Frontplatte angeordnet
ist; und ein Schildgehäuse, welches die Leuchtmittel, die Platine und optional die
Schutzscheibe aufnimmt. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verkehrszeichen-Module
in einer Ebene nebeneinander angeordnet und miteinander verbunden sind, wobei ihre
Frontplatten die Frontseite des Verkehrszeichens bilden.
[0010] Auf diese Weise ist es möglich, basierend auf einer relativ kleinen Anzahl von Verkehrszeichen-Modulen,
die insbesondere quadratisch oder rechteckig ausgebildet sein können, durch Kombination
Verkehrsschilder bzw. Verkehrszeichen in quasi beliebiger Größe herzustellen, ohne
dass eine aufwändige und teure Einzelanfertigung oder Lagerhaltung erforderlich wäre.
[0011] Man erhält so ein LED-Schild, insbesondere Verkehrsschild, jedoch nicht ausschließlich
auf eine solche Verwendung beschränkt, in Form eines flächenabhängigen, visuellen
Informationssystems mit Zeichen, Symbolen, Texten, Ziffern oder dgl. Dieses stellt
ein Bild, vorzugsweise mit LED als Leuchtmittel, in Form von Lichtpunkten dar, wobei
die Anzeigefläche aus mehreren Grund- oder Basisschildern bzw. -Einheiten oder Modulen
zusammengesetzt ist, um so das Schild zu vergrößern und das Bild mit Zeichen, Symbolen,
Texten, Ziffern oder dgl. nach Bedarf für die entsprechende Erkenn- und Lesbarkeit
mit größerer Darstellung zu verändern. Die Zusammensetzung von mehreren Grund- oder
Basisschildern (Modulen) erlaubt zudem, mehr und andere Inhalte auf der Anzeige- oder
Bildfläche darzustellen. Die Umkehrsituation von der vergrößerten zusammengesetzten
Bauweise aus mehreren Grund- oder Basisschildern zu einem kleinen Einzelschild ist
entsprechend umsetzbar.
[0012] Ein erfindungsgemäßes Verkehrszeichen-Modul, das sich zur Herstellung eines erfindungsgemäß
zusammengesetzten Verkehrszeichens (Verkehrsschild) oder alternativ zur Einzel-Verwendung
als Verkehrszeichen (Verkehrsschild) eignet, weist auf: eine mit Leuchtmitteln zum
Erzeugen der visuellen Darstellungen bestückte Platine; eine in Abstrahlungsrichtung
der Leuchtmittel vor der Platine angeordnete Frontplatte, die mit Durchbrüchen für
einen Durchtritt des von den Leuchtmitteln ausgesandten Lichts versehen ist; und eine
Schutzscheibe, die für von den Leuchtmitteln ausgesandtes Licht zumindest teilweise
durchsichtig ausgebildet und die zwischen den Leuchtmitteln und der Frontplatte angeordnet
ist. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzscheibe Ausformungen aufweist,
die sich in die Durchbrüche der Frontplatte hinein erstrecken, wobei vorzugsweise
eine Außenkontur der Ausformungen einer Innenkontur der Durchbrüche entspricht.
[0013] Vorteilhaft ist hierbei, dass mittels der Ausformungen der Schutzscheibe eine Abdichtung
des Verkehrszeichens gegen äußere Schadeinflüsse, insbesondere durch Dreck oder Feuchtigkeit
erreicht wird, da die Ausformungen die Durchbrüche der Frontplatte zumindest teilweise
verschließen.
[0014] Insbesondere eine Klarsicht-Kunststoffscheibe kann zu diesem Zweck im Tiefziehverfahren
oder auf andere geeignete Weise auf der Rückseite der Frontplatte, die z.B. aus Aluminium
gefertigt sein kann, flächig aufgebracht und formschlüssig in die Öffnungen bzw. Durchbrüche,
die unterschiedlich ausgebildet sein können, nach vorne, bündig mit der Vorderfläche
der Frontplatte oder über diese hinaus vorstehend verformt werden. Die Fläche der
Kunststoffscheibe auf der Rückseite der Frontplatte und die Tiefenverformungen (Ausformungen)
in den Öffnungen bzw. Durchbrüchen der Frontplatte bilden eine Einheit. Die Schutzscheibe
(Kunststoffscheibe) kann über die Grund- und Basisfläche eines Einzelschildes oder
Moduls in mehrere kleinere Einzelsegmenten aufgeteilt sein, sich jedoch insgesamt
über die gesamte Fläche der Frontplatte mit den Öffnungen erstrecken. Diese kleineren
Flächen sind unempfindlicher für die hohen Temperaturveränderungen der meist dunklen
Frontplatten und damit bedingten Materialausdehnungen bzw. Schrumpfungen bei ca. 70
°C bei Sonneneinstrahlung und möglichen -25 °C bei Frost. Die Frontplatte und die
Schutzscheibe (Kunststoffscheibe) dahinter haben unterschiedliche Ausdehnungs- und
Schrumpfungsverhalten, deren Auswirkung mit der Flächensegmentierung minimiert werden.
Die Schutzscheibe (Kunststoffscheibe) bzw. deren Segmente kann bzw. können von hinten
mit der Frontplatte insbesondere wasserdicht verklebt sein.
[0015] Insbesondere folgende Weiterbildungen des erfindungsgemäß zusammengesetzten Verkehrszeichens
haben sich demnach als vorteilhaft erwiesen:
Die Frontplatte kann Teil des Schildgehäuses sein. Auf diese Weise ergibt sich eine
besondere sichere und kompakte Bauform.
[0016] Die einzelnen Verkehrszeichen-Module können über die Schildgehäuse miteinander verbunden
sein. Auf diese Weise lässt sich das zusammengesetzte Verkehrsschild besonders einfach
herstellen.
[0017] Die Verkehrszeichen-Module können lösbar miteinander verbunden sein, vorzugsweise
kraftschlüssig und/oder formschlüssig. Somit ist eine einfache Demontage und Umkonfiguration
möglich.
[0018] Die Verkehrszeichen-Module können durch Verschrauben und/oder durch eine außen umlaufende
Rahmenkonstruktion, insbesondere gemäß
DE 20 2013 102 413 U1, worauf explizit Bezug genommen wird, miteinander verbunden sein. Die Rahmenkonstruktion
schützt die Module und ermöglicht deren einfache Handhabung sowie Aufhängung. Vorzugsweise
ist das Schildgehäuse mit der Gehäuserückseite oder der umlaufenden Gehäusefläche
mittels Verschraubung an der Rahmenkonstruktion befestigt. Die Frontseite bzw. Frontplatte,
die einen Teil der Gehäusekonstruktion bilden kann, ist vorzugsweise nicht direkt
mit der Rahmenkonstruktion verbunden.
[0019] Mehrere Einzelschilder oder Module können in gleicher Weise mit der Rahmenkonstruktion
verbunden und gleichzeitig zu einer Gesamt-Anzeigefläche aus mehreren Einzelflächen
mit der Rahmenkonstruktion zusammengebaut werden. Die Rahmenkonstruktion ist entsprechend
der aufzunehmenden Einzelschildmengen vergrößert, bei gleicher Konstruktionsfunktion
wie bei einem Einzelschild mit Rahmenkonstruktion gemäß
DE 20 2013 102 413 U1. Die Rahmenkonstruktion kann auch als Unterkonstruktion für die Schildaufstellung
fungieren, wie sie beispielhaft in der
DE 20 2014 104 659 U1 beschrieben ist, worauf explizit Bezug genommen wird.
[0020] Die Verkehrszeichen-Module können auch kraftschlüssig, insbesondere magnetisch, miteinander
verbunden sein. Hierdurch ist eine einfache Demontage und Umkonfiguration möglich.
[0021] Die Verkehrszeichen-Module können formschlüssig miteinander verbunden sein, vorzugsweise
indem Vorsprung-Strukturen an jeweils einem Verkehrszeichen-Modul mit Aufnahme-Strukturen
an jeweils einem anderen Verkehrszeichen-Modul zusammenwirken. Genannte Strukturen
können vorteilhafter Weise an dem Schildgehäuse vorgesehen sein. Hierdurch ist eine
sichere Verbindung der Module untereinander erreichbar.
[0022] Zumindest einige der Platinen der einzelnen Verkehrszeichen-Module können separat
an eine zentrale elektrische Steuer- und/oder Versorgungseinheit des Verkehrszeichens
angeschlossen sein. Somit ist das zusammengesetzte Verkehrszeichen anschließend besonders
einfach zu betreiben, insbesondere hinsichtlich seiner Anzeige zu programmieren.
[0023] Zumindest einige der Platinen der einzelnen Verkehrszeichen-Module können elektrisch
und/oder steuerungstechnisch miteinander verschaltet sein, so dass sich eine Art Reihenschaltung
oder Master/Slave-Anordnung ergibt.
[0024] Alle Grund- oder Basisschilder bzw. Module sind für die Anwendung als Einzelschild
für eine elektronisch gesteuerte visuelle Darstellung, vorzugsweise mittels LED als
Lichtpunkte, im Inneren des Schildgehäuses verkabelt, einschließlich der Energieversorgung,
und mit der entsprechenden Elektroniksteuerung ausgestattet. Bei der Zusammensetzung
von mehreren Einzelschildern werden - bei entsprechender Weiterbildung der Erfindung
- die Elektroniksteuerungen und Energieversorgungen mit Ein- und Ausgangsverkabelungen
von jedem Einzelschild des zusammengebauten Schildes zu einer Zentralsteuerung mit
Energieversorgung aus möglichen unterschiedlichen Einzelschildmengen mittels Verkabelungen
zusammengeführt. Mit der Zentralsteuerung und entsprechender Programmierung können
die Einzelschilder zu einer größeren oder anderen Darstellung auf allen dafür zusammengebauten
Schildern zu dem gewünschten Bild auf der vergrößerten Fläche zusammengefasst werden.
[0025] Zumindest einige der einzelnen Verkehrszeichen-Module können darüber hinaus so ausgebildet
sein, wie in der
DE 20 2015 104 168 U1 oder der
DE 20 2014 105 255 U1 offenbart. Dies betrifft insbesondere die Ausgestaltung der Gehäuse, der Frontplatten
oder der Leuchtmittel sowie die Möglichkeit farbiger Anzeigen.
[0026] Insbesondere folgende Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verkehrszeichen-Moduls
haben sich darüber hinaus als vorteilhaft erwiesen:
Innerhalb der einzelnen Ausformungen kann in Richtung der Platine ein Freiraum definiert
sein, in den sich vorzugsweise jeweils ein Leuchtmittel zumindest teilweise hinein
erstreckt. Die Leuchtmittel befinden sich somit näher an der Vorderseite des Moduls,
was eine verbesserte Lichtabstrahlung bewirken kann.
[0027] Die Schutzscheibe kann - wie schon ausgeführt - in Kunststoff ausgebildet sein, während
die Frontplatte in Metall, vorzugsweise Aluminium, ausgebildet ist, wobei höchst vorzugsweise
die Schutzscheibe dünner als die Frontplatte ausgebildet ist. Das Modul kann sich
somit durch ein geringes Gewicht und günstige Fertigungskosten auszeichnen.
[0028] Die Schutzscheibe kann mehrteilig in Form von einzelnen Flächensegmenten ausgebildet
sein, wobei ein jeweiliges Flächensegment eine Ausformung oder mehrere Ausformungen
aufweist. Hierdurch lassen sich Verbesserungen im Temperaturverhalten erreichen, worauf
bereits hingewiesen wurde.
[0029] Die Schutzscheibe oder deren Flächensegmente kann bzw. können mit einer Rückseite
der Frontplatte verbunden sein, vorzugsweise stoffschlüssig höchst vorzugsweise verklebt,
insbesondere wasserdicht bzw. wasserfest. Dieser Aufbau ist besonders sicher und dauerhaft
sowie einfach herstellbar.
[0030] Wenigstens einige der Ausformungen können bündig mit einer Vorderseite der Frontplatte
abschließen. Dadurch erhält man eine im Wesentlichen glatte Vorderseite des Moduls,
was lichttechnisch und wartungstechnisch vorteilhaft sein kann.
[0031] Wenigstens einige der Ausformungen können gegenüber einer Vorderseite der Frontplatte
vorstehen. Auch hierdurch lassen sich bestimmte lichttechnische Vorteile erzielen.
[0032] Das Verkehrszeichen-Modul kann ein Schildgehäuse aufweisen, welches zumindest die
Leuchtmittel die Platine und die Schutzscheibe aufnimmt. Das Gehäuse kann eine Schutzfunktion
für die genannten Elemente haben und zum Verbinden von Modulen miteinander oder einer
Rahmenkonstruktion (siehe oben) genutzt werden.
[0033] Das Verkehrszeichen-Modul kann insbesondere eine Rahmenkonstruktion aufweisen, wie
sie in der
DE 20 2013 102 413 U1 ausführlich beschrieben ist.
[0034] Das Verkehrszeichen-Modul kann abgesehen von der Schutzscheibe so ausgebildet sein,
wie in der
DE 20 2015 104 168 U1 oder der
DE 20 2014 105 255 U1 offenbart, worauf an anderer Stelle entsprechend bereits hingewiesen wurde. Weitere
Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbespielen anhand der Zeichnung.
Fig. 1 zeigt in Vorder-, Rück- und Seitenansichten ein erfindungsgemäßes Verkehrszeichen-Modul;
Fig. 2 zeigt in Vorder-, Rück- und Seitenansichten ein anderes erfindungsgemäßes Verkehrszeichen-Modul;
Fig. 3 zeigt schematisch in Detailvergrößerung das erfindungsgemäße Verkehrszeichen-Modul
gemäß Fig. 1 oder Fig. 2;
Fig. 4 zeigt eine mögliche Ausgestaltung der Schutzscheibe aus Fig. 3;
Fig. 5 zeigt in Vorder- und Seitenansichten vier Verkehrszeichen-Module, die zu einem
erfindungsgemäßen zusammengesetzten Verkehrszeichen verbunden sind;
Fig. 6 zeigt eine perspektivische Vorderansicht des zusammengesetzten Verkehrsschildes
gemäß Fig. 5.
Fig. 7 zeigt ein zusammengesetztes Verkehrsschild analog zu Fig. 5;
Fig. 8 zeigt eine perspektivische Vorderansicht des zusammengesetzten Verkehrsschildes
gemäß Fig. 7;
Fig. 9 zeigt die Rückseite des zusammengesetzten Verkehrsschildes gemäß Fig. 5;
Fig. 10 zeigt exemplarisch die frontseitige Anzeigefläche zusammengesetzten Verkehrsschildes;
Fig. 11 zeigt das zusammengesetzte Verkehrsschild aus Fig. 5 mit einer Aufstellvorrichtung;
und
Fig. 12 zeigt das zusammengesetzte Verkehrsschild aus Fig. 7 mit einer Aufstellvorrichtung.
[0035] Fig. 1 zeigt in Vorder-, Rück- und Seitenansichten ein erfindungsgemäßes Verkehrszeichen-Modul
100 bzw. Grund- oder Basisschild mit quadratischer Grundform. Bezugszeichen 101 bezeichnet
einen Rahmen oder eine Rahmenkonstruktion wie sie aus der
DE 20 2013 102 413 U1 bekannt ist. Bei Bezugszeichen 102 ist die Frontplatte des Verkehrszeichen-Moduls
100 gezeigt, die eine Vielzahl von (hier nicht bezeichneten) Durchbrüchen aufweist,
wie aus der
DE 20 2015 104 168 U1 oder der
DE 20 2014 105 255 U1 bekannt. Die Frontplatte 102 bildet die Vorderseite eines (Schild-)Gehäuses, dessen
Rückseite bei Bezugszeichen 103 dargestellt ist. In dem Gehäuse befinden sich u.a.
die Leuchtmittel (LED) und die zugehörige Platine, was in Fig. 1 nicht zu erkennen
ist, sowie ggf. eine Schutzscheibe, die zwischen Frontplatte 102 und den Leuchtmitteln
angeordnet sein kann. Auch ansonsten kann das gezeigte Verkehrszeichen-Modul 100 gemäß
DE 20 2015 104 168 U1 oder der
DE 20 2014 105 255 U1 ausgebildet sein. Eine mögliche Abweichung hiervon betreffend die erwähnte Schutzscheibe
wird weiter unten anhand von Fig. 3 erläutert.
[0036] Bezugszeichen 104 zeigt Befestigungsstreben, über die das Schild-Gehäuse aus Frontplatte
102 und Gehäuse-Rückseite 103 mit der Rahmenkonstruktion 101 verbunden ist, vorzugsweise
durch Verschrauben. Die Rahmenkonstruktion 101 dient zum Schutz und zum Aufhängen
des Verkehrszeichen-Moduls 100, insbesondere wie aus der
DE 20 2013 102 413 U1 oder der
DE 20 2014 104 659 U1 bekannt.
[0037] Bei Bezugszeichen 105 ist ein Fach für Steuerungselektronik des Verkehrszeichen-Moduls
100 gezeigt, wie ebenfalls aus der
DE 20 2013 102 413 U1 bekannt.
[0038] Fig. 2 zeigt in Vorder-, Rück- und Seitenansichten ein erfindungsgemäßes Verkehrszeichen-Modul
100 bzw. Grund- oder Basisschild analog zur Ausgestaltung gemäß Fig. 1, jedoch mit
rechteckiger Grundform.
[0039] Fig. 3 zeigt schematisch in Detailvergrößerung die Abweichung eines erfindungsgemäßen
Verkehrszeichen-Moduls 100 gemäß Fig. 1 oder Fig. 2 von der Lehre der
DE 20 2015 104 168 U1 oder der
DE 20 2014 105 255 U1. Bezugszeichen 2 bezeichnet ein speziell als LED ausgebildetes Leuchtmittel, das
auf einer Platine 3 angeordnet ist. Die LED 2 sendet Licht L aus, welches durch einen
in der Frontplatte 5 (vgl. Bezugszeichen 102 in Fig. 1 und Fig. 2) ausgebildeten Durchbruch
6 tritt. Zwischen Platine 3 bzw. Leuchtmittel 2 und der Frontplatte 5 ist eine klar
durchsichtige Schutzscheibe 4 angeordnet, die allerdings nicht eben ausgebildet ist,
sondern die im Bereich des Durchbruchs 6 eine Ausformung 4a aufweist, die in den Durchbruch
6 hinein und - beim gezeigten Ausführungsbeispiel - durch diesen hindurch ragt, sodass
die Ausformung 4a etwas gegenüber der Vorderfläche 5a der Frontplatte hervorsteht.
Im Inneren der Ausformung 4a ist ein Freiraum 4b ausgebildet, in den das Leuchtmittel
2 hineinragt, sodass es sich teilweise innerhalb des Durchbruchs 6 befindet. Die Schutzscheibe
4 liegt innen, neben dem Durchbruch flächig an der Frontplatte 5 an und kann dort
klebend befestigt sein. Zwischen der Schutzscheibe 4 im Bereich der Ausformung 4a
und den Rändern des Durchbruchs 6 besteht ein schmaler lichter Spalt S, um unterschiedliche
thermische Formänderungen von Frontplatte 5 (z.B. aus Aluminium) und Schutzscheibe
4 (z.B. aus Kunststoff) zu ermöglichen. Derartige Ausformungen 4a existieren vorzugsweise
für jeden Durchbruch 6 der Frontplatte 5.
[0040] Die Schutzscheibe 4 muss nicht einstückig über die gesamte Fläche der Frontplatte
5 bzw.102 ausgebildet sein, wie in Fig. 4 exemplarisch dargestellt ist. Dort ist die
Schutzscheibe in 4x3, d.h. 12 Flächensegmente unterteilt, wie durch die horizontalen
H und vertikalen Linien V schematisch angedeutet ist.
[0041] Fig. 5 zeigt nun in Vorder- und Seitenansichten vier Verkehrszeichen-Module 100 gemäß
Fig. 1, ggf. in der Ausgestaltung gemäß Fig. 3 und/oder Fig. 4, die in einer 2x2-Anordnung
in einer Ebene nebeneinander angeordnet und zu einem zusammengesetzten Verkehrszeichen
1 verbunden sind, wobei die Frontplatten 102 der Module 100 eine Frontseite 10 des
zusammengesetzten Verkehrszeichens 1 bilden. Vorzugsweise geschieht dies mittels der
Rahmenkonstruktion 101, wie oben beschrieben. Die einzelnen Module 100 können jedoch
auch (zusätzlich oder alternativ) untereinander verbunden sein, vorzugsweise durch
Kraft- und oder Formschluss im Bereich der seitlichen umlaufenden Gehäuseflächen,
an denen sich die Verkehrszeichen-Module 100 paarweise berühren, was in Fig. 5 allerdings
nicht genauer dargestellt ist. So ergibt sich aus einer Mehrzahl kleiner Grund- oder
Basisschilder ein erfindungsgemäß zusammengesetztes Verkehrsschild 1. Die Anzahl der
Einzelschilder oder Module 100 ist nicht auf vier und die Gesamtanordnung nicht auf
eine Quadratform beschränkt.
[0042] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Vorderansicht des zusammengesetzten Verkehrsschildes
1 gemäß Fig. 5.
[0043] Fig. 7 zeigt ein zusammengesetztes Verkehrsschild 1 analog zu Fig. 5, jedoch aus
zwei rechteckigen Modulen 1.
[0044] Fig. 8 zeigt eine perspektivische Vorderansicht des zusammengesetzten Verkehrsschildes
1 gemäß Fig. 7.
[0045] Fig. 9 zeigt die Rückseite des zusammengesetzten Verkehrsschildes 1 gemäß Fig. 5.
Die vier Steuerungselektroniken 105 der einzelnen Verkehrszeichen-Module 100 (vgl.
Fig. 1), wie aus der
DE 20 2013 102 413 U1 bekannt, sind separat mit einer zentralen Steuerungs- und Energieversorgungseinheit
106 elektrisch leitend verbunden, insbesondere verkabelt. Die zentrale Steuerungs-
und Energieversorgungseinheit 106 steuert den Betrieb des zusammengesetzten Verkehrsschildes
1.
[0046] Fig. 10 zeigt exemplarisch die frontseitige Anzeigefläche (Frontseite oder Frontfläche)
10 eines quadratischen zusammengesetzten Verkehrsschildes 1. Die Maßeinheiten zeigen
beispielhaften Abmessungen in Millimetern.
[0047] Fig. 11 zeigt, frontal und seitlich gesehen, das zusammengesetzte Verkehrsschild
1 aus Fig. 5 im Betrieb mit einer Aufstellvorrichtung 200, wie sie aus der der
DE 20 2014 104 659 U1 oder der
DE 20 2013 102 413 U1 bekannt ist, an der das Verkehrsschild 1 mit seiner Rahmenkonstruktion 101 aufgehängt
und befestigt ist.
[0048] Fig. 12 zeigt abschließend, ebenfalls frontal und seitlich gesehen, das zusammengesetzte
Verkehrsschild 1 aus Fig. 7 im Betrieb mit einer Aufstellvorrichtung 200, wie sie
aus der der
DE 20 2014 104 659 U1 oder der
DE 20 2013 102 413 U1 bekannt ist, an der das Verkehrsschild 1 mit seiner Rahmenkonstruktion 101 aufgehängt
und befestigt ist.
1. Verkehrszeichen (1), welches an seiner Frontseite (10) visuelle Darstellungen, wie
Zeichen, Symbole, Schriften etc., anzeigt, umfassend eine Mehrzahl von Verkehrszeichen-Modulen
(100), jeweils aufweisend:
eine mit Leuchtmitteln (2) zum Erzeugen der visuellen Darstellungen bestückte Platine
(3);
eine in Abstrahlungsrichtung der Leuchtmittel (2) vor der Platine (3) angeordnete
Frontplatte (5, 102), die mit Durchbrüchen (6) für einen Durchtritt des von den Leuchtmitteln
(2) ausgesandten Lichts (L) versehen ist;
optional eine Schutzscheibe (4), die für von den Leuchtmitteln (2) ausgesandtes Licht
(L) zumindest teilweise durchsichtig ausgebildet und die zwischen den Leuchtmitteln
(2) und der Frontplatte (5) angeordnet ist; und
ein Schildgehäuse (102, 103), welches die Leuchtmittel (2), die Platine (3) und optional
die Schutzscheibe (4) aufnimmt,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verkehrszeichen-Module (100) in einer Ebene nebeneinander angeordnet und miteinander
verbunden sind, wobei ihre Frontplatten (5, 102) die Frontseite (10) des Verkehrszeichens
(1) bilden.
2. Verkehrszeichen (1) nach Anspruch 1, bei dem die Frontplatte (102) Teil des Schildgehäuses
ist.
3. Verkehrszeichen (1) nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Verkehrszeichen-Module (100)
über die Schildgehäuse miteinander verbunden sind.
4. Verkehrszeichen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Verkehrszeichen-Module
(100) lösbar miteinander verbunden sind, vorzugsweise kraftschlüssig, insbesondere
magnetisch, und/oder formschlüssig, höchst vorzugsweise durch eine außen umlaufende
Rahmenkonstruktion (101), insbesondere gemäß DE 20 2013 102 413 U1, miteinander verbunden
sind.
5. Verkehrszeichen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem zumindest einige der
Platinen (3) oder Steuerungseinheiten (105) der einzelnen Verkehrszeichen-Module (100)
separat an eine zentrale elektrische Steuer- und/oder Versorgungseinheit (106) angeschlossen
sind und/oder bei dem zumindest einige der Platinen (3) oder Steuerungseinheiten (105)
der einzelnen Verkehrszeichen-Module (100) elektrisch und/oder steuerungstechnisch
miteinander verschaltet sind.
6. Verkehrszeichen-Modul (100), zur Herstellung eines zusammengesetzten Verkehrszeichens
(1) nach einem der vorhergehende Ansprüche oder zur Einzel-Verwendung als Verkehrszeichen
(1), aufweisend:
eine mit Leuchtmitteln (2) zum Erzeugen der visuellen Darstellungen bestückte Platine
(3);
eine in Abstrahlungsrichtung der Leuchtmittel (2) vor der Platine (3) angeordnete
Frontplatte (5), die mit Durchbrüchen (6) für einen Durchtritt des von den Leuchtmitteln
(2) ausgesandten Lichts (L) versehen ist; und
eine Schutzscheibe (4), die für von den Leuchtmitteln (2) ausgesandtes Licht (L) zumindest
teilweise durchsichtig ausgebildet und die zwischen den Leuchtmitteln (2) und der
Frontplatte (5) angeordnet ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schutzscheibe (4) Ausformungen (4a) aufweist, die sich in die Durchbrüche (6)
der Frontplatte (5) hinein erstrecken, wobei vorzugsweise eine Außenkontur der Ausformungen
(4a) einer Innenkontur der Durchbrüche (6) entspricht.
7. Verkehrszeichen-Modul (100) nach Anspruch 6, bei dem innerhalb der einzelnen Ausformungen
(4a) in Richtung der Platine (3) ein Freiraum (4b) definiert ist, in den sich vorzugsweise
jeweils ein Leuchtmittel (2) zumindest teilweise hinein erstreckt.
8. Verkehrszeichen-Modul (100) nach Anspruch 6 oder 7, bei dem die Schutzscheibe (4)
in Kunststoff ausgebildet ist, während die Frontplatte (5) in Metall vorzugsweise
Aluminium ausgebildet ist, wobei höchst vorzugsweise die Schutzscheibe (4) dünner
als die Frontplatte (5) ausgebildet ist.
9. Verkehrszeichen-Modul (100) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei dem die Schutzscheibe
(4) mehrteilig in Form von einzelnen Flächensegmenten ausgebildet ist, bei dem vorzugsweise
ein jeweiliges Flächensegment eine Ausformung (4a) oder mehrere Ausformungen (4a)
aufweist.
10. Verkehrszeichen-Modul (100) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, bei dem die Schutzscheibe
(4) oder deren Flächensegmente gemäß Anspruch 9 mit einer der Platine (3) zugewandten
Rückseite der Frontplatte (5) verbunden sind, vorzugsweise stoffschlüssig, höchst
vorzugsweise verklebt.
11. Verkehrszeichen-Modul (100) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, bei dem wenigstens
einige der Ausformungen (4a) bündig mit einer der Platine (3) abgewandten Vorderseite
der Frontplatte (5) abschließen.
12. Verkehrszeichen-Modul (100) nach einem der Ansprüche 6 bis 11, bei dem wenigstens
einige der Ausformungen gegenüber einer Vorderseite der Frontplatte (5) vorstehen.
13. Verkehrszeichen-Modul (100) nach einem der Ansprüche 6 bis 12, mit einem Schildgehäuse
(102, 103), welches die Leuchtmittel (2), die Platine (3) und die Schutzscheibe (4)
aufnimmt.
14. Verkehrszeichen-Modul (100) nach einem der Ansprüche 6 bis 13, welches abgesehen von
der Schutzscheibe (4) so ausgebildet ist, wie in der DE 20 2015 104 168 U1 oder der
DE 20 2014 105 255 U1 offenbart.
15. Verkehrszeichen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder Verkehrszeichen-Modul (100)
nach einem der Ansprüche 6 bis 14, mit einer Aufstellvorrichtung (200), wie in der
DE 20 2014 104 659 U1 offenbart.