[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung für einen Hochspannungs-Leistungsschalter mit
wenigstens einem beweglichen elektrischen Kontaktstück einer Unterbrechereinheit,
wobei das wenigstens eine bewegliche Kontaktstück an einer Schaltstange angeordnet
ist sowie ein Verfahren zum Antreiben des wenigstens einen beweglichen elektrischen
Kontaktstücks, wobei das Kontaktstück über die Schaltstange bewegt wird. Ein Beispiel
von Hochspannungs-Leistungsschalter wird in der
DE-U-29824462 offenbart.
[0002] Hochspannungs-Leistungsschalters werden zum Schalten hoher Spannungen und Ströme
verwendet, insbesondere im Bereich von bis zu einigen 10˙000 V und von bis zu einigen
1˙000 A. Dazu umfasst eine Unterbrechereinheit elektrische Kontakte, z.B. einen Nennstrom-
und/oder einen Lichtbogenkontakt, mit jeweils zwei Kontaktstücken, oder nur einen
Kontakt, mit zwei Nennstromkontaktstücken. Ein erstes Kontaktstück des jeweiligen
Kontakts kann räumlich fest und ein zweites Kontaktstück des gleichen Kontakts kann
beweglich im Leistungsschalter angeordnet sein. Es können auch beide Kontaktstücke
zum elektrischen Ein- und Ausschalten beweglich angeordnet sein. Wesentlich für den
Schaltvorgang, d.h. das elektrische Trennen oder Verbinden des Kontakts, ist die relative
Bewegung der zwei Kontaktstücke eines Kontakts aufeinander zu oder voneinander weg.
[0003] Hochspannungs-Leistungsschalter können ein Schaltgas, z.B. SF
6, enthalten oder nach Art einer Vakuumröhre aufgebaut sein. Die Unterbrechereinheit
ist von einem Gehäuse umgeben und das Gehäuse ist gasdicht gegenüber der Umwelt abgeschlossen
bzw. abgedichtet. Das gasdichte Gehäuse ist mit Schaltgas befüllt, oder evakuiert
um ein Vakuum im Gehäuse zu erzeugen. Durch die Wirkung des Schaltgases oder Vakuums
wird das Brennen eines Lichtbogens zwischen den Kontaktstücken beim Schalten gehemmt
und/oder gelöscht.
[0004] Das oder die beweglichen Kontaktstücke sind über eine kinematische Kette z.B. mit
einem Getriebe und/oder einem Antrieb mechanisch verbunden. Ein Antrieb kann z.B.
in Form eines Motors oder eines Federspeichers ausgebildet sein, und mechanische Energie
beim Schalten für die Bewegung von elektrischen Kontaktstücken bereitstellen. Eine
Schaltstange als Teil der kinematischen Kette kann dabei zur Übertragung der Bewegungsenergie
in das Gehäuse, auf die beweglichen Kontaktstücke verwendet werden. Die Schaltstange
ist mit den beweglichen Kontaktstücken im Gehäuse verbunden, direkt und/oder über
z.B. Hebelelemente, Getriebeteile und/oder andere Umlenkeinrichtungen.
[0005] Die Abdichtung des Innenraums des Gehäuses im Bereich der Schaltstange, z.B. mittels
Drehdurchführungen, sowie die Art der Kraftumlenkung, z.B. über Hebel- und Getriebeteile
vom Antrieb auf die Schaltstange, führt in der Regel zu einer insbesondere leichten
Pendelbewegung der Schaltstange. In Leistungsschaltern mit Vakuum-Unterbrechereinheit,
d.h. nach Art einer Vakuumröhre, sind Pendelbewegungen zu vermeiden. Verwendete Federbalg-Abdichtungen
sind nicht langzeitstabil bei Torsionsbelastung, d.h. können beschädigt oder zerstört
werden durch Pendelbewegungen. Ein in einer Vakuumröhre enthaltene Federbalg erfordert
eine möglichst exakte und lineare Führung durch die Schaltstange.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Vermeidung bzw. Reduzierung der zuvor
beschriebenen Probleme. Insbesondere ist es Aufgabe eine Anordnung für einen Hochspannungs-Leistungsschalter
anzugeben, welche weniger Bauteile bzw. Elemente aufweist als übliche Anordnungen
zum Antreiben beweglicher Kontaktstücke der Unterbrechereinheit des Hochspannungs-Leistungsschalters,
geringere Kosten verursacht, und eine höhere Zuverlässigkeit und Haltbarkeit aufweist.
Insbesondere in Vakuum-Röhren ist es Aufgabe die Bewegungsenergie über eine Schaltstange
vom Außenbereich in den Innenbereich der Vakuum-Röhre zu übertragen, bei Gewährleistung
der langzeitstabilen Dichtheit der Vakuum-Röhre insbesondere abgedichtet über einen
Federbalg, ohne Beschädigung oder Zerstörung des Federbalgs mit der Zeit durch Pendelbewegungen
der Schaltstange. Desweiteren ist es Aufgabe ein Verfahren zum Antreiben wenigstens
eines beweglichen elektrischen Kontaktstücks eines Hochspannungs-Leistungsschalters
anzugeben, welches die zuvor beschrieben Probleme analog der Anordnung vermeidet.
[0007] Die angegebene Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Anordnung für einen Hochspannungs-Leistungsschalter
mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 und/oder durch ein Verfahren zum Antreiben
wenigstens eines beweglichen elektrischen Kontaktstücks eines Hochspannungs-Leistungsschalters,
insbesondere unter Verwendung der zuvor beschriebenen Anordnung, gemäß Patentanspruch
12 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Anordnung und/oder des
erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen angegeben. Dabei sind Gegenstände
der Hauptansprüche untereinander und mit Merkmalen von Unteransprüchen sowie Merkmale
der Unteransprüche untereinander kombinierbar.
[0008] Eine erfindungsgemäße Anordnung für einen Hochspannungs-Leistungsschalter umfasst
wenigstens ein bewegliches elektrisches Kontaktstück einer Unterbrechereinheit, wobei
das wenigstens eine bewegliche Kontaktstück an einer Schaltstange angeordnet ist.
Die Schaltstange ist beweglich zwischen dem Außenbereich und dem Innenbereich des
Gehäuses der Unterbrechereinheit gelagert, mit einer ausschließlich linearen Führung
der Schaltstange.
[0009] Die Lagerung der Schaltstange, mit einer ausschließlich linearen Führung verhindert
bzw. unterbindet Pendelbewegungen der Schaltstange. Insbesondere in Vakuum-Röhren,
z.B. mit Federbalg wird durch die Unterbindung von Pendelbewegungen der Schaltstange
eine langzeitstabile Dichtheit ohne Beschädigung oder Zerstörung des Federbalgs mit
der Zeit gewährleistet. Bewegungsenergie wird über die Schaltstange vom Außenbereich
in den Innenbereich des Hochspannungs-Leistungsschalters übertragen, ohne dass Drehdurchführungen
verwendet werden. Drehdurchführungen weisen in der Regel eine Vielzahl an Teilen bzw.
Elementen auf und sind schwierig gasdicht abzudichten, insbesondere bei hohen Druckunterschieden
von mehreren bar zwischen Außenbereich und Innenbereich. Durch Einsparung von Drehdurchführungen
und durch die Verwendung einer linearen Führung insbesondere in Zusammenwirken mit
einem Felgenbalg, wird eine hohe Dichtheit, bei verringerten Kosten und verringerter
Teilezahl erreicht sowie eine hohe Langlebigkeit der Anordnung.
[0010] Die lineare Führung der Schaltstange kann eine Verdrehsicherung umfassen. Diese kann
z.B. durch einen beweglichen Körper gebildet sein, welcher linear beweglich in einer
Nut angeordnet ist. Eine linear bzw. gerade Nut ergibt eine lineare Bewegung des Körpers
in der Nut, und durch die starre Verbindung des Körpers mit der Schaltstange wird
eine Rotation der Schaltstange um ihre Längsachse verhindert. Es können auch zwei
einander an der Schaltstange gegenüberliegende, auf entgegengesetzten Seiten der Schaltstange
angeordnete Körper verwendet werden, welche in zwei einander gegenüberliegenden Nuten
beweglich angeordnet sind. Alternativ können auch mehr als zwei Körper-Nut-Paare verwendet
werden und/oder in einer Nute können mehrere mit der Schaltstange insbesondere starr
verbundene Körper angeordnet sein.
[0011] Der oder die beweglichen Körper können eine zylindrische Form aufweisen, insbesondere
eine Schraubenform. Die Schauben können in einem Gewindeloch in der Schaltstange eingeschraubt
sein. Alternativ können z.B. statt Schrauben auch andere Element, wie z.B. Bolzen
als Körper verwendet werden. Die Körper können auch aus dem Material der Schaltstange
gebildet sein, insbesondere in einem Stück aus der Schaltstange gebildet sein, z.B.
durch Formen der Schaltstange mit Ausbuchtungen. Die Schaltstange kann auch statt
rund z.B. rechteckig ausgebildet sein, und wie in einer Schiene in der Nut verlaufen.
Dazu kann im Bereich der Nut die Schaltstange einen größeren Durchmesser aufweisen
als in anderen Bereichen entlang ihrer Längsachse.
[0012] Die Unterbrechereinheit kann eine Vakuum-Unterbrechereinheit in einer Vakuumröhre
sein, insbesondere mit wenigstens einem Nennstromkontakt mit jeweils zwei Nennstrom-Kontaktstücken
und mit wenigstens einem Lichtbogenkontakt mit jeweils zwei Lichtbogenkontaktstücken.
Alternativ können auch nur Nennstromkontaktstücke verwendet werden.
[0013] Die Grundfläche der Schaltstange befindet sich, im Gegensatz zur Drehdurchführung,
außerhalb eines Gasraums des Hochspannungs-Leistungsschalters. Damit wirkt z.B. bei
Vakuum-Unterbrechereinheiten nur eine Druckkraft, welche durch den Druckunterschied
zwischen der Vakuum-Unterbrechereinheit und einem Atmosphärendruck entsteht, z.B.
im Bereich von 1 bar, und nicht eine Druckkraft, welche durch den Druckunterschied
zwischen einer Vakuum-Unterbrechereinheit und dem Gas- bzw. Druckraum definiert ist,
z.B. im Bereich von 3 bis 6 bar. Dadurch verringert sich die Antriebsenergie erheblich,
welche z.B. für einen Ausschaltvorgang notwendig ist. Ein kleiner dimensionierter
und kostengünstigerer Antrieb kann verwendet werden.
[0014] Die lineare Führung der Schaltstange kann in einem Stützfuß des Hochspannungs-Leistungsschalters
angeordnet sein und/oder im Bereich eines Schaltstangenfußes angeordnet sein. Durch
den beschriebenen Aufbau wird ein geringer Bauraum benötigt sowie Kosten und Material
gespart. Die Dichtfunktion kann in den Stützfuß integriert werden und durch eine lineare
Führung im Stützfuß wird eine bessere und langzeitstabile Dichtung erreicht, da eine
Pendelbewegung im Bereich der Dichtung im Stützfuß vermieden wird.
[0015] Im Bereich der linearen Führung der Schaltstange kann wenigstens ein Gleitlager angeordnet
sein. Das Gleitlager vermindert Reibungsverluste und ermöglicht eine Bewegung der
Schaltstange mit weniger Kraft als ohne Gleitlager.
[0016] Der Innenbereich des Gehäuses der Unterbrechereinheit kann über die Schaltstange
und einem zwischen der Schaltstange und dem Gehäuse angeordneten Dichtelement gasdicht
gegenüber dem Außenbereich abgedichtet sein, insbesondere mit einem Federbalg als
Dichtelement. Federbalge ermöglichen ein Abdichten bei hohen Druckunterschieden für
bewegliche Teile, sind Langlebig bei linearer Führung der Schaltstange ohne Pendelbewegungen,
sind kostengünstig und einfach im Aufbau.
[0017] Das Dichtelement, insbesondere der Federbalg, kann im Bereich des Schaltstangenfußes
angeordnet sein, insbesondere über eine konzentrisch angeordnete Radialdichtung mit
dem Schaltstangenfuß gasdicht mechanisch fest verbunden und/oder befestigt sein. Dies
ergibt einen kompakten Aufbau mit den zuvor beschriebenen Vorteilen.
[0018] Der Schaltstangenfuß der Schaltstange kann konzentrisch im Stützfuß des Gehäuses
und/oder zum Gleitlager angeordnet sein, insbesondere mit ausschließlich linear bewegbarer
Schaltsange entlang der Längsachse der Schaltstange. Dies ergibt ebenfalls, insbesondere
mit dem zuvor beschriebenen Aufbau einen kompakten Hochspannungs-Leistungsschalter
mit den zuvor beschriebenen Vorteilen.
[0019] Eine Gleithülse kann räumlich die Schaltstange umfassen, insbesondere mit einem Teil
mechanisch starr mit der Schaltstange im Bereich des Schaltstangenfußes verbunden,
insbesondere ausgebildet zur linearen Bewegung in Richtung Längsachse der Schalstange
in einer zylinderförmigen Ausnehmung des Stützfußes des Hochspannungs-Leistungsschalters.
Die Gleithülse verringert Reibung zwischen der Schaltstange und dem Stützfuß und reduziert
somit den Kraftaufwand zum Bewegen der Schaltstange und Schalten des Hochspannungs-Leistungsschalters.
Der Antrieb kann somit kleiner dimensioniert und kostengünstiger ausgebildet sein.
[0020] Zwischen dem Schaltstangenfuß und der zylinderförmigen Ausnehmung des Stützfußes
des Hochspannungs-Leistungsschalters kann ein Federbalg zur gasdichten Abdichtung
des Innenbereichs des Gehäuses der Unterbrechereinheit gegen den Außenbereich angeordnet
sein, insbesondere gasdicht befestigt an der zylinderförmigen Ausnehmung des Stützfußes
auf einer Seite zur Unterbrechereinheit hin und/oder gasdicht befestigt am Schaltstangenfuß
auf der entgegengesetzten Seite, insbesondere auf der Seite des zylindrischen Körpers.
Ein inverser Aufbau ist ebenfalls möglich, mit einem Federbalg insbesondere gasdicht
befestigt an der zylinderförmigen Ausnehmung des Stützfußes auf einer Seite von der
Unterbrechereinheit wegweisend und/oder gasdicht befestigt am Schaltstangenfuß auf
der Seite zur Unterbrechereinheit hin. Damit einhergehend ändert sich die Seite am
Federbalg mit auf den Federbalg einwirkenden Gasdruck, entsprechend des Innen- und
Außenraums des Gehäuses. Bei einem zylinderförmigen Federbalg herrscht beim ersten
Ausführungsbeispiel an der Außenseite des Federbalgs Gasdruck entsprechend dem Gasdruck
im Außenbereich des Gehäuses und an der Innenseite des Federbalgs herrscht ein Gasdruck
entsprechend dem Gasdruck im Innenbereich des Gehäuses. Beim letzteren Ausführungsbeispiel
herrscht am Federbalg an der Innenseite des Federbalgs Gasdruck entsprechend dem Gasdruck
im Außenbereich des Gehäuses und an der Außenseite des Federbalgs herrscht ein Gasdruck
entsprechend dem Gasdruck im Innenbereich des Gehäuses. Entsprechend mechanischen
und konstruktiven Erfordernissen, ergeben sich die jeweiligen Vorteile der beiden
Ausführungsbeispiele.
[0021] Ein Koppelelement kann an der Schaltstange vorgesehen sein, zum Koppeln mit der kinematischen
Kette des Hochspannungs-Leistungsschalters und/oder einem Getriebe und/oder einem
Antrieb, insbesondere an einem Ende der Schaltstange im Bereich des Schaltstangenfußes.
Über das Koppelelement sind mechanisch einfach und kostengünstig der Antrieb bzw.
weitere Elemente der kinematischen Kette an die Schaltstange mechanisch gekoppelt,
zum Übertragen der Bewegung auf die Schaltstange.
[0022] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Antreiben wenigstens eines beweglichen elektrischen
Kontaktstücks eines Hochspannungs-Leistungsschalters, insbesondere mit einer zuvor
beschriebenen Anordnung, umfasst, dass das wenigstens eine bewegliche Kontaktstück
über eine Schaltstange bewegt wird, und die Schaltstange ausschließlich linear entlang
der Längsachse der Schaltstange bewegt wird.
[0023] Zwischen der Schaltstange und dem Gehäuse des Hochspannungs-Leistungsschalters kann
ein Dichtelement, insbesondere ein Federbalg den evakuierten Innenbereich des Gehäuses
gasdicht abdichten.
[0024] Die Schaltstange kann beweglich zwischen dem Außenbereich und dem Innenbereich des
Gehäuses insbesondere im Bereich des Stützfußes gelagert werden, mit einer linearen
Führung der Schaltstange insbesondere über zylindrische Körper an der Schaltstange
geführt in Führungsnuten im Stützfuß, welche ein Verdrehen der Schaltstange insbesondere
in Form einer Rotation um die Längsachse der Schaltstange verhindern.
[0025] Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Antreiben wenigstens eines beweglichen
elektrischen Kontaktstücks eines Hochspannungs-Leistungsschalters nach Anspruch 13
sind analog den zuvor beschriebenen Vorteilen der Anordnung für einen Hochspannungs-Leistungsschalter
nach Anspruch 1 und umgekehrt.
[0026] Im Folgenden wird eine Anordnung mit einer Drehdurchführung nach dem Stand der Technik
schematisch in Figur 1 und ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ohne Drehdurchführung,
mit einer linearen Durchführung schematisch in den Figuren 2 und 3 dargestellt und
nachfolgend näher beschrieben.
[0027] Dabei zeigen die
- Figur 1
- schematisch in Schnittdarstellung eine Anordnung 1 für einen Hochspannungs-Leistungsschalter
mit einer Drehdurchführung durch ein Gehäuse 3 zum Antreiben einer Schaltstange 2
nach dem Stand der Technik, und
- Figur 2
- schematisch in Schnittdarstellung eine erfindungsgemäße Anordnung 1 für einen Hochspannungs-Leistungsschalter
mit einer beweglich zwischen dem Außenbereich 5 und dem Innenbereich 4 des Gehäuses
3 gelagerten Schaltstange 2 mit ausschließlich linearer Führung, und
- Figur 3
- schematisch einen Ausschnitt einer Aufsicht von der Unterseite der in Figur 2 dargestellten
Anordnung 1.
[0028] In Figur 1 ist schematisch in Schnittdarstellung eine Anordnung 1 für einen Hochspannungs-Leistungsschalter
nach dem Stand der Technik dargestellt, zum Antreiben eines beweglichen elektrischen
Kontaktstücks über eine Schaltstange 2, mit einer Drehdurchführung durch das Gehäuse
3 des Hochspannungs-Leistungsschalters bzw. einer Unterbrechereinheit 15. Die Drehdurchführung
umfasst eine Drehwelle 7 zur Übertragung einer Drehbewegung vom Außenbereich 5 in
den Innenbereich 4 des Gehäuses 3 des Hochspannungs-Leistungsschalters und ein Drehlager
mit Dichtungspaket 8 zum gasdichten Abdichten des Innenbereichs 4 gegenüber dem Außenbereich
5.
[0029] Ein Antrieb, z.B. ein Federspeicherantrieb oder ein elektrischer Motor, stellt Bewegungsenergie
zum Schalten des Hochspannungs-Leistungsschalters bereit. Der Antrieb ist der Einfachheit
halber in den Figuren nicht dargestellt. Über eine kinematische Kette wird die Bewegungsenergie
auf ein oder mehr bewegliche Kontaktstücke übertragen, um den oder die Kontakte der
Unterbrechereinheit zu Öffnen oder zu Schließen. Dabei wird der Hochspannungs-Leistungsschalter
geschaltet. Der Einfachheit halber ist in Figur 1 der oder die Kontakte mit Kontaktstücken
nicht dargestellt. Es kann z.B. ein Nennstromkontakt mit einem beweglichen Kontaktstück
und einem festen Kontaktstück als Unterbrechereinheit, oder es können zwei bewegliche
Kontaktstücke als Nennstromkontakt des Hochspannungs-Leistungsschalters umfasst sein.
Alternativ kann die Unterbrechereinheit, statt nur einen Nennstromkontakt einen Nennstromkontakt
und einen Lichtbogenkontakt umfassen. Jeder Kontakt kann z.B. jeweils ein bewegliches
und ein festes Kontaktstück umfassen, oder jeweils zwei bewegliche Kontaktstücke.
[0030] Das oder die beweglichen Kontaktstücke sind mechanisch direkt, insbesondere für eine
lineare Kraftwirkung, oder indirekt z.B. über ein Koppelgetriebe, insbesondere für
eine Kraftumlenkung, mit einer Schaltstange 2 verbunden. Die Schaltstange 2 und die
Kontaktstücke der Kontakte der Unterbrechereinheit 15 sind in einem Gehäuse 3 angeordnet.
Das Gehäuse ist im Innenbereich 4 mit einem Schaltgas, z.B. SF
6 insbesondere unter höherem Druck als im Außenbereich 5 befüllt. Bei Verwendung einer
Vakuum-Unterbrechereinheit in einer Vakuum-Röhre ist der Bereich der Vakuum-Unterbrechereinheit
evakuiert.
[0031] Die Schaltstange 2, als Teil der kinematischen Kette ist mit einem beweglichen Innenhebel
9 mechanisch verbunden, der über die Drehwelle 7 mit einem beweglichen Außenhebel
6 mechanisch verbunden ist. Der Außenhebel 6 ist z.B. über eine Stange und/oder ein
Getriebe mit dem Antrieb verbunden. Die Stange und das Getriebe sind analog dem Antrieb
der Einfachheit halber in den Figuren nicht dargestellt. Die Bewegungsenergie beim
Schalten wird vom Antrieb über die kinematische Kette, insbesondere über den Außenhebel
6, die Drehwelle 7, den Innenhebel 9 und die Schaltstange 2, auf das oder die beweglichen
Kontaktstücke übertragen. Bei einem Einschalten wird eine Bewegung durch die Schaltstange
in Richtung 10 übertragen, bei einem Ausschalten in entgegengesetzter Richtung. Dadurch
werden beim Einschalten die Kontaktstücke eines Kontakts aufeinander zu bewegt und
der elektrische Kontakt geschlossen. Bei einem Ausschalten werden die Kontaktstücke
eines Kontakts voneinander weg bewegt und der elektrische Kontakt wird geöffnet.
[0032] Die von der Drehwelle 7 über den Innenhebel 9 auf die Schaltstange 2 übertragene
Bewegung, welche eine Drehbewegung in eine Längsbewegung umwandelt, erzeugt eine Pendelbewegung
11 der Schaltstange 2, mit einer Komponente in senkrechter Richtung zur Längsachse
der Schaltstange 2. Je länger die Schaltstange 2 ist im Verhältnis zur Länge des Innenhebels
9, desto geringer ist die Komponente der Pendelbewegung 11 zur Schaltbewegung in Richtung
10 parallel zur Mittelachse der Unterbrechereinheit 15 bzw. des Gehäuses 3.
[0033] Das Gehäuse 3 umfasst einen Stützfuß 12, über welchen das Gehäuse 3 z.B. an einem
Rahmen zum Aufstellen des Hochspannungs-Leistungsschalters befestigt ist. An dem Rahmen
können mehrere Gehäuse 3 von Unterbrechereinheiten sowie der Antrieb und/oder Elemente
der kinematischen Kette befestigt sein. Die Unterbrechereinheit 15 ist z.B. in einem
im Wesentlichen zylinderförmigen Isolatorgehäuse angeordnet, welches im Unteren Bereich
an dem Stützfüß 12 befestigt ist bzw. durch diesen gehalten wird. Ein Gehäuseunterteil
13, z.B. aus einem gusseisernen Material, schließt das Gehäuse 3 im unteren Bereich
gasdicht ab. In dem Gehäuseunterteil 13 ist die Drehdurchführung mit der Drehwelle
7 und dem Drehlager mit Dichtungspaket 8 angeordnet und über den Innenhebel 9 mit
der Schaltstange 2 im Bereich des Schaltstangenfußes bzw. am unteren Ende der Schaltstange
2 verbunden.
[0034] Somit ist die Schaltstange 2 mit dem oder den Kontakten vollständig im Innenbereich
4 des gasdichten Gehäuses 3 angeordnet und eine Pendelbewegung 11 der Schaltstange
2 hat keinen Einfluss auf die Gasdichtheit der Unterbrechereinheit bzw. des Gehäuses
3 der Unterbrechereinheit. Die Dichtungswirkung wird durch das Dichtungspaket des
Drehlagers 8 bestimmt. Ein Aufbau für hohe Druckunterschiede vom Innenbereich 4 zum
Außenbereich 5 kann teuer und aufwendig sein, oder ab einer bestimmten Druckdifferenz
nicht möglich sein. Es sind durch die Drehdurchführung eine große Zahl von Teilen
bzw. Elementen in der kinematischen Kette notwendig, z.B. Hebel 6, 9 und Wellen 7
mit Drehlager 8 und Dichtungspaket. Dies macht den Aufbau kompliziert, teuer und materialaufwendig
sowie schwer. Die Schaltstange muss eine große Länge aufweisen, um den Einfluss der
Pendelbewegung 11 auf das Schalten und die Kontaktstücke zu minimieren. Die Pendelbewegung
11 kann bei häufigem Schalten zu einer Beschädigung der Kontaktstücke führen, und
nur Kontaktstücke mit speziellem Design können verwendet werden, insbesondere mit
geringer Kontaktfläche im Verhältnis zur Kontaktstücklänge, oder abgerundete Kontaktstücke.
[0035] Zur Vermeidung der zuvor beschriebenen Nachteile der Anordnung nach dem Stand der
Technik, insbesondere nach Fig. 1, umfasst eine erfindungsgemäße Anordnung ausschließlich
eine lineare Führung der Schaltstange bzw. verhindert eine Pendelbewegung der Schaltstange
2. In Figur 2 ist eine erfindungsgemäße Anordnung 1 schematisch in Schnittdarstellung
dargestellt, mit einer beweglich zwischen dem Außenbereich 5 und dem Innenbereich
4 des Gehäuses 3 gelagerten Schaltstange 2, welche ausschließlich linear geführt ist
bzw. ausschließlich eine Linearbewegung ohne Pendelbewegung ausführt.
[0036] In einem Gehäuse 3 ist eine Unterbrechereinheit 15, insbesondere eine Vakuum-Unterbrechereinheit
angeordnet, welche zwei Kontaktstücke umfasst. In dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist ein Kontaktstück fest und ein Kontaktstück 14 beweglich angeordnet, alternativ
können auch beide Kontaktstücke beweglich angeordnet sein. Es können neben den dargestellten
Nennstromkontaktstücken auch Nenn- und Lichtbogenkontaktstücke umfasst sein, was der
Einfachheit halber in den Figuren nicht dargestellt ist.
[0037] Das bewegliche Kontaktstück 14 ist an der Schaltstange 2, insbesondere an einem Ende
der Schaltstange 2 im Gehäuse 3 befestigt. Die Schaltstange 2 wird bei einer Einschaltbewegung
in Richtung 10, ausschließlich parallel zur Längsachse der Schaltstange 2 bewegt.
Bei einer Ausschaltbewegung wird das bewegliche Kontaktstück 14 mit der Schaltstange
2 in die entgegengesetzte Richtung zur Richtung 10 bewegt.
[0038] Auf der entgegengesetzten Seite der Schaltstange 2, gegenüberliegend zur Seite mit
dem beweglichen Kontaktstück 14, am Ende der Schaltstange 2 außerhalb des Gehäuses
3, ist ein Koppelelement 25 angeordnet. Über das Koppelelement 25 ist die Schaltstange
2 mit weiteren Elementen der kinematischen Kette und dem Antrieb verbunden, was der
Einfachheit halber in den Figuren nicht dargestellt ist. Über das Koppelelement 25
wird in Richtung 10 oder in entgegengesetzter Richtung eine Bewegung, welche vom Antrieb
bereitgestellt wird, auf die Schaltstange 2 übertragen.
[0039] Das Gehäuse 3 umfasst neben einem elektrischen Isolator, insbesondere einem im Wesentlichen
rohrförmigen Isolator mit z.B. Rippen auf der Außenseite, einen Stützfuß 12, welcher
am unteren Ende des Isolators angeordnet ist und über welchen der z.B. rohrförmige
Isolator senkrecht aufgestellt ist. Der Isolator ist z.B. aus einer Keramik, einem
Silikon- oder einem Verbundmaterial. Der Stützfuß 12 ist z.B. aus einem Metall, insbesondere
Gusseisen oder Stahl. Der Isolator ist z.B. in den Stützfuß 12 gasdicht eingeklebt
oder eingegossen. Eine Hohlrohr- bzw. hülsenförmige durchgehende Ausnehmung 24 ist
in dem Stützfuß 12, insbesondere zentralsymmetrisch um die Mittelachse 26 des Stützfußes
12, ausgebildet. Die Schaltstange 2 ist durch die Ausnehmung 24 durchgeführt, vom
Außenbereich 5 in den Innenbereich 4 des Gehäuses 3. Die Schaltstange 2 wird von einer
Gleithülse 22 umfasst und gasdicht eingeschlossen. Die Gleithülse 22 ist derart ausgebildet,
dass sie in der Ausnehmung 24 des Stützfußes 12 sich entlang der Längsachse 26 der
Schaltstange 2 bzw. der deckungsgleichen Mittelachse 26 des Stützfußes 12 bewegt bei
Bewegung der Schaltstange 2.
[0040] Zwischen der Schaltstange 2, oder der Gleithülse 22, und der Ausnehmung 24 im Stützfuß
12 ist ein Dichtelement, insbesondere ein Federbalg 20 angeordnet bzw. angebracht.
Der Federbalg 22 in Verbindung mit der Schaltstange 2 dichtet die Ausnehmung des Stützfußes
12 gasdicht ab und grenzt somit den Innenbereich 4 des Gehäuses 3 gegen den Außenbereich
5 ab. Der Innenbereich 4 kann mit einem Schaltgas, z.B. SF
6 befüllt sein, oder z.B. auf Vakuumniveau, d.h. evakuiert sein. Es sind auch Aufbauten
möglich, bei denen das Gehäuse 2 mit einem Isoliergas befüllt ist und/oder in dem
Gehäuse 2 eine evakuierte Vakuum-Röhre mit den Kontaktstücken der Unterbrechereinheit
15 angeordnet ist. Der Federbalg 20 kann, wie in Fig. 2 dargestellt ist, am Schaltstangenfuß
18 der Schaltstange 2, d.h. am unteren Ende der Schaltstange 2, insbesondere über
einen Dichtungsflansch 23 mit der Schaltstange 2 gasdicht fest verbunden sein. Auf
der gegenüberliegenden Seite eines im Wesentlichen zylinderförmigen Federbalgs 20
kann der Federbalg 20 mit der Ausnehmung des Stützfußes 12 gasdicht fest verbunden
sein, insbesondere am Ende der Ausnehmung zu den Kontaktstücken hin.
[0041] Die Schaltstange 2 kann im Bereich des Schaltstangenfußes 18 analog einem Kolben
ausgebildet sein und sich in der insbesondere im Wesentlichen zylinderförmigen Ausnehmung
des Stützfußes 12 bewegen, mit einer Radialdichtung 21 abgedichtet zwischen Ausnehmung
24 und Schaltstangenfuß 18. Im Schaltstangenfuß 18 können Körper 17 angeordnet sein,
z.B. in Form von Schrauben in den Schaltstangenfuß 18 eingeschraubt auf gegenüberliegenden
Seiten auf einer Umfangslinie des Schaltstangenfußes 18, wobei die Schraubenköpfe
aus der Schaltstange radial herausragen. Diese Körper 17 bewegen sich mit der Schaltstange
2 mit und können in insbesondere geraden Nuten 16 bzw. Vertiefungen in der Ausnehmung
24 des Stützfußes 12 bzw. im Stützfuß 12 analog Straßenbahnrädern in Straßenbahnschienen
sich bewegen. Dadurch ist eine Verdrehsicherung der Schaltstange 2 gegeben, d.h. die
Schaltstange kann durch die Führung sich nicht um ihre Achse 26 drehen.
[0042] Durch die zylinderförmige Gleithülse 22 und/oder der zylinderförmigen Schaltstange
2, welche in einer zylinderförmigen Ausnehmung des Stützfußes 12 beweglich, insbesondere
auf einer Seite zu den Kontaktstücken hin gelagert ist, und/oder der linearen Führung,
umfassend die Körper 17 in den linearen Nuten 16, insbesondere angeordnet auf der
Seite von den Kontaktstücken weg, ist eine lineare Führung der Schaltstange 2 gegeben.
Die Bewegung der Schalstange 2 erfolgt ausschließlich in Richtung 10 oder in entgegengesetzter
Richtung entlang der Längsachse 26 der Schaltstange 2, ohne Pendelbewegung. Die Verdrehsicherung
verhindert ein Verdrehen der Schaltstange 2 bei der Bewegung. Dadurch wird die Abdichtung
in Form eines Federbalgs 20 nur in Längsrichtung des Federbalgs 20 belastet, was eine
gute, langzeitstabile gasdichte Abdichtung des Innenbereichs 4 gegen den Außenbereich
5 des Gehäuses 3 gewährleistet.
[0043] In Figur 3 ist schematisch ein Ausschnitt einer Aufsicht von der Unterseite der in
Figur 2 dargestellten Anordnung 1 dargestellt. Das Koppelelement 25 am unteren Ende
der Schaltstange 2, zum Ankoppeln von Elementen der kinematischen Kette zum Antrieb
hin, ist auf der Grundfläche der zylinderförmigen Schaltstange 2 bzw. des zylinderförmigen
Schaltstangenfußes 18 angeordnet. Der im Wesentlichen zylinderförmigen Schaltstangenfuß
18, ausgebildet analog einem Kolben in einem Verbrennungsmotor, ist in der zylinderförmigen
Ausnehmung im Stützfuß 12 mechanisch schlüssig angeordnet, und eine Verdrehsicherung,
umfassend die Körper 17 in den Nuten 16 beweglich angeordnet, verhindert eine Rotationsbewegung
der Schaltstange 2 um ihre Längsachse 26. Die Schaltstange 2 führt beim Schalten des
Hochspannungs-Leistungsschalters ausschließlich eine lineare Bewegung senkrecht zur
Zeichenebene in Fig. 3 aus, beim Einschalten in die Zeichenebene hinein und beim Ausschalten
aus der Zeichenebene heraus. Pendelbewegungen der Schaltstange 2, mit Bewegungskomponenten
in Richtung parallel zur Zeichenebene, sind durch die lineare Führung bzw. Lagerung
der Schaltstange 2 in der Ausnehmung 24 des Stützfußes 12 unterdrückt bzw. nicht möglich.
[0044] Die zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele können untereinander kombiniert werden
und/oder können mit dem Stand der Technik kombiniert werden.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Anordnung für einen Hochspannungs-Leistungsschalter
- 2
- Schaltstange
- 3
- Gehäuse
- 4
- Innenbereich
- 5
- Außenbereich
- 6
- Außenhebel
- 7
- Drehwelle
- 8
- Drehlager mit Dichtungspaket
- 9
- Innenhebel
- 10
- Bewegungsrichtung entlang der Längsrichtung der Schaltstange
- 11
- Pendelbewegung der Schaltstange
- 12
- Stützfuß
- 13
- Gehäuseunterteil mit Durchführung für Elemente der kinematischen Kette
- 14
- bewegliches Kontaktstück
- 15
- Unterbrechereinheit
- 16
- Nut
- 17
- Körper
- 18
- Schaltstangenfuß
- 19
- Gleitlager
- 20
- Federbalg
- 21
- Radialdichtung
- 22
- Gleithülse
- 23
- Dichtungsflansch des Federbalg
- 24
- zylinderförmige Ausnehmung
- 25
- Koppelelement
- 26
- Längsachse der Schaltstange
1. Anordnung (1) für einen Hochspannungs-Leistungsschalter mit wenigstens einem beweglichen
elektrischen Kontaktstück (14) einer Unterbrechereinheit (15), wobei das wenigstens
eine bewegliche Kontaktstück (14) an einer Schaltstange (2) angeordnet ist, und die
Schaltstange (2) beweglich zwischen dem Außenbereich (5) und dem Innenbereich (4)
des Gehäuses (3) der Unterbrechereinheit (15) gelagert ist, mit einer ausschließlich
linearen Führung der Schaltstange (2),
dadurch gekennzeichnet, dass
die lineare Führung der Schaltstange (2) eine Verdrehsicherung umfasst, mit einem
in einer Nut (16) beweglichen Körper (17), welcher starr mit der Schaltstange (2)
verbunden ist.
2. Anordnung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der bewegliche Körper (17) eine zylindrische Form aufweist, insbesondere eine Schraubenform.
3. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Unterbrechereinheit (15) eine Vakuum-Unterbrechereinheit in einer Vakuumröhre
ist, insbesondere mit wenigstens einem Nennstromkontakt mit jeweils zwei Nennstrom-Kontaktstücken
und mit wenigstens einem Lichtbogenkontakt mit jeweils zwei Lichtbogenkontaktstücken.
4. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die lineare Führung der Schaltstange (2) in einem Stützfuß (12) des Hochspannungs-Leistungsschalters
angeordnet ist und/oder im Bereich eines Schaltstangenfußes (18) angeordnet ist.
5. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Bereich der linearen Führung der Schaltstange (2) wenigstens ein Gleitlager (19)
angeordnet ist.
6. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Innenbereich (4) des Gehäuses (3) der Unterbrechereinheit (15) über die Schaltstange
(2) und einem zwischen der Schaltstange (2) und dem Gehäuse (3) angeordneten Dichtelement
gasdicht gegenüber dem Außenbereich (5) abgedichtet ist, insbesondere mit einem Federbalg
(20) als Dichtelement.
7. Anordnung (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Dichtelement, insbesondere der Federbalg (20), im Bereich des Schaltstangenfußes
(18) angeordnet ist, insbesondere über eine konzentrisch angeordnete Radialdichtung
(21) mit dem Schaltstangenfuß (18) gasdicht mechanisch fest verbunden und/oder befestigt
ist.
8. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schaltstangenfuß (18) der Schaltstange (2) konzentrisch im Stützfuß (12) des Gehäuses
(3) und/oder konzentrisch zum Gleitlager (19) angeordnet ist, insbesondere mit ausschließlich
linear bewegbarer Schaltsange (2) entlang der Längsachse der Schaltstange (2).
9. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Gleithülse (22) räumlich die Schaltstange (2) umfasst, welche insbesondere mit
einem Teil mechanisch starr mit der Schaltstange (2) im Bereich des Schaltstangenfußes
(18) verbunden ist, insbesondere ausgebildet zur linearen Bewegung in Richtung der
Längsachse (26) der Schalstange (2) in einer zylinderförmigen Ausnehmung (24) des
Stützfußes (12) des Hochspannungs-Leistungsschalters.
10. Anordnung (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem Schaltstangenfuß (18) und der zylinderförmigen Ausnehmung (24) des Stützfußes
(12) des Hochspannungs-Leistungsschalters ein Federbalg (20) zur gasdichten Abdichtung
des Innenbereichs (4) des Gehäuses (3) der Unterbrechereinheit (15) gegen den Außenbereich
(5) angeordnet ist, insbesondere gasdicht befestigt an der zylinderförmigen Ausnehmung
(24) des Stützfußes (12) auf einer Seite zur Unterbrechereinheit (15) hin und/oder
gasdicht befestigt am Schaltstangenfuß (18) auf der entgegengesetzten Seite, insbesondere
auf der Seite des Körpers (17).
11. Anordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Koppelelement (25) an der Schaltstange (2) vorgesehen ist, zum Koppeln mit der
kinematischen Kette des Hochspannungs-Leistungsschalters und/oder einem Getriebe und/oder
einem Antrieb, insbesondere an einem Ende der Schaltstange (2) im Bereich des Schaltstangenfußes
(18).
12. Verfahren zum Antreiben wenigstens eines beweglichen elektrischen Kontaktstücks (14)
eines Hochspannungs-Leistungsschalters mit einer Anordnung (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 11, wobei das wenigstens eine bewegliche Kontaktstück (14) über eine Schaltstange
(2) bewegt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schaltstange (2) ausschließlich linear entlang der Längsachse (26) der Schaltstange
(2) bewegt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen Schaltstange (2) und Gehäuse (3) des Hochspannungs-Leistungsschalters ein
Dichtelement, insbesondere ein Federbalg (20) den evakuierten Innenbereich (4) des
Gehäuses (3) gasdicht abdichtet.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schaltstange (2) beweglich zwischen dem Außenbereich (5) und dem Innenbereich
(4) des Gehäuses (3) insbesondere im Bereich des Stützfußes (12) gelagert wird, mit
einer linearen Führung der Schaltstange (2) insbesondere über Körper (17) an der Schaltstange
(2) geführt in Führungsnuten (16) im Stützfuß (12), welche ein Verdrehen der Schaltstange
(2) insbesondere in Form einer Rotation um die Längsachse (26) der Schaltstange (2)
verhindern.
1. Arrangement (1) for a high-voltage circuit breaker, having at least one movable electric
contact piece (14) of an interrupter unit (15), wherein the at least one movable contact
piece (14) is arranged on a switch rod (2), and the switch rod (2) is movably mounted
between the outer region (5) and the inner region (4) of the housing (3) of the interrupter
unit (15), with an exclusively linear control of the switch rod (2) characterized in that
the linear control of the switch rod (2) comprises an anti-twist mechanism, having
a body (17) which is movable in a groove (16), which is rigidly connected to the switch
rod (2).
2. Arrangement (1) according to Claim 1,
characterized in that
the movable body (17) has a cylindrical form, in particular a screw form.
3. Arrangement (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the interrupter unit (15) is a vacuum interrupter unit in a vacuum tube, in particular
having at least one nominal current contact having two nominal current contact pieces
in each case and having at least one arcing contact having two arcing contact pieces
in each case.
4. Arrangement (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the linear control of the switch rod (2) is arranged in a supporting foot (12) of
the high-voltage circuit breaker and/or is arranged in the region of a switch rod
foot (18).
5. Arrangement (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
at least one slide bearing (19) is arranged in the region of the linear control of
the switch rod (2).
6. Arrangement (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the inner region (4) of the housing (3) of the interrupter unit (15) is sealed in
a gas-tight manner with respect to the outer region (5) via the switch rod (2) and
a sealing element arranged between the switch rod (2) and the housing (3), in particular
with a bellows (20) as the sealing element.
7. Arrangement (1) according to Claim 6,
characterized in that
the sealing element, in particular the bellows (20), is arranged in the region of
the switch rod foot (18), in particular is connected and/or fastened in a mechanically
fixed manner to the switch rod foot (18) in a gas-tight manner via a concentrically
arranged radial seal (21).
8. Arrangement (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the switch rod foot (18) of the switch rod (2) is arranged concentrically in the supporting
foot (12) of the housing (3) and/or concentrically to the slide bearing (19), in particular
with an exclusively linearly movable switch rod (2) along the longitudinal axis of
the switch rod (2).
9. Arrangement (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
a sliding sleeve (22) spatially comprises the switch rod (2), in particular with one
part rigidly mechanically connected to the switch rod (2) in the region of the switch
rod foot (18), in particular formed for a linear movement in the direction of the
longitudinal axis (26) of the switch rod (2) in a cylindrical cutout (24) in the supporting
foot (12) of the high-voltage circuit breaker.
10. Arrangement (1) according to Claim 9,
characterized in that
a bellows (20) for the gas-tight sealing of the inner region (4) of the housing (3)
of the interrupter unit (15) with respect to the outer region (5) is arranged between
the switch rod foot (18) and the cylindrical cutout (24) of the supporting foot (12)
of the high-voltage circuit breaker, in particular fastened in a gas-tight manner
to the cylindrical cutout (24) of the supporting foot (12) on a side towards the interrupter
unit (15) and/or fastened in a gas-tight manner to the switch rod foot (18) on the
opposing side, in particular on the side with the body (17).
11. Arrangement (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
a coupling element (25) is provided on the switch rod (2) for coupling to the kinematic
chain of the high-voltage circuit breaker and/or a gear and/or a drive, in particular
at one end of the switch rod (2) in the region of the switch rod foot (18).
12. Method for driving at least one movable electrical contact piece (14) of a high-voltage
circuit breaker having an arrangement (1) according to one of Claims 1 to 11, wherein
the at least one movable contact piece (14) is moved via a switch rod (2),
characterized in that
the switch rod (2) is moved exclusively linearly along the longitudinal axis (26)
of the switch rod (2).
13. Method according to Claim 12,
characterized in that
a sealing element, in particular a bellows (20), seals the evacuated inner region
(4) of the housing (3) in a gas-tight manner between the switch rod (2) and the housing
(3) of the high-voltage circuit breaker.
14. Method according to one of Claims 12 or 13,
characterized in that
the switch rod (2) is movably mounted between the outer region (5) and the inner region
(4) of the housing (3), in particular in the region of the supporting foot (12), with
a linear control of the switch rod (2), in particular via bodies (17) on the switch
rod (2) guided in guide grooves (16) in the supporting foot (12) which prevent a twisting
of the switch rod (2), in particular in the form of a rotation about the longitudinal
axis (26) of the switch rod (2).
1. Agencement (1) pour un disjoncteur de haute tension, comprenant au moins une pièce
(14) de contact électrique mobile d'une unité (15) d'interrupteur, la au moins une
pièce (14) de contact mobile étant montée sur une barre (2) de manœuvre et la barre
(2) de manœuvre étant montée mobile entre la partie (5) extérieure et la partie (4)
intérieure du boîtier (3) de l'unité (15) d'interrupteur, en ayant un guidage essentiellement
linéaire de la barre (2) de manœuvre,
caractérisé en ce que
le guidage linéaire de la barre (2) de manœuvre comprend une sécurité à la torsion,
comprenant une pièce (17) qui est mobile dans une rainure (16) et qui est reliée rigidement
à la barre (2) de manœuvre.
2. Agencement (1) suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
la pièce (17) mobile a une forme cylindrique, notamment une forme hélicoïdale.
3. Agencement (1) suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'unité (15) d'interrupteur est une unité d'interrupteur à vide dans un tube à vide,
ayant notamment au moins un contact de courant nominal, ayant respectivement deux
pièces de contact de courant nominal et au moins un contact d'arc électrique, ayant
respectivement deux pièces de contact d'arc électrique.
4. Agencement (1) suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le guidage linéaire de la barre (2) de manœuvre est disposé dans un pied (12) d'appui
du disjoncteur de haute tension et/ou est disposé dans la région d'un pied (18) de
la barre de manœuvre.
5. Agencement (1) suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
au moins un palier (19) lisse est disposé dans la région du guidage linéaire de la
barre (2) de manœuvre.
6. Agencement (1) suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la partie (4) intérieure du boîtier (3) de l'unité (15) d'interrupteur est rendue
étanche au gaz par rapport à la partie (5) par la barre (2) de manœuvre et par un
élément d'étanchéité disposé entre la barre (2) de manœuvre et le boîtier (3), notamment
par un soufflet (20) à ressort comme élément d'étanchéité.
7. Agencement (1) suivant la revendication 6,
caractérisé en ce que
l'élément d'étanchéité, notamment le soufflet (20) à ressort, est disposé dans la
région du pied (18) de la barre de manœuvre, en étant notamment assemblé rigidement
mécaniquement d'une manière étanche au gaz et/ou fixé au pied (18) de la barre de
manœuvre par une étanchéité (21) radiale disposée concentriquement.
8. Agencement (1) suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le pied (18) de la barre (2) de manœuvre est disposé concentriquement au pied (12)
d'appui du boîtier (3) et/ou concentriquement au palier (19) lisse, en ayant notamment
une barre (2) de manœuvre mobile exclusivement linéairement suivant l'axe longitudinal
de la barre (2) de manœuvre.
9. Agencement (1) suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
un manchon (22) glissant entoure dans l'espace la barre (2) de manœuvre, manchon qui,
notamment par une partie, est relié d'une manière rigide mécaniquement à la barre
(2) de manœuvre dans la région du pied (18) de la barre de commande, en étant constitué
notamment pour le déplacement linéaire dans la direction de l'axe (28) longitudinal
de la barre (2) de manœuvre dans un évidement (24) de forme cylindrique du pied (12)
d'appui du disjoncteur de haute tension.
10. Agencement (1) suivant la revendication 9,
caractérisé en ce que,
entre le pied (18) de la barre de manœuvre et l'évidement (24) en forme de cylindre
du pied (12) d'appui du disjoncteur de haute tension, est disposé un soufflet (20)
à ressort pour rendre étanche au gaz la partie (14) intérieure du boîtier (3) de l'unité
(15) d'interrupteur par rapport à la partie (5) extérieure, notamment avec fixation
d'une manière étanche au gaz à l'évidement (24) de forme cylindrique du côté de l'unité
(15) d'interrupteur et/ou avec fixation d'une manière étanche au gaz au pied (18)
de la barre de commande du côté opposé, notamment du côté de la pièce (17).
11. Agencement (1) suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
il est prévu un élément (25) d'accouplement sur la barre (2) de manœuvre pour l'accouplement
à la chaîne cinématique du disjoncteur de haute tension et/ou à une transmission et/ou
à un entraînement, notamment à une extrémité de la barre (2) de manœuvre dans la région
du pied (18) de la barre de manœuvre.
12. Procédé pour entraîner au moins une pièce (14) électrique de contact mobile d'un disjoncteur
de haute tension par un agencement (1) suivant l'une des revendications 1 à 11, dans
lequel on déplace la au moins une pièce (14) de contact mobile par une barre (2) de
manœuvre,
caractérisé en ce que
l'on déplace la barre (2) de manœuvre exclusivement linéairement suivant l'axe (26)
longitudinal de la barre (2) de manœuvre.
13. Procédé suivant la revendication 12,
caractérisé en ce que
entre la barre (2) de manœuvre et le boîtier (3) du disjoncteur de haute tension,
un élément d'étanchéité, notamment un soufflet (20) à ressort, rend étanche vis-à-vis
des gaz la partie (4) intérieure mise sous vide du boîtier (3).
14. Procédé suivant l'une des revendications 12 ou 13,
caractérisé en ce que
on monte la barre (2) de manœuvre mobile entre la partie (5) extérieure et la partie
(4) intérieure du boîtier (3), notamment dans la région du pied (12) d'appui, avec
un guidage linéaire de la barre (2) de manœuvre, notamment par les pièces (17) sur
la barre (2) de manœuvre guidées dans des rainures (16) de guidage du pied (12) d'appui,
qui empêchent une torsion de la barre (2) de manœuvre, notamment sous la forme d'une
rotation autour de l'axe (26) longitudinal de la barre (2) de manœuvre.