(19)
(11) EP 3 375 337 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.09.2018  Patentblatt  2018/38

(21) Anmeldenummer: 18153787.9

(22) Anmeldetag:  29.01.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47K 3/16(2006.01)
A47K 3/40(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD TN

(30) Priorität: 13.03.2017 DE 102017105290

(71) Anmelder: Franz Kaldewei GmbH & Co. KG
59229 Ahlen (DE)

(72) Erfinder:
  • Der Erfinder hat auf sein Recht verzichtet, als solcher bekannt gemacht zu werden.

(74) Vertreter: Andrejewski - Honke Patent- und Rechtsanwälte GbR 
An der Reichsbank 8
45127 Essen
45127 Essen (DE)

   


(54) SANITÄRWANNENEINRICHTUNG


(57) Die Erfindung betrifft eine Sanitärwanneneinrichtung mit einer Sanitärwanne (1) und einer Traganordnung für die Sanitärwanne (1), wobei die Sanitärwanne (1) einen im Querschnitt C-förmigen Wannenrand (2) mit einer Unterkantung (6) aufweist. Erfindungsgemäß umfasst die Traganordnung mehrere voneinander getrennte Profilleisten (2), welche in den C-förmigen Wannenrand (3) eingesetzt und dort formschlüssig gehalten sind.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Sanitärwanneneinrichtung mit einer Sanitärwanne und einer Traganordnung für die Sanitärwanne, wobei die Sanitärwanne einen im Querschnitt C-förmigen Wannenrand mit einer Unterkantung aufweist.

[0002] Bei der Sanitärwanne handelt es sich vorzugsweise um eine Duschwanne. Gerade bei Sanitär- und insbesondere Duschwannen aus einem Schichtmaterial ist eine Unterkantung aus Stabilitätsgründen zweckmäßig. Ausgehend von einem in etwa horizontalen Bereich geht der C-förmige Wannenrand mit einem ersten Radius zunächst in einen Vertikalabschnitt über, wobei dann über einen zweiten Radius die Unterkantung anschließt. Gerade bei einem emaillierten Stahlblech ergibt sich dann auch der Vorteil, dass der äußere Rand des entsprechenden Blechzuschnitts gegenüber dem Außenumfang der Sanitärwanne nach innen gezogen und so geschützt ist. Die Gefahr von Beschädigungen bei einem Anschlagen ist somit reduziert.

[0003] Bei Dusch- und Badewannen aus Stahl-Email entspricht ein C-förmiger Wannenrand mit einer Unterkantung der üblichen Bauform. Die Höhe des Wannenrandes entlang des vertikalen Abschnitts kann beispielsweise 32 mm betragen. Die Unterkantung weist beispielsweise eine Länge zwischen 5 und 15 mm auf.

[0004] Gattungsgemäße Sanitärwanneneinrichtungen, bei welchen die Sanitärwanne die beschriebene Randgeometrie aufweist und auf einer Traganordnung abgestützt ist, sind beispielsweise aus DE 10 2009 037 904 B3 und DE 199 61 255 A1 bekannt.

[0005] Während gemäß der DE 10 2009 037 904 B3 ein Fußgestell als Traganordnung vorgesehen ist, ist gemäß der DE 199 61 255 A1 ein einstückig angeschäumter Wannenträger aus Polyurethanschaum als Traganordnung vorgesehen.

[0006] Während bei einem Fußgestell noch eine Höhenanpassung möglich ist, muss ein aus Kunststoff gebildeter Wannenträger auf einen ebenen Untergrund aufgesetzt werden. Hinsichtlich der DE 199 61 255 A1 ergibt sich der Nachteil, dass das Herstellungsverfahren relativ aufwendig ist. Insbesondere müssen für unterschiedliche Wannengrößen auch unterschiedliche Formen für ein Ausschäumen der Sanitärwanne bereitgehalten werden.

[0007] Aus der Praxis sind auch einteilige Wannenträger aus Kunststoff, insbesondere Hartschaum, bekannt auf welche die Sanitärwanne bei der Montage aufgesetzt wird. Auch hier muss der Wannenträger genau auf die Größe und Form der zugeordneten Sanitärwanne abgestimmt sein. Es ergibt sich auch eine vergleichsweise große Aufstandfläche, was im Hinblick auf eine Schalldämmung nachteilig sein kann.

[0008] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Sanitärwanneneinrichtung anzugeben, die leicht in unterschiedlichen Größen gebildet werden kann und gute Funktionseigenschaften aufweist,

[0009] Gegenstand der Erfindung und Lösung der Aufgabe ist eine Sanitärwanneneinrichtung gemäß Patentanspruch 1.

[0010] Ausgehend von einer gattungsgemäßen Sanitärwanneneinrichtung ist demnach erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Traganordnung mehrere voneinander getrennte Profilleisten umfasst, welche in den C-förmigen Wannenrand eingesetzt und dort formschlüssig gehalten sind.

[0011] Derartige Profilleisten können kostengünstig aus Kunststoff, insbesondere Hartschaum gebildet werden und sind leicht zu handhaben. Durch die formschlüssige Aufnahme in den C-förmigen Wannenrand kann auf besonders einfache Weise eine falsche Positionierung der Profilleisten vermieden werden. Es ergibt sich auch der Vorteil, dass die Profilleisten alleine durch einen Formschluss gehalten sind, wobei optional auch eine zusätzliche Fixierung mittels Klebstoff oder dergleichen nicht ausgeschlossen ist. In vielen Fällen reicht aber bereits die formschlüssige Fixierung aus, um die Profilleisten sicher zu halten.

[0012] Die Profilleisten können beispielsweise in einer Gussform aus Kunststoff, insbesondere einem Hartschaum, gebildet werden. Um dann Profilleisten unterschiedlicher Länge zu bilden, muss lediglich die Gussform entsprechend angepasst werden. Beispielsweise kann eine lange Gussform mit seitlichen Begrenzungen oder Füllstücken versehen werden, um darin kürzere Profilleisten bilden zu können.

[0013] Alternativ kann für die Bildung der Profilleisten auch ein Strangprofil erzeugt werden, von dem dann die Profilleisten in gewünschter Länge abgetrennt werden. Schließlich besteht auch die Möglichkeit ausgehend von einem vorgefertigten Rechteckprofil die Profilleisten in die gewünschte Querschnittsform zuzuschneiden.

[0014] Unabhängig von der konkreten Art der Herstellung können die Profilleisten nach Bedarf auch noch nachträglich gekürzt werden.

[0015] Einerseits sind die Profilleisten in den C-förmigen Wannenrand eingesetzt und dort formschlüssig gehalten. Andererseits erstrecken sich die Profilleisten nach unten über den unteren Rand der Sanitärwanne an der Unterkantung hinaus, um die Sanitärwanne tragen und abstützen zu können.

[0016] Die Profilleisten können entsprechend eine L-Form aufweisen, wobei ein Schenkel der L-Form als oberer Befestigungsabschnitt in den C-förmigen Wannenrand eingesetzt ist und der andere Schenkel als Fußabschnitt nach unten über die Unterkantung vorsteht.

[0017] Um eine besonders sichere und zuverlässige Fixierung der Profilleisten den dem C-förmigen Wannenrand sicherzustellen, weist der obere Befestigungsabschnitt im unmontierten Zustand gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung gegenüber einem von dem C-förmigen Wannenrand gebildeten Aufnahmeraum ein Übermaß auf. Der obere Befestigungsabschnitt ist dann derart komprimierbar, dass die Profilleisten gegen einen Widerstand in den Aufnahmeraum des C-förmigen Wannenrandes eingeschoben werden können. Im Rahmen einer solchen Ausgestaltung wird der durch die komplementäre Querschnittsform bedingte Formschluss noch durch die elastischen Rückstellkräfte unterstützt.

[0018] Die erfindungsgemäße Sanitärwanneneinrichtung ist insbesondere für flache Duschwannen vorgesehen, welche mit einer geringen Bauhöhe zu montieren sind. Die Sanitärwanneneinrichtung kann beispielsweise bei einer Modernisierung oder Sanierung aufgrund ihres geringen Platzbedarfs eingesetzt werden. Im Hinblick auf diese Anforderungen weist der Fußabschnitt der Profilleisten vorzugsweise eine Höhe zwischen 3 mm und 15 mm auf.

[0019] Im Rahmen der Erfindung ergibt sich der Vorteil, dass durch die Abstützung an den Profilleisten eine geringe Aufstandsfläche resultiert, was zu verbesserten Schallschutzeigenschaften führt. Um jedoch gerade im Mittelbereich der Sanitärwanne eine ausreichende Stabilisierung zu erreichen, kann dort auch eine Mittenabstützung vorgesehen sein. Sofern sich ein Wannenabfluss außermittig befindet, kann eine solche Mittenabstützung beispielsweise von einem im Wesentlichen runden Stützkörper gebildet sein. Bei einer Ausgestaltung der Sanitärwanne mit einem Mittelablauf ist die Mittenabstützung dagegen U-förmig auszugestalten, um den Bereich um den Abfluss herum abstützen zu können.

[0020] Wenn die Profilleisten gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform aus Kunststoff, insbesondere Hartschaum, gebildet sind so ergibt sich bereits eine gewisse schalldämmende Wirkung. Für eine Verbesserung des Schallschutzes ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung jedoch vorgesehen, dass die Profilleisten an ihren Fußabschnitten Einsätze aus einem Schalldämmmaterial aufweisen, welches die untere Anlagefläche der Fußabschnitte bildet. Beispielsweise können streifenförmige oder zylindrische Pufferelemente aus einem speziellen Schallschutzmaterial vorgesehen sein, welche beispielsweise bei dem Herstellungsprozess in die Profilleisten miteingegossen werden oder alternativ auf später in die Profilleisten einzusetzen sind. Geeignete Materialien sind beispielsweise unter dem Markennamen Regupol ® bekannt.

[0021] Ausgehend von einer üblicherweise rechteckigen Grundfläche der Sanitärwanne kann an jeder Seite der Sanitärwanne genau eine Profilleiste vorgesehen sein. Es ergibt sich dann der Vorteil, dass lediglich vier Profilleisten an der Sanitärwanne montiert werden müssen. Für unterschiedliche Grundflächen können dann Profilleisten unterschiedlicher Länge bereitgehalten werden. Alternativ können auch lange Profilleisten bereitgestellt werden, die auf die gewünschte Länge zu kürzen sind.

[0022] Gemäß einer Variante der Erfindung sind ausgehend von einer rechteckigen Grundfläche der Sanitärwanne an jeder Seite mehrere kurze Profilleisten angeordnet, so dass dann für unterschiedliche Längen lediglich die Anzahl der Profilleisten anzupassen ist. Es ergibt sich dann der Vorteil, dass auf kurze Profilleisten mit einer einheitlichen Länge zurückgegriffen werden kann.

[0023] Erfindungsgemäß werden die Profilleisten zunächst getrennt voneinander bereitgestellt und montiert. Davon ausgehend ergeben sich unterschiedliche Ausgestaltungsmöglichkeiten für die Traganordnung.

[0024] Gemäß einer ersten Weiterbildung weist die Traganordnung an dem C-förmigen Wannenrand nur die getrennt voneinander gefertigten und montierten Profilleisten auf. Entsprechend sind die Profilleisten auch im montieren Zustand nicht unmittelbar untereinander verbunden. Vielmehr verbleiben zwischen aufeinander folgenden Profilleisten Freiräume. Daraus ergibt sich auch, dass im Bereich der Profilleisten keine Abdichtung erfolgen soll. Eine Abdichtung bei der Montage der Sanitärwanneneinrichtung kann beispielsweise mit einem Dichtband an dem vertikalen Abschnitt des C-förmigen Wannenrandes erfolgen. Entsprechend geeignete Dichtbänder und Dichtelemente sind beispielsweise aus DE 299 05 152 U1 bekannt.

[0025] Gemäß einer zweiten Weiterbildung umfasst die Traganordnung an Ecken der Sanitärwanne zusätzliche Eckstücke, welche in den C-förmigen Wannenrand eingesetzt sind. Die beiden Schenkel eines derartigen Eckstücks können in ihrem Querschnitt den Profilleisten entsprechen. Bei einer rechteckigen Duschwanne werden entsprechend auch 90°-Eckstücke eingesetzt. Diese können in einer Form gebildet oder auch in einem vorgelagerten Arbeitsschritt aus Zuschnitten der Profilleisten gebildet sein, welche auf Gehrung geschnitten sind. Es ergibt sich dabei die Besonderheit, dass auch die Eckstücke in den C-förmigen Wannenrand eingesetzt werden. Daraus folgt, dass die Eckstücke an der Unterseite der Sanitärwanne zunächst versetzt in Richtung der Mitte der Sanitärwanne zugeführt und dann nach außen in die Ecke der Sanitärwanne eingeschoben werden müssen.

[0026] Wenn gemäß einer bevorzugten Detailausgestaltung die Eckstücke unmittelbar oder mit einem geringen Abstand an die jeweils anschließenden Profilleisten angrenzen, wird auch deutlich, dass die Eckstücke vor den Profilleisten montiert werden müssen, weil ansonsten an den Ecken der Sanitärwanne kein ausreichender Montageraum für ein seitliches Einschieben vorhanden ist.

[0027] Insbesondere können die Eckstücke mit den jeweils anschließenden Profilleisten über Verbindungselemente, beispielsweise Verbindungsklammern verbunden sein. An der Unterseite der Sanitärwanne wird dann auf besonders vorteilhafte Weise ein Rahmen aus einzelnen Eckstücken und Profilleisten gebildet, der dann als gesamter Rahmen formschlüssig gehalten und ohne eine Zerlegung des Rahmens auch nicht mehr von der Sanitärwanne getrennt werden kann. Die Gefahr einer Fehlinstallation wird dadurch deutlich reduziert. Insbesondere besteht nicht die Gefahr, dass die Profilleisten versehentlich abgenommen oder sogar entsorgt werden.

[0028] Es ergibt sich auch dabei der Vorteil, dass für verschiedene Größen der Sanitärwanne gleiche Eckstücke bereitgehalten werden können und lediglich die Profilleisten in der geeigneten Länge ausgewählt bzw. in ihrer Länge angepasst werden müssen.

[0029] Unabhängig davon, ob die Profilleisten im montierten Zustand durch einen Abstand voneinander getrennt sind oder mit zusätzlichen Eckstücken einen Rahmen bilden, wird die Montagehöhe durch die Höhe der Profilleisten vorgegeben. Anders als bei einem Fußgestell ist in der Regel eine stufenlose Nachjustierung der Höhe nicht vorgesehen.

[0030] Um jedoch die Montagehöhe zumindest in Stufen variieren zu können, können separate Platten oder auch Unterbauleisten vorgesehen sein, auf welche dann die Profilleisten aufgesetzt werden. Wenn beispielsweise die Einbauhöhe um einen bestimmten Wert erhöht werden soll, können Unterbauleisten mit einer entsprechenden Höhe bereitgestellt werden. Dabei ist es auch möglich, dass die Profilleisten sowie die Unterbauleisten zur Höhenanpassung eine Nut-Feder-Verbindung aufweisen.

[0031] Auch die optional vorgesehenen Eckstücke und Unterbauleisten werden zweckmäßigerweise aus Kunststoff, insbesondere einem Hartschaum gebildet. Bevorzugt sind dabei Schaumstoffe auf der Basis von Polystyrol wie expandiertes Polystyrol (EPS) und extrudiertes Polystyrol (XPS).

[0032] Die Höhe der Profilleisten beträgt bevorzugt zwischen 20 mm und 50 mm, während für die Breite ein Bereich zwischen 30 mm und 70 mm zweckmäßig ist.

[0033] Die Profilleisten können wahlweise vormontiert sein oder erst bei der Installation der Sanitärwanneneinrichtung montiert werden, wobei eine werksseitige Vormontage bevorzugt ist.

[0034] Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
eine Sanitärwanneneinrichtung in einer Ansicht von unten,
Fig. 2
eine Schnittdarstellung durch einen Rand der Sanitärwanneneinrichtung gemäß Fig. 1,
Fig. 3
eine alternative Ausgestaltung der Sanitärwanneneinrichtung mit zusätzlichen Schallschutzelementen,
Fig. 4
die Sanitärwanneneinrichtung gemäß der Fig. 3 in einer Ansicht gemäß der Fig. 2,
Fig. 5
eine weitere alternative Ausgestaltung der Sanitärwanneneinrichtung,
Fig. 6
eine Schnittdarstellung durch einen Rand der Sanitärwanneneinrichtung gemäß der Fig. 5.


[0035] Die Fig. 1 zeigt eine Sanitärwanneneinrichtung in einer Ansicht von unten. Die Sanitärwanneneinrichtung umfasst einerseits eine Sanitärwanne 1 in Form einer Duschwanne sowie eine Traganordnung aus voneinander getrennten Profilleisten 2, welche die Sanitärwanne 1 im montierten Zustand abstützen und tragen.

[0036] Weitere Einzelheiten der erfindungsgemäßen Sanitärwanneneinrichtung ergeben sich aus der Fig. 2. Demnach weist die Sanitärwanne 1 einen im Querschnitt C-förmigen Wannenrand 3 auf. Ausgehend von einem in etwa horizontalen Spiegelabschnitt 4 schließt über einen ersten Radius ein Vertikalabschnitt 5 an. Der Vertikalabschnitt 5 geht sodann in einen zweiten Radius in eine Unterkantung 6 über. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist diese Sanitärwanne 1 aus Stahl-Email gebildet. Es ergibt sich durch die C-förmige Ausgestaltung des Wannenrandes 3 der Vorteil, dass der Rand des Blechzuschnitts durch die Unterkante 6 nach innen gezogen und so optimal geschützt ist. Auch aus Stabilitätsgründen ist die C-förmige Struktur des Wannenrandes 3 von Vorteil.

[0037] Die bereits in der Fig. 1 dargestellten Profilleisten 2 sind gemäß der Fig. 2 in den C-förmigen Wannenrand 6 eingesetzt und dort formschlüssig gehalten.

[0038] Die Profilleisten weisen dazu im weitesten Sinne eine L-Form auf. Die im Wesentlichen aus Kunststoff, insbesondere einem Hartschaum, gebildeten Profilleisten 2 umfassen jeweils einen oberen Befestigungsabschnitt 7, der in den C-förmigen Wannenrand eingesetzt ist und einen über die Unterkantung 6 nach unten vorstehenden Fußabschnitt 8.

[0039] Zweckmäßigerweise weist der obere Befestigungsabschnitt 7 im unmontierten Zustand gegenüber einem von den C-förmigen Wannenrand 3 gebildeten Aufnahmeraum ein Übermaß auf. Bei dem Einsetzen der Profilleiste 2 in den C-förmigen Wannenrand 3 wird der obere Befestigungsabschnitt 7 auch in einem gewissen Maße elastisch komprimiert, so dass der entstehende Formschluss zusätzlich durch elastische Rückstellkräfte unterstützt wird.

[0040] Aus der Fig. 1 ist ersichtlich, dass zusätzlich auch eine Mittenabstützung 9 als Bestandteil der Traganordnung vorgesehen sein kann.

[0041] Die Fig. 3 und 4 betreffen eine Weiterbildung der Erfindung, bei der ausgehend von einer ansonsten gleichen Ausgestaltung zusätzliche Elemente aus einem schalldämmenden Material 10 vorgesehen sind. Entsprechende Elemente eines schalldämmenden Materials 10 können beispielsweise direkt bei der Herstellung der Profilleiste 2 bzw. den Mittenabstützung 9 integriert werden. Insbesondere können die Elemente des schalldämmenden Materials 10 beim Herstellungsprozess mit eingegossen werden.

[0042] Das schalldämmende Material 10 bildet dann die einzigen Kontaktflächen, so dass sich eine optimale Schallentkopplung ergibt.

[0043] Die Fig. 5 zeigt eine weitere Ausgestaltung der Sanitärwanneneinrichtung, wobei an Ecken der Sanitärwanne 1 zusätzliche Eckstücke 11 vorgesehen sind, welche den C-förmigen Wannenrand 3 formschlüssig eingesetzt werden. Die Eckstücke 11 umfassen jeweils zwei rechtwinklig zueinander angeordnete Schenkel auf, wobei die Querschnittsform der Schenkel mit der Querschnittsform der Profilleisten 2 übereinstimmt.

[0044] Im montierten Zustand grenzt jede einer Längsseite der Sanitärwanne 1 zugeordnete Profilleiste an zwei an ihren beiden Enden an ein Eckstück 11 an.

[0045] Vorzugsweise sind die Eckstücke 11 und die Profilleisten 2 so aufeinander abgestimmt, dass sich im montierten Zustand ein geschlossener oder im Wesentlichen geschlossener Rahmen ergibt. Da sowohl die Profilleisten 2 als auch die Eckstücke 11 in den C-förmigen Wannenrand 3 mit der Unterkantung 6 eingesetzt sind, ist bei der Montage eine vorgegebene Reihenfolge einzuhalten. Demnach müssen zunächst die Eckstücke 11 eingesetzt werden, wobei diese dann durch die Montage der Profilleisten 2 in ihrer Position zusätzlich fixiert werden. Wenn die Profilleisten 2 gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung im montierten Zustand bis an die Eckstücke heranreichen, so können die Eckstücke 11 nicht mehr nach innen bewegt und entnommen werden.

[0046] Die Eckstücke 11 und die Profilleisten 2 können beispielsweise durch geeignete Verbindungselemente 12, insbesondere Verbindungsklammern verbunden werden, so dass dann die so gebildete Tragkonstruktion unter allen Umständen gegen einen Verlust gesichert ist.

[0047] Die Ausgestaltung gemäß der Fig. 1 und Fig. 5 zeigen, dass die Traganordnung an dem C-förmigen Wannenrand 3 entweder nur Profilleisten 2 aufweisen kann oder einen aus verschiedenen Elementen zusammengesetzten Rahmen aufweisen kann.

[0048] Unabhängig von diesen Ausgestaltungsvarianten zeigt die Fig. 5 auch eine Möglichkeit zur Höhenanpassung der Traganordnung. Um optional eine alternative Einbauhöhe bereitzustellen, sind Unterbauleisten 13 vorgesehen, welche unter den Profilleisten 2 anzuordnen sind. Die Unterbauleisten 13 können dabei bereits in der gewünschten Länge bereitgestellt oder alternativ zugeschnitten werden. Auch hinsichtlich der Unterbauleisten 13 ist es optional möglich, einen um den Umfang geschlossenen Rahmen zu bilden. Auch für die Unterbauleisten 13 können nicht im Detail dargestellte Eckstücke vorgesehen werden.

[0049] Die Fig. 6 zeigt schließlich, dass die Unterbauleisten 13 und die Profilleisten 2 eine Nut-Feder-Verbindung aufweisen können.

[0050] Sofern Unterbauleisten 13 vorhanden sind, muss selbstverständlich auch ein entsprechender Unterbau 14 für die Mittenabstützung 9 bereitgestellt werden.


Ansprüche

1. Sanitärwanneneinrichtung mit einer Sanitärwanne (1) und einer Traganordnung für die Sanitärwanne (1), wobei die Sanitärwanne (1) einen im Querschnitt C-förmigen Wannenrand (3) mit einer Unterkantung (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Traganordnung mehrere Profilleisten (2) umfasst, welche in den C-förmigen Wannenrand (3) eingesetzt und dort formschlüssig gehalten sind.
 
2. Sanitärwanneneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilleisten (2) im Wesentlichen aus Kunststoff, insbesondere einem Hartschaum gebildet sind.
 
3. Sanitärwanneneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilleisten (2) jeweils mit einem oberen Befestigungsabschnitt (7) in den C-förmigen Wannenrand (3) eingesetzt sind und mit einem Fußabschnitt (8) nach unten über die Unterkantung (6) vorstehen.
 
4. Sanitärwanneneinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Befestigungsabschnitt (7) im unmontierten Zustand gegenüber einem von dem C-förmigen Wannenrand (3) gebildeten Aufnahmeraum ein Übermaß aufweist und derart komprimierbar ist, um in den Aufnahmeraum eingesetzt zu werden.
 
5. Sanitärwanneneinrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Fußabschnitt (8) eine Höhe zwischen 3 mm und 15 mm aufweist.
 
6. Sanitärwanneneinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilleisten (2) an ihren Fußabschnitten (8) Einsätze aus einem schalldämmenden Material (10) aufweisen, welche die untere Auflagefläche der Fußabschnitte bilden.
 
7. Sanitärwanneneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Traganordnung eine unter einem Mittelabschnitt der Sanitärwanne angeordnete Mittenabstützung (9) umfasst.
 
8. Sanitärwanneneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sanitärwanne (1) aus Stahl-Email gebildet ist.
 
9. Sanitärwanneneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sanitärwanne (1) eine rechteckige Grundfläche aufweist, wobei an jeder Seite der Sanitärwanne (1) genau eine Profilleiste (2) vorgesehen ist.
 
10. Sanitärwanneneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an Ecken der Sanitärwanne (1) Eckstücke (11) in den C-förmigen Wannenrand (3) eingesetzt sind.
 
11. Sanitärwanneneinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckstücke (11) mit den jeweils anschließenden Profilleisten (2) über Verbindungselemente (12) verbunden sind.
 
12. Sanitärwanneneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Traganordnung zur Höhenanpassung Unterbauleisten (13) umfasst, welche unter den Profilleisten (2) anzuordnen sind.
 




Zeichnung






















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente