[0001] Die Erfindung betrifft eine Sanitärwanneneinrichtung mit einer Sanitärwanne und einer
Traganordnung für die Sanitärwanne, wobei die Sanitärwanne einen im Querschnitt C-förmigen
Wannenrand mit einer Unterkantung aufweist.
[0002] Bei der Sanitärwanne handelt es sich vorzugsweise um eine Duschwanne. Gerade bei
Sanitär- und insbesondere Duschwannen aus einem Schichtmaterial ist eine Unterkantung
aus Stabilitätsgründen zweckmäßig. Ausgehend von einem in etwa horizontalen Bereich
geht der C-förmige Wannenrand mit einem ersten Radius zunächst in einen Vertikalabschnitt
über, wobei dann über einen zweiten Radius die Unterkantung anschließt. Gerade bei
einem emaillierten Stahlblech ergibt sich dann auch der Vorteil, dass der äußere Rand
des entsprechenden Blechzuschnitts gegenüber dem Außenumfang der Sanitärwanne nach
innen gezogen und so geschützt ist. Die Gefahr von Beschädigungen bei einem Anschlagen
ist somit reduziert.
[0003] Bei Dusch- und Badewannen aus Stahl-Email entspricht ein C-förmiger Wannenrand mit
einer Unterkantung der üblichen Bauform. Die Höhe des Wannenrandes entlang des vertikalen
Abschnitts kann beispielsweise 32 mm betragen. Die Unterkantung weist beispielsweise
eine Länge zwischen 5 und 15 mm auf.
[0004] Gattungsgemäße Sanitärwanneneinrichtungen, bei welchen die Sanitärwanne die beschriebene
Randgeometrie aufweist und auf einer Traganordnung abgestützt ist, sind beispielsweise
aus
DE 10 2009 037 904 B3 und
DE 199 61 255 A1 bekannt.
[0005] Während gemäß der
DE 10 2009 037 904 B3 ein Fußgestell als Traganordnung vorgesehen ist, ist gemäß der
DE 199 61 255 A1 ein einstückig angeschäumter Wannenträger aus Polyurethanschaum als Traganordnung
vorgesehen.
[0006] Während bei einem Fußgestell noch eine Höhenanpassung möglich ist, muss ein aus Kunststoff
gebildeter Wannenträger auf einen ebenen Untergrund aufgesetzt werden. Hinsichtlich
der
DE 199 61 255 A1 ergibt sich der Nachteil, dass das Herstellungsverfahren relativ aufwendig ist. Insbesondere
müssen für unterschiedliche Wannengrößen auch unterschiedliche Formen für ein Ausschäumen
der Sanitärwanne bereitgehalten werden.
[0007] Aus der Praxis sind auch einteilige Wannenträger aus Kunststoff, insbesondere Hartschaum,
bekannt auf welche die Sanitärwanne bei der Montage aufgesetzt wird. Auch hier muss
der Wannenträger genau auf die Größe und Form der zugeordneten Sanitärwanne abgestimmt
sein. Es ergibt sich auch eine vergleichsweise große Aufstandfläche, was im Hinblick
auf eine Schalldämmung nachteilig sein kann.
[0008] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Sanitärwanneneinrichtung
anzugeben, die leicht in unterschiedlichen Größen gebildet werden kann und gute Funktionseigenschaften
aufweist,
[0009] Gegenstand der Erfindung und Lösung der Aufgabe ist eine Sanitärwanneneinrichtung
gemäß Patentanspruch 1.
[0010] Ausgehend von einer gattungsgemäßen Sanitärwanneneinrichtung ist demnach erfindungsgemäß
vorgesehen, dass die Traganordnung mehrere voneinander getrennte Profilleisten umfasst,
welche in den C-förmigen Wannenrand eingesetzt und dort formschlüssig gehalten sind.
[0011] Derartige Profilleisten können kostengünstig aus Kunststoff, insbesondere Hartschaum
gebildet werden und sind leicht zu handhaben. Durch die formschlüssige Aufnahme in
den C-förmigen Wannenrand kann auf besonders einfache Weise eine falsche Positionierung
der Profilleisten vermieden werden. Es ergibt sich auch der Vorteil, dass die Profilleisten
alleine durch einen Formschluss gehalten sind, wobei optional auch eine zusätzliche
Fixierung mittels Klebstoff oder dergleichen nicht ausgeschlossen ist. In vielen Fällen
reicht aber bereits die formschlüssige Fixierung aus, um die Profilleisten sicher
zu halten.
[0012] Die Profilleisten können beispielsweise in einer Gussform aus Kunststoff, insbesondere
einem Hartschaum, gebildet werden. Um dann Profilleisten unterschiedlicher Länge zu
bilden, muss lediglich die Gussform entsprechend angepasst werden. Beispielsweise
kann eine lange Gussform mit seitlichen Begrenzungen oder Füllstücken versehen werden,
um darin kürzere Profilleisten bilden zu können.
[0013] Alternativ kann für die Bildung der Profilleisten auch ein Strangprofil erzeugt werden,
von dem dann die Profilleisten in gewünschter Länge abgetrennt werden. Schließlich
besteht auch die Möglichkeit ausgehend von einem vorgefertigten Rechteckprofil die
Profilleisten in die gewünschte Querschnittsform zuzuschneiden.
[0014] Unabhängig von der konkreten Art der Herstellung können die Profilleisten nach Bedarf
auch noch nachträglich gekürzt werden.
[0015] Einerseits sind die Profilleisten in den C-förmigen Wannenrand eingesetzt und dort
formschlüssig gehalten. Andererseits erstrecken sich die Profilleisten nach unten
über den unteren Rand der Sanitärwanne an der Unterkantung hinaus, um die Sanitärwanne
tragen und abstützen zu können.
[0016] Die Profilleisten können entsprechend eine L-Form aufweisen, wobei ein Schenkel der
L-Form als oberer Befestigungsabschnitt in den C-förmigen Wannenrand eingesetzt ist
und der andere Schenkel als Fußabschnitt nach unten über die Unterkantung vorsteht.
[0017] Um eine besonders sichere und zuverlässige Fixierung der Profilleisten den dem C-förmigen
Wannenrand sicherzustellen, weist der obere Befestigungsabschnitt im unmontierten
Zustand gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung gegenüber einem von dem
C-förmigen Wannenrand gebildeten Aufnahmeraum ein Übermaß auf. Der obere Befestigungsabschnitt
ist dann derart komprimierbar, dass die Profilleisten gegen einen Widerstand in den
Aufnahmeraum des C-förmigen Wannenrandes eingeschoben werden können. Im Rahmen einer
solchen Ausgestaltung wird der durch die komplementäre Querschnittsform bedingte Formschluss
noch durch die elastischen Rückstellkräfte unterstützt.
[0018] Die erfindungsgemäße Sanitärwanneneinrichtung ist insbesondere für flache Duschwannen
vorgesehen, welche mit einer geringen Bauhöhe zu montieren sind. Die Sanitärwanneneinrichtung
kann beispielsweise bei einer Modernisierung oder Sanierung aufgrund ihres geringen
Platzbedarfs eingesetzt werden. Im Hinblick auf diese Anforderungen weist der Fußabschnitt
der Profilleisten vorzugsweise eine Höhe zwischen 3 mm und 15 mm auf.
[0019] Im Rahmen der Erfindung ergibt sich der Vorteil, dass durch die Abstützung an den
Profilleisten eine geringe Aufstandsfläche resultiert, was zu verbesserten Schallschutzeigenschaften
führt. Um jedoch gerade im Mittelbereich der Sanitärwanne eine ausreichende Stabilisierung
zu erreichen, kann dort auch eine Mittenabstützung vorgesehen sein. Sofern sich ein
Wannenabfluss außermittig befindet, kann eine solche Mittenabstützung beispielsweise
von einem im Wesentlichen runden Stützkörper gebildet sein. Bei einer Ausgestaltung
der Sanitärwanne mit einem Mittelablauf ist die Mittenabstützung dagegen U-förmig
auszugestalten, um den Bereich um den Abfluss herum abstützen zu können.
[0020] Wenn die Profilleisten gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform aus Kunststoff,
insbesondere Hartschaum, gebildet sind so ergibt sich bereits eine gewisse schalldämmende
Wirkung. Für eine Verbesserung des Schallschutzes ist gemäß einer Weiterbildung der
Erfindung jedoch vorgesehen, dass die Profilleisten an ihren Fußabschnitten Einsätze
aus einem Schalldämmmaterial aufweisen, welches die untere Anlagefläche der Fußabschnitte
bildet. Beispielsweise können streifenförmige oder zylindrische Pufferelemente aus
einem speziellen Schallschutzmaterial vorgesehen sein, welche beispielsweise bei dem
Herstellungsprozess in die Profilleisten miteingegossen werden oder alternativ auf
später in die Profilleisten einzusetzen sind. Geeignete Materialien sind beispielsweise
unter dem Markennamen Regupol ® bekannt.
[0021] Ausgehend von einer üblicherweise rechteckigen Grundfläche der Sanitärwanne kann
an jeder Seite der Sanitärwanne genau eine Profilleiste vorgesehen sein. Es ergibt
sich dann der Vorteil, dass lediglich vier Profilleisten an der Sanitärwanne montiert
werden müssen. Für unterschiedliche Grundflächen können dann Profilleisten unterschiedlicher
Länge bereitgehalten werden. Alternativ können auch lange Profilleisten bereitgestellt
werden, die auf die gewünschte Länge zu kürzen sind.
[0022] Gemäß einer Variante der Erfindung sind ausgehend von einer rechteckigen Grundfläche
der Sanitärwanne an jeder Seite mehrere kurze Profilleisten angeordnet, so dass dann
für unterschiedliche Längen lediglich die Anzahl der Profilleisten anzupassen ist.
Es ergibt sich dann der Vorteil, dass auf kurze Profilleisten mit einer einheitlichen
Länge zurückgegriffen werden kann.
[0023] Erfindungsgemäß werden die Profilleisten zunächst getrennt voneinander bereitgestellt
und montiert. Davon ausgehend ergeben sich unterschiedliche Ausgestaltungsmöglichkeiten
für die Traganordnung.
[0024] Gemäß einer ersten Weiterbildung weist die Traganordnung an dem C-förmigen Wannenrand
nur die getrennt voneinander gefertigten und montierten Profilleisten auf. Entsprechend
sind die Profilleisten auch im montieren Zustand nicht unmittelbar untereinander verbunden.
Vielmehr verbleiben zwischen aufeinander folgenden Profilleisten Freiräume. Daraus
ergibt sich auch, dass im Bereich der Profilleisten keine Abdichtung erfolgen soll.
Eine Abdichtung bei der Montage der Sanitärwanneneinrichtung kann beispielsweise mit
einem Dichtband an dem vertikalen Abschnitt des C-förmigen Wannenrandes erfolgen.
Entsprechend geeignete Dichtbänder und Dichtelemente sind beispielsweise aus
DE 299 05 152 U1 bekannt.
[0025] Gemäß einer zweiten Weiterbildung umfasst die Traganordnung an Ecken der Sanitärwanne
zusätzliche Eckstücke, welche in den C-förmigen Wannenrand eingesetzt sind. Die beiden
Schenkel eines derartigen Eckstücks können in ihrem Querschnitt den Profilleisten
entsprechen. Bei einer rechteckigen Duschwanne werden entsprechend auch 90°-Eckstücke
eingesetzt. Diese können in einer Form gebildet oder auch in einem vorgelagerten Arbeitsschritt
aus Zuschnitten der Profilleisten gebildet sein, welche auf Gehrung geschnitten sind.
Es ergibt sich dabei die Besonderheit, dass auch die Eckstücke in den C-förmigen Wannenrand
eingesetzt werden. Daraus folgt, dass die Eckstücke an der Unterseite der Sanitärwanne
zunächst versetzt in Richtung der Mitte der Sanitärwanne zugeführt und dann nach außen
in die Ecke der Sanitärwanne eingeschoben werden müssen.
[0026] Wenn gemäß einer bevorzugten Detailausgestaltung die Eckstücke unmittelbar oder mit
einem geringen Abstand an die jeweils anschließenden Profilleisten angrenzen, wird
auch deutlich, dass die Eckstücke vor den Profilleisten montiert werden müssen, weil
ansonsten an den Ecken der Sanitärwanne kein ausreichender Montageraum für ein seitliches
Einschieben vorhanden ist.
[0027] Insbesondere können die Eckstücke mit den jeweils anschließenden Profilleisten über
Verbindungselemente, beispielsweise Verbindungsklammern verbunden sein. An der Unterseite
der Sanitärwanne wird dann auf besonders vorteilhafte Weise ein Rahmen aus einzelnen
Eckstücken und Profilleisten gebildet, der dann als gesamter Rahmen formschlüssig
gehalten und ohne eine Zerlegung des Rahmens auch nicht mehr von der Sanitärwanne
getrennt werden kann. Die Gefahr einer Fehlinstallation wird dadurch deutlich reduziert.
Insbesondere besteht nicht die Gefahr, dass die Profilleisten versehentlich abgenommen
oder sogar entsorgt werden.
[0028] Es ergibt sich auch dabei der Vorteil, dass für verschiedene Größen der Sanitärwanne
gleiche Eckstücke bereitgehalten werden können und lediglich die Profilleisten in
der geeigneten Länge ausgewählt bzw. in ihrer Länge angepasst werden müssen.
[0029] Unabhängig davon, ob die Profilleisten im montierten Zustand durch einen Abstand
voneinander getrennt sind oder mit zusätzlichen Eckstücken einen Rahmen bilden, wird
die Montagehöhe durch die Höhe der Profilleisten vorgegeben. Anders als bei einem
Fußgestell ist in der Regel eine stufenlose Nachjustierung der Höhe nicht vorgesehen.
[0030] Um jedoch die Montagehöhe zumindest in Stufen variieren zu können, können separate
Platten oder auch Unterbauleisten vorgesehen sein, auf welche dann die Profilleisten
aufgesetzt werden. Wenn beispielsweise die Einbauhöhe um einen bestimmten Wert erhöht
werden soll, können Unterbauleisten mit einer entsprechenden Höhe bereitgestellt werden.
Dabei ist es auch möglich, dass die Profilleisten sowie die Unterbauleisten zur Höhenanpassung
eine Nut-Feder-Verbindung aufweisen.
[0031] Auch die optional vorgesehenen Eckstücke und Unterbauleisten werden zweckmäßigerweise
aus Kunststoff, insbesondere einem Hartschaum gebildet. Bevorzugt sind dabei Schaumstoffe
auf der Basis von Polystyrol wie expandiertes Polystyrol (EPS) und extrudiertes Polystyrol
(XPS).
[0032] Die Höhe der Profilleisten beträgt bevorzugt zwischen 20 mm und 50 mm, während für
die Breite ein Bereich zwischen 30 mm und 70 mm zweckmäßig ist.
[0033] Die Profilleisten können wahlweise vormontiert sein oder erst bei der Installation
der Sanitärwanneneinrichtung montiert werden, wobei eine werksseitige Vormontage bevorzugt
ist.
[0034] Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Sanitärwanneneinrichtung in einer Ansicht von unten,
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung durch einen Rand der Sanitärwanneneinrichtung gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine alternative Ausgestaltung der Sanitärwanneneinrichtung mit zusätzlichen Schallschutzelementen,
- Fig. 4
- die Sanitärwanneneinrichtung gemäß der Fig. 3 in einer Ansicht gemäß der Fig. 2,
- Fig. 5
- eine weitere alternative Ausgestaltung der Sanitärwanneneinrichtung,
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung durch einen Rand der Sanitärwanneneinrichtung gemäß der Fig.
5.
[0035] Die Fig. 1 zeigt eine Sanitärwanneneinrichtung in einer Ansicht von unten. Die Sanitärwanneneinrichtung
umfasst einerseits eine Sanitärwanne 1 in Form einer Duschwanne sowie eine Traganordnung
aus voneinander getrennten Profilleisten 2, welche die Sanitärwanne 1 im montierten
Zustand abstützen und tragen.
[0036] Weitere Einzelheiten der erfindungsgemäßen Sanitärwanneneinrichtung ergeben sich
aus der Fig. 2. Demnach weist die Sanitärwanne 1 einen im Querschnitt C-förmigen Wannenrand
3 auf. Ausgehend von einem in etwa horizontalen Spiegelabschnitt 4 schließt über einen
ersten Radius ein Vertikalabschnitt 5 an. Der Vertikalabschnitt 5 geht sodann in einen
zweiten Radius in eine Unterkantung 6 über. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist diese Sanitärwanne 1 aus Stahl-Email gebildet. Es ergibt sich durch die C-förmige
Ausgestaltung des Wannenrandes 3 der Vorteil, dass der Rand des Blechzuschnitts durch
die Unterkante 6 nach innen gezogen und so optimal geschützt ist. Auch aus Stabilitätsgründen
ist die C-förmige Struktur des Wannenrandes 3 von Vorteil.
[0037] Die bereits in der Fig. 1 dargestellten Profilleisten 2 sind gemäß der Fig. 2 in
den C-förmigen Wannenrand 6 eingesetzt und dort formschlüssig gehalten.
[0038] Die Profilleisten weisen dazu im weitesten Sinne eine L-Form auf. Die im Wesentlichen
aus Kunststoff, insbesondere einem Hartschaum, gebildeten Profilleisten 2 umfassen
jeweils einen oberen Befestigungsabschnitt 7, der in den C-förmigen Wannenrand eingesetzt
ist und einen über die Unterkantung 6 nach unten vorstehenden Fußabschnitt 8.
[0039] Zweckmäßigerweise weist der obere Befestigungsabschnitt 7 im unmontierten Zustand
gegenüber einem von den C-förmigen Wannenrand 3 gebildeten Aufnahmeraum ein Übermaß
auf. Bei dem Einsetzen der Profilleiste 2 in den C-förmigen Wannenrand 3 wird der
obere Befestigungsabschnitt 7 auch in einem gewissen Maße elastisch komprimiert, so
dass der entstehende Formschluss zusätzlich durch elastische Rückstellkräfte unterstützt
wird.
[0040] Aus der Fig. 1 ist ersichtlich, dass zusätzlich auch eine Mittenabstützung 9 als
Bestandteil der Traganordnung vorgesehen sein kann.
[0041] Die Fig. 3 und 4 betreffen eine Weiterbildung der Erfindung, bei der ausgehend von
einer ansonsten gleichen Ausgestaltung zusätzliche Elemente aus einem schalldämmenden
Material 10 vorgesehen sind. Entsprechende Elemente eines schalldämmenden Materials
10 können beispielsweise direkt bei der Herstellung der Profilleiste 2 bzw. den Mittenabstützung
9 integriert werden. Insbesondere können die Elemente des schalldämmenden Materials
10 beim Herstellungsprozess mit eingegossen werden.
[0042] Das schalldämmende Material 10 bildet dann die einzigen Kontaktflächen, so dass sich
eine optimale Schallentkopplung ergibt.
[0043] Die Fig. 5 zeigt eine weitere Ausgestaltung der Sanitärwanneneinrichtung, wobei an
Ecken der Sanitärwanne 1 zusätzliche Eckstücke 11 vorgesehen sind, welche den C-förmigen
Wannenrand 3 formschlüssig eingesetzt werden. Die Eckstücke 11 umfassen jeweils zwei
rechtwinklig zueinander angeordnete Schenkel auf, wobei die Querschnittsform der Schenkel
mit der Querschnittsform der Profilleisten 2 übereinstimmt.
[0044] Im montierten Zustand grenzt jede einer Längsseite der Sanitärwanne 1 zugeordnete
Profilleiste an zwei an ihren beiden Enden an ein Eckstück 11 an.
[0045] Vorzugsweise sind die Eckstücke 11 und die Profilleisten 2 so aufeinander abgestimmt,
dass sich im montierten Zustand ein geschlossener oder im Wesentlichen geschlossener
Rahmen ergibt. Da sowohl die Profilleisten 2 als auch die Eckstücke 11 in den C-förmigen
Wannenrand 3 mit der Unterkantung 6 eingesetzt sind, ist bei der Montage eine vorgegebene
Reihenfolge einzuhalten. Demnach müssen zunächst die Eckstücke 11 eingesetzt werden,
wobei diese dann durch die Montage der Profilleisten 2 in ihrer Position zusätzlich
fixiert werden. Wenn die Profilleisten 2 gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung im
montierten Zustand bis an die Eckstücke heranreichen, so können die Eckstücke 11 nicht
mehr nach innen bewegt und entnommen werden.
[0046] Die Eckstücke 11 und die Profilleisten 2 können beispielsweise durch geeignete Verbindungselemente
12, insbesondere Verbindungsklammern verbunden werden, so dass dann die so gebildete
Tragkonstruktion unter allen Umständen gegen einen Verlust gesichert ist.
[0047] Die Ausgestaltung gemäß der Fig. 1 und Fig. 5 zeigen, dass die Traganordnung an dem
C-förmigen Wannenrand 3 entweder nur Profilleisten 2 aufweisen kann oder einen aus
verschiedenen Elementen zusammengesetzten Rahmen aufweisen kann.
[0048] Unabhängig von diesen Ausgestaltungsvarianten zeigt die Fig. 5 auch eine Möglichkeit
zur Höhenanpassung der Traganordnung. Um optional eine alternative Einbauhöhe bereitzustellen,
sind Unterbauleisten 13 vorgesehen, welche unter den Profilleisten 2 anzuordnen sind.
Die Unterbauleisten 13 können dabei bereits in der gewünschten Länge bereitgestellt
oder alternativ zugeschnitten werden. Auch hinsichtlich der Unterbauleisten 13 ist
es optional möglich, einen um den Umfang geschlossenen Rahmen zu bilden. Auch für
die Unterbauleisten 13 können nicht im Detail dargestellte Eckstücke vorgesehen werden.
[0049] Die Fig. 6 zeigt schließlich, dass die Unterbauleisten 13 und die Profilleisten 2
eine Nut-Feder-Verbindung aufweisen können.
[0050] Sofern Unterbauleisten 13 vorhanden sind, muss selbstverständlich auch ein entsprechender
Unterbau 14 für die Mittenabstützung 9 bereitgestellt werden.
1. Sanitärwanneneinrichtung mit einer Sanitärwanne (1) und einer Traganordnung für die
Sanitärwanne (1), wobei die Sanitärwanne (1) einen im Querschnitt C-förmigen Wannenrand
(3) mit einer Unterkantung (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Traganordnung mehrere Profilleisten (2) umfasst, welche in den C-förmigen Wannenrand
(3) eingesetzt und dort formschlüssig gehalten sind.
2. Sanitärwanneneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilleisten (2) im Wesentlichen aus Kunststoff, insbesondere einem Hartschaum
gebildet sind.
3. Sanitärwanneneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilleisten (2) jeweils mit einem oberen Befestigungsabschnitt (7) in den C-förmigen
Wannenrand (3) eingesetzt sind und mit einem Fußabschnitt (8) nach unten über die
Unterkantung (6) vorstehen.
4. Sanitärwanneneinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Befestigungsabschnitt (7) im unmontierten Zustand gegenüber einem von dem
C-förmigen Wannenrand (3) gebildeten Aufnahmeraum ein Übermaß aufweist und derart
komprimierbar ist, um in den Aufnahmeraum eingesetzt zu werden.
5. Sanitärwanneneinrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Fußabschnitt (8) eine Höhe zwischen 3 mm und 15 mm aufweist.
6. Sanitärwanneneinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilleisten (2) an ihren Fußabschnitten (8) Einsätze aus einem schalldämmenden
Material (10) aufweisen, welche die untere Auflagefläche der Fußabschnitte bilden.
7. Sanitärwanneneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Traganordnung eine unter einem Mittelabschnitt der Sanitärwanne angeordnete Mittenabstützung
(9) umfasst.
8. Sanitärwanneneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sanitärwanne (1) aus Stahl-Email gebildet ist.
9. Sanitärwanneneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sanitärwanne (1) eine rechteckige Grundfläche aufweist, wobei an jeder Seite
der Sanitärwanne (1) genau eine Profilleiste (2) vorgesehen ist.
10. Sanitärwanneneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an Ecken der Sanitärwanne (1) Eckstücke (11) in den C-förmigen Wannenrand (3) eingesetzt
sind.
11. Sanitärwanneneinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckstücke (11) mit den jeweils anschließenden Profilleisten (2) über Verbindungselemente
(12) verbunden sind.
12. Sanitärwanneneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Traganordnung zur Höhenanpassung Unterbauleisten (13) umfasst, welche unter den
Profilleisten (2) anzuordnen sind.