TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Kommissionierung von Waren.
Sie betrifft Verfahren zum automatischen Einführen von Beilagen in ein Behältnis gemäss
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Sie betrifft weiterhin eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
STAND DER TECHNIK
[0003] Im Zuge des sich immer weiter verbreitenden E-Commerce kommt der automatischen Kommissionierung
der Waren und Gebinde eine immer grössere Bedeutung zu. Geht ein Auftrag über bestimmte
Waren oder Handelsartikel ein, werden im Rahmen der automatische Kommissionierung
die bestellten Waren aus einem Lager oder einer anderen Bereitstellung entnommen,
zu der Bestellung entsprechenden Warengruppen zusammengeführt, Versandfertig verpackt
und dann über den Versand auf den Weg zum Besteller/Empfänger gebracht.
[0004] In den meisten Fällen werden vor der endgültigen Verpackung noch mit zu verschickende
Beilagen zugefügt, die Beipackzettel, Bedienungsanleitungen, Warenproben, Prospekte,
Flyer, CDs oder dergleichen umfassen können.
[0005] Um den Prozess des Hinzufügens von Beilagen innerhalb der Kommissionierung ebenfalls
automatisieren zu können, müssen Verfahren und Vorrichtungen bereitgestellt werden,
die das Hinzufügen von derartigen Beilagen zu der eigentlichen Hauptware auf eine
unkomplizierte, flexible, schnelle und sichere Weise ermöglichen.
[0006] In der Vergangenheit ist eine Vielzahl von Vorschlägen gemacht worden, wie man Beilagen
in Warenverpackungen einbringen kann.
[0007] Aus der Druckschrift
DE1586104A1 ist eine Vorrichtung zum Einlegen von Prospekten, Sammelbildern oder dergleichen
blattartigen Gegenständen in Kartonpackungen bekannt, die um eine Achse gesteuert
schwenkbare Sauger und einen die Prospekte enthaltenden Stapel aufweist, wobei den
schwenkbaren Saugern eine ortsfeste, sich auf den Kopf der durchlaufenden Kartons
legende Leitschiene zugeordnet ist, deren lediglich die Schmalseitenverschlusslappen
erfassende, parallel zur Fördereinrichtung der Kartons verlaufende Unterkante eine
nach oben gerichtete bogenförmige Einbuchtung aufweist, die im wesentlichen im Bereich
des Schwenkbogens der Sauger liegt.
[0008] Aus der Druckschrift
DE3835838A1 ist eine Verpackungsmaschine für Kartons aus einem vorgefertigten, flach zusammengelegten
Zuschnitt bekannt, der unter Bildung einer im Querschnitt mehreckigen, insbesondere
viereckigen, an zwei Seiten offenen Kartonhülse aufgerichtet, gefüllt und durch Umfalten
von Faltlappen verschlossen wird, wobei in die offene Kartonhülse an wenigstens einer
Seite ein Kartonzuschnitt einlegbar ist, der durch einen Insert-Geber einem Magazin
entnehmbar und in aufrechter Position in die Kartonhülse einführbar ist.
[0009] Die Druckschrift
DE31 18209C2 offenbart eine Vorrichtung zum Zuführen von Prospekten vor eine mit nebeneinanderangeordneten,
in Behältnisse, wie Kartonschachteln, zusammen mit den Prospekten einzuschiebende
Produkte, wie Tuben, Flaschen, Blisterpackungen od. dgl., aufnehmende Produktbecher
versehene Produktkette, wobei die Prospekte zwischen Transportriemen herangefördert
werden und vor dem Einschieben der Produkte vor diesen im wesentlichen lotrecht mittels
einer unterhalb der Produktkette angeordneten Prospektzangenkette in Prospektzangen
gehalten werden, wobei die Prospektzangenkette in einem Aufnahmebereich für die Prospekte
seitlich von der Produktkette fortgeführt ist.
[0010] Die Druckschrift
EP0623516A1 offenbart eine Vorrichtung zur Zuführung von Packbeilagen, wie Prospekten, Beipackzetteln
oder dergleichen, zu in einer Packgutkette einer Packmaschine geführtem, von Gegenständen,
wie Tuben, Flaschen, Stapeln von Blisterpackungen oder dergleichen, gebildetem Packgut,
das zusammen mit den Packbeilagen in Packbehälter, insbesondere Faltschachteln, eingeschoben
wird, die in einer Packbehälterkette der Packmaschine geführt sind, mit einem Packbeilagenförderer,
der die zu einem Streifen gefalteten Packbeilagen zwischen zwei endlosen Transportbändern,
die längs ihres Transportweges aneinander liegend verlaufen, bis zu einer Abgabemündung
transportiert, an der die Transportbänder an Umlenkrollen in zueinander entgegengesetzten
Richtungen umgelenkt werden, und mit einer endlos umlaufenden Klemmzangenkette mit
je einen der Packbeilagenstreifen am Streifenende ergreifenden und ihn der Packgutkette
zuführenden Klemmzangen, die bei der Übernahme der Packbeilagenstreifen in einer im
wesentlichen vertikalen Übernahmeebene verlaufen, wobei die Packbeilagenstreifen bei
der Übernahme mit ihrer Streifenfläche ebenfalls parallel zur Übernahmeebene ausgerichtet
sind und ihrer Länge nach im wesentlichen quer zur Laufrichtung der Klemmzangen liegen,
wobei eine Auffangtasche für jeweils einen die Abgabemündung des Packbeilagenförderers
verlassenden Packbeilagenstreifen vorgesehen ist, die den Packbeilagenstreifen in
der für die Übernahme durch die Klemmzangen vorgegebenen Lage ausgerichtet hält und
aus der der Packbeilagenstreifen in Richtung seiner Länge mit mindestens dem von den
Klemmzangen zu ergreifenden Streifenende in den Weg der Klemmzangen vorsteht, die
das Streifenende mit in ihrer Laufrichtung nach vorn gerichteter Öffnung des Zangenmauls
aufnehmen, und wobei ferner die Auffangtasche für den Austritt des von den Klemmzangen
ergriffenen Packbeilagenstreifens in Laufrichtung der Klemmzangen offen ist, und wobei
sich oberhalb dieser Taschenöffnung die Abgabemündung des Packbeilagenförderers befindet,
wobei die Umlenkrollen seiner Transportbänder auf derselben Seite der Übernahmeebene
angeordnet sind und von dieser einen den Vorbeilauf der von den Klemmzangen geführten
Packbeilagenstreifen ermöglichenden Abstand aufweisen.
[0011] Die Druckschrift
EP1050472A2 beschreibt eine Verpackungsmaschine mit einer umlaufenden Prospekt-Fördervorrichtung,
die eine Vielzahl von Haltern zur Aufnahme jeweils eines Prospektes aufweist und mit
der der Prospekt vor einem Produktbecher einer Produktkette positionierbar ist, und
mit einer Zuführvorrichung, mit der der Prospekt in einem Übergabebereich in den Halter
der Prospekt-Fördervorrichtung einschiebbar ist, wobei im Übergabebereich ein Anschlag
zur Ausrichtung des Prospektes angeordnet ist, wobei der Anschlag an einem endlos
umlaufenden Anschlagriemen ausgebildet ist, der im Übergabebereich im Abstand und
parallel zu der Prospekt-Fördervorrichtung verläuft.
[0012] Die Druckschrift
WO03091113A1 offenbart eine Vorrichtung zum Zuführen von Beipackzetteln aus einer Prospekteinrichtung
zu einer Packguttransporteinrichtung (13), mit einer endlosen Transportkette, an der
in gleichmässigen Abständen Greifelemente für jeweils einen Beipackzettel angeordnet
sind, wobei die Transportkette auf einem Teil des Förderwegs der Packguttransporteinrichtung
parallel zu dieser verläuft und synchron mit der Packguttransporteinrichtung angetrieben
ist, und wobei die Beipackzettel aus der Prospekteinrichtung an einer Übernahmestelle
bereitgestellt sind, der oberhalb und seitlich versetzt zur Packguttransporteinrichtung
angeordnet ist, wobei die Transportkette eine bogengängige Transportkette ist, welche
aus der Ebene nahe des Förderwegs der Packguttransporteinrichtung in Richtung der
Übernahmestelle geschwenkt ist und dass die Transportkette bis an die Übernahmestelle
heran über einen aus dem Niveau der Packguttransporteinrichtung bis in Höhe der Übernahmestelle
reichenden Abschnitt geführt ist.
[0013] Diese bekannten Verfahren und Vorrichtungen sind in der Regel jedoch wenig flexibel,
mechanisch aufwändig und in der erreichbaren Geschwindigkeit begrenzt.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0014] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum automatischen Einführen
von Beilagen in ein Behältnis, welches zur Aufnahme einer Hauptware vorgesehen ist,
anzugeben, welches ein sicheres schnelles und flexibles Einführen ermöglicht und sich
einfach in ein Warenkommissionierungssystem einbinden lässt.
[0015] Es ist weiterhin eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens zu schaffen.
[0016] Die Aufgaben werden durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen und in der vorliegenden Beschreibung
und den Figuren gegeben.
[0017] Das erfindungsgemässe Verfahren zum automatischen Einführen von Beilagen in ein Behältnis,
welches zur Aufnahme einer Hauptware vorgesehen ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass
das offene Behältnis in einer Transportrichtung an einer ortsfesten Einführstation
vorbeibewegt wird, und dass beim Passieren der Einführstation wenigstens eine Beilage
aus der Einführstation in das offene Behältnis eingeführt wird.
[0018] Unter Behältnis wird dabei ein Behälter, insbesondere eine Kartonschachtel, oder
ein Gebinde verstanden. Das Behältnis kann eine Wanne, ein Container oder auch eine
Tasche sein. Das Behältnis kann bereits so gestaltet sein, dass es nach dem Befüllen
verschlossen und als Paket an einen Empfänger geschickt werden kann. Das Behältnis
kann aber auch ein Kunststoff-Container sein, der nur zum Kommissionieren von Hauptware
und Beilagen verwendet, in einer nachgeordneten Versandstation entleert und später
erneut zum Kommissionieren eingesetzt und wiederverwendet wird. Nicht als Behältnis
im Sinne der Anmeldung wird dagegen ein Brief oder ein Kuvert angesehen, in die üblicherweise
nur sehr flache Produkte und insbesondere Druckprodukte eingeschoben werden und die
auf dem Gebiet des Postwesens eine Rolle spielen.
[0019] Die Hauptware kann aus einem einzelnen oder mehreren einzelnen Artikeln bestehen,
z.B. Büchern, Kleidungsstücken, Artikeln des täglichen Bedarfs, Lebensmittel, Arzneimittel,
technischen Geräten, Haushaltsartikeln oder vergleichbarer Handelsware.
[0020] Eine Beilage kann ein Flyer, ein Prospekt, eine gedruckte Rechnung oder ein gedrucktes
Anschreiben oder eine Bedienungsanleitung, generell ein flächiges Druckprodukt, sein.
Sie kann aber auch eine Warenprobe, eine CD oder eine andere Hilfsware sein, die den
Empfänger der Hauptware interessieren könnte oder interessieren soll.
[0021] In einer Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens kann die wenigstens eine
Beilage beim Einführen in das Behältnis mit dem Behältnis mitbewegt werden. Hierdurch
wird insgesamt ein kontinuierlicher Prozess erreicht, der ohne komplizierte Wechselbewegungen
auskommt und mechanisch wenig belastend ist. Zugleich ermöglicht eine solche Prozessgestaltung
höhere Prozessgeschwindigkeiten.
[0022] Wenn dabei das Behältnis mit einer vorgegebenen Transportgeschwindigkeit an der Einführstation
vorbeibewegt wird, und die wenigstens eine Beilage beim Einführen mit einer auf die
Transportgeschwindigkeit des Behältnisses abgestimmten Geschwindigkeit mitbewegt wird,
lassen sich - wenn es sich bei der Beilage um ein flächiges Druckprodukt handelt -
beispielsweise Einführleistungen von 2500 Exemplaren pro Stunde erreichen.
[0023] Besonders günstig ist es, wenn das Behältnis auf einer Transportebene an der Einführstation
vorbeibewegt wird, das Behältnis nach oben offen ist, und die wenigstens eine Beilage
von oben in das Behältnis eingeführt wird. Hierdurch wird der Einführprozess weiter
vereinfacht und beschleunigt.
[0024] Für die automatische Kommissionierung von Hauptware und Beilagen ist es günstig,
wenn das Einführen der wenigstens einen Beilage von einer vorgegebenen Einführhöhe
aus vorgenommen wird, nacheinander unterschiedlich hohe Behältnisse mit wenigstens
einer Beilage befüllt werden, und wenn die vorgegebene Einführhöhe jeweils automatisch
auf die Höhe des zu befüllenden Behältnisses eingestellt wird. Hierdurch wird ein
Kommissionierungsprozess mit grosser Flexibilität erreicht, weil ohne weitere Eingriffe
ganz unterschiedliche Gebinde verarbeitet werden können.
[0025] Dabei kann die Höhe des zu befüllenden Behältnisses vor dem Einführen der wenigstens
einen Beilage bestimmt werden. Dies kann durch einen geeigneten Sensor geschehen,
der vor der Einführstation die ankommenden Behältnisse in ihrer Höhe und gegebenenfalls
auch in ihren lateralen Abmessungen ausmisst und die Ergebnisse an eine gesteuerte
Höhenverstellung weitergibt. Als Sensoren kommen dafür beispielsweise vertikale Lichtschrankenketten
oder über dem Transportweg angeordnete Abstandssensoren oder Kameras mit einer entsprechenden
Bildauswertung in Betracht.
[0026] Insbesondere kann das Einführen der wenigstens einen Beilage mittels eines Einführorgans
erfolgen, wobei die Einstellung der Einführhöhe am Einführorgan vorgenommen wird.
Eine solche lokale Höhenverstellung ist mechanisch einfach und sicher und kann schnell
auf unterschiedlich hohe Behältnisse reagieren.
[0027] Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn das Einführorgan oberhalb der Transportebene
relativ zur Transportebene verschwenkbar angeordnet ist, und die Einstellung der Einführhöhe
durch Verschwenken des Einführorgans vorgenommen wird. Es ist aber auch denkbar, eine
(schräge) Lage des Einführorgans unverändert zu lassen und eine Höhenverstellung durch
eine teleskopische Veränderung der Länge des Einführorgans vorzunehmen. In weiteren
Ausgestaltungen kann eine kombinierte Bewegung des Einführorgans umfassend ein Verschwenken
und ein Teleskopieren vorgenommen werden, um die Einführhöhe einzustellen.
[0028] In einer Ausgestaltung des Verfahrens gibt eine oberhalb der Transportvorrichtung
angeordnete, längliche Spendezunge des Einführorgans an einem freien Ende die einzuführende
Beilage aus, wobei die Spendezunge zur Höhenverstellung des freien Endes um eine erste
horizontale Schwenkachse verschwenkt wird.
[0029] In einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens wird die Spendezunge derart verschwenkt
und/oder teleskopiert, dass das freie Ende entlang einer vertikalen Bahn höhenverstellt
wird. Dadurch kann vorteilhafterweise erreicht werden, dass die Beilagen stets an
einer gleichen Stelle entlang der Transportrichtung in das offene Behältnis eingeführt
werden. Für aufeinanderfolgende, unterschiedlich hohe Behältnisse bietet dies den
Vorteil einer erhöhten Flexibilität beim Einführen der Beilagen. Insbesondere kann
so der Abstand zwischen den aufeinanderfolgenden Behältnissen verkleinert werden,
was sich vorteilhaft auf die Förderleistung und Fördergeschwindigkeit auswirkt.
[0030] In einer Ausgestaltung des Verfahrens weist die Spendezunge einen ersten Schenkel
und einen zweiten Schenkel auf, welche über ein Gelenk verbunden sind, welches eine
zweite horizontale Schwenkachse definiert. Dabei ist das freie Ende am zweiten Schenkel
angeordnet und wird zur Höhenverstellung um die zweite horizontale Schwenkachse verschwenkt,
wobei das Gelenk um die erste horizontale Schwenkachse verschwenkt wird. Die Spendezunge
bzw. der erste und der zweite Schenkel können vorteilhafterweise eine kombinierte
Schwenkbewegung ausführen, wobei der erste Schenkel um die erste horizontale Schwenkachse
verschwenkt werden kann und der zweite Schenkel durch das Gelenk um die zweite horizontale
Schwenkachse und aufgrund der Verbindung zum ersten Schenkel auch um die erste horizontale
Schwenkachse verschwenkt werden kann.
[0031] Bevorzugt erfolgt das Einführen der wenigstens einen Beilage in das offene Behältnis
in Transportrichtung schräg nach unten. Dadurch ist ein "gleitendes" Einführen möglich,
das hohe Geschwindigkeiten erlaubt.
[0032] Bei der Zusammenführung von Hauptware und Beilag(n) ist es möglich, dass das Behältnis
zunächst mit der Hauptware befüllt wird, und dass die wenigstens eine Beilage anschliessend
in das offene Behältnis eingeführt wird. Dabei kann die wenigstens eine Beilage auf
der eingefüllten Hauptware abgelegt werden.
[0033] Es ist aber auch denkbar, dass in das offene Behältnis zunächst die wenigstens eine
Beilage eingeführt wird, und dass anschliessend das Behältnis mit der Hauptware befüllt
wird.
[0034] Weiterhin können selbstverständlich auch mehrere (gleiche oder unterschiedliche)
Beilagen in das Behältnis eingeführt werden. So können beispielsweise Bedienungsanleitungen,
Rechnungen, Prospekte und Warenproben zu einer Beilagengruppe zusammengefasst und
beigelegt werden.
[0035] Solche mehreren Beilagen können nacheinander an verschiedenen Einführstationen in
das Behältnis eingeführt werden.
[0036] Es ist aber auch denkbar, dass die Beilagen zunächst zu einer Beilagengruppe zusammengestellt
werden, und dass anschliessend die Beilagengruppe an einer Einführstation in das Behältnis
eingeführt wird.
[0037] Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung
ist gekennzeichnet durch eine Transportvorrichtung für den Transport der offenen Behältnisse
auf einer Transportebene in einer Transportrichtung mit einer vorgegebenen Transportgeschwindigkeit,
an welcher Transportvorrichtung wenigstens eine Einführstation angeordnet ist, welche
ein Einführorgan zur Einführung einer Beilage in ein auf der Transportvorrichtung
an der Einführstation vorbeibewegtes Behältnis umfasst.
[0038] Insbesondere kann das Einführorgan eine oberhalb der Transportvorrichtung angeordnete,
längliche Spendezunge umfassen, welche an einem freien Ende die einzuführende Beilage
ausgibt.
[0039] Mit Vorteil ist die Spendezunge parallel zur Transportrichtung ausgerichtet und erstreckt
sich in Transportrichtung schräg nach unten, derart, dass das freie Ende der Spendezunge
sich unten befindet. Diese Konfiguration lässt sich besonders einfach auf variable
Höhen der zu befüllenden Behältnisse anpassen.
[0040] Dazu kann das freie Ende der Spendezunge höhenverstellbar ausgebildet sein.
[0041] Insbesondere kann die Spendezunge zur Höhenverstellung des freien Endes um eine erste
horizontale Schwenkachse verschwenkbar sein. Dies ermöglicht eine motorisierte Verstellung,
die sich nach Massgabe der Höhe der jeweiligen Behältnisse steuern lässt.
[0042] In einer Ausgestaltung ist die Spendezunge derart verschwenkbar und/oder teleskopierbar,
dass das freie Ende entlang einer vertikalen Bahn höhenverstellbar ist. Dadurch kann
vorteilhafterweise erreicht werden, dass die Beilagen im Wesentlichen immer an einer
gleichen Stelle entlang der Transportrichtung in das offene Behältnis eingeführt werden.
Für aufeinanderfolgende, unterschiedlich hohe Behältnisse bietet dies den Vorteil
einer erhöhten Flexibilität beim Einführen der Beilagen.
[0043] Die Spendezunge kann verschwenkbare und/oder teleskopierbare Teile aufweisen. Insbesondere
können die verschwenkbaren und/oder telekopierbaren Teile eingerichtet sein, eine
kombinierte Bewegung des freien Endes der Spendezunge auszuführen, um die Einführhöhe
einzustellen.
[0044] In einer Ausgestaltung weist die Spendezunge einen ersten Schenkel und einen zweiten
Schenkel auf, welche über ein Gelenk verbunden sind, welches eine zweite horizontale
Schwenkachse definiert. Dabei ist das freie Ende am zweiten Schenkel angeordnet und
um die zweite horizontale Schwenkachse verschwenkbar, wobei das Gelenk um die erste
horizontale Schwenkachse verschwenkbar ist.
[0045] Bevorzugt ist der erste Schenkel um die erste, vorzugsweise ortsfeste, horizontale
Schwenkachse verschwenkbar angeordnet. Die Spendezunge bzw. der erste und der zweite
Schenkel sind vorteilhafterweise eingerichtet, eine kombinierte Schwenkbewegung auszuführen,
wobei der erste Schenkel um die erste horizontale Schwenkachse verschwenkbar ist und
der zweite Schenkel durch das Gelenk um die zweite horizontale Schwenkachse und aufgrund
der Verbindung zum ersten Schenkel auch um die erste horizontale Schwenkachse verschwenkbar
ist.
[0046] Das Gelenk bietet den Vorteil eines zusätzlichen Freiheitsgrads in der Bewegung der
Spendezunge, was die Flexibilität des Einführens erhöht. Insbesondere kann durch die
kombinierte Schwenkbewegung vorteilhafterweise erreicht werden, dass das am zweiten
Schenkel angeordnete freie Ende entlang einer vertikalen Bahn höhenverstellbar ist,
so dass die Beilagen im Wesentlichen immer an einer gleichen Stelle entlang der Transportrichtung
in das offene Behältnis eingeführt werden können. Insbesondere können dadurch aufeinanderfolgende,
unterschiedlich hohe Behältnisse einen kleineren Abstand zueinander aufweisen, was
sich positiv auf die Förderleistung und die Fördergeschwindigkeit auswirkt.
[0047] Zum Beispiel muss bei einer starren Spendezunge, welche nur um eine einzelne Schwenkachse
verschwenkbar ist, bei aufeinanderfolgenden, unterschiedlich hohen Behältnissen in
der Regel ein Mindestabstand zwischen den Behältnissen eingehalten werden, welcher
den Schwenkradius der Spendezunge berücksichtigt. Dies ist zum Beispiel der Fall,
wenn auf ein erstes Behältnis mit einer ersten Höhe ein zweites Behältnis mit einer
geringeren zweiten Höhe folgt: Aufgrund des Schwenkradius der Spendezunge weist das
erste Behältnis in der Regel einen "Schwenkschatten" auf, so dass das zweite Behältnis
einen Mindestabstand zum ersten Behältnis einhalten muss, der grösser als der "Schwenkschatten"
ist.
[0048] In einer Ausgestaltung weist die Vorrichtung eine Führung auf, in welcher das freie
Ende des zweiten Schenkels zur Höhenverstellung entlang der vertikalen Bahn geführt
ist.
[0049] In einer Ausgestaltung weist die Vorrichtung eine Einführsteuerung auf, welche eingerichtet
ist, den ersten und den zweiten Schenkel so zu steuern, dass die Spendezunge eine
kombinierte Schwenkbewegung derart ausführt, dass das freie Ende des zweiten Schenkels
entlang einer vertikalen Bahn höhenverstellt wird.
[0050] Der erste und der zweite Schenkel können Transportbänder umfassen, mittels welchen
die Beilagen gefördert werden. In einer Ausgestaltung können der erste und/oder der
zweite Schenkel jeweils einen oberen und/oder einen unteren Förderer, vorzugsweise
umfassend ein oberes und/oder ein unteres Transportband, aufweisen, zwischen welchen
die Beilagen gefördert werden. Die Beilagen können zwischen oberen und unteren Förderern
mittels gegenläufigen oberen und unteren Transportbändern gefördert werden. Das Gelenk
kann Untergelenke aufweisen, welche die oberen bzw. unteren Förderer des ersten und
des zweiten Schenkels verbinden. Die Gelenke bzw. die Untergelenke können Umlenkrollen
umfassen. Vorzugsweise sind die Transportbänder kontinuierlich über das Gelenk bzw.
über die Untergelenke laufend ausgebildet. In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist
ein unteres Transportband kontinuierlich über den ersten und den zweiten Schenkel
laufend geführt und/oder ein oberes Transportband ist kontinuierlich über den ersten
und den zweiten Schenkel laufend geführt, so dass die Beilagen kontinuierlich zwischen
dem unteren und dem oberen Transportband gefördert werden können.
[0051] In weiteren Ausgestaltungen weist die Spendezunge weitere Schenkel und Gelenke auf,
was den Vorteil einer Erhöhung der Freiheitsgrade der Einführbewegung bietet.
[0052] Damit die Beilagen einzeln und mit hoher Geschwindigkeit über das Einführorgan in
das Behältnis eingeführt werden können, ist dem Einführorgan in einer Ausgestaltung
ein Vereinzeler vorgeschaltet, welcher einzelne Beilagen an dass Einführorgan übergibt.
[0053] Vorzugsweise ist dem Vereinzeler ein Stangenanleger vorgeschaltet, welcher zum Einführen
vorgesehene Beilagen zum Vereinzeler befördert. Derartige Stangenanleger sind aus
der Druckweiterverarbeitung bekannt und haben sich dort bewährt, wo Beilagen von einem
Vorratsstapel (Stange) zu einem Vereinzeler transportiert werden müssen. Sie bilden
gleichzeitig Beilagenspeicher, die nur in längeren Intervallen mit entsprechende Beilagenstapeln
gefüllt werden müssen und damit Personal einsparen.
[0054] Insbesondere kann der Stangenanleger quer zur Transportvorrichtung angeordnet sein.
Diese Konfiguration ermöglicht eine platzsparende Anordnung mehrere Einführstationen
hintereinander.
[0055] Eine grosse Schnelligkeit und Flexibilität wird erreicht, wenn entlang der Transportvorrichtung
mehrere Einführstationen hintereinander angeordnet sind, und wenn jede der Einführstationen
jeweils ein eigenes Einführorgan aufweist.
[0056] Es ist aber auch in anderen Anwendungsfällen denkbar, dass der Einführstation eine
Sammelvorrichtung zugeordnet ist, welche durch Sammeln aus mehreren Beilagen eine
Beilagengruppe bildet und an das Einführorgan weitergibt.
[0057] Dabei können der Sammelvorrichtung mehrere Anlegestationen für die Beilagen zugeordnet
sein.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0058] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- zeigt in schematischer Darstellung in mehreren Schritten (a) bis (c) einen beispielhaften
Vorgang des Einführens einer Beilage in ein bereits mit einer Hauptware gefülltes
Behältnis gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 2
- zeigt analog zu Fig. 1 in schematischer Darstellung in mehreren Schritten (a) bis
(c) einen beispielhaften Vorgang des Einführens einer Beilage in ein Behältnis vor
dem Einfüllen einer Hauptware gemäss einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 3
- zeigt ein zusätzlich zur Hauptware mit mehreren verschiedenen Beilagen nacheinander
befülltes Behältnis gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 4
- zeigt ein zusätzlich zur Hauptware mit mehreren verschiedenen Beilagen nebeneinander
befülltes Behältnis gemäss einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 5
- zeigt ein zusätzlich zur Hauptware mit Beilagengruppe befülltes Behältnis gemäss einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 6
- zeigt in einer perspektivischen Darstellung ein einfaches Ausführungsbeispiel einer
Einführstation nach der Erfindung mit einer höhenverstellbaren Spendezunge, die nacheinander
(a) bis (c) Beilagen in verschieden hohe Behältnisse einführt;
- Fig. 7
- zeigt das Blockschema eines Einführsystems gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung
zur Kommissionierung von Beilagen zur entsprechenden Hauptware;
- Fig. 8
- zeigt eine gemäss der Erfindung arbeitende vereinfachte Einführstation, bei welcher
ein Vereinzeler für die Beilagen seitlich und quer zur Transportrichtung angeordnet
ist;
- Fig. 9
- zeigt eine auf Fig. 8 aufbauende Einführstation, bei der die Beilagen durch einen
seitlich und quer angeordneten Stangenanleger zugeführt werden;
- Fig. 10
- zeigt eine gemäss der Erfindung arbeitende Einführanlage mit mehreren in Transportrichtung
hintereinander angeordneten, unabhängig arbeitenden Einführstationen;
- Fig. 11
- zeigt eine gemäss der Erfindung arbeitende Einführanlage mit einer Sammelvorrichtung
zur Bildung von Beilagengruppen, die dann in die vorbeitransportierten Behältnisse
eingeführt werden;
- Fig. 12a
- zeigt eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Einführstation
mit einer Spendezunge, welche einen ersten Schenkel und einen zweiten Schenkel aufweist,
welche über ein Gelenk verbunden sind; und
- Fig. 12b
- zeigt eine Seitenansicht der Einführstation aus Fig. 1 2a, wobei ein freies Ende der
Spendezunge aufgrund eines unterschiedlich hohen Behältnisses höhenverstellt ist.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0059] Bevor später auf Ausführungsbeispiele der technischen Vorrichtungen und Anlagen eingegangen
wird, welche zur Verwirklichung der Erfindung geeignet und vorgesehen sind, soll zunächst
anhand der Fig. 1-5 der mit der Erfindung verbundene Einführvorgang als solcher anhand
vereinfachter Darstellungen erläutert werden.
[0060] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung in mehreren Schritten (a) bis (c) einen
beispielhaften Vorgang des Einführens einer Beilage 15 in ein bereits mit einer Hauptware
14 gefülltes Behältnis gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Hauptware
14 ist hier der Einfachheit halber als kompakter, geschlossener Block dargestellt,
kann aber aus mehreren gleichartigen oder verschiedenen Artikeln bestehen. Handelt
es sich bei der Hauptware 14 beispielsweise um Bekleidungsstücke, kann die Hauptware
14 Hemden, Hosen, Röcke, Jacken oder dergleichen umfassen.
[0061] Die Hauptware 14 ist bereits in ein Behältnis 10 eingefüllt, das im Beispiel oben
offen ist und eine Kartonschachtel, eine Wanne, ein Container oder auch eine Tasche
sein kann. Das Behältnis 10, das in Fig. 1 durch ein einfaches Rechteck symbolisiert
ist, kann bereits so gestaltet sein, dass es nach dem Befüllen verschlossen und als
Paket an einen Empfänger geschickt werden kann. Das Behältnis 10 kann aber auch ein
Kunststoff-Container sein, der nur zum Kommissionieren von Hauptware 14 und Beilagen
15 verwendet, in einer nachgeordneten Versandstation entleert und später erneut zum
Kommissionieren eingesetzt und wiederverwendet wird.
[0062] Das Behältnis 10 ist gemäss Fig. 1(a) bereits mit der in seinen Innenraum 11 eingebrachten
Hauptware 14 befüllt, wenn es auf einer Transportebene 12 in Transportrichtung mit
einer vorgegebenen Transportgeschwindigkeit an einer (nicht gezeigten) Einführstation
vorbeibewegt wird. Auf dem Weg an der Einführstation vorbei wird nun gemäss Fig. 1
(b) in das oben offene Behältnis 10 mit angepasster Geschwindigkeit eine Beilage 1
5 so eingeführt, dass sie im Innenraum 11 des Behältnisses 10 auf der Hauptware 14
abgelegt werden kann (Fig. 1(c)). Das Einführen der Beilage 15 erfolgt dabei vorzugsweise
in Transportrichtung 13 schräg von oben nach unten, so dass die flächige Beilage 15
mit dem tieferen stromabwärtigen Ende zuerst auf der Hauptware 14 aufliegt, bevor
sie gemäss Fig. 1(c) vollständig abgelegt ist. Die flächige Beilage 15 im gezeigten
Beispiel kann ein Flyer, ein Prospekt, eine gedruckte Rechnung oder ein gedrucktes
Anschreiben sein. Es kann aber auch eine Warenprobe, eine CD oder eine andere Beilage
sein, die den Empfänger der Hauptware 14 interessieren könnte oder interessieren soll.
[0063] Der Vorgang des Befüllens des Behältnisses 10 kann aber auch in umgekehrter Reihenfolge
ablaufen, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Hier wird zunächst eine Beilage 15 in
das leere Behältnis 10 eingeführt (Fig. 2(a) und Fig. 2(b)), bevor dann die Hauptware
14 eingefüllt wird (Fig. 2(c)). Selbstverständlich kann in diesem Fall nachträglich
auch gemäss Fig. 1 eine weitere Beilage eingeführt und auf der Hauptware 14 oben abgelegt
werden, so dass unter und über der Hauptware 14 Beilagen abgelegt sind.
[0064] Während in Fig. 1 nur eine Beilage in das Behältnis 10 eingeführt wird, können gemäss
Fig. 3 auch mehrere (gleiche oder) verschiedene Beilagen 15 und 16 eingeführt werden.
Wird dies nacheinander gemacht, ergibt sich für die auf der Hauptware 14 abgelegten
Beilagen 1 5 und 16 eine natürliche Reihenfolge, bei der die zuerst eingeführte Beilage
15 unter der danach eingeführten Beilage 16 zu liegen kommt.
[0065] Es ist aber auch denkbar (Fig. 4), wenn die Beilagen 15, 16 im Verhältnis zur lateralen
Ausdehnung des Behältnisses 10a klein sind, die Beilagen 15, 16 getrennt voneinander
(oder überlappend) auf der Hauptware 14a abzulegen, um beispielsweise einen besseren
Zugriff auf die einzelnen Beilagen zu ermöglichen.
[0066] Anstatt verschiedene Beilagen nacheinander in das Behältnis 10 einzuführen, kann
aber auch vor dem Einführen aus mehreren Beilagen 15, 16 durch separates Sammeln eine
Beilagengruppe gebildet werden, die nach in einem einzigen Einführvorgang in das Behältnis
10 eingeführt wird (Fig. 5).
[0067] Fig. 6 zeigt nun in einer perspektivischen vereinfachten Darstellung ein einfaches
Ausführungsbeispiel einer Einführstation 20 nach der Erfindung mit einer höhenverstellbaren
Spendezunge 21, die nacheinander (a) bis (c) Beilagen in verschieden hohe Behältnisse
10b, 10c und 10d einführt. Die Einführstation 20 ist an einer Transportvorrichtung
17 angeordnet, die sich in einer Transportrichtung erstreckt und eine Transportebene
bildet, in der die Behältnisse 10b bis 10d an der Einführstation 20 vorbeibewegt werden.
Die Transportvorrichtung 17 kann z.B. ein Transportband oder - wie in der Fig. 6 gezeigt
- ein Rollentransportband sein, welches entweder aktiv angetrieben wird oder auf dem
sich die Behältnisse schwerkraftbedingt auf einem Gefälle selbst bewegen. Bei einem
aktiven Antrieb ist es wesentlich einfacher, den Einführvorgang mit der (gleichmässigen)
Transportgeschwindigkeit der Behältnisse bewegungsmässig zu koordinieren.
[0068] Ein wesentlicher Bestandteil der Einführstation 20 ist als Einführorgan, die Spendezunge
21, mit der zwischen einem oberen Transportband und einem unteren Transportband (21a
und 21b in Fig. 7) insbesondere flächige Beilagen in Transportrichtung schräg abwärts
auf das vorbeibewegte Behältnis zu gefördert und am unteren freien Ende der Spendezunge
in das offene Behältnis einführend abgegeben werden können. Am oberen Ende ist die
Spendezunge 21 um eine horizontale, quer zur Transportrichtungen orientierte Schwenkachse
verschwenkbar gelagert, so dass das freie untere Ende der Spendezunge 21 durch Verschwenken
um diese Schwenkachse auf- und abbewegt werden kann.
[0069] Am oberen Ende der Spendezunge 21 ist ein Vereinzeler 19 angeordnet, der die Beilagen
15 einzeln und zeitlich auf die vorbeibewegten Behältnisse 10b-d abgestimmt an die
Spendezunge 21 abgibt, von der sie dann schräg nach unten zum offenen Behältnis transportiert
und dort eingeführt werden. Der Vereinzeler 19 kann mit einem Stapel von Beilagen
beschickt werden, die dann vereinzelt und weitergeleitet werden.
[0070] Die in Fig. 6 nacheinander an der Einführstation 20 vorbeibewegten Behältnisse 20b-d
sind (in Anpassung an die darin aufzunehmende Hauptware 14) unterschiedlich gross
und vor allem unterschiedlich hoch. Um gleichwohl ein sicheres Einführen der Beilagen
unabhängig von Grösse und Höhe zu ermöglichen, werden die Behältnisse einerseits in
ihrer Lage in der Transportebene auf die ortsfest angeordnete Spendezunge 21 ausgerichtet.
Andererseits wird das freie Ende der Spendezunge 21 in seiner Höhe auf die Höhe des
nächsten zu befüllenden Behältnisses ausgerichtet, so dass sich das freie Ende der
Spendezunge 21 mit ausreichendem Abstand über der Oberkante des Behältnisses befindet.
Der Abstand darf aber auch nicht zu gross sein, um ein sicheres und kontrolliertes
Einführen zu ermöglichen, insbesondere wenn die Beilage lediglich ein bedrucktes Blatt
(Rechnung, Betriebsanleitung etc.) ist.
[0071] Die Ausrichtung des freien Endes der Spendezunge 21 wird nach Massgabe einer Höhenmessung
gesteuert, die an den ankommenden Behältnissen vor Erreichen der Einführstation 20
vorgenommen wird. Hierzu ist ein (in Fig. 6 nicht dargestellter) Höhensensor (27 in
Fig. 7) vorgesehen, der als Abstandssensor oder höhensensitive Lichtschranke die Lage
der Oberkante(n) des ankommenden Behältnisses bestimmt und die Spendezunge 21 (wenn
nötig) rechtzeitig zu einem entsprechenden Schwenkvorgang veranlasst.
[0072] In Fig. 6(a) kommt ein sehr flaches Behältnis 10b auf die Einführstation 20 zu und
die Spendezunge 21 ist entsprechend nach unten verschwenkt, so dass die Beilage 15
sicher an das Behältnis 10b abgegeben werden kann (Fig. 6(b)).
[0073] Das nächste Behältnis 20c ist demgegenüber sehr gross und hoch. Zur Anpassung wird
die Spendezunge 21 nach oben verschwenkt, so dass ein sicherer Einführvorgang gewährleistet
ist (Fig. 6(c)). Der Vorgang widerholt sich dann für das nächste, mittelgrosse Behältnis
10d.
[0074] Fig. 7 zeigt das Blockschema eines vollständigen Einführsystems 30 gemäss einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung zur Kommissionierung von Beilagen zur entsprechenden Hauptware. Das
dargestellte Einführsystem 30 umfasst eine Transportvorrichtung 17, mit der ein Einführorgan
in Form einer Spendezunge 21 zusammenwirkt. Die schräg nach unten gerichtete Spendezunge
21 umfasst einen oberen Bandförderer 21a und einen unteren Bandförderer 21b, zwischen
denen die Beilagen zur Transportvorrichtung 17 hin transportiert werden. Die Beilagen
werden einzeln von einem Vereinzeler 19 in die Spendezunge 21 eingeführt. Der Vereinzeler
19 erhält die Beilagen (z.B. in geschuppter Anordnung) von einem Stangenanleger 25.
Alternativ kann auch eine Druckstation 26 eingesetzt werden, die im Rahmen der Kommissionierung
spezifische Beilagen (Rechnungen, Anschreiben etc.) ausdruckt und zum Vereinzeler
19 schickt.
[0075] Am Vereinzeler 19 ist zugleich eine motorisierte Schwenkvorrichtung für die Spendezunge
21 angeordnet. Schwenken und Transportantrieb der Spendezunge 21 werden von einer
Einführsteuerung 24 gesteuert, die einerseits von einem Höhensensor 27 Daten über
die Höhe der zu befüllenden Behältnisse erhält und andererseits Steuerbefehle aus
einem Kommissioniersystem 22 entgegennimmt. Das Kommissioniersystem 22 ist mit einem
Datenspeicher 23 gekoppelt, in welchem in Form einer Datenbank Daten (Namen, Adressen
etc.) von Kunden bzw. Empfängern der kommissionierten Waren und Beilagen abgespeichert
sind. In das Kommissionierungssystem 22 werden an einem Auftragseingang 28 Aufträge
für die Kommissionierung eingegeben. Die Transportvorrichtung 17 kann direkt vom Kommissionierungssystem
22, alternativ aber auch von der Einführsteuerung 24 gesteuert werden.
[0076] In Fig. 8 ist eine gemäss der Erfindung arbeitende vereinfachte Einführstation wiedergegeben,
bei welcher ein Vereinzeler 19 für die Beilagen seitlich und quer zur Transportrichtung
der Transportvorrichtung 17 auf einem Gestell 31 angeordnet ist. Die parallel zur
Transportrichtung bzw. Transportvorrichtung 17 ausgerichtete Spendezunge 21 ist hier
mit dem Vereinzeler 19 durch einen Eckförderer 29 verbunden, der die quer angelegten
Beilagen in Transportrichtung zur Spendezunge 21 weiterbefördert.
[0077] Die in Fig. 8 gezeigte Konfiguration ermöglicht es, gemäss Fig. 9 bei einer Einführstation
33 die Beilagen mittels eines quer zur Transportvorrichtung 17 angeordneten Stangenanlegers
32 platzsparend in einem Schuppenstrom oder dergleichen zum Vereinzeler 19 und dann
einzeln über den Eckförderer 29 der Spendezunge 21 zuzuführen. Dazu können beispielsweise
- wenn es sich um flächige Beilagen wie Prospekte, Flyer oder dergleichen handelt
- Stapel der Beilagen von einer Bedienperson auf den Stangenanleger 32 gelegt werden,
die dann koordiniert zum Vereinzeler 19 transportiert werden.
[0078] Um entweder verschiedene Behältnisse 10 automatisch mit unterschiedlichen Beilagen
zu befüllen oder in ein einzelnes Behältnis hintereinander verschiedene Beilagen oder
gleiche Beilagen mehrfach einzuführen, können gemäss Fig. 10 in einer Einführanlage
34 mehrere, vorzugsweise gleichartige, Einführstationen 33a-f entlang der Transportvorrichtung
17 hintereinander angeordnet sein. Jede der Einführstationen 33a-f hat eine eigene
Spendezunge, die sich in der Höhe auf die ankommenden Behältnisse 10 automatisch einstellt
und die ihr von ihrem Stangenanleger zugeführte Beilage in das dafür vorgesehene Behältnis
einführt. Fig. 10 zeigt weiterhin, dass vor der Einführanlage 34 mehrere Transportzweige
17a, 17b zur Transportvorrichtung 17 zusammengeführt werden können, um Behältnisse
10, die aus unterschiedlichen Lagern oder Bereitstellungen kommen, für das Einführen
der Beilagen in der Einführanlage 34 zusammenzuführen.
[0079] Es ist aber auch denkbar, gemäss Fig. 11 in einer Einführanlage 40 verschiedene Beilagen
über entsprechende Anlegestationen 36a,b, 37a,b und 38a,b vor dem Einführen zu Beilagengruppen
zusammenzustellen, in dem sie einer Sammelvorrichtung 39 übergeben werden und dann
als Beilagengruppe über eine am Ausgabeende der Sammelvorrichtung 39 angeordnete Spendezunge
21 der bereits erläuterten Art in ein vorbeitransportiertes Behältnis eingeführt werden.
Die Sammelvorrichtung 39 ist im dargestellten Beispiel als Transportband ausgebildet,
auf dass die zu sammelnden Beilagen nacheinander aufgelegt werden. Die Transportvorrichtung
17 kann - wie das Beispiel der Fig. 11 andeutet - nach der Einführanlage 40 in einer
Kurve zu nachfolgenden, der Weiterverarbeitung dienenden Einrichtungen führen.
[0080] Fig. 12a zeigt eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Einführstation
41 mit einer Spendezunge 42, welche einen ersten Schenkel 421 und einen zweiten Schenkel
422 aufweist, welche über ein Gelenk 423 verbunden sind. Der erste Schenkel 421 ist
um eine erste horizontale Schwenkachse H1 schwenkbar über einen Eckförderer 29 mit
einem Vereinzeler 19 verbunden. Das Gelenk 423 definiert eine zweite horizontale Schwenkachse
H2, um welche das freie Ende 424 der Spendezunge 42 bzw. der zweite Schenkel 422 schwenkbar
ist. Das Gelenk 423 wiederum ist um die erste horizontale Schwenkachse H1 schwenkbar.
Der erste Schenkel weist einen oberen Förderer 421a und einen unteren Förderer 421b
und der zweite Schenkel weist einen oberen Förderer 422a und einen unteren Förderer
422b auf, zwischen denen die Beilagen 15 mittels gegenläufigen Transportbändern 425,
426 gefördert werden. Das Gelenk 423 weist Untergelenke 423a, 423b mit Umlenkrollen
auf, welche die die oberen Förderer 421a, 422a bzw. die unteren Förderer 421b, 422b
des ersten und des zweiten Schenkels 421, 422 verbinden. Die Transportbänder 425,
426 sind kontinuierlich über die Untergelenke 423a, 423b laufend ausgebildet. Fig.
12a zeigt die Spendezunge 42 in einer Konfiguration mit einer Einführhöhe, welche
auf die Höhe des mittels der Transportvorrichtung 17 an der Einführstation 41 vorbeigeförderten
Behältnisses 10g angepasst ist. Das Behältnis 10g weist eine Hauptware 14 auf, zu
welcher oder auf welche die Beilage 15 gelegt werden soll.
[0081] Fig. 12b zeigt eine Seitenansicht der Einführstation 41 aus Fig. 12a, wobei das freie
Ende 424 der Spendezunge 42 aufgrund des höheren Behältnisses 10h höhenverstellt wurde.
Im Vergleich zur Konfiguration in Fig. 1 2a ist die Spendezunge 42 mit einer höheren
Einführhöhe eingestellt, wobei das am zweiten Schenkel 422 angeordnete freie Ende
424 der Spendezunge 42 mittels einer kombinierten Schwenkbewegung des ersten Schenkels
421 und des zweiten Schenkels 422 entlang der vertikalen Bahn A höhenverstellt worden
ist.
1. Verfahren zum automatischen Einführen von Beilagen (15, 16) in ein Behältnis (10;
10a-h), welches zur Aufnahme einer Hauptware (14) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das offene Behältnis (10; 10a-h10a-h) in einer Transportrichtung (13) an einer ortsfesten
Einführstation (20, 33; 33a-f, 41) vorbeibewegt wird, und dass beim Passieren der
Einführstation (20, 33; 33a-f, 41) wenigstens eine Beilage (15, 16) aus der Einführstation
(20, 33; 33a-f, 41) in das offene Behältnis (10; 10a-h10a-h) eingeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Beilage (15, 16) beim Einführen in das Behältnis (10; 10a-h10a-h)
mit dem Behältnis (10; 10a-h) mitbewegt wird, wobei vorzugsweise das Behältnis (10;
10a-h) mit einer vorgegebenen Transportgeschwindigkeit an der Einführstation (20,
33; 33a-f, 41) vorbeibewegt wird, und die wenigstens eine Beilage (15, 16) beim Einführen
mit einer auf die Transportgeschwindigkeit des Behältnisses (10; 10a-h) abgestimmten
Geschwindigkeit mitbewegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (10; 10a-h) auf einer Transportebene (12) an der Einführstation (20,
33; 33a-f, 41) vorbeibewegt wird, dass das Behältnis (10; 10a-h) nach oben offen ist,
und dass die wenigstens eine Beilage (15, 16) von oben in das Behältnis (10; 10a-h)
eingeführt wird, wobei das Einführen der wenigstens einen Beilage (15, 16) vorzugsweise
von einer vorgegebenen Einführhöhe aus vorgenommen wird, nacheinander unterschiedlich
hohe Behältnisse (10; 10a-h) mit wenigstens einer Beilage (15, 16) befüllt werden,
und die vorgegebene Einführhöhe jeweils automatisch auf die Höhe des zu befüllenden
Behältnisses eingestellt wird, wobei die Höhe des zu befüllenden Behältnisses (10;
10a-h) vorzugsweise vor dem Einführen der wenigstens einen Beilage (15, 16) bestimmt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Einführen der wenigstens einen Beilage (15, 16) mittels eines Einführorgans (21,
42) erfolgt, und dass die Einstellung der Einführhöhe am Einführorgan (21, 42) vorgenommen
wird, wobei das Einführorgan (21, 42) vorzugsweise oberhalb der Transportebene (12)
relativ zur Transportebene (12) verschwenkbar angeordnet ist, und die Einstellung
der Einführhöhe durch Verschwenken und/oder Teleskopieren des Einführorgans (21, 42)
vorgenommen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine oberhalb der Transportvorrichtung (17) angeordnete, längliche Spendezunge (21,
42) des Einführorgans an einem freien Ende (424) die einzuführende Beilage (15) ausgibt,
wobei die Spendezunge (21, 42) zur Höhenverstellung des freien Endes (424) um eine
erste horizontale Schwenkachse (H1) verschwenkt wird, wobei die Spendezunge (42) vorzugsweise
derart verschwenkt und/oder teleskopiert wird, dass das freie Ende (424) entlang einer
vertikalen Bahn (A) höhenverstellt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spendezunge (42) einen ersten Schenkel (421) und einen zweiten Schenkel (422)
aufweist, welche über ein Gelenk (423) verbunden sind, welches eine zweite horizontale
Schwenkachse (H2) definiert, wobei das freie Ende (424) am zweiten Schenkel (422)
angeordnet ist und zur Höhenverstellung um die zweite horizontale Schwenkachse (H2)
verschwenkt wird, wobei das Gelenk (423) um die erste horizontale Schwenkachse (H1)
verschwenkt wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (10; 10a-h) zunächst mit der Hauptware (14) befüllt wird, und dass
die wenigstens eine Beilage (15, 16) anschliessend in das offene Behältnis (10; 10a-h)
eingeführt wird, wobei die wenigstens eine Beilage (15, 16) vorzugsweise auf der eingefüllten
Hauptware (14) abgelegt wird, oder dass in das offene Behältnis (10; 10a-h) zunächst
die wenigstens eine Beilage (15, 16) eingeführt wird, und dass anschliessend das Behältnis
(10; 10a-h) mit der Hauptware (14) befüllt wird.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Beilagen (15, 16) in das Behältnis (10; 10a-h) eingeführt werden, wobei die
Beilagen (15, 16) vorzugsweise nacheinander an verschiedenen Einführstationen (20,
33; 33a-f, 41) in das Behältnis (10; 10a-h) eingeführt werden oder die Beilagen (15,
16) vorzugsweise zunächst zu einer Beilagengruppe zusammengestellt werden, und anschliessend
die Beilagengruppe an einer Einführstation in das Behältnis (10; 10a-h) eingeführt
wird.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine Transportvorrichtung (17) für den Transport der offenen Behältnisse (10; 10a-h)
auf einer Transportebene (12) in einer Transportrichtung (13) mit einer vorgegebenen
Transportgeschwindigkeit, an welcher Transportvorrichtung (17) wenigstens eine Einführstation
(20; 33; 33a-f, 41) angeordnet ist, welche ein Einführorgan (21, 42) zur Einführung
einer Beilage (15, 16) in ein auf der Transportvorrichtung (17) an der Einführstation
(20; 33; 33a-f, 41) vorbeibewegtes Behältnis (10; 10a-h) umfasst.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Einführorgan eine oberhalb der Transportvorrichtung (17) angeordnete, längliche
Spendezunge (21, 42) umfasst, welche an einem freien Ende (424) die einzuführende
Beilage (15, 16) ausgibt, wobei die Spendezunge (21, 42) vorzugsweise parallel zur
Transportrichtung (13) ausgerichtet ist und sich in Transportrichtung schräg nach
unten erstreckt, derart, dass das freie Ende (424) der Spendezunge (21, 42) sich unten
befindet.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende (424) der Spendezunge (21, 42) höhenverstellbar ausgebildet ist, wobei
die Spendezunge (21, 42) vorzugsweise zur Höhenverstellung des freien Endes (424)
um eine erste horizontale Schwenkachse (H1) verschwenkbar ist, wobei die Spendezunge
(42) vorzugsweise derart verschwenkbar und/oder teleskopierbar ist, dass das freie
Ende (424) entlang einer vertikalen Bahn (A) höhenverstellbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Spendezunge (42) einen ersten Schenkel (421) und einen zweiten Schenkel (422)
aufweist, welche über ein Gelenk (423) verbunden sind, welches eine zweite horizontale
Schwenkachse (H2) definiert, wobei das freie Ende (424) am zweiten Schenkel (422)
angeordnet ist und um die zweite horizontale Schwenkachse (H2) verschwenkbar ist,
wobei das Gelenk (423) um die erste horizontale Schwenkachse (H1) verschwenkbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Einführorgan (21, 42) ein Vereinzeler (19) vorgeschaltet ist, welcher einzelne
Beilagen (15, 16) an das Einführorgan (21, 42) übergibt, wobei dem Vereinzeler (19)
vorzugsweise ein Stangenanleger (25, 32) vorgeschaltet ist, welcher zum Einführen
vorgesehene Beilagen (15, 16) zum Vereinzeler (19) befördert.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Transportvorrichtung (17) mehrere Einführstationen (33a-f, 41) hintereinander
angeordnet sind, und dass jede der Einführstationen (33a-f, 41) jeweils ein eigenes
Einführorgan (21, 42) aufweist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Einführstation eine Sammelvorrichtung (39) zugeordnet ist, welche durch Sammeln
aus mehreren Beilagen eine Beilagengruppe bildet und an das Einführorgan (21, 42)
weitergibt, wobei der Sammelvorrichtung (39) vorzugsweise mehrere Anlegestationen
(36a,b; 37a,b; 38a,b) für die Beilagen (15, 16) zugeordnet sind.