[0001] Die Erfindung betrifft Behälter aus Kunststoff, mit einem rechteckigen Boden und
vier Seitenwänden, wobei der Boden unterseitig an seinem Außenrand eine erste Stapelkontur
aufweist, wobei die Seitenwände an ihrem oberen Randbereich eine zweite Stapelkontur
aufweisen und wobei bei einer Stapelung von Behältern übereinander die erste Stapelkontur
eines oberen Behälters und die zweite Stapelkontur eines unteren Behälters in einen
zentrierenden Eingriff miteinander treten.
[0002] Aus der
DE 20 2014 101 556 U1 ist ein Behälter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 für den Transport und die
Lagerung von Gütern bekannt, mit einem rechteckigen Boden und mit vier vom Boden aufragenden,
starren oder klappbaren Seitenwänden, wobei der Boden unterseitig Stapelränder und
die Seitenwände oberseitig je eine Stapelfläche aufweisen, wobei die Stapelränder
und die Stapelflächen ein Stapeln mehrerer Behälter übereinander gestattend ausgeführt
sind.
[0003] Bei Behältern für empfindliches Gut, wie Früchte, sollten die Seitenwände möglichst
in einem gewissen Maße nachgiebig sein, um Druckstellen am Gut zu vermeiden. Diese
Nachgiebigkeit der Seitenwände führt auf der anderen Seite aber zu dem Problem einer
vergrößerten Gefahr eines Ausbeulens des Oberrandes der Seitenwände von unteren, stark
belasteten Behältern in einem Stapel von beladenen Behältern, was den Stapel instabil
macht.
[0004] Es sind auch schon Behälter mit einem verstärkten oberen Randbereich bekannt. In
dem Dokument
DE 20 006 094 U1 ist ein Kunststoffbehälter mit einrastbarem Deckel beschrieben, bei dem an dem Behälterrand
auf der der Behälteroberkante zugewandten Seite einer Raste für den Deckel zumindest
eine nach innen und/oder außen radial vorstehende und sich zumindest über einen Teilumfang
des Behälters erstreckende Verstärkungsrippe angeformt ist. Durch die Verstärkungsrippe
werden die Oberkante des Behälters und damit der Abdichtungsbereich zwischen Behälter
und Deckel zusätzlich stabilisiert. Da die Verstärkungsrippe an die Seitenwand angeformt
ist, besteht sie aus dem gleichen Material wie die übrige Seitenwand, sodass, wenn
die Seitenwand an sich aus einem eine gewisse Nachgiebigkeit oder Flexibilität aufweisenden
Kunststoff besteht, die Verstärkungswirkung der Verstärkungsrippe nur gering ist.
[0005] Das Dokument
DE 296 01 187 U1 zeigt einen Ladungsträger aus Schaumstoff, insbesondere aus Partikelschaum, mit wenigstens
einem Stapelrand, und befasst sich mit dem Problem einer Erhöhung der Lastaufnahmefähigkeit.
Zur Lösung ist hier an wenigstens einem Teil des Stapelrandes ein Versteifungsprofil
vorgesehen. Nachteilig benötigen Ladungsträger aus Schaumstoff relativ dicke Wände,
wobei dennoch nur eine geringe mechanische Belastbarkeit und ein relativ zu den Außenmaßen
eher kleines Nutzvolumen erreicht werden. Der Einsatz derartiger Ladungsträger ist
auf Anwendungsfälle mit nur geringen mechanischen und thermischen Belastungen beschränkt.
[0006] Im Dokument
DE 297 10 185 U1 ist eine stapelbare Verpackung, insbesondere aus aufgeschäumtem Material, beschrieben,
die eine Außenwand mit einem oberseitigen Rand aufweist, und mit einer unterseitigen
Auflage, neben der innenseitig Seitenanschläge vorgesehen sind, wobei benachbart übereinander
gestapelte Verpackungen mit dem oberseitigen Rand der unteren Verpackung und der unterseitigen
Auflage der oberen Verpackung aufeinander liegen und sich die Seitenanschläge in dieser
Stapellage innen seitlich neben dem oberseitigen Rand der unteren Verpackung befinden.
Dabei ist weiter vorgesehen, dass die Auflagefläche des oberseitigen Randes zumindest
über einen Teilbereich ihrer Quererstreckung zur inneren Seitenanschlagseite ansteigend
ausgebildet ist und dass die unterseitige Auflage eine etwa entsprechende Gegenformung
aufweist. Die Außenwand kann an ihrem oberseitigen Rand ein Wandverstärkungsprofil
aufweisen, dessen Oberseite die Auflagefläche für die Auflage einer aufgestapelten,
benachbarten Verpackung bildet. Zudem kann das Wandverstärkungsprofil als auf den
oberseitigen Rand der Außenwand aufsteckbares Profil mit vorzugsweise etwa U-förmigem
Querschnitt ausgebildet sein kann. Auch diese bekannte Verpackung aus aufgeschäumtem
Material benötigt relativ dicke Wände, wobei auch hier nur eine geringe mechanische
Belastbarkeit und ein relativ zu den Außenmaßen eher kleines Nutzvolumen erreicht
werden. Der Einsatz derartiger Verpackungen ist ebenfalls auf Anwendungsfälle mit
nur geringen mechanischen und thermischen Belastungen beschränkt.
[0007] Für die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, Behälter der eingangs
genannten Art zu schaffen, die eine hohe mechanische Stabilität und Belastbarkeit
aufweisen, die dabei Seitenwände mit einer gewissen Nachgiebigkeit zur Schonung des
Guts im Behälter aufweisen können und die eine sichere Stapelung beladener Behälter
übereinander gewährleisten.
[0008] Eine erste Lösung der Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit einem Behälter der eingangs
genannten Art, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der obere Randbereich wenigstens
zweier einander gegenüberliegender Seitenwände durch jeweils wenigstens ein form-
und/oder kraftschlüssig an der übrigen Seitenwand angebrachtes Verstärkungsprofil
verstärkt ist und dass das/jedes Verstärkungsprofil an seiner vom Behälter weg weisenden
Oberseite wenigstens einen in Längsrichtung des Verstärkungsprofils verlaufenden,
eine Gleitbahn für einen aufzusetzenden weiteren Behälter bildenden Profilsteg aufweist.
[0009] Mit der Erfindung, die durch Anspruch 1 definiert ist, werden zwei oder mehr Seitenwände
des Behälters mit einem Verstärkungsprofil verstärkt, dessen Material sich von dem
der Seitenwand unterscheidet. Auf diese Weise kann bei entsprechender Materialauswahl
für die Verstärkungsprofile eine besonders große Verstärkungswirkung erzielt werden.
Die Seitenwände des Behälters, die bei Stapelung von Behältern übereinander besonders
belastet werden, können dadurch mit relativ geringem technischen Aufwand so stabilisiert
werden, dass ein Ausbeulen des Oberrandes von belasteten Behältern im Behälterstapel
bei üblichen Stapelhöhen und -lasten ausgeschlossen werden kann. Zugleich können dabei
vorteilhaft die Seitenwände an sich eine gewisse, das Gut im Behälter schonende Nachgiebigkeit
aufweisen. Um ein manuelles Stapeln der Behälter übereinander zu erleichtern, weist
das/jedes Verstärkungsprofil an seiner vom Behälter weg weisenden Oberseite wenigstens
einen in Längsrichtung des Verstärkungsprofils verlaufenden, eine Gleitbahn für einen
aufzusetzenden weiteren Behälter bildenden Profilsteg auf. Somit genügt es, einen
oberen Behälter zunächst mit nur teilweiser Überdeckung auf einen unteren Behälter
zu setzen, um dann den oberen Behälter entlang der Gleitbahn des unteren Behälters
in seine endgültige Stapelposition zu verschieben.
[0010] Wie oben erwähnt, ist das Verstärkungsprofil form- und/oder kraftschlüssig an der
übrigen Seitenwand angebracht. Zur konkreten Ausgestaltung dieser Verbindung ist in
einer ersten Ausführung vorgesehen, dass das/jedes Verstärkungsprofil in einem der
Seitenwand zugewandten unteren Bereich eine nach unten hin offene Nut oder einen nach
unten weisenden Steg aufweist, dass am Oberrand der übrigen Seitenwand ein nach oben
weisender Steg oder eine nach oben hin offene Nut ausgebildet ist und dass das Verstärkungsprofil
mit seiner Nut auf den Steg der Seitenwand aufgerastet oder aufgeklemmt oder aufgeschoben
oder mit seinem Steg in die Nut der Seitenwand eingerastet oder eingeklemmt oder eingeschoben
ist. Das Verstärkungsprofil wird hier bei der Fertigung des Behälters also von oben
her mit der zugehörigen Seitenwand verbunden.
[0011] Damit auch bei einem rauen Einsatz des Behälters der Zusammenhalt von Seitenwand
und Verstärkungsprofil sicher erhalten bleibt, wird vorgeschlagen, dass an der Seitenwand
und an dem zugehörigen Verstärkungsprofil zusammenwirkende Rastelemente angeformt
sind. Diese Rastelemente treten beim Anbringen des Verstärkungsprofils an der übrigen
Seitenwand in Eingriff miteinander, sodass ein selbsttätiges Lösen des Verstärkungsprofils
von der Seitenwand ausgeschlossen ist, aber ein gegebenenfalls gewünschtes zerstörungsfreies
Abbauen oder Ersetzen des Verstärkungsprofils möglich bleibt.
[0012] Weiter ist für den Behälter bevorzugt vorgesehen, dass der obere Randbereich zweier
einander gegenüberliegender, längerer Seitenwände durch je ein über die Länge der
zugehörigen Seitenwand durchgehendes Verstärkungsprofil verstärkt ist. Hiermit wird
der bei den längeren Seitenwänden naturgemäß größeren Gefahr eines Ausbeulens wirksam
begegnet.
[0013] Bevorzugt ist weiterhin vorgesehen, dass die Seitenwände an sich aus einem unverstärkten
thermoplastischen Kunststoff bestehen und dass das/jedes Verstärkungsprofil aus einem
faserverstärkten Kunststoff oder aus Metall besteht. Die Seitenwände an sich oder
der Behälter an sich können also aus einem relativ kostengünstigen Material gefertigt
werden, insbesondere als Spritzgussteile. Die Verstärkungsprofile sind aus einem stabileren
Material fertigbar. Der faserverstärkte Kunststoff ist dabei vorzugsweise mit Glas-,
Kohlenstoff- oder Naturfasern verstärkt, wobei hieraus das Verstärkungsprofil ebenfalls
vorteilhaft im Spritzguss herstellbar ist.
[0014] Für die zuvor beschriebenen Behälter mit Gleitbahnen sieht eine weitere Ausgestaltung
vor, dass unterhalb der die Gleitbahnen aufweisenden Seitenwände liegende Abschnitte
der Stapelkontur des Bodens mit je einer Nut ausgeführt sind, dass die Gleitbahnen
und Nuten jeweils so ausgebildet sind, dass bei einem Aufsetzen eines oberen Behälters
auf einen unteren Behälter in einer in Längsrichtung der Gleitbahnen und Nuten relativ
zueinander versetzten Stellung der obere Behälter in einer erhöhten Lage auf den Gleitbahnen
des unteren Behälters verschiebbar aufsteht und dass bei oder nach einem Verschieben
des oberen Behälters in eine mit dem unteren Behälter deckungsgleiche Position die
Gleitbahnen unter Absenken des oberen Behälters in eine Stapelendposition in die Nuten
eintreten. Der Behälter in dieser Ausgestaltung bietet mehrere Vorteile. Zunächst
ermöglicht er ein Aufsetzen eines oberen Behälters auf einen unteren Behälter mit
einem Versatz der Behälter relativ zueinander und ein anschließendes Verschieben des
oberen Behälters auf dem unteren Behälter in die deckungsgleiche Stapelstellung, was
insbesondere ein manuelles Stapeln der Behälter, besonders in deren beladenem Zustand,
durch Handhabungspersonal erleichtert. Bei diesem Aufschieben des oberen Behälters
auf den darunter angeordneten Behälter gleitet der obere Behälter zunächst in einer
erhöhten Lage auf den Gleitbahnen des unteren Behälters und senkt sich erst am Ende
des Verschiebevorgangs in seine Stapelendposition ab. Dadurch wird vorteilhaft beim
Aufschieben ein höherer oder größerer Zwischenraum zwischen den beiden Behältern,
konkret zwischen dem Transportgut, wie Früchte, im unteren Behälter auf der einen
Seite und der Unterseite des Bodens des oberen Behälters auf der anderen Seite, erreicht.
Auf diese Weise werden empfindliche Güter im unteren Behälter, insbesondere Früchte,
die etwas über den Behälterrand nach oben hin vorragen, nicht durch Reiben oder Kratzen
beschädigt.
[0015] Für einen stoßfreien Übergang eines oberen Behälters aus einer zunächst verschobenen,
erhöhten Stellung in seine abgesenkte Stapelendposition sieht die Erfindung vor, dass
jede Gleitbahn an ihren Endbereichen abgestuft oder abgeschrägt oder abgerundet ist.
[0016] Für den praktischen Einsatz der Behälter sind Gleitbahnen auf zwei langen Seitenwänden
zweckmäßig. Alternativ können Gleitbahnen auf zwei kurzen Seitenwänden vorgesehen
sein.
[0017] Um eine sichere gemischte Stapelung der erfindungsgemäßen Behälter mit konventionellen
Behältern gleicher Grundflächenmaße zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass die beiden
nicht die Gleitbahnen aufweisenden Seitenwände oberseitig jeweils einen oder mehrere
voneinander in Längsrichtung dieser Seitenwände beabstandete, einen auf einen erfindungsgemäßen
Behälter aufgesetzten konventionellen Behälter gegen Verschieben in Längsrichtung
der Gleitbahnen sichernde Höcker aufweisen, deren Höhe der Höhe der Gleitbahnen entspricht.
[0018] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Behälter anhand einer
Zeichnung erläutert. Die Figuren der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- einen ersten Behälter, der kein Teil der Erfindung ist, mit je einem Verstärkungsprofil
an zwei einander gegenüberliegenden, längeren Seitenwänden, in Ansicht schräg von
oben,
- Figur 2
- den Behälter aus Figur 1 in Frontalansicht auf eine der längeren Seitenwände mit dem
daran angebrachten Verstärkungsprofil,
- Figur 3
- eine der längeren Seitenwände des Behälters aus Figur 1 und ein noch nicht daran angebrachtes
Verstärkungsprofil, in einer Ansicht schräg von oben,
- Figur 4
- einen Teil der längeren Seitenwand und des damit verbundenen Verstärkungsprofils aus
Figur 3 in einer vergrößerten Detailansicht,
- Figur 5
- einen Teil der längeren Seitenwand und des damit verbundenen Verstärkungsprofils aus
Figur 3, in einer vergrößerten Darstellung, teils in Ansicht und teils in einem ersten
Vertikalschnitt,
- Figur 6
- einen Teil der längeren Seitenwand und des damit verbundenen Verstärkungsprofils aus
Figur 3, in einer vergrößerten Darstellung, teils in Ansicht und teils in einem zweiten
Vertikalschnitt,
- Figur 7
- einen Behälter mit je einem Verstärkungsprofil an zwei einander gegenüberliegenden,
längeren Seitenwänden, in Ansicht auf eine kürzere Seitenwand,
- Figur 8
- einen weiteren Behälter, der kein Teil der Erfindung ist, mit je einem Verstärkungsprofil
an zwei einander gegenüberliegenden, längeren Seitenwänden, in Ansicht schräg von
oben,
- Figur 9
- eine der längeren Seitenwände des Behälters aus Figur 8 und ein noch nicht damit verbundenes
Verstärkungsprofil, in einer Ansicht schräg von oben,
- Figur 10
- die Seitenwand aus Figur 9 mit damit verbundenem Verstärkungsprofil, in einer Ansicht
schräg von oben,
- Figur 11
- eine der längeren Seitenwände eines erfindungsgemäßen Behälters und ein noch nicht
damit verbundenes Verstärkungsprofil, in einer Ansicht schräg von oben,
- Figur 12
- die Seitenwand aus Figur 11 mit damit verbundenem Verstärkungsprofil, in einer Ansicht
schräg von oben, und
- Figur 13
- eine der längeren Seitenwände eines weiteren Behälters, der kein Teil der Erfindung
ist, und ein damit verbundenes Verstärkungsprofil, in einer Ansicht schräg von oben.
[0019] In der folgenden Figurenbeschreibung sind gleiche Teile in den verschiedenen Zeichnungsfiguren
stets mit den gleichen Bezugszeichen versehen, sodass nicht zu jeder Zeichnungsfigur
alle Bezugszeichen erneut erläutert werden müssen.
[0020] Die Figur 1 der Zeichnung zeigt einen Behälter 1 mit einem Boden 2, mit zwei einander
gegenüberliegenden ersten, längeren Seitenwänden 3 und mit zwei einander gegenüberliegenden
zweiten, kürzeren Seitenwänden 4, in Ansicht schräg von oben. Der Behälter 1 ist hier
als Klappbehälter ausgeführt, bei dem die Seitenwände 3, 4 mit dem Boden 2 gelenkig
verbunden sind, so dass sie zwischen der in Figur 1 dargestellten, aufgerichteten
Nutzstellung und einer Ruhestellung, in der die vier Seitenwände 3, 4 nach innen hin
auf den Boden 2 eingeklappt sind, verstellbar ist.
[0021] Weiterhin sind die Seitenwände 3, 4 in an sich bekannter Art und Weise jeweils mit
einer Grifföffnung 31, 41 sowie mit lösbaren Verriegelungsmitteln 43 zum gegenseitigen
Arretieren der Seitenwände 3, 4 in deren Nutzstellung versehen.
[0022] Mittels einer unteren Stapelkontur 20 am äußeren Randbereich des Bodens 2 und je
einer oberen Stapelkontur 30, 40 am Oberrand der Seitenwände 3, 4 können mehrere Behälter
1 zentrierend ineinandergreifend übereinander gestapelt werden.
[0023] Der Boden 2 und die Seitenwände 3, 4 sind hier Spritzgussteile aus einem thermoplastischen
Kunststoff, wobei zumindest die Seitenwände 3 flexible Wandbereiche 33 mit einer gewissen
Nachgiebigkeit aufweisen, um im Behälter 1 gelagertes oder transportiertes Gut zu
schonen.
[0024] Um derartige Behälter 1 dennoch sicher und zuverlässig übereinander stapeln zu können,
ohne dass es, insbesondere bei unteren Behältern 1 in einem Behälterstapel aus beladenen
Behältern 1, zu einem Ausbeulen des Oberrandes der Seitenwände 3 nach außen kommt,
ist hier je ein Verstärkungsprofil 5 an den zwei einander gegenüberliegenden, längeren
Seitenwänden 3 formschlüssig angebracht, hier verrastet. Die Verstärkungsprofile 5
bestehen aus einem Material, insbesondere aus faserverstärktem Kunststoff oder aus
Metall, das stabiler ist als das Material, aus dem die Seitenwände 3 an sich bestehen,
üblicherweise ein unverstärkter Kunststoff. Die Verstärkungsprofile 5 sorgen somit
dafür, dass die Seitenwände 3 in ihrem oberen Randbereich eine besonders hohe Stabilität
aufweisen, wodurch ein unerwünschtes Ausbeulen des Oberrandes der Seitenwände 3 in
einem Behälterstapel vermieden wird.
[0025] Oberseitig besitzt jedes Verstärkungsprofil 5 einen nach oben weisenden, in Längsrichtung
des Verstärkungsprofils 5 und der zugehörigen Seitenwand 3 verlaufenden Profilsteg
50. Die Profilstege 50 bilden an ihrer Oberseite eine Gleitbahn 11, auf der ein oberer
Behälter 1 auf einem unteren Behälter 1 nach einem nur teilweise überdeckenden Aufsetzen
leichtgängig in seine endgültige Stapelposition verschoben werden kann.
[0026] Die Endbereiche 12 der Gleitbahn 11 sind abgeschrägt, um den oberen Behälter 1 in
einer relativ zum unteren Behälter 1 erhöhten Lage zu verschieben und den oberen Behälter
1 erst unmittelbar vor oder bei Erreichen der deckungsgleichen Position des oberen
Behälters 1 relativ zum unteren Behälter 1 abzusenken. Hierdurch wird das Gut im unteren
Behälter 1 vor Beschädigung durch das Aufschieben des oberen Behälters 1 geschützt.
[0027] Damit auf den Behälter 1 auch konventionelle Behälter mit den gleichen Grundflächenmaßen
sicher aufgestapelt werden können, sind auf dem durch die obere Stapelkontur 40 gebildeten
Oberrand der kürzeren Seitenwände 4 je zwei aufragende Höcker 44 im Abstand zueinander
angeformt. Diese Höcker 44 sperren einen auf den Behälter 1 aufgesetzten konventionellen
Behälter gegen ein ungewolltes Verschieben entlang der Gleitbahnen 11 über eine deckungsgleiche
Stapelstellung relativ zum unten angeordneten Behälter 1 hinaus.
[0028] Figur 2 zeigt den Behälter 1 aus Figur 1 in Frontalansicht auf eine der längeren
Seitenwände 3 mit dem daran angebrachten Verstärkungsprofil 5. Unten in Figur 2 ist
der Boden 2 mit seiner Stapelkontur 20 sichtbar. Am oberen Rand der Seitenwand 3 ist
das Verstärkungsprofil 5 mit der Seitenwand 3 verbunden. Unterhalb eines mittleren
Abschnitts des Verstärkungsprofils 5 liegt in der Seitenwand 3 deren Grifföffnung
31. Ein von den vier Kantenbereichen der Seitenwand 3 eingefasster mittlerer Flächenbereich
der Seitenwand 3 bildet den flexiblen Wandbereich 33, der eine gewisse Nachgiebigkeit
aufweist. An der Oberseite des Verstärkungsprofils 5 ist dessen Profilsteg 50 sichtbar,
der die Stapelkontur 30 der Seitenwand 3 sowie eine der Gleitbahnen 11 mit den abgeschrägten
Gleitbahn-Endbereichen 12 bildet.
[0029] Figur 3 zeigt eine der längeren Seitenwände 3 und ein noch nicht daran angebrachtes
Verstärkungsprofil 5, in einer Ansicht schräg von oben. Die Seitenwand 3 besitzt an
ihrem Oberrand einen nach oben weisenden Steg 35, an welchen in regelmäßigen Abständen
Rastelemente 34 in Form von aus der Fläche des Steges vorragenden Rastnasen angeformt
sind. Das oberhalb der Seitenwand 3 dargestellte, noch nicht mit dieser verbundene
Verstärkungsprofil 5 besitzt an seiner Unterseite eine Nut 53, mit welcher das Verstärkungsprofil
5 in Vertikalrichtung von oben nach unten auf den Steg 35 formschlüssig aufsteckbar
ist. Mittels im Verstärkungsprofil 5 lagegerecht angeordneter Rastelemente 54 in Form
von Rastöffnungen wird dabei das Verriegelungsprofil 5 betriebssicher, aber bei Bedarf
lösbar, mit den Rastelementen 34 an der Seitenwand 3 verrastet, wodurch die gewünschte
Verstärkung und Versteifung des oberen Randbereichs der Seitenwand 3 erreicht wird.
[0030] An der Unterkante der Seitenwand 3 sind in Figur 3 mehrere, hier vier, Scharniere
32 sichtbar, mit denen in bekannter Art und Weise die Seitenwand 3 gelenkig mit dem
hier nicht dargestellten Boden 2 des Behälters 1 verbindbar ist.
[0031] Figur 4 zeigt einen Teil der längeren Seitenwand 3 und des damit nun verbundenen
Verstärkungsprofils 5 aus Figur 3 in einer vergrößerten Detailansicht. Links unten
in Figur 4 ist ein Teil der Seitenwand 3 mit der Grifföffnung 31 sichtbar. Darüber
verläuft das Verstärkungsprofil 5.
[0032] Rechts oberhalb der Grifföffnung 31 ist eines der Paare von Rastelementen 34, 54
sichtbar, wobei das Rastelement 34 der Seitenwand 3 die Form einer Rastnase hat, die
in das als Rastöffnung ausgebildete Rastelement 54 des Verstärkungsprofils 5 eingreift.
[0033] Weiterhin verdeutlicht die Figur 4, dass das Verstärkungsprofil 5 auf seiner zum
Inneren des Behälters weisenden Seite mehrere parallel verlaufende seitliche Profilflügel
51 aufweist, die das Verstärkungsprofil 5 bei relativ geringem Materialeinsatz besonders
biegesteif machen.
[0034] An der Oberseite des Verstärkungsprofils 5 verläuft dessen vertikaler Profilsteg
50, dessen Oberseite die Gleitbahn 11 der Seitenwand 3 bildet.
[0035] Figur 5 zeigt einen Teil der längeren Seitenwand 3 und des damit verbundenen Verstärkungsprofils
5 in einer vergrößerten Darstellung, teils in Ansicht und teils in einem ersten Vertikalschnitt.
An der rechts in Figur 5 liegenden Schnittfläche ist ersichtlich, wie das Verstärkungsprofil
5 mit seiner Nut 53 auf den Steg 35 am Oberrand der Seitenwand 3 formschlüssig aufgesetzt
ist.
[0036] Weiterhin zeigt die Figur 5, dass das Verstärkungsprofil 5 auch auf seiner vom Betrachter
abgewandten, zum Behälterinneren hin weisenden Oberfläche parallel zueinander in Längsrichtung
des Verstärkungsprofils 5 verlaufende seitliche Profilflügel 51 zur wirksamen Aussteifung
aufweist.
[0037] Figur 6 zeigt einen Teil der längeren Seitenwand 3 und des damit verbundenen Verstärkungsprofils
5 in einer vergrößerten Darstellung, teils in Ansicht und teils in einem zweiten Vertikalschnitt.
Der Schnitt verläuft hier durch eines der Paare von Rastelementen 34, 54, so dass
deren Zusammenwirken hier besonders deutlich erkennbar wird.
[0038] Figur 7 zeigt einen Behälter 1 mit je einem Verstärkungsprofil 5 an zwei einander
gegenüberliegenden, längeren Seitenwänden 3, in Ansicht auf eine kürzere Seitenwand
4. Links und rechts in Figur 7 liegt demzufolge je eine der beiden längeren Seitenwände
3. Unten in Figur 7 liegt der Boden 2 mit seiner unterseitigen Stapelkontur 20.
[0039] Oberseitig weist der Behälter 1 an der dem Betrachter zugewandten kürzeren Seitenwand
4 die deren Oberrand bildende Stapelkontur 40 auf. Im Abstand vom Oberrand nach unten
versetzt liegt in der Quermitte der Seitenwand 4 eine Grifföffnung 41. Oberhalb der
Grifföffnung 41 verlaufen parallel zur Fläche der Seitenwand 42 zwei in Horizontalrichtung
verschiebbare, federnde Verriegelungsmittel 43. An den Oberrand der Seitenwand 4 sind
im Abstand voneinander zwei nach oben vorstehende Höcker 44 angeformt, welche dazu
dienen, einen auf den Behälter 1 aufgesetzten konventionellen Behälter gleicher Grundflächenmaße
in seiner deckungsgleichen Stapelposition relativ zum Behälter 1 zu sichern und ein
Verschieben des oberen, konventionellen Behälters entlang der Gleitbahnen 11 aus der
deckungsgleichen Stapelposition zu sperren.
[0040] Links und rechts in Figur 7 sind entlang der Oberkante der beiden Seitenwände 3 die
zugehörigen Stapelkonturen 30 sichtbar. Die Stapelkonturen 30 sind hier jeweils durch
eines der an die übrige Seitenwand 3 jeweils oben angerasteten Verstärkungsprofile
5 gebildet, die jeweils oberseitig einen in Längsrichtung verlaufenden Profilsteg
50 aufweisen, dessen Oberseite jeweils eine Gleitbahn 11 bildet.
[0041] Der Boden 2 weist an seinen in Figur 7 links und rechts senkrecht zur Zeichnungsebene
verlaufenden Längsseiten nach unten hin offene Nuten 21 auf, die deckungsgleich zu
den Profilstegen 50 angeordnet sind. Wird auf den Behälter 1 ein identischer weiterer
Behälter 1 zunächst mit einem Versatz in Längsrichtung der Gleitbahnen 11 aufgesetzt,
kann der obere Behälter 1 mittels seiner Nuten 21 auf den Gleitbahnen 11 des unteren
Behälters 1 in einer während des Verschiebens erhöhten Position bis in eine mit dem
unteren Behälter 1 deckungsgleiche Stapelendposition verschoben werden, in welcher
dann der obere Behälter 1 relativ zum unteren Behälter 1 durch Zusammenwirken der
entsprechend gestalteten Gleitbahnen 11 und Nuten 21 in seine endgültige Stapelposition
absinkt.
[0042] Figur 8 zeigt einen weiteren Behälter 1 mit je einem Verstärkungsprofil 5 an zwei
einander gegenüberliegenden, längeren Seitenwänden 3, in Ansicht schräg von oben.
Im Unterschied zu dem Behälter gemäß Figur 1 sind hier die Verstärkungsprofile 5 als
Einlegeteile ausgeführt, die als vorgefertigte Teile bei der Herstellung des Behälters
1 oder seiner Seitenwände 3 in eine Spritzform eingelegt werden, in welcher dann die
übrige Seitenwand gespritzt wird, wodurch die Verstärkungsprofile 5 sicher mit der
jeweiligen übrigen Seitenwand 3 verbunden werden.
[0043] Die Gleitbahnen 11 an der Oberseite der Stapelkonturen 30 der längeren Seitenwände
3 sind hier nicht Teil der Verstärkungsprofile 5, sondern Teil der übrigen Seitenwände
3 und jeweils an der Oberseite eines mit der Seitenwand 3 einstückigen Steges 35 ausgebildet.
[0044] Hinsichtlich der weiteren in Figur 8 dargestellten Teile und Einzelheiten des Behälters
1 wird auf die vorhergehende Beschreibung verwiesen.
[0045] Figur 9 zeigt eine der längeren Seitenwände 3 des Behälters aus Figur 8 und getrennt
davon ein zugehöriges Verstärkungsprofil 5, in einer Ansicht schräg von oben. Wie
die Figur 9 verdeutlicht, besitzt hier das Verstärkungsprofil 5 zwei parallel zueinander
und in Längsrichtung des Verstärkungsprofils 5 verlaufende Längsstege 55 sowie mehrere
diese miteinander verbindende, in Längsrichtung voneinander beabstandete Querstege
56. Im fertigen Zustand der Seitenwand 3 umgibt das Kunststoffmaterial der übrigen
Seitenwand 3 die Querstege 56 des Verstärkungsprofils 5, wodurch dieses sicher mit
der übrigen Seitenwand 3 verbunden ist.
[0046] Weiter wird anhand der Figur 9 deutlich sichtbar, das hier die Gleitbahn 11 an der
Oberseite des Steges 35 der Stapelkontur 30 der Seitenwand 3 ausgebildet ist, also
hier nicht Teil des Verstärkungsprofils 5 ist.
[0047] Figur 10 zeigt die Seitenwand aus Figur 9 mit dem damit verbundenen Verstärkungsprofil
5, wieder in einer Ansicht schräg von oben. Hier wird insbesondere sichtbar, dass
das Verstärkungsprofil 5 unterhalb der Gleitbahn 11 verläuft und mit seiner Oberseite
zusammen mit dem Oberrand der Seitenwand 3 einen Teil der Stapelkontur 30 bildet.
[0048] Figur 11 zeigt eine der längeren Seitenwände 3 eines weiteren Behälters 1 und ein
noch nicht damit verbundenes Verstärkungsprofil 5, in einer Ansicht schräg von oben.
In diesem Ausführungsbeispiel ist das Verstärkungsprofil 5 mit der übrigen Seitenwand
durch Einstecken in Richtung von oben nach unten verrastbar, wozu die Seitenwand 3
Rastelemente 34 aufweist und das Verstärkungsprofil 5 damit zusammenwirkende Rastelemente
54 aufweist.
[0049] An seinem Stirnenden besitzt das Verstärkungsprofil 5 hier je einen nach unten weisenden
Führungszapfen 57, die in je einer entsprechenden Aufnahme nahe den Seitenkanten der
Seitenwand 3 aufnehmbar sind. Die Führungszapfen 57 verhindern insbesondere ein Verkippen
des Verstärkungsprofils 5, das hier wieder einen nach oben weisenden Profilsteg 50
mit der oberseitigen Gleitbahn 11 aufweist, auf welcher beim Stapeln von Behältern
1 des Gewicht des jeweils oberen Behälters bei dessen Verschieben bis in die deckungsgleiche
Stapelposition auflastet.
[0050] Figur 12 zeigt die Seitenwand 3 aus Figur 11 mit damit verbundenem Verstärkungsprofil
5, ebenfalls in einer Ansicht schräg von oben. Die Rastelemente 34 der Seitenwand
3 und die Rastelemente 54 des Verstärkungsprofils 5 stehen nun in Rasteingriff miteinander
und sichern das Verstärkungsprofil 5 in seiner Montageposition an der Seitenwand 3.
Nach oben ragt von dem Verstärkungsprofil 5 dessen in Längsrichtung verlaufender Profilsteg
50 vor, dessen Oberseite die Gleitbahn 11 mit ihren abgeschrägt nach unten verlaufenden
Endbereichen 12 bildet.
[0051] Figur 13 schließlich zeigt eine der längeren Seitenwände 3 eines weiteren Behälters
1 und ein damit verbundenes Verstärkungsprofil 5, in einer Ansicht schräg von oben.
Charakteristisch für das hier dargestellte Ausführungsbeispiel ist, dass das Verstärkungsprofil
5 mit der übrigen Seitenwand 3 verschweißt ist oder dass die Seitenwand 3 einschließlich
des Verstärkungsprofils 5 als Zweikomponenten-Spritzgussteil hergestellt ist. In beiden
Ausführungen, die sich äußerlich sichtbar in ihrem Erscheinungsbild nicht unterscheiden,
ist das Verstärkungsprofil 5 besonders fest und dauerhaft sicher mit der übrigen Seitenwand
3 verbunden.
[0052] Die Gleitbahn 11 ist hier an der Oberseite eines Steges 35 der Stapelkontur 30 der
Seitenwand 3 ausgebildet, also bei diesem Ausführungsbeispiel nicht Teil des Verstärkungsprofils
5.
Bezugszeichenliste:
| Zeichen |
Bezeichnung |
| 1 |
Behälter |
| 11 |
Gleitbahn |
| 12 |
Endbereiche von 11 |
| |
|
| 2 |
Boden von 1 |
| 20 |
Stapelkontur an 2 |
| 21 |
Nuten in 20 |
| |
|
| 3 |
erste, längere Seitenwände |
| 30 |
Stapelkontur an 3 |
| 31 |
Grifföffnung in 3 |
| 32 |
Scharniere an 3 |
| 33 |
flexibler Wandbereich von 3 |
| 34 |
Rastelemente an 3 |
| 35 |
Steg am Oberrand von 3 |
| |
|
| 4 |
zweite, kürzere Seitenwände |
| 40 |
Stapelkontur/Oberrand an 4 |
| 41 |
Grifföffnung in 4 |
| 43 |
Verriegelungsmittel |
| 44 |
Höcker an 4 |
| |
|
| 5 |
Verstärkungsprofile |
| 50 |
Profilsteg oben an 5 |
| 51 |
Profilflügel seitlich an 5 |
| 53 |
Nut unten in 5 für 35 |
| 54 |
Rastelemente an 5 |
| 55 |
Längsstege |
| 56 |
Querstege |
| 57 |
Führungszapfen |
1. Behälter (1) aus Kunststoff, mit einem rechteckigen Boden (2) und vier Seitenwänden
(3, 4), wobei der Boden (2) unterseitig an seinem Außenrand eine erste Stapelkontur
(20) aufweist, wobei die Seitenwände (3, 4) an ihrem oberen Randbereich eine zweite
Stapelkontur (30, 40) aufweisen und wobei bei einer Stapelung von Behältern (1) übereinander
die erste Stapelkontur (20) eines oberen Behälters (1) und die zweite Stapelkontur
(30, 40) eines unteren Behälters (1) in einen zentrierenden Eingriff miteinander treten,
wobei der Behälter ein zusammenklappbarer Behälter (1) ist, dessen Seitenwände (3,
4) mit dem Boden (2) gelenkig verbunden sind, wobei der Boden (2) nach unten hin offene
Nuten (21) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Randbereich wenigstens zweier einander gegenüberliegender Seitenwände (3,
4) durch jeweils wenigstens ein form- und/oder kraftschlüssig an der übrigen Seitenwand
(3, 4) angebrachtes Verstärkungsprofil (5) verstärkt ist, wobei das Verstärkungsprofil
(5) nicht aus dem gleichen Material besteht wie die übrige Seitenwand (3, 4), und
dass das/jedes Verstärkungsprofil (5) an seiner vom Behälter (1) weg weisenden Oberseite
wenigstens einen in Längsrichtung des Verstärkungsprofils (5) verlaufenden, eine Gleitbahn
(11) für einen aufzusetzenden weiteren Behälter (1) bildenden Profilsteg (50) aufweist,
wobei die Nuten (21) deckungsgleich zu den Profilstegen (50) angeordnet sind, wobei
mindestens eines der Verstärkungsprofile mit der übrigen Seitenwand (3, 4) durch Einstecken
von oben nach unten verrastbar ist, wozu die Seitenwand (3, 4) Rastelemente (34) aufweist
und das Verstärkungsprofil (5) damit zusammenwirkende Rastelemente (54) aufweist,
wobei das Verstärkungsprofil an seinen Stirnenden je einen nach unten weisenden Führungszapfen
(57) besitzt, die in je eine entsprechende Aufnahme nahe den Seitenkanten der Seitenwand
(3, 4) aufnehmbar sind.
2. Behälter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das/jedes Verstärkungsprofil (5) in einem der Seitenwand (3, 4) zugewandten unteren
Bereich eine nach unten hin offene Nut (53) oder einen nach unten weisenden Steg aufweist,
dass am Oberrand der übrigen Seitenwand (3, 4) ein nach oben weisender Steg (35) oder
eine nach oben hin offene Nut ausgebildet ist und dass das Verstärkungsprofil (5)
mit seiner Nut (53) auf den Steg (35) der Seitenwand (3, 4) aufgerastet oder aufgeklemmt
oder aufgeschoben oder mit seinem Steg in die Nut der Seitenwand (3, 4) eingerastet
oder eingeklemmt oder eingeschoben ist.
3. Behälter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zusammenwirkende Rastelemente (34, 54) an der Seitenwand (3, 4) und an dem zugehörigen
Verstärkungsprofil (5) angeformt sind.
4. Behälter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Randbereich zweier einander gegenüberliegender, längerer Seitenwände (3)
durch je ein über die Länge der zugehörigen Seitenwand (3) durchgehendes Verstärkungsprofil
(5) verstärkt ist.
5. Behälter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (3, 4) an sich aus einem unverstärkten thermoplastischen Kunststoff
bestehen und dass das/jedes Verstärkungsprofil (5) aus einem faserverstärkten Kunststoff
oder aus Metall besteht.
6. Behälter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der die Gleitbahnen (11) aufweisenden Seitenwände (3, 4) liegende Abschnitte
der Stapelkontur (20) des Bodens (2) mit je einer der Nuten (21) ausgeführt sind,
dass die Gleitbahnen (11) und Nuten (21) jeweils so ausgebildet sind, dass bei einem
Aufsetzen eines oberen Behälters (1) auf einen unteren Behälter (1) in einer in Längsrichtung
der Gleitbahnen (11) und Nuten (21) relativ zueinander versetzten Stellung der obere
Behälter (1) in einer erhöhten Lage auf den Gleitbahnen (11) des unteren Behälters
(1) verschiebbar aufsteht und dass bei oder nach einem Verschieben des oberen Behälters
(1) in eine mit dem unteren Behälter (1) deckungsgleiche Position die Gleitbahnen
(11) unter Absenken des oberen Behälters (1) in eine Stapelendposition in die Nuten
(21) eintreten.
7. Behälter (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitbahnen (11) jeweils als vertikal ausgerichteter, durchgehender oder unterbrochener
Steg ausgeführt sind, und dass jede Gleitbahn (11) an ihren Endbereichen (12) abgestuft
oder abgeschrägt oder abgerundet ist.
8. Behälter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden nicht die Gleitbahnen (11) aufweisenden Seitenwände (3 oder 4) oberseitig
jeweils einen oder mehrere voneinander in Längsrichtung dieser Seitenwände (3 oder
4) beabstandete, einen auf einen Behälter (1) aufgesetzten konventionellen Behälter
gegen Verschieben in Längsrichtung der Gleitbahnen (11) sichernde Höcker (44) aufweisen,
deren Höhe der Höhe der Gleitbahnen (11) entspricht.
1. Container (1) made of plastic comprising a rectangular bottom (2) and four side walls
(3, 4), wherein the bottom (2) has a first stacking contour (20) on the bottom on
its outer edge, wherein the side walls (3, 4) have a second stacking contour (30,
40) on their upper edge area, and wherein, when stacking containers (1) above one
another, the first stacking contour (20) of an upper container (1) and the second
stacking contour (30, 40) of a lower container (1) engage with one another in a centering
way, wherein the container is a foldable container (1), whose side walls (3, 4) are
articulately connected to the bottom (2), wherein the bottom (2) has a groove (21)
open downwards, characterized in that the upper edge area of at least two side walls (3, 4) opposite one another is respectively
reinforced by at least one reinforcing profile (5) applied in a form-fitting and/or
force-fitting way on the remaining of the side wall (3, 4), wherein the reinforcing
profile (5) does not consist of the same material as the remaining of the side wall
(3, 4), and that the/each reinforcing profile (5) has at least one profile web (50)
forming a slide track (11) for setting another container (1) on top, said slide track
extending in the longitudinal direction of the reinforcing profile (5) on an upper
side facing away from the container (1), wherein grooves (21) are arranged congruent
to the profile webs (50), wherein at least one of the reinforcing profiles (50) can
be latched to the remaining of the side wall (3, 4) by inserting downwards from above,
for which purpose the side wall (3, 4) has latching elements (34) and the reinforcing
profile (5) has latching elements (54) interacting with the same, wherein the reinforcing
profile has guide pins (57) facing downward in each case which can be accommodated
in a respective corresponding recess close to the side edges of the side wall (3,
4).
2. Container (1) according to claim 1, characterized in that the/each reinforcing profile (5) has a groove (53) open downward or a web facing
downward in a lower area facing the side wall (3, 4), that a web (35) facing upward
or a groove open upward is formed on the upper edge or the remaining side wall (3,
4), and that the reinforcing profile (5) is latched on or clamped on or pushed on
with its groove (53) on the web (35) of the side wall (3, 4) or is latched in or clamped
in or pushed in with its web into the groove of the side wall (3, 4).
3. Container (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the interacting latching elements (34, 54) are molded on the side wall (3, 4) and
on the associated reinforcing profile (5).
4. Container (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the upper edge area of two longer side walls (3) opposite one another is reinforced
in each case by a reinforcing profile (5) continuing over the length of the associated
side wall (3).
5. Container (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the side walls (3, 4) comprise an unreinforced thermoplastic material and that the/each
reinforcing profile comprises a fiber-reinforced plastic material or metal.
6. Container (1) according to one of the preceding claims, characterized in that sections of the stacking contour of the bottom (2), lying underneath the side walls
(3, 4) having the slide tracks (11), are designed in each case with one of the grooves
(21), that the slide tracks (11) and the grooves (21) are respectively designed so
that, upon setting an upper container (1) onto a lower container (1) in a position
offset in the longitudinal direction of the slide tracks (11) and the grooves (21)
relative to one another, the upper container (1) stands displaceably in a raised position
on the slide tracks (11) of the lower container (1), and that during or after a displacement
of the upper container (1) into a position congruent with the lower container (1),
the slide tracks (11) engage into the grooves (21) while lowering the upper container
(1) into a stacked end position.
7. Container (1) according to claim 6, characterized in that the slide tracks (11) are each designed as a vertically aligned, continuous or interrupted
web, and that each slide track (11) is stepped, or slanted or rounded off at its end
areas (12).
8. Container (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the two side walls (3 or 4), which do not have the slide tracks (11), have on the
upper side in each case one or more studs (44), spaced apart from one another in the
longitudinal direction of this side wall (3 or 4) securing a conventional container,
set on top of a container (1) against displacement in the longitudinal direction of
the slide tracks (11), the height of said studs corresponding to the height of the
slide tracks (11).
1. Récipient (1) en matière plastique, comprenant un fond (2) rectangulaire et quatre
parois latérales (3, 4), le fond (2) présentant, sur sa face inférieure et sur son
bord extérieur, un premier contour d'empilage (20), les parois latérales (3, 4) présentant,
dans leur zone de bord supérieure, un deuxième contour d'empilage (30, 40), sachant
que lors de l'empilage de récipients (1) les uns sur les autres, le premier contour
d'empilage (20) d'un récipient (1) supérieur et le deuxième contour d'empilage (30,
40) d'un récipient (1) inférieur entrent en prise l'un avec l'autre, avec un effet
de centrage, le récipient étant un récipient (1) pliable dont les parois latérales
(3, 4) sont articulées avec le fond (2), le fond (2) présentant des rainures (21)
qui sont ouvertes vers le bas, caractérisé en ce que la zone de bord supérieure d'au moins deux parois latérales (3, 4) se faisant face
est renforcée par au moins un profil de renforcement (5) monté par forme et/ou par
adhérence sur le reste de la paroi latérale (3, 4), le profil de renforcement (5)
n'étant pas constitué du même matériau que le reste de la paroi latérale (3, 4), et
en ce que le/chaque profil de renforcement (5) présente, sur sa face supérieure éloignée du
récipient (1), au moins une nervure profilée (50) qui s'étend dans le sens longitudinal
du profil de renforcement (5) et forme une glissière (11) pour un autre récipient
(1) devant être posé dessus, les rainures (21) étant disposées de manière à coïncider
avec les nervures profilées (50), où au moins un des profils de renforcement peut
être verrouillé avec le reste de la paroi latérale (3, 4) par insertion de haut en
bas, la paroi latérale (3, 4) présentant à cet effet des éléments d'encliquetage (34),
et le profil de renforcement (5) présentant des éléments d'encliquetage (54) coopérant
avec ceux-ci, le profil de renforcement comportant, à ses extrémités frontales, respectivement
un doigt de guidage (57) qui est tourné vers le bas et peut être engagé dans un logement
respectif situé à proximité des bords latéraux de la paroi latérale (3, 4).
2. Récipient (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le/chaque profil de renforcement (5), dans une région inférieure tournée vers la
paroi latérale (3, 4), présente une rainure (53) ouverte vers le bas ou une nervure
tournée vers le bas, en ce que, sur le bord supérieur du reste de la paroi latérale (3, 4), il est prévu une nervure
(35) tournée vers le haut ou une rainure ouverte vers le haut, et en ce que le profil de renforcement (5) est encliqueté ou serré ou glissé avec sa rainure (53)
sur la nervure (35) de la paroi latérale (3, 4) ou est encliqueté ou serré ou glissé
avec sa nervure dans la rainure de la paroi latérale (3, 4).
3. Récipient (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments d'encliquetage (34, 54) qui coopèrent sont formés sur la paroi latérale
(3, 4) et sur le profil de renforcement (5) associé.
4. Récipient (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone de bord supérieure de deux parois latérales (3) plus longues se faisant face
est renforcée respectivement par un profil de renforcement (5) qui s'étend en continu
sur la longueur de la paroi latérale (3) associée.
5. Récipient (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les parois latérales (3, 4) elles-mêmes sont constituées d'une matière plastique
thermoplastique non renforcée, et en ce que le/chaque profil de renforcement (5) est constitué d'une matière plastique renforcée
par fibres ou de métal.
6. Récipient (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des portions du contour d'empilage (20) du fond (2) qui se situent au-dessous des
parois latérales (3, 4) présentant les glissières (11) sont réalisées respectivement
avec l'une des rainures (21), en ce que les glissières (11) et les rainures (21) sont réalisées respectivement de telle sorte
que lorsqu'un récipient (1) supérieur est posé sur un récipient (1) inférieur, dans
une position de décalage réciproque dans le sens longitudinal des glissières (11)
et des rainures (21), le récipient (1) supérieur repose dans une position surélevée
sur les glissières (11) du récipient (1) inférieur, de manière à pouvoir être déplacé,
et en ce que lors d'un déplacement ou après un déplacement du récipient (1) supérieur, jusqu'à
une position où il coïncide avec le récipient (1) inférieur, les glissières (11) s'engagent
dans les rainures (21) par abaissement du récipient (1) supérieur, occupant ainsi
une position d'empilage finale.
7. Récipient (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que les glissière (11) sont conçues chacune comme une nappe alignée verticalement, continue
ou interrompue et chaque glissière (11) est réalisée sous une forme étagée ou inclinée
ou arrondie dans ses zones d'extrémité (12).
8. Récipient (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les deux parois latérales (3 ou 4) qui ne sont pas dotées des glissières (11) présentent,
sur leur face supérieure, respectivement un ou plusieurs bossages (44) qui sont espacés
les uns des autres dans le sens longitudinal de ces parois latérales (3 ou 4), qui
bloquent un récipient classique posé sur le récipient (1) pour l'empêcher de se déplacer
dans le sens longitudinal des glissières (11), et dont la hauteur correspond à la
hauteur des glissières (11).