[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Toilettenbürste gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Toilettenbürsten bekannt, die einen Bürstenkopf mit
mehreren Bürstenelementen zur Reinigung einer Toilette umfassen. Die Bürstenelemente
sind dabei an einem Bürstenschaft befestigt.
[0003] Aus der
DE102015105469A1 ist eine Toilettenbürste bekannt, die innerhalb des Bürstenschafts einen Hohlraum
aufweist, in dem ein Festkörperreinigungsmittel angeordnet werden kann. Der Hohlraum
ist über Ausnehmungen fluidisch mit einer Umgebung der Toilettenbürste verbunden,
sodass bei Reinigung einer Toilette Wasser durch die Ausnehmungen in den Hohlraum
strömen und aus ihm heraus strömen kann. Im Hohlraum löst sich ein Teil des Festkörperreinigungsmittels
im Wasser und gelangt so in die Toilette, wodurch die Reinigungswirkung verbessert
wird.
[0004] Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Toilettenbürste
mit verbesserten Strömungsverhältnissen für das Wasser bei Reinigung einer Toilette
innerhalb des Hohlraums des Bürstenschafts zu schaffen. Außerdem soll ein System mit
einer solchen Toilettenbürste und einem Festkörperreinigungsmittel geschaffen werden.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Toilettenbürste nach Anspruch 1 und durch ein System
nach Anspruch 9 gelöst. Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0006] Die Toilettenbürste umfasst einen Bürstenkopf zur Reinigung einer Toilette mit mehreren
Bürstenelementen und einem Bürstenschaft. Unter Bürstenelementen werden im Rahmen
dieser Beschreibung insbesondere borstenartige Elemente verstanden, die beispielsweise
aus Kunststoff und/oder Silikon bestehen können.
[0007] Die Bürstenelemente sind am Bürstenschaft befestigt. Dies kann insbesondere stoffschlüssig,
beispielsweise über eine Klebeverbindung, oder formschlüssig, beispielsweise über
eine Steckverbindung erfolgen. Der Bürstenschaft weist einen ersten Hohlraum auf,
dessen geometrische Längsachse identisch mit der geometrischen Längsachse des Bürstenschafts
ist oder parallel zur geometrischen Längsachse des Bürstenschafts angeordnet ist.
Unter der jeweiligen Längsachse wird dabei im Rahmen dieser Beschreibung insbesondere
die Achse verstanden, in der das jeweilige Element (also z.B. der Hohlraum oder der
Bürstenschaft) die längste Ausdehnung hat. Außerdem kann die Längsachse mittig durch
das jeweilige Element verlaufen. Dabei ist zu beachten, dass die Längsachsen lediglich
gedachte geometrische Achsen sind.
[0008] Im ersten Hohlraum ist ein Festkörperreinigungsmittel anordnerbar. Unter einem Festkörperreinigungsmittel
wird ein Festkörper verstanden, der in Wasser löslich ist und im Wasser gelösten Zustand
dazu ausgebildet ist, Verschmutzungen in einer Toilette zu lösen. Beispielsweise kann
das Festkörperreinigungsmittel stabartig oder kugelartig ausgebildet sein. Es können,
insbesondere bei kugelartigen Festkörperreinigungsmitteln, auch mehrere Festkörperreinigungsmittel
im ersten Hohlraum anordnerbar sein.
[0009] Der Bürstenschaft weist im Bereich der Bürstenelemente Ausnehmungen auf, die den
ersten Hohlraum mit einer Umgebung der Toilettenbürste verbinden. Die Ausnehmungen
können beispielsweise zwischen den Bürstenelementen angeordnet sein. Durch die Ausnehmungen
kann Wasser aus der Umgebung in den ersten Hohlraum und aus ihm heraus in die Umgebung
strömen. Dies passiert bevorzugterweise insbesondere bei der Reinigung einer Toilette
mit der Toilettenbürste. Das Wasser löst im ersten Hohlraum einen Teil des Festkörperreinigungsmittels
und strömt wieder aus dem ersten Hohlraum heraus, sodass die Reinigung der Toilette
verbessert wird.
[0010] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass entlang aller geometrischen Geraden, die parallel
zur Längsachse des Bürstenschafts verlaufen, jeweils höchstens genau eine einzige
Ausnehmung angeordnet ist. Dabei ist zu beachten, dass diese geometrischen Geraden
lediglich gedachte Geraden sind, die bei Betrachtung der Toilettenbürste nicht sichtbar
sein müssen. An jeder der oben erwähnten gedachten Gerade kann also höchstens eine
einzige Ausnehmung angeordnet sein. Es kann auch Geraden geben, an denen keine Ausnehmung
angeordnet ist
[0011] Durch die oben erwähnte erfindungsgemäße Anordnung der Ausnehmungen werden besonders
gute Strömungsverhältnisse im ersten Hohlraum erreicht. Das Wasser bleibt dabei ausreichend
lange in Kontakt mit dem Festkörperreinigungsmittel, sodass eine ausreichende Menge
im Wasser gelöst wird.
[0012] Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist es möglich, dass die Toilettenbürste
nicht mehr als 6, vorzugsweise nicht mehr als 4, der Ausnehmungen umfasst. Diese relativ
geringe Anzahl an Ausnehmungen stellt sicher, dass das Wasser ausreichend lange in
Kontakt mit dem Festkörperreinigungsmittel bleibt, um davon ausreichend zu lösen.
[0013] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann die Toilettenbürste einen Griff umfassen.
Der Bürstenkopf kann lösbar oder unlösbar am Griff befestig sein. Unter einer lösbaren
Befestigung wird dabei insbesondere verstanden, dass die beiden Elemente ineinander
schraubbar sein können. Unter einer unlösbaren Befestigung wird insbesondere eine
stoffschlüssige Befestigung oder aber auch eine einteilige oder einstückige Ausführung
des Bürstenkopfs mit dem Griff verstanden.
[0014] Der Griff kann einen zweiten Hohlraum aufweisen, der in fluidischer Verbindung mit
dem ersten Hohlraum steht. Dies ermöglicht, ein oder mehrere Festkörperreinigungsmittel
durch den Griff in den ersten Hohlraum einzuführen. Dann muss der Griff nicht vom
Bürstenschaft gelöst werden, um ein oder mehrere Festkörperreinigungsmittel einzuführen.
[0015] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann der Griff ein erstes und ein zweites
Ende aufweisen. Das erste Ende kann dem ersten Hohlraum zugewandt sein. Das zweite
Ende kann dem ersten Ende gegenüber angeordnet sein. Die Toilettenbürste kann eine
Kappe aufweisen, die lösbar am zweiten Ende des Griffs befestigbar ist. Die Kappe
kann im am Griff befestigten Zustand den zweiten Hohlraum abdecken. Somit kann durch
einfaches Lösen der Kappe der zweite Hohlraum geöffnet werden, um ein oder mehrere
Festkörperreinigungsmittel schnell und hygienisch einzuführen. Die Kappe kann beispielsweise
mit dem Griff verschraubbar sein oder auf den Griff gesteckt oder geklemmt werden.
[0016] Nach einer Ausführungsform der Erfindung können die Bürstenelemente als Silikonborsten
ausgebildet sein. Die Silikonborsten sind besonders gut für eine Toilettenreinigung
geeignet, weil sie schmutzabweisend sind.
[0017] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann eine der Ausnehmungen unterhalb des
ersten Hohlraums angeordnet sein. Dabei wird im Rahmen dieser Beschreibung die Richtung
"unten" in dem Sinne verwendet, dass der Bürstenkopf unterhalb des Griffs angeordnet
ist. Die Ausnehmung unterhalb des ersten Hohlraums ist vorteilhaft für die Strömungsverhältnisse
im ersten Hohlraum. Das Wasser kann durch die anderen Ausnehmungen in den ersten Hohlraum
eintreten und durch die Ausnehmung unterhalb des ersten Hohlraums wieder aus dem ersten
Hohlraum austreten.
[0018] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann der Griff oder der Bürstenschaft eine
Verdickung aufweisen. Diese Verdickung kann beispielsweise genutzt werden, um die
Toilettenbürste an einer Wandhalterung aufzuhängen.
[0019] Nach einer Ausführungsform der Erfindung können der Bürstenschaft und der Griff einstückig
oder einteilig ausgebildet sein.
[0020] Das System gemäß Anspruch 9 umfasst eine Toilettenbürste nach einer Ausführungsform
der Erfindung und ein Festkörperreinigungsmittel. Das Festkörperreinigungsmittel weist
dabei zwei Komponenten auf. Hierunter wird im Rahmen dieser Beschreibung insbesondere
verstanden, dass das Festkörperreinigungsmittel zwei voneinander verschiedene Reinigungsmittelkomponenten
aufweist.
[0021] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann eine der beiden Komponenten kalk- und
schmutzlösend ausgebildet sein. Dies ist besonders vorteilhaft bei der Reinigung einer
Toilette. Die andere Komponente kann duftend ausgebildet sein.
[0022] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der
nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beiliegende Abbildung.
[0023] Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Toilettenbürste nach einer Ausführungsform
der Erfindung.
[0024] Die Toilettenbürste 100 umfasst einen Bürstenkopf 101 und einen Griff 102. Am Bürstenkopf
101 sind Bürstenelemente 103 angeordnet. Außerdem umfasst der Bürstenkopf 101 einen
Bürstenschaft, an dem die Bürstenelemente 103 befestigt sind. Der Bürstenschaft weist
mehrere Ausnehmungen 104 auf. Innerhals des Bürstenschafts ist ein erster Hohlraum
angeordnet, in dem ein Festkörperreinigungsmittel angeordnet ist. Bei Reinigung einer
Toilette strömt Wasser durch die Ausnehmungen 104 in den ersten Hohlraum und löst
einen Teil des Festkörperreinigungsmittels. Das Wasser tritt anschließend durch die
Ausnehmungen 104 wieder aus dem ersten Hohlraum aus.
[0025] Die Ausnehmungen 104 sind dabei so angeordnet, dass auf keiner gedachten geometrischen
Geraden, die parallel zur gedachten Längsachse des Bürstenschafts und entlang des
Umfangs des Bürstenschafts verläuft, mehr als genau eine Ausnehmung 104 angeordnet
ist. Vorzugsweise trifft dies für alle gedachten geometrischen Geraden zu, die parallel
zur gedachten Längsachse des Bürstenschafts verlaufen.
[0026] So wird eine besonders vorteilhafte Strömung des Wassers durch den ersten Hohlraum
erreicht. Die Reinigungswirkung wird verbessert, indem eine besonders vorteilhafte
Menge des Festkörperreinigungsmittels im Wasser gelöst wird.
1. Toilettenbürste (100), umfassend einen Bürstenkopf (101) zur Reinigung einer Toilette,
wobei der Bürstenkopf (101) mehrere Bürstenelemente (103) und einen Bürstenschaft
aufweist, wobei die Bürstenelemente (103) am Bürstenschaft befestigt sind, wobei der
Bürstenschaft einen ersten Hohlraum aufweist, dessen geometrische Längsachse identisch
mit der geometrischen Längsachse des Bürstenschafts ist oder parallel zur geometrischen
Längsachse des Bürstenschafts angeordnet ist, wobei in dem ersten Hohlraum ein Festkörperreinigungsmittel
anordbar ist, wobei der Bürstenschaft im Bereich der Bürstenelemente (103) Ausnehmungen
(104) aufweist, die den ersten Hohlraum mit einer Umgebung der Toilettenbürste (100)
verbinden, sodass Wasser aus der Umgebung in den ersten Hohlraum und aus ihm heraus
in die Umgebung strömen kann, dadurch gekennzeichnet, dass entlang aller geometrischen Geraden, die parallel zur Längsachse des Bürstenschafts
verlaufen, jeweils höchstens genau eine einzige Ausnehmung (104) angeordnet ist.
2. Toilettenbürste (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Toilettenbürste (100) nicht mehr als 6, vorzugsweise nicht mehr als 4, der Ausnehmungen
(104) umfasst.
3. Toilettenbürste (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Toilettenbürste (100) einen Griff (102) umfasst, wobei der Bürstenkopf (101)
am Griff (102) befestigt ist, wobei der Griff (102) einen zweiten Hohlraum aufweist,
der in fluidischer Verbindung mit dem ersten Hohlraum steht.
4. Toilettenbürste (100) nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (102) ein erstes Ende, das dem ersten Hohlraum zugewandt ist, und ein zweites
Ende aufweist, wobei das zweite Ende dem ersten Ende gegenüber angeordnet ist, und
wobei die Toilettenbürste (100) eine Kappe aufweist, die lösbar am zweiten Ende des
Griffs befestigbar ist, wobei die Kappe im am Griff (102) befestigten Zustand den
zweiten Hohlraum abdeckt.
5. Toilettenbürste (100) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenelemente (103) als Silikonborsten ausgebildet sind.
6. Toilettenbürste (100) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Ausnehmungen (104) unterhalb des ersten Hohlraums angeordnet ist.
7. Toilettenbürste (100) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (102) oder der Bürstenschaft eine Verdickung aufweist.
8. Toilettenbürste (100) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bürstenschaft und der Griff (102) einstückig oder einteilig ausgebildet sind.
9. System, umfassend eine Toilettenbürste (100) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche
und ein Festkörperreinigungsmittel, wobei das Festkörperreinigungsmittel zwei Komponenten
aufweist.
10. System nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine der beiden Komponenten kalk-und schmutzlösend ausgebildet ist und die andere
der Komponenten duftend ausgebildet ist.