TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vergnügungsanlage, insbesondere Riesenrad,
mit Fahrgastaufnahmen, wenigstens einer Stützkonstruktion und einem Träger zum Tragen
der Fahrgastaufnahmen, oder wenigstens einem Fahrzeug mit einer Fahrgastaufnahme,
einem Antrieb zur Erzeugung einer Bewegung des Trägers bzw. Fahrzeugs relativ zur
Stützkonstruktion, und eine Steuereinrichtung zur Steuerung des Antriebs zur Erzeugung
eines Bewegungsprofils des Trägers bzw. Fahrzeugs. Außerdem betrifft die Erfindung
Verfahren zur Steuerung der Vergnügungsanlage.
STAND DER TECHNIK
[0002] Riesenräder und ähnliche Fahrgeschäfte sind seit langer Zeit bekannt. Herkömmliche
Riesenräder weisen eine Vielzahl von Kabinen oder Gondeln auf, die am Umfang des Trägerrads
befestigt sind. Durch Drehen des Trägerrads werden sie Passagiere in eine erhöhte
Position bis zu einem höchsten Punkt angehoben, wobei die höchste Höhe in etwa dem
Durchmesser des Riesenrads entspricht. Ziel ist es, dem Besucher einen Ausblick von
oben auf die Umgebung zu ermöglichen.
[0003] Dadurch, dass der Einstieg in die Gondeln sowie der Ausstieg normalerweise an einer
zentralen Stelle im unteren Bereich der Anlage und somit sequentiell stattfindet,
kann sich die Fahrzeit über einen längeren Zeitraum erstrecken, wobei die Fahrt während
des Passagierwechsels von Insassen und Außenstehenden als nicht sehr spannend empfunden
wird.
[0004] Es wäre jedoch wünschenswert, wenn den Insassen und Außenstehenden außer einer Betrachtung
des Riesenrads und der Umgebung während einer Fahrt noch weitere Unterhaltungsmöglichkeiten
geboten werden könnten.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0005] Ausgehend davon besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Vergnügungsanlage
sowie Verfahren zu deren Betrieb bereitzustellen, die den Kunden der Vergnügungsanlage
erhöhte Spannung und Zeitvertreib bieten.
TECHNISCHE LÖSUNG
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vergnügungsanlage nach Anspruch 1 und Verfahren
zu deren Steuerung nach Anspruch 17, 18 oder 19. Vorteilhafte Ausführungsformen der
Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Die erfindungsgemäße Vergnügungsanlage umfasst wenigstens eine Stützkonstruktion
und einen Träger oder wenigstens ein Fahrzeug, der/das wenigstens eine Fahrgastaufnahme
trägt, einen Antrieb zur Erzeugung einer Bewegung des Trägers bzw. des Fahrzeugs relativ
zur Stützkonstruktion, und eine Steuereinrichtung zur Steuerung des Antriebs zur Erzeugung
eines Bewegungsprofils (Geschwindigkeit in Abhängigkeit von der Zeit) des Trägers
bzw. Fahrzeugs. Das Fahrgeschäft weist eine am Träger/Fahrzeug und/oder der Stützkonstruktion
angeordnete Anzeigeeinrichtung auf, die in diskreten Zeitabständen Ergebnisse anzeigt,
wobei das Bewegungsprofil des Trägers bzw. des Fahrzeugs in funktionalem Zusammenhang
mit den angezeigten Ergebnissen und/oder der Darstellung der Ergebnisse steht.
[0008] Ein Riesenrad ist ein radförmiges Fahrgeschäft mit Fahrgastaufnahmen für Passagiere,
die am Umfangsbereich des meist radförmigen Trägers angeordnet sind. Durch eine Drehung
des Trägers werden die Fahrgastaufnahmen von einem Bahnhof auf eine erhöhte Position
mit guter Aussicht bewegt. Der Träger bewegt bzw. dreht sich relativ zur Stützkonstruktion,
die insbesondere die Achse des Trägers trägt.
[0009] Im Rahmen der Erfindung ist wenigstens an der Stützkonstruktion und/oder am Träger
bzw. Fahrzeug, der/das die Fahrgastaufnahmen umfasst, eine Anzeigevorrichtung angeordnet.
Die Anzeige kann dabei eine elektronische Anzeigevorrichtung sein wie ein überdimensionaler
Bildschirm oder eine LED-Anordnung, auf denen (unter anderem) die Ergebnisse angezeigt
werden. Es ist jedoch auch eine mechanische oder optische Anzeige möglich, beispielsweise
in Form einer Kugel, die in einer Bahn beweglich angeordnet ist und durch ihre Position
ein Ergebnis anzeigt. Durch das Bewegungsprofil des Riesenrads bleibt die Kugel beim
Stillstand des Rads an einer bestimmten Stelle der Bahn stehen, die einem bestimmten
Ergebnis entspricht. Das Ergebnis hängt somit offensichtlich mit der Bewegung des
Trägers zusammen. Die Anzeige kann jedoch auch durch eine Beleuchtungseinrichtung
(z.B. einen Scheinwerfer) erfolgen, der einen bestimmten Ausschnitt der Anzeige beleuchtet
und damit ein dem Ausschnitt der Anzeige zugeordnetes Ergebnis anzeigt.
[0010] Andere Anzeigen könnten reine Beleuchtungseffekte sein. So kann es sein, dass abhängig
von einem Ergebnis ein spezieller Effekt entsteht, z.B. kann ein Fahrzeug oder eine
Gondel das/die einem Ergebnis zugeordnet ist, beleuchtet werden (Lichteffekt).
[0011] Die Dynamik, nämlich die Bewegung des Trägers oder eines Fahrzeugs, z.B. das Drehen
eines Riesenrads, kann damit bei der Darstellung des Ergebnisses mitwirken bzw. dieses
beeinflussen. Z.B. können bestimmte Zahlenfelder der Anzeige statisch am Träger oder
an den Gondeln/Fahrzeugen dargestellt werden und sich durch die Bewegung des Trägers
bewegen. Bei einem Stillstand oder zu einem bestimmten Zeitpunkt wird an einer bestimmten
Stelle das Ergebnis bestimmt und angezeigt.
[0012] Die Anzeige ist insbesondere für Außenstehende, also nicht (nur) für Insassen in
den Fahrgastaufnahmen, sichtbar. D.h. die Anzeige ist außen a den Fahrgastaufnahmen
und/oder der Stützkonstruktion angeordnet. Das erfindungsgemäße Fahrgeschäft bietet
so, neben erhöhter Spannung für die Insassen, weiteren Nutzen, wie z.B. die generelle
Steigerung der Aufmerksamkeit bzgl. der Anlage oder auch die Möglichkeit einer Beteiligung
an einem dargestellten Spiel auch von Nicht-Fahrgästen und Beobachtern.
[0013] Die Reihenfolge der Ergebnisse ist insbesondere unregelmäßig. Dies bedeutet, dass
das Bewegungsprofil nicht ausschließlich aus sich regelmäßig wiederholenden Bewegungszyklen
besteht.
[0014] Das von der Steuereinrichtung vorgegebene Bewegungsprofil kann eine Funktion eines
von einem Zufallsgenerator erzeugten Ergebnisses sein, aber auch eine unregelmäßige
Aneinanderreihung von Bewegungsprofilen, die jeweils einem Ergebnis entsprechen, dieses
bestimmen oder von diesem bestimmt werden.
[0015] Insbesondere kann der Träger wenigstens eine radförmige Komponente aufweisen. Die
Fahrgastaufnahmen sind vorzugsweise im Umfangbereich des in etwa kreisförmigen Trägers
angeordnet. Allerdings soll unter radförmige Komponente jeder Träger verstanden werden,
der Fahrgastaufnahmen in etwa gleichem Abstand von einer Achse auf einer Bahn führt.
So könnten beispielsweise lediglich entsprechende Trägerarme vorgesehen sein, die
sich von der Drehachse aus im Wesentlichen vertikal erstrecken.
[0016] Die Bewegung des Trägers ist insbesondere eine Drehung um eine Achse, insbesondere
um eine im Wesentlichen horizontale Achse. Dadurch werden die Fahrgastaufnahmen zwischen
Positionen verschiedener Höhe bewegt. Die Achse kann jedoch auch mehr oder weniger
verkippt sein.
[0017] Die angezeigten Ergebnisse umfassen jeweils wenigstens einen Treffer aus einer endlichen
Menge möglicher Treffer. Dies bedeutet, dass jedes mögliche Bewegungsprofil des Trägers
funktional einem oder mehreren Treffern aus der Menge möglicher Treffer entspricht.
[0018] Die Anzeige kann eine Steuerung aufweisen, die die Steuereinrichtung in Abhängigkeit
vom angezeigten Ergebnis derart steuert, dass die Steuereinrichtung ein vom Ergebnis
abhängiges Bewegungsprofil erzeugt. Dies kann auch dadurch bewerkstelligt werden,
dass die Anzeige eines Ergebnisses durch die Bewegung unterstützt wird, z.B. indem
eine Trägerposition oder ein Fahrzeug, an der/dem ein Ergebnis angezeigt wird derart,
dass die Anzeige an einer bestimmten Position relativ zur Stützkonstruktion erfolgt
(z.B. in einer höchsten oder niedrigsten Position des Anzeigefelds).
[0019] Damit hängt der Verlauf der Fahrt von einem angezeigten Ergebnis ab. Während bei
herkömmlichen Fahrgeschäften, wie Riesenrädern, der Ablauf einer Fahrt sehr genau
vorgegeben ist und allein darauf abzielt, den Fahrgästen das erwartete Fahrerlebnis
zu bieten, bietet der Einfluss eines Ergebnisses, beispielsweise eines zufallsgenerierten
Ergebnisses, eine zufallsgenerierte Fahrt. Dies sorgt für zusätzliche Spannung insbesondere
auch bei den außenstehenden Zuschauern. Dadurch wird eine neue Erlebnisdimension geschaffen,
wodurch das Riesenrad als Vergnügungsanlage an Attraktivität gewinnt.
[0020] Bei einem bestimmten Ergebnis kann die Steuereinrichtung derart gesteuert werden,
dass der Träger relativ zur Stützkonstruktion in einer vorgegebenen Position zum Stillstand
kommt. Diese Position kann beispielsweise so sein, dass eine bestimmte Gondel bei
einem bestimmten Ergebnis an einer bestimmten Stelle zum Stillstand kommt. Die bestimmte
Stelle kann z.B. exponiert oder speziell markiert sein, sodass die Gondel unter den
anderen Gondeln optisch hervorgehoben wird.
[0021] In einer speziellen Ausführungsform der Erfindung ist jedem angezeigten Ergebnis
genau ein Bewegungsprofil zugeordnet.
[0022] Die Steuerung kann insbesondere einen Zufallsgenerator umfassen, der Zufallszahlen
erzeugt, die das angezeigte Ergebnis beeinflussen. Aufgrund des funktionalen Zusammenhangs
zwischen Bewegungsprofil und angezeigtem Ergebnis ist somit auch das Bewegungsprofil
des Trägers zufallsgeneriert.
[0023] In einer anderen Ausführungsform kann die Steuereinrichtung ein Bewegungsprofil erzeugen,
das das angezeigte Ergebnis bestimmt. Die Bewegungsprofile beeinflussen hier das Ergebnis,
das angezeigt wird.
[0024] Das Bewegungsprofil kann eine Folge von Bewegungszyklen aufweisen. Diese sollen wenigstens
nicht alle gleich sein. Jeder Bewegungszyklus wird durch eine Zeitdauer (Fahrtdauer,
die jedoch auch für alle Zyklen identisch sein kann) und/oder ein Geschwindigkeitsprofil
bestimmt.
[0025] Insbesondere unterscheiden sich zwei oder mehrere Bewegungszyklen einer Folge aufeinanderfolgender
Bewegungszyklen. Die Anzahl verschiedener Bewegungszyklen kann unendlich groß sein,
wobei jedoch jedem Zyklus, der gefahren wird, ein Ergebnis aus einer endlichen Zahl
von Ergebnissen zugeordnet und dieses angezeigt wird. Die Anzahl möglicher Zyklen
kann jedoch auch endlich sein. Die Unterschiede zwischen den Zyklen können beliebig
groß oder klein sein. So könnten sich beispielsweise zwei Zyklen nur darin unterscheiden,
dass das Riesenrad nach einer bestimmten Fahrtdauer mit identischem Bewegungsprofil
nach einer weiteren zufallsgenerierten Fahrtdauer einen Halt einlegt.
[0026] Jedes angezeigte Ergebnis kann funktional von Änderungen des Bewegungsprofils abhängen
bzw. durch diese beeinflusst werden.
[0027] Die Steuereinrichtung kann einen Zufallsgenerator umfassen, der Zufallszahlen erzeugt,
die das Bewegungsprofil beeinflussen.
[0028] Insbesondere wird der Überraschungseffekt für die Insassen und Zuschauer besonders
groß, wenn eine Folge der Ergebnisse und/oder das Bewegungsprofil keine regelmäßigen
und/oder sich zyklisch wiederholenden Verläufe aufweist.
[0029] Insbesondere können die Ergebnisse Zufallsergebnisse und/oder die Bewegungsprofile
Zufallsbewegungsprofile sein.
[0030] Die Vergnügungsanlage kann als Riesenrad, als Freifallturm, als Karussell oder als
Rundfahrgeschäft gestaltet sein.
[0031] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Steuerung einer Vergnügungsanlage, insbesondere
einer Vergnügungsanlage wie oben beschrieben, umfasst die Schritte: a) Erzeugung eines
Bewegungsprofils durch die Steuereinrichtung; b) funktionale Zuordnung eines Ergebnisses
aus einer endlichen Menge von Ergebnissen zum Bewegungsprofil; und c) Steuerung der
Anzeige zur Anzeige des Ergebnisses.
[0032] Ein weiteres Verfahren zur Steuerung einer Vergnügungsanlage, insbesondere einer
Vergnügungsanlage wie oben beschrieben, umfasst die Schritte: a) Erzeugung eines Ergebnisses
durch die Steuerung der Anzeige; b) Anzeige des Ergebnisses; und c) Ausführung eines
Algorithmus zur Steuerung der Steuerungseinrichtung des Antriebs, der ein vom Ergebnis
abhängiges Bewegungsprofil erzeugt.Ein weiteres Verfahren zur Steuerung einer Vergnügungsanlage,
insbesondere einer Vergnügungsanlage wie oben beschrieben, umfasst die Schritte: a)
Anzeige des Ergebnisses; und b) Ausführung einer Bewegung des Trägers bzw. Fahrzeugs
zur Unterstützung der Anzeige, insbesondere zur Anzeige des Ergebnisses an einer Trägerposition
bzw. einem Fahrzeug, die/das sich an einer bestimmten Position relativ zur Stützkonstruktion
befindet.
[0033] Die Bewegung und das angezeigte Ergebnis bzw. dessen Darstellung können prinzipiell
unabhängig voneinander sein, die Bewegung wird jedoch so gesteuert, dass die Darstellung
des Ergebnisses unterstützt wird. Z.B. könnte die Bewegung des Trägers stoppen, sobald
das Ergebnis feststeht und angezeigt wird oder es könnte auch die Bewegung so gestaltet
sein, dass das Ergebnis immer an einer bestimmten Position dargestellt wird, z.B.
am aktuellen höchsten oder niedersten Punkt des Trägers.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0034] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung bevorzugter
Ausführungsbeispiele anhand der Figuren deutlich. Es zeigen:
- Figur 1
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Riesenrads;
- Figur 2
- eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Riesenrads.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG EINES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELS
[0035] Die Figur 1 zeigt eine Ansicht eines Riesenrads 1 gemäß der Erfindung.
[0036] Das Riesenrad weist eine Stützkonstruktion 2 und einen radförmigen Träger 3 auf.
Der Träger 3 ist um eine Achse A drehbar und antreibbar an der Stützkonstruktion 2
gelagert. Am Träger 3 sind Fahrgastaufnahmen 4 angeordnet, die sich mit dem Träger
3 auf einer Kreisbahn bewegen.
[0037] In diesem Ausführungsbeispiel weist der radförmige Träger 3 im mittleren Bereich
eine Anzeigevorrichtung 5 in Form einer LED-Anordnung auf, die sich stationär mit
dem Träger 3 bewegt. Die Anzeigevorrichtung kann beispielsweise in diskreten Zeitabständen
Ergebnisse Ex anzeigen. Je nach Ergebnis wird ein spezieller Effekt erzeugt, z.B.
eine Gondel, die mit der angezeigte Zahl bezeichnet ist, angeleuchtet. Alternativ
oder zusätzlich dazu kann das Bewegungsprofil des Trägers 3 in Abhängigkeit vom angezeigten
Ergebnis so gesteuert werden dass die dem Ergebnis Ex entsprechende Gondel an einer
bestimmten Stelle, z.B. ganz oben in der Bewegungskurve, über einen Zeitraum stehen
bleibt.
[0038] Der Antrieb (nicht dargestellt; z.B. umfassend einen Elektromotor) des Trägers 3
weist eine schematisch dargestellte Steuereinrichtung 6 auf, die den Antrieb steuert,
sodass dieser den Träger 3 mit einem bestimmten oder zufälligem Bewegungsprofil bewegt.
Die Steuereinrichtung 6 kann das Bewegungsprofil vorgeben und ggf. das angezeigte
Ergebnis (mit)bestimmen bzw. beeinflussen. Umgekehrt kann das angezeigte Ergebnis
Ex das Bewegungsprofil über einen Algorithmus beeinflussen, sodass wie oben beschrieben
z.B. eine bestimmte Gondel an einer bestimmten Stelle zum Stillstand kommt.
[0039] Auch die Anzeigevorrichtung 5 kann eine eigene ebenfalls schematisch dargestellte
Steuerung 7, unter Umständen mit einem integrierten Zufallsgenerator, haben. Die Steuerung
7 bestimmt die Anzeige, insbesondere das angezeigte Ergebnis, beispielsweise auf Basis
eines vom Zufallsgenerator ausgegebenen Ergebnisses. Das Ergebnis kann durch eine
Verbindung zwischen den Steuerungen 6 und 7 (diese können selbstverständlich auch
in einem Modul integriert sein) auf das Bewegungsprofil einwirken. Umgekehrt kann
ein von der Steuereinrichtung 6 des Antriebs erzeugtes oder ausgegebenes Bewegungsprofil
direkt auf die Steuerung 7 der Anzeige einwirken und die Anzeige eines bestimmten
Ergebnisses (bzw. eines dieses repräsentierenden Effekts) hervorrufen bzw. beeinflussen.
[0040] Die Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei sich entsprechende
Bauteile mit gleichen Bezugszeichen wie im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 gekennzeichnet
sind.
[0041] Insbesondere unterscheidet sich die Anlage 1 von der aus der Figur 1 durch die Art
der Anzeige 50, die hier mechanisch ist. Sie weist einen im Träger 3 stationär ausgebildeten
Kanal 51 auf, in dem eine Kugel 52 angeordnet ist. Der Kanal 51 ist ringförmig. An
der Außenseite weist er ein Profil 510 auf, das es erlaubt, die Kugel 52 bei einer
Drehung des Trägers 3 z.B. durch vom Profil 510 übertragene Impulse in Bewegung zu
setzen und/oder über einen bestimmten Abschnitt nach oben zu transportieren, bevor
die Kugel wieder nach unten fällt. Die Kugel 52 wird sich stets im unteren Bereich
des Trägers 3 befinden. Kommt der Träger 3 zum Stillstand, so wird die Kugel in einem
vom Bewegungsprofil abhängigen Bereich des Kanals zum Stillstand kommen und so beispielsweise
eine dem Bereich entsprechende Zahl (hier 1 bis 8) anzeigen.
[0042] Mit Hilfe der Erfindung wird der Unterhaltungswert des Riesenrads 1 erhöht, da die
Insassen durch zusätzliche Effekte, die mit dem Bewegungsprofil des Trägers 2 zusammenhängen,
stimuliert werden.
1. Vergnügungsanlage (1) umfassend wenigstens eine Stützkonstruktion (2) und einen Träger
(3), der wenigstens eine Fahrgastaufnahme (4) trägt, oder wenigstens ein Fahrzeug
mit einer Fahrgastaufnahme, einen Antrieb zur Erzeugung einer Bewegung des Trägers
(3) bzw. des Fahrzeugs relativ zur Stützkonstruktion (2), und eine Steuereinrichtung
(6) zur Steuerung des Antriebs zur Erzeugung eines Bewegungsprofils des Trägers (3)
bzw. Fahrzeugs, dadurch gekennzeichnet, dass
der Träger (3) bzw. das Fahrzeug eine am Träger (3) bzw. Fahrzeug und/oder der Stützkonstruktion
(2) angeordnete Anzeigeeinrichtung (5, 50) aufweist, die in diskreten Zeitabständen
Ergebnisse anzeigt, wobei das Bewegungsprofil des Trägers (3) bzw. Fahrzeugs in funktionalem
Zusammenhang mit den angezeigten Ergebnissen und/oder der Darstellung der Ergebnisse
steht.
2. Vergnügungsanlage (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (3) wenigstens eine radförmige Komponente aufweist.
3. Vergnügungsanlage (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Trägers (3) eine Drehung ist.
4. Vergnügungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die angezeigten Ergebnisse jeweils wenigstens einen Treffer aus einer endlichen Menge
möglicher Treffer umfassen.
5. Vergnügungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige eine Steuerung (7) aufweist, die die Steuereinrichtung (6) in Abhängigkeit
vom angezeigten Ergebnis derart steuert, dass die Steuereinrichtung (6) ein vom Ergebnis
abhängiges Bewegungsprofil erzeugt.
6. Vergnügungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem bestimmten Ergebnis die Steuereinrichtung (6) derart gesteuert wird, dass
der Träger (3) bzw. das Fahrzeug relativ zur Stützkonstruktion (2) in einer vorgegebenen
Position zum Stillstand kommt.
7. Vergnügungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedem angezeigten Ergebnis genau ein Bewegungsprofil zugeordnet ist.
8. Vergnügungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (7) einen Zufallsgenerator umfasst, der Zufallszahlen erzeugt, die
das angezeigte Ergebnis beeinflussen.
9. Vergnügungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (6) ein Bewegungsprofil erzeugt, das das angezeigte Ergebnis
bestimmt bzw. beeinflusst.
10. Vergnügungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegungsprofil eine Folge von Bewegungszyklen aufweist.
11. Vergnügungsanlage (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwei oder mehrere Bewegungszyklen einer Folge aufeinanderfolgender Bewegungszyklen
unterscheiden.
12. Vergnügungsanlage (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jedes angezeigte Ergebnis funktional von Änderungen des Bewegungsprofils abhängt.
13. Vergnügungsanlage (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (6) einen Zufallsgenerator umfasst, der Zufallszahlen erzeugt,
die das Bewegungsprofil beeinflussen.
14. Vergnügungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Folge der Ergebnisse und/oder das Bewegungsprofil keine regelmäßigen und/oder
sich zyklisch wiederholenden Verläufe aufweist.
15. Vergnügungsanlagen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ergebnisse Zufallsergebnisse und/oder die Bewegungsprofile Zufallsbewegungsprofile
sind.
16. Vergnügungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergnügungsanlage als Riesenrad, als Freifallturm, als Karussell oder als Rundfahrgeschäft
gestaltet ist.
17. Verfahren zur Steuerung einer Vergnügungsanlage (1), insbesondere einer Vergnügungsanlage
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend die Schritte: a) Erzeugung eines
Bewegungsprofils durch die Steuereinrichtung; b) funktionale Zuordnung eines Ergebnisses
aus einer endlichen Menge von Ergebnissen zum Bewegungsprofil; und c) Steuerung der
Anzeige zur Anzeige des Ergebnisses.
18. Verfahren zur Steuerung einer Vergnügungsanlage (1), insbesondere einer Vergnügungsanlage
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend die Schritte: a) Erzeugung eines
Ergebnisses durch die Steuerung der Anzeige; b) Anzeige des Ergebnisses; und c) Ausführung
eines Algorithmus zur Steuerung der Steuerungseinrichtung des Antriebs, der ein vom
Ergebnis abhängiges Bewegungsprofil erzeugt.
19. Verfahren zur Steuerung einer Vergnügungsanlage (1), insbesondere einer Vergnügungsanlage
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend die Schritte: a) Anzeige eines
Ergebnisses; und b) Ausführung einer Bewegung des Trägers bzw. Fahrzeugs zur Unterstützung
der Anzeige, insbesondere zur Anzeige des Ergebnisses an einer Trägerposition bzw.
Fahrzeug, die/das sich an einer bestimmten Position relativ zur Stützkonstruktion
befindet.