[0001] Die Erfindung betrifft einen Werkstückträger sowie ein Verfahren zur Herstellung
eines Werkstückträgers zum Bereitstellen und Handhaben von Werkstücken in Hochtemperaturöfen
zur Hochtemperaturbehandlung oder dergleichen, wobei der Werkstückträger aus einem
Tragrost mit Werkstückaufnahmen zur Positionierung von Werkstücken am Werkstückträger
ausgebildet ist, wobei der Tragrost aus eine Gitterstruktur ausbildenden Tragstreben
ausgebildet ist, wobei die Tragstreben aus kohlenstofffaserverstärktem Kohlenstoff
(CFC) ausgebildet sind, wobei die Werkstückaufnahmen aus an den Tragstreben angeordneten
Positioniereinrichtungen des Werkstückträgers gebildet sind, wobei die Positioniereinrichtungen
derart ausgebildet und an den Tragstreben angeordnet sind, dass Werkstücke an den
Werkstückaufnahmen in einer vorbestimmten Position anordbar sind.
[0002] Derartige Werkstückträger sind hinreichend bekannt und werden regelmäßig zur Aufnahme
und zum Transport von Werkstücken im Rahmen von Hochtemperaturbehandlungen verwandt.
Unter einer Hochtemperaturbehandlung wird hier eine Werkstückbehandlung in einem Hochtemperaturofen
bei einer Temperatur von mehr als 1.000 °C verstanden. Aus Metall, beispielsweise
aus Stahl, bestehende Werkstücke werden im Rahmen der Hochtemperaturbehandlung beispielsweise
geglüht, um eine Verbesserung der Eigenschaften des betreffenden Werkstücks zu erzielen.
Bei den bekannten Behandlungsverfahren wird stets versucht, eine große Anzahl von
Werkstücken auf Werkstückträgern so anzuordnen, dass ein Innenraum eines Hochtemperaturofens
möglichst dicht mit Werkstücken ausgefüllt ist, um die Kosten des Behandlungsverfahrens
gering zu halten. Dabei werden die Werkstücke auf dem Werkstückträger so angeordnet,
dass die Werkstücke möglichst allseitig einer Ofenatmosphäre ausgesetzt sind, um eine
homogene Erwärmung der jeweiligen Werkstücke zu erzielen.
[0003] Die bekannten Werkstückträger sind regelmäßig aus einem Tragrost gebildet, der aus
Tragstreben zusammengesetzt ist, die ihrerseits eine Gitterstruktur ausbilden. Zwar
ist es auch bekannt die Tragstreben aus Metall auszubilden, wobei jedoch die metallenen
Tragstreben sich bei hohen Temperaturen leicht verziehen beziehungsweise durchbiegen
können. Aus kohlenstofffaserverstärkten Kohlenstoff (CFC) ausgebildete Tragstreben
sind hingegen auch bei hohen Temperaturen formstabil und ausreichend fest. An den
Tragstreben können Positioniereinrichtungen angeordnet sein, die Werkstückaufnahmen
ausbilden. Dadurch wird es möglich eine Vielzahl von Werkstücken in einer vorbestimmten
Position beziehungsweise Lage auf beziehungsweise an dem Werkstückträger anzuordnen.
[0004] Bei einer Hochtemperaturbehandlung von Werkstücken muss sichergestellt sein, dass
das Material des Werkstückträgers das Material der Werkstücke nicht kontaminiert.
So kann es beispielsweise zu einer unerwünschten Aufkohlung von Stahl als ein Material
eines Werkstücks kommen, wenn dieses unmittelbar an einer Positioniereinrichtung aus
kohlenstofffaserverstärkten Kohlenstoff aufliegt. Es ist daher bekannt, Werkstückträger
mit sogenannten Trennschichten zu versehen. Eine Trennschicht kann aus einem keramischen
Material bestehen und durch Auftragen eines Anstrichs oder durch Plasmaspritzverfahren
auf dem Werkstückträger aufgebracht werden. Nachteilig ist hier jedoch, dass aufgrund
der unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten von kohlenstofffaserverstärkten
Kohlenstoff und keramischen Materialien derartige Beschichtungen schnell Risse erhalten
und leicht abplatzen können. Weiter können sich Beschichtungen durch wiederholte Verwendung
des Werkstückträgers mechanisch abnutzen, sodass der Werkstückträger nach einiger
Zeit verschlissen ist.
[0005] Aus der
DE 20 2013 011 806 U1 ist ein Werkstückträger bekannt, der eine Mehrzahl von auf einem Tragrost angeordneten
Positioniereinrichtungen aufweist, wobei die Positioniereinrichtungen als keramische
Rundstäbe ausgebildet sind, die in quer zu den Rundstäben angeordneten, mit Aufnahmenuten
versehenen Tragstreben des Tragrostes aufgenommen sind. Die Rundstäbe sind aus einem
extrudierten keramischen Material ausgebildet und nicht thermoschockbeständig, das
heißt, die Rundstäbe können bei schnellen Temperaturwechseln leicht durch Ausbildung
von Rissen beschädigt werden. Auch sind sie sehr spröde und können leicht brechen.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Werkstückträger
und ein Verfahren zur Herstellung eines Werkstückträgers vorzuschlagen, durch den
beziehungsweise das eine Wärmebehandlung eines Werkstücks verlässlich durchgeführt
werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Werkstückträger mit den Merkmalen des Anspruchs 1,
einen Werkstückträgerbausatz mit den Merkmalen des Anspruchs 15 und ein Verfahren
zur Herstellung eines Werkstückträgers mit den Merkmalen des Anspruchs 16 gelöst.
[0008] Der erfindungsgemäße Werkstückträger zum Bereitstellen und Handhaben von Werkstücken
in Hochtemperaturöfen zur Hochtemperaturbehandlung oder dergleichen, ist aus einem
Tragrost mit Werkstückaufnahmen zur Positionierung von Werkstücken am Werkstückträger
ausgebildet, wobei der Tragrost aus eine Gitterstruktur ausbildenden Tragstreben ausgebildet
ist, wobei die Tragstreben aus kohlenstofffaserverstärkten Kohlenstoff (CFC) ausgebildet
sind, wobei die Werkstückaufnahmen aus an den Tragstreben angeordneten Positioniereinrichtungen
des Werkstückträgers gebildet sind, wobei die Positioniereinrichtungen derart ausgebildet
und an den Tragstreben angeordnet sind, dass Werkstücke an den Werkstückaufnahmen
in einer vorbestimmten Position anordbar sind, wobei die Positioniereinrichtung ein
Auflageelement zur Anordnung von Werkstücken aufweist, wobei das Auflageelement aus
einem keramischen Faserverbundwerkstoff ausgebildet ist, wobei die Positioniereinrichtung
ein an einer Tragstrebe angeordnetes Tragelement zur Anordnung des Auflageelements
aufweist.
[0009] Das Auflageelement der Positioniereinrichtung ist demnach zur Anordnung von Werkstücken
ausgebildet und steht mit diesem im unmittelbaren Kontakt. Dadurch, dass das Auflageelement
aus einem keramischen Faserverbundwerkstoff ausgebildet ist, ist es dicker als eine
einfache Beschichtung, sodass es sich kaum mechanisch abnutzen kann. Gleichzeitig
ist es aufgrund der Faserverstärkung sehr stabil, das heißt nicht spröde, und gegenüber
schnellen Temperaturwechseln beständig. Darüber hinaus kann eine Kontamination von
Werkstücken durch Kohlenstoff des Tragrostes dadurch verhindert werden, dass die Werkstücke
ausschließlich an den Auflageelementen anliegen. Da die Herstellung eines Auflageelements
aus keramischen Faserverbundwerkstoff um ein Vielfaches kostenaufwendiger ist als
eine Herstellung aus kohlenstofffaserverstärkten Kohlenstoff, wird es durch die Anordnung
des Auflageelements an dem Tragelement der Positioniereinheit in vorteilhafter Weise
möglich, dass Auflageelement mit wenig Material, und damit gleichfalls kostengünstig
herzustellen. Das an der Tragstrebe angeordnete Tragelement dient demnach zur Lagerung
beziehungsweise Aufnahme des aus dem keramischen Faserverbundwerkstoff bestehenden
Auflageelements an der Tragstrebe beziehungsweise an den Tragstreben. Das Auflageelement
muss dann nicht so stabil ausgebildet sein, dass es alleine eine Gewichtskraft der
betreffenden Werkstücke aufnehmen kann. Dadurch wird es möglich, dass Auflageelement
unter Verwendung von nur wenigen keramischen Faserverbundwerkstoffen und damit kostengünstig
auszubilden.
[0010] Vorteilhaft kann der keramische Faserverbundwerkstoff aus einer Oxidkeramik, vorzugsweise
einer anorganischen Matrix aus Aluminiumoxid, Mullit, Zirkonoxid, Siliciumcarbid oder
Siliziumnitrid, ausgebildet sein. Derartige Werkstoffe sind besonders geeignet zur
Herstellung eines keramischen Faserverbundwerkstoffs.
[0011] Weiter kann der keramische Faserverbundwerkstoff aus anorganischen Fasern, vorzugsweise
Verstärkungsfasern aus Aluminiumoxid, Mullit, Zirkonoxid, Siliciumcarbid oder Siliziumnitrid,
ausgebildet sein. Die anorganischen Fasern können mit einer oxidkeramischen Matrix
aus einem übereinstimmenden oder auch aus einem unterschiedlichen Material kombiniert
sein. Weiter kann vorgesehen sein, anorganische Fasern aus verschiedenen Materialien
miteinander zu kombinieren.
[0012] Die Fasern können einen Faserverbund, vorzugsweise einen umstrukturierten, gewickelten
oder verwobenen Faserverbund, ausbilden. Der Faserverbund kann beispielsweise ein
textiles Fasergelege sein. Auch kann vorgesehen sein, einen Faserverbund durch Wickeln
von Fasern auf einen Dorn mit einem abschließenden Auftrennen entlang einer Längsachse
des Dorns auszubilden. Weiter können 3.000 den (Denier), 10.000 den oder 20.000 den
Filamentgarne zu Fasergeweben verarbeitet werden, welche dann zu dem keramischen Faserverbundwerkstoff
weiterverarbeitet werden. Als unstrukturierter Faserverbund kann beispielsweise ein
Faserfilz oder ein Faserflies verwendet werden.
[0013] Die Auflageelemente können relativ zueinander parallel angeordnet sein. So können
beispielsweise eine Anzahl paralleler Reihen von Werkstückaufnahmen an dem Werkstückträger
ausgebildet werden. Die Auflageelemente können dann so voneinander beabstandet sein,
dass beispielsweise Werkstücke in einer Reihenanordnung zwischen zwei Auflageelementen
an dem Werkstückträger gehaltert werden können. Die Tragelemente können folglich ebenfalls
relativ zueinander parallel angeordnet sein. Die Tragstreben können dann aufgrund
der ausgebildeten Gitterstruktur ebenfalls parallel zu den Tragelementen oder auch
quer zu diesen verlaufen. Prinzipiell ist es jedoch auch möglich, die Auflageelemente
mit einer beliebigen, an die jeweiligen Werkstücke angepassten Form auszubilden.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Werkstückaufnahme V-förmig ausgebildet ist.
Eine V-förmige Ausbildung der Werkstückaufnahme ermöglicht eine Zentrierung und gegebenenfalls
Klemmung des betreffenden Werkstücks in der Werkstückaufnahme, sodass das Werkstück
besonders sicher in der Werkstückaufnahme gehaltert werden kann. Beispielsweise kann
das Werkstück eine Turbinenschaufel sein, die einen V-förmigen Fuß ausbildet, an dem
die V-förmige Werkstückaufnahme angepasst ist.
[0015] Das Auflageelement kann vorteilhaft seine Wandstärke von > 0,5 mm bis < 5 mm aufweisen.
So kann sichergestellt werden, dass es nicht zu einer unerwünschten Abnutzung des
Auflageelements kommt und das Auflageelement gleichzeitig ausreichend stabil ist.
Gleichwohl wird auch nicht so viel Material für das Auflageelement benötigt, dass
die Kosten für den Werkstückträger deutlich erhöht werden.
[0016] Das Tragelement kann beispielsweise aus Grafit ausgebildet sein. Um eine Herstellung
des Tragelements zu vereinfachen, kann der Grafit zusammen mit einem Binder extrudiert,
gerüttelt oder isostatisch gepresst und nach einer Wärmebehandlung zu dem Tragelement
ausgebildet werden.
[0017] Das Auflageelement kann eine Aufnahmekontur mit einer Auflagefläche zur Anordnung
von Werkstücken an dem Auflageelement ausbilden. Die Aufnahmekontur kann dann an die
Werkstückkontur angepasst sein, sodass stets sichergestellt ist, dass das Werkstück
ausschließlich an der Auflagefläche aus keramischem Material aufliegt beziehungsweise
mit dieser kontaktiert ist. Die Aufnahmekontur beziehungsweise die Auflagefläche ist
prinzipiell mit jeder beliebigen, an eine Werkstückkontur angepassten Aufnahmekontur
ausbildbar.
[0018] Das Tragelement kann eine Anlagekontur ausbilden, die der Aufnahmekontur des Auflageelements
angepasst ist. Das Auflageelement kann sich so beispielsweise vollflächig an der Anlagekontur
abstützen, sodass das Auflageelement sehr dünn ausgebildet sein kann. Auch kann vorgesehen
sein, dass das Auflageelement im Rahmen einer Herstellung durch Auflegen auf das Tragelement
und damit durch Anpassen an die Anlagekontur in seiner Form ausgebildet wird.
[0019] Das Tragelement kann auf eine Tragstrebe aufgelegt oder aufgesteckt, vorzugsweise
mit der Tragstrebe formschlüssig verbunden sein. Beispielsweise kann in dem Tragelement
eine oder mehrere Nuten ausgebildet sein, die ein Aufstecken des Tragelements auf
eine oder mehrere Tragstreben ermöglicht. Die betreffende Nut entspricht dann im Wesentlichen
einer Dicke einer Tragstrebe. Durch eine derartige formschlüssige Fixierung wird es
möglich das Tragelement auch wieder einfach von der Gitterstruktur zu entfernen. Das
Tragelement kann dann zusammen mit dem Auflageelement nach Bedarf schnell ausgewechselt
werden. Beispielsweise wird es dann auch möglich einen einzelnen Tragrost zur Aufnahme
unterschiedlicher Werkstücke zu verwenden, dadurch, dass lediglich die Tragelemente,
die jeweils an die unterschiedlichen Werkstücke angepasst sind, ausgewechselt werden.
Es ist dann nicht mehr erforderlich, unmittelbar an Werkstücke angepasste Tragroste
zu verwenden. So können identisch ausgebildete, standardisierte Tragroste für unterschiedlichste
Werkstücke eingesetzt werden.
[0020] Das Auflageelement kann auf das Tragelement aufgelegt oder aufgesteckt, vorzugsweise
mit dem Tragelement formschlüssig verbunden sein.
[0021] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Auflageelement so auf dem Tragelement
aufliegt, dass das Auflageelement und das Tragelement sich voneinander unbeeinflusst
ausdehnen können. So ist es dann auch möglich für das Tragelement einen Werkstoff
zu wählen, der einen wesentlich anderen Temperaturausdehnungskoeffizienten aufweist
wie der Werkstoff des Auflageelements. Gleichwohl kann vorgesehen sein, das Auflageelement
an einem Punkt in Art eines Festlagers an dem Tragelement formschlüssig zu fixieren,
sodass das Auflageelement auf dem Tragelement nicht unbeabsichtigt verschoben oder
von diesem entfernt werden kann.
[0022] Vorteilhaft kann das Auflageelement und/oder das Tragelement profilförmig ausgebildet
sein. Eine profilförmige Ausbildung vereinfacht eine Herstellung wesentlich. Auch
kann vorgesehen sein, dass an einem Tragelement mehrere Auflageelemente, die dann
vergleichsweise kürzer wie das Tragelement ausgebildet sind, aufgelegt sind.
[0023] Der Tragrost kann einen Tragrahmen aus Tragstreben aufweisen, wobei der Tragrahmen
Auflagerelemente aus Grafit aufweisen kann, über die die Tragstreben verbunden sind.
Die Tragstreben können beispielsweise übereinstimmend ausgebildete Schlitze aufweisen,
über die die Tragstreben durch Ineinanderstecken über Kreuz beziehungsweise unter
Ausbildung der Gitterstruktur miteinander verbunden sind. Beispielsweise in Eckbereichen
des Tragrahmens oder auch in regelmäßigen Abständen am Tragrahmen können die Auflagerelemente
aus Grafit angeordnet sein, in die die Tragstreben dann eingesetzt sind. Mittels der
Auflagerelemente wird es möglich den Tragrahmen weiter zu stabilisieren und gegebenenfalls
auch eine Stapelanordnung mit anderen Tragrahmen auszubilden.
[0024] Der erfindungsgemäße Werkstückträgerbausatz umfasst einen erfindungsgemäßen Werkstückträger
mit einem ersten Satz Positioniereinrichtungen und einem von dem ersten Satz verschiedenen
zweiten Satz Positioniereinrichtungen, wobei die Positioniereinrichtungen derart ausgebildet
und an den Tragstreben anordbar sind, dass erste Werkstücke und/oder von den ersten
Werkstücken verschiedene zweite Werkstücke an den Werkstückaufnahmen anordbar sind.
Dadurch wird es möglich mit nur einem Tragrost und dem ersten sowie den zweiten Satz
Positioniereinrichtungen je nach Bedarf zumindest zwei unterschiedliche Arten von
Werkstücken auf den Werkstückträger bereitzustellen oder zu handhaben. Der Tragrost
ist dann unabhängig von den Werkstücken ausgebildet und eine Anpassung an die jeweiligen
Werkstücke wird über den jeweiligen Satz Positioniereinrichtungen vorgenommen. Der
Werkstückträgerbausatz ermöglicht damit eine modulare Verwendung von verschiedenen
Positioniereinrichtungen, jeweils alleine oder in einer Kombination. Weitere vorteilhafte
Ausführungsformen eines Werkstückträgerbausatzes ergeben sich aus den Merkmalsbeschreibungen
der auf den Vorrichtungsanspruch 1 rückbezogenen Unteransprüche.
[0025] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines Werkstückträgers zum Bereitstellen
und Handhaben von Werkstücken in Hochtemperaturöfen zur Hochtemperaturbehandlung oder
dergleichen wird der Werkstückträger aus einem Tragrost und Werkstückaufnahmen zur
Positionierung von Werkstücken am Werkstückträger ausgebildet, wobei der Tragrost
aus eine Gitterstruktur ausbildenden Tragstreben ausgebildet wird, wobei die Tragstreben
aus kohlenstofffaserverstärkten Kohlenstoff (CFC) ausgebildet werden, wobei die Werkstückaufnahmen
aus an den Tragstreben angeordneten Positioniereinrichtungen des Werkstückträgers
gebildet werden, wobei die Positioniereinrichtungen derart ausgebildet und an den
Tragstreben angeordnet werden, dass Werkstücke an den Werkstückaufnahmen in einer
vorbestimmten Position anordbar sind, wobei ein Auflageelement der Positioniereinrichtung
zur Anordnung von Werkstücken aus einem keramischen Faserverbundwerkstoff ausgebildet
wird, wobei an einer Tragstrebe ein Tragelement der Positioniereinrichtung zur Anordnung
des Auflageelements angeordnet wird. Hinsichtlich der vorteilhaften Wirkungen des
erfindungsgemäßen Verfahrens wird auf die Vorteilsbeschreibung des erfindungsgemäßen
Werkstückträgers verwiesen. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen des Verfahrens
ergeben sich aus den Merkmalsbeschreibungen der auf den Vorrichtungsanspruch 1 rückbezogenen
Unteransprüche.
[0026] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert:
Es zeigen:
- Fig. 1:
- einen Werkstückträger in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 2:
- den Werkstückträger in einer Draufsicht;
- Fig. 3:
- eine Schnittansicht eines Werkstückträgers.
[0027] Eine Zusammenschau der
Fig. 1 und
2 zeigt einen Werkstückträger 10 zum Bereitstellen und Handhaben von Werkstücken in
Hochtemperaturöfen. Der Werkstückträger 10 ist aus einem Tragrost 11 mit Werkstückaufnahmen
12 zur Positionierung von hier nicht dargestellten Werkstücken am Werkstückträger
10 ausgebildet. Der Tragrost 11 ist aus einem Tragrahmen 13 aus Tragstreben 14, 15,
16, 17 und Auflagerelementen 18 aus Grafit ausgebildet. Tragstreben 19, 20 bilden
eine Gitterstruktur 21 des Tragrosts 11 aus. Sämtliche Tragstreben 14 bis 17 und 20,
21 bestehen aus kohlenstofffaserverstärkten Kohlenstoff (CFC) und sind ineinander
gesteckt.
[0028] Der Werkstückträger 10 umfasst weiter Positioniereinrichtungen 22, die jeweils aus
einem Tragelement 23 und einem Auflageelement 24 ausgebildet sind. Das Tragelement
23 besteht aus Grafit und das Auflageelement 24 besteht aus einem keramischen Faserverbundwerkstoff.
Das Tragelement 23 ist jeweils auf eine Tragstrebe 19 aufgesteckt, wobei das Auflageelement
24 auf das Tragelement 23 aufgesteckt ist. Zwischen den parallel angeordneten Positioniereinrichtungen
22 ist es nun möglich Werkstücke in die so ausgebildeten Werkstückaufnahmen 12 einzusetzen,
wobei die Werkstücke dann lediglich mit einer Oberfläche 25 des Auflageelements 24
in Kontakt gelangen. Eine beispielsweise unerwünschte Kontamination von Werkstücken
durch einen Berührungskontakt mit Bauteilen aus Kohlenstoff kann so vermieden werden.
[0029] Die
Fig. 3 zeigt eine Teilschnittansicht eines Werkstückträgers 26, wobei hier ein Schnitt orthogonal
zu Positioniereinrichtungen 27 des Werkstückträgers 26 verläuft. Ein Tragrost 28 des
Werkstückträgers 26 ist aus Tragstreben 29, 30, 31 und 32 ausgebildet. Die Tragstreben
29 bis 32 bestehen aus kohlenstofffaserverstärkten Kohlenstoff (CFC) und sind lose
ineinander gesteckt. Die Positioniereinrichtungen 27 sind aus einem Tragelement 33
aus Grafit und einem Auflageelement 34 aus einem keramischen Faserverbundwerkstoff
ausgebildet. Die Tragelemente 33 weisen hier jeweils eine Längsnut 35 auf, mit der
sie jeweils auf Tragstreben 29 aufgesteckt sind. Das Auflageelement 34 ist lose auf
das Tragelement 33 aufgelegt und schmiegt sich an eine Anlagekontur 36 des Auflageelements
34 an. An dem Auflageelement 34 ist an einem oberen Ende 37 ein vorspringender Bund
38 ausgebildet, der ein Einhängen des Auflageelements 34 in dem Tragelement 33, und
damit eine formschlüssige Befestigung, ermöglicht. Gleichwohl ist eine unabhängige
Wärmeausdehnung des Auflageelements 34 von dem Tragelement 33 möglich. Zwischen den
parallel angeordneten Positioniereinrichtungen 27 wird so eine Werkstückaufnahme 39
für hier beispielhaft als Werkstücke 40 dargestellte Turbinenschaufeln 41 ausgebildet.
Die Auflageelemente 34 bilden eine Auflagefläche 42 zur punktuellen Anlage der Turbinenschaufeln
41 aus. Eine Aufnahmekontur 43 eines Auflageelements 34 entspricht demnach im Wesentlichen
der Anlagekontur 36 des Tragelements 33.
1. Werkstückträger (10, 26) zum Bereitstellen und Handhaben von Werkstücken in Hochtemperaturöfen
zur Hochtemperaturbehandlung oder dergleichen, wobei der Werkstückträger aus einem
Tragrost (11, 28) mit Werkstückaufnahmen (12, 39) zur Positionierung von Werkstücken
am Werkstückträger ausgebildet ist, wobei der Tragrost aus eine Gitterstruktur (21)
ausbildenden Tragstreben (14, 15, 16, 17, 19, 20, 29, 30, 31, 32) ausgebildet ist,
wobei die Tragstreben aus kohlenstofffaserverstärktem Kohlenstoff (CFC) ausgebildet
sind, wobei die Werkstückaufnahmen aus an den Tragstreben angeordneten Positioniereinrichtungen
(22, 27) des Werkstückträgers gebildet sind, wobei die Positioniereinrichtungen derart
ausgebildet und an den Tragstreben angeordnet sind, dass Werkstücke (40) an den Werkstückaufnahmen
in einer vorbestimmten Position anordbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Positioniereinrichtung ein Auflageelement (24, 34) zur Anordnung von Werksstücken
aufweist, wobei das Auflageelement aus einem keramischen Faserverbundwerkstoff ausgebildet
ist, wobei die Positioniereinrichtung ein an einer Tragstrebe angeordnetes Tragelement
(23, 33) zur Anordnung des Auflageelements aufweist.
2. Werkstückträger nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der keramische Faserverbundwerkstoff aus einer Oxidkeramik, vorzugsweise einer anorganischen
Matrix aus Aluminiumoxid, Mullit, Zirkonoxid, Siliciumcarbid oder Siliziumnitrid,
ausgebildet ist.
3. Werkstückträger nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der keramische Faserverbundwerkstoff aus anorganischen Fasern, vorzugsweise Verstärkungsfasern
aus Aluminiumoxid, Mullit, Zirkonoxid, Siliciumcarbid und/oder Siliziumnitrid, ausgebildet
ist.
4. Werkstückträger nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fasern einen Faserverbund, vorzugsweise einen unstrukturierten, gewickelten oder
verwobenen Faserverbund, ausbilden.
5. Werkstückträger nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auflageelemente (24, 34) relativ zueinander parallel angeordnet sind.
6. Werkstückträger nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Werkstückaufnahme (12, 39) V-förmig ausgebildet ist.
7. Werkstückträger nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auflageelement (24, 34) eine Wandstärke von > 0,5 mm bis < 5 mm aufweist.
8. Werkstückträger nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Tragelement (23, 33) aus Grafit ausgebildet ist.
9. Werkstückträger nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auflageelement (24, 34) eine Aufnahmekontur (43) mit einer Auflagefläche (25,
42) zur Anordnung von Werkstücken (40) an dem Auflageelement ausbildet.
10. Werkstückträger nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Tragelement (23, 33) eine Anlagekontur (36) ausbildet, die der Aufnahmekontur
des Auflageelements angepasst ist.
11. Werkstückträger nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Tragelement (23, 33) auf eine Tragstrebe (19, 29) aufgelegt oder aufgesteckt,
vorzugsweise mit der Tragstrebe formschlüssig verbunden ist.
12. Werkstückträger nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auflageelement (24, 34) auf das Tragelement (23, 33) aufgelegt oder aufgesteckt,
vorzugsweise mit dem Tragelement formschlüssig verbunden ist.
13. Werkstückträger nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auflageelement (24, 34) und/oder das Tragelement (23, 33) profilförmig ausgebildet
ist.
14. Werkstückträger nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Tragrost (11, 28) einen Tragrahmen (13) aus Tragstreben (14, 15, 16, 17, 19,
20, 29, 30, 31, 32) aufweist, wobei der Tragrahmen Auflagerelemente (18) aus Grafit
aufweist, über die Tragstreben (17) verbunden sind.
15. Werkstückträgerbausatz umfassend einen Werkstückträger (10, 26) nach einem der vorangehenden
Ansprüche mit einem ersten Satz Positioniereinrichtungen (22, 27) und einem von dem
ersten Satz verschiedenen zweiten Satz Positioniereinrichtungen, wobei die Positioniereinrichtungen
derart ausgebildet und an den Tragstreben (19, 29) anordbar sind, dass erste Werkstücke
(40) und/oder von den ersten Werkstücken verschiedene zweite Werkstücke an den Werkstückaufnahmen
(12, 39) anordbar sind.
16. Verfahren zur Herstellung eines Werkstückträgers (10, 26) zum Bereitstellen und Handhaben
von Werkstücken in Hochtemperaturöfen zur Hochtemperaturbehandlung oder dergleichen,
wobei der Werkstückträger aus einem Tragrost (11, 28) mit Werkstückaufnahmen (12,
39) zur Positionierung von Werkstücken am Werkstückträger ausgebildet wird, wobei
der Tragrost aus eine Gitterstruktur (21) ausbildenden Tragstreben (14, 15, 16, 17,
19, 20, 29, 30, 31, 32) ausgebildet wird, wobei die Tragstreben aus kohlenstofffaserverstärktem
Kohlenstoff (CFC) ausgebildet werden, wobei die Werkstückaufnahmen aus an den Tragstreben
angeordneten Positioniereinrichtungen (22, 27) des Werkstückträgers gebildet werden,
wobei die Positioniereinrichtungen derart ausgebildet und an den Tragstreben angeordnet
werden, dass Werkstücke (40) an den Werkstückaufnahmen in einer vorbestimmten Position
anordbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Auflageelement (24, 34) der Positioniereinrichtung zur Anordnung von Werksstücken
aus einem keramischen Faserverbundwerkstoff ausgebildet wird, wobei an einer Tragstrebe
ein Tragelement (23, 33) der Positioniereinrichtung zur Anordnung des Auflageelements
angeordnet wird.